<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.elberfelder1905:41</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.elberfelder1905:41</urn><passage>Anfang des Evangeliums Jesu Christi , des Sohnes Gottes ; wie geschrieben steht in Jesaias , dem Propheten : &quot; Siehe , ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her , der deinen Weg bereiten wird &quot; . &quot; Stimme eines Rufenden in der Wüste : Bereitet den Weg des Herrn , machet gerade seine Steige ! &quot; Johannes kam und taufte in der Wüste und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden . Und es ging zu ihm hinaus das ganze jüdische Land und alle Bewohner von Jerusalem ; und sie wurden im Jordanflusse von ihm getauft , indem sie ihre Sünden bekannten . Johannes aber war bekleidet mit Kamelhaaren und einem ledernen Gürtel um seine Lenden ; und er aß Heuschrecken und wilden Honig . Und er predigte und sagte : Es kommt nach mir , der stärker ist als ich , dessen ich nicht würdig bin , ihm gebückt den Riemen seiner Sandalen zu lösen . Ich zwar habe euch mit Wasser getauft , er aber wird euch mit Heiligem Geiste taufen . Und es geschah in jenen Tagen , da kam Jesus von Nazareth in Galiläa , und wurde von Johannes in dem Jordan getauft . Und alsbald , als er von dem Wasser heraufstieg , sah er die Himmel sich teilen und den Geist wie eine Taube auf ihn herniederfahren . Und eine Stimme geschah aus den Himmeln : Du bist mein geliebter Sohn , an dir habe ich Wohlgefallen gefunden . Und alsbald treibt der Geist ihn hinaus in die Wüste . Und er war vierzig Tage in der Wüste und wurde von dem Satan versucht ; und er war unter den wilden Tieren , und die Engel dienten ihm . Nachdem aber Johannes überliefert war , kam Jesus nach Galiläa , predigte das Evangelium des Reiches Gottes und sprach : Die Zeit ist erfüllt , und das Reich Gottes ist nahe gekommen . Tut Buße und glaubet an das Evangelium . Als er aber am See von Galiläa wandelte , sah er Simon und Andreas , Simons Bruder , die in dem See ein Netz hin-und herwarfen , denn sie waren Fischer . Und Jesus sprach zu ihnen : Kommet mir nach , und ich werde euch zu Menschenfischern machen ; und alsbald verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach . Und von dannen ein wenig weitergehend , sah er Jakobus , den Sohn des Zebedäus , und seinen Bruder Johannes , auch sie im Schiffe , wie sie die Netze ausbesserten ; und alsbald rief er sie . Und sie ließen ihren Vater Zebedäus in dem Schiffe mit den Tagelöhnern und gingen weg , ihm nach . Und sie gehen hinein nach Kapernaum . Und alsbald an dem Sabbath ging er in die Synagoge und lehrte . Und sie erstaunten sehr über seine Lehre : denn er lehrte sie wie einer , der Gewalt hat , und nicht wie die Schriftgelehrten . Und es war in ihrer Synagoge ein Mensch mit einem unreinen Geiste ; und er schrie auf und sprach : Laß ab ! Was haben wir mit dir zu schaffen , Jesu , Nazarener ? Bist du gekommen , uns zu verderben ? Ich kenne dich , wer du bist : der Heilige Gottes . Und Jesus bedrohte ihn und sprach : Verstumme und fahre aus von ihm ! Und der unreine Geist zerrte ihn und rief mit lauter Stimme und fuhr von ihm aus . Und sie entsetzten sich alle , so daß sie sich untereinander befragten und sprachen : Was ist dies ? Was ist dies für eine neue Lehre ? Denn mit Gewalt gebietet er selbst den unreinen Geistern , und sie gehorchen ihm . Und alsbald ging das Gerücht von ihm aus in die ganze Umgegend von Galiläa . Und alsbald gingen sie aus der Synagoge und kamen in das Haus Simons und Andreas&#039; , mit Jakobus und Johannes . Die Schwiegermutter Simons aber lag fieberkrank danieder ; und alsbald sagen sie ihm von ihr . Und er trat hinzu und richtete sie auf , indem er sie bei der Hand ergriff ; und das Fieber verließ sie alsbald , und sie diente ihnen . Als es aber Abend geworden war , als die Sonne unterging , brachten sie alle Leidenden und Besessenen zu ihm ; und die ganze Stadt war an der Tür versammelt . Und er heilte viele , die an mancherlei Krankheiten leidend waren ; und er trieb viele Dämonen aus und erlaubte den Dämonen nicht zu reden , weil sie ihn kannten . Und frühmorgens , als es noch sehr dunkel war , stand er auf und ging hinaus und ging hin an einen öden Ort und betete daselbst . Und Simon und die mit ihm waren , gingen ihm nach ; und als sie ihn gefunden hatten , sagen sie zu ihm : Alle suchen dich . Und er spricht zu ihnen : Laßt uns anderswohin in die nächsten Flecken gehen , auf daß ich auch daselbst predige ; denn dazu bin ich ausgegangen . Und er predigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die Dämonen aus . Und es kommt ein Aussätziger zu ihm , bittet ihn und kniet vor ihm nieder und spricht zu ihm : Wenn du willst , kannst du mich reinigen . Jesus aber , innerlich bewegt , streckte die Hand aus , rührte ihn an und spricht zu ihm : Ich will ; sei gereinigt . Und während er redete , wich alsbald der Aussatz von ihm , und er war gereinigt . Und er bedrohte ihn und schickte ihn alsbald fort und spricht zu ihm : Siehe zu , sage niemand etwas ; sondern gehe hin , zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung , was Moses geboten hat , ihnen zu einem Zeugnis . Er aber ging weg und fing an , es viel kundzumachen und die Sache auszubreiten , so daß er nicht mehr öffentlich in die Stadt gehen konnte ; sondern er war draußen in öden Örtern , und sie kamen von allen Seiten zu ihm . Und nach etlichen Tagen ging er wiederum hinein nach Kapernaum , und es wurde ruchbar , daß er im Hause sei . Und alsbald versammelten sich viele , so daß selbst an der Tür nicht mehr Raum war ; und er redete zu ihnen das Wort . Und sie kommen zu ihm und bringen einen Gelähmten , von vieren getragen . Und da sie wegen der Volksmenge nicht nahe zu ihm kommen konnten , deckten sie das Dach ab , wo er war ; und als sie es aufgebrochen hatten , ließen sie das Ruhebett hinab , auf welchem der Gelähmte lag . Als Jesus aber ihren Glauben sah , spricht er zu dem Gelähmten : Kind , deine Sünden sind vergeben . Etliche aber von den Schriftgelehrten saßen daselbst und überlegten in ihren Herzen : Was redet dieser also ? Er lästert . Wer kann Sünden vergeben , als nur einer , Gott ? Und alsbald erkannte Jesus in seinem Geiste , daß sie also bei sich überlegten , und sprach zu ihnen : Was überleget ihr dies in euren Herzen ? Was ist leichter , zu dem Gelähmten zu sagen : Deine Sünden sind vergeben , oder zu sagen : Stehe auf , nimm dein Ruhebett auf und wandle ? Auf daß ihr aber wisset , daß der Sohn des Menschen Gewalt hat auf der Erde Sünden zu vergeben . . . spricht er zu dem Gelähmten : Ich sage dir , stehe auf , nimm dein Ruhebett auf und geh nach deinem Hause . Und alsbald stand er auf , nahm das Ruhebett auf und ging hinaus vor allen , so daß alle außer sich gerieten und Gott verherrlichten und sagten : Niemals haben wir es also gesehen ! Und er ging wiederum hinaus an den See , und die ganze Volksmenge kam zu ihm , und er lehrte sie . Und als er vorüberging , sah er Levi , den Sohn des Alphäus , am Zollhause sitzen , und er spricht zu ihm : Folge mir nach ; und er stand auf und folgte ihm nach . Und es geschah , als er in seinem Hause zu Tische lag , daß viele Zöllner und Sünder zu Tische lagen mit Jesu und seinen Jüngern ; denn es waren ihrer viele , und sie folgten ihm nach . Und als die Schriftgelehrten und die Pharisäer ihn mit den Sündern und Zöllnern essen sahen , sprachen sie zu seinen Jüngern : Warum ißt und trinkt er mit den Zöllnern und Sündern ? Und als Jesus es hörte , spricht er zu ihnen : Die Starken bedürfen nicht eines Arztes , sondern die Kranken . Ich bin nicht gekommen , Gerechte zu rufen , sondern Sünder . Und die Jünger Johannes&#039; und die Pharisäer fasteten ; und sie kommen und sagen zu ihm : Warum fasten die Jünger Johannes&#039; und die Jünger der Pharisäer , deine Jünger aber fasten nicht ? Und Jesus sprach zu ihnen : Können etwa die Gefährten des Bräutigams fasten , während der Bräutigam bei ihnen ist ? So lange sie den Bräutigam bei sich haben , können sie nicht fasten . Es werden aber Tage kommen , da der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird , und dann , an jenem Tage , werden sie fasten . Niemand näht einen Flicken von neuem Tuch auf ein altes Kleid ; sonst reißt das Eingesetzte von ihm ab , das neue vom alten , und der Riß wird ärger . Auch tut niemand neuen Wein in alte Schläuche ; sonst zerreißt der Wein die Schläuche , und der Wein wird verschüttet , und die Schläuche verderben ; sondern neuen Wein muß man in neue Schläuche tun . Und es geschah , daß er am Sabbath durch die Saaten ging ; und seine Jünger fingen an , im Gehen die Ähren abzupflücken . Und die Pharisäer sprachen zu ihm : Siehe , was tun sie am Sabbath , das nicht erlaubt ist ? Und er sprach zu ihnen : Habt ihr nie gelesen , was David tat , als er Mangel hatte und als ihn und die bei ihm waren , hungerte ? Wie er in das Haus Gottes ging unter Abjathar , dem Hohenpriester , und die Schaubrote aß ( welche niemand essen darf , als nur die Priester ) , und auch denen gab , die bei ihm waren ? Und er sprach zu ihnen : Der Sabbath ward um des Menschen willen , nicht der Mensch um des Sabbaths willen ; also ist der Sohn des Menschen Herr auch des Sabbaths . Und er ging wiederum in die Synagoge ; und es war daselbst ein Mensch , der eine verdorrte Hand hatte . Und sie lauerten auf ihn , ob er ihn am Sabbath heilen würde , auf daß sie ihn anklagen möchten . Und er spricht zu dem Menschen , der die verdorrte Hand hatte : Stehe auf und tritt in die Mitte . Und er spricht zu ihnen : Ist es erlaubt , an den Sabbathen Gutes zu tun oder Böses zu tun , das Leben zu retten oder zu töten ? Sie aber schwiegen . Und er blickte auf sie umher mit Zorn , betrübt über die Verstockung ihres Herzens , und spricht zu dem Menschen : Strecke deine Hand aus ! Und er streckte sie aus , und seine Hand wurde wiederhergestellt . Und die Pharisäer gingen alsbald hinaus und hielten mit den Herodianern Rat wider ihn , wie sie ihn umbrächten . Und Jesus entwich mit seinen Jüngern an den See ; und es folgte ihm eine große Menge von Galiläa und von Judäa und von Jerusalem und von Idumäa und von jenseit des Jordan ; und die um Tyrus und Sidon , eine große Menge , als sie gehört hatten , wie vieles er tat , kamen zu ihm . Und er sagte seinen Jüngern , daß ein Schifflein für ihn in Bereitschaft bleiben solle wegen der Volksmenge , auf daß sie ihn nicht drängten . Denn er heilte viele , so daß alle , welche Plagen hatten , ihn überfielen , auf daß sie ihn anrühren möchten . Und wenn die unreinen Geister ihn sahen , fielen sie vor ihm nieder und riefen und sprachen : Du bist der Sohn Gottes . Und er bedrohte sie sehr , daß sie ihn nicht offenbar machten . Und er steigt auf den Berg und ruft herzu , welche er selbst wollte . Und sie kamen zu ihm ; und er bestellte zwölf , auf daß sie bei ihm seien , und auf daß er sie aussende zu predigen und Gewalt zu haben , die Krankheiten zu heilen und die Dämonen auszutreiben . Und er gab dem Simon den Beinamen Petrus ; und Jakobus , den Sohn des Zebedäus , und Johannes , den Bruder des Jakobus , und er gab ihnen den Beinamen Boanerges , das ist Söhne des Donners ; und Andreas und Philippus und Bartholomäus und Matthäus und Thomas und Jakobus , den Sohn des Alphäus , und Thaddäus , und Simon , den Kananäer , und Judas Iskariot , der ihn auch überlieferte . Und die kommen in ein Haus . Und wiederum kommt eine Volksmenge zusammen , so daß sie nicht einmal essen konnten . Und als seine Angehörigen es hörten , gingen sie hinaus , um ihn zu greifen ; denn sie sprachen : Er ist außer sich . Und die Schriftgelehrten , die von Jerusalem herabgekommen waren , sprachen : Er hat den Beelzebub , und : Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus . Und er rief sie herzu und sprach in Gleichnissen zu ihnen : Wie kann Satan den Satan austreiben ? Und wenn ein Reich wider sich selbst entzweit ist , so kann jenes Reich nicht bestehen . Und wenn ein Haus wider sich selbst entzweit ist , so kann jenes Haus nicht bestehen . Und wenn der Satan wider sich selbst aufsteht und entzweit ist , so kann er nicht bestehen , sondern hat ein Ende . Niemand aber kann in das Haus des Starken eindringen und seinen Hausrat rauben , wenn er nicht zuvor den Starken bindet , und alsdann wird er sein Haus berauben . Wahrlich , ich sage euch : Alle Sünden werden den Söhnen der Menschen vergeben werden , und die Lästerungen , mit welchen irgend sie lästern mögen ; wer aber irgend wider den Heiligen Geist lästern wird , hat keine Vergebung in Ewigkeit , sondern ist ewiger Sünde schuldig ; - weil sie sagten : Er hat einen unreinen Geist . Und es kommen seine Mutter und seine Brüder ; und draußen stehend sandten sie zu ihm und riefen ihn . Und eine Volksmenge saß um ihn her ; sie sagten aber zu ihm : Siehe , deine Mutter und deine Brüder draußen suchen dich . Und er antwortete ihnen und sprach : Wer ist meine Mutter oder meine Brüder ? Und im Kreise umherblickend auf die um ihn her Sitzenden , spricht er : Siehe da , meine Mutter und meine Brüder ; denn wer irgend den Willen Gottes tun wird , derselbe ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter . Und wiederum fing er an , am See zu lehren . Und es versammelte sich eine große Volksmenge zu ihm , so daß er in ein Schiff stieg und auf dem See saß ; und die ganze Volksmenge war am See auf dem Lande . Und er lehrte sie vieles in Gleichnissen ; und er sprach zu ihnen in seiner Lehre : Höret ! Siehe , der Säemann ging aus zu säen . Und es geschah , indem er säte , fiel etliches an den Weg , und die Vögel kamen und fraßen es auf . Und anderes fiel auf das Steinichte , wo es nicht viel Erde hatte ; und alsbald ging es auf , weil es nicht tiefe Erde hatte . Und als die Sonne aufging , wurde es verbrannt , und weil es keine Wurzel hatte , verdorrte es . Und anderes fiel unter die Dornen ; und die Dornen schossen auf und erstickten es , und es gab keine Frucht . Und anderes fiel in die gute Erde und gab Frucht , die aufschoß und wuchs ; und eines trug dreißig- , und eines sechzig-, und eines hundertfältig . Und er sprach : Wer Ohren hat zu hören , der höre ! Und als er allein war , fragten ihn , die um ihn waren mit den Zwölfen um die Gleichnisse . Und er sprach zu ihnen : Euch ist es gegeben , das Geheimnis des Reiches Gottes zu wissen ; jenen aber , die draußen sind , geschieht alles in Gleichnissen , &quot; auf daß sie sehend sehen und nicht wahrnehmen , und hörend hören und nicht verstehen , damit sie sich nicht etwa bekehren und ihnen vergeben werde &quot; . Und er spricht zu ihnen : Fasset ihr dieses Gleichnis nicht ? Und wie werdet ihr all die Gleichnisse verstehen ? Der Sämann sät das Wort . Diese aber sind die an dem Wege : wo das Wort gesät wird und , wenn sie es hören , alsbald der Satan kommt und das Wort wegnimmt , das in ihre Herzen gesät war . Und diese sind es gleicherweise , die auf das Steinichte gesät werden , welche , wenn sie das Wort hören , es alsbald mit Freuden aufnehmen , und sie haben keine Wurzel in sich , sondern sind nur für eine Zeit ; dann , wenn Drangsal entsteht oder Verfolgung um des Wortes willen , ärgern sie sich alsbald . Und andere sind die , welche unter die Dornen gesät werden : diese sind es , welche das Wort gehört haben , und die Sorgen des Lebens und der Betrug des Reichtums und die Begierde nach den übrigen Dingen kommen hinein und ersticken das Wort , und es bringt keine Frucht . Und diese sind es , die auf die gute Erde gesät sind , welche das Wort hören und aufnehmen und Frucht bringen : eines dreißig- , und eines sechzig-, und eines hundertfältig . Und er sprach zu ihnen : Kommt etwa die Lampe , auf daß sie unter den Scheffel oder unter das Bett gestellt werde ? Nicht daß sie auf das Lampengestell gestellt werde ? Denn es ist nichts verborgen , außer damit es offenbar gemacht werde , noch gibt es etwas Geheimes , sondern auf daß es ans Licht komme . Wenn jemand Ohren hat zu hören , der höre ! Und er sprach zu ihnen : Sehet zu , was ihr höret ; mit welchem Maße ihr messet , wird euch gemessen werden , und es wird euch hinzugefügt werden . Denn wer irgend hat , dem wird gegeben werden ; und wer nicht hat , von dem wird selbst , was er hat , genommen werden . Und er sprach : Also ist das Reich Gottes , wie wenn ein Mensch den Samen auf das Land wirft , und schläft und aufsteht , Nacht und Tag , und der Same sprießt hervor und wächst , er weiß selbst nicht wie . Die Erde bringt von selbst Frucht hervor , zuerst Gras , dann eine Ähre , dann vollen Weizen in der Ähre . Wenn aber die Frucht sich darbietet , so schickt er alsbald die Sichel , denn die Ernte ist da . Und er sprach : Wie sollen wir das Reich Gottes vergleichen ? Oder in welchem Gleichnis sollen wir es darstellen ? Gleichwie ein Senfkorn , welches , wenn es auf die Erde gesät wird , kleiner ist als alle Samen , die auf der Erde sind ; und , wenn es gesät ist , aufschießt und größer wird als alle Kräuter und große Zweige treibt , so daß unter seinem Schatten die Vögel des Himmels sich niederlassen können . Und in vielen solchen Gleichnissen redete er zu ihnen das Wort , wie sie es zu hören vermochten . Ohne Gleichnis aber redete er nicht zu ihnen ; aber seinen Jüngern erklärte er alles besonders . Und an jenem Tage , als es Abend geworden war , spricht er zu ihnen : Laßt uns übersetzen an das jenseitige Ufer . Und als er die Volksmenge entlassen hatte , nehmen sie ihn , wie er war , in dem Schiffe mit . Aber auch andere Schiffe waren mit ihm . Und es erhebt sich ein heftiger Sturmwind , und die Wellen schlugen in das Schiff , so daß es sich schon füllte . Und er war im Hinterteil des Schiffes und schlief auf einem Kopfkissen ; und sie wecken ihn auf und sprechen zu ihm : Lehrer , liegt dir nichts daran , daß wir umkommen ? Und er wachte auf , bedrohte den Wind und sprach zu dem See : Schweig , verstumme ! Und der Wind legte sich , und es ward eine große Stille . Und er sprach zu ihnen : Was seid ihr so furchtsam ? Wie , habt ihr keinen Glauben ? Und sie fürchteten sich mit großer Furcht und sprachen zueinander : Wer ist denn dieser , daß auch der Wind und der See ihm gehorchen ? Und sie kamen an das jenseitige Ufer des Sees in das Land der Gadarener . Und als er aus dem Schiff gestiegen war , begegnete ihm alsbald aus den Grüften ein Mensch mit einem unreinen Geiste , der seine Wohnung in den Grabstätten hatte ; und selbst mit Ketten konnte keiner ihn binden , da er oft mit Fußfesseln und mit Ketten gebunden gewesen , und die Ketten von ihm in Stücke zerrissen und die Fußfesseln zerrieben worden waren ; und niemand vermochte ihn zu bändigen . Und allezeit , Nacht und Tag , war er in den Grabstätten und auf den Bergen und schrie und zerschlug sich mit Steinen . Als er aber Jesum von ferne sah , lief er und warf sich vor ihm nieder ; und mit lauter Stimme schreiend , sagt er : Was habe ich mit dir zu schaffen , Jesu , Sohn Gottes , des Höchsten ? Ich beschwöre dich bei Gott , quäle mich nicht ! Denn er sagte zu ihm : Fahre aus , du unreiner Geist , aus dem Menschen . Und er fragte ihn : Was ist dein Name ? Und er spricht zu ihm : Legion ist mein Name , denn wir sind viele . Und er bat ihn sehr , daß er sie nicht aus der Gegend fortschicken möchte . Es war aber daselbst an dem Berge eine große Herde Schweine , welche weidete . Und sie baten ihn und sprachen : Schicke uns in die Schweine , daß wir in sie fahren . Und Jesus erlaubte es ihnen alsbald . Und die unreinen Geister fuhren aus und fuhren in die Schweine , und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See , ( bei zweitausend ) und sie ertranken in dem See . Und die Hüter flohen und verkündeten es in der Stadt und auf dem Lande ; und sie gingen hinaus , um zu sehen , was geschehen war . Und sie kommen zu Jesu und sehen den Besessenen sitzen , bekleidet und vernünftig , den , der die Legion gehabt hatte ; und sie fürchteten sich . Und die es gesehen hatten , erzählten ihnen , wie dem Besessenen geschehen war , und das von den Schweinen . Und sie fingen an , ihm zuzureden , aus ihren Grenzen wegzugehen . Und als er in das Schiff stieg , bat ihn der Besessene , daß er bei ihm sein dürfe . Und er ließ es ihm nicht zu , sondern spricht zu ihm : Gehe hin nach deinem Hause zu den Deinigen und verkünde ihnen , wieviel der Herr an dir getan , und wie er sich deiner erbarmt hat . Und er ging hin und fing an , in der Dekapolis auszurufen , wieviel Jesus an ihm getan hatte ; und alle verwunderten sich . Und als Jesus in dem Schiffe wieder an das jenseitige Ufer hinübergefahren war , versammelte sich eine große Volksmenge zu ihm ; und er war am See . Und siehe , es kommt einer der Synagogenvorsteher , mit Namen Jairus , und als er ihn sieht , fällt er ihm zu Füßen ; und er bat ihn sehr und sprach : Mein Töchterlein liegt in den letzten Zügen ; ich bitte , daß du kommest und ihr die Hände auflegest , auf daß sie gerettet werde und lebe . Und er ging mit ihm , und eine große Volksmenge folgte ihm und drängte ihn . Und ein Weib , das zwölf Jahre mit einem Blutfluß behaftet war , und vieles erlitten hatte von vielen Ärzten und alle ihre Habe verwandt und keinen Nutzen davon gehabt hatte ( es war vielmehr schlimmer mit ihr geworden ) , kam , als sie von Jesu gehört , in der Volksmenge von hinten und rührte sein Kleid an ; denn sie sprach : Wenn ich nur seine Kleider anrühre , so werde ich geheilt werden . Und alsbald vertrocknete der Quell ihres Blutes , und sie merkte am Leibe , daß sie von der Plage geheilt war . Und alsbald erkannte Jesus in sich selbst die Kraft , die von ihm ausgegangen war , wandte sich um in der Volksmenge und sprach : Wer hat meine Kleider angerührt ? Und seine Jünger sprachen zu ihm : Du siehst , daß die Volksmenge dich drängt , und du sprichst : Wer hat mich angerührt ? Und er blickte umher , um sie zu sehen , die dieses getan hatte . Das Weib aber , voll Furcht und Zittern , wissend , was ihr geschehen war , kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit . Er aber sprach zu ihr : Tochter , dein Glaube hat dich geheilt ; gehe hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage . Während er noch redete , kommen sie von dem Synagogenvorsteher und sagen : Deine Tochter ist gestorben ; was bemühst du den Lehrer noch ? Als aber Jesus das Wort reden hörte , spricht er alsbald zu dem Synagogenvorsteher : Fürchte dich nicht ; glaube nur . Und er erlaubte niemand , ihn zu begleiten , außer Petrus und Jakobus und Johannes , dem Bruder des Jakobus . Und sie kommen in das Haus des Synagogenvorstehers , und er sieht ein Getümmel und Weinende und laut Heulende . Und als er eingetreten war , spricht er zu ihnen : Was lärmet und weinet ihr ? Das Kind ist nicht gestorben , sondern es schläft . Und sie verlachten ihn . Als er aber alle hinausgetrieben hatte , nimmt er den Vater des Kindes und die Mutter und die bei ihm waren mit und geht hinein , wo das Kind lag . Und indem er das Kind bei der Hand ergriff , spricht er zu ihm : Talitha kumi ! das ist verdolmetscht : Mägdlein , ich sage dir , stehe auf ! Und alsbald stand das Mägdlein auf und wandelte umher , denn es war zwölf Jahre alt . Und sie erstaunten mit großem Erstaunen . Und er gebot ihnen dringend , daß niemand dies erführe , und hieß ihr zu essen geben . Und er ging von dannen hinweg und kam in seine Vaterstadt , und seine Jünger folgten ihm nach . Und als es Sabbath geworden war , fing er an , in der Synagoge zu lehren ; und viele , die zuhörten , erstaunten und sprachen : Woher diesem solches ? Und was ist das für eine Weisheit , die ihm gegeben ist , und solche Wunderwerke geschehen durch seine Hände ? Ist dieser nicht der Zimmermann , der Sohn der Maria , und ein Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon ? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns ? Und sie ärgerten sich an ihm . Und Jesus sprach zu ihnen : Ein Prophet ist nicht ohne Ehre , außer in seiner Vaterstadt und unter seinen Verwandten und in seinem Hause . Und er konnte daselbst kein Wunderwerk tun , außer daß er einigen Schwachen die Hände auflegte und sie heilte . Und er verwunderte sich über ihren Unglauben . Und er ging durch die Dörfer ringsum und lehrte . Und er ruft die Zwölfe herzu ; und er fing an , sie zu zwei und zwei auszusenden , und gab ihnen Gewalt über die unreinen Geister . Und er gebot ihnen , daß sie nichts mit auf den Weg nehmen sollten , als nur einen Stab ; keine Tasche , kein Brot , keine Münze in den Gürtel , sondern Sandalen untergebunden ; und ziehet nicht zwei Leibröcke an . Und er sprach zu ihnen : Wo irgend ihr in ein Haus eintretet , daselbst bleibet , bis ihr von dannen weggeht . Und welcher Ort irgend euch nicht aufnehmen , und wo man euch nicht hören wird , von dannen gehet hinaus und schüttelt den Staub ab , der unter euren Füßen ist , ihnen zum Zeugnis . Und sie gingen aus und predigten , daß die Buße tun sollten ; und sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Schwache mit Öl und heilten sie . Und der König Herodes hörte von ihm ( denn sein Name war bekannt geworden ) und sagte : Johannes der Täufer ist aus den Toten auferstanden , und darum wirken solche Kräfte in ihm . Andere aber sagten : Es ist Elias ; und andere sagten : Es ist ein Prophet , wie einer der Propheten . Als aber Herodes es hörte , sagte er : Johannes , den ich enthauptet habe , dieser ist auferweckt . Denn er , Herodes , hatte hingesandt und den Johannes greifen und ihn im Gefängnis binden lassen , um der Herodias willen , des Weibes seines Bruders Philippus , weil er sie geheiratet hatte . Denn Johannes hatte dem Herodes gesagt : Es ist dir nicht erlaubt , das Weib deines Bruders zu haben . Die Herodias aber trug es ihm nach und wollte ihn töten , und sie konnte nicht ; denn Herodes fürchtete den Johannes , da er wußte , daß er ein gerechter und heiliger Mann war , und er verwahrte ihn ; und wenn er ihn gehört hatte , so tat er vieles , und er hörte ihn gern . Und als ein geeigneter Tag kam , als Herodes an seinem Geburtstage seinen Großen und den Obersten und den Vornehmsten von Galiläa ein Gastmahl machte , und ihre , der Herodias , Tochter hereinkam und tanzte , gefiel sie dem Herodes und denen , die mit zu Tische lagen . Und der König sprach zu dem Mägdlein : Bitte von mir , was irgend du willst , und ich werde es dir geben . Und er schwur ihr : Was irgend du von mir bitten wirst , werde ich dir geben , bis zur Hälfte meines Reiches . Sie aber ging hinaus und sagte ihrer Mutter : Um was soll ich bitten ? Diese aber sprach : Um das Haupt Johannes&#039; des Täufers . Und sie ging alsbald mit Eile zu dem König hinein und bat und sagte : Ich will , daß du mir sofort auf einer Schüssel das Haupt Johannes&#039; des Täufers gebest . Und der König wurde sehr betrübt ; doch um der Eide und um derer willen , die mit zu Tische lagen , wollte er sie nicht zurückweisen . Und alsbald schickte der König einen von der Leibwache und befahl , sein Haupt zu bringen . Der aber ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis ; und er brachte sein Haupt auf einer Schüssel und gab es dem Mägdlein , und das Mägdlein gab es ihrer Mutter . Und als seine Jünger es hörten , kamen sie und hoben seinen Leichnam auf und legten ihn in eine Gruft . Und die Apostel versammeln sich zu Jesu ; und die berichteten ihm alles , was sie getan und was sie gelehrt hatten . Und er sprach zu ihnen : Kommet ihr selbst her an einen öden Ort besonders und ruhet ein wenig aus . Denn derer , die da kamen und gingen , waren viele , und sie fanden nicht einmal Zeit , um zu essen . Und sie gingen hin in einem Schiffe an einen öden Ort besonders ; und viele sahen sie wegfahren und erkannten sie , und liefen zu Fuß von allen Städten dorthin zusammen und kamen ihnen zuvor . Und als Jesus aus dem Schiffe trat , sah er eine große Volksmenge und wurde innerlich bewegt über sie ; denn sie waren wie Schafe , die keinen Hirten haben . Und er fing an , sie vieles zu lehren . Und als es schon spät am Tage war , traten seine Jünger zu ihm und sagen : Der Ort ist öde , und es ist schon spät am Tage ; entlaß sie , auf daß sie hingehen auf das Land und in die Dörfer ringsum und sich Brote kaufen , denn sie haben nichts zu essen . Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Gebet ihr ihnen zu essen . Und sie sagen zu ihm : Sollen hingehen und für zweihundert Denare Brote kaufen und ihnen zu essen geben ? Er aber spricht zu ihnen : Wie viele Brote habt ihr ? Gehet hin und sehet . Und als sie es wußten , sagen sie : Fünf , und zwei Fische . Und er befahl ihnen , daß sie alle sich lagern ließen , in Gruppen , auf dem grünen Grase . Und sie lagerten sich in Abteilungen zu je hundert und je fünfzig . Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische , blickte auf gen Himmel , segnete und brach die Brote und gab sie seinen Jüngern , auf daß sie ihnen vorlegten ; und die zwei Fische verteilte er unter alle . Und sie aßen alle und wurden gesättigt . Und sie hoben auf an Brocken zwölf Handkörbe voll , und von den Fischen . Und es waren derer , welche von den Broten gegessen hatten , fünftausend Männer . Und alsbald nötigte er seine Jünger , in das Schiff zu steigen und an das jenseitige Ufer nach Bethsaida vorauszufahren , während er die Volksmenge entläßt . Und als er sie verabschiedet hatte , ging er hin auf den Berg , um zu beten . Und als es Abend geworden , war das Schiff mitten auf dem See , und er allein auf dem Lande . Und als er sie beim Rudern Not leiden sah , denn der Wind war ihnen entgegen , kommt er um die vierte Nachtwache zu ihnen , wandelnd auf dem See ; und er wollte an ihnen vorübergehen . Sie aber , als sie ihn auf dem See wandeln sahen , meinten , es sei ein Gespenst , und schrieen auf ; denn alle sahen ihn und wurden bestürzt . Und alsbald redete er mit ihnen und spricht zu ihnen : Seid gutes Mutes , ich bin&#039;s ; fürchtet euch nicht ! Und er stieg zu ihnen in das Schiff , und der Wind legte sich . Und sie erstaunten sehr über die Maßen bei sich selbst und verwunderten sich ; denn sie waren durch die Brote nicht verständig geworden , denn ihr Herz war verhärtet . Und als sie hinübergefahren waren , kamen sie in das Land Genezareth und legten an . Und als sie aus dem Schiffe gestiegen waren , erkannten sie ihn alsbald und liefen in jener ganzen Umgegend umher und fingen an , die Leidenden auf den Betten umherzutragen , wo sie hörten , daß er sei . Und wo irgend er eintrat in Dörfer oder Städte oder aufs Land , legten sie die Kranken auf den Marktplätzen hin und baten ihn , daß sie nur die Quaste seines Kleides anrühren dürften ; und so viele irgend ihn anrührten , wurden geheilt . Und es versammeln sich zu ihm die Pharisäer und etliche der Schriftgelehrten , die von Jerusalem gekommen waren ; und als sie etliche seiner Jünger mit unreinen , das ist ungewaschenen Händen Brot essen sahen ( denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht , es sei denn , daß sie sich sorgfältig die Hände waschen , indem sie die Überlieferung der Ältesten halten ; und vom Markte kommend , essen sie nicht , es sei denn , daß sie sich waschen ; und vieles andere ist , was sie zu halten überkommen haben : Waschungen der Becher und Krüge und ehernen Gefäße und Tischlager ) , sodann fragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten : Warum wandeln deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten , sondern essen das Brot mit unreinen Händen ? Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Trefflich hat Jesaias über euch Heuchler geweissagt , wie geschrieben steht : &quot; Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen , aber ihr Herz ist weit entfernt von mir . Vergeblich aber verehren sie mich , indem sie als Lehren Menschengebote lehren . &quot; Denn das Gebot Gottes aufgebend , haltet ihr die Überlieferung der Menschen : Waschungen der Krüge und Becher , und vieles andere dergleichen ähnliche tut ihr . Und er sprach zu ihnen : Trefflich hebet ihr das Gebot Gottes auf , auf daß ihr eure Überlieferung haltet . Denn Moses hat gesagt : &quot; Ehre deinen Vater und deine Mutter ! &quot; und : &quot; Wer Vater oder Mutter flucht , soll des Todes sterben . &quot; Ihr aber saget : Wenn ein Mensch zu dem Vater oder zu der Mutter spricht : Korban ( das ist Gabe ) sei das , was irgend dir von mir zunutze kommen könnte ; - und ihr lasset ihn so nichts mehr für seinen Vater oder seine Mutter tun , indem ihr das Wort Gottes ungültig machet durch eure Überlieferung , die ihr überliefert habt ; und vieles dergleichen ähnliche tut ihr . Und als er die Volksmenge wieder herzugerufen hatte , sprach er zu ihnen : Höret mich alle und verstehet ! Da ist nichts , was von außerhalb des Menschen in denselben eingeht , das ihn verunreinigen kann , sondern was von ihm ausgeht , das ist es , was den Menschen verunreinigt . Wenn jemand Ohren hat zu hören , der höre ! Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat , befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis . Und er spricht zu ihnen : Seid auch ihr so unverständig ? Begreifet ihr nicht , daß alles , was von außerhalb in den Menschen eingeht , ihn nicht verunreinigen kann ? Denn es geht nicht in sein Herz hinein , sondern in den Bauch , und es geht heraus in den Abort , indem so alle Speisen gereinigt werden . Er sagte aber : Was aus dem Menschen ausgeht , das verunreinigt den Menschen . Denn von innen aus dem Herzen der Menschen gehen hervor die schlechten Gedanken , Ehebruch , Hurerei , Mord , Dieberei , Habsucht , Bosheit , List , Ausschweifung , böses Auge , Lästerung , Hochmut , Torheit ; alle diese bösen Dinge gehen von innen heraus und verunreinigen den Menschen . Und er stand auf von dannen und ging hin in das Gebiet von Tyrus und Sidon ; und als er in ein Haus getreten war , wollte er , daß niemand es erfahre ; und er konnte nicht verborgen sein . Aber alsbald hörte ein Weib von ihm , deren Töchterlein einen unreinen Geist hatte , kam und fiel nieder zu seinen Füßen ; das Weib aber war eine Griechin , eine Syrophönicierin von Geburt ; und sie bat ihn , daß er den Dämon von ihrer Tochter austreibe . Jesus aber sprach zu ihr : Laßt zuerst die Kinder gesättigt werden , denn es ist nicht schön , das Brot der Kinder zu nehmen und den Hündlein hinzuwerfen . Sie aber antwortete und spricht zu ihm : Ja , Herr ; denn es essen ja auch die Hündlein unter dem Tische von den Brosamen der Kinder . Und er sprach zu ihr : Um dieses Wortes willen gehe hin ; der Dämon ist von deiner Tochter ausgefahren . Und sie ging hin nach ihrem Hause und fand den Dämon ausgefahren und die Tochter auf dem Bette liegen . Und als er aus dem Gebiet von Tyrus und Sidon wieder weggegangen war , kam er an den See von Galiläa , mitten durch das Gebiet von Dekapolis . Und sie bringen einen Tauben zu ihm , der schwer redete , und bitten ihn , daß er ihm die Hand auflege . Und er nahm ihn von der Volksmenge weg besonders und legte seine Finger in seine Ohren ; und er spützte und rührte seine Zunge an ; und , gen Himmel blickend , seufzte er und spricht zu ihm : Ephata ! das ist : Werde aufgetan ! Und alsbald wurden seine Ohren aufgetan , und das Band seiner Zunge wurde gelöst , und er redete recht . Und er gebot ihnen , daß sie es niemand sagen sollten . Je mehr er es ihnen aber gebot , desto mehr machten sie es übermäßig kund ; und sie erstaunten überaus und sprachen : Er hat alles wohlgemacht ; er macht sowohl die Tauben hören , als auch die Stummen reden . In jenen Tagen , als wiederum eine große Volksmenge da war und nichts zu essen hatte , rief er seine Jünger herzu und spricht zu ihnen : Ich bin innerlich bewegt über die Volksmenge , denn schon drei Tage weilen sie bei mir und haben nichts zu essen ; und wenn ich sie nach Hause entlassen , ohne daß sie gegessen haben , so werden sie auf dem Wege verschmachten ; denn etliche von ihnen sind von ferne gekommen . Und seine Jünger antworteten ihm : Woher wird jemand diese hier in der Einöde mit Brot sättigen können ? Und er fragte sie : Wie viele Brote habt ihr ? Sie aber sagten : Sieben . Und er gebot der Volksmenge , sich auf der Erde zu lagern . Und er nahm die sieben Brote , dankte und brach sie und gab sie den Jüngern , auf daß sie vorlegten ; und sie legten der Volksmenge vor . Und sie hatten einige kleine Fische ; und als er sie gesegnet hatte , hieß er auch diese vorlegen . Sie aßen aber und wurden gesättigt ; und sie hoben auf , was an Brocken übrigblieb , sieben Körbe voll . Es waren aber derer , welche gegessen hatten , bei viertausend ; und er entließ sie . Und alsbald stieg er mit seinen Jüngern in das Schiff und kam in die Gegenden von Dalmanutha . Und die Pharisäer kamen heraus und fingen an , mit ihm zu streiten , indem sie , um ihn zu versuchen , ein Zeichen vom Himmel von ihm begehrten . Und in seinem Geiste tief seufzend , spricht er : Was begehrt dieses Geschlecht ein Zeichen ? Wahrlich , ich sage euch : Wenn diesem Geschlecht ein Zeichen gegeben werden wird ! Und er ließ sie , stieg wieder in das Schiff und fuhr an das jenseitige Ufer . Und sie vergaßen Brote mitzunehmen , und hatten nichts bei sich auf dem Schiffe als nur ein Brot . Und er gebot ihnen und sprach : Sehet zu , hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes . Und sie überlegten miteinander und sprachen : Weil wir keine Brote haben . Und als Jesus es erkannte , spricht er zu ihnen : Was überleget ihr , weil ihr keine Brote habt ? Begreifet ihr noch nicht und verstehet auch nicht ? Habt ihr euer Herz noch verhärtet ? Augen habt ihr und sehet nicht ? Und Ohren habt ihr und höret nicht ? Und erinnert ihr euch nicht ? Als ich die fünf Brote unter die fünftausend brach , wie viele Handkörbe voll Brocken hobet ihr auf ? Sie sagen zu ihm : Zwölf . Als aber die sieben unter die viertausend , wie viele Körbe , mit Brocken gefüllt , hobet ihr auf ? Sie aber sagten : Sieben . Und er sprach zu ihnen : Wie , verstehet ihr noch nicht ? Und er kommt nach Bethsaida ; und sie bringen ihm einen Blinden und bitten ihn , daß er ihn anrühre . Und er faßte den Blinden bei der Hand und führte ihn aus dem Dorfe hinaus ; und als er in seine Augen gespützt hatte , legte er ihm die Hände auf und fragte ihn , ob er etwas sehe . Und aufblickend sprach er : Ich sehe die Menschen , denn ich gewahre solche , die wie Bäume umherwandeln . Dann legte er wiederum die Hände auf seine Augen , und er sah deutlich , und er war wiederhergestellt und sah alles klar . Und er schickte ihn nach seinem Hause und sprach : Geh nicht in das Dorf , sage es auch niemand im Dorfe . Und Jesus ging hinaus und seine Jünger in die Dörfer von Cäsarea Philippi . Und auf dem Wege fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen : Wer sagen die Menschen , daß ich sei ? Sie aber antworteten ihm und sagten : Johannes der Täufer ; und andere : Elias ; andere aber : einer der Propheten . Und er fragte sie : Ihr aber , wer saget ihr , daß ich sei ? Petrus aber antwortete und spricht zu ihm : Du bist der Christus . Und er bedrohte sie , daß sie niemand von ihm sagen sollten . Und er fing an , sie zu lehren , daß der Sohn des Menschen vieles leiden und verworfen werden müsse von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten , und daß er getötet werden und nach drei Tagen auferstehen müsse . Und er redete das Wort öffentlich . Und Petrus nahm ihn zu sich und fing an ihn zu strafen . Er aber wandte sich um , und als er seine Jünger sah , strafte er den Petrus und sagte : Geh hinter mich , Satan ! Denn du sinnst nicht auf das , was Gottes , sondern auf das was der Menschen ist . Und als er die Volksmenge samt seinen Jüngern herzugerufen hatte , sprach er zu ihnen : Wer irgend mir nachkommen will , verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach . Denn wer irgend sein Leben erretten will , wird es verlieren ; wer aber irgend sein Leben verliert um meinet-und des Evangeliums willen , wird es erretten . Denn was wird es einem Menschen nützen , wenn er die ganze Welt gewönne und seine Seele einbüßte ? Denn was wird ein Mensch als Lösegeld geben für seine Seele ? Denn wer irgend sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht , dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen , wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln . Und er sprach zu ihnen : Wahrlich , ich sage euch : Es sind etliche von denen , die hier stehen , welche den Tod nicht schmecken werden , bis sie das Reich Gottes , in Macht gekommen , gesehen haben . Und nach sechs Tagen nimmt Jesus den Petrus und den Jakobus und Johannes mit und führt sie auf einen hohen Berg besonders allein . Und er wurde vor ihnen umgestaltet ; und seine Kleider wurden glänzend , sehr weiß wie Schnee , wie kein Walker auf der Erde weiß machen kann . Und es erschien ihnen Elias mit Moses , und sie unterredeten sich mit Jesu . Und Petrus hob an und spricht zu Jesu : Rabbi , es ist gut , daß wir hier sind ; und laß uns drei Hütten machen , dir eine und Moses eine und Elias eine . Denn er wußte nicht , was er sagen sollte , denn sie waren voll Furcht . Und es kam eine Wolke , welche sie überschattete ; und eine Stimme kam aus der Wolke : Dieser ist mein geliebter Sohn , ihn höret . Und plötzlich , als sie sich umblickten , sahen sie niemand mehr , sondern Jesum allein bei sich . Als sie aber von dem Berge herabstiegen , gebot er ihnen , daß sie niemand erzählen sollten , was sie gesehen hatten , außer wenn der Sohn des Menschen aus den Toten auferstanden wäre . Und sie behielten das Wort , indem sie sich untereinander befragten : Was ist das : aus den Toten auferstehen ? Und sie fragten ihn und sprachen : Was sagen die Schriftgelehrten , daß Elias zuerst kommen müsse ? Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Elias zwar kommt zuerst und stellt alle Dinge wieder her ; und wie über den Sohn des Menschen geschrieben steht , daß er vieles leiden und für nichts geachtet werden soll . Aber ich sage euch , daß auch Elias gekommen ist , und sie haben ihm getan , was irgend sie wollten , so wie über ihn geschrieben steht . Und als er zu den Jüngern kam , sah er eine große Volksmenge um sie her , und Schriftgelehrte , die sich mit ihnen stritten . Und alsbald , als die ganze Volksmenge ihn sah , war sie sehr erstaunt ; und sie liefen herzu und begrüßten ihn . Und er fragte sie : Worüber streitet ihr euch mit ihnen ? Und einer aus der Volksmenge antwortete ihm : Lehrer , ich habe meinen Sohn zu dir gebracht , der einen stummen Geist hat ; und wo immer er ihn ergreift , reißt er ihn , und er schäumt und knirscht mit seinen Zähnen , und er magert ab . Und ich sprach zu deinen Jüngern , daß sie ihn austreiben möchten , und sie vermochten es nicht . Er aber antwortet ihnen und spricht : O ungläubiges Geschlecht ! Bis wann soll ich bei euch sein ? Bis wann soll ich euch ertragen ? Bringet ihn zu mir . Und sie brachten ihn zu ihm . Und als er ihn sah , zerrte ihn alsbald der Geist ; und er fiel zur Erde und wälzte sich schäumend . Und er fragte seinen Vater : Wie lange Zeit ist es , daß ihm dies geschehen ist ? Er aber sprach : Von Kindheit an ; und oftmals hat er ihn sogar ins Feuer geworfen und ins Wasser , auf daß er ihn umbrächte ; aber wenn du etwas kannst , so erbarme dich unser und hilf uns ! Jesus aber sprach zu ihm : Das &quot; wenn du kannst &quot; ist , wenn du glauben kannst ; dem Glaubenden ist alles möglich . Und alsbald rief der Vater des Kindleins und sagte mit Tränen : Ich glaube ; hilf meinem Unglauben ! Als aber Jesus sah , daß eine Volksmenge zusammenlief , bedrohte er den unreinen Geist , indem er zu ihm sprach : Du stummer und tauber Geist , ich gebiete dir : fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn . Und schreiend und ihn sehr zerrend fuhr er aus ; und er wurde wie tot , so daß die meisten sagten : Er ist gestorben . Jesus aber nahm ihn bei der Hand und richtete ihn empor ; und er stand auf . Und als er in ein Haus getreten war , fragten ihn seine Jünger besonders : Warum haben wir ihn nicht austreiben können ? Und er sprach zu ihnen : Diese Art kann durch nichts ausfahren , als nur durch Gebet und Fasten . Und sie gingen von dannen hinweg und zogen durch Galiläa ; und er wollte nicht , daß es jemand erführe . Denn er lehrte seine Jünger und sprach zu ihnen : Der Sohn des Menschen wird überliefert in der Menschen Hände , und sie werden ihn töten ; und nachdem er getötet worden ist , wird er nach drei Tagen auferstehen . Sie aber verstanden die Rede nicht und fürchteten sich , ihn zu fragen . Und er kam nach Kapernaum , und als er in dem Hause war , fragte er sie : Was habt ihr auf dem Wege verhandelt ? Sie aber schwiegen ; denn sie hatten sich auf dem Wege untereinander besprochen , wer der Größte sei . Und nachdem er sich niedergesetzt hatte , rief er die Zwölfe ; und er spricht zu ihnen : Wenn jemand der Erste sein will , so soll er der Letzte von allen und aller Diener sein . Und er nahm ein Kindlein und stellte es in ihre Mitte ; und als er es in seine Arme genommen hatte , sprach er zu ihnen : Wer irgend eines solcher Kindlein aufnehmen wird in meinem Namen , nimmt mich auf ; und wer irgend mich aufnehmen wird , nimmt nicht mich auf , sondern den , der mich gesandt hat . Johannes aber antwortete ihm und sprach : Lehrer , wir sahen jemand , der uns nicht nachfolgt , Dämonen austreiben in deinem Namen ; und wir wehrten ihm , weil er uns nicht nachfolgt . Jesus aber sprach : Wehret ihm nicht , denn es ist niemand , der ein Wunderwerk in meinem Namen tun und bald übel von mir zu reden vermögen wird ; denn wer nicht wider uns ist , ist für uns . Denn wer irgend euch mit einem Becher Wassers tränken wird in meinem Namen , weil ihr Christi seid , wahrlich , ich sage euch : er wird seinen Lohn nicht verlieren . Und wer irgend einen der Kleinen , die an mich glauben , ärgern wird , dem wäre besser , wenn ein Mühlstein um seinen Hals gelegt , und er ins Meer geworfen würde . Und wenn deine Hand dich ärgert , so haue sie ab . Es ist dir besser , als Krüppel in das Leben einzugehen , als mit zwei Händen in die Hölle hinabzufahren , in das unauslöschliche Feuer , wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt . Und wenn dein Fuß dich ärgert , so haue ihn ab . Es ist dir besser , lahm in das Leben einzugehen , als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden , in das unauslöschliche Feuer , wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt . Und wenn dein Auge dich ärgert , so wirf es weg . Es ist dir besser , einäugig in das Reich Gottes einzugehen , als mit zwei Augen in die Hölle des Feuers geworfen zu werden , wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt . Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden , und jedes Schlachtopfer wird mit Salz gesalzen werden . Das Salz ist gut ; wenn aber das Salz unsalzig geworden ist , womit wollt ihr es würzen ? Habt Salz in euch selbst und seid in Frieden untereinander . Und er stand auf von dannen und kommt in das Gebiet von Judäa und von jenseit des Jordan . Und wiederum kommen Volksmengen zu ihm zusammen , und wie er gewohnt war , lehrte er sie wiederum . Und es traten Pharisäer herzu und fragten ihn : Ist es einem Manne erlaubt , sein Weib zu entlassen ? indem sie ihn versuchten . Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Was hat euch Moses geboten ? Sie aber sagten : Moses hat gestattet , einen Scheidebrief zu schreiben und zu entlassen . Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen : Wegen eurer Herzenshärtigkeit hat er euch dieses Gebot geschrieben ; von Anfang der Schöpfung aber schuf Gott sie Mann und Weib . &quot; Um deswillen wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen , und es werden die zwei ein Fleisch sein &quot; ; also sind sie nicht mehr zwei , sondern ein Fleisch . Was nun Gott zusammengefügt hat , soll der Mensch nicht scheiden . Und in dem Hause befragten ihn die Jünger wiederum hierüber ; und er spricht zu ihnen : Wer irgend sein Weib entlassen und eine andere heiraten wird , begeht Ehebruch gegen sie . Und wenn ein Weib ihren Mann entlassen und einen anderen heiraten wird , so begeht sie Ehebruch . Und sie brachten Kindlein zu ihm , auf daß er sie anrühre . Die Jünger aber verwiesen es denen , welche sie herzubrachten . Als aber Jesus es sah , wurde er unwillig und sprach zu ihnen : Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht , denn solcher ist das Reich Gottes . Wahrlich , ich sage euch : Wer irgend das Reich Gottes nicht aufnehmen wird wie ein Kindlein , wird nicht in dasselbe eingehen . Und er nahm sie in seine Arme , legte die Hände auf sie und segnete sie . Und als er auf den Weg hinausging , lief einer herzu , fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn : Guter Lehrer , was soll ich tun , auf daß ich ewiges Leben ererbe ? Jesus aber sprach zu ihm : Was heißest du mich gut ? Niemand ist gut als nur Einer , Gott . Die Gebote weißt du : &quot; Du sollst nicht ehebrechen ; du sollst nicht töten ; du sollst nicht stehlen ; du sollst nicht falsches Zeugnis reden ; du sollst nichts vorenthalten ; ehre deinen Vater und deine Mutter . &quot; Er aber antwortete und sprach zu ihm : Lehrer , dieses alles habe ich beobachtet von meiner Jugend an . Jesus aber blickte ihn an , liebte ihn und sprach zu ihm : Eines fehlt dir ; gehe hin , verkaufe , was irgend du hast , und gib es den Armen , und du wirst einen Schatz im Himmel haben , und komm , folge mir nach , das Kreuz aufnehmend . Er aber ging , betrübt über das Wort , traurig hinweg , denn er hatte viele Güter . Und Jesus blickte umher und spricht zu seinen Jüngern : Wie schwerlich werden die , welche Güter haben , in das Reich Gottes eingehen ! Die Jünger aber entsetzten sich über seine Worte . Jesus aber antwortete wiederum und spricht zu ihnen : Kinder , wie schwer ist es , daß die , welche auf Güter vertrauen , in das Reich Gottes eingehen ! Es ist leichter , daß ein Kamel durch das Öhr der Nadel gehe , als daß ein Reicher in das Reich Gottes eingehe . Sie aber waren über die Maßen erstaunt und sprachen zueinander : Und wer kann dann errettet werden ? Jesus aber sah sie an und spricht : Bei Menschen ist es unmöglich , aber nicht bei Gott ; denn bei Gott sind alle Dinge möglich . Petrus fing an , zu ihm zu sagen : Siehe , wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt . Jesus antwortete und sprach : Wahrlich , ich sage euch : Da ist niemand , der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Weib oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meinet-und um des Evangeliums willen , der nicht hundertfältig empfange , jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker , mit Verfolgungen , und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben . Aber viele Erste werden Letzte , und Letzte Erste sein . Sie waren aber auf dem Wege hinauf nach Jerusalem , und Jesus ging vor ihnen her ; und sie entsetzten sich und , indem sie nachfolgten , fürchteten sie sich . Und er nahm wiederum die Zwölfe zu sich und fing an , ihnen zu sagen , was ihm widerfahren sollte : Siehe , wir gehen hinauf nach Jerusalem , und der Sohn des Menschen wird den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten überliefert werden ; und sie werden ihn zum Tode verurteilen und werden ihn den Nationen überliefern ; und sie werden ihn verspotten und ihn geißeln und ihn anspeien und ihn töten ; und nach drei Tagen wird er auferstehen . Und es treten zu ihm Jakobus und Johannes , die Söhne des Zebedäus , und sagen zu ihm : Lehrer , wir wollen , daß du uns tuest , um was irgend wir dich bitten werden . Er aber sprach zu ihnen : Was wollt ihr , daß ich euch tun soll ? Sie aber sprachen zu ihm : Gib uns , daß wir einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen mögen in deiner Herrlichkeit . Jesus aber sprach zu ihnen : Ihr wisset nicht , um was ihr bittet . Könnt ihr den Kelch trinken , den ich trinke , oder mit der Taufe getauft werden , mit der ich getauft werde ? Sie aber sprachen zu ihm : Wir können es . Jesus aber sprach zu ihnen : Den Kelch , den ich trinke , werdet ihr trinken , und mit der Taufe , mit der ich getauft werde , werdet ihr getauft werden ; aber das Sitzen zu meiner Rechten oder Linken steht nicht bei mir zu vergeben , sondern ist für die , welchen es bereitet ist . Und als die Zehn es hörten , fingen sie an , unwillig zu werden über Jakobus und Johannes . Und als Jesus sie herzugerufen hatte , spricht er zu ihnen : Ihr wisset , daß die , welche als Regenten der Nationen gelten , über dieselben herrschen , und ihre Großen Gewalt über sie üben . Aber also ist es nicht unter euch ; sondern wer irgend unter euch groß werden will , soll euer Diener sein ; und wer irgend von euch der Erste sein will , soll aller Knecht sein . Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen , um bedient zu werden , sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele . Und sie kommen nach Jericho . Und als er aus Jericho ging mit seinen Jüngern und einer zahlreichen Volksmenge , saß der Sohn des Timäus , Bartimäus , der Blinde , bettelnd am Wege . Und als er hörte , daß es Jesus , der Nazarener sei , fing er an zu schreien und zu sagen : O Sohn Davids , Jesu , erbarme dich meiner ! Und viele bedrohten ihn , daß er schweigen solle ; er aber schrie um so mehr : Sohn Davids , erbarme dich meiner ! Und Jesus blieb stehen und hieß ihn rufen . Und sie rufen den Blinden und sagen zu ihm : Sei gutes Mutes ; stehe auf , er ruft dich ! Er aber warf sein Gewand ab , sprang auf und kam zu Jesu . Und Jesus hob an und spricht zu ihm : Was willst du , daß ich dir tun soll ? Der Blinde aber sprach zu ihm : Rabbuni , daß ich sehend werde . Jesus aber sprach zu ihm : Gehe hin , dein Glaube hat dich geheilt . Und alsbald wurde er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege . Und als sie Jerusalem , Bethphage und Bethanien nahen , gegen den Ölberg hin , sendet er zwei seiner Jünger und spricht zu ihnen : Gehet hin in das Dorf , das euch gegenüber liegt ; und alsbald , wenn ihr in dasselbe kommet , werdet ihr ein Füllen angebunden finden , auf welchem kein Mensch je gesessen hat ; bindet es los und führet es her . Und wenn jemand zu euch sagt : Warum tut ihr dies ? so saget : Der Herr bedarf seiner ; und alsbald sendet er es hierher . Sie aber gingen hin und fanden ein Füllen angebunden an der Tür draußen auf dem Wege ; und sie binden es los . Und etliche von denen , die daselbst standen , sprachen zu ihnen : Was tut ihr , daß ihr das Füllen losbindet ? Sie aber sprachen zu ihnen , wie Jesus gesagt hatte . Und sie ließen sie . Und sie führten das Füllen zu Jesu und legten ihre Kleider darauf , und er setzte sich auf dasselbe . Viele aber breiteten ihre Kleider aus auf den Weg ; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg ; und die vorangingen und nachfolgten , riefen : Hosanna ! Gepriesen sei , der da kommt im Namen des Herrn ! Gepriesen sei das kommende Reich unseres Vaters David ! Hosanna in der Höhe ! Und er zog in Jerusalem ein und ging in den Tempel ; und als er über alles umhergeblickt hatte , ging er , da es schon spät an der Zeit war , mit den Zwölfen hinaus nach Bethanien . Und des folgenden Tages , als sie von Bethanien weggegangen waren , hungerte ihn . Und als er von ferne einen Feigenbaum sah , der Blätter hatte , ging er hin , ob er vielleicht etwas an ihm fände ; und als er zu ihm kam , fand er nichts als nur Blätter , denn es war nicht die Zeit der Feigen . Und er hob an und sprach zu ihm : Nimmermehr esse jemand Frucht von dir in Ewigkeit ! Und seine Jünger hörten es . Und sie kommen nach Jerusalem . Und als er in den Tempel eingetreten war , fing er an auszutreiben , die im Tempel verkauften und kauften ; und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er um . Und er erlaubte nicht , daß jemand ein Gefäß durch den Tempel trug . Und er lehrte und sprach zu ihnen : Steht nicht geschrieben : &quot; Mein Haus wird ein Bethaus genannt werden für alle Nationen &quot; ? &quot; Ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht &quot; . Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten hörten es und suchten , wie sie ihn umbrächten ; denn sie fürchteten ihn , weil die ganze Volksmenge sehr erstaunt war über seine Lehre . Und wenn es Abend wurde , ging er zur Stadt hinaus . Und als sie frühmorgens vorbeigingen , sahen sie den Feigenbaum verdorrt von den Wurzeln an . Und Petrus erinnerte sich und spricht zu ihm : Rabbi , siehe , der Feigenbaum , den du verfluchtest , ist verdorrt . Und Jesus antwortet und spricht zu ihnen : Habet Glauben an Gott . Wahrlich , ich sage euch : Wer irgend zu diesem Berge sagen wird : Werde aufgehoben und ins Meer geworfen ! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen , sondern glauben , daß geschieht , was er sagt , dem wird werden was irgend er sagen wird . Darum sage ich euch : Alles , um was irgend ihr betet und bittet , glaubet , daß ihr es empfanget , und es wird euch werden . Und wenn ihr im Gebet dastehet , so vergebet , wenn ihr etwas wider jemand habt , auf daß auch euer Vater , der in den Himmeln ist , euch eure Übertretungen vergebe . Wenn ihr aber nicht vergebet , so wird euer Vater , der in den Himmeln ist , auch eure Übertretungen nicht vergeben . Und sie kommen wiederum nach Jerusalem . Und als er in dem Tempel umherwandelte , kommen die Hohenpriester und die Schriftgelehrten und die Ältesten zu ihm und sagen zu ihm : In welchem Recht tust du diese Dinge ? Und wer hat dir dieses Recht gegeben , daß du diese Dinge tust ? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen : Auch ich will euch ein Wort fragen , und antwortet mir , und ich werde euch sagen , in welchem Recht ich diese Dinge tue : Die Taufe Johannes&#039; , war sie vom Himmel oder von Menschen ? Antwortet mir . Und sie überlegten miteinander und sprachen : Wenn wir sagen : Vom Himmel , so wird er sagen : Warum habt ihr ihm denn nicht geglaubt ? Sagen wir aber : Von Menschen . . . sie fürchteten das Volk ; denn alle hielten von Johannes , daß er wirklich ein Prophet war . Und sie antworten und sagen zu Jesu : Wir wissen es nicht . Und Jesus antwortet und spricht zu ihnen : So sage ich auch euch nicht , in welchem Recht ich diese Dinge tue . Und er fing an , in Gleichnissen zu ihnen zu reden : Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und setzte einen Zaun um denselben und grub einen Keltertrog und baute einen Turm ; und er verdingte ihn an Weingärtner und reiste außer Landes . Und er sandte zur bestimmten Zeit einen Knecht zu den Weingärtnern , auf daß er von den Weingärtnern von der Frucht des Weinbergs empfinge . Sie aber nahmen ihn , schlugen ihn und sandten ihn leer fort . Und wiederum sandte er einen anderen Knecht zu ihnen ; und den verwundeten sie durch Steinwürfe am Kopf und sandten ihn entehrt fort . Und wiederum sandte er einen anderen , und den töteten sie ; und viele andere : die einen schlugen sie , die anderen töteten sie . Da er nun noch einen geliebten Sohn hatte , sandte er auch ihn , den letzten , zu ihnen , indem er sprach : Sie werden sich vor meinem Sohne scheuen . Jene Weingärtner aber sprachen zueinander : Dieser ist der Erbe ; kommt , laßt uns ihn töten , und das Erbe wird unser sein . Und sie nahmen ihn und töteten ihn und warfen ihn zum Weinberg hinaus . Was wird nun der Herr des Weinbergs tun ? Er wird kommen und die Weingärtner umbringen und den Weinberg anderen geben . Habt ihr nicht auch diese Schrift gelesen : &quot; Der Stein , den die Bauleute verworfen haben , dieser ist zum Eckstein geworden ; von dem Herrn her ist er dies geworden , und er ist wunderbar in unseren Augen &quot; ? Und sie suchten ihn zu greifen , und sie fürchteten die Volksmenge ; denn sie erkannten , daß er das Gleichnis auf sie geredet hatte . Und sie ließen ihn und gingen hinweg . Und sie senden etliche der Pharisäer und die Herodianer zu ihm , auf daß sie ihn in der Rede fingen . Sie aber kommen und sagen zu ihm : Lehrer , wir wissen , daß du wahrhaftig bist und dich um niemand kümmerst ; denn du siehst nicht auf die Person der Menschen , sondern lehrst den Weg Gottes in Wahrheit ; ist es erlaubt , dem Kaiser Steuer zu geben oder nicht ? Sollen wir sie geben , oder sollen wir sie nicht geben ? Da er aber ihre Heuchelei kannte , sprach er zu ihnen : Was versuchet ihr mich ? Bringet mir einen Denar , auf daß ich ihn sehe . Sie aber brachten ihn . Und er spricht zu ihnen : Wessen ist dieses Bild und die Überschrift ? Und sie sprachen zu ihm : Des Kaisers . Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen : So gebet dem Kaiser , was des Kaisers ist , und Gott , was Gottes ist . Und sie verwunderten sich über ihn . Und es kommen Sadducäer zu ihm , welche sagen , es gebe keine Auferstehung ; und sie fragten ihn und sprachen : Lehrer , Moses hat uns geschrieben : Wenn jemandes Bruder stirbt und hinterläßt ein Weib und hinterläßt keine Kinder , daß sein Bruder sein Weib nehme und seinem Bruder Samen erwecke . Es waren sieben Brüder . Und der erste nahm ein Weib ; und als er starb , hinterließ er keinen Samen ; und der zweite nahm sie und starb , und auch er hinterließ keinen Samen ; und der dritte desgleichen . Und die sieben nahmen sie und hinterließen keinen Samen . Am letzten von allen starb auch das Weib . In der Auferstehung , wenn sie auferstehen werden , wessen Weib von ihnen wird sie sein ? Denn die sieben haben sie zum Weibe gehabt . Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen : Irret ihr deshalb nicht , indem ihr die Schriften nicht kennet , noch die Kraft Gottes ? Denn wenn sie aus den Toten auferstehen , heiraten sie nicht , noch werden sie verheiratet , sondern sie sind wie Engel in den Himmeln . Was aber die Toten betrifft , daß sie auferstehen , habt ihr nicht in dem Buche Moses&#039; gelesen , &quot; in dem Dornbusch &quot; , wie Gott zu ihm redete und sprach : &quot; Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs &quot; ? Er ist nicht der Gott der Toten , sondern der Lebendigen . Ihr irret also sehr . Und einer der Schriftgelehrten , der gehört hatte , wie sie sich befragten , trat herzu , und als er wahrnahm , daß er ihnen gut geantwortet hatte , fragte er ihn : Welches Gebot ist das erste von allen ? Jesus aber antwortete ihm : Das erste Gebot von allen ist : &quot; Höre , Israel : der Herr , unser Gott , ist ein einiger Herr ; und du sollst den Herrn , deinen Gott , lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstande und aus deiner ganzen Kraft &quot; . Dies ist das erste Gebot . Und das zweite , ihm gleiche , ist dieses : &quot; Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst &quot; . Größer als diese ist kein anderes Gebot . Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm : Recht , Lehrer , du hast nach der Wahrheit geredet ; denn er ist ein einiger Gott , und da ist kein anderer außer ihm ; und ihn lieben aus ganzem Herzen und aus ganzem Verständnis und aus ganzer Seele und aus ganzer Kraft , und den Nächsten lieben wie sich selbst , ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer . Und als Jesus sah , daß er verständig geantwortet hatte , sprach er zu ihm : Du bist nicht fern vom Reiche Gottes . Und hinfort wagte niemand ihn zu befragen . Und Jesus hob an und sprach , als er im Tempel lehrte : Wie sagen die Schriftgelehrten , daß der Christus Davids Sohn sei ? Denn David selbst hat in dem Heiligen Geiste gesagt : &quot; Der Herr sprach zu meinem Herrn : Setze dich zu meiner Rechten , bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße &quot; . David selbst also nennt ihn Herr , und woher ist er sein Sohn ? Und die große Menge des Volkes hörte ihn gern . Und er sprach zu ihnen in seiner Lehre : Hütet euch vor den Schriftgelehrten , die in langen Gewändern einhergehen wollen und die Begrüßungen auf den Märkten lieben und die ersten Sitze in den Synagogen und die ersten Plätze bei den Gastmählern ; welche die Häuser der Witwen verschlingen und zum Schein lange Gebete halten . Diese werden ein schwereres Gericht empfangen . Und Jesus setzte sich dem Schatzkasten gegenüber und sah , wie die Volksmenge Geld in den Schatzkasten legte ; und viele Reiche legten viel ein . Und eine arme Witwe kam und legte zwei Scherflein ein , das ist ein Pfennig . Und er rief seine Jünger herzu und sprach zu ihnen : Wahrlich , ich sage euch : Diese arme Witwe hat mehr eingelegt als alle , die in den Schatzkasten eingelegt haben . Denn alle haben von ihrem Überfluß eingelegt ; diese aber hat von ihrem Mangel , alles was sie hatte , eingelegt , ihren ganzen Lebensunterhalt . Und als er aus dem Tempel heraustrat , sagte einer seiner Jünger zu ihm : Lehrer , siehe , was für Steine und was für Gebäude ! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm : Siehst du diese großen Gebäude ? Es wird nicht ein Stein auf dem anderen gelassen werden , der nicht abgebrochen werden wird . Und als er auf dem Ölberge saß , dem Tempel gegenüber , fragten ihn Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas besonders : Sage uns , wann wird dieses sein , und was ist das Zeichen , wann dieses alles vollendet werden soll ? Jesus aber antwortete ihnen und fing an zu reden : Sehet zu , daß euch niemand verführe ! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen : Ich bin&#039;s ! - und sie werden viele verführen . Wenn ihr aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören werdet , so erschrecket nicht ; denn dies muß geschehen , aber es ist noch nicht das Ende . Denn es wird sich Nation wider Nation erheben und Königreich wider Königreich ; und es werden Erdbeben sein an verschiedenen Orten , und es werden Hungersnöte und Unruhen sein . Dies sind die Anfänge der Wehen . Ihr aber , sehet auf euch selbst , denn sie werden euch an Synedrien und an Synagogen überliefern ; ihr werdet geschlagen und vor Statthalter und Könige gestellt werden um meinetwillen , ihnen zu einem Zeugnis ; und allen Nationen muß zuvor das Evangelium gepredigt werden . Wenn sie euch aber hinführen , um euch zu überliefern , so sorget nicht zuvor , was ihr reden sollt , bereitet euch auch nicht vor sondern was irgend euch in jener Stunde gegeben wird , das redet ; denn nicht ihr seid die Redenden , sondern der Heilige Geist . Es wird aber der Bruder den Bruder zum Tode überliefern , und der Vater das Kind ; und Kinder werden sich erheben wider die Eltern und sie zum Tode bringen . Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen ; wer aber ausharrt bis ans Ende , dieser wird errettet werden . Wenn ihr aber den Greuel der Verwüstung stehen sehet , wo er nicht sollte ( wer es liest , der beachte es ) , daß alsdann , die in Judäa sind , auf die Berge fliehen , und wer auf dem Dache ist , nicht in das Haus hinabsteige , noch hineingehe , um etwas aus seinem Hause zu holen ; und wer auf dem Felde ist , sich nicht zurückwende , um sein Kleid zu holen . Wehe aber den Schwangeren und den Säugenden in jenen Tagen ! Betet aber , daß es nicht im Winter geschehe ; denn jene Tage werden eine Drangsal sein , wie dergleichen von Anfang der Schöpfung , welche Gott schuf , bis jetzthin nicht gewesen ist und nicht sein wird . Und wenn nicht der Herr die Tage verkürzt hätte , so würde kein Fleisch gerettet werden ; aber um der Auserwählten willen , die er auserwählt hat , hat er die Tage verkürzt . Und alsdann , wenn jemand zu euch sagt : Siehe , hier ist der Christus ! oder : Siehe dort ! so glaubet nicht . Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und werden Zeichen und Wunder tun , um wenn möglich auch die Auserwählten zu verführen . Ihr aber sehet zu ! Siehe , ich habe euch alles vorhergesagt . Aber in jenen Tagen , nach jener Drangsal , wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben ; und die Sterne des Himmels werden herabfallen , und die Kräfte in den Himmeln werden erschüttert werden . Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in Wolken mit großer Macht und Herrlichkeit . Und dann wird er seine Engel aussenden und seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her , vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels . Von dem Feigenbaum aber lernet das Gleichnis : Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt , so erkennet ihr , daß der Sommer nahe ist . Also auch ihr , wenn ihr dies geschehen sehet , so erkennet , daß es nahe an der Tür ist . Wahrlich , ich sage euch : dieses Geschlecht wird nicht vergehen , bis alles dieses geschehen ist . Der Himmel und die Erde werden vergehen , meine Worte aber sollen nicht vergehen . Von jenem Tage aber oder der Stunde weiß niemand , weder die Engel , die im Himmel sind , noch der Sohn , sondern nur der Vater . Sehet zu , wachet und betet ; denn ihr wisset nicht , wann die Zeit ist . Gleichwie ein Mensch , der außer Landes reiste , sein Haus verließ und seinen Knechten die Gewalt gab und einem jeden sein Werk , und dem Türhüter einschärfte , daß er wache . So wachet nun , denn ihr wisset nicht , wann der Herr des Hauses kommt , des Abends , oder um Mitternacht , oder um den Hahnenschrei , oder frühmorgens ; damit er nicht , plötzlich kommend , euch schlafend finde . Was ich aber euch sage , sage ich allen : Wachet ! Es war aber nach zwei Tagen das Passah und das Fest der ungesäuerten Brote . Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten , wie sie ihn mit List griffen und töteten ; denn sie sagten : Nicht an dem Feste , damit nicht etwa ein Aufruhr des Volkes entstehe . Und als er in Bethanien war , in dem Hause Simons , des Aussätzigen , kam , während er zu Tische lag , ein Weib , die ein Alabasterfläschchen mit Salbe von echter , kostbarer Narde hatte ; und sie zerbrach das Fläschchen und goß es auf sein Haupt . Es waren aber etliche unwillig bei sich selbst und sprachen : Wozu ist dieser Verlust der Salbe geschehen ? Denn diese Salbe hätte für mehr als dreihundert Denare verkauft und den Armen gegeben werden können . Und sie zürnten mit ihr . Jesus aber sprach : Lasset sie ; was machet ihr ihr Mühe ? Sie hat ein gutes Werk an mir getan ; denn die Armen habt ihr allezeit bei euch , und wenn ihr wollt , könnt ihr ihnen wohltun ; mich aber habt ihr nicht allezeit . Sie hat getan , was sie vermochte ; sie hat zum voraus meinen Leib zum Begräbnis gesalbt . Und wahrlich , ich sage euch : Wo irgend dieses Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt , wird auch von dem geredet werden , was diese getan hat , zu ihrem Gedächtnis . Und Judas Iskariot , einer von den Zwölfen , ging hin zu den Hohenpriestern , auf daß er ihn denselben überlieferte . Sie aber freuten sich , als sie es hörten , und versprachen , ihm Geld zu geben ; und er suchte , wie er ihn zu gelegener Zeit überliefern könnte . Und an dem ersten Tage der ungesäuerten Brote , da man das Passah schlachtete , sagen seine Jünger zu ihm : Wo willst du , daß wir hingehen und bereiten , auf daß du das Passah essest ? Und er sendet zwei seiner Jünger und spricht zu ihnen : Gehet hin in die Stadt , und es wird euch ein Mensch begegnen , der einen Krug Wasser trägt ; folget ihm . Und wo irgend er hineingeht , sprechet zu dem Hausherrn : Der Lehrer sagt : Wo ist mein Gastzimmer , wo ich mit meinen Jüngern das Passah essen mag ? Und derselbe wird euch einen großen Obersaal zeigen , mit Polstern belegt und fertig ; daselbst bereitet für uns . Und seine Jünger gingen aus und kamen in die Stadt und fanden es , wie er ihnen gesagt hatte ; und sie bereiteten das Passah . Und als es Abend geworden war , kommt er mit den Zwölfen . Und während sie zu Tische lagen und aßen , sprach Jesus : Wahrlich , ich sage euch : Einer von euch wird mich überliefern , der , welcher mit mir isset . Sie aber fingen an , betrübt zu werden und einer nach dem anderen zu ihm zu sagen : Doch nicht ich ? und ein anderer : Doch nicht ich ? Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Einer von den Zwölfen , der mit mir in die Schüssel eintaucht . Der Sohn des Menschen geht zwar dahin , wie über ihn geschrieben steht ; wehe aber jenem Menschen , durch welchen der Sohn des Menschen überliefert wird ! Es wäre jenem Menschen gut , wenn er nicht geboren wäre . Und während sie aßen , nahm Jesus Brot , segnete und brach und gab es ihnen und sprach : Nehmet ; dieses ist mein Leib . Und er nahm den Kelch , dankte und gab ihnen denselben ; und sie tranken alle daraus . Und er sprach zu ihnen : Dieses ist mein Blut , das des neuen Bundes , welches für viele vergossen wird . Wahrlich , ich sage euch , daß ich hinfort nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken werde bis an jenem Tage , da ich es neu trinken werde in dem Reiche Gottes . Und als sie ein Loblied gesungen hatten , gingen sie hinaus nach dem Ölberg . Und Jesus spricht zu ihnen : Ihr werdet euch alle ärgern , denn es steht geschrieben : &quot; Ich werde den Hirten schlagen , und die Schafe werden zerstreut werden &quot; . Nachdem ich aber auferweckt sein werde , werde ich vor euch hingehen nach Galiläa . Petrus aber sprach zu ihm : Wenn sich auch alle ärgern werden , ich aber nicht . Und Jesus spricht zu ihm : Wahrlich , ich sage dir , daß du heute , in dieser Nacht , ehe der Hahn zweimal kräht , mich dreimal verleugnen wirst . Er aber sprach über die Maßen mehr : Wenn ich mit dir sterben müßte , werde ich dich nicht verleugnen . Desgleichen aber sprachen auch alle . Und sie kommen an einen Ort , mit Namen Gethsemane , und er spricht zu seinen Jüngern : Setzet euch hier , bis ich gebetet habe . Und er nimmt den Petrus und Jakobus und Johannes mit sich und fing an , sehr bestürzt und beängstigt zu werden . Und er spricht zu ihnen : Meine Seele ist sehr betrübt , bis zum Tode ; bleibet hier und wachet . Und er ging ein wenig weiter und fiel auf die Erde ; und er betete , daß , wenn es möglich wäre , die Stunde an ihm vorüber gehe . Und er sprach : Abba , Vater , alles ist dir möglich ; nimm diesen Kelch von mir weg ; doch nicht was ich will , sondern was du willst ! Und er kommt und findet sie schlafend , und er spricht zu Petrus : Simon , schläfst du ? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen ? Wachet und betet , auf daß ihr nicht in Versuchung kommet ; der Geist zwar ist willig , das Fleisch aber schwach . Und er ging wiederum hin , betete und sprach dasselbe Wort . Und als er zurückkam , fand er sie wiederum schlafend , denn ihre Augen waren beschwert ; und sie wußten nicht , was sie ihm antworten sollten . Und er kommt zum dritten Mal und spricht zu ihnen : So schlafet denn fort und ruhet aus . Es ist genug ; die Stunde ist gekommen , siehe , der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder überliefert . Stehet auf , laßt uns gehen ; siehe , der mich überliefert , ist nahe gekommen . Und alsbald , während er noch redete , kommt Judas , einer der Zwölfe , herzu , und mit ihm eine große Volksmenge mit Schwertern und Stöcken , von den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten und den Ältesten . Der ihn aber überlieferte , hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt : Welchen irgend ich küssen werde , der ist&#039;s ; ihn greifet und führet ihn sicher fort . Und als er kam , trat er alsbald zu ihm und spricht : Rabbi , Rabbi ! und küßte ihn sehr . Sie aber legten ihre Hände an ihn und griffen ihn . Einer aber von den Dabeistehenden zog das Schwert , schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab . Und Jesus hob an und sprach zu ihnen : Seid ihr ausgezogen wie gegen einen Räuber , mit Schwertern und Stöcken , mich zu fangen ? Täglich war ich bei euch , im Tempel lehrend , und ihr habt mich nicht gegriffen ; aber auf daß die Schriften erfüllt würden . Und es verließen ihn alle und flohen . Und ein gewisser Jüngling folgte ihm , der eine feine Leinwand um den bloßen Leib geworfen hatte ; und die Jünglinge greifen ihn . Er aber ließ die feine Leinwand fahren und floh nackt von ihnen . Und sie führten Jesum hinweg zu dem Hohenpriester ; und alle Hohenpriester und Ältesten und Schriftgelehrten versammeln sich zu ihm . Und Petrus folgte ihm von ferne bis hinein in den Hof des Hohenpriesters ; und er saß mit bei den Dienern und wärmte sich an dem Feuer . Die Hohenpriester aber und das ganze Synedrium suchten Zeugnis wider Jesum , um ihn zum Tode zu bringen ; und sie fanden keines . Denn viele gaben falsches Zeugnis wider ihn , und die Zeugnisse waren nicht übereinstimmend . Und etliche standen auf und gaben falsches Zeugnis wider ihn und sprachen : Wir hörten ihn sagen : Ich werde diesen Tempel , der mit Händen gemacht ist , abbrechen , und in drei Tagen werde ich einen anderen aufbauen , der nicht mit Händen gemacht ist . Und auch also war ihr Zeugnis nicht übereinstimmend . Und der Hohepriester stand auf , trat in die Mitte und fragte Jesum und sprach : Antwortest du nichts ? Was zeugen diese wider dich ? Er aber schwieg und antwortete nichts . Wiederum fragte ihn der Hohepriester und spricht zu ihm : Bist du der Christus , der Sohn des Gesegneten ? Jesus aber sprach : Ich bin&#039;s ! Und ihr werdet den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen mit den Wolken des Himmels . Der Hohepriester aber zerriß seine Kleider und spricht : Was bedürfen wir noch Zeugen ? Ihr habt die Lästerung gehört ; was dünkt euch ? Sie aber verurteilten ihn , daß er des Todes schuldig sei . Und etliche fingen an , ihn anzuspeien , und sein Angesicht zu verhüllen und ihn mit Fäusten zu schlagen und zu ihm zu sagen : Weissage ! Und die Diener gaben ihm Backenstreiche . Und als Petrus unten im Hofe war , kommt eine von den Mägden des Hohenpriesters , und als sie den Petrus sich wärmen sah , blickt sie ihn an und spricht : Auch du warst mit dem Nazarener Jesus . Er aber leugnete und sprach : Ich weiß nicht , verstehe auch nicht , was du sagst . Und er ging hinaus in den Vorhof ; und der Hahn krähte . Und als die Magd ihn sah , fing sie wiederum an , zu den Dabeistehenden zu sagen : Dieser ist einer von ihnen . Er aber leugnete wiederum . Und kurz nachher sagten wiederum die Dabeistehenden zu Petrus : Wahrhaftig , du bist einer von ihnen , denn du bist auch ein Galiläer . Er aber fing an , sich zu verfluchen und zu schwören : Ich kenne diesen Menschen nicht , von welchem ihr redet . Und zum zweiten Male krähte der Hahn . Und Petrus gedachte des Wortes , wie Jesus zu ihm gesagt hatte : Ehe der Hahn zweimal kräht , wirst du mich dreimal verleugnen . Und als er daran dachte , weinte er . Und alsbald am frühen Morgen hielten die Hohenpriester Rat samt den Ältesten und Schriftgelehrten und das ganze Synedrium , und sie banden Jesum und führten ihn weg und überlieferten ihn dem Pilatus . Und Pilatus fragte ihn : Bist du der König der Juden ? Er aber antwortete und sprach zu ihm : Du sagst es . Und die Hohenpriester klagten ihn vieler Dinge an . Pilatus aber fragte ihn wiederum und sprach : Antwortest du nichts ? Siehe , wie vieles sie wider dich zeugen ! Jesus aber antwortete gar nichts mehr , so daß Pilatus sich verwunderte . Auf das Fest aber pflegte er ihnen einen Gefangenen loszugeben , um welchen sie baten . Es war aber einer , genannt Barabbas , mit seinen Mitaufrührern gebunden , welche in dem Aufstande einen Mord begangen hatten . Und die Volksmenge erhob ein Geschrei und fing an zu begehren , daß er täte , wie er ihnen allezeit getan . Pilatus aber antwortete ihnen und sprach : Wollt ihr , daß ich euch den König der Juden losgebe ? Denn er wußte , daß die Hohenpriester ihn aus Neid überliefert hatten , Die Hohenpriester aber wiegelten die Volksmenge auf , daß er ihnen lieber den Barabbas losgebe . Pilatus aber antwortete und sprach wiederum zu ihnen : Was wollt ihr denn , daß ich mit dem tue , welchen ihr König der Juden nennet ? Sie aber schrieen wiederum : Kreuzige ihn ! Pilatus aber sprach zu ihnen : Was hat er denn Böses getan ? Sie aber schrieen übermäßig : Kreuzige ihn ! Da aber Pilatus der Volksmenge willfahren wollte , gab er ihnen den Barabbas los und überliefere Jesum , nachdem er ihn hatte geißeln lassen , auf daß er gekreuzigt würde . Die Kriegsknechte aber führten ihn in den Hof hinein , das ist das Prätorium ; und sie rufen die ganze Schar zusammen . Und sie legen ihm einen Purpur an und flechten eine Dornenkrone und setzen sie ihm auf ; und sie fingen an , ihn zu grüßen : Sei gegrüßt , König der Juden ! Und sie schlugen ihn mit einem Rohr auf das Haupt und spieen ihn an , und sie beugten die Knie und huldigten ihm . Und als sie ihn verspottet hatten , zogen sie ihm den Purpur aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an ; und sie führten ihn hinaus , auf daß sie ihn kreuzigten . Und sie zwingen einen Vorübergehenden , einen gewissen Simon von Kyrene , der vom Felde kam , den Vater Alexanders und Rufus&#039; , daß er sein Kreuz trüge . Und sie bringen ihn nach der Stätte Golgatha , was verdolmetscht ist Schädelstätte . Und sie gaben ihm Wein , mit Myrrhen vermischt , zu trinken er aber nahm es nicht . Und als sie ihn gekreuzigt hatten , verteilten sie seine Kleider , indem sie das Los über dieselben warfen , was jeder bekommen sollte . Es war aber die dritte Stunde , und sie kreuzigten ihn . Und die Überschrift seiner Beschuldigung war oben über geschrieben : Der König der Juden . Und mit ihm kreuzigen sie zwei Räuber , einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken . Und die Schrift wurde erfüllt , welche sagt : &quot; Und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden &quot; . Und die Vorübergehenden lästerten ihn , indem sie ihre Köpfe schüttelten und sagten : Ha ! Der du den Tempel abbrichst und in drei Tagen aufbaust , rette dich selbst und steige herab vom Kreuze . Gleicherweise spotteten auch die Hohenpriester samt den Schriftgelehrten untereinander und sprachen : Andere hat er gerettet , sich selbst kann er nicht retten . Der Christus , der König Israels , steige jetzt herab vom Kreuze , auf daß wir sehen und glauben . Auch die mit ihm gekreuzigt waren , schmähten ihn . Als es aber die sechste Stunde war , kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde ; und zur neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme und sagte : Eloi , Eloi , lama sabachthani ? was verdolmetscht ist : Mein Gott , mein Gott , warum hast du mich verlassen ? Und als etliche der Dabeistehenden es hörten , sagten sie : Siehe , er ruft den Elias . Es lief aber einer und füllte einen Schwamm mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und tränkte ihn und sprach : Halt , laßt uns sehen , ob Elias kommt , ihn herabzunehmen . Jesus aber gab einen lauten Schrei von sich und verschied . Und der Vorhang des Tempels zerriß in zwei Stücke , von oben bis unten . Als aber der Hauptmann , der ihm gegenüber dabeistand , sah , daß er also schrie und verschied , sprach er : Wahrhaftig , dieser Mensch war Gottes Sohn ! Es waren aber auch Weiber , die von ferne zusahen , unter welchen auch Maria Magdalene war und Maria , Jakobus&#039; des Kleinen und Joses&#039; Mutter , und Salome , welche auch , als er in Galiläa war , ihm nachfolgten und ihm dienten ; und viele andere , die mit ihm nach Jerusalem hinaufgekommen waren . Und als es schon Abend geworden , ( dieweil es Rüsttag war , welches der Vorsabbath ist ) kam Joseph von Arimathia , ein ehrbarer Ratsherr , der auch selbst das Reich Gottes erwartete , und ging kühn zu Pilatus hinein und bat um den Leib Jesu . Pilatus aber wunderte sich , daß er schon gestorben sei ; und er rief den Hauptmann herzu und fragte ihn , ob er schon lange gestorben sei . Und als er es von dem Hauptmann erfuhr , schenkte er dem Joseph den Leib . Und er kaufte feine Leinwand , nahm ihn herab und wickelte ihn in die feine Leinwand und legte ihn in eine Gruft , die aus einem Felsen gehauen war ; und er wälzte einen Stein an die Tür der Gruft . Aber Maria Magdalene und Maria , Joses&#039; Mutter , sahen zu , wo er hingelegt wurde . Und als der Sabbath vergangen war , kauften Maria Magdalene und Maria , die Mutter des Jakobus , und Salome wohlriechende Spezereien , auf daß sie kämen und ihn salbten . Und sehr früh am ersten Wochentage kommen sie zur Gruft , als die Sonne aufgegangen war . Und sie sprachen zueinander : Wer wird uns den Stein von der Tür der Gruft wälzen ? Und als sie aufblickten , sehen sie , daß der Stein weggewälzt ist ; denn er war sehr groß . Und als sie in die Gruft eintraten , sahen sie einen Jüngling zur Rechten sitzen , angetan mit einem weißen Gewande , und sie entsetzten sich . Er aber spricht zu ihnen : Entsetzet euch nicht ; ihr suchet Jesum , den Nazarener , den Gekreuzigten . Er ist auferstanden , er ist nicht hier . Siehe da die Stätte , wo sie ihn hingelegt hatten . Aber gehet hin , saget seinen Jüngern und Petrus , daß er vor euch hingeht nach Galiläa ; daselbst werdet ihr ihn sehen , wie er euch gesagt hat . Und sie gingen hinaus und flohen von der Gruft . Denn Zittern und Bestürzung hatte sie ergriffen , und sie sagten niemand etwas , denn sie fürchteten sich . Als er aber früh am ersten Wochentage auferstanden war , erschien er zuerst der Maria Magdalene , von welcher er sieben Dämonen ausgetrieben hatte . Diese ging hin und verkündete es denen , die mit ihm gewesen waren , welche trauerten und weinten . Und als jene hörten , daß er lebe und von ihr gesehen worden sei , glaubten sie es nicht . Nach diesem aber offenbarte er sich zweien aus ihnen in einer anderen Gestalt , während sie wandelten , als sie aufs Land gingen . Und diese gingen hin und verkündeten es den übrigen ; auch denen glaubten sie nicht . Nachher , als sie zu Tische lagen , offenbarte er sich den Elfen und schalt ihren Unglauben und ihre Herzenshärtigkeit , daß sie denen , die ihn auferweckt gesehen , nicht geglaubt hatten . Und er sprach zu ihnen : Gehet hin in die ganze Welt und prediget das Evangelium der ganzen Schöpfung . Wer da glaubt und getauft wird , wird errettet werden ; wer aber nicht glaubt , wird verdammt werden . Diese Zeichen aber werden denen folgen , welche glauben : In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben ; sie werden in neuen Sprachen reden , werden Schlangen aufnehmen , und wenn sie etwas Tödliches trinken , so wird es ihnen nicht schaden ; Schwachen werden sie die Hände auflegen , und sie werden sich wohl befinden . Der Herr nun wurde , nachdem er mit ihnen geredet hatte , in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes . Jene aber gingen aus und predigten allenthalben , indem der Herr mitwirkte und das Wort bestätigte durch die darauf folgenden Zeichen . </passage></reply></GetPassage>