<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.elberfelder1905:25</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.elberfelder1905:25</urn><passage>Wie sitzt einsam die volkreiche Stadt , ist einer Witwe gleich geworden die Große unter den Nationen ; die Fürstin unter den Landschaften ist zinsbar geworden ! Bitterlich weint sie des Nachts , und ihre Tränen sind auf ihren Wangen ; sie hat keinen Tröster unter allen , die sie liebten ; alle ihre Freunde haben treulos an ihr gehandelt , sind ihr zu Feinden geworden . Juda ist ausgewandert vor Elend und vor schwerer Dienstbarkeit ; es wohnt unter den Nationen , hat keine Ruhe gefunden ; seine Verfolger haben es in der Bedrängnis ergriffen . Die Wege Zions trauern , weil niemand zum Feste kommt ; alle ihre Tore sind öde ; ihre Priester seufzen ; ihre Jungfrauen sind betrübt , und ihr selbst ist es bitter . Ihre Bedränger sind zum Haupte geworden , ihre Feinde sind wohlgemut ; denn Jehova hat sie betrübt wegen der Menge ihrer Übertretungen ; vor dem Bedränger her sind ihre Kinder in Gefangenschaft gezogen . Und von der Tochter Zion ist all ihre Pracht gewichen ; ihre Fürsten sind wie Hirsche geworden , die keine Weide finden , und kraftlos gingen sie vor dem Verfolger einher . In den Tagen ihres Elends und ihres Umherirrens gedenkt Jerusalem all ihrer Kostbarkeiten , die seit den Tagen der Vorzeit waren , da nun ihr Volk durch die Hand des Bedrängers gefallen ist und sie keinen Helfer hat : Die Bedränger sehen sie an , spotten ihres Feierns . Jerusalem hat schwer gesündigt , darum ist sie wie eine Unreine geworden ; alle , die sie ehrten , verachten sie , weil sie ihre Blöße gesehen haben ; auch sie selbst seufzt und wendet sich ab . Ihre Unreinigkeit ist an ihren Säumen ; sie hat ihr Ende nicht bedacht und ist wunderbar heruntergekommen : Da ist niemand , der sie tröste . Sieh , Jehova , mein Elend , denn der Feind hat großgetan ! Der Bedränger hat seine Hand ausgebreitet über alle ihre Kostbarkeiten ; denn sie hat gesehen , daß Nationen in ihr Heiligtum gekommen sind , von welchen du geboten hast : Sie sollen nicht in deine Versammlung kommen ! All ihr Volk seufzt , sucht nach Brot ; sie geben ihre Kostbarkeiten für Speise hin , um sich zu erquicken . Sieh , Jehova , und schaue , daß ich verachtet bin ! Merket ihr es nicht , alle , die ihr des Weges ziehet ? Schauet und sehet , ob ein Schmerz sei wie mein Schmerz , der mir angetan worden , mir , die Jehova betrübt hat am Tage seiner Zornglut . Aus der Höhe hat er ein Feuer in meine Gebeine gesandt , daß es sie überwältigte ; ein Netz hat er meinen Füßen ausgebreitet , hat mich zurückgewendet ; er hat mich zur Wüste gemacht , siech den ganzen Tag . Angeschirrt durch seine Hand ist das Joch meiner Übertretungen : Sie haben sich verflochten , sind auf meinen Hals gekommen ; er hat meine Kraft gebrochen . Der Herr hat mich in Hände gegeben , daß ich mich nicht aufrichten kann . Der Herr hat alle meine Starken weggerafft in meiner Mitte ; er hat ein Fest wider mich ausgerufen , um meine Jünglinge zu zerschmettern ; der Herr hat der Jungfrau , der Tochter Juda , die Kelter getreten . Darüber weine ich , rinnt mein Auge , mein Auge von Wasser ; denn fern von mir ist ein Tröster , der meine Seele erquicken könnte ; meine Kinder sind vernichtet , denn der Feind hat obgesiegt . Zion breitet ihre Hände aus : Da ist niemand , der sie tröste . Jehova hat seine Bedränger ringsum gegen Jakob entboten ; wie eine Unreine ist Jerusalem unter ihnen geworden . Jehova ist gerecht , denn ich bin widerspenstig gegen seinen Mund gewesen . Höret doch , ihr Völker alle , und sehet meinen Schmerz ! Meine Jungfrauen und meine Jünglinge sind in die Gefangenschaft gezogen . Ich rief meinen Liebhabern , sie aber betrogen mich ; meine Priester und meine Ältesten sind in der Stadt verschieden , als sie für sich Speise suchten , damit sie ihre Seele erquicken möchten . Sieh , Jehova , wie mir angst ist ! Meine Eingeweide wallen , mein Herz wendet sich um in meinem Innern ; denn ich bin sehr widerspenstig gewesen . Draußen hat mich das Schwert der Kinder beraubt , drinnen ist es wie der Tod . Sie haben gehört , daß ich seufzte : Ich habe niemand , der mich tröstet ! Alle meine Feinde haben mein Unglück gehört , haben sich gefreut , daß du es getan hast . Führst du den Tag herbei , den du verkündigt hast , so werden sie sein wie ich . Laß alle ihre Bosheit vor dein Angesicht kommen und tue ihnen , wie du mir getan hast wegen aller meiner Übertretungen ; denn viele sind meiner Seufzer , und mein Herz ist siech . Wie umwölkt der Herr in seinem Zorne die Tochter Zion ! Er hat die Herrlichkeit Israels vom Himmel zur Erde geworfen , und hat des Schemels seiner Füße nicht gedacht am Tage seines Zornes . Der Herr hat schonungslos vernichtet alle Wohnstätten Jakobs ; er hat in seinem Grimme niedergerissen die Festen der Tochter Juda ; zu Boden geworfen , entweiht hat er das Königtum und seine Fürsten . In Zornesglut hat er abgehauen jedes Horn Israels ; er hat seine Rechte zurückgezogen vor dem Feinde , und hat Jakob in Brand gesteckt wie ein flammendes Feuer , das ringsum frißt . Seinen Bogen hat er gespannt wie ein Feind , hat mit seiner Rechten sich hingestellt wie ein Gegner und alle Lust der Augen getötet ; in das Zelt der Tochter Zion hat er seinen Grimm ausgegossen wie Feuer . Der Herr ist wie ein Feind geworden , er hat Israel vernichtet , vernichtet alle ihre Paläste , seine Festen zerstört ; und bei der Tochter Juda hat er Seufzen und Stöhnen gemehrt . Und er hat sein Gehege zerwühlt wie einen Garten , hat den Ort seiner Festversammlung zerstört ; Jehova machte in Zion Fest und Sabbath vergessen ; und in seines Zornes Grimm verschmähte er König und Priester . Der Herr hat seinen Altar verworfen , sein Heiligtum verschmäht ; er hat die Mauern ihrer Prachtgebäude der Hand des Feindes preisgegeben : Sie haben im Hause Jehovas Lärm erhoben wie an einem Festtage . Jehova hat sich vorgenommen , die Mauer der Tochter Zion zu zerstören ; er zog die Meßschnur , wandte seine Hand vom Verderben nicht ab ; und Wall und Mauer hat er trauern lassen : Zusammen liegen sie kläglich da . In die Erde gesunken sind ihre Tore , zerstört und zerschlagen hat er ihre Riegel ; ihr König und ihre Fürsten sind unter den Nationen , kein Gesetz ist mehr ; auch ihre Propheten erlangen kein Gesicht von Jehova . Verstummt sitzen auf der Erde die Ältesten der Tochter Zion ; sie haben Staub auf ihr Haupt geworfen , Sacktuch sich umgegürtet ; die Jungfrauen Jerusalems haben ihr Haupt zur Erde gesenkt . Durch Tränen vergehen meine Augen , meine Eingeweide wallen , meine Leber hat sich zur Erde ergossen : wegen der Zertrümmerung der Tochter meines Volkes , weil Kind und Säugling auf den Straßen der Stadt verschmachten . Zu ihren Müttern sagen sie : Wo ist Korn und Wein ? indem sie wie tödlich Verwundete hinschmachten auf den Straßen der Stadt , indem ihre Seele sich ergießt in den Busen ihrer Mütter . Was soll ich dir bezeugen , was dir vergleichen , Tochter Jerusalem ? Was soll ich dir gleichstellen , daß ich dich tröste , du Jungfrau , Tochter Zion ? Denn deine Zertrümmerung ist groß wie das Meer : Wer kann dich heilen ? Nichtiges und Ungereimtes haben deine Propheten dir geschaut ; und sie deckten deine Ungerechtigkeit nicht auf , um deine Gefangenschaft zu wenden ; sondern sie schauten dir Aussprüche der Nichtigkeit und der Vertreibung . Alle , die des Weges ziehen , schlagen über dich die Hände zusammen , sie zischen und schütteln ihren Kopf über die Tochter Jerusalem : &quot; Ist das die Stadt , von der man sagte : Der Schönheit Vollendung , eine Freude der ganzen Erde ? &quot; Alle deine Feinde sperren ihren Mund über dich auf , sie zischen und knirschen mit den Zähnen ; sie sprechen : Wir haben sie verschlungen ; fürwahr , dies ist der Tag , den wir erhofft haben : Wir haben ihn erreicht , gesehen ! Jehova hat getan , was er beschlossen , hat sein Wort erfüllt , das er von den Tagen der Vorzeit her entboten hat . Er hat schonungslos niedergerissen und den Feind sich über dich freuen lassen , hat das Horn deiner Bedränger erhöht . Ihr Herz schreit zu dem Herrn . Du Mauer der Tochter Zion , laß , einem Bache gleich , Tränen rinnen Tag und Nacht ; gönne dir keine Rast , deinem Augapfel keine Ruhe ! Mache dich auf , klage in der Nacht beim Beginn der Nachtwachen , schütte dein Herz aus wie Wasser vor dem Angesicht des Herrn ; hebe deine Hände zu ihm empor für die Seele deiner Kinder , die vor Hunger verschmachten an allen Straßenecken ! Sieh , Jehova , und schaue , wem du also getan hast ! Sollen Weiber ihre Leibesfrucht essen , die Kindlein , welche sie auf den Händen tragen ? Sollen im Heiligtum des Herrn ermordet werden Priester und Prophet ? Knaben und Greise liegen am Boden auf den Straßen ; meine Jungfrauen und meine Jünglinge sind durchs Schwert gefallen ; hingemordet hast du am Tage deines Zornes , geschlachtet ohne Schonung . Meine Schrecknisse hast du von allen Seiten herbeigerufen wie an einem Festtage , und nicht einer entrann oder blieb übrig am Tage des Zornes Jehovas ; die ich auf den Händen getragen und erzogen habe , mein Feind hat sie vernichtet . Ich bin der Mann , der Elend gesehen durch die Rute seines Grimmes . Mich hat er geleitet und geführt in Finsternis und Dunkel . Nur gegen mich kehrt er immer wieder seine Hand den ganzen Tag . Er hat verfallen lassen mein Fleisch und meine Haut , meine Gebeine hat er zerschlagen . Bitterkeit und Mühsal hat er wider mich gebaut und mich damit umringt . Er ließ mich wohnen in Finsternissen , gleich den Toten der Urzeit . Er hat mich umzäunt , daß ich nicht herauskommen kann ; er hat schwer gemacht meine Fesseln . Wenn ich auch schreie und rufe , so hemmt er mein Gebet . Meine Wege hat er mit Quadern vermauert , meine Pfade umgekehrt . Ein lauernder Bär ist er mir , ein Löwe im Versteck . Er hat mir die Wege entzogen und hat mich zerfleischt , mich verwüstet . Er hat seinen Bogen gespannt und mich wie ein Ziel dem Pfeile hingestellt . Er ließ in meine Nieren dringen die Söhne seines Köchers . Meinem ganzen Volke bin ich zum Gelächter geworden , bin ihr Saitenspiel den ganzen Tag . Mit Bitterkeiten hat er mich gesättigt , mit Wermut mich getränkt . Und er hat mit Kies meine Zähne zermalmt , hat mich niedergedrückt in die Asche . Und du verstießest meine Seele vom Frieden , ich habe des Guten vergessen . Und ich sprach : Dahin ist meine Lebenskraft und meine Hoffnung auf Jehova . Gedenke meines Elends und meines Umherirrens , des Wermuts und der Bitterkeit ! Beständig denkt meine Seele daran und ist niedergebeugt in mir . Dies will ich mir zu Herzen nehmen , darum will ich hoffen : Es sind die Gütigkeiten Jehovas , daß wir nicht aufgerieben sind ; denn seine Erbarmungen sind nicht zu Ende ; sie sind alle Morgen neu , deine Treue ist groß . Jehova ist mein Teil , sagt meine Seele ; darum will ich auf ihn hoffen . Gütig ist Jehova gegen die , welche auf ihn harren , gegen die Seele , die nach ihm trachtet . Es ist gut , daß man still warte auf die Rettung Jehovas . Es ist dem Manne gut , daß er das Joch in seiner Jugend trage . Er sitze einsam und schweige , weil er es ihm auferlegt hat ; er lege seinen Mund in den Staub ; vielleicht gibt es Hoffnung . Dem , der ihn schlägt , reiche er den Backen dar , werde mit Schmach gesättigt . Denn der Herr verstößt nicht ewiglich ; sondern wenn er betrübt hat , erbarmt er sich nach der Menge seiner Gütigkeiten . Denn nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschenkinder . Daß man alle Gefangenen der Erde unter seinen Füßen zertrete , das Recht eines Mannes beuge vor dem Angesicht des Höchsten , einem Menschen Unrecht tue in seiner Streitsache : Sollte der Herr nicht darauf achten ? Wer ist , der da sprach , und es geschah , ohne daß der Herr es geboten ? Das Böse und das Gute , geht es nicht aus dem Munde des Höchsten hervor ? Was beklagt sich der lebende Mensch ? Über seine Sünden beklage sich der Mann ! Prüfen und erforschen wir unsere Wege , und laßt uns zu Jehova umkehren ! Laßt uns unser Herz samt den Händen erheben zu Gott im Himmel ! Wir , wir sind abgefallen und sind widerspenstig gewesen ; du hast nicht vergeben . Du hast dich in Zorn gehüllt und hast uns verfolgt ; du hast hingemordet ohne Schonung . Du hast dich in eine Wolke gehüllt , so daß kein Gebet hindurchdrang . Du hast uns zum Kehricht und zum Ekel gemacht inmitten der Völker . Alle unsere Feinde haben ihren Mund gegen uns aufgesperrt . Grauen und Grube sind über uns gekommen , Verwüstung und Zertrümmerung . Mit Wasserbächen rinnt mein Auge wegen der Zertrümmerung der Tochter meines Volkes . Mein Auge ergießt sich ruhelos und ohne Rast , bis Jehova vom Himmel herniederschaue und dareinsehe . Mein Auge schmerzt mich wegen aller Töchter meiner Stadt . Wie einen Vogel haben mich heftig gejagt , die ohne Ursache meine Feinde sind . Sie haben mein Leben in die Grube hinein vernichtet und Steine auf mich geworfen . Wasser strömten über mein Haupt ; ich sprach : Ich bin abgeschnitten ! Jehova , ich habe deinen Namen angerufen aus der tiefsten Grube . Du hast meine Stimme gehört ; verbirg dein Ohr nicht vor meinem Seufzen , meinem Schreien ! Du hast dich genaht an dem Tage , da ich dich anrief ; du sprachst : Fürchte dich nicht ! Herr , du hast die Rechtssachen meiner Seele geführt , hast mein Leben erlöst . Jehova , du hast meine Bedrückung gesehen ; verhilf mir zu meinem Rechte ! Du hast gesehen alle ihre Rache , alle ihre Anschläge gegen mich . Jehova , du hast ihr Schmähen gehört , alle ihre Anschläge wider mich , das Gerede derer , die wider mich aufgestanden sind , und ihr Sinnen wider mich den ganzen Tag . Schaue an ihr Sitzen und ihr Aufstehen ! Ich bin ihr Saitenspiel . Jehova , erstatte ihnen Vergeltung nach dem Werke ihrer Hände ! Gib ihnen Verblendung des Herzens , dein Fluch komme über sie ! Verfolge sie im Zorne und tilge sie unter Jehovas Himmel hinweg ! Wie ward verdunkelt das Gold , verändert das gute , feine Gold ! Wie wurden verschüttet die Steine des Heiligtums an allen Straßenecken ! Die Kinder Zions , die kostbaren , die mit gediegenem Golde aufgewogenen , wie sind sie irdenen Krügen gleichgeachtet , dem Werke von Töpferhänden ! Selbst Schakale reichen die Brust , säugen ihre Jungen ; die Tochter meines Volkes ist grausam geworden wie die Strauße in der Wüste . Die Zunge des Säuglings klebt vor Durst an seinem Gaumen ; die Kinder fordern Brot , niemand bricht es ihnen . Die von Leckerbissen aßen , verschmachten auf den Straßen ; die auf Karmesin getragen wurden , liegen auf Misthaufen . Und die Schuld der Tochter meines Volkes ist größer geworden als die Sünde Sodoms , welches plötzlich umgekehrt wurde , ohne daß Hände dabei tätig waren . Ihre Fürsten waren reiner als Schnee , weißer als Milch ; röter waren sie am Leibe als Korallen , wie Saphir ihre Gestalt . Dunkler als Schwärze ist ihr Aussehen , man erkennt sie nicht auf den Straßen ; ihre Haut klebt an ihrem Gebein , ist dürr geworden wie Holz . Die vom Schwert Erschlagenen sind glücklicher als die vom Hunger Getöteten , welche hinschmachten , durchbohrt vom Mangel an Früchten des Feldes . Die Hände barmherziger Weiber haben ihre Kinder gekocht ; sie wurden ihnen zur Speise bei der Zertrümmerung der Tochter meines Volkes . Jehova hat seinen Grimm vollendet , seine Zornglut ausgegossen ; und er hat in Zion ein Feuer angezündet , das seine Grundfesten verzehrt hat . Die Könige der Erde hätten es nicht geglaubt , noch alle Bewohner des Erdkreises , daß Bedränger und Feind in die Tore Jerusalems kommen würden . Es ist wegen der Sünden seiner Propheten , der Missetaten seiner Priester , welche in seiner Mitte das Blut der Gerechten vergossen haben . Sie irrten blind auf den Straßen umher ; sie waren mit Blut befleckt , so daß man ihre Kleider nicht anrühren mochte . &quot; Weichet ! Unrein ! &quot; rief man ihnen zu ; &quot; Weichet , weichet , rühret nicht an ! &quot; Wenn sie flüchteten , so irrten sie umher ; man sagte unter den Nationen : Sie sollen nicht länger bei uns weilen ! Jehovas Angesicht hat sie zerstreut , er schaut sie nicht mehr an . Auf die Priester hat man keine Rücksicht genommen , an Greisen nicht Gnade geübt . Noch schmachten unsere Augen nach unserer nichtigen Hilfe ; in unserem Warten warten wir auf ein Volk , das nicht retten wird . Sie stellen unseren Schritten nach , daß wir auf unseren Straßen nicht gehen können . Unser Ende ist nahe , voll sind unsere Tage ; ja , unser Ende ist gekommen . Unsere Verfolger waren schneller als die Adler des Himmels ; sie jagten uns nach auf den Bergen , in der Wüste lauerten sie auf uns . Unser Lebensodem , der Gesalbte Jehovas , wurde in ihren Gruben gefangen , von welchem wir sagten : In seinem Schatten werden wir leben unter den Nationen . Sei fröhlich und freue dich , Tochter Edom , Bewohnerin des Landes Uz ! Auch an dich wird der Becher kommen ; du wirst trunken werden und dich entblößen . Zu Ende ist deine Schuld , Tochter Zion ! Er wird dich nicht mehr wegführen . er wird deine Missetat heimsuchen , Tochter Edom , er wird deine Sünden aufdecken . Gedenke , Jehova , dessen , was uns geschehen ! Schaue her und sieh unsere Schmach ! Unser Erbteil ist Fremden zugefallen , unsere Häuser Ausländern . Wir sind Waisen , ohne Vater ; unsere Mütter sind wie Witwen . Unser Wasser trinken wir um Geld , unser Holz bekommen wir gegen Zahlung . Unsere Verfolger sind uns auf dem Nacken ; wir ermatten , man läßt uns keine Ruhe . Ägypten reichen wir die Hand , und Assyrien , um mit Brot gesättigt zu werden . Unsere Väter haben gesündigt , sie sind nicht mehr ; wir , wir tragen ihre Missetaten . Knechte herrschen über uns ; da ist niemand , der uns aus ihrer Hand reiße . Wir holen unser Brot mit Gefahr unseres Lebens , wegen des Schwertes der Wüste . Vor den Gluten des Hungers brennt unsere Haut wie ein Ofen . Sie haben Weiber geschwächt in Zion , Jungfrauen in den Städten Judas . Fürsten sind durch ihre Hand aufgehängt , das Angesicht der Alten wird nicht geehrt . Jünglinge tragen die Handmühle , und Knaben straucheln unter dem Holze . Die Alten bleiben fern vom Tore , die Jünglinge von ihrem Saitenspiel . Die Freude unseres Herzens hat aufgehört , in Trauer ist unser Reigen verwandelt . Gefallen ist die Krone unseres Hauptes . Wehe uns ! Denn wir haben gesündigt . Darum ist unser Herz siech geworden , um dieser Dinge willen sind unsere Augen verdunkelt : Wegen des Berges Zion , der verwüstet ist ; Füchse streifen auf ihm umher . Du , Jehova , thronst in Ewigkeit ; dein Thron ist von Geschlecht zu Geschlecht . Warum willst du uns für immer vergessen , uns verlassen auf immerdar ? Jehova , bringe uns zu dir zurück , daß wir umkehren ; erneuere unsere Tage wie vor alters ! Oder solltest du uns gänzlich verworfen haben , gar zu sehr auf uns zürnen ? </passage></reply></GetPassage>