<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.elberfelder1905:10</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.elberfelder1905:10</urn><passage>Und es geschah nach dem Tode Sauls , als David von der Schlacht der Amalekiter zurückgekommen war , da blieb David zwei Tage zu Ziklag . Und es geschah am dritten Tage , siehe , da kam ein Mann aus dem Heerlager Sauls , seine Kleider waren zerrissen , und Erde war auf seinem Haupte ; und als er zu David kam , fiel er zur Erde und warf sich nieder . Und David sprach zu ihm : Woher kommst du ? Und er sprach zu ihm : Ich bin aus dem Heerlager Israels entronnen . Und David sprach zu ihm : Wie steht die Sache ? Berichte mir doch . Und er sagte : Das Volk ist aus dem Streit geflohen , und auch viele von dem Volke sind gefallen und gestorben , und auch Saul und sein Sohn Jonathan sind tot . Und David sprach zu dem Jüngling , der ihm berichtete : Wie weißt du , daß Saul und sein Sohn Jonathan tot sind ? Und der Jüngling , der ihm berichtete , sprach : Ich geriet zufällig auf das Gebirge Gilboa , und siehe , Saul lehnte sich auf seinen Speer ; und siehe , die Wagen und die Reiter setzten ihm hart nach . Und er wandte sich um und sah mich und rief mir zu , und ich sprach : Hier bin ich . Und er sprach zu mir : Wer bist du ? Und ich sprach zu ihm : Ich bin ein Amalekiter . Und er sprach zu mir : Tritt doch her zu mir und töte mich , denn die Verwirrung hat mich ergriffen ; denn mein Leben ist noch ganz in mir ! Da trat ich zu ihm hin und tötete ihn , denn ich wußte , daß er seinen Fall nicht überleben würde . Und ich nahm das Diadem , das auf seinem Haupte , und die Armspange , die an seinem Arme war , und habe sie zu meinem Herrn hierher gebracht . Da faßte David seine Kleider und zerriß sie ; und alle Männer , die bei ihm waren , taten ebenso . Und sie klagten und weinten und fasteten bis an den Abend um Saul und um seinen Sohn Jonathan und um das Volk Jehovas und um das Haus Israel , weil sie durchs Schwert gefallen waren . Und David sprach zu dem Jüngling , der ihm berichtete : Woher bist du ? Und er sprach : Ich bin der Sohn eines amalekitischen Fremdlings . Und David sprach zu ihm : Wie hast du dich nicht gefürchtet , deine Hand auszustrecken , um den Gesalbten Jehovas zu verderben ? Und David rief einen von den Knaben und sprach : Tritt herzu , falle über ihn her ! Und er erschlug ihn , und er starb . Und David sprach zu ihm : Dein Blut komme auf dein Haupt ! Denn dein Mund hat wider dich gezeugt und gesprochen : Ich habe den Gesalbten Jehovas getötet . Und David stimmte dieses Klagelied an über Saul und über Jonathan , seinen Sohn ; und er befahl , daß man die Kinder Juda das Lied von dem Bogen lehre ; siehe , es ist geschrieben im Buche Jaschar : Deine Zierde , Israel , ist erschlagen auf deinen Höhen ! Wie sind die Helden gefallen ! Berichtet es nicht zu Gath , verkündet die Botschaft nicht in den Straßen Askalons , daß sich nicht freuen die Töchter der Philister , daß nicht frohlocken die Töchter der Unbeschnittenen ! Berge von Gilboa , nicht Tau noch Regen sei auf euch , noch Gefilde der Hebopfer ! Denn dort ward weggeworfen der Schild der Helden , der Schild Sauls , nicht gesalbt mit Öl . Von dem Blute der Erschlagenen , von dem Fette der Helden wich Jonathans Bogen nicht zurück , und Sauls Schwert kehrte nicht leer wieder . Saul und Jonathan , die Geliebten und Holdseligen in ihrem Leben , sind auch in ihrem Tode nicht getrennt ; sie waren schneller als Adler , stärker als Löwen . Töchter Israels , weinet um Saul , der euch köstlich kleidete in Karmesin , der goldenen Schmuck zog über eure Kleider ! Wie sind die Helden gefallen mitten im Streit ! Wie ist Jonathan erschlagen auf deinen Höhen ! Mir ist wehe um dich , mein Bruder Jonathan ! Holdselig warst du mir sehr ; wunderbar war mir deine Liebe , mehr als Frauenliebe ! Wie sind die Helden gefallen , und umgekommen die Rüstzeuge des Streites ! Und es geschah hernach , da befragte David Jehova und sprach : Soll ich in eine der Städte Judas hinaufziehen ? Und Jehova sprach zu ihm : Ziehe hinauf . Und David sprach : Wohin soll ich hinaufziehen ? Und er sprach : Nach Hebron . Und David zog dort hinauf , und auch seine zwei Weiber , Achinoam , die Jisreelitin , und Abigail , das Weib Nabals , des Karmeliters . Auch seine Männer , die bei ihm waren , ließ David hinaufziehen , einen jeden mit seinem Hause ; und sie wohnten in den Städten Hebrons . Und die Männer von Juda kamen und salbten daselbst David zum König über das Haus Juda . Und man berichtete David und sprach : Die Männer von Jabes-Gilead sind es , die Saul begraben haben . Da sandte David Boten zu den Männern von Jabes-Gilead und ließ ihnen sagen : Gesegnet seiet ihr von Jehova , daß ihr diese Güte an eurem Herrn , an Saul , erwiesen und ihn begraben habt ! Und so erweise nun Jehova Güte und Treue an euch ; und auch ich will euch dieses Gute vergelten , weil ihr diese Sache getan habt . Und nun lasset eure Hände erstarken und seid wackere Männer ; denn Saul , euer Herr , ist tot , und auch hat das Haus Juda mich zum König über sich gesalbt . Abner aber , der Sohn Ners , der Heeroberste Sauls , nahm Isboseth , den Sohn Sauls , und führte ihn hinüber nach Machanaim ; und er machte ihn zum König über Gilead und über die Asuriter und über Jisreel , und über Ephraim und über Benjamin und über das ganze Israel . Vierzig Jahre war Isboseth , der Sohn Sauls , alt , als er König wurde über Israel , und er regierte zwei Jahre ; nur das Haus Juda folgte David nach . Und die Zahl der Tage , welche David in Hebron über das Haus Juda König war , betrug sieben Jahre und sechs Monate . Und Abner , der Sohn Ners , und die Knechte Isboseths , des Sohnes Sauls , zogen aus von Machanaim nach Gibeon ; und auch Joab , der Sohn der Zeruja , und die Knechte Davids zogen aus ; und sie stießen bei dem Teiche von Gibeon aufeinander . Und diese ließen sich nieder auf dieser Seite des Teiches , und jene auf jener Seite des Teiches . Da sprach Abner zu Joab : Laß doch die Jünglinge sich aufmachen und vor uns spielen ! Und Joab sprach : Sie mögen sich aufmachen . Und sie machten sich auf und gingen hinüber , nach der Zahl : zwölf für Benjamin und für Isboseth , den Sohn Sauls , und zwölf von den Knechten Davids . Und sie ergriffen einer den anderen beim Kopfe , und jeder stieß sein Schwert dem anderen in die Seite , und sie fielen zusammen . Und man nannte selbigen Ort Helkath-Hazzurim , der bei Gibeon ist . Und der Streit wurde überaus heftig an jenem Tage ; und Abner und die Männer von Israel wurden vor den Knechten Davids geschlagen . Und es waren daselbst drei Söhne der Zeruja : Joab und Abisai und Asael . Asael aber war schnell auf seinen Füßen , wie eine der Gazellen , die auf dem Felde sind . Und Asael jagte Abner nach und bog nicht aus , weder zur Rechten noch zur Linken hinter Abner weg . Da wandte sich Abner um und sprach : Bist du es , Asael ? Und er sprach : Ich bin&#039;s . Da sprach Abner zu ihm : Biege aus zu deiner Rechten oder zu deiner Linken , und greife dir einen von den Jünglingen und nimm dir seine Rüstung ! Aber Asael wollte nicht hinter ihm weg weichen . Da sprach Abner nochmals zu Asael : Weiche hinter mir weg ! Warum soll ich dich zu Boden schlagen ? Und wie könnte ich mein Angesicht erheben zu deinem Bruder Joab ? Aber er weigerte sich zu weichen . Da schlug ihn Abner mit dem hinteren Ende des Speeres in den Bauch , daß der Speer hinten herausfuhr ; und er fiel daselbst und starb an seiner Stelle . Und es geschah , jeder , der an den Ort kam , wo Asael gefallen und gestorben war , der blieb stehen . Und Joab und Abisai jagten Abner nach ; und die Sonne ging unter , als sie zum Hügel Amma kamen , der vor Giach liegt , auf dem Wege zur Wüste Gibeon . Und die Kinder Benjamin sammelten sich hinter Abner her und wurden zu einem Haufen , und sie stellten sich auf den Gipfel eines Hügels . Und Abner rief Joab zu und sprach : Soll das Schwert immerfort fressen ? Weißt du nicht , daß zuletzt Erbitterung sein wird ? Und wie lange willst du nicht dem Volke sagen , von der Verfolgung ihrer Brüder umzukehren ? Da sprach Joab : So wahr Gott lebt , wenn du nicht geredet hättest , dann wäre schon seit dem Morgen das Volk weggezogen , ein jeder von der Verfolgung seines Bruders ! Und Joab stieß in die Posaune ; da blieb alles Volk stehen , und sie jagten Israel nicht mehr nach und fuhren nicht mehr fort zu streiten . Und Abner und seine Männer zogen durch die Ebene jene ganze Nacht , und sie setzten über den Jordan und durchzogen das ganze Bitron und kamen nach Machanaim . Joab aber kehrte um von der Verfolgung Abners und versammelte das ganze Volk ; da wurden von den Knechten Davids neunzehn Mann vermißt und Asael . Die Knechte Davids aber hatten von Benjamin und unter den Männern Abners viele erschlagen ; dreihundertsechzig Mann waren tot . Und sie hoben Asael auf und begruben ihn in dem Begräbnis seines Vaters , das zu Bethlehem war . Und Joab und seine Männer gingen die ganze Nacht , und das Licht brach ihnen an zu Hebron . Und der Streit war lang zwischen dem Hause Sauls und dem Hause Davids ; David aber wurde immerfort stärker , während das Haus Sauls immerfort schwächer wurde . Und es wurden dem David Söhne in Hebron geboren : Sein Erstgeborener war Amnon , von Achinoam , der Jisreelitin ; und sein zweiter Kileab , von Abigail , dem Weibe Nabals , des Karmeliters ; und der dritte Absalom , der Sohn Maakas , der Tochter Talmais , des Königs von Gesur ; und der vierte Adonija , der Sohn Haggiths ; und der fünfte Schephatja , der Sohn Abitals ; und der sechste Jithream , von Egla , dem Weibe Davids . Diese wurden dem David in Hebron geboren . Und es geschah , während der Streit war zwischen dem Hause Sauls und dem Hause Davids , da stand Abner dem Hause Sauls mutig bei . Und Saul hatte ein Kebsweib , ihr Name war Rizpa , die Tochter Ajas . Und Isboseth sprach zu Abner : Warum bist du zu dem Kebsweibe meines Vaters eingegangen ? Da ergrimmte Abner sehr über die Worte Isboseths und sprach : Bin ich ein Hundskopf , der es mit Juda hält ? Heute erweise ich Güte an dem Hause deines Vaters Saul , an seinen Brüdern und an seinen Freunden , und ich habe dich nicht in die Hand Davids überliefert ; und du wirfst mir heute das Vergehen mit diesem Weibe vor ? So möge Gott Abner tun und so ihm hinzufügen , wenn ich nicht , wie Jehova dem David geschworen hat , ihm also tun werde : das Königtum von dem Hause Sauls abzuwenden und den Thron Davids aufzurichten über Israel und über Juda , von Dan bis Beerseba ! Und er konnte Abner kein Wort mehr erwidern , weil er ihn fürchtete . Und Abner sandte Boten für sich zu David und sprach : Wessen ist das Land ? Und er sprach : Mache einen Bund mit mir ; und siehe , meine Hand wird mit dir sein , um ganz Israel dir zuzuwenden . Und David sprach : Gut , ich will einen Bund mit dir machen ; nur eine Sache fordere ich von dir , nämlich : Du sollst mein Angesicht nicht sehen , du bringest denn zuvor Michal , die Tochter Sauls , wenn du kommst , um mein Angesicht zu sehen . Und David sandte Boten zu Isboseth , dem Sohne Sauls , und ließ ihm sagen : Gib mir Michal , mein Weib , die ich mir verlobt habe um hundert Vorhäute der Philister . Da sandte Isboseth hin und ließ sie holen von ihrem Manne , von Paltiel , dem Sohne des Lais . Und ihr Mann ging mit ihr und folgte ihr weinend nach bis Bachurim . Da sprach Abner zu ihm : Geh , kehre um ! Und er kehrte um . Und Abner hatte sich mit den Ältesten Israels unterredet und gesagt : Früher schon habt ihr David zum König über euch begehrt ; so handelt nun ; denn Jehova hat von David geredet und gesagt : Durch die Hand Davids , meines Knechtes , will ich mein Volk Israel erretten aus der Hand der Philister und aus der Hand aller seiner Feinde . Und Abner redete auch zu den Ohren Benjamins . Und Abner ging auch hin , um zu den Ohren Davids in Hebron alles zu reden , was gut war in den Augen Israels und in den Augen des ganzen Hauses Benjamin . Als nun Abner , und zwanzig Männer mit ihm , zu David nach Hebron kamen , machte David Abner und den Männern , die mit ihm waren , ein Mahl . Und Abner sprach zu David : Ich will mich aufmachen und hingehen , und ganz Israel zu meinem Herrn , dem König , versammeln , daß sie einen Bund mit dir machen , und du über alles regierst , was deine Seele begehrt . Und David entließ Abner , und er ging hin in Frieden . Und siehe , die Knechte Davids und Joab kamen von einem Streifzuge und brachten große Beute mit sich . Abner war aber nicht mehr bei David zu Hebron ; denn er hatte ihn entlassen , und er war hingegangen in Frieden . Als nun Joab und das ganze Heer , das mit ihm war , ankamen , da berichtete man Joab und sprach : Abner , der Sohn Ners , ist zum König gekommen ; und er hat ihn entlassen , und er ist hingegangen in Frieden . Da kam Joab zum König und sprach : Was hast du getan ! Siehe , Abner ist zu dir gekommen ; warum doch hast du ihn entlassen , daß er ungehindert weggegangen ist ? Du kennst Abner , den Sohn Ners , daß er gekommen ist , um dich zu bereden , und um deinen Ausgang und deinen Eingang zu wissen , und alles zu wissen , was du tust . Und Joab ging von David hinaus und sandte Boten hinter Abner her ; und sie holten ihn zurück von der Zisterne Sira ; David aber wußte es nicht . Als nun Abner nach Hebron zurückkam , führte ihn Joab beiseite in das Tor , um in der Stille mit ihm zu reden ; und er schlug ihn daselbst in den Bauch , daß er starb , wegen des Blutes seines Bruders Asael . Und David hörte es hernach und sprach : Schuldlos bin ich und mein Königreich vor Jehova ewiglich an dem Blute Abners , des Sohnes Ners ! Es komme über das Haupt Joabs und über das ganze Haus seines Vaters ; und nie soll im Hause Joabs fehlen der Flüssige und der Aussätzige und der sich am Stabe stützt und der durchs Schwert fällt und dem es an Brot mangelt ! - So haben Joab und Abisai , sein Bruder , Abner ermordet , weil er ihren Bruder Asael zu Gibeon im Streit getötet hatte . Und David sprach zu Joab und zu allem Volke , das mit ihm war : Zerreißet eure Kleider und umgürtet euch mit Sacktuch , und klaget vor Abner her ! Und der König David ging hinter der Bahre her . Und sie begruben Abner zu Hebron ; und der König erhob seine Stimme und weinte am Grabe Abners , und das ganze Volk weinte . Und der König stimmte ein Klagelied an über Abner und sprach : Mußte , wie ein Tor stirbt , Abner sterben ? Deine Hände waren nicht gebunden , und nicht in eherne Fesseln gelegt deine Füße . Wie man fällt vor Söhnen der Ungerechtigkeit , so bist du gefallen ! Da weinte alles Volk noch mehr über ihn . Und alles Volk kam , um David zu bewegen , daß er Brot esse , während es noch Tag war . Aber David schwur und sprach : So soll mir Gott tun und so hinzufügen , wenn ich vor Untergang der Sonne Brot oder irgend etwas koste ! Und alles Volk nahm es wahr ; und es war gut in ihren Augen , wie alles , was der König tat , gut war in den Augen des ganzen Volkes . Und das ganze Volk und ganz Israel erkannten an jenem Tage , daß es nicht von dem König ausgegangen war , Abner , den Sohn Ners , zu töten . Und der König sprach zu seinen Knechten : Wisset ihr nicht , daß an diesem Tage ein Oberster und Großer in Israel gefallen ist ? Ich aber bin heute schwach , obschon zum König gesalbt ; und diese Männer , die Söhne der Zeruja , sind zu hart für mich . Jehova vergelte dem , der das Böse tut , nach seiner Bosheit ! Und als der Sohn Sauls hörte , daß Abner zu Hebron gestorben war , da wurden seine Hände schlaff , und ganz Israel war bestürzt . Und zwei Männer waren Oberste der Scharen des Sohnes Sauls , der Name des einen war Baana , und der Name des anderen Rekab , Söhne Rimmons , des Beerothiters , von den Kindern Benjamin . Denn auch Beeroth wird zu Benjamin gerechnet ; aber die Beerothiter entflohen nach Gittaim und haben sich dort als Fremdlinge aufgehalten bis auf diesen Tag . Und Jonathan , der Sohn Sauls , hatte einen Sohn , der an den Füßen lahm war . Er war fünf Jahre alt , als die Nachricht von Saul und Jonathan aus Jisreel kam ; da nahm seine Amme ihn auf und floh . Und es geschah , als sie ängstlich floh , daß er fiel und lahm wurde ; und sein Name war Mephiboseth . Und die Söhne Rimmons , des Beerothiters , Rekab und Baana , gingen hin und kamen um die Hitze des Tages in das Haus Isboseths , während er seine Mittagsruhe hielt . Und sie kamen dahin , bis in das Innere des Hauses , als wollten sie Weizen holen , und sie schlugen ihn in den Bauch . Und Rekab und sein Bruder Baana entrannen . Sie kamen in das Haus , während er in seinem Schlafgemach auf seinem Bette lag , und sie schlugen ihn und töteten ihn und hieben ihm den Kopf ab ; und sie nahmen seinen Kopf und gingen den Weg der Ebene die ganze Nacht hindurch . Und sie brachten den Kopf Isboseths zu David nach Hebron und sprachen zu dem König : Siehe da , der Kopf Isboseths , des Sohnes Sauls , deines Feindes , der nach deinem Leben trachtete ; und so hat Jehova meinem Herrn , dem König , an diesem Tage Rache verliehen an Saul und an seinem Samen . Da antwortete David Rekab und Baana , seinem Bruder , den Söhnen Rimmons , des Beerothiters , und sprach zu ihnen : So wahr Jehova lebt , der meine Seele erlöst hat aus aller Bedrängnis , den , der mir berichtete und sprach : Siehe , Saul ist tot ! und der in seinen Augen ein guter Bote war , den ergriff ich und tötete ihn zu Ziklag , um ihm so Botenlohn zu geben ; wieviel mehr , da gottlose Männer einen gerechten Mann in seinem Hause auf seiner Lagerstätte ermordet haben , sollte ich jetzt nicht sein Blut von eurer Hand fordern und euch wegschaffen von der Erde ? Und David gebot seinen Knechten , und sie erschlugen sie und hieben ihnen die Hände und die Füße ab , und hängten sie auf am Teiche zu Hebron ; das Haupt Isboseths aber nahmen sie und begruben es in dem Begräbnis Abners zu Hebron . Und alle Stämme Israels kamen zu David nach Hebron , und sie sprachen und sagten : Siehe , wir sind dein Gebein und dein Fleisch . Schon früher , als Saul König über uns war , bist du es gewesen , der Israel aus-und einführte ; und Jehova hat zu dir gesagt : Du sollst mein Volk Israel weiden , und du sollst Fürst sein über Israel . Und alle Ältesten Israels kamen zu dem König nach Hebron , und der König David machte einen Bund mit ihnen zu Hebron , vor Jehova ; und sie salbten David zum König über Israel . Dreißig Jahre war David alt , als er König wurde ; er regierte vierzig Jahre . Zu Hebron regierte er sieben Jahre und sechs Monate über Juda , und zu Jerusalem regierte er dreiunddreißig Jahre über ganz Israel und Juda . Und der König zog mit seinen Männern nach Jerusalem wider die Jebusiter , die Bewohner des Landes . Und sie sprachen zu David und sagten : Du wirst nicht hier hereinkommen , sondern die Blinden und die Lahmen werden dich wegtreiben ; sie wollten damit sagen : David wird nicht hier hereinkommen . Aber David nahm die Burg Zion ein , das ist die Stadt Davids . Und David sprach an selbigem Tage : Wer die Jebusiter schlägt und an die Wasserleitung gelangt , und die Lahmen und die Blinden schlägt , welche der Seele Davids verhaßt sind . . . ! Daher spricht man : Ein Blinder und ein Lahmer darf nicht ins Haus kommen . Und David wohnte in der Burg , und er nannte sie Stadt Davids . Und David baute ringsum , von dem Millo an einwärts . - Und David wurde immerfort größer , und Jehova , der Gott der Heerscharen , war mit ihm . Und Hiram , der König von Tyrus , sandte Boten zu David , und Zedernholz und Zimmerleute und Mauerleute ; und sie bauten David ein Haus . Und David erkannte , daß Jehova ihn zum König über Israel bestätigt , und daß er sein Königreich erhoben hatte um seines Volkes Israel willen . Und David nahm noch Kebsweiber und Weiber aus Jerusalem , nachdem er von Hebron gekommen war ; und es wurden David noch Söhne und Töchter geboren . Und dies sind die Namen der ihm in Jerusalem Geborenen : Schammua und Schobab und Nathan und Salomo , und Jibschar und Elischua und Nepheg und Japhija , und Elischama und Eljada und Eliphelet . Und als die Philister hörten , daß man David zum König über Israel gesalbt hatte , da zogen alle Philister herauf , um David zu suchen . Und David hörte es und zog in die Burg hinab . Und die Philister kamen und breiteten sich aus im Tale Rephaim . Und David befragte Jehova und sprach : Soll ich wider die Philister hinaufziehen ? Wirst du sie in meine Hand geben ? Und Jehova sprach zu David : Ziehe hinauf , denn ich werde die Philister gewißlich in deine Hand geben . Da kam David nach Baal-Perazim . Und David schlug sie daselbst , und er sprach : Jehova hat meine Feinde vor mir durchbrochen , gleich einem Wasserdurchbruch . Daher gab er jenem Orte den Namen Baal-Perazim . Und sie ließen daselbst ihre Götzen , und David und seine Männer nahmen sie weg . Und die Philister zogen wiederum herauf und breiteten sich aus im Tale Rephaim . Und David befragte Jehova ; und er sprach : Du sollst nicht hinaufziehen ; wende dich ihnen in den Rücken , daß du an sie kommst den Bakabäumen gegenüber . Und sobald du das Geräusch eines Daherschreitens in den Wipfeln der Bakabäume hörst , alsdann beeile dich ; denn alsdann ist Jehova vor dir ausgezogen , um das Heer der Philister zu schlagen . Und David tat also , wie Jehova ihm geboten hatte ; und er schlug die Philister von Geba , bis man nach Geser kommt . Und David versammelte wiederum alle Auserlesenen in Israel , dreißigtausend Mann . Und David machte sich auf und zog hin , und alles Volk , das bei ihm war , nach Baale-Juda , um von dannen die Lade Gottes heraufzubringen , welche nach dem Namen , dem Namen Jehovas der Heerscharen , der zwischen den Cherubim thront , genannt wird . Und sie stellten die Lade Gottes auf einen neuen Wagen , und brachten sie aus dem Hause Abinadabs weg , das auf dem Hügel war ; und Ussa und Achjo , die Söhne Abinadabs , führten den neuen Wagen . Und sie brachten sie aus dem Hause Abinadabs weg , das auf dem Hügel war , indem sie die Lade Gottes begleiteten ; und Achjo ging vor der Lade her . Und David und das ganze Haus Israel spielten vor Jehova mit allerlei Instrumenten von Zypressenholz , und mit Lauten und mit Harfen und mit Tamburinen und mit Sistren und mit Zimbeln . Und als sie zur Tenne Nakons kamen , da langte Ussa nach der Lade Gottes und faßte sie an , denn die Rinder hatten sich losgerissen . Da entbrannte der Zorn Jehovas wider Ussa , und Gott schlug ihn daselbst wegen des Vergehens ; und er starb daselbst bei der Lade Gottes . Und David entbrannte darüber , daß Jehova einen Bruch an Ussa gemacht hatte ; und er nannte jenen Ort Perez-Ussa , bis auf diesen Tag . Und David fürchtete sich vor Jehova an selbigem Tage und sprach : Wie soll die Lade Jehovas zu mir kommen ? Und David wollte die Lade Jehovas nicht zu sich einkehren lassen in die Stadt Davids ; und David ließ sie beiseite bringen in das Haus Obed Edoms , des Gathiters . Und die Lade Jehovas blieb in dem Hause Obed-Edoms , des Gathiters , drei Monate . Und Jehova segnete Obed-Edom und sein ganzes Haus . Und es wurde dem König David berichtet und gesagt : Jehova hat das Haus Obed-Edoms und alles , was sein ist , gesegnet um der Lade Gottes willen . Da ging David hin und holte die Lade Gottes aus dem Hause Obed-Edoms herauf in die Stadt Davids mit Freuden . Und es geschah , wenn die Träger der Lade Jehovas sechs Schritte gegangen waren , so opferte er ein Rind und ein Mastvieh . Und David tanzte mit aller Kraft vor Jehova , und David war mit einem leinenen Ephod umgürtet . Und David und das ganze Haus Israel brachten die Lade Jehovas hinauf mit Jauchzen und mit Posaunenschall . Und es geschah , als die Lade Jehovas in die Stadt Davids kam , da schaute Michal , die Tochter Sauls , durchs Fenster ; und sie sah den König David vor Jehova hüpfen und tanzen , und sie verachtete ihn in ihrem Herzen . Und sie brachten die Lade Jehovas hinein und stellten sie an ihren Ort innerhalb des Zeltes , das David für sie aufgeschlagen hatte . Und David opferte Brandopfer und Friedensopfer vor Jehova . Und als David das Opfern der Brandopfer und der Friedensopfer beendigt hatte , segnete er das Volk im Namen Jehovas der Heerscharen . Und er verteilte an das ganze Volk , an die ganze Menge Israels , vom Manne bis zum Weibe , an einen jeden einen Brotkuchen und einen Trunk Wein und einen Rosinenkuchen . Und das ganze Volk ging hin , ein jeder nach seinem Hause . Und als David zurückkehrte , um sein Haus zu segnen , ging Michal , die Tochter Sauls , hinaus , David entgegen , und sprach : Wie hat der König von Israel sich heute verherrlicht , da er sich heute vor den Augen der Mägde seiner Knechte entblößt hat , wie sich nur einer der losen Leute entblößt ! Da sprach David zu Michal : Vor Jehova , der mich vor deinem Vater und vor seinem ganzen Hause erwählt hat , um mich als Fürst zu bestellen über das Volk Jehovas , über Israel , ja , vor Jehova will ich spielen ; und ich will noch geringer werden denn also , und will niedrig sein in meinen Augen ; aber bei den Mägden , von denen du sprichst , bei ihnen werde ich geehrt sein . Michal aber die Tochter Sauls , hatte kein Kind bis zum Tage ihres Todes . Und es geschah , als der König in seinem Hause wohnte , und Jehova ihm ringsumher Ruhe geschafft hatte vor allen seinen Feinden , da sprach der König zu Nathan , dem Propheten : Siehe doch , ich wohne in einem Hause von Zedern , und die Lade Gottes wohnt unter Teppichen . Und Nathan sprach zu dem König : Gehe hin , tue alles , was du im Herzen hast , denn Jehova ist mit dir . Und es geschah in selbiger Nacht , da geschah das Wort Jehovas zu Nathan also : Gehe hin und sprich zu meinem Knechte , zu David : So spricht Jehova : Solltest du mir ein Haus bauen zu meiner Wohnung ? Denn ich habe nicht in einem Hause gewohnt von dem Tage an , da ich die Kinder Israel aus Ägypten heraufgeführt habe , bis auf diesen Tag ; sondern ich wanderte umher in einem Zelte und in einer Wohnung . Wo immer ich wanderte unter allen Kindern Israel , habe ich wohl zu einem der Stämme Israels , dem ich gebot , mein Volk Israel zu weiden , ein Wort geredet und gesagt : Warum habt ihr mir nicht ein Haus von Zedern gebaut ? Und nun sollst du also zu meinem Knechte David sagen : So spricht Jehova der Heerscharen : Ich habe dich von der Trift genommen , hinter dem Kleinvieh weg , daß du Fürst sein solltest über mein Volk , über Israel ; und ich bin mit dir gewesen überall , wohin du gezogen bist , und habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet ; und ich habe dir einen großen Namen gemacht , gleich dem Namen der Großen , die auf Erden sind . Und ich werde einen Ort setzen für mein Volk , für Israel , und werde es pflanzen , daß es an seiner Stätte wohne und nicht mehr beunruhigt werde , und die Söhne der Ungerechtigkeit sollen es nicht mehr bedrücken , wie früher und seit dem Tage , da ich Richter über mein Volk Israel bestellt habe . Und ich habe dir Ruhe geschafft vor allen deinen Feinden ; und Jehova tut dir kund , daß Jehova dir ein Haus machen wird . Wenn deine Tage voll sein werden , und du bei deinen Vätern liegen wirst , so werde ich deinen Samen nach dir erwecken , der aus deinem Leibe kommen soll , und werde sein Königtum befestigen . Der wird meinem Namen ein Haus bauen ; und ich werde den Thron seines Königtums befestigen auf ewig . Ich will ihm Vater sein , und er soll mir Sohn sein , so daß , wenn er verkehrt handelt , ich ihn züchtigen werde mit einer Menschenrute und mit Schlägen der Menschenkinder ; aber meine Güte soll nicht von ihm weichen , wie ich sie von Saul weichen ließ , den ich vor dir weggetan habe . Und dein Haus und dein Königtum sollen vor dir beständig sein auf ewig , dein Thron soll fest sein auf ewig . Nach allen diesen Worten und nach diesem ganzen Gesicht , also redete Nathan zu David . Da ging der König David hinein und setzte sich vor Jehova nieder und sprach : Wer bin ich , Herr , Jehova , und was ist mein Haus , daß du mich bis hierher gebracht hast ? Und dies ist noch ein Geringes gewesen in deinen Augen , Herr , Jehova ! Und du hast auch von dem Hause deines Knechtes geredet in die Ferne hin ; und ist dies die Weise des Menschen , Herr , Jehova ? Doch was soll David noch weiter zu dir reden ? Du kennst ja deinen Knecht , Herr , Jehova ! Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du all dieses Große getan , um es deinem Knechte kundzutun . Darum bist du groß , Jehova Gott ! Denn niemand ist dir gleich , und kein Gott außer dir , nach allem , was wir mit unseren Ohren gehört haben . Und wer ist wie dein Volk , wie Israel , die einzige Nation auf Erden , welche Gott hingegangen ist , sich zum Volke zu erlösen , und um sich einen Namen zu machen , und für sie solch Großes zu tun und furchtbare Dinge für dein Land , indem du vor deinem Volke , das du dir aus Ägypten erlöst hast , Nationen und ihre Götter vertriebst ! Und du hast dir dein Volk Israel befestigt , dir zum Volke auf ewig ; und du , Jehova , bist ihr Gott geworden . Und nun , Jehova Gott , das Wort , das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast , halte aufrecht ewiglich , und tue , wie du geredet hast ! Und dein Name sei groß auf ewig , daß man spreche : Jehova der Heerscharen ist Gott über Israel . Und das Haus deines Knechtes David sei fest vor dir . Denn du , Jehova der Heerscharen , Gott Israels , hast dem Ohre deines Knechtes eröffnet und gesagt : Ich werde dir ein Haus bauen ; darum hat dein Knecht sich ein Herz gefaßt , dieses Gebet zu dir zu beten . Und nun , Herr , Jehova , du bist es , der da Gott ist , und deine Worte sind Wahrheit , und du hast dieses Gute zu deinem Knechte geredet . So laß es dir nun gefallen und segne das Haus deines Knechtes , daß es ewiglich vor dir sei ; denn du , Herr , Jehova , hast geredet , und so werde mit deinem Segen das Haus deines Knechtes gesegnet ewiglich ! Und es geschah hernach , da schlug David die Philister und demütigte sie ; und David nahm den Zaum der Hauptstadt aus der Hand der Philister . Und er schlug die Moabiter und maß sie mit der Meßschnur , indem er sie auf die Erde legen ließ ; und er maß zwei Meßschnüre ab , um zu töten , und eine volle Meßschnur , um am Leben zu lassen . Und die Moabiter wurden David zu Knechten , welche Geschenke brachten . Und David schlug Hadadeser , den Sohn Rechobs , den König von Zoba , als er hinzog , um seine Macht am Strome wiederherzustellen . Und David nahm von ihm tausendsiebenhundert Reiter und zwanzigtausend Mann Fußvolk gefangen ; und David lähmte alle Gespanne und ließ hundert Gespanne von ihm übrig . Und die Syrer von Damaskus kamen , um Hadadeser , dem König von Zoba , zu helfen ; und David erschlug unter den Syrern zweiundzwanzigtausend Mann . Und David legte Besatzungen in das damascenische Syrien ; und die Syrer wurden David zu Knechten , welche Geschenke brachten . Und Jehova half David überall , wohin er zog . Und David nahm die goldenen Schilde , welche den Knechten Hadadesers gehörten , und brachte sie nach Jerusalem . Und aus Betach und aus Berothai , den Städten Hadadesers , nahm der König David Erz in großer Menge . Und als Toi , der König von Hamath , hörte , daß David die ganze Heeresmacht Hadadesers geschlagen hatte , da sandte Toi seinen Sohn Joram zu dem König David , um ihn nach seinem Wohlergehen zu fragen und ihn zu beglückwünschen , darum daß er wider Hadadeser gestritten und ihn geschlagen hatte ; denn Hadadeser war stets im Kriege mit Toi ; und in seiner Hand waren Geräte von Silber und Geräte von Gold und Geräte von Erz . Auch diese heiligte der König David dem Jehova , samt dem Silber und dem Golde , das er von all den Nationen geheiligt , die er unterjocht hatte : von den Syrern und von den Moabitern und von den Kindern Ammon und von den Philistern und von den Amalekitern , und von der Beute Hadadesers , des Sohnes Rechobs , des Königs von Zoba . Und David machte sich einen Namen , als er zurückkam , nachdem er die Syrer im Salztal geschlagen hatte , achtzehntausend Mann . Und er legte Besatzungen in Edom , in ganz Edom legte er Besatzungen ; und alle Edomiter wurden David zu Knechten . Und Jehova half David überall , wohin er zog . Und David regierte über ganz Israel ; und David übte Recht und Gerechtigkeit an seinem ganzen Volke . Und Joab , der Sohn der Zeruja , war über das Heer ; und Josaphat , der Sohn Ahiluds , war Geschichtsschreiber ; und Zadok , der Sohn Ahitubs , und Ahimelech , der Sohn Abjathars , waren Priester ; und Seraja war Schreiber ; und Benaja , der Sohn Jojadas , war über die Kerethiter und die Pelethiter ; und die Söhne Davids waren Krondiener . Und David sprach : Ist noch jemand da , der vom Hause Sauls übriggeblieben ist , daß ich Güte an ihm erweise um Jonathans willen ? Es war aber ein Knecht vom Hause Sauls , sein Name war Ziba ; und sie riefen ihn zu David . Und der König sprach zu ihm : Bist du Ziba ? Und er sprach : Dein Knecht . Und der König sprach : Ist niemand mehr da vom Hause Sauls , daß ich Güte Gottes an ihm erweise ? Und Ziba sprach zu dem König : Es ist noch ein Sohn da von Jonathan , der an den Füßen lahm ist . Und der König sprach zu ihm : Wo ist er ? Und Ziba sprach zu dem König : Siehe , er ist im Hause Makirs , des Sohnes Ammiels , zu Lodebar . Da sandte der König David hin und ließ ihn aus dem Hause Makirs , des Sohnes Ammiels , holen , von Lodebar . Und Mephiboseth , der Sohn Jonathans , des Sohnes Sauls , kam zu David ; und er fiel auf sein Angesicht und beugte sich nieder . Und David sprach : Mephiboseth ! Und er sprach : Siehe , dein Knecht . Und David sprach zu ihm : Fürchte dich nicht ; denn ich will gewißlich Güte an dir erweisen um deines Vaters Jonathan willen , und will dir alle Felder deines Vaters Saul zurückgeben ; du aber sollst beständig an meinem Tische essen . Und er beugte sich nieder und sprach : Was ist dein Knecht , daß du dich zu einem toten Hunde gewandt hast , wie ich einer bin ? Da rief der König Ziba , den Diener Sauls , und sprach zu ihm : Alles , was Saul und seinem ganzen Hause gehört hat , habe ich dem Sohne deines Herrn gegeben . Und du sollst ihm das Land bauen , du und deine Söhne und deine Knechte , und den Ertrag einbringen , damit der Sohn deines Herrn Brot zu essen habe . Und Mephiboseth , der Sohn deines Herrn , soll beständig an meinem Tische essen . Und Ziba hatte fünfzehn Söhne und zwanzig Knechte . Und Ziba sprach zu dem König : Nach allem , was mein Herr , der König , seinem Knechte gebietet , also wird dein Knecht tun . Und Mephiboseth , sprach der König , wird an meinem Tische essen , wie einer von den Königssöhnen . Und Mephiboseth hatte einen kleinen Sohn , sein Name war Micha . Und alle , die im Hause Zibas wohnten , waren Mephiboseths Knechte . Und Mephiboseth wohnte in Jerusalem , denn er aß beständig am Tische des Königs . Er war aber lahm an beiden Füßen . Und es geschah hernach , da starb der König der Kinder Ammon ; und Hanun , sein Sohn , ward König an seiner Statt . Und David sprach : Ich will Güte erweisen an Hanun , dem Sohne Nahas&#039; , so wie sein Vater Güte an mir erwiesen hat . Und David sandte hin , um ihn durch seine Knechte wegen seines Vaters zu trösten . Und die Knechte Davids kamen in das Land der Kinder Ammon . Da sprachen die Fürsten der Kinder Ammon zu Hanun , ihrem Herrn : Ehrt wohl David deinen Vater in deinen Augen , daß er Tröster zu dir gesandt hat ? Hat nicht David seine Knechte zu dir gesandt , um die Stadt zu erforschen und sie auszukundschafte und sie umzukehren ? Da nahm Hanun die Knechte Davids und ließ ihnen die Hälfte des Bartes abscheren und ihre Oberkleider zur Hälfte abschneiden , bis an ihre Gesäße ; und er entließ sie . Und man berichtete es dem David . Da sandte er ihnen entgegen , denn die Männer schämten sich sehr ; und der König ließ ihnen sagen : Bleibet in Jericho , bis euer Bart gewachsen ist , dann kommet zurück . Als nun die Kinder Ammon sahen , daß sie sich bei David stinkend gemacht hatten , da sandten die Kinder Ammon hin und dingten die Syrer von Beth-Rechob und die Syrer von Zoba , zwanzigtausend Mann zu Fuß , und den König von Maaka , tausend Mann , und die Männer von Tob , zwölftausend Mann . Und als David es hörte , sandte er Joab hin und das ganze Heer , die Helden . Und die Kinder Ammon zogen aus und stellten sich am Eingang des Tores in Schlachtordnung auf ; und die Syrer von Zoba und Rechob und die Männer von Tob und Maaka waren für sich auf dem Felde . Und als Joab sah , daß der Streit von vorn und von hinten gegen ihn gerichtet war , da erwählte er von allen Auserlesenen Israels und stellte sich auf , den Syrern gegenüber ; und das übrige Volk übergab er der Hand seines Bruders Abisai , und dieser stellte sich auf , den Kindern Ammon gegenüber . Und er sprach : Wenn die Syrer mir zu stark sind , so sollst du mir Hilfe leisten ; und wenn die Kinder Ammon dir zu stark sind , so will ich kommen , dir zu helfen . Sei stark und laß uns stark sein für unser Volk und für die Städte unseres Gottes ! Und Jehova wird tun , was gut ist in seinen Augen . Da rückte Joab und das Volk , das bei ihm war , vor zum Streit wider die Syrer ; und sie flohen vor ihm . Und als die Kinder Ammon sahen , daß die Syrer geflohen waren , da flohen auch sie vor Abisai und zogen sich in die Stadt zurück . Und Joab kehrte von den Kindern Ammon zurück und kam nach Jerusalem . Und als die Syrer sahen , daß sie vor Israel geschlagen waren , da versammelten sie sich allesamt . Und Hadareser sandte hin und ließ die Syrer ausziehen , die jenseit des Stromes waren ; und sie kamen nach Helam , und Schobak , der Heeroberste Hadaresers , vor ihnen her . Und es wurde David berichtet ; da versammelte er ganz Israel und ging über den Jordan und kam nach Helam ; und die Syrer stellten sich David gegenüber auf und stritten mit ihm . Und die Syrer flohen vor Israel , und David tötete von den Syrern siebenhundert Wagenkämpfer und vierzigtausend Reiter ; und er erschlug Schobak , ihren Heerobersten , und er starb daselbst . Und als alle die Könige , welche Knechte Hadaresers waren , sahen , daß sie vor Israel geschlagen waren , da machten sie Frieden mit Israel und dienten ihnen . Und die Syrer fürchteten sich , den Kindern Ammon fernerhin zu helfen . Und es geschah bei der Rückkehr des Jahres , zur Zeit , wann die Könige ausziehen , da sandte David Joab und seine Knechte mit ihm und ganz Israel ; und sie richteten die Kinder Ammon zu Grunde und belagerten Rabba . David aber blieb in Jerusalem . Und es geschah zur Abendzeit , als David von seinem Lager aufstand und auf dem Dache des Hauses des Königs wandelte , daß er von dem Dache herab ein Weib sich baden sah ; und das Weib war sehr schön von Ansehen . Und David sandte hin und erkundigte sich nach dem Weibe ; und man sprach : Ist das nicht Bathseba , die Tochter Eliams , das Weib Urijas , des Hethiters ? Und David sandte Boten hin und ließ sie holen ; und sie kam zu ihm , und er lag bei ihr ( sie hatte sich aber gereinigt von ihrer Unreinigkeit ) ; und sie kehrte in ihr Haus zurück . Und das Weib wurde schwanger ; und sie sandte hin und berichtete es David und sprach : Ich bin schwanger . Da entbot David dem Joab : Sende mir Urija , den Hethiter . Und Joab sandte Urija zu David . Und Urija kam zu ihm ; und David fragte nach dem Wohlergehen Joabs und nach dem Wohlergehen des Volkes und nach dem Stande des Streites . Und David sprach zu Urija : Gehe in dein Haus hinab und wasche deine Füße . Und als Urija aus dem Hause des Königs ging , kam ein Geschenk des Königs hinter ihm her . Und Urija legte sich am Eingang des Hauses des Königs nieder bei allen Knechten seines Herrn , und ging nicht in sein Haus hinab . Und man berichtete es David und sprach : Urija ist nicht in sein Haus hinabgegangen . Da sprach David zu Urija : Bist du nicht von der Reise gekommen ? Warum bist du nicht in dein Haus hinabgegangen ? Und Urija sprach zu David : Die Lade und Israel und Juda weilen in Hütten , und mein Herr Joab und die Knechte meines Herrn lagern auf freiem Felde , und ich sollte in mein Haus gehen , um zu essen und zu trinken und bei meinem Weibe zu liegen ? So wahr du lebst und deine Seele lebt , wenn ich dieses tue ! Da sprach David zu Urija : Bleibe auch heute noch hier , und morgen werde ich dich entlassen . So blieb Urija an jenem Tage und am folgenden in Jerusalem . Und David lud ihn , und er aß und trank vor ihm , und er machte ihn trunken . Und am Abend ging er hinaus , um sich auf sein Lager niederzulegen bei den Knechten seines Herrn ; aber in sein Haus ging er nicht hinab . Und es geschah am Morgen , da schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn durch Urija . Und er schrieb in dem Briefe also : Stellet Urija voran , wo der Streit am stärksten ist , und ziehet euch hinter ihm zurück , daß er erschlagen werde und sterbe . Und es geschah , als Joab die Stadt einschloß , da stellte er Urija an den Ort , von dem er wußte , daß tapfere Männer daselbst waren . Und die Männer der Stadt zogen heraus und stritten wider Joab , und es fielen etliche von dem Volke , von den Knechten Davids ; und auch Urija , der Hethiter , starb . Da sandte Joab hin und berichtete David alle Begebenheiten des Streites . Und er befahl dem Boten und sprach : Wenn du geendigt hast , alle Begebenheiten des Streites dem König zu melden , so geschehe es , wenn der Grimm des Königs aufsteigt , und er zu dir spricht : Warum habt ihr euch der Stadt genähert , um zu streiten ? Wußtet ihr nicht , daß sie von der Mauer herab schießen würden ? Wer hat Abimelech , den Sohn Jerubbeseths , erschlagen ? Warf nicht ein Weib den oberen Stein einer Handmühle von der Mauer auf ihn herab , daß er starb zu Tebez ? Warum habt ihr euch der Mauer genähert ? so sollst du sagen : Auch dein Knecht Urija , der Hethiter , ist tot . Und der Bote ging hin ; und er kam und berichtete David alles , wozu Joab ihn gesandt hatte . Und der Bote sprach zu David : Da die Männer die Oberhand über uns hatten und gegen uns aufs Feld herauszogen , so drangen wir auf sie ein bis zum Eingang des Tores . Da schossen die Schützen von der Mauer herab auf deine Knechte , und es starben etliche von den Knechten des Königs ; und auch dein Knecht Urija , der Hethiter , ist tot . Da sprach David zu dem Boten : So sollst du zu Joab sagen : Laß diese Sache nicht übel sein in deinen Augen , denn das Schwert frißt bald so , bald so ; verstärke deinen Streit gegen die Stadt und zerstöre sie ! So ermutige ihn . Und als das Weib Urijas hörte , daß Urija , ihr Mann , tot war , klagte sie um ihren Gatten . Als aber die Trauer vorüber war , sandte David hin und nahm sie in sein Haus ; und sie wurde sein Weib und gebar ihm einen Sohn . Aber die Sache , die David getan hatte , war übel in den Augen Jehovas . Und Jehova sandte Nathan zu David ; und er kam zu ihm und sprach zu ihm : Zwei Männer waren in einer Stadt , der eine reich , und der andere arm . Der Reiche hatte Kleinvieh und Rinder in großer Menge . Der Arme hatte aber gar nichts , als nur ein einziges kleines Lamm , das er gekauft hatte ; und er nährte es , und es wurde groß bei ihm , und mit seinen Kindern zugleich ; es aß von seinem Bissen und trank aus seinem Becher und schlief an seinem Busen , und es war ihm wie eine Tochter . Da kam ein Reisender zu dem reichen Manne ; und es dauerte ihn , von seinem Kleinvieh und von seinen Rindern zu nehmen , um es für den Wanderer zuzurichten , der zu ihm gekommen war , und er nahm das Lamm des armen Mannes und richtete es zu für den Mann , der zu ihm gekommen war . Da entbrannte der Zorn Davids sehr wider den Mann , und er sprach zu Nathan : So wahr Jehova lebt , der Mann , der dieses getan hat , ist ein Kind des Todes ; und das Lamm soll er vierfältig erstatten , darum daß er diese Sache getan , und weil er kein Mitleid gehabt hat ! Da sprach Nathan zu David : Du bist der Mann ! So spricht Jehova , der Gott Israels : Ich habe dich zum König über Israel gesalbt , und ich habe dich aus der Hand Sauls errettet , und ich habe dir das Haus deines Herrn gegeben und die Weiber deines Herrn in deinen Schoß , und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben ; und wenn es zu wenig war , so hätte ich dir noch dies und das hinzugefügt . Warum hast du das Wort Jehovas verachtet , indem du tatest , was übel ist in seinen Augen ? Urija , den Hethiter , hast du mit dem Schwerte erschlagen , und sein Weib hast du dir zum Weibe genommen ; ihn selbst hast du ja umgebracht durch das Schwert der Kinder Ammon . Nun denn , so soll von deinem Hause das Schwert nicht weichen ewiglich , darum daß du mich verachtet und das Weib Urijas , des Hethiters , genommen hast , daß sie dir zum Weibe sei . So spricht Jehova : Siehe , ich will aus deinem Hause Unglück über dich erwecken , und ich will deine Weiber vor deinen Augen nehmen und sie deinem Nächsten geben , daß er bei deinen Weibern liege vor den Augen dieser Sonne ! Denn du , du hast es im Verborgenen getan ; ich aber , ich werde dieses tun vor ganz Israel und vor der Sonne ! Da sprach David zu Nathan : Ich habe gegen Jehova gesündigt . Und Nathan sprach zu David : So hat auch Jehova deine Sünde hinweggetan , du wirst nicht sterben . Nur weil du den Feinden Jehovas durch diese Sache Anlaß zur Lästerung gegeben hast , so soll auch der Sohn , der dir geboren ist , gewißlich sterben . Und Nathan ging nach seinem Hause . Und Jehova schlug das Kind , welches das Weib Urijas dem David geboren hatte , und es wurde todkrank . Und David suchte Gott um des Knaben willen ; und David fastete und ging hinein und lag über Nacht auf der Erde . Und die Ältesten seines Hauses machten sich zu ihm auf , um ihn von der Erde aufzurichten ; aber er wollte nicht und aß kein Brot mit ihnen . Und es geschah am siebten Tage , da starb das Kind . Und die Knechte Davids fürchteten sich , ihm zu berichten , daß das Kind tot sei ; denn sie sprachen : Siehe , als das Kind noch am Leben war , haben wir zu ihm geredet , und er hat nicht auf unsere Stimme gehört ; und wie sollen wir nun zu ihm sagen : Das Kind ist tot ? Er würde etwas Übles tun . Und David sah , daß seine Knechte sich zuflüsterten ; da merkte David , daß das Kind tot war ; und David sprach zu seinen Knechten : Ist das Kind tot ? Und sie sprachen : Es ist tot . Da stand David von der Erde auf und wusch und salbte sich und wechselte seine Kleider , und ging in das Haus Jehovas und betete an ; und er kam in sein Haus und forderte , daß man ihm Speise vorsetze , und er aß . Da sprachen seine Knechte zu ihm : Was ist das für ein Ding , das du tust ? Als das Kind lebte , hast du um seinetwillen gefastet und geweint , und wie das Kind tot ist , stehst du auf und issest ? Und er sprach : Als das Kind noch lebte , habe ich gefastet und geweint , weil ich dachte : Wer weiß , ob Jehova mir nicht gnädig sein wird , daß das Kind am Leben bleibt ? Nun es aber tot ist , warum sollte ich denn fasten ? Vermag ich es wieder zurückzubringen ? Ich gehe zu ihm , aber es wird nicht zu mir zurückkehren . Und David tröstete Bathseba , sein Weib , und ging zu ihr ein und lag bei ihr . Und sie gebar einen Sohn , und er gab ihm den Namen Salomo . Und Jehova liebte ihn . Und er sandte durch Nathan , den Propheten , und gab ihm den Namen Jedidjah , um Jehovas willen . Und Joab stritt wider Rabba der Kinder Ammon , und er nahm die Königsstadt ein . Und Joab sandte Boten zu David und ließ ihm sagen : Ich habe wider Rabba gestritten , habe auch die Wasserstadt eingenommen ; und nun versammle das übrige Volk und belagere die Stadt und nimm sie ein , daß nicht ich die Stadt einnehme , und sie nach meinem Namen genannt werde . Da versammelte David alles Volk und zog nach Rabba , und er stritt wider dasselbe und nahm es ein . Und er nahm die Krone ihres Königs von seinem Haupte ; ihr Gewicht war ein Talent Gold , und Edelsteine waren daran ; und sie kam auf das Haupt Davids . Und die Beute der Stadt brachte er hinaus in großer Menge . Und das Volk , das darin war , führte er hinaus und legte es unter die Säge und unter eiserne Dreschwagen und unter eiserne Beile , und ließ sie durch einen Ziegelofen gehen . Und also tat er allen Städten der Kinder Ammon . Und David und das ganze Volk kehrten nach Jerusalem zurück . Und es geschah danach : Absalom , der Sohn Davids , hatte eine schöne Schwester , ihr Name war Tamar ; und Amnon , der Sohn Davids , liebte sie . Und es war dem Amnon wehe zum Krankwerden um seiner Schwester Tamar willen ; denn sie war eine Jungfrau , und es war in den Augen Amnons unmöglich , ihr das Geringste zu tun . Und Amnon hatte einen Freund , sein Name war Jonadab , der Sohn Schimeas , des Bruders Davids ; und Jonadab war ein sehr kluger Mann . Und er sprach zu ihm : Warum bist du so abgezehrt , Königssohn , Morgen für Morgen ? Willst du es mir nicht kundtun ? Und Amnon sprach zu ihm : Ich liebe Tamar , die Schwester meines Bruders Absalom . Und Jonadab sprach zu ihm : Lege dich auf dein Lager und stelle dich krank ; und kommt dein Vater , um dich zu sehen , so sprich zu ihm : Laß doch meine Schwester Tamar kommen und mir Speise zu essen geben , und vor meinen Augen das Essen zubereiten , damit ich zusehe und aus ihrer Hand esse . Und Amnon legte sich und stellte sich krank . Und als der König kam , um ihn zu sehen , da sprach Amnon zu dem König : Laß doch meine Schwester Tamar kommen und vor meinen Augen zwei Kuchen bereiten , daß ich aus ihrer Hand esse . Da sandte David zu Tamar ins Haus und ließ ihr sagen : Gehe doch in das Haus deines Bruders Amnon und bereite ihm das Essen . Und Tamar ging in das Haus ihres Bruders Amnon ; er lag aber zu Bette . Und sie nahm den Teig und knetete ihn , und bereitete Kuchen vor seinen Augen und backte die Kuchen . Und sie nahm die Pfanne und schüttete sie vor ihm aus . Aber er weigerte sich zu essen . Und Amnon sprach : Laßt jedermann von mir hinausgehen ! Und jedermann ging von ihm hinaus . Da sprach Amnon zu Tamar : Bringe das Essen in das innere Gemach , daß ich von deiner Hand esse . Und Tamar nahm die Kuchen , die sie zubereitet hatte , und brachte sie ihrem Bruder Amnon in das innere Gemach . Und als sie ihm zu essen hinreichte , da ergriff er sie und sprach zu ihr : Komm , liege bei mir , meine Schwester ! Und sie sprach zu ihm : Nicht doch , mein Bruder ! Schwäche mich nicht , denn also tut man nicht in Israel ; begehe nicht diese Schandtat ! Und ich , wohin sollte ich meinen Schimpf tragen ? Und du , du würdest sein wie einer der Schändlichen in Israel . Und nun rede doch zum König , denn er wird mich dir nicht verweigern . Er wollte aber nicht auf ihre Stimme hören ; und er überwältigte sie und schwächte sie und beschlief sie . Und Amnon haßte sie mit einem sehr großen Hasse ; denn der Haß , womit er sie haßte , war größer als die Liebe , womit er sie geliebt hatte . Und Amnon sprach zu ihr : Stehe auf , gehe ! Und sie sprach zu ihm : Es gibt keine Ursache zu diesem Übel , mich wegzutreiben , welches größer ist als das andere , das du mir angetan hast . Aber er wollte nicht auf sie hören . Und er rief seinem Knaben , seinem Diener , und sprach : Treibet doch diese hinaus , von mir weg , und verriegele die Tür hinter ihr ! Sie trug aber ein langes Gewand ; denn also waren die Töchter des Königs , die Jungfrauen , mit Gewändern bekleidet . Und sein Diener führte sie hinaus und verriegelte die Tür hinter ihr . Da nahm Tamar Asche auf ihr Haupt und zerriß das lange Gewand , das sie anhatte , und sie legte ihre Hand auf ihr Haupt und ging und schrie im Gehen . Und ihr Bruder Absalom sprach zu ihr : Ist dein Bruder Amnon bei dir gewesen ? Nun denn , meine Schwester , schweige still ; er ist dein Bruder , nimm dir diese Sache nicht zu Herzen ! Da blieb Tamar , und zwar einsam , im Hause ihres Bruders Absalom . Und der König David hörte alle diese Dinge , und er wurde sehr zornig . Und Absalom redete mit Amnon weder Böses noch Gutes ; denn Absalom haßte Amnon , darum daß er seine Schwester Tamar geschwächt hatte . Und es geschah nach zwei vollen Jahren , da hatte Absalom Schafscherer zu Baal-Hazor , das bei Ephraim liegt ; und Absalom lud alle Söhne des Königs . Und Absalom kam zu dem König und sprach : Siehe doch , dein Knecht hat die Schafscherer ; es gehe doch der König und seine Knechte mit deinem Knechte . Aber der König sprach zu Absalom : Nicht doch , mein Sohn ! Laß uns doch nicht allesamt gehen , daß wir dir nicht beschwerlich fallen . Und er drang in ihn ; aber er wollte nicht gehen , und er segnete ihn . Da sprach Absalom : Wenn nicht , so laß doch meinen Bruder Amnon mit uns gehen ! Und der König sprach zu ihm : Warum soll er mit dir gehen ? Absalom aber drang in ihn ; da ließ er Amnon und alle Söhne des Königs mit ihm gehen . Und Absalom gebot seinen Knaben und sprach : Sehet doch zu , wenn Amnon fröhlichen Herzens wird vom Wein , und ich zu euch spreche : Erschlaget Amnon ! so tötet ihn , fürchtet euch nicht ! Bin ich es nicht , der es euch geboten hat ? Seid stark und seid tapfer ! Und die Knaben Absaloms taten dem Amnon , so wie Absalom geboten hatte . Da standen alle Söhne des Königs auf und bestiegen ein jeder sein Maultier und flohen . Und es geschah , während sie auf dem Wege waren , da kam das Gerücht zu David , indem man sagte : Absalom hat alle Söhne des Königs erschlagen , und nicht einer von ihnen ist übriggeblieben . Da stand der König auf und zerriß seine Kleider und legte sich auf die Erde ; und alle seine Knechte standen da mit zerrissenen Kleidern . Da hob Jonadab , der Sohn Schimeas , des Bruders Davids , an und sprach : Mein Herr sage nicht : Sie haben alle die Jünglinge , die Söhne des Königs , getötet ; denn Amnon allein ist tot ; denn nach dem Beschluß Absaloms war es festgestellt von dem Tage an , da er seine Schwester Tamar geschwächt hat . Und nun nehme mein Herr , der König , die Sache nicht zu Herzen , daß er spreche : Alle Söhne des Königs sind tot ; sondern Amnon allein ist tot . Und Absalom entfloh . Und der Knabe , der Wächter , erhob seine Augen und sah : Und siehe , viel Volks kam von dem Wege hinter ihm , von der Seite des Berges . Da sprach Jonadab zu dem König : Siehe , die Söhne des Königs kommen ; wie dein Knecht gesagt hat , also ist es geschehen . Und es geschah , sowie er ausgeredet hatte , siehe , da kamen die Söhne des Königs und erhoben ihre Stimme und weinten ; und auch der König und alle seine Knechte brachen in ein sehr großes Weinen aus . Absalom aber entfloh und ging zu Talmai , dem Sohne Ammihurs , dem König von Gesur . Und David trauerte um seinen Sohn alle Tage . Absalom aber entfloh und ging nach Gesur ; und er war daselbst drei Jahre . Und der König David sehnte sich , zu Absalom hinauszuziehen ; denn er hatte sich über Amnon getröstet , daß er tot war . Und Joab , der Sohn der Zeruja , merkte , daß das Herz des Königs nach Absalom stand . Da sandte Joab nach Tekoa und ließ von dannen ein kluges Weib holen ; und er sprach zu ihr : Stelle dich doch trauernd und ziehe Trauerkleider an und salbe dich nicht mit Öl , und sei wie ein Weib , das schon viele Tage über einen Toten trauert ; und gehe zum König hinein und rede zu ihm nach diesem Worte . Und Joab legte ihr die Worte in den Mund . Und das tekoitische Weib sprach zu dem König ; und sie fiel auf ihr Antlitz zur Erde und beugte sich nieder und sprach : Hilf , o König ! Und der König sprach zu ihr : Was ist dir ? Und sie sprach : Fürwahr , ich bin eine Witwe , und mein Mann ist gestorben . Und deine Magd hatte zwei Söhne , und sie zankten sich beide auf dem Felde , und niemand war da , der rettend dazwischentrat ; und der eine schlug den anderen und tötete ihn . Und siehe , das ganze Geschlecht ist wider deine Magd aufgestanden , und sie sprechen : Gib den heraus , der seinen Bruder erschlagen hat , daß wir ihn töten für die Seele seines Bruders , den er ermordet hat , und auch den Erben vertilgen ! Und so wollen sie meine Kohle auslöschen , die mir übriggeblieben ist , um meinem Manne weder Namen noch Überrest auf dem Erdboden zu lassen . Da sprach der König zu dem Weibe : Gehe nach deinem Hause , und ich werde deinethalben gebieten . Und das tekoitische Weib sprach zu dem König : Auf mir , mein Herr König , und auf dem Hause meines Vaters sei die Ungerechtigkeit ; der König aber und sein Thron seien schuldlos ! Und der König sprach : Wer wider dich redet , den bringe zu mir , und er soll dich fortan nicht mehr antasten . Und sie sprach : Der König gedenke doch Jehovas , deines Gottes , damit der Bluträcher nicht noch mehr Verderben anrichte , und sie meinen Sohn nicht vertilgen ! Und er sprach : So wahr Jehova lebt , wenn von den Haaren deines Sohnes eines auf die Erde fällt ! Und das Weib sprach : Laß doch deine Magd ein Wort zu meinem Herrn , dem König , reden ! Und er sprach : Rede ! Da sprach das Weib : Und warum hast du dergleichen wider Gottes Volk im Sinne ? Denn da der König dieses Wort geredet hat , ist er wie schuldig , indem der König seinen Verstoßenen nicht zurückholen läßt . Denn wir müssen gewißlich sterben und sind wie Wasser , das auf die Erde geschüttet ist , welches man nicht wieder sammeln kann ; und Gott nimmt nicht das Leben weg , sondern er sinnt darauf , daß der Verstoßene nicht von ihm weg verstoßen bleibe . Und nun , daß ich gekommen bin , um dieses Wort zu dem König , meinem Herrn , zu reden , ist , weil das Volk mich in Furcht gesetzt hat . Da dachte deine Magd : Ich will doch zu dem König reden , vielleicht wird der König das Wort seiner Magd tun ; denn der König wird erhören , um seine Magd aus der Hand des Mannes zu erretten , der mich und meinen Sohn zusammen aus dem Erbteil Gottes vertilgen will . Und deine Magd dachte : Das Wort meines Herrn , des Königs , möge doch zur Beruhigung sein ; denn wie ein Engel Gottes , also ist mein Herr , der König , um das Gute und das Böse anzuhören ; und Jehova , dein Gott , sei mit dir ! Da antwortete der König und sprach zu dem Weibe : Verhehle mir doch ja nichts , wonach ich dich fragen will ! Und das Weib sprach : Es wolle doch mein Herr , der König , reden ! Und der König sprach : Ist die Hand Joabs mit dir in diesem allem ? Und das Weib antwortete und sprach : So wahr deine Seele lebt , mein Herr König , wenn zur Rechten oder zur Linken zu weichen ist von allem , was mein Herr , der König , redet ! Denn dein Knecht Joab , er hat es mir geboten , und er hat deiner Magd alle diese Worte in den Mund gelegt . Um das Ansehen der Sache zu wenden , hat dein Knecht Joab dieses getan ; aber mein Herr ist weise , gleich der Weisheit eines Engels Gottes , daß er alles weiß , was auf Erden vorgeht . Und der König sprach zu Joab : Siehe doch , ich habe dieses getan ; so gehe hin , hole den Jüngling , den Absalom , zurück . Da fiel Joab auf sein Angesicht zur Erde und beugte sich nieder und segnete den König ; und Joab sprach : Heute weiß dein Knecht , daß ich Gnade gefunden habe in deinen Augen , mein Herr König , da der König das Wort seines Knechtes getan hat . Und Joab machte sich auf und ging nach Gesur , und er brachte Absalom nach Jerusalem . Aber der König sprach : Er soll sich nach seinem Hause wenden und mein Angesicht nicht sehen . Und Absalom wandte sich nach seinem Hause und sah das Angesicht des Königs nicht . Und in ganz Israel war kein Mann wegen seiner Schönheit so sehr zu preisen wie Absalom ; von seiner Fußsohle bis zu seinem Scheitel war kein Fehl an ihm . Und wenn er sein Haupt scheren ließ es geschah nämlich von Jahr zu Jahr , daß er es scheren ließ , denn es war ihm zu schwer , und so ließ er es scheren so wog sein Haupthaar zweihundert Sekel , nach dem Gewicht des Königs . Und dem Absalom wurden drei Söhne geboren und eine Tochter , ihr Name war Tamar ; sie war ein Weib , schön von Ansehen . Und Absalom wohnte zu Jerusalem zwei volle Jahre ; und er sah das Angesicht des Königs nicht . Da sandte Absalom zu Joab , um ihn zu dem König zu senden ; aber er wollte nicht zu ihm kommen . Und er sandte wiederum zum zweiten Mal , aber er wollte nicht kommen . Da sprach er zu seinen Knechten : Sehet , das Ackerstück Joabs ist an meiner Seite , und er hat daselbst Gerste ; gehet hin und zündet es mit Feuer an ! Und die Knechte Absaloms zündeten das Ackerstück mit Feuer an . Da machte Joab sich auf und kam zu Absalom ins Haus , und sprach zu ihm : Warum haben deine Knechte mein Ackerstück mit Feuer angezündet ? Und Absalom sprach zu Joab : Siehe , ich habe zu dir gesandt und dir sagen lassen : Komm her , daß ich dich zu dem König sende , um ihm zu sagen : Warum bin ich von Gesur gekommen ? Besser wäre mir , ich wäre noch dort . Und nun möchte ich das Angesicht des Königs sehen ; und wenn eine Ungerechtigkeit an mir ist , so töte er mich ! Da begab sich Joab zu dem König und berichtete es ihm . Und er rief Absalom ; und er kam zu dem König und warf sich auf sein Antlitz zur Erde nieder vor dem König , und der König küßte Absalom . Und es geschah hernach , da schaffte sich Absalom Wagen und Rosse an , und fünfzig Mann , die vor ihm herliefen . Und Absalom machte sich früh auf und stellte sich an die Seite des Torweges ; und es geschah : Jedermann , der einen Rechtsstreit hatte , um zu dem König zu Gericht zu kommen , dem rief Absalom zu und sprach : Aus welcher Stadt bist du ? Und sprach er : Dein Knecht ist aus einem der Stämme Israels , so sprach Absalom zu ihm : Siehe , deine Sachen sind gut und recht ; aber du hast von seiten des Königs niemand , der sie anhörte . Und Absalom sprach : Wer mich doch zum Richter setzte im Lande , daß jedermann zu mir käme , der einen Rechtsstreit und Rechtshandel hat , und ich würde ihm zu seinem Recht verhelfen ! Und es geschah , wenn jemand ihm nahte , um sich vor ihm niederzubeugen , so streckte er seine Hand aus und ergriff ihn und küßte ihn . Und Absalom tat auf solche Weise allen Israeliten , die zu dem König zu Gericht kamen ; und so stahl Absalom das Herz der Männer von Israel . Und es geschah am Ende von vierzig Jahren , da sprach Absalom zu dem König : Laß mich doch hingehen und zu Hebron mein Gelübde erfüllen , das ich Jehova gelobt habe ; denn als ich zu Gesur in Syrien wohnte , tat dein Knecht ein Gelübde und sprach : Wenn Jehova mich wirklich nach Jerusalem zurückbringt , so will ich Jehova dienen . Und der König sprach zu ihm : Gehe hin in Frieden ! Und er machte sich auf und ging nach Hebron . Und Absalom sandte Kundschafter in alle Stämme Israels und ließ sagen : Sobald ihr den Schall der Posaune höret , so sprechet : Absalom ist König geworden zu Hebron ! Und mit Absalom gingen zweihundert Mann aus Jerusalem ; sie waren geladen worden und gingen in ihrer Einfalt ; und sie wußten um nichts . Und Absalom entbot Ahitophel , den Giloniter , den Rat Davids , aus seiner Stadt , aus Gilo , während er die Opfer schlachtete . Und die Verschwörung wurde stark , und das Volk mehrte sich fort und fort bei Absalom . Und es kam einer zu David , der ihm berichtete und sprach : Das Herz der Männer von Israel hat sich Absalom zugewandt . Da sprach David zu allen seinen Knechten , die in Jerusalem bei ihm waren : Machet euch auf und laßt uns fliehen ; denn sonst wird es kein Entrinnen für uns geben vor Absalom . Eilet , hinwegzugehen , daß er nicht eilends uns erreiche und das Unglück über uns treibe und die Stadt schlage mit der Schärfe des Schwertes ! Und die Knechte des Königs sprachen zu dem König : Nach allem , was mein Herr , der König , zu tun erwählen wird , siehe hier , deine Knechte ! Und der König zog hinaus , und sein ganzes Haus in seinem Gefolge ; und der König ließ zehn Kebsweiber zurück , um das Haus zu bewahren . So zog der König hinaus , und alles Volk in seinem Gefolge , und sie machten Halt bei dem entfernten Hause . Und alle seine Knechte zogen an seiner Seite hinüber ; und alle Kerethiter und alle Pelethiter , und alle Gathiter , sechshundert Mann , die in seinem Gefolge von Gath gekommen waren , zogen vor dem König hinüber . Da sprach der König zu Ittai , dem Gathiter : Warum willst auch du mit uns gehen ? Kehre um und bleibe bei dem König ; denn du bist ein Fremder , und sogar in deinen Ort eingewandert . Gestern bist du gekommen , und heute sollte ich dich mit uns umherirren lassen ? Ich aber gehe , wohin ich gehe . Kehre um und führe deine Brüder zurück ; Güte und Wahrheit seien mit dir ! Aber Ittai antwortete dem König und sprach : So wahr Jehova lebt und mein Herr König lebt , an dem Orte , wo mein Herr , der König , sein wird , sei es zum Tode , sei es zum Leben , daselbst wird auch dein Knecht sein ! Da sprach David zu Ittai : Komm und ziehe hinüber ! Und Ittai , der Gathiter , zog hinüber mit allen seinen Männern und allen Kindern , die bei ihm waren . Und das ganze Land weinte mit lauter Stimme , und alles Volk ging hinüber . Und der König ging über den Bach Kidron ; und alles Volk zog hinüber nach dem Wege zur Wüste hin . Und siehe , auch Zadok war da und alle Leviten mit ihm , die Lade des Bundes Gottes tragend ; und sie stellten die Lade Gottes hin , und Abjathar ging hinauf , bis alles Volk aus der Stadt vollends hinübergegangen war . Und der König sprach zu Zadok : Bringe die Lade Gottes in die Stadt zurück . Wenn ich Gnade finde in den Augen Jehovas , so wird er mich zurückbringen , und mich sie und seine Wohnung sehen lassen . Wenn er aber also spricht : Ich habe kein Gefallen an dir hier bin ich , mag er mit mir tun , wie es gut ist in seinen Augen . Und der König sprach zu Zadok , dem Priester : Bist du nicht der Seher ? Kehre in die Stadt zurück in Frieden , und Achimaaz , dein Sohn , und Jonathan , der Sohn Abjathars , eure beiden Söhne , mit euch . Sehet , ich will in den Ebenen der Wüste verziehen , bis ein Wort von euch kommt , mir Kunde zu geben . Und Zadok und Abjathar brachten die Lade Gottes nach Jerusalem zurück , und sie blieben daselbst . David aber ging die Anhöhe der Olivenbäume hinauf und weinte , während er hinaufging ; und sein Haupt war verhüllt , und er ging barfuß ; und alles Volk , das bei ihm war , hatte ein jeder sein Haupt verhüllt und ging unter Weinen hinauf . Und man berichtete David und sprach : Ahitophel ist unter den Verschworenen mit Absalom . Da sprach David : Betöre doch den Rat Antiophels , Jehova ! Und es geschah , als David auf den Gipfel gekommen war , wo er Gott anzubeten pflegte , siehe , da kam ihm Husai , der Arkiter , entgegen mit zerrissenem Leibrock und Erde auf seinem Haupte . Und David sprach zu ihm : Wenn du mit mir weiter gehst , so wirst du mir zur Last sein . Wenn du aber in die Stadt zurückkehrst und zu Absalom sagst : Dein Knecht , o König , will ich sein ; wie ich von jeher der Knecht deines Vaters gewesen bin , so will ich jetzt dein Knecht sein : so wirst du mir den Rat Ahitophels zunichte machen . Und sind nicht Zadok und Abjathar , die Priester , dort bei dir ? Und es soll geschehen , jede Sache , die du aus dem Hause des Königs hören wirst , sollst du Zadok und Abjathar , den Priestern , kundtun . Siehe , ihre beiden Söhne sind daselbst bei ihnen , Achimaaz , des Zadok , und Jonathan , des Abjathar Sohn ; so entbietet mir durch sie jede Sache , die ihr hören werdet . Da begab sich Husai , der Freund Davids , in die Stadt ; Absalom aber zog in Jerusalem ein . Und als David von dem Gipfel ein wenig weiter gegangen war , siehe , da kam Ziba , der Knabe Mephiboseths , ihm entgegen mit einem Paar gesattelter Esel , und auf ihnen zweihundert Brote und hundert Rosinenkuchen und hundert Kuchen von getrocknetem Obst und ein Schlauch Wein . Und der König sprach zu Ziba : Was willst du damit ? Und Ziba sprach : Die Esel sind für das Haus des Königs , um darauf zu reiten , und das Brot und das getrocknete Obst zum Essen für die Knaben , und der Wein zum Trinken für den , der in der Wüste ermattet . Und der König sprach : Und wo ist der Sohn deines Herrn ? Und Ziba sprach zu dem König : Siehe , er bleibt in Jerusalem ; denn er sprach : Heute wird mir das Haus Israel das Königtum meines Vaters wiedergeben ! Da sprach der König zu Ziba : Siehe , dein ist alles , was Mephiboseth gehört . Und Ziba sprach : Ich beuge mich nieder ; möge ich Gnade finden in deinen Augen , mein Herr König ! Und als der König David nach Bachurim kam , siehe , da kam von dannen heraus ein Mann vom Geschlecht des Hauses Sauls , sein Name war Simei , der Sohn Geras . Er kam unter Fluchen heraus , und warf mit Steinen nach David und nach allen Knechten des Königs David ; und alles Volk und alle Helden waren zu seiner Rechten und zu seiner Linken . Und Simei sprach also , indem er fluchte : Hinweg , hinweg , du Mann des Blutes und Mann Belials ! Jehova hat alles Blut des Hauses Sauls , an dessen Statt du König geworden bist , auf dich zurückgebracht , und Jehova hat das Königtum in die Hand deines Sohnes Absalom gegeben ; und siehe , nun bist du in deinem Unglück , denn ein Mann des Blutes bist du ! Und Abisai , der Sohn der Zeruja , sprach zu dem König : Warum soll dieser tote Hund meinem Herrn , dem König , fluchen ? Laß mich doch hinübergehen und ihm den Kopf wegnehmen ! Aber der König sprach : Was haben wir miteinander zu schaffen , ihr Söhne der Zeruja ? Ja , mag er fluchen ! Denn wenn Jehova ihm gesagt hat : Fluche David ! Wer darf dann sagen : Warum tust du also ? Und David sprach zu Abisai und zu allen seinen Knechten : Siehe , mein Sohn , der aus meinem Leibe hervorgegangen ist , trachtet mir nach dem Leben ; wieviel mehr nun dieser Benjaminiter ! Laßt ihn , daß er fluche ; denn Jehova hat es ihn geheißen . Vielleicht wird Jehova mein Elend ansehen , und Jehova mir Gutes erstatten dafür , daß mir geflucht wird an diesem Tage . Und David und seine Männer zogen auf dem Wege ; Simei aber ging an der Seite des Berges , ihm gegenüber , immerfort fluchend , und warf mit Steinen gegen ihn und warf Staub empor . Und der König und alles Volk , das bei ihm war , kamen ermattet an ; und er erholte sich daselbst . Absalom aber und alles Volk , die Männer von Israel , kamen nach Jerusalem , und Ahitophel mit ihm . Und es geschah , als Husai , der Arkiter , der Freund Davids , zu Absalom kam , da sprach Husai zu Absalom : Es lebe der König ! es lebe der König ! Und Absalom sprach zu Husai : Ist das deine Güte an deinem Freunde ? Warum bist du nicht mit deinem Freunde gegangen ? Und Husai sprach zu Absalom : Nein , sondern wen Jehova erwählt hat und dieses Volk und alle Männer von Israel , dessen will ich sein , und bei ihm will ich bleiben ; und zum anderen , wem sollte ich dienen ? Nicht vor seinem Sohne ? Wie ich vor deinem Vater gedient habe , also will ich vor dir sein . Und Absalom sprach zu Ahitophel : Schaffet Rat , was wir tun sollen ! Und Ahitophel sprach zu Absalom : Gehe ein zu den Kebsweibern deines Vaters , die er zurückgelassen hat , um das Haus zu bewahren ; so wird ganz Israel hören , daß du dich bei deinem Vater stinkend gemacht hast , und die Hände aller derer , die mit dir sind , werden erstarken . Da schlug man für Absalom ein Zelt auf dem Dache auf ; und Absalom ging ein zu den Kebsweibern seines Vaters vor den Augen von ganz Israel . Der Rat Ahitophels aber , den er in jenen Tagen riet , war , wie wenn man das Wort Gottes befragte ; also war jeder Rat Ahitophels , sowohl für David als auch für Absalom . Und Ahitophel sprach zu Absalom : Laß mich doch zwölftausend Mann auslesen , und mich aufmachen und diese Nacht David nachjagen ; und ich werde über ihn kommen , während er müde und an Händen schlaff ist , und ihn in Schrecken setzen ; und alles Volk , das bei ihm ist , wird fliehen , und ich werde den König allein schlagen ; und so werde ich alles Volk zu dir zurückbringen . Gleich der Rückkehr aller ist der Mann , den du suchst : das ganze Volk wird in Frieden sein . Und das Wort war recht in den Augen Absaloms und in den Augen aller Ältesten von Israel . Und Absalom sprach : Rufe doch auch Husai , den Arkiter , daß wir hören , was auch er sagt . Und Husai kam zu Absalom ; und Absalom sprach zu ihm und sagte : Nach diesem Worte hat Ahitophel geredet ; sollen wir sein Wort ausführen ? Wenn nicht , so rede du ! Da sprach Husai zu Absalom : Nicht gut ist der Rat , den Ahitophel diesmal gegeben hat . Und Husai sprach : Du kennst ja deinen Vater und seine Männer , daß die Helden , und daß sie erbitterten Gemütes sind , wie eine der Jungen beraubte Bärin auf dem Felde ; und dein Vater ist ein Kriegsmann : er wird nicht bei dem Volke übernachten . Siehe , er hat sich jetzt in irgend einer Schlucht oder sonst an einem Orte versteckt . Und es wird geschehen , wenn zu Anfang etliche unter ihnen fallen , so wird jeder , der es hört , sagen : Es hat eine Niederlage unter dem Volke stattgefunden , das Absalom nachfolgt ! Und ist er auch ein tapferer Mann , dessen Herz wie ein Löwenherz ist , so wird er sicher verzagen ; denn ganz Israel weiß , daß dein Vater ein Held ist , und die bei ihm sind tapfere Männer . Sondern ich rate : Es werde ganz Israel insgesamt zu dir versammelt , von Dan bis Beerseba , wie der Sand , der am Meere ist , an Menge ; und deine Person ziehe mit ins Treffen . Und wir werden über ihn kommen an einem der Orte , wo er sich befindet , und uns auf ihn niederlassen , wie der Tau auf den Erdboden fällt ; und es wird von ihm und von all den Männern , die bei ihm sind , auch nicht einer übrigbleiben . Und wenn er sich in eine Stadt zurückzieht , so soll ganz Israel Seile an jene Stadt legen , und wir schleppen sie an den Fluß , bis dort auch nicht ein Steinchen mehr gefunden wird . Und Absalom und alle Männer von Israel sprachen : Der Rat Husais , des Arkiters , ist besser als der Rat Ahitophels . Aber Jehova hatte es so angeordnet , um den guten Rat Ahitophels zunichte zu machen , damit Jehova das Unglück über Absalom brächte . Und Husai sprach zu Zadok und zu Abjathar , den Priestern : So und so hat Ahitophel dem Absalom und den Ältesten von Israel geraten , und so und so habe ich geraten . So sendet nun eilends hin und berichtet David und sprechet : Übernachte nicht diese Nacht in den Ebenen der Wüste , sondern gehe jedenfalls hinüber , damit nicht der König und alles Volk , das bei ihm ist , verschlungen werde . Jonathan aber , und Achimaaz standen bei En-Rogel ( eine Magd ging nämlich hin und berichtete ihnen , und sie gingen hin und berichteten dem König David ; denn sie durften sich nicht sehen lassen , indem sie in die Stadt kamen ) . Und ein Knabe sah sie und berichtete es Absalom . Da gingen sie beide eilends und kamen in das Haus eines Mannes zu Bachurim ; der hatte einen Brunnen in seinem Hofe , und sie stiegen dort hinab . Und das Weib nahm eine Decke und breitete sie über den Brunnen , und streute Grütze darüber aus , so daß nichts bemerkt wurde . Und die Knechte Absaloms kamen zu dem Weibe ins Haus und sprachen : Wo sind Achimaaz und Jonathan ? Und das Weib sprach zu ihnen : Sie sind über das Wasserbächlein gegangen . Und sie suchten , aber sie fanden sie nicht , und kehrten nach Jerusalem zurück . Und es geschah , nachdem sie weggegangen waren , da stiegen sie aus dem Brunnen herauf und gingen hin und berichteten dem König David ; und sie sprachen zu David : Machet euch auf und gehet eilends über das Wasser , denn so hat Ahitophel wider euch geraten . Da machte David sich auf , und alles Volk , das bei ihm war , und sie gingen über den Jordan ; bis der Morgen hell wurde , ward auch nicht einer vermißt , der nicht über den Jordan gegangen wäre . Als aber Ahitophel sah , daß sein Rat nicht ausgeführt worden war , sattelte er den Esel und machte sich auf und zog nach seinem Hause , nach seiner Stadt ; und er bestellte sein Haus und erdrosselte sich ; und er starb und wurde begraben im Begräbnis seines Vaters . Und David kam nach Machanaim ; und Absalom ging über den Jordan , er und alle Männer von Israel mit ihm . Und Absalom setzte Amasa an Joabs Statt über das Heer . Amasa war aber der Sohn eines Mannes , dessen Name Jithra war , der Israelit , der zu Abigail eingegangen war , der Tochter des Nahas , der Schwester der Zeruja , der Mutter Joabs . Und Israel und Absalom lagerten sich im Lande Gilead . Und es geschah , als David nach Machanaim kam , da brachten Schobi , der Sohn des Nahas , aus Rabba der Kinder Ammon , und Makir , der Sohn Ammiels , aus Lodebar , und Barsillai , der Gileaditer , aus Rogelim , Betten und Becken und Töpfergefäße , und Weizen und Gerste und Mehl , und geröstete Körner und Bohnen und Linsen und Geröstetes davon , und Honig und geronnene Milch , und Kleinvieh und Kuhkäse zu David und zu dem Volke , das bei ihm war , daß sie äßen ; denn sie sprachen : Das Volk ist hungrig und matt und durstig in der Wüste . Und David musterte das Volk , das bei ihm war , und setzte über sie Oberste über tausend und Oberste über hundert . Und David entsandte das Volk : ein Drittel unter der Hand Joabs und ein Drittel unter der Hand Abisais , des Sohnes der Zeruja , des Bruder Joabs , und ein Drittel unter der Hand Ittais , des Gathiters . Und der König sprach zu dem Volke : Auch ich werde gewißlich mit euch ausziehen . Aber das Volk sprach : Du sollst nicht ausziehen ; denn wenn wir fliehen müßten , so würden sie nicht auf uns den Sinn richten ; und wenn die Hälfte von uns stürbe , so würden sie nicht auf uns den Sinn richten ; denn du bist wie unser zehntausend . So ist es nun besser , daß du uns von der Stadt aus zum Beistande bist . Und der König sprach zu ihnen : Was gut ist in euren Augen , will ich tun . Und der König stellte sich an die Seite des Tores , und alles Volk zog aus zu Hunderten und zu Tausenden . Und der König gebot Joab und Abisai und Ittai und sprach : Verfahret mir gelinde mit dem Jüngling , mit Absalom ! Und alles Volk hörte es , als der König allen Obersten wegen Absaloms gebot . Und das Volk zog aus ins Feld , Israel entgegen ; und die Schlacht fand statt im Walde Ephraim . Und das Volk von Israel wurde daselbst vor den Knechten Davids geschlagen , und die Niederlage wurde daselbst groß an jenem Tage : zwanzigtausend Mann . Und die Schlacht breitete sich daselbst aus über das ganze Land ; und der Wald fraß mehr unter dem Volke , als das Schwert an jenem Tage fraß . Und Absalom stieß auf die Knechte Davids ; und Absalom ritt auf einem Maultier , und das Maultier kam unter die verschlungenen Zweige einer großen Terebinthe ; und er blieb mit dem Haupte an der Terebinthe hangen , und schwebte zwischen Himmel und Erde ; das Maultier aber , das unter ihm war , lief davon . Und ein Mann sah es und berichtete es Joab und sprach : Siehe , ich habe Absalom an einer Terebinthe hangen sehen . Da sprach Joab zu dem Manne , der es ihm berichtete : Siehe , wenn du ihn gesehen hast , warum hast du ihn nicht daselbst zu Boden geschlagen ? Und an mir war es , dir zehn Sekel Silber und einen Gürtel zu geben . Aber der Mann sprach zu Joab : Und wenn ich tausend Sekel Silber auf meinen Händen wöge , würde ich meine Hand nicht nach des Königs Sohn ausstrecken ; denn vor unseren Ohren hat der König dir und Abisai und Ittai geboten und gesagt : Seid vorsichtig , wer es auch sei , mit dem Jüngling mit Absalom ! Hätte ich aber trüglich gegen sein Leben gehandelt und es bleibt ja keine Sache vor dem König verborgen , so würdest du selbst wider mich auftreten . Da sprach Joab : Ich mag nicht also vor dir warten . Und er nahm drei Spieße in seine Hand und stieß sie in das Herz Absaloms , während er noch inmitten der Terebinthe lebte . Und zehn Knaben , Waffenträger Joabs , umgaben und erschlugen Absalom und töteten ihn . Und Joab stieß in die Posaune , und das Volk kehrte um von der Verfolgung Israels ; denn Joab hielt das Volk ab . Und sie nahmen Absalom und warfen ihn in eine große Grube im Walde , und errichteten über ihm einen sehr großen Haufen Steine . Und ganz Israel floh , ein jeder nach seinem Zelte . Absalom aber hatte bei seinen Lebzeiten eine Denksäule genommen und sich aufgerichtet , die im Königstale steht ; denn er sprach : Ich habe keinen Sohn , um meinen Namen in Erinnerung zu halten . Und er hatte die Denksäule nach seinem Namen genannt ; und man nennt sie das Denkmal Absaloms , bis auf diesen Tag . Und Achimaaz , der Sohn Zadoks , sprach : Ich will doch hinlaufen und dem König Botschaft bringen , daß Jehova ihm Recht verschafft hat von der Hand seiner Feinde . Aber Joab sprach zu ihm : Du sollst nicht Bote sein an diesem Tage , sondern du magst an einem anderen Tage Botschaft bringen ; doch an diesem Tage sollst du nicht Botschaft bringen , da ja der Sohn des Königs tot ist . Und Joab sprach zu dem Kuschiten : Gehe hin , berichte dem König , was du gesehen hast . Und der Kuschit beugte sich nieder vor Joab und lief hin . Da sprach Achimaaz , der Sohn Zadoks , wiederum zu Joab : Was auch geschehen möge , laß doch auch mich hinter dem Kuschiten herlaufen ! Und Joab sprach : Warum willst du denn laufen , mein Sohn , da für dich keine einträgliche Botschaft da ist ? - Was auch geschehen möge , ich will laufen . Und er sprach zu ihm : Laufe ! Und Achimaaz lief den Weg des Jordankreises und kam dem Kuschiten zuvor . Und David saß zwischen den beiden Toren ; und der Wächter ging auf das Dach des Tores , auf die Mauer , und er erhob seine Augen und sah , und siehe , ein Mann , der allein lief . Und der Wächter rief und berichtete es dem König . Und der König sprach : Wenn er allein ist , so ist eine Botschaft in seinem Munde . Und er kam stets näher und näher . Da sah der Wächter einen anderen Mann laufen ; und der Wächter rief dem Torhüter zu und sprach : Siehe , ein Mann , der allein läuft ! Und der König sprach : Auch dieser ist ein Bote . Und der Wächter sprach : Ich sehe den Lauf des ersten an für den Lauf des Achimaaz , des Sohnes Zadoks . Und der König sprach : Das ist ein guter Mann , und er kommt zu guter Botschaft . Und Achimaaz rief und sprach zu dem König : Friede ! Und er beugte sich vor dem König auf sein Antlitz zur Erde nieder und sprach : Gepriesen sei Jehova , dein Gott , der die Männer überliefert hat , die ihre Hand erhoben haben wider meinen Herrn , den König ! Und der König sprach : Geht es dem Jüngling , dem Absalom , wohl ? Und Achimaaz sprach : Ich sah ein großes Getümmel , als Joab den Knecht des Königs und deinen Knecht absandte ; aber ich weiß nicht , was es war . Und der König sprach : Wende dich , stelle dich hierher . Und er wandte sich und blieb stehen . Und siehe , der Kuschit kam , und der Kuschit sprach : Mein Herr , der König , lasse sich die Botschaft bringen , daß Jehova dir heute Recht verschafft hat von der Hand aller , die wider dich aufgestanden sind . Und der König sprach zu dem Kuschiten : Geht es dem Jüngling , dem Absalom , wohl ? Und der Kuschit sprach : Wie dem Jüngling , so möge es den Feinden des Königs , meines Herrn , ergehen und allen , die wider dich aufgestanden sind zum Bösen ! Da wurde der König sehr bewegt , und er stieg hinauf in das Obergemach des Tores und weinte ; und während er ging , sprach er also : Mein Sohn Absalom ! Mein Sohn , mein Sohn Absalom ! Wäre ich doch an deiner Statt gestorben ! Absalom , mein Sohn , mein Sohn ! Und es wurde Joab berichtet : Siehe , der König weint und trauert um Absalom . Und der Sieg wurde an jenem Tage zur Trauer für das ganze Volk ; denn das Volk hörte an jenem Tage sagen : Der König ist betrübt um seinen Sohn . Und das Volk stahl sich in die Stadt hinein an jenem Tage , wie ein Volk sich wegstiehlt , das zu Schanden geworden , wenn es im Streit geflohen ist . Und der König hatte sein Angesicht verhüllt , und der König schrie mit lauter Stimme : Mein Sohn Absalom ! Absalom , mein Sohn , mein Sohn ! Da begab sich Joab zum König ins Haus und sprach : Du hast heute das Angesicht aller deiner Knechte beschämt , die heute dein Leben errettet haben und das Leben deiner Söhne und deiner Töchter , und das Leben deiner Weiber und das Leben deiner Kebsweiber , indem du liebst , die dich hassen , und hassest , die dich lieben ; denn du hast heute kundgetan , daß dir Oberste und Knechte nichts sind ; denn heute erkenne ich , daß , wenn Absalom lebendig und wir alle heute tot wären , daß es dann recht wäre in deinen Augen . Und nun mache dich auf , gehe hinaus und rede zum Herzen deiner Knechte ; denn ich schwöre bei Jehova , wenn du nicht hinausgehst , so wird diese Nacht nicht ein Mann bei dir bleiben ; und das wäre schlimmer für dich als alles Übel , das über dich gekommen ist von deiner Jugend an bis jetzt . Da machte der König sich auf und setzte sich in das Tor . Und man berichtete allem Volke und sprach : Siehe , der König sitzt im Tore ! Da kam alles Volk vor den König . Israel aber war geflohen , ein jeder nach seinen Zelten . Und das ganze Volk haderte miteinander unter allen Stämmen Israels und sprach : Der König hat uns aus der Hand unserer Feinde errettet , und er hat uns befreit aus der Hand der Philister ; und jetzt ist er vor Absalom aus dem Lande geflohen . Absalom aber , den wir über uns gesalbt hatten , ist im Streit gestorben ; und nun , warum schweiget ihr davon , den König zurückzuführen ? Und der König David sandte zu Zadok und zu Abjathar , den Priestern , und sprach : Redet zu den Ältesten von Juda und sprechet : Warum wollt ihr die letzten sein , den König in sein Haus zurückzuführen ? Denn die Rede des ganzen Israel ist zum König in sein Haus gekommen . Meine Brüder seid ihr , ihr seid mein Gebein und mein Fleisch ; und warum wollt ihr die letzten sein , den König zurückzuführen ? Und zu Amasa sollt ihr sagen : Bist du nicht mein Gebein und mein Fleisch ? So soll mir Gott tun und so hinzufügen , wenn du nicht alle Tage Heeroberster vor mir sein sollst an Joabs Statt ! Und er neigte das Herz aller Männer von Juda wie eines Mannes Herz ; und sie entboten dem Könige : Kehre zurück , du und alle deine Knechte . Und der König kehrte zurück und kam bis an den Jordan ; und Juda kam nach Gilgal , dem König entgegen , um den König über den Jordan zu führen . Da eilte Simei , der Sohn Geras , der Benjaminiter , der von Bachurim war , und kam mit den Männern von Juda herab , dem König David entgegen ; und mit ihm waren tausend Mann von Benjamin , und Ziba , der Diener des Hauses Sauls , und seine fünfzehn Söhne und seine zwanzig Knechte mit ihm ; und sie zogen über den Jordan , dem König entgegen . ( Eine Fähre aber fuhr über , um das Haus des Königs hinüberzuführen und zu tun , was gut war in seinen Augen . ) Und Simei , der Sohn Geras , fiel vor dem König nieder , als er im Begriff stand , über den Jordan zu fahren . Und er sprach zu dem König : Mein Herr wolle mir keine Verschuldung zurechnen ; und gedenke nicht , wie dein Knecht sich vergangen hat an dem Tage , da mein Herr , der König , aus Jerusalem zog , daß der König es zu Herzen nehme ! Denn dein Knecht weiß wohl , daß ich gesündigt habe . Und siehe , ich bin heute gekommen , der erste vom ganzen Hause Joseph , um hinabzugehen , meinem Herrn , dem König , entgegen . Und Abisai , der Sohn der Zeruja , antwortete und sprach : Sollte nicht Simei dafür getötet werden , daß er dem Gesalbten Jehovas geflucht hat ? Aber David sprach : Was haben wir miteinander zu schaffen , ihr Söhne der Zeruja , daß ihr mir heute zu Widersachern werdet ? Sollte heute ein Mann in Israel getötet werden ? Denn weiß ich nicht , daß ich heute König bin über Israel ? Und der König sprach zu Simei : Du sollst nicht sterben ! Und der König schwur ihm . Und Mephiboseth , der Sohn Sauls , kam herab , dem König entgegen . Und er hatte seine Füße nicht gereinigt und seinen Bart nicht gemacht und seine Kleider nicht gewaschen von dem Tage an , da der König weggegangen war , bis zu dem Tage , da er in Frieden einzog . Und es geschah , als Jerusalem dem König entgegenkam , da sprach der König zu ihm : Warum bist du nicht mit mir gezogen , Mephiboseth ? Und er sprach : Mein Herr König ! Mein Knecht hat mich betrogen ; denn dein Knecht sprach : Ich will mir den Esel satteln und darauf reiten und mit dem König ziehen , denn dein Knecht ist lahm ; und er hat deinen Knecht bei meinem Herrn , dem König verleumdet . Aber mein Herr , der König , ist wie ein Engel Gottes : So tue , was gut ist in deinen Augen . Denn das ganze Haus meines Vaters war nichts anderes als Männer des Todes vor meinem Herrn , dem König ; und doch hast du deinen Knecht unter die gesetzt , welche an deinem Tische essen . Und was für ein Recht habe ich noch ? Und um was hätte ich noch zum König zu schreien ? Und der König sprach zu ihm : Warum redest du noch von deinen Sachen ? Ich sage : Du und Ziba , ihr sollt die Felder teilen . Da sprach Mephiboseth zu dem König : Er mag auch das Ganze nehmen , nachdem mein Herr , der König , in Frieden in sein Haus gekommen ist . Und Barsillai , der Gileaditer , kam von Rogelim herab und ging mit dem König über den Jordan , um ihn über den Jordan zu geleiten . Barsillai war aber sehr alt , ein Mann von achtzig Jahren ; und er hatte den König versorgt , als er zu Machanaim weilte , denn er war ein sehr reicher Mann . Und der König sprach zu Barsillai : Gehe du mit mir hinüber , und ich will dich bei mir versorgen zu Jerusalem . Und Barsillai sprach zu dem König : Wie viel sind noch der Tage meiner Lebensjahre , daß ich mit dem König nach Jerusalem hinaufziehen sollte ? Ich bin heute achtzig Jahre alt ; kann ich Gutes und Schlechtes unterscheiden ? Oder kann dein Knecht schmecken , was ich esse und was ich trinke ? Oder kann ich noch auf die Stimme der Sänger und der Sängerinnen horchen ? Und warum sollte dein Knecht meinem Herrn , dem König , noch zur Last sein ? Dein Knecht würde nur auf kurze Zeit mit dem König über den Jordan gehen ; und warum sollte der König mir diese Vergeltung erweisen ? Laß doch deinen Knecht zurückkehren , daß ich in meiner Stadt sterbe , bei dem Grabe meines Vaters und meiner Mutter . Aber siehe , hier ist dein Knecht Kimham : Er möge mit meinem Herrn , dem König , hinübergehen ; und tue ihm , was gut ist in deinen Augen . Und der König sprach : Kimham soll mit mir hinübergehen , und ich will ihm tun , was gut ist in deinen Augen ; und alles , was du von mir begehren wirst , will ich für dich tun . Und alles Volk ging über den Jordan , und auch der König ging hinüber . Und der König küßte Barsillai und segnete ihn ; und er kehrte an seinen Ort zurück . Und der König ging hinüber nach Gilgal , und Kimham ging mit ihm hinüber . Und alles Volk von Juda , und auch die Hälfte des Volkes von Israel , führte den König hinüber . Und siehe , alle Männer von Israel kamen zu dem König und sprachen zu dem König : Warum haben unsere Brüder , die Männer von Juda , dich weggestohlen und den König und sein Haus und alle Männer Davids mit ihm über den Jordan geführt ? Und alle Männer von Juda antworteten den Männern von Israel : Weil der König mir nahe steht ; und warum bist du denn über diese Sache erzürnt ? Haben wir etwa von dem König Nahrung empfangen , oder hat er uns irgend ein Geschenk gemacht ? Aber die Männer von Israel antworteten den Männern von Juda und sprachen : Ich habe zehn Teile an dem König , und habe auch an David mehr Anrecht als du ; und warum hast du mich gering geachtet ? Und ist nicht mein Wort das erste gewesen , meinen König zurückzuführen ? Und das Wort der Männer von Juda war härter als das Wort der Männer von Israel . Und daselbst war zufällig ein Mann Belials , sein Name war Scheba , der Sohn Bikris , ein Benjaminiter ; und er stieß in die Posaune und sprach : Wir haben kein Teil an David und kein Erbteil an dem Sohne Isais ! Ein jeder zu seinen Zelten , Israel ! Da zogen alle Männer von Israel von David hinweg , Scheba , dem Sohne Bikris , nach . Die Männer von Juda aber hingen ihrem König an , vom Jordan bis Jerusalem . Und David kam nach seinem Hause , nach Jerusalem . Und der König nahm die zehn Kebsweiber , die er zurückgelassen hatte , um das Haus zu bewahren , und tat sie in Gewahrsam und versorgte sie ; er ging aber nicht zu ihnen ein ; und sie waren eingeschlossen bis zum Tage ihres Todes , als Witwen lebend . Und der König sprach zu Amasa : Berufe mir die Männer von Juda binnen drei Tagen , und stelle dich selbst hier ein . Und Amasa ging hin , Juda zu berufen ; aber er verzog über die bestimmte Zeit , die er ihm bestimmt hatte . Da sprach David zu Abisai : Nun wird uns Scheba , der Sohn Bikris , mehr Übles tun als Absalom . Nimm du die Knechte deines Herrn und jage ihm nach , ob er nicht feste Städte für sich gefunden und sich unseren Augen entzogen hat . Da zogen die Männer Joabs aus , ihm nach , und die Kerethiter und die Pelethiter und alle die Helden ; und sie zogen aus von Jerusalem , um Scheba , dem Sohne Bikris , nachzujagen . Sie waren bei dem großen Steine , der zu Gibeon ist , da kam Amasa ihnen entgegen . Und Joab war mit seinem Waffenrock als seinem Gewande umgürtet , und darüber war der Gürtel des Schwertes , das in seiner Scheide an seinen Lenden befestigt war ; und als er hervortrat , fiel es heraus . Und Joab sprach zu Amasa : Geht es dir wohl , mein Bruder ? Und Joab faßte mit der rechten Hand Amasas Bart , um ihn zu küssen . Amasa hatte aber nicht achtgegeben auf das Schwert , das in Joabs Hand war ; und Joab schlug ihn damit in den Bauch und schüttete seine Eingeweide aus zur Erde , und gab ihm keinen zweiten Schlag ; und er starb . Joab aber und Abisai , sein Bruder , jagten Scheba , dem Sohne Bikris , nach . Und ein Mann von den Knaben Joabs blieb bei Amasa stehen und sprach : Wer Joab lieb hat und wer für David ist , folge Joab nach ! Amasa aber wälzte sich im Blute mitten auf der Straße ; und als der Mann sah , daß alles Volk stehen blieb , schaffte er Amasa von der Straße auf das Feld und warf ein Oberkleid über ihn , da er sah , daß jeder , der an ihn herankam , stehen blieb . Als er von der Straße weggeschafft war , zog jedermann vorüber , Joab nach , um Scheba , dem Sohne Bikris , nachzujagen . Und er durchzog alle Stämme Israels nach Abel und Beth-Maaka und ganz Berim ; und sie versammelten sich und kamen ihm ebenfalls nach . Und sie kamen und belagerten ihn in Abel-Beth-Maaka , und sie schütteten einen Wall gegen die Stadt auf , so daß derselbe an der Vormauer stand ; und alles Volk , das mit Joab war , unterwühlte die Mauer , um sie zu stürzen . Da rief ein kluges Weib aus der Stadt : Höret höret ! Sprechet doch zu Joab : Nahe hierher , daß ich zu dir rede ! Und er näherte sich ihr . Und das Weib sprach : Bist du Joab ? Und er sprach : Ich bin&#039;s . Und sie sprach zu ihm : Höre die Worte deiner Magd ! Und er sprach : Ich höre . Und sie sprach und sagte : Früher pflegte man zu sprechen und zu sagen : Man frage nur in Abel ; und so war man fertig . Ich bin von den Friedsamen , den Getreuen Israels ; du suchst eine Stadt und Mutter in Israel zu töten . Warum willst du das Erbteil Jehovas verschlingen ? Und Joab antwortete und sprach : Fern , fern sei es von mir , daß ich verschlingen und daß ich verderben sollte ! Die Sache ist nicht also ; sondern ein Mann vom Gebirge Ephraim , sein Name ist Scheba , der Sohn Bikris , hat seine Hand wider den König , wider David , erhoben ; ihn allein gebet heraus , so will ich von der Stadt abziehen . Und das Weib sprach zu Joab : Siehe , sein Kopf soll dir über die Mauer zugeworfen werden . Und das Weib kam zu dem ganzen Volke mit ihrer Klugheit ; und sie hieben Scheba , dem Sohne Bikris , den Kopf ab und warfen ihn Joab zu . Und er stieß in die Posaune , und sie zerstreuten sich von der Stadt hinweg , ein jeder nach seinen Zelten ; und Joab kehrte zu dem König nach Jerusalem zurück . Und Joab war über das ganze Heer Israels ; und Benaja , der Sohn Jojadas , war über die Kerethiter und über die Pelethiter ; und Adoram war über die Fron ; und Josaphat , der Sohn Ahiluds , war Geschichtsschreiber ; und Scheja war Schreiber ; und Zadok und Abjathar waren Priester ; und auch Ira , der Jairiter , war Krondiener Davids . Und es war Hungersnot in den Tagen Davids drei Jahre , Jahr auf Jahr . Und David suchte das Angesicht Jehovas ; und Jehova sprach : Es ist wegen Sauls und wegen des Bluthauses , weil er die Gibeoniter getötet hat . Da berief der König die Gibeoniter und redete zu ihnen . ( Die Gibeoniter waren aber nicht von den Kindern Israel , sondern von dem Reste der Amoriter ; und die Kinder Israel hatten ihnen geschworen ; Saul aber suchte sie zu erschlagen , da er für die Kinder Israel und Juda eiferte . ) Und David sprach zu den Gibeonitern : Was soll ich für euch tun , und womit soll ich Sühnung tun , daß ihr das Erbteil Jehovas segnet ? Und die Gibeoniter sprachen zu ihm : Es ist uns nicht um Silber und Gold zu tun betreffs Sauls und betreffs seines Hauses , und es ist uns nicht darum zu tun , jemand in Israel zu töten . Und er sprach : Was ihr saget , will ich für euch tun . Da sprachen sie zu dem König : Der Mann , der uns vernichtet hat , und der wider uns sann , daß wir vertilgt würden , um nicht mehr zu bestehen in allen Grenzen Israels : - Man gebe uns sieben Männer von seinen Söhnen , daß wir sie dem Jehova aufhängen zu Gibea Sauls , des Erwählten Jehovas . Und der König sprach : Ich will sie geben . Aber der König verschonte Mephiboseth , den Sohn Jonathans , des Sohnes Sauls , um des Schwures Jehovas willen , der zwischen ihnen war , zwischen David und Jonathan , dem Sohne Sauls . Und der König nahm die beiden Söhne Rizpas , der Tochter Ajas , die sie dem Saul geboren hatte , Armoni und Mephiboseth , und die fünf Söhne Michals , der Tochter Sauls , die sie dem Adriel geboren hatte , dem Sohne Barsillais , des Meholathiters , und er gab sie in die Hand der Gibeoniter ; und sie hängten sie auf dem Berge vor Jehova auf . Und es fielen die sieben zugleich , und sie wurden getötet in den ersten Tagen der Ernte , im Anfang der Gerstenernte . Da nahm Rizpa , die Tochter Ajas , Sacktuch , und breitete es sich aus auf dem Felsen , vom Anfang der Ernte an , bis das Wasser vom Himmel über sie troff ; und sie ließ das Gevögel des Himmels nicht auf ihnen ruhen bei Tage , noch das Getier des Feldes bei Nacht . Und es wurde David berichtet , was Rizpa , die Tochter Ajas , das Kebsweib Sauls , getan hatte . Da ging David hin und nahm von den Bürgern von Jabes-Gilead die Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes Jonathan , welche sie von dem Marktplatze zu Beth-Schan heimlich weggenommen , wo die Philister sie aufgehängt hatten an dem Tage , da die Philister Saul schlugen auf dem Gilboa . Und er brachte die Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes Jonathan von dannen herauf ; und man sammelte die Gebeine der Gehängten , und begrub sie bei den Gebeinen Sauls und Jonathans , seines Sohnes , im Lande Benjamin , zu Zela , im Begräbnis seines Vaters Kis ; und man tat alles , was der König geboten hatte . Und danach ließ Gott sich für das Land erbitten . Und wiederum entstand ein Streit der Philister mit Israel . Und David zog hinab , und seine Knechte mit ihm , und sie stritten mit den Philistern . Und David war ermattet ; und Jischbi-Benob , der von den Söhnen des Rapha war ( das Gewicht seiner Lanzenspitze war dreihundert Sekel Erz an Gewicht , und er war neu gerüstet ) , gedachte David zu erschlagen . Aber Abisai , der Sohn der Zeruja , kam ihm zu Hilfe und schlug den Philister und tötete ihn . Damals schwuren die Männer Davids ihm zu und sprachen : Du sollst nicht mehr mit uns ausziehen zum Streit , daß du die Leuchte Israels nicht auslöschest ! Und es geschah hernach , da begann wiederum der Streit mit den Philistern , zu Gob . Damals erschlug Sibbekai , der Huschathiter , den Saph , der von den Söhnen des Rapha war . Und wiederum begann der Streit mit den Philistern , zu Gob . Und Elchanan , der Sohn Jaare-Orgims , der Bethlehemiter , erschlug Goliath , den Gathiter ; und der Schaft seines Speeres war wie ein Weberbaum . Und wiederum entstand ein Streit zu Gath . Da war ein Mann von großer Länge , und er hatte je sechs Finger an seinen Händen und je sechs Zehen an seinen Füßen , vierundzwanzig an der Zahl ; und auch er war dem Rapha geboren worden . Und er höhnte Israel ; und Jonathan , der Sohn Schimeas , des Bruders Davids , erschlug ihn . Diese vier wurden dem Rapha zu Gath geboren ; und sie fielen durch die Hand Davids und durch die Hand seiner Knechte . Und David redete zu Jehova die Worte dieses Liedes an dem Tage , da Jehova ihn aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls errettet hatte ; und er sprach : Jehova ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter . Gott ist mein Fels , auf ihn werde ich trauen , mein Schild und das Horn meines Heils , meine hohe Feste und meine Zuflucht . Mein Retter , von Gewalttat wirst du mich retten ! Ich werde Jehova anrufen , der zu loben ist , und ich werde gerettet werden von meinen Feinden . Denn mich umfingen die Wogen des Todes , die Ströme Belials erschreckten mich ; die Bande des Scheols umringten mich , es ereilten mich die Fallstricke des Todes . In meiner Bedrängnis rief ich zu Jehova , und ich rief zu meinem Gott ; und er hörte aus seinem Tempel meine Stimme , und mein Schrei kam in seine Ohren . Da wankte und bebte die Erde ; die Grundfesten des Himmels zitterten und wankten , weil er entbrannt war . Rauch stieg auf von seiner Nase , und Feuer fraß aus seinem Munde ; glühende Kohlen brannten aus ihm . Und er neigte die Himmel und fuhr hernieder , und Dunkel war unter seinen Füßen . Und er fuhr auf einem Cherub und flog daher , und er erschien auf den Fittichen des Windes . Und Finsternis machte er rings um sich her zum Gezelt , Sammlung der Wasser , dichtes Himmelsgewölk . Aus dem Glanze vor ihm brannten feurige Kohlen . Es donnerte Jehova vom Himmel her , und der Höchste ließ seine Stimme erschallen . Und er schoß Pfeile und zerstreute sie , seinen Blitz , und verwirrte sie . Da wurden gesehen die Betten des Meeres , aufgedeckt die Grundfesten des Erdkreises durch das Schelten Jehovas , vor dem Schnauben des Hauches seiner Nase . Er streckte seine Hand aus von der Höhe , er nahm mich , er zog mich aus großen Wassern ; Er errettete mich von meinem starken Feinde , von meinen Hassern ; denn sie waren mächtiger als ich . Sie ereilten mich am Tage meines Unglücks , aber Jehova ward mir zur Stütze . Und er führte mich heraus ins Weite , er befreite mich , weil er Lust an mir hatte . Jehova vergalt mir nach meiner Gerechtigkeit , nach der Reinheit meiner Hände erstattete er mir . Denn ich habe bewahrt die Wege Jehovas , und bin von meinem Gott nicht frevelhaft abgewichen . Denn alle seine Rechte waren vor mir , und seine Satzungen , ich bin nicht davon gewichen ; Und ich war vollkommen gegen ihn und hütete mich vor meiner Ungerechtigkeit . Und Jehova erstattete mir nach meiner Gerechtigkeit , nach meiner Reinheit vor seinen Augen . Gegen den Gütigen erzeigst du dich gütig , gegen den vollkommenen Mann erzeigst du dich vollkommen ; gegen den Reinen erzeigst du dich rein , und gegen den Verkehrten erzeigst du dich entgegenstreitend . Und du wirst retten das elende Volk ; aber deine Augen sind wider die Hoffärtigen , die du erniedrigen wirst . Denn du bist meine Leuchte , Jehova ; und Jehova erhellt meine Finsternis . Denn mit dir werde ich gegen eine Schar anrennen , mit meinem Gott werde ich eine Mauer überspringen . Gott , sein Weg ist vollkommen ; Jehovas Wort ist geläutert ; ein Schild ist er allen , die auf ihn trauen . Denn wer ist Gott , außer Jehova , und wer ein Fels , außer unserem Gott ? Gott ist meine starke Feste , und er lenkt vollkommen meinen Weg . Er macht meine Füße denen der Hindinnen gleich , und stellt mich hin auf meine Höhen . Er lehrt meine Hände den Streit , und meine Arme spannen den ehernen Bogen . Und du gabst mir den Schild deines Heils , und deine Herablassung machte mich groß . Du machtest Raum meinen Schritten unter mir , und meine Knöchel haben nicht gewankt . Meinen Feinden jagte ich nach und vertilgte sie ; und ich kehrte nicht um , bis sie aufgerieben waren . Und ich rieb sie auf und zerschmetterte sie ; und sie standen nicht wieder auf , und sie fielen unter meine Füße . Und du umgürtetest mich mit Kraft zum Streit , beugtest unter mich , die wider mich aufstanden . Und du gabst mir den Rücken meiner Feinde ; meine Hasser , ich vernichtete sie . Sie blickten umher , und kein Retter war da zu Jehova , und er antwortete ihnen nicht . Und ich zermalmte sie wie Staub der Erde ; wie Straßenkot zertrat , zerstampfte ich sie . Und du errettetest mich aus den Streitigkeiten meines Volkes ; du bewahrtest mich auf zum Haupte der Nationen ; ein Volk , das ich nicht kannte , dient mir . Die Söhne der Fremde unterwarfen sich mir mit Schmeichelei ; beim Hören des Ohres gehorchten sie mir . Die Söhne der Fremde sanken hin und zitterten hervor aus ihren Schlössern . Jehova lebt , und gepriesen sei mein Fels ! Und erhoben werde der Gott , der Fels meines Heils ! Der Gott , der mir Rache gab und die Völker unter mich niederwarf ; und der mich herausführte aus der Mitte meiner Feinde . Ja , du erhöhtest mich über die , welche wider mich aufstanden , von dem Manne der Gewalttat befreitest du mich . Darum , Jehova , will ich dich preisen unter den Nationen und Psalmen singen deinem Namen , Dich , der groß macht die Rettungen seines Königs , und Güte erweist seinem Gesalbten , David und seinem Samen ewiglich . Und dies sind die letzten Worte Davids : Es spricht David , der Sohn Isais , und es spricht der hochgestellte Mann , der Gesalbte des Gottes Jakobs und der Liebliche in Gesängen Israels : Der Geist Jehovas hat durch mich geredet , und sein Wort war auf meiner Zunge . Es hat gesprochen der Gott Israels , der Fels Israels zu mir geredet : Ein Herrscher unter den Menschen , gerecht , ein Herrscher in Gottesfurcht ; und er wird sein wie das Licht des Morgens , wenn die Sonne aufgeht , ein Morgen ohne Wolken : Von ihrem Glanze nach dem Regen sproßt das Grün aus der Erde . Obwohl mein Haus nicht also ist bei Gott , so hat er mir doch einen ewigen Bund gesetzt , geordnet in allem und verwahrt ; denn dies ist all meine Rettung und all mein Begehr , obwohl er es nicht sprossen läßt ! Aber die Söhne Belials sind allesamt wie Dornen , die man wegwirft ; denn mit der Hand faßt man sie nicht an ; und der Mann , der sie anrührt , versieht sich mit Eisen und Speeresschaft ; und mit Feuer werden sie gänzlich verbrannt an ihrer Stätte . - Dies sind die Namen der Helden , welche David hatte : Joscheb-Baschebeth , der Tachkemoniter , das Haupt der Anführer ; er . . . Adino , der Ezniter , war wider achthundert , die er auf einmal erschlug . Und nach ihm Eleasar , der Sohn Dodos , der Sohn eines Achochiters ; er war unter den drei Helden mit David , als sie die Philister verhöhnten , die daselbst zum Streit versammelt waren , und als die Männer von Israel wegzogen . Selbiger machte sich auf und schlug unter den Philistern , bis seine Hand ermüdete und seine Hand am Schwerte klebte ; und Jehova schaffte an jenem Tage eine große Rettung . Das Volk aber kehrte um , ihm nach , nur um zu plündern . Und nach ihm Schamma , der Sohn Ages , des Harariters . Und die Philister versammelten sich zu einer Schar ; und es war daselbst ein Ackerstück voll Linsen ; das Volk aber floh vor den Philistern . Da stellte er sich mitten auf das Stück und rettete es und schlug die Philister ; und Jehova schaffte eine große Rettung . Und drei von den dreißig Häuptern gingen hinab und kamen zur Erntezeit zu David , in die Höhle Adullam ; und eine Schar der Philister lagerte im Tale Rephaim . David war aber damals auf der Bergfeste , und eine Aufstellung der Philister war damals zu Bethlehem . Und David hatte ein Gelüste und sprach : Wer wird mich mit Wasser tränken aus der Zisterne von Bethlehem , die am Tore ist ? Da brachen die drei Helden durch das Lager der Philister und schöpften Wasser aus der Zisterne von Bethlehem , die am Tore ist , und trugen und brachten es zu David . Aber er wollte es nicht trinken und goß es aus als Trankopfer dem Jehova ; und er sprach : Fern sei es von mir , Jehova , daß ich solches tue ! Sollte ich das Blut der Männer trinken , die mit Gefahr ihres Lebens hingegangen sind ? Und er wollte es nicht trinken . Das taten die drei Helden . Und Abisai , der Bruder Joabs , der Sohn der Zeruja , war ein Haupt der Drei . Und er schwang seinen Speer über dreihundert , die er erschlug ; und er hatte einen Namen unter den Dreien . War er vor den Dreien nicht geehrt , so daß er ihr Oberster wurde ? Aber an die ersten Drei reichte er nicht . Und Benaja , der Sohn Jojadas , der Sohn eines tapferen Mannes , groß an Taten , von Kabzeel ; selbiger erschlug zwei Löwen von Moab . Und er stieg hinab und erschlug den Löwen in der Grube an einem Schneetage . Und er war es , der einen ägyptischen Mann erschlug , einen stattlichen Mann . Und der Ägypter hatte einen Speer in der Hand ; er aber ging zu ihm hinab mit einem Stabe , und riß dem Ägypter den Speer aus der Hand und tötete ihn mit seinem eigenen Speere . Das tat Benaja , der Sohn Jojadas ; und er hatte einen Namen unter den drei Helden . Vor den Dreißigen war er geehrt , aber an die ersten Drei reichte er nicht . Und David setzte ihn in seinen geheimen Rat . Asael , der Bruder Joabs , war unter den Dreißig ; Elchanan , der Sohn Dodos , von Bethlehem ; Schamma , der Haroditer ; Elika , der Haroditer ; Helez , der Paltiter ; Ira , der Sohn Ikkesch&#039; , der Tekoiter ; Abieser , der Anathothiter ; Mebunnai , der Huschathiter ; Zalmon , der Achochiter ; Maharai , der Netophatiter ; Heleb , der Sohn Baanas , der Netophatiter ; Ittai , der Sohn Ribais , von Gibea der Kinder Benjamin ; Benaja , der Pirhathoniter ; Hiddai , von den Bächen Gaasch ; Abi-Albon , der Arbathiter ; Asmaweth , der Barchumiter ; Eljachba , der Schaalboniter ; Bne-Jaschen ; Jonathan ; Schamma , der Harariter ; Achiam , der Sohn Scharars , der Arariter ; Eliphelet , der Sohn Achasbais , des Sohnes des Maakathiters ; Eliam , der Sohn Ahitophels , der Giloniter ; Hezrai , der Karmeliter , Paarai , der Arbiter ; Jigal , der Sohn Nathans , von Zoba ; Bani , der Gaditer ; Zelek , der Ammoniter ; Nacharai , der Beerothiter , der Waffenträger Joabs , des Sohnes der Zeruja ; Ira , der Jithriter ; Gareb , der Jithriter ; Urija , der Hethiter : in allem siebenunddreißig . Und der Zorn Jehovas entbrannte abermals wider Israel ; und er reizte David wider sie , indem er sprach : Gehe hin , zähle Israel und Juda ! Da sprach der König zu Joab , dem Heerobersten , der bei ihm war : Gehe doch umher durch alle Stämme Israels , von Dan bis Beerseba , und musterte das Volk , damit ich die Zahl des Volkes wisse . Und Joab sprach zu dem König : Es möge Jehova , dein Gott , zu dem Volke , so viele ihrer auch sind , hundertmal hinzufügen , während die Augen meines Herrn , des Königs , es sehen ! Aber warum hat mein Herr , der König , Gefallen an dieser Sache ? Aber das Wort des Königs blieb fest gegen Joab und gegen die Obersten des Heeres . Und Joab und die Obersten des Heeres zogen aus vor dem König , um das Volk Israel zu mustern . Und sie gingen über den Jordan und lagerten sich zu Aroer , rechts von der Stadt , die mitten im Flußtale von Gad liegt , und nach Jaser hin . Und sie kamen nach Gilead und in das Land Tachtim-Hodschi ; und sie kamen nach Dan-Jaan und in die Umgegend von Zidon ; und sie kamen zu der festen Stadt Zor und zu allen Städten der Hewiter und der Kanaaniter ; und sie zogen hinaus in den Süden von Juda nach Beerseba . Und sie zogen umher durch das ganze Land , und kamen am Ende von neun Monaten und zwanzig Tagen nach Jerusalem zurück . Und Joab gab die Zahl des gemusterten Volkes dem König an ; und es waren in Israel achthunderttausend Kriegsmänner , die das Schwert zogen , und der Männer von Juda fünfhunderttausend Mann . Aber dem David schlug sein Herz , nachdem er das Volk gezählt hatte ; und David sprach zu Jehova : Ich habe sehr gesündigt in dem , was ich getan habe ; und nun , Jehova , laß doch die Ungerechtigkeit deines Knechtes vorübergehen , denn ich habe sehr töricht gehandelt ! Und als David am Morgen aufstand , da geschah das Wort Jehovas zu Gad , dem Propheten , dem Seher Davids , indem er sprach : Gehe hin und rede zu David : So spricht Jehova : Dreierlei lege ich dir vor ; wähle dir eines davon , daß ich es dir tue . Und Gad kam zu David und tat es ihm kund und sprach zu ihm : Sollen dir sieben Jahre Hungersnot in dein Land kommen ? Oder willst du drei Monate vor deinen Feinden fliehen , indem sie dir nachjagen ? Oder soll drei Tage Pest in deinem Lande sein ? Nun wisse und sieh , was für eine Antwort ich dem zurückbringen soll , der mich gesandt hat . Und David sprach zu Gad : Mir ist sehr angst ! Mögen wir doch in die Hand Jehovas fallen , denn seine Erbarmungen sind groß ; aber in die Hand der Menschen laß mich nicht fallen ! Da sandte Jehova eine Pest unter Israel , vom Morgen an bis zur bestimmten Zeit ; und es starben von dem Volke , von Dan bis Beerseba , siebzigtausend Mann . Und als der Engel seine Hand gegen Jerusalem ausstreckte , um es zu verderben , da reute Jehova des Übels , und er sprach zu dem Engel , der unter dem Volke verderbte : Genug ! Ziehe jetzt deine Hand ab . Der Engel Jehovas war aber bei der Tenne Arawnas , des Jebusiters . Und als David den Engel sah , der unter dem Volke schlug , sprach er zu Jehova und sagte : Siehe , ich habe gesündigt , und ich habe verkehrt gehandelt ; aber diese Schafe , was haben sie getan ? Es sei doch deine Hand wider mich , und wider das Haus meines Vaters ! Und Gad kam zu David an selbigem Tage und sprach zu ihm : Gehe hinauf , errichte Jehova einen Altar auf der Tenne Arawnas , des Jebusiters . Und David ging hinauf , nach dem Worte Gads , so wie Jehova geboten hatte . Und Arawna blickte hin und sah den König und seine Knechte zu sich herüberkommen ; da ging Arawna hinaus und beugte sich vor dem König nieder , mit seinem Antlitz zur Erde . Und Arawna sprach : Warum kommt mein Herr , der König , zu seinem Knechte ? Und David sprach : Die Tenne von dir zu kaufen , um Jehova einen Altar zu bauen , damit die Plage von dem Volke abgewehrt werde . Da sprach Arawna zu David : Mein Herr , der König , nehme und opfere , was gut ist in seinen Augen ; siehe , die Rinder sind zum Brandopfer , und die Dreschwagen und die Geschirre der Rinder zum Holz : alles das , o König , gibt Arawna dem König . Und Arawna sprach zu dem König : Jehova , dein Gott , nehme dich wohlgefällig an ! Aber der König sprach zu Arawna : Nein , sondern kaufen will ich es von dir um einen Preis , und ich will Jehova , meinem Gott , nicht umsonst Brandopfer opfern . Und David kaufte die Tenne und die Rinder um fünfzig Sekel Silber . Und David baute daselbst Jehova einen Altar , und opferte Brandopfer und Friedensopfer . Und Jehova ließ sich für das Land erbitten , und die Plage wurde von Israel abgewehrt . </passage></reply></GetPassage>