<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545:1</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545:1</urn><passage>Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde . Und die Erde war wüst und leer , und es war finster auf der Tiefe ; und der Geist Gottes schwebete auf dem Wasser . Und Gott sprach : Es werde Licht ! Und es ward Licht . Und Gott sah , daß das Licht gut war . Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht . Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag . Und Gott sprach : Es werde eine Feste zwischen den Wassern , und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern . Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste . Und es geschah also . Und Gott nannte die Feste Himmel . Da ward aus Abend und Morgen der andere Tag . Und Gott sprach : Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an sondere Örter , daß man das Trockene sehe . Und es geschah also . Und Gott nannte das Trockene Erde , und die Sammlung der Wasser nannte er Meer . Und Gott sah , daß es gut war . Und Gott sprach : Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut , das sich besame , und fruchtbare Bäume , da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei ihm selbst auf Erden . Und es geschah also . Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut , das sich besamte , ein jegliches nach seiner Art , und Bäume , die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten , ein jeglicher nach seiner Art . Und Gott sah , daß es gut war . Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag . Und Gott sprach : Es werden Lichter an der Feste des Himmels , die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen , Zeiten , Tage und Jahre ; und seien Lichter an der Feste des Himmels , daß sie scheinen auf Erden . Und es geschah also . Und Gott machte zwei große Lichter : ein groß Licht , das den Tag regiere , und ein klein Licht , das die Nacht regiere , dazu auch Sterne . Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels , daß sie schienen auf die Erde und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis . Und Gott sah , daß es gut war . Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag . Und Gott sprach : Es errege sich das Wasser mit webenden und lebendigen Tieren und mit Gevögel , das auf Erden unter der Feste des Himmels fliege . Und Gott schuf große Walfische und allerlei Tier , das da lebet und webet und vom Wasser erreget ward , ein jegliches nach seiner Art ; und allerlei gefiedertes Gevögel , ein jegliches nach seiner Art . Und Gott sah , daß es gut war . Und Gott segnete sie und sprach : Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer ; und das Gevögel mehre sich auf Erden . Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag . Und Gott sprach : Die Erde bringe hervor lebendige Tiere , ein jegliches nach seiner Art : Vieh , Gewürm und Tier auf Erden , ein jegliches nach seiner Art . Und es geschah also . Und Gott machte die Tiere auf Erden , ein jegliches nach seiner Art , und das Vieh nach seiner Art und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art . Und Gott sah , daß es gut war . Und Gott sprach : Laßt uns Menschen machen , ein Bild , das uns gleich sei , die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm , das auf Erden kreucht . Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde , zum Bilde Gottes schuf er ihn ; und schuf sie ein Männlein und Fräulein . Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen : Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und macht sie euch untertan , und herrschet über Fische im Meer und über Vögel unter dem Himmel und über alles Tier , das auf Erden kreucht . Und Gott sprach : Sehet da , ich habe euch gegeben allerlei Kraut , das sich besamet , auf der ganzen Erde , und allerlei fruchtbare Bäume und Bäume , die sich besamen , zu eurer Speise , und allem Tier auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürme , das da Leben hat auf Erden , daß sie allerlei grün Kraut essen . Und es geschah also . Und Gott sah an alles , was er gemacht hatte ; und siehe da , es war sehr gut . Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag . Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer . Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke , die er machte , und ruhete am siebenten Tage von allen seinen Werken , die er machte ; und segnete den siebenten Tag und heiligte ihn , darum daß er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken , die Gott schuf und machte . Also ist Himmel und Erde worden , da sie geschaffen sind , zu der Zeit , da Gott der HERR Erde und Himmel machte und allerlei Bäume auf dem Felde , die zuvor nie gewesen waren auf Erden , und allerlei Kraut auf dem Felde , das zuvor nie gewachsen war . Denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden , und war kein Mensch , der das Land bauete . Aber ein Nebel ging auf von der Erde und feuchtete alles Land . Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloß , und er blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase . Und also ward der Mensch eine lebendige Seele . Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Morgen und setzte den Menschen drein , den er gemacht hatte . Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume , lustig anzusehen und gut zu essen , und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum des Erkenntnisses Gutes und Böses . Und es ging aus von Eden ein Strom , zu wässern den Garten , und teilete sich daselbst in vier Hauptwasser . Das erste heißt Pison , das fleußt um das ganze Land Hevila , und daselbst findet man Gold . Und das Gold des Landes ist köstlich , und da findet man Bedellion und den Edelstein Onyx . Das andere Wasser heißt Gihon , das fließt um das ganze Mohrenland . Das dritte Wasser heißt Hiddekel , das fleußt von Assyrien . Das vierte Wasser ist der Phrath . Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden , daß er ihn bauete und bewahrete . Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach : Du sollst essen von allerlei Bäumen im Garten ; aber von dem Baum des Erkenntnisses Gutes und Böses sollst du nicht essen . Denn welches Tages du davon issest , wirst du des Todes sterben . Und Gott der HERR sprach : Es ist nicht gut , daß der Mensch allein sei ; ich will ihm eine Gehilfin machen , die um ihn sei . Denn als Gott der HERR gemacht hatte von der Erde allerlei Tiere auf dem Felde und allerlei Vögel unter dem Himmel , brachte er sie zu dem Menschen , daß er sähe , wie er sie nennete ; denn wie der Mensch allerlei lebendige Tiere nennen würde , so sollten sie heißen . Und der Mensch gab einem jeglichen Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen ; aber für den Menschen ward keine Gehilfin gefunden , die um ihn wäre . Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen , und er entschlief . Und nahm seiner Rippen eine und schloß die Stätte zu mit Fleisch . Und Gott der HERR bauete ein Weib aus der Rippe , die er von dem Menschen nahm , und brachte sie zu ihm . Da sprach der Mensch : Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch . Man wird sie Männin heißen , darum daß sie vom Manne genommen ist . Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen , und sie werden Sein ein Fleisch . Und sie waren beide nackend , der Mensch und sein Weib , und schämeten sich nicht . Und die Schlange war listiger denn alle Tiere auf dem Felde , die Gott der HERR gemacht hatte , und sprach zu dem Weibe : Ja , sollte Gott gesagt haben : Ihr sollt nicht essen von allerlei Bäumen im Garten . Da sprach das Weib zu der Schlange : Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten ; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt : Esset nicht davon , rühret es auch nicht an , daß ihr nicht sterbet ! Da sprach die Schlange zum Weibe : Ihr werdet mitnichten des Todes sterben ; sondern Gott weiß , daß , welches Tages ihr davon esset , so werden eure Augen aufgetan , und werdet sein wie Gott und wissen , was gut und böse ist . Und das Weib schauete an , daß von dem Baum gut zu essen wäre und lieblich anzusehen , daß es ein lustiger Baum wäre , weil er klug machte , und nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann auch davon , und er aß . Da wurden ihrer beiden Augen aufgetan und wurden gewahr , daß sie nackend waren , und flochten Feigenblätter zusammen und machten ihnen Schürze . Und sie höreten die Stimme Gottes des HERRN , der im Garten ging , da der Tag kühl worden war . Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter die Bäume im Garten . Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm : Wo bist du ? Und er sprach : Ich hörete deine Stimme im Garten und fürchtete mich , denn ich bin nackend ; darum versteckte ich mich . Und er sprach : Wer hat dir&#039;s gesagt , daß du nackend bist ? Hast du nicht gegessen von dem Baum , davon ich dir gebot , du solltest nicht davon essen ? Da sprach Adam : Das Weib , das du mir zugesellet hast , gab mir von dem Baum , und ich aß . Da sprach Gott der HERR zum Weibe : Warum hast du das getan ? Das Weib sprach : Die Schlange betrog mich also , daß ich aß . Da sprach Gott der HERR zu der Schlange : Weil du solches getan hast , seiest du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren auf dem Felde . Auf deinem Bauch sollst du gehen und Erde essen dein Leben lang . Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen . Der selbe soll dir den Kopf zertreten , und du wirst ihn in die Ferse stechen . Und zum Weibe sprach er : Ich will dir viel Schmerzen schaffen , wenn du schwanger wirst ; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären ; und dein Wille soll deinem Mann unterworfen sein , und er soll dein HERR sein . Und zu Adam sprach er : Dieweil du hast gehorchet der Stimme deines Weibes und gegessen von dem Bäume , davon ich dir gebot und sprach : Du sollst nicht davon essen ; verflucht sei der Acker um deinetwillen ; mit Kummer sollst du dich drauf nähren dein Leben lang . Dornen und Disteln soll er dir tragen , und sollst das Kraut auf dem Felde essen . Im Schweiß deines Angesichts sollst du dein Brot essen , bis daß du wieder zu Erde werdest , davon du genommen bist . Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden . Und Adam hieß sein Weib Heva , darum daß sie eine Mutter ist aller Lebendigen . Und Gott der HERR machte Adam und seinem Weibe Röcke von Fellen und zog sie ihnen an , Und Gott der HERR sprach : Siehe , Adam ist worden als unsereiner und weiß , was gut und böse ist . Nun aber , daß er nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich : da ließ ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden , daß er das Feld bauete , davon er genommen ist , und trieb Adam aus und lagerte vor den Garten Eden den Cherub mit einem bloßen hauenden Schwert , zu bewahren den Weg zu dem Baum des Lebens . Und Adam erkannte sein Weib Heva , und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach : Ich habe den Mann , den HERRN . Und sie fuhr fort und gebar Habel , seinen Bruder . Und Habel ward ein Schäfer , Kain aber ward ein Ackermann . Es begab sich aber nach etlichen Tagen , daß Kain dem HERRN Opfer brachte von den Früchten des Feldes , und Habel brachte auch von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fetten . Und der HERR sah gnädiglich an Habel und seine Opfer ; aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädiglich an . Da ergrimmete Kain sehr , und seine Gebärde verstellte sich . Da sprach der HERR zu Kain : Warum ergrimmest du , und warum verstellet sich deine Gebärde ? Ist&#039;s nicht also ? wenn du fromm bist , so bist du angenehm ; bist du aber nicht fromm , so ruhet die Sünde vor der Tür . Aber laß du ihr nicht ihren Willen , sondern herrsche über sie . Da redete Kain mit seinem Bruder Habel . Und es begab sich , da sie auf dem Felde waren , erhub sich Kain wider seinen Bruder Habel und schlug ihn tot . Da sprach der HERR zu Kain : Wo ist dein Bruder Habel ? Er sprach : Ich weiß nicht ; soll ich meines Bruders Hüter sein ? Er aber sprach : Was hast du getan ? Die Stimme deines Bruders Bluts schreiet zu mir von der Erde . Und nun verflucht seiest du auf der Erde , die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von deinen Händen empfangen . Wenn du den Acker bauen wirst , soll er dir fort sein Vermögen nicht geben . Unstet und flüchtig sollst du sein auf Erden . Kain aber sprach zu dem HERRN : Meine Sünde ist größer , denn daß sie mir vergeben werden möge . Siehe , du treibest mich heute aus dem Lande und muß mich vor deinem Angesicht verbergen und muß unstet und flüchtig sein auf Erden . So wird mir&#039;s gehen , daß mich totschlage , wer mich findet . Aber der HERR sprach zu ihm : Nein , sondern wer Kain totschlägt , das soll siebenfältig gerochen werden . Und der HERR machte ein Zeichen an Kain , daß ihn niemand erschlüge , wer ihn fände . Also ging Kain von dem Angesicht des HERRN und wohnete im Lande Nod , jenseit Eden , gegen Morgen . Und Kain erkannte sein Weib , die ward schwanger und gebar den Hanoch . Und er bauete eine Stadt , die nannte er nach seines Sohnes Namen Hanoch . Hanoch aber zeugete Irad , Irad zeugete Mahujael , Mahujael zeugete Methusael , Methusael zeugete Lamech . Lamech aber nahm zwei Weiber ; eine hieß Ada , die andere Zilla . Und Ada gebar Jabal ; von dem sind herkommen , die in Hütten wohneten und Vieh zogen . Und sein Bruder hieß Jubal ; von dem sind herkommen die Geiger und Pfeifer . Die Zilla aber gebar auch , nämlich dem Thubalkain , den Meister in allerlei Erz und Eisenwerk . Und die Schwester des Thubalkain war Naema . Und Lamech sprach zu seinen Weibern , Ada und Zilla : Ihr Weiber Lamechs , höret meine Rede und merket , was ich sage : Ich habe einen Mann erschlagen mir zur Wunde und einen Jüngling mir zur Beule . Kain soll siebenmal gerochen werden , aber Lamech siebenundsiebenzigmal . Adam erkannte abermal sein Weib , und sie gebar einen Sohn , den hieß sie Seth ; denn Gott hat mir , sprach sie , einen andern Samen gesetzt für Habel , den Kain erwürget hat . Und Seth zeugete auch einen Sohn und hieß ihn Enos . Zu derselbigen Zeit fing man an zu predigen von des HERRN Namen . Dies ist das Buch von des Menschen Geschlecht . Da Gott den Menschen schuf , machte er ihn nach dem Gleichnis Gottes und schuf sie ein Männlein und Fräulein ; und segnete sie und hieß ihren Namen Mensch zur Zeit , da sie geschaffen wurden . Und Adam war hundertunddreißig Jahre alt und zeugete einen Sohn . der seinem Bilde ähnlich war , und hieß ihn Seth ; und lebte danach achthundert Jahre und zeugete Söhne und Töchter ; daß sein ganzes Alter ward neunhundertunddreißig Jahre , und starb . Seth war hundertundfünf Jahre alt und zeugte Enos ; und lebte danach achthundertundsieben Jahre und zeugete Söhne und Töchter ; daß sein ganzes Alter ward neunhundertundzwölf Jahre , und starb . Enos war neunzig Jahre alt und zeugete Kenan ; und lebte danach achthundertundfünfzehn Jahre und zeugete Söhne und Töchter ; daß sein ganzes Alter ward neunhundertundfünf Jahre , und starb . Kenan war siebenzig Jahre alt und zeugete Mahalaleel ; und lebte danach achthundertundvierzig Jahre und zeugete Söhne und Töchter ; daß sein ganzes Alter ward neunhundertundzehn Jahre , und starb . Mahalaleel war fünfundsechzig Jahre alt und zeugete Jared ; und lebte danach achthundertunddreißig Jahre und zeugete Söhne und Töchter ; daß sein ganzes Alter ward achthundertfünfundneunzig Jahre , und starb . Jared war hundertundzweiundsechzig Jahre alt und zeugete Henoch ; und lebte danach achthundert Jahre und zeugete Söhne und Töchter ; daß sein ganzes Alter ward neunhundertzweiundsechzig Jahre , und starb . Henoch war fünfundsechzig Jahre alt und zeugete Methusalah . Und nachdem er Methusalah gezeuget hatte , blieb er in einem göttlichen Leben dreihundert Jahre und zeugete Söhne und Töchter ; daß sein ganzes Alter ward dreihundertfünfundsechzig Jahre . Und dieweil er ein göttlich Leben führete , nahm ihn Gott hinweg , und ward nicht mehr gesehen . Methusalah war hundertsiebenundachtzig Jahre alt und zeugete Lamech ; und lebte danach siebenhundertzweiundachtzig Jahre und zeugete Söhne und Töchter ; daß sein ganzes Alter ward neunhundertneunundsechzig Jahre , und starb . Lamech war hundertzweiundachtzig Jahre alt und zeugete einen Sohn und hieß ihn Noah und sprach : Der wird uns trösten in unserer Mühe und Arbeit auf Erden , die der HERR verflucht hat . Danach lebte er fünfhundertfünfundneunzig Jahre und zeugete Söhne und Töchter ; daß sein ganzes Alter ward siebenhundertsiebenundsiebenzig Jahre , und starb . Noah war fünfhundert Jahre alt und zeugete Sem , Ham und Japheth . Da sich aber die Menschen begannen zu mehren auf Erden und zeugeten ihnen Töchter , da sahen die Kinder Gottes nach den Töchtern der Menschen , wie sie schön waren und nahmen zu Weibern , welche sie wollten . Da sprach der HERR : Die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen , denn sie sind Fleisch . Ich will ihnen noch Frist geben hundertundzwanzig Jahre . Es waren auch zu den Zeiten Tyrannen auf Erden ; denn da die Kinder Gottes die Töchter der Menschen beschliefen und ihnen Kinder zeugeten , wurden daraus Gewaltige in der Welt und berühmte Leute . Da aber der HERR sah , daß der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar , da reuete es ihn , daß er die Menschen gemacht hatte auf Erden , und es bekümmerte ihn in seinem Herzen , und sprach : Ich will die Menschen , die ich geschaffen habe , vertilgen von der Erde , von den Menschen an bis auf das Vieh und bis auf das Gewürme und bis auf die Vögel unter dem Himmel ; denn es reuet mich , daß ich sie gemacht habe . Aber Noah fand Gnade vor dem HERRN . Dies ist das Geschlecht Noahs : Noah war ein frommer Mann und ohne Wandel und führete ein göttlich Leben zu seinen Zeiten . Und zeugete drei Söhne , Sem , Ham , Japheth . Aber die Erde war verderbet vor Gottes Augen und voll Frevels . Da sah Gott auf Erden , und siehe , sie war verderbet ; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbet auf Erden . Da sprach Gott zu Noah : Alles Fleisches Ende ist vor mich kommen , denn die Erde ist voll Frevels von ihnen ; und siehe da , ich will sie verderben mit der Erde . Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern drinnen und verpiche sie mit Pech inwendig und auswendig . Und mache ihn also : Dreihundert Ellen sei die Länge , fünfzig Ellen die Weite und dreißig Ellen die Höhe . Ein Fenster sollst du dran machen , oben an , eine Elle groß . Die Tür sollst du mitten in seine Seite setzen . Und soll drei Boden haben , einen unten , den andern in der Mitte , den dritten in der Höhe . Denn siehe , ich will eine Sintflut mit Wasser kommen lassen auf Erden , zu verderben alles Fleisch , darin ein lebendiger Odem ist unter dem Himmel . Alles , was auf Erden ist , soll untergehen . Aber mit dir will ich einen Bund aufrichten ; und du sollst in den Kasten gehen mit deinen Söhnen , mit deinem Weibe und mit deiner Söhne Weibern . Und du sollst in den Kasten tun allerlei Tiere von allem Fleisch , je ein Paar , Männlein und Fräulein , daß sie lebendig bleiben bei dir . Von den Vögeln nach ihrer Art , von dem Vieh nach seiner Art und von allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art : von den allen soll je ein Paar zu dir hineingehen , daß sie leben bleiben . Und du sollst allerlei Speise zu dir nehmen , die man isset ; und sollst sie bei dir sammeln , daß sie dir und ihnen zur Nahrung da seien . Und Noah tat alles , was ihm Gott gebot . Und der HERR sprach zu Noah : Gehe in den Kasten , du und dein ganz Haus ; denn dich habe ich gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit . Aus allerlei reinem Vieh nimm zu dir je sieben und sieben , das Männlein und sein Fräulein ; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar , das Männlein und sein Fräulein . Desselbengleichen von den Vögeln unter dem Himmel je sieben und sieben , das Männlein und sein Fräulein , auf daß Same lebendig bleibe auf dem ganzen Erdboden . Denn noch über sieben Tage will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte und vertilgen von dem Erdboden alles , was das Wesen hat , das ich gemacht habe . Und Noah tat alles , was ihm der HERR gebot . Er war aber sechshundert Jahre alt , da das Wasser der Sintflut auf Erden kam . Und er ging in den Kasten mit seinen Söhnen , seinem Weibe und seiner Söhne Weibern vor dem Gewässer der Sintflut . Von dem reinen Vieh und von dem unreinen , von den Vögeln und von allem Gewürm auf Erden gingen zu ihm in den Kasten bei Paaren , je ein Männlein und Fräulein , wie ihm der HERR geboten hatte . Und da die sieben Tage vergangen waren , kam das Gewässer der Sintflut auf Erden . In dem sechshundertsten Jahr des Alters Noah , am siebzehnten Tag des andern Monats , das ist der Tag , da aufbrachen alle Brunnen der großen Tiefe , und taten sich auf die Fenster des Himmels , und kam ein Regen auf Erden , vierzig Tage und vierzig Nächte . Eben am selben Tage ging Noah in den Kasten mit Sem , Ham und Japheth , seinen Söhnen , und mit seinem Weibe und seiner Söhne dreien Weibern ; dazu allerlei Tier nach seiner Art , allerlei Vieh nach seiner Art , allerlei Gewürm , das auf Erden kreucht , nach seiner Art und allerlei Vögel nach ihrer Art alles , was fliegen konnte , und alles , was Fittiche hatte . Das ging alles zu Noah in den Kasten bei Paaren , von allem Fleisch , da ein lebendiger Geist innen war und das waren Männlein und Fräulein von allerlei Fleisch und gingen hinein , wie denn Gott ihm geboten hatte . Und der HERR schloß hinter ihm zu . Da kam die Sintflut vierzig Tage auf Erden ; und die Wasser wuchsen und huben den Kasten auf und trugen ihn empor über der Erde . Also nahm das Gewässer überhand und wuchs sehr auf Erden , daß der Kasten auf dem Gewässer fuhr . Und das Gewässer nahm überhand und wuchs so sehr auf Erden , daß alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden . Fünfzehn Ellen hoch ging das Gewässer über die Berge , die bedeckt wurden . Da ging alles Fleisch unter , das auf Erden kreucht , an Vögeln , an Vieh , an Tieren und an allem , das sich reget auf Erden , und an allen Menschen . Alles , was einen lebendigen Odem hatte im Trocknen , das starb . Also ward vertilget alles , was auf dem Erdboden war , vom Menschen an bis auf das Vieh und auf das Gewürm und auf die Vögel unter dem Himmel : das ward alles von der Erde vertilget . Allein Noah blieb über , und was mit ihm in dem Kasten war . Und das Gewässer stund auf Erden hundertundfünfzig Tage . Da gedachte Gott an Noah und an alle Tiere und alles Vieh , das mit ihm in dem Kasten war , und ließ Wind auf Erden kommen , und die Wasser fielen . Und die Brunnen der Tiefe wurden verstopfet samt den Fenstern des Himmels , und dem Regen vom Himmel ward gewehret . Und das Gewässer verlief sich von der Erde immer hin und nahm ab nach hundertundfünfzig Tagen . Am siebzehnten Tage des siebenten Mondes ließ sich der Kasten nieder auf das Gebirge Ararat . Es verlief aber das Gewässer fortan und nahm ab bis auf den zehnten Mond . Am ersten Tage des zehnten Mondes sahen der Berge Spitzen hervor . Nach vierzig Tagen tat Noah das Fenster auf an dem Kasten , das er gemacht hatte , und ließ einen Raben ausfliegen ; der flog immer hin und wieder her , bis das Gewässer vertrocknete auf Erden . Danach ließ er eine Taube von sich ausfliegen , auf daß er erführe , ob das Gewässer gefallen wäre auf Erden . Da aber die Taube nicht fand , da ihr Fuß ruhen konnte , kam sie wieder zu ihm in den Kasten ; denn das Gewässer war noch auf dem ganzen Erdboden . Da tat er die Hand heraus und nahm sie zu sich in den Kasten . Da harrete er noch andere sieben Tage und ließ abermals eine Taube fliegen aus dem Kasten . Die kam zu ihm um Vesperzeit , und siehe , ein Ölblatt hatte sie abgebrochen und trug&#039;s in ihrem Munde . Da vernahm Noah , daß das Gewässer gefallen wäre auf Erden . Aber er harrete noch andere sieben Tage und ließ eine Taube ausfliegen , die kam nicht wieder zu ihm . Im sechshundert und ersten Jahr des Alters Noahs , am ersten Tage des ersten Monden , vertrocknete das Gewässer auf Erden . Da tat Noah das Dach von dem Kasten und sah , daß der Erdboden trocken war . Also ward die Erde ganz trocken am siebenundzwanzigsten Tage des andern Monden . Da redete Gott mit Noah und sprach : Gehe aus dem Kasten , du und dein Weib , deine Söhne und deiner Söhne Weiber mit dir . Allerlei Tier , das bei dir ist , von allerlei Fleisch , an Vögeln , an Vieh und an allerlei Gewürm , das auf Erden kreucht , das gehe heraus mit dir ; und reget euch auf Erden und seid fruchtbar und mehret euch auf Erden . Also ging Noah heraus mit seinen Söhnen und seinem Weibe und seiner Söhne Weibern ; dazu allerlei Tier , allerlei Gewürm , allerlei Vögel und alles , was auf Erden kreucht , das ging aus dem Kasten , ein jegliches zu seinesgleichen . Noah aber bauete dem HERRN einen Altar und nahm von allerlei reinem Vieh und von allerlei reinem Gevögel und opferte Brandopfer auf dem Altar . Und der HERR roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen : Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen ; denn das Dichten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf . Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles , was da lebet , wie ich getan habe . Solange die Erde stehet , soll nicht aufhören Samen und Ernte , Frost und Hitze , Sommer und Winter , Tag und Nacht . Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach : Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet die Erde ! Eure Furcht und Schrecken sei über alle Tiere auf Erden , über alle Vögel unter dem Himmel und über alles , was auf dem Erdboden kreucht ; und alle Fische im Meer seien in eure Hände gegeben . Alles , was sich reget und lebet , das sei eure Speise ; wie das grüne Kraut habe ich&#039;s euch alles gegeben . Allein esset das Fleisch nicht , das noch lebet in seinem Blut . Denn ich will auch eures Leibes Blut rächen und will&#039;s an allen Tieren rächen ; und will des Menschen Leben rächen an einem jeglichen Menschen , als der sein Bruder ist . Wer Menschenblut vergeußt , des Blut soll auch durch Menschen vergossen werden ; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht . Seid fruchtbar und mehret euch und reget euch auf Erden , daß euer viel drauf werden . Und Gott sagte zu Noah und seinen Söhnen mit ihm : Siehe , ich richte mit euch einen Bund auf und mit eurem Samen nach euch und mit allem lebendigen Tier bei euch , an Vögeln , an Vieh und an allen Tieren auf Erden bei euch , von allem , das aus dem Kasten gegangen ist , was für Tiere es sind auf Erden . Und richte meinen Bund also mit euch auf , daß hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbet soll werden mit dem Wasser der Sintflut , und soll hinfort keine Sintflut mehr kommen , die die Erde verderbe . Und Gott sprach : Das ist das Zeichen des Bundes , den ich gemacht habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Tier bei euch hinfort ewiglich : Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken , der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde . Und wenn es kommt , daß ich Wolken über die Erde führe , so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken . Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Tier in allerlei Fleisch , daß nicht mehr hinfort eine Sintflut komme , die alles Fleisch verderbe . Darum soll mein Bogen in den Wolken sein , daß ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allem lebendigen Tier in allem Fleisch , das auf Erden ist . Dasselbe sagte Gott auch zu Noah : Dies sei das Zeichen des Bundes , den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden . Die Söhne Noahs , die aus dem Kasten gingen , sind diese : Sem , Ham , Japheth . Ham aber ist der Vater Kanaans . Das sind die drei Söhne Noahs , von denen ist alles Land besetzt . Noah aber fing an und ward ein Ackermann und pflanzte Weinberge . Und da er des Weins trank , ward er trunken und lag in der Hütte aufgedeckt . Da nun Ham , Kanaans Vater , sah seines Vaters Scham , sagte er&#039;s seinen beiden Brüdern draußen . Da nahm Sem und Japheth ein Kleid und legten es auf ihre beiden Schultern und gingen rücklings hinzu und deckten ihres Vaters Scham zu ; und ihr Angesicht war abgewandt , daß sie ihres Vaters Scham nicht sahen . Als nun Noah erwachte von seinem Wein und erfuhr , was ihm sein kleiner Sohn getan hatte , sprach er : Verflucht sei Kanaan und sei ein Knecht aller Knechte unter seinen Brüdern ! Und sprach weiter : Gelobet sei Gott , der HERR des Sem ; und Kanaan sei sein Knecht . Gott breite Japheth aus und lasse ihn wohnen in den Hütten des Sem : und Kanaan sei sein Knecht . Noah aber lebte nach der Sintflut dreihundertundfünfzig Jahre , daß sein ganzes Alter ward neunhundertundfünfzig Jahre , und starb . Dies ist das Geschlecht der Kinder Noahs : Sem , Ham , Japheth . Und sie zeugeten Kinder nach der Sintflut . Die Kinder Japheths sind diese : Gomer , Magog , Madai , Javan , Thubal , Mesech und Thiras . Aber die Kinder von Gomer sind diese : Askenas , Riphath und Thogarma . Die Kinder von Javan sind diese : Elisa , Tharsis , Kittim und Dodanim . Von diesen sind ausgebreitet die Inseln der Heiden in ihren Ländern , jegliche nach ihrer Sprache , Geschlecht und Leuten . Die Kinder von Ham sind diese : Chus , Mizraim , Put und Kanaan . Aber die Kinder von Chus sind diese . Seba , Hevila , Sabtha , Raema und Sabtecha . Aber die Kinder von Raema sind diese : Scheba und Dedan . Chus aber zeugete den Nimrod . Der fing an ein gewaltiger HERR zu sein auf Erden , und war ein gewaltiger Jäger vor dem HERRN . Daher spricht man : Das ist ein gewaltiger Jäger vor dem HERRN , wie Nimrod . Und der Anfang seines Reichs war Babel , Erech , Ackad und Kalne im Lande Sinear . Von dem Land ist danach kommen der Assur und bauete Ninive und Rehoboth-Ir und Kalah , dazu Resen zwischen Ninive und Kalah . Dies ist eine große Stadt . Mizraim zeugete Ludim , Anamim , Leabim , Naphthuhim , Pathrusim und Kasluhim . Von dannen sind kommen die Philistim und Kaphthorim . Kanaan aber zeugete Zidon , seinen ersten Sohn , und Heth , Jebusi , Emori , Girgasi , Hivi , Arki , Sini , Arvadi , Zemari und Hamathi . Daher sind ausgebreitet die Geschlechter der Kanaaniter . Und ihre Grenzen waren von Zidon an durch Gerar bis gen Gasa , bis man kommt gen Sodoma , Gomorrha , Adama , Zeboim und bis gen Lasa . Das sind die Kinder Hams in ihren Geschlechtern , Sprachen , Ländern und Leuten . Sem aber , Japheths , des größern , Bruder , zeugete auch Kinder , der ein Vater ist aller Kinder von Eber . Und dies sind seine Kinder : Elam , Assur , Arphachsad , Lud und Aram . Die Kinder aber von Aram sind diese : Uz , Hut , Gether und Mas . Arphachsad aber zeugete Salah , Salah zeugete Eber . Eber zeugete zween Söhne . Einer hieß Peleg , darum daß zu seiner Zeit die Welt zerteilet ward ; des Bruder hieß Jaketan . Und Jaketan zeugete Almodad , Saleph , Hazarmaveth , Jarah , Hadoram , Usal , Dikela , Obal , Abimael , Seba , Ophir , Hevila und Jobab . Das sind alle Kinder von Jaketan . Und ihre Wohnung war von Mesa an , bis man kommt gen Sephar , an den Berg gegen den Morgen . Das sind die Kinder von Sem in ihren Geschlechtern , Sprachen , Ländern und Leuten . Das sind nun die Nachkommen der Kinder Noahs in ihren Geschlechtern und Leuten . Von denen sind ausgebreitet die Leute auf Erden nach der Sintflut . Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache . Da sie nun zogen gen Morgen , fanden sie ein eben Land im Lande Sinear und wohneten daselbst , und sprachen untereinander : Wohlauf , laßt uns Ziegel streichen und brennen ! Und nahmen Ziegel zu Stein und Ton zu Kalk und sprachen : Wohlauf , laßt uns eine Stadt und Turm bauen , des Spitze bis an den Himmel reiche , daß wir uns einen Namen machen ; denn wir werden vielleicht zerstreuet in alle Länder . Da fuhr der HERR hernieder , daß er sähe die Stadt und Turm , die die Menschenkinder baueten . Und der HERR sprach : Siehe , es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen , und haben das angefangen zu tun ; sie werden nicht ablassen von allem , das sie vorgenommen haben zu tun . Wohlauf , laßt uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren , daß keiner des andern Sprache vernehme . Also zerstreuete sie der HERR von dannen in alle Länder , daß sie mußten aufhören , die Stadt zu bauen . Daher heißt ihr Name Babel , daß der HERR daselbst verwirret hatte aller Länder Sprache und sie zerstreuet von dannen in alle Länder . Dies sind die Geschlechter Sems : Sem war hundert Jahre alt und zeugete Arphachsad , zwei Jahre nach der Sintflut ; und lebte danach fünfhundert Jahre und zeugete Söhne und Töchter . Arphachsad war fünfunddreißig Jahre alt und zeugete Salah ; und lebte danach vierhundertunddrei Jahre und zeugete Söhne und Töchter . Salah war dreißig Jahre alt und zeugete Eber ; und lebte danach vierhundertunddrei Jahre und zeugete Söhne und Töchter . Eber war vierunddreißig Jahre alt und zeugete Peleg ; und lebte danach vierhundertunddreißig Jahre und zeugete Söhne und Töchter . Peleg war dreißig Jahre alt und zeugete Regu ; und lebte danach zweihundertundneun Jahre und zeugete Söhne und Töchter . Regu war zweiunddreißig Jahre alt und zeugete Serug ; und lebte danach zweihundertundsieben Jahre und zeugete Söhne und Töchter . Serug war dreißig Jahre alt und zeugete Nahor ; und lebte danach zweihundert Jahre und zeugete Söhne und Töchter . Nahor war neunundzwanzig Jahre alt und zeugete Tharah ; und lebte danach hundertundneunzehn Jahre und zeugete Söhne und Töchter . Tharah war siebenzig Jahre alt und zeugete Abram , Nahor und Haran . Dies sind die Geschlechter Tharahs : Tharah zeugete Abram , Nahor und Haran . Aber Haran zeugete Lot . Haran aber starb vor seinem Vater Tharah in seinem Vaterland zu Ur in Chaldäa . Da nahmen Abram und Nahor Weiber . Abrams Weib hieß Sarai und Nahors Weib Milka , Harans Tochter , der ein Vater war der Milka und der Jiska . Aber Sarai war unfruchtbar und hatte kein Kind . Da nahm Tharah seinen Sohn Abram und Lot , seines Sohns Harans Sohn , und seine Schnur Sarai , seines Sohns Abrams Weib , und führete sie von Ur aus Chaldäa , daß er ins Land Kanaan zöge ; und sie kamen gen Haran und wohneten daselbst . Und Tharah ward zweihundertundfünf Jahre alt und starb in Haran . Und der HERR sprach zu Abram : Gehe aus deinem Vaterland und von deiner Freundschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land , das ich dir zeigen will . Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen , und sollst ein Segen sein . Ich will segnen , die dich segnen , und verfluchen , die dich verfluchen ; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden . Da zog Abram aus , wie der HERR zu ihm gesagt hatte ; und Lot zog mit ihm . Abram aber war fünfundsiebenzig Jahre alt , da er aus Haran zog . Also nahm Abram sein Weib Sarai und Lot , seines Bruders Sohn , mit aller ihrer Habe , die sie gewonnen hatten , und Seelen , die sie gezeuget hatten in Haran , und zogen aus , zu reisen in das Land Kanaan . Und als sie kommen waren in dasselbige Land , zog Abram durch bis an die Stätte Sichem und an den Hain More . Denn es wohneten zu der Zeit die Kanaaniter im Lande . Da erschien der HERR Abram und sprach : Deinem Samen will ich dies Land geben . Und er bauete daselbst dem HERRN einen Altar , der ihm erschienen war . Danach brach er auf von dannen an einen Berg , der lag gegen dem Morgen der Stadt Bethel , und richtete seine Hütte auf , daß er Bethel gegen Abend und Ai gegen dem Morgen hatte , und bauete daselbst dem HERRN einen Altar und predigte von dem Namen des HERRN . Danach wich Abram ferner und zog aus gegen den Mittag . Es kam aber eine Teurung in das Land . Da zog Abram hinab in Ägypten , daß er sich daselbst als ein Fremdling enthielte ; denn die Teurung war groß im Lande . Und da er nahe bei Ägypten kam , sprach er zu seinem Weibe Sarai : Siehe , ich weiß , daß du ein schön Weib von Angesicht bist . Wenn dich nun die Ägypter sehen werden , so werden sie sagen : Das ist sein Weib ; und sie werden mich erwürgen und dich behalten . Lieber , sage doch , du seiest meine Schwester , auf daß mir&#039;s desto baß gehe um deinetwillen , und meine Seele bei dem Leben bleibe um deinetwillen . Als nun Abram nach Ägypten kam , sahen die Ägypter das Weib , daß sie fast schön war . Und die Fürsten des Pharao sahen sie und preiseten sie vor ihm . Da ward sie in des Pharao Haus gebracht . Und er tat Abram Gutes um ihretwillen . Und er hatte Schafe , Rinder , Esel , Knechte und Mägde , Eselinnen und Kamele . Aber der HERR plagte den Pharao mit großen Plagen und sein Haus um Sarais , Abrams Weibes , willen . Da rief Pharao Abram zu sich und sprach zu ihm : Warum hast du mir das getan ? Warum sagtest du mir&#039;s nicht , daß sie dein Weib wäre ? Warum sprachest du denn , sie wäre deine Schwester ? derhalben ich sie mir zum Weibe nehme wollte . Und nun siehe , da hast du dein Weib ; nimm sie und zeuch hin . Und Pharao befahl seinen Leuten über ihm , daß sie ihn geleiteten und sein Weib und alles , was er hatte . Also zog Abram herauf aus Ägypten mit seinem Weibe und mit allem , das er hatte , und Lot auch mit ihm , gegen den Mittag . Abram aber war sehr reich von Vieh , Silber und Gold . Und er zog immer fort von Mittag bis gen Bethel , an die Stätte da am ersten seine Hütte war , zwischen Bethel und Ai , eben an den Ort , da er vorhin den Altar gemacht hatte . Und er predigte allda den Namen des HERRN . Lot aber , der mit Abram zog , der hatte auch Schafe und Rinder und Hütten . Und das Land mochte es nicht ertragen , daß sie beieinander wohneten ; denn ihre Habe war groß , und konnten nicht beieinander wohnen . Und war immer Zank zwischen den Hirten über Abrams Vieh und zwischen den Hirten über Lots Vieh . So wohneten auch zu der Zeit die Kanaaniter und Pheresiter im Lande . Da sprach Abram zu Lot : Lieber , laß nicht Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten ; denn wir sind Gebrüder . Stehet dir nicht alles Land offen ? Lieber , scheide dich von mir ! Willst du zur Linken , so will ich zur Rechten ; oder willst du zur Rechten , so will ich zur Linken . Da hub Lot seine Augen auf und besah die ganze Gegend am Jordan . Denn ehe der HERR Sodoma und Gomorrha verderbete , war sie wasserreich , bis man gen Zoar kommt , als ein Garten des HERRN , gleichwie Ägyptenland . Da erwählete ihm Lot die ganze Gegend am Jordan und zog gegen Morgen . Also schied sich ein Bruder von dem andern , daß Abram wohnete im Lande Kanaan und Lot in den Städten der selben Gegend ; und setzte seine Hütten gen Sodom . Aber die Leute zu Sodom waren böse und sündigten sehr wider den HERRN . Da nun Lot sich von Abram geschieden hatte , sprach der HERR zu Abram : Hebe deine Augen auf und siehe von der Stätte an , da du wohnest , gegen Mitternacht , gegen den Mittag , gegen den Morgen und gegen den Abend . Denn alle das Land , das du siehest , will ich dir geben und deinem Samen ewiglich . Und will deinen Samen machen wie den Staub auf Erden . Kann ein Mensch den Staub auf Erden zählen , der wird auch deinen Samen zählen Darum so mach dich auf und zeuch durch das Land in die Länge und Breite ; denn dir will ich&#039;s geben . Also erhub Abram seine Hütten , kam und wohnete im Hain Mamre ; der zu Hebron ist , und bauete daselbst dem HERRN einen Altar . Und es begab sich zu der Zeit des Königs Amraphel von Sinear , Arioch , des Königs von Elassar , Kedor-Laomor , des Königs von Elam , und Thideal , des Königs der Heiden ; daß sie kriegten mit Bera , dem Könige von Sodom , und mit Birsa , dem Könige von Gomorrha , und mit Sineab , dem Könige von Adama , und mit Semeber , dem Könige von Zeboim , und mit dem Könige von Bela , die heißt Zoar . Diese kamen alle zusammen in das Tal Siddim , da nun das Salzmeer ist . Denn sie waren zwölf Jahre unter dem Könige Kedor-Laomor gewesen und im dreizehnten Jahr waren sie von ihm abgefallen . Darum kam Kedor-Laomor und die Könige , die mit ihm waren , im vierzehnten Jahr und schlugen die Riesen zu Astharoth-Karnaim und die Susim zu Ham und die Emim in dem Felde Kiriathaim . und die Horiter auf ihrem Gebirge Seir bis an die Breite Pharan , welche an die Wüste stößet . Danach wandten sie um und kamen an den Born Mispat , das ist , Kades , und schlugen das ganze Land der Amalekiter , dazu die Amoriter , die zu Hazezon-Thamar wohneten . Da zogen aus der König von Sodom , der König von Gomorrha , der König von Adama , der König von Zeboim und der König von Bela , die Zoar heißt , und rüsteten sich , zu streiten im Tal Siddim mit Kedor-Laomor , dem Könige von Elam , und mit Thideal , dem Könige der Heiden , und mit Amraphel , dem Könige von Sinear , und mit Arioch , dem Könige von Elassar , vier Könige mit fünfen . Und das Tal Siddim hatte viel Tongruben . Aber der König von Sodom und Gomorrha wurden daselbst in die Flucht geschlagen und niedergelegt , und was überblieb , floh auf das Gebirge . Da nahmen sie alle Habe zu Sodom und Gomorrha und alle Speise und zogen davon . Sie nahmen auch mit sich Lot , Abrams Bruders Sohn , und seine Habe , denn er wohnete zu Sodom , und zogen davon . Da kam einer , der entronnen war , und sagte es Abram an , dem Ausländer , der da wohnete im Hain Mamre , des Amoriters , welcher ein Bruder war Eskols und Aners . Diese waren mit Abram im Bunde . Als nun Abram hörete , daß sein Bruder gefangen war , wappnete er seine Knechte , dreihundertundachtzehn , in seinem Hause geboren , und jagte ihnen nach bis gen Dan ; und teilte sich , fiel des Nachts über sie mit seinen Knechten und schlug sie und jagte sie bis gen Hoba , die zur Linken der Stadt Damaskus liegt , und brachte alle Habe wieder , dazu auch Lot , seinen Bruder , mit seiner Habe , auch die Weiber und das Volk . Als er nun wiederkam von der Schlacht des Kedor-Laomor und der Könige mit ihm , ging ihm entgegen der König von Sodom in das Feld , das Königstal heißet . Aber Melchisedek , der König von Salem , trug Brot und Wein hervor . Und er war ein Priester Gottes des Höchsten . Und segnete ihn und sprach : Gesegnet seiest du , Abram , dem höchsten Gott , der Himmel und Erde besitzt , und gelobet sei Gott der Höchste , der deine Feinde in deine Hand beschlossen hat . Und demselben gab Abram den Zehnten von allerlei . Da sprach der König von Sodom zu Abram : Gib mir die Leute , die Güter behalte dir . Aber Abram sprach zu dem Könige von Sodom : Ich hebe meine Hände auf zu dem HERRN , dem höchsten Gott , der Himmel und Erde besitzt , daß ich von allem , das dein ist , nicht einen Faden noch einen Schuhriemen nehmen will , daß du nicht sagest , du habest Abram reich gemacht . Ausgenommen , was die Jünglinge verzehret haben , und die Männer Aner , Eskol und Mamre , die mit mir gezogen sind , die laß ihr Teil nehmen . Nach diesen Geschichten begab sich&#039;s , daß zu Abram geschah das Wort des HERRN im Gesicht und sprach : Fürchte dich nicht , Abram ; ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn . Abram aber sprach : HERR HERR , was willst du mir geben ? Ich gehe dahin ohne Kinder ; und mein Hausvogt hat einen Sohn , dieser Elieser von Damaskus . Und Abram sprach weiter : Mir hast du keinen Samen gegeben ; und siehe , der Sohn meines Gesindes soll mein Erbe sein . Und siehe , der HERR sprach zu ihm : Er soll nicht dein Erbe sein , sondern der von deinem Leibe kommen wird , der soll dein Erbe sein . Und er hieß ihn hinausgehen und sprach : Siehe gen Himmel und zähle die Sterne , kannst du sie zählen ? Und sprach zu ihm : Also soll dein Same werden . Abram glaubte dem HERRN , und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit . Und er sprach zu ihm : Ich bin der HERR , der dich von Ur aus Chaldäa geführet hat , daß ich dir dies Land zu besitzen gebe . Abram aber sprach : HERR HERR , wobei soll ich&#039;s merken , daß ich&#039;s besitzen werde ? Und er sprach zu ihm : Bringe mir eine dreijährige Kuh und eine dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder und eine Turteltaube und eine junge Taube . Und er brachte ihm solches alles und zerteilte es mitten voneinander und legte ein Teil gegen das andere über ; aber die Vögel zerteilte er nicht . Und das Gevögel fiel auf die Aase ; aber Abram scheuchte sie davon . Da nun die Sonne untergegangen war , fiel ein tiefer Schlaf auf Abram ; und siehe , Schrecken und große Finsternis überfiel ihn . Da sprach er zu Abram : Das sollst du wissen , daß dein Same wird fremd sein in einem Lande , das nicht sein ist ; und da wird man sie zu dienen zwingen und plagen vierhundert Jahre . Aber ich will richten das Volk , dem sie dienen müssen . Danach sollen sie ausziehen mit großem Gut . Und du sollst fahren zu deinen Vätern mit Frieden und in gutem Alter begraben werden . Sie aber sollen nach vier Mannsleben wieder hieher kommen , denn die Missetat der Amoriter ist noch nicht alle . Als nun die Sonne untergegangen und finster worden war , siehe , da rauchte ein Ofen , und eine Feuerflamme fuhr zwischen den Stücken hin . An dem Tage machte der HERR einen Bund mit Abram und sprach : Deinem Samen will ich dies Land geben , von dem Wasser Ägyptens an bis an das große Wasser Phrath : die Keniter , die Kinisiter , die Kadmoniter , die Hethiter , die Pheresiter , die Riesen , die Amoriter , die Kanaaniter , die Gergesiter , die Jebusiter . Sarai , Abrams Weib , gebar ihm nichts . Sie hatte aber eine ägyptische Magd , die hieß Hagar . Und sie sprach zu Abram : Siehe , der HERR hat mich verschlossen , daß ich nicht gebären kann . Lieber , lege dich zu meiner Magd , ob ich doch vielleicht aus ihr mich bauen möge . Abram , der gehorchte der Stimme Sarais . Da nahm Sarai , Abrams Weib , ihre ägyptische Magd , Hagar , und gab sie Abram , ihrem Mann , zum Weibe , nachdem sie zehn Jahre im Lande Kanaan gewohnet hatten . Und er legte sich zu Hagar , die ward schwanger . Als sie nun sah , daß sie schwanger war , achtete sie ihre Frau geringe gegen sich . Da sprach Sarai zu Abram : Du tust unrecht an mir . Ich habe meine Magd dir beigelegt ; nun sie aber siehet , daß sie schwanger worden ist , muß ich geringe geachtet sein gegen ihr . Der HERR sei Richter zwischen mir und dir ! Abram aber sprach zu Sarai : Siehe deine Magd ist unter deiner Gewalt ; tue mit ihr , wie dir&#039;s gefällt . Da sie nun Sarai wollte demütigen , floh sie von ihr . Aber der Engel des HERRN fand sie bei einem Wasserbrunnen in der Wüste , nämlich bei dem Brunnen am Wege zu Sur . Der sprach zu ihr : Hagar , Sarais Magd , wo kommst du her und wo willst du hin ? Sie sprach : Ich bin von meiner Frau Sarai geflohen . Und der Engel des HERRN sprach zu ihr : Kehre um wieder zu deiner Frau und demütige dich unter ihre Hand . Und der Engel des HERRN sprach zu ihr : Ich will deinen Samen also mehren , daß er vor großer Menge nicht soll gezählet werden . Weiter sprach der Engel des HERRN zu ihr : Siehe , du bist schwanger worden und wirst einen Sohn gebären , des Namen sollst du Ismael heißen , darum daß der HERR dein Elend erhöret hat . Er wird ein wilder Mensch sein , seine Hand wider jedermann und jedermanns Hand wider ihn ; und wird gegen allen seinen Brüdern wohnen . Und sie hieß den Namen des HERRN , der mit ihr redete : Du , Gott , siehest mich . Denn sie sprach : Gewißlich hie habe ich gesehen den , der mich hernach angesehen hat . Darum hieß sie den Brunnen einen Brunnen des Lebendigen , der mich angesehen hat ; welcher Brunnen ist zwischen Kades und Bared . Und Hagar gebar Abram einen Sohn ; und Abram hieß den Sohn , den ihm Hagar gebar , Ismael . Und Abram war sechsundachtzig Jahre alt , da ihm Hagar den Ismael gebar . Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war , erschien ihm der HERR und sprach zu ihm : Ich bin der allmächtige Gott ; wandle vor mir und sei fromm ! Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir machen und will dich fast sehr mehren . Da fiel Abram auf sein Angesicht . Und Gott redete weiter mit ihm und sprach : Siehe , ich bin&#039;s und habe meinen Bund mit dir , und du sollst ein Vater vieler Völker werden . Darum sollst du nicht mehr Abram heißen , sondern Abraham soll dein Name sein ; denn ich habe dich gemacht vieler Völker Vater . Und will dich fast sehr fruchtbar machen und will von dir Völker machen ; und sollen auch Könige von dir kommen . Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir bei ihren Nachkommen , daß es ein ewiger Bund sei , also daß ich dein Gott sei und deines Samens nach dir . Und will dir und deinem Samen nach dir geben das Land , da du ein Fremdling innen bist , nämlich das ganze Land Kanaan , zu ewiger Besitzung ; und will ihr Gott sein . Und Gott sprach zu Abraham : So halte nun meinen Bund , du und dein Same nach dir bei ihren Nachkommen . Das ist aber mein Bund , den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir : Alles , was männlich ist unter euch , soll beschnitten werden . Ihr sollt aber die Vorhaut an eurem Fleisch beschneiden . Dasselbe soll ein Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch . Ein jegliches Knäblein , wenn es acht Tage alt ist , sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen ; desselbengleichen auch alles was Gesindes daheim geboren oder erkauft ist von allerlei Fremden , die nicht eures Samens sind . Also soll mein Bund an eurem Fleisch sein zum ewigen Bunde . Und wo ein Knäblein nicht wird beschnitten an der Vorhaut seines Fleisches , des Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk , darum daß es meinen Bund unterlassen hat . Und Gott sprach abermal zu Abraham : Du sollst dein Weib Sarai nicht mehr Sarai heißen , sondern Sara soll ihr Name sein . Denn ich will sie segnen , und von ihr will ich dir einen Sohn geben ; denn ich will sie segnen , und Völker sollen aus ihr werden und Könige über viel Völker . Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte und sprach in seinem Herzen : Soll mir hundert Jahre alt , ein Kind geboren werden und Sara neunzig Jahre alt gebären ? Und Abraham sprach zu Gott : Ach , daß Ismael leben sollte vor dir ! Da sprach Gott : Ja , Sara , dein Weib soll dir einen Sohn gebären , den sollst du Isaak heißen ; denn mit ihm will ich meinen ewigen Bund aufrichten und mit seinem Samen nach ihm . Dazu um Ismael habe ich dich auch erhöret . Siehe , ich habe ihn gesegnet und will ihn fruchtbar machen und mehren fast sehr . Zwölf Fürsten wird er zeugen , und will ihn zum großen Volk machen . Aber meinen Bund will ich aufrichten mit Isaak , den dir Sara gebären soll um diese Zeit im andern Jahr . Und er hörete auf mit ihm zu reden , Und Gott fuhr auf von Abraham . Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael und alle Knechte , die daheim geboren , und alle , die erkauft , und alles , was Mannsnamen war in seinem Hause , und beschnitt die Vorhaut an ihrem Fleisch eben desselben Tages , wie ihm Gott gesagt hatte . Und Abraham war neunundneunzig Jahre alt , da er die Vorhaut an seinem Fleische beschnitt . Ismael aber , sein Sohn , war dreizehn Jahre alt , da seines Fleisches Vorhaut beschnitten ward . Eben auf einen Tag wurden sie alle beschnitten , Abraham , sein Sohn Ismael , und was Mannsnamen in seinem Hause war , daheim geboren und erkauft von Fremden ; es ward alles mit ihm beschnitten . Und der HERR erschien ihm im Hain Mamre , da er saß an der Tür seiner Hütte , da der Tag am heißesten war . Und als er seine Augen aufhub und sah , siehe , da stunden drei Männer gegen ihm . Und da er sie sah , lief er ihnen entgegen von der Tür seiner Hütte und bückte sich nieder auf die Erde und sprach : HERR , habe ich Gnade funden vor deinen Augen , so gehe nicht vor deinem Knechte über . Man soll euch ein wenig Wassers bringen und eure Füße waschen ; und lehnet euch unter den Baum . Und ich will euch einen Bissen Brots bringen , daß ihr euer Herz labet ; danach sollt ihr fortgehen . Denn darum seid ihr zu eurem Knechte kommen . Sie sprachen : Tue , wie du gesagt hast . Abraham eilete in die Hütte zu Sara und sprach : Eile und menge drei Maß Semmelmehl , knete und backe Kuchen . Er aber lief zu den Rindern und holete ein zart gut Kalb und gab&#039;s dem Knaben ; der eilete und bereitete es zu Und er trug auf Butter und Milch und von dem Kalbe , das er zubereitet hatte , und setzte es ihnen vor und trat vor sie unter dem Baum , und sie aßen . Da sprachen sie zu ihm : Wo ist dein Weib Sara ? Er antwortete : Drinnen in der Hütte . Da sprach er : Ich will wieder zu dir kommen , so ich lebe , siehe , so soll Sara , dein Weib , einen Sohn haben . Das hörete Sara hinter ihm , hinter der Tür der Hütte . Und sie waren beide , Abraham und Sara , alt und wohl betagt , also daß es Sara nicht mehr ging nach der Weiber Weise . Darum lachte sie bei sich selbst und sprach : Nun ich alt bin , soll ich noch Wollust pflegen , und mein HERR auch alt ist ! Da sprach der HERR zu Abraham : Warum lachet des Sara und spricht : Meinest du , daß wahr sei , daß ich noch gebären werde , so ich doch alt bin ? Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein ? Um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen , so ich lebe , so soll Sara einen Sohn haben . Da leugnete Sara und sprach : Ich habe nicht gelacht ; denn sie fürchtete sich . Aber er sprach : Es ist nicht also , du hast gelacht . Da stunden die Männer auf von dannen und wandten sich gegen Sodom ; und Abraham ging mit ihnen , daß er sie geleitete . Da sprach der HERR : Wie kann ich Abraham verbergen , was ich tue , sintemal er ein groß und mächtiges Volk soll werden , und alle Völker auf Erden in ihm gesegnet werden sollen ? Denn ich weiß , er wird befehlen seinen Kindern und seinem Hause nach ihm , daß sie des HERRN Wege halten und tun , was recht und gut ist ; auf daß der HERR auf Abraham kommen lasse , was er ihm verheißen hat . Und der HERR sprach : Es ist ein Geschrei zu Sodom und Gomorrha , das ist groß , und ihre Sünden sind fast schwer . Darum will ich hinabfahren und sehen , ob sie alles getan haben nach dem Geschrei , das vor mich kommen ist ; oder ob&#039;s nicht also sei , daß ich&#039;s wisse . Und die Männer wandten ihr Angesicht und gingen gen Sodom ; aber Abraham blieb stehen vor dem HERRN und trat zu ihm und sprach : Willst du denn den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen ? Es möchten vielleicht fünfzig Gerechte in der Stadt sein ; wolltest du die umbringen und dem Ort nicht vergeben um fünfzig Gerechter willen , die drinnen wären ? Das sei ferne von dir , daß du das tust und tötest den Gerechten mit dem Gottlosen , daß der Gerechte sei gleich wie der Gottlose ; das sei ferne von dir , der du aller Welt Richter bist ! Du wirst so nicht richten . Der HERR sprach : Finde ich fünfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt , so will ich um ihretwillen all den Orten vergeben . Abraham antwortete und sprach : Ach siehe , ich habe mich unterwunden zu reden mit dem HERRN , wiewohl ich Erde und Asche bin . Es möchten vielleicht fünf weniger denn fünfzig Gerechte drinnen sein ; wolltest du denn die ganze Stadt verderben um der fünfe willen ? Er sprach : Finde ich drinnen fünfundvierzig , will ich sie nicht verderben . Und er fuhr weiter mit ihm zu reden , und sprach : Man möchte vielleicht vierzig drinnen finden . Er aber sprach : Ich will ihnen nichts tun um der vierzig willen . Abraham sprach : Zürne nicht , HERR , daß ich noch mehr rede . Man möchte vielleicht dreißig drinnen finden . Er aber sprach : Finde ich dreißig drinnen , so will ich ihnen nichts tun . Und er sprach : Ach siehe , ich habe mich unterwunden , mit dem HERRN zu reden . Man möchte vielleicht zwanzig drinnen finden . Er antwortete : Ich will sie nicht verderben um der zwanzig willen . Und er sprach : Ach zürne nicht , HERR , daß ich nur noch einmal rede . Man möchte vielleicht zehn drinnen finden . Er aber sprach : Ich will sie nicht verderben um der zehn willen . Und der HERR ging hin , da er mit Abraham ausgeredet hatte ; und Abraham kehrte wieder hin an seinen Ort . Die zween Engel kamen gen Sodom des Abends . Lot aber saß zu Sodom unter dem Tor . Und da er sie sah , stund er auf ihnen entgegen und bückte sich mit seinem Angesicht auf die Erde und sprach : Siehe , HERR , kehret doch ein zum Hause eures Knechts und bleibet über Nacht ; lasset eure Füße waschen , so stehet ihr morgens frühe auf und ziehet eure Straße . Aber sie sprachen : Nein , sondern wir wollen über Nacht auf der Gasse bleiben . Da nötigte er sie fast ; und sie kehrten zu ihm ein und kamen in sein Haus . Und er machte ihnen ein Mahl und buk ungesäuerte Kuchen ; und sie aßen . Aber ehe sie sich legten , kamen die Leute der Stadt Sodom und umgaben das Haus , jung und alt , das ganze Volk aus allen Enden , und forderten Lot und sprachen zu ihm : Wo sind die Männer , die zu dir kommen sind diese Nacht ? Führe sie heraus zu uns , daß wir sie erkennen . Lot ging heraus zu ihnen vor die Tür und schloß die Tür hinter ihm zu und sprach : Ach , lieben Brüder , tut nicht so übel ! Siehe , ich habe zwo Töchter , die haben noch keinen Mann erkannt ; die will ich herausgeben unter euch , und tut mit ihnen , was euch gefällt ; alleine diesen Männern tut nichts , denn darum sind sie unter die Schatten meines Dachs eingegangen . Sie aber sprachen : Komm hieher ! Da sprachen sie : Du bist der einige Fremdling hie und willst regieren ? Wohlan , wir wollen dich baß plagen denn jene ! Und sie drangen hart auf den Mann Lot . Und da sie hinzuliefen und wollten die Tür aufbrechen , griffen die Männer hinaus und zogen Lot hinein zu ihnen ins Haus und schlossen die Tür zu . Und die Männer vor der Tür am Hause wurden mit Blindheit geschlagen , beide klein und groß , bis sie müde wurden und die Tür nicht finden konnten . Und die Männer sprachen zu Lot : Hast du noch irgend hie einen Eidam und Söhne und Töchter , und wer dir angehöret in der Stadt , den führe aus dieser Stätte . Denn wir werden diese Stätte verderben , darum daß ihr Geschrei groß ist vor dem HERRN ; der hat uns gesandt , sie zu verderben . Da ging Lot hinaus und redete mit seinen Eidamen , die seine Töchter nehmen sollten : Machet euch auf und gehet aus diesem Ort ; denn der HERR wird diese Stadt verderben . Aber es war ihnen lächerlich . Da nun die Morgenröte aufging , hießen die Engel den Lot eilen und sprachen : Mache dich auf , nimm dein Weib und deine zwo Töchter , die vorhanden sind , daß du nicht auch umkommest in der Missetat dieser Stadt . Da er aber verzog , ergriffen die Männer ihn und sein Weib und seine zwo Töchter bei der Hand , darum daß der HERR sein verschonete , und führten ihn hinaus und ließen ihn außen vor der Stadt . Und als sie ihn hatten hinausgebracht , sprach er : Errette deine Seele und sieh nicht hinter dich ; auch stehe nicht in dieser ganzen Gegend . Auf dem Berge errette dich , daß du nicht umkommest . Aber Lot sprach zu ihnen : Ach nein , HERR ! Siehe , dieweil dein Knecht Gnade funden hat vor deinen Augen , so wollest du deine Barmherzigkeit groß machen , die du an mir getan hast , daß du meine Seele bei dem Leben erhieltest . Ich kann mich nicht auf dem Berge erretten ; es möchte mich ein Unfall ankommen , daß ich stürbe . Siehe , da ist eine Stadt nahe , darein ich fliehen mag , und ist klein , daselbst will ich mich erretten ; ist sie doch klein , daß meine Seele lebendig bleibe . Da sprach er zu ihm : Siehe , ich habe auch in diesem Stück dich angesehen , daß ich die Stadt nicht umkehre , davon du geredet hast . Eile und errette dich daselbst , denn ich kann nichts tun , bis daß du hinein kommest . Daher ist diese Stadt genannt Zoar . Und die Sonne war aufgegangen auf Erden , da Lot gen Zoar einkam . Da ließ der HERR Schwefel und Feuer regnen von dem HERRN vom Himmel herab auf Sodom und Gomorrha . Und kehrete die Städte um , die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte , und was auf dem Lande gewachsen war . Und sein Weib sah hinter sich und ward zur Salzsäule . Abraham aber machte sich des Morgens frühe auf an den Ort , da er gestanden war vor dem HERRN , und wandte sein Angesicht gegen Sodom und Gomorrha und alles Land der Gegend und schauete ; und siehe , da ging ein Rauch auf vom Lande , wie ein Rauch vom Ofen . Denn da Gott die Städte in der Gegend verderbte , gedachte er an Abraham und geleitete Lot aus den Städten , die er umkehrete , darin Lot wohnete . Und Lot zog aus Zoar und blieb auf dem Berge mit seinen beiden Töchtern ; denn er fürchtete sich , zu Zoar zu bleiben ; und blieb also in einer Höhle mit seinen beiden Töchtern . Da sprach die älteste zu der jüngsten : Unser Vater ist alt , und ist kein Mann mehr auf Erden , der uns beschlafen möge nach aller Welt Weise . So komm , laß uns unserm Vater Wein zu trinken geben und bei ihm schlafen , daß wir Samen von unserm Vater erhalten . Also gaben sie ihrem Vater Wein zu trinken in derselben Nacht . Und die erste ging hinein und legte sich zu ihrem Vater ; und er ward&#039;s nicht gewahr , da sie sich legte , noch da sie aufstund . Des Morgens sprach die älteste zu der jüngsten : Siehe , ich habe gestern bei meinem Vater gelegen . Laß uns ihm diese Nacht auch Wein zu trinken geben , daß du hineingehest und legest dich zu ihm , daß wir Samen von unserm Vater erhalten : Also gaben sie ihrem Vater die Nacht auch Wein zu trinken . Und die jüngste machte sich auch auf und legte sich zu ihm ; und er ward&#039;s nicht gewahr , da sie sich legte , noch da sie aufstund . Also wurden die beiden Töchter Lots schwanger von ihrem Vater . Und die älteste gebar einen Sohn , den hieß sie Moab . Von dem kommen her die Moabiter bis auf diesen heutigen Tag . Und die jüngste gebar auch einen Sohn , den hieß sie das Kind Ammi . Von dem kommen die Kinder Ammon bis auf den heutigen Tag . Abraham aber zog von dannen ins Land gegen Mittag und wohnete zwischen Kades und Sur und ward ein Fremdling zu Gerar . Und sprach von seinem Weibe Sara : Es ist meine Schwester . Da sandte Abimelech , der König zu Gerar , nach ihr und ließ sie holen . Aber Gott kam zu Abimelech des Nachts im Traum und sprach zu ihm : Siehe da , du bist des Todes um des Weibes willen , das du genommen hast ; denn sie ist eines Mannes Eheweib . Abimelech aber hatte sie nicht berühret und sprach : HERR , willst du denn auch ein gerecht Volk erwürgen ? Hat er nicht zu mir gesagt : Sie ist meine Schwester ? Und sie hat auch gesagt : Er ist mein Bruder . Habe ich doch das getan mit einfältigem Herzen und unschuldigen Händen . Und Gott sprach zu ihm im Traum : Ich weiß auch , daß du mit einfältigem Herzen das getan hast . Darum habe ich dich auch behütet , daß du nicht wider mich sündigtest , und habe dir&#039;s nicht zugegeben , daß du sie berührtest . So gib nun dem Mann sein Weib wieder , denn er ist ein Prophet , und laß ihn für dich bitten , so wirst du lebendig bleiben . Wo du aber sie nicht wiedergibst , so wisse , daß du des Todes sterben mußt , und alles , was dein ist . Da stund Abimelech des Morgens frühe auf und rief allen seinen Knechten und sagte ihnen dieses alles vor ihren Ohren . Und die Leute fürchteten sich sehr . Und Abimelech rief Abraham auch und sprach zu ihm : Warum hast du uns das getan , und was habe ich an dir gesündiget , daß du so eine große Sünde wolltest auf mich und mein Reich bringen ? Du hast mit mir gehandelt , nicht wie man handeln soll . Und Abimelech sprach weiter zu Abraham : Was hast du gesehen , daß du solches getan hast ? Abraham sprach : Ich dachte , vielleicht ist keine Gottesfurcht an diesen Orten , und werden mich um meines Weibes willen erwürgen . Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester , denn sie ist meines Vaters Tochter , aber nicht meiner Mutter Tochter , und ist mein Weib worden . Da mich aber Gott außer meines Vaters Hause wandern hieß , sprach ich zu ihr : Die Barmherzigkeit tu an mir , daß wo wir hinkommen , du von mir sagest , ich sei dein Bruder . Da nahm Abimelech Schafe und Rinder , Knechte und Mägde und gab sie Abraham ; und gab ihm wieder sein Weib Sara und sprach : Siehe da , mein Land stehet dir offen ; wohne , wo dir&#039;s wohlgefällt . Und sprach zu Sara : Siehe da , ich habe deinem Bruder tausend Silberlinge gegeben ; siehe , das soll dir eine Decke der Augen sein vor allen , die bei dir sind , und allenthalben . Und das war ihre Strafe . Abraham aber betete zu Gott ; da heilete Gott Abimelech und sein Weib und seine Mägde , daß sie Kinder gebaren . Denn der HERR hatte zuvor hart verschlossen alle Mütter des Hauses Abimelech um Saras , Abrahams Weibes , willen . Und der HERR suchte heim Sara wie er geredet hatte , und tat mit ihr , wie er geredet hatte . Und Sara ward schwanger und gebar Abraham einen Sohn in seinem Alter um die Zeit , die ihm Gott geredet hatte . Und Abraham hieß seinen Sohn , der ihm geboren war , Isaak , den ihm Sara gebar , und beschnitt ihn am achten Tage , wie ihm Gott geboten hatte . Hundert Jahre war Abraham alt , da ihm sein Sohn Isaak geboren ward . Und Sara sprach : Gott hat mir ein lachen zugerichtet ; denn wer es hören wird , der wird mein lachen . Und sprach : Wer dürfte von Abraham sagen , daß Sara Kinder säuget und hätte ihm einen Sohn geboren in seinem Alter ? Und das Kind wuchs und ward entwöhnet . Und Abraham machte ein groß Mahl am Tage , da Isaak entwöhnet ward . Und Sara sah den Sohn Hagars , der Ägyptischen , den sie Abraham geboren hatte , daß er ein Spötter war , und sprach zu Abraham : Treibe diese Magd aus mit ihrem Sohn ; denn dieser Magd Sohn soll nicht erben mit meinem Sohn Isaak . Das Wort gefiel Abraham sehr übel um seines Sohnes willen . Aber Gott sprach zu ihm : Laß dir&#039;s nicht übel gefallen des Knaben und der Magd halben . Alles , was Sara dir gesagt hat , dem gehorche . Denn in Isaak soll dir der Same genannt werden . Auch will ich der Magd Sohn zum Volk machen , darum daß er deines Samens ist . Da stund Abraham des Morgens frühe auf und nahm Brot und eine Flasche mit Wasser und legte es Hagar auf ihre Schulter , und den Knaben mit , und ließ sie aus . Da zog sie hin und ging in der Wüste irre bei Bersaba . Da nun das Wasser in der Flasche aus war , warf sie den Knaben unter einen Baum und ging hin und setzte sich gegenüber von ferne , eines Bogenschusses weit ; denn sie sprach : Ich kann nicht zusehen des Knaben Sterben . Und sie setzte sich gegenüber und hub ihre Stimme auf und weinete . Da erhörete Gott die Stimme des Knaben . Und der Engel Gottes rief vom Himmel der Hagar und sprach zu ihr : Was ist dir , Hagar ? Fürchte dich nicht ; denn Gott hat erhöret die Stimme des Knaben , da er liegt . Stehe auf , nimm den Knaben und führe ihn an deiner Hand ; denn ich will ihn zum großen Volk machen . Und Gott tat ihr die Augen auf , daß sie einen Wasserbrunnen sah . Da ging sie hin und füllete die Flasche mit Wasser und tränkte den Knaben . Und Gott war mit dem Knaben ; der wuchs und wohnete in der Wüste und ward ein guter Schütze ; und wohnete in der Wüste Pharan . Und seine Mutter nahm ihm ein Weib aus Ägyptenland . Zu derselbigen Zeit redete Abimelech und Phichol , sein Feldhauptmann , mit Abraham und sprach : Gott ist mit dir in allem , das du tust . So schwöre mir nun bei Gott , daß du mir , noch meinen Kindern , noch meinen Neffen keine Untreue erzeigen wollest , sondern die Barmherzigkeit , die ich an dir getan habe , an mir auch tust und an dem Lande , da du ein Fremdling innen bist . Da sprach Abraham : Ich will schwören . Und Abraham strafte Abimelech um des Wasserbrunnens willen , den Abimelechs Knechte hatten mit Gewalt genommen . Da antwortete Abimelech : Ich hab&#039;s nicht gewußt , wer das getan hat ; auch hast du mir&#039;s nicht angesagt ; dazu habe ich&#039;s nicht gehöret denn heute . Da nahm Abraham Schafe und Rinder und gab sie Abimelech ; und machten beide einen Bund miteinander . Und Abraham stellete dar sieben Lämmer besonders . Da sprach Abimelech zu Abraham : Was sollen die sieben Lämmer , die du besonders dargestellt hast ? Er antwortete : Sieben Lämmer sollst du von meiner Hand nehmen , daß sie mir zum Zeugnis seien , daß ich diesen Brunnen gegraben habe . Daher heißt die Stätte Bersaba , daß sie beide miteinander da geschworen haben . Und also machten sie den Bund zu Bersaba . Da machten sich auf Abimelech und Phichol , sein Feldhauptmann , und zogen wieder in der Philister Land . Abraham aber pflanzete Bäume zu Bersaba und predigte daselbst von dem Namen des HERRN , des ewigen Gottes . Und war ein Fremdling in der Philister Lande eine lange Zeit . Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm : Abraham ! Und er antwortete : Hier bin ich . Und er sprach : Nimm Isaak , deinen einigen Sohn , den du lieb hast , und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge , den ich dir sagen werde . Da stund Abraham des Morgens frühe auf und gürtete seinen Esel und nahm mit sich zween Knaben und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer , machte sich auf und ging hin an den Ort , davon ihm Gott gesagt , hatte . Am dritten Tage hub Abraham seine Augen auf und sah die Stätte von ferne . Und sprach zu seinen Knaben : Bleibet ihr hie mit dem Esel ; ich und der Knabe wollen dorthin gehen ; und wenn wir angebetet haben , wollen wir wieder zu euch kommen . Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak ; er aber nahm das Feuer und Messer in seine Hand , und gingen die beiden miteinander . Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham : Mein Väter ! Abraham antwortete : Hie bin ich , mein Sohn . Und er sprach : Siehe , hie ist Feuer und Holz ; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer ? Abraham antwortete : Mein Sohn , Gott wird ihm ersehen ein Schaf zum Brandopfer . Und gingen die beiden miteinander . Und als sie kamen an die Stätte , die ihm Gott sagte , bauete Abraham daselbst einen Altar und legte das Holz drauf und band seinen Sohn Isaak , legte ihn auf den Altar oben auf das Holz und reckte seine Hand aus und fassete das Messer , daß er seinen Sohn schlachtete . Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel und sprach : Abraham , Abraham ! Er antwortete : Hie bin ich . Er sprach : Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts ! Denn nun weiß ich , daß du Gott fürchtest und hast deines einigen Sohnes nicht verschonet um meinetwillen . Da hub Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter ihm in der Hecke mit seinen Hörnern hangen ; und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt . Und Abraham hieß die Stätte : Der HERR siehet . Daher man noch heutigestages saget : Auf dem Berge , da der HERR siehet . Und der Engel des HERRN rief Abraham abermal vom Himmel und sprach : Ich habe bei mir selbst geschworen , spricht der HERR , dieweil du solches getan hast und hast deines einigen Sohnes nicht verschonet , daß ich deinen Samen segnen und mehren will wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres ; und dein Same soll besitzen die Tore seiner Feinde . Und durch deinen Samen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden , darum daß du meiner Stimme gehorchet hast . Also kehrete Abraham wieder zu seinen Knaben ; und machten sich auf und zogen miteinander gen Bersaba und wohnete daselbst . Nach diesen Geschichten begab sich&#039;s , daß Abraham angesagt ward : Siehe , Milka hat auch Kinder geboren deinem Bruder Nahor , nämlich Uz , den Erstgeborenen , und Bus , seinen Bruder , und Kemuel , von dem die Syrer kommen , und Chesed und Haso und Pildas und Jedlaph und Bethuel . Bethuel aber zeugete Rebekka . Diese acht gebar Milka dem Nahor , Abrahams Bruder . Und sein Kebsweib , mit Namen Rehuma , gebar auch , nämlich den Theba , Gaham , Thahas und Maacha . Sara war hundertsiebenundzwanzig Jahre alt und starb in der Hauptstadt , die heißt Hebron , im Lande Kanaan . Da kam Abraham , daß er sie klagete und beweinete . Danach stund er auf von seiner Leiche und redete mit den Kindern Heths und sprach : Ich bin ein Fremder und Einwohner bei euch ; gebet mir ein Erbbegräbnis bei euch , daß ich meinen Toten begrabe , der vor mir liegt . Da antworteten Abraham die Kinder Heths und sprachen zu ihm : Höre uns , lieber HERR ! Du bist ein Fürst Gottes unter uns ; begrabe deinen Toten in unsern ehrlichsten Gräbern ; kein Mensch soll dir unter uns wehren , daß du in seinem Grabe nicht begrabest deinen Toten . Da stund Abraham auf und bückte sich vor dem Volk des Landes , nämlich vor den Kindern Heths . Und er redete mit ihnen und sprach : Gefällt es euch , daß ich meinen Toten , der vor mir liegt , begrabe , so höret mich und bittet für mich gegen Ephron , dem Sohn Zoars , daß er mir gebe seine zwiefache Höhle , die er hat am Ende seines Ackers ; er gebe mir sie um Geld , soviel sie wert ist , unter euch zum Erbbegräbnis . Denn Ephron wohnete unter den Kindern Heths . Da antwortete Ephron , der Hethiter , Abraham , daß zuhöreten die Kinder Heths , vor allen , die zu seiner Stadt Tor aus und ein gingen , und sprach : Nein , mein HERR , sondern höre mir zu . Ich schenke dir den Acker , und die Höhle drinnen dazu , und übergebe dir&#039;s vor den Augen der Kinder meines Volks , zu begraben deinen Toten . Da bückte sich Abraham vor dem Volk des Landes und redete mit Ephron , daß zuhörete das Volk des Landes , und sprach : Willst du mir ihn lassen , so bitte ich , nimm von mir das Geld für den Acker , das ich dir gebe , so will ich meinen Toten daselbst begraben . Ephron antwortete Abraham und sprach zu ihm : Mein HERR , höre doch mich ! Das Feld ist vierhundert Sekel Silbers wert ; was ist das aber zwischen mir und dir ? Begrabe nur deinen Toten . Abraham gehorchte Ephron und wog ihm das Geld dar , das er gesagt hatte , daß zuhöreten die Kinder Heths nämlich vierhundert Sekel Silbers , das im Kauf gang und gäbe war . Also ward Ephrons Acker , darin die zwiefache Höhle ist , gegen Mamre über , Abraham zum eigenen Gut bestätiget , mit der Höhle darinnen und mit allen Bäumen auf dem Acker umher , daß die Kinder Heths zusahen und alle , die zu seiner Stadt Tor aus und ein gingen . Danach begrub Abraham Sara , sein Weib , in der Höhle des Ackers , die zwiefach ist , gegen Mamre über , das ist , Hebron , im Lande Kanaan . Also ward bestätiget der Acker und die Höhle darinnen Abraham zum Erbbegräbnis von den Kindern Heths . Abraham war alt und wohl betaget , und der HERR hatte ihn gesegnet allenthalben . Und sprach zu seinem ältesten Knecht seines Hauses , der allen seinen Gütern vorstund : Lege deine Hand unter meine Hüfte und schwöre mir bei dem HERRN , dem Gott des Himmels und der Erde , daß du meinem Sohn kein Weib nehmest von den Töchtern der Kanaaniter , unter welchen ich wohne ; sondern daß du ziehest in mein Vaterland und zu meiner Freundschaft und nehmest meinem Sohn Isaak ein Weib . Der Knecht sprach : Wie , wenn das Weib mir nicht wollte folgen in dies Land ? Soll ich dann deinen Sohn wiederbringen in jenes Land , daraus du gezogen bist ? Abraham sprach zu ihm : Da hüte dich vor , daß du meinen Sohn nicht wieder dahin bringest . Der HERR , der Gott des Himmels , der mich von meines Vaters Hause genommen hat und von meiner Heimat , der mir geredet und mir auch geschworen hat und gesagt : Dies Land will ich deinem Samen geben , der wird seinen Engel vor dir her senden , daß du meinem Sohn daselbst ein Weib nehmest . So aber das Weib dir nicht folgen will , so bist du dieses Eides quitt . Alleine bringe meinen Sohn nicht wieder dorthin . Da legte der Knecht seine Hand unter die Hüfte Abrahams , seines HERRN , und schwur ihm solches . Also nahm der Knecht zehn Kamele von den Kamelen seines HERRN und zog hin und hatte mit sich allerlei Güter seines HERRN ; und machte sich auf und zog gen Mesopotamien zu der Stadt Nahors . Da ließ er die Kamele sich lagern außen vor der Stadt bei einem Wasserbrunnen , des Abends um die Zeit , wenn die Weiber pflegten herauszugehen und Wasser zu schöpfen , und sprach : HERR , du Gott meines HERRN Abraham , begegne mir heute und tu Barmherzigkeit an meinem HERRN Abraham . Siehe , ich stehe hie bei dem Wasserbrunnen , und der Leute Töchter in dieser Stadt werden herauskommen , Wasser zu schöpfen . Wenn nun eine Dirne kommt , zu der ich spreche : Neige deinen Krug und laß mich trinken , und sie sprechen wird : Trinke , ich will deine Kamele auch tränken , daß sie die sei , die du deinem Diener Isaak bescheret habest , und ich daran erkenne , daß du Barmherzigkeit an meinem HERRN getan hast . Und ehe er ausgeredet hatte , siehe , da kam heraus Rebekka , Bethuels Tochter , der ein Sohn der Milka war , welche Nahors , Abrahams Bruders , Weib war , und trug einen Krug auf ihrer Achsel . Und sie war eine sehr schöne Dirne von Angesicht , noch eine Jungfrau , und kein Mann hatte sie erkannt . Die stieg hinab zum Brunnen und füllete den Krug und stieg herauf . Da lief ihr der Knecht entgegen und sprach : Laß mich ein wenig Wassers aus deinem Kruge trinken . Und sie sprach : Trinke , mein HERR ! Und eilend ließ sie den Krug hernieder auf ihre Hand und gab ihm zu trinken . Und da sie ihm zu trinken gegeben hatte , sprach sie : Ich will deinen Kamelen auch schöpfen , bis sie alle getrunken . Und eilete und goß den Krug aus in die Tränke und lief aber zum Brunnen zu schöpfen und schöpfete allen seinen Kamelen . Der Mann aber wunderte sich ihrer und schwieg stille , bis er erkennete , ob der HERR zu seiner Reise Gnade gegeben hätte , oder nicht . Da nun die Kamele alle getrunken hatten , nahm er eine güldene Spange , eines halben Sekels schwer , und zween Armringe an ihre Hände , zehn Sekel Goldes schwer , und sprach : Meine Tochter , wem gehörest du an ? Das sage mir doch . Haben wir auch Raum in deines Vaters Hause zu herbergen ? Sie sprach zu ihm : Ich bin Bethuels Tochter , des Sohnes Milkas , den sie dem Nahor geboren hat . Und sagte weiter zu ihm : Es ist auch viel Stroh und Futter bei uns und Raums genug zu herbergen . Da neigete sich der Mann und betete den HERRN an und sprach : Gelobet sei der HERR , der Gott meines HERRN Abraham , der seine Barmherzigkeit und seine Wahrheit nicht verlassen hat an meinem HERRN ; denn der HERR hat mich den Weg geführet zu meines HERRN Bruders Hause . Und die Dirne lief und sagte solches alles an in ihrer Mutter Hause . Und Rebekka hatte einen Bruder , der hieß Laban ; und Laban lief zu dem Manne draußen bei dem Brunnen . Und als er sah die Spangen und Armringe an seiner Schwester Händen und hörete die Worte Rebekkas , seiner Schwester , daß sie sprach : Also hat mir der Mann gesagt , kam er zu dem Manne , und siehe , er stund bei den Kamelen am Brunnen . Und er sprach : Komm herein , du Gesegneter des HERRN ! Warum stehest du draußen ? Ich habe das Haus geräumet und für die Kamele auch Raum gemacht . Also führete er den Mann ins Haus und zäumete die Kamele ab und gab ihnen Stroh und Futter und Wasser , zu waschen seine Füße und der Männer , die mit ihm waren , und setzte ihm Essen vor . Er sprach aber : Ich will nicht essen , bis daß ich zuvor meine Sache geworben habe . Sie antworteten : Sage her ! Er sprach : Ich bin Abrahams Knecht . Und der HERR hat meinen HERRN reichlich gesegnet , und ist groß worden ; und hat ihm Schafe und Ochsen , Silber und Gold , Knechte und Mägde , Kamele und Esel gegeben . Dazu hat Sara , meines HERRN Weib , einen Sohn geboren meinem HERRN in seinem Alter ; dem hat er alles gegeben , was er hat . Und mein HERR hat einen Eid von mir genommen und gesagt : Du sollst meinem Sohn kein Weib nehmen von den Töchtern der Kanaaniter , in deren Lande ich wohne , sondern zeuch hin zu meines Vaters Hause und zu meinem Geschlecht ; daselbst nimm meinem Sohn ein Weib . Ich sprach aber zu meinem HERRN : Wie , wenn mir das Weib nicht folgen will ? Da sprach er zu mir : Der HERR , vor dem ich wandle , wird seinen Engel mit dir senden und Gnade zu deiner Reise geben , daß du meinem Sohn ein Weib nehmest von meiner Freundschaft und meines Vaters Hause . Alsdann sollst du meines Eides quitt sein , wenn du zu meiner Freundschaft kommst ; geben sie dir nicht , so bist du meines Eides quitt . Also kam ich heute zum Brunnen und sprach : HERR , Gott meines HERRN Abraham , hast du Gnade zu meiner Reise gegeben , daher ich gereiset bin , siehe , so stehe ich hie bei dem Wasserbrunnen . Wenn nun eine Jungfrau herauskommt zu schöpfen , und ich zu ihr spreche : Gib mir ein wenig Wasser zu trinken aus deinem Krug , und sie wird sagen : Trinke du , ich will deinen Kamelen auch schöpfen , daß die sei das Weib , das der HERR meines HERRN Sohne bescheret hat . Ehe ich nun solche Worte ausgeredet hatte in meinem Herzen , siehe , da kommt Rebekka heraus mit einem Krug auf ihrer Achsel und gehet hinab zum Brunnen und schöpfet . Da sprach ich zu ihr : Gib mir zu trinken . Und sie nahm eilend den Krug von ihrer Achsel und sprach : Trinke , und deine Kamele will ich auch tränken . Also trank ich , und sie tränkte die Kamele auch . Und ich fragte sie und sprach : Wes Tochter bist du ? Sie antwortete : Ich bin Bethuels Tochter , des Sohnes Nahors , den ihm Milka geboren hat . Da hängete ich eine Spange an ihre Stirn und Armringe an ihre Hände ; und neigete mich und betete den HERRN an und lobte den HERRN , den Gott meines HERRN Abraham , der mich den rechten Weg geführet hat , daß ich seinem Sohn meines HERRN Bruders Tochter nehme . Seid ihr nun die , so an meinem HERRN Freundschaft und Treue beweisen wollt , so saget mir&#039;s ; wo nicht , so saget mir&#039;s aber , daß ich mich wende zur Rechten oder zur Linken . Da antwortete Laban und Bethuel und sprachen : Das kommt vom HERRN ; darum können wir nichts wider dich reden , weder Böses noch Gutes . Da ist Rebekka vor dir ; nimm sie und zeuch hin , daß sie deines HERRN Sohnes Weib sei , wie der HERR geredet hat . Da diese Worte hörete Abrahams Knecht , bückte er sich dem HERRN zu der Erde . Und zog hervor silberne und güldene Kleinode und Kleider und gab sie Rebekka ; aber ihrem Bruder und der Mutter gab er Würze . Da aß und trank er samt den Männern , die mit ihm waren , und blieb über Nacht allda . Des Morgens aber stund er auf und sprach : Lasset mich ziehen zu meinem HERRN . Aber ihr Bruder und Mutter sprachen : Laß doch die Dirne einen Tag oder zehn bei uns bleiben , danach sollst du ziehen . Da sprach er zu ihnen : Haltet mich nicht auf , denn der HERR hat Gnade zu meiner Reise gegeben . Lasset mich , daß ich zu meinem HERRN ziehe . Da sprachen sie : Lasset uns die Dirne rufen und fragen , was sie dazu sagt . Und riefen der Rebekka und sprachen zu ihr : Willst du mit diesem Manne ziehen ? Sie antwortete : Ja , ich will mit ihm . Also ließen sie Rebekka , ihre Schwester , ziehen mit ihrer Amme , samt Abrahams Knecht und seinen Leuten . Und sie segneten Rebekka und sprachen zu ihr : Du bist unsere Schwester ; wachse in viel tausendmal tausend , und dein Same besitze die Tore seiner Feinde . Also machte sich Rebekka auf mit ihren Dirnen , und setzten sich auf die Kamele und zogen dem Manne nach . Und der Knecht nahm Rebekka an und zog hin . Isaak aber kam vom Brunnen des Lebendigen und Sehenden ( denn er wohnete im Lande gegen Mittag ) und war ausgegangen , zu beten auf dem Felde , um den Abend , und hub seine Augen auf und sah , daß Kamele daherkamen . Und Rebekka hub ihre Augen auf und sah Isaak ; da fiel sie vom Kamel und sprach zu dem Knecht : Wer ist der Mann , der uns entgegenkommt auf dem Felde ? Der Knecht sprach : Das ist mein HERR . Da nahm sie den Mantel und verhüllete sich . Und der Knecht erzählete Isaak alle Sache , die er ausgerichtet hatte . Da führete sie Isaak in die Hütte seiner Mutter Sara und nahm die Rebekka , und sie ward sein Weib , und gewann sie lieb . Also ward Isaak getröstet über seiner Mutter . Abraham nahm wieder ein Weib , die hieß Ketura . Die gebar ihm Simran und Jaksan , Medan und Midian , Jesbak und Suah . Jaksan aber zeugete Seba und Dedan . Die Kinder aber von Dedan waren : Assurim , Letusim und Leumim . Die Kinder Midians waren : Epha , Epher , Hanoch , Abida und Eldaa . Diese sind alle Kinder der Ketura . Und Abraham gab all sein Gut Isaak . Aber den Kindern , die er von den Kebsweibern hatte , gab er Geschenke und ließ sie von seinem Sohn Isaak ziehen , weil er noch lebte , gegen den Aufgang in das Morgenland . Das ist aber Abrahams Alter , das er gelebet hat , hundertundfünfundsiebenzig Jahre . Und nahm ab und starb in einem ruhigen Alter , da er alt und lebenssatt war , und ward zu seinem Volk gesammelt . Und es begruben ihn seine Söhne Isaak und Ismael in der zwiefachen Höhle auf dem Acker Ephrons , des Sohnes Zoars , des Hethiters , die da liegt gegen Mamre , in dem Felde , das Abraham von den Kindern Heths gekauft hatte . Da ist Abraham begraben mit Sara , seinem Weibe . Und nach dem Tode Abrahams segnete Gott Isaak , seinen Sohn . Und er wohnete bei dem Brunnen des Lebendigen und Sehenden . Dies ist das Geschlecht Ismaels , Abrahams Sohns , den ihm Hagar gebar , die Magd Saras aus Ägypten ; und das sind die Namen der Kinder . Ismaels , davon ihre Geschlechter genannt sind : Der erstgeborene Sohn Ismaels Nebajoth ; Kedar , Adbeel , Mibsam , Misma , Duma , Masa , Hadar , Thema , Jetur , Naphis und Kedma . Dies sind die Kinder Ismaels mit ihren Namen in ihren Höfen und Städten , zwölf Fürsten über ihre Leute . Und das ist das Alter Ismaels : hundertundsiebenunddreißig Jahre ; und nahm ab und starb und ward gesammelt zu seinem Volk . Und sie wohneten von Hevila an bis gen Sur gegen Ägypten , wenn man gen Assyrien gehet . Er fiel aber vor allen seinen Brüdern . Dies ist das Geschlecht Isaaks , Abrahams Sohnes : Abraham zeugete Isaak . Isaak aber war vierzig Jahre alt , da er Rebekka zum Weibe nahm , die Tochter Bethuels , des Syrers , von Mesopotamien , Labans , des Syrers , Schwester . Isaak aber bat den HERRN für sein Weib , denn sie war unfruchtbar . Und der HERR ließ sich erbitten , und Rebekka , sein Weib , ward schwanger . Und die Kinder stießen sich miteinander in ihrem Leibe . Da sprach sie : Da mir&#039;s also sollte gehen , warum bin ich schwanger worden ? Und sie ging hin , den HERRN zu fragen . Und der HERR sprach zu ihr : Zwei Völker sind in deinem Leibe , und zweierlei Leute werden sich scheiden aus deinem Leibe ; und ein Volk wird dem andern überlegen sein , und der Größere wird dem Kleinem dienen . Da nun die Zeit kam , daß sie gebären sollte , siehe , da waren Zwillinge in ihrem Leibe . Der erste , der herauskam , war rötlich , ganz rauch wie ein Fell ; und sie nannten ihn Esau . Zuhand danach kam heraus sein Bruder , der hielt mit seiner Hand die Ferse des Esau ; und hießen ihn Jakob . Sechzig Jahre alt war Isaak , da sie geboren wurden . Und da nun die Knaben groß wurden , ward Esau ein Jäger und ein Ackermann , Jakob aber ein frommer Mann und blieb in den Hütten . Und Isaak hatte Esau lieb und aß gern von seinem Weidwerk ; Rebekka aber hatte Jakob lieb . Und Jakob kochte ein Gericht . Da kam Esau vom Felde und war müde und sprach zu Jakob : Laß mich kosten das rote Gericht , denn ich bin müde . Daher heißt er Edom . Aber Jakob sprach : Verkaufe mir heute deine Erstgeburt . Esau antwortete : Siehe , ich muß doch sterben , was soll mir dann die Erstgeburt ? Jakob sprach : So schwöre mir heute . Und er schwur ihm und verkaufte also Jakob seine Erstgeburt . Da gab ihm Jakob Brot und das Linsengericht , und er aß und trank ; und stund auf und ging davon . Also verachtete Esau seine Erstgeburt . Es kam aber eine Teurung ins Land über die vorige , so zu Abrahams Zeiten war . Und Isaak zog zu Abimelech , der Philister König , gen Gerar . Da erschien ihm der HERR und sprach : Zeuch nicht hinab in Ägypten , sondern bleibe in dem Lande , das ich dir sage . Sei ein Fremdling in diesem Lande , und ich will mit dir sein und dich segnen ; denn dir und deinem Samen will ich alle diese Länder geben und will meinen Eid bestätigen , den ich deinem Vater Abraham geschworen habe , und will deinen Samen mehren wie die Sterne am Himmel und will deinem Samen alle diese Länder geben . Und durch deinen Samen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden , darum daß Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und hat gehalten meine Rechte , meine Gebote , meine Weise und meine Gesetze . Also wohnete Isaak zu Gerar . Und wenn die Leute am selben Orte fragten von seinem Weibe , so sprach er : Sie ist meine Schwester . Denn er fürchtete sich zu sagen : Sie ist mein Weib ; sie möchten mich erwürgen um Rebekkas willen ; denn sie war schön von Angesicht . Als er nun eine Zeitlang da war , sah Abimelech , der Philister König , durchs Fenster und ward gewahr , daß Isaak scherzte mit seinem Weibe Rebekka . Da rief Abimelech dem Isaak und sprach : Siehe , es ist dein Weib . Wie hast du denn gesagt : Sie ist meine Schwester ? Isaak antwortete ihm : Ich gedachte , ich möchte vielleicht sterben müssen um ihretwillen . Abimelech sprach : Warum hast du denn uns das getan ? Es wäre leicht geschehen , daß jemand vom Volk sich zu deinem Weibe gelegt hätte , und hättest also eine Schuld auf uns gebracht . Da gebot Abimelech allem Volk und sprach : Wer diesen Mann oder sein Weib antastet , der soll des Todes sterben . Und Isaak säete in dem Lande und kriegte desselben Jahrs hundertfältig ; denn der HERR segnete ihn . Und er ward ein großer Mann , ging und nahm zu , bis er fast groß ward , daß er viel Guts hatte an kleinem und großem Vieh und ein groß Gesinde . Darum neideten ihn die Philister und verstopften alle Brunnen , die seines Vaters Knechte gegraben hatten , zur Zeit Abrahams , seines Vaters , und fülleten sie mit Erde , daß auch Abimelech zu ihm sprach : Zeuch von uns , denn du bist uns zu mächtig worden . Da zog Isaak von dannen und schlug sein Gezelt auf im Grunde Gerar und wohnete allda . Und ließ die Wasserbrunnen wieder aufgraben , die sie zu Abrahams Zeiten , seines Vaters , gegraben hatten , welche die Philister verstopfet hatten nach Abrahams Tod , und nannte sie mit denselben Namen , da sie sein Vater mit genannt hatte . Auch gruben Isaaks Knechte im Grunde und fanden daselbst einen Brunnen lebendigen Wassers . Aber die Hirten von Gerar zankten mit den Hirten Isaaks und sprachen : Das Wasser ist unser . Da hieß er den Brunnen Esek , darum daß sie ihm da unrecht getan hatten . Da gruben sie einen andern Brunnen , da zankten sie auch über ; darum hieß er ihn Sitna . Da machte er sich von dannen und grub einen andern Brunnen , da zankten sie sich nicht über ; darum hieß er ihn Rehoboth und sprach : Nun hat uns der HERR Raum gemacht und uns wachsen lassen im Lande . Danach zog er von dannen gen Bersaba . Und der HERR erschien ihm in derselben Nacht und sprach : Ich bin deines Vaters Abraham Gott . Fürchte dich nicht , denn ich bin mit dir und will dich segnen und deinen Samen mehren um meines Knechts Abrahams willen . Da bauete er einen Altar daselbst und predigte von dem Namen des HERRN und richtete daselbst seine Hütte auf ; und seine Knechte gruben daselbst einen Brunnen . Und Abimelech ging zu ihm von Gerar , und Ahusath , sein Freund , und Phichol , sein Feldhauptmann . Aber Isaak sprach zu ihnen : Warum kommt ihr zu mir ? Hasset ihr mich doch und habt mich von euch getrieben . Sie sprachen : Wir sehen mit sehenden Augen , daß der HERR mit dir ist . Darum sprachen wir : Es soll ein Eid zwischen uns und dir sein , und wollen einen Bund mit dir machen , daß du uns keinen Schaden tust , gleichwie wir dich nicht angetastet haben , und wie wir dir nichts denn alles Gute getan haben und dich mit Frieden ziehen lassen . Du aber bist nun der Gesegnete des HERRN . Da machte er ihnen ein Mahl , und sie aßen und tranken . Und des Morgens frühe stunden sie auf , und schwur einer dem andern ; und Isaak ließ sie gehen , und sie zogen von ihm mit Frieden . Desselben Tages kamen Isaaks Knechte und sagten ihm an von dem Brunnen , den sie gegraben hatten , und sprachen zu ihm : Wir haben Wasser funden . Und er nannte ihn Saba ; daher heißt die Stadt Bersaba bis auf den heutigen Tag . Da Esau vierzig Jahre alt war , nahm er zum Weibe Judith , die Tochter Beris , des Hethiters ; und Basmath , die Tochter Elons , des Hethiters . Die machten beide Isaak und Rebekka eitel Herzeleid . Und es begab sich , da Isaak war alt worden , daß seine Augen dunkel wurden zu sehen , rief er Esau , seinem größern Sohn , und sprach zu ihm : Mein Sohn ! Er aber antwortete ihm : Hie bin ich . Und er sprach : Siehe , ich bin alt worden und weiß nicht , wann ich sterben soll . So nimm nun deinen Zeug , Köcher und Bogen , und gehe aufs Feld und fahe mir ein Wildbret und mache mir ein Essen , wie ich&#039;s gerne habe , und bringe mir&#039;s herein , daß ich esse , daß dich meine Seele segne , ehe ich sterbe . Rebekka aber hörete solche Worte , die Isaak zu seinem Sohne Esau sagte . Und Esau ging hin aufs Feld , daß er ein Wildbret jagte und heimbrächte . Da sprach Rebekka zu Jakob , ihrem Sohn : Siehe , ich habe gehöret deinen Vater reden mit Esau , deinem Bruder , und sagen : Bringe mir ein Wildbret und mache mir ein Essen , daß ich esse und dich segne vor dem HERRN , ehe ich sterbe . So höre nun , mein Sohn , meine Stimme , was ich dich heiße . Gehe hin zu der Herde und hole mir zwei gute Böcklein , daß ich deinem Vater ein Essen davon mache , wie er&#039;s gerne hat . Das sollst du deinem Vater hineintragen , daß er esse , auf daß er dich segne vor seinem Tode . Jakob aber sprach zu seiner Mutter Rebekka : Siehe , mein Bruder Esau ist rauch und ich glatt ; so möchte vielleicht mein Vater mich begreifen , und würde vor ihm geachtet , als ob ich ihn betrügen wollte , und brächte über mich einen Fluch und nicht einen Segen . Da sprach seine Mutter zu ihm : Der Fluch sei auf mir , mein Sohn ; gehorche nur meiner Stimme , gehe und hole mir . Da ging er hin und holete und brachte seiner Mutter . Da machte seine Mutter ein Essen , wie sein Vater gerne hatte , und nahm Esaus , ihres größern Sohnes , köstliche Kleider , die sie bei sich im Hause hatte , und zog sie Jakob an , ihrem kleinem Sohn ; aber die Felle von den Böcklein tat sie ihm um seine Hände , und wo er glatt war am Halse . Und gab also das Essen mit Brot , wie sie es gemacht hatte , in Jakobs Hand , ihres Sohnes . Und er ging hinein zu seinem Vater und sprach : Mein Vater ! Er antwortete : Hie bin ich . Wer bist du , mein Sohn ? Jakob sprach zu seinem Vater : Ich bin Esau , dein erstgeborener Sohn ; ich habe getan , wie du mir gesagt hast . Stehe auf , setze dich und iß von meinem Wildbret , auf daß mich deine Seele segne . Isaak aber sprach zu seinem Sohn : Mein Sohn , wie hast du so bald funden ? Er antwortete : Der HERR , dein Gott , bescherte mir&#039;s . Da sprach Isaak zu Jakob : Tritt herzu , mein Sohn , daß ich dich begreife , ob du seiest mein Sohn Esau , oder nicht . Also trat Jakob zu seinem Vater Isaak ; und da er ihn begriffen hatte , sprach er : Die Stimme ist Jakobs Stimme , aber die Hände sind Esaus Hände . Und er kannte ihn nicht , denn seine Hände waren rauch , wie Esaus , seines Bruders , Hände , und segnete ihn . Und er sprach zu ihm : Bist du mein Sohn Esau ? Er antwortete : Ja , ich bin&#039;s . Da sprach er : So bringe mir her , mein Sohn , zu essen von deinem Wildbret , daß dich meine Seele segne . Da brachte er&#039;s ihm , und er aß ; und trug ihm auch Wein hinein , und er trank . Und Isaak , sein Vater , sprach zu ihm : Komm her und küsse mich , mein Sohn ! Er trat hinzu und küssete ihn . Da roch er den Geruch seiner Kleider ; und segnete ihn und sprach : Siehe , der Geruch meines Sohnes ist wie ein Geruch des Feldes , das der HERR gesegnet hat . Gott gebe dir vom Tau des Himmels und von der Fettigkeit der Erde und Korn und Weins die Fülle . Völker müssen dir dienen , und Leute müssen dir zu Fuße fallen . Sei ein HERR über deine Brüder , und deiner Mutter Kinder müssen dir zu Fuße fallen . Verflucht sei , wer dir fluchet ; gesegnet sei , wer dich segnet ! Als nun Isaak vollendet hatte den Segen über Jakob , und Jakob kaum hinausgegangen war von seinem Vater Isaak , da kam Esau , sein Bruder , von seiner Jagd und machte auch ein Essen ; und trug&#039;s hinein zu seinem Vater und sprach zu ihm : Stehe auf , mein Vater , und iß von dem Wildbret deines Sohnes , daß mich deine Seele segne . Da antwortete ihm Isaak , sein Vater : Wer bist du ? Er sprach : Ich bin Esau , dein erstgeborner Sohn : Da entsetzte sich Isaak über die Maße sehr und sprach : Wer ? wo ist denn der Jäger , der mir gebracht hat , und ich habe von allem gegessen , ehe du kamst , und habe ihn gesegnet ? Er wird auch gesegnet bleiben . Als Esau diese Rede seines Vaters hörte , schrie er laut und ward über die Maße sehr betrübt ; und sprach zu seinem Vater : Segne mich auch , mein Vater ! Er aber sprach : Dein Bruder ist kommen mit List und hat deinen Segen hinweg . Da sprach er : Er heißt wohl Jakob ; denn er hat mich nun zweimal untertreten . Meine Erstgeburt hat er dahin , und siehe , nun nimmt er auch meinen Segen . Und sprach : Hast du mir denn keinen Segen vorbehalten ? Isaak antwortete und sprach zu ihm : Ich habe ihn zum HERRN über dich gesetzt , und alle seine Brüder habe ich ihm zu Knechten gemacht , mit Korn und Wein habe ich ihn versehen : was soll ich doch dir nun tun , mein Sohn ? Esau sprach zu seinem Vater : Hast du denn nur einen Segen , mein Vater ? Segne mich auch , mein Vater ! Und hub auf seine Stimme und weinete . Da antwortete Isaak , sein Vater , und sprach zu ihm : Siehe da , du wirst eine fette Wohnung haben auf Erden und vom Tau des Himmels von oben her . Deines Schwerts wirst du dich nähren und deinem Bruder dienen . Und es wird geschehen , daß du auch ein HERR und sein Joch von deinem Halse reißen wirst . Und Esau war Jakob gram um des Segens willen , damit ihn sein Vater gesegnet hatte , und sprach in seinem Herzen : Es wird die Zeit bald kommen , daß mein Vater Leid tragen muß ; denn ich will meinen Bruder Jakob erwürgen . Da wurden Rebekka angesagt diese Worte ihres größern Sohns Esau ; und schickte hin und ließ Jakob , ihrem kleinern Sohn , rufen und sprach zu ihm : Siehe , dein Bruder Esau dräuet dir , daß er dich erwürgen will . Und nun höre meine Stimme , mein Sohn : Mach dich auf und fleuch zu meinem Bruder Laban in Haran , und bleib eine Weile bei ihm , bis sich der Grimm deines Bruders wende , und bis sich sein Zorn wider dich von dir wende und vergesse , was du an ihm getan hast ; so will ich danach schicken und dich von dannen holen lassen . Warum sollte ich euer beider beraubet werden auf einen Tag ? Und Rebekka sprach zu Isaak : Mich verdreußt zu leben vor den Töchtern Heths . Wo Jakob ein Weib nimmt von den Töchtern Heths , die da sind wie die Töchter dieses Landes , was soll mir das Leben ? Da rief Isaak seinem Sohn Jakob und segnete ihn ; und gebot ihm und sprach zu ihm : Nimm nicht ein Weib von den Töchtern Kanaans ; sondern mach dich auf und zeuch in Mesopotamien zu Bethuels , deiner Mutter Vaters , Haus und nimm dir ein Weib daselbst von den Töchtern Labans , deiner Mutter Bruders . Aber der allmächtige Gott segne dich und mache dich fruchtbar und mehre dich , daß du werdest ein Haufen Völker ; und gebe dir den Segen Abrahams , dir und deinem Samen mit dir , daß du besitzest das Land , da du Fremdling innen bist , das Gott Abraham gegeben hat . Also fertigte Isaak den Jakob , daß er nach Mesopotamien zog zu Laban , Bethuels Sohn , in Syrien , dem Bruder Rebekkas , seiner und Esaus Mutter . Als nun Esau sah , daß Isaak Jakob gesegnet hatte und abgefertiget nach Mesopotamien , daß er daselbst ein Weib nähme , und daß , indem er ihn gesegnet , ihm gebot und sprach : Du sollst nicht ein Weib nehmen von den Töchtern Kanaans , und daß Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach Mesopotamien zog , sah auch , daß Isaak , sein Vater , nicht gerne sah die Töchter Kanaans : ging er hin zu Ismael und nahm über die Weiber , die er zuvor hatte , Mahalath , die Tochter Ismaels , des Sohnes Abrahams , die Schwester Nebajoths , zum Weibe . Aber Jakob zog aus von Bersaba und reisete gen Haran . Und kam an einen Ort , da blieb er über Nacht , denn die Sonne war untergegangen . Und er nahm einen Stein des Orts und legte ihn zu seinen Häupten und legte sich an demselbigen Ort schlafen . Und ihm träumete , und siehe , eine Leiter stund auf Erden , die rührete mit der Spitze an den Himmel ; und siehe , die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder . Und der HERR stund oben drauf und sprach : Ich bin der HERR , Abrahams , deines Vaters , Gott und Isaaks Gott . Das Land , da du auf liegest , will ich dir und deinem Samen geben . Und dein Same soll werden wie der Staub auf Erden , und du sollst ausgebreitet werden gegen den Abend , Morgen , Mitternacht und Mittag ; und durch dich und deinen Samen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden . Und siehe , ich bin mit dir und will dich behüten , wo du hinzeuchst , und will dich wieder herbringen in dies Land . Denn ich will dich nicht lassen , bis daß ich tue alles , was ich dir geredet habe . Da nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte , sprach er : Gewißlich ist der HERR an diesem Ort , und ich wußte es nicht . Und fürchtete sich und sprach : Wie heilig ist diese Stätte ! Hie ist nichts anderes denn Gottes Haus , und hie ist die Pforte des Himmels . Und Jakob stund des Morgens frühe auf und nahm den Stein , den er zu seinen Häupten gelegt hatte , und richtete ihn auf zu einem Mal und goß Öl oben drauf . Und hieß die Stätte Bethel ; vorhin hieß sonst die Stadt Lus . Und Jakob tat ein Gelübde und sprach : So Gott wird mit mir sein und mich behüten auf dem Wege , den ich reise , und Brot zu essen geben und Kleider anzuziehen , und mich mit Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen , so soll der HERR mein Gott sein , und dieser Stein , den ich aufgerichtet habe zu einem Mal , soll ein Gotteshaus werden ; und alles , was du mir gibst , des will ich dir den Zehnten geben . Da hub Jakob seine Füße auf und ging in das Land , das gegen Morgen liegt , und sah sich um , und siehe , da war ein Brunnen auf dem Felde ; und siehe , drei Herden Schafe lagen dabei , denn von dem Brunnen pflegten sie die Herden zu tränken , und lag ein großer Stein vor dem Loch des Brunnens . Und sie pflegten die Herden alle daselbst zu versammeln und den Stein von dem Brunnenloch zu wälzen und die Schafe zu tränken , und taten alsdann den Stein wieder vor das Loch an seine Stätte . Und Jakob sprach zu ihnen : Lieben Brüder , wo seid ihr her ? Sie antworteten : Wir sind von Haran . Er sprach zu ihnen : Kennet ihr auch Laban , den Sohn Nahors ? Sie antworteten : Wir kennen ihn wohl . Er sprach : Gehet es ihm auch wohl ? Sie antworteten : Es gehet ihm wohl ; und siehe , da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen . Er sprach : Es ist noch hoch Tag und ist noch nicht Zeit , das Vieh einzutreiben ; tränket die Schafe und gehet hin und weidet sie . Sie antworteten : Wir können nicht , bis daß alle Herden zusammengebracht werden , und wir den Stein von des Brunnens Loch wälzen und also die Schafe tränken . Als er noch mit ihnen redete , kam Rahel mit den Schafen ihres Vaters , denn sie hütete der Schafe . Da aber Jakob sah Rahel , die Tochter Labans , seiner Mutter Bruders , und die Schafe Labans , seiner Mutter Bruders , trat er hinzu und wälzte den Stein von dem Loch des Brunnens und tränkte die Schafe Labans , seiner Mutter Bruders . Und küssete Rahel und weinete laut und sagte ihr an , daß er ihres Vaters Bruder wäre und Rebekkas Sohn . Da lief sie und sagte es ihrem Vater an . Da aber Laban hörete von Jakob , seiner Schwester Sohn , lief er ihm entgegen und herzete und küssete ihn und führete ihn in sein Haus . Da erzählete er dem Laban alle diese Sache . Da sprach Laban zu ihm : Wohlan , du bist mein Bein und Fleisch . Und da er nun einen Mond lang bei ihm gewesen war , sprach Laban zu Jakob : Wiewohl du mein Bruder bist , solltest du mir darum umsonst dienen ? Sage an , was soll dein Lohn sein ? Laban aber hatte zwo Töchter : die älteste hieß Lea , und die jüngste hieß Rahel . Aber Lea hatte ein blödes Gesicht ; Rahel war hübsch und schön . Und Jakob gewann die Rahel lieb und sprach : Ich will dir sieben Jahre um Rahel , deine jüngste Tochter , dienen . Laban antwortete : Es ist besser , ich gebe sie dir denn einem andern ; bleibe bei mir . Also dienete Jakob um Rahel sieben Jahre , und deuchten ihn , als wären es einzelne Tage , so lieb hatte er sie . Und Jakob sprach zu Laban : Gib mir nun mein Weib ; denn die Zeit ist hie , daß ich beiliege . Da lud Laban alle Leute des Orts und machte ein Hochzeitsmahl . Des Abends aber nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm hinein ; und er lag bei ihr . Und Laban gab seiner Tochter Lea seine Magd Silpa zur Magd . Des Morgens aber siehe , da war es Lea . Und er sprach zu Laban : Warum hast du mir das getan ? Habe ich dir nicht um Rahel gedienet ? Warum hast du mich denn betrogen ? Laban antwortete : Es ist nicht Sitte in unserm Lande , daß man die jüngste ausgebe vor der ältesten . Halte mit dieser die Woche aus , so will ich dir diese auch geben um den Dienst , den du bei mir noch andere sieben Jahre dienen sollst . Jakob tat also und hielt die Woche aus . Da gab ihm Laban Rahel , seine Tochter , zum Weibe . Und gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha zur Magd . Also lag er auch bei mit Rahel und hatte Rahel lieber denn Lea ; und dienete bei ihm fürder die andern sieben Jahre . Da aber der HERR sah , daß Lea unwert war , machte er sie fruchtbar und Rahel unfruchtbar . Und Lea ward schwanger und gebar einen Sohn ; den hieß sie Ruben und sprach : Der HERR hat angesehen mein Elend ; nun wird mich mein Mann lieb haben . Und ward abermal schwanger und gebar einen Sohn und sprach : Der HERR hat gehöret , daß ich unwert bin , und hat mir diesen auch gegeben . Und hieß ihn Simeon . Abermal ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach : Nun wird sich mein Mann wieder zu mir tun , denn ich habe ihm drei Söhne geboren . Darum hieß sie ihn Levi . Zum vierten ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach : Nun will ich dem HERRN danken . Darum hieß sie ihn Juda . Und hörte auf Kinder zu gebären . Da Rahel sah , daß sie dem Jakob nichts gebar , neidete sie ihre Schwester und sprach zu Jakob : Schaffe mir Kinder ! Wo nicht , so sterbe ich . Jakob aber ward sehr zornig auf Rahel und sprach : Bin ich doch nicht Gott , der dir deines Leibes Frucht nicht geben will . Sie aber sprach : Siehe , da ist meine Magd Bilha ; lege dich zu ihr , daß sie auf meinem Schoß gebäre , und ich doch durch sie erbauet werde . Und sie gab ihm also Bilha , ihre Magd , zum Weibe ; und Jakob legte sich zu ihr . Also ward Bilha schwanger und gebar Jakob einen Sohn . Da sprach Rahel : Gott hat meine Sache gerichtet und meine Stimme erhöret und mir einen Sohn gegeben . Darum hieß sie ihn Dan . Abermal ward Bilha , Rahels Magd , schwanger und gebar Jakob den andern Sohn . Da sprach Rahel : Gott hat es gewandt mit mir und meiner Schwester , und ich werde es ihr zuvortun . Und hieß ihn Naphthali . Da nun Lea sah , daß sie aufgehöret hatte zu gebären , nahm sie ihre Magd Silpa und gab sie Jakob zum Weibe . Also gebar Silpa , Leas Magd , Jakob einen Sohn . Da sprach Lea : Rüstig ! Und hieß ihn Gad . Danach gebar Silpa , Leas Magd , Jakob den andern Sohn . Da sprach Lea : Wohl mir , denn mich werden selig preisen die Töchter . Und hieß ihn Asser . Ruben ging aus zur Zeit der Weizenernte und fand Dudaim auf dem Felde und brachte sie heim seiner Mutter Lea . Da sprach Rahel zu Lea : Gib mir der Dudaim deines Sohnes ein Teil . Sie antwortete : Hast du nicht genug , daß du mir meinen Mann genommen hast , und willst auch die Dudaim meines Sohnes nehmen ? Rahel sprach : Wohlan , laß ihn diese Nacht bei dir schlafen um die Dudaim deines Sohnes . Da nun Jakob des Abends vom Felde kam , ging ihm Lea hinaus entgegen und sprach : Bei mir sollst du liegen ; denn ich habe dich erkauft um die Dudaim meines Sohnes . Und er schlief die Nacht bei ihr . Und Gott erhörete Lea , und sie ward schwanger und gebar Jakob den fünften Sohn und sprach : Gott hat mir gelohnet , daß ich meine Magd meinem Manne gegeben habe . Und hieß ihn Isaschar . Abermal ward Lea schwanger und gebar Jakob den sechsten Sohn ; und sprach : Gott hat mich wohl beraten ; nun wird mein Mann wieder bei mir wohnen , denn ich habe ihm sechs Söhne geboren . Und hieß ihn Sebulon . Danach gebar sie eine Tochter , die hieß sie Dina . Der HERR gedachte aber an Rahel und erhörte sie und machte sie fruchtbar . Da ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach : Gott hat meine Schmach von mir genommen . Und hieß ihn Joseph und sprach : Der HERR wolle mir noch einen Sohn dazu geben ! Da nun Rahel den Joseph geboren hatte , sprach Jakob zu Laban : Laß mich ziehen und reisen an meinen Ort und in mein Land . Gib mir meine Weiber und meine Kinder , darum ich dir gedienet habe , daß ich ziehe ; denn du weißest meinen Dienst , wie ich dir gedienet habe . Laban sprach zu ihm : Laß mich Gnade vor deinen Augen finden . Ich spüre , daß mich der HERR segnet um deinetwillen . Stimme den Lohn , den ich dir geben soll . Er aber sprach zu ihm : Du weißest , wie ich dir gedienet habe , und was du für Vieh hattest unter mir . Du hattest wenig , ehe ich herkam ; nun aber ist&#039;s ausgebreitet in die Menge , und der HERR hat dich gesegnet durch meinen Fuß . Und nun , wann soll ich auch mein Haus versorgen ? Er aber sprach : Was soll ich dir denn geben ? Jakob sprach : Du sollst mir nichts überall geben , sondern so du mir tun willst , das ich sage , so will ich wiederum weiden und hüten deiner Schafe . Ich will heute durch alle deine Herde gehen und aussondern alle fleckichten und bunten Schafe und alle schwarzen Schafe unter den Lämmern und die bunten und fleckichten Ziegen . Was nun bunt und fleckicht fallen wird , das soll mein Lohn sein . So wird mir meine Gerechtigkeit zeugen heute oder morgen , wenn es kommt , daß ich meinen Lohn von dir nehmen soll , also daß , was nicht fleckicht oder bunt oder nicht schwarz sein wird unter den Lämmern und Ziegen , das sei ein Diebstahl bei mir . Da sprach Laban : Siehe da , es sei , wie du gesagt hast . Und sonderte des Tages die sprenglichten und bunten Böcke und alle fleckichten und bunten Ziegen , wo nur was Weißes daran war , und alles , was schwarz war unter den Lämmern , und tat&#039;s unter die Hand seiner Kinder . Und machte Raum dreier Tagereisen weit zwischen ihm und Jakob . Also weidete Jakob die übrige Herde Labans . Jakob aber nahm Stäbe von grünen Pappelbäumen , Haseln und Kastanien und schälete weiße Streifen daran , daß an den Stäben das Weiße bloß ward , und legte die Stäbe , die er geschälet hatte , in die Tränkrinnen vor die Herden , die da kommen mußten zu trinken , daß sie empfangen sollten , wenn sie zu trinken kämen . Also empfingen die Herden über den Stäben und brachten sprenglichte , fleckichte und bunte . Da schied Jakob die Lämmer und tat die abgesonderte Herde zu den fleckichten und schwarzen in der Herde Labans ; und machte ihm eine eigene Herde , die tat er nicht zu der Herde Labans . Wenn aber der Lauf der Frühlinger Herde war , legte er diese Stäbe an die Rinnen vor die Augen der Herde , daß sie über den Stäben empfingen . Aber in der Spätlinger Lauf legte er sie nicht hinein . Also wurden die Spätlinge des Laban , aber die Frühlinge des Jakob . Daher ward der Mann über die Maße reich , daß er viel Schafe , Mägde und Knechte , Kamele und Esel hatte . Und es kamen vor ihn die Reden der Kinder Labans , daß sie sprachen : Jakob hat alle unsers Vaters Gut zu sich gebracht und von unsers Vaters Gut hat er solchen Reichtum zuwegegebracht . Und Jakob sah an das Angesicht Labans ; und siehe , es war nicht gegen ihn wie gestern und ehegestern . Und der HERR sprach zu Jakob : Zeuch wieder in deiner Väter Land und zu deiner Freundschaft ; ich will mit dir sein . Da sandte Jakob hin und ließ rufen Rahel und Lea aufs Feld bei seine Herde und sprach zu ihnen : Ich sehe eures Vaters Angesicht , daß es nicht gegen mich ist wie gestern und ehegestern ; aber der Gott meines Vaters ist mit mir gewesen . Und ihr wisset , daß ich aus allen meinen Kräften eurem Vater gedienet habe . Und er hat mich getäuschet und nun zehnmal meinen Lohn verändert ; aber Gott hat ihm nicht gestattet , daß er mir Schaden täte . Wenn er sprach : Die bunten sollen dein Lohn sein , so trug die ganze Herde bunte . Wenn er aber sprach : Die sprenglichten sollen dein Lohn sein , so trug die ganze Herde sprenglichte . Also hat Gott die Güter eures Vaters ihm entwandt und mir gegeben . Denn wenn die Zeit des Laufs kam , hub ich meine Augen auf und sah im Traum , und siehe , die Böcke sprangen auf die sprenglichte , fleckichte und bunte Herde . Und der Engel Gottes sprach zu mir im Traum : Jakob ! Und ich antwortete : Hie bin ich . Er aber sprach : Heb auf deine Augen und siehe , die Böcke springen auf die sprenglichte , fleckichte und bunte Herde ; denn ich habe alles gesehen , was dir Laban tut . Ich bin der Gott zu Bethel , da du den Stein gesalbet hast und mir daselbst ein Gelübde getan . Nun mach dich auf und zeuch aus diesem Lande und zeuch wieder in das Land deiner Freundschaft . Da antwortete Rahel und Lea und sprachen zu ihm : Wir haben doch kein Teil noch Erbe mehr in unsers Vaters Hause . Hat er uns doch gehalten als die Fremden ; denn er hat uns verkauft und unsern Lohn verzehret . Darum hat Gott unserm Vater entwandt seinen Reichtum zu uns und unsern Kindern : Alles nun , was Gott dir gesagt hat , das tue . Also machte sich Jakob auf und lud seine Kinder und Weiber auf Kamele . Und führete weg all sein Vieh und alle seine Habe , die er in Mesopotamien erworben hatte , daß er käme zu Isaak , seinem Vater , ins Land Kanaan . ( Laban aber war gegangen , seine Herde zu scheren . ) Und Rahel stahl ihres Vaters Götzen . Also stahl Jakob dem Laban zu Syrien das Herz damit , daß er ihm nicht ansagte , daß er floh . Also floh er und alles , was sein war , machte sich auf und fuhr über das Wasser und richtete sich nach dem Berge Gilead . Am dritten Tage ward es Laban angesagt , daß Jakob flöhe . Und er nahm seine Brüder zu sich und jagte ihm nach sieben Tagereisen und ereilete ihn auf dem Berge Gilead . Aber Gott kam zu Laban , dem Syrer , im Traum des Nachts und sprach zu ihm : Hüte dich , daß du mit Jakob nicht anders redest denn freundlich ! Und Laban nahete zu Jakob . Jakob aber hatte seine Hütte aufgeschlagen auf dem Berge ; und Laban mit seinen Brüdern schlug seine Hütte auch auf auf dem Berge Gilead . Da sprach Laban zu Jakob : Was hast du getan , daß du mein Herz gestohlen hast und hast meine Töchter entführet , als die durchs Schwert gefangen wären ? Warum bist du heimlich geflohen und hast dich weggestohlen und hast mir&#039;s nicht angesagt , daß ich dich hätte geleitet mit Freuden , mit Singen , mit Pauken und Harfen ? Und hast mich nicht lassen meine Kinder und Töchter küssen ? Nun , du hast törlich getan . Und ich hätte mit Gottes Hilfe wohl so viel Macht , daß ich euch könnte Übels tun ; aber eures Vaters Gott hat gestern zu mir gesagt : Hüte dich , daß du mit Jakob nicht anders denn freundlich redest ! Und weil du denn ja wolltest ziehen und sehntest dich so fast nach deines Vaters Hause , warum hast du mir meine Götter gestohlen ? Jakob antwortete und sprach zu Laban : Ich fürchtete mich und dachte , du würdest deine Töchter von , mir reißen . Bei welchem aber du deine Götter findest , der sterbe hie vor unsern Brüdern . Suche das Deine bei mir und nimm&#039;s hin . Jakob wußte aber nicht , daß sie Rahel gestohlen hatte . Da ging Laban in die Hütte Jakobs und Leas und der beiden Mägde und fand nicht Und ging aus der Hütte Leas in die Hütte Rahels . Da nahm Rahel die Götzen und legte sie unter die Streu der Kamele und setzte sich drauf . Laban aber betastete die ganze Hütte und fand nichts . Da sprach sie zu ihrem Vater : Mein HERR , zürne nicht , denn ich kann nicht aufstehen gegen dir ; denn es gehet mir nach der Frauen Weise . Also fand er die Götzen nicht wie fast er suchte . Und Jakob ward zornig und schalt Laban und sprach zu ihm : Was habe ich mißgehandelt oder gesündiget , daß du so auf mich erhitzt bist ? Du hast allen meinen Hausrat betastet . Was hast du deines Hausrats funden ? Lege das dar vor meinen und deinen Brüdern , daß sie zwischen uns beiden richten . Diese zwanzig Jahre bin ich bei dir gewesen , deine Schafe und Ziegen sind nicht unfruchtbar gewesen ; die Widder deiner Herde habe ich nie gegessen . Was die Tiere zerrissen , brachte ich dir nicht , ich mußte es bezahlen ; du fordertest es von meiner Hand , es wäre mir des Tages oder des Nachts gestohlen . Des Tages verschmachtete ich vor Hitze und des Nachts vor Frost , und kam kein Schlaf in meine Augen . Also habe ich diese zwanzig Jahre in deinem Hause gedienet , vierzehn um deine Töchter und sechs um deine Herde , und hast mir meinen Lohn zehnmal verändert . Wo nicht der Gott meines Vaters , der Gott Abrahams , und die Furcht Isaaks auf meiner Seite gewesen wäre , du hättest mich leer lassen ziehen . Aber Gott hat mein Elend und Mühe angesehen und hat dich gestern gestraft . Laban antwortete und sprach zu Jakob : Die Töchter sind meine Töchter und die Kinder sind meine Kinder und die Herden sind meine Herden , und alles , was du siehest , ist mein , was kann ich meinen Töchtern heute oder ihren Kindern tun , die sie geboren haben ? So komm nun und laß uns einen Bund machen , ich und du , der ein Zeugnis sei zwischen mir und dir . Da nahm Jakob einen Stein und richtete ihn auf zu einem Mal . Und sprach zu seinen Brüdern : Leset Steine auf . Und sie nahmen Steine und machten einen Haufen und aßen auf demselben Haufen . Und Laban hieß ihn Jegar-Sahadutha ; Jakob aber hieß ihn Gilead . Da sprach Laban : Der Haufe sei heute Zeuge zwischen mir und dir ( daher heißt man ihn Gilead ) und sei eine Warte , denn er sprach : Der HERR sehe darein zwischen mir und dir , wenn wir voneinander kommen , wo du meine Töchter beleidigest oder andere Weiber dazu nimmst über meine Töchter . Es ist hie kein Mensch mit uns ; siehe aber , Gott ist der Zeuge zwischen mir und dir . Und Laban sprach weiter zu Jakob : Siehe , das ist der Haufe und das ist das Mal , das ich aufgerichtet habe zwischen mir und dir . Derselbe Haufe sei Zeuge , und das Mal sei auch Zeuge , wo ich herüberfahre zu dir , oder du herüberfährest zu mir über diesen Haufen und Mal , zu beschädigen . Der Gott Abrahams und der Gott Nahors und der Gott ihrer Väter sei Richter zwischen uns . Und Jakob schwur ihm bei der Furcht seines Vaters Isaak . Und Jakob opferte auf dem Berge und lud seine Brüder zum Essen . Und da sie gegessen hatten , blieben sie auf dem Berge über Nacht . Des Morgens aber stund Laban frühe auf , küssete seine Kinder und Töchter und segnete sie ; und zog hin und kam wieder an seinen Ort . Jakob aber zog seinen Weg ; und es begegneten ihm die Engel Gottes . Und da er sie sah , sprach er : Es sind Gottes Heere ; und hieß dieselbige Stätte Mahanaim . Jakob aber schickte Boten vor ihm her zu seinem Bruder Esau ins Land Seir , in der Gegend Edom . Und befahl ihnen und sprach : Also saget meinem HERRN Esau : Dein Knecht Jakob läßt dir sagen : Ich bin bis daher bei Laban lange außen gewesen und habe Rinder und Esel , Schafe , Knechte und Mägde ; und habe ausgesandt dir , meinem HERRN , anzusagen , daß ich Gnade vor deinen Augen fände . Die Boten kamen wieder zu Jakob und sprachen : Wir kamen zu deinem Bruder Esau ; und er zeucht dir auch entgegen mit vierhundert Mann . Da fürchtete sich Jakob sehr , und ihm ward bange ; und teilete das Volk , das bei ihm war , und die Schafe und die Rinder und die Kamele in zwei Heere . Und sprach : So Esau kommt auf das eine Heer und schlägt es , so wird das übrige entrinnen . Weiter sprach Jakob : Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak , HERR , der du zu mir gesagt hast : Zeuch wieder in dein Land und zu deiner Freundschaft , ich will dir wohltun : ich bin geringe aller Barmherzigkeit und aller Treue , die du an deinem Knechte getan hast ; denn ich hatte nicht mehr weder diesen Stab , da ich über diesen Jordan ging , und nun bin ich zwei Heere worden . Errette mich von der Hand meines Bruders , von der Hand Esaus ; denn ich fürchte mich vor ihm , daß er nicht komme und schlage mich , die Mütter samt den Kindern . Du hast gesagt : Ich will dir wohltun und deinen Samen machen wie den Sand am Meer , den man nicht zählen kann vor der Menge . Und er blieb die Nacht da und nahm von dem , das er vorhanden hatte , Geschenk seinem Bruder Esau : zweihundert Ziegen , zwanzig Böcke , zweihundert Schafe , zwanzig Widder und dreißig säugende Kamele mit ihren Füllen , vierzig Kühe und zehn Farren , zwanzig Eselinnen mit zehn Füllen ; und tat sie unter die Hand seiner Knechte , je eine Herde besonders , und sprach zu ihnen : Gehet vor mir hin und lasset Raum zwischen einer Herde nach der andern . Und gebot dem ersten und sprach : Wenn dir mein Bruder Esau begegnet und dich fraget : Wem gehörest du an ? und wo willst du hin ? und wes ist&#039;s , das du vor dir treibest ? sollst du sagen : Es gehöret deinem Knechte Jakob zu , der sendet Geschenk seinem HERRN Esau und zeucht hinter uns hernach . Also gebot er auch dem andern und dem dritten und allen , die den Herden nachgingen , und sprach : Wie ich euch gesagt habe , so saget zu Esau , wenn ihr ihm begegnet , und saget ja auch : Siehe , dein Knecht Jakob ist hinter uns . Denn er gedachte , ich will ihn versöhnen mit dem Geschenk , das vor mir hergehet ; danach will ich ihn sehen , vielleicht wird er mich annehmen . Also ging das Geschenk vor ihm her , aber er blieb dieselbe Nacht beim Heer . Und stund auf in der Nacht und nahm seine zwei Weiber und die zwo Mägde und seine elf Kinder und zog an die Furt Jabbok , nahm sie und führete sie über das Wasser , daß hinüberkam , was er hatte ; und blieb allein . Da rang ein Mann mit ihm , bis die Morgenröte anbrach . Und da er sah , daß er ihn nicht übermochte , rührete er das Gelenk seiner Hüfte an ; und das Gelenk seiner Hüfte ward über dem Ringen mit ihm verrenkt . Und er sprach : Laß mich gehen , denn die Morgenröte bricht an . Aber er antwortete : Ich lasse dich nicht , du segnest mich denn . Er sprach : Wie heißest du ? Er antwortete : Jakob . Er sprach : Du sollst nicht mehr Jakob heißen , sondern Israel . Denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und bist obgelegen . Und Jakob fragte ihn und sprach : Sage doch , wie heißest du ? Er aber sprach : Warum fragest du , wie ich heiße ? Und er segnete ihn daselbst . Und Jakob hieß die Stätte Pniel ; denn ich habe Gott von Angesicht gesehen , und meine Seele ist genesen . Und als er vor Pniel überkam , ging ihm die Sonne auf ; und er hinkte an seiner Hüfte . Daher essen die Kinder Israel keine Spannader auf dem Gelenk der Hüfte bis auf den heutigen Tag , darum daß die Spannader an dem Gelenk der Hüfte Jakobs gerühret ward . Jakob hub seine Augen auf und sah seinen Bruder Esau kommen mit vierhundert Mann . Und teilete seine Kinder zu Lea und zu Rahel und zu beiden Mägden . Und stellete die Mägde mit ihren Kindern vorne an und Lea mit ihren Kindern hernach und Rahel mit Joseph zuletzt . Und er ging vor ihnen her und neigete sich siebenmal auf die Erde , bis er zu seinem Bruder kam . Esau aber lief ihm entgegen und herzete ihn und fiel ihm um den Hals und küssete ihn ; und sie weineten . Und hub seine Augen auf und sah die Weiber mit den Kindern und sprach : Wer sind diese bei dir ? Er antwortete : Es sind Kinder , die Gott deinem Knechte bescheret hat . Und die Mägde traten herzu mit ihren Kindern und neigeten sich vor ihm . Lea trat auch herzu mit ihren Kindern und neigeten sich vor ihm . Danach trat Joseph und Rahel herzu und neigeten sich auch vor ihm . Und er sprach : Was willst du mit all dem Heer , dem ich begegnet bin ? Er antwortete : Daß ich Gnade fände vor meinem HERRN . Esau sprach : Ich habe genug , mein Bruder ; behalt , was du hast . Jakob antwortete : Ach nicht ! Habe ich Gnade funden vor dir , so nimm mein Geschenk von meiner Hand ; denn ich sah dein Angesicht , als sähe ich Gottes Angesicht ; und laß dir&#039;s wohlgefallen von mir . Nimm doch den Segen von mir an , den ich dir zugebracht habe ; denn Gott hat mir&#039;s bescheret , und ich habe alles genug . Also nötigte er ihn , daß er&#039;s nahm . Und er sprach : Laß uns fortziehen und reisen ; ich will mit dir ziehen . Er aber sprach zu ihm : Mein HERR , du erkennest , daß ich zarte Kinder bei mir habe , dazu Vieh und säugende Kühe ; wenn sie einen Tag übertrieben würden , würde mir die ganze Herde sterben . Mein HERR ziehe vor seinem Knechte hin . Ich will mählich hinnach treiben , danach das Vieh und die Kinder gehen können , bis daß ich komme zu meinem HERRN in Seir . Esau sprach : So will ich doch bei dir lassen etliche vom Volk , das mit mir ist . Er antwortete : Was ist&#039;s vonnöten ? Laß mich nur Gnade vor meinem HERRN finden . Also zog des Tages Esau wiederum seines Weges gen Seir . Und Jakob zog gen Suchoth und bauete ihm ein Haus und machte seinem Vieh Hütten ; daher heißt die Stätte Suchoth . Danach zog Jakob gegen Salem , zu der Stadt des Sichem , die im Lande Kanaan liegt ( nachdem er aus Mesopotamien kommen war ) , und machte sein Lager vor der Stadt . Und kaufte ein Stück Ackers von den Kindern Hemors , des Vaters Sichems , um hundert Groschen ; daselbst richtete er seine Hütte auf . Und richtete daselbst einen Altar zu und rief an den Namen des starken Gottes Israel . Dina aber , Leas Tochter , die sie Jakob geboren hatte , ging heraus , die Töchter des Landes zu sehen . Da die sah Sichem , Hemors Sohn , des Heviters , der des Landes HERR war , nahm er sie und beschlief sie und schwächte sie . Und sein Herz hing an ihr und hatte die Dirne lieb und redete freundlich mit ihr . Und Sichem sprach zu seinem Vater Hemor : Nimm mir das Mägdlein zum Weibe . Und Jakob erfuhr , daß seine Tochter Dina geschändet war ; und seine Söhne waren mit dem Vieh auf dem Felde , und Jakob schwieg , bis daß sie kamen . Da ging Hemor , Sichems Vater , heraus zu Jakob , mit ihm zu reden . Indes kamen die Söhne Jakobs vom Felde . Und da sie es höreten , verdroß es die Männer und wurden sehr zornig , daß er eine Narrheit an Israel begangen und Jakobs Tochter beschlafen hatte ; denn so sollte es nicht sein . Da redete Hemor mit ihnen und sprach : Meines Sohns Sichems Herz sehnet sich nach eurer Tochter ; lieber , gebet sie ihm zum Weibe ! Befreundet euch mit uns ; gebet uns eure Töchter und nehmet ihr unsere Töchter und wohnet bei uns . Das Land soll euch offen sein ; wohnet und werbet und gewinnet drinnen . Und Sichem sprach zu ihrem Vater und Brüdern : Lasset mich Gnade bei euch finden ; was ihr mir saget , das will ich geben . Fordert nur getrost von mir Morgengabe und Geschenk , ich will&#039;s geben , wie ihr heischet ; gebt mir nur die Dirne zum Weibe . Da antworteten Jakobs Söhne dem Sichem und seinem Vater Hemor betrüglich , darum daß ihre Schwester Dina geschändet war , und sprachen zu ihnen : Wir können das nicht tun , daß wir unsere Schwester einem unbeschnittenen Mann geben ; denn das wäre uns eine Schande . Doch dann wollen wir euch zu Willen sein , so ihr uns gleich werdet und alles , was männlich unter euch ist , beschnitten werde . Dann wollen wir unsere Töchter euch geben und eure Töchter uns nehmen und bei euch wohnen und ein Volk sein . Wo ihr aber nicht willigen wollet , euch zu beschneiden , so wollen wir unsere Tochter nehmen und davonziehen . Die Rede gefiel Hemor und seinem Sohn wohl . Und der Jüngling verzog nicht , solches zu tun ; denn er hatte Lust zu der Tochter Jakobs . Und er war herrlich gehalten über alle in seines Vaters Hause . Da kamen sie nun , Hemor und sein Sohn Sichem , unter der Stadt Tor und redeten mit den Bürgern der Stadt und sprachen : Diese Leute sind friedsam bei uns und wollen im Lande wohnen und werben , so ist nun das Land weit genug für sie ; wir wollen uns ihre Töchter zu Weibern nehmen und ihnen unsere Töchter geben . Aber dann wollen sie uns zu Willen sein , daß sie bei uns wohnen und ein Volk mit uns werden , wo wir alles , was männlich unter uns ist , beschneiden , gleichwie sie beschnitten sind . Ihr Vieh und Güter und alles , was sie haben wird unser sein , so wir nur ihnen zu Willen werden , daß sie bei uns wohnen . Und sie gehorchten dem Hemor und Sichem , seinem Sohn , alle , die zu seiner Stadt Tor aus und ein gingen , und beschnitten alles , was männlich war , das zu seiner Stadt aus und ein ging . Und am dritten Tage , da sie es schmerzete , nahmen die zween Söhne Jakobs , Simeon und Levi , der Dina Brüder , ein jeglicher sein Schwert und gingen in die Stadt türstiglich und erwürgeten alles , was männlich war . Und erwürgeten auch Hemor und seinen Sohn Sichem mit der Schärfe des Schwerts ; und nahmen ihre Schwester Dina aus dem Hause Sichems und gingen davon . Da kamen die Söhne Jakobs über die Erschlagenen und plünderten die Stadt , darum daß sie hatten ihre Schwester geschändet , und nahmen ihre Schafe , Rinder , Esel und was in der Stadt und auf dem Felde war , und alle ihre Habe , alle Kinder und Weiber nahmen sie gefangen und plünderten alles , was in den Häusern war . Und Jakob sprach zu Simeon und Levi : Ihr habt mir Unglück zugerichtet , daß ich stinke vor den Einwohnern dieses Landes , den Kanaanitern und Pheresitern ; und ich bin ein geringer Haufe . Wenn sie sich nun versammeln über mich , so werden sie mich schlagen . Also werde ich vertilget samt meinem Hause . Sie antworteten aber : Sollten sie denn mit unserer Schwester als mit einer Hure handeln ? Und Gott sprach zu Jakob : Mache dich auf und zeuch gen Bethel und wohne daselbst ; und mache daselbst einen Altar dem Gott , der dir erschien , da du flohest vor deinem Bruder Esau . Da sprach Jakob zu seinem Hause und zu allen , die mit ihm waren : Tut von euch die fremden Götter , so unter euch sind , und reiniget euch und ändert eure Kleider . Und lasset uns auf sein und gen Bethel ziehen , daß ich daselbst einen Altar mache dem Gott , der mich erhöret hat zur Zeit meiner Trübsal und ist mit mir gewesen auf dem Wege , den ich gezogen bin . Da gaben sie ihm alle fremden Götter , die unter ihren Händen waren , und ihre Ohrenspangen ; und er vergrub sie unter eine Eiche , die neben Sichem stund . Und sie zogen aus . Und es kam die Furcht Gottes über die Städte , die um sie her lagen , daß sie den Söhnen Jakobs nicht nachjagten . Also kam Jakob gen Lus im Lande Kanaan , die da Bethel , heißt , samt all dem Volk , das mit ihm war , und bauete daselbst einen Altar und hieß die Stätte El-Bethel , darum daß ihm daselbst Gott offenbaret war , da er floh vor seinem Bruder . Da starb Debora , der Rebekka Amme , und ward begraben unter Bethel , unter der Eiche ; und ward , genannt die Klageiche . Und Gott erschien Jakob abermal , nachdem er aus Mesopotamien kommen war , und segnete ihn und sprach zu ihm : Du heißest Jakob ; aber du sollst nicht mehr Jakob heißen , sondern Israel sollst du heißen . Und also man ihn Israel . Und Gott sprach zu ihm : Ich bin der allmächtige Gott ; sei fruchtbar und mehre dich ; Völker und Völkerhaufen sollen von dir kommen , und Könige sollen aus deinen Lenden kommen . Und das Land , das ich Abraham und Isaak gegeben habe , will ich dir geben und will&#039;s deinem Samen nach dir geben . Also fuhr Gott auf von ihm ; von dem Ort , da er mit ihm geredet hatte . Jakob aber richtete ein steinern Mal auf an dem Ort , da er mit ihm geredet hatte , und goß Trankopfer drauf und begoß ihn mit Öl . Und Jakob hieß den Ort , da Gott mit ihm geredet hatte , Bethel . Und sie zogen von Bethel . Und da noch ein Feldwegs war von Ephrath , da gebar Rahel . Und es kam sie hart an über der Geburt . Da es ihr aber so sauer ward in der Geburt , sprach die Wehmutter zu ihr : Fürchte dich nicht , denn diesen Sohn wirst du auch haben . Da ihr aber die Seele ausging , daß sie sterben mußte , hieß sie ihn Benoni ; aber sein Vater hieß ihn Benjamin . Also starb Rahel und ward begraben an dem Wege gen Ephrath , die nun heißt Bethlehem . Und Jakob richtete ein Mal auf über ihrem Grabe ; dasselbe ist das Grabmal Rahels bis auf diesen Tag . Und Israel zog aus und richtete eine Hütte auf jenseits des Turms Eder . Und es begab sich , da Israel im Lande wohnete , ging Ruben hin und schlief bei Bilha , seines Vaters Kebsweibe ; und das kam vor Israel . Es hatte aber Jakob zwölf Söhne . Die Söhne Leas waren diese : Ruben , der erstgeborne Sohn Jakobs , Simeon , Levi , Juda , Isaschar und Sebulon . Die Söhne Rahels waren : Joseph und Benjamin . Die Söhne Bilhas , Rahels Magd : Dan und Naphthali . Die Söhne Silpas , Leas Magd : Gad und Asser . Das sind die Söhne Jakobs , die ihm geboren sind in Mesopotamien . Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak gen Mamre in die Hauptstadt , die da heißt Hebron , da Abraham und Isaak Fremdlinge innen gewesen sind . Und Isaak ward hundertundachtzig Jahre alt . Und nahm ab und starb und ward versammelt zu seinem Volk , alt und des Lebens satt . Und seine Söhne Esau und Jakob begruben ihn . Dies ist das Geschlecht Esaus , der da heißt Edom . Esau nahm Weiber von den Töchtern Kanaans : Ada , die Tochter Elons , des Hethiters ; und Ahalibama , die Tochter des Ana , die Neffe Zibeons , des Heviters ; und Basmath , Ismaels Tochter , Nebajoths Schwester . Und Ada gebar dem Esau Eliphas , aber Basmath gebar Reguel . Ahalibama gebar Jehus , Jaelam und Korah . Das sind Esaus Kinder , die ihm geboren sind im Lande Kanaan . Und Esau nahm seine Weiber , Söhne und Töchter und alle Seelen seines Hauses , seine Habe und alles Vieh mit allen Gütern , so er im Lande Kanaan erworben hatte , und zog in ein Land von seinem Bruder Jakob . Denn ihre Habe war zu groß , daß sie nicht konnten beieinander wohnen ; und das Land , darin sie Fremdlinge waren , mochte sie nicht ertragen vor der Menge ihres Viehes . Also wohnete Esau auf dem Gebirge Seir . Und Esau ist der Edom . Dies ist das Geschlecht Esaus , von dem die Edomiter herkommen , auf dem Gebirge Seir . Und so heißen die Kinder Esaus : Eliphas , der Sohn Adas , Esaus Weibes ; Reguel , der Sohn Basmaths , Esaus Weibes . Eliphas Söhne aber waren diese : Theman , Omar , Zepho , Gaetham und Kenas . Und Thimma war ein Kebsweib Eliphas , Esaus Sohns , die gebar ihm Amalek . Das sind die Kinder von Ada , Esaus Weib . Die Kinder aber Reguels sind diese : Nahath , Serah , Samma , Missa . Das sind die Kinder von Basmath , Esaus Weib . Die Kinder aber von Ahalibama , Esaus Weib , der Tochter des Ana , der Neffe Zibeons , sind diese , die sie dem Esau gebar : Jehus , Jaelam und Korah . Das sind die Fürsten unter den Kindern Esaus : Die Kinder Eliphas , des ersten Sohns Esaus , waren diese : der Fürst Theman , der Fürst Omar , der Fürst Zepho , der Fürst Kenas , der Fürst Korah , der Fürst Gaetham , der Fürst Amalek . Das sind die Fürsten von Eliphas , im Lande Edom , und sind Kinder von der Ada . Und das sind die Kinder Reguels , Esaus Sohns : der Fürst Nahath , der Fürst Serah , der Fürst Samma , der Fürst Missa . Das sind die Fürsten von Reguel im Lande der Edomiter und sind Kinder von der Basmath , Esaus Weib . Das sind die Kinder Ahalibamas , Esaus Weibes : der Fürst Jehus , der Fürst Jaelam , der Fürst Korah . Das sind die Fürsten von Ahalibama , der Tochter des Ana , Esaus Weib . Das sind Esaus Kinder und ihre Fürsten . Er ist der Edom . Die Kinder aber von Seir , dem Horiten , der im Lande wohnete , sind diese : Lothan , Sobal , Zibeon , Ana , Dison , Ezer und Disan . Das sind die Fürsten der Horiten , Kinder des Seir , im Lande Edom . Aber des Lothan Kinder waren diese : Hori und Heman ; und Lothans Schwester hieß Thimna . Die Kinder von Sobal waren diese : Alwan , Manahath , Ebal , Sepho und Onam . Die Kinder von Zibeon waren : Aja und Ana . Das ist der Ana , der in der Wüste Maulpferde erfand , da er seines Vaters Zibeons Esel hütete . Die Kinder aber Anas waren : Dison und Ahalibama , das ist die Tochter Anas . Die Kinder Disons waren : Hemdan , Esban , Jethran und Charan . Die Kinder Ezers waren : Bilhan , Sawan und Akan Die Kinder Disans waren : Uz und Man . Dies sind die Fürsten der Horiten : der Fürst Lothan , der Fürst Sobal , der Fürst Zibeon , der Fürst Ana , der Fürst Dison , der Fürst Ezer , der Fürst Disan . Das sind die Fürsten der Horiten , die regieret haben im Lande Seir . Die Könige aber , die im Lande Edom regieret haben , ehe denn die Kinder Israel Könige hatten , sind diese : Bela war König in Edom , ein Sohn Beors ; und seine Stadt hieß Dinhaba . Und da Bela starb , ward König an seiner Statt Jobab , ein Sohn Serahs von Bazra . Da Jobab starb , ward an seiner Statt König Husam aus der Themaniter Lande . Da Husam starb , ward König an seiner Statt Hadad , ein Sohn Bedads , der die Midianiter schlug auf der Moabiter Felde ; und seine Stadt hieß Awith . Da Hadad starb , regierete Samla von Masrek . Da Samla starb , ward Saul König , von Rehoboth am Wasser . Da Saul starb , ward an seiner Statt König Baal Hanan , der Sohn Achbors . Da Baal Hanan , Achbors Sohn , starb , ward an seiner Statt König Hadar , und seine Stadt hieß Pagu ; und sein Weib hieß Mehetabeel , eine Tochter Matreds , die Mesahabs Tochter war . Also heißen die Fürsten von Esau in ihren Geschlechtern , Örtern und Namen : der Fürst Thimna , der Fürst Alwa , der Fürst Jetheth , der Fürst Ahalibama , der Fürst Ela , der Fürst Pinon , der Fürst Kenas , der Fürst Theman , der Fürst Mibzar , der Fürst Magdiel , der Fürst Jram . Das sind die Fürsten in Edom , wie sie gewohnet haben in ihrem Erblande . Und Esau ist der Vater der Edomiter . Jakob aber wohnete im Lande , da sein Vater ein Fremdling innen gewesen war , nämlich im Lande Kanaan . Und das sind die Geschlechter Jakobs : Joseph war siebenzehn Jahre alt , da er ein Hirte des Viehes ward mit seinen Brüdern ; und der Knabe war bei den Kindern Bilhas und Silpas , seines Vaters Weiber , und brachte vor ihren Vater , wo ein bös Geschrei wider sie war . Israel aber hatte Joseph lieber denn alle seine Kinder , darum daß er ihn im Alter gezeuget hatte ; und machte ihm einen bunten Rock . Da nun seine Brüder sahen , daß ihn ihr Vater lieber hatte denn alle seine Brüder , waren sie ihm feind und konnten ihm kein freundlich Wort zusprechen . Dazu hatte Joseph einmal einen Traum und sagte seinen Brüdern davon ; da wurden sie ihm noch feinder . Denn er sprach zu ihnen : Höret , lieber , was mir doch geträumet hat ! Mich deuchte , wir banden Garben auf dem Felde , und meine Garbe richtete sich auf und stund , und eure Garben umher neigeten sich gegen meine Garbe . Da sprachen seine Brüder zu ihm : Solltest du unser König werden und über uns herrschen ? Und wurden ihm noch feinder um seines Traums und seiner Rede willen . Und er hatte noch einen andern Traum , den erzählte er seinen Brüdern und sprach : Siehe , ich habe noch einen Traum gehabt . Mich deuchte , die Sonne und der Mond und elf Sterne neigeten sich vor mir . Und da das seinem Vater und seinen Brüdern gesagt ward , strafte ihn sein Vater und sprach zu ihm : Was ist das für ein Traum , der dir geträumet hat ? Soll ich und deine Mutter und deine Brüder kommen und dich anbeten ? Und seine Brüder neideten ihn . Aber sein Vater behielt diese Worte . Da nun seine Brüder hingingen , zu weiden das Vieh ihres Vaters in Sichem , sprach Israel zu Joseph : Hüten nicht deine Brüder des Viehes in Sichem ? Komm , ich will dich zu ihnen senden . Er aber sprach : Hie bin ich ! Und er sprach : Gehe hin und sieh , ob es wohl stehe um deine Brüder und um das Vieh ; und sage mir wieder , wie sich&#039;s hält . Und er sandte ihn aus dem Tal Hebron , daß er gen Sichem ginge . Da fand ihn ein Mann , daß er irre ging auf dem Felde ; der fragte ihn und sprach : Wen suchest du ? Er antwortete : Ich suche meine Brüder ; lieber , sage mir an , wo sie hüten . Der Mann sprach : Sie sind von dannen gezogen ; denn ich hörte , daß sie sagten : Lasset uns gen Dothan gehen . Da folgte Joseph seinen Brüdern nach und fand sie zu Dothan . Als sie ihn nun sahen von ferne , ehe denn er nahe bei sie kam , schlugen sie an , daß sie ihn töteten , und sprachen untereinander : Sehet , der Träumer kommt daher ! So kommt nun und lasset uns ihn erwürgen und in eine Grube werfen und sagen , ein böses Tier habe ihn gefressen , so wird man sehen , was seine Träume sind . Da das Ruben hörete , wollte er ihn aus ihren Händen erretten und sprach : Lasset uns ihn nicht töten ! Und weiter sprach Ruben zu ihnen : Vergießet nicht Blut , sondern werfet ihn in die Grube , die in der Wüste ist , und leget die Hand nicht an ihn . Er wollte ihn aber aus ihrer Hand erretten , daß er ihn seinem Vater wiederbrächte . Als nun Joseph zu seinen Brüdern kam , zogen sie ihm seinen Rock mit dem bunten Rock aus , den er anhatte ; und nahmen ihn und warfen ihn in eine Grube ; aber dieselbige Grube war leer und kein Wasser drinnen . Und setzten sich nieder zu essen . Indes huben sie ihre Augen auf und sahen einen Haufen Ismaeliter kommen von Gilead mit ihren Kamelen ; die trugen Würze , Balsam und Myrrhen , und zogen hinab nach Ägypten . Da sprach Juda zu seinen Brüdern : Was hilft&#039;s uns , daß wir unsern Bruder erwürgen und sein Blut verbergen ? Kommt , lasset uns ihn den Ismaeliten verkaufen , daß sich unsere Hände nicht an ihm vergreifen ; denn er ist unser Bruder , unser Fleisch und Blut . Und sie gehorchten ihm . Und da die Midianiter , die Kaufleute , vorüberreiseten , zogen sie ihn heraus aus der Grube und verkauften ihn den Ismaeliten um zwanzig Silberlinge ; die brachten ihn nach Ägypten . Als nun Ruben wieder zur Grube kam und fand Joseph nicht darinnen , zerriß er sein Kleid und kam wieder zu seinen Brüdern und sprach : Der Knabe ist nicht da , wo soll ich hin ? Da nahmen sie Josephs Rock und schlachteten einen Ziegenbock und tunkten den Rock ins Blut . Und schickten den bunten Rock hin und ließen ihn ihrem Vater bringen und sagen : Diesen haben wir funden ; siehe , ob es deines Sohnes Rock sei , oder nicht . Er kannte ihn aber und sprach : Es ist meines Sohnes Rock ; ein böses Tier hat ihn gefressen , ein reißend Tier hat Joseph zerrissen . Und Jakob zerriß seine Kleider und legte einen Sack um seine Lenden und trug Leid um seinen Sohn lange Zeit . Und alle seine Söhne und Töchter traten auf , daß sie ihn trösteten ; aber er wollte sich nicht trösten lassen und sprach : Ich werde mit Leide hinunterfahren in die Grube zu meinem Sohne . Und sein Vater beweinete ihn . Aber die Midianiter verkauften ihn in Ägypten dem Potiphar , des Pharao Kämmerer und Hofmeister . Es begab sich um dieselbige Zeit , daß Juda hinabzog von seinen Brüdern und tat sich zu einem Mann von Odollam , der hieß Hira . Und Juda sah daselbst eines Kanaaniter-Mannes Tochter , der hieß Suah ; und nahm sie . Und da er sie beschlief , ward sie schwanger und gebar einen Sohn , den hieß er Ger . Und sie ward aber schwanger und gebar einen Sohn , den hieß sie Onan . Sie gebar abermal einen Sohn , den hieß sie Sela ; und er war zu Chesib , da sie ihn gebar . Und Juda gab seinem ersten Sohn Ger ein Weib , die hieß Thamar . Aber er war böse vor dem HERRN ; darum tötete ihn der HERR . Da sprach Juda zu Onan : Lege dich zu deines Bruders Weib und nimm sie zur Ehe , daß du deinem Bruder Samen erweckest . Aber da Onan wußte , daß der Same nicht sein eigen sein sollte , wenn er sich zu seines Bruders Weib legte , ließ er&#039;s auf die Erde fallen und verderbete es , auf daß er seinem Bruder nicht Samen gäbe . Das gefiel dem HERRN übel , das er tat , und tötete ihn auch . Da sprach Juda zu seiner Schnur Thamar : Bleibe eine Witwe in deines Vaters Hause , bis mein Sohn Sela groß wird . Denn er gedachte : Vielleicht möchte er auch sterben wie seine Brüder . Also ging Thamar hin und blieb in ihres Vaters Hause . Da nun viele Tage verlaufen waren , starb des Suah Tochter , Judas Weib . Und nachdem Juda ausgetrauert hatte , ging er hinauf , seine Schafe zu scheren , gen Thimnath mit seinem Hirten Hira von Odollam . Da ward der Thamar angesagt : Siehe , dein Schwäher gehet hinauf gen Thimnath , seine Schafe zu scheren . Da legte sie die Witwenkleider von sich , die sie trug , deckte sich mit einem Mantel und verhüllete sich und setzte sich vor die Tür heraus an dem Wege gen Thimnath ; denn sie sah , daß Sela war groß worden , und sie ward ihm nicht zum Weibe gegeben . Da sie nun Juda sah , meinete er , es wäre eine Hure , denn sie hatte ihr Angesicht verdecket . Und machte sich zu ihr am Wege und sprach : Lieber , laß mich bei dir liegen . Denn er wußte nicht , daß sie seine Schnur wäre . Sie antwortete : Was willst du mir geben , daß du bei mir liegest ? Er sprach : Ich will dir einen Ziegenbock von der Herde senden . Sie antwortete : So gib mir ein Pfand , bis daß du mir&#039;s sendest . Er sprach : Was willst du für ein Pfand , das ich dir gebe ? Sie antwortete : Deinen Ring und deine Schnur und deinen Stab , den du in den Händen hast ; Da gab er&#039;s ihr und lag bei ihr ; und sie ward von ihm schwanger . Und sie machte sich auf und ging hin und legte den Mantel ab und zog ihre Witwenkleider an . Juda aber sandte den Ziegenbock durch seinen Hirten von Odollam , daß er das Pfand wieder holete von dem Weibe ; und er fand sie nicht . Da fragte er die Leute desselbigen Orts und sprach : Wo ist die Hure , die außen am Wege saß ? Sie antworteten : Es ist keine Hure dagewesen . Und er kam wieder zu Juda und sprach : Ich habe sie nicht funden ; dazu sagen die Leute desselben Orts , es sei keine Hure dagewesen . Juda sprach : Sie hab&#039;s ihr , sie kann uns doch ja nicht Schande nachsagen ; denn ich habe den Bock gesandt , so hast du sie nicht funden . Über drei Monden ward Juda angesagt : Deine Schnur Thamar hat gehuret ; dazu siehe , sie ist von Hurerei schwanger worden . Juda sprach : Bringet sie hervor , daß sie verbrannt werde . Und da man sie hervorbrachte , schickte sie zu ihrem Schwäher und sprach : Von dem Manne bin ich schwanger , des dies ist . Und sprach : Kennest du auch , wes dieser Ring und diese Schnur und dieser Stab ist ? Juda erkannte es und sprach : Sie ist gerechter denn ich ; denn ich habe sie nicht gegeben meinem Sohn Sela . Doch beschlief er sie nicht mehr . Und da sie gebären sollte , wurden Zwillinge in ihrem Leibe erfunden . Und als sie jetzt gebar , tat sich eine Hand heraus . Da nahm die Wehmutter und band einen roten Faden darum und sprach : Der wird der erste herauskommen . Da aber der seine Hand wieder hinein zog , kam sein Bruder heraus ; und sie sprach : Warum hast du um deinetwillen solchen Riß gerissen ? Und man hieß ihn Perez . Danach kam sein Bruder heraus , der den roten Faden um seine Hand hatte . Und man hieß ihn Serah . Joseph ward hinab in Ägypten geführet ; und Potiphar , ein ägyptischer Mann , des Pharao Kämmerer und Hofmeister , kaufte ihn von den Ismaeliten , die ihn hinabbrachten . Und der HERR war mit Joseph , daß er ein glückseliger Mann ward ; und war in seines HERRN , des Ägypters , Hause . Und sein HERR sah , daß der HERR mit ihm war ; denn alles , was er tat , da gab der HERR Glück zu durch ihn , also daß er Gnade fand vor seinem HERRN und sein Diener ward . Der setzte ihn über sein Haus , und alles , was er hatte , tat er unter seine Hände . Und von der Zeit an , da er ihn über sein Haus und alle seine Güter gesetzt hatte , segnete der HERR des Ägypters Haus um Josephs willen , und war eitel Segen des HERRN in allem , was er hatte , zu Hause und zu Felde . Darum ließ er alles unter Josephs Händen , was er hatte ; und er nahm sich keines Dinges an , weil er ihn hatte , denn daß er aß und trank . Und Joseph war schön und hübsch von Angesicht . Und es begab sich nach dieser Geschichte , daß seines HERRN Weib ihre Augen auf Joseph warf und sprach : Schlafe bei mir ! Er weigerte sich&#039;s aber und sprach zu ihr : Siehe , mein HERR nimmt sich nichts an vor mir , was im Hause ist ; und alles , was er hat , das hat er unter meine Hände getan ; und hat nichts so groß in dem Hause , das er vor mir verhohlen habe , ohne dich , indem du sein Weib bist . Wie sollt ich denn nun ein solch groß Übel tun und wider Gott sündigen ? Und sie trieb solche Worte gegen Joseph täglich . Aber er gehorchte ihr nicht , daß er nahe bei ihr schlief noch um sie wäre . Es begab sich der Tage einen , daß Joseph in das Haus ging , sein Geschäft zu tun , und war kein Mensch vom Gesinde des Hauses dabei . Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach : Schlafe bei mir ! Aber er ließ das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus . Da sie nun sah , daß er sein Kleid in ihrer Hand ließ und hinaus entfloh , rief sie dem Gesinde im Hause und sprach zu ihnen : Sehet , er hat uns den ebräischen Mann hereingebracht , daß er uns zuschanden mache . Er kam zu mir herein und wollte bei mir schlafen ; ich rief aber mit lauter Stimme . Und da er hörete , daß ich ein Geschrei machte und rief , da ließ er sein Kleid bei mir und floh und lief hinaus . Und sie legte sein Kleid neben sich , bis sein HERR heim kam , und sagte zu ihm eben dieselben Worte und sprach : Der ebräische Knecht , den du uns hereingebracht hast , kam zu mir herein und wollte mich zuschanden machen . Da ich aber ein Geschrei machte und rief , da ließ er sein Kleid bei mir und floh hinaus . Als sein HERR hörete die Rede seines Weibes , die sie ihm sagte und sprach : Also hat mir dein Knecht getan , ward er sehr zornig . Da nahm ihn sein HERR und legte ihn ins Gefängnis , da des Königs Gefangene innen lagen ; und er lag allda im Gefängnis . Aber der HERR war mit ihm und neigte seine Huld zu ihm und ließ ihn Gnade finden vor dem Amtmann über das Gefängnis , daß er ihm unter seine Hand befahl alle Gefangenen im Gefängnis , auf daß alles , was da geschah , durch ihn geschehen mußte . Denn der Amtmann über das Gefängnis nahm sich keines Dinges an ; denn der HERR war mit Joseph , und was er tat , da gab der HERR Glück zu . Und es begab sich danach , daß sich der Schenke des Königs in Ägypten und der Bäcker versündigten an ihrem HERRN , dem Könige in Ägypten . Und Pharao ward zornig über seine beiden Kämmerer , über den Amtmann über die Schenken und über den Amtmann über die Bäcker , und ließ sie setzen in des Hofmeisters Haus ins Gefängnis , da Joseph gefangen lag . Und der Hofmeister setzte Joseph über sie , daß er ihnen dienete ; und saßen etliche Tage im Gefängnis . Und es träumete ihnen beiden , dem Schenken und Bäcker des Königs zu Ägypten , in einer Nacht , einem jeglichen ein eigener Traum ; und eines jeglichen Traum hatte seine Bedeutung . Da nun des Morgens Joseph zu ihnen hinein kam und sah , daß sie traurig waren , fragte er sie und sprach : Warum seid ihr heute so traurig ? Sie antworteten : Es hat uns geträumet , und haben niemand , der es uns auslege . Joseph sprach : Auslegen gehöret Gott zu , doch erzählet mir&#039;s . Da erzählete der oberste Schenke seinen Traum Joseph und sprach zu ihm : Mir hat geträumet , daß ein Weinstock vor mir wäre , der hatte drei Reben , und er grünete , wuchs und blühete , und seine Trauben wurden reif ; und ich hatte den Becher Pharaos in meiner Hand und nahm die Beeren und zerdrückte sie in den Becher und gab den Becher Pharao in die Hand . Joseph sprach zu ihm : Das ist seine Deutung : Drei Reben sind drei Tage . Über drei Tage wird Pharao dein Haupt erheben und dich wieder an dein Amt stellen , daß du ihm den Becher in die Hand gebest nach der vorigen Weise , da du sein Schenke warst . Aber gedenke meiner , wenn dir&#039;s wohlgehet , und tu Barmherzigkeit an mir , daß du Pharao erinnerst , daß er mich aus diesem Hause führe . Denn ich bin aus dem Lande der Ebräer heimlich gestohlen ; dazu habe ich auch allhie nichts getan , daß sie mich eingesetzt haben . Da der oberste Bäcker sah , daß die Deutung gut war , sprach er zu Joseph : Mir hat auch geträumet , ich trüge drei weiße Körbe auf meinem Haupt , und im obersten Korbe allerlei gebackene Speise dem Pharao ; und die Vögel aßen aus dem Korbe auf meinem Haupt Joseph antwortete und sprach : Das ist seine Deutung : Drei Körbe sind drei Tage . Und nach dreien Tagen wird dir Pharao dein Haupt erheben und dich an den Galgen henken , und die Vögel werden dein Fleisch von dir essen . Und es geschah des dritten Tages , da beging Pharao seinen Jahrtag ; und er machte eine Mahlzeit allen seinen Knechten und erhub das Haupt des obersten Schenken und das Haupt des obersten Bäckers unter seinen Knechten ; und setzte den obersten Schenken wieder zu seinem Schenkamt , daß er den Becher reichte in Pharaos Hand ; aber den obersten Bäcker ließ er henken , wie ihnen Joseph gedeutet hatte . Aber der oberste Schenke gedachte nicht an Joseph , sondern vergaß sein . Und nach zweien Jahren hatte Pharao einen Traum , wie er stünde am Wasser und sähe aus dem Wasser steigen sieben schöne fette Kühe , und gingen an der Weide im Grase . Nach diesen sah er andere sieben Kühe aus dem Wasser aufsteigen ; die waren häßlich und mager und traten neben die Kühe an das Ufer am Wasser . Und die häßlichen und magern fraßen die sieben schönen fetten Kühe . Da erwachte Pharao . Und er schlief wieder ein , und ihm träumete abermal , und sah , daß sieben Ähren wuchsen aus einem Halm , voll und dick . Danach sah er sieben dünne und versengete Ähren aufgehen . Und die sieben mageren Ähren verschlangen die sieben dicken und vollen Ähren . Da erwachte Pharao und merkte , daß es ein Traum war . Und da es Morgen ward , war sein Geist bekümmert , und schickte aus und ließ rufen alle Wahrsager in Ägypten und alle Weisen und erzählete ihnen seine Träume . Aber da war keiner , der sie dem Pharao deuten konnte . Da redete der oberste Schenke zu Pharao und sprach : Ich gedenke heute an meine Sünde . Da Pharao zornig ward über seine Knechte und mich mit dem obersten Bäcker ins Gefängnis legte , ins Hofmeisters Hause , da träumete uns beiden in einer Nacht , einem jeglichen sein Traum , des Deutung ihn betraf . Da war bei uns ein ebräischer Jüngling , des Hofmeisters Knecht , dem erzähleten wir&#039;s . Und er deutete uns unsere Träume , einem jeglichen nach seinem Traum . Und wie er uns deutete , so ist&#039;s ergangen ; denn ich bin wieder an mein Amt gesetzt , und jener ist gehenkt . Da sandte Pharao hin und ließ Joseph rufen ; und ließen ihn eilend aus dem Loch . Und er ließ sich bescheren und zog andere Kleider an und kam hinein zu Pharao . Da sprach Pharao zu ihm : Mir hat ein Traum geträumet , und ist niemand , der ihn deuten kann ; ich hab aber gehört von dir sagen , wenn du einen Traum hörest , so kannst du ihn deuten . Joseph antwortete Pharao und sprach : Das stehet bei mir nicht ; Gott wird doch Pharao Gutes weissagen . Pharao sagte an zu Joseph : Mir träumete , ich stund am Ufer bei dem Wasser und sah aus dem Wasser steigen sieben schöne fette Kühe , und gingen an der Weide im Grase . Und nach ihnen sah ich andere sieben dürre , sehr häßliche und magere Kühe heraussteigen . Ich habe in ganz Ägyptenland nicht so häßliche gesehen . Und die sieben mageren und häßlichen Kühe fraßen auf die sieben ersten fetten Kühe . Und da sie die hineingefressen hatten , merkte man&#039;s nicht an ihnen , daß sie die gefressen hatten , und waren häßlich , gleichwie vorhin . Da wachte ich auf . Und sah abermal in meinem Traum sieben Ähren auf einem Halm wachsen , voll und dick . Danach gingen auf sieben dürre Ähren , dünne und versenget . Und die sieben dünnen Ähren verschlangen die sieben dicken Ähren . Und ich habe es den Wahrsagern gesagt , aber die können&#039;s mir nicht deuten . Joseph antwortete Pharao : Beide Träume Pharaos sind einerlei . Denn Gott verkündigt Pharao , was er vorhat . Die sieben schönen Kühe sind sieben Jahre , und die sieben guten Ähren sind auch die sieben Jahre . Es ist einerlei Traum . Die sieben magern und häßlichen Kühe , die nach jenen aufgestiegen sind , das sind sieben Jahre ; und die sieben mageren und versengeten Ähren sind sieben Jahre teure Zeit . Das ist nun , das ich gesagt habe zu Pharao , daß Gott Pharao zeiget , was er vorhat . Siehe , sieben reiche Jahre werden kommen in ganz Ägyptenland . Und nach denselben werden sieben Jahre teure Zeit kommen , daß man vergessen wird aller solcher Fülle in Ägyptenland ; und die teure Zeit wird das Land verzehren , daß man nichts wissen wird von der Fülle im Lande vor der teuren Zeit , die hernach kommt ; denn sie wird fast schwer sein . Daß aber dem Pharao zum andernmal geträumet hat , bedeutet , daß solches Gott gewißlich und eilend tun wird . Nun sehe Pharao nach einem verständigen und weisen Mann , den er über Ägyptenland setze , und schaffe , daß er Amtleute verordne im Lande und nehme den Fünften in Ägyptenland in den sieben reichen Jahren ; und sammle alle Speise der guten Jahre , die kommen werden , daß sie Getreide aufschütten in Pharaos Kornhäuser zum Vorrat in den Städten und verwahren es , auf daß man Speise verordnet finde dem Lande in den sieben teuren Jahren , die über Ägyptenland kommen werden , daß nicht das Land vor Hunger verderbe . Die Rede gefiel Pharao und allen seinen Knechten wohl . Und Pharao sprach zu seinen Knechten : Wie könnten wir einen solchen Mann finden , in dem der Geist Gottes sei ? Und sprach zu Joseph : Weil dir Gott solches alles hat kundgetan , ist keiner so verständig und weise als du . Du sollst über mein Haus sein , und deinem Wort soll all mein Volk gehorsam sein ; alleine des königlichen Stuhls will ich höher sein denn du . Und weiter sprach Pharao zu Joseph : Siehe , ich habe dich über ganz Ägyptenland gesetzt . Und tat seinen Ring von seiner Hand und gab ihn Joseph an seine Hand ; und kleidete ihn mit weißer Seide und hing ihm eine güldene Kette an seinen Hals . Und ließ ihn auf seinem andern Wagen fahren und ließ vor ihm her ausrufen : Der ist des Landes Vater ! Und setzte ihn über ganz Ägyptenland . Und Pharao sprach zu Joseph : Ich bin Pharao ; ohne deinen Willen soll niemand seine Hand oder seinen Fuß regen in ganz Ägyptenland . Und nannte ihn den heimlichen Rat . Und gab ihm ein Weib , Asnath , die Tochter Potipheras , des Priesters zu On . Also zog Joseph aus , das Land Ägypten zu besehen . Und er war dreißig Jahre alt , da er vor Pharao stund , dem Könige in Ägypten ; und fuhr aus von Pharao und zog durch ganz Ägyptenland . Und das Land tat also die sieben reichen Jahre ; und sammelten alle Speise der sieben Jahre , so im Lande Ägypten waren , und taten sie in die Städte . Was für Speise auf dem Felde einer jeglichen Stadt umher wuchs , das taten sie hinein . Also schüttete Joseph das Getreide auf , über die Maße viel , wie Sand am Meer , also daß er aufhörete zu zählen ; denn man konnte es nicht zählen . Und Joseph wurden zween Söhne geboren , ehe denn die teure Zeit kam , welche ihm gebar Asnath , Potipheras , des Priesters zu On Tochter . Und hieß den ersten Manasse ; denn Gott , sprach er , hat mich lassen vergessen alles meines Unglücks und alles meines Vaters Hauses . Den andern hieß er Ephraim ; denn Gott , sprach er , hat mich lassen wachsen in dem Lande meines Elends . Da nun die sieben reichen Jahre um waren im Lande Ägypten , da fingen an die sieben teuren Jahre zu kommen , da Joseph von gesagt hatte . Und es ward eine Teurung in allen Landen , aber in ganz Ägyptenland war Brot . Da nun das ganze Ägyptenland auch Hunger litt , schrie das Volk zu Pharao um Brot . Aber Pharao sprach zu allen Ägyptern : Gehet hin zu Joseph ; was euch der saget , das tut . Als nun im ganzen Lande Teurung war , tat Joseph allenhalben Kornhäuser auf und verkaufte den Ägyptern . Denn die Teurung ward je länger je größer im Lande . Und alle Lande kamen in Ägypten , zu kaufen bei Joseph ; denn die Teurung war groß in allen Landen . Da aber Jakob sah , daß Getreide in Ägypten feil war , sprach er zu seinen Söhnen : Was sehet ihr euch lange um ? Siehe , ich höre , es sei in Ägypten Getreide feil ; ziehet hinab und kaufet uns Getreide , daß wir leben und nicht sterben . Also zogen hinab zehn Brüder Josephs , daß sie in Ägypten Getreide kauften . Aber Benjamin , Josephs Bruder , ließ Jakob nicht mit seinen Brüdern ziehen ; denn er sprach : Es möchte ihm ein Unfall begegnen . Also kamen die Kinder Israels , Getreide zu kaufen , samt andern , die mit ihnen zogen , denn es war im Lande Kanaan auch teuer . Aber Joseph war der Regent im Lande und verkaufte Getreide allem Volk im Lande . Da nun seine Brüder zu ihm kamen , fielen sie vor ihm nieder zur Erde auf ihr Antlitz . Und er sah sie an und kannte sie ; und stellete sich fremd gegen sie und redete hart mit ihnen und sprach zu ihnen : Woher kommt ihr ? Sie sprachen : Aus dem Lande Kanaan , Speise zu kaufen . Aber wiewohl er sie kannte , kannten sie ihn doch nicht . Und Joseph gedachte an die Träume , die ihm von ihnen geträumet hatten , und sprach zu ihnen : Ihr , seid Kundschafter und seid kommen zu sehen , wo das Land offen ist . Sie antworteten ihm : Nein , mein HERR ; deine Knechte sind kommen , Speise zu kaufen . Wir sind alle eines Mannes Söhne ; wir sind redlich ; und deine Knechte sind nie Kundschafter gewesen . Er sprach zu ihnen : Nein , sondern ihr seid kommen zu besehen , wo das Land offen ist . Sie antworteten ihm : Wir , deine Knechte , sind zwölf Brüder , eines Mannes Söhne im Lande Kanaan , und der jüngste ist noch bei unserm Vater ; aber der eine ist nicht mehr vorhanden . Joseph sprach zu ihnen : Das ist&#039;s , das ich euch gesagt habe : Kundschafter seid ihr . Daran will ich euch prüfen : bei dem Leben Pharaos , ihr sollt nicht von dannen kommen , es komme denn her euer jüngster Bruder . Sendet einen unter euch hin , der euren Bruder hole ; ihr aber sollt gefangen sein . Also will ich prüfen eure Rede , ob ihr mit Wahrheit umgehet oder nicht . Denn wo nicht , so seid ihr , bei dem Leben Pharaos , Kundschafter . Und ließ sie beisammen verwahren drei Tage lang . Am dritten Tage aber sprach er zu ihnen : Wollt ihr leben , so tut also ; denn ich fürchte Gott . Seid ihr redlich , so lasset eurer Brüder einen gebunden liegen in eurem Gefängnis ; ihr aber ziehet hin und bringet heim , was ihr gekauft habt für den Hunger , und bringet euren jüngsten Bruder zu mir , so will ich euren Worten glauben , daß ihr nicht sterben müsset . Und sie taten also . Sie aber sprachen untereinander : Das haben wir an unserm Bruder verschuldet , daß wir sahen die Angst seiner Seele , da er uns flehete , und wir wollten ihn nicht erhören ; darum kommt nun diese Trübsal über uns . Ruben antwortete ihnen und sprach : Sagt&#039; ich&#039;s euch nicht , da ich sprach : Versündiget euch nicht an dem Knaben , und ihr wolltet nicht hören ? Nun wird sein Blut gefordert . Sie wußten aber nicht , daß es Joseph verstund ; denn er redete mit ihnen durch einen Dolmetscher . Und er wandte sich von ihnen und weinete . Da er nun sich wieder zu ihnen wandte und mit ihnen redete , nahm er aus ihnen Simeon und band ihn vor ihren Augen ; Und Joseph tat Befehl , daß man ihre Säcke mit Getreide füllete und ihr Geld wiedergäbe , einem jeglichen in seinen Sack , dazu auch Zehrung auf den Weg . Und man tat ihnen also . Und sie luden ihre Ware auf ihre Esel und zogen von dannen . Da aber einer seinen Sack auftat , daß er seinem Esel Futter gäbe in der Herberge , ward er gewahr seines Geldes , das oben im Sacke lag . Und sprach zu seinen Brüdern : Mein Geld ist mir wieder worden ; siehe , in meinem Sack ist es . Da entfiel ihnen ihr Herz und erschraken untereinander und sprachen : Warum hat uns Gott das getan ? Da sie nun heimkamen zu ihrem Vater Jakob ins Land Kanaan , sagten sie ihm alles , was ihnen begegnet war , und sprachen : Der Mann , der im Lande HERR ist , redete hart mit uns und hielt uns für Kundschafter des Landes . Und da wir ihm antworteten : Wir sind redlich und nie Kundschafter gewesen , sondern zwölf Brüder , unsers Vaters Söhne ; einer ist nicht mehr vorhanden , und der jüngste ist noch bei unserm Vater im Lande Kanaan : sprach der HERR im Lande zu uns : Daran will ich merken , ob ihr redlich seid : einen eurer Brüder lasset bei mir und nehmet die Notdurft für euer Haus und ziehet hin ; und bringet euren jüngsten Bruder zu mir , so merke ich , daß ihr nicht Kundschafter , sondern redlich seid ; so will ich euch auch euren Bruder geben , und möget im Lande werben . Und da sie die Säcke ausschütteten , fand ein jeglicher sein Bündlein Geld in seinem Sacke . Und da sie sahen , daß es Bündlein ihres Geldes waren , erschraken sie samt ihrem Vater . Da sprach Jakob , ihr Vater , zu ihnen : Ihr beraubet mich meiner Kinder : Joseph ist nicht mehr vorhanden , Simeon ist nicht mehr vorhanden , Benjamin wollt ihr hinnehmen ; es gehet alles über mich . Ruben antwortete seinem Vater und sprach : Wenn ich dir ihn nicht wiederbringe , so erwürge meine zween Söhne ; gib ihn nur in meine Hand , ich will ihn dir wiederbringen . Er sprach : Mein Sohn soll nicht mit euch hinabziehen , denn sein Bruder ist tot , und er ist allein überblieben ; wenn ihm ein Unfall auf dem Wege begegnete , da ihr auf reiset , würdet ihr meine grauen Haare mit Herzeleid in die Grube bringen . Die Teurung aber drückte das Land . Und da es verzehret war , was sie für Getreide aus Ägypten gebracht hatten , sprach ihr Vater zu ihnen : Ziehet wieder hin und kaufet uns ein wenig Speise . Da antwortete ihm Juda und sprach : Der Mann band uns das hart ein und sprach : Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen , es sei denn euer Bruder mit euch . Ist&#039;s nun , daß du unsern Bruder mit uns sendest , so wollen wir hinabziehen und dir zu essen kaufen ; ist&#039;s aber , daß du ihn nicht sendest , so ziehen wir nicht hinab . Denn der Mann hat gesagt zu uns : Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen , euer Bruder sei denn mit euch . Israel sprach : Warum habt ihr so übel an mir getan , daß ihr dem Manne angesagt , wie ihr noch einen Bruder habt ? Sie antworteten : Der Mann forschete so genau nach uns und unserer Freundschaft und sprach : Lebet euer Vater noch ? Habt ihr auch noch einen Bruder ? Da sagten wir ihm , wie er uns fragte . Wie konnten wir soeben wissen , daß er sagen würde : Bringet euren Bruder mit hernieder ? Da sprach Juda zu Israel , seinem Vater : Laß den Knaben mit mir ziehen , daß wir uns aufmachen und reisen , und leben und nicht sterben , beide wir und du und unsere Kindlein . Ich will Bürge für ihn sein ; von meinen Händen sollst du ihn fordern . Wenn ich dir ihn nicht wiederbringe und vor deine Augen stelle , so will ich mein Leben lang die Schuld tragen . Denn wo wir nicht hätten verzogen , wären wir schon wohl zweimal wiederkommen . Da sprach Israel , ihr Vater , zu ihnen : Muß es denn ja also sein , so tut&#039;s und nehmet von des Landes besten Früchten in eure Säcke und bringet dem Manne Geschenke hinab , ein wenig Balsam und Honig und Würze und Myrrhen und Datteln und Mandeln . Nehmet auch ander Geld mit euch ; und das Geld , das euch oben in euren Säcken wieder worden ist , bringet auch wieder mit euch . Vielleicht ist ein Irrtum da geschehen . Dazu nehmet euren Bruder , machet euch auf und kommet wieder zu dem Manne . Aber der allmächtige Gott gebe euch Barmherzigkeit vor dem Manne , daß er euch lasse euren andern Bruder und Benjamin . Ich aber muß sein wie einer , der seiner Kinder gar beraubt ist . Da nahmen sie diese Geschenke und das Geld zwiefältig mit sich und Benjamin , machten sich auf , zogen nach Ägypten und traten vor Joseph . Da sah sie Joseph mit Benjamin und sprach zu seinem Haushalter : Führe diese Männer zu Hause und schlachte und richte zu ; denn sie sollen zu Mittag mit mir essen . Und der Mann tat , wie ihm Joseph gesagt hatte , und führete die Männer in Josephs Haus . Sie fürchteten sich aber , daß sie in Josephs Haus geführt wurden , und sprachen : Wir sind hereingeführt um des Geldes willen , das wir in unsern Säcken vorhin wieder funden haben , daß er&#039;s auf uns bringe und fälle ein Urteil über uns , damit er uns nehme zu eigenen Knechten samt unsern Eseln . Darum traten sie zu Josephs Haushalter und redeten mit ihm vor der Haustür und sprachen : Mein HERR , wir sind vorhin herabgezogen , Speise zu kaufen . Und da wir in die Herberge kamen und unsere Säcke auftaten , siehe , da war eines jeglichen Geld oben in seinem Sack mit völligem Gewicht ; darum haben wir&#039;s wieder mit uns gebracht , haben auch ander Geld mit uns herabgebracht , Speise zu kaufen ; wir wissen aber nicht , wer uns unser Geld in unsere Säcke gesteckt hat . Er aber sprach : Gehabt euch wohl , fürchtet euch nicht . Euer Gott und eures Vaters Gott hat euch einen Schatz gegeben in eure Säcke . Euer Geld ist mir worden . Und er führete Simeon zu ihnen heraus und führete sie in Josephs Haus , gab ihnen Wasser , daß sie ihre Füße wuschen , und gab ihren Eseln Futter . Sie aber bereiteten das Geschenk zu , bis daß Joseph kam auf den Mittag ; denn sie hatten gehöret , daß sie daselbst das Brot essen sollten . Da nun Joseph zum Hause einging , brachten sie ihm zu Hause das Geschenk in ihren Händen und fielen vor ihm nieder zur Erden . Er aber grüßte sie freundlich und sprach : Gehet es eurem Vater , dem alten , wohl , von dem ihr mir sagtet ? Lebet er noch ? Sie antworteten : Es gehet deinem Knechte , unserm Vater , wohl und lebet noch . Und neigeten sich und fielen vor ihm nieder . Und er hub seine Augen auf und sah seinen Bruder Benjamin , seiner Mutter Sohn , und sprach : Ist das euer jüngster Bruder , da ihr mir von sagtet ? Und sprach weiter : Gott sei dir gnädig , mein Sohn ! Und Joseph eilete , denn sein Herz entbrannte ihm gegen seinen Bruder , und suchte , wo er weinete ; und ging in seine Kammer und weinete daselbst . Und da er sein Angesicht gewaschen hatte , ging er heraus und hielt sich fest und sprach : Leget Brot auf ! Und man trug ihm besonders auf und jenen auch besonders und den Ägyptern , die mit ihm aßen , auch besonders . Denn die Ägypter dürfen nicht Brot essen mit den Ebräern , denn es ist ein Greuel vor ihnen . Und man setzte sie gegen ihn , den Erstgebornen nach seiner Erstgeburt und den Jüngsten nach seiner Jugend . Des verwunderten sie sich untereinander . Und man trug ihnen Essen vor von seinem Tisch ; aber dem Benjamin ward fünfmal mehr denn den andern . Und sie tranken und wurden trunken mit ihm . Und Joseph befahl seinem Haushalter und sprach : Fülle den Männern ihre Säcke mit Speise , soviel sie führen mögen , und lege jeglichem sein Geld oben in seinen Sack . Und meinen silbernen Becher lege oben in des Jüngsten Sack mit dem Geld für das Getreide . Der tat , wie ihm Joseph hatte gesagt . Des Morgens , da es licht ward , ließen sie die Männer ziehen mit ihren Eseln . Da sie aber zur Stadt hinaus waren und nicht ferne kommen , sprach Joseph zu seinem Haushalter : Auf , und jage den Männern nach , und wenn du sie ergreifest , so sprich zu ihnen : Warum habt ihr Gutes mit Bösem vergolten ? Ist&#039;s nicht das , da mein HERR aus trinket und damit er weissaget ? Ihr habt übel getan . Und als er sie ergriff , redete er mit ihnen solche Worte . Sie antworteten ihm : Warum redet mein HERR solche Worte ? Es sei ferne von deinen Knechten , ein solches zu tun . Siehe , das Geld , das wir fanden oben in unsern Säcken , haben wir wiedergebracht zu dir aus dem Lande Kanaan . Und wie sollten wir denn aus deines HERRN Hause gestohlen haben Silber oder Gold . Bei welchem er funden wird unter deinen Knechten , der sei des Todes ; dazu wollen auch wir meines HERRN Knechte sein . Er sprach : Ja , es sei , wie ihr geredet habt . Bei welchem er funden wird , der sei mein Knecht ; ihr aber sollt ledig sein . Und sie eileten , und legte ein jeglicher seinen Sack ab auf die Erde und ein jeglicher tat seinen Sack auf . Und er suchte und hub am Größesten an bis auf den Jüngsten ; da fand sich der Becher in Benjamins Sack . Da zerissen sie ihre Kleider ; und lud ein jeglicher auf seinen Esel und zogen wieder in die Stadt . Und Juda ging mit seinen Brüdern in Josephs Haus , denn er war noch daselbst ; und sie fielen vor ihm nieder auf die Erde . Joseph aber sprach zu ihnen : Wie habt ihr das tun dürfen ? Wisset ihr nicht , daß ein solcher Mann , wie ich bin , erraten könnte ? Juda sprach : Was sollen wir sagen meinem HERRN , oder wie sollen wir reden , und was können wir uns rechtfertigen ? Gott hat die Missetat deiner Knechte funden . Siehe da , wir und der , bei dem der Becher funden ist , sind meines HERRN Knechte . Er aber sprach : Das sei ferne von mir solches zu tun ! Der Mann , bei dem der Becher funden ist , soll mein Knecht sein ; ihr aber ziehet hinauf mit Frieden zu eurem Vater . Da trat Juda zu ihm und sprach : Mein HERR , laß deinen Knecht ein Wort reden vor deinen Ohren , mein HERR ; und dein Zorn ergrimme nicht über deinen Knecht ; denn du bist wie ein Pharao . Mein HERR fragte seine Knechte und sprach : Habt ihr auch einen Vater oder Bruder ? Da antworteten wir : Wir haben einen Vater , der ist alt , und einen jungen Knaben , in seinem Alter geboren ; und sein Bruder ist tot , und er ist allein überblieben von seiner Mutter , und sein Vater hat ihn lieb . Da sprachst du zu deinen Knechten : Bringet ihn herab zu mir ; ich will ihm Gnade erzeigen . Wir aber antworteten meinem HERRN : Der Knabe kann nicht von seinem Vater kommen ; wo er von ihm käme , würde er sterben . Da sprachst du zu deinen Knechten : Wo euer jüngster Bruder nicht mit euch herkommt , sollt ihr mein Angesicht nicht mehr sehen . Da zogen wir hinauf zu deinem Knechte , meinem Vater , und sagten ihm an meines HERRN Rede . Da sprach unser Vater : Ziehet wieder hin und kaufet uns ein wenig Speise . Wir aber sprachen : Wir können nicht hinabziehen , es sei denn unser jüngster Bruder mit uns , so wollen wir hinabziehen ; denn wir können des Mannes Angesicht nicht sehen , wo unser jüngster Bruder nicht mit uns ist . Da sprach dein Knecht , mein Vater , zu uns : Ihr wisset , daß mir mein Weib zween Söhne geboren hat . Einer ging hinaus von mir , und man sagte , er ist zerrissen ; und habe ihn nicht gesehen bisher . Werdet ihr diesen auch von mir nehmen , und ihm ein Unfall widerfähret , so werdet ihr meine grauen Haare mit Jammer hinunter in die Grube bringen . Nun , so ich heimkäme zu deinem Knechte , meinem Vater , und der Knabe wäre nicht mit uns , weil seine Seele an dieses Seele hänget , so wird&#039;s geschehen , wenn er siehet , daß der Knabe nicht da ist , daß er stirbt ; so würden wir , deine Knechte , die grauen Haare deines Knechts ; unsers Vaters , mit Herzeleid in die Grube bringen : Denn ich , dein Knecht , bin Bürge worden für den Knaben gegen meinen Vater und sprach : Bringe ich ihn dir nicht wieder , so will ich mein Leben lang die Schuld tragen . Darum laß deinen Knecht hie bleiben an des Knaben Statt , zum Knechte meines HERRN , und den Knaben mit seinen Brüdern hinaufziehen . Denn wie soll ich hinaufziehen zu meinem Vater , wenn der Knabe nicht mit mir ist ? Ich würde den Jammer sehen müssen , der meinem Vater begegnen würde . Da konnte sich Joseph nicht länger enthalten vor allen , die um ihn her stunden , und er rief : Lasset jedermann von mir hinausgehen ! Und stund kein Mensch bei ihm , da sich Joseph mit seinen Brüdern bekannte . Und er weinete laut , daß es die Ägypter und das Gesinde Pharaos höreten . und sprach zu seinen Brüdern : Ich bin Joseph . Lebet mein Vater noch ? Und seine Brüder konnten ihm nicht antworten , so erschraken sie vor seinem Angesicht . Er sprach aber zu seinen Brüdern : Tretet doch her zu mir ! Und sie traten herzu . Und er sprach : ich bin Joseph , euer Bruder , den ihr in Ägypten verkauft habt . Und nun bekümmert euch nicht und denket nicht , daß ich darum zürne , daß ihr mich hieher verkauft habt ; denn um eures Lebens willen hat mich Gott vor euch hergesandt . Denn dies sind zwei Jahre , daß es teuer im Lande ist , und sind noch fünf Jahre , daß kein Pflügen noch Ernten sein wird . Aber Gott hat mich vor euch hergesandt , daß er euch übrig behalte auf Erden und euer Leben errette durch eine große Errettung . Und nun , ihr habt mich nicht hergesandt , sondern Gott , der hat mich Pharao zum Vater gesetzt und zum HERRN über all sein Haus und einen Fürsten in ganz Ägyptenland . Eilet nun und ziehet hinauf zu meinem Vater und saget ihm : Das läßt dir Joseph , dein Sohn , sagen : Gott hat mich zum HERRN in ganz Ägypten gesetzet ; komm herab zu mir , säume dich nicht ! Du sollst im Lande Gosen wohnen und nahe bei mir sein , du und deine Kinder und deine Kindeskinder , dein klein und groß Vieh und alles , was du hast . Ich will dich daselbst versorgen ; denn es sind noch fünf Jahre der Teurung ; auf daß du nicht verderbest mit deinem Hause und allem , das du hast . Siehe , eure Augen sehen , und die Augen meines Bruders Benjamin , daß ich mündlich mit euch rede . Verkündiget meinem Vater alle meine HERRLIchkeit in Ägypten und alles , was ihr gesehen habt ; eilet und kommt hernieder mit meinem Vater hieher ! Und er fiel seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinete ; und Benjamin weinete auch an seinem Halse . Und küssete alle seine Brüder und weinete über sie . Danach redeten seine Brüder mit ihm . Und da das Geschrei kam in Pharaos Haus , daß Josephs Brüder kommen wären , gefiel es Pharao wohl und allen seinen Knechten . Und Pharao sprach zu Joseph : Sage deinen Brüdern : Tut ihm also , beladet eure Tiere , ziehet hin , und wenn ihr kommt ins Land Kanaan , so nehmet euren Vater und euer Gesinde und kommt zu mir ; ich will euch Güter geben in Ägyptenland , daß ihr essen sollt das Mark im Lande Und gebeut ihnen : Tut ihm also , nehmet zu euch aus Ägyptenland Wagen zu euren Kindern und Weibern und führet euren Vater und kommt . Und sehet euren Hausrat nicht an , denn die Güter des ganzen Landes Ägypten sollen euer sein . Die Kinder Israels taten also . Und Joseph gab ihnen Wagen nach dem Befehl Pharaos und Zehrung auf den Weg . Und gab ihnen allen , einem jeglichen , ein Feierkleid ; aber Benjamin gab er dreihundert Silberlinge und fünf Feierkleider . Und seinem Vater sandte er dabei zehn Esel , mit Gut aus Ägypten beladen , und zehn Eselinnen mit Getreide und Brot und Speise seinem Vater auf den Weg . Also ließ er seine Brüder , und sie zogen hin ; und sprach zu ihnen : Zanket nicht auf dem Wege ! Also zogen sie hinauf von Ägypten und kamen ins Land Kanaan zu ihrem Vater Jakob . Und verkündigten ihm und sprachen : Joseph lebet noch und ist ein HERR im ganzen Ägyptenlande . Aber sein Herz dachte gar viel anders , denn er glaubte ihnen nicht . Da sagten sie ihm alle Worte Josephs , die er zu ihnen gesagt hatte . Und da er sah die Wagen , die ihm Joseph gesandt hatte , ihn zuführen , ward der Geist Jakobs , ihres Vaters , lebendig . Und Israel sprach : Ich habe genug , daß mein Sohn Joseph noch lebet ; ich will hin und ihn sehen , ehe ich sterbe . Israel zog hin mit allem , das er hatte . Und da er gen Bersaba kam , opferte er Opfer dem Gott seines Vaters Isaak . Und Gott sprach zu ihm des Nachts im Gesicht : Jakob , Jakob ! Er sprach : Hie bin ich . Und er sprach : Ich bin Gott , der Gott deines Vaters ; fürchte dich nicht , nach Ägypten hinabzuziehen , denn daselbst will ich dich zum großen Volk machen . Ich will mit dir hinab nach Ägypten ziehen und will auch dich heraufführen ; und Joseph soll seine Hände auf deine Augen legen . Da machte sich Jakob auf von Bersaba ; und die Kinder Israels führeten Jakob , ihren Vater , mit ihren Kindlein und Weibern auf den Wagen , die Pharao gesandt hatte , ihn zu führen . Und nahmen ihr Vieh und Habe , die sie im Lande Kanaan erworben hatten , und kamen also in Ägypten , Jakob und all sein Same mit ihm . Seine Kinder und seine Kindeskinder mit ihm , seine Töchter und seine Kindestöchter und all sein Same , die brachte er mit sich nach Ägypten . Dies sind die Namen der Kinder Israels , die nach Ägypten kamen : Jakob und seine Söhne . Der erstgeborne Jakobs Sohn , Ruben . Die Kinder Rubens : Hanoch , Pallu Hezron und Charmi . Die Kinder Simeons : Jemuel , Jamin , Ohad , Jachin , Zohar und Saul , der Sohn von dem kanaanäischen Weibe . Die Kinder Levis : Gerson , Kahath und Merari . Die Kinder Judas : Ger , Onan , Sela , Perez und Serah . Aber Ger und Onan waren gestorben im Lande Kanaan . Die Kinder aber Perez : Hezron und Hamul . Die Kinder Isaschars : Thola , Phua , Job und Simron . Die Kinder Sebulons : Sered , Elon und Jahleel . Das sind die Kinder von Lea , die sie Jakob gebar in Mesopotamien , mit seiner Tochter Dina . Die machen allesamt mit Söhnen und Töchtern dreiunddreißig Seelen . Die Kinder Gads : Ziphion , Haggi , Suni , Ezbon , Eri , Modi und Areli . Die Kinder Assers : Jemna , Jesua , Jesui , Bria und Serah , ihre Schwester . Aber die Kinder Brias : Heber und Malchiel . Das sind die Kinder von Silpa , die Laban gab Lea , seiner Tochter , und gebar Jakob diese sechzehn Seelen . Die Kinder Rahels , Jakobs Weibes : Joseph und Benjamin . Und Joseph wurden geboren in Ägyptenland Manasse und Ephraim , die ihm gebar Asnath , die Tochter Potipheras , des Priesters zu On . Die Kinder Benjamins : Bela , Becher , Asbel , Gera , Naaman , Ehi , Ros , Muppim , Huppim und Ard . Das sind die Kinder von Rahel , die Jakob geboren sind ; allesamt vierzehn Seelen . Die Kinder Dans : Husim . Die Kinder Naphthalis : Jahzeel , Guni , Jezer und Sillem . Das sind die Kinder Bilhas , die Laban seiner Tochter Rahel gab , und gebar Jakob die sieben Seelen . Alle Seelen , die mit Jakob nach Ägypten kamen , die aus seinen Lenden kommen waren ( ausgenommen die Weiber seiner Kinder ) , sind alle zusammen sechsundsechzig Seelen . Und die Kinder Josephs , die in Ägypten geboren sind , waren zwo Seelen , also daß alle Seelen des Hauses Jakobs , die nach Ägypten kamen , waren siebenzig . Und er sandte Juda vor ihm hin zu Joseph , daß er ihn anweisete zu Gosen . Und kamen in das Land Gosen . Da spannete Joseph seinen Wagen an und zog hinauf seinem Vater Israel entgegen gen Gosen . Und da er ihn sah , fiel er ihm um seinen Hals und weinete lange an seinem Halse . Da sprach Israel zu Joseph : Ich will nun gerne sterben , nachdem ich dein Angesicht gesehen habe , daß du noch lebest . Joseph sprach zu seinen Brüdern und zu seines Vaters Hause : Ich will hinaufziehen und Pharao ansagen und zu ihm sprechen : Meine Brüder und meines Vaters Haus ist zu mir kommen aus dem Lande Kanaan . Und sind Viehhirten , denn es sind Leute , die mit Vieh umgehen ; ihr klein und groß Vieh und alles , was sie haben , haben sie mitgebracht . Wenn euch nun Pharao wird rufen und sagen : Was ist eure Nahrung ? so sollt ihr sagen : Deine Knechte sind Leute , die mit Vieh umgehen , von unserer Jugend auf bisher , beide wir und unsere Väter , auf daß ihr wohnen möget im Lande Gosen . Denn was Viehhirten sind , das ist den Ägyptern ein Greuel . Da kam Joseph und sagte es Pharao an und sprach : Mein Vater und meine Brüder , ihr klein und groß Vieh und alles , was sie haben , sind kommen aus dem Lande Kanaan ; und siehe , sie sind im Lande Gosen . Und er nahm seiner jüngsten Brüder fünf und stellete sie vor Pharao . Da sprach Pharao zu seinen Brüdern : Was ist eure Nahrung ? Sie antworteten : Deine Knechte sind Viehhirten , wir und unsere Väter . Und sagten weiter zu Pharao : Wir sind kommen , bei euch zu wohnen im Lande ; denn deine Knechte haben nicht Weide für ihr Vieh , so hart drücket die Teurung das Land Kanaan ; so laß doch nun deine Knechte im Lande Gosen wohnen . Pharao sprach zu Joseph : Es ist dein Vater und sind deine Brüder , die sind zu dir kommen ; das Land Ägypten stehet dir offen ; laß sie am besten Ort des Landes wohnen , laß sie im Lande Gosen wohnen ; und so du weißest , daß Leute unter ihnen sind , die tüchtig sind , so setze sie über mein Vieh . Joseph brachte auch seinen Vater Jakob hinein und stellete ihn vor Pharao . Und Jakob segnete den Pharao . Pharao aber fragte Jakob : Wie alt bist du ? Jakob sprach zu Pharao : Die Zeit meiner Wallfahrt ist hundertunddreißig Jahre ; wenig und böse ist die Zeit meines Lebens und langet nicht an die Zeit meiner Väter in ihrer Wallfahrt . Und Jakob segnete den Pharao und ging heraus von ihm . Aber Joseph schaffte seinem Vater und seinen Brüdern Wohnung und gab ihnen ein Gut in Ägyptenland am besten Ort des Landes , nämlich im Lande Raemses , wie Pharao geboten hatte . Und er versorgte seinen Vater und seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters , einen jeglichen , nachdem er Kinder hatte . Es war aber kein Brot in allen Landen ; denn die Teurung war fast schwer , daß das Land Ägypten und Kanaan verschmachteten vor der Teurung . Und Joseph brachte alles Geld zusammen , das in Ägypten und Kanaan funden ward um das Getreide , das sie kauften ; und Joseph tat alles Geld in das Haus Pharaos . Da nun Geld gebrach im Lande Ägypten und Kanaan , kamen alle Ägypter zu Joseph und sprachen : Schaffe uns Brot ! Warum lässest du uns vor dir sterben , darum daß wir ohne Geld sind ? Joseph sprach : Schaffet euer Vieh her , so will ich euch um das Vieh geben , weil ihr ohne Geld seid . Da brachten sie Joseph ihr Vieh ; und er gab ihnen Brot um ihre Pferde , Schafe , Rinder und Esel . Also ernährete er sie mit Brot das Jahr um all ihr Vieh . Da das Jahr um war , kamen sie zu ihm im andern Jahr und sprachen zu ihm : Wir wollen unserm HERRN nicht verbergen , daß nicht allein das Geld , sondern auch alles Vieh dahin ist zu unserm HERRN und ist nichts mehr übrig vor unserm HERRN denn nur unsere Leiber und unser Feld . Warum lässest du uns vor dir sterben und unser Feld ? Kaufe uns und unser Land ums Brot , daß wir und unser Land leibeigen seien dem Pharao ; gib uns Samen , daß wir leben und nicht sterben , und das Feld nicht verwüste . Also kaufte Joseph dem Pharao das ganze Ägypten . Denn die Ägypter verkauften ein jeglicher seinen Acker , denn die Teurung war zu stark über sie . Und ward also das Land Pharao eigen . Und er teilete das Volk aus in die Städte , von einem Ort Ägyptens bis ans andere . Ausgenommen der Priester Feld , das kaufte er nicht ; denn es war von Pharao für die Priester verordnet , daß sie sich nähren sollten von dem Benannten , das er ihnen gegeben hatte ; darum durften sie ihr Feld nicht verkaufen . Da sprach Joseph zu dem Volk : Siehe , ich habe heute gekauft euch und euer Feld dem Pharao ; siehe , da habt ihr Samen und besäet das Feld . Und von dem Getreide sollt ihr den Fünften Pharao geben ; vier Teile sollen euer sein , zu besäen das Feld , zu eurer Speise und für euer Haus und Kinder . Sie sprachen : Laß uns nur leben und Gnade vor dir , unserm HERRN , finden ; wir wollen gerne Pharao leibeigen sein . Also machte Joseph ihnen ein Gesetz bis auf diesen Tag über der Ägypter Feld , den Fünften Pharao zu geben ; ausgenommen der Priester Feld , das ward nicht eigen Pharao . Also wohnete Israel in Ägypten , im Lande Gosen , und hatten es inne und wuchsen und mehreten sich sehr . Und Jakob lebte siebenzehn Jahre in Ägyptenland , daß sein ganzes Alter ward hundertundsiebenundvierzig Jahre , Da nun die Zeit herbeikam , daß Israel sterben sollte , rief er seinem Sohn Joseph und sprach zu ihm : Habe ich Gnade vor dir funden , so lege deine Hand unter meine Hüfte , daß du die Liebe und Treue an mir tust und begrabest mich nicht , in Ägypten ; sondern ich will liegen bei meinen Vätern , und du sollst mich aus Ägypten führen und in ihrem Begräbnis begraben . Er sprach : Ich will tun , wie du gesagt hast . Er aber sprach : So schwöre mir ! Und er schwur ihm . Da neigete sich Israel auf dem Bette zu den Häupten . Danach ward Joseph gesagt : Siehe , dein Vater ist krank . Und er nahm mit sich seine beiden Söhne , Manasse und Ephraim . Da ward es Jakob angesagt : Siehe , dein Sohn Joseph kommt zu dir . Und Israel machte sich stark und setzte sich im Bette und sprach zu Joseph : Der allmächtige Gott erschien mir zu Lus , im Lande Kanaan , und segnete mich und sprach zu mir : Siehe , ich will dich wachsen lassen und mehren und will dich zum Haufen Volks machen ; und will dies Land zu eigen geben deinem Samen nach dir ewiglich . So sollen nun deine zween Söhne , Ephraim und Manasse , die dir geboren sind in Ägyptenland , ehe ich hereinkommen bin zu dir , mein sein , gleichwie Ruben und Simeon . Welche du aber nach ihnen zeugest , sollen dein sein und genannt werden wie ihre Brüder in ihrem Erbteil . Und da ich aus Mesopotamien kam , starb mir Rahel im Lande Kanaan auf dem Wege , da noch ein Feldwegs war gen Ephrath ; und ich begrub sie daselbst an dem Wege Ephrath , die nun Bethlehem heißt . Und Israel sah die Söhne Josephs und sprach : Wer sind die ? Joseph antwortete seinem Vater : Es sind meine Söhne , die mir Gott hie gegeben hat . Er sprach : Bringe sie her zu mir , daß ich sie segne . Denn die Augen Israels waren dunkel worden vor Alter und konnte nicht wohl sehen . Und er brachte sie zu ihm . Er aber küssete sie und herzete sie und sprach zu Joseph : Siehe , ich habe dein Angesicht gesehen , des ich nicht gedacht hätte ; und siehe , Gott hat mich auch deinen Samen sehen lassen . Und Joseph nahm sie von seinem Schoß und neigete sich zur Erde gegen sein Angesicht . Da nahm sie Joseph beide , Ephraim in seine rechte Hand gegen Israels linke Hand und Manasse in seine linke Hand gegen Israels rechte Hand , und brachte sie zu ihm . Aber Israel streckte seine rechte Hand aus und legte sie auf Ephraims , des Jüngsten , Haupt und seine linke auf Manasses Haupt ; und tat wissend also mit seinen Händen , denn Manasse war der Erstgeborne . Und er segnete Joseph und sprach : Gott , vor dem meine Väter , Abraham und Isaak , gewandelt haben , Gott , der mich mein Leben lang ernähret hat bis auf diesen Tag , der Engel , der mich erlöset hat von allem Übel , der segne die Knaben , daß sie nach meinem und nach meiner Väter , Abrahams und Isaaks , Namen genannt werden , daß sie wachsen und viel werden auf Erden . Da aber Joseph sah , daß sein Vater die rechte Hand auf Ephraims Haupt legte , gefiel es ihm übel ; und fassete seines Vaters Hand , daß er sie von Ephraims Haupt auf Manasses Haupt wendete , und sprach zu ihm : Nicht so , mein Vater ; dieser ist der Erstgeborene , lege deine rechte Hand auf sein Haupt . Aber sein Vater weigerte sich und sprach : Ich weiß wohl , mein Sohn , ich weiß wohl . Dieser soll auch ein Volk werden und wird groß sein ; aber sein jüngster Bruder wird größer , denn er , werden , und sein Same wird ein groß Volk werden . Also segnete er sie des Tages und sprach : Wer in Israel will jemand segnen , der sage : Gott setze dich wie Ephraim und Manasse ! Und setzte also Ephraim Manasse vor . Und Israel sprach zu Joseph : Siehe , ich sterbe ; und Gott wird mit euch sein und wird euch wiederbringen in das Land eurer Väter . Ich habe dir ein Stück Landes gegeben außer deinen Brüdern , das ich mit meinem Schwert und Bogen aus der Hand der Amoriter genommen habe . Und Jakob berief seine Söhne und sprach : Versammelt euch , daß ich euch verkündige , was euch begegnen wird in künftigen Zeiten . Kommt zuhauf und höret zu , ihr Kinder Jakobs , und höret euren Vater Israel ! Ruben , mein erster Sohn , du bist meine Kraft und meine erste Macht , der Oberste im Opfer und der Oberste im Reich . Er fuhr leichtfertig dahin wie Wasser . Du sollst nicht der Oberste sein ; denn du bist auf deines Vaters Lager gestiegen , daselbst hast du mein Bett besudelt mit dem Aufsteigen . Die Brüder Simeon und Levi ihre Schwerter sind mörderische Waffen . Meine Seele komme nicht in ihren Rat , und meine Ehre sei nicht in ihrer Kirche ; denn in ihrem Zorn haben sie den Mann erwürget und in ihrem Mutwillen haben sie den Ochsen verderbet . Verflucht sei ihr Zorn , daß er so heftig ist , und ihr Grimm , daß er so störrig ist ! Ich will sie zerteilen in Jakob und zerstreuen in Israel . Juda , du bist&#039;s , dich werden deine Brüder loben . Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Halse sein ; vor dir werden deines Vaters Kinder sich neigen . Juda ist ein junger Löwe . Du bist hoch kommen , mein Sohn , durch große Siege . Er hat niedergekniet und sich gelagert wie ein Löwe und wie eine Löwin ; wer will sich wider ihn auflehnen ? Es wird das Zepter von Juda nicht entwendet werden , noch ein Meister von seinen Füßen , bis daß der Held komme ; und demselben werden die Völker anhangen . Er wird sein Füllen an den Weinstock binden und seiner Eselin Sohn an den edlen Reben . Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel in Weinbeerblut . Seine Augen sind rötlicher denn Wein und seine Zähne weißer denn Milch . Sebulon wird an der Anfurt des Meers wohnen und an der Anfurt der Schiffe und reichen an Sidon . Isaschar wird ein beinerner Esel sein und sich lagern zwischen die Grenzen . Und er sah die Ruhe , daß sie gut ist , und das Land , daß es lustig ist ; er hat aber seine Schultern geneiget zu tragen , und ist ein zinsbarer Knecht worden . Dan wird Richter sein in seinem Volk , wie ein ander Geschlecht in Israel . Dan wird eine Schlange werden auf dem Wege und eine Otter auf dem Steige und das Pferd in die Ferse beißen , daß sein Reiter zurückfalle . HERR , ich warte auf dein Heil ! Gad , gerüstet , wird das Heer führen und wieder herumführen . Von Asser kommt sein fett Brot , und er wird den Königen zu Gefallen tun . Naphthali ist ein schneller Hirsch und gibt schöne Rede . Joseph wird wachsen , er wird wachsen wie an einer Quelle . Die Töchter treten einher im Regiment . Und wiewohl ihn die Schützen erzürnen und wider ihn kriegen und ihn verfolgen , so bleibt doch sein Bogen fest und die Arme seiner Hände stark durch die Hände des Mächtigen in Jakob . Aus ihnen sind kommen Hirten und Steine in Israel . Von deines Vaters Gott ist dir geholfen , und von dem Allmächtigen bist du gesegnet mit Segen oben vom Himmel herab , mit Segen von der Tiefe , die unten liegt , mit Segen an Brüsten und Bäuchen . Die Segen deines Vaters gehen stärker denn die Segen meiner Voreltern , nach Wunsch der Hohen in der Welt ; und sollen kommen auf das Haupt Josephs und auf die Scheitel des Nasir unter seinen Brüdern . Benjamin ist ein reißender Wolf ; des Morgens wird er Raub fressen , aber des Abends wird er den Raub austeilen . Das sind die zwölf Stämme Israels alle , und das ist&#039;s , das ihr Vater mit ihnen geredet hat , da er sie segnete , einen jeglichen mit einem sondern Segen . Und er gebot ihnen und sprach zu ihnen : Ich werde versammelt zu meinem Volk ; begrabet mich bei meine Väter in der Höhle auf dem Acker Ephrons , des Hethiters , in der zwiefachen Höhle , die gegen Mamre liegt , im Lande Kanaan , die Abraham kaufte , samt dem Acker , von Ephron , dem Hethiter , zum Erbbegräbnis . Daselbst haben sie Abraham begraben und Sara , sein Weib . Daselbst haben sie auch Isaak begraben und Rebekka , sein Weib . Daselbst habe ich auch Lea begraben , in dem Acker und der Höhle , die von den Kindern Heths gekauft ist . Und da Jakob vollendet hatte die Gebote an seine Kinder , tat er seine Füße zusammen aufs Bett und verschied und ward versammelt zu seinem Volk . Da fiel Joseph auf seines Vaters Angesicht und weinete über ihm und küssete ihn . Und Joseph befahl seinen Knechten , den Ärzten , daß sie seinen Vater salbeten . Und die Ärzte salbeten Israel , bis daß vierzig Tage um waren ; denn so lange währen die Salbetage . Und die Ägypter beweineten ihn siebenzig Tage . Da nun die Leidetage aus waren , redete Joseph mit Pharaos Gesinde und sprach : Habe ich Gnade vor euch funden , so redet mit Pharao und sprechet : Mein Vater hat einen Eid von mir genommen und gesagt : Siehe , ich sterbe ; begrabe mich in meinem Grabe , das ich mir im Lande Kanaan gegraben habe . So will ich nun hinaufziehen und meinen Vater begraben und wiederkommen . Pharao sprach : Zeuch hinauf und begrabe deinen Vater , wie du ihm geschworen hast . Also zog Joseph hinauf , seinen Vater zu begraben . Und es zogen mit ihm alle Knechte Pharaos , die Ältesten seines Hauses und alle Ältesten des Landes Ägypten , dazu das ganze Gesinde Josephs und seine Brüder und das Gesinde seines Vaters . Alleine ihre Kinder , Schafe und Ochsen ließen sie im Lande Gosen . Und zogen auch mit ihm hinauf Wagen und Reisige , und waren ein fast großes Heer . Da sie nun an die Tenne Atad kamen , die jenseit des Jordans liegt , da hielten sie eine sehr große und bittere Klage ; und er trug über seinen Vater Leid sieben Tage . Und da die Leute im Lande , die Kanaaniter , die Klage bei der Tenne Atad sahen , sprachen sie : Die Ägypter halten da große Klage . Daher heißt man den Ort der Ägypter Klage , welcher liegt jenseit des Jordans . Und seine Kinder taten , wie er ihnen befohlen hatte , und führeten ihn ins Land Kanaan und begruben ihn in der zwiefachen Höhle des Ackers , die Abraham erkauft hatte mit dem Acker zum Erbbegräbnis von Ephron , dem Hethiter , gegen Mamre . Als sie ihn nun begraben hatten , zog Joseph wieder nach Ägypten mit seinen Brüdern und mit allen , die mit ihm hinaufgezogen waren , seinen Vater zu begraben . Die Brüder Josephs aber fürchteten sich , da ihr Vater gestorben war , und sprachen : Joseph möchte uns gram sein und vergelten alle Bosheit , die wir an ihm getan haben . Darum ließen sie ihm sagen : Dein Vater befahl vor seinem Tode und sprach : Also sollt ihr Joseph sagen : Lieber , vergib deinen Brüdern die Missetat und ihre Sünde , daß sie so übel an dir getan haben . Lieber , so vergib nun die Missetat uns , den Dienern des Gottes deines Vaters ! Aber Joseph weinete , da sie solches mit ihm redeten . Und seine Brüder gingen hin und fielen vor ihm nieder und sprachen : Siehe , wir sind deine Knechte . Joseph sprach zu ihnen : Fürchtet euch nicht , denn ich bin unter Gott . Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen ; aber Gott gedachte es gut zu machen , daß er täte , wie es jetzt am Tage ist , zu erhalten viel Volks . So fürchtet euch nun nicht ; ich will euch versorgen und eure Kinder . Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen . Also wohnete Joseph in Ägypten mit seines Vaters Hause und lebte hundertundzehn Jahre . Und sah Ephraims Kinder bis ins dritte Glied . Desselbigengleichen die Kinder Machirs , Manasses Sohnes , zeugeten auch Kinder auf Josephs Schoß . Und Joseph sprach zu seinen Brüdern : Ich sterbe , und Gott wird euch heimsuchen und aus diesem Lande führen in das Land , das er Abraham , Isaak und Jakob geschworen hat . Darum nahm er einen Eid von den Kindern Israels und sprach : Wenn euch Gott heimsuchen wird , so führet meine Gebeine von dannen . Also starb Joseph , da er war hundertundzehn Jahre alt . Und sie salbeten ihn und legten ihn in eine Lade in Ägypten . </passage></reply></GetPassage>