<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.elberfelder1871:42</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.elberfelder1871:42</urn><passage>Sintemal es viele unternommen haben , eine Erzählung von den Dingen , die unter uns völlig geglaubt werden , sind zu verfassen , so wie es uns die überliefert haben , welche von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind , hat es auch mir gut geschienen , der ich allem von Anfang an genau gefolgt bin , es dir , vortrefflichster Theophilus , der Reihe nach zu schreiben , auf daß du die Zuverlässigkeit der Dinge erkennest , in welchen du unterrichtet worden bist . Es war in den Tagen Herodes’ , des Königs von Judäa , ein gewisser Priester , mit Namen Zacharias , aus der Abteilung Abias ; und sein Weib war aus den Töchtern Aarons , und ihr Name Elisabeth . Beide aber waren gerecht vor Gott , indem sie untadelig wandelten in allen Geboten und Satzungen des Herrn . Und sie hatten kein Kind , weil Elisabeth unfruchtbar war ; und beide waren in ihren Tagen weit vorgerückt . Es geschah aber , als er in der Ordnung seiner Abteilung den priesterlichen Dienst vor Gott erfüllte , traf ihn , nach der Gewohnheit des Priestertums , das Los , in den Tempel des Herrn zu gehen , um zu räuchern . Und die ganze Menge des Volkes war betend draußen zur Stunde des Räucherns . Es erschien ihm aber ein Engel des Herrn , zur Rechten des Räucheraltars stehend . Und als Zacharias ihn sah , ward er bestürzt , und Furcht überfiel ihn . Der Engel aber sprach zu ihm : Fürchte dich nicht , Zacharias , denn dein Flehen ist erhört , und dein Weib Elisabeth wird dir einen Sohn gebären , und du sollst seinen Namen Johannes ) heißen . Und er wird dir zur Freude und Wonne sein , und viele werden sich über seine Geburt freuen . Denn er wird groß sein vor dem Herrn ; weder Wein noch starkes Getränk wird er trinken und schon von Mutterleibe an mit Heiligem Geiste erfüllt werden . Und viele der Söhne Israels wird er zu dem Herrn , ihrem Gott , bekehren . Und er wird vor ihm hergehen in dem Geist und der Kraft des Elias , um der Väter Herzen zu bekehren zu den Kindern und Ungehorsame zur Einsicht von Gerechten , um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten . Und Zacharias sprach zu dem Engel : Woran soll ich dies erkennen ? denn ich bin ein alter Mann , und mein Weib ist weit vorgerückt in ihren Tagen . Und der Engel antwortete und sprach zu ihm : Ich bin Gabriel , der vor Gott steht , und ich bin gesandt worden , zu dir zu reden und dir diese gute Botschaft zu verkündigen . Und siehe , du wirst stumm sein und nicht sprechen können bis zu dem Tage , da dieses geschehen wird , weil du meinen Worten nicht geglaubt hast , die zu ihrer Zeit werden erfüllt werden . Und das Volk wartete auf Zacharias , und sie wunderten sich darüber , daß er im Tempel verzog . Als er aber herauskam , konnte er nicht zu ihnen reden , und sie erkannten , daß er im Tempel ein Gesicht gesehen hatte . Und er winkte ihnen zu und blieb stumm . Und es geschah , als die Tage seines Dienstes erfüllt waren , ging er weg nach seinem Hause . Nach diesen Tagen aber wurde Elisabeth , sein Weib , schwanger und verbarg sich fünf Monate , indem sie sagte : Also hat mir der Herr getan in den Tagen , in welchen er mich angesehen hat , um meine Schmach unter den Menschen wegzunehmen . Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt von Galiläa , mit Namen Nazareth , zu einer Jungfrau , die einem Manne verlobt war mit Namen Joseph , aus dem Hause Davids ; und der Name der Jungfrau war Maria . Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach : Sei gegrüßt , Begnadigte ! der Herr ist mit dir ; gesegnet bist du unter den Weibern ! Sie aber , als sie ihn sah ward bestürzt über sein Wort und überlegte , was dies für ein Gruß sei . Und der Engel sprach zu ihr : Fürchte dich nicht , Maria , denn du hast Gnade bei Gott gefunden ; und siehe , du wirst im Leibe empfangen und einen Sohn gebären , und du sollst seinen Namen Jesus heißen . Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden ; und der Herr , Gott , wird ihm den Thron seines Vaters David geben ; und er wird über das Haus Jakobs herrschen in die Zeitalter , und seines Reiches wird kein Ende sein . Maria aber sprach zu dem Engel : Wie wird dies sein , dieweil ich keinen Mann kenne ? Und der Engel antwortete und sprach zu ihr : Der Heilige Geist wird über dich kommen , und Kraft des Höchsten wird dich überschatten ; darum wird auch das Heilige , das geboren werden wird , Sohn Gottes genannt werden . Und siehe , Elisabeth , deine Verwandte , ist auch mit einem Sohne schwanger in ihrem Alter , und dies ist der sechste Monat bei ihr , welche unfruchtbar genannt war ; denn bei Gott wird kein Ding unmöglich sein . sein ) Maria aber sprach : Siehe , ich bin die Magd des Herrn ; es geschehe mir nach deinem Worte . Und der Engel schied von ihr . Maria aber stand in selbigen Tagen auf und ging mit Eile nach dem Gebirge , in eine Stadt Judas ; und sie kam in das Haus des Zacharias und begrüßte die Elisabeth . Und es geschah , als Elisabeth den Gruß der Maria hörte , hüpfte das Kind in ihrem Leibe ; und Elisabeth wurde mit Heiligem Geiste erfüllt und rief aus mit lauter Stimme und sprach : Gesegnet bist du unter den Weibern , und gesegnet ist die Frucht deines Leibes ! Und woher mir dieses , daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt ? Denn siehe , wie die Stimme deines Grußes in meine Ohren drang , hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe . Und glückselig , die geglaubt hat , denn es wird zur Erfüllung kommen , was von dem Herrn zu ihr geredet ist ! Und Maria sprach : Meine Seele erhebt den Herrn , und mein Geist hat frohlockt in Gott , meinem Heilande ; denn er hat hingeblickt auf die Niedrigkeit seiner Magd ; denn siehe , von nun an werden mich glückselig preisen alle Geschlechter . Denn große Dinge hat der Mächtige an mir getan , und heilig ist sein Name ; und seine Barmherzigkeit ist von Geschlecht zu Geschlecht über die , welche ihn fürchten . Er hat Macht geübt mit seinem Arm ; er hat zerstreut , die in der Gesinnung ihres Herzens hochmütig sind . Er hat Mächtige von Thronen hinabgestoßen , und Niedrige erhöht . Hungrige hat er mit Gütern erfüllt , und Reiche leer fortgeschickt . Er hat sich Israels , seines Knechtes , angenommen , damit er eingedenk sei der Barmherzigkeit ( wie er zu unseren Vätern geredet hat ) gegen Abraham und seinen Samen in Ewigkeit . Und Maria blieb ungefähr drei Monate bei ihr ; und sie kehrte nach ihrem Hause zurück . Für Elisabeth aber wurde die Zeit erfüllt , daß sie gebären sollte , und sie gebar einen Sohn . Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten , daß der Herr seine Barmherzigkeit an ihr groß gemacht habe , und sie freuten sich mit ihr . Und es geschah am achten Tage , da kamen sie , das Kindlein zu beschneiden ; und sie nannten es nach dem Namen seines Vaters : Zacharias . Und seine Mutter antwortete und sprach : Nein , sondern er soll Johannes heißen . Und sie sprachen zu ihr : Niemand ist aus deiner Verwandtschaft , der diesen Namen trägt . Sie winkten aber seinem Vater zu , wie er etwa wolle , daß er genannt werde . Und er forderte ein Täfelchen und schrieb also : Johannes ist sein Name . Und sie verwunderten sich alle . Alsbald aber wurde sein Mund aufgetan und seine Zunge gelöst , und er redete , indem er Gott lobte . Und Furcht kam über alle , die um sie her wohnten ; und auf dem ganzen Gebirge von Judäa wurden alle diese Dinge besprochen . Und alle , die es hörten , nahmen es zu Herzen und sprachen : Was wird doch aus diesem Kindlein werden ? Denn auch des Herrn Hand war mit ihm . Und Zacharias , sein Vater , wurde mit Heiligem Geiste erfüllt und weissagte und sprach : Gepriesen sei der Herr , der Gott Israels , daß er besucht und Erlösung geschafft hat seinem Volke , und uns ein Horn des Heils aufgerichtet hat in dem Hause Davids , seines Knechtes ( gleichwie er geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten , die von alters her waren ) , Rettung von unseren Feinden und von der Hand aller , die uns hassen ; um Barmherzigkeit zu vollbringen an unseren Vätern und seines heiligen Bundes zu gedenken , des Eides , den er Abraham , unserem Vater , geschworen hat , um uns zu geben , daß wir , gerettet aus der Hand unserer Feinde , ohne Furcht ihm dienen sollen in Frömmigkeit und Gerechtigkeit vor ihm alle unsere Tage . Und du , Kindlein , wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden ; denn du wirst vor dem Angesicht des Herrn hergehen , seine Wege zu bereiten , um seinem Volke Erkenntnis des Heils zu geben in Vergebung ihrer Sünden , durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes , in welcher uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe , um denen zu leuchten , die in Finsternis und Todesschatten sitzen , um unsere Füße zu richten auf den Weg des Friedens . Das Kindlein aber wuchs und erstarkte im Geist , und war in den Wüsteneien bis zum Tage seines Auftretens vor Israel . Es geschah aber in jenen Tagen , daß eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging , den ganzen Erdkreis einzuschreiben . Die Einschreibung selbst geschah erst , als Kyrenius Landpfleger von Syrien war . Und alle gingen hin , um sich einschreiben zu lassen , ein jeder in seine eigene Stadt . Es ging aber auch Joseph von Galiläa , aus der Stadt Nazareth , hinauf nach Judäa , in Davids Stadt , welche Bethlehem heißt , weil er aus dem Hause und Geschlecht Davids war , um sich einschreiben zu lassen mit Maria , seinem verlobten Weibe , welche schwanger war . Und es geschah , als sie daselbst waren , wurden ihre Tage erfüllt , daß sie gebären sollte ; und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe , weil in der Herberge kein Raum für sie war . Und es waren Hirten in selbiger Gegend , die auf freiem Felde blieben und des Nachts Wache hielten über ihre Herde . Und siehe , ein Engel des Herrn stand bei ihnen , und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie , und sie fürchteten sich mit großer Furcht . Und der Engel sprach zu ihnen : Fürchtet euch nicht , denn siehe , ich verkündige euch große Freude , die für das ganze Volk sein wird ; denn euch ist heute , ein Erretter geboren , in Davids Stadt , welcher ist Christus , der Herr . Und dies sei euch das Zeichen : Ihr werdet ein Kind finden , in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend . Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen , welche Gott lobten und sprachen : Herrlichkeit Gott in der Höhe , ) und Friede auf Erden , an den Menschen ein Wohlgefallen ! Und es geschah , als die Engel von ihnen hinweg in den Himmel fuhren , daß die Hirten zueinander sagten : Laßt uns nun hingehen nach Bethlehem und diese Sache sehen , die geschehen ist , welche der Herr uns kundgetan hat . Und sie kamen eilends und fanden sowohl Maria als Joseph , und das Kind in der Krippe liegend . Als sie es aber gesehen hatten , machten sie überall das Wort kund , welches über dieses Kindlein zu ihnen geredet worden war . Und alle , die es hörten , verwunderten sich über das , was von den Hirten zu ihnen gesagt wurde . Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen . Und die Hirten kehrten um , indem sie Gott verherrlichten und lobten über alles , was sie gehört und gesehen hatten , so wie es ihnen gesagt worden war . Und als acht Tage erfüllt waren , daß man ihn beschneiden sollte , da wurde sein Name Jesus genannt , welcher von dem Engel genannt worden war , ehe er im Leibe empfangen wurde . Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses’ erfüllt waren , brachten sie ihn nach Jerusalem hinauf , um ihn dem Herrn darzustellen ( gleichwie im Gesetz des Herrn geschrieben steht : &quot; Alles Männliche , das die Mutter bricht , soll dem Herrn heilig heißen &quot; ) und ein Schlachtopfer zu geben nach dem , was im Gesetz des Herrn gesagt ist : ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben . Und siehe , es war in Jerusalem ein Mensch , mit Namen Simeon ; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels ; und der Heilige Geist war auf ihm . Und es war ihm von dem Heiligen Geist ein göttlicher Ausspruch geworden , daß er den Tod nicht sehen solle , ehe er den Christus des Herrn gesehen habe . Und er kam durch ) den Geist in den Tempel . Und als die Eltern das Kindlein Jesus hereinbrachten , um betreffs seiner nach der Gewohnheit des Gesetzes zu tun , da nahm auch er es auf seine Arme und lobte Gott und sprach : Nun , Herr , entlässest du deinen Knecht , nach deinem Worte , in Frieden ; denn meine Augen haben dein Heil gesehen , welches du bereitet hast vor dem Angesicht aller Völker : ein Licht zur Offenbarung der Nationen und zur Herrlichkeit deines Volkes Israel . Und sein Vater und seine Mutter verwunderten sich über das , was über ihn geredet wurde . Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria , seiner Mutter : Siehe , dieser ist gesetzt zum Fall und Aufstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen , dem widersprochen wird ( aber auch deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen ) , damit die Überlegungen vieler Herzen offenbar werden . Und es war eine Prophetin Anna , eine Tochter Phanuels , aus dem Stamme Aser . Diese war in ihren Tagen weit vorgerückt und hatte sieben Jahre mit ihrem Manne gelebt von ihrer Jungfrauschaft an ; und sie war eine Witwe von vierundachtzig Jahren , die nicht von dem Tempel wich , indem sie Nacht und Tag mit Fasten und Flehen diente . Und sie trat zu derselben Stunde herzu , lobte den Herrn und redete von ihm zu allen , welche auf Erlösung warteten in Jerusalem . Und als sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn , kehrten sie nach Galiläa zurück in ihre Stadt Nazareth . Das Kindlein aber wuchs und erstarkte , erfüllt mit Weisheit , und Gottes Gnade war auf ihm . Und seine Eltern gingen alljährlich am Passahfest nach Jerusalem . Und als er zwölf Jahre alt war und sie nach Jerusalem hinaufgingen , nach der Gewohnheit des Festes , und die Tage vollendet hatten , blieb bei ihrer Rückkehr der Knabe Jesus in Jerusalem zurück ; und seine Eltern wußten es nicht . Da sie aber meinten , er sei unter der Reisegesellschaft , kamen sie eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten ; und als sie ihn nicht fanden , kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn . Und es geschah , nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel , wie er inmitten der Lehrer saß und ihnen zuhörte und sie befragte . Alle aber , die ihn hörten , gerieten außer sich über sein Verständnis und seine Antworten . Und als sie ihn sahen , erstaunten sie ; und seine Mutter sprach zu ihm : Kind , warum hast du uns also getan ? siehe , dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht . Und er sprach zu ihnen : Was ist es , daß ihr mich gesucht habt ? Wußtet ihr nicht , daß ich in dem sein muß , was meines Vaters ist ? meines Vaters sein muß ) Und sie verstanden das Wort nicht , das er zu ihnen redete . Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth , und er war ihnen untertan . Und seine Mutter bewahrte alle diese Worte in ihrem Herzen . Und Jesus nahm zu an Weisheit und an Größe , und an Gunst bei Gott und Menschen . Aber im fünfzehnten Jahre der Regierung des Kaisers Tiberius , als Pontius Pilatus Landpfleger von Judäa war , und Herodes Vierfürst von Galiläa , und sein Bruder Philippus Vierfürst von Ituräa und der Landschaft Trachonitis , und Lysanias Vierfürst von Abilene , unter dem Hohenpriestertum von Annas und Kajaphas , geschah das Wort Gottes zu Johannes , dem Sohne Zacharias’ , in der Wüste . Und er kam in die ganze Umgegend des Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden ; wie geschrieben steht im Buche der Worte Jesaias’ , des Propheten : &quot; Stimme eines Rufenden in der Wüste : Bereitet den Weg des Herrn , machet gerade seine Steige ! Jedes Tal wird ausgefüllt und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden , und das Krumme wird zum geraden Wege und die höckerichten zu ebenen Wegen werden ; und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen &quot; . Er sprach nun zu der Volksmenge , die hinausgingen , um von ihm getauft zu werden : Otternbrut ! Wer hat euch gewiesen , dem kommenden Zorn zu entfliehen ? Bringet nun der Buße würdige Früchte ; und beginnet nicht , bei euch selbst zu sagen : Wir haben Abraham zum Vater ; denn ich sage euch , daß Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag . Schon ist aber auch die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt jeder Baum nun , der nicht gute Frucht bringt , wird abgehauen und ins Feuer geworfen . Und die Volksmenge fragte ihn und sprachen : Was sollen wir denn tun ? Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Wer zwei Leibröcke hat , teile dem mit , der keinen hat ; und wer Speise hat , tue gleicherweise . Es kamen aber auch Zöllner , um getauft zu werden ; und sie sprachen zu ihm : Lehrer , was sollen wir tun ? Er aber sprach zu ihnen : Fordert nicht mehr , als euch bestimmt ist . Es fragten ihn aber auch Kriegsleute und sprachen : Und wir , was sollen wir tun ? Und er sprach zu ihnen : Tut niemand Gewalt , und klaget niemand fälschlich an , und begnüget euch mit eurem Solde . Als aber das Volk in Erwartung war , und alle in ihren Herzen wegen Johannes überlegten , ob er nicht etwa der Christus sei , antwortete Johannes allen und sprach : Ich zwar taufe euch mit Wasser ; es kommt aber , der stärker ist als ich , dessen ich nicht würdig bin , ihm den Riemen seiner Sandalen zu lösen ; er wird euch mit Heiligem Geiste und Feuer taufen ; dessen Worfschaufel in seiner Hand ist , und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln ; die Spreu aber wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer . Indem er nun auch mit vielem anderen ermahnte , verkündigte er dem Volke gute Botschaft . Herodes aber , der Vierfürst , weil er wegen der Herodias , des Weibes seines Bruders , und wegen alles Bösen , das Herodes getan hatte , von ihm gestraft wurde , fügte allem auch dies hinzu , daß er Johannes ins Gefängnis einschloß . Es geschah aber , als das ganze Volk getauft wurde , und Jesus getauft war und betete , daß der Himmel aufgetan wurde , und der Heilige Geist in leiblicher Gestalt , wie eine Taube , auf ihn herabstieg , und eine Stimme aus dem Himmel kam : Du bist mein geliebter Sohn , an dir habe ich Wohlgefallen gefunden . Und er selbst , Jesus , begann ungefähr dreißig Jahre alt zu werden , und war , wie man meinte , ein Sohn des Joseph , des Eli , des Matthat , des Levi , des Melchi , des Janna , des Joseph , des Mattathias , des Amos , des Nahum , des Esli , des Naggai , des Maath , des Mattathias , des Semei , des Joseph , des Juda , des Johanna , des Resa , des Zorobabel , des Salathiel , des Neri , des Melchi , des Addi , des Kosam , des Elmodam , des Er , des Joses , des Elieser , des Jorim , des Matthat , des Levi , des Simeon , des Juda , des Joseph , des Jonan , des Eliakim , des Melea , des Menna , des Mattatha , des Nathan , des David , des Jesse , des Obed , des Boas , des Salmon , des Nahasson , des Aminadab , des Aram , des Esrom , des Phares , des Juda , des Jakob , des Isaak , des Abraham , des Thara , des Nachor , des Seruch , des Rhagau , des Phalek , des Eber , des Sala , des Kainan , des Arphaxad , des Sem , des Noah , des Lamech , des Methusala , des Enoch , des Jared , des Maleleel , des Kainan , des Enos , des Seth , des Adam , des Gottes . Jesus aber , voll Heiligen Geistes , kehrte vom Jordan zurück und wurde durch ) den Geist in der Wüste vierzig Tage umhergeführt , indem er von dem Teufel versucht wurde . Und er aß in jenen Tagen nichts ; und als sie vollendet waren , hungerte ihn . Und der Teufel sprach zu ihm : Wenn du Gottes Sohn bist , so sprich zu diesem Steine , daß er Brot werde . Und Jesus antwortete ihm und sprach : Es steht geschrieben : &quot; Nicht von Brot allein soll der Mensch leben , sondern von jedem Worte Gottes &quot; . Und der Teufel führte ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche des Erdkreises . Und der Teufel sprach zu ihm : Ich will dir alle diese Gewalt und ihre Herrlichkeit geben ; denn mir ist sie übergeben , und wem irgend ich will , gebe ich sie . Wenn du nun vor mir anbeten willst , soll sie alle dein sein . Und Jesus antwortete ihm und sprach : Es steht geschrieben : &quot; Du sollst den Herrn , deinen Gott , anbeten und ihm allein dienen &quot; . Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm : Wenn du Gottes Sohn bist , so wirf dich von hier hinab ; denn es steht geschrieben : &quot; Er wird seinen Engeln über dir befehlen , daß sie dich bewahren ; und sie werden dich auf den Händen tragen , damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stoßest &quot; . Und Jesus antwortete und sprach zu ihm : Es ist gesagt : &quot; Du sollst den Herrn , deinen Gott , nicht versuchen &quot; . Und als der Teufel jede Versuchung vollendet hatte , wich er für eine Zeit von ihm . Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes nach Galiläa zurück , und das Gerücht über ihn ging aus durch die ganze Umgegend . Und er lehrte in ihren Synagogen , geehrt von allen . Und er kam nach Nazareth , wo er erzogen war ; und er ging nach seiner Gewohnheit am Sabbathtage in die Synagoge und stand auf , um vorzulesen . Und es wurde ihm das Buch des Propheten Jesaias gereicht ; und als er das Buch aufgerollt hatte , fand er die Stelle , wo geschrieben war : &quot; Der Geist des Herrn ist auf mir , weil er mich gesalbt hat , Armen gute Botschaft zu verkündigen ; er hat mich gesandt , Gefangenen Befreiung auszurufen und Blinden das Gesicht , Zerschlagene in Freiheit hinzusenden , auszurufen das angenehme Jahr des Herrn &quot; . Und als er das Buch zugerollt hatte , gab er es dem Diener zurück und setzte sich ; und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet . Er fing aber an , zu ihnen zu sagen : Heute ist diese Schrift vor euren Ohren erfüllt . Und alle gaben ihm Zeugnis und verwunderten sich über die Worte der Gnade , die aus seinem Munde hervorgingen ; und sie sprachen : Ist dieser nicht der Sohn Josephs ? Und er sprach zu ihnen : Ihr werdet allerdings dieses Sprichwort zu mir sagen : Arzt , heile dich selbst ; alles , was wir gehört haben , daß es in Kapernaum geschehen sei , tue auch hier in deiner Vaterstadt . Er sprach aber : Wahrlich , ich sage euch , daß kein Prophet in seiner Vaterstadt angenehm ist . In Wahrheit aber sage ich euch : Viele Witwen waren in den Tagen Elias’ in Israel , als der Himmel drei Jahre und sechs Monate verschlossen war , so daß eine große Hungersnot über das ganze Land kam ; und zu keiner von ihnen wurde Elias gesandt , als nur nach Sarepta in Sidonia , zu einem Weibe , einer Witwe . Und viele Aussätzige waren zur Zeit des Propheten Elisa in Israel , und keiner von ihnen wurde gereinigt , als nur Naaman , der Syrer . Und alle wurden von Wut erfüllt in der Synagoge , als sie dies hörten . Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn bis an den Rand des Berges , auf welchem ihre Stadt erbaut war , um ihn so hinabzustürzen . Er aber , durch ihre Mitte hindurchgehend , ging hinweg . Und er kam nach Kapernaum hinab , einer Stadt in Galiläa , und lehrte sie an den Sabbathen . Und sie erstaunten sehr über seine Lehre , denn sein Wort war mit Gewalt . Und es war in der Synagoge ein Mensch , der einen Geist eines unreinen Dämons hatte , und er schrie auf mit lauter Stimme und sprach : Laß ab ! was haben wir mit dir zu schaffen , Jesu , Nazarener ? Bist du gekommen , uns zu verderben ? Ich kenne dich , wer du bist : der Heilige Gottes . Und Jesus bedrohte ihn und sprach : Verstumme und fahre aus von ihm ! Und als der Dämon ihn mitten unter sie geworfen hatte , fuhr er von ihm aus , ohne ihn zu beschädigen . Und Entsetzen kam über alle , und sie redeten untereinander und sprachen : Was ist dies für ein Wort ? denn mit Gewalt und Kraft gebietet er den unreinen Geistern , und sie fahren aus . Und das Gerücht über ihn ging aus in jeden Ort der Umgegend . Er machte sich aber auf von der Synagoge und kam in das Haus Simons . Die Schwiegermutter des Simon aber war von einem starken Fieber befallen ; und sie baten ihn für sie . Und über ihr stehend , bedrohte er das Fieber , und es verließ sie ; sie aber stand alsbald auf und diente ihnen . Als aber die Sonne unterging , brachten alle , welche an mancherlei Krankheiten Leidende hatten , dieselben zu ihm ; er aber legte einem jeden von ihnen die Hände auf und heilte sie . Und auch Dämonen fuhren von vielen aus , indem sie schrieen und sprachen : Du bist der Sohn Gottes . Und er bedrohte sie und ließ sie nicht reden , weil sie wußten , daß er der Christus war . Als es aber Tag geworden war , ging er aus und begab sich an einen öden Ort ; und die Volksmenge suchte ihn auf und kam bis zu ihm , und sie hielten ihn auf , daß er nicht von ihnen ginge . Er aber sprach zu ihnen : Ich muß auch den anderen Städten das Evangelium vom Reiche Gottes verkündigen , denn dazu bin ich gesandt worden . Und er predigte in den Synagogen von Galiläa . Es geschah aber , als die Volksmenge auf ihn andrängte , um das Wort Gottes zu hören , daß er an dem See Genezareth stand . Und er sah zwei Schiffe am See stehen ; die Fischer aber waren aus denselben getreten und wuschen ihre Netze . Er aber stieg in eines der Schiffe , welches Simon gehörte , und bat ihn , ein wenig vom Lande hinauszufahren ; und er setzte sich und lehrte die Volksmenge vom Schiffe aus . Als er aber aufhörte zu reden , sprach er zu Simon : Fahre hinaus auf die Tiefe und lasset eure Netze zu einem Fange hinab . Und Simon antwortete und sprach zu ihm : Meister , wir haben uns die ganze Nacht hindurch bemüht und nichts gefangen , aber auf dein Wort will ich das Netz hinablassen . Und als sie dies getan hatten , umschlossen sie eine große Menge Fische , und ihr Netz riß . Und sie winkten ihren Genossen in dem anderen Schiffe , daß sie kämen und ihnen hälfen ; und sie kamen , und sie füllten beide Schiffe , so daß sie sanken . Als aber Simon Petrus es sah , fiel er zu den Knieen Jesu nieder und sprach : Geh von mir hinaus , denn ich bin ein sündiger Mensch , Herr . Denn Entsetzen hatte ihn erfaßt und alle , die bei ihm waren , über den Fang der Fische , den sie getan hatten ; gleicherweise aber auch Jakobus und Johannes , die Söhne des Zebedäus , welche Genossen von Simon waren . Und Jesus sprach zu Simon : Fürchte dich nicht ; von nun an wirst du Menschen fangen . Und als sie die Schiffe ans Land gebracht hatten , verließen sie alles und folgten ihm nach . Und es geschah , als er in einer der Städte war , siehe , da war ein Mann voll Aussatz ; und als er Jesum sah , fiel er auf sein Angesicht und bat ihn und sprach : Herr , wenn du willst , kannst du mich reinigen . Und er streckte die Hand aus , rührte ihn an und sprach : Ich will ; sei gereinigt ! Und alsbald wich der Aussatz von ihm . Und er gebot ihm , es niemanden zu sagen : sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung , wie Moses geboten hat , ihnen zum Zeugnis . Aber die Rede über ihn verbreitete sich um so mehr ; und eine große Volksmenge versammelte sich , ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden . Er aber zog sich zurück und war in den Wüsteneien und betete . Und es geschah an einem der Tage , daß er lehrte ; und es saßen da Pharisäer und Gesetzlehrer , welche aus jedem Dorfe von Galiläa und Judäa und aus Jerusalem gekommen waren ; und des Herrn Kraft war da , um sie zu heilen . Und siehe , Männer , welche auf einem Bett einen Menschen bringen , der gelähmt war ; und sie suchten ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen . Und da sie nicht fanden , auf welchem Wege sie ihn hineinbringen sollten wegen der Volksmenge , stiegen sie auf das Dach und ließen ihn durch die Ziegel hinab mit dem Bettlein in die Mitte vor Jesum . Und als er ihren Glauben sah , sprach er : Mensch , deine Sünden sind dir vergeben . Und die Schriftgelehrten und die Pharisäer fingen an zu überlegen , indem sie sagten : Wer ist dieser , der Lästerungen redet ? Wer kann Sünden vergeben , außer Gott allein ? Als aber Jesus ihre Überlegungen erkannte , antwortete und sprach er zu ihnen : Was überleget ihr in euren Herzen ? Was ist leichter , zu sagen : Dir sind deine Sünden vergeben , oder zu sagen : Stehe auf und wandle ? Auf daß ihr aber wisset , daß der Sohn des Menschen Gewalt hat auf der Erde , Sünden zu vergeben sprach er zu dem Gelähmten : Ich sage dir , stehe auf und nimm dein Bettlein auf und geh nach deinem Hause . Und alsbald stand er vor ihnen auf , nahm auf , worauf er gelegen hatte , und ging hin nach seinem Hause , indem er Gott verherrlichte . Und Staunen ergriff alle , und sie verherrlichten Gott und wurden mit Furcht erfüllt und sprachen : Wir haben heute außerordentliche Dinge gesehen . Und nach diesem ging er hinaus und sah einen Zöllner , mit Namen Levi , am Zollhause sitzen und sprach zu ihm : Folge mir nach . Und alles verlassend , stand er auf und folgte ihm nach . Und Levi machte ihm ein großes Mahl in seinem Hause ; und daselbst war eine große Menge Zöllner und anderer , die mit ihnen zu Tische lagen . Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten gegen seine Jünger und sprachen : Warum esset und trinket ihr mit den Zöllnern und Sündern ? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen : Die Gesunden bedürfen nicht eines Arztes , sondern die Kranken ; ich bin nicht gekommen , Gerechte zu rufen , sondern Sünder zur Buße . Sie aber sprachen zu ihm : Warum fasten die Jünger Johannes’ oft und verrichten Gebete , gleicherweise auch die der Pharisäer ; die deinigen aber essen und trinken ? Jesus aber sprach zu ihnen : Ihr könnt doch nicht die Söhne des Brautgemachs fasten lassen , während der Bräutigam bei ihnen ist ? Es werden aber Tage kommen , und wann der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird , dann , in jenen Tagen , werden sie fasten . Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen : Niemand setzt einen Flicken von einem neuen Kleide auf ein altes Kleid ; sonst wird er sowohl das neue zerschneiden , als auch der Flicken von dem neuen zum alten nicht passen wird . Und niemand tut neuen Wein in alte Schläuche ; sonst wird der neue Wein die Schläuche zerreißen , und er selbst wird verschüttet werden , und die Schläuche werden verderben ; sondern neuen Wein tut man in neue Schläuche , und beide werden zusammen erhalten . Und niemand will , wenn er alten getrunken hat , alsbald neuen , denn er spricht : Der alte ist besser . Und es geschah am zweitersten Sabbath , daß er durch die Saaten ging , und seine Jünger die Ähren abpflückten und aßen , indem sie sie mit den Händen zerrieben . Einige der Pharisäer aber sprachen zu ihnen : Warum tut ihr , was nicht erlaubt ist , am Sabbath zu tun ? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen : Habt ihr auch dieses nicht gelesen , was David tat , als ihn und die bei ihm waren hungerte ? wie er in das Haus Gottes ging und die Schaubrote nahm und aß , und auch denen gab , die bei ihm waren , welche niemand essen darf , als nur die Priester allein ? Und er sprach zu ihnen : Der Sohn des Menschen ist Herr auch des Sabbaths . Es geschah aber auch an einem anderen Sabbath , daß er in die Synagoge ging und lehrte ; und es war daselbst ein Mensch , dessen rechte Hand verdorrt war . Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber lauerten darauf , ob er am Sabbath heilen würde , auf daß sie eine Beschuldigung wider ihn fänden . Er aber wußte ihre Überlegungen und sprach zu dem Menschen , der die verdorrte Hand hatte : Stehe auf und stelle dich in die Mitte . Er aber stand auf und stellte sich hin . Jesus sprach nun zu ihnen : Ich will euch fragen , ob es erlaubt ist , am Sabbath Gutes zu tun oder Böses zu tun , das Leben zu retten oder zu verderben . Und nachdem er sie alle umher angeblickt hatte , sprach er zu ihm : Strecke deine Hand aus ! Und er tat also ; und seine Hand wurde wiederhergestellt , wie die andere . Sie aber wurden mit Unverstand erfüllt und besprachen sich untereinander , was sie Jesu tun sollten . Und es geschah in selbigen Tagen , daß er auf den Berg hinausging , um zu beten ; und er verharrte die Nacht im Gebet zu Gott . Und als es Tag wurde , rief er seine Jünger herzu und erwählte aus ihnen zwölf , die er auch Apostel nannte : Simon , den er auch Petrus nannte , und Andreas , seinen Bruder , und Jakobus und Johannes , und Philippus und Bartholomäus , und Matthäus und Thomas , und Jakobus , Alphäus’ Sohn , und Simon , genannt Zelotes , und Judas , Jakobus’ Bruder , und Judas Iskariot , der auch sein Verräter wurde . Und als er mit ihnen herabgestiegen war , stand er auf einem ebenen Platze , und eine Menge seiner Jünger und eine große Menge des Volkes von ganz Judäa und Jerusalem und von der Seeküste von Tyrus und Sidon , welche kamen , ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden ; und die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt . Und die ganze Volksmenge suchte ihn anzurühren , denn es ging Kraft von ihm aus und heilte alle . Und er hob seine Augen auf zu seinen Jüngern und sprach : Glückselig ihr Armen , denn euer ist das Reich Gottes . Glückselig , die ihr jetzt hungert , denn ihr werdet gesättigt werden . Glückselig , die ihr jetzt weinet , denn ihr werdet lachen . Glückselig seid ihr , wenn die Menschen euch hassen werden , und wenn sie euch absondern und schmähen und euren Namen als böse verwerfen werden um des Sohnes des Menschen willen ; freuet euch an selbigem Tage und hüpfet , denn siehe , euer Lohn ist groß in dem Himmel ; denn desgleichen taten ihre Väter den Propheten . Aber wehe euch Reichen , denn ihr habt euren Trost dahin . Wehe euch , die ihr voll seid , denn ihr werdet hungern . Wehe euch , die ihr jetzt lachet , denn ihr werdet trauern und weinen . Wehe , wenn alle Menschen wohl von euch reden ; denn desgleichen taten ihre Väter den falschen Propheten . Aber euch sage ich , die ihr höret : Liebet eure Feinde ; tut wohl denen , die euch hassen ; segnet , die euch fluchen ; betet für die , welche euch beleidigen . Dem , der dich auf den Backen schlägt , biete auch den anderen dar ; und dem , der dir den Mantel nimmt , wehre auch den Leibrock nicht . Gib jedem , der dich bittet ; und von dem , der dir das Deinige nimmt , fordere es nicht zurück . Und wie ihr wollt , daß euch die Menschen tun sollen , tut auch ihr ihnen gleicherweise . Und wenn ihr liebet , die euch lieben , was für Dank ist es euch ? denn auch die Sünder lieben , die sie lieben . Und wenn ihr denen Gutes tut , die euch Gutes tun , was für Dank ist es euch ? denn auch die Sünder tun dasselbe . Und wenn ihr denen leihet , von welchen ihr wieder zu empfangen hoffet , was für Dank ist es euch ? denn auch die Sünder leihen Sündern , auf daß sie das gleiche wieder empfangen . Doch liebet eure Feinde , und tut Gutes , und leihet , ohne etwas wieder zu hoffen , und euer Lohn wird groß sein , und ihr werdet Söhne des Höchsten sein ; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen . Seid ihr nun barmherzig , wie auch euer Vater barmherzig ist . Und richtet nicht , und ihr werdet nicht gerichtet werden ; verurteilet nicht , und ihr werdet nicht verurteilt werden . Lasset los , und ihr werdet losgelassen werden . Gebet , und es wird euch gegeben werden : ein gutes , gedrücktes und gerütteltes und überlaufendes Maß wird man in euren Schoß geben ; denn mit demselben Maße , mit welchem ihr messet , wird euch wieder gemessen werden . Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen : Kann etwa ein Blinder einen Blinden leiten ? werden nicht beide in eine Grube fallen ? Ein Jünger ist nicht über den Lehrer ; jeder aber , der vollendet ist , wird sein wie sein Lehrer . Was aber siehst du den Splitter , der in deines Bruders Auge ist , den Balken aber , der in deinem eigenen Auge ist , nimmst du nicht wahr ? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen : Bruder , erlaube , ich will den Splitter herausziehen , der in deinem Auge ist , während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst ? Heuchler , ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge , und dann wirst du klar sehen , um den Splitter herauszuziehen , der in deines Bruders Auge ist . Denn es gibt keinen guten Baum , der faule Frucht bringt , noch einen faulen Baum , der gute Frucht bringt ; denn ein jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt ; denn von Dornen sammelt man nicht Feigen , noch liest man von einem Dornbusch Trauben . Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatze seines Herzens das Gute hervor , und der Böse bringt aus dem bösen das Böse hervor ; denn aus der Fülle des Herzens redet sein Mund . Was heißet ihr mich aber : Herr , Herr ! und tut nicht , was ich sage ? Jeder , der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut - ich will euch zeigen , wem er gleich ist . Er ist einem Menschen gleich , der ein Haus baute , welcher grub und vertiefte und den Grund auf den Felsen legte ; als aber eine Flut kam , schlug der Strom an jenes Haus und vermochte es nicht zu erschüttern , denn es war auf den Felsen gegründet . Der aber gehört und nicht getan hat , ist einem Menschen gleich , der ein Haus auf die Erde baute ohne Grundlage , an welches der Strom schlug , und alsbald fiel es , und der Sturz jenes Hauses war groß . Nachdem er aber alle seine Worte vor den Ohren des Volkes vollendet hatte , ging er hinein nach Kapernaum . Eines gewissen Hauptmanns Knecht aber , der ihm wert war , war krank und lag im Sterben . Als er aber von Jesu hörte , sandte er Älteste der Juden zu ihm und bat ihn , daß er käme und seinen Knecht gesund mache . Als diese aber zu Jesu hinkamen , baten sie ihn angelegentlich und sprachen : Er ist würdig , daß du ihm dies gewährest ; denn er liebt unsere Nation , und er selbst hat uns die Synagoge erbaut . Jesus aber ging mit ihnen . Als er aber schon nicht mehr weit von dem Hause entfernt war , sandte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen : Herr , bemühe dich nicht , denn ich bin nicht würdig , daß du unter mein Dach tretest . Darum habe ich mich selbst auch nicht würdig geachtet , zu dir zu kommen ; sondern sprich ein Wort , und mein Knecht wird gesund werden . Denn auch ich bin ein Mensch , unter Gewalt gestellt , und habe Kriegsknechte unter mir ; und ich sage zu diesem : Gehe hin , und er geht ; und zu einem anderen : Komm , und er kommt ; und zu meinem Knechte : Tue dieses , und er tut’s . Als aber Jesus dies hörte , verwunderte er sich über ihn ; und er wandte sich zu der Volksmenge , die ihm folgte , und sprach : Ich sage euch , selbst nicht in Israel habe ich so großen Glauben gefunden . Und als die Abgesandten in das Haus zurückkehrten , fanden sie den kranken Knecht gesund . Und es geschah danach , daß er in eine Stadt ging , genannt Nain , und viele seiner Jünger und eine große Volksmenge gingen mit ihm . Als er sich aber dem Tore der Stadt näherte , siehe , da wurde ein Toter herausgetragen , der eingeborene Sohn seiner Mutter , und sie war eine Witwe ; und eine zahlreiche Volksmenge aus der Stadt war mit ihr . Und als der Herr sie sah , wurde er innerlich bewegt über sie und sprach zu ihr : Weine nicht ! Und er trat hinzu und rührte die Bahre an , die Träger aber standen still ; und er sprach : Jüngling , ich sage dir , stehe auf ! Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden ; und er gab ihn seiner Mutter . Alle aber ergriff Furcht ; und sie verherrlichten Gott und sprachen : Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden , und Gott hat sein Volk besucht . Und diese Rede über ihn ging aus in ganz Judäa und in der ganzen Umgegend . Und dem Johannes berichteten seine Jünger über dies alles . Und Johannes rief zwei seiner Jünger herzu und sandte sie zu Jesu und ließ ihm sagen sagend ) : Bist du der Kommende , oder sollen wir auf eines anderen warten ? Als aber die Männer zu ihm gekommen waren , sprachen sie : Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und läßt dir sagen : sagend ) Bist du der Kommende , oder sollen wir auf eines anderen warten ? In jener Stunde aber heilte er viele von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern , und vielen Blinden schenkte er das Gesicht . Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen : Gehet hin und verkündet Johannes , was ihr gesehen und gehört habt : daß Blinde sehend werden , Lahme wandeln , Aussätzige gereinigt werden , Taube hören , Tote auferweckt werden , Armen gute Botschaft verkündigt wird ; und glückselig ist , wer irgend sich nicht an mir ärgern wird . Als aber die Boten des Johannes weggegangen waren , fing er an , zu der Volksmenge zu reden über Johannes : Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen zu sehen ? ein Rohr , vom Winde hin und her bewegt ? Aber was seid ihr hinausgegangen zu sehen ? einen Menschen , mit weichen Kleidern angetan ? Siehe , die in herrlicher Kleidung und in Üppigkeit leben , sind an den königlichen Höfen . Aber was seid ihr hinausgegangen zu sehen ? einen Propheten ? Ja , sage ich euch , und mehr als einen Propheten . Dieser ist es , von dem geschrieben steht : &quot; Siehe , ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her , der deinen Weg vor dir bereiten wird &quot; ; denn ich sage euch : Unter den von Weibern Geborenen ist kein größerer Prophet als Johannes der Täufer ; aber der Kleinste in dem Reiche Gottes ist größer als er . ( Und das ganze Volk , das zuhörte , und die Zöllner rechtfertigten Gott , indem sie mit der Taufe Johannes’ getauft worden waren ; die Pharisäer aber und die Gesetzesgelehrten machten in Bezug auf sich selbst den Ratschluß Gottes wirkungslos , indem sie nicht von ihm getauft worden waren . ) Wem soll ich nun die Menschen dieses Geschlechts vergleichen ? und wem sind sie gleich ? Sie sind Kindern gleich , die auf dem Markte sitzen und einander zurufen und sagen : Wir haben euch gepfiffen , und ihr habt nicht getanzt ; wir haben euch Klagelieder gesungen , und ihr habt nicht geweint . Denn Johannes der Täufer ist gekommen , der weder Brot aß , noch Wein trank , und ihr saget : Er hat einen Dämon . Der Sohn des Menschen ist gekommen , der da ißt und trinkt , und ihr saget : Siehe , ein Fresser und Weinsäufer , ein Freund von Zöllnern und Sündern ; und die Weisheit ist gerechtfertigt worden von allen ihren Kindern . Es bat ihn aber einer der Pharisäer , daß er mit ihm essen möchte ; und er ging in das Haus des Pharisäers und legte sich zu Tische . Und siehe , da war ein Weib in der Stadt , die eine Sünderin war ; und als sie erfahren hatte , daß er in dem Hause des Pharisäers zu Tische liege , brachte sie eine Alabasterflasche mit Salbe ; und hinten zu seinen Füßen stehend und weinend , fing sie an , seine Füße mit Tränen zu benetzen ; und sie trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes und küßte seine Füße sehr und salbte sie mit der Salbe . Als es aber der Pharisäer sah , der ihn geladen hatte , sprach er bei sich selbst und sagte : Wenn dieser ein Prophet wäre , so hätte er erkannt , wer und was für ein Weib es ist , die ihn anrührt ; denn sie ist eine Sünderin . Und Jesus antwortete und sprach zu ihm : Simon , ich habe dir etwas zu sagen . Er aber spricht : Lehrer , sage an . Ein gewisser Gläubiger hatte zwei Schuldner ; der eine schuldete fünfhundert Denare , der andere aber fünfzig ; da sie aber nicht hatten zu bezahlen , schenkte er es beiden . Wer nun von ihnen , sage wird ihn am meisten lieben ? Simon aber antwortete und sprach : Ich denke , dem er das meiste geschenkt hat . Er aber sprach zu ihm : Du hast recht geurteilt . Und sich zu dem Weibe wendend , sprach er zu Simon : Siehst du dieses Weib ? Ich bin in dein Haus gekommen , du hast mir kein Wasser auf meine Füße gegeben ; diese aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit ihren Haaren getrocknet . Du hast mir keinen Kuß gegeben ; diese aber hat , seitdem ich hereingekommen bin , nicht abgelassen , meine Füße zu küssen . zu küssen Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt ; diese aber hat mit Salbe meine Füße gesalbt . Deswegen sage ich dir : Ihre vielen Sünden sind vergeben , denn sie hat viel geliebt ; wem aber wenig vergeben wird , der liebt wenig . Er aber sprach zu ihr : Deine Sünden sind vergeben . Und die mit zu Tische lagen , fingen an , bei sich selbst zu sagen : Wer ist dieser , der auch Sünden vergibt ? Er sprach aber zu dem Weibe : Dein Glaube hat dich errettet ; gehe hin in Frieden . Und es geschah danach , daß er nacheinander Stadt und Dorf durchzog , indem er predigte und das Evangelium vom Reiche Gottes verkündigte ; und die Zwölfe mit ihm , und gewisse Weiber , die von bösen Geistern und Krankheiten geheilt worden waren : Maria , genannt Magdalene , von welcher sieben Dämonen ausgefahren waren , und Johanna , das Weib Chusas , des Verwalters Herodes’ , und Susanna und viele andere , die ihm dienten mit ihrer Habe . Als sich aber eine große Volksmenge versammelte und sie aus jeder Stadt zu ihm hinkamen , sprach er durch ein Gleichnis : Der Sämann ging aus , seinen Samen zu säen ; und indem er säte , fiel etliches an den Weg , und es wurde zertreten , und die Vögel des Himmels fraßen es auf . Und anderes fiel auf den Felsen : und als es aufging , verdorrte es , weil es keine Feuchtigkeit hatte . Und anderes fiel mitten unter die Dornen ; und indem die Dornen mit aufwuchsen , erstickten sie es . Und anderes fiel in die gute Erde und ging auf und brachte hundertfältige Frucht . Als er dies sagte , rief er aus : Wer Ohren hat zu hören , der höre ! Seine Jünger aber fragten ihn und sprachen : Was mag dieses Gleichnis sein ? Er aber sprach : Euch ist es gegeben , die Geheimnisse des Reiches Gottes zu wissen , den übrigen aber in Gleichnissen , auf daß sie sehend nicht sehen und hörend nicht verstehen . Dies aber ist das Gleichnis : Der Same ist das Wort Gottes . Die aber an dem Wege sind die , welche hören ; dann kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg , auf daß sie nicht glauben und errettet werden . Die aber auf dem Felsen sind die , welche , wenn sie hören , das Wort mit Freuden aufnehmen ; und diese haben keine Wurzel , welche für eine Zeit glauben und in der Zeit der Versuchung abfallen . Das aber unter die Dornen fiel sind diese , welche gehört haben und hingehen und durch Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt werden und nichts zur Reife bringen . Das in der guten Erde aber sind diese , welche in einem redlichen und guten Herzen das Wort , nachdem sie es gehört haben , bewahren und Frucht bringen mit Ausharren . Niemand aber , der eine Lampe angezündet hat , bedeckt sie mit einem Gefäß oder stellt sie unter ein Bett , sondern er stellt sie auf ein Lampengestell , auf daß die Hereinkommenden das Licht sehen . Denn es ist nichts verborgen , was nicht offenbar werden wird , noch geheim , was nicht kundwerden und ans Licht kommen soll . Sehet nun zu , wie ihr höret ; denn wer irgend hat , dem wird gegeben werden , und wer irgend nicht hat , von dem wird selbst was er zu haben scheint genommen werden . Es kamen aber seine Mutter und seine Brüder zu ihm ; und sie konnten wegen der Volksmenge nicht zu ihm gelangen . Und es wurde ihm berichtet , indem man sagte : Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sehen . Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Meine Mutter und meine Brüder sind diese , welche das Wort Gottes hören und tun . Und es geschah an einem der Tage , daß er in ein Schiff stieg , er und seine Jünger ; und er sprach zu ihnen : Laßt uns übersetzen an das jenseitige Ufer des Sees . Und sie fuhren ab . Während sie aber fuhren , schlief er ein . Und es fiel ein Sturmwind auf den See , und das Schiff füllte sich mit Wasser , und sie waren in Gefahr . Sie traten aber hinzu und weckten ihn auf und sprachen : Meister , Meister , wir kommen um ! Er aber stand auf , bedrohte den Wind und das Wogen des Wassers ; und sie hörten auf , und es ward eine Stille . Er aber sprach zu ihnen : Wo ist euer Glaube ? Erschrocken aber erstaunten sie und sagten zueinander : Wer ist denn dieser , daß er auch den Winden und dem Wasser gebietet , und sie ihm gehorchen ? Und sie fuhren nach dem Lande der Gadarener , welches Galiläa gegenüber ist . Als er aber an das Land ausgestiegen war , kam ihm ein gewisser Mann aus der Stadt entgegen , der seit langer Zeit Dämonen hatte und keine Kleider anzog und nicht im Hause blieb , sondern in den Grabstätten . Als er aber Jesum sah , schrie er auf und fiel vor ihm nieder und sprach mit lauter Stimme : Was habe ich mit dir zu schaffen , Jesu , Sohn Gottes , des Höchsten ? Ich bitte dich , quäle mich nicht . Denn er hatte dem unreinen Geist geboten , von dem Menschen auszufahren . Denn öfters hatte er ihn ergriffen ; und er war gebunden worden , verwahrt mit Ketten und Fußfesseln , und er zerbrach die Bande und wurde von dem Dämon in die Wüsteneien getrieben . Jesus fragte ihn aber und sprach : Was ist dein Name ? Er aber sprach : Legion ; denn viele Dämonen waren in ihn gefahren . Und sie baten ihn , daß er ihnen nicht gebieten möchte , in den Abgrund zu fahren . Es war aber daselbst eine Herde vieler Schweine , welche an dem Berge weideten . Und sie baten ihn , daß er ihnen erlauben möchte , in jene zu fahren . Und er erlaubte es ihnen . Die Dämonen aber fuhren von dem Menschen aus und fuhren in die Schweine , und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See und ertrank . Als aber die Hüter sahen , was geschehen war , flohen sie und verkündeten es in der Stadt und auf dem Lande . Sie aber gingen hinaus , um zu sehen , was geschehen war . Und sie kamen zu Jesu und fanden den Menschen , von welchem die Dämonen ausgefahren waren , bekleidet und vernünftig , zu den Füßen Jesu sitzend ; und sie fürchteten sich . Die es gesehen hatten verkündeten ihnen aber auch , wie der Besessene geheilt worden war . Und die ganze Menge der Umgegend der Gadarener bat ihn , von ihnen wegzugehen , denn sie waren von einer großen Furcht ergriffen . Er aber stieg in das Schiff und kehrte wieder zurück . Der Mann aber , von welchem die Dämonen ausgefahren waren , bat ihn , daß er bei ihm sein dürfe . Er aber entließ ihn und sprach : Kehre in dein Haus zurück und erzähle , wieviel Gott an dir getan hat . Und er ging hin und rief aus durch die ganze Stadt , wieviel Jesus an ihm getan hatte . Es geschah aber , als Jesus zurückkehrte , nahm ihn das Volk auf , denn alle erwarteten ihn . Und siehe , es kam ein Mann , mit Namen Jairus , und fiel Jesu zu Füßen und bat ihn , in sein Haus zu kommen ; denn er hatte eine eingeborene Tochter von etwa zwölf Jahren , und diese lag im Sterben . Indem er aber hinging , drängte ihn die Volksmenge . Und ein Weib , das seit zwölf Jahren mit einem Blutfluß behaftet war , welche , obgleich sie ihren ganzen Lebensunterhalt an die Ärzte verwandt hatte , von niemandem geheilt werden konnte , kam von hinten herzu und rührte die Quaste seines Kleides an ; und alsbald stand der Fluß ihres Blutes . Und Jesus sprach : Wer ist es , der mich angerührt hat ? Als aber alle leugneten , sprach Petrus und die mit ihm waren : Meister , die Volksmenge drängt und drückt dich , und du sagst : Wer ist es , der mich angerührt hat ? Jesus aber sprach : Es hat mich jemand angerührt ; denn ich habe erkannt , daß Kraft von mir ausgegangen ist . Als das Weib aber sah , daß sie nicht verborgen blieb , kam sie zitternd und fiel vor ihm nieder und verkündete vor dem ganzen Volk , um welcher Ursache willen sie ihn angerührt habe , und wie sie alsbald geheilt worden sei . Er aber sprach zu ihr : Sei gutes Mutes , Tochter , dein Glaube hat dich geheilt ; gehe hin in Frieden . Während er noch redete , kommt einer von dem Synagogenvorsteher und sagt zu ihm : Deine Tochter ist gestorben , bemühe den Lehrer nicht . Als aber Jesus es hörte , antwortete er ihm und sprach : Fürchte dich nicht , glaube nur , und sie wird gerettet werden . Als er aber in das Haus kam , erlaubte er niemandem hineinzugehen , außer Petrus und Johannes und Jakobus und dem Vater des Kindes und der Mutter . Alle aber weinten und beklagten sie . Er aber sprach : Weinet nicht ; denn sie ist nicht gestorben , sondern sie schläft . Und sie verlachten ihn , da sie wußten , daß sie gestorben war . Als er aber alle hinausgetrieben hatte , ergriff er sie bei der Hand und rief und sprach : Kind , stehe auf ! Und ihr Geist kehrte zurück , und alsbald stand sie auf ; und er befahl , ihr zu essen zu geben . Und ihre Eltern gerieten außer sich ; er aber gebot ihnen , niemandem zu sagen , was geschehen war . Als er aber die Zwölfe zusammengerufen hatte , gab er ihnen Kraft und Gewalt über alle Dämonen , und Krankheiten zu heilen ; und er sandte sie , das Reich Gottes zu predigen und die Kranken gesund zu machen . Und er sprach zu ihnen : Nehmet nichts mit auf den Weg : weder Stab , noch Tasche , noch Brot , noch Geld , noch soll jemand zwei Leibröcke haben . Und in welches Haus irgend ihr eintretet , daselbst bleibet , und von dannen gehet aus . Und so viele euch etwa nicht aufnehmen werden - gehet fort aus jener Stadt und schüttelt auch den Staub von euren Füßen , zum Zeugnis wider sie . Sie gingen aber aus und durchzogen die Dörfer nacheinander , indem sie das Evangelium verkündigten und überall heilten . Es hörte aber Herodes , der Vierfürst , alles was durch ihn geschehen war , und er war in Verlegenheit , weil von etlichen gesagt wurde , daß Johannes aus den Toten auferweckt worden sei ; von etlichen aber , daß Elias erschienen , von anderen aber , daß einer der alten Propheten auferstanden sei . Und Herodes sprach : Johannes habe ich enthauptet ; wer aber ist dieser , von dem ich solches höre ? Und er suchte ihn zu sehen . Und als die Apostel zurückkehrten , erzählten sie ihm alles , was sie getan hatten ; und er nahm sie mit und zog sich besonders zurück nach einem öden Ort einer Stadt , mit Namen Bethsaida . Als aber die Volksmenge es erfuhr , folgte sie ihm ; und er nahm sie auf und redete zu ihnen vom Reiche Gottes , und die der Heilung bedurften , machte er gesund . Der Tag aber begann sich zu neigen , und die Zwölfe traten herzu und sprachen zu ihm : Entlaß die Volksmenge , auf daß sie in die Dörfer ringsum und aufs Land gehen und Herberge und Speise finden ; denn hier sind wir an einem öden Orte . Er sprach aber zu ihnen : Gebet ihr ihnen zu essen . Sie aber sprachen : Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische , es sei denn , daß wir hingingen und für dieses ganze Volk Speise kauften . Denn es waren bei fünftausend Mann . Er sprach aber zu seinen Jüngern : Laßt sie sich reihenweise zu je fünfzig niederlegen . Und sie taten also und ließen alle sich lagern . Er nahm aber die fünf Brote und die zwei Fische , blickte auf gen Himmel und segnete sie ; und er brach sie und gab sie den Jüngern , um der Volksmenge vorzulegen . Und sie aßen und wurden alle gesättigt ; und es wurde aufgehoben , was ihnen an Brocken übriggeblieben war , zwölf Handkörbe voll . Und es geschah , als er allein betete , waren die Jünger bei ihm ; und er fragte sie und sprach : Wer sagt die Volksmenge , daß ich sei ? Sie aber antworteten und sprachen : Johannes der Täufer ; andere aber : Elias ; andere aber , daß einer der alten Propheten auferstanden sei . Er sprach aber zu ihnen : Ihr aber , wer saget ihr , daß ich sei ? Petrus aber antwortete und sprach : Der Christus Gottes . Er aber bedrohte sie und gebot ihnen , dies niemandem zu sagen , und sprach : Der Sohn des Menschen muß vieles leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten , und getötet und am dritten Tage auferweckt werden . Er sprach aber zu allen : Wenn jemand mir nachkommen will , der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach . Denn wer irgend sein Leben erretten will , wird es verlieren ; wer aber irgend sein Leben verliert um meinetwillen , der wird es erretten . Denn was wird es einem Menschen nützen , wenn er die ganze Welt gewönne , sich selbst aber verlöre oder einbüßte ? Denn wer irgend sich meiner und meiner Worte schämt , dessen wird sich der Sohn des Menschen schämen , wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel . Ich sage euch aber in Wahrheit : Es sind etliche von denen , die hier stehen , welche den Tod nicht schmecken werden , bis sie das Reich Gottes gesehen haben . Es geschah aber bei acht Tagen nach diesen Worten , daß er Petrus und Johannes und Jakobus mitnahm und auf den Berg stieg , um zu beten . Und indem er betete , wurde die Gestalt seines Angesichts anders und sein Gewand weiß , strahlend . Und siehe , zwei Männer redeten mit ihm , welche Moses und Elias waren . Diese erschienen in Herrlichkeit und besprachen seinen Ausgang , den er in Jerusalem erfüllen sollte . Petrus aber und die mit ihm waren , waren beschwert vom Schlaf ; als sie aber völlig aufgewacht waren , sahen sie seine Herrlichkeit und die zwei Männer , welche bei ihm standen . Und es geschah , als sie von ihm schieden , sprach Petrus zu Jesu : Meister , es ist gut , daß wir hier sind ; und laß uns drei Hütten machen , dir eine und Moses eine und Elias eine - nicht wissend , was er sagte . Als er aber dies sagte , kam eine Wolke und überschattete sie . Sie fürchteten sich aber , als sie in die Wolke eintraten ; und es geschah eine Stimme aus der Wolke , welche sagte : Dieser ist mein geliebter Sohn , ihn höret . Und indem die Stimme geschah , wurde Jesus allein gefunden . Und sie schwiegen und verkündeten in jenen Tagen niemandem etwas von dem , was sie gesehen hatten . Es geschah aber an dem folgenden Tage , als sie von dem Berge herabgestiegen waren , kam ihm eine große Volksmenge entgegen . Und siehe , ein Mann aus der Volksmenge rief laut und sprach : Lehrer , ich bitte dich , blicke hin auf meinen Sohn , denn er ist mein eingeborener ; und siehe , ein Geist ergreift ihn , und plötzlich schreit er , und er zerrt ihn unter Schäumen , und mit Mühe weicht er von ihm , indem er ihn aufreibt . Und ich bat deine Jünger , daß sie ihn austreiben möchten , und sie konnten es nicht . Jesus aber antwortete und sprach : O ungläubiges und verkehrtes Geschlecht , bis wann soll ich bei euch sein und euch ertragen ? Bringe deinen Sohn her . Während er aber noch herzukam , riß ihn der Dämon und zog ihn zerrend zusammen . Jesus aber bedrohte den unreinen Geist und heilte den Knaben und gab ihn seinem Vater zurück . Sie erstaunten aber alle sehr über die herrliche Größe Gottes . Als sich aber alle verwunderten über alles , was Jesus tat , sprach er zu seinen Jüngern : Fasset ihr diese Worte in eure Ohren ; denn der Sohn des Menschen wird überliefert werden in der Menschen Hände . Sie aber verstanden dieses Wort nicht , und es war vor ihnen verborgen , auf daß sie es nicht vernähmen ; und sie fürchteten sich , ihn über dieses Wort zu fragen . Es entstand aber unter ihnen eine Überlegung , wer wohl der Größte unter ihnen wäre . Als Jesus aber die Überlegung ihres Herzens sah , nahm er ein Kindlein und stellte es neben sich und sprach zu ihnen : Wer irgend dieses Kindlein aufnehmen wird in meinem Namen , Namens ) nimmt mich auf ; und wer irgend mich aufnehmen wird , nimmt den auf , der mich gesandt hat ; denn wer der Kleinste ist unter euch allen , der ist groß . Johannes aber antwortete und sprach : Meister , wir sahen jemanden Dämonen austreiben in deinem Namen , Namens ) und wir wehrten ihm , weil er dir nicht mit uns nachfolgt . Und Jesus sprach zu ihm : Wehret nicht ; denn wer nicht wider euch ist , ist für euch . Es geschah aber , als sich die Tage seiner Aufnahme erfüllten , daß er sein Angesicht feststellte , nach Jerusalem zu gehen . Und er sandte Boten vor seinem Angesicht her ; und sie gingen hin und kamen in ein Dorf der Samariter , um für ihn zuzubereiten . Und sie nahmen ihn nicht auf , weil sein Angesicht nach Jerusalem hin gerichtet war . Als aber seine Jünger Jakobus und Johannes es sahen , sprachen sie : Herr , willst du , daß wir Feuer vom Himmel herabfallen und sie verzehren heißen , wie auch Elias tat ? Er wandte sich aber um und strafte sie und sprach : Ihr wisset nicht , weß Geistes ihr seid . Und sie gingen nach einem anderen Dorfe . Es geschah aber , als sie auf dem Wege dahinzogen , sprach einer zu ihm : Ich will dir nachfolgen , wohin irgend du gehst , Herr . Und Jesus sprach zu ihm : Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester ; aber der Sohn des Menschen hat nicht , wo er sein Haupt hinlege . Er sprach aber zu einem anderen : Folge mir nach . Der aber sprach : Herr , erlaube mir zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben . Jesus aber sprach zu ihm : Laß die Toten ihre Toten begraben , du aber gehe hin und verkündige das Reich Gottes . Es sprach aber auch ein anderer : Ich will dir nachfolgen , Herr ; zuvor aber erlaube mir , Abschied zu nehmen von denen , die in meinem Hause sind . Jesus aber sprach zu ihm : Niemand , der seine Hand an den Pflug gelegt hat und zurückblickt , ist geschickt zum Reiche Gottes . Nach diesem aber bestellte der Herr auch siebzig andere und sandte sie zu je zwei vor seinem Angesicht her in jede Stadt und jeden Ort , wohin er selbst kommen wollte . Er sprach aber zu ihnen : Die Ernte zwar ist groß , der Arbeiter aber sind wenige . Bittet nun den Herrn der Ernte , daß er Arbeiter aussende in seine Ernte . Gehet hin ! Siehe , ich sende euch wie Lämmer inmitten von Wölfen . Traget weder Börse noch Tasche , noch Sandalen , und grüßet niemanden auf dem Wege . In welches Haus irgend ihr aber eintretet , sprechet zuerst : Friede diesem Hause ! Und wenn daselbst ein Sohn des Friedens ist , so wird euer Friede auf demselben ruhen ; wenn aber nicht , so wird er zu euch zurückkehren . In demselben Hause aber bleibet , und esset und trinket , was sie haben ; denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert . Gehet nicht von einem Hause zum anderen über . Und in welche Stadt irgend ihr eintretet , und sie nehmen euch auf , da esset , was euch vorgesetzt wird , und heilet die Kranken in ihr und sprechet zu ihnen : Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen . In welche Stadt irgend ihr aber eingetreten seid , und sie nehmen euch nicht auf , da gehet hinaus auf ihre Straßen und sprechet : Auch den Staub , der uns aus eurer Stadt an den Füßen hängt , schütteln wir gegen euch ab ; doch dieses wisset , daß das Reich Gottes nahe gekommen ist . Ich sage euch , daß es Sodom an jenem Tage erträglicher ergehen wird als jener Stadt . Wehe dir , Chorazin ! wehe dir , Bethsaida ! denn wenn in Tyrus und Sidon die Wunderwerke geschehen wären , die unter euch geschehen sind , längst hätten sie , in Sack und Asche sitzend , Buße getan . Doch Tyrus und Sidon wird es erträglicher ergehen im Gericht als euch . Und du , Kapernaum , die du bis zum Himmel erhöht worden bist , bis zum Hades wirst du hinabgestoßen werden . Wer euch hört , hört mich ; und wer euch verwirft , verwirft mich ; wer aber mich verwirft , verwirft den , der mich gesandt hat . Die Siebzig aber kehrten mit Freuden zurück und sprachen : Herr , auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen . Er sprach aber zu ihnen : Ich schaute den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen . Siehe , ich gebe euch die Gewalt , auf Schlangen und Skorpionen zu treten , und über die ganze Kraft des Feindes , und nichts soll euch irgendwie beschädigen . Doch darüber freuet euch nicht , daß euch die Geister untertan sind ; freuet euch aber , daß eure Namen in den Himmeln angeschrieben sind . In selbiger Stunde frohlockte Jesus im Geiste und sprach : Ich preise dich , Vater , Herr des Himmels und der Erde , daß du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast , und hast es Unmündigen geoffenbart . Ja , Vater , denn also war es wohlgefällig vor dir . Alles ist mir übergeben von meinem Vater ; und niemand erkennt , wer der Sohn ist , als nur der Vater ; und wer der Vater ist , als nur der Sohn , und wem irgend der Sohn ihn offenbaren will . Und er wandte sich zu den Jüngern besonders und sprach : Glückselig die Augen , welche sehen , was ihr sehet ! Denn ich sage euch , daß viele Propheten und Könige begehrt haben zu sehen , was ihr sehet , und haben es nicht gesehen , und zu hören , was ihr höret , und haben es nicht gehört . Und siehe , ein gewisser Gesetzgelehrter stand auf und versuchte ihn und sprach : Lehrer , was muß ich getan haben , um ewiges Leben zu ererben ? Er aber sprach zu ihm : Was steht in dem Gesetz geschrieben ? wie liesest du ? Er aber antwortete und sprach : &quot; Du sollst den Herrn , deinen Gott , lieben aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Verstande , und deinen Nächsten wie dich selbst &quot; . Er sprach aber zu ihm : Du hast recht geantwortet ; tue dies , und du wirst leben . Indem er aber sich selbst rechtfertigen wollte , sprach er zu Jesu : Und wer ist mein Nächster ? Jesus aber erwiderte und sprach : Ein gewisser Mensch ging von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter Räuber , die ihn auch auszogen und ihm Schläge versetzten und weggingen und ihn halbtot liegen ließen . Von ungefähr aber ging ein gewisser Priester jenes Weges hinab ; und als er ihn sah , ging er an der entgegengesetzten Seite vorüber . Gleicherweise aber auch ein Levit , der an den Ort gelangte , kam und sah ihn und ging an der entgegengesetzten Seite vorüber . Aber ein gewisser Samariter , der auf der Reise war , kam zu ihm hin ; und als er ihn sah , wurde er innerlich bewegt ; und er trat hinzu und verband seine Wunden und goß Öl und Wein darauf ; und er setzte ihn auf sein eigenes Tier und führte ihn in eine Herberge und trug Sorge für ihn . Und am folgenden Morgen als er fortreiste , zog er zwei Denare heraus und gab sie dem Wirt und sprach zu ihm : Trage Sorge für ihn ; und was irgend du noch dazu verwenden wirst , werde ich dir bezahlen , wenn ich zurückkomme . Wer von diesen dreien dünkt dich der Nächste gewesen zu sein von dem , der unter die Räuber gefallen war ? Er aber sprach : Der die Barmherzigkeit an ihm tat . Jesus aber sprach zu ihm : Gehe hin und tue du desgleichen . Es geschah aber , als sie ihres Weges zogen , daß er in ein gewisses Dorf kam ; und ein gewisses Weib , mit Namen Martha , nahm ihn in ihr Haus auf . Und diese hatte eine Schwester , genannt Maria , die sich auch zu den Füßen Jesu niedersetzte und seinem Worte zuhörte . Martha aber war sehr beschäftigt mit vielem Dienen ; sie trat aber hinzu und sprach : Herr , kümmert es dich nicht , daß meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen ? Sage ihr nun , daß sie mir helfe . Jesus aber antwortete und sprach zu ihr : Martha , Martha ! du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge ; eines aber ist not . Maria aber hat das gute Teil erwählt , welches nicht von ihr genommen werden wird . Und es geschah , als er an einem gewissen Orte war und betete , da sprach , als er aufhörte , einer seiner Jünger zu ihm : Herr , lehre uns beten , wie auch Johannes seine Jünger lehrte . Er sprach aber zu ihnen : Wenn ihr betet , so sprechet : Vater , geheiligt werde dein Name ; dein Reich komme ; unser nötiges Brot gib uns täglich ; und vergib uns unsere Sünden , denn auch wir selbst vergeben jedem , der uns schuldig ist ; und führe uns nicht in Versuchung . Und er sprach zu ihnen : Wer von euch wird einen Freund haben und wird um Mitternacht zu ihm gehen und zu ihm sagen : Freund , leihe mir drei Brote , da mein Freund von der Reise bei mir angelangt ist , und ich nicht habe , was ich ihm vorsetzen soll ; und jener würde von innen antworten und sagen : Mache mir keine Mühe , die Tür ist schon geschlossen , und meine Kinder sind bei mir im Bett ; ich kann nicht aufstehen und dir geben ? Ich sage euch , wenn er auch nicht aufstehen und ihm geben wird , weil er sein Freund ist , so wird er wenigstens um seiner Unverschämtheit willen aufstehen und ihm geben , so viel er bedarf . Und ich sage euch : Bittet , und es wird euch gegeben werden ; suchet , und ihr werdet finden ; klopfet an , und es wird euch aufgetan werden . Denn jeder Bittende empfängt , und der Suchende findet , und dem Anklopfenden wird aufgetan werden . Wer aber ist ein Vater unter euch , den der Sohn um Brot bitten wird - er wird ihm doch nicht einen Stein geben ? oder auch um einen Fisch - er wird ihm statt des Fisches doch nicht eine Schlange geben ? oder auch , wenn er um ein Ei bäte - er wird ihm doch nicht einen Skorpion geben ? Wenn nun ihr , die ihr böse seid , euren Kindern gute Gaben zu geben wisset , wieviel mehr wird der Vater , der vom Himmel ist , den Heiligen Geist geben denen , die ihn bitten ! Und er trieb einen Dämon aus , und derselbe war stumm . Es geschah aber , als der Dämon ausgefahren war , redete der Stumme ; und die Volksmenge verwunderten sich . Einige aber von ihnen sagten : Durch Beelzebub , den Obersten der Dämonen , treibt er die Dämonen aus . Andere aber , ihn versuchend , forderten von ihm ein Zeichen aus dem Himmel . Da er aber ihre Gedanken wußte , sprach er zu ihnen : Jedes Reich , das wider sich selbst entzweit ist , wird verwüstet , und Haus wider Haus entzweit , fällt . Wenn aber auch der Satan wider sich selbst entzweit ist , wie wird sein Reich bestehen ? weil ihr saget , daß ich durch Beelzebub die Dämonen austreibe . Wenn aber ich durch Beelzebub die Dämonen austreibe , durch wen treiben eure Söhne sie aus ? Darum werden sie eure Richter sein . Wenn ich aber durch den Finger Gottes die Dämonen austreibe , so ist also das Reich Gottes zu euch hingekommen . Wenn der Starke bewaffnet seinen Hof bewacht , so ist seine Habe in Frieden ; wenn aber ein Stärkerer als er über ihn kommt und ihn besiegt , so nimmt er seine ganze Waffenrüstung weg , auf welche er vertraute , und seine Beute teilt er aus . Wer nicht mit mir ist , ist wider mich ; und wer nicht mit mir sammelt , zerstreut . Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist , so durchwandert er dürre Örter , Ruhe suchend ; und da er sie nicht findet , spricht er : Ich will in mein Haus zurückkehren , von wo ich ausgegangen bin ; und wenn er kommt , findet er es gekehrt und geschmückt . Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit , böser als er selbst , und sie gehen hinein und wohnen daselbst ; und das Letzte jenes Menschen wird ärger als das Erste . Es geschah aber , indem er dies sagte , erhob ein gewisses Weib aus der Volksmenge ihre Stimme und sprach zu ihm : Glückselig der Leib , der dich getragen , und die Brüste , die du gesogen hast ! Er aber sprach : Ja , vielmehr glückselig , die das Wort Gottes hören und bewahren ! Als aber die Volksmenge sich zusammendrängte , fing er an zu sagen : Dieses Geschlecht ist ein böses Geschlecht ; es fordert ein Zeichen , und kein Zeichen wird ihm gegeben werden , als nur das Zeichen Jonas’ . Denn gleichwie Jonas den Niniviten ein Zeichen war , so wird es auch der Sohn des Menschen diesem Geschlecht sein . Eine Königin des Südens wird auftreten im Gericht mit den Männern dieses Geschlechts und wird sie verdammen ; denn sie kam von den Enden der Erde , um die Weisheit Salomons zu hören ; und siehe , mehr als Salomon ist hier . Männer von Ninive werden aufstehen im Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen ; denn sie taten Buße auf die Predigt Jonas’ ; und siehe , mehr als Jonas ist hier . Niemand aber , der eine Lampe angezündet hat , stellt sie ins Verborgene , noch unter den Scheffel , sondern auf das Lampengestell , auf daß die Hereinkommenden den Schein sehen . Die Lampe des Leibes ist dein Auge ; wenn dein Auge einfältig ist , so ist auch dein ganzer Leib licht ; wenn es aber böse ist , so ist auch dein Leib finster . Siehe nun zu , daß das Licht , welches in dir ist , nicht Finsternis ist . Wenn nun dein ganzer Leib licht ist und keinen finsteren Teil hat , so wird er ganz licht sein , wie wenn die Lampe mit ihrem Strahle dich erleuchtete . Indem er aber redete , bat ihn ein gewisser Pharisäer , daß er bei ihm zu Mittag essen möchte ; er ging aber hinein und legte sich zu Tische . Als aber der Pharisäer es sah , verwunderte er sich , daß er sich nicht erst vor dem Essen gewaschen hatte . Der Herr aber sprach zu ihm : Jetzt , ihr Pharisäer , reiniget ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel , euer Inneres aber ist voller Raub und Bosheit . Toren ! hat nicht der , welcher das Äußere gemacht hat , auch das Innere gemacht ? Gebet vielmehr Almosen von dem , was ihr habt , und siehe , alles ist euch rein . Aber wehe euch Pharisäern ! denn ihr verzehntet die Krausemünze und die Raute und alles Kraut , und übergehet das Gericht und die Liebe Gottes ; diese Dinge hättet ihr tun und jene nicht lassen sollen . Wehe euch Pharisäern ! denn ihr liebet den ersten Sitz in den Synagogen und die Begrüßungen auf den Märkten . Wehe euch ! denn ihr seid wie die Grüfte , die verborgen sind , und die Menschen , die darüber wandeln , wissen es nicht . Aber einer der Gesetzgelehrten antwortete und spricht zu ihm : Lehrer , indem du dieses sagst , schmähst du auch uns . Er aber sprach : Auch euch Gesetzgelehrten wehe ! denn ihr belastet die Menschen mit schwer zu tragenden Lasten , und selbst rühret ihr die Lasten nicht mit einem eurer Finger an . Wehe euch ! denn ihr bauet die Grabmäler der Propheten , eure Väter aber haben sie getötet . Also gebet ihr Zeugnis und stimmet den Werken eurer Väter bei ; denn sie haben sie getötet , ihr aber bauet ihre Grabmäler . Darum hat auch die Weisheit Gottes gesagt : Ich werde Propheten und Apostel zu ihnen senden , und etliche von ihnen werden sie töten und vertreiben , auf daß das Blut aller Propheten , welches von Grundlegung der Welt an vergossen worden ist , von diesem Geschlecht gefordert werde : von dem Blute Abels bis zu dem Blute Zacharias’ , welcher umkam zwischen dem Altar und dem Hause ; ja , sage ich euch , es wird von diesem Geschlecht gefordert werden . Wehe euch Gesetzgelehrten ! denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen ; ihr selbst seid nicht hineingegangen , und die Hineingehenden habt ihr gehindert . Als er aber dies zu ihnen sagte , fingen die Schriftgelehrten und die Pharisäer an , hart auf ihn einzudringen und ihn über vieles auszufragen ; und sie lauerten auf ihn , etwas aus seinem Munde zu erjagen . Als sich unterdessen viele Tausende der Volksmenge versammelt hatten , so daß sie einander traten , fing er an , zu seinen Jüngern zu sagen , zuerst : Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer , welcher Heuchelei ist . Es ist aber nichts verdeckt , was nicht aufgedeckt , und verborgen , was nicht kundwerden wird ; deswegen , soviel ihr in der Finsternis gesprochen haben werdet , wird im Lichte gehört werden , und was ihr ins Ohr gesprochen haben werdet in den Kammern , wird auf den Dächern ausgerufen werden . Ich sage aber euch , meinen Freunden : Fürchtet euch nicht vor denen , die den Leib töten und nach diesem nichts weiter zu tun vermögen . Ich will euch aber zeigen , wen ihr fürchten sollt : Fürchtet den , der nach dem Töten Gewalt hat , in die Hölle zu werfen ; ja , sage ich euch , diesen fürchtet . Werden nicht fünf Sperlinge um zwei Pfennig verkauft ? und nicht einer von ihnen ist vor Gott vergessen . Aber selbst die Haare eures Hauptes sind alle gezählt . So fürchtet euch nun nicht ; ihr seid vorzüglicher als viele Sperlinge . Ich sage euch aber : Jeder , der irgend mich vor den Menschen bekennen wird , den wird auch der Sohn des Menschen vor den Engeln Gottes bekennen ; wer aber mich vor den Menschen verleugnet haben wird , der wird vor den Engeln Gottes verleugnet werden . Und jeder , der ein Wort sagen wird wider den Sohn des Menschen , dem wird vergeben werden ; dem aber , der wider den Heiligen Geist lästert , wird nicht vergeben werden . Wenn sie euch aber vor die Synagogen und die Obrigkeiten und die Gewalten führen , so sorget nicht , wie oder womit ihr euch verantworten oder was ihr sagen sollt ; denn der Heilige Geist wird euch in selbiger Stunde lehren , was ihr sagen sollt . Einer aus der Volksmenge aber sprach zu ihm : Lehrer , sage meinem Bruder , daß er das Erbe mit mir teile . Er aber sprach zu ihm : Mensch , wer hat mich zu einem Richter oder Erbteiler über euch gesetzt ? Er sprach aber zu ihnen : Sehet zu und hütet euch vor aller Habsucht , denn nicht weil jemand Überfluß hat , besteht sein Leben von seiner Habe . Er sagte aber ein Gleichnis zu ihnen und sprach : Das Land eines gewissen reichen Menschen trug viel ein . Und er überlegte bei sich selbst und sprach : Was soll ich tun ? denn ich habe nicht , wohin ich meine Früchte einsammeln soll . Und er sprach : Dies will ich tun : ich will meine Scheunen niederreißen und größere bauen , und will dahin all mein Gewächs und meine Güter einsammeln ; und ich will zu meiner Seele sagen : Seele , du hast viele Güter daliegen auf viele Jahre ; ruhe aus , iß , trink , sei fröhlich . Gott aber sprach zu ihm : Du Tor ! in dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern ; was du aber bereitet hast , für wen wird es sein ? Also ist der für sich Schätze sammelt , und ist nicht reich in Bezug auf Gott . Er sprach aber zu seinen Jüngern : Deshalb sage ich euch : Seid nicht besorgt für das Leben , was ihr essen , noch für den Leib , was ihr anziehen sollt . Das Leben ist mehr als die Nahrung , und der Leib mehr als die Kleidung . Betrachtet die Raben , daß sie nicht säen noch ernten , die weder Vorratskammer noch Scheune haben , und Gott ernährt sie ; um wieviel vorzüglicher seid ihr als die Vögel ! Wer aber unter euch vermag mit Sorgen seiner Größe eine Elle zuzusetzen ? Wenn ihr nun auch das Geringste nicht vermöget , warum seid ihr um das Übrige besorgt ? Betrachtet die Lilien , wie sie wachsen ; sie mühen sich nicht und spinnen auch nicht . Ich sage euch aber , selbst nicht Salomon in all seiner Herrlichkeit war bekleidet wie eine von diesen . Wenn aber Gott das Gras , das heute auf dem Felde ist und morgen in den Ofen geworfen wird , also kleidet , wieviel mehr euch , Kleingläubige ! Und ihr , trachtet nicht danach , was ihr essen oder was ihr trinken sollt , und seid nicht in Unruhe ; denn nach diesem allem trachten die Nationen der Welt ; euer Vater aber weiß , daß ihr dieses bedürfet . Trachtet jedoch nach seinem Reiche , und dieses wird euch hinzugefügt werden . Fürchte dich nicht , du kleine Herde , denn es hat eurem Vater wohlgefallen , euch das Reich zu geben . Verkaufet eure Habe und gebet Almosen ; machet euch Säckel , die nicht veralten , einen Schatz , unvergänglich , in den Himmeln , wo kein Dieb sich naht und keine Motte verderbt . Denn wo euer Schatz ist , da wird auch euer Herz sein . Es seien eure Lenden umgürtet und die Lampen brennend ; und ihr , seid Menschen gleich , die auf ihren Herrn warten , wann irgend er aufbrechen mag von der Hochzeit , auf daß , wenn er kommt und anklopft , sie ihm alsbald aufmachen . Glückselig jene Knechte , die der Herr , wenn er kommt , wachend finden wird ! Wahrlich , ich sage euch : Er wird sich umgürten und sie sich zu Tische legen lassen und wird hinzutreten und sie bedienen . Und wenn er in der zweiten Wache kommt und in der dritten Wache kommt und findet sie also - glückselig sind jene Knechte ! Dies aber erkennet : Wenn der Hausherr gewußt hätte , zu welcher Stunde der Dieb kommen würde , so hätte er gewacht und nicht erlaubt , daß sein Haus durchgraben würde . Auch ihr nun , seid bereit ; denn in der Stunde , in welcher ihr es nicht meinet , kommt der Sohn des Menschen . Petrus aber sprach zu ihm : Herr , sagst du dieses Gleichnis zu uns oder auch zu allen ? Der Herr aber sprach : Wer ist nun der treue und kluge Verwalter , welchen der Herr über sein Gesinde setzen wird , um ihm die zugemessene Speise zu geben zur rechten Zeit ? Glückselig jener Knecht , den sein Herr , wenn er kommt , also tuend finden wird ! In Wahrheit sage ich euch , daß er ihn über seine ganze Habe setzen wird . Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen sagt : Mein Herr verzieht zu kommen , und anfängt , die Knechte und Mägde zu schlagen und zu essen und zu trinken und sich zu berauschen , so wird der Herr jenes Knechtes kommen an einem Tage , an welchem er es nicht erwartet , und in einer Stunde , die er nicht weiß , und wird ihn entzweischneiden und ihm sein Teil setzen mit den Untreuen . Jener Knecht aber , der den Willen seines Herrn wußte und sich nicht bereitet , noch nach seinem Willen getan hat , wird mit vielen Schlägen geschlagen werden ; wer ihn aber nicht wußte , aber getan hat , was der Schläge wert ist , wird mit wenigen geschlagen werden . Jedem aber , dem viel gegeben ist - viel wird von ihm verlangt werden ; und wem man viel anvertraut hat , von dem wird man desto mehr fordern . Ich bin gekommen , Feuer auf die Erde zu werfen ; und was will ich , wenn es schon angezündet ist ? Ich habe aber eine Taufe , womit ich getauft werden muß , und wie bin ich beengt , bis sie vollbracht ist ! Denket ihr , daß ich gekommen sei , Frieden auf der Erde zu geben ? Nein , sage ich euch , sondern vielmehr Entzweiung . Denn es werden von nun an fünf in einem Hause entzweit sein ; drei werden wider zwei und zwei wider drei entzweit sein : Vater wider Sohn und Sohn wider Vater , Mutter wider Tochter und Tochter wider Mutter , Schwiegermutter wider ihre Schwiegertochter und Schwiegertochter wider ihre Schwiegermutter . Er sprach aber auch zu den Volksmengen : Wenn ihr eine Wolke von Westen aufsteigen sehet , so saget ihr alsbald : Ein Regenguß kommt ; und es geschieht also . Und wenn ihr den Südwind wehen sehet , so saget ihr : Es wird Hitze geben ; und es geschieht . Heuchler ! das Angesicht der Erde und des Himmels wisset ihr zu beurteilen ; wie aber ist es , daß ihr diese Zeit nicht beurteilet ? Warum aber auch richtet ihr von euch selbst nicht , was recht ist ? Denn wenn du mit deiner Gegenpartei vor die Obrigkeit gehst , so gib dir auf dem Wege Mühe , von ihr loszukommen , damit sie dich nicht etwa zu dem Richter hinschleppe ; und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener überliefern , und der Gerichtsdiener dich ins Gefängnis werfen . Ich sage dir : Du wirst nicht von dannen herauskommen , bis du auch den letzten Heller bezahlt hast . Zu selbiger Zeit waren aber einige gegenwärtig , die ihm von den Galiläern berichteten , deren Blut Pilatus mit ihren Schlachtopfern vermischt hatte . Und er antwortete und sprach zu ihnen : Meinet ihr , daß diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren , weil sie solches erlitten haben ? Nein , sage ich euch , sondern wenn ihr nicht Buße tut , werdet ihr alle ebenso umkommen . Oder jene achtzehn , auf welche der Turm in Siloam fiel und sie tötete : meinet ihr , daß sie vor allen Menschen , die in Jerusalem wohnen , Schuldner waren ? Nein , sage ich euch , sondern wenn ihr nicht Buße tut , werdet ihr alle gleicherweise umkommen . Er sagte aber dieses Gleichnis : Es hatte jemand einen Feigenbaum , der in seinem Weinberge gepflanzt war ; und er kam und suchte Frucht an ihm und fand keine . Er sprach aber zu dem Weingärtner : Siehe , drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine ; haue ihn ab , wozu macht er auch das Land unnütz ? Er aber antwortet und sagt zu ihm : Herr , laß ihn noch dieses Jahr , bis ich um ihn graben und Dünger legen werde ; und wenn er etwa Frucht bringen wird , gut , wenn aber nicht , so magst du ihn künftig abhauen . Er lehrte aber am Sabbath in einer der Synagogen . Und siehe , da war ein Weib , die achtzehn Jahre einen Geist der Schwachheit hatte ; und sie war zusammengekrümmt und gänzlich unfähig , sich aufzurichten . Als aber Jesus sie sah , rief er ihr zu und sprach zu ihr : Weib , du bist gelöst von deiner Schwachheit ! Und er legte ihr die Hände auf , und alsbald wurde sie gerade und verherrlichte Gott . Der Synagogenvorsteher aber , unwillig , daß Jesus am Sabbath heilte , hob an und sprach zu der Volksmenge : Sechs Tage sind es , an denen man arbeiten soll ; an diesen nun kommt und laßt euch heilen , und nicht am Tage des Sabbaths . Der Herr nun antwortete ihm und sprach : Heuchler ! löst nicht ein jeder von euch am Sabbath seinen Ochsen oder Esel von der Krippe und führt ihn hin und tränkt ihn ? Diese aber , die eine Tochter Abrahams ist , welche der Satan gebunden hat , siehe , achtzehn Jahre , sollte sie nicht von dieser Fessel gelöst werden am Tage des Sabbaths ? Und als er dies sagte , wurden alle seine Widersacher beschämt ; und die ganze Volksmenge freute sich über all die herrlichen Dinge , welche durch ihn geschahen . Er sprach aber : Wem ist das Reich Gottes gleich , und wem soll ich es vergleichen ? Es ist gleich einem Senfkorn , welches ein Mensch nahm und in seinen Garten warf ; und es wuchs und wurde zu einem großen Baume , und die Vögel des Himmels ließen sich nieder in seinen Zweigen . Und wiederum sprach er : Wem soll ich das Reich Gottes vergleichen ? Es ist gleich einem Sauerteig , welchen ein Weib nahm und unter drei Maß Mehl verbarg , bis es ganz durchsäuert war . Und er durchzog nacheinander Städte und Dörfer , indem er lehrte und nach Jerusalem reiste . Es sprach aber jemand zu ihm : Herr , sind derer wenige , die errettet werden ? Er aber sprach zu ihnen : Ringet danach , durch die enge Pforte einzugehen ; denn viele , sage ich euch , werden einzugehen suchen und werden es nicht vermögen . Von da an , wenn der Hausherr aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat , und ihr anfangen werdet , draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen : Herr , tue uns auf ! und er antworten und zu euch sagen wird : Ich kenne euch nicht , wo ihr her seid ; alsdann werdet ihr anfangen zu sagen : Wir haben vor dir gegessen und getrunken , und auf unseren Straßen hast du gelehrt . Und er wird sagen : Ich sage euch , ich kenne euch nicht , wo ihr her seid ; weichet von mir , alle ihr Übeltäter ! Da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen , wenn ihr sehen werdet Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reiche Gottes , euch aber draußen hinausgeworfen . Und sie werden kommen von Osten und Westen und von Norden und Süden und zu Tische liegen im Reiche Gottes . Und siehe , es sind Letzte , welche Erste sein werden , und es sind Erste , welche Letzte sein werden . In derselben Stunde kamen einige Pharisäer herzu und sagten zu ihm : Geh hinaus und ziehe von hinnen , denn Herodes will dich töten . Und er sprach zu ihnen : Gehet hin und saget diesem Fuchs : Siehe , ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen , und am dritten Tage werde ich vollendet . Doch ich muß heute und morgen und am folgenden Tage wandeln ; denn es geht nicht an , daß ein Prophet außerhalb Jerusalems umkomme . Jerusalem , Jerusalem , die da tötet die Propheten und steinigt , die zu ihr gesandt sind ! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen , wie eine Henne ihre Brut unter die Flügel , und ihr habt nicht gewollt ! Siehe , euer Haus wird euch überlassen . Ich sage euch aber : Ihr werdet mich nicht sehen , bis es kommt , daß ihr sprechet : &quot; Gepriesen sei , der da kommt im Namen des Herrn ! &quot; Und es geschah , als er am Sabbath in das Haus eines der Obersten der Pharisäer kam , um zu essen , daß sie auf ihn lauerten . Und siehe , ein gewisser wassersüchtiger Mensch war vor ihm . Und Jesus hob an und sprach zu den Gesetzgelehrten und Pharisäern und sagte : Ist es erlaubt , am Sabbath zu heilen ? Sie aber schwiegen . Und er faßte ihn an und heilte ihn und entließ ihn . Und er antwortete und sprach zu ihnen : Wer ist unter euch , dessen Esel oder Ochs in einen Brunnen fällt , und der ihn nicht alsbald herauszieht am Tage des Sabbaths ? Und sie vermochten nicht , ihm darauf zu antworten . Er sprach aber zu den Eingeladenen ein Gleichnis , indem er bemerkte , wie sie die ersten Plätze wählten , und sagte zu ihnen : Wenn du von jemandem zur Hochzeit geladen wirst , so lege dich nicht auf den ersten Platz , damit nicht etwa ein Geehrterer als du von ihm geladen sei , und der , welcher dich und ihn geladen hat , komme und zu dir spreche : Mache diesem Platz ; und dann wirst du anfangen , mit Schande den letzten Platz einzunehmen . Sondern , wenn du geladen bist , so gehe hin und lege dich auf den letzten Platz , auf daß , wenn der , welcher dich geladen hat , kommt , er zu dir spreche : Freund , rücke höher hinauf . Dann wirst du Ehre haben vor allen , die mit dir zu Tische liegen ; denn jeder , der sich selbst erhöht , wird erniedrigt werden , und wer sich selbst erniedrigt , wird erhöht werden . Er sprach aber auch zu dem , der ihn geladen hatte : Wenn du ein Mittags - oder ein Abendmahl machst , so lade nicht deine Freunde , noch deine Brüder , noch deine Verwandten , noch reiche Nachbarn , damit nicht etwa auch sie dich wiederladen und dir Vergeltung werde . Sondern wenn du ein Mahl machst , so lade Arme , Krüppel , Lahme , Blinde , und glückselig wirst du sein , weil sie nicht haben , dir zu vergelten ; denn es wird dir vergolten werden in der Auferstehung der Gerechten . Als aber einer von denen , die mit zu Tische lagen , dies hörte , sprach er zu ihm : Glückselig , wer Brot essen wird im Reiche Gottes ! Er aber sprach zu ihm : Ein gewisser Mensch machte ein großes Abendmahl und lud viele . Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Abendmahls , um den Geladenen zu sagen : Kommet , denn schon ist alles bereit . Und sie fingen alle ohne Ausnahme an , sich zu entschuldigen . Der erste sprach zu ihm : Ich habe einen Acker gekauft und muß notwendig ausgehen und ihn besehen ; ich bitte dich , halte mich für entschuldigt . Und ein anderer sprach : Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft , und ich gehe hin , sie zu versuchen ; ich bitte dich , halte mich für entschuldigt . Und ein anderer sprach : Ich habe ein Weib geheiratet , und darum kann ich nicht kommen . Und der Knecht kam herbei und berichtete dies seinem Herrn . Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knechte : Gehe eilends hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt , und bringe hier herein die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden . Und der Knecht sprach : Herr , es ist geschehen , wie du befohlen hast , und es ist noch Raum . Und der Herr sprach zu dem Knechte : Gehe hinaus auf die Wege und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen , auf daß mein Haus voll werde ; denn ich sage euch , daß nicht einer jener Männer , die geladen waren , mein Abendmahl schmecken wird . Es ging aber eine große Volksmengen mit ihm ; und er wandte sich um und sprach zu ihnen : Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater und seine Mutter und sein Weib und seine Kinder und seine Brüder und Schwestern , dazu aber auch sein eigenes Leben , so kann er nicht mein Jünger sein ; und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt , kann nicht mein Jünger sein . Denn wer unter euch , der einen Turm bauen will , setzt sich nicht zuvor nieder und berechnet die Kosten , ob er das Nötige zur Ausführung habe ? auf daß nicht etwa , wenn er den Grund gelegt hat und nicht zu vollenden vermag , alle , die es sehen , anfangen ihn zu verspotten und sagen : Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und vermochte nicht zu vollenden . Oder welcher König , der auszieht , um sich mit einem anderen König in Krieg einzulassen , setzt sich nicht zuvor nieder und ratschlagt , ob er imstande sei , dem mit Zehntausend entgegen zu treten , der wider ihn kommt mit Zwanzigtausend ? wenn aber nicht , so sendet er , während er noch fern ist , eine Gesandtschaft und bittet um die Friedensbedingungen . Also nun jeder von euch , der nicht allem entsagt , was er hat , kann nicht mein Jünger sein . Das Salz nun ist gut ; wenn aber auch das Salz kraftlos geworden ist , womit soll es gewürzt werden ? Es ist weder für das Land noch für den Dünger tauglich ; man wirft es hinaus . Wer Ohren hat zu hören , der höre ! Es nahten aber zu ihm alle Zöllner und Sünder , ihn zu hören ; und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen : Dieser nimmt Sünder auf und isset mit ihnen . Er sprach aber zu ihnen dieses Gleichnis und sagte : Welcher Mensch unter euch , der hundert Schafe hat und eines von ihnen verloren hat , läßt nicht die neunundneunzig in der Wüste und geht dem verlorenen nach , bis er es findet ? Und wenn er es gefunden hat , so legt er es mit Freuden auf seine Schultern ; und wenn er nach Hause kommt , ruft er die Freunde und die Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen : Freuet euch mit mir , denn ich habe mein Schaf gefunden , das verloren war . Ich sage euch : Also wird Freude im Himmel sein über einen Sünder , der Buße tut , mehr als über neunundneunzig Gerechte , welche der Buße nicht bedürfen . Oder welches Weib , das zehn Drachmen hat , zündet nicht , wenn sie eine Drachme verliert , eine Lampe an und kehrt das Haus und sucht sorgfältig , bis sie sie findet ? Und wenn sie sie gefunden hat , ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und spricht : Freuet euch mit mir , denn ich habe die Drachme gefunden , die ich verloren hatte . Also , sage ich euch , ist Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder , der Buße tut . Er sprach aber : Ein gewisser Mensch hatte zwei Söhne ; und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater : Vater , gib mir den Teil des Vermögens , der mir zufällt . Und er teilte ihnen die Habe . Und nach nicht vielen Tagen brachte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste weg in ein fernes Land , und daselbst vergeudete er sein Vermögen , indem er ausschweifend lebte . Als er aber alles verzehrt hatte , kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land , und er selbst fing an , Mangel zu leiden . Und er ging hin und hängte sich an einen der Bürger jenes Landes ; der schickte ihn auf seine Äcker , Schweine zu hüten . Und er begehrte , seinen Bauch zu füllen mit den Träbern , welche die Schweine fraßen ; und niemand gab ihm . Als er aber zu sich selbst kam , sprach er : Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Überfluß an Brot , ich aber komme hier um vor Hunger . Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen , und will zu ihm sagen : Vater , ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir , ich bin nicht mehr würdig , dein Sohn zu heißen ; mache mich wie einen deiner Tagelöhner . Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater . Als er aber noch fern war , sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals und küßte ihn sehr . Der Sohn aber sprach zu ihm : Vater , ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir , ich bin nicht mehr würdig , dein Sohn zu heißen . Der Vater aber sprach zu seinen Knechten : Bringet das beste Kleid her und ziehet es ihm an und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße ; und bringet das gemästete Kalb her und schlachtet es , und lasset uns essen und fröhlich sein ; denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden , war verloren und ist gefunden worden . Und sie fingen an fröhlich zu sein . Es war aber sein älterer Sohn auf dem Felde ; und als er kam und sich dem Hause näherte , hörte er Musik und Reigen . Und er rief einen der Knechte herzu und erkundigte sich , was das wäre . Der aber sprach zu ihm : Dein Bruder ist gekommen , und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet , weil er ihn gesund wieder erhalten hat . Er aber wurde zornig und wollte nicht hineingehen . Sein Vater aber ging hinaus und drang in ihn . Er aber antwortete und sprach zu dem Vater : Siehe , so viele Jahre diene ich dir , und niemals habe ich ein Gebot von dir übertreten ; und mir hast du niemals ein Böcklein gegeben , auf daß ich mit meinen Freunden fröhlich wäre ; da aber dieser dein Sohn gekommen ist , der deine Habe mit Huren verschlungen hat , hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet . Er aber sprach zu ihm : Kind , du bist allezeit bei mir , und all das Meinige ist dein . Es geziemte sich aber fröhlich zu sein und sich zu freuen ; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden und verloren und ist gefunden worden . Er sprach aber auch zu seinen Jüngern : Es war ein gewisser reicher Mann , der einen Verwalter hatte ; und dieser wurde bei ihm angeklagt , als verschwende er seine Habe . Und er rief ihn und sprach zu ihm : Was ist dies , das ich von dir höre ? lege die Rechnung von deiner Verwaltung ab , denn du wirst nicht mehr Verwalter sein können . Der Verwalter aber sprach bei sich selbst : Was soll ich tun ? denn mein Herr nimmt mir die Verwaltung ab . Zu graben vermag ich nicht , zu betteln schäme ich mich . Ich weiß , was ich tun werde , auf daß sie mich , wenn ich der Verwaltung enthoben bin , in ihre Häuser aufnehmen . Und er rief jeden einzelnen der Schuldner seines Herrn herzu und sprach zu dem ersten : Wieviel bist du meinem Herrn schuldig ? Der aber sprach : Hundert Bath Öl . Und er sprach zu ihm : Nimm deinen Schuldbrief und setze dich flugs hin und schreibe fünfzig . Danach sprach er zu einem anderen : Du aber , wieviel bist du schuldig ? Der aber sprach : Hundert Kor Weizen . Und er spricht zu ihm : Nimm deinen Schuldbrief und schreibe achtzig . Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter , weil er klug gehandelt hatte ; denn die Söhne dieser Welt sind klüger als die Söhne des Lichts gegen ihr eigenes Geschlecht . Und ich sage euch : Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon , auf daß , wenn er zu Ende geht , ihr aufgenommen werdet in die ewigen Hütten . Wer im Geringsten treu ist , ist auch in vielem treu , und wer im Geringsten ungerecht ist , ist auch in vielem ungerecht . Wenn ihr nun in dem ungerechten Mammon nicht treu gewesen seid , wer wird euch das Wahrhaftige anvertrauen ? und wenn ihr in dem Fremden nicht treu gewesen seid , wer wird euch das Eurige geben ? Kein Hausknecht kann zwei Herren dienen ; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben , oder er wird dem einen anhangen und den anderen verachten . Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon . Dies alles hörten aber auch die Pharisäer , welche geldliebend waren , und sie verhöhnten ihn . Und er sprach zu ihnen : Ihr seid es , die sich selbst rechtfertigen vor den Menschen , Gott aber kennt eure Herzen ; denn was unter den Menschen hoch ist , ist ein Greuel vor Gott . Das Gesetz und die Propheten waren bis auf Johannes ; von da an wird das Evangelium des Reiches Gottes verkündigt , und jeder dringt mit Gewalt hinein . Es ist aber leichter , daß der Himmel und die Erde vergehen , als daß ein Strichlein des Gesetzes wegfalle . Jeder , der sein Weib entläßt und eine andere heiratet , begeht Ehebruch ; und jeder , der die von einem Manne Entlassene heiratet , begeht Ehebruch . Es war aber ein gewisser reicher Mann , und er kleidete sich in Purpur und feine Leinwand und lebte alle Tage fröhlich und in Prunk . Es war aber ein gewisser Armer , mit Namen Lazarus , der an dessen Tor lag , voller Geschwüre , und er begehrte , sich von den Brosamen zu sättigen , die von dem Tische des Reichen fielen ; aber auch die Hunde kamen und leckten seine Geschwüre . Es geschah aber , daß der Arme starb und von den Engeln getragen wurde in den Schoß Abrahams . Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben . Und in dem Hades seine Augen aufschlagend , als er in Qualen war , sieht er Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoße . Und er rief und sprach : Vater Abraham , erbarme dich meiner und sende Lazarus , daß er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle ; denn ich leide Pein in dieser Flamme . Abraham aber sprach : Kind , gedenke , daß du dein Gutes völlig empfangen hast in deinem Leben , und Lazarus gleicherweise das Böse ; jetzt aber wird er hier getröstet , du aber leidest Pein . Und zu diesem allem ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt , damit die , welche von hier zu euch hinübergehen wollen , nicht können , noch die , welche von dort zu uns herüberkommen wollen . Er sprach aber : Ich bitte dich nun , Vater , daß du ihn in das Haus meines Vaters sendest , denn ich habe fünf Brüder , damit er ihnen ernstlich Zeugnis gebe , auf daß sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual . Abraham aber spricht zu ihm : Sie haben Moses und die Propheten ; laß sie die hören . Er aber sprach : Nein , Vater Abraham , sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen geht , so werden sie Buße tun . Er sprach aber zu ihm : Wenn sie Moses und die Propheten nicht hören , so werden sie auch nicht überzeugt werden , wenn jemand aus den Toten aufersteht . Er sprach aber zu seinen Jüngern : Es ist unmöglich , daß nicht Ärgernisse kommen ; wehe aber dem , durch welchen sie kommen ! Es wäre ihm nützlicher , wenn ein Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde , als daß er einen dieser Kleinen ärgere ! Habet acht auf euch selbst : wenn dein Bruder sündigt , so verweise es ihm , und wenn er es bereut , so vergib ihm . Und wenn er siebenmal des Tages an dir sündigt und siebenmal zu dir umkehrt und spricht : Ich bereue es , so sollst du ihm vergeben . Und die Apostel sprachen zu dem Herrn : Vermehre uns den Glauben ! Der Herr aber sprach : Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn , so würdet ihr zu diesem Maulbeerfeigenbaum sagen : Werde entwurzelt und ins Meer gepflanzt ! und er würde euch gehorchen . Wer aber von euch , der einen Knecht hat , welcher pflügt oder weidet , wird zu ihm , wenn er vom Felde hereinkommt , sagen : Komm und lege dich alsbald zu Tische ? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen : Richte zu , was ich zu Abend essen soll , und gürte dich und diene mir , bis ich gegessen und getrunken habe ; und danach sollst du essen und trinken ? Dankt er etwa dem Knechte , daß er das Befohlene getan hat ? Ich meine nicht . Also auch ihr , wenn ihr alles getan habt , was euch befohlen ist , so sprechet : Wir sind unnütze Knechte ; wir haben getan , was wir zu tun schuldig waren . Und es geschah , als er nach Jerusalem reiste , daß er mitten durch Samaria und Galiläa ging . Und als er in ein gewisses Dorf eintrat , begegneten ihm zehn aussätzige Männer , welche von ferne standen . Und sie erhoben ihre Stimme und sprachen : Jesu , Meister , erbarme dich unser ! Und als er sie sah , sprach er zu ihnen : Gehet hin und zeiget euch den Priestern . Und es geschah , indem sie hingingen , wurden sie gereinigt . Einer aber von ihnen , als er sah , daß er geheilt war , kehrte zurück , indem er mit lauter Stimme Gott verherrlichte ; und er fiel aufs Angesicht zu seinen Füßen und dankte ihm ; und derselbe war ein Samariter . Jesus aber antwortete und sprach : Sind nicht die zehn gereinigt worden ? wo sind aber die neun ? Sind keine gefunden worden , die zurückkehrten , um Gott Ehre zu geben , außer diesem Fremdling ? Und er sprach zu ihm : Stehe auf und gehe hin ; dein Glaube hat dich gerettet . Und als er von den Pharisäern gefragt wurde : Wann kommt das Reich Gottes ? antwortete er ihnen und sprach : Das Reich Gottes kommt nicht so , daß man es beobachten könnte ; noch wird man sagen : Siehe hier ! oder : Siehe dort ! denn siehe , das Reich Gottes ist mitten unter euch . Er sprach aber zu den Jüngern : Es werden Tage kommen , da ihr begehren werdet , einen der Tage des Sohnes des Menschen zu sehen , und ihr werdet ihn nicht sehen . Und man wird zu euch sagen : Siehe hier ! oder : Siehe dort ! Gehet nicht hin , folget auch nicht . Denn gleichwie der Blitz blitzend leuchtet von einem Ende unter dem Himmel bis zum anderen Ende unter dem Himmel , also wird der Sohn des Menschen sein an seinem Tage . Zuvor aber muß er vieles leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht . Und gleichwie es in den Tagen Noahs geschah , also wird es auch sein in den Tagen des Sohnes des Menschen : sie aßen , sie tranken , sie heirateten , sie wurden verheiratet , bis zu dem Tage , da Noah in die Arche ging , und die Flut kam und alle umbrachte . Gleicherweise auch , wie es geschah in den Tagen Lots : sie aßen , sie tranken , sie kauften , sie verkauften , sie pflanzten , sie bauten ; an dem Tage aber , da Lot von Sodom ausging , regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um . Desgleichen wird es an dem Tage sein , da der Sohn des Menschen geoffenbart wird . An jenem Tage - wer auf dem Dache sein wird und sein Gerät im Hause hat , der steige nicht hinab , um es zu holen ; und wer auf dem Felde ist , wende sich gleicherweise nicht zurück . Gedenket an Lots Weib ! Wer irgend sein Leben zu retten sucht , wird es verlieren ; und wer irgend es verliert , wird es erhalten . Ich sage euch : In jener Nacht werden zwei auf einem Bette sein ; einer wird genommen und der andere gelassen werden . Zwei Weiber werden zusammen mahlen , die eine wird genommen , und die andere gelassen werden . Und sie antworten und sagen zu ihm : Wo , Herr ? Er aber sprach zu ihnen : Wo der Leichnam ist , da werden auch die Adler versammelt werden . Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis dafür , daß sie allezeit beten und nicht ermatten sollten , und sprach : Es war ein gewisser Richter in einer Stadt , der Gott nicht fürchtete und vor keinem Menschen sich scheute . Es war aber eine Witwe in jener Stadt ; und sie kam zu ihm und sprach : Schaffe mir Recht von meinem Widersacher . Und eine Zeitlang wollte er nicht ; danach aber sprach er bei sich selbst : Wenn ich auch Gott nicht fürchte und vor keinem Menschen mich scheue , so will ich doch , weil diese Witwe mir Mühe macht , ihr Recht verschaffen , auf daß sie nicht unaufhörlich komme und mich quäle . Der Herr aber sprach : Höret , was der ungerechte Richter sagt . Gott aber , sollte er das Recht seiner Auserwählten nicht ausführen , die Tag und Nacht zu ihm schreien , und ist er in Bezug auf sie langmütig ? Ich sage euch , daß er ihr Recht schnell ausführen wird . Doch wird wohl der Sohn des Menschen , wenn er kommt , den Glauben finden auf der Erde ? Er sprach aber auch zu etlichen , die auf sich selbst vertrauten , daß sie gerecht seien , und die übrigen für nichts achteten , dieses Gleichnis : Zwei Menschen gingen hinauf in den Tempel , um zu beten , der eine ein Pharisäer und der andere ein Zöllner . Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst also : O Gott , ich danke dir , daß ich nicht bin wie die übrigen der Menschen , Räuber , Ungerechte , Ehebrecher , oder auch wie dieser Zöllner . Ich faste zweimal in der Woche , ich verzehnte alles , was ich erwerbe . Und der Zöllner , von ferne stehend , wollte sogar die Augen nicht aufheben gen Himmel , sondern schlug an seine Brust und sprach : O Gott , sei mir , dem Sünder , gnädig ! Ich sage euch : Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus vor jenem ; denn jeder , der sich selbst erhöht , wird erniedrigt werden ; wer aber sich selbst erniedrigt , wird erhöht werden . Sie brachten aber auch die Kindlein zu ihm , auf daß er sie anrühre . Als aber die Jünger es sahen , verwiesen sie es ihnen . Jesus aber rief sie herzu und sprach : Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht , denn solcher ist das Reich Gottes . Wahrlich , ich sage euch : Wer irgend das Reich Gottes nicht aufnehmen wird wie ein Kindlein , wird nicht in dasselbe eingehen . Und es fragte ihn ein gewisser Oberster und sprach : Guter Lehrer , was muß ich getan haben , um ewiges Leben zu ererben ? Jesus aber sprach zu ihm : Was heißest du mich gut ? Niemand ist gut , als nur einer , Gott . Die Gebote weißt du : &quot; Du sollst nicht ehebrechen ; du sollst nicht töten ; du sollst nicht stehlen ; du sollst nicht falsches Zeugnis geben ; ehre deinen Vater und deine Mutter &quot; . Er aber sprach : Dies alles habe ich beobachtet von meiner Jugend an . Als aber Jesus dies hörte , sprach er zu ihm : Noch eines fehlt dir : verkaufe alles , was du hast , und verteile es an die Armen , und du wirst einen Schatz in den Himmeln haben , und komm , folge mir nach . Als er aber dies hörte , wurde er sehr betrübt , denn er war sehr reich . Als aber Jesus sah , daß er sehr betrübt wurde , sprach er : Wie schwerlich werden die , welche Güter haben , in das Reich Gottes eingehen ! denn es ist leichter , daß ein Kamel durch ein Nadelöhr eingehe , als daß ein Reicher in das Reich Gottes eingehe . Es sprachen aber die es hörten : Und wer kann dann errettet werden ? Er aber sprach : Was bei Menschen unmöglich ist , ist möglich bei Gott . Petrus aber sprach : Siehe , wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt . Er aber sprach zu ihnen : Wahrlich , ich sage euch : Es ist niemand , der Haus oder Eltern oder Brüder oder Weib oder Kinder verlassen hat um des Reiches Gottes willen , der nicht Vielfältiges empfangen wird in dieser Zeit und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben . Er nahm aber die Zwölfe zu sich und sprach zu ihnen : Siehe , wir gehen hinauf nach Jerusalem , und es wird alles vollendet werden , was durch die Propheten auf den Sohn des Menschen geschrieben ist ; denn er wird den Nationen überliefert werden und wird verspottet und geschmäht und angespieen werden ; und wenn sie ihn gegeißelt haben , werden sie ihn töten , und am dritten Tage wird er auferstehen . Und sie verstanden nichts von diesen Dingen , und dieses Wort war vor ihnen verborgen , und sie begriffen das Gesagte nicht . Es geschah aber , als er Jericho nahte , saß ein gewisser Blinder bettelnd am Wege . Und als er eine Volksmenge vorbeiziehen hörte , erkundigte er sich , was das wäre . Sie verkündeten ihm aber , daß Jesus , der Nazaräer , vorübergehe . Und er rief und sprach : Jesu , Sohn Davids , erbarme dich meiner ! Und die Vorangehenden bedrohten ihn , daß er schweigen sollte ; er aber schrie um so mehr : Sohn Davids , erbarme dich meiner ! Jesus aber stand still und hieß ihn zu sich führen . Als er aber sich näherte , fragte er ihn und sprach : Was willst du , daß ich dir tun soll ? Er aber sprach : Herr , daß ich sehend werde ! Und Jesus sprach zu ihm : Sei sehend ! dein Glaube hat dich geheilt . Und alsbald ward er sehend und folgte ihm nach , indem er Gott verherrlichte . Und das ganze Volk , das es sah , gab Gott Lob . Und er ging hinein und zog durch Jericho . Und siehe , da war ein Mann , mit Namen Zachäus , und selbiger war ein Oberzöllner , und er war reich . Und er suchte Jesum zu sehen , wer er wäre ; und er vermochte es nicht vor der Volksmenge , denn er war klein von Gestalt . Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum , auf daß er ihn sähe ; denn er sollte daselbst durchkommen . Und als er an den Ort kam , sah Jesus auf und erblickte ihn und sprach zu ihm : Zachäus , steige eilends hernieder , denn heute muß ich in deinem Hause bleiben . Und er stieg eilends hernieder und nahm ihn auf mit Freuden . Und als sie es sahen , murrten alle und sagten : Er ist eingekehrt , um bei einem sündigen Manne zu herbergen . Zachäus aber stand und sprach zu dem Herrn : Siehe , Herr , die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen , und wenn ich von jemandem etwas durch falsche Anklage genommen habe , so erstatte ich es vierfältig . Jesus aber sprach zu ihm : Heute ist diesem Hause Heil widerfahren , dieweil auch er ein Sohn Abrahams ist ; denn der Sohn des Menschen ist gekommen , zu suchen und zu erretten , was verloren ist . Während sie aber dieses hörten , fügte er noch ein Gleichnis hinzu , weil er nahe bei Jerusalem war , und sie meinten , daß das Reich Gottes alsbald erscheinen sollte . Er sprach nun : Ein gewisser hochgeborener Mann zog in ein fernes Land , um ein Reich für sich zu empfangen und wiederzukommen . Er berief aber seine zehn Knechte und gab ihnen zehn Pfunde und sprach zu ihnen : Handelt , bis ich komme . Seine Bürger aber haßten ihn und schickten eine Gesandtschaft hinter ihm her und sagten : Wir wollen nicht , daß dieser über uns herrsche . Und es geschah , als er zurückkam , nachdem er das Reich empfangen hatte , da hieß er diese Knechte , denen er das Geld gegeben , zu sich rufen , auf daß er wisse , was ein jeder erhandelt hätte . Der erste aber kam herbei und sagte : Herr , dein Pfund hat zehn Pfunde hinzugewonnen . Und er sprach zu ihm : Wohl , du guter Knecht ! weil du im Geringsten treu warst , so sei gewalthabend über zehn Städte . Und der zweite kam und sagte : Herr , dein Pfund hat fünf Pfunde eingetragen . Er sprach aber auch zu diesem : Und du , sei über fünf Städte . Und ein anderer kam und sagte : Herr , siehe , hier ist dein Pfund , welches ich in einem Schweißtuch verwahrt hielt ; denn ich fürchtete dich , weil du ein strenger Mann bist : du nimmst , was du nicht hingelegt , und du erntest , was du nicht gesät hast . Er spricht zu ihm : Aus deinem Munde werde ich dich richten , du böser Knecht ! Du wußtest , daß ich ein strenger Mann bin , der ich nehme , was ich nicht hingelegt , und ernte , was ich nicht gesät habe ? Und warum hast du mein Geld nicht in eine Bank gegeben , und wenn ich kam , hätte ich es mit Zinsen eingefordert ? Und er sprach zu den Dabeistehenden : Nehmet das Pfund von ihm und gebet es dem , der die zehn Pfunde hat . ( Und sie sprachen zu ihm : Herr , er hat zehn Pfunde ! ) Denn ich sage euch : Jedem , der da hat , wird gegeben werden ; von dem aber , der nicht hat , von dem wird selbst , was er hat , weggenommen werden . Doch jene , meine Feinde , die nicht wollten , daß ich über sie herrschen sollte , bringet her und erschlaget sie vor mir . Und als er dies gesagte hatte , zog er voran , indem er hinaufging nach Jerusalem . Und es geschah , als er Bethphage und Bethanien nahte , gegen den Berg hin , welcher Ölberg genannt wird , sandte er zwei seiner Jünger und sprach : Gehet hin in das Dorf gegenüber , und wenn ihr hineinkommet , werdet ihr ein Füllen darin angebunden finden , auf welchem kein Mensch je gesessen hat ; bindet es los und führet es her . Und wenn jemand euch fragt : Warum bindet ihr es los ? so sprechet also zu ihm : Der Herr bedarf seiner . Und die Abgesandten gingen hin und fanden es , wie er ihnen gesagt hatte . Als sie aber das Füllen losbanden , sprachen die Herren desselben zu ihnen : Warum bindet ihr das Füllen los ? Sie aber sprachen : Der Herr bedarf seiner . Und sie führten es zu Jesu ; und sie warfen ihre Kleider auf das Füllen und setzten Jesum darauf . Während er aber hinzog , breiteten sie ihre Kleider aus auf den Weg . Und als er schon nahte und bei dem Abhang des Ölbergs war , fing die ganze Menge der Jünger an , mit lauter Stimme freudig Gott zu loben über alle die Wunderwerke , die sie gesehen hatten , indem sie sagten : &quot; Gepriesen sei der König , der da kommt im Namen des Herrn ! &quot; Friede im Himmel und Herrlichkeit in der Höhe ! ) Und etliche der Pharisäer aus der Volksmenge sprachen zu ihm : Lehrer , verweise es deinen Jüngern . Und er antwortete und sprach zu ihnen : Ich sage euch , wenn diese schweigen , so werden die Steine schreien . Und als er sich näherte und die Stadt sah , weinte er über sie und sprach : Wenn auch du erkannt hättest , und selbst an diesem deinem Tage , was zu deinem Frieden dient ! Jetzt aber ist es vor deinen Augen verborgen . Denn Tage werden über dich kommen , daß deine Feinde einen Wall um dich aufschütten und dich umzingeln und dich von allen Seiten einengen werden ; und sie werden dich und deine Kinder in dir zu Boden werfen und werden in dir nicht einen Stein auf dem anderen lassen , darum daß du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast . Und als er in den Tempel eingetreten war , fing er an auszutreiben , die darin verkauften und kauften , indem er zu ihnen sprach : Es steht geschrieben : &quot; Mein Haus ist ein Bethaus &quot; ; &quot; ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht &quot; . Und er lehrte täglich im Tempel ; die Hohenpriester aber und die Schriftgelehrten und die Ersten des Volkes suchten ihn umzubringen . Und sie fanden nicht , was sie tun sollten , denn das ganze Volk hing an seinem Munde . Und es geschah an einem der Tage , als er das Volk im Tempel lehrte und das Evangelium verkündigte , da traten die Hohenpriester und die Schriftgelehrten mit den Ältesten herzu und sprachen zu ihm und sagten : Sage uns , in welchem Recht tust du diese Dinge ? oder wer ist es , der dir dieses Recht gegeben hat ? Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Auch ich will euch ein Wort fragen , und saget mir : Die Taufe Johannes’ , war sie vom Himmel oder von Menschen ? Sie aber überlegten miteinander und sprachen : Wenn wir sagen : vom Himmel , so wird er sagen : Warum habt ihr ihm nicht geglaubt ? Wenn wir aber sagen : von Menschen , so wird das ganze Volk uns steinigen , denn es ist überzeugt , daß Johannes ein Prophet ist . Und sie antworteten , sie wüßten nicht , woher . Und Jesus sprach zu ihnen : So sage auch ich euch nicht , in welchem Recht ich diese Dinge tue . Er fing aber an , zu dem Volke dieses Gleichnis zu sagen : Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und verdingte ihn an Weingärtner und reiste für lange Zeit außer Landes . Und zur bestimmten Zeit sandte er einen Knecht zu den Weingärtnern , auf daß sie ihm von der Frucht des Weinbergs gäben ; die Weingärtner aber schlugen ihn und schickten ihn leer fort . Und er fuhr fort und sandte einen anderen Knecht sie aber schlugen auch den und behandelten ihn verächtlich und schickten ihn leer fort . Und er fuhr fort und sandte einen dritten ; sie aber verwundeten auch diesen und warfen ihn hinaus . Der Herr des Weinbergs aber sprach : Was soll ich tun ? Ich will meinen geliebten Sohn senden ; vielleicht , wenn sie diesen sehen , werden sie sich scheuen . Als aber die Weingärtner ihn sahen , überlegten sie miteinander und sagten : Dieser ist der Erbe ; kommt , laßt uns ihn töten , auf daß das Erbe unser werde . Und als sie ihn aus dem Weinberg hinausgeworfen hatten , töteten sie ihn . Was wird nun der Herr des Weinbergs ihnen tun ? Er wird kommen und diese Weingärtner umbringen und den Weinberg anderen geben . Als sie aber das hörten , sprachen sie : Das sei ferne ! Er aber sah sie an und sprach : Was ist denn dies , das geschrieben steht : &quot; Der Stein , den die Bauleute verworfen haben , dieser ist zum Eckstein geworden ? &quot; Jeder , der auf jenen Stein fällt , wird zerschmettert werden ; auf welchen irgend er aber fallen wird , den wird er zermalmen . Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten zu derselben Stunde die Hände an ihn zu legen , und sie fürchteten das Volk ; denn sie erkannten , daß er dieses Gleichnis auf sie geredet hatte . Und sie beobachteten ihn und sandten Auflaurer aus , die sich verstellten , als ob sie gerecht wären , auf daß sie ihn in seiner Rede fingen , damit sie ihn der Obrigkeit und der Gewalt des Landpflegers überliefern möchten . Und sie fragten ihn und sagten : Lehrer , wir wissen , daß du recht redest und lehrst und die Person nicht ansiehst , sondern den Weg Gottes in Wahrheit lehrst . Ist es uns erlaubt , dem Kaiser Steuer zu geben oder nicht ? Aber ihre Arglist wahrnehmend , sprach er zu ihnen : Was versuchet ihr mich ? Zeiget mir einen Denar . Wessen Bild und Überschrift hat er ? Sie aber antworteten und sprachen : Des Kaisers . Er aber sprach zu ihnen : Gebet daher dem Kaiser , was des Kaisers ist , und Gott , was Gottes ist . Und sie vermochten nicht , ihn in seinem Worte vor dem Volke zu fangen ; und sich über seine Antwort verwundernd , schweigen sie . Es kamen aber etliche der Sadducäer herzu , welche einwenden , es gebe keine Auferstehung , und fragten ihn und sagten : Lehrer , Moses hat uns geschrieben : Wenn jemandes Bruder stirbt , der ein Weib hat , und dieser kinderlos stirbt , daß sein Bruder das Weib nehme und seinem Bruder Samen erwecke . Es waren nun sieben Brüder . Und der erste nahm ein Weib und starb kinderlos ; und der zweite nahm das Weib , und dieser starb kinderlos ; und der dritte nahm sie ; desgleichen aber auch die sieben hinterließen keine Kinder und starben . Zuletzt aber von allen starb auch das Weib . In der Auferstehung nun , wessen Weib von ihnen wird sie ? denn die sieben hatten sie zum Weibe . Und Jesus sprach zu ihnen : Die Söhne dieser Welt Zeitalters ) heiraten und werden verheiratet ; die aber würdig geachtet werden , jener Welt Zeitalters ) teilhaftig zu sein und der Auferstehung aus den Toten , heiraten nicht , noch werden sie verheiratet ; denn sie können auch nicht mehr sterben , denn sie sind Engeln gleich und sind Söhne Gottes , da sie Söhne der Auferstehung sind . Daß aber die Toten auferstehen , hat auch Moses angedeutet &quot; in dem Dornbusch &quot; , wenn er den Herrn &quot; den Gott Abrahams und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs &quot; nennt . Er ist aber nicht Gott der Toten , sondern der Lebendigen ; denn für ihn leben alle . Einige der Schriftgelehrten aber antworteten und sprachen : Lehrer , du hast wohl gesprochen . Denn sie wagten nicht mehr , ihn über irgend etwas zu befragen . Er aber sprach zu ihnen : Wie sagen sie , daß der Christus Davids Sohn sei , und David selbst sagt im Buche der Psalmen : &quot; Der Herr sprach zu meinem Herrn : Setze dich zu meiner Rechten , bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße &quot; ? David also nennt ihn Herr , und wie ist er sein Sohn ? Während aber das ganze Volk zuhörte , sprach er zu seinen Jüngern : Hütet euch vor den Schriftgelehrten , die in langen Gewändern einhergehen wollen und die Begrüßungen auf den Märkten lieben und die ersten Sitze in den Synagogen und die ersten Plätze bei den Gastmählern ; welche die Häuser der Witwen verschlingen und zum Schein lange Gebete halten . Diese werden ein schwereres Gericht empfangen . Aufblickend aber sah er die Reichen ihre Gaben in den Schatzkasten legen . Er sah aber auch eine gewisse arme Witwe zwei Scherflein daselbst einlegen . Und er sprach : In Wahrheit sage ich euch , daß diese arme Witwe mehr eingelegt hat als alle . Denn alle diese haben von ihrem Überfluß eingelegt zu den Gaben Gottes ; diese aber hat von ihrem Mangel den ganzen Lebensunterhalt , den sie hatte , eingelegt . Und als etliche von dem Tempel sagten , daß er mit schönen Steinen und Weihgeschenken geschmückt sei , sprach er : Diese Dinge , die ihr sehet-Tage werden kommen , in welchen nicht ein Stein auf dem anderen gelassen wird , der nicht abgebrochen werden wird . Sie fragten ihn aber und sagten : Lehrer , wann wird denn dieses sein , und was ist das Zeichen , wann dieses geschehen soll ? Er aber sprach : Sehet zu , daß ihr nicht verführt werdet ! denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen : Ich bin’s und die Zeit ist nahe gekommen ! Gehet ihnen nun nicht nach . Wenn ihr aber von Kriegen und Empörungen hören werdet , so erschrecket nicht ; denn dies muß zuvor geschehen , aber das Ende ist nicht alsbald . Dann sprach er zu ihnen : Es wird sich Nation wider Nation erheben und Königreich wider Königreich ; und es werden große Erdbeben sein an verschiedenen Orten , und Hungersnöte und Seuchen ; auch Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel wird es geben . Vor diesem allem aber werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen , indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse überliefern , um euch vor Könige und Statthalter zu führen um meines Namens willen . Es wird euch aber zu einem Zeugnis ausschlagen . Setzet es nun fest in euren Herzen , nicht vorher darauf zu sinnen , wie ihr euch verantworten sollt ; denn ich werde euch Mund und Weisheit geben , welcher alle eure Widersacher nicht werden widersprechen oder widerstehen können . Ihr werdet aber sogar von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden überliefert werden , und sie werden etliche von euch zum Tode bringen ; und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen . Und nicht ein Haar von eurem Haupte wird verloren gehen . Gewinnet eure Seelen durch euer Ausharren . Wenn ihr aber Jerusalem von Heerscharen umzingelt sehet , alsdann erkennet , daß ihre Verwüstung nahe gekommen ist . Daß alsdann , die in Judäa sind , auf die Berge fliehen , und die in ihrer Mitte sind , daraus entweichen , und die auf dem Lande sind , nicht in sie hineingehen . Denn dies sind Tage der Rache , daß alles erfüllt werde , was geschrieben steht . Wehe aber den Schwangeren und den Säugenden in jenen Tagen ! denn große Not wird in dem Lande sein , und Zorn über dieses Volk . Und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt werden unter alle Nationen ; und Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen , bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden . Und es werden Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen , und auf der Erde Bedrängnis der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem Meer und Wasserwogen ; indem die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge , die über den Erdkreis kommen , denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden . Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit . Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen , so blicket auf und hebet eure Häupter empor , weil eure Erlösung naht . Und er sprach ein Gleichnis zu ihnen : Sehet den Feigenbaum und alle Bäume ; wenn sie schon ausschlagen , so erkennet ihr von selbst , indem ihr es sehet , daß der Sommer schon nahe ist . So auch ihr , wenn ihr dies geschehen sehet , erkennet , daß das Reich Gottes nahe ist . Wahrlich , ich sage euch , daß dieses Geschlecht nicht vergehen wird , bis alles geschehen ist . Der Himmel und die Erde werden vergehen , meine Worte aber werden nicht vergehen . Hütet euch aber , daß eure Herzen nicht etwa beschwert werden durch Völlerei und Trunkenheit und Lebenssorgen , und jener Tag plötzlich über euch hereinbreche ; denn wie ein Fallstrick wird er kommen über alle , die auf dem ganzen Erdboden ansässig sind . Wachet nun , zu aller Zeit betend , auf daß ihr würdig geachtet werdet , diesem allem , was geschehen soll , zu entfliehen und vor dem Sohne des Menschen zu stehen . Er lehrte aber des Tages in dem Tempel , und des Nachts ging er hinaus und übernachtete auf dem Berge , welcher Ölberg genannt wird . Und das ganze Volk kam frühmorgens im Tempel zu ihm , ihn zu hören . Es nahte aber das Fest der ungesäuerten Brote , welches Passah genannt wird . Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten , wie sie ihn umbrächten , denn sie fürchteten das Volk . Aber Satan fuhr in Judas , der Iskariot zubenamt ist , welcher aus der Zahl der Zwölfe war . Und er ging hin und besprach sich mit den Hohenpriestern und Hauptleuten , wie er ihnen denselben überliefere . Und sie waren erfreut und kamen überein , ihm Geld zu geben . Und er versprach es und suchte eine Gelegenheit , um ihnen denselben zu überliefern ohne Volksauflauf . Es kam aber der Tag der ungesäuerten Brote , an welchem das Passah geschlachtet werden mußte . Und er sandte Petrus und Johannes und sprach : Gehet hin und bereitet uns das Passah , auf daß wir es essen . Sie aber sprachen zu ihm : Wo willst du , daß wir es bereiten ? Er aber sprach zu ihnen : Siehe , wenn ihr in die Stadt kommet , wird euch ein Mensch begegnen , der einen Krug Wasser trägt ; folget ihm in das Haus , wo er hineingeht . Und ihr sollt zu dem Herrn des Hauses sagen : Der Lehrer sagt dir : Wo ist das Gastzimmer , wo ich mit meinen Jüngern das Passah essen mag ? Und jener wird euch einen großen , mit Polstern belegten Obersaal zeigen ; daselbst bereitet . Als sie aber hingingen , fanden sie es , wie er ihnen gesagt hatte ; und sie bereiteten das Passah . Und als die Stunde gekommen war , legte er sich zu Tische , und die zwölf Apostel mit ihm . Und er sprach zu ihnen : Mit Sehnsucht habe ich mich gesehnt , dieses Passah mit euch zu essen , ehe ich leide . Denn ich sage euch , daß ich hinfort nicht mehr davon essen werde , bis daß es erfüllt sein wird im Reiche Gottes . Und er nahm einen Kelch , dankte und sprach : Nehmet diesen und teilet ihn unter euch . Denn ich sage euch , daß ich nicht von dem Gewächs des Weinstocks trinken werde , bis das Reich Gottes komme . Und er nahm Brot , dankte , brach und gab es ihnen und sprach : Dies ist mein Leib , der für euch gegeben wird ; dieses tut zu meinem Gedächtnis ! Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahle und sagte : Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blute , das für euch vergossen wird . Doch siehe , die Hand dessen , der mich überliefert , ist mit mir über Tische . Und der Sohn des Menschen geht zwar dahin , wie es beschlossen ist ; wehe aber jenem Menschen , durch welchen er überliefert wird ! Und sie fingen an , sich untereinander zu befragen , wer es wohl von ihnen sein möchte , der dies tun werde . Es entstand aber auch ein Streit unter ihnen , wer von ihnen für den Größten zu halten sei . Er aber sprach zu ihnen : Die Könige der Nationen herrschen über dieselben , und die Gewalt über sie üben , werden Wohltäter genannt . Ihr aber nicht also ; sondern der Größte unter euch sei wie der Jüngste , und der Leiter wie der Dienende . Denn wer ist größer , der zu Tische Liegende oder der Dienende ? Nicht der zu Tische Liegende ? Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende . Ihr aber seid es , die mit mir ausgeharrt haben in meinen Versuchungen ; und ich verordne euch , gleichwie mein Vater mir verordnet hat , ein Reich , auf daß ihr esset und trinket an meinem Tische in meinem Reiche und auf Thronen sitzet , richtend die zwölf Stämme Israels . Der Herr aber sprach : Simon , Simon ! siehe , der Satan hat euer begehrt , euch zu sichten wie den Weizen . Ich aber habe für dich gebetet , auf daß dein Glaube nicht aufhöre ; und du , bist du einst zurückgekehrt , so stärke deine Brüder . Er aber sprach zu ihm : Herr , mit dir bin ich bereit , auch ins Gefängnis und in den Tod zu gehen . Er aber sprach : Ich sage dir , Petrus , der Hahn wird heute nicht krähen , ehe du dreimal geleugnet hast , daß du mich kennest . Und er sprach zu ihnen : Als ich euch ohne Börse und Tasche und Sandalen sandte , mangelte euch wohl etwas ? Sie aber sagten : Nichts . Er sprach nun zu ihnen : Aber jetzt , wer eine Börse hat , der nehme sie und gleicherweise eine Tasche , und wer keine hat , verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert ; denn ich sage euch , daß noch dieses , was geschrieben steht , an mir erfüllt werden muß : &quot; Und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden &quot; ; denn auch das , was mich betrifft , hat eine Vollendung . Sie aber sprachen : Herr , siehe , hier sind zwei Schwerter . Er aber sprach zu ihnen : Es ist genug . Und er ging hinaus und begab sich der Gewohnheit nach an den Ölberg ; es folgten ihm aber auch die Jünger . Als er aber an den Ort gekommen war , sprach er zu ihnen : Betet , daß ihr nicht in Versuchung kommet . Und er zog sich ungefähr einen Steinwurf weit von ihnen zurück und kniete nieder , betete und sprach : Vater , wenn du diesen Kelch von mir wegnehmen willst , - doch nicht mein Wille , sondern der deine geschehe ! Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel , der ihn stärkte . Und als er in ringendem Kampfe war , betete er heftiger . Es wurde aber sein Schweiß wie große Blutstropfen , die auf die Erde herabfielen . Und er stand auf vom Gebet , kam zu den Jüngern und fand sie eingeschlafen vor Traurigkeit . Und er sprach zu ihnen : Was schlafet ihr ? Stehet auf und betet , auf daß ihr nicht in Versuchung kommet . Während er noch redete , siehe , da kam eine Volksmenge , und der , welcher Judas genannt war , einer der Zwölfe , ging vor ihnen her und nahte Jesu , um ihn zu küssen . Jesus aber sprach zu ihm : Judas , überlieferst du den Sohn des Menschen mit einem Kuß ? Als aber die , welche um ihn waren , sahen , was es werden würde , sprachen sie zu ihm : Herr , sollen wir mit dem Schwerte dreinschlagen ? Und einer aus ihnen schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab . Jesus aber antwortete und sprach : Lasset es so weit ; und er rührte sein Ohr an und heilte ihn . Jesus aber sprach zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und Ältesten , die wider ihn gekommen waren : Seid ihr ausgezogen wie gegen einen Räuber , mit Schwertern und Stöcken ? Als ich täglich bei euch im Tempel war , habt ihr die Hände nicht gegen mich ausgestreckt ; aber dies ist eure Stunde und die Gewalt der Finsternis . Sie ergriffen ihn aber und führten ihn hin und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters . Petrus aber folgte von ferne . Als sie aber mitten im Hofe ein Feuer angezündet und sich zusammengesetzt hatten , setzte sich Petrus in ihre Mitte . Es sah ihn aber eine gewisse Magd bei dem Feuer sitzen und blickte ihn unverwandt an und sprach : Auch dieser war mit ihm . Er aber verleugnete ihn und sagte : Weib , ich kenne ihn nicht . Und kurz danach sah ihn ein anderer und sprach : Auch du bist einer von ihnen . Petrus aber sprach : Mensch , ich bin’s nicht . Und nach Verlauf von etwa einer Stunde behauptete ein anderer und sagte : In Wahrheit , auch dieser war mit ihm , denn er ist auch ein Galiläer . Petrus aber sprach : Mensch , ich weiß nicht , was du sagst . Und alsbald , während er noch redete , krähte der Hahn . Und der Herr wandte sich um und blickte Petrus an ; und Petrus gedachte an das Wort des Herrn , wie er zu ihm sagte : Ehe der Hahn kräht , wirst du mich dreimal verleugnen . Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich . Und die Männer , die ihn festhielten , verspotteten und schlugen ihn . Und als sie ihn verhüllt hatten , fragten sie ihn und sprachen : Weissage , wer ist es , der dich schlug ? Und vieles andere sagten sie lästernd gegen ihn . Und als es Tag wurde , versammelte sich die Ältestenschaft des Volkes , sowohl Hohepriester als Schriftgelehrte , und führten ihn hin in ihr Synedrium und sagten : Wenn du der Christus bist , so sage es uns . Er aber sprach zu ihnen : Wenn ich es euch sagte , so würdet ihr nicht glauben ; wenn ich aber fragen würde , so würdet ihr mir nicht antworten , noch mich loslassen . Von nun an aber wird der Sohn des Menschen sitzen zur Rechten der Macht Gottes . Sie sprachen aber alle : Du bist also der Sohn Gottes ? Er aber sprach zu ihnen : Ihr saget , daß ich es bin . Sie aber sprachen : Was bedürfen wir noch Zeugnis ? denn wir selbst haben es aus seinem Munde gehört . Und die ganze Menge derselben stand auf , und sie führten ihn zu Pilatus . Sie fingen aber an , ihn zu verklagen , indem sie sagten : Diesen haben wir befunden als einen , der unsere Nation verführt und wehrt , dem Kaiser Steuer zu geben , indem er sagt , daß er selbst Christus , ein König , sei . Pilatus aber fragte ihn und sprach : Bist du der König der Juden ? Er aber antwortete ihm und sprach : Du sagst es . Pilatus aber sprach zu den Hohenpriestern und der Volksmenge : Ich finde keine Schuld an diesem Menschen . Sie aber bestanden darauf und sagten : Er wiegelt das Volk auf , indem er durch ganz Judäa hin lehrt , anfangend von Galiläa bis hierher . Als aber Pilatus von Galiläa hörte , fragte er , ob der Mensch ein Galiläer sei . Und als er erfahren hatte , daß er aus dem Gebiet des Herodes sei , sandte er ihn zu Herodes , der auch selbst in jenen Tagen zu Jerusalem war . Als aber Herodes Jesum sah , freute er sich sehr ; denn er wünschte schon seit langer Zeit , ihn zu sehen , weil er vieles über ihn gehört hatte , und er hoffte , irgend ein Zeichen durch ihn geschehen zu sehen . Er befragte ihn aber mit vielen Worten ; er aber antwortete ihm nichts . Die Hohenpriester und die Schriftgelehrten standen aber auf und verklagten ihn heftig . Als aber Herodes mit seinen Kriegsleuten ihn geringschätzig behandelt und verspottet hatte , warf er ihm ein glänzendes Gewand um und sandte ihn zu Pilatus zurück . Pilatus und Herodes aber wurden an selbigem Tage Freunde miteinander , denn vorher waren sie gegeneinander in Feindschaft . Als aber Pilatus die Hohenpriester und die Obersten und das Volk zusammengerufen hatte , sprach er zu ihnen : Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht , als mache er das Volk abwendig ; und siehe , ich habe ihn vor euch verhört , und habe an diesem Menschen keine Schuld gefunden , betreffs dessen ihr ihn anklaget ; aber auch Herodes nicht , denn ich habe euch zu ihm gesandt , und siehe , nichts Todeswürdiges ist von ihm getan . Ich will ihn nun züchtigen und losgeben . Er mußte ihnen aber notwendig auf das Fest einen losgeben . Die ganze Menge schrie aber zugleich und sagte : Hinweg mit diesem , gib uns aber den Barabbas los ! Derselbe war wegen eines gewissen Aufruhrs , der in der Stadt geschehen war , und wegen eines Mordes ins Gefängnis geworfen . Pilatus rief ihnen nun wiederum zu , indem er Jesum losgeben wollte . Sie aber schrieen dagegen und sagten : Kreuzige , kreuzige ihn ! Er aber sprach zum dritten Mal zu ihnen : Was hat dieser denn Böses getan ? Ich habe keine Ursache des Todes an ihm gefunden ; ich will ihn nun züchtigen und losgeben . Sie aber lagen ihm an mit großem Geschrei und forderten , daß er gekreuzigt würde . Und ihr und der Hohenpriester Geschrei nahm überhand . Pilatus aber urteilte , daß ihre Forderung geschehe . Er gab aber den los , der eines Aufruhrs und Mordes wegen ins Gefängnis geworfen war , welchen sie forderten ; Jesum aber übergab er ihrem Willen . Und als sie ihn wegführten , ergriffen sie einen gewissen Simon von Kyrene , der vom Felde kam , und legten das Kreuz auf ihn , um es Jesu nachzutragen . Es folgte ihm aber eine große Menge Volks und Weiber , welche wehklagten und ihn bejammerten . Jesus wandte sich aber zu ihnen und sprach : Töchter Jerusalems , weinet nicht über mich , sondern weinet über euch selbst und über eure Kinder ; denn siehe , Tage kommen , an welchen man sagen wird : Glückselig die Unfruchtbaren und die Leiber , die nicht geboren , und die Brüste , die nicht gesäugt haben ! Dann werden sie anheben , zu den Bergen zu sagen : Fallet auf uns ! und zu den Hügeln : Bedecket uns ! Denn wenn man dies tut an dem grünen Holze , was wird an dem dürren geschehen ? Es wurden aber auch zwei andere hingeführt , Übeltäter , um mit ihm hingerichtet zu werden . Und als sie an den Ort kamen , der Schädelstätte genannt wird , kreuzigten sie daselbst ihn und die Übeltäter , den einen zur Rechten , den anderen zur Linken . Jesus aber sprach : Vater , vergib ihnen , denn sie wissen nicht , was sie tun ! Sie aber verteilten seine Kleider und warfen das Los darüber . Und das Volk stand und sah zu ; es höhnten aber auch die Obersten mit denselben und sagten : Andere hat er gerettet ; er rette sich selbst , wenn dieser der Christus ist , der Auserwählte Gottes ! Aber auch die Kriegsknechte verspotteten ihn , indem sie herzutraten , ihm Essig brachten und sagten : Wenn du der König der Juden bist , so rette dich selbst ! Es war aber auch eine Überschrift über ihm geschrieben in griechischen und lateinischen und hebräischen Buchstaben : Dieser ist der König der Juden . Einer aber der gehenkten Übeltäter lästerte ihn und sagte : Bist du nicht der Christus ? Rette dich selbst und uns ! Der andere aber antwortete und strafte ihn und sprach : Auch du fürchtest Gott nicht , da du in demselben Gericht bist ? und wir zwar mit Recht , denn wir empfangen , was unsere Taten wert sind ; dieser aber hat nichts Ungeziemendes getan . Und er sprach zu Jesu : Gedenke meiner , Herr wenn du in deinem Reiche kommst ! Und Jesus sprach zu ihm : Wahrlich , ich sage dir : Heute wirst du mit mir im Paradiese sein . Es war aber um die sechste Stunde ; und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde . Und die Sonne ward verfinstert , und der Vorhang des Tempels riß mitten entzwei . Und Jesus rief mit lauter Stimme und sprach : Vater , in deine Hände übergebe ich meinen Geist ! Und als er dies gesagt hatte , verschied er . Als aber der Hauptmann sah , was geschah , verherrlichte er Gott und sagte : Fürwahr , dieser Mensch war gerecht . Und alle die Volksmenge , die zu diesem Schauspiel zusammengekommen waren , schlugen sich , als sie sahen , was geschehen war , an die Brust und kehrten zurück . Aber alle seine Bekannten standen von ferne , auch die Weiber , die ihm von Galiläa nachgefolgt waren , und sahen dies . Und siehe , ein Mann , mit Namen Joseph , der ein Ratsherr war , ein guter und gerechter Mann , - dieser hatte nicht eingewilligt in ihren Rat und in ihre Tat , - von Arimathia , einer Stadt der Juden , der auch selbst das Reich Gottes erwartete ; dieser ging hin zu Pilatus und bat um den Leib Jesu . Und als er ihn abgenommen hatte , wickelte er ihn in feine Leinwand und legte ihn in eine in Felsen gehauene Gruft , wo noch nie jemand gelegen hatte . Und es war Rüsttag , und der Sabbath brach an . Es folgten aber die Weiber nach , welche mit ihm aus Galiläa gekommen waren , und besahen die Gruft und wie sein Leib hineingelegt wurde . Als sie aber zurückgekehrt waren , bereiteten sie Spezereien und Salben ; und den Sabbath über ruhten sie nach dem Gebot . An dem ersten Wochentage aber , ganz in der Frühe , kamen sie zu der Gruft und brachten die Spezereien , die sie bereitet hatten . Sie fanden aber den Stein von der Gruft weggewälzt ; und als sie hineingingen , fanden sie den Leib des Herrn Jesu nicht . Und es geschah , als sie darüber in Verlegenheit waren , siehe , da standen zwei Männer in strahlenden Kleidern bei ihnen . Als sie aber von Furcht erfüllt wurden und das Angesicht zur Erde neigten , sprachen sie zu ihnen : Was suchet ihr den Lebendigen unter den Toten ? Er ist nicht hier , sondern ist auferstanden . Gedenket daran , wie er zu euch geredet hat , als er noch in Galiläa war , indem er sagte : Der Sohn des Menschen muß in die Hände sündiger Menschen überliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen . Und sie gedachten an seine Worte ; und sie kehrten von der Gruft zurück und verkündigten dies alles den Elfen und den übrigen allen . Es waren aber die Maria Magdalene und Johanna und Maria , des Jakobus Mutter , und die übrigen mit ihnen , welche dies zu den Aposteln sagten . Und ihre Reden schienen vor ihnen wie ein Märchen , und sie glaubten ihnen nicht . Petrus aber stand auf und lief zu der Gruft ; und sich hineinbückend , sieht er die leinenen Tücher allein liegen , und er ging weg nach Hause und verwunderte sich über das , was geschehen war . Und siehe , zwei von ihnen gingen an selbigem Tage nach einem Dorfe , mit Namen Emmaus , sechzig Stadien von Jerusalem entfernt . Und sie unterhielten sich miteinander über alles dieses , was sich zugetragen hatte . Und es geschah , indem sie sich unterhielten und miteinander überlegten , daß Jesus selbst nahte und mit ihnen ging ; aber ihre Augen wurden gehalten , damit sie ihn nicht erkennten . Er sprach aber zu ihnen : Was sind das für Reden , die ihr wandelnd miteinander wechselt , und seid niedergeschlagen ? Einer aber , mit Namen Kleopas , antwortete und sprach zu ihm : Bist du der einzige , der in Jerusalem weilt und nicht weiß , was in ihr geschehen ist in diesen Tagen ? Und er sprach zu ihnen : Was denn ? Sie aber sprachen zu ihm : Das von Jesus , dem Nazaräer , der ein Prophet war , mächtig im Werk und Wort vor Gott und dem ganzen Volke ; und wie ihn die Hohenpriester und unsere Obersten überlieferten , um zum Tode verurteilt zu werden , und ihn kreuzigten . Wir aber hofften , daß er der sei , der Israel erlösen solle . Doch auch bei alledem ist es heute der dritte Tag , nun den dritten Tag zu ) seitdem dies geschehen ist . Aber auch etliche Weiber von uns haben uns außer uns gebracht , die am frühen Morgen bei der Gruft gewesen sind , und , als sie seinen Leib nicht fanden , kamen und sagten , daß sie auch ein Gesicht von Engeln gesehen hätten , welche sagen , daß er lebe . Und etliche von denen , die mit uns sind , gingen zu der Gruft und fanden es so , wie auch die Weiber gesagt hatten ; ihn aber sahen sie nicht . Und er sprach zu ihnen : O ihr Unverständigen und trägen Herzens , zu glauben an alles , was die Propheten geredet haben ! Mußte nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit eingehen ? Und von Moses und von allen Propheten anfangend , erklärte er ihnen in allen Schriften das , was ihn betraf . Und sie nahten dem Dorfe , wohin sie gingen ; und er stellte sich , als wolle er weitergehen . Und sie nötigten ihn und sagten : Bleibe bei uns , denn es ist gegen Abend , und der Tag hat sich schon geneigt . Und er ging hinein , um bei ihnen zu bleiben . Und es geschah , als er mit ihnen zu Tische lag , nahm er das Brot und segnete es ; und als er es gebrochen hatte , reichte er es ihnen . Ihre Augen aber wurden aufgetan , und sie erkannten ihn ; und er wurde ihnen unsichtbar . Und sie sprachen zueinander : Brannte nicht unser Herz in uns , als er auf dem Wege zu uns redete , und als er uns die Schriften öffnete ? Und sie standen zur selbigen Stunde auf und kehrten nach Jerusalem zurück . Und sie fanden die Elfe und die mit ihnen waren versammelt , welche sagten : Der Herr ist wirklich auferweckt worden und dem Simon erschienen . Und sie erzählten , was auf dem Wege geschehen war , und wie er von ihnen erkannt worden war an dem Brechen des Brotes . Während sie aber dieses redeten , stand er selbst in ihrer Mitte und spricht zu ihnen : Friede euch ! Sie aber erschraken und wurden von Furcht erfüllt und meinten , sie sähen einen Geist . Und er sprach zu ihnen : Was seid ihr bestürzt , und warum steigen Gedanken auf in euren Herzen ? Sehet meine Hände und meine Füße , daß ich es selbst bin ; betastet mich und sehet , denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein , wie ihr sehet , daß ich habe . Und als er dies gesagt hatte , zeigte er ihnen die Hände und die Füße . Als sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten , sprach er zu ihnen : Habt ihr hier etwas zu essen ? Sie aber reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch und von einer Honigscheibe ; und er nahm und aß vor ihnen . Er sprach aber zu ihnen : Dies sind die Worte , die ich zu euch redete , als ich noch bei euch war , daß alles erfüllt werden muß , was über mich geschrieben steht in dem Gesetz Moses’ und den Propheten und Psalmen . Dann öffnete er ihnen das Verständnis , um die Schriften zu verstehen , und sprach zu ihnen : Also steht geschrieben , und also mußte der Christus leiden und am dritten Tage auferstehen aus den Toten , und in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden gepredigt werden allen Nationen , anfangend von Jerusalem . Ihr aber seid Zeugen hiervon ; und siehe , ich sende die Verheißung meines Vaters auf euch . Ihr aber , bleibet in der Stadt , bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe . Er führte sie aber hinaus bis nach Bethanien und hob seine Hände auf und segnete sie . Und es geschah , indem er sie segnete , schied er von ihnen und wurde hinaufgetragen in den Himmel . Und sie huldigten ihm und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude ; und sie waren allezeit im Tempel , Gott lobend und preisend . </passage></reply></GetPassage>