<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.elberfelder1905:40</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.elberfelder1905:40</urn><passage>Buch des Geschlechts Jesu Christi , des Sohnes Davids , des Sohnes Abrahams . Abraham zeugte Isaak ; Isaak aber zeugte Jakob , Jakob aber zeugte Juda und seine Brüder ; Juda aber zeugte Phares und Zara von der Thamar ; Phares aber zeugte Esrom , Esrom aber zeugte Aram , Aram aber zeugte Aminadab , Aminadab aber zeugte Nahasson , Nahasson aber zeugte Salmon , Salmon aber zeugte Boas von der Rahab ; Boas aber zeugte Obed von der Ruth ; Obed aber zeugte Isai , Isai aber zeugte David , den König . David aber zeugte Salomon von der , die Urias Weib gewesen ; Salomon aber zeugte Roboam , Roboam aber zeugte Abia , Abia aber zeugte Asa , Asa aber zeugte Josaphat , Josaphat aber zeugte Joram , Joram aber zeugte Osia , Osia aber zeugte Joatham , Joatham aber zeugte Achas , Achas aber zeugte Ezekia , Ezekia aber zeugte Manasse , Manasse aber zeugte Amon , Amon aber zeugte Josia , Josia aber zeugte Jechonia und seine Brüder um die Zeit der Wegführung nach Babylon . Nach der Wegführung nach Babylon aber zeugte Jechonia Salathiel , Salathiel aber zeugte Zorobabel , Zorobabel aber zeugte Abiud , Abiud aber zeugte Eliakim , Eliakim aber zeugte Asor , Asor aber zeugte Zadok , Zadok aber zeugte Achim , Achim aber zeugte Eliud , Eliud aber zeugte Eleasar , Eleasar aber zeugte Matthan , Matthan aber zeugte Jakob , Jakob aber zeugte Joseph , den Mann der Maria , von welcher Jesus geboren wurde , der Christus genannt wird . So sind nun alle Geschlechter von Abraham bis auf David vierzehn Geschlechter , und von David bis zur Wegführung nach Babylon vierzehn Geschlechter , und von der Wegführung nach Babylon bis auf den Christus vierzehn Geschlechter . Die Geburt Jesu Christi war aber also : Als nämlich Maria , seine Mutter , dem Joseph verlobt war , wurde sie , ehe sie zusammengekommen waren , schwanger erfunden von dem Heiligen Geiste . Joseph aber , ihr Mann , indem er gerecht war und sie nicht öffentlich zur Schau stellen wollte , gedachte sie heimlich zu entlassen . Indem er aber solches bei sich überlegte , siehe , da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach : Joseph , Sohn Davids , fürchte dich nicht , Maria , dein Weib , zu dir zu nehmen ; denn das in ihr Gezeugte ist von dem Heiligen Geiste . Und sie wird einen Sohn gebären , und du sollst seinen Namen Jesus heißen ; denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden . Dies alles geschah aber , auf daß erfüllt würde , was von dem Herrn geredet ist durch den Propheten , welcher spricht : &quot; Siehe , die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären , und sie werden seinen Namen Emmanuel heißen &quot; , was verdolmetscht ist : Gott mit uns . Joseph aber , vom Schlafe erwacht , tat , wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte , und nahm sein Weib zu sich ; und er erkannte sie nicht , bis sie ihren erstgeborenen Sohn geboren hatte ; und er hieß seinen Namen Jesus . Als aber Jesus zu Bethlehem in Judäa geboren war , in den Tagen Herodes&#039; , des Königs , siehe , da kamen Magier vom Morgenlande nach Jerusalem , welche sprachen : Wo ist der König der Juden , der geboren worden ist ? Denn wir haben seinen Stern im Morgenlande gesehen und sind gekommen , ihm zu huldigen . Als aber der König Herodes es hörte , wurde er bestürzt , und ganz Jerusalem mit ihm ; und er versammelte alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erkundigte sich bei ihnen , wo der Christus geboren werden solle . Sie aber sagten ihm : Zu Bethlehem in Judäa ; denn also steht durch den Propheten geschrieben : &quot; Und du , Bethlehem , Land Juda , bist keineswegs die geringste unter den Fürsten Judas ; denn aus dir wird ein Führer hervorkommen , der mein Volk Israel weiden wird &quot; . Dann berief Herodes die Magier heimlich und erforschte genau von ihnen die Zeit der Erscheinung des Sternes ; und er sandte sie nach Bethlehem und sprach : Ziehet hin und forschet genau nach dem Kindlein ; wenn ihr es aber gefunden habt , so berichtet es mir , damit auch ich komme und ihm huldige . Sie aber , als sie den König gehört hatten , zogen hin . Und siehe , der Stern , den sie im Morgenlande gesehen hatten , ging vor ihnen her , bis er kam und oben über dem Orte stand , wo das Kindlein war . Als sie aber den Stern sahen , freuten sie sich mit sehr großer Freude . Und als sie in das Haus gekommen waren , sahen sie das Kindlein mit Maria , seiner Mutter , und sie fielen nieder und huldigten ihm ; und sie taten ihre Schätze auf und opferten ihm Gaben : Gold und Weihrauch und Myrrhe . Und als sie im Traum eine göttliche Weisung empfangen hatten , nicht wieder zu Herodes zurückzukehren , zogen sie auf einem anderen Wege hin in ihr Land . Als sie aber hingezogen waren , siehe , da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum und spricht : Stehe auf , nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und fliehe nach Ägypten , und sei daselbst , bis ich es dir sage ; denn Herodes wird das Kindlein suchen , um es umzubringen . Er aber stand auf , nahm das Kindlein und seine Mutter des Nachts zu sich und zog hin nach Ägypten . Und er war daselbst bis zum Tode Herodes&#039; , auf daß erfüllt würde , was von dem Herrn geredet ist durch den Propheten , welcher spricht : &quot; Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen . &quot; Da ergrimmte Herodes sehr , als er sah , daß er von den Magiern hintergangen worden war ; und er sandte hin und ließ alle Knaben töten , die in Bethlehem und in allen seinen Grenzen waren , von zwei Jahren und darunter , nach der Zeit , die er von den Magiern genau erforscht hatte . Da wurde erfüllt , was durch den Propheten Jeremias geredet ist , welcher spricht : &quot; Eine Stimme ist in Rama gehört worden , Weinen und viel Wehklagen : Rahel beweint ihre Kinder , und sie wollte sich nicht trösten lassen , weil sie nicht mehr sind . &quot; Als aber Herodes gestorben war , siehe , da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum in Ägypten und spricht : Stehe auf , nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und ziehe in das Land Israel ; denn sie sind gestorben , die dem Kindlein nach dem Leben trachteten . Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich , und er kam in das Land Israel . Als er aber hörte , daß Archelaus über Judäa herrsche , anstatt seines Vaters Herodes , fürchtete er sich , dahin zu gehen ; und als er im Traum eine göttliche Weisung empfangen hatte , zog er hin in die Gegenden von Galiläa und kam und wohnte in einer Stadt , genannt Nazareth ; damit erfüllt würde , was durch die Propheten geredet ist : &quot; Er wird Nazarener genannt werden . &quot; In jenen Tagen aber kommt Johannes der Täufer und predigt in der Wüste von Judäa und spricht : Tut Buße , denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen . Denn dieser ist der , von welchem durch den Propheten Jesaias geredet ist , welcher spricht : &quot; Stimme eines Rufenden in der Wüste : Bereitet den Weg des Herrn , machet gerade seine Steige . &quot; Er aber , Johannes , hatte seine Kleidung von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden ; seine Speise aber war Heuschrecken und wilder Honig . Da ging zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Judäa und die ganze Umgegend des Jordan ; und sie wurden von ihm im Jordan getauft , indem sie ihre Sünden bekannten . Als er aber viele der Pharisäer und Sadducäer zu seiner Taufe kommen sah , sprach er zu ihnen : Otternbrut ! Wer hat euch gewiesen , dem kommenden Zorn zu entfliehen ? Bringet nun der Buße würdige Frucht ; und denket nicht bei euch selbst zu sagen : Wir haben Abraham zum Vater ; denn ich sage euch , daß Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag . Schon ist aber die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt ; jeder Baum nun , der nicht gute Frucht bringt , wird abgehauen und ins Feuer geworfen . Ich zwar taufe euch mit Wasser zur Buße ; der nach mir Kommende aber ist stärker als ich , dessen Sandalen zu tragen ich nicht würdig bin ; er wird euch mit Heiligem Geiste und Feuer taufen ; dessen Worfschaufel in seiner Hand ist , und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln , die Spreu aber wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer . Dann kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes , um von ihm getauft zu werden . Johannes aber wehrte ihm und sprach : Ich habe nötig von dir getauft zu werden , und du kommst zu mir ? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm : Laß es jetzt so sein ; denn also gebührt es uns , alle Gerechtigkeit zu erfüllen . Dann läßt er es ihm zu . Und als Jesus getauft war , stieg er alsbald von dem Wasser herauf ; und siehe , die Himmel wurden ihm aufgetan , und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herniederfahren und auf ihn kommen . Und siehe , eine Stimme kommt aus den Himmeln , welche spricht : Dieser ist mein geliebter Sohn , an welchem ich Wohlgefallen gefunden habe . Dann wurde Jesus von dem Geiste in die Wüste hinaufgeführt , um von dem Teufel versucht zu werden ; und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte , hungerte ihn danach . Und der Versucher trat zu ihm hin und sprach : Wenn du Gottes Sohn bist , so sprich , daß diese Steine Brot werden . Er aber antwortete und sprach : Es steht geschrieben : &quot; Nicht von Brot allein soll der Mensch leben , sondern von jedem Worte , das durch den Mund Gottes ausgeht . &quot; Dann nimmt der Teufel ihn mit in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempels und spricht zu ihm : Wenn du Gottes Sohn bist , so wirf dich hinab ; denn es steht geschrieben : &quot; Er wird seinen Engeln über dir befehlen , und sie werden dich auf den Händen tragen , damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stoßest . &quot; Jesus sprach zu ihm : Wiederum steht geschrieben : &quot; Du sollst den Herrn , deinen Gott , nicht versuchen . &quot; Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und spricht zu ihm : Alles dieses will ich dir geben , wenn du niederfallen und mich anbeten willst . Da spricht Jesus zu ihm : Geh hinweg , Satan ! Denn es steht geschrieben : &quot; Du sollst den Herrn , deinen Gott , anbeten und ihm allein dienen . &quot; Dann verläßt ihn der Teufel , und siehe , Engel kamen herzu und dienten ihm . Als er aber gehört hatte , daß Johannes überliefert worden war , entwich er nach Galiläa ; und er verließ Nazareth und kam und wohnte in Kapernaum , das am See liegt , in dem Gebiet von Zabulon und Nephtalim ; auf daß erfüllt würde , was durch den Propheten Jesajas geredet ist , welcher spricht : &quot; Land Zabulon und Land Nephtalim , gegen den See hin , jenseit des Jordan , Galiläa der Nationen : das Volk , das in Finsternis saß , hat ein großes Licht gesehen , und denen , die im Lande und Schatten des Todes saßen , Licht ist ihnen aufgegangen . &quot; Von da an begann Jesus zu predigen und zu sagen : Tut Buße , denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen . Als er aber am See von Galiläa wandelte , sah er zwei Brüder : Simon , genannt Petrus , und Andreas , seinen Bruder , die ein Netz in den See warfen , denn sie waren Fischer . Und er spricht zu ihnen : Kommet mir nach , und ich werde euch zu Menschenfischern machen . Sie aber verließen alsbald die Netze und folgten ihm nach . Und als er von dannen weiterging , sah er zwei andere Brüder : Jakobus , den Sohn des Zebedäus , und Johannes , seinen Bruder , im Schiffe mit ihrem Vater Zebedäus , wie sie ihre Netze ausbesserten ; und er rief sie . Sie aber verließen alsbald das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach . Und Jesus zog in ganz Galiläa umher , lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium des Reiches und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen unter dem Volke . Und sein Ruf ging aus in das ganze Syrien ; und sie brachten zu ihm alle Leidenden , die mit mancherlei Krankheiten und Qualen behaftet waren , und Besessene und Mondsüchtige und Gelähmte ; und er heilte sie . Und es folgten ihm große Volksmengen von Galiläa und Dekapolis und Jerusalem und Judäa und von jenseit des Jordan . Als er aber die Volksmengen sah , stieg er auf den Berg ; und als er sich gesetzt hatte , traten seine Jünger zu ihm . Und er tat seinen Mund auf , lehrte sie und sprach : Glückselig die Armen im Geiste , denn ihrer ist das Reich der Himmel . Glückselig die Trauernden , denn sie werden getröstet werden . Glückselig die Sanftmütigen , denn sie werden das Land ererben . Glückselig die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten , denn sie werden gesättigt werden . Glückselig die Barmherzigen , denn ihnen wird Barmherzigkeit widerfahren . Glückselig die reinen Herzens sind , denn sie werden Gott schauen . Glückselig die Friedensstifter , denn sie werden Söhne Gottes heißen . Glückselig die um Gerechtigkeit willen Verfolgten , denn ihrer ist das Reich der Himmel . Glückselig seid ihr , wenn sie euch schmähen und verfolgen und jedes böse Wort lügnerisch wider euch reden werden um meinetwillen . Freuet euch und frohlocket , denn euer Lohn ist groß in den Himmeln ; denn also haben sie die Propheten verfolgt , die vor euch waren . Ihr seid das Salz der Erde ; wenn aber das Salz kraftlos geworden ist , womit soll es gesalzen werden ? Es taugt zu nichts mehr , als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden . Ihr seid das Licht der Welt ; eine Stadt , die oben auf einem Berge liegt , kann nicht verborgen sein . Man zündet auch nicht eine Lampe an und setzt sie unter den Scheffel sondern auf das Lampengestell , und sie leuchtet allen , die im Hause sind . Also lasset euer Licht leuchten vor den Menschen , damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater , der in den Himmeln ist , verherrlichen . Wähnet nicht , daß ich gekommen sei , das Gesetz oder die Propheten aufzulösen ; ich bin nicht gekommen , aufzulösen , sondern zu erfüllen . Denn wahrlich , ich sage euch : Bis der Himmel und die Erde vergehen , soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen , bis alles geschehen ist . Wer irgend nun eines dieser geringsten Gebote auflöst und also die Menschen lehrt , wird der Geringste heißen im Reiche der Himmel ; wer irgend aber sie tut und lehrt , dieser wird groß heißen im Reiche der Himmel . Denn ich sage euch : Wenn nicht eure Gerechtigkeit vorzüglicher ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer , so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen . Ihr habt gehört , daß zu den Alten gesagt ist : Du sollst nicht töten ; wer aber irgend töten wird , wird dem Gericht verfallen sein . Ich aber sage euch , daß jeder , der seinem Bruder ohne Grund zürnt , dem Gericht verfallen sein wird ; wer aber irgend zu seinem Bruder sagt : Raka ! dem Synedrium verfallen sein wird ; wer aber irgend sagt : Du Narr ! der Hölle des Feuers verfallen sein wird . Wenn du nun deine Gabe darbringst zu dem Altar und dich daselbst erinnerst , daß dein Bruder etwas wider dich habe , so laß daselbst deine Gabe vor dem Altar und geh zuvor hin , versöhne dich mit deinem Bruder ; und dann komm und bringe deine Gabe dar . Willfahre deiner Gegenpartei schnell , während du mit ihr auf dem Wege bist ; damit nicht etwa die Gegenpartei dich dem Richter überliefere , und der Richter dich dem Diener überliefere , und du ins Gefängnis geworfen werdest . Wahrlich , ich sage dir : Du wirst nicht von dannen herauskommen , bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast . Ihr habt gehört , daß gesagt ist : Du sollst nicht ehebrechen . Ich aber sage euch , daß jeder , der ein Weib ansieht , ihrer zu begehren , schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen . Wenn aber dein rechtes Auge dich ärgert , so reiß es aus und wirf es von dir ; denn es ist dir nütze , daß eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde . Und wenn deine rechte Hand dich ärgert , so haue sie ab und wirf sie von dir ; denn es ist dir nütze , daß eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde . Es ist aber gesagt : Wer irgend sein Weib entlassen wird , gebe ihr einen Scheidebrief . Ich aber sage euch : Wer irgend sein Weib entlassen wird , außer auf Grund von Hurerei , macht , daß sie Ehebruch begeht ; und wer irgend eine Entlassene heiratet , begeht Ehebruch . Wiederum habt ihr gehört , daß zu den Alten gesagt ist : Du sollst nicht fälschlich schwören , du sollst aber dem Herrn deine Eide erfüllen . Ich aber sage euch : Schwöret überhaupt nicht ; weder bei dem Himmel , denn er ist Gottes Thron ; noch bei der Erde , denn sie ist seiner Füße Schemel ; noch bei Jerusalem , denn sie ist des großen Königs Stadt ; noch sollst du bei deinem Haupte schwören , denn du vermagst nicht , ein Haar weiß oder schwarz zu machen . Es sei aber eure Rede : Ja , ja ; nein , nein ; was aber mehr ist als dieses , ist aus dem Bösen . Ihr habt gehört , daß gesagt ist : Auge um Auge , und Zahn um Zahn . Ich aber sage euch : Widerstehet nicht dem Bösen , sondern wer irgend dich auf deinen rechten Backen schlagen wird , dem biete auch den anderen dar ; und dem , der mit dir vor Gericht gehen und deinen Leibrock nehmen will , dem laß auch den Mantel . Und wer irgend dich zwingen wird , eine Meile zu gehen , mit dem geh zwei . Gib dem , der dich bittet , und weise den nicht ab , der von dir borgen will . Ihr habt gehört , daß gesagt ist : Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen . Ich aber sage euch : Liebet eure Feinde , segnet , die euch fluchen , tut wohl denen , die euch hassen , und betet für die , die euch beleidigen und verfolgen , damit ihr Söhne eures Vaters seid , der in den Himmeln ist ; denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte . Denn wenn ihr liebet , die euch lieben , welchen Lohn habt ihr ? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe ? Und wenn ihr eure Brüder allein grüßet , was tut ihr Besonderes ? Tun nicht auch die von den Nationen dasselbe ? Ihr nun sollt vollkommen sein , wie euer himmlischer Vater vollkommen ist . Habet acht , daß ihr euer Almosen nicht gebet vor den Menschen , um von ihnen gesehen zu werden ; wenn aber nicht , so habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater , der in den Himmeln ist . Wenn du nun Almosen gibst , sollst du nicht vor dir her posaunen lassen , wie die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Straßen , damit sie von den Menschen geehrt werden . Wahrlich , ich sage euch , sie haben ihren Lohn dahin . Du aber , wenn du Almosen gibst , so laß deine Linke nicht wissen , was deine Rechte tut ; damit dein Almosen im Verborgenen sei , und dein Vater , der im Verborgenen sieht , wird dir vergelten . Und wenn du betest , sollst du nicht sein wie die Heuchler ; denn die lieben es , in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten , damit sie von den Menschen gesehen werden . Wahrlich , ich sage euch , sie haben ihren Lohn dahin . Du aber , wenn du betest , so geh in deine Kammer und , nachdem du deine Tür geschlossen hast , bete zu deinem Vater , der im Verborgenen ist , und dein Vater , der im Verborgenen sieht , wird dir vergelten . Wenn ihr aber betet , sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen ; denn sie meinen , daß sie um ihres vielen Redens willen werden erhört werden . Seid ihnen nun nicht gleich ; denn euer Vater weiß , was ihr bedürfet , ehe ihr ihn bittet . Betet ihr nun also : Unser Vater , der du bist in den Himmeln , geheiligt werde dein Name ; dein Reich komme ; dein Wille geschehe , wie im Himmel also auch auf Erden . Unser nötiges Brot gib uns heute ; und vergib uns unsere Schulden , wie auch wir unseren Schuldnern vergeben ; und führe uns nicht in Versuchung , sondern errette uns von dem Bösen . - Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebet , so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben ; wenn ihr aber den Menschen ihre Vergehungen nicht vergebet , so wird euer Vater auch eure Vergehungen nicht vergeben . Wenn ihr aber fastet , so sehet nicht düster aus wie die Heuchler ; denn sie verstellen ihre Angesichter , damit sie den Menschen als Fastende erscheinen . Wahrlich , ich sage euch , sie haben ihren Lohn dahin . Du aber , wenn du fastest , so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht , damit du nicht den Menschen als ein Fastender erscheinest , sondern deinem Vater , der im Verborgenen ist ; und dein Vater , der im Verborgenen sieht , wird dir vergelten . Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde , wo Motte und Rost zerstört , und wo Diebe durchgraben und stehlen ; sammelt euch aber Schätze im Himmel , wo weder Motte noch Rost zerstört , und wo Diebe nicht durchgraben noch stehlen ; denn wo dein Schatz ist , da wird auch dein Herz sein . Die Lampe des Leibes ist das Auge ; wenn nun dein Auge einfältig ist , so wird dein ganzer Leib licht sein ; wenn aber dein Auge böse ist , so wird dein ganzer Leib finster sein . Wenn nun das Licht , das in dir ist , Finsternis ist , wie groß die Finsternis ! Niemand kann zwei Herren dienen ; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben , oder er wird einem anhangen und den anderen verachten . Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon . Deshalb sage ich euch : Seid nicht besorgt für euer Leben , was ihr essen und was ihr trinken sollt , noch für euren Leib , was ihr anziehen sollt . Ist nicht das Leben mehr als die Speise , und der Leib mehr als die Kleidung ? Sehet hin auf die Vögel des Himmels , daß sie nicht säen noch ernten , noch in Scheunen sammeln , und euer himmlischer Vater ernährt sie . Seid ihr nicht viel vorzüglicher als sie ? Wer aber unter euch vermag mit Sorgen seiner Größe eine Elle zuzusetzen ? Und warum seid ihr um Kleidung besorgt ? Betrachtet die Lilien des Feldes , wie sie wachsen : sie mühen sich nicht , auch spinnen sie nicht . Ich sage euch aber , daß selbst nicht Salomon in all seiner Herrlichkeit bekleidet war wie eine von diesen . Wenn aber Gott das Gras des Feldes , das heute ist und morgen in den Ofen geworfen wird , also kleidet , nicht vielmehr euch , Kleingläubige ? So seid nun nicht besorgt , indem ihr saget : Was sollen wir essen ? oder : Was sollen wir trinken ? oder : Was sollen wir anziehen ? denn nach allem diesem trachten die Nationen ; denn euer himmlischer Vater weiß , daß ihr dies alles bedürfet . Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit , und dies alles wird euch hinzugefügt werden . So seid nun nicht besorgt auf den morgenden Tag , denn der morgende Tag wird für sich selbst sorgen . Jeder Tag hat an seinem Übel genug . Richtet nicht , auf daß ihr nicht gerichtet werdet ; denn mit welchem Gericht ihr richtet , werdet ihr gerichtet werden , und mit welchem Maße ihr messet , wird euch gemessen werden . Was aber siehst du den Splitter , der in deines Bruders Auge ist , den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr ? Oder wie wirst du zu deinem Bruder sagen : Erlaube , ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen ; und siehe , der Balken ist in deinem Auge ? Heuchler , ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge , und dann wirst du klar sehen , um den Splitter aus deines Bruders Auge zu ziehen . Gebet nicht das Heilige den Hunden ; werfet auch nicht eure Perlen vor die Schweine , damit sie dieselben nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen . Bittet , und es wird euch gegeben werden ; suchet , und ihr werdet finden ; klopfet an , und es wird euch aufgetan werden . Denn jeder Bittende empfängt , und der Suchende findet , und dem Anklopfenden wird aufgetan werden . Oder welcher Mensch ist unter euch , der , wenn sein Sohn ihn um ein Brot bitten würde , ihm einen Stein geben wird ? Und wenn er um einen Fisch bitten würde , ihm eine Schlange gegeben wird ? Wenn nun ihr , die ihr böse seid , euren Kindern gute Gaben zu geben wisset , wieviel mehr wird euer Vater , der in den Himmeln ist , Gutes geben denen , die ihn bitten ! Alles nun , was immer ihr wollt , daß euch die Menschen tun sollen , also tut auch ihr ihnen ; denn dies ist das Gesetz und die Propheten . Gehet ein durch die enge Pforte ; denn weit ist die Pforte und breit der Weg , der zum Verderben führt , und viele sind , die durch dieselbe eingehen . Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg , der zum Leben führt , und wenige sind , die ihn finden . Hütet euch aber vor den falschen Propheten , die in Schafskleidern zu euch kommen , inwendig aber sind sie reißende Wölfe . An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen . Liest man etwa von Dornen eine Traube , oder von Disteln Feigen ? Also bringt jeder gute Baum gute Früchte , aber der faule Baum bringt schlechte Früchte . Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen , noch ein fauler Baum gute Früchte bringen . Jeder Baum , der nicht gute Frucht bringt , wird abgehauen und ins Feuer geworfen . Deshalb , an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen . Nicht jeder , der zu mir sagt : Herr , Herr ! wird in das Reich der Himmel eingehen , sondern wer den Willen meines Vaters tut , der in den Himmeln ist . Viele werden an jenem Tage zu mir sagen : Herr , Herr ! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt , und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben , und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan ? Und dann werde ich ihnen bekennen : Ich habe euch niemals gekannt ; weichet von mir , ihr Übeltäter ! Jeder nun , der irgend diese meine Worte hört und sie tut , den werde ich einem klugen Manne vergleichen , der sein Haus auf den Felsen baute ; und der Platzregen fiel hernieder , und die Ströme kamen , und die Winde wehten und stürmten wider jenes Haus ; und es fiel nicht , denn es war auf den Felsen gegründet . Und jeder , der diese meine Worte hört und sie nicht tut , der wird einem törichten Manne verglichen werden , der sein Haus auf den Sand baute ; und der Platzregen fiel hernieder , und die Ströme kamen , und die Winde wehten und stießen an jenes Haus ; und es fiel , und sein Fall war groß . Und es geschah , als Jesus diese Worte vollendet hatte , da erstaunten die Volksmengen sehr über seine Lehre ; denn er lehrte sie wie einer , der Gewalt hat , und nicht wie ihre Schriftgelehrten . Als er aber von dem Berge herabgestiegen war , folgten ihm große Volksmengen . Und siehe , ein Aussätziger kam herzu und warf sich vor ihm nieder und sprach : Herr , wenn du willst , kannst du mich reinigen . Und er streckte seine Hand aus , rührte ihn an und sprach : Ich will ; sei gereinigt ! Und alsbald wurde sein Aussatz gereinigt . Und Jesus spricht zu ihm : Siehe , sage es niemand ; sondern gehe hin , zeige dich dem Priester , und bringe die Gabe dar , die Moses angeordnet hat , ihnen zum Zeugnis . Als er aber in Kapernaum eintrat , kam ein Hauptmann zu ihm , der ihn bat und sprach : Herr , mein Knecht liegt zu Hause gelähmt und wird schrecklich gequält . Und Jesus spricht zu ihm : Ich will kommen und ihn heilen . Der Hauptmann aber antwortete und sprach : Herr , ich bin nicht würdig , daß du unter mein Dach tretest ; sondern sprich nur ein Wort , und mein Knecht wird gesund werden . Denn auch ich bin ein Mensch unter Gewalt und habe Kriegsknechte unter mir ; und ich sage zu diesem : Gehe hin , und er geht ; und zu einem anderen : Komm , und er kommt ; und zu meinem Knechte : Tue dieses , und er tut&#039;s . Als aber Jesus es hörte , verwunderte er sich und sprach zu denen , welche nachfolgten : Wahrlich , ich sage euch , selbst nicht in Israel habe ich so großen Glauben gefunden . Ich sage euch aber , daß viele von Osten und Westen kommen und mit Abraham und Isaak und Jakob zu Tische liegen werden in dem Reiche der Himmel , aber die Söhne des Reiches werden hinausgeworfen werden in die äußere Finsternis : da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen . Und Jesus sprach zu dem Hauptmann : Gehe hin , und dir geschehe , wie du geglaubt hast . Und sein Knecht wurde gesund in jener Stunde . Und als Jesus in das Haus des Petrus gekommen war , sah er dessen Schwiegermutter fieberkrank daniederliegen . Und er rührte ihre Hand an , und das Fieber verließ sie ; und sie stand auf und diente ihm . Als es aber Abend geworden war , brachten sie viele Besessene zu ihm ; und er trieb die Geister aus mit einem Worte , und er heilte alle Leidenden , damit erfüllt würde , was durch den Propheten Jesaias geredet ist , welcher spricht : &quot; Er selbst nahm unsere Schwachheiten und trug unsere Krankheiten . &quot; Als aber Jesus eine große Volksmenge um sich sah , befahl er , an das jenseitige Ufer hinwegzufahren . Und ein Schriftgelehrter kam herzu und sprach zu ihm : Lehrer , ich will dir nachfolgen , wohin irgend du gehst . Und Jesus spricht zu ihm : Die Füchse haben Höhlen , und die Vögel des Himmels Nester , aber der Sohn des Menschen hat nicht , wo er das Haupt hinlege . Ein anderer aber von seinen Jüngern sprach zu ihm : Herr , erlaube mir , zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben . Jesus aber sprach zu ihm : Folge mir nach , und laß die Toten ihre Toten begraben . Und als er in das Schiff gestiegen war , folgten ihm seine Jünger . Und siehe , es erhob sich ein großes Ungestüm auf dem See , so daß das Schiff von den Wellen bedeckt wurde ; er aber schlief . Und die Jünger traten hinzu , weckten ihn auf und sprachen : Herr , rette uns , wir kommen um ! Und er spricht zu ihnen : Was seid ihr furchtsam , Kleingläubige ? Dann stand er auf und bedrohte die Winde und den See ; und es ward eine große Stille . Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen : Was für einer ist dieser , daß auch die Winde und der See ihm gehorchen ? Und als er an das jenseitige Ufer gekommen war , in das Land der Gergesener , begegneten ihm zwei Besessene , die aus den Grüften hervorkamen , sehr wütend , so daß niemand jenes Weges vorbeizugehen vermochte . Und siehe , sie schrieen und sprachen : Was haben wir mit dir zu schaffen , Sohn Gottes ? Bist du hierhergekommen , vor der Zeit uns zu quälen ? Es war aber fern von ihnen eine Herde vieler Schweine , welche weidete . Die Dämonen aber baten ihn und sprachen : Wenn du uns austreibst , so sende uns in die Herde Schweine . Und er sprach zu ihnen : Gehet hin . Sie aber fuhren aus und fuhren in die Herde Schweine . Und siehe , die ganze Herde Schweine stürzte sich den Abhang hinab in den See , und sie kamen um in dem Gewässer . Die Hüter aber flohen und gingen in die Stadt und verkündeten alles und das von den Besessenen . Und siehe , die ganze Stadt ging hinaus , Jesu entgegen , und als sie ihn sahen , baten sie , daß er aus ihren Grenzen weggehen möchte . - Und er stieg in das Schiff , setzte über und kam in seine eigene Stadt . Und siehe , sie brachten einen Gelähmten zu ihm , der auf einem Bette lag ; und als Jesus ihren Glauben sah , sprach er zu dem Gelähmten : Sei guten Mutes , Kind , deine Sünden sind vergeben . Und siehe , etliche von den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst : Dieser lästert . Und als Jesus ihre Gedanken sah , sprach er : Warum denket ihr Arges in euren Herzen ? Denn was ist leichter , zu sagen : Deine Sünden sind vergeben , oder zu sagen : Stehe auf und wandle ? Auf daß ihr aber wisset , daß der Sohn des Menschen Gewalt hat auf der Erde Sünden zu vergeben . . . . Dann sagt er zu dem Gelähmten : Stehe auf , nimm dein Bett auf und geh nach deinem Hause . Und er stand auf und ging nach seinem Hause . Als aber die Volksmengen es sahen , fürchteten sie sich und verherrlichten Gott , der solche Gewalt den Menschen gegeben . Und als Jesus von dannen weiterging , sah er einen Menschen am Zollhause sitzen , Matthäus genannt , und er spricht zu ihm : Folge mir nach . Und er stand auf und folgte ihm nach . Und es geschah , als er in dem Hause zu Tische lag , siehe , da kamen viele Zöllner und Sünder und lagen zu Tische mit Jesu und seinen Jüngern . Und als die Pharisäer es sahen , sprachen sie zu seinen Jüngern : Warum isset euer Lehrer mit den Zöllnern und Sündern ? Als aber Jesus es hörte , sprach er : Die Starken bedürfen nicht eines Arztes , sondern die Kranken . Gehet aber hin und lernet , was das ist : &quot; Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer &quot; ; denn ich bin nicht gekommen , Gerechte zu rufen , sondern Sünder . Dann kommen die Jünger des Johannes zu ihm und sagen : Warum fasten wir und die Pharisäer oft , deine Jünger aber fasten nicht ? Und Jesus sprach zu ihnen : Können etwa die Gefährten des Bräutigams trauern , so lange der Bräutigam bei ihnen ist ? Es werden aber Tage kommen , da der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird , und dann werden sie fasten . Niemand aber setzt einen Flicken von neuem Tuch auf ein altes Kleid ; denn das Eingesetzte reißt von dem Kleide ab , und der Riß wird ärger . Auch tut man nicht neuen Wein in alte Schläuche ; sonst zerreißen die Schläuche , und der Wein wird verschüttet , und die Schläuche verderben ; sondern man tut neuen Wein in neue Schläuche , und beide werden zusammen erhalten . Während er dies zu ihnen redete , siehe , da kam ein Vorsteher herein und warf sich vor ihm nieder und sprach : Meine Tochter ist eben jetzt verschieden ; aber komm und lege deine Hand auf sie , und sie wird leben . Und Jesus stand auf und folgte ihm , und seine Jünger . Und siehe , ein Weib , das zwölf Jahre blutflüssig war , trat von hinten herzu und rührte die Quaste seines Kleides an ; denn sie sprach bei sich selbst : Wenn ich nur sein Kleid anrühre , so werde ich geheilt werden . Jesus aber wandte sich um , und als er sie sah , sprach er : Sei gutes Mutes , Tochter ; dein Glaube hat dich geheilt . Und das Weib war geheilt von jener Stunde an . Und als Jesus in das Haus des Vorstehers kam und die Pfeifer und die lärmende Volksmenge sah , sprach er : Gehet fort , denn das Mägdlein ist nicht gestorben , sondern es schläft . Und sie verlachten ihn . Als aber die Volksmenge hinausgetrieben war , ging er hinein und ergriff sie bei der Hand ; und das Mägdlein stand auf . Und das Gerücht hiervon ging aus in jenes ganze Land . Und als Jesus von dannen weiterging , folgten ihm zwei Blinde , welche schrieen und sprachen : Erbarme dich unser , Sohn Davids ! Als er aber in das Haus gekommen war , traten die Blinden zu ihm ; und Jesus spricht zu ihnen : Glaubet ihr , daß ich dieses tun kann ? Sie sagen zu ihm : Ja , Herr . Dann rührte er ihre Augen an und sprach : Euch geschehe nach eurem Glauben . Und ihre Augen wurden aufgetan ; und Jesus bedrohte sie und sprach : Sehet zu , niemand erfahre es ! Sie aber gingen aus und machten ihn ruchbar in jenem ganzen Lande . Als sie aber weggingen , siehe , da brachten sie einen stummen Menschen zu ihm , der besessen war . Und als der Dämon ausgetrieben war , redete der Stumme . Und die Volksmengen verwunderten sich und sprachen : Niemals ward es also in Israel gesehen . Die Pharisäer aber sagten : Er treibt die Dämonen aus durch den Obersten der Dämonen . Und Jesus zog umher durch alle Städte und Dörfer und lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium des Reiches und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen . Als er aber die Volksmengen sah , wurde er innerlich bewegt über sie , weil sie erschöpft und verschmachtet waren wie Schafe , die keinen Hirten haben . Dann spricht er zu seinen Jüngern : Die Ernte zwar ist groß , der Arbeiter aber sind wenige ; bittet nun den Herrn der Ernte , daß er die Arbeiter aussende in seine Ernte . Und als er seine zwölf Jünger herzugerufen hatte , gab er ihnen Gewalt über unreine Geister , um sie auszutreiben , und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen . Die Namen der zwölf Apostel aber sind diese : Der erste , Simon , der Petrus genannt wird , und Andreas , sein Bruder ; Jakobus , der Sohn des Zebedäus , und Johannes , sein Bruder ; Philippus und Bartholomäus ; Thomas und Matthäus , der Zöllner ; Jakobus , der Sohn des Alphäus , und Lebbäus , der zubenamt war Thaddäus ; Simon , der Kananäer , und Judas , der Iskariot , der ihn auch überlieferte . Diese zwölf sandte Jesus aus und befahl ihnen und sprach : Gehet nicht auf einen Weg der Nationen , und gehet nicht in eine Stadt der Samariter ; gehet aber vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel . Indem ihr aber hingehet , prediget und sprechet : Das Reich der Himmel ist nahe gekommen . Heilet Kranke , wecket Tote auf , reiniget Aussätzige , treibet Dämonen aus ; umsonst habt ihr empfangen , umsonst gebet . Verschaffet euch nicht Gold noch Silber noch Kupfer in eure Gürtel , keine Tasche auf den Weg , noch zwei Leibröcke , noch Sandalen , noch einen Stab ; denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert . In welche Stadt aber oder in welches Dorf irgend ihr eintretet , erforschet , wer darin würdig ist ; und daselbst bleibet , bis ihr weggehet . Wenn ihr aber in das Haus eintretet , so grüßet es . Und wenn nun das Haus würdig ist , so komme euer Friede auf dasselbe ; wenn es aber nicht würdig ist , so wende sich euer Friede zu euch zurück . Und wer irgend euch nicht aufnehmen , noch eure Worte hören wird , gehet hinaus aus jenem Hause oder jener Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen . Wahrlich , ich sage euch , es wird dem Lande von Sodom und Gomorra erträglicher ergehen am Tage des Gerichts als jener Stadt . Siehe , ich sende euch wie Schafe inmitten von Wölfen ; so seid nun klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben . Hütet euch aber vor den Menschen ; denn sie werden euch an Synedrien überliefern und in ihren Synagogen euch geißeln ; und auch vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen , ihnen und den Nationen zum Zeugnis . Wenn sie euch aber überliefern , so seid nicht besorgt , wie oder was ihr reden sollt ; denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden , was ihr reden sollt . Denn nicht ihr seid die Redenden , sondern der Geist eures Vaters , der in euch redet . Es wird aber der Bruder den Bruder zum Tode überliefern , und der Vater das Kind ; und Kinder werden sich erheben wider die Eltern und sie zum Tode bringen . Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen . Wer aber ausharrt bis ans Ende , dieser wird errettet werden . Wenn sie euch aber verfolgen in dieser Stadt , so fliehet in die andere ; denn wahrlich , ich sage euch , ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende sein , bis der Sohn des Menschen gekommen sein wird . Ein Jünger ist nicht über den Lehrer , und ein Knecht nicht über seinen Herrn . Es ist dem Jünger genug , daß er sei wie sein Lehrer , und der Knecht wie sein Herr . Wenn sie den Hausherrn Beelzebub genannt haben , wieviel mehr seine Hausgenossen ! Fürchtet euch nun nicht vor ihnen . Denn es ist nichts verdeckt , was nicht aufgedeckt , und verborgen , was nicht kundwerden wird . Was ich euch sage in der Finsternis , redet in dem Lichte , und was ihr höret ins Ohr , rufet aus auf den Dächern . Und fürchtet euch nicht vor denen , die den Leib töten , die Seele aber nicht zu töten vermögen ; fürchtet aber vielmehr den , der sowohl Seele als Leib zu verderben vermag in der Hölle . Werden nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig verkauft ? Und nicht einer von ihnen fällt auf die Erde ohne euren Vater ; an euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt . Fürchtet euch nun nicht ; ihr seid vorzüglicher als viele Sperlinge . Ein jeder nun , der mich vor den Menschen bekennen wird , den werde auch ich bekennen vor meinem Vater , der in den Himmeln ist . Wer aber irgend mich vor den Menschen verleugnen wird , den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater , der in den Himmeln ist . Wähnet nicht , daß ich gekommen sei , Frieden auf die Erde zu bringen ; ich bin nicht gekommen , Frieden zu bringen , sondern das Schwert . Denn ich bin gekommen , den Menschen zu entzweien mit seinem Vater , und die Tochter mit ihrer Mutter , und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter ; und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein . Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich , ist meiner nicht würdig ; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich , ist meiner nicht würdig ; und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir nachfolgt , ist meiner nicht würdig . Wer sein Leben findet , wird es verlieren , und wer sein Leben verliert um meinetwillen , wird es finden . Wer euch aufnimmt , nimmt mich auf , und wer mich aufnimmt , nimmt den auf , der mich gesandt hat . Wer einen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen , wird eines Propheten Lohn empfangen ; und wer einen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen , wird eines Gerechten Lohn empfangen . Und wer irgend einen dieser Kleinen nur mit einem Becher kalten Wassers tränken wird in eines Jüngers Namen , wahrlich , ich sage euch , er wird seinen Lohn nicht verlieren . Und es geschah , als Jesus seine Befehle an seine zwölf Jünger vollendet hatte , ging er von dannen hinweg , um in ihren Städten zu lehren und zu predigen . Als aber Johannes im Gefängnis die Werke des Christus hörte , sandte er durch seine Jünger und ließ ihm sagen : Bist du der Kommende , oder sollen wir auf einen anderen warten ? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen : Gehet hin und verkündet Johannes , was ihr höret und sehet : Blinde werden sehend , und Lahme wandeln , Aussätzige werden gereinigt , und Taube hören , und Tote werden auferweckt , und Armen wird gute Botschaft verkündigt ; und glückselig ist , wer irgend sich nicht an mir ärgern wird ! Als diese aber hingingen , fing Jesus an , zu den Volksmengen zu reden über Johannes : Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen zu sehen ? Ein Rohr vom Winde hin und her bewegt ? Aber was seid ihr hinausgegangen zu sehen ? Einen Menschen , mit weichen Kleidern angetan ? Siehe , die die weichen Kleider tragen , sind in den Häusern der Könige . Aber was seid ihr hinausgegangen zu sehen ? Einen Propheten ? Ja , sage ich euch , und mehr als einen Propheten . Denn dieser ist es , von dem geschrieben steht : &quot; Siehe , ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her , der deinen Weg vor dir bereiten wird . &quot; Wahrlich , ich sage euch , unter den von Weibern Geborenen ist kein Größerer aufgestanden als Johannes der Täufer ; der Kleinste aber im Reiche der Himmel ist größer als er . Aber von den Tagen Johannes&#039; des Täufers an bis jetzt wird dem Reiche der Himmel Gewalt angetan , und Gewalttuende reißen es an sich . Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis auf Johannes . Und wenn ihr es annehmen wollt , er ist Elias , der kommen soll . Wer Ohren hat zu hören , der höre ! Wem aber soll ich dieses Geschlecht vergleichen ? Es ist Kindern gleich , die auf den Märkten sitzen und ihren Gespielen zurufen und sagen : Wir haben euch gepfiffen , und ihr habt nicht getanzt ; wir haben euch Klagelieder gesungen , und ihr habt nicht gewehklagt . Denn Johannes ist gekommen , der weder aß noch trank , und sie sagen : Er hat einen Dämon . Der Sohn des Menschen ist gekommen , der da ißt und trinkt , und sie sagen : Siehe , ein Fresser und Weinsäufer , ein Freund der Zöllner und Sünder ; und die Weisheit ist gerechtfertigt worden von ihren Kindern . Dann fing er an , die Städte zu schelten , in welchen seine meisten Wunderwerke geschehen waren , weil sie nicht Buße getan hatten . Wehe dir , Chorazin ! Wehe dir , Bethsaida ! Denn wenn zu Tyrus und Sidon die Wunderwerke geschehen wären , die unter euch geschehen sind , längst hätten sie in Sack und Asche Buße getan . Doch ich sage euch : Tyrus und Sidon wird es erträglicher ergehen am Tage des Gerichts als euch . Und du , Kapernaum , die du bis zum Himmel erhöht worden bist , bis zum Hades wirst du hinabgestoßen werden ; denn wenn in Sodom die Wunderwerke geschehen wären , die in dir geschehen sind , es wäre geblieben bis auf den heutigen Tag . Doch ich sage euch : Dem Sodomer Lande wird es erträglicher ergehen am Tage des Gerichts als dir . Zu jener Zeit hob Jesus an und sprach : Ich preise dich , Vater , Herr des Himmels und der Erde , daß du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast , und hast es Unmündigen geoffenbart . Ja , Vater , denn also war es wohlgefällig vor dir . Alles ist mir übergeben von meinem Vater ; und niemand erkennt den Sohn , als nur der Vater , noch erkennt jemand den Vater , als nur der Sohn , und wem irgend der Sohn ihn offenbaren will . Kommet her zu mir , alle ihr Mühseligen und Beladenen , und ich werde euch Ruhe geben . Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir , denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig , und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen ; denn mein Joch ist sanft , und meine Last ist leicht . Zu jener Zeit ging Jesus am Sabbath durch die Saaten ; es hungerte aber seine Jünger , und sie fingen an , Ähren abzupflücken und zu essen . Als aber die Pharisäer es sahen , sprachen sie zu ihm : Siehe , deine Jünger tun , was am Sabbath zu tun nicht erlaubt ist . Er aber sprach zu ihnen : Habt ihr nicht gelesen , was David tat , als ihn und die bei ihm waren hungerte ? Wie er in das Haus Gottes ging und die Schaubrote aß , welche er nicht essen durfte , noch die bei ihm waren , sondern allein die Priester ? Oder habt ihr nicht in dem Gesetz gelesen , daß an den Sabbathen die Priester in dem Tempel den Sabbath entheiligen und schuldlos sind ? Ich sage euch aber : Größeres als der Tempel ist hier . Wenn ihr aber erkannt hättet , was es ist : &quot; Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer &quot; , so würdet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt haben . Denn der Sohn des Menschen ist Herr des Sabbaths . Und als er von dannen weiterging , kam er in ihre Synagoge . Und siehe , da war ein Mensch , der eine verdorrte Hand hatte . Und sie fragten ihn und sprachen : Ist es erlaubt , an den Sabbathen zu heilen ? auf daß sie ihn anklagen möchten . Er aber sprach zu ihnen : Welcher Mensch wird unter euch sein , der ein Schaf hat und , wenn dieses am Sabbath in eine Grube fiele , es nicht ergreifen und aufrichten wird ? Wieviel vorzüglicher ist nun ein Mensch als ein Schaf ! Also ist es erlaubt , an den Sabbathen Gutes zu tun . Dann spricht er zu dem Menschen : Strecke deine Hand aus . Und er streckte sie aus , und sie ward wiederhergestellt , gesund wie die andere . Die Pharisäer aber gingen hinaus und hielten Rat wider ihn , wie sie ihn umbrächten . Als aber Jesus es erkannte , entwich er von dannen ; und es folgten ihm große Volksmengen , und er heilte sie alle . Und er bedrohte sie , daß sie ihn nicht offenbar machten ; damit erfüllt würde , was durch den Propheten Jesaias geredet ist , welcher spricht : Siehe , mein Knecht , den ich erwählt habe , mein Geliebter , an welchem meine Seele Wohlgefallen gefunden hat ; ich werde meinen Geist auf ihn legen , und er wird den Nationen Gericht ankündigen . Er wird nicht streiten noch schreien , noch wird jemand seine Stimme auf den Straßen hören ; ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen , und einen glimmenden Docht wird er nicht auslöschen , bis er das Gericht hinausführe zum Siege ; und auf seinen Namen werden die Nationen hoffen . &quot; Dann wurde ein Besessener zu ihm gebracht , blind und stumm ; und er heilte ihn , so daß der Blinde und Stumme redete und sah . Und es erstaunten alle die Volksmengen und sagten : Dieser ist doch nicht etwa der Sohn Davids ? Die Pharisäer aber sagten , als sie es hörten : Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus , als durch den Beelzebub , den Obersten der Dämonen . Da er aber ihre Gedanken wußte , sprach er zu ihnen : Jedes Reich , das wider sich selbst entzweit ist , wird verwüstet ; und jede Stadt oder jedes Haus , das wider sich selbst entzweit ist , wird nicht bestehen . Und wenn der Satan den Satan austreibt , so ist er wider sich selbst entzweit ; wie wird denn sein Reich bestehen ? Und wenn ich durch Beelzebub die Dämonen austreibe , durch wen treiben eure Söhne sie aus ? Darum werden sie eure Richter sein . Wenn ich aber durch den Geist Gottes die Dämonen austreibe , so ist also das Reich Gottes zu euch hingekommen . Oder wie kann jemand in das Haus des Starken eindringen und seinen Hausrat rauben , wenn er nicht zuvor den Starken bindet ? Und alsdann wird er sein Haus berauben . Wer nicht mit mir ist , ist wider mich , und wer nicht mit mir sammelt , zerstreut . Deshalb sage ich euch : Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden ; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden . Und wer irgend ein Wort reden wird wider den Sohn des Menschen , dem wird vergeben werden ; wer aber irgend wider den Heiligen Geist reden wird , dem wird nicht vergeben werden , weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen . Entweder machet den Baum gut und seine Frucht gut , oder machet den Baum faul und seine Frucht faul ; denn aus der Frucht wird der Baum erkannt . Otternbrut ! Wie könnt ihr Gutes reden , da ihr böse seid ? Denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund . Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatze Gutes hervor , und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatze Böses hervor . Ich sage euch aber , daß von jedem unnützen Worte , das irgend die Menschen reden werden , sie von demselben Rechenschaft geben werden am Tage des Gerichts ; denn aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden , und aus deinen Worten wirst du verdammt werden . Dann antworteten ihm etliche der Schriftgelehrten und Pharisäer und sprachen : Lehrer , wir möchten ein Zeichen von dir sehen . Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen , und kein Zeichen wird ihm gegeben werden , als nur das Zeichen Jonas&#039; , des Propheten . Denn gleichwie Jonas drei Tage und drei Nächte in dem Bauche des großen Fisches war , also wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte in dem Herzen der Erde sein . Männer von Ninive werden aufstehen im Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen , denn sie taten Buße auf die Predigt Jonas&#039; ; und siehe , mehr als Jonas ist hier . Eine Königin des Südens wird auftreten im Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen , denn sie kam von den Enden der Erde , um die Weisheit Salomons zu hören ; und siehe , mehr als Salomon ist hier . Wenn aber der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist , so durchwandert er dürre Örter , Ruhe suchend , und findet sie nicht . Dann spricht er : Ich will in mein Haus zurückkehren , von wo ich ausgegangen bin ; und wenn er kommt , findet er es leer , gekehrt und geschmückt . Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich , böser als er selbst , und sie gehen hinein und wohnen daselbst ; und das Letzte jenes Menschen wird ärger als das Erste . Also wird es auch diesem bösen Geschlecht ergehen . Als er aber noch zu den Volksmengen redete , siehe , da standen seine Mutter und seine Brüder draußen und suchten ihn zu sprechen . Und es sprach einer zu ihm : Siehe , deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich zu sprechen . Er aber antwortete und sprach zu dem , der es ihm sagte : Wer ist meine Mutter , und wer sind meine Brüder ? Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sprach : Siehe da , meine Mutter und meine Brüder ; denn wer irgend den Willen meines Vaters tun wird , der in den Himmeln ist , derselbe ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter . An jenem Tage aber ging Jesus aus dem Hause hinaus und setzte sich an den See . Und es versammelten sich große Volksmengen zu ihm , so daß er in ein Schiff stieg und sich setzte ; und die ganze Volksmenge stand am Ufer . Und er redete vieles in Gleichnissen zu ihnen und sprach : Siehe , der Sämann ging aus zu säen ; und indem er säte , fiel etliches an den Weg , und die Vögel kamen und fraßen es auf . Anderes aber fiel auf das Steinichte , wo es nicht viel Erde hatte ; und alsbald ging es auf , weil es nicht tiefe Erde hatte . Als aber die Sonne aufging , wurde es verbrannt , und weil es keine Wurzel hatte , verdorrte es . Anderes aber fiel unter die Dornen ; und die Dornen schossen auf und erstickten es . Anderes aber fiel auf die gute Erde und gab Frucht : das eine hundert- , das andere sechzig-, das andere dreißigfältig . Wer Ohren hat zu hören , der höre ! Und die Jünger traten herzu und sprachen zu ihm : Warum redest du in Gleichnissen zu ihnen ? Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Weil euch gegeben ist , die Geheimnisse des Reiches der Himmel zu wissen , jenen aber ist es nicht gegeben ; denn wer da hat , dem wird gegeben werden , und er wird Überfluß haben ; wer aber nicht hat , von dem wird selbst , was er hat , genommen werden . Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen , weil sie sehend nicht sehen und hörend nicht hören , noch verstehen ; und es wird an ihnen die Weissagung Jesaias&#039; erfüllt , welche sagt : &quot; Mit Gehör werdet ihr hören und doch nicht verstehen , und sehend werdet ihr sehen und doch nicht wahrnehmen ; denn das Herz dieses Volkes ist dick geworden , und mit den Ohren haben sie schwer gehört , und ihre Augen haben sie geschlossen , damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren , und ich sie heile . &quot; Glückselig aber eure Augen , daß sie sehen , und eure Ohren , daß sie hören ; denn wahrlich , ich sage euch : Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen , was ihr anschauet , und haben es nicht gesehen ; und zu hören , was ihr höret , und haben es nicht gehört . Höret ihr nun das Gleichnis vom Sämann . So oft jemand das Wort vom Reiche hört und nicht versteht , kommt der Böse und reißt weg , was in sein Herz gesät war ; dieser ist es , der an den Weg gesät ist . Der aber auf das Steinichte gesät ist , dieser ist es , der das Wort hört und es alsbald mit Freuden aufnimmt ; er hat aber keine Wurzel in sich , sondern ist nur für eine Zeit ; und wenn Drangsal entsteht oder Verfolgung um des Wortes willen , alsbald ärgert er sich . Der aber unter die Dornen gesät ist , dieser ist es , der das Wort hört , und die Sorge dieses Lebens und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort , und er bringt keine Frucht . Der aber auf die gute Erde gesät ist , dieser ist es , der das Wort hört und versteht , welcher wirklich Frucht bringt ; und der eine trägt hundert- , der andere sechzig-, der andere dreißigfältig . Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach : Das Reich der Himmel ist einem Menschen gleich geworden , der guten Samen auf seinen Acker säte . Während aber die Menschen schliefen , kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging hinweg . Als aber die Saat aufsproßte und Frucht brachte , da erschien auch das Unkraut . Es kamen aber die Knechte des Hausherrn hinzu und sprachen zu ihm : Herr , hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät ? Woher hat er denn Unkraut ? Er aber sprach zu ihnen : Ein feindseliger Mensch hat dies getan . Die Knechte aber sprachen zu ihm : Willst du denn , daß wir hingehen und es zusammenlesen ? Er aber sprach : Nein , damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit demselben den Weizen ausraufet . Laßt es beides zusammen wachsen bis zur Ernte , und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen : Leset zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel , um es zu verbrennen ; den Weizen aber sammelt in meine Scheune . Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach : Das Reich der Himmel ist gleich einem Senfkorn , welches ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte ; das zwar kleiner ist als alle Samen , wenn es aber gewachsen ist , so ist es größer als die Kräuter und wird ein Baum , so daß die Vögel des Himmels kommen und sich niederlassen in seinen Zweigen . Ein anderes Gleichnis redete er zu ihnen : Das Reich der Himmel ist gleich einem Sauerteig , welchen ein Weib nahm und unter drei Maß Mehl verbarg , bis es ganz durchsäuert war . Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu den Volksmengen , und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen , damit erfüllt würde , was durch den Propheten geredet ist , welcher spricht : &quot; Ich werde meinen Mund auftun in Gleichnissen ; ich werde aussprechen , was von Grundlegung der Welt an verborgen war . &quot; Dann entließ er die Volksmengen und kam in das Haus ; und seine Jünger traten zu ihm und sprachen : Deute uns das Gleichnis vom Unkraut des Ackers . Er aber antwortete und sprach : Der den guten Samen sät , ist der Sohn des Menschen , der Acker aber ist die Welt ; der gute Same aber , dies sind die Söhne des Reiches , das Unkraut aber sind die Söhne des Bösen ; der Feind aber , der es gesät hat , ist der Teufel ; die Ernte aber ist die Vollendung des Zeitalters , die Schnitter aber sind Engel . Gleichwie nun das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird , also wird es in der Vollendung des Zeitalters sein . Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden , und sie werden aus seinem Reiche alle Ärgernisse zusammenlesen und die das Gesetzlose tun ; und sie werden sie in den Feuerofen werfen : da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen . Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in dem Reiche ihres Vaters . Wer Ohren hat zu hören , der höre ! Das Reich der Himmel ist gleich einem im Acker verborgenen Schatz , welchen ein Mensch fand und verbarg ; und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles , was er hat , und kauft jenen Acker . Wiederum ist das Reich der Himmel gleich einem Kaufmann , der schöne Perlen sucht ; als er aber eine sehr kostbare Perle gefunden hatte , ging er hin und verkaufte alles , was er hatte , und kaufte sie . Wiederum ist das Reich der Himmel gleich einem Netze , das ins Meer geworfen wurde und von jeder Gattung zusammenbrachte , welches sie , als es voll war , ans Ufer heraufgezogen hatten ; und sie setzten sich nieder und lasen die Guten in Gefäße zusammen , aber die Faulen warfen sie aus . Also wird es in der Vollendung des Zeitalters sein : die Engel werden ausgehen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern , und sie in den Feuerofen werfen : da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen . Jesus spricht zu ihnen : Habt ihr dies alles verstanden ? Sie sagen zu ihm : Ja , Herr . Er aber sprach zu ihnen : Darum ist jeder Schriftgelehrte , der im Reiche der Himmel unterrichtet ist , gleich einem Hausherrn , der aus seinem Schatze Neues und Altes hervorbringt . Und es geschah , als Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte , ging er von dannen hinweg . Und er kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihrer Synagoge , so daß sie sehr erstaunten und sprachen : Woher diesem diese Weisheit und die Wunderwerke ? Ist dieser nicht der Sohn des Zimmermanns ? Heißt nicht seine Mutter Maria , und seine Brüder Jakobus und Joseph und Simon und Judas ? Und seine Schwestern , sind sie nicht alle bei uns ? Woher nun diesem dies alles ? Und sie ärgerten sich an ihm . Jesus aber sprach zu ihnen : Ein Prophet ist nicht ohne Ehre , außer in seiner Vaterstadt und in seinem Hause . Und er tat daselbst nicht viele Wunderwerke wegen ihres Unglaubens . Zu jener Zeit hörte Herodes , der Vierfürst , das Gerücht von Jesu und sprach zu seinen Knechten : Dieser ist Johannes der Täufer ; er ist von den Toten auferstanden , und darum wirken solche Kräfte in ihm . denn Herodes hatte Johannes gegriffen , ihn gebunden und ins Gefängnis gesetzt , um der Herodias willen , des Weibes seines Bruders Philippus . Denn Johannes hatte ihm gesagt : Es ist dir nicht erlaubt , sie zu haben . Und als er ihn töten wollte , fürchtete er die Volksmenge , weil sie ihn für einen Propheten hielten . Als aber der Geburtstag des Herodes begangen wurde , tanzte die Tochter der Herodias vor ihnen , und sie gefiel dem Herodes ; weshalb er mit einem Eide zusagte , ihr zu geben , um was irgend sie bitten würde . Sie aber , von ihrer Mutter angewiesen , sagt : Gib mir hier auf einer Schüssel das Haupt Johannes&#039; es Täufers . Und der König wurde traurig ; aber um der Eide und um derer willen , die mit zu Tische lagen , befahl er , es zu geben . Und er sandte hin und ließ den Johannes im Gefängnis enthaupten . Und sein Haupt wurde auf einer Schüssel gebracht und dem Mägdlein gegeben , und sie brachte es ihrer Mutter . Und seine Jünger kamen herzu , hoben den Leib auf und begruben ihn . Und sie kamen und verkündeten es Jesu . Und als Jesus es hörte , entwich er von dannen in einem Schiffe an einen öden Ort besonders . Und als die Volksmengen es hörten , folgten sie ihm zu Fuß aus den Städten . Und als er hinausging , sah er eine große Volksmenge , und er wurde innerlich bewegt über sie und heilte ihre Schwachen . Als es aber Abend geworden war , traten seine Jünger zu ihm und sprachen : Der Ort ist öde , und die Zeit ist schon vergangen ; entlaß die Volksmengen , auf daß sie hingehen in die Dörfer und sich Speise kaufen . Jesus aber sprach zu ihnen : Sie haben nicht nötig wegzugehen ; gebet ihr ihnen zu essen . Sie aber sagen zu ihm : Wir haben nichts hier als nur fünf Brote und zwei Fische . Er aber sprach : Bringet sie mir her . Und er befahl den Volksmengen , sich auf das Gras zu lagern , nahm die fünf Brote und die zwei Fische , blickte auf gen Himmel und segnete sie , und er brach die Brote und gab sie den Jüngern , die Jünger aber gaben sie den Volksmengen . Und sie aßen alle und wurden gesättigt . Und sie hoben auf , was an Brocken übrigblieb , zwölf Handkörbe voll . Die aber aßen , waren bei fünftausend Männer , ohne Weiber und Kindlein . Und alsbald nötigte er die Jünger , in das Schiff zu steigen und ihm an das jenseitige Ufer vorauszufahren , bis er die Volksmengen entlassen habe . Und als er die Volksmengen entlassen hatte , stieg er auf den Berg besonders , um zu beten . Als es aber Abend geworden , war er daselbst allein . Das Schiff aber war schon mitten auf dem See und litt Not von den Wellen , denn der Wind war ihnen entgegen . Aber in der vierten Nachtwache kam er zu ihnen , wandelnd auf dem See . Und als die Jünger ihn auf dem See wandeln sahen , wurden sie bestürzt und sprachen : Es ist ein Gespenst ! Und sie schrieen vor Furcht . Alsbald aber redete Jesus zu ihnen und sprach : Seid gutes Mutes , ich bin&#039;s ; fürchtet euch nicht ! Petrus aber antwortete ihm und sprach : Herr , wenn du es bist , so befiehl mir , zu dir zu kommen auf den Wassern . Er aber sprach : Komm ! Und Petrus stieg aus dem Schiffe und wandelte auf den Wassern , um zu Jesu zu kommen . Als er aber den starken Wind sah , fürchtete er sich ; und als er anfing zu sinken , schrie er und sprach : Herr , rette mich ! Alsbald aber streckte Jesus die Hand aus , ergriff ihn und spricht zu ihm : Kleingläubiger , warum zweifeltest du ? Und als sie in das Schiff gestiegen waren , legte sich der Wind . Die aber in dem Schiffe waren , kamen und warfen sich vor ihm nieder und sprachen : Wahrhaftig , du bist Gottes Sohn ! Und als sie hinübergefahren waren , kamen sie in das Land Genezareth . Und als die Männer jenes Ortes ihn erkannten , schickten sie in jene ganze Umgegend und brachten alle Leidenden zu ihm ; und sie baten ihn , daß sie nur die Quaste seines Kleides anrühren dürften : und so viele ihn anrührten , wurden völlig geheilt . Dann kommen die Schriftgelehrten und Pharisäer von Jerusalem zu Jesu und sagen : Warum übertreten deine Jünger die Überlieferung der Ältesten ? Denn sie waschen ihre Hände nicht , wenn sie Brot essen . Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Warum übertretet auch ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen ? Denn Gott hat geboten und gesagt : &quot; Ehre den Vater und die Mutter ! &quot; und : &quot; Wer Vater oder Mutter flucht , soll des Todes sterben . &quot; Ihr aber saget : Wer irgend zu dem Vater oder zu der Mutter spricht : Eine Gabe sei das , was irgend dir von mir zunutze kommen könnte ; und er wird keineswegs seinen Vater oder seine Mutter ehren ; und ihr habt so das Gebot Gottes ungültig gemacht um eurer Überlieferung willen . Heuchler ! Trefflich hat Jesaias über euch geweissagt , indem er spricht : &quot; Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen , aber ihr Herz ist weit entfernt von mir . Vergeblich aber verehren sie mich , indem sie als Lehren Menschengebote lehren . &quot; Und er rief die Volksmenge herzu und sprach zu ihnen : Höret und verstehet ! Nicht was in den Mund eingeht , verunreinigt den Menschen , sondern was aus dem Munde ausgeht , das verunreinigt den Menschen . Dann traten seine Jünger herzu und sprachen zu ihm : Weißt du , daß die Pharisäer sich ärgerten , als sie das Wort hörten ? Er aber antwortete und sprach : Jede Pflanze , die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat , wird ausgerottet werden . Laßt sie ; sie sind blinde Leiter der Blinden . Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet , so werden beide in eine Grube fallen . Petrus aber antwortete und sprach zu ihm : Deute uns dieses Gleichnis . Er aber sprach : Seid auch ihr noch unverständig ? Begreifet ihr noch nicht , daß alles , was in den Mund eingeht , in den Bauch geht und in den Abort ausgeworfen wird ? Was aber aus dem Munde ausgeht , kommt aus dem Herzen hervor , und das verunreinigt den Menschen . Denn aus dem Herzen kommen hervor böse Gedanken , Mord , Ehebruch , Hurerei , Dieberei , falsche Zeugnisse , Lästerungen ; diese Dinge sind es , die den Menschen verunreinigen , aber mit ungewaschenen Händen essen verunreinigt den Menschen nicht . Und Jesus ging aus von dannen und entwich in die Gegenden von Tyrus und Sidon ; und siehe , ein kananäisches Weib , das von jenen Grenzen herkam , schrie zu ihm und sprach : Erbarme dich meiner , Herr , Sohn Davids ! Meine Tochter ist schlimm besessen . Er aber antwortete ihr nicht ein Wort . Und seine Jünger traten herzu und baten ihn und sprachen : Entlaß sie , denn sie schreit hinter uns her . Er aber antwortete und sprach : Ich bin nicht gesandt , als nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel . Sie aber kam und warf sich vor ihm nieder und sprach : Herr , hilf mir ! Er aber antwortete und sprach : Es ist nicht schön , das Brot der Kinder zu nehmen und den Hündlein hinzuwerfen . Sie aber sprach : Ja , Herr ; denn es essen ja auch die Hündlein von den Brosamen , die von dem Tische ihrer Herren fallen . Da antwortete Jesus und sprach zu ihr : O Weib , dein Glaube ist groß ; dir geschehe , wie du willst . Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an . Und Jesus ging von dannen hinweg und kam an den See von Galiläa ; und als er auf den Berg gestiegen war , setzte er sich daselbst . Und große Volksmengen kamen zu ihm , welche Lahme , Blinde , Stumme , Krüppel und viele andere bei sich hatten , und sie warfen sie ihm zu Füßen ; und er heilte sie , so daß die Volksmengen sich verwunderten , als sie sahen , daß Stumme redeten , Krüppel gesund wurden , Lahme wandelten und Blinde sahen ; und sie verherrlichten den Gott Israels . Als Jesus aber seine Jünger herzugerufen hatte , sprach er : Ich bin innerlich bewegt über die Volksmenge ; denn schon drei Tage weilen sie bei mir und haben nichts zu essen ; und ich will sie nicht entlassen , ohne daß sie gegessen haben , damit sie nicht etwa auf dem Wege verschmachten . Und seine Jünger sagen zu ihm : Woher nehmen wir in der Einöde so viele Brote , um eine so große Volksmenge zu sättigen ? Und Jesus spricht zu ihnen : Wie viele Brote habt ihr ? Sie aber sagten : Sieben , und wenige kleine Fische . Und er gebot der Volksmenge , sich auf die Erde zu lagern . Und er nahm die sieben Brote und die Fische , dankte und brach und gab sie seinen Jüngern , die Jünger aber gaben sie den Volksmengen . Und sie aßen alle und wurden gesättigt ; und sie hoben auf , was an Brocken übrigblieb , sieben Körbe voll . Die aber aßen , waren viertausend Männer , ohne Weiber und Kindlein . Und als er die Volksmengen entlassen hatte , stieg er in das Schiff und kam in das Gebiet von Magada . Und die Pharisäer und Sadducäer kamen herzu , und , um ihn zu versuchen , baten sie ihn , er möge ihnen ein Zeichen aus dem Himmel zeigen . Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Wenn es Abend geworden ist , so saget ihr : Heiteres Wetter , denn der Himmel ist feuerrot ; und frühmorgens : Heute stürmisches Wetter , denn der Himmel ist feuerrot und trübe ; das Angesicht des Himmels wisset ihr zwar zu beurteilen , aber die Zeichen der Zeiten könnt ihr nicht beurteilen . Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht verlangt nach einem Zeichen , und kein Zeichen wird ihm gegeben werden , als nur das Zeichen Jonas&#039; . Und er verließ sie und ging hinweg . Und als seine Jünger an das jenseitige Ufer gekommen waren , hatten sie vergessen , Brote mitzunehmen . Jesus aber sprach zu ihnen : Sehet zu und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadducäer . Sie aber überlegten bei sich selbst und sagten : Weil wir keine Brote mitgenommen haben . Als aber Jesus es erkannte , sprach er : Was überleget ihr bei euch selbst , Kleingläubige , weil ihr keine Brote mitgenommen habt ? Verstehet ihr noch nicht , erinnert ihr euch auch nicht an die fünf Brote der fünftausend , und wie viele Handkörbe ihr aufhobet ? Noch an die sieben Brote der viertausend , und wie viele Körbe ihr aufhobet ? Wie , verstehet ihr nicht , daß ich euch nicht von Broten sagte : Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadducäer ? Da verstanden sie , daß er nicht gesagt hatte , sich zu hüten vor dem Sauerteig des Brotes , sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadducäer . Als aber Jesus in die Gegenden von Cäsarea Philippi gekommen war , fragte er seine Jünger und sprach : Wer sagen die Menschen , daß ich , der Sohn des Menschen , sei ? Sie aber sagten : Etliche : Johannes der Täufer ; andere aber : Elias ; und andere wieder : Jeremias , oder einer der Propheten . Er spricht zu ihnen : Ihr aber , wer saget ihr , daß ich sei ? Simon Petrus aber antwortete und sprach : Du bist der Christus , der Sohn des lebendigen Gottes . Und Jesus antwortete und sprach zu ihm : Glückselig bist du , Simon , Bar Jona ; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht geoffenbart , sondern mein Vater , der in den Himmeln ist . Aber auch ich sage dir , daß du bist Petrus ; und auf diesen Felsen will ich meine Versammlung bauen , und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen . Und ich werde dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben ; und was irgend du auf der Erde binden wirst , wird in den Himmeln gebunden sein , und was irgend du auf der Erde lösen wirst , wird in den Himmeln gelöst sein . Dann gebot er seinen Jüngern , daß sie niemand sagten , daß er der Christus sei . Von der Zeit an begann Jesus seinen Jüngern zu zeigen , daß er nach Jerusalem hingehen müsse und von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten vieles leiden , und getötet und am dritten Tage auferweckt werden müsse . Und Petrus nahm ihn zu sich und fing an , ihn zu strafen , indem er sagte : Gott behüte dich , Herr ! Dies wird dir nicht widerfahren . Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus : Geh hinter mich , Satan ! Du bist mir ein Ärgernis , denn du sinnest nicht auf das , was Gottes , sondern auf das , was der Menschen ist . Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern : Wenn jemand mir nachkommen will , der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach . Denn wer irgend sein Leben erretten will , wird es verlieren ; wer aber irgend sein Leben verliert um meinetwillen , wird es finden . Denn was wird es einem Menschen nützen , wenn er die ganze Welt gewönne , aber seine Seele einbüßte ? Oder was wird ein Mensch als Lösegeld geben für seine Seele ? Denn der Sohn des Menschen wird kommen in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln , und dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Tun . Wahrlich , ich sage euch : Es sind etliche von denen , die hier stehen , welche den Tod nicht schmecken werden , bis sie den Sohn des Menschen haben kommen sehen in seinem Reiche . Und nach sechs Tagen nimmt Jesus den Petrus und Jakobus und Johannes , seinen Bruder , mit und führt sie auf einen hohen Berg besonders . Und er wurde vor ihnen umgestaltet . Und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne , seine Kleider aber wurden weiß wie das Licht ; und siehe , Moses und Elias erschienen ihnen und unterredeten sich mit ihm . Petrus aber hob an und sprach zu Jesu : Herr , es ist gut , daß wir hier sind . Wenn du willst , laß uns hier drei Hütten machen , dir eine und Moses eine und Elias eine . Während er noch redete , siehe , da überschattete sie eine lichte Wolke , und siehe , eine Stimme kam aus der Wolke , welche sprach : Dieser ist mein geliebter Sohn , an welchem ich Wohlgefallen gefunden habe ; ihn höret . Und als die Jünger es hörten , fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr . Und Jesus trat herzu , rührte sie an und sprach : Stehet auf und fürchtet euch nicht . Als sie aber ihre Augen aufhoben , sahen sie niemand als Jesum allein . Und als sie von dem Berge herabstiegen , gebot ihnen Jesus und sprach : Saget niemand das Gesicht , bis der Sohn des Menschen aus den Toten auferstanden ist . Und seine Jünger fragten ihn und sprachen : Was sagen denn die Schriftgelehrten , daß Elias zuerst kommen müsse ? Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Elias zwar kommt zuerst und wird alle Dinge wiederherstellen . Ich sage euch aber , daß Elias schon gekommen ist , und sie haben ihn nicht erkannt , sondern an ihm getan , was irgend sie wollten . Also wird auch der Sohn des Menschen von ihnen leiden . Da verstanden die Jünger , daß er von Johannes dem Täufer zu ihnen sprach . Und als sie zu der Volksmenge kamen , trat ein Mensch zu ihm und fiel vor ihm auf die Knie und sprach : Herr , erbarme dich meines Sohnes , denn er ist mondsüchtig und leidet arg ; denn oft fällt er ins Feuer und oft ins Wasser . Und ich brachte ihn zu deinen Jüngern , und sie konnten ihn nicht heilen . Jesus aber antwortete und sprach : O ungläubiges und verkehrtes Geschlecht ! Bis wann soll ich bei euch sein ? Bis wann soll ich euch ertragen ? Bringet mir ihn her . Und Jesus bedrohte ihn , und der Dämon fuhr von ihm aus ; und von jener Stunde an war der Knabe geheilt . Da traten die Jünger zu Jesu besonders und sprachen : Warum haben wir ihn nicht austreiben können ? Er aber spricht zu ihnen : Wegen eures Unglaubens ; denn wahrlich , ich sage euch , wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn , so werdet ihr zu diesem Berge sagen : Werde versetzt von hier dorthin ! und er wird versetzt werden ; und nichts wird euch unmöglich sein . Diese Art aber fährt nicht aus , als nur durch Gebet und Fasten . Als sie sich aber in Galiläa aufhielten , sprach Jesus zu ihnen : Der Sohn des Menschen wird überliefert werden in der Menschen Hände , und sie werden ihn töten , und am dritten Tage wird er auferweckt werden . Und sie wurden sehr betrübt . Als sie aber nach Kapernaum kamen , traten die Einnehmer der Doppeldrachmen zu Petrus und sprachen : Zahlt euer Lehrer nicht die Doppeldrachmen ? Er sagt : Ja . Und als er in das Haus eintrat , kam Jesus ihm zuvor und sprach : Was dünkt dich Simon ? Von wem erheben die Könige der Erde Zoll oder Steuer , von ihren Söhnen oder von den Fremden ? Petrus sagt zu ihm : Von den Fremden . Jesus sprach zu ihm : Demnach sind die Söhne frei . Auf daß wir ihnen aber kein Ärgernis geben , geh an den See , wirf eine Angel aus und nimm den ersten Fisch , der heraufkommt , tue seinen Mund auf , und du wirst einen Stater finden ; den nimm und gib ihnen für mich und dich . In jener Stunde traten die Jünger zu Jesu und sprachen : Wer ist denn der Größte im Reiche der Himmel ? Und als Jesus ein Kindlein herzugerufen hatte , stellte er es in ihre Mitte und sprach : Wahrlich , ich sage euch , wenn ihr nicht umkehret und werdet wie die Kindlein , so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen . Darum , wer irgend sich selbst erniedrigen wird wie dieses Kindlein , dieser ist der Größte im Reiche der Himmel ; und wer irgend ein solches Kindlein aufnehmen wird in meinem Namen , nimmt mich auf . Wer aber irgend eines dieser Kleinen , die an mich glauben , ärgern wird , dem wäre nütze , daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt , und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde . Wehe der Welt der Ärgernisse wegen ! Denn es ist notwendig , daß Ärgernisse kommen ; doch wehe dem Menschen , durch welchen das Ärgernis kommt ! Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dich ärgert , so haue ihn ab und wirf ihn von dir . Es ist dir besser , lahm oder als Krüppel in das Leben einzugehen , als mit zwei Händen oder mit zwei Füßen in das ewige Feuer geworfen zu werden . Und wenn dein Auge dich ärgert , so reiß es aus und wirf es von dir . Es ist dir besser , einäugig in das Leben einzugehen , als mit zwei Augen in die Hölle des Feuers geworfen zu werden . Sehet zu , daß ihr nicht eines dieser Kleinen verachtet ; denn ich sage euch , daß ihre Engel in den Himmeln allezeit das Angesicht meines Vaters schauen , der in den Himmeln ist . Denn der Sohn des Menschen ist gekommen , das Verlorene zu erretten . Was dünkt euch ? Wenn ein Mensch hundert Schafe hätte , und eines von ihnen sich verirrte , läßt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen und geht hin und sucht das irrende ? Und wenn es geschieht , daß er es findet , wahrlich , ich sage euch , er freut sich mehr über dieses , als über die neunundneunzig , die nicht verirrt sind . Also ist es nicht der Wille eures Vaters , der in den Himmeln ist , daß eines dieser Kleinen verloren gehe . Wenn aber dein Bruder wider dich sündigt , so gehe hin , überführe ihn zwischen dir und ihm allein . Wenn er auf dich hört , so hast du deinen Bruder gewonnen . Wenn er aber nicht hört , so nimm noch einen oder zwei mit dir , damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt werde . Wenn er aber nicht auf sie hören wird , so sage es der Versammlung ; wenn er aber auch auf die Versammlung nicht hören wird , so sei er dir wie der Heide und der Zöllner . Wahrlich , ich sage euch : Was irgend ihr auf der Erde binden werdet , wird im Himmel gebunden sein , und was irgend ihr auf der Erde lösen werdet , wird im Himmel gelöst sein . Wiederum sage ich euch : Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen werden über irgend eine Sache , um welche sie auch bitten mögen , so wird sie ihnen werden von meinem Vater , der in den Himmeln ist . Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen , da bin ich in ihrer Mitte . Dann trat Petrus zu ihm und sprach : Herr , wie oft soll ich meinem Bruder , der wider mich sündigt , vergeben ? Bis siebenmal ? Jesus spricht zu ihm : Nicht sage ich dir , bis siebenmal , sondern bis siebzig mal sieben . Deswegen ist das Reich der Himmel einem Könige gleich geworden , der mit seinen Knechten abrechnen wollte . Als er aber anfing abzurechnen , wurde einer zu ihm gebracht , der zehntausend Talente schuldete . Da derselbe aber nicht hatte zu bezahlen , befahl sein Herr , ihn und sein Weib und die Kinder und alles , was er hatte , zu verkaufen und zu bezahlen . Der Knecht nun fiel nieder , huldigte ihm und sprach : Herr , habe Geduld mit mir , und ich will dir alles bezahlen . Der Herr jenes Knechtes aber , innerlich bewegt , gab ihn los und erließ ihm das Darlehn . Jener Knecht aber ging hinaus und fand einen seiner Mitknechte , der ihm hundert Denare schuldig war . Und er ergriff und würgte ihn und sprach : Bezahle , wenn du etwas schuldig bist . Sein Mitknecht nun fiel nieder und bat ihn und sprach : Habe Geduld mit mir , und ich will dir bezahlen . Er aber wollte nicht , sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis , bis er die Schuld bezahlt habe . Als aber seine Mitknechte sahen , was geschehen war , wurden sie sehr betrübt und gingen und berichteten ihrem Herrn alles , was geschehen war . Dann rief ihn sein Herr herzu und spricht zu ihm : Böser Knecht ! Jene ganze Schuld habe ich dir erlassen , dieweil du mich batest ; solltest nicht auch du dich deines Mitknechtes erbarmt haben , wie auch ich mich deiner erbarmt habe ? Und sein Herr wurde zornig und überlieferte ihn den Peinigern , bis er alles bezahlt habe , was er ihm schuldig war . Also wird auch mein himmlischer Vater euch tun , wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von Herzen vergebet . Und es geschah , als Jesus diese Reden vollendet hatte , begab er sich von Galiläa hinweg und kam in das Gebiet von Judäa , jenseit des Jordan . Und es folgten ihm große Volksmengen , und er heilte sie daselbst . Und die Pharisäer kamen zu ihm , versuchten ihn und sprachen : Ist es einem Manne erlaubt , aus jeder Ursache sein Weib zu entlassen ? Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Habt ihr nicht gelesen , daß der , welcher sie schuf , von Anfang sie Mann und Weib schuf und sprach : &quot; Um deswillen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen , und es werden die zwei ein Fleisch sein &quot; ; so daß sie nicht mehr zwei sind , sondern ein Fleisch ? Was nun Gott zusammengefügt hat , soll der Mensch nicht scheiden . Sie sagen zu ihm : Warum hat denn Moses geboten , einen Scheidebrief zu geben und sie zu entlassen ? Er spricht zu ihnen : Moses hat wegen eurer Herzenshärtigkeit euch gestattet , eure Weiber zu entlassen ; von Anfang aber ist es nicht also gewesen . Ich sage euch aber , daß , wer irgend sein Weib entlassen wird , nicht wegen Hurerei , und eine andere heiraten wird , Ehebruch begeht ; und wer eine Entlassene heiratet , begeht Ehebruch . Seine Jünger sagen zu ihm : Wenn die Sache des Mannes mit dem Weibe also steht , so ist es nicht ratsam zu heiraten . Er aber sprach zu ihnen : Nicht alle fassen dieses Wort , sondern denen es gegeben ist ; denn es gibt Verschnittene , die von Mutterleibe also geboren sind ; und es gibt Verschnittene , die von den Menschen verschnitten worden sind ; und es gibt Verschnittene , die sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen . Wer es zu fassen vermag , der fasse es . Dann wurden Kindlein zu ihm gebracht , auf daß er ihnen die Hände auflege und bete ; die Jünger aber verwiesen es ihnen . Jesus aber sprach : Lasset die Kindlein und wehret ihnen nicht , zu mir zu kommen , denn solcher ist das Reich der Himmel . Und er legte ihnen die Hände auf und ging von dannen hinweg . Und siehe , einer trat herzu und sprach zu ihm : Lehrer , welches Gute soll ich tun , auf daß ich ewiges Leben habe ? Er aber sprach zu ihm : Was fragst du mich über das Gute ? Einer ist gut . Wenn du aber ins Leben eingehen willst , so halte die Gebote . Er spricht zu ihm : Welche ? Jesus aber sprach : Diese : Du sollst nicht töten ; du sollst nicht ehebrechen ; du sollst nicht stehlen ; du sollst nicht falsches Zeugnis geben ; ehre den Vater und die Mutter , und : du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst . Der Jüngling spricht zu ihm : Alles dieses habe ich beobachtet ; was fehlt mir noch ? Jesus sprach zu ihm : Wenn du vollkommen sein willst , so gehe hin , verkaufe deine Habe und gib den Armen , und du wirst einen Schatz im Himmel haben ; und komm , folge mir nach . Als aber der Jüngling das Wort hörte , ging er betrübt hinweg , denn er hatte viele Güter . Jesus aber sprach zu seinen Jüngern : Wahrlich ich sage euch : Schwerlich wird ein Reicher in das Reich der Himmel eingehen . Wiederum aber sage ich euch : Es ist leichter , daß ein Kamel durch ein Nadelöhr eingehe , als daß ein Reicher in das Reich Gottes eingehe . Als aber die Jünger es hörten , waren sie sehr erstaunt und sagten : Wer kann dann errettet werden ? Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen : Bei Menschen ist dies unmöglich , bei Gott aber sind alle Dinge möglich . Da antwortete Petrus und sprach zu ihm : Siehe , wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt ; was wird uns nun werden ? Jesus aber sprach zu ihnen : Wahrlich , ich sage euch : Ihr , die ihr mir nachgefolgt seid , auch ihr werdet in der Wiedergeburt , wenn der Sohn des Menschen sitzen wird auf seinem Throne der Herrlichkeit , auf zwölf Thronen sitzen und richten die zwölf Stämme Israels . Und ein jeder , der irgend verlassen hat Häuser , oder Brüder , oder Schwestern , oder Vater , oder Mutter , oder Weib , oder Kinder , oder Äcker um meines Namens willen , wird hundertfältig empfangen und ewiges Leben erben . Aber viele Erste werden Letzte , und Letzte Erste sein . Denn das Reich der Himmel ist gleich einem Hausherrn , der frühmorgens ausging , um Arbeiter in seinen Weinberg zu dingen . Nachdem er aber mit den Arbeitern um einen Denar den Tag übereingekommen war , sandte er sie in seinen Weinberg . Und als er um die dritte Stunde ausging , sah er andere auf dem Markte müßig stehen ; und zu diesen sprach er : Gehet auch ihr hin in den Weinberg , und was irgend recht ist , werde ich euch geben . Sie aber gingen hin . Wiederum aber ging er aus um die sechste und neunte Stunde und tat desgleichen . Als er aber um die elfte Stunde ausging , fand er andere stehen und spricht zu ihnen : Was stehet ihr hier den ganzen Tag müßig ? Sie sagen zu ihm : Weil niemand uns gedungen hat . Er spricht zu ihnen : Gehet auch ihr hin in den Weinberg , und was irgend recht ist , werdet ihr empfangen . Als es aber Abend geworden war , spricht der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter : Rufe die Arbeiter und zahle ihnen den Lohn , anfangend von den letzten bis zu den ersten . Und als die um die elfte Stunde Gedungenen kamen , empfingen sie je einen Denar . Als aber die ersten kamen , meinten sie , daß sie mehr empfangen würden ; und auch sie empfingen je einen Denar . Als sie aber den empfingen , murrten sie wider den Hausherrn und sprachen : Diese letzten haben eine Stunde gearbeitet , und du hast sie uns gleich gemacht , die wir die Last des Tages und die Hitze getragen haben . Er aber antwortete und sprach zu einem von ihnen : Freund , ich tue dir nicht unrecht . Bist du nicht um einen Denar mit mir übereingekommen ? Nimm das Deine und gehe hin . Ich will aber diesem letzten geben wie auch dir . Ist es mir nicht erlaubt , mit dem Meinigen zu tun , was ich will ? Blickt dein Auge böse , weil ich gütig bin ? Also werden die Letzten Erste , und die Ersten Letzte sein ; denn viele sind Berufene , wenige aber Auserwählte . Und als Jesus nach Jerusalem hinaufging , nahm er die zwölf Jünger auf dem Wege besonders zu sich und sprach zu ihnen : Siehe , wir gehen hinauf nach Jerusalem , und der Sohn des Menschen wird den Hohenpriestern und Schriftgelehrten überliefert werden , und sie werden ihn zum Tode verurteilen ; und sie werden ihn den Nationen überliefern , um ihn zu verspotten und zu geißeln und zu kreuzigen ; und am dritten Tage wird er auferstehen . Dann trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm und warf sich nieder und erbat etwas von ihm . Er aber sprach zu ihr : Was willst du ? Sie sagt zu ihm : Sprich , daß diese meine zwei Söhne einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen mögen in deinem Reiche . Jesus aber antwortete und sprach : Ihr wisset nicht , um was ihr bittet . Könnt ihr den Kelch trinken , den ich trinken werde ? Sie sagen zu ihm : Wir können es . Und er spricht zu ihnen : Meinen Kelch werdet ihr zwar trinken , aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken steht nicht bei mir zu vergeben , sondern ist für die , welchen es von meinem Vater bereitet ist . Und als die Zehn es hörten , wurden sie unwillig über die zwei Brüder . Jesus aber rief sie herzu und sprach : Ihr wisset , daß die Regenten der Nationen über dieselben herrschen und die Großen Gewalt über sie üben . Unter euch soll es nicht also sein ; sondern wer irgend unter euch groß werden will , soll euer Diener sein , und wer irgend unter euch der Erste sein will , soll euer Knecht sein ; gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist , um bedient zu werden , sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele . Und als sie von Jericho auszogen , folgte ihm eine große Volksmenge . Und siehe , zwei Blinde , die am Wege saßen , als sie hörten , daß Jesus vorübergehe , schrieen und sprachen : Erbarme dich unser , Herr , Sohn Davids ! Die Volksmenge aber bedrohte sie , daß sie schweigen sollten . Sie aber schrieen noch mehr und sprachen : Erbarme dich unser , Herr , Sohn Davids ! Und Jesus blieb stehen und rief sie und sprach : Was wollt ihr , daß ich euch tun soll ? Sie sagen zu ihm : Herr , daß unsere Augen aufgetan werden . Jesus aber , innerlich bewegt , rührte ihre Augen an ; und alsbald wurden ihre Augen sehend , und sie folgten ihm nach . Und als sie Jerusalem nahten und nach Bethphage kamen , an den Ölberg , da sandte Jesus zwei Jünger und sprach zu ihnen : Gehet hin in das Dorf , das euch gegenüberliegt ; und alsbald werdet ihr eine Eselin angebunden finden , und ein Füllen bei ihr ; bindet sie los und führet sie zu mir . Und wenn jemand etwas zu euch sagt , so sollt ihr sprechen : Der Herr bedarf ihrer , und alsbald wird er sie senden . Dies alles aber ist geschehen , auf daß erfüllt würde , was durch den Propheten geredet ist , welcher spricht : &quot; Saget der Tochter Zion : Siehe , dein König kommt zu dir , sanftmütig und reitend auf einer Eselin und auf einem Füllen , des Lasttiers Jungen . &quot; Als aber die Jünger hingegangen waren und getan hatten , wie Jesus ihnen aufgetragen , brachten sie die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider auf sie , und er setzte sich auf dieselben . Und eine sehr große Volksmenge breitete ihre Kleider aus auf den Weg ; andere aber hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg . Die Volksmengen aber , welche vor ihm hergingen und nachfolgten , riefen und sprachen : Hosanna dem Sohne Davids ! Gepriesen sei , der da kommt im Namen des Herrn ! Hosanna in der Höhe ! Und als er in Jerusalem einzog , kam die ganze Stadt in Bewegung und sprach : Wer ist dieser ? Die Volksmengen aber sagten : Dieser ist Jesus , der Prophet , der von Nazareth in Galiläa . Und Jesus trat in den Tempel Gottes ein und trieb alle hinaus , die im Tempel verkauften , und kauften , und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er um . Und er spricht zu ihnen : Es steht geschrieben : &quot; Mein Haus wird ein Bethaus genannt werden &quot; ; &quot; ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht &quot; . Und es traten Blinde und Lahme in dem Tempel zu ihm , und er heilte sie . Als aber die Hohenpriester und die Schriftgelehrten die Wunder sahen , welche er tat , und sie Kinder , die im Tempel schrieen und sagten : Hosanna dem Sohne Davids ! - wurden sie unwillig und sprachen zu ihm : Hörst du , was diese sagen ? Jesus aber spricht zu ihnen : Ja , habt ihr nie gelesen : &quot; Aus dem Munde der Unmündigen und Säuglinge hast du dir Lob bereitet &quot; ? Und er verließ sie und ging zur Stadt hinaus nach Bethanien , und übernachtete daselbst . Des Morgens früh aber , als er in die Stadt zurückkehrte , hungerte ihn . Und als er einen Feigenbaum an dem Wege sah , ging er auf ihn zu und fand nichts an ihm als nur Blätter . Und er spricht zu ihm : Nimmermehr komme Frucht von dir in Ewigkeit ! Und alsbald verdorrte der Feigenbaum . Und als die Jünger es sahen , verwunderten sie sich und sprachen : Wie alsbald ist der Feigenbaum verdorrt ! Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen : Wahrlich , ich sage euch : Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt , so werdet ihr nicht allein das mit dem Feigenbaum Geschehene tun , sondern wenn ihr auch zu diesem Berge sagen werdet : Werde aufgehoben und ins Meer geworfen ! so wird es geschehen . Und alles , was irgend ihr im Gebet glaubend begehret , werdet ihr empfangen . Und als er in den Tempel kam , traten , als er lehrte , die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes zu ihm und sprachen : In welchem Recht tust du diese Dinge ? Und wer hat dir dieses Recht gegeben ? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen : Auch ich will euch ein Wort fragen , und wenn ihr es mir saget , so werde auch ich euch sagen , in welchem Recht ich diese Dinge tue . Die Taufe Johannes&#039; , woher war sie ? Vom Himmel oder von Menschen ? Sie aber überlegten bei sich selbst und sprachen : Wenn wir sagen : Vom Himmel , so wird er zu uns sagen : Warum habt ihr ihm denn nicht geglaubt ? Wenn wir aber sagen : Von Menschen , wir fürchten die Volksmenge , denn alle halten Johannes für einen Propheten . Und sie antworteten Jesu und sprachen : Wir wissen es nicht . Da sagte auch er zu ihnen : So sage auch ich euch nicht , in welchem Recht ich diese Dinge tue . Was dünkt euch aber ? Ein Mensch hatte zwei Kinder ; und er trat hin zu dem ersten und sprach : Kind , geh heute hin , arbeite in meinem Weinberge . Er aber antwortete und sprach : Ich will nicht ; danach aber gereute es ihn , und er ging hin . Und er trat hin zu dem zweiten und sprach desgleichen . Der aber antwortete und sprach : Ich gehe , Herr , und ging nicht . Welcher von den beiden hat den Willen des Vaters getan ? Sie sagen zu ihm : Der erste . Jesus spricht zu ihnen : Wahrlich , ich sage euch , daß die Zöllner und die Huren euch vorangehen in das Reich Gottes . Denn Johannes kam zu euch im Wege der Gerechtigkeit , und ihr glaubtet ihm nicht ; die Zöllner aber und die Huren glaubten ihm ; euch aber , als ihr es sahet , gereute es danach nicht , um ihm zu glauben . Höret ein anderes Gleichnis : Es war ein Hausherr , der einen Weinberg pflanzte und einen Zaun um denselben setzte und einen Kelter in ihm grub und einen Turm baute ; und er verdingte ihn an Weingärtner und reiste außer Landes . Als aber die Zeit der Früchte nahte , sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern , um seine Früchte zu empfangen . Und die Weingärtner nahmen seine Knechte , einen schlugen sie , einen anderen töteten sie , einen anderen steinigten sie . Wiederum sandte er andere Knechte , mehr als die ersten ; und sie taten ihnen ebenso . Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen , indem er sagte : Sie werden sich vor meinem Sohne scheuen ! Als aber die Weingärtner den Sohn sahen , sprachen sie untereinander : Dieser ist der Erbe ; kommt , laßt uns ihn töten und sein Erbe in Besitz nehmen ! Und sie nahmen ihn , warfen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn . Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt , was wird er jenen Weingärtnern tun ? Sie sagen zu ihm : Er wird jene Übeltäter übel umbringen , und den Weinberg wird er an andere Weingärtner verdingen , die ihm die Früchte abgeben werden zu ihrer Zeit . Jesus spricht zu ihnen : Habt ihr nie in den Schriften gelesen : &quot; Der Stein , den die Bauleute verworfen haben , dieser ist zum Eckstein geworden ; von dem Herrn her ist er dies geworden , und er ist wunderbar in unseren Augen &quot; ? Deswegen sage ich euch : Das Reich Gottes wird von euch weggenommen und einer Nation gegeben werden , welche dessen Früchte bringen wird . Und wer auf diesen Stein fällt , wird zerschmettert werden ; aber auf welchen irgend er fallen wird , den wird er zermalmen . Und als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse gehört hatten , erkannten sie , daß er von ihnen rede . Und als sie ihn zu greifen suchten , fürchteten sie die Volksmengen , denn sie hielten ihn für einen Propheten . Und Jesus antwortete und redete wiederum in Gleichnissen zu ihnen und sprach : Das Reich der Himmel ist einem Könige gleich geworden , der seinem Sohne Hochzeit machte . Und er sandte seine Knechte aus , um die Geladenen zur Hochzeit zu rufen ; und sie wollten nicht kommen . Wiederum sandte er andere Knechte aus und sprach : Saget den Geladenen : Siehe , mein Mahl habe ich bereitet , meine Ochsen und mein Mastvieh sind geschlachtet , und alles ist bereit ; kommt zur Hochzeit . Sie aber achteten es nicht und gingen hin , der eine auf seinen Acker , der andere an seinen Handel . Die übrigen aber ergriffen seine Knechte , mißhandelten und töteten sie . Der König aber ward zornig und sandte seine Heere aus , brachte jene Mörder um und steckte ihre Stadt in Brand . Dann sagt er zu seinen Knechten : die Hochzeit ist zwar bereit , aber die Geladenen waren nicht würdig ; so gehet nun hin auf die Kreuzwege der Landstraßen , und so viele immer ihr finden werdet , ladet zur Hochzeit . Und jene Knechte gingen aus auf die Landstraßen und brachten alle zusammen , so viele sie fanden , sowohl Böse als Gute . Und die Hochzeit wurde voll von Gästen . Als aber der König hereinkam , die Gäste zu besehen , sah er daselbst einen Menschen , der nicht mit einem Hochzeitskleide bekleidet war . Und er spricht zu ihm : Freund , wie bist du hier hereingekommen , da du kein Hochzeitskleid anhast ? Er aber verstummte . Da sprach der König zu den Dienern : Bindet ihm Füße und Hände , nehmet ihn und werfet ihn hinaus in die äußere Finsternis : da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen . Denn viele sind Berufene , wenige aber Auserwählte . Dann gingen die Pharisäer hin und hielten Rat , wie sie ihn in der Rede in eine Falle lockten . Und sie senden ihre Jünger mit den Herodianern zu ihm und sagen : Lehrer , wir wissen , daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und dich um niemand kümmerst , denn du siehst nicht auf die Person der Menschen ; sage uns nun , was denkst du : Ist es erlaubt , dem Kaiser Steuer zu geben , oder nicht ? Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte , sprach er : Was versuchet ihr mich , Heuchler ? Zeiget mir die Steuermünze . Sie aber überreichten ihm einen Denar . Und er spricht zu ihnen : Wessen ist dieses Bild und die Überschrift ? Sie sagen zu ihm : Des Kaisers . Da spricht er zu ihnen : Gebet denn dem Kaiser , was des Kaisers ist , und Gott , was Gottes ist . Und als sie das hörten , verwunderten sie sich und ließen ihn und gingen hinweg . An jenem Tage kamen Sadducäer zu ihm , die da sagen , es gebe keine Auferstehung ; und sie fragten ihn und sprachen : Lehrer , Moses hat gesagt : Wenn jemand stirbt und keine Kinder hat , so soll sein Bruder sein Weib heiraten und soll seinem Bruder Samen erwecken . Es waren aber bei uns sieben Brüder . Und der erste verheiratete sich und starb ; und weil er keinen Samen hatte , hinterließ er sein Weib seinem Bruder . Gleicherweise auch der zweite und der dritte , bis auf den siebten . Zuletzt aber von allen starb auch das Weib . In der Auferstehung nun , wessen Weib von den sieben wird sie sein ? Denn alle hatten sie . Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen : Ihr irret , indem ihr die Schriften nicht kennet , noch die Kraft Gottes ; denn in der Auferstehung heiraten sie nicht , noch werden sie verheiratet , sondern sie sind wie Engel Gottes im Himmel . Was aber die Auferstehung der Toten betrifft , habt ihr nicht gelesen , was zu euch geredet ist von Gott , der da spricht : &quot; Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs &quot; ? Gott ist nicht ein Gott der Toten , sondern der Lebendigen . Und als die Volksmengen es hörten , erstaunten sie über seine Lehre . Als aber die Pharisäer hörten , daß er die Sadducäer zum Schweigen gebracht hatte , versammelten sie sich miteinander . Und es fragte einer aus ihnen , ein Gesetzgelehrter , und versuchte ihn und sprach : Lehrer , welches ist das große Gebot in dem Gesetz ? Er aber sprach zu ihm : &quot; Du sollst den Herrn , deinen Gott , lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstande &quot; . Dieses ist das große und erste Gebot . Das zweite aber , ihm gleiche , ist : &quot; Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst &quot; . An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten . Als aber die Pharisäer versammelt waren , fragte sie Jesus und sagte : Was dünkt euch von dem Christus ? Wessen Sohn ist er ? Sie sagen zu ihm : Davids . Er spricht zu ihnen : Wie nennt David ihn denn im Geiste Herr , indem er sagt : &quot; Der Herr sprach zu meinem Herrn : Setze dich zu meiner Rechten , bis ich deine Feinde lege unter deine Füße &quot; ? Wenn nun David ihn Herr nennt , wie ist er sein Sohn ? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten , noch wagte jemand von dem Tage an , ihn ferner zu befragen . Dann redete Jesus zu den Volksmengen und zu seinen Jüngern und sprach : Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf Moses&#039; Stuhl gesetzt . Alles nun , was irgend sie euch sagen , tut und haltet ; aber tut nicht nach ihren Werken , denn sie sagen es und tun&#039;s nicht . Sie binden aber schwere und schwer zu tragende Lasten und legen sie auf die Schultern der Menschen , aber sie wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen . Alle ihre Werke aber tun sie , um sich vor den Menschen sehen zu lassen ; denn sie machen ihre Denkzettel breit und die Quasten groß . Sie lieben aber den ersten Platz bei den Gastmählern und die ersten Sitze in den Synagogen und die Begrüßungen auf den Märkten und von den Menschen Rabbi , Rabbi ! genannt zu werden . Ihr aber , laßt ihr euch nicht Rabbi nennen ; denn einer ist euer Lehrer , ihr alle aber seid Brüder . Ihr sollt auch nicht jemand auf der Erde euren Vater nennen ; denn einer ist euer Vater , der in den Himmeln ist . Laßt euch auch nicht Meister nennen ; denn einer ist euer Meister , der Christus . Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein . Wer irgend aber sich selbst erhöhen wird , wird erniedrigt werden ; und wer irgend sich selbst erniedrigen wird , wird erhöht werden . Wehe aber euch , Schriftgelehrten und Pharisäer , Heuchler ! Denn ihr verschließet das Reich der Himmel vor den Menschen ; denn ihr gehet nicht hinein , noch laßt ihr die Hineingehenden eingehen . ( Dieser Vers gehört nicht zum ursprünglichen Text des Matthäusevangeliums . ) Wehe euch , Schriftgelehrte und Pharisäer , Heuchler ! Denn ihr durchziehet das Meer und das Trockene , um einen Proselyten zu machen ; und wenn er es geworden ist , so machet ihr ihn zu einem Sohne der Hölle , zwiefältig mehr als ihr . Wehe euch , blinde Leiter ! Die ihr saget : Wer irgend bei dem Tempel schwören wird , das ist nichts ; wer aber irgend bei dem Golde des Tempels schwören wird , ist schuldig . Narren und Blinde ! Denn was ist größer , das Gold , oder der Tempel , der das Gold heiligt ? Und : Wer irgend bei dem Altar schwören wird , das ist nichts ; wer aber irgend bei der Gabe schwören wird , die auf ihm ist , ist schuldig . Narren und Blinde ! Denn was ist größer , die Gabe oder der Altar , der die Gabe heiligt ? Wer nun bei dem Altar schwört , schwört bei demselben und bei allem , was auf ihm ist . Und wer bei dem Tempel schwört , schwört bei demselben und bei dem , der ihn bewohnt . Und wer bei dem Himmel schwört , schwört bei dem Throne Gottes und bei dem , der darauf sitzt . wehe euch , Schriftgelehrte und Pharisäer , Heuchler ! Denn ihr verzehntet die Krausemünze und den Anis und den Kümmel , und habt die wichtigeren Dinge des Gesetzes beiseite gelassen : das Gericht und die Barmherzigkeit und den Glauben ; diese hättet ihr tun und jene nicht lassen sollen . Blinde Leiter , die ihr die Mücke seihet , das Kamel aber verschlucket ! Wehe euch , Schriftgelehrte und Pharisäer , Heuchler ! Denn ihr reiniget das Äußere des Bechers und der Schüssel , inwendig aber sind sie voll von Raub und Unenthaltsamkeit . Blinder Pharisäer ! Reinige zuerst das Inwendige des Bechers und der Schüssel , auf daß auch das Auswendige derselben rein werde . Wehe euch , Schriftgelehrte und Pharisäer , Heuchler ! Denn ihr gleichet übertünchten Gräbern , die von außen zwar schön scheinen , inwendig aber voll von Totengebeinen und aller Unreinigkeit sind . Also scheinet auch ihr von außen zwar gerecht vor den Menschen , von innen aber seid ihr voll Heuchelei und Gestezlosigkeit . Wehe euch , Schriftgelehrte und Pharisäer , Heuchler ! Denn ihr bauet die Gräber der Propheten und schmücket die Grabmäler der Gerechten und saget : Wären wir in den Tagen unserer Väter gewesen , so würden wir nicht ihre Teilhaber an dem Blute der Propheten gewesen sein . Also gebet ihr euch selbst Zeugnis , daß ihr Söhne derer seid , welche die Propheten ermordet haben ; und ihr , machet voll das Maß eurer Väter ! Schlangen ! Otternbrut ! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen ? Deswegen siehe , ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte ; und etliche von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen , und etliche von ihnen werdet ihr in euren Synagogen geißeln und werdet sie verfolgen von Stadt zu Stadt ; damit über euch komme alles gerechte Blut , das auf der Erde vergossen wurde , von dem Blute Abels , des Gerechten , bis zu dem Blute Zacharias&#039; , des Sohnes Barachias&#039; , den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar ermordet habt . Wahrlich , ich sage euch , dies alles wird über dieses Geschlecht kommen . Jerusalem , Jerusalem , die da tötet die Propheten und steinigt , die zu ihr gesandt sind ! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen , wie eine Henne ihre Küchlein versammelt unter ihre Flügel , und ihr habt nicht gewollt ! Siehe , euer Haus wird euch öde gelassen ; denn ich sage euch : Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen , bis ihr sprechet : &quot; Gepriesen sei , der da kommt im Namen des Herrn ! &quot; Und Jesus trat hinaus und ging von dem Tempel hinweg ; und seine Jünger traten herzu , um ihm die Gebäude des Tempels zu zeigen . Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Sehet ihr nicht alles dieses ? wahrlich , ich sage euch : Hier wird nicht ein Stein auf dem anderen gelassen werden , der nicht abgebrochen werden wird . Als er aber auf dem Ölberge saß , traten seine Jünger zu ihm besonders und sprachen : Sage uns , wann wird dieses sein , und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters ? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen : Sehet zu , daß euch niemand verführe ! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen : Ich bin der Christus ! und sie werden viele verführen . Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören . Sehet zu , erschrecket nicht ; denn dies alles muß geschehen , aber es ist noch nicht das Ende . Denn es wird sich Nation wider Nation erheben und Königreich wider Königreich , und es werden Hungersnöte und Seuchen sein und Erdbeben an verschiedenen Orten . Alles dieses aber ist der Anfang der Wehen . Dann werden sie euch in Drangsal überliefern und euch töten ; und ihr werdet von allen Nationen gehaßt werden um meines Namens willen . Und dann werden viele geärgert werden und werden einander überliefern und einander hassen ; und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen ; und wegen des Überhandnehmens der Gesetzlosigkeit wird die Liebe der Vielen erkalten ; wer aber ausharrt bis ans Ende , dieser wird errettet werden . Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis , allen Nationen zu einem Zeugnis , und dann wird das Ende kommen . Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung , von welchem durch Daniel , den Propheten , geredet ist , stehen sehet an heiligem Orte ( wer es liest , der beachte es ) , daß alsdann die in Judäa sind , auf die Berge fliehen ; wer auf dem Dache ist , nicht hinabsteige , um die Sachen aus seinem Hause zu holen ; und wer auf dem Felde ist , nicht zurückkehre , um sein Kleid zu holen . Wehe aber den Schwangeren und den Säugenden in jenen Tagen ! Betet aber , daß eure Flucht nicht im Winter geschehe , noch am Sabbath ; denn alsdann wird große Drangsal sein , dergleichen von Anfang der Welt bis jetzthin nicht gewesen ist , noch je sein wird ; und wenn jene Tage nicht verkürzt würden , so würde kein Fleisch gerettet werden ; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden . Alsdann , wenn jemand zu euch sagt : Siehe , hier ist der Christus , oder : Hier ! so glaubet nicht . Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun , um so , wenn möglich , auch die Auserwählten zu verführen . Siehe , ich habe es euch vorhergesagt . Wenn sie nun zu euch sagen : Siehe , er ist in der Wüste ! so gehet nicht hinaus ; Siehe , in den Gemächern ! so glaubet nicht . Denn gleichwie der Blitz ausfährt von Osten und scheint bis gen Westen , also wird die Ankunft des Sohnes des Menschen sein . Denn wo irgend das Aas ist , da werden die Adler versammelt werden . Alsbald aber nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben , und die Sterne werden vom Himmel fallen , und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden . Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen in dem Himmel erscheinen ; und dann werden wehklagen alle Stämme des Landes , und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit Macht und großer Herrlichkeit . Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall , und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her , von dem einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende . Von dem Feigenbaum aber lernet das Gleichnis : Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt , so erkennet ihr , daß der Sommer nahe ist . Also auch ihr , wenn ihr alles dieses sehet , so erkennet , daß es nahe an der Tür ist . Wahrlich , ich sage euch : Dieses Geschlecht wird nicht vergehen , bis alles dieses geschehen ist . Der Himmel und die Erde werden vergehen , meine Worte aber sollen nicht vergehen . Von jenem Tage aber und jener Stunde weiß niemand , auch nicht die Engel der Himmel , sondern mein Vater allein . Aber gleichwie die Tage Noahs waren , also wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein . Denn gleichwie sie in den Tagen vor der Flut waren : sie aßen und tranken , sie heirateten und verheirateten , bis zu dem Tage , da Noah in die Arche ging , und sie es nicht erkannten , bis die Flut kam und alle wegraffte , also wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein . Alsdann werden zwei auf dem Felde sein , einer wird genommen und einer gelassen ; zwei Weiber werden an dem Mühlstein mahlen , eine wird genommen und eine gelassen . Wachet also , denn ihr wisset nicht , zu welcher Stunde euer Herr kommt . Jenes aber erkennet : Wenn der Hausherr gewußt hätte , in welcher Wache der Dieb komme , so würde er wohl gewacht und nicht erlaubt haben , daß sein Haus durchgraben würde . Deshalb auch ihr , seid bereit ; denn in der Stunde , in welcher ihr es nicht meinet , kommt der Sohn des Menschen . - Wer ist nun der treue und kluge Knecht , den sein Herr über sein Gesinde gesetzt hat , um ihnen die Speise zu geben zur rechten Zeit ? Glückselig jener Knecht , den sein Herr , wenn er kommt , also tuend finden wird ! Wahrlich , ich sage euch , er wird ihn über seine ganze Habe setzen . Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen sagt : Mein Herr verzieht zu kommen , und anfängt , seine Mitknechte zu schlagen , und ißt und trinkt mit den Trunkenen , so wird der Herr jenes Knechtes kommen an einem Tage , an welchem er es nicht erwartet , und in einer Stunde , die er nicht weiß , und wird ihn entzweischneiden und ihm sein Teil setzen mit den Heuchlern : da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen . Alsdann wird das Reich der Himmel gleich geworden sein zehn Jungfrauen , welche ihre Lampen nahmen und ausgingen , dem Bräutigam entgegen . Fünf aber von ihnen waren klug und fünf töricht . Die , welche töricht waren , nahmen ihre Lampen und nahmen kein Öl mit sich ; die Klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen mit ihren Lampen . Als aber der Bräutigam verzog , wurden sie alle schläfrig und schliefen ein . Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei : Siehe , der Bräutigam ! Gehet aus , ihm entgegen ! Da standen alle jene Jungfrauen auf und schmückten ihre Lampen . Die Törichten aber sprachen zu den Klugen : Gebet uns von eurem Öl , denn unsere Lampen erlöschen . Die Klugen aber antworteten und sagten : Nicht also , damit es nicht etwa für uns und euch nicht ausreiche ; gehet lieber hin zu den Verkäufern und kaufet für euch selbst . Als sie aber hingingen zu kaufen , kam der Bräutigam , und die bereit waren , gingen mit ihm ein zur Hochzeit ; und die Tür ward verschlossen . Später aber kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen : Herr , Herr , tue uns auf ! Er aber antwortete und sprach : Wahrlich , ich sage euch , ich kenne euch nicht . So wachet nun , denn ihr wisset weder den Tag noch die Stunde . Denn gleichwie ein Mensch , der außer Landes reiste , seine eigenen Knechte rief und ihnen seine Habe übergab : und einem gab er fünf Talente , einem anderen zwei , einem anderen eins , einem jeden nach seiner eigenen Fähigkeit ; und alsbald reiste er außer Landes . Der die fünf Talente empfangen hatte , ging aber hin und handelte mit denselben und gewann andere fünf Talente . Desgleichen auch , der die zwei empfangen hatte , auch er gewann andere zwei . Der aber das eine empfangen hatte , ging hin , grub in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn . Nach langer Zeit aber kommt der Herr jener Knechte und hält Rechnung mit ihnen . Und es trat herzu , der die fünf Talente empfangen hatte , und brachte andere fünf Talente und sagte : Herr , fünf Talente hast du mir übergeben , siehe , andere fünf Talente habe ich zu denselben gewonnen . Sein Herr sprach zu ihm : Wohl , du guter und treuer Knecht ! Über weniges warst du treu , über vieles werde ich dich setzen ; gehe ein in die Freude deines Herrn . Es trat aber auch herzu , der die zwei Talente empfangen hatte , und sprach : Herr , zwei Talente hast du mir übergeben ; siehe , andere zwei Talente habe ich zu denselben gewonnen . Sein Herr sprach zu ihm : Wohl , du guter und treuer Knecht ! Über weniges warst du treu , über vieles werde ich dich setzen ; gehe ein in die Freude deines Herrn . Es trat aber auch herzu , der das eine Talent empfangen hatte , und sprach : Herr , ich kannte dich , daß du ein harter Mann bist : du erntest , wo du nicht gesät , und sammelst , wo du nicht ausgestreut hast ; und ich fürchtete mich und ging hin und verbarg dein Talent in der Erde ; siehe , da hast du das Deine . Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm : Böser und fauler Knecht ! Du wußtest , daß ich ernte , wo ich nicht gesät , und sammle , wo ich nicht ausgestreut habe ? So solltest du nun mein Geld den Wechslern gegeben haben , und wenn ich kam , hätte ich das Meine mit Zinsen erhalten . Nehmet nun das Talent von ihm und gebet es dem , der sie zehn Talente hat ; denn jedem , der da hat , wird gegeben werden , und er wird Überfluß haben ; von dem aber , der nicht hat , von dem wird selbst , was er hat , weggenommen werden . Und den unnützen Knecht werfet hinaus in die äußere Finsternis : da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen . Wenn aber der Sohn des Menschen kommen wird in seiner Herrlichkeit , und alle Engel mit ihm , dann wird er auf seinem Throne der Herrlichkeit sitzen ; und vor ihm werden versammelt werden alle Nationen , und er wird sie voneinander scheiden , gleichwie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet . Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen , die Böcke aber zur Linken . Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen : Kommet her , Gesegnete meines Vaters , ererbet das Reich , das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an ; denn mich hungerte , und ihr gabet mir zu essen ; mich dürstete , und ihr tränktet mich ; ich war Fremdling , und ihr nahmet mich auf ; nackt , und ihr bekleidetet mich ; ich war krank , und ihr besuchtet mich ; ich war im Gefängnis , und ihr kamet zu mir . Alsdann werden die Gerechten ihm antworten und sagen : Herr , wann sahen wir dich hungrig und speisten dich ? Oder durstig und tränkten dich ? Wann aber sahen wir dich als Fremdling , und nahmen dich auf ? Oder nackt und bekleideten dich ? Wann aber sahen wir dich krank oder im Gefängnis und kamen zu dir ? Und der König wird antworten und zu ihnen sagen : Wahrlich , ich sage euch , insofern ihr es einem der geringsten dieser meiner Brüder getan habt , habt ihr es mir getan . Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen : Gehet von mir , Verfluchte , in das ewige Feuer , das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln ; denn mich hungerte , und ihr gabet mir nicht zu essen ; mich dürstete , und ihr tränktet mich nicht ; ich war Fremdling , und ihr nahmet mich nicht auf ; nackt , und ihr bekleidetet mich nicht ; krank und im Gefängnis , und ihr besuchtet mich nicht . Dann werden auch sie antworten und sagen : Herr , wann sahen wir dich hungrig , oder durstig , oder als Fremdling , oder nackt , oder krank , oder im Gefängnis , und haben dir nicht gedient ? Dann wird er ihnen antworten und sagen : Wahrlich , ich sage euch , insofern ihr es einem dieser Geringsten nicht getan habt , habt ihr es auch mir nicht getan . Und diese werden hingehen in die ewige Pein , die Gerechten aber in das ewige Leben . Und es geschah , als Jesus alle diese Reden vollendet hatte , sprach er zu seinen Jüngern : Ihr wisset , daß nach zwei Tagen das Passah ist , und der Sohn des Menschen wird überliefert , um gekreuzigt zu werden . Dann versammelten sich die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes in den Hof des Hohenpriesters , der Kajaphas hieß , und ratschlagten miteinander , auf daß sie Jesum mit List griffen und töteten . Sie sagten aber : Nicht an dem Feste , auf daß nicht ein Aufruhr unter dem Volk entstehe . Als aber Jesus in Bethanien war , im Hause Simons , des Aussätzigen , kam ein Weib zu ihm , die ein Alabasterfläschchen mit sehr kostbarer Salbe hatte , und goß es auf sein Haupt , als er zu Tische lag . Als aber die Jünger es sahen , wurden sie unwillig und sprachen : Wozu diese Verschwendung ? Denn dieses hätte um vieles verkauft und den Armen gegeben werden können . Als aber Jesus es erkannte , sprach er zu ihnen : Was machet ihr dem Weibe Mühe ? Denn sie hat ein gutes Werk an mir getan ; denn die Armen habt ihr allezeit bei euch , mich aber habt ihr nicht allezeit . Denn indem sie diese Salbe über meinen Leib geschüttet hat , hat sie es zu meinem Begräbnis getan . Wahrlich , ich sage euch : Wo irgend dieses Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt , wird auch von dem geredet werden , was diese getan hat , zu ihrem Gedächtnis . Dann ging einer von den Zwölfen , der Judas Iskariot genannt war , zu den Hohenpriestern und sprach : Was wollt ihr mir geben , und ich werde ihn euch überliefern ? Sie aber stellten ihm dreißig Silberlinge fest . Und von da an suchte er Gelegenheit , auf daß er ihn überliefere . An dem ersten Tage der ungesäuerten Brote aber traten die Jünger zu Jesu und sprachen : Wo willst du , daß wir dir bereiten , das Passah zu essen ? Er aber sprach : Gehet in die Stadt zu dem und dem und sprechet zu ihm : Der Lehrer sagt : Meine Zeit ist nahe ; bei dir halte ich das Passah mit meinen Jüngern . Und die Jünger taten , wie Jesus ihnen befohlen hatte , und bereiteten das Passah . Als es aber Abend geworden war , legte er sich mit den Zwölfen zu Tische . Und während sie aßen , sprach er : Wahrlich , ich sage euch : Einer von euch wird mich überliefern . Und sie wurden sehr betrübt und fingen an , ein jeder von ihnen zu ihm zu sagen : Ich bin es doch nicht , Herr ? Er aber antwortete und sprach : Der mit mir die Hand in die Schüssel eintaucht , dieser wird mich überliefern . Der Sohn des Menschen geht zwar dahin , wie über ihn geschrieben steht ; wehe aber jenem Menschen , durch welchen der Sohn des Menschen überliefert wird ! Es wäre jenem Menschen gut , wenn er nicht geboren wäre . Judas aber , der ihn überlieferte , antwortete und sprach : Ich bin es doch nicht , Rabbi ? Er spricht zu ihm : Du hast es gesagt . Während sie aber aßen , nahm Jesus Brot , segnete , brach und gab es den Jüngern und sprach : Nehmet , esset ; dieses ist mein Leib . Und er nahm den Kelch und dankte und gab ihnen denselben und sprach : Trinket alle daraus . Denn dieses ist mein Blut , das des neuen Bundes , welches für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden . Ich sage euch aber , daß ich von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken werde , bis an jenem Tage , da ich es neu mit euch trinken werde in dem Reiche meines Vaters . Und als sie ein Loblied gesungen hatten , gingen sie hinaus nach dem Ölberg . Da spricht Jesus zu ihnen : Ihr werdet euch alle in dieser Nacht an mir ärgern ; denn es steht geschrieben : &quot; Ich werde den Hirten schlagen , und die Schafe der Herde werden zerstreut werden &quot; . Nachdem ich aber auferweckt sein werde , werde ich vor euch hingehen nach Galiläa . Petrus aber antwortete und sprach zu ihm : Wenn sich alle an dir ärgern werden , ich werde mich niemals ärgern . Jesus sprach zu ihm : Wahrlich , ich sage dir , daß du in dieser Nacht , ehe der Hahn kräht , mich dreimal verleugnen wirst . Petrus spricht zu ihm : Selbst wenn ich mit dir sterben müßte , werde ich dich nicht verleugnen . Gleicherweise sprachen auch alle Jünger . Dann kommt Jesus mit ihnen an einen Ort , genannt Gethsemane , und er spricht zu den Jüngern : Setzet euch hier , bis ich hingegangen bin und dort gebetet habe . Und er nahm den Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit , und fing an betrübt und beängstigt zu werden . Dann spricht er zu ihnen : Meine Seele ist sehr betrübt bis zum Tode ; bleibet hier und wachet mit mir . Und er ging ein wenig weiter und fiel auf sein Angesicht und betete und sprach : Mein Vater , wenn es möglich ist , so gehe dieser Kelch an mir vorüber ; doch nicht wie ich will , sondern wie du willst . Und er kommt zu den Jüngern und findet sie schlafend ; und er spricht zu Petrus : also nicht eine Stunde vermochtet ihr mit mir zu wachen ? Wachet und betet , auf daß ihr nicht in Versuchung kommet ; der Geist zwar ist willig , das Fleisch aber schwach . Wiederum , zum zweiten Male , ging er hin und betete und sprach : Mein Vater , wenn dieser Kelch nicht an mir vorübergehen kann , ohne daß ich ihn trinke , so geschehe dein Wille . Und als er kam , fand er sie wiederum schlafend , denn ihre Augen waren beschwert . Und er ließ sie , ging wiederum hin , betete zum dritten Male und sprach dasselbe Wort . Dann kommt er zu den Jüngern und spricht zu ihnen : So schlafet denn fort und ruhet aus ; siehe , die Stunde ist nahe gekommen , und der Sohn des Menschen wird in Sünderhände überliefert . Stehet auf , laßt uns gehen ; siehe , nahe ist gekommen , der mich überliefert . Und während er noch redete , siehe , da kam Judas , einer der Zwölfe , und mit ihm eine große Volksmenge mit Schwertern und Stöcken , von den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes . Der ihn aber überlieferte , hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt : Welchen irgend ich küssen werde , der ist es ; ihn greifet . Und alsbald trat er zu Jesu und sprach : Sei gegrüßt , Rabbi ! und küßte ihn sehr . Jesus aber sprach zu ihm : Freund , wozu bist du gekommen ! Dann traten sie herzu und legten die Hände an Jesum und griffen ihn . Und siehe , einer von denen , die mit Jesu waren , streckte die Hand aus , zog sein Schwert und schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab . Da spricht Jesus zu ihm : Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort ; denn alle , die das Schwert nehmen , werden durchs Schwert umkommen . Oder meinst du , daß ich nicht jetzt meinen Vater bitten könne , und er mir mehr als zwölf Legionen Engel stellen werde ? Wie sollten denn die Schriften erfüllt werden , daß es also geschehen muß ? In jener Stunde sprach Jesus zu den Volksmengen : Seid ihr ausgezogen wie gegen einen Räuber mit Schwertern und Stöcken , mich zu fangen ? Täglich saß ich bei euch , im Tempel lehrend , und ihr habt mich nicht gegriffen . Aber dies alles ist geschehen , auf daß die Schriften der Propheten erfüllt würden . Da verließen ihn die Jünger alle und flohen . Die aber Jesum gegriffen hatten , führten ihn hinweg zu Kajaphas , dem Hohenpriester , wo die Schriftgelehrten und die Ältesten versammelt waren . Petrus aber folgte ihm von ferne bis zu dem Hofe des Hohenpriesters und ging hinein und setzte sich zu den Dienern , um das Ende zu sehen . Die Hohenpriester aber und die Ältesten und das ganze Synedrium suchten falsches Zeugnis wider Jesum , damit sie ihn zum Tode brächten ; und sie fanden keines , wiewohl viele falsche Zeugen herzutraten . Zuletzt aber traten zwei falsche Zeugen herzu und sprachen : dieser sagte : Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen ihn aufbauen . Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm : Antwortest du nichts ? Was zeugen diese wider dich ? Jesus aber schwieg . Und der Hohepriester hob an und sprach zu ihm : Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott , daß du uns sagest , ob du der Christus bist , der Sohn Gottes ! Jesus spricht zu ihm : Du hast es gesagt . Doch ich sage euch : Von nun an werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels . Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach : Er hat gelästert ; was bedürfen wir noch Zeugen ? Siehe , jetzt habt ihr die Lästerung gehört . Was dünkt euch ? Sie aber antworteten und sprachen : Er ist des Todes schuldig . Dann spieen sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten ; etliche aber gaben ihm Backenstreiche und sprachen : Weissage uns , Christus , wer ist es , der dich schlug ? Petrus aber saß draußen im Hofe ; und es trat eine Magd zu ihm und sprach : Auch du warst mit Jesu , dem Galiläer . Er aber leugnete vor allen und sprach : Ich weiß nicht , was du sagst . Als er aber in das Tor hinausgegangen war , sah ihn eine andere ; und sie spricht zu denen , die daselbst waren : Auch dieser war mit Jesu , dem Nazaräer . Und wiederum leugnete er mit einem Eide : Ich kenne den Menschen nicht ! Kurz nachher aber traten die Dastehenden herzu und sprachen zu Petrus : Wahrhaftig , auch du bist einer von ihnen , denn auch deine Sprache macht dich offenbar . Da fing er an , sich zu verwünschen und zu schwören : Ich kenne den Menschen nicht ! Und alsbald krähte der Hahn . Und Petrus gedachte des Wortes Jesu , der zu ihm gesagt hatte : Ehe der Hahn kräht , wirst du mich dreimal verleugnen . Und er ging hinaus und weinte bitterlich . Als es aber Morgen geworden war , hielten alle Hohenpriester und Ältesten des Volkes Rat wider Jesum , um ihn zum Tode zu bringen . Und nachdem sie ihn gebunden hatten , führten sie ihn weg und überlieferten ihn Pontius Pilatus , dem Landpfleger . Als nun Judas , der ihn überliefert hatte , sah , daß er verurteilt wurde , gereute es ihn , und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Ältesten zurück und sagte : Ich habe gesündigt , indem ich schuldloses Blut überliefert habe . Sie aber sagten : Was geht das uns an ? Siehe du zu . Und er warf die Silberlinge in den Tempel und machte sich davon und ging hin und erhängte sich . Die Hohenpriester aber nahmen die Silberlinge und sprachen : Es ist nicht erlaubt , sie in den Korban zu werfen , dieweil es Blutgeld ist . Sie hielten aber Rat und kauften dafür den Acker des Töpfers zum Begräbnis für die Fremdlinge . Deswegen ist jener Acker Blutacker genannt worden bis auf den heutigen Tag . Da wurde erfüllt , was durch den Propheten Jeremias geredet ist , welcher spricht : &quot; Und sie nahmen die dreißig Silberlinge , den Preis des Geschätzten , welchen man geschätzt hatte seitens der Söhne Israels , und gaben sie für den Acker des Töpfers , wie mir der Herr befohlen hat . &quot; Jesus aber stand vor dem Landpfleger . Und der Landpfleger fragte ihn und sprach : Bist du der König der Juden ? Jesus aber sprach zu ihm : Du sagst es . Und als er von den Hohenpriestern und den Ältesten angeklagt wurde , antwortete er nichts . Da spricht Pilatus zu ihm : Hörst du nicht , wie vieles sie wider dich zeugen ? Und er antwortete ihm auch nicht auf einziges Wort , so daß der Landpfleger sich sehr verwunderte . Auf das Fest aber war der Landpfleger gewohnt , der Volksmenge einen Gefangenen loszugeben , welchen sie wollten . Sie hatten aber damals einen berüchtigten Gefangenen , genannt Barabbas . Als sie nun versammelt waren , sprach Pilatus zu ihnen : Wen wollt ihr , daß ich euch losgeben soll , Barabbas oder Jesum , welcher Christus genannt wird ? Denn er wußte , daß sie ihn aus Neid überliefert hatten . Während er aber auf dem Richterstuhl saß , sandte sein Weib zu ihm und ließ ihm sagen : Habe du nichts zu schaffen mit jenem Gerechten ; denn viel habe ich heute im Traum gelitten um seinetwillen . Aber die Hohenpriester und die Ältesten überredeten die Volksmengen , daß sie um den Barabbas bäten , Jesum aber umbrächten . Der Landpfleger aber antwortete und sprach zu ihnen : Welchen von den beiden wollt ihr , daß ich euch losgebe ? Sie aber sprachen : Barabbas . Pilatus spricht zu ihnen : Was soll ich denn mit Jesu tun , welcher Christus genannt wird ? Sie sagen alle : Er werde gekreuzigt ! Der Landpfleger aber sagte : Was hat er denn Böses getan ? Sie aber schrieen übermäßig und sagten : Er werde gekreuzigt ! Als aber Pilatus sah , daß er nichts ausrichtete , sondern vielmehr ein Tumult entstand , nahm er Wasser , wusch seine Hände vor der Volksmenge und sprach : Ich bin schuldlos an dem Blute dieses Gerechten ; sehet ihr zu . Und das ganze Volk antwortete und sprach : Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder ! Alsdann gab er ihnen den Barabbas los ; Jesum aber ließ er geißeln und überlieferte ihn , auf daß er gekreuzigt würde . Dann nahmen die Kriegsknechte des Landpflegers Jesum mit in das Prätorium und versammelten über ihn die ganze Schar ; und sie zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel um . Und sie flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie auf sein Haupt , und gaben ihm ein Rohr in seine Rechte ; und sie fielen vor ihm auf die Knie und verspotteten ihn und sagten : Sei gegrüßt , König der Juden ! Und sie spieen ihn an , nahmen das Rohr und schlugen ihn auf das Haupt . Und als sie ihn verspottet hatten , zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an ; und sie führten ihn hin , um ihn zu kreuzigen . Als sie aber hinausgingen , fanden sie einen Menschen von Kyrene , mit Namen Simon ; diesen zwangen sie , daß er sein Kreuz trüge . Und als sie an einen Ort gekommen waren , genannt Golgatha , das heißt Schädelstätte , gaben sie ihm Essig mit Galle vermischt zu trinken ; und als er es geschmeckt hatte , wollte er nicht trinken . Als sie ihn aber gekreuzigt hatten , verteilten sie seine Kleider , indem sie das Los warfen . Und sie saßen und bewachten ihn daselbst . Und sie befestigten oben über seinem Haupte seine Beschuldigungsschrift : Dieser ist Jesus , der König der Juden . Alsdann werden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt , einer zur Rechten und einer zur Linken . Die Vorübergehenden aber lästerten ihn , indem sie ihre Köpfe schüttelten und sagten : Der du den Tempel abbrichst und in drei Tagen aufbaust , rette dich selbst . Wenn du Gottes Sohn bist , so steige herab vom Kreuze . Gleicherweise aber spotteten auch die Hohenpriester samt den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen : Andere hat er gerettet , sich selbst kann er nicht retten . Er ist Israels König ; so steige er jetzt vom Kreuze herab , und wir wollen an ihn glauben . Er vertraute auf Gott , der rette ihn jetzt , wenn er ihn begehrt ; denn er sagte : Ich bin Gottes Sohn . - Auf dieselbe Weise schmähten ihn auch die Räuber , die mit ihm gekreuzigt waren . Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde ; um die neunte Stunde aber schrie Jesus auf mit lauter Stimme und sagte : Eli , eli , lama sabachthani ? das ist : Mein Gott , mein Gott , warum hast du mich verlassen ? Als aber etliche der Dastehenden es hörten , sagten sie : Dieser ruft den Elias . Und alsbald lief einer von ihnen und nahm einen Schwamm , füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und tränkte ihn . Die Übrigen aber sagten : Halt , laßt uns sehen , ob Elias kommt , ihn zu retten ! Jesus aber schrie wiederum mit lauter Stimme und gab den Geist auf . Und siehe , der Vorhang des Tempels zerriß in zwei Stücke , von oben bis unten ; und die Erde erbebte , und die Felsen zerrissen , und die Grüfte taten sich auf , und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt ; und sie gingen nach seiner Auferweckung aus den Grüften und gingen in die heilige Stadt und erschienen vielen . Als aber der Hauptmann und die mit ihm Jesum bewachten , das Erdbeben sahen und das , was geschah , fürchteten sie sich sehr und sprachen : Wahrhaftig , dieser war Gottes Sohn ! Es waren aber daselbst viele Weiber , die von ferne zusahen , welche Jesu von Galiläa nachgefolgt waren und ihm gedient hatten ; unter welchen Maria Magdalene war und Maria , Jakobus&#039; und Joses&#039; Mutter , und die Mutter der Söhne des Zebedäus . Als es aber Abend geworden war , kam ein reicher Mann von Arimathia , namens Joseph , der auch selbst ein Jünger Jesu war . Dieser ging hin zu Pilatus und bat um den Leib Jesu . Da befahl Pilatus , daß ihm der Leib übergeben würde . Und Joseph nahm den Leib und wickelte ihn in reine , feine Leinwand , und legte ihn in seine neue Gruft , die er in dem Felsen ausgehauen hatte ; und er wälzte einen großen Stein an die Tür der Gruft und ging hinweg . Es waren aber daselbst Maria Magdalene und die andere Maria , die dem Grabe gegenüber saßen . Des folgenden Tages aber , der nach dem Rüsttage ist , versammelten sich die Hohenpriester und die Pharisäer bei Pilatus und sprachen : Herr , wir haben uns erinnert , daß jener Verführer sagte , als er noch lebte : Nach drei Tagen stehe ich wieder auf . So befiehl nun , daß das Grab gesichert werde bis zum dritten Tage , damit nicht etwa seine Jünger kommen , ihn stehlen und dem Volke sagen : Er ist von den Toten auferstanden ; und die letzte Verführung wird ärger sein als die erste . Pilatus aber sprach zu ihnen : Ihr habt eine Wache ; gehet hin , sichert es , so gut ihr es wisset . Sie aber gingen hin und sicherten , nachdem sie den Stein versiegelt hatten , das Grab mit der Wache . Aber spät am Sabbath , in der Dämmerung des ersten Wochentages , kam Maria Magdalene und die andere Maria , um das Grab zu besehen . Und siehe , da geschah ein großes Erdbeben ; denn ein Engel des Herrn kam aus dem Himmel hernieder , trat hinzu , wälzte den Stein weg und setzte sich darauf . Sein Ansehen aber war wie der Blitz , und sein Kleid weiß wie Schnee . Aber aus Furcht vor ihm bebten die Hüter und wurden wie Tote . Der Engel aber hob an und sprach zu den Weibern : Fürchtet ihr euch nicht , denn ich weiß , daß ihr Jesum , den Gekreuzigten , suchet . Er ist nicht hier , denn er ist auferstanden , wie er gesagt hat . Kommet her , sehet die Stätte , wo der Herr gelegen hat , und gehet eilends hin und saget seinen Jüngern , daß er von den Toten auferstanden ist ; und siehe , er geht vor euch hin nach Galiläa , daselbst werdet ihr ihn sehen . Siehe , ich habe es euch gesagt . Und sie gingen eilends von der Gruft hinweg mit Furcht und großer Freude , und liefen , es seinen Jüngern zu verkünden . Als sie aber hingingen , es seinen Jüngern zu verkünden , siehe , da kam Jesus ihnen entgegen und sprach : Seid gegrüßt ! Sie aber traten herzu , umfaßten seine Füße und huldigten ihm . Da spricht Jesus zu ihnen : Fürchtet euch nicht ; gehet hin , verkündet meinen Brüdern , daß sie hingehen nach Galiläa , und daselbst werden sie mich sehen . Während sie aber hingingen , siehe , da kamen etliche von der Wache in die Stadt und verkündeten den Hohenpriestern alles , was geschehen war . Und sie versammelten sich mit den Ältesten und hielten Rat ; und sie gaben den Soldaten Geld genug und sagten : Sprechet : Seine Jünger kamen bei Nacht und stahlen ihn , während wir schliefen . Und wenn dies dem Landpfleger zu Ohren kommen sollte , so werden wir ihn zufriedenstellen und machen , daß ihr ohne Sorge seid . Sie aber nahmen das Geld und taten , wie sie unterrichtet worden waren . Und diese Rede ist bei den Juden ruchbar geworden bis auf den heutigen Tag . Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa , an den Berg , wohin Jesus sie beschieden hatte . Und als sie ihn sahen , warfen sie sich vor ihm nieder ; einige aber zweifelten . Und Jesus trat herzu und redete mit ihnen und sprach : Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden . Gehet nun hin und machet alle Nationen zu Jüngern , und taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes , und lehret sie , alles zu bewahren , was ich euch geboten habe . Und siehe , ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters . </passage></reply></GetPassage>