<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.elberfelder1871:58</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.elberfelder1871:58</urn><passage>Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten , hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohne , den er gesetzt hat zum Erben aller Dinge , durch den er auch die Welten gemacht hat ; welcher , der Abglanz seiner Herrlichkeit und der Abdruck seines Wesens seiend und alle Dinge durch das Wort seiner Macht tragend , nachdem er durch sich selbst die Reinigung der Sünden bewirkt , sich gesetzt hat zur Rechten der Majestät in der Höhe ; indem er um so viel besser geworden ist als die Engel , als er einen vorzüglicheren Namen vor ihnen ererbt hat . Denn zu welchem der Engel hat er je gesagt : &quot; Du bist mein Sohn , heute habe ich dich gezeugt &quot; ? Und wiederum : &quot; Ich will ihm zum Vater , und er soll mir zum Sohne sein &quot; ? Wenn er aber den Erstgeborenen wiederum in den Erdkreis einführt , spricht er : &quot; Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten &quot; . Und in Bezug auf die Engel zwar spricht er : &quot; Der seine Engel zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme &quot; ; in Bezug auf den Sohn aber : &quot; Dein Thron , o Gott , ist von Ewigkeit zu Ewigkeit , und ein Zepter der Aufrichtigkeit ist das Zepter deines Reiches ; du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehaßt ; darum hat Gott , dein Gott , dich gesalbt mit Freudenöl über deine Genossen &quot; . Und : &quot; Du , Herr , hast im Anfang die Erde gegründet , und die Himmel sind Werke deiner Hände ; sie werden untergehen , du aber bleibst ; und sie alle werden veralten wie ein Kleid , und wie ein Gewand wirst du sie zusammenwickeln , und sie werden verwandelt werden . Du aber bist derselbe , und deine Jahre werden nicht vergehen . &quot; Zu welchem der Engel aber hat er je gesagt : &quot; Setze dich zu meiner Rechten , bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße &quot; ? Sind sie nicht alle dienstbare Geister , ausgesandt zum Dienst um derer willen , welche die Seligkeit ererben sollen ? Deswegen sollen wir um so mehr auf das achten , was wir gehört haben , damit wir nicht etwa abgleiten . Denn wenn das durch Engel geredete Wort fest war und jede Übertretung und jeder Ungehorsam gerechte Vergeltung empfing , wie werden wir entfliehen , wenn wir eine so große Errettung vernachlässigen ? welche den Anfang ihrer Verkündigung durch den Herrn empfangen hat und uns von denen bestätigt worden ist , die es gehört haben , indem Gott außerdem mitzeugte , sowohl durch Zeichen als durch Wunder und mancherlei Wunderwerke und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen . Denn nicht Engeln hat er unterworfen den zukünftigen Erdkreis , von welchem wir reden ; es hat aber irgendwo jemand bezeugt und gesagt : &quot; Was ist der Mensch , daß du seiner gedenkst , oder des Menschen Sohn , daß du auf ihn siehst ? Du hast ihn ein wenig unter die Engel erniedrigt ; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt und ihn gesetzt über die Werke deiner Hände ; du hast alles seinen Füßen unterworfen . &quot; Denn indem er ihm alles unterworfen , hat er nichts gelassen , das ihm nicht unterworfen wäre ; jetzt aber sehen wir ihm noch nicht alles unterworfen . Wir sehen aber Jesum , der ein wenig unter die Engel wegen des Leidens des Todes erniedrigt war , mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt , - so daß er durch Gottes Gnade für alles den Tod schmeckte . Denn es geziemte ihm , um deswillen alle Dinge und durch den alle Dinge sind , indem er viele Söhne zur Herrlichkeit brachte , den Anführer ihrer Errettung durch Leiden vollkommen zu machen . Denn sowohl der , welcher heiligt , als auch die , welche geheiligt werden , sind alle von einem ; um welcher Ursache willen er sich nicht schämt , sie Brüder zu nennen , indem er spricht : &quot; Ich will deinen Namen kundtun meinen Brüdern ; inmitten der Versammlung will ich dir lobsingen &quot; . Und wiederum : &quot; Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen &quot; . Und wiederum : &quot; Siehe , ich und die Kinder , die Gott mir gegeben hat &quot; . Weil nun die Kinder Blutes und Fleisches teilhaftig sind , hat auch er gleicherweise an denselben teilgenommen , auf daß er durch den Tod den zunichte machte , der die Macht des Todes hat , das ist den Teufel , und alle die befreite , welche durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren . Denn er nimmt sich fürwahr nicht der Engel an , sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an . Daher mußte er in allem den Brüdern gleich werden , auf daß er in den Sachen mit Gott ein barmherziger und treuer Hoherpriester werden möchte , um die Sünden des Volkes zu sühnen ; denn worin er selbst gelitten hat , als er versucht wurde , vermag er denen zu helfen , die versucht werden . Daher , heilige Brüder , Genossen der himmlischen Berufung , betrachtet den Apostel und Hohenpriester unseres Bekenntnisses , Jesum , der treu ist dem , der ihn bestellt hat , wie es auch Moses war in seinem ganzen Hause . Denn dieser ist größerer Herrlichkeit würdig geachtet worden als Moses , insofern größere Ehre als das Haus der hat , der es bereitet hat . Denn jedes Haus wird von jemand bereitet ; der aber alles bereitet hat , ist Gott . Und Moses zwar war treu in seinem ganzen Hause als Diener , zum Zeugnis von dem , was hernach geredet werden sollte ; Christus aber als Sohn über sein Haus , dessen Haus wir sind , wenn wir anders die Freimütigkeit und den Ruhm der Hoffnung bis zum Ende standhaft festhalten . Deshalb , wie der Heilige Geist spricht : &quot; Heute , wenn ihr seine Stimme höret , verhärtet eure Herzen nicht , wie in der Erbitterung , an dem Tage der Versuchung in der Wüste , wo eure Väter mich versuchten , indem sie mich prüften , und sie sahen doch meine Werke vierzig Jahre . Deshalb zürnte ich diesem Geschlecht und sprach : Allezeit gehen sie irre mit dem Herzen ; aber sie haben meine Wege nicht erkannt . So schwur ich in meinem Zorn : Wenn sie in meine Ruhe eingehen werden ! &quot; Sehet zu , sehet zu usw . ) Brüder , daß nicht etwa in jemand von euch ein böses Herz des Unglaubens sei in dem Abfallen vom lebendigen Gott , sondern ermuntert euch selbst jeden Tag , solange es heute heißt , auf daß niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde . Denn wir sind Genossen des Christus geworden , wenn wir anders den Anfang der Zuversicht bis zum Ende standhaft festhalten , indem gesagt wird : &quot; Heute , wenn ihr seine Stimme höret , verhärtet eure Herzen nicht , wie in der Erbitterung &quot; . ( Denn welche , als sie gehört hatten , haben ihn erbittert ? Waren es aber nicht alle , die durch Moses von Ägypten ausgezogen waren ? Welchen aber zürnte er vierzig Jahre ? Nicht denen , welche gesündigt hatten , deren Leiber in der Wüste fielen ? Welchen aber schwur er , daß sie nicht in seine Ruhe eingehen sollten , als nur denen , die ungehorsam gewesen waren ? Und wir sehen , daß sie nicht eingehen konnten wegen des Unglaubens . ) Fürchten wir uns nun , daß nicht etwa , da eine Verheißung , in seine Ruhe einzugehen , hinterlassen ist , jemand von euch scheine zurückgeblieben zu sein . Denn auch uns ist eine gute Botschaft verkündigt worden , gleichwie auch jenen ; aber das Wort der Verkündigung nützte jenen nicht , weil es bei denen , die es hörten , nicht mit dem Glauben vermischt war . Denn wir , die wir geglaubt haben , gehen in die Ruhe ein , wie er gesagt hat : &quot; So schwur ich in meinem Zorn : Wenn sie in meine Ruhe eingehen werden ! &quot; wiewohl die Werke von Grundlegung der Welt an geworden waren . Denn er hat irgendwo von dem siebten Tage also gesprochen : &quot; Und Gott ruhte am siebten Tage von allen seinen Werken &quot; . Und an dieser Stelle wiederum : &quot; Wenn sie in meine Ruhe eingehen werden ! &quot; Weil nun übrigbleibt , daß etliche in dieselbe eingehen , und die , welchen zuerst die gute Botschaft verkündigt worden ist , des Ungehorsams wegen nicht eingegangen sind , so bestimmt er wiederum einen gewissen Tag : &quot; Heute &quot; , in David nach so langer Zeit sagend , wie vorhin gesagt worden ist : &quot; Heute , wenn ihr seine Stimme höret , verhärtet eure Herzen nicht &quot; . Denn wenn Josua sie in die Ruhe gebracht hätte , so würde er danach nicht von einem anderen Tage geredet haben . Also bleibt noch eine Sabbathruhe dem Volke Gottes übrig . Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist , der ist auch zur Ruhe gelangt von seinen Werken , gleichwie Gott von seinen eigenen . Laßt uns nun Fleiß anwenden , in jene Ruhe einzugehen , auf daß nicht jemand nach demselben Beispiel des Ungehorsams falle . Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert , und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist , sowohl der Gelenke als auch des Markes , und ein Beurteiler der Gedanken und Gesinnungen des Herzens ; und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar , sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen , mit dem wir es zu tun haben . Da wir nun einen großen Hohenpriester haben , der durch die Himmel gegangen ist , Jesum , den Sohn Gottes , so laßt uns das Bekenntnis festhalten ; denn wir haben nicht einen Hohenpriester , der nicht Mitleid zu haben vermag mit unseren Schwachheiten , sondern der in allem versucht worden ist in gleicher Weise wie wir , ausgenommen die Sünde . Laßt uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zu dem Thron der Gnade , auf daß wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hülfe . Denn jeder aus Menschen genommene Hohepriester wird für Menschen bestellt in den Sachen mit Gott , auf daß er sowohl Gaben als auch Schlachtopfer für Sünden darbringe ; der Nachsicht zu haben vermag mit den Unwissenden und Irrenden , da auch er selbst mit Schwachheit umgeben ist ; und um dieser willen muß er , wie für das Volk , so auch für sich selbst opfern für die Sünden . Und niemand nimmt sich selbst die Ehre , sondern als von Gott berufen , gleichwie auch Aaron . Also hat auch der Christus sich nicht selbst verherrlicht , um Hoherpriester zu werden , sondern der , welcher zu ihm gesagt hat : &quot; Du bist mein Sohn , heute habe ich dich gezeugt &quot; . Wie er auch an einer anderen Stelle sagt : &quot; Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks . &quot; Der in den Tagen seines Fleisches , da er sowohl Bitten als Flehen dem , der ihn aus dem Tode zu erretten vermochte , mit starkem Geschrei und Tränen dargebracht hat willen erhört worden ist ) , obwohl er Sohn war , an dem , was er litt , den Gehorsam lernte ; und , vollendet worden , ist er allen , die ihm gehorchen , der Urheber ewigen Heils geworden , von Gott begrüßt als Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks ; über diesen haben wir viel zu sagen , und was mit Worten schwer auszulegen ist , weil ihr im Hören träge geworden seid . Denn da ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet , bedürfet ihr wiederum , daß man euch lehre , welches die Elemente des Anfangs der Aussprüche Gottes sind ; und ihr seid solche geworden , die der Milch bedürfen und nicht der festen Speise . Denn jeder , der noch Milch genießt , ist unerfahren im Worte der Gerechtigkeit , denn er ist ein Unmündiger ; die feste Speise aber ist für Erwachsene , welche vermöge der Gewohnheit geübte Sinne haben zur Unterscheidung des Guten sowohl als auch des Bösen . Deshalb , das Wort von dem Anfang des Christus lassend , laßt uns fortfahren zum vollen Wuchse und nicht wiederum einen Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem Glauben an Gott , der Lehre von Waschungen und dem Händeauflegen und der Totenauferstehung und dem ewigen Gericht . Und dies wollen wir tun , wenn Gott es erlaubt . Denn es ist unmöglich , diejenigen , welche einmal erleuchtet waren und geschmeckt haben die himmlische Gabe , und teilhaftig geworden sind des Heiligen Geistes , und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Wunderwerke des zukünftigen Zeitalters , und abgefallen sind , wiederum zur Buße zu erneuern , indem sie den Sohn Gottes für sich selbst kreuzigen und ihn zur Schau stellen . Denn das Land , welches den häufig über dasselbe kommenden Regen trinkt und nützliches Kraut hervorbringt für diejenigen , um derentwillen es auch bebaut wird , empfängt Segen von Gott ; wenn es aber Dornen und Disteln hervorbringt , so ist es unbewährt und dem Fluche nahe , und sein Ende ist die Verbrennung . Wir aber sind in Bezug auf euch , Geliebte , von besseren und mit der Seligkeit verbundenen Dingen überzeugt , wenn wir auch also reden . Denn Gott ist nicht ungerecht , eures Werkes zu vergessen und der Liebe , die ihr gegen seinen Namen bewiesen , da ihr den Heiligen gedient habt und dienet . Wir wünschen aber sehr , daß ein jeder von euch denselben Fleiß beweise zur vollen Gewißheit der Hoffnung bis ans Ende , auf daß ihr nicht träge werdet , sondern Nachahmer derer , welche durch Glauben und Ausharren die Verheißungen ererben . Denn als Gott dem Abraham Verheißung gab , schwur er , weil er bei keinem Größeren zu schwören hatte , bei sich selbst und sprach : &quot; Wahrlich , reichlich werde ich dich segnen und sehr werde ich dich mehren &quot; . Und nachdem er also ausgeharrt hatte , erlangte er die Verheißung . Denn Menschen schwören wohl bei einem Größeren , und der Eid ist ihnen ein Ende alles Widerspruchs zur Bestätigung ; worin Gott , da er den Erben der Verheißung die Unwandelbarkeit seines Ratschlusses überschwenglicher beweisen wollte , mit einem Eide ins Mittel getreten ist , auf daß wir durch zwei unveränderliche Dinge , wobei es unmöglich war , daß Gott lügen sollte , einen starken Trost hätten , die wir Zuflucht genommen haben zum Ergreifen der vor uns liegenden Hoffnung , welche wir als einen sicheren und festen Anker der Seele haben , der auch in das Innere des Vorhangs hineingeht , wohin Jesus als Vorläufer für uns eingegangen ist , welcher Hoherpriester geworden in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks . Denn dieser Melchisedek , König von Salem , Priester Gottes , des Höchsten , der Abraham entgegenging , als er von der Schlacht der Könige zurückkehrte , und ihn segnete , welchem auch Abraham den Zehnten zuteilte von allem ; der erstlich verdolmetscht König der Gerechtigkeit heißt , sodann aber auch König von Salem , das ist König des Friedens , ohne Vater , ohne Mutter , ohne Geschlechtsregister , weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens habend , aber dem Sohne Gottes verglichen , bleibt Priester auf immerdar . Schauet aber , wie groß dieser war , welchem selbst Abraham , der Patriarch , den Zehnten von der Beute gab . Und zwar haben die von den Söhnen Levi , welche das Priestertum empfangen , ein Gebot , den Zehnten von dem Volke zu nehmen nach dem Gesetz , das ist von ihren Brüdern , wiewohl sie aus den Lenden Abrahams gekommen sind . Er aber , der sein Geschlecht nicht von ihnen ableitete , hat den Zehnten von Abraham genommen und den gesegnet , der die Verheißungen hatte . Ohne allen Widerspruch aber wird das Geringere von dem Besseren gesegnet . Und hier zwar empfangen Menschen , welche sterben , die Zehnten , dort aber einer , von welchem bezeugt wird , daß er lebe ; und sozusagen ist durch Abraham auch Levi , der die Zehnten empfängt , gezehntet worden , denn er war noch in der Lende des Vaters , als Melchisedek ihm entgegenging . Wenn nun die Vollkommenheit durch das levitische Priestertum wäre hat das Volk das Gesetz empfangen ) , welches Bedürfnis war noch vorhanden , daß ein anderer Priester nach der Ordnung Melchisedeks aufstehe , und nicht nach der Ordnung Aarons genannt werde ? Denn wenn das Priestertum geändert wird , so findet notwendig auch eine Änderung des Gesetzes statt . Denn der , von welchem dies gesagt wird , gehört zu einem anderen Stamme , aus welchem niemand des Altars gewartet hat . Denn es ist offenbar , daß unser Herr aus Juda entsprossen ist , zu welchem Stamme Moses nichts in Bezug auf Priester geredet hat . Und es ist noch weit augenscheinlicher , wenn , nach der Gleichheit Melchisedeks , ein anderer Priester aufsteht , der es nicht nach dem Gesetz eines fleischlichen Gebots geworden ist , sondern nach der Kraft eines unauflöslichen Lebens . Denn ihm wird bezeugt : &quot; Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks &quot; . Denn da ist eine Abschaffung des vorhergehenden Gebots seiner Schwachheit und Nutzlosigkeit wegen ( denn das Gesetz hat nichts zur Vollendung gebracht ) und die Einführung einer besseren Hoffnung , durch welche wir Gott nahen . Und inwiefern dies nicht ohne Eidschwur war , ( denn jene sind ohne Eidschwur Priester geworden , dieser aber mit Eidschwur durch den , der zu ihm sprach : &quot; Der Herr hat geschworen , und es wird ihn nicht gereuen : Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks &quot; ) , insofern ist Jesus eines besseren Bundes Bürge geworden . Und jener sind mehrere Priester geworden , weil sie durch den Tod verhindert waren zu bleiben ; dieser aber , weil er in Ewigkeit bleibt , hat ein unveränderliches Priestertum . Daher vermag er auch völlig zu erretten , die durch ihn Gott nahen , indem er immerdar lebt , um sich für sie zu verwenden . Denn ein solcher Hoherpriester geziemte uns : heilig , unschuldig , unbefleckt , abgesondert von den Sündern und höher als die Himmel geworden , der nicht Tag für Tag nötig hat , wie die Hohenpriester , zuerst für die eigenen Sünden Schlachtopfer darzubringen , sodann für die des Volkes ; denn dieses hat er ein für allemal getan , als er sich selbst geopfert hat . Denn das Gesetz bestellt Menschen zu Hohenpriestern , die Schwachheit haben ; das Wort des Eidschwurs aber , der nach dem Gesetz gekommen ist , einen Sohn , vollendet in Ewigkeit . Die Summe dessen aber , was wir sagen , ist : Wir haben einen solchen Hohenpriester , der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln , ein Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Hütte , welche der Herr errichtet hat , nicht der Mensch . Denn jeder Hohepriester wird bestellt , um sowohl Gaben als auch Schlachtopfer darzubringen ; daher ist es notwendig , daß auch dieser etwas habe , das er darbringe . Wenn er nun auf Erden wäre , so wäre er nicht einmal Priester , weil solche da sind , die nach dem Gesetz die Gaben darbringen , ( welche dem Abbilde und Schatten der himmlischen Dinge dienen , gleichwie Moses eine göttliche Weisung empfing , als er im Begriff war , die Hütte aufzurichten ; denn &quot; siehe &quot; , spricht er , &quot; daß du alles nach dem Muster machest , das dir auf dem Berge gezeigt worden ist &quot; ) . Jetzt aber hat er einen vortrefflicheren Dienst erlangt , insofern er auch Mittler ist eines besseren Bundes , der auf Grund besserer Verheißungen gestiftet ist . Denn wenn jener erste Bund tadellos wäre , so wäre kein Raum gesucht worden für einen zweiten . Denn tadelnd spricht er zu ihnen : &quot; Siehe , es kommen Tage , spricht der Herr , da werde ich in Bezug auf das Haus Israel und in Bezug auf das Haus Juda einen neuen Bund vollziehen ; nicht nach dem Bunde , den ich mit ihren Vätern machte an dem Tage , da ich ihre Hand ergriff , um sie aus dem Lande Ägypten herauszuführen ; denn sie blieben nicht in meinem Bunde , und ich kümmerte mich nicht um sie , spricht der Herr . Denn dies ist der Bund , den ich dem Hause Israel errichten werde nach jenen Tagen , spricht der Herr : Indem ich meine Gesetze in ihren Sinn gebe , werde ich sie auch auf ihre Herzen schreiben ; und ich werde ihnen zum Gott , und sie werden mir zum Volke sein . Und sie werden nicht ein jeder seinen Mitbürger und ein jeder seinen Bruder lehren und sagen : Erkenne den Herrn ! denn alle werden mich erkennen vom Kleinen bis zum Großen unter ihnen . Denn ich werde ihren Ungerechtigkeiten gnädig sein , und ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nie mehr gedenken . &quot; Indem er sagt : &quot; einen neuen &quot; , hat er den ersten alt gemacht ; was aber alt wird und veraltet , ist dem Verschwinden nahe . Es hatte nun zwar auch der erste Bund Satzungen des Dienstes und das Heiligtum , ein weltliches . Denn eine Hütte wurde zugerichtet , die vordere , in welcher sowohl der Leuchter war als auch der Tisch und die Darstellung der Brote , welche das Heilige genannt wird ; hinter dem zweiten Vorhang aber eine Hütte , welche das Allerheiligste genannt wird , die ein goldenes Räucherfaß hatte und die Lade des Bundes , überall mit Gold überdeckt , in welcher der goldene Krug war , der das Manna enthielt , und der Stab Aarons , der gesproßt hatte , und die Tafeln des Bundes ; oben über derselben aber die Cherubim der Herrlichkeit , den Versöhnungsdeckel überschattend , von welchen Dingen jetzt nicht im Einzelnen zu reden ist . Da nun dieses also eingerichtet ist , gehen in die vordere Hütte allezeit die Priester hinein und vollbringen den Dienst ; in die zweite aber einmal des Jahres allein der Hohepriester , nicht ohne Blut , welches er für sich selbst und für die Verirrungen des Volkes darbringt ; wodurch der Heilige Geist dieses anzeigt , daß der Weg zum Heiligtum zu einem geworden ) noch nicht geoffenbart ist , solange die vordere Hütte noch Bestand hat , welches ein Gleichnis auf die gegenwärtige Zeit ist , nach welchem sowohl Gaben als auch Schlachtopfer dargebracht werden , die dem Gewissen nach den nicht vollkommen machen können , der den Gottesdienst übt , welcher allein in Speisen und Getränken und verschiedenen Waschungen besteht , in Satzungen des Fleisches , auferlegt bis auf die Zeit der Zurechtbringung . Christus aber , gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter , in Verbindung mit der größeren und vollkommneren Hütte , die nicht mit Händen gemacht , auch nicht mit Blut von Böcken und Kälbern , sondern mit seinem eigenen Blute , ist ein für allemal in das Heiligtum eingegangen , als er eine ewige Erlösung erfunden hatte . Denn wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer jungen Kuh , auf die Unreinen gesprengt , zur Reinigkeit des Fleisches heiligt , wieviel mehr wird das Blut des Christus , der durch den ewigen Geist sich selbst ohne Flecken Gott geopfert hat , euer Gewissen reinigen von toten Werken , um dem lebendigen Gott zu dienen ! Und darum ist er Mittler eines neuen Bundes , damit , da der Tod stattgefunden hat zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bunde , die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfingen ; ( denn wo ein Testament ist , da muß notwendig der Tod dessen eintreten , der das Testament gemacht hat . Denn ein Testament ist gültig , wenn der Tod eingetreten ist , weil es niemals Kraft hat , solange der lebt , der das Testament gemacht hat ; ) daher ist auch der erste Bund nicht ohne Blut eingeweiht worden . Denn als jedes Gebot nach dem Gesetz von Moses zu dem ganzen Volke geredet war , nahm er das Blut der Kälber und Böcke mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengte sowohl das Buch selbst als auch das ganze Volk , und sprach : &quot; Dies ist das Blut des Bundes , den Gott für euch geboten hat &quot; . Und auch die Hütte und alle Gefäße des Dienstes besprengte er gleicherweise mit dem Blute ; und fast alle Dinge werden mit Blut gereinigt nach dem Gesetz , und ohne Blutvergießung ist keine Vergebung . Es war nun nötig , daß die Abbilder der Dinge in den Himmeln hierdurch gereinigt wurden , die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Schlachtopfer als diese . Denn der Christus ist nicht eingegangen in das mit Händen gemachte Heiligtum , ein Gegenbild des wahrhaftigen , sondern in den Himmel selbst , um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen ; auch nicht , auf daß er sich selbst oftmals opferte , wie der Hohepriester alljährlich in das Heiligtum hineingeht mit fremdem Blut ; sonst hätte er oftmals leiden müssen von Grundlegung der Welt an ; jetzt aber ist er einmal in der Vollendung der Zeitalter geoffenbart worden zur Abschaffung der Sünde durch sein Opfer . Und ebenso wie es den Menschen gesetzt ist , einmal zu sterben , danach aber das Gericht , also wird auch der Christus , nachdem er einmal geopfert worden ist , um vieler Sünden zu tragen , zum zweiten Male denen , die ihn erwarten , ohne Sünde ) erscheinen zur Seligkeit . Denn da das Gesetz einen Schatten der zukünftigen Güter , nicht der Dinge Ebenbild selbst hat , so kann es nimmer mit denselben Schlachtopfern , welche sie alljährlich ununterbrochen darbringen , die Hinzunahenden vollkommen machen . Denn würde sonst nicht ihre Darbringung aufgehört haben , weil die den Gottesdienst Übenden , einmal gereinigt , kein Gewissen mehr von Sünden gehabt hätten ? Aber in jenen Opfern ist alljährlich ein Erinnern an die Sünden ; denn unmöglich kann Blut von Stieren und Böcken Sünden hinwegnehmen . Darum , als er in die Welt kommt , spricht er : &quot; Schlachtopfer und Speisopfer hast du nicht gewollt , einen Leib aber hast du mir bereitet ; an Brandopfern und Opfern für die Sünde hast du kein Wohlgefallen gefunden . Da sprach ich : Siehe , ich komme , um deinen Willen , o Gott zu tun . &quot; Indem er vorher sagt : &quot; Schlachtopfer und Speisopfer und Brandopfer und Opfer für die Sünde hast du nicht gewollt , noch Wohlgefallen daran gefunden &quot; , sprach er dann : &quot; Siehe , ich komme , um deinen Willen zu tun &quot; . Durch welchen Willen wir geheiligt sind durch das ein für allemal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi . Und jeder Priester steht täglich da , den Dienst verrichtend und oft dieselben Schlachtopfer darbringend , welche niemals Sünden hinwegnehmen können . Er aber , nachdem er ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht , hat sich auf immerdar gesetzt zur Rechten Gottes , fortan wartend , bis seine Feinde gelegt sind zum Schemel seiner Füße . Denn durch ein Opfer hat er auf immerdar vollkommen gemacht , die geheiligt werden . Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist : denn nachdem er gesagt hat : &quot; Dies ist der Bund , den ich ihnen errichten werde nach jenen Tagen , spricht der Herr : Indem ich meine Gesetze in ihre Herzen gebe , werde ich sie auch auf ihre Sinne schreiben &quot; ; und : &quot; Ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nie mehr gedenken &quot; . Wo aber eine Vergebung derselben ist , da ist nicht mehr ein Opfer für die Sünde . Da wir nun , Brüder , Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum durch das Blut Jesu , den neuen und lebendigen Weg , welchen er uns eingeweiht hat durch den Vorhang , das ist sein Fleisch , und einen großen Priester über das Haus Gottes , so laßt uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen , in voller Gewißheit des Glaubens , die Herzen besprengt und also gereinigt vom bösen Gewissen , und den Leib gewaschen mit reinem Wasser . Laßt uns das Bekenntnis der Hoffnung unbeweglich festhalten , ; und laßt uns aufeinander achthaben zur Anreizung zur Liebe und zu guten Werken , indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen , wie es bei etlichen Sitte ist , sondern einander ermuntern , und das um so mehr , je mehr ihr den Tag herannahen sehet . Denn wenn wir mit Willen sündigen , nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben , so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig , sondern ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers , das die Widersacher verschlingen wird . Jemand , der das Gesetz Moses’ verworfen hat , stirbt ohne Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen ; wieviel ärgerer Strafe , meinet ihr , wird der wertgeachtet werden , der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes , durch welches er geheiligt worden ist , für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat ? Denn wir kennen den , der gesagt hat : &quot; Mein ist die Rache , ich will vergelten , spricht der Herr &quot; . Und wiederum : &quot; Der Herr wird sein Volk richten &quot; . Es ist furchtbar , in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen ! Gedenket aber der vorigen Tage , in welchen ihr , nachdem ihr erleuchtet worden , viel Kampf der Leiden erduldet habt ; indem ihr einerseits sowohl durch Schmähungen als Drangsale zur Schau gestellt wurdet , und anderseits Genossen derer wurdet , welche also einhergingen . Denn ihr habt sowohl den Gefangenen Teilnahme bewiesen , als auch den Raub eurer Güter mit Freuden aufgenommen , da ihr wisset , daß ihr für euch selbst eine bessere und bleibende Habe besitzet . Werfet nun eure Zuversicht nicht weg , die eine große Belohnung hat . Denn ihr bedürfet des Ausharrens , auf daß ihr , nachdem ihr den Willen Gottes getan habt , die Verheißung davontraget . Denn noch über ein gar Kleines , und der Kommende wird kommen und nicht verziehen . &quot; Der Gerechte aber wird aus Glauben leben &quot; ; und : &quot; Wenn jemand sich zurückzieht , so wird meine Seele kein Wohlgefallen an ihm haben &quot; . Wir aber sind nicht von denen , die sich zurückziehen zum Verderben , sondern von denen , die da glauben zur Errettung der Seele . Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen , was man hofft , eine Überzeugung von Dingen , die man nicht sieht . Denn in diesem haben die Alten Zeugnis erlangt . Durch Glauben verstehen wir , daß die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind , so daß das , was man sieht , nicht aus Erscheinendem geworden ist . Durch Glauben brachte Abel Gott ein vorzüglicheres Opfer dar als Kain , durch welches er Zeugnis erlangte , daß er gerecht war , indem Gott Zeugnis gab zu seinen Gaben ; und durch diesen , obgleich er gestorben ist , redet er noch . Durch Glauben ward Henoch entrückt , damit er den Tod nicht sehen sollte , und er wurde nicht gefunden , weil Gott ihn entrückt hatte ; denn vor der Entrückung hat er das Zeugnis gehabt , daß er Gott wohlgefallen habe . Ohne Glauben aber ist es unmöglich , ihm wohlzugefallen ; denn wer Gott naht , muß glauben , daß er ist , und denen , die ihn suchen , ein Belohner ist . Durch Glauben bereitete Noah , als er einen göttlichen Ausspruch über das , was noch nicht zu sehen war , empfangen hatte , von Furcht bewegt , eine Arche zur Rettung seines Hauses , durch welche er die Welt verurteilte und Erbe der Gerechtigkeit wurde , die nach dem Glauben ist . Durch Glauben war Abraham , als er gerufen wurde , gehorsam , auszuziehen an den Ort , den er zum Erbteil empfangen sollte ; und er zog aus , nicht wissend , wohin er komme . Durch Glauben hielt er sich auf in dem Lande der Verheißung , wie in einem fremden , und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob , den Miterben derselben Verheißung ; denn er erwartete die Stadt , welche Grundlagen hat , deren Baumeister und Schöpfer Gott ist . Durch Glauben empfing auch selbst Sarah Kraft , einen Samen zu gründen , und zwar über die geeignete Zeit des Alters hinaus , weil sie den für treu achtete , der die Verheißung gegeben hatte . Deshalb sind auch von einem , und zwar Gestorbenen , geboren worden gleichwie die Sterne des Himmels an Menge , und wie der Sand am Ufer des Meeres , der unzählig ist . Diese alle sind im Glauben gestorben und haben die Verheißungen nicht empfangen , sondern sahen sie von ferne und begrüßten sie und bekannten , daß sie Fremdlinge und ohne Bürgerschaft auf der Erde seien . Denn die solches sagen , zeigen deutlich , daß sie ein Vaterland suchen . Und wenn sie an jenes gedacht hätten , von welchem sie ausgegangen waren , so hätten sie Zeit gehabt zurückzukehren . Jetzt aber trachten sie nach einem besseren , das ist himmlischen . Darum schämt sich Gott ihrer nicht , ihr Gott genannt zu werden , denn er hat ihnen eine Stadt bereitet . Durch Glauben hat Abraham , als er versucht wurde , den Isaak geopfert , und der , welcher die Verheißungen empfangen hatte , brachte den Eingeborenen dar , über welchen gesagt worden war : &quot; In Isaak soll dein Same genannt werden &quot; ; indem er urteilte , daß Gott auch aus den Toten zu erwecken vermöge , von woher er ihn auch im Gleichnis empfing . Durch Glauben segnete Isaak , in Bezug auf zukünftige Dinge , den Jakob und den Esau . Durch Glauben segnete Jakob sterbend einen jeden der Söhne Josephs und betete an über der Spitze seines Stabes . Durch Glauben gedachte Joseph sterbend des Auszugs der Söhne Israels und gab Befehl wegen seiner Gebeine . Durch Glauben wurde Moses , als er geboren wurde , drei Monate von seinen Eltern verborgen , weil sie sahen , daß das Kindlein schön war ; und sie fürchteten das Gebot des Königs nicht . Durch Glauben weigerte sich Moses , als er groß geworden war , ein Sohn der Tochter Pharaos zu heißen , und wählte lieber , mit dem Volke Gottes Ungemach zu leiden , als die zeitliche Ergötzung der Sünde zu haben , indem er die Schmach des Christus für größeren Reichtum hielt als die Schätze Ägyptens ; denn er schaute auf die Belohnung . Durch Glauben verließ er Ägypten und fürchtete die Wut des Königs nicht ; denn er hielt standhaft aus , als sähe er den Unsichtbaren . Durch Glauben hat er das Passah gefeiert und die Besprengung des Blutes , auf daß der Zerstörer der Erstgeburt sie nicht antaste . Durch Glauben gingen sie durch das Rote Meer wie durch trockenes Land , welches die Ägypter versuchten und verschlungen wurden . Durch Glauben fielen die Mauern Jerichos , nachdem sie sieben Tage umzogen waren . Durch Glauben kam Rahab , die Hure , nicht mit den Ungläubigen um , da sie die Kundschafter in Frieden aufgenommen hatte . Und was soll ich noch sagen ? Denn die Zeit würde mir fehlen , wenn ich erzählen wollte von Gideon und Barak und Simson und Jephta , und David und Samuel und den Propheten , welche durch Glauben Königreiche bezwangen , Gerechtigkeit wirkten , Verheißungen erlangten , der Löwen Rachen verstopften , des Feuers Kraft auslöschten , des Schwertes Schärfe entgingen , aus der Schwachheit Kraft gewannen , im Kampfe stark wurden , der Fremden Heerscharen zurücktrieben . Weiber erhielten ihre Toten wieder durch Auferstehung ; andere aber wurden gefoltert , da sie die Befreiung nicht annahmen , auf daß sie eine bessere Auferstehung erlangten . Andere aber wurden durch Verhöhnung und Geißelung versucht und dazu durch Bande und Gefängnis . Sie wurden gesteinigt , zersägt , versucht , starben durch den Tod des Schwertes , gingen umher in Schafpelzen , in Ziegenfellen , hatten Mangel , Drangsal , Ungemach , ( deren die Welt nicht wert war ) irrten umher in Wüsten und Gebirgen und Klüften und den Höhlen der Erde . Und diese alle , die durch den Glauben ein Zeugnis erlangten , haben die Verheißung nicht empfangen , da Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat , auf daß sie nicht ohne uns vollkommen gemacht würden . Deshalb nun laßt auch uns , da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben , indem wir jede Bürde und die leicht umstrickende Sünde ablegen , mit Ausharren laufen den vor uns liegenden Wettlauf , hinschauend auf Jesum , auf Jesum hin ) den Anfänger und Vollender des Glaubens , welcher , der Schande nicht achtend , für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes . Denn betrachtet den , der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat , auf daß ihr nicht ermüdet , indem ihr in euren Seelen ermattet . Ihr habt noch nicht , wider die Sünde ankämpfend , bis aufs Blut widerstanden , und habt der Ermahnung vergessen , die zu euch als zu Söhnen spricht : &quot; Mein Sohn ! achte nicht gering des Herrn Züchtigung , noch ermatte , wenn du von ihm gestraft wirst ; denn wen der Herr liebt , den züchtigt er ; er geißelt aber jeden Sohn , den er aufnimmt &quot; . Was ihr erduldet , ist zur Züchtigung : Gott handelt mit euch als mit Söhnen ; denn wer ist ein Sohn , den der Vater nicht züchtigt ? Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid , welcher alle teilhaftig geworden sind , so seid ihr denn Bastarde und nicht Söhne . Zudem hatten wir auch unsere Väter nach dem Fleische zu Züchtigern und scheuten sie ; sollen wir nicht viel mehr dem Vater der Geister unterwürfig sein und leben ? Denn jene freilich züchtigten uns für wenige Tage nach ihrem Gutdünken , er aber zum Nutzen , damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden . Alle Züchtigung aber scheint für die Gegenwart nicht ein Gegenstand der Freude , sondern der Traurigkeit zu sein ; hernach aber gibt sie die friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen , die durch sie geübt sind . Darum &quot; richtet auf die erschlafften Hände und die gelähmten Knie &quot; , und &quot; machet gerade Bahn für eure Füße ! &quot; , auf daß nicht das Lahme vom Wege abgewandt , sondern vielmehr geheilt werde . Jaget dem Frieden nach mit allen und der Heiligkeit , ohne welche niemand den Herrn schauen wird ; indem ihr darauf achtet , daß nicht jemand an der Gnade Gottes Mangel leide , daß nicht irgend eine Wurzel der Bitterkeit aufsprosse und euch beunruhige , und viele durch diese verunreinigt werden ; daß nicht jemand ein Hurer sei oder ein Ungöttlicher wie Esau , der für eine Speise sein Erstgeburtsrecht verkaufte , denn ihr wisset , daß er auch nachher , als er den Segen ererben wollte , verworfen wurde , obgleich er ihn sehr mit Tränen suchte . Denn ihr seid nicht gekommen zu dem Berge , der betastet werden konnte , und zu dem entzündeten Feuer , und dem Dunkel und der Finsternis und dem Sturm , und dem Posaunenschall , und der Stimme der Worte , deren Hörer baten , daß das Wort nicht mehr an sie gerichtet würde , ( denn sie konnten nicht ertragen , was geboten wurde : &quot; Und wenn ein Tier den Berg berührt , soll es gesteinigt werden . &quot; Und so furchtbar war die Erscheinung , daß Moses sagte : &quot; Ich bin voll Furcht und Zittern &quot; ) , sondern ihr seid gekommen zum Berge Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes , dem himmlischen Jerusalem ; und zu Myriaden von Engeln , der allgemeinen Versammlung ; und zu der Versammlung der Erstgeborenen , die in den Himmeln angeschrieben sind ; und zu Gott , dem Richter aller ; und zu den Geistern der vollendeten Gerechten ; und zu Jesu , dem Mittler eines neuen Bundes ; und zu dem Blute der Besprengung , das besser redet als Abel . Sehet zu , daß ihr den nicht abweiset , der da redet ! Denn wenn jene nicht entgingen , die den abwiesen , der auf Erden die göttlichen Aussprüche gab : wieviel mehr wir nicht , wenn wir uns von dem abwenden , der von den Himmeln her redet ! Dessen Stimme damals die Erde erschütterte ; jetzt aber hat er verheißen und gesagt : &quot; Noch einmal werde ich nicht allein die Erde bewegen , sondern auch den Himmel . &quot; Aber das &quot; noch einmal &quot; deutet die Verwandlung der Dinge an , die erschüttert werden als solche , die gemacht sind , auf daß die , welche nicht erschüttert werden , bleiben . Deshalb , da wir ein unerschütterliches Reich empfangen , laßt uns Gnade haben , durch welche , wodurch ) wir Gott wohlgefällig dienen mögen mit Frömmigkeit und Furcht . &quot; Denn auch unser Gott ist ein verzehrendes Feuer . &quot; Die Bruderliebe bleibe . Der Gastfreundschaft vergesset nicht , denn durch dieselbe haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt . Gedenket der Gefangenen , als Mitgefangene ; derer , die Ungemach leiden , als solche , die auch selbst im Leibe sind . Die Ehe sei geehrt in allem , und das Bett unbefleckt ; Hurer aber und Ehebrecher wird Gott richten . Der Wandel sei ohne Geldliebe ; begnüget euch mit dem , was vorhanden ist , denn er hat gesagt : &quot; Ich will dich nicht versäumen , noch dich verlassen &quot; ; so daß wir kühn sagen mögen : &quot; Der Herr ist mein Helfer , und ich will mich nicht fürchten ; was wird mir ein Mensch tun ? &quot; Gedenket eurer Führer , die euch das Wort Gottes verkündigt haben , und , den Ausgang ihres Wandels anschauend , ahmet ihren Glauben nach . Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit . Laßt euch nicht fortreißen durch mancherlei und fremde Lehren ; denn es ist gut , daß das Herz durch Gnade befestigt werde , nicht durch Speisen , von welchen keinen Nutzen hatten , die darin wandelten . Wir haben einen Altar , von welchem kein Recht haben zu essen , die der Hütte dienen . Denn von den Tieren , deren Blut für die Sünde in das Heiligtum hineingetragen wird durch den Hohenpriester , werden die Leiber außerhalb des Lagers verbrannt . Darum hat auch Jesus , auf daß er durch sein eigenes Blut das Volk heiligte , außerhalb des Tores gelitten . Deshalb laßt uns zu ihm hinausgehen , außerhalb des Lagers , seine Schmach tragend . Denn wir haben hier keine bleibende Stadt , sondern wir suchen die zukünftige . Durch ihn nun laßt uns Gott stets ein Opfer des Lobes darbringen , das ist die Frucht der Lippen , die seinen Namen bekennen . Des Wohltuns aber und Mitteilens vergesset nicht , denn an solchen Opfern hat Gott Wohlgefallen . Gehorchet euren Führern und seid unterwürfig ; denn sie wachen über eure Seelen , auf daß sie dies mit Freuden tun und nicht mit Seufzen ; denn dies wäre euch nicht nützlich . Betet für uns ; denn wir halten dafür , daß wir ein gutes Gewissen haben , da wir in allem ehrbar zu wandeln begehren . Ich bitte euch aber um so mehr , dies zu tun , auf daß ich euch desto schneller wiedergegeben werde . Der Gott des Friedens aber , der aus den Toten wiederbrachte unseren Herrn Jesum , den großen Hirten der Schafe , in dem Blute des ewigen Bundes , vollende euch in jedem guten Werke , um seinen Willen zu tun , in euch schaffend , was vor ihm wohlgefällig ist , durch Jesum Christum , welchem die Herrlichkeit sei von Ewigkeit zu Ewigkeit ! Amen . Ich bitte euch aber , Brüder , ertraget das Wort der Ermahnung ; denn ich habe euch auch mit kurzen Worten geschrieben . Wisset , daß unser Bruder Timotheus freigelassen ist , mit welchem , wenn er bald kommt , ich euch sehen werde . Grüßet alle eure Führer und alle Heiligen . Es grüßen euch die von Italien . Die Gnade sei mit euch allen ! Amen . </passage></reply></GetPassage>