<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.elberfelder1905:9</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.elberfelder1905:9</urn><passage>Und es war ein Mann von Ramathajim-Zophim , vom Gebirge Ephraim , und sein Name war Elkana , der Sohn Jerochams , des Sohnes Elihus , des Sohnes Tochus , des Sohnes Zuphs , ein Ephratiter . Und er hatte zwei Weiber : der Name der einen war Hanna , und der Name der anderen Peninna ; und Peninna hatte Kinder , aber Hanna hatte keine Kinder . Und dieser Mann ging von Jahr zu Jahr aus seiner Stadt hinauf , um Jehova der Heerscharen anzubeten und ihm zu opfern zu Silo ; und daselbst waren die beiden Söhne Elis , Hophni und Pinehas , Priester Jehovas . Und es geschah an dem Tage , da Elkana opferte , da gab er seinem Weibe Peninna und allen ihren Söhnen und ihren Töchtern Stücke ; aber Hanna gab er ein doppeltes Stück , denn er liebte Hanna ; aber Jehova hatte ihren Mutterleib verschlossen . Und ihre Widersacherin kränkte sie mit vieler Kränkung , um sie aufzubringen , weil Jehova ihren Mutterleib verschlossen hatte . Und so wie er das Jahr für Jahr tat , also kränkte sie sie , so oft sie zum Hause Jehovas hinaufzog ; und sie weinte und aß nicht . Und Elkana , ihr Mann , sprach zu ihr : Hanna , warum weinst du ? Und warum issest du nicht ? Und warum ist dein Herz betrübt ? Bin ich dir nicht besser als zehn Söhne ? Und Hanna stand auf nach dem Essen und nach dem Trinken zu Silo . Eli , der Priester , saß aber auf dem Stuhle an einem der Türpfosten des Tempels Jehovas . Und sie war bitteren Gemütes , und sie flehte zu Jehova und weinte sehr . Und sie tat ein Gelübde und sprach : Jehova der Heerscharen ! Wenn du das Elend deiner Magd ansehen und meiner gedenken und deine Magd nicht vergessen wirst und wirst deiner Magd männlichen Samen geben , so will ich ihn Jehova geben alle Tage seines Lebens ; und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen . Und es geschah , als sie lange vor Jehova betete , daß Eli ihren Mund beobachtete . Hanna aber redete in ihrem Herzen ; nur ihre Lippen bewegten sich , aber ihre Stimme wurde nicht gehört ; und Eli hielt sie für eine Trunkene . Und Eli sprach zu ihr : Bis wann willst du dich wie eine Trunkene gebärden ? Tue deinen Wein von dir ! Aber Hanna antwortete und sprach : Nein , mein Herr ! Ein Weib beschwerten Geistes bin ich ; weder Wein noch starkes Getränk habe ich getrunken , sondern ich schüttete meine Seele vor Jehova aus . Setze nicht deine Magd einer Tochter Belials gleich ; denn aus der Fülle meines Kummers und meiner Kränkung habe ich bisher geredet . Und Eli antwortete und sprach : Gehe hin in Frieden ; und der Gott Israels gewähre deine Bitte , die du von ihm erbeten hast ! Und sie sprach : Möge deine Magd Gnade finden in deinen Augen ! Und das Weib ging ihres Weges und aß , und ihr Angesicht war nicht mehr dasselbe . Und sie machten sich des Morgens früh auf und beteten an vor Jehova ; und sie kehrten zurück und kamen in ihr Haus nach Rama . Und Elkana erkannte Hanna , sein Weib , und Jehova gedachte ihrer . Und es geschah nach Umlauf der Zeit , da ward Hanna schwanger und gebar einen Sohn ; und sie gab ihm den Namen Samuel : Denn von Jehova habe ich ihn erbeten . Und der Mann Elkana ging hinauf mit seinem ganzen Hause , um Jehova das jährliche Schlachtopfer zu opfern und sein Gelübde zu erfüllen . Aber Hanna ging nicht hinauf ; denn sie sprach zu ihrem Manne : Bis der Knabe entwöhnt ist , dann will ich ihn bringen , daß er vor Jehova erscheine und dort bleibe auf immer . Und Elkana , ihr Mann , sprach zu ihr : Tue , was gut ist in deinen Augen ; bleibe , bis du ihn entwöhnt hast ; nur möge Jehova sein Wort aufrecht halten ! So blieb das Weib und säugte ihren Sohn , bis sie ihn entwöhnt hatte . Und sobald sie ihn entwöhnt hatte , brachte sie ihn mit sich hinauf nebst drei Farren und einem Epha Mehl und einem Schlauch Wein , und brachte ihn in das Haus Jehovas nach Silo ; und der Knabe war noch jung . Und sie schlachteten den Farren und brachten den Knaben zu Eli . Und sie sprach : Bitte , mein Herr ! So wahr deine Seele lebt , mein Herr , ich bin das Weib , das hier bei dir stand , um zu Jehova zu flehen . Um diesen Knaben habe ich gefleht , und Jehova hat mir meine Bitte gewährt , die ich von ihm erbeten habe . So habe auch ich ihn Jehova geliehen ; alle die Tage , die er lebt , ist er Jehova geliehen . Und er betete daselbst Jehova an . Und Hanna betete und sprach : Es frohlockt mein Herz in Jehova , erhöht ist mein Horn in Jehova ; mein Mund ist weit aufgetan über meine Feinde , denn ich freue mich in deiner Rettung . Keiner ist heilig wie Jehova , denn keiner ist außer dir , und kein Fels ist wie unser Gott . Häufet nicht Worte des Stolzes , noch gehe Freches aus eurem Munde hervor ; denn ein Gott des Wissens ist Jehova , und von ihm werden die Handlungen gewogen . Die Bogen der Helden sind zerbrochen , und die Strauchelnden haben sich mit Kraft umgürtet . Die satt waren , haben sich um Brot verdungen , und die hungrig waren , sind es nicht mehr ; sogar die Unfruchtbare hat sieben geboren , und die Kinderreiche ist dahingewelkt . Jehova tötet und macht lebendig ; er führt in den Scheol hinab und führt herauf . Jehova macht arm und macht reich ; er erniedrigt und erhöht auch . Er hebt aus dem Staube empor den Geringen , aus dem Kote erhöht er den Armen , um sie sitzen zu lassen bei den Edlen ; und den Thron der Ehre gibt er ihnen als Erbteil . Denn Jehovas sind die Säulen der Erde , und auf sie hat er den Erdkreis gestellt . Die Füße seiner Frommen bewahrt er , aber die Gesetzlosen verstummen in Finsternis ; denn nicht durch Stärke hat der Mensch die Oberhand . Jehova es werden zerschmettert werden , die mit ihm hadern ; über ihnen im Himmel wird er donnern . Jehova wird richten die Enden der Erde , und Macht verleihen seinem König und erhöhen das Horn seines Gesalbten . - Und Elkana ging nach Rama , nach seinem Hause . Der Knabe aber diente Jehova vor Eli , dem Priester . Und die Söhne Elis waren Söhne Belials , sie kannten Jehova nicht . Und die Weise der Priester gegen das Volk war also : So oft jemand ein Schlachtopfer opferte , kam der Knabe des Priesters , wenn man das Fleisch kochte , und hatte eine Gabel mit drei Zinken in seiner Hand ; und er stieß in das Becken oder in die Mulde oder in den Kessel oder in den Topf : Alles , was die Gabel heraufbrachte , nahm der Priester damit weg . Also taten sie zu Silo allen Israeliten , die dahin kamen . Sogar ehe man das Fett räucherte , kam der Knabe des Priesters und sprach zu dem Manne , der opferte : Gib Fleisch zum Braten für den Priester ! Denn er will kein gekochtes Fleisch von dir annehmen , sondern rohes . Und sprach der Mann zu ihm : Sogleich werden sie das Fett räuchern , dann nimm dir , wie deine Seele begehrt ; so sprach er : Nein , sondern jetzt sollst du es geben , und wenn nicht , so nehme ich es mit Gewalt . Und die Sünde der Jünglinge war sehr groß vor Jehova ; denn die Leute verachteten die Opfergabe Jehovas . Und Samuel diente vor Jehova , ein Knabe , umgürtet mit einem leinenen Ephod . Und seine Mutter machte ihm ein kleines Oberkleid und brachte es ihm von Jahr zu Jahr hinauf , wenn sie mit ihrem Manne hinaufging , um das jährliche Schlachtopfer zu opfern . Und Eli segnete Elkana und sein Weib und sprach : Jehova gebe dir Samen von diesem Weibe an Stelle des Geliehenen , das man Jehova geliehen hat . Und sie gingen nach Hause . Und Jehova suchte Hanna heim , und sie wurde schwanger ; und sie gebar drei Söhne und zwei Töchter . Und der Knabe Samuel wurde groß bei Jehova . Und Eli war sehr alt ; und er hörte alles , was seine Söhne dem ganzen Israel taten , und daß sie bei den Weibern lagen , die sich scharten am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft . Und er sprach zu ihnen : Warum tut ihr dergleichen Dinge ? Denn ich höre diese eure bösen Handlungen von dem ganzen Volke . Nicht so , meine Söhne ! Denn nicht gut ist das Gerücht , das ich höre ; ihr machet das Volk Jehovas übertreten . Wenn ein Mensch gegen einen Menschen sündigt , so entscheidet Gott über ihn ; wenn aber ein Mensch gegen Jehova sündigt , wer wird für ihn bitten ? Aber sie hörten nicht auf die Stimme ihres Vaters , denn Jehova war willens , sie zu töten . Und der Knabe Samuel wurde fort und fort größer und angenehmer , sowohl bei Jehova als auch bei den Menschen . Und es kam ein Mann Gottes zu Eli und sprach zu ihm : So spricht Jehova : Habe ich mich dem Hause deines Vaters nicht deutlich geoffenbart , als sie in Ägypten waren im Hause des Pharao ? Und ich habe ihn aus allen Stämmen Israels mir zum Priester erwählt , um auf meinem Altar zu opfern , um Räucherwerk zu räuchern , um das Ephod vor mir zu tragen ; und ich gab dem Hause deines Vaters alle Feueropfer der Kinder Israel . Warum tretet ihr mit Füßen mein Schlachtopfer und mein Speisopfer , die ich in der Wohnung geboten habe ? Und du ehrest deine Söhne mehr als mich , daß ihr euch mästet von den Erstlingen aller Opfergaben Israels , meines Volkes . Darum spricht Jehova , der Gott Israels : Ich habe allerdings gesagt : Dein Haus und das Haus deines Vaters sollen vor mir wandeln ewiglich ; aber nun spricht Jehova : Fern sei es von mir ! Denn die mich ehren , werde ich ehren , und die mich verachten , werden gering geachtet werden . Siehe , Tage kommen , da werde ich deinen Arm und den Arm des Hauses deines Vaters abhauen , daß es keinen Greis mehr in deinem Hause geben wird . Und du wirst einen Bedränger in der Wohnung sehen , in allem , was Jehova Gutes tun wird an Israel ; und es wird keinen Greis mehr in deinem Hause geben alle Tage . Und der Mann , den ich dir nicht ausrotten werde von meinem Altar , wird zum Erlöschen deiner Augen und zum Verschmachten deiner Seele sein ; und aller Anwuchs deines Hauses , sie sollen als Männer sterben . Und dies soll dir das Zeichen sein : Das , was über deine beiden Söhne kommen wird , über Hophni und Pinehas : An einem Tage sollen sie beide sterben . Und ich werde mir einen treuen Priester erwecken : Der wird tun , wie es in meinem Herzen und in meiner Seele ist ; und ich werde ihm ein beständiges Haus bauen , und er wird vor meinem Gesalbten wandeln alle Tage . Und es soll geschehen , ein jeder , der in deinem Hause übrigbleibt , wird kommen , um sich vor ihm niederzuwerfen für eine kleine Silbermünze und einen Laib Brot , und wird sagen : Geselle mich doch einem der Priesterämter bei , daß ich einen Bissen Brot esse . Und der Knabe Samuel diente Jehova vor Eli . Und das Wort Jehovas war selten in jenen Tagen , Gesichte waren nicht häufig . Und es geschah in selbiger Zeit , als Eli an seinem Orte lag seine Augen aber hatten begonnen , blöde zu werden , er konnte nicht sehen- und die Lampe Gottes war noch nicht erloschen , und Samuel lag im Tempel Jehovas , woselbst die Lade Gottes war , da rief Jehova den Samuel . Und er sprach : Hier bin ich ! Und er lief zu Eli und sprach : Hier bin ich , denn du hast mich gerufen . Aber er sprach : Ich habe nicht gerufen , lege dich wieder . Und er ging hin und legte sich . Und Jehova rief wiederum : Samuel ! Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sprach : Hier bin ich , denn du hast mich gerufen . Und er sprach : Ich habe nicht gerufen , mein Sohn , lege dich wieder . Samuel aber kannte Jehova noch nicht , und das Wort Jehovas war ihm noch nicht geoffenbart . Und Jehova rief wiederum zum dritten Male : Samuel ! Und er stand auf und ging zu Eli und sprach : Hier bin ich , denn du hast mich gerufen . Da erkannte Eli , daß Jehova den Knaben rief . Und Eli sprach zu Samuel : Gehe hin , lege dich ; und es geschehe , wenn man dich ruft , so sprich : Rede , Jehova , denn dein Knecht hört . Und Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort . Und Jehova kam und trat hin und rief wie die anderen Male : Samuel , Samuel ! Und Samuel sprach : Rede , denn dein Knecht hört . Da sprach Jehova zu Samuel : Siehe , ich will eine Sache tun in Israel , daß jedem , der sie hört , seine beiden Ohren gellen sollen . An selbigem Tage werde ich wider Eli alles ausführen , was ich über sein Haus geredet habe : ich werde beginnen und vollenden . Denn ich habe ihm kundgetan , daß ich sein Haus richten will ewiglich , um der Ungerechtigkeit willen , die er gewußt hat , daß seine Söhne sich den Fluch zuzogen , und er ihnen nicht gewehrt hat . Und darum habe ich dem Hause Elis geschworen : Wenn Ungerechtigkeit des Hauses Elis gesühnt werden soll durch Schlachtopfer und durch Speisopfer ewiglich ! Und Samuel lag bis zum Morgen ; da tat er die Tür des Hauses Jehovas auf . Und Samuel fürchtete sich , Eli das Gesicht kundzutun . Da rief Eli den Samuel und sprach : Samuel , mein Sohn ! Und er sprach : Hier bin ich ! Und er sprach : Was ist das Wort , das er zu dir geredet hat ? Verhehle es mir doch nicht . So tue dir Gott und so füge er hinzu , wenn du mir etwas verhehlst von allem , was er zu dir geredet hat ! Da tat ihm Samuel alle die Worte kund und verhehlte ihm nichts . Und er sprach : Er ist Jehova ; er tue , was gut ist in seinen Augen . Und Samuel wurde groß ; und Jehova war mit ihm und ließ keines von allen seinen Worten auf die Erde fallen . Und ganz Israel , von Dan bis Beerseba , erkannte , daß Samuel als Prophet Jehovas bestätigt war . Und Jehova fuhr fort in Silo zu erscheinen ; denn Jehova offenbarte sich dem Samuel in Silo durch das Wort Jehovas . Und das Wort Samuels erging an ganz Israel . Und Israel zog aus , den Philistern entgegen zum Streit ; und sie lagerten sich bei Eben-Eser , und die Philister lagerten zu Aphek . Und die Philister stellten sich auf , Israel gegenüber ; und der Streit breitete sich aus , und Israel wurde vor den Philistern geschlagen ; und sie erschlugen in der Schlachtordnung auf dem Felde bei viertausend Mann . Und als das Volk ins Lager zurückkam , da sprachen die Ältesten von Israel : Warum hat Jehova uns heute vor den Philistern geschlagen ? Laßt uns von Silo die Lade des Bundes Jehovas zu uns holen , daß sie in unsere Mitte komme und uns rette aus der Hand unserer Feinde . Und das Volk sandte nach Silo , und man brachte von dannen die Lade des Bundes Jehovas der Heerscharen , der zwischen den Cherubim thront ; und die beiden Söhne Elis , Hophni und Pinehas , waren daselbst bei der Lade des Bundes Jehovas . Und es geschah , als die Lade des Bundes Jehovas ins Lager kam , da jauchzte ganz Israel mit großem Jauchzen , daß die Erde erdröhnte . Und die Philister hörten den Schall des Jauchzens und sprachen : Was bedeutet der Schall dieses großen Jauchzens im Lager der Hebräer ? Und sie merkten , daß die Lade Jehovas ins Lager gekommen war . Da fürchteten sich die Philister , denn die sprachen : Gott ist ins Lager gekommen ! Und sie sprachen : Wehe uns ! Denn solches ist vordem nie geschehen . Wehe uns ! Wer wird uns aus der Hand dieser mächtigen Götter erretten ? Das sind die Götter , welche die Ägypter schlugen mit allerlei Plagen in der Wüste . Fasset Mut und seid Männer , ihr Philister , daß ihr nicht den Hebräern dienen müsset , wie sie euch gedient haben ; so seid denn Männer und streitet ! Und die Philister stritten , und Israel wurde geschlagen , und sie flohen ein jeder nach seinem Zelte ; und die Niederlage war sehr groß , und es fielen von Israel dreißigtausend Mann zu Fuß . Und die Lade Gottes wurde genommen , und die beiden Söhne Elis , Hophni und Pinehas , starben . Und es lief ein Mann von Benjamin aus der Schlachtordnung und kam nach Silo an selbigem Tage , seine Kleider waren zerrissen , und Erde war auf seinem Haupte . Und als er kam , siehe , da saß Eli auf einem Stuhle , spähend an der Seite des Weges ; denn sein Herz war bange wegen der Lade Gottes . Und als der Mann kam , um es in der Stadt zu berichten , da schrie die ganze Stadt . Und Eli hörte den Schall des Geschreis und sprach : Was bedeutet dieser Schall des Getümmels ? Und der Mann eilte und kam und berichtete es Eli . Eli aber war achtundneunzig Jahre alt , und seine Augen waren starr , und er konnte nicht sehen . Und der Mann sprach zu Eli : Ich bin der , welcher aus der Schlachtordnung gekommen ist , und ich bin heute aus der Schlachtordnung geflohen . Und er sprach : Wie stand die Sache , mein Sohn ? Und der Bote antwortete und sprach : Israel ist vor den Philistern geflohen , und auch hat eine große Niederlage unter dem Volke stattgefunden , und auch deine beiden Söhne , Hophni und Pinehas , sind tot , und die Lade Gottes ist genommen . Und es geschah , als er die Lade Gottes erwähnte , da fiel Eli rücklings vom Stuhle , an der Seite des Tores , und brach das Genick und starb ; denn der Mann war alt und schwer . Und er hatte Israel vierzig Jahre gerichtet . Und seine Schwiegertochter , das Weib des Pinehas , war schwanger zum Gebären ; und als sie die Nachricht hörte , daß die Lade Gottes genommen , und daß ihr Schwiegervater und ihr Mann tot wären , da sank sie nieder und gebar , denn es überfielen sie ihre Wehen . Und um die Zeit ihres Sterbens , da sprachen die Weiber , die um sie her standen : Fürchte dich nicht , denn einen Sohn hast du geboren ! Aber sie antwortete nicht und nahm es nicht zu Herzen . Und sie nannte den Knaben Ikabod , indem sie sprach : Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen ! weil die Lade Gottes genommen war , und wegen ihres Schwiegervaters und ihres Mannes . Und sie sprach : Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen , denn die Lade Gottes ist genommen ! Und die Philister hatten die Lade Gottes genommen und brachten sie von Eben-Eser nach Asdod . Und die Philister nahmen die Lade Gottes und brachten sie in das Haus Dagons und stellten sie neben Dagon . Und als die Asdoditer am anderen Tage früh aufstanden , siehe , da lag Dagon auf seinem Angesicht auf der Erde vor der Lade Jehovas ; und sie nahmen Dagon und stellten ihn wieder an seinen Ort . Und als die am anderen Tage des Morgens früh aufstanden , siehe , da lag Dagon auf seinem Angesicht auf der Erde vor der Lade Jehovas ; und zwar lagen das Haupt Dagons und seine beiden Hände abgehauen auf der Schwelle , nur der Fischrumpf war an ihm übriggeblieben . Darum treten die Priester Dagons und alle , die in das Haus Dagons gehen , nicht auf die Schwelle Dagons in Asdod bis auf diesen Tag . Und die Hand Jehovas lag schwer auf den Asdoditern , und er verwüstete sie ; und er schlug sie mit Beulen , Asdod und sein Gebiet . Und als die Leute von Asdod sahen , daß dem also war , sprachen sie : Die Lade des Gottes Israels soll nicht bei uns bleiben ; denn seine Hand ist hart über uns und über Dagon , unserem Gott . Und sie sandten hin und versammelten alle Fürsten der Philister zu sich und sprachen : Was sollen wir mit der Lade des Gottes Israels tun ? Und sie sprachen : Man schaffe die Lade des Gottes Israels nach Gath . Und sie schafften die Lade des Gottes Israels hin . Und es geschah , nachdem sie sie hingeschafft hatten , da kam die Hand Jehovas über die Stadt , und es entstand eine sehr große Bestürzung ; und er schlug die Leute der Stadt , vom Kleinen bis zum Großen , daß Beulen an ihnen ausbrachen . Da sandten sie die Lade Gottes nach Ekron . Und es geschah , als die Lade Gottes nach Ekron kam , da schrieen die Ekroniter und sprachen : Sie haben die Lade des Gottes Israels zu mir hergeschafft , um mich und mein Volk zu töten ! Und sie sandten hin und versammelten alle Fürsten der Philister und sprachen : Sendet die Lade des Gottes Israels fort , daß sie an ihren Ort zurückkehre und mich und mein Volk nicht töte . Denn es war eine tödliche Bestürzung in der ganzen Stadt ; die Hand Gottes war sehr schwer daselbst . Und die Leute , die nicht starben , wurden mit Beulen geschlagen ; und das Geschrei ; der Stadt stieg zum Himmel empor . Und die Lade Jehovas war im Gefilde der Philister sieben Monate . Und die Philister riefen die Priester und Wahrsager und sprachen : Was sollen wir mit der Lade Jehovas tun ? Tut uns kund , auf welche Weise wir sie an ihren Ort senden sollen . Und sie sprachen : Wenn ihr die Lade des Gottes Israels fortsendet , so sollt ihr sie nicht leer fortsenden , denn ihr müßt ihm jedenfalls ein Schuldopfer erstatten ; alsdann werdet ihr genesen , und es wird euch kundwerden , warum seine Hand nicht von euch weicht . Und sie sprachen : Welches ist das Schuldopfer , das wir ihm erstatten sollen ? Und sie sprachen : Nach der Zahl der Fürsten der Philister , fünf goldene Beulen und fünf goldene Mäuse ; denn einerlei Plage habt ihr alle und eure Fürsten . Und machet Bilder von euren Beulen und Bilder von euren Mäusen , die das Land verderben , und gebet dem Gott Israels Ehre ; vielleicht läßt er seine Hand leichter werden über euch und über eurem Gott und über eurem Lande . Und warum wolltet ihr euer Herz verstocken , wie die Ägypter und der Pharao ihr Herz verstockt haben ? Ließen sie sie nicht ziehen , als er seine Macht an ihnen geübt hatte , und sie zogen weg ? Und nun machet einen neuen Wagen und nehmet zwei säugende Kühe , auf die kein Joch gekommen ist ; und spannet die Kühe an den Wagen und bringet ihre Kälber hinter ihnen weg nach Hause zurück . Und nehmet die Lade Jehovas und stellet sie auf den Wagen ; und die goldenen Geräte , die ihr ihm als Schuldopfer erstattet habt , tut in ein Kästlein an ihre Seite , und sendet sie , daß sie wegziehe . Und sehet zu : Wenn sie den Weg nach ihrer Grenze hinaufgeht , nach Beth-Semes hin , so hat er uns dieses große Übel getan ; wenn aber nicht , so wissen wir , daß nicht seine Hand uns geschlagen hat : ein Zufall ist es uns gewesen . Und die Männer taten also und nahmen zwei säugende Kühe und spannten sie an den Wagen , und ihre Kälber sperrten sie zu Hause ein . Und sie stellten die Lade Jehovas auf den Wagen , und das Kästlein mit den goldenen Mäusen und den Bildern ihrer Beulen . Und die Kühe gingen geradeaus auf dem Wege nach Beth-Semes ; auf einer Straße gingen sie , im Gehen brüllend , und wichen nicht zur Rechten noch zur Linken ; und die Fürsten der Philister gingen hinter ihnen her , bis an die Grenze von Beth-Semes . Und die von Beth-Semes ernteten die Weizenernte in der Niederung ; und als sie ihre Augen erhoben und die Lade sahen , da freuten sie sich , sie zu sehen . Und der Wagen kam auf das Feld Josuas , des Beth-Semiters , und stand daselbst still ; und es war ein großer Stein daselbst . Und sie spalteten das Holz des Wagens und opferten die Kühe als Brandopfer dem Jehova . Und die Leviten nahmen die Lade Jehovas herab und das Kästlein , das bei ihr war , in welchem die goldenen Geräte waren , und setzten sie auf den großen Stein . Und die Männer von Beth-Semes opferten Brandopfer und schlachteten Schlachtopfer an jenem Tage dem Jehova . Und die fünf Fürsten der Philister sahen zu und kehrten an jenem Tage nach Ekron zurück . Und dies sind die goldenen Beulen , welche die Philister Jehova als Schuldopfer erstatteten : Für Asdod eine , für Gasa eine , für Askalon eine , für Gath eine , für Ekron eine ; und die goldenen Mäuse nach der Zahl aller Städte der Philister , nach den fünf Fürsten , von den festen Städten bis zu den offenen Dörfern ; und sie brachten sie bis zu dem großen Stein Abel , auf welchen sie die Lade Jehovas niedersetzten , der bis auf diesen Tag im Felde Josuas , des Beth-Semiters , ist . Und er schlug unter den Leuten von Beth-Semes , weil sie in die Lade Jehovas geschaut hatten , und schlug unter dem Volke siebzig Mann ; da trauerte das Volk , weil Jehova eine so große Niederlage unter dem Volke angerichtet hatte ; und die Leute von Beth-Semes sprachen : Wer vermag vor Jehova , diesem heiligen Gott , zu bestehen ? Und zu wem soll er von uns hinaufziehen ? Und sie sandten Boten zu den Bewohnern von Kirjath-Jearim und sprachen : Die Philister haben die Lade Jehovas zurückgebracht ; kommet herab , führet sie zu euch hinauf . Und die Männer von Kirjath-Jearim kamen und führten die Lade Jehovas hinauf , und sie brachten sie in das Haus Abinadabs auf dem Hügel ; und sie heiligten Eleasar , seinen Sohn , die Lade Jehovas zu hüten . Und es geschah von dem Tage an , da die Lade zu Kirjath-Jearim blieb , daß der Tage viele wurden , und es wurden zwanzig Jahre . Und das ganze Haus Israel wehklagte Jehova nach . Da sprach Samuel zu dem ganzen Hause Israel und sagte : Wenn ihr mit eurem ganzen Herzen zu Jehova umkehret , so tut die fremden Götter und die Astaroth aus eurer Mitte hinweg , und richtet euer Herz auf Jehova und dienet ihm allein ; und er wird euch aus der Hand der Philister erretten . Und die Kinder Israel taten die Baalim und die Astaroth hinweg und dienten Jehova allein . Und Samuel sprach : Versammelt ganz Israel nach Mizpa , und ich will Jehova für euch bitten . Und sie versammelten sich nach Mizpa und schöpften Wasser und gossen es aus vor Jehova ; und sie fasteten an selbigem Tage und sprachen daselbst : Wir haben gegen Jehova gesündigt ! Und Samuel richtete die Kinder Israel zu Mizpa . - Und die Philister hörten , daß die Kinder Israel sich nach Mizpa versammelt hatten , und die Fürsten der Philister zogen wider Israel herauf . Und die Kinder Israel hörten es und fürchteten sich vor den Philistern ; und die Kinder Israel sprachen zu Samuel : Laß nicht ab , für uns zu Jehova , unserem Gott , zu schreien , daß er uns von der Hand der Philister rette ! Und Samuel nahm ein Milchlamm und opferte es ganz als Brandopfer dem Jehova ; und Samuel schrie zu Jehova für Israel , und Jehova erhörte ihn . Es geschah nämlich , während Samuel das Brandopfer opferte , da rückten die Philister heran zum Streit wider Israel . Und Jehova donnerte mit starkem Donner an selbigem Tage über den Philistern und verwirrte sie , und sie wurden vor Israel geschlagen . Und die Männer von Israel zogen von Mizpa aus und verfolgten die Philister und schlugen sie bis unterhalb Beth-Kar . Und Samuel nahm einen Stein und stellte ihn auf zwischen Mizpa und Schen , und er gab ihm den Namen Eben-Eser und sprach : Bis hierher hat uns Jehova geholfen . So wurden die Philister gedemütigt , und sie kamen fortan nicht mehr in die Grenzen Israels ; und die Hand Jehovas war wider die Philister alle Tage Samuels . Und die Städte , welche die Philister von Israel genommen hatten , kamen wieder an Israel , von Ekron bis Gath ; auch ihr Gebiet errettete Israel aus der Hand der Philister . Und es ward Friede zwischen Israel und den Amoritern . Und Samuel richtete Israel alle Tage seines Lebens . Und er ging Jahr für Jahr und zog umher nach Bethel und Gilgal und Mizpa und richtete Israel an allen diesen Orten ; und er kehrte nach Rama zurück , denn dort war sein Haus , und dort richtete er Israel . Und er baute daselbst Jehova einen Altar . Und es geschah , als Samuel alt geworden war , da setzte er seine Söhne als Richter ein über Israel . Und der Name seines erstgeborenen Sohnes war Joel , und der Name seines zweiten Abija ; sie richteten zu Beerseba . Aber seine Söhne wandelten nicht in seinen Wegen ; und sie neigten sich dem Gewinne nach und nahmen Geschenke und beugten das Recht . Da versammelten sich alle Ältesten von Israel und kamen zu Samuel nach Rama ; und sie sprachen zu ihm : Siehe , du bist alt geworden , und deine Söhne wandeln nicht in deinen Wegen . Nun setze einen König über uns ein , daß er uns richte , gleich allen Nationen . Und das Wort war übel in den Augen Samuels , als sie sprachen : Gib uns einen König , daß er uns richte ! Und Samuel betete zu Jehova . Und Jehova sprach zu Samuel : Höre auf die Stimme des Volkes in allem , was sie dir sagen ; denn nicht dich haben sie verworfen , sondern mich haben sie verworfen , daß ich nicht König über sie sein soll . Nach allen den Taten , die sie getan von dem Tage an , da ich sie aus Ägypten heraufgeführt habe , bis auf diesen Tag , indem sie mich verlassen und anderen Göttern gedient haben , also tun sie auch dir . Und nun höre auf ihre Stimme ; nur zeuge ernstlich wider sie und tue ihnen die Weise des Königs kund , der über sie herrschen wird . Und Samuel sprach alle Worte Jehovas zu dem Volke , das einen König von ihm begehrte . Und er sprach : Dies wird die Weise des Königs sein , der über euch regieren wird : Eure Söhne wird er nehmen und für sich bestellen auf seinen Wagen und unter seine Reiter , und daß sie vor seinem Wagen herlaufen ; und er wird sie nehmen , um sich Oberste über tausend und Oberste über fünfzig zu machen , und daß sie seine Äcker pflügen und seine Ernte einbringen , und daß sie sein Kriegsgerät und sein Wagengerät machen . Und eure Töchter wird er nehmen zu Salbenmischerinnen und zu Köchinnen und zu Bäckerinnen . Und eure Felder und eure Weinberge und eure Olivengärten , die besten , wird er nehmen und sie seinen Knechten geben . Und von euren Saaten und euren Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und ihn seinen Kämmerern und seinen Knechten geben . Und eure Knechte und eure Mägde und eure schönsten Jünglinge und eure Esel wird er nehmen und sie zu seinen Geschäften verwenden . Euer Kleinvieh wird er zehnten , und ihr , ihr werdet ihm zu Knechten sein . Und ihr werdet an jenem Tage schreien wegen eures Königs , den ihr euch erwählt habt ; aber Jehova wird euch an jenem Tage nicht erhören . Aber das Volk weigerte sich , auf die Stimme Samuels zu hören ; und sie sprachen : Nein , sondern ein König soll über uns sein , damit auch wir seien wie alle Nationen , und daß unser König uns richte und vor uns her ausziehe und unsere Kriege führe . Und Samuel hörte alle die Reden des Volkes und redete sie vor den Ohren Jehovas . Und Jehova sprach zu Samuel : Höre auf ihre Stimme und setze einen König über sie ein . Da sprach Samuel zu den Männern von Israel : Gehet hin , ein jeder in seine Stadt . Und es war ein Mann von Benjamin , sein Name war Kis , der Sohn Abiels , des Sohnes Zerors , des Sohnes Bekoraths , des Sohnes Aphiachs , des Sohnes eines Benjaminiters , ein vermögender Mann . Und er hatte einen Sohn , sein Name war Saul , jung und schön , und kein Mann von den Kindern Israel war schöner als er ; von seiner Schulter an aufwärts war er höher als alles Volk . Und die Eselinnen Kis&#039; , des Vaters Sauls , hatten sich verirrt ; und Kis sprach zu seinem Sohne Saul : Nimm doch einen von den Knaben mit dir und mache dich auf , gehe hin , suche die Eselinnen . Und er durchzog das Gebirge Ephraim und durchzog das Land Schalischa , und sie fanden sie nicht ; und sie durchzogen das Land Schaalim , aber sie waren nicht da ; und er durchzog das Land Benjamin , und sie fanden sie nicht . Sie waren in das Land Zuph gekommen , da sprach Saul zu seinem Knaben , der bei ihm war : Komm und laß uns umkehren , daß nicht etwa mein Vater von den Eselinnen abstehe und um uns bekümmert sei . Und er sprach zu ihm : Siehe doch , ein Mann Gottes ist in dieser Stadt , und der Mann ist geehrt ; alles was er redet , trifft sicher ein ; laß uns nun dahin gehen , vielleicht gibt er uns Auskunft über unseren Weg , auf dem wir gehen . Und Saul sprach zu seinem Knaben : Siehe aber , wenn wir hingehen , was wollen wir dem Manne bringen ? Denn das Brot ist ausgegangen in unseren Gefäßen , und wir haben kein Geschenk dem Manne Gottes zu bringen ; was haben wir ? Und der Knabe antwortete Saul wiederum und sprach : Siehe , es findet sich in meiner Hand ein viertel Sekel Silber ; das will ich dem Manne Gottes geben , damit er uns über unseren Weg Auskunft gebe . ( Vordem sprach man in Israel also , wenn man ging , Gott zu befragen : Kommt und laßt uns zum Seher gehen ; denn den , der heutzutage der Prophet heißt , nannte man vordem den Seher . ) Da sprach Saul zu seinem Knaben : Dein Wort ist gut ; komm , laß uns gehen ! Und sie gingen nach der Stadt , wo der Mann Gottes war . Sie gingen eben die Anhöhe zu der Stadt hinauf , da trafen sie Mädchen , die herauskamen , um Wasser zu schöpfen ; und sie sprachen zu ihnen : Ist der Seher hier ? Und sie antworteten ihnen und sprachen : Ja , siehe , er ist vor dir ; eile jetzt , denn er ist heute in die Stadt gekommen , weil das Volk heute ein Schlachtopfer auf der Höhe hat . Sowie ihr in die Stadt kommet , werdet ihr ihn finden , bevor er zur Höhe hinaufgeht zum Essen ; denn das Volk ißt nicht , bis er gekommen ist ; denn er segnet das Schlachtopfer , danach essen die Geladenen . So geht nun hinauf , denn gerade heute werdet ihr ihn finden . Da gingen sie zur Stadt hinauf . Als sie in die Stadt eintraten , siehe , da kam Samuel heraus , ihnen entgegen , um zur Höhe hinaufzugehen . Jehova hatte aber einen Tag , bevor Saul kam , dem Ohre Samuels eröffnet und gesagt : Morgen um diese Zeit werde ich einen Mann aus dem Lande Benjamin zu dir senden , und du sollst ihn zum Fürsten salben über mein Volk Israel ; und er wird mein Volk aus der Hand der Philister retten ; denn ich habe mein Volk angesehen , denn sein Geschrei ist zu mir gekommen . Sobald nun Samuel Saul sah , antwortete ihm Jehova : Siehe da den Mann , von dem ich zu dir geredet habe ; dieser soll über mein Volk herrschen . Und Saul trat im Tore zu Samuel heran und sprach : Zeige mir doch an , wo das Haus des Sehers ist . Und Samuel antwortete Saul und sprach : Ich bin der Seher ; gehe vor mir zur Höhe hinauf , denn ihr sollt heute mit mir essen , und am Morgen werde ich dich entlassen ; und alles , was in deinem Herzen ist , werde ich dir kundtun . Und was die Eselinnen betrifft , die dir heute vor drei Tagen irregegangen sind , richte nicht dein Herz auf sie , denn sie sind gefunden . Und nach wem steht alles Begehren Israels ? Nicht nach dir und nach dem ganzen Hause deines Vaters ? Da antwortete Saul und sprach : Bin ich nicht ein Benjaminiter , von einem der kleinsten Stämme Israels , und ist nicht meine Familie die geringste unter allen Familien des Stammes Benjamin ? Und warum redest du dergleichen Worte zu mir ? Und Samuel nahm Saul und seinen Knaben und führte sie in den Saal , und er gab ihnen einen Platz obenan unter den Geladenen ; und es waren ihrer bei dreißig Mann . Und Samuel sprach zu dem Koch : Gib das Stück her , das ich dir gegeben , von dem ich dir gesagt habe : Lege es bei dir zurück . Da trug der Koch die Keule auf und was daran war und legte es Saul vor . Und er sprach : Siehe , das Zurückbehaltene ; lege dir vor , iß ! Denn auf die bestimmte Zeit ist es für dich aufbewahrt worden , als ich sagte : Ich habe das Volk geladen . So aß Saul mit Samuel an selbigem Tage . Und sie gingen von der Höhe in die Stadt hinab ; und er redete mit Saul auf dem Dache . Und sie standen früh auf ; und es geschah , als die Morgenröte aufging , da rief Samuel dem Saul auf dem Dache zu und sprach : Stehe auf , daß ich dich geleite ! Und Saul stand auf , und sie gingen beide , er und Samuel , auf die Straße hinaus . Während sie an das Ende der Stadt hinuntergingen , sprach Samuel zu Saul : Sage dem Knaben , daß er uns vorausgehe ( und er ging voraus ) ; du aber stehe jetzt still , daß ich dich das Wort Gottes hören lasse . Und Samuel nahm die Ölflasche und goß sie aus auf sein Haupt , und er küßte ihn und sprach : Ist es nicht also , daß Jehova dich zum Fürsten über sein Erbteil gesalbt hat ? Wenn du heute von mir weggehst , so wirst du zwei Männer treffen beim Grabe Rahels , an der Grenze von Benjamin , zu Zelzach ; und sie werden zu dir sagen : Die Eselinnen sind gefunden , die du zu suchen gegangen bist ; und siehe , dein Vater hat die Sache der Eselinnen aufgegeben , und er ist um euch bekümmert und spricht : Was soll ich wegen meines Sohnes tun ? Und gehst du von dannen weiter und kommst zur Terebinthe Tabor , so werden dich daselbst drei Männer treffen , die zu Gott nach Bethel hinaufgehen ; einer trägt drei Böcklein , und einer trägt drei Laibe Brot , und einer trägt einen Schlauch Wein . Und sie werden dich nach deinem Wohlergehen fragen und dir zwei Brote geben , und du sollst sie von ihrer Hand nehmen . Danach wirst du zu dem Hügel Gottes kommen , wo Aufstellungen der Philister sind ; und es wird geschehen , sowie du daselbst in die Stadt kommst , wirst du einer Schar Propheten begegnen , die von der Höhe herabkommen , und vor ihnen her Harfe und Tamburin und Flöte und Laute , und sie werden weissagen . Und der Geist Gottes wird über dich geraten , und du wirst mit ihnen weissagen und wirst in einen anderen Mann verwandelt werden . Und es soll geschehen , wenn dir diese Zeichen eintreffen , so tue , was deine Hand finden wird ; denn Gott ist mit dir . Und gehe vor mir nach Gilgal hinab ; und siehe , ich werde zu dir hinabkommen , um Brandopfer zu opfern , um Friedensopfer zu schlachten ; sieben Tage sollst du warten , bis ich zu dir komme , und ich werde dir kundtun , was du tun sollst . Und es geschah , als er seinen Rücken wandte , um von Samuel wegzugehen , da verwandelte Gott sein Herz ; und alle diese Zeichen trafen ein an jenem Tage . Und als sie dorthin an den Hügel kamen , siehe , da kam ihm eine Schar Propheten entgegen ; und der Geist Gottes geriet über ihn , und er weissagte in ihrer Mitte . Und es geschah , als alle , die ihn von früher her kannten , sahen , und siehe , er weissagte mit den Propheten , da sprach das Volk einer zum anderen : Was ist denn dem Sohne Kis&#039; geschehen ? Ist auch Saul unter den Propheten ? Und ein Mann von dort antwortete und sprach : Und wer ist ihr Vater ? Daher ist es zum Sprichwort geworden : Ist auch Saul unter den Propheten ? Und als er aufgehört hatte zu weissagen , kam er auf die Höhe . Und der Oheim Sauls sprach zu ihm und zu seinem Knaben : Wohin seid ihr gegangen ? Und er sprach : Die Eselinnen zu suchen ; und als wir sahen , daß die nirgend waren , gingen wir zu Samuel . Und der Oheim Sauls sprach : Teile mir doch mit , was Samuel zu euch gesagt hat . Und Saul sprach zu seinem Oheim : Er tat uns für gewiß kund , daß die Eselinnen gefunden seien . Aber die Sache von dem Königtum , wovon Samuel geredet hatte , teilte er ihm nicht mit . Und Samuel berief das Volk zu Jehova nach Mizpa . Und er sprach zu den Kindern Israel : So spricht Jehova , der Gott Israels : Ich habe Israel aus Ägypten heraufgeführt und euch errettet aus der Hand der Ägypter und aus der Hand all der Königreiche , die euch bedrückten ; ihr aber habt heute euren Gott verworfen , der euch aus allen euren Übeln und euren Drangsalen gerettet hat , und habt zu ihm gesagt : Einen König sollst du über uns setzen ! Nun denn , stellet euch auf vor Jehova nach euren Stämmen und nach euren Tausenden ! Und Samuel ließ alle Stämme Israels herzutreten ; und es wurde getroffen der Stamm Benjamin . Und er ließ den Stamm Benjamin nach seinen Geschlechtern herzutreten ; und es wurde getroffen das Geschlecht Matri ; und es wurde getroffen Saul , der Sohn Kis&#039; . Und sie suchten ihn , aber er wurde nicht gefunden . Und sie befragten wiederum Jehova : Wird der Mann noch hierher kommen ? Und Jehova sprach : Siehe , er hat sich bei dem Geräte versteckt . Da liefen sie hin und holten ihn von dannen ; und er stellte sich mitten unter das Volk , und er war höher als alles Volk , von seiner Schulter an aufwärts . Und Samuel sprach zu dem ganzen Volke : Habt ihr gesehen , den Jehova erwählt hat ? Denn keiner ist wie er im ganzen Volke . Da jauchzte das ganze Volk , und sie sprachen : Es lebe der König ! Und Samuel sagte dem Volke das Recht des Königtums , und er schrieb es in ein Buch und legte es vor Jehova nieder . Und Samuel entließ das ganze Volk , einen jeden nach seinem Hause . Und auch Saul ging nach seinem Hause , nach Gibea ; und mit ihm zog die Schar , deren Herz Gott gerührt hatte . Aber etliche Söhne Belials sprachen : Wie sollte der uns retten ? Und sie verachteten ihn und brachten ihm kein Geschenk ; aber er war wie taub . Und Nahas , der Ammoniter , zog herauf und belagerte Jabes-Gilead . Und alle Männer von Jabes sprachen zu Nahas : Mache einen Bund mit uns , so wollen wir dir dienen . Aber Nahas , der Ammoniter , sprach zu ihnen : Unter dieser Bedingung will ich einen Bund mit euch machen , daß ich euch allen das rechte Auge aussteche und damit eine Schmach auf ganz Israel lege . Und die Ältesten von Jabes sprachen zu ihm : Laß uns sieben Tage , und wir wollen Boten in alle Grenzen Israels senden ; und wenn niemand ist , der uns rettet , so wollen wir zu dir hinausgehen . Und die Boten kamen nach Gibea-Saul und redeten diese Worte zu den Ohren des Volkes . Und das ganze Volk erhob seine Stimme und weinte . Und siehe , Saul kam hinter den Rindern her vom Felde , und Saul sprach : Was ist dem Volke , daß sie weinen ? Und sie erzählten ihm die Worte der Männer von Jabes . Da geriet der Geist Gottes über Saul , als er diese Worte hörte , und sein Zorn entbrannte sehr . Und er nahm ein Joch Rinder und zerstückte sie , und er sandte die Stücke durch Boten in alle Grenzen Israels und ließ sagen : Wer nicht auszieht hinter Saul und hinter Samuel her , dessen Rindern wird also getan werden ! Da fiel der Schrecken Jehovas auf das Volk , und sie zogen aus wie ein Mann . Und er musterte sie zu Besek ; und es waren der Kinder Israel dreihunderttausend , und der Männer von Juda dreißigtausend . Und sie sprachen zu den Boten , die gekommen waren : So sollt ihr zu den Männern von Jabes-Gilead sagen : Morgen , wenn die Sonne heiß wird , wird euch Rettung werden . Und die Boten kamen und berichteten es den Männern von Jabes , und sie freuten sich . Und die Männer von Jabes sprachen : Morgen werden wir zu euch hinausgehen , und ihr möget uns tun nach allem , was gut ist in euren Augen . Und es geschah am anderen Tage , da stellte Saul das Volk in drei Haufen ; und sie kamen mitten in das Lager bei der Morgenwache und schlugen Ammon bis zum Heißwerden des Tages ; und die Übriggebliebenen wurden zerstreut , und es blieben unter ihnen nicht zwei beisammen . Da sprach das Volk zu Samuel : Wer ist es , der gesagt hat : Sollte Saul über uns regieren ? Gebet die Männer her , daß wir sie töten ! Aber Saul sprach : Niemand soll an diesem Tage getötet werden , denn heute hat Jehova Rettung geschafft in Israel ! Und Samuel sprach zu dem Volke : Kommt laßt uns nach Gilgal gehen und daselbst das Königtum erneuern . Und das ganze Volk zog nach Gilgal , und sie machten daselbst Saul zum König vor Jehova , zu Gilgal ; und sie schlachteten daselbst Friedensopfer vor Jehova . Und Saul und alle Männer von Israel freuten sich daselbst gar sehr . Und Samuel sprach zu dem ganzen Israel : Siehe , ich habe auf eure Stimme gehört in allem , was ihr zu mir gesagt habt , und habe einen König über euch gesetzt . Und nun siehe , der König zieht vor euch her ; ich aber bin alt und grau geworden , und meine Söhne , siehe , sie sind bei euch ; und ich habe vor euch gewandelt von meiner Jugend an bis auf diesen Tag . Hier bin ich , zeuget wider mich vor Jehova und vor seinem Gesalbten ! Wessen Rind habe ich genommen ? Oder wessen Esel habe ich genommen ? Oder wen habe ich übervorteilt ? Wem habe ich Gewalt angetan ? Oder aus wessen Hand habe ich Lösegeld genommen , daß ich dadurch meine Augen verhüllt hätte ? So will ich es euch wiedergeben . Und sie sprachen : Du hast uns nicht übervorteilt und uns keine Gewalt angetan , und hast aus niemandes Hand irgend etwas genommen . Und er sprach zu ihnen : Jehova ist Zeuge wider euch , und Zeuge sein Gesalbter an diesem Tage , daß ihr gar nichts in meiner Hand gefunden habt ! Und sie sprachen : Er ist Zeuge ! Und Samuel sprach zu dem Volke : Jehova ist es , der Mose und Aaron bestellt , und der eure Väter heraufgeführt hat aus dem Lande Ägypten ! Und nun tretet her , daß ich vor Jehova mit euch rechte über alle gerechten Taten Jehovas , die er an euch und an euren Vätern getan hat . Als Jakob nach Ägypten gekommen war , da schrieen eure Väter zu Jehova ; und Jehova sandte Mose und Aaron , und sie führten eure Väter aus Ägypten hinweg und ließen sie wohnen an diesem Orte . Aber sie vergaßen Jehova , ihren Gott ; und er verkaufte sie in die Hand Siseras , des Heerobersten von Hazor , und in die Hand der Philister und in die Hand des Königs von Moab , und sie stritten wider sie . Da schrieen sie zu Jehova und sprachen : Wir haben gesündigt , daß wir Jehova verlassen und den Baalim und den Astaroth gedient haben ; und nun errette uns aus der Hand unserer Feinde , so wollen wir dir dienen ! Und Jehova sandte Jerub-Baal und Bedan und Jephtha und Samuel , und er errettete euch aus der Hand eurer Feinde ringsum ; und ihr wohntet in Sicherheit . Als ihr aber sahet , daß Nahas , der König der Kinder Ammon , wider euch kam , sprachet ihr zu mir : Nein , sondern ein König soll über uns regieren ! da doch Jehova , euer Gott , euer König war . Und nun siehe , da ist der König , den ihr erwählt , den ihr begehrt habt ; und siehe , Jehova hat einen König über euch gesetzt . Wenn ihr nur Jehova fürchtet und ihm dienet und auf seine Stimme höret und gegen den Befehl Jehovas nicht widerspenstig seid , und sowohl ihr als auch der König , der über euch regiert , Jehova , eurem Gott , nachfolget ! Wenn ihr aber nicht auf die Stimme Jehovas höret und gegen den Befehl Jehovas widerspenstig seid , so wird die Hand Jehovas wider euch sein , wie wider eure Väter . Auch jetzt tretet her und sehet diese große Sache , die Jehova vor euren Augen tun wird . Ist nicht jetzt die Weizenernte ? Ich will zu Jehova rufen , und er wird Donner und Regen geben ; und ihr sollt erkennen und sehen , daß das Böse , das ihr getan habt , groß ist in den Augen Jehovas , einen König für euch zu begehren . Und Samuel rief zu Jehova , und Jehova gab Donner und Regen an jenem Tage . Da fürchtete sich das ganze Volk sehr vor Jehova und vor Samuel . Und das ganze Volk sprach zu Samuel : Bitte Jehova , deinen Gott , für deine Knechte , daß wir nicht sterben ! Denn zu allen unseren Sünden haben wir das Böse hinzugefügt , einen König für uns zu begehren . Und Samuel sprach zu dem Volke : Fürchtet euch nicht ! Ihr habt zwar all dieses Böse getan ; nur weichet nicht ab von der Nachfolge Jehovas und dienet Jehova mit eurem ganzen Herzen ; und weichet nicht ab , denn ihr würdet den Nichtigen nachgehen , die nichts nützen und nicht erretten , denn sie sind nichtig . Denn Jehova wird um seines großen Namens willen sein Volk nicht verlassen ; denn es hat Jehova gefallen , euch sich zum Volke zu machen . Auch ich fern sei es von mir , daß ich gegen Jehova sündigen , daß ich ablassen sollte , für euch zu bitten ; sondern ich werde euch den guten und richtigen Weg lehren . Nur fürchtet Jehova , und dienet ihm in Wahrheit mit eurem ganzen Herzen ; denn sehet , welch große Dinge er an euch getan hat ! Wenn ihr aber dennoch übeltut , so werdet sowohl ihr als auch euer König weggerafft werden . Saul war . . . Jahre alt , als er König wurde ; und er regierte zwei Jahre über Israel . Und Saul wählte sich dreitausend aus Israel ; zweitausend waren bei Saul zu Mikmas und auf dem Gebirge von Bethel , und tausend waren bei Jonathan zu Gibea-Benjamin . Das übrige Volk aber entließ er , einen jeden nach seinen Zelten . Und Jonathan schlug die Aufstellung der Philister , die zu Geba war , und die Philister hörten es . Und Saul ließ im ganzen Lande in die Posaune stoßen und sprach : Die Hebräer sollen es hören ! Und als ganz Israel sagen hörte : Saul hat die Aufstellung der Philister geschlagen , und auch hat sich Israel bei den Philistern stinkend gemacht , da versammelte sich das Volk hinter Saul her nach Gilgal . Und die Philister sammelten sich zum Streit mit Israel : dreißigtausend Wagen und sechstausend Reiter , und Fußvolk , wie der Sand , der am Ufer des Meeres ist , an Menge ; und sie zogen herauf und lagerten sich zu Mikmas , östlich von Beth-Awen . Und die Männer von Israel sahen , daß sie in Drangsal waren , denn das Volk war bedrängt ; und das Volk versteckte sich in den Höhlen und in den Dorngebüschen und in den Felsen und in den Burgen und in den Gruben . Und Hebräer gingen über den Jordan in das Land Gad und Gilead . Saul aber war noch zu Gilgal , und das ganze Volk zitterte hinter ihm her . Und er wartete sieben Tage , bis zu der von Samuel bestimmten Zeit ; aber Samuel kam nicht nach Gilgal . Und das Volk zerstreute sich von ihm weg . Da sprach Saul : Bringet mir das Brandopfer und die Friedensopfer her ! Und er opferte das Brandopfer . Und es geschah , als er das Opfern des Brandopfers vollendet hatte , siehe , da kam Samuel ; und Saul ging hinaus , ihm entgegen , ihn zu begrüßen . Und Samuel sprach : Was hast du getan ! Und Saul sprach : Weil ich sah , daß das Volk sich von mir weg zerstreute , und du nicht kamst zur bestimmten Zeit , und die Philister zu Mikmas versammelt waren , so sprach ich : Jetzt werden die Philister zu mir nach Gilgal herabkommen , und ich habe Jehova nicht angefleht ! Und ich überwand mich und opferte das Brandopfer . Und Samuel sprach zu Saul : Du hast töricht gehandelt , du hast nicht beobachtet das Gebot Jehovas , deines Gottes , das er dir geboten hat ; denn jetzt hätte Jehova dein Königtum über Israel bestätigt auf ewig ; nun aber wird dein Königtum nicht bestehen . Jehova hat sich einen Mann gesucht nach seinem Herzen , und Jehova hat ihn zum Fürsten über sein Volk bestellt ; denn du hast nicht beobachtet , was Jehova dir geboten hatte . Und Samuel machte sich auf und ging von Gilgal hinauf nach Gibea-Benjamin . Und Saul musterte das Volk , das sich bei ihm befand , bei sechshundert Mann . Und Saul und Jonathan , sein Sohn , und das Volk , das sich bei ihm befand , lagen zu Geba-Benjamin ; die Philister aber hatten sich zu Mikmas gelagert . Und der Verheerungszug ging aus von dem Lager der Philister in drei Haufen : Ein Haufe wandte sich des Weges nach Ophra , nach dem Lande Schual hin , und ein Haufe wandte sich auf den Weg nach Beth-Horon , und ein Haufe wandte sich des Weges nach der Grenze , die emporragt über das Tal Zeboim nach der Wüste hin . Und es war kein Schmied zu finden im ganzen Lande Israel ; denn die Philister hatten gesagt : Daß die Hebräer sich nicht Schwert oder Speer machen ! Und ganz Israel ging zu den Philistern hinab , ein jeder , um seine Pflugschar und seinen Spaten und sein Beil und seine Sichel zu schärfen , wenn die Schneiden an den Sicheln und an den Spaten und an den Gabeln und an den Beilen abgestumpft waren , und um den Rinderstachel zu richten . Und es geschah am Tage des Streites , da wurde kein Schwert noch Speer gefunden in der Hand des ganzen Volkes , das mit Saul und mit Jonathan war ; doch bei Saul und seinem Sohne Jonathan fanden sie sich vor . Und eine Aufstellung der Philister zog aus nach dem Passe von Mikmas . Und es geschah eines Tages , da sprach Jonathan , der Sohn Sauls , zu dem Knaben , der seine Waffen trug : Komm und laß uns hinübergehen zu der Aufstellung der Philister , die dort drüben ist . Seinem Vater aber tat er es nicht kund . Und Saul saß am Ende von Gibea , unter dem Granatbaum , der zu Migron ist ; und des Volkes , das bei ihm war , war bei sechshundert Mann . ( Und Ahija , der Sohn Ahitubs , des Bruders Jkabods , des Sohnes Pinehas&#039; , des Sohnes Elis , des Priesters Jehovas zu Silo , trug das Ephod . ) Und das Volk wußte nicht , daß Jonathan weggegangen war . Es war aber zwischen den Pässen , durch welche Jonathan zu der Aufstellung der Philister hinüberzugehen suchte , eine Felszacke auf dieser Seite und eine Felszacke auf jener Seite : der Name der einen war Bozez , und der Name der anderen Sene ; die eine Zacke bildet eine Säule nordwärts , Mikmas gegenüber , und die andere südwärts , Geba gegenüber . Und Jonathan sprach zu dem Knaben , der seine Waffen trug : Komm und laß uns hinübergehen zu der Aufstellung dieser Unbeschnittenen ; vielleicht wird Jehova für uns wirken , denn für Jehova gibt es kein Hindernis , durch viele zu retten oder durch wenige . Und sein Waffenträger sprach zu ihm : Tue alles , was in deinem Herzen ist ; wende dich , wohin du willst , siehe , ich bin mit dir nach deinem Herzen . Und Jonathan sprach : Siehe , wir gehen zu den Männern hinüber und wollen uns ihnen zeigen . Wenn sie so zu uns sprechen : Stehet still , bis wir zu euch gelangen ! so wollen wir auf unserer Stelle stehen bleiben und nicht zu ihnen hinaufgehen ; wenn sie aber so sprechen : Kommet zu uns herauf ! so wollen wir hinaufgehen , denn Jehova hat sie in unsere Hand gegeben ; und das soll uns das Zeichen sein . Und beide zeigten sich der Aufstellung der Philister . Da sprachen die Philister : Siehe , Hebräer kommen aus den Löchern hervor , worin sie sich versteckt haben . Und die Männer der Aufstellung antworteten Jonathan und seinem Waffenträger und sprachen : Kommet zu uns herauf , so wollen wir euch etwas zu wissen tun ! Da sprach Jonathan zu seinem Waffenträger : Steige hinauf , mir nach ; denn Jehova hat sie in die Hand Israels gegeben . Und Jonathan stieg auf seinen Händen und auf seinen Füßen hinauf , und sein Waffenträger ihm nach . Und sie fielen vor Jonathan , und sein Waffenträger tötete hinter ihm her . Und die erste Niederlage , welche Jonathan und sein Waffenträger anrichteten , war bei zwanzig Mann , etwa auf der halben Furchenlänge eines Jucharts Ackers . Und ein Schrecken entstand im Lager , auf dem Felde und unter dem ganzen Volke ; die Aufstellung und der Verheerungszug , auch sie erschraken ; und das Land erbebte , und es wurde zu einem Schrecken Gottes . Und die Wächter Sauls zu Gibea-Benjamin sahen , und siehe , die Menge zerrann und lief dahin und dorthin . Und Saul sprach zu dem Volke , das bei ihm war : Haltet doch Musterung und sehet , wer von uns weggegangen ist . Und sie hielten Musterung , und siehe , Jonathan und sein Waffenträger waren nicht da . Da sprach Saul zu Ahija : Bringe die Lade Gottes herbei ; denn die Lade Gottes war an jenem Tage unter den Kindern Israel . Und es geschah , während Saul zu dem Priester redete , da nahm das Getümmel im Lager der Philister fort und fort zu ; und Saul sprach zu dem Priester : Ziehe deine Hand zurück . Und Saul und alles Volk , das bei ihm war , versammelten sich , und sie kamen zum Streit ; und siehe , da war das Schwert des einen wider den anderen , eine sehr große Verwirrung . Und es waren Hebräer bei den Philistern , wie früher , welche mit ihnen in das Lager ringsum hinaufgezogen waren ; auch sie wandten sich , um mit Israel zu sein , das mit Saul und Jonathan war . Und alle Männer von Israel , die sich im Gebirge Ephraim versteckt hatten , hörten , daß die Philister geflohen waren ; und auch sie setzten ihnen nach im Streit . So rettete Jehova Israel an selbigem Tage . Und der Streit ging über Beth-Awen hinaus . Die Männer von Israel waren aber sehr angestrengt an jenem Tage ; und Saul beschwor das Volk und sprach : Verflucht sei der Mann , der Speise essen wird bis zum Abend , und bis ich mich an meinen Feinden gerächt habe ! Und das ganze Volk kostete keine Speise . Und das ganze Volk kam in den Wald , und Honig war auf der Fläche des Feldes . Und als das Volk in den Wald kam : siehe da , ein Strom von Honig ; aber niemand brachte seine Hand zu seinem Munde , denn das Volk fürchtete den Schwur . Jonathan aber hatte es nicht gehört , als sein Vater das Volk beschwor ; und er streckte das Ende seines Stabes aus , der in seiner Hand war , und tauchte ihn in den Honigseim und brachte seine Hand wieder zu seinem Munde , und seine Augen wurden hell . Und einer von dem Volke hob an und sprach : Dein Vater hat das Volk feierlich beschworen und gesagt : Verflucht sei der Mann , der heute Speise essen wird ! Und so ist das Volk ermattet . Und Jonathan sprach : Mein Vater hat das Land in Trübsal gebracht ; sehet doch , daß meine Augen hell geworden sind , weil ich ein wenig von diesem Honig gekostet habe . Was wäre es gewesen , wenn das Volk heute ungehindert von der Beute seiner Feinde gegessen hätte , die es gefunden hat ! Denn wäre dann nicht die Niederlage der Philister groß gewesen ? Und sie schlugen die Philister an jenem Tage von Mikmas bis nach Ajjalon ; und das Volk war sehr ermattet . Und das Volk fiel über die Beute her , und sie nahmen Kleinvieh und Rinder und Kälber und schlachteten sie auf die Erde hin ; und das Volk aß mit dem Blute . Und man berichtete es Saul und sprach : Siehe , das Volk sündigt gegen Jehova , indem es mit dem Blute ißt . Und er sprach : Ihr habt treulos gehandelt ! Wälzet sofort einen großen Stein zu mir her . Und Saul sprach : Zerstreuet euch unter das Volk und sprechet zu ihnen : Bringet her zu mir , ein jeder sein Rind und ein jeder sein Kleinvieh , und schlachtet sie hier und esset ; und sündiget nicht gegen Jehova , indem ihr mit dem Blute esset . Und in jener Nacht brachte das ganze Volk ein jeder sein Rind an seiner Hand ; und sie schlachteten sie daselbst . Und Saul baute Jehova einen Altar ; mit diesem fing er an , Jehova einen Altar zu bauen . Und Saul sprach : Laßt uns bei der Nacht hinabziehen , den Philistern nach , und unter ihnen plündern , bis der Morgen hell wird , und keinen Mann unter ihnen übriglassen ! Und sie sprachen : Tue alles , was gut ist in deinen Augen . Und der Priester sprach : Laßt uns hier zu Gott nahen ! Und Saul fragte Gott : Soll ich hinabziehen , den Philistern nach ? Wirst du sie in die Hand Israels geben ? Aber er antwortete ihm nicht an jenem Tage . Da sprach Saul : Tretet hierher , alle Häupter des Volkes , und erkennet und sehet , wodurch diese Sünde heute geschehen ist . Denn so wahr Jehova lebt , der Israel gerettet hat , wenn sie an meinem Sohne Jonathan wäre , so sollte er gewißlich sterben ! Und niemand antwortete ihm aus dem ganzen Volke . Und er sprach zu dem ganzen Israel : Seid ihr auf der einen Seite , und ich und mein Sohn Jonathan wollen auf der anderen Seite sein . Und das Volk sprach zu Saul : Tue , was gut ist in deinen Augen . Und Saul sprach zu Jehova , dem Gott Israels : Gib ein vollkommenes Los ! Und Jonathan und Saul wurden getroffen , und das Volk ging frei aus . Und Saul sprach : Werfet das Los zwischen mir und meinem Sohne Jonathan ! Und Jonathan wurde getroffen . Da sprach Saul zu Jonathan : Tue mir kund , was du getan hast . Und Jonathan tat es ihm kund und sprach : Mit dem Ende des Stabes , der in meiner Hand war , habe ich ein wenig Honig nur gekostet : Siehe , ich muß sterben ! Und Saul sprach : So tue mir Gott , und so füge er hinzu , du mußt gewißlich sterben , Jonathan ! Aber das Volk sprach zu Saul : Sollte Jonathan sterben , der diese große Rettung in Israel geschafft hat ? Das sei ferne ! So wahr Jehova lebt , wenn von den Haaren seines Hauptes eines auf die Erde fällt ! Denn er hat mit Gott gehandelt an diesem Tage . So erlöste das Volk Jonathan , daß er nicht starb . Und Saul zog von der Verfolgung der Philister herauf , und die Philister zogen an ihren Ort . Und Saul nahm das Königtum ein über Israel ; und er stritt ringsum wider alle seine Feinde , wider Moab und wider die Kinder Ammon und wider Edom und wider die Könige von Zoba und wider die Philister ; und überall , wohin er sich wandte , übte er Strafe . Und er tat Mächtiges und schlug Amalek , und errettete Israel aus der Hand seines Plünderers . Und die Söhne Sauls waren : Jonathan und Jischwi und Malkischua . Und die Namen seiner zwei Töchter : der Name der erstgeborenen war Merab , und der Name der jüngeren Michal . Und der Name des Weibes Sauls war Achinoam , die Tochter Achimaaz&#039; . Und der Name seines Heerobersten war Abner , der Sohn Ners , des Oheims Sauls ; denn Kis , der Vater Sauls , und Ner , der Vater Abners , waren Söhne Abiels . Und der Streit war heftig wider die Philister alle Tage Sauls ; und wenn Saul irgend einen streitbaren Mann und irgend einen Tapferen sah , so gesellte er ihn sich zu . Und Samuel sprach zu Saul : Jehova hat mich gesandt , um dich zum König zu salben über sein Volk , über Israel . So höre nun auf die Stimme der Worte Jehovas . So spricht Jehova der Heerscharen : Ich habe angesehen , was Amalek Israel getan , wie er sich ihm in den Weg gestellt hat , als es aus Ägypten heraufzog . Nun ziehe hin und schlage Amalek , und verbannet alles , was er hat , und schone seiner nicht ; und töte vom Manne bis zum Weibe , vom Kinde bis zum Säugling , vom Rinde bis zum Kleinvieh , vom Kamel bis zum Esel . Da rief Saul das Volk auf und musterte sie zu Telaim , zweihunderttausend Mann zu Fuß und zehntausend Männer von Juda . Und Saul kam bis zu der Stadt der Amalekiter , und er legte einen Hinterhalt in das Tal . Und Saul sprach zu den Kenitern : Gehet , weichet , ziehet hinab aus der Mitte der Amalekiter , daß ich dich nicht mit ihnen wegraffe ! Denn du , du hast Güte erwiesen an allen Kindern Israel , als sie aus Ägypten heraufzogen . Und die Keniter wichen aus der Mitte der Amalekiter . Und Saul schlug die Amalekiter von Hawila an bis nach Sur hin , das vor Ägypten liegt . Und er ergriff Agag , den König der Amalekiter , lebendig ; und das ganze Volk verbannte er mit der Schärfe des Schwertes . Und Saul und das Volk verschonten Agag und das Beste vom Klein-und Rindvieh und die Tiere vom zweiten Wurf und die Mastschafe und alles , was gut war , und sie wollten sie nicht verbannen ; alles Vieh aber , das gering und schwächlich war , das verbannten sie . Da geschah das Wort Jehovas zu Samuel also : Es reut mich , daß ich Saul zum König gemacht habe ; denn er hat sich hinter mir abgewandt und hat meine Worte nicht erfüllt . Und Samuel entbrannte und schrie zu Jehova die ganze Nacht . Und am Morgen machte Samuel sich früh auf , Saul entgegen . Und es wurde Samuel berichtet und gesagt : Saul ist nach Karmel gekommen ; und siehe , er hat sich ein Denkmal errichtet , und er hat sich gewandt und ist weiter gegangen und nach Gilgal hinabgezogen . Und Samuel kam zu Saul ; und Saul sprach zu ihm : Gesegnet seiest du von Jehova ! Ich habe das Wort Jehovas erfüllt . Und Samuel sprach : Was ist denn das für ein Blöken von Kleinvieh in meinen Ohren , und ein Brüllen von Rindern , das ich höre ? Und Saul sprach : Sie haben sie von den Amalekitern gebracht , weil das Volk das Beste vom Klein-und Rindvieh verschont hat , um Jehova , deinem Gott , zu opfern ; aber das Übrige haben wir verbannt . Da sprach Samuel zu Saul : Halt , daß ich dir kundtue , was Jehova diese Nacht zu mir geredet hat . Und er sprach zu ihm : Rede ! Und Samuel sprach : Wurdest du nicht , als du klein in deinen Augen warst , das Haupt der Stämme Israels ? Und Jehova salbte dich zum König über Israel . Und Jehova hat dich auf den Weg gesandt und gesagt : Ziehe hin und verbanne die Sünder , die Amalekiter , und streite wider sie , bis du sie vernichtest . Warum hast du denn der Stimme Jehovas nicht gehorcht , und bist über die Beute hergefallen und hast getan , was böse ist in den Augen Jehovas ? Und Saul sprach zu Samuel : Ich habe der Stimme Jehovas gehorcht und bin auf dem Wege gezogen , den Jehova mich gesandt hat ; und ich habe Agag , den König der Amalekiter , hergebracht , und die Amalekiter habe ich verbannt . Aber das Volk hat von der Beute genommen : Klein-und Rindvieh , das Vorzüglichste des Verbannten , um Jehova , deinem Gott , zu opfern in Gilgal . Und Samuel sprach zu Saul : Hat Jehova Lust an Brandopfern und Schlachtopfern , wie daran , daß man der Stimme Jehovas gehorcht ? Siehe , Gehorchen ist besser als Schlachtopfer , Aufmerken besser als das Fett der Widder . Denn wie Sünde der Wahrsagerei ist Widerspenstigkeit , und der Eigenwille wie Abgötterei und Götzendienst . Weil du das Wort Jehovas verworfen hast , so hat er dich verworfen , daß du nicht mehr König seiest . Und Saul sprach zu Samuel : Ich habe gesündigt , daß ich den Befehl Jehovas und deine Worte übertreten habe ; denn ich habe das Volk gefürchtet und auf seine Stimme gehört . Und nun , vergib doch meine Sünde , und kehre mit mir um , daß ich vor Jehova anbete . Aber Samuel sprach zu Saul : Ich kehre nicht mit dir um ; denn du hast das Wort Jehovas verworfen , und Jehova hat dich verworfen , daß du nicht mehr König über Israel seiest . Und als Samuel sich wandte zu gehen , da ergriff er den Zipfel seines Oberkleides , und derselbe riß ab . Da sprach Samuel zu ihm : Jehova hat heute das Königtum Israels von dir abgerissen und es deinem Nächsten gegeben , der besser ist als du . Und auch lügt nicht das Vertrauen Israels , und er bereut nicht ; denn nicht ein Mensch ist er , um zu bereuen . Und er sprach : Ich habe gesündigt ! Nun ehre mich doch vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel , und kehre mit mir um , daß ich vor Jehova , deinem Gott , anbete . Und Samuel kehrte um , Saul nach , und Saul betete an vor Jehova . Und Samuel sprach : Bringet Agag , den König der Amalekiter , zu mir her . Und Agag kam lustig zu ihm ; und Agag sprach : Fürwahr , die Bitterkeit des Todes ist gewichen ! Aber Samuel sprach : Wie dein Schwert Weiber kinderlos gemacht hat , so sei kinderlos unter Weibern deine Mutter ! Und Samuel hieb Agag in Stücke vor Jehova zu Gilgal . Und Samuel ging nach Rama ; und Saul zog in sein Haus hinauf nach Gibea-Saul . Und Samuel sah Saul nicht mehr bis zum Tage seines Todes ; denn Samuel trauerte um Saul , da es Jehova reute , daß er Saul zum König über Israel gemacht hatte . Und Jehova sprach zu Samuel : Bis wann willst du um Saul trauern , da ich ihn doch verworfen habe , daß er nicht mehr König über Israel sei ? Fülle dein Horn mit Öl und gehe hin , ich will dich zu Isai , dem Bethlehemiter , senden ; denn ich habe mir unter seinen Söhnen einen König ersehen . Und Samuel sprach : Wie mag ich hingehen ? Wenn Saul es hört , so tötet er mich . Und Jehova sprach : Nimm eine Färse mit dir und sprich : Ich bin gekommen , um Jehova zu opfern . Und lade Isai zum Schlachtopfer , und ich werde dir kundtun , was du tun sollst ; und du sollst mir salben , den ich dir sagen werde . Und Samuel tat , was Jehova geredet hatte , und kam nach Bethlehem . Da kamen die Ältesten der Stadt ihm ängstlich entgegen und sprachen : Bedeutet dein Kommen Friede ? Und er sprach : Friede ! Ich bin gekommen , um Jehova zu opfern . Heiliget euch und kommet mit mir zum Schlachtopfer . Und er heiligte Isai und seine Söhne und lud sie zum Schlachtopfer . Und es geschah , als sie kamen , da sah er Eliab und sprach : Gewiß , vor Jehova ist sein Gesalbter ! Aber Jehova sprach zu Samuel : Blicke nicht auf sein Aussehen und auf die Höhe seines Wuchses , denn ich habe ihn verworfen ; denn Jehova sieht nicht auf das , worauf der Mensch sieht ; denn der Mensch sieht auf das Äußere , aber Jehova sieht auf das Herz . Da rief Isai Abinadab und ließ ihn vor Samuel vorübergehen . Und er sprach : Auch diesen hat Jehova nicht erwählt . Da ließ Isai Schamma vorübergehen . Und er sprach : Auch diesen hat Jehova nicht erwählt . Und Isai ließ sieben seiner Söhne vor Samuel vorübergehen ; aber Samuel sprach zu Isai : Jehova hat diese nicht erwählt . Und Samuel sprach zu Isai : Sind das die Jünglinge alle ? Und er sprach : Noch ist der Jüngste übrig , und siehe , er weidet das Kleinvieh . Und Samuel sprach zu Isai : Sende hin und laß ihn holen ; denn wir werden uns nicht zu Tische setzen , bis er hierhergekommen ist . Und er sandte hin und ließ ihn kommen ; und er war rötlich , dazu schön von Augen und von gutem Ansehen . Und Jehova sprach : Auf , salbe ihn ! Denn dieser ist es . Da nahm Samuel das Ölhorn und salbte ihn inmitten seiner Brüder . Und der Geist Jehovas geriet über David von selbigem Tage an und hinfort . Und Samuel machte sich auf und ging nach Rama . Aber der Geist Jehovas wich von Saul , und ein böser Geist von Jehova ängstigte ihn . Und die Knechte Sauls sprachen zu ihm : Siehe doch , ein böser Geist von Gott ängstigt dich . Es befehle doch unser Herr deinen Knechten , die vor dir sind , daß sie einen Mann suchen , der des Lautenspieles kundig ist ; und es wird geschehen , wenn der böse Geist von Gott über dich kommt , so wird er mit seiner Hand spielen , und es wird dir wohl werden . Und Saul sprach zu seinen Knechten : Ersehet mir doch einen Mann , der gut spielen kann , und bringet ihn zu mir . Und einer von den Knaben antwortete und sprach : Siehe , ich habe einen Sohn Isais , des Bethlehemiters , gesehen , der des Spielens kundig ist , und er ist ein tapferer Held und ein Kriegsmann und der Rede verständig und ein schöner Mann , und Jehova ist mit ihm . Da sandte Saul Boten zu Isai und ließ ihm sagen : Sende deinen Sohn David zu mir , der bei dem Kleinvieh ist . Und Isai nahm einen Esel mit Brot und einen Schlauch Wein und ein Ziegenböcklein , und er sandte es durch seinen Sohn David an Saul . Und David kam zu Saul und stand vor ihm ; und er liebte ihn sehr , und er wurde sein Waffenträger . Und Saul sandte zu Isai und ließ ihm sagen : Laß doch David vor mir stehen , denn er hat Gnade gefunden in meinen Augen . Und es geschah , wenn der Geist von Gott über Saul kam , so nahm David die Laute und spielte mit seiner Hand ; und Saul fand Erleichterung , und es wurde ihm wohl , und der böse Geist wich von ihm . Und die Philister sammelten ihre Heere zum Streit und versammelten sich zu Soko , das Juda gehört , und lagerten sich bei Ephes-Dammim , zwischen Soko und Aseka . Und Saul und die Männer von Israel versammelten und lagerten sich im Terebinthentale , und sie stellten sich in Schlachtordnung auf , den Philistern gegenüber . Und die Philister standen am Berge jenseits , und Israel stand am Berge diesseits , und das Tal war zwischen ihnen . Und der Zwischenkämpfer trat aus den Lagern der Philister hervor , sein Name war Goliath , aus Gath ; seine Höhe war sechs Ellen und eine Spanne . Und er hatte einen ehernen Helm auf seinem Haupte , und er war mit einem Schuppenpanzer bekleidet , und das Gewicht des Panzers war fünftausend Sekel Erz . Und er hatte eherne Schienen an seinen Beinen und einen ehernen Wurfspieß zwischen seinen Schultern ; Und der Schaft seines Speeres war wie ein Weberbaum , und die Spitze seines Speeres war sechshundert Sekel Eisen . Und der Schildträger ging vor ihm her . Und er trat hin und rief den Schlachtreihen Israels zu und sprach zu ihnen : Warum ziehet ihr aus , euch in Schlachtordnung aufzustellen ? Bin ich nicht der Philister , und ihr die Knechte Sauls ? Wählet euch einen Mann , daß er zu mir herabkomme ! Wenn er mit mir zu kämpfen vermag und mich erschlägt , so wollen wir eure Knechte sein ; wenn ich ihn aber überwinde und ihn erschlage , so sollt ihr unsere Knechte sein und uns dienen . Und der Philister sprach : Ich habe die Schlachtreihen Israels verhöhnt an diesem Tage ! Gebet mir einen Mann , daß wir miteinander kämpfen ! Und Saul und ganz Israel hörten diese Worte des Philisters , und sie erschraken und fürchteten sich sehr . David nun war der Sohn jenes Ephratiters von Bethlehem-Juda , dessen Name Isai war und der acht Söhne hatte ; und der Mann war in den Tagen Sauls alt , im Alter vorgerückt unter den Männern . Und die drei ältesten Söhne Isais waren hingegangen , sie waren Saul nachgefolgt zum Streit ; und die Namen seiner drei Söhne , die in den Streit gezogen , waren : Eliab , der Erstgeborene , und sein Zweiter , Abinadab , und der Dritte , Schamma . Und David war der Jüngste , und die drei Ältesten waren Saul nachgefolgt . David aber ging hin und kam wieder zurück von Saul , um das Kleinvieh seines Vaters zu weiden zu Bethlehem . - Und der Philister trat morgens und abends herzu und stellte sich hin , vierzig Tage lang . - Und Isai sprach zu seinem Sohne David : Nimm doch für deine Brüder dieses Epha geröstete Körner und diese zehn Brote , und bringe sie schnell in das Lager zu deinen Brüdern ; und diese zehn Schnitten Milchkäse bringe dem Obersten über tausend und besuche deine Brüder , um nach ihrem Wohlergehen zu fragen , und nimm ein Pfand von ihnen mit . Saul und sie und alle Männer von Israel sind nämlich im Terebinthentale , streitend mit den Philistern . - Da machte sich David des Morgens früh auf und überließ das Kleinvieh einem Hüter ; und er nahm und ging hin , wie Isai ihm geboten hatte ; und er kam an die Wagenburg , als das Heer , das in die Schlachtreihe ausrückte , das Kampfgeschrei erhob . Und Israel und die Philister stellten sich auf , Schlachtreihe gegen Schlachtreihe . Und David überließ das Gerät , das er trug , der Hand des Hüters der Geräte und lief in die Schlachtreihe ; und er kam und fragte seine Brüder nach ihrem Wohlergehen . Und während er mit ihnen redete , siehe , da kam der Zwischenkämpfer herauf , Goliath , der Philister , sein Name , von Gath , aus den Schlachtreihen der Philister und sprach nach jenen Worten ; und David hörte es . Und alle Männer von Israel , als sie den Mann sahen , flohen vor ihm und fürchteten sich sehr . Und die Männer von Israel sprachen : Habt ihr diesen Mann gesehen , der heraufkommt ? Denn um Israel zu verhöhnen , kommt er herauf . Und es soll geschehen , den Mann , der ihn erschlägt , den will der König bereichern mit großem Reichtum , und er will ihm seine Tochter geben , und das Haus seines Vaters will er frei machen in Israel . Da sprach David zu den Männern , die bei ihm standen , und sagte : Was soll dem Manne geschehen , der diesen Philister da erschlägt und den Hohn von Israel abwendet ? Denn wer ist dieser Philister , dieser Unbeschnittene , daß er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt ? Und das Volk sprach zu ihm nach jenem Worte und sagte : So soll dem Manne geschehen , der ihn erschlägt . Und Eliab , sein ältester Bruder , hörte zu , als er zu den Männern redete ; und der Zorn Eliabs entbrannte wider David , und er sprach : Warum doch bist du herabgekommen , und wem hast du jene wenigen Schafe in der Wüste überlassen ? Ich kenne deine Vermessenheit wohl und die Bosheit deines Herzens ; denn um den Streit zu sehen , bist du herabgekommen . Und David sprach : Was habe ich nun getan ? Ist es nicht der Mühe wert ? Und er wandte sich von ihm ab , einem anderen zu , und sprach nach jenem Worte ; und das Volk gab ihm Antwort nach der vorigen Antwort . Und die Worte , welche David geredet hatte , wurden gehört und man erzählte sie vor Saul ; und er ließ ihn holen . Und David sprach zu Saul : Es entfalle keinem Menschen das Herz seinetwegen ! Dein Knecht will gehen und mit diesem Philister kämpfen . Aber Saul sprach zu David : Du vermagst nicht wider diesen Philister zu gehen , um mit ihm zu kämpfen ; denn du bist ein Jüngling , er aber ist ein Kriegsmann von seiner Jugend an . Da sprach David zu Saul : Dein Knecht weidete das Kleinvieh für seinen Vater ; kam nun ein Löwe oder ein Bär und trug ein Stück von der Herde fort , so lief ich ihm nach und schlug ihn und entriß es seinem Rachen ; und erhob er sich wider mich , so ergriff ich ihn bei dem Barte und schlug ihn und tötete ihn . Sowohl den Löwen als auch den Bären hat dein Knecht erschlagen ; und dieser Philister , dieser Unbeschnittene , soll sein wie einer von ihnen , weil er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt hat ! Und David sprach : Jehova , der mich aus den Klauen des Löwen und aus den Klauen des Bären errettet hat , er wird mich aus der Hand dieses Philisters erretten . Und Saul sprach zu David : Gehe hin , und Jehova sei mit dir ! Und Saul zog David seinen Rock an und setzte einen ehernen Helm auf sein Haupt und zog ihm einen Panzer an . Und David gürtete sein Schwert über seinen Rock und wollte gehen , denn er hatte es nie versucht . Da sprach David zu Saul : Ich kann nicht darin gehen , denn ich habe es nie versucht . Und David legte sie von sich ab . Und er nahm seinen Stab in seine Hand und wählte sich fünf glatte Steine aus dem Bache und tat sie in das Hirtengerät , das er hatte , in die Tasche , und seine Schleuder hatte er in seiner Hand ; und er trat an den Philister heran . Und der Philister ging und kam dem David immer näher , und der Mann , der den Schild trug , vor ihm her . Und als der Philister hinschaute und David sah , verachtete er ihn ; denn er war ein Jüngling und rötlich , dazu schön von Ansehen . Und der Philister sprach zu David : Bin ich ein Hund , daß du mit Stöcken zu mir kommst ? Und der Philister fluchte David bei seinen Göttern . Und der Philister sprach zu David : Komm her zu mir , daß ich dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes gebe ! Und David sprach zu dem Philister : Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspieß ; ich aber komme zu dir im Namen Jehovas der Heerscharen , des Gottes der Schlachtreihen Israels , den du verhöhnt hast . An diesem Tage wird Jehova dich in meine Hand überliefern , und ich werde dich erschlagen und dein Haupt von dir wegnehmen ; und die Leichname des Heeres der Philister werde ich an diesem Tage den Vögeln des Himmels und dem Wilde der Erde geben ; und die ganze Erde soll erkennen , daß Israel einen Gott hat . Und diese ganze Versammlung soll erkennen , daß Jehova nicht durch Schwert und durch Speer rettet ; denn Jehovas ist der Streit , und er wird euch in unsere Hand geben ! Und es geschah , als der Philister sich aufmachte und ging und nahte , David entgegen , da eilte David und lief der Schlachtreihe zu , dem Philister entgegen . Und David fuhr mit seiner Hand in das Gerät und nahm einen Stein heraus , und er schleuderte und traf den Philister an seine Stirn ; und der Stein drang in seine Stirn , und er fiel auf sein Angesicht zur Erde . So war David , mit der Schleuder und mit dem Steine , stärker als der Philister , und er schlug den Philister und tötete ihn ; und David hatte kein Schwert in der Hand . Und David lief und trat zu dem Philister hin , und er nahm sein Schwert und zog es aus seiner Scheide und tötete ihn , und hieb ihm den Kopf damit ab . Als aber die Philister sahen , daß ihr Held tot war , da flohen sie . Und die Männer von Israel und Juda machten sich auf und erhoben ein Geschrei und verfolgten die Philister bis zum Eingang des Tales und bis zu den Toren von Ekron ; und die Erschlagenen der Philister fielen auf dem Wege nach Schaaraim und bis Gath und bis Ekron . Und die Kinder Israel kehrten um von der Verfolgung der Philister und plünderten ihre Lager . Und David nahm das Haupt des Philisters und brachte es nach Jerusalem ; seine Waffen aber legte er in sein Zelt . Und als Saul David ausziehen sah , dem Philister entgegen , sprach er zu Abner , dem Heerobersten : Wessen Sohn ist doch der Jüngling , Abner ? Und Abner sprach : So wahr deine Seele lebt , o König , ich weiß es nicht ! Und der König sprach : Frage du , wessen Sohn der junge Mann ist . Und als David vom Erschlagen des Philisters zurückkehrte , da nahm ihn Abner und brachte ihn vor Saul ; und das Haupt des Philisters war in seiner Hand . Und Saul sprach zu ihm : Wessen Sohn bist du , Jüngling ? Und David sprach : Der Sohn deines Knechtes Isai , des Bethlehemiters . Und es geschah , als er aufgehört hatte , mit Saul zu reden , da verband sich die Seele Jonathans mit der Seele Davids ; und Jonathan liebte ihn wie seine Seele . Und Saul nahm ihn an jenem Tage zu sich und ließ ihn nicht in das Haus seines Vaters zurückkehren . Und Jonathan und David schlossen einen Bund , weil er ihn liebte wie seine Seele . Und Jonathan zog das Oberkleid aus , das er anhatte , und gab es David , und seinen Rock und bis auf sein Schwert und seinen Bogen und seinen Gürtel . Und David zog aus , wohin immer Saul ihn sandte , und er hatte Gelingen ; und Saul setzte ihn über die Kriegsleute ; und er war in den Augen des ganzen Volkes und auch in den Augen der Knechte Sauls wohlgefällig . Und es geschah , als sie einzogen , als David vom Erschlagen des Philisters zurückkehrte , da zogen die Weiber aus allen Städten Israels zu Gesang und Reigen dem König Saul entgegen , mit Tamburinen , mit Jubel und mit Triangeln . Und die Weiber , die da spielten , sangen und sprachen : Saul hat seine Tausende erschlagen , und David seine Zehntausende . Da ergrimmte Saul sehr , und dieses Wort war übel in seinen Augen , und er sprach : Sie haben David Zehntausende gegeben , und mir haben sie die Tausende gegeben ; es fehlt ihm nur noch das Königtum . Und Saul sah scheel auf David von jenem Tage an und hinfort . Und es geschah am anderen Tage , da geriet ein böser Geist von Gott über Saul , und er weissagte im Innern des Hauses ; David aber spielte mit seiner Hand , wie Tag für Tag , und der Speer war in der Hand Sauls . Und Saul warf den Speer und dachte : Ich will David an die Wand spießen ! Aber David wandte sich zweimal von ihm ab . Und Saul fürchtete sich vor David ; denn Jehova war mit ihm , und von Saul war er gewichen . Und Saul tat ihn von sich weg und setzte ihn zum Obersten über tausend ; und er zog aus und ein vor dem Volke her . Und es gelang David auf allen seinen Wegen , und Jehova war mit ihm . Und als Saul sah , daß es ihm wohl gelang , scheute er sich vor ihm . Aber ganz Israel und Juda hatten David lieb , denn er zog aus und ein vor ihnen her . Und Saul sprach zu David : Siehe , meine älteste Tochter Merab , die will ich dir zum Weibe geben ; nur sei mir ein tapferer Mann und streite die Streite Jehovas ! Saul aber dachte : Meine Hand soll nicht wider ihn sein , sondern die Hand der Philister soll wider ihn sein . Und David sprach zu Saul : Wer bin ich , und was ist mein Leben und das Geschlecht meines Vaters in Israel , daß ich des Königs Schwiegersohn werden sollte ? Und es geschah zu der Zeit , als Merab , die Tochter Sauls , dem David gegeben werden sollte , da wurde sie Adriel , dem Meholathiter , zum Weibe gegeben . Und Michal , die Tochter Sauls , liebte David ; und man berichtete es Saul , und die Sache war recht in seinen Augen . Und Saul sprach : Ich will sie ihm geben , daß sie ihm zum Fallstrick werde und die Hand der Philister wider ihn sei . Und Saul sprach zu David : Zum zweiten Male sollst du heute mein Schwiegersohn werden . Und Saul gebot seinen Knechten : Redet im geheimen zu David und sprechet : Siehe , der König hat Gefallen an dir , und alle seine Knechte haben dich lieb ; so werde nun des Königs Schwiegersohn . Und die Knechte Sauls redeten diese Worte vor den Ohren Davids . Und David sprach : Ist es ein Geringes in euren Augen , des Königs Schwiegersohn zu werden ? Bin ich doch ein armer und geringer Mann . Und die Knechte Sauls berichteten es ihm und sprachen : Nach diesen Worten hat David geredet . Da sprach Saul : So sollt ihr zu David sagen : Der König hat kein Begehr nach einer Heiratsgabe , sondern nach hundert Vorhäuten der Philister , um sich an den Feinden des Königs zu rächen . Saul aber gedachte David durch die Hand der Philister zu fällen . Und seine Knechte berichteten David diese Worte , und die Sache war recht in den Augen Davids , des Königs Schwiegersohn zu werden . Und noch waren die Tage nicht voll , da machte David sich auf und zog hin , er und seine Männer , und erschlug unter den Philistern zweihundert Mann ; und David brachte ihre Vorhäute , und man lieferte sie dem König vollzählig , damit er des Königs Schwiegersohn würde . Und Saul gab ihm seine Tochter Michal zum Weibe . Und Saul sah und erkannte , daß Jehova mit David war ; und Michal , die Tochter Sauls , hatte ihn lieb . Und Saul fürchtete sich noch mehr vor David ; und Saul wurde David feind alle Tage . Und die Fürsten der Philister zogen aus ; und es geschah , so oft sie auszogen , hatte David mehr Gelingen als alle Knechte Sauls , und sein Name wurde sehr geachtet . Und Saul redete zu seinem Sohne Jonathan und zu allen seinen Knechten , daß er David töten wolle . Jonathan aber , der Sohn Sauls , hatte großes Wohlgefallen an David . Und Jonathan berichtete es David und sprach : Mein Vater Saul sucht dich zu töten ; und nun hüte dich doch morgen und halte dich verborgen und verstecke dich . Ich aber will hinausgehen und an der Seite meines Vaters stehen auf dem Felde , wo du bist , und ich will zu meinem Vater von dir reden und sehen , wie es steht , und es dir berichten . Und Jonathan redete zu seinem Vater Saul Gutes von David und sprach zu ihm : Der König versündige sich nicht an seinem Knechte , an David ; denn er hat nicht gegen dich gesündigt , und seine Taten sind dir sehr nützlich . Und er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt und den Philister erschlagen , und Jehova hat dem ganzen Israel eine große Rettung geschafft . Du hast es gesehen und dich gefreut ; und warum willst du dich an unschuldigem Blute versündigen , indem du David tötest ohne Ursache ? Und Saul hörte auf die Stimme Jonathans , und Saul schwur : So wahr Jehova lebt , wenn er getötet wird ! Da rief Jonathan dem David , und Jonathan berichtete ihm alle diese Worte . Und Jonathan brachte David zu Saul , und er war vor ihm wie früher . Und es ward wiederum Krieg ; und David zog aus und stritt wider die Philister und richtete eine große Niederlage unter ihnen an , und sie flohen vor ihm . Und ein böser Geist von Jehova kam über Saul ; und er saß in seinem Hause , mit seinem Speer in der Hand , und David spielte mit der Hand . Und Saul suchte David mit dem Speere an die Wand zu spießen ; aber er wich aus vor Saul , und er stieß den Speer in die Wand . Und David floh und entrann in selbiger Nacht . Da sandte Saul Boten in das Haus Davids , um ihn zu bewachen und ihn am Morgen zu töten . Aber Michal , sein Weib , tat es David kund und sprach : Wenn du nicht diese Nacht deine Seele rettest , so wirst du morgen getötet werden . Und Michal ließ David durchs Fenster hinab ; und er ging weg und floh und entrann . Und Michal nahm den Teraphim und legte ihn ins Bett und legte das Geflecht von Ziegenhaar zu seinen Häupten und deckte ihn mit dem Tuche zu . Und Saul sandte Boten , um David zu holen ; und sie sprach : Er ist krank . Da sandte Saul die Boten , um David zu sehen , und sprach : Bringet ihn im Bett zu mir herauf , daß ich ihn töte ! Und die Boten kamen , und siehe , der Teraphim war im Bett , und das Geflecht von Ziegenhaar zu seinen Häupten . Da sprach Saul zu Michal : Warum hast du mich also betrogen und hast meinen Feind gehen lassen , daß er entronnen ist ? Und Michal sprach zu Saul : Er sagte zu mir : Laß mich gehen ! Warum sollte ich dich töten ? David aber war geflohen und entronnen ; und er kam zu Samuel nach Rama und berichtete ihm alles , was Saul ihm getan hatte . Und er und Samuel gingen hin und wohnten zu Najoth . Und es wurde Saul berichtet und gesagt : Siehe , David ist in Najoth zu Rama . Da sandte Saul Boten , um David zu holen . Als sie aber die Versammlung der Propheten sahen , welche weissagten , und Samuel als Vorsteher über sie dabeistehen , da kam der Geist Gottes über die Boten Sauls , und auch sie weissagten . Und man berichtete es Saul , und er sandte andere Boten , und auch sie weissagten ; und Saul sandte wiederum dritte Boten , und auch sie weissagten . Da ging auch er nach Rama und kam an die große Zisterne , die zu Seku ist ; und er fragte und sprach : Wo sind Samuel und David ? Und man sprach : Siehe , in Najoth zu Rama . Und er ging dorthin , nach Najoth zu Rama ; und auch über ihn kam der Geist Gottes , und er ging , immerfort weissagend , bis er in Najoth zu Rama ankam . Und auch er zog seine Oberkleider aus , und auch er weissagte vor Samuel , und er lag nackt da jenen ganzen Tag und die ganze Nacht . Daher sagt man : Ist auch Saul unter den Propheten ? Und David floh von Najoth zu Rama ; und er kam und sprach vor Jonathan : Was habe ich getan ? Was ist meine Ungerechtigkeit , und was meine Sünde vor deinem Vater , daß er nach meinem Leben trachtet ? Und er sprach zu ihm : Das sei ferne ! Du wirst nicht sterben . Siehe , mein Vater tut weder eine große noch eine kleine Sache , ohne daß er sie meinem Ohr eröffnete ; und warum sollte mein Vater diese Sache vor mir verbergen ? Es ist nicht so . Und David fuhr fort und schwur und sprach : Dein Vater weiß wohl , daß ich Gnade gefunden habe in deinen Augen , und er hat gedacht : Jonathan soll dieses nicht wissen , damit er sich nicht betrübe . Aber doch , so wahr Jehova lebt und deine Seele lebt , nur ein Schritt ist zwischen mir und dem Tode ! Und Jonathan sprach zu David : Was deine Seele spricht , das will ich für dich tun . Und David sprach zu Jonathan : Siehe , morgen ist Neumond , da ich eigentlich mit dem König beim Essen sitzen sollte ; so laß mich gehen , und ich will mich auf dem Felde verbergen bis zum dritten Abend . Wenn dein Vater mich etwa vermissen sollte , so sage : David hat sich&#039;s dringend von mir erbeten , nach Bethlehem , seiner Stadt , zu laufen ; denn daselbst ist das Jahresopfer für die ganze Familie . Wenn er so spricht : Es ist gut , so steht es wohl um deinen Knecht ; ergrimmt er aber , so wisse , daß das Böse seinerseits beschlossen ist . Erweise denn Güte an deinem Knechte , denn du hast deinen Knecht in einen Bund Jehovas mit dir treten lassen ! Wenn aber eine Ungerechtigkeit an mir ist , so töte du mich ; denn warum wolltest du mich doch zu deinem Vater bringen ? Und Jonathan sprach : Das sei ferne von dir ! Denn wenn ich sicher weiß , daß es von seiten meines Vaters beschlossen ist , daß das Böse über dich komme , sollte ich es dir dann nicht berichten ? Und David sprach zu Jonathan : Wer soll es mir berichten , wenn etwa dein Vater dir Hartes antwortet ? Und Jonathan sprach zu David : Komm und laß uns aufs Feld hinausgehen . Und sie gingen beide hinaus aufs Feld . Und Jonathan sprach zu David : Jehova , Gott Israels ! Wenn ich meinen Vater um diese Zeit morgen oder übermorgen ausforsche , und siehe , es steht gut für David , und ich nicht alsdann zu dir sende und es deinem Ohr eröffne , so tue Jehova dem Jonathan , und so füge er hinzu ! Wenn meinem Vater Böses wider dich gefällt , so werde ich es deinem Ohr eröffnen und dich ziehen lassen , daß du in Frieden weggehest ; und Jehova sei mit dir , so wie er mit meinem Vater gewesen ist . Und nicht nur während ich noch lebe , und nicht nur an mir sollst du Güte Jehovas erweisen , daß ich nicht sterbe ; auch meinem Hause sollst du deine Güte nicht entziehen ewiglich , auch nicht , wenn Jehova die Feinde Davids ausrotten wird , einen jeden vom Erdboden hinweg ! Und Jonathan machte einen Bund mit dem Hause Davids und sprach : So fordere es Jehova von der Hand der Feinde Davids ! Und Jonathan ließ David nochmals bei seiner Liebe zu ihm schwören ; denn er liebte ihn , wie er seine Seele liebte . Und Jonathan sprach zu ihm : Morgen ist Neumond ; und man wird dich vermissen , denn dein Sitz wird leer bleiben . Am dritten Tage aber steige eilends herab und komm an den Ort , wo du dich verborgen hattest am Tage der Tat , und bleibe neben dem Steine Asel . Ich nun , ich werde drei Pfeile zu seiner Seite abschießen , als schösse ich für mich nach einem Ziele . Und siehe , ich werde den Knaben senden : Gehe hin , suche die Pfeile ! Wenn ich ausdrücklich zu dem Knaben spreche : Siehe , die Pfeile sind von dir ab herwärts , nimm sie ! so komm ! Denn es steht wohl um dich , und es ist nichts , so wahr Jehova lebt ! Wenn ich aber also zu dem Jüngling spreche : Siehe , die Pfeile sind von dir ab hinwärts ! so gehe , denn Jehova sendet dich weg . Was aber die Sache betrifft , die wir besprochen haben , ich und du , siehe , Jehova ist zwischen mir und dir auf ewig . Und David verbarg sich auf dem Felde . Und es wurde Neumond , und der König setzte sich zum Mahle , um zu essen . Und der König setzte sich auf seinen Sitz , wie die anderen Male , auf den Sitz an der Wand ; und Jonathan stand auf , und Abner setzte sich zur Seite Sauls ; und der Platz Davids blieb leer . Saul aber sagte nichts an selbigem Tage , denn er dachte : Es ist ihm etwas widerfahren ; er ist nicht rein , gewiß , er ist nicht rein . Und es geschah am anderen Tage des Neumondes , dem zweiten , als der Platz Davids leer blieb , da sprach Saul zu seinem Sohne Jonathan : Warum ist der Sohn Isais weder gestern noch heute zum Mahle gekommen ? Und Jonathan antwortete Saul : David hat sich&#039;s dringend von mir erbeten , nach Bethlehem zu gehen , und er sprach : Laß mich doch gehen , denn wir haben ein Familienopfer in der Stadt ; und mein Bruder selbst hat mich entboten ; und nun , wenn ich Gnade gefunden habe in deinen Augen , so laß mich doch gehen , daß ich meine Brüder sehe ! Darum ist er nicht an den Tisch des Königs gekommen . Da entbrannte der Zorn Sauls wider Jonathan , und er sprach zu ihm : Sohn einer widerspenstigen Verkehrten ! Weiß ich nicht , daß du den Sohn Isais auserkoren hast zu deiner Schande und zur Schande der Blöße deiner Mutter ? Denn alle die Tage , die der Sohn Isais auf Erden lebt , wirst du nicht feststehen , weder du noch dein Königtum ; und nun sende hin und laß ihn zu mir holen , denn er ist ein Kind des Todes ! Und Jonathan antwortete seinem Vater Saul und sprach zu ihm : Warum soll er getötet werden ? Was hat er getan ? Da warf Saul den Speer nach ihm , um ihn zu treffen ; und Jonathan erkannte , daß es von seiten seines Vaters beschlossen sei , David zu töten . Und Jonathan stand vom Tische auf in glühendem Zorn , und er aß am zweiten Tage des Neumondes keine Speise ; denn er war betrübt um David , weil sein Vater ihn geschmäht hatte . Und es geschah am Morgen , da ging Jonathan aufs Feld hinaus , an den Ort , den er mit David verabredet hatte , und ein kleiner Knabe war mit ihm . Und er sprach zu seinem Knaben : Laufe , suche doch die Pfeile , die ich abschieße ! Der Knabe lief , und er schoß den Pfeil über ihn hinaus . Und als der Knabe an den Ort des Pfeiles kam , welchen Jonathan abgeschossen hatte , da rief Jonathan dem Knaben nach und sprach : Der Pfeil ist ja von dir ab hinwärts ! Und Jonathan rief dem Knaben nach : Schnell , eile , stehe nicht still ! Und der Knabe Jonathans las den Pfeil auf und kam zu seinem Herrn . Der Knabe aber wußte um nichts ; nur Jonathan und David wußten um die Sache . Und Jonathan gab seine Waffen seinem Knaben und sprach zu ihm : Gehe , bringe sie in die Stadt . Der Knabe ging , und David machte sich auf von der Südseite her und fiel auf sein Antlitz zur Erde und beugte sich dreimal nieder ; und sie küßten einander und weinten miteinander , bis David über die Maßen weinte . Und Jonathan sprach zu David : Gehe hin in Frieden ! Es sei , wie wir beide im Namen Jehovas geschworen haben , als wir sagten : Jehova sei zwischen mir und dir und zwischen meinem Samen und deinem Samen auf ewig ! Und David machte sich auf und ging hinweg ; Jonathan aber kam in die Stadt . Und David kam nach Nob , zu Ahimelech , dem Priester . Und Ahimelech kam David ängstlich entgegen und sprach zu ihm : Warum bist du allein , und niemand ist bei dir ? Und David sprach zu dem Priester Ahimelech : Der König hat mir eine Sache geboten ; und er sprach zu mir : Niemand soll irgendwie um die Sache wissen , in der ich dich sende und die ich dir geboten habe ! Und die Knaben habe ich an den und den Ort beschieden . Und nun , was ist unter deiner Hand ? Gib fünf Brote in meine Hand , oder was sich vorfindet . Und der Priester antwortete David und sprach : Es ist kein gemeines Brot unter meiner Hand , sondern nur heiliges Brot ist da ; wenn sich nur die Knaben der Weiber enthalten haben ! Und David antwortete dem Priester und sprach zu ihm : Ja , denn Weiber sind uns versagt seit gestern und vorgestern , als ich auszog , und die Gefäße der Knaben sind heilig . Und es ist einigermaßen gemeines Brot , und das um so mehr , als heute neues in den Gefäßen geheiligt wird . Da gab ihm der Priester heiliges Brot ; denn es war daselbst kein anderes Brot , als nur das Schaubrot , das vor Jehova weggenommen worden war , um warmes Brot aufzulegen am Tage seiner Wegnahme . ( Es war aber daselbst an jenem Tage ein Mann von den Knechten Sauls , der sich zurückgezogen vor Jehova aufhielt , sein Name war Doeg , der Edomiter ; er war der Aufseher der Hirten Sauls . ) Und David sprach zu Ahimelech : Und ist hier nicht unter deiner Hand ein Speer oder ein Schwert ? Denn weder mein Schwert noch meine Waffen habe ich zur Hand genommen , weil die Sache des Königs dringend war . Und der Priester sprach : Das Schwert Goliaths , des Philisters , den du im Terebinthental erschlagen hast , siehe , es ist in ein Oberkleid gewickelt hinter dem Ephod ; wenn du es dir nehmen willst , so nimm es , denn es ist kein anderes hier außer diesem . Und David sprach : Seinesgleichen gibt es nicht ; gib es mir ! Und David machte sich auf und floh an selbigem Tage vor Saul , und er kam zu Achis , dem König von Gath . Und die Knechte Achis&#039; sprachen zu ihm : Ist das nicht David , der König des Landes ? Haben sie nicht von diesem in den Reigen gesungen und gesprochen : &quot; Saul hat seine Tausende erschlagen , und David seine Zehntausende &quot; ? Und David nahm sich diese Worte zu Herzen und fürchtete sich sehr vor Achis , dem König von Gath . Und er verstellte seinen Verstand vor ihren Augen und tat unsinnig unter ihren Händen , und er kritzelte an die Flügel des Tores und ließ seinen Speichel auf seinen Bart herabfließen . Da kam Achis zu seinen Knechten : Siehe , ihr sehet einen wahnsinnigen Mann ; warum bringet ihr ihn zu mir ? Fehlt es mir an Wahnsinnigen , daß ihr diesen hergebracht habt , um sich bei mir wahnsinnig zu gebärden ? Sollte der in mein Haus kommen ? Und David ging von dannen und entrann in die Höhle Adullam . Und als seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters es hörten , kamen sie dorthin zu ihm hinab . Und es versammelten sich zu ihm jeder Bedrängte , und jeder , der einen Gläubiger hatte , und jeder , der erbitterten Gemütes war , und er wurde ihr Oberster , und es waren bei ihm an vierhundert Mann . Und David ging von dannen nach Mizpe-Moab ; und er sprach zu dem König von Moab : Laß doch meinen Vater und meine Mutter ausziehen und bei euch sein , bis ich weiß , was Gott mir tun wird . Und er führte sie vor den König von Moab , und sie wohnten bei ihm alle Tage , die David auf der Bergfeste war . Und Gad , der Prophet , sprach zu David : Bleibe nicht auf der Bergfeste ; gehe hin und begib dich in das Land Juda . Und David ging hin und kam in den Wald Hereth . Und als Saul hörte , daß David und die Männer , die bei ihm waren , entdeckt worden seien , Saul aber saß zu Gibea , unter der Tamariske auf der Anhöhe , mit seinem Speer in der Hand , und alle seine Knechte standen bei ihm , da sprach Saul zu seinen Knechten , die bei ihm standen : Höret doch , ihr Benjaminiter ! Wird auch der Sohn Isais euch allen Felder und Weinberge geben , euch alle zu Obersten über tausend und zu Obersten über hundert machen , daß ihr euch alle wider mich verschworen habt , und keiner es meinem Ohr eröffnet , wenn mein Sohn einen Bund mit dem Sohne Isais gemacht hat , und keiner von euch sich kränkt meinethalben und es meinem Ohr eröffnet , daß mein Sohn meinen Knecht als Laurer wider mich aufgewiegelt hat , wie es an diesem Tage ist ? Da antwortete Doeg , der Edomiter , der bei den Knechten Sauls stand , und sprach : Ich sah den Sohn Isais nach Nob kommen zu Ahimelech , dem Sohne Ahitubs . Und er befragte Jehova für ihn und gab ihm Zehrung , und das Schwert Goliaths , des Philisters , gab er ihm . Da sandte der König hin , Ahimelech , den Sohn Ahitubs , den Priester , zu rufen , sowie das ganze Haus seines Vaters , die Priester , die zu Nob waren ; und sie kamen alle zum König . Und Saul sprach : Höre doch , Sohn Ahitubs ! Und er sprach : Hier bin ich , mein Herr ! Und Saul sprach zu ihm : Warum habt ihr euch wider mich verschworen , du und der Sohn Isais , indem du ihm Brot und ein Schwert gegeben und Gott für ihn befragt hast , damit er als Laurer wider mich aufstehe , wie es an diesem Tage ist ? Und Ahimelech antwortete dem König und sprach : Und wer unter all deinen Knechten ist wie David , treu , und des Königs Schwiegersohn , und der Zutritt hat zu deinem geheimen Rat und geehrt ist in deinem Hause ? Habe ich heute angefangen , Gott für ihn zu befragen ? Das sei ferne von mir ! Nicht lege der König seinem Knechte etwas zur Last , noch dem ganzen Hause meines Vaters ; denn dein Knecht hat von allem diesem nichts gewußt , weder Kleines noch Großes . Aber der König sprach : Du mußt gewißlich sterben Ahimelech , du und das ganze Haus deines Vaters ! Und der König sprach zu den Läufern , die bei ihm standen : Wendet euch und tötet die Priester Jehovas , weil auch ihre Hand mit David ist und , weil sie wußten , daß er floh und es meinem Ohre nicht eröffnet haben . Aber die Knechte des Königs wollten ihre Hand nicht ausstrecken , um über die Priester Jehovas herzufallen . Da sprach der König zu Doeg : Wende du dich und falle über die Priester her ! Und Doeg , der Edomiter , wandte sich und fiel über die Priester her , und er tötete an selbigem Tage fünfundachtzig Mann , die das leinene Ephod trugen . Und Nob , die Stadt der Priester , schlug er mit der Schärfe des Schwertes , vom Manne bis zum Weibe , vom Kinde bis zum Säugling , und Rind und Esel und Kleinvieh , mit der Schärfe des Schwertes . Und es entrann ein Sohn Ahimelechs , des Sohnes Ahitubs , sein Name war Abjathar ; und er entfloh , David nach . Und Abjathar berichtete David , daß Saul die Priester Jehovas ermordet hätte . Da sprach David zu Abjathar : Ich wußte an jenem Tage , weil Doeg , der Edomiter , daselbst war , daß er es Saul sicher berichten würde . Ich bin schuldig an allen Seelen des Hauses deines Vaters . Bleibe bei mir , fürchte dich nicht ; denn wer nach meiner Seele trachtet , trachtet nach deiner Seele ; denn bei mir bist du wohlbewahrt . Und man berichtete David und sprach : Siehe , die Philister streiten wider Kehila , und sie plündern die Tennen . Und David befragte Jehova und sprach : Soll ich hinziehen und diese Philister schlagen ? Und Jehova sprach zu David : Ziehe hin , und schlage die Philister und rette Kehila . Aber die Männer Davids sprachen zu ihm : Siehe , wir fürchten uns hier in Juda , und wie sollten wir gar nach Kehila wider die Schlachtreihen der Philister ziehen ? Da befragte David wiederum Jehova , und Jehova antwortete ihm und sprach : Mache dich auf , ziehe nach Kehila hinab ; denn ich werde die Philister in deine Hand geben . Und David zog mit seinen Männern nach Kehila und stritt wider die Philister , und er trieb ihr Vieh weg und richtete eine große Niederlage unter ihnen an . Und so rettete David die Bewohner von Kehila . - Es geschah aber , als Abjathar , der Sohn Ahimelechs , zu David nach Kehila floh , da kam er hinab mit einem Ephod in seiner Hand . Und es wurde Saul berichtet , daß David nach Kehila gekommen wäre . Da sprach Saul : Gott hat ihn verworfen und in meine Hand überliefert ; denn er hat sich eingeschlossen , indem er in eine Stadt mit Toren und Riegeln gekommen ist . Und Saul rief alles Volk , zum Streit auf , um nach Kehila hinabzuziehen , David und seine Männer zu belagern . Und als David erfuhr , daß Saul Böses wider ihn schmiedete , da sprach er zu Abjathar , dem Priester : Bringe das Ephod her ! Und David sprach : Jehova , Gott Israels ! Dein Knecht hat für gewiß gehört , daß Saul danach trachtet , nach Kehila zu kommen , um die Stadt zu verderben um meinetwillen . Werden die Bürger von Kehila mich seiner Hand ausliefern ? Wird Saul herabziehen , wie dein Knecht gehört hat ? Jehova , Gott Israels , tue es doch deinem Knechte kund ! Und Jehova sprach : Er wird herabziehen . Und David sprach : Werden die Bürger von Kehila mich und meine Männer der Hand Sauls ausliefern ? Und Jehova sprach : Sie werden dich ausliefern . Da machten David und seine Männer sich auf , bei sechshundert Mann , und sie zogen von Kehila aus und gingen , wohin sie gehen konnten . Und es wurde Saul berichtet , daß David aus Kehila entronnen wäre ; da stand er davon ab auszuziehen . Und David blieb in der Wüste auf den Bergfesten , und er blieb auf dem Gebirge in der Wüste Siph . Und Saul suchte ihn alle Tage , aber Gott gab ihn nicht in seine Hand . Und David sah , daß Saul ausgezogen war , um nach seinem Leben zu trachten ; und David war in der Wüste Siph , im Walde . Da machte sich Jonathan , der Sohn Sauls , auf und ging zu David in den Wald und stärkte seine Hand in Gott . Und er sprach zu ihm : Fürchte dich nicht ! Denn die Hand meines Vaters Saul wird dich nicht finden ; und du wirst König werden über Israel , und ich werde der zweite nach dir sein ; und auch mein Vater Saul weiß es so . Und sie schlossen beide einen Bund vor Jehova . Und David blieb im Walde , und Jonathan ging nach seinem Hause . Da zogen die Siphiter zu Saul hinauf , nach Gibea , und sprachen : Hält sich David nicht bei uns verborgen auf den Bergfesten im Walde , auf dem Hügel Hakila , der zur Rechten der Wildnis ist ? Und nun , o König , wenn irgend deine Seele es begehrt , herabzukommen , so komm herab ; und an uns ist es , ihn der Hand des Königs auszuliefern . Und Saul sprach : Gesegnet seiet ihr von Jehova , daß ihr euch meiner erbarmt habt ! Gehet doch hin , vergewissert euch noch mehr , und erkundet und sehet seinen Ort , wo sein Fuß weilt , und wer ihn daselbst gesehen hat ; denn man hat mir gesagt , er sei sehr listig . Und besehet und kundet alle Schlupfwinkel aus , wo er sich versteckt hält , und kommet wieder zu mir mit sicherer Kunde ; und ich werde mit euch gehen . Und es soll geschehen , wenn er im Lande ist , so will ich ihn aufspüren unter allen Tausenden Judas ! Und sie machten sich auf und gingen nach Siph , vor Saul her . David und seine Männer waren aber in der Wüste Maon , in der Ebene , zur Rechten der Wildnis . Und Saul und seine Männer zogen hin , um ihn zu suchen ; und man berichtete es David , und er ging den Felsen hinab und blieb in der Wüste Maon . Und als Saul es hörte , jagte er David nach in die Wüste Maon . Und Saul ging auf dieser Seite des Berges , David aber und seine Männer auf jener Seite des Berges . Und es geschah , als David eilte , Saul zu entgehen , und Saul und seine Männer David und seine Männer umringten , um sie zu fangen , da kam ein Bote zu Saul und sprach : Eile und komm , denn die Philister sind ins Land eingefallen ! Da kehrte Saul um von der Verfolgung Davids und zog den Philistern entgegen . Daher nannte man jenen Ort : Selach-Hammachlekoth . Und David zog von dannen hinauf und blieb auf den Bergfesten von Engedi . Und es geschah , als Saul von der Verfolgung der Philister zurückgekehrt war , da berichtete man ihm und sprach : Siehe , David ist in der Wüste Engedi . Und Saul nahm dreitausend auserlesene Männer aus ganz Israel und zog hin , um David und seine Männer auf den Steinbockfelsen zu suchen . Und er kam zu den Kleinviehhürden am Wege , wo eine Höhle war , und Saul ging hinein , um seine Füße zu bedecken ; David aber und seine Männer saßen am hinteren Ende der Höhle . Da sprachen die Männer Davids zu ihm : Siehe , das ist der Tag , von welchem Jehova zu dir gesagt hat : Siehe , ich werde deinen Feind in deine Hand geben , und tue ihm , wie es gut ist in deinen Augen . Und David stand auf und schnitt heimlich einen Zipfel von dem Oberkleide Sauls ab . Aber es geschah hernach , da schlug dem David sein Herz , darum daß er den Zipfel von dem Oberkleide Sauls abgeschnitten hatte ; und er sprach zu seinen Männern : Jehova lasse es fern von mir sein , daß ich so etwas an meinem Herrn , dem Gesalbten Jehovas , tun sollte , meine Hand gegen ihn auszustrecken ! Denn er ist der Gesalbte Jehovas . Und David wehrte seinen Männern mit diesen Worten und ließ ihnen nicht zu , sich wider Saul zu erheben . Und Saul stand auf aus der Höhle und zog seines Weges . Und nachher machte David sich auf , und er ging aus der Höhle hinaus und rief hinter Saul her und sprach : Mein Herr König ! Und Saul blickte hinter sich , und David neigte sein Antlitz zur Erde und beugte sich nieder . Und David sprach zu Saul : Warum hörst du auf die Worte der Menschen , welche sagen : Siehe , David sucht dein Unglück ? Siehe , an diesem Tage haben deine Augen gesehen , daß Jehova dich heute in meine Hand gegeben hat in der Höhle . Und man sagte mir , ich solle dich töten ; aber mein Auge schonte deiner , und ich sprach : Ich will meine Hand nicht wider meinen Herrn ausstrecken , denn er ist der Gesalbte Jehovas ! Und sieh , mein Vater , ja , sieh den Zipfel deines Oberkleides in meiner Hand ! Denn daß ich einen Zipfel deines Oberkleides abgeschnitten und dich nicht getötet habe , daran erkenne und sieh , daß nichts Böses in meiner Hand ist , noch ein Vergehen , und daß ich nicht an dir gesündigt habe ; du aber stellst meinem Leben nach , um es zu nehmen . Jehova richte zwischen mir und dir , und Jehova räche mich an dir ; aber meine Hand soll nicht wider dich sein . Wie der Spruch der Vorväter sagt : Von den Gesetzlosen kommt Gesetzlosigkeit ; aber meine Hand soll nicht wider dich sein . Hinter wem zieht der König von Israel her ? Wem jagst du nach ? Einem toten Hunde , einem Floh ! So sei denn Jehova Richter , und richte zwischen mir und dir ; und er sehe darein und führe meine Streitsache und verschaffe mir Recht aus deiner Hand ! Und es geschah , als David diese Worte zu Saul ausgeredet hatte , da sprach Saul : Ist das deine Stimme , mein Sohn David ? Und Saul erhob seine Stimme und weinte . Und er sprach zu David : Du bist gerechter als ich . Denn du hast mir Gutes erzeigt , ich aber habe dir Böses erzeigt ; und du hast heute bewiesen , daß du Gutes an mir getan hast , da Jehova mich in deine Hand geliefert , und du mich nicht getötet hast . Denn wenn jemand seinen Feind findet , wird er ihn auf gutem Wege ziehen lassen ? So möge Jehova dir Gutes vergelten für das , was du an diesem Tage an mir getan hast ! Und nun siehe , ich weiß , daß du gewißlich König werden wirst , und daß in deiner Hand das Königtum Israels bestehen wird ; so schwöre mir nun bei Jehova , daß du meinen Samen nach mir nicht ausrotten und meinen Namen nicht vertilgen willst aus dem Hause meines Vaters ! Und David schwur Saul . Und Saul ging nach seinem Hause ; David und seine Männer aber stiegen auf die Bergfeste . Und Samuel starb ; und ganz Israel versammelte sich und klagte um ihn und begrub ihn in seinem Hause zu Rama . Und David machte sich auf und zog hinab in die Wüste Paran . Und es war ein Mann in Maon , der seine Geschäfte zu Karmel hatte ; und der Mann war sehr vermögend und hatte dreitausend Schafe und tausend Ziegen ; und er war während der Schur seiner Schafe in Karmel . Und der Name des Mannes war Nabal , und der Name seines Weibes Abigail . Und das Weib war von guter Einsicht und schön von Gestalt ; der Mann aber war hart und boshaft in seinen Handlungen , und er war ein Kalebiter . Und David hörte in der Wüste , daß Nabal seine Schafe schor . Da sandte David zehn Knaben , und David sprach zu den Knaben : Ziehet nach Karmel hinauf , und gehet zu Nabal und fraget ihn in meinem Namen nach seinem Wohlergehen , und sprechet also : Lebe lange ! Und Friede dir , und Friede deinem Hause , und Friede allem , was dein ist ! Und jetzt habe ich gehört , daß du die Schafscherer hast ; nun , deine Hirten sind bei uns gewesen , wir haben ihnen nichts zuleide getan , und nicht das Geringste ist von ihnen vermißt worden alle die Tage , die sie zu Karmel gewesen sind . Frage deine Knaben , und sie werden es dir kundtun . Mögen denn die Knaben Gnade finden in deinen Augen , denn an einem guten Tage sind wir gekommen ; gib doch deinen Knechten und deinem Sohne David , was deine Hand findet ! Und die Knaben Davids kamen hin und redeten zu Nabal nach allen diesen Worten , im Namen Davids ; und sie hielten inne . Aber Nabal antwortete den Knechten Davids und sprach : Wer ist David , und wer der Sohn Isais ? Heutzutage sind der Knechte viele , die davonlaufen , ein jeder seinem Herrn . Und ich sollte mein Brot und mein Wasser nehmen und mein Geschlachtetes , das ich für meine Scherer geschlachtet habe , und es Männern geben , von denen ich nicht weiß , woher sie sind ? Und die Knaben Davids wandten sich auf ihren Weg ; und sie kehrten zurück und kamen und berichteten ihm nach allen diesen Worten . Da sprach David zu seinen Männern : Gürtet ein jeder sein Schwert um ! Und sie gürteten ein jeder sein Schwert um , und auch David gürtete sein Schwert um ; und sie zogen hinauf , hinter David her , bei vierhundert Mann , und zweihundert blieben bei dem Geräte . Und ein Knabe von den Knaben berichtete der Abigail , dem Weibe Nabals , und sprach : Siehe , David hat Boten aus der Wüste gesandt , um unseren Herrn zu segnen ; aber er hat sie angefahren . Und doch sind die Männer sehr gut gegen uns gewesen ; und es ist uns nichts zuleide geschehen , und wir haben nicht das Geringste vermißt alle die Tage , die wir mit ihnen umhergezogen sind , als wir auf dem Felde waren . Sie sind eine Mauer um uns gewesen bei Nacht wie bei Tage , alle die Tage , die wir bei ihnen waren und das Kleinvieh weideten . Und nun wisse und sieh zu , was du tun willst ; denn das Unglück ist beschlossen gegen unseren Herrn und über sein ganzes Haus ; und er ist ein solcher Sohn Belials , daß man nicht zu ihm reden kann . Da eilte Abigail und nahm zweihundert Brote und zwei Schläuche Wein und fünf zubereitete Schafe und fünf Maß geröstete Körner und hundert Rosinenkuchen und zweihundert Feigenkuchen , und lud sie auf Esel ; und sie sprach zu ihren Knaben : Ziehet vor mir hin ; siehe , ich komme hinter euch her . Aber ihrem Manne Nabal sagte sie nichts davon . Und es geschah , als sie auf dem Esel ritt und an einer durch den Berg verdeckten Stelle herabkam , siehe , da kamen David und seine Männer herab , ihr entgegen ; und sie stieß auf sie . David aber hatte gesagt : Fürwahr , umsonst habe ich alles behütet , was diesem Menschen in der Wüste gehörte , so daß nicht das Geringste vermißt wurde von allem , was sein ist ; und er hat mir Böses für Gutes vergolten ! So tue Gott den Feinden Davids , und so füge er hinzu , wenn ich von allem , was sein ist , bis zum Morgenlicht übriglasse , was männlich ist ! Und als Abigail David sah , da stieg sie eilends von dem Esel herab ; und sie fiel vor David auf ihr Angesicht und beugte sich zur Erde nieder ; und sie fiel ihm zu Füßen und sprach : Auf mir , mir , mein Herr , sei die Schuld ! Und laß doch deine Magd zu deinen Ohren reden , und höre die Worte deiner Magd ! Mein Herr kümmere sich doch nicht um diesen Mann Belials , um Nabal ; denn wie sein Name , so ist er : Nabal ist sein Name , und Torheit ist bei ihm . Und ich , deine Magd , habe die Knaben meines Herrn nicht gesehen , die du gesandt hast . Und nun , mein Herr , so wahr Jehova lebt und deine Seele lebt , Jehova hat dich verhindert in Blutschuld zu kommen , und daß deine Hand dir Hilfe schaffe ! Und nun , mögen wie Nabal sein deine Feinde und die Böses suchen wider meinen Herrn ! Und nun , dieses Geschenk , das deine Magd meinem Herrn gebracht hat , es werde den Knaben gegeben , die im Gefolge meines Herrn ziehen . Vergib doch das Vergehen deiner Magd ! Denn gewißlich wird Jehova meinem Herrn ein beständiges Haus machen , weil mein Herr die Streite Jehovas streitet , und kein Böses an dir gefunden ward , seitdem du lebst . Und ein Mensch ist aufgestanden , dich zu verfolgen und nach deiner Seele zu trachten ; aber die Seele meines Herrn wird eingebunden sein in das Bündel der Lebendigen bei Jehova , deinem Gott ; und die Seele deiner Feinde , die wird er wegschleudern in der Pfanne der Schleuder . Und es wird geschehen , wenn Jehova meinem Herrn tun wird nach all dem Guten , das er über dich geredet hat , und dich bestellen wird zum Fürsten über Israel , so wird dir dieses nicht zum Anstoß sein , noch zum Herzensvorwurf für meinen Herrn , daß du Blut vergossen habest ohne Ursache , und daß mein Herr sich selbst Hilfe geschafft habe . Und wenn Jehova meinem Herrn wohltun wird , so gedenke deiner Magd . Und David sprach zu Abigail : Gepriesen sei Jehova , der Gott Israels , der dich an diesem Tage mir entgegengesandt hat ! Und gesegnet sei dein Verstand , und gesegnet seiest du , daß du mich heute davon zurückgehalten hast , in Blutschuld zu kommen und mir mit meiner Hand Hilfe zu schaffen ! Doch aber , so wahr Jehova lebt , der Gott Israels , der mich verhindert hat , dir Übles zu tun , wenn du nicht geeilt hättest und mir nicht entgegengekommen wärest , so wäre dem Nabal bis zum Morgenlicht nicht übriggeblieben , was männlich ist ! Und David nahm von ihrer Hand , was sie ihm gebracht hatte , und sprach zu ihr : Ziehe in Frieden hinauf nach deinem Hause . Siehe , ich habe auf deine Stimme gehört und deine Person angesehen . Und als Abigail zu Nabal kam , siehe , da hatte er ein Mahl in seinem Hause wie ein Königsmahl ; und das Herz Nabals war fröhlich in ihm , und er war trunken über die Maßen . Und sie berichtete ihm weder Kleines noch Großes , bis der Morgen hell wurde . Und es geschah am Morgen , als der Weinrausch von Nabal gegangen war , da berichtete ihm sein Weib diese Dinge ; und sein Herz erstarb in seinem Innern , und er wurde wie ein Stein . Und es geschah ungefähr zehn Tage nachher , da schlug Jehova Nabal , und er starb . Und als David hörte , daß Nabal gestorben war , sprach er : Gepriesen sei Jehova , der den Rechtsstreit meiner Schmach von seiten Nabals geführt und seinen Knecht vom Bösen abgehalten hat ! Und die Bosheit Nabals hat Jehova auf seinen Kopf zurückkehren lassen . Und David sandte hin und warb um Abigail , um sie sich zum Weibe zu nehmen . Und die Knechte Davids kamen zu Abigail nach Karmel ; und sie redeten zu ihr und sprachen : David hat uns zu dir gesandt , um dich zu seinem Weibe zu nehmen . Da stand sie auf und beugte sich nieder , das Antlitz zur Erde , und sprach : Siehe , deine Magd als Dienerin , um die Füße der Knechte meines Herrn zu waschen . Und Abigail machte sich eilends auf und bestieg einen Esel , sie und ihre fünf Mägde , die ihrem Fuße folgten ; und sie zog den Boten Davids nach , und sie wurde sein Weib . Und David hatte auch Achinoam von Jisreel genommen ; und so wurden sie alle beide seine Weiber . Saul aber hatte seine Tochter Michal , das Weib Davids , Palti , dem Sohne des Lais , aus Gallim , gegeben . Und die Siphiter kamen zu Saul nach Gibea und sprachen : Hält sich David nicht verborgen auf dem Hügel Hakila vor der Wildnis ? Da machte Saul sich auf und zog in die Wüste Siph hinab , und mit ihm dreitausend auserlesene Männer von Israel , um David in der Wüste Siph zu suchen ; und Saul lagerte sich auf dem Hügel Hakila , der vor der Wildnis am Wege liegt . David aber wohnte in der Wüste . Und als er sah , daß Saul ihm in die Wüste nachgekommen war , da sandte David Kundschafter aus , und er erfuhr mit Gewißheit , daß Saul gekommen war . Und David machte sich auf und kam an den Ort , wo Saul lagerte ; und David sah den Ort , wo Saul lag und Abner , der Sohn Ners , sein Heeroberster ; Saul lag aber in der Wagenburg , und das Volk lagerte um ihn her . Und David hob an und sprach zu Ahimelech , dem Hethiter , und zu Abisai , dem Sohne der Zeruja , dem Bruder Joabs , und sprach : Wer will mit mir zu Saul in das Lager hinabgehen ? Und Abisai sprach : Ich will mit dir hinabgehen . Und David und Abisai kamen zu dem Volke bei der Nacht ; und siehe , Saul lag schlafend in der Wagenburg , und sein Speer war in die Erde gesteckt zu seinen Häupten ; und Abner und das Volk lagen rings um ihn her . Und Abisai sprach zu David : Heute hat Gott deinen Feind in deine Hand geliefert ; und nun laß mich ihn doch mit dem Speere an die Erde spießen , ein einziges Mal , und ich werde es nicht zweimal tun . Aber David sprach zu Abisai : Verderbe ihn nicht ! Denn wer streckte seine Hand gegen den Gesalbten Jehovas aus und bliebe schuldlos ? Und David sprach : So wahr Jehova lebt , wenn nicht Jehova ihn schlagen wird , sei es daß sein Tag kommt , daß er stirbt , oder daß er in den Streit hinabzieht und weggerafft wird ! Jehova lasse es fern von mir sein , daß ich meine Hand gegen den Gesalbten Jehovas ausstrecke ! Und nun nimm doch den Speer , der zu seinen Häupten ist , und den Wasserkrug , und laß uns gehen . Und David nahm den Speer und den Wasserkrug von den Häupten Sauls weg , und sie gingen davon ; und niemand sah es , und niemand merkte es , und niemand erwachte , denn sie schliefen allesamt ; denn ein tiefer Schlaf von Jehova war auf sie gefallen . Und David ging hinüber nach der anderen Seite und stellte sich auf den Gipfel des Berges von ferne ; der Raum zwischen ihnen war groß . Und David rief dem Volke und Abner , dem Sohne Ners , zu und sprach : Antwortest du nicht , Abner ? Und Abner antwortete und sprach : Wer bist du , der du dem Könige zurufst ? Und David sprach zu Abner : Bist du nicht ein Mann ? Und wer ist wie du in Israel ? Und warum hast du nicht über deinen Herrn , den König , gewacht ? Denn es ist einer vom Volke gekommen , um den König , deinen Herrn , zu verderben . Nicht gut ist diese Sache , die du getan hast . So wahr Jehova lebt , ihr seid Kinder des Todes , weil ihr nicht gewacht habt über euren Herrn , über den Gesalbten Jehovas ! Und nun sieh nach , wo der Speer des Königs ist und der Wasserkrug , die zu seinen Häupten waren . Und Saul erkannte die Stimme Davids und sprach : Ist das deine Stimme , mein Sohn David ? Und David sprach : Es ist meine Stimme , mein Herr König . Und er sprach : Warum doch verfolgt mein Herr seinen Knecht ? Denn was habe ich getan , und was für Böses ist in meiner Hand ? Und nun höre doch mein Herr , der König , auf die Worte seines Knechtes : Wenn Jehova dich wider mich aufgereizt hat , so möge er ein Speisopfer riechen ; wenn aber Menschenkinder , so seien sie verflucht vor Jehova , weil sie mich heute vertrieben haben , daß ich mich dem Erbteil Jehovas nicht anschließen darf , indem sie sprechen : Gehe hin , diene anderen Göttern ! So möge nun mein Blut nicht zur Erde fallen fern von dem Angesicht Jehovas ! Denn der König von Israel ist ausgezogen , einen Floh zu suchen , wie man einem Rebhuhn nachjagt auf den Bergen . Und Saul sprach : Ich habe gesündigt ; kehre zurück , mein Sohn David ! Denn ich will dir nichts Übles mehr tun , darum daß mein Leben an diesem Tage teuer gewesen ist in deinen Augen . Siehe , ich habe töricht gehandelt und gar sehr gefehlt ! Und David antwortete und sprach : Siehe hier , der Speer des Königs ; so komme einer von den Knaben herüber und hole ihn . Und Jehova wird einem jeden seine Gerechtigkeit und seine Treue vergelten ; denn Jehova hatte dich heute in meine Hand gegeben , und ich wollte meine Hand nicht ausstrecken gegen den Gesalbten Jehovas . Und siehe , wie deine Seele an diesem Tage hochgeachtet gewesen ist in meinen Augen , also möge meine Seele hochgeachtet sein in den Augen Jehovas , und er möge mich erretten aus aller Bedrängnis ! Und Saul sprach zu David : Gesegnet seiest du , mein Sohn David ! Du wirst es sicher ausrichten und wirst sicher obsiegen . Und David ging seines Weges , Saul aber kehrte zurück an seinen Ort . Und David sprach in seinem Herzen : Nun werde ich eines Tages durch die Hand Sauls umkommen ; mir ist nichts besser , als daß ich eilends in das Land der Philister entrinne , und Saul wird von mir ablassen , mich ferner in allen Grenzen Israels zu suchen ; und ich werde aus seiner Hand entrinnen . Und David machte sich auf und ging hinüber , er und sechshundert Mann , die bei ihm waren , zu Achis , dem Sohne Maoks , dem König von Gath . Und David blieb bei Achis , zu Gath , er und seine Männer , ein jeder mit seinem Hause : David und seine beiden Weiber , Achinoam , die Jisreelitin , und Abigail , das Weib Nabals , die Karmelitin . Und es wurde Saul berichtet , daß David nach Gath geflohen wäre ; und er suchte ihn fortan nicht mehr . Und David sprach zu Achis : Wenn ich anders Gnade in deinen Augen gefunden habe , so gebe man mir einen Platz in einer der Städte des Gefildes , daß ich daselbst wohne ; denn warum soll dein Knecht bei dir in der Königsstadt wohnen ? Und Achis gab ihm an selbigem Tage Ziklag ; darum hat Ziklag den Königen von Juda gehört bis auf diesen Tag . Und die Zahl der Tage , welche David im Gefilde der Philister wohnte , war ein Jahr und vier Monate . Und David zog mit seinen Männern hinauf , und sie fielen ein bei den Gesuritern und den Girsitern und den Amalekitern ; denn diese waren die Bewohner des Landes von alters her , bis nach Sur hin und bis zum Lande Ägypten . Und David schlug das Land und ließ weder Mann noch Weib am Leben ; und er nahm Kleinvieh und Rinder und Esel und Kamele und Kleider , und kehrte zurück und kam zu Achis . Und sprach Achis : Habt ihr heute keinen Einfall gemacht ? so sprach David : In den Süden von Juda , oder : In den Süden der Jerachmeeliter ! oder : In den Süden der Keniter . Und David ließ weder Mann noch Weib am Leben , um sie nach Gath zu bringen , indem er sagte : Daß sie nicht über uns berichten und sprechen : So hat David getan . Und so war seine Weise alle die Tage , die er im Gefilde der Philister wohnte . Und Achis glaubte David und sprach : Er hat sich bei seinem Volke , bei Israel , ganz stinkend gemacht , und er wird mir zum Knechte sein ewiglich . Und es geschah in jenen Tagen , da versammelten die Philister ihre Heere zum Kriege , um wider Israel zu streiten . Und Achis sprach zu David : Wisse bestimmt , daß du mit mir ins Lager ausziehen sollst , du und deine Männer . Und David sprach zu Achis : So sollst du denn auch erfahren , was dein Knecht tun wird . Und Achis sprach zu David : So will ich dich denn zum Hüter meines Hauptes setzen alle Tage . ( Samuel aber war gestorben , und ganz Israel hatte um ihn geklagt und ihn zu Rama , in seiner Stadt , begraben . Und Saul hatte die Totenbeschwörer und die Wahrsager aus dem Lande weggeschafft . ) Und die Philister versammelten sich , und sie kamen und lagerten sich zu Sunem . Und Saul versammelte ganz Israel , und sie lagerten sich auf dem Gilboa . Und als Saul das Heer der Philister sah , fürchtete er sich , und sein Herz zitterte sehr . Und Saul befragte Jehova ; aber Jehova antwortete ihm nicht , weder durch Träume , noch durch die Urim , noch durch die Propheten . Da sprach Saul zu seinen Knechten : Suchet mir ein Weib , das einen Totenbeschwörergeist hat , damit ich zu ihr gehe und sie befrage . Und seine Knechte sprachen zu ihm : Siehe , zu Endor ist ein Weib , das einen Totenbeschwörergeist hat . Und Saul verstellte sich und zog andere Kleider an , und ging hin , er und zwei Männer mit ihm , und sie kamen zu dem Weibe bei der Nacht ; und er sprach : Wahrsage mir doch durch den Totenbeschwörergeist und bringe mir herauf , wen ich dir sagen werde . Aber das Weib sprach zu ihm : Siehe , du weißt ja , was Saul getan hat , daß er die Totenbeschwörer und die Wahrsager aus dem Lande ausgerottet hat ; und warum legst du meiner Seele eine Schlinge , um mich zu töten ? Und Saul schwur ihr bei Jehova und sprach : So wahr Jehova lebt , wenn dich eine Schuld treffen soll wegen dieser Sache ! Da sprach das Weib : Wen soll ich dir heraufbringen ? Und er sprach : Bringe mir Samuel herauf . Und als das Weib Samuel sah , da schrie sie mit lauter Stimme ; und das Weib sprach zu Saul und sagte : Warum hast du mich betrogen ? Du bist ja Saul ! Und der König sprach zu ihr : Fürchte dich nicht ! Doch was siehst du ? Und das Weib sprach zu Saul : Ich sehe einen Gott aus der Erde heraufsteigen . Und er sprach zu ihr : Wie ist seine Gestalt ? Und sie sprach : Ein alter Mann steigt herauf , und er ist in ein Oberkleid gehüllt . Da erkannte Saul , daß es Samuel war , und er neigte sich , das Antlitz zur Erde , und beugte sich nieder . Und Samuel sprach zu Saul : Warum hast du mich beunruhigt , mich heraufkommen zu lassen ? Und Saul sprach : Ich bin in großer Not ; denn die Philister streiten wider mich , und Gott ist von mir gewichen und antwortet mir nicht mehr , weder durch die Propheten , noch durch Träume ; da ließ ich dich rufen , damit du mir kundtuest , was ich tun soll . Und Samuel sprach : Warum doch fragst du mich , da Jehova von dir gewichen und dein Feind geworden ist ? Und Jehova hat für sich getan , so wie er durch mich geredet hat ; und Jehova hat das Königtum aus deiner Hand gerissen und es deinem Nächsten , dem David , gegeben . Weil du der Stimme Jehovas nicht gehorcht und seine Zornglut nicht ausgeführt hast an Amalek , darum hat Jehova dir dieses heute getan . Und Jehova wird auch Israel mit dir in die Hand der Philister geben ; und morgen wirst du mit deinen Söhnen bei mir sein ; auch das Heerlager Israels wird Jehova in die Hand der Philister geben . Da fiel Saul plötzlich seiner Länge nach zur Erde , und er fürchtete sich sehr vor den Worten Samuels ; auch war keine Kraft in ihm , denn er hatte nichts gegessen den ganzen Tag und die ganze Nacht . Und das Weib trat zu Saul und sah , daß er sehr bestürzt war ; und sie sprach zu ihm : Siehe , deine Magd hat auf deine Stimme gehört , und ich habe mein Leben aufs Spiel gesetzt und deinen Worten gehorcht , die du zu mir geredet hast ; und nun höre doch auch du auf die Stimme deiner Magd , und laß mich dir einen Bissen Brot vorsetzen , und iß , daß Kraft in dir sei , wenn du deines Weges gehst . Aber er weigerte sich und sprach : Ich will nicht essen . Da drangen seine Knechte und auch das Weib in ihn ; und er hörte auf ihre Stimme und stand von der Erde auf und setzte sich auf das Bett . Und das Weib hatte ein gemästetes Kalb im Hause ; und sie eilte und schlachtete es ; und sie nahm Mehl und knetete es und backte daraus ungesäuerte Kuchen . Und sie brachte es herzu vor Saul und vor seine Knechte , und sie aßen . Und sie machten sich auf und gingen fort in selbiger Nacht . Und die Philister versammelten alle ihre Heere nach Aphek ; und Israel war an der Quelle gelagert , die bei Jisreel ist . Und die Fürsten der Philister zogen vorüber nach Hunderten und nach Tausenden , und David und seine Männer zogen zuletzt mit Achis vorüber . Da sprachen die Fürsten der Philister : Was sollen diese Hebräer ? Und Achis sprach zu den Fürsten der Philister : Ist das nicht David , der Knecht Sauls , des Königs von Israel , der schon seit Jahr und Tag bei mir gewesen ist ? Und ich habe gar nichts an ihm gefunden von dem Tage an , da er abgefallen ist , bis auf diesen Tag . Aber die Fürsten der Philister wurden zornig über ihn , und die Fürsten der Philister sprachen zu ihm : Schicke den Mann zurück , daß er an seinen Ort zurückkehre , wohin du ihn bestellt hast , und daß er nicht mit uns in den Streit hinabziehe und uns nicht zum Widersacher werde im Streite ; denn womit könnte der sich angenehm machen bei seinem Herrn ? Nicht mit den Köpfen dieser Männer ? Ist das nicht David , von dem sie in den Reigen sangen und sprachen : &quot; Saul hat seine Tausende erschlagen , und David seine Zehntausende &quot; ? Und Achis rief David und sprach zu ihm : So wahr Jehova lebt , du bist redlich ; und wohlgefällig in meinen Augen ist dein Ausgang und dein Eingang bei mir im Heerlager ; denn ich habe nichts Böses an dir gefunden von dem Tage an , da du zu mir gekommen bist , bis auf diesen Tag ; aber in den Augen der Fürsten bist du nicht wohlgefällig . Und nun kehre zurück und gehe hin in Frieden , damit du nichts Übles tuest in den Augen der Fürsten der Philister . Und David sprach zu Achis : Aber was habe ich getan , und was hast du an diesem Knechte gefunden von dem Tage an , da ich vor dir gewesen bin bis auf diesen Tag , daß ich nicht kommen und wider die Feinde meines Herrn , des Königs , streiten soll ? Und Achis antwortete und sprach zu David : Ich weiß es , denn du bist wohlgefällig in meinen Augen wie ein Engel Gottes ; doch die Fürsten der Philister haben gesagt : Er soll nicht mit uns in den Streit hinaufziehen ! So mache dich nun des Morgens früh auf , du und die Knechte deines Herrn , die mit dir gekommen sind ; und machet euch des Morgens früh auf ! Sobald es euch hell wird , ziehet fort . Und David machte sich früh auf , er und seine Männer , daß sie am Morgen fortzögen , um in das Land der Philister zurückzukehren . Die Philister aber zogen nach Jisreel hinauf . Und es geschah , als David und seine Männer am dritten Tage nach Ziklag kamen , da waren die Amalekiter in den Süden und in Ziklag eingefallen ; und sie hatten Ziklag geschlagen und es mit Feuer verbrannt . Und sie hatten die Weiber und alle , die darin waren , gefangen weggeführt , vom Kleinsten bis zum Größten ; sie hatten niemand getötet , sondern sie hatten sie weggetrieben und waren ihres Weges gezogen . Und David und seine Männer kamen zu der Stadt ; und siehe , sie war mit Feuer verbrannt , und ihre Weiber und ihre Söhne und ihre Töchter waren gefangen weggeführt . Da erhoben David und das Volk , das bei ihm war , ihre Stimme , und sie weinten , bis keine Kraft mehr in ihnen war zu weinen . Und auch die beiden Weiber Davids waren gefangen weggeführt , Achinoam , die Jisreelitin , und Abigail , das Weib Nabals , des Karmeliters . Und David war in großer Bedrängnis , denn das Volk sprach davon , ihn zu steinigen ; denn die Seele des ganzen Volkes war erbittert , ein jeder um seine Söhne und um seine Töchter . Aber David stärkte sich in Jehova , seinem Gott . Und David sprach zu Abjathar , dem Priester , dem Sohne Ahimelechs : Bringe mir doch das Ephod her ! Und Abjathar brachte das Ephod zu David . Und David befragte Jehova und sprach : Soll ich dieser Schar nachjagen ? Werde ich sie erreichen ? Und er sprach zu ihm : Jage nach , denn du wirst sie gewißlich erreichen und wirst gewißlich erretten . Da zog David hin , er und die sechshundert Mann , die bei ihm waren ; und sie kamen an den Bach Besor , wo die Zurückbleibenden stehen blieben . Und David jagte nach , er und vierhundert Mann ; denn zweihundert Mann blieben stehen , welche zu ermattet waren , um über den Bach Besor zu gehen . Und sie fanden einen ägyptischen Mann auf dem Felde und brachten ihn zu David ; und sie gaben ihm Brot , und er aß , und sie tränkten ihn mit Wasser ; und sie gaben ihm eine Schnitte Feigenkuchen und zwei Rosinenkuchen , und er aß ; und sein Geist kam ihm wieder , denn er hatte drei Tage und drei Nächte kein Brot gegessen und kein Wasser getrunken . Und David sprach zu ihm : Wem gehörst du ? Und woher bist du ? Und er sprach : Ich bin ein ägyptischer Jüngling , der Knecht eines amalekitischen Mannes ; und mein Herr hat mich verlassen , denn ich wurde heute vor drei Tagen krank . Wir sind eingefallen in den Süden der Kerethiter und in das , was Juda gehört und in den Süden von Kaleb , und wir haben Ziklag mit Feuer verbrannt . Und David sprach zu ihm : Willst du mich zu dieser Schar hinabführen ? Und er sprach : Schwöre mir bei Gott , daß du mich nicht töten noch mich der Hand meines Herrn ausliefern willst , so will ich dich zu dieser Schar hinabführen . Und er führte ihn hinab ; und siehe , sie waren über die Fläche des ganzen Landes zerstreut , essend und trinkend und tanzend wegen all der großen Beute , die sie aus dem Lande der Philister und aus dem Lande Juda genommen hatten . Und David schlug sie von der Dämmerung an bis zum Abend des folgenden Tages ; und keiner von ihnen entrann , außer vierhundert jungen Männern , welche auf Kamele stiegen und entflohen . Und David rettete alles , was die Amalekiter genommen hatten , und David rettete auch seine beiden Weiber . Und es fehlte ihnen nichts , vom Kleinsten bis zum Größten , und bis zu den Söhnen und den Töchtern , und von der Beute bis zu allem , was sie ihnen genommen hatten ; alles brachte David zurück . Und David nahm alles Klein-und Rindvieh ; sie trieben es vor dem anderen Vieh her und sprachen : Dies ist die Beute Davids ! Und David kam zu den zweihundert Männern , die zu ermattet gewesen waren , um David nachzufolgen , und die sie am Bache Besor zurückgelassen hatten ; und sie zogen aus , David und dem Volke entgegen , das bei ihm war ; und David trat zu dem Volke und fragte sie nach ihrem Wohlergehen . Und jeder böse und nichtswürdige Mann von den Männern , die mit David gezogen waren , hob an und sprach : Darum daß sie nicht mit uns gezogen sind , wollen wir ihnen von der Beute , die wir entrissen haben , nichts geben , als nur einem jeden sein Weib und seine Kinder , daß sie sie wegführen und hingehen . Aber David sprach : Tut nicht also , meine Brüder , mit dem , was Jehova uns gegeben hat ; und er hat uns behütet und die Schar , die über uns gekommen war , in unsere Hand gegeben . Und wer wird in dieser Sache auf euch hören ? Denn wie das Teil dessen , der in den Streit hinabzieht , so soll auch das Teil dessen sein , der bei dem Geräte bleibt : gemeinsam sollen sie teilen . Und so geschah es von jenem Tage an und hinfort ; und er machte es zur Satzung und zum Recht für Israel bis auf diesen Tag . Und David kam nach Ziklag ; und er sandte von der Beute den Ältesten Judas , seinen Freunden , und sprach : Siehe , da habt ihr ein Geschenk von der Beute der Feinde Jehovas : denen zu Bethel und denen zu Ramoth im Süden und denen zu Jattir , und denen zu Aroer und denen zu Siphmoth und denen zu Estemoa , und denen zu Rakal und denen in den Städten der Jerachmeeliter und denen in den Städten der Keniter , und denen zu Horma und denen zu Bor-Aschan und denen zu Athak , und denen zu Hebron , und nach allen Orten , wo David umhergezogen war , er und seine Männer . Die Philister aber stritten wider Israel ; und die Männer von Israel flohen vor den Philistern , und Erschlagene fielen auf dem Gebirge Gilboa . Und die Philister setzten Saul und seinen Söhnen hart nach ; und die Philister erschlugen Jonathan und Abinadab und Malkischua , die Söhne Sauls . Und der Streit wurde heftig wider Saul , und es erreichten ihn die Schützen , Männer mit dem Bogen ; und es wurde ihm sehr angst vor den Schützen . Da sprach Saul zu seinem Waffenträger : Ziehe dein Schwert und durchbohre mich damit , daß nicht diese Unbeschnittenen kommen und mich durchbohren und mich mißhandeln ! Sein Waffenträger aber wollte nicht , denn er fürchtete sich sehr . Da nahm Saul das Schwert und stürzte sich darein . Und als sein Waffenträger sah , daß Saul tot war , da stürzte auch er sich in sein Schwert und starb mit ihm . So starben Saul und seine drei Söhne und sein Waffenträger , auch alle seine Männer an selbigem Tage zugleich . Und als die Männer von Israel , die diesseit des Tales und diesseit des Jordan waren , sahen , daß die Männer von Israel geflohen , und daß Saul und seine Söhne tot waren , da verließen sie die Städte und flohen ; und die Philister kamen und wohnten darin . Und es geschah am folgenden Tage , da kamen die Philister , um die Erschlagenen auszuziehen ; und sie fanden Saul und seine drei Söhne auf dem Gebirge Gilboa liegen . Und sie hieben ihm den Kopf ab und zogen ihm seine Waffen aus ; und sie sandten in das Land der Philister ringsumher , um die frohe Botschaft in den Häusern ihrer Götzen und unter dem Volke zu verkünden . Und sie legten seine Waffen in das Haus der Astaroth , und seinen Leichnam hefteten sie an die Mauer von Beth-Schan . Als aber die Bewohner von Jabes-Gilead über ihn hörten , was die Philister mit Saul getan hatten , da machten sich alle tapferen Männer auf und gingen die ganze Nacht ; und sie nahmen den Leichnam Sauls und die Leichname seiner Söhne von der Mauer von Beth-Schan weg ; und sie kamen nach Jabes zurück und verbrannten sie daselbst . Und sie nahmen ihre Gebeine und begruben sie unter der Tamariske zu Jabes , und fasteten sieben Tage . </passage></reply></GetPassage>