<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545:18</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545:18</urn><passage>Es war ein Mann im Lande Uz , der hieß Hiob . Derselbe war schlecht und recht , gottesfürchtig und meidete das Böse . Und zeugete sieben Söhne und drei Töchter . Und seines Viehes waren siebentausend Schafe , dreitausend Kamele , fünfhundert Joch Rinder und fünfhundert Eselinnen und sehr viel Gesindes ; und er war herrlicher denn alle , die gegen Morgen wohneten . Und seine Söhne gingen hin und machten Wohlleben , ein jeglicher in seinem Hause auf seinen Tag ; und sandten hin und luden ihre drei Schwestern , mit ihnen zu essen und zu trinken . Und wenn ein Tag des Wohllebens um war , sandte Hiob hin und heiligte sie ; und machte sich des Morgens frühe auf und opferte Brandopfer nach ihrer aller Zahl . Denn Hiob gedachte : Meine Söhne möchten gesündiget und Gott gesegnet haben in ihrem Herzen . Also tat Hiob alle Tage . Es begab sich aber auf einen Tag , da die Kinder Gottes kamen und vor den HERRN traten , kam der Satan auch unter ihnen . Der HERR aber sprach zu dem Satan : Wo kommst du her ? Satan antwortete dem HERRN und sprach : Ich habe das Land umher durchzogen . Der HERR sprach zu Satan : Hast du nicht achtgehabt auf meinen Knecht Hiob ? Denn es ist seinesgleichen nicht im Lande , schlecht und recht , gottesfürchtig und meidet das Böse . Satan antwortete dem HERRN und sprach : Meinest du , daß Hiob umsonst Gott fürchtet ? Hast du doch ihn , sein Haus und alles , was er hat , rings umher verwahret . Du hast das Werk seiner Hände gesegnet , und sein Gut hat sich ausgebreitet im Lande . Aber recke deine Hand aus und taste an alles , was er hat ; was gilt&#039;s , er wird dich ins Angesicht segnen ? Der HERR sprach zu Satan : Siehe , alles , was er hat , sei in deiner Hand ; ohne allein an ihn selbst lege deine Hand nicht . Da ging Satan aus von dem HERRN . Des Tages aber , da seine Söhne und Töchter aßen und tranken Wein in ihres Bruders Hause , des Erstgeborenen , kam ein Bote zu Hiob und sprach : Die Rinder pflügeten , und die Eselinnen gingen neben ihnen an der Weide ; da fielen die aus Reicharabien herein und nahmen sie und schlugen die Knaben mit der Schärfe des Schwerts ; und ich bin allein entronnen , daß ich dir&#039;s ansagte . Da der noch redete , kam ein anderer und sprach : Das Feuer Gottes fiel vom Himmel und verbrannte Schafe und Knaben und verzehrete sie ; und ich bin allein entronnen , daß ich dir&#039;s ansagte . Da der noch redete , kam einer und sprach : Die Chaldäer machten drei Spitzen und überfielen die Kamele und nahmen sie und schlugen die Knaben mit der Schärfe des Schwerts ; und ich bin allein entronnen , daß ich dir&#039;s ansagte . Da der noch redete , kam einer und sprach : Deine Söhne und Töchter aßen und tranken im Hause ihres Bruders , des Erstgebornen ; und siehe , da kam ein großer Wind von der Wüste her und stieß auf die vier Ecken des Hauses und warf&#039;s auf die Knaben , daß sie starben ; und ich bin allein entronnen , daß ich dir&#039;s ansagte . Da stund Hiob auf und zerriß sein Kleid und raufte sein Haupt ; und fiel auf die Erde und betete an und sprach : Ich bin nackend von meiner Mutter Leibe kommen , nackend werde ich wieder dahinfahren . Der HERR hat&#039;s gegeben , der HERR hat&#039;s genommen ; der Name des HERRN sei gelobt ! In diesem allem sündigte Hiob nicht und tat nichts Törichtes wider Gott . Es begab sich aber des Tages , da die Kinder Gottes kamen und traten vor den HERRN , daß Satan auch unter ihnen kam und vor den HERRN trat . Da sprach der HERR zu dem Satan : Wo kommst du her ? Satan antwortete dem HERRN und sprach : Ich habe das Land umher durchzogen . Der HERR sprach zu dem Satan : Hast du nicht acht auf meinen Knecht Hiob gehabt ? Denn es ist seinesgleichen im Lande nicht , schlecht und recht , gottesfürchtig und meidet das Böse und hält noch fest an seiner Frömmigkeit ; du aber hast mich bewegt , daß ich ihn ohne Ursache verderbet habe . Satan antwortete dem HERRN und sprach : Haut für Haut ; und alles , was ein Mann hat , läßt er für sein Leben . Aber recke deine Hand aus und taste sein Gebein und Fleisch an ; was gilt&#039;s , er wird dich ins Angesicht segnen ? Der HERR sprach zu dem Satan : Siehe da , er sei in deiner Hand ; doch schone seines Lebens ! Da fuhr der Satan aus vom Angesicht des HERRN und schlug Hiob mit bösen Schwären von der Fußsohle an bis auf seine Scheitel . Und er nahm einen Scherben und schabte sich und saß in der Asche . Und sein Weib sprach zu ihm : Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit ? Ja , segne Gott und stirb ! Er aber sprach zu ihr : Du redest , wie die närrischen Weiber reden . Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen ? In diesem allem versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen . Da aber die drei Freunde Hiobs höreten all das Unglück , das über ihn kommen war , kamen sie , ein jeglicher aus seinem Ort : Eliphas von Theman , Bildad von Suah und Zophar von Naema . Denn sie wurden eins , daß sie kämen , ihn zu klagen und zu trösten . Und da sie ihre Augen aufhuben von ferne , kannten sie ihn nicht und huben auf ihre Stimme und weineten ; und ein jeglicher zerriß sein Kleid und sprengeten Erde auf ihr Haupt gen Himmel . Und saßen mit ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte und redeten nichts mit ihm ; denn sie sahen , daß der Schmerz sehr groß war . Danach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte seinen Tag . Und Hiob sprach : Der Tag müsse verloren sein , darinnen ich geboren bin , und die Nacht , da man sprach : Es ist ein Männlein empfangen . Derselbe Tag müsse finster sein , und Gott von oben herab müsse nicht nach ihm fragen ; kein Glanz müsse über ihn scheinen . Finsternis und Dunkel müssen ihn überwältigen , und dicke Wolken müssen über ihm bleiben , und der Dampf am Tage mache ihn gräßlich . Die Nacht müsse ein Dunkel einnehmen , und müsse sich nicht unter den Tagen des Jahres freuen , noch in die Zahl der Monden kommen . Siehe , die Nacht müsse einsam sein und kein Jauchzen drinnen sein . Es verfluchen sie die Verflucher des Tages , und die da bereit sind , zu erwecken den Leviathan . Ihre Sterne müssen finster sein in ihrer Dämmerung ; sie hoffe aufs Licht und komme nicht und müsse nicht sehen die Augenbrauen der Morgenröte , daß sie nicht verschlossen hat die Tür meines Leibes und nicht verborgen das Unglück vor meinen Augen . Warum bin ich nicht gestorben von Mutterleib an ? Warum bin ich nicht umkommen , da ich aus dem Leibe kam ? Warum hat man mich auf den Schoß gesetzet ? Warum bin ich mit Brüsten gesäuget ? So läge ich doch nun und wäre stille , schliefe und hätte Ruhe mit den Königen und Ratsherren auf Erden , die das Wüste bauen ; oder mit den Fürsten , die Gold haben und ihre Häuser voll Silbers sind ; oder wie eine unzeitige Geburt verborgen und nichts wäre , wie die jungen Kinder , die das Licht nie gesehen haben . Daselbst müssen doch aufhören die Gottlosen mit Toben ; daselbst ruhen doch , die viel Mühe gehabt haben . Da haben doch miteinander Frieden die Gefangenen und hören nicht die Stimme des Drängers . Da sind beide klein und groß , Knecht und der von seinem HERRN frei gelassen ist . Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen und das Leben den betrübten Herzen , ( die des Todes warten und kommt nicht , und grüben ihn wohl aus dem Verborgenen , die sich fast freuen und sind fröhlich , daß sie das Grab bekommen , ) und dem Manne , des Weg verborgen ist , und Gott vor ihm denselben bedecket ? Denn wenn ich essen soll , muß ich seufzen , und mein Heulen fähret heraus wie Wasser . Denn das ich gefürchtet habe , ist über mich kommen , und das ich sorgte , hat mich getroffen . War ich nicht glückselig ? War ich nicht fein stille ? Hatte ich nicht gute Ruhe ? Und kommt solche Unruhe ! Da antwortete Eliphas von Theman und sprach : Du hast&#039;s vielleicht nicht gerne , so man versucht , mit dir zu reden ; aber wer kann sich&#039;s enthalten ? Siehe , du hast viele unterweiset und lasse Hände gestärkt ; deine Rede hat die Gefallenen aufgerichtet , und die bebenden Kniee hast du bekräftiget . Nun es aber an dich kommt , wirst du weich ; und nun es dich trifft , erschrickst du . Ist das deine ( Gottes- ) Furcht , dein Trost , deine Hoffnung und deine Frömmigkeit ? Lieber , gedenke , wo ist ein Unschuldiger umkommen , oder wo sind die Gerechten je vertilget ? Wie ich wohl gesehen habe , die da Mühe pflügten und Unglück säeten und ernten sie auch ein , daß sie durch den Odem Gottes sind umkommen und vom Geist seines Zorns vertilget . Das Brüllen der Löwen und die Stimme der großen Löwen und die Zähne der jungen Löwen sind zerbrochen . Der Löwe ist umkommen , daß er nicht mehr raubet , und die Jungen der Löwin sind zerstreuet . Und zu mir ist kommen ein heimlich Wort , und mein Ohr hat ein Wörtlein aus demselben empfangen . Da ich Gesichte betrachtete in der Nacht , wenn der Schlaf auf die Leute fällt , da kam mich Furcht und Zittern an , und alle meine Gebeine erschraken . Und da der Geist vor mir überging , stunden mir die Haare zu Berge an meinem Leibe . Da stund ein Bild vor meinen Augen , und ich kannte seine Gestalt nicht ; es war stille , und ich hörete eine Stimme : Wie mag ein Mensch gerechter sein denn Gott , oder ein Mann reiner sein , denn der ihn gemacht hat ? Siehe , unter seinen Knechten ist keiner ohne Tadel , und in seinen Boten findet er Torheit . Wie viel mehr , die in den leimenen Häusern wohnen und welche auf Erden gegründet sind , werden von den Würmern gefressen werden . Es währet von Morgen bis an den Abend , so werden sie ausgehauen ; und ehe sie es gewahr werden , sind sie gar dahin ; und ihre Übrigen vergehen und sterben auch unversehens . Nenne mir einen ; was gilt&#039;s , ob du einen findest ? Und siehe dich um irgend nach einem Heiligen . Einen Tollen aber erwürget wohl der Zorn , und den Albernen tötet der Eifer . Ich sah einen Tollen eingewurzelt , und ich fluchte plötzlich seinem Hause . Seine Kinder werden ferne sein vom Heil und werden zerschlagen werden im Tor , da kein Erretter sein wird . Seine Ernte wird essen der Hungrige , und die Gewappneten werden ihn holen , und sein Gut werden die Durstigen aussaufen . Denn Mühe aus der Erde nicht gehet , und Unglück aus dem Acker nicht wächset , sondern der Mensch wird zu Unglück geboren , wie die Vögel schweben , emporzufliegen . Doch ich will jetzt von Gott reden und von ihm handeln , der große Dinge tut , die nicht zu forschen sind , und Wunder , die nicht zu zählen sind ; der den Regen aufs Land gibt und lässet Wasser kommen auf die Straßen ; der die Niedrigen erhöhet und den Betrübten emporhilft . Er macht zunichte die Anschläge der Listigen , daß es ihre Hand nicht ausführen kann . Er fähet die Weisen in ihrer Listigkeit und stürzet der Verkehrten Rat , daß sie des Tages in Finsternis laufen und tappen im Mittag wie in der Nacht ; und hilft dem Armen von dem Schwert und von ihrem Munde und von der Hand des Mächtigen ; und ist des Armen Hoffnung , daß die Bosheit wird ihren Mund müssen zuhalten . Siehe , selig ist der Mensch , den Gott strafet ; darum weigere dich der Züchtigung des Allmächtigen nicht ! Denn er verletzet und verbindet ; er zerschmeißet , und seine Hand heilet . Aus sechs Trübsalen wird er dich erretten , und in der siebenten wird dich kein Übel rühren . In der Teurung wird er dich vom Tode erlösen und im Kriege von des Schwerts Hand . Er wird dich verbergen vor der Geißel der Zunge , daß du dich nicht fürchtest vor dem Verderben , wenn es kommt . Im Verderben und Hunger wirst du lachen und dich vor den wilden Tieren im Lande nicht fürchten , sondern dein Bund wird sein mit den Steinen auf dem Felde , und die wilden Tiere auf dem Lande werden Frieden mit dir halten ; und wirst erfahren , daß deine Hütte Frieden hat ; und wirst deine Behausung versorgen und nicht sündigen ; und wirst erfahren , daß deines Samens wird viel werden und deine Nachkommen wie das Gras auf Erden ; und wirst im Alter zu Grabe kommen , wie Garben eingeführet werden zu seiner Zeit . Siehe , das haben wir erforschet , und ist also ; dem gehorche und merke du dir&#039;s ! Hiob antwortete und sprach : Wenn man meinen Jammer wöge und mein Leiden zusammen in eine Waage legte , so würde es schwerer sein denn Sand am Meer ; darum ist&#039;s umsonst , was ich rede . Denn die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir , derselben Grimm säuft aus meinen Geist , und die Schrecknisse Gottes sind auf mich gerichtet . Das Wild schreiet nicht , wenn es Gras hat ; der Ochse blöket nicht , wenn er sein Futter hat . Kann man auch essen , das ungesalzen ist ? Oder wer mag kosten das Weiße um den Dotter ? Was meiner Seele widerte anzurühren , das ist meine Speise vor Schmerzen . O daß meine Bitte geschähe , und Gott gäbe mir , wes ich hoffe ! Daß Gott anfinge und zerschlüge mich und ließe seine Hand gehen und zerscheiterte mich ! So hätte ich noch Trost und wollte bitten in meiner Krankheit , daß er nur nicht schonete . Habe ich doch nicht verleugnet die Rede des Heiligen . Was ist meine Kraft , daß ich möge beharren ? und welch ist mein Ende , daß meine Seele geduldig sollte sein ? Ist doch meine Kraft nicht steinern , so ist mein Fleisch nicht ehern . Habe ich doch nirgend keine Hilfe , und mein Vermögen ist weg . Wer Barmherzigkeit seinem Nächsten weigert , der verlässet des Allmächtigen Furcht . Meine Brüder gehen verächtlich vor mir über , wie ein Bach , wie die Wasserströme vorüberfließen . Doch , welche sich vor dem Reif scheuen , über die wird der Schnee fallen . Zur Zeit , wenn sie die Hitze drücken wird , werden sie verschmachten , und wenn es heiß wird , werden sie vergehen von ihrer Stätte . Ihr Weg gehet beiseit aus ; sie treten auf das Ungebahnte und werden umkommen . Sie sehen auf die Wege Themas ; auf die Pfade Reicharabias warten sie . Aber sie werden zuschanden werden , wenn&#039;s am sichersten ist , und sich schämen müssen , wenn sie dahin kommen . Denn ihr seid nun zu mir kommen ; und weil ihr Jammer sehet , fürchtet ihr euch . Habe ich auch gesagt : Bringet her und von eurem Vermögen schenket mir und errettet mich aus der Hand des Feindes und erlöset mich von der Hand der Tyrannen ? Lehret mich , ich will schweigen ; und was ich nicht weiß , das unterweiset mich . Warum tadelt ihr die rechte Rede ? Wer ist unter euch , der sie strafen könnte ? Ihr erdenket Worte , daß ihr nur strafet , und daß ihr nur paustet Worte , die mich verzagt machen sollen . Ihr fallet über einen armen Waisen und grabet eurem Nächsten Gruben . Doch weil ihr habt angehoben , sehet auf mich , ob ich vor euch mit Lügen bestehen werde . Antwortet , was recht ist ; meine Antwort wird noch recht bleiben . Was gilt&#039;s , ob meine Zunge unrecht habe und mein Mund Böses vorgebe ? Muß nicht der Mensch immer im Streit sein auf Erden , und seine Tage sind wie eines Taglöhners ? Wie ein Knecht sich sehnet nach dem Schatten und ein Taglöhner , daß seine Arbeit aus sei , also habe ich wohl ganze Monden vergeblich gearbeitet , und elende Nächte sind mir viel worden . Wenn ich mich legte , sprach ich : Wann werde ich aufstehen ? Und danach rechnete ich , wenn es Abend wollte werden ; denn ich war ganz ein Scheusal jedermann , bis es finster ward . Mein Fleisch ist um und um wurmig und kotig : meine Haut ist verschrumpft und zunichte worden . Meine Tage sind leichter dahingeflogen denn eine Weberspule und sind vergangen , daß kein Aufhalten dagewesen ist . Gedenke , daß mein Leben ein Wind ist , und meine Augen nicht wiederkommen , zu sehen das Gute . Und kein lebendig Auge wird mich mehr sehen . Deine Augen sehen mich an ; darüber vergehe ich . Eine Wolke vergehet und fähret dahin ; also , wer in die Hölle hinunterfährt , kommt nicht wieder herauf und kommt nicht wieder in sein Haus , und sein Ort kennet ihn nicht mehr . Darum will auch ich meinem Munde nicht wehren ; ich will reden von der Angst meines Herzens und will heraussagen von der Betrübnis meiner Seele . Bin ich denn ein Meer oder ein Walfisch , daß du mich so verwahrest ? Wenn ich gedachte , mein Bett soll mich trösten , mein Lager soll mir&#039;s leichtern ; wenn ich mit mir selbst rede , so erschreckst du mich mit Träumen und machst mir Grauen , daß meine Seele wünschet erhangen zu sein , und meine Gebeine den Tod . Ich begehre nicht mehr zu leben . Höre auf von mir , denn meine Tage sind vergeblich gewesen . Was ist ein Mensch , daß du ihn groß achtest und bekümmerst dich mit ihm ? Du suchest ihn täglich heim und versuchest ihn alle Stunde . Warum tust du dich nicht von mir und lässest nicht ab , bis ich meinen Speichel schlinge ? Habe ich gesündiget , was soll ich dir tun , o du Menschenhüter ? Warum machst du mich , daß ich auf dich stoße und bin mir selbst eine Last ? Und warum vergibst du mir meine Missetat nicht und nimmst nicht weg meine Sünde ? Denn nun werde ich mich in die Erde legen ; und wenn man mich morgen suchet , werde ich nicht da sein . Da antwortete Bildad von Suah und sprach : Wie lange willst du solches reden und die Rede deines Mundes so einen stolzen Mut haben ? Meinest du , daß Gott unrecht richte , oder der Allmächtige das Recht verkehre ? Haben deine Söhne vor ihm gesündiget , so hat er sie verstoßen um ihrer Missetat willen . So du aber dich beizeiten zu Gott tust und dem Allmächtigen flehest , und du so rein und fromm bist , so wird er aufwachen zu dir und wird wieder aufrichten die Wohnung um deiner Gerechtigkeit willen ; und was du zuerst wenig gehabt hast , wird hernach fast zunehmen . Denn frage die vorigen Geschlechter und nimm dir vor , zu forschen ihre Väter . ( Denn wir sind von gestern her und wissen nichts ; unser Leben ist ein Schatten auf Erden . ) Sie werden dich&#039;s lehren und dir sagen und ihre Rede aus ihrem Herzen hervorbringen . Kann auch das Schilf aufwachsen , wo es nicht feucht stehet , oder Gras wachsen ohne Wasser ? Sonst wenn&#039;s noch in der Blüte ist , ehe es abgehauen wird , verdorret es , ehe denn man Heu machet . So geht es allen denen , die Gottes vergessen , und die Hoffnung der Heuchler wird verloren sein . Denn seine Zuversicht vergehet , und seine Hoffnung ist eine Spinnwebe . Er verlässet sich auf sein Haus und wird doch nicht bestehen ; er wird sich dran halten , aber doch nicht stehen bleiben . Es hat wohl Früchte , ehe denn die Sonne kommt ; und Reiser wachsen hervor in seinem Garten . Seine Saat stehet dicke bei den Quellen und sein Haus auf Steinen . Wenn er ihn aber verschlinget von seinem Ort , wird er sich gegen ihn stellen , als kennete er ihn nicht . Siehe , das ist die Freude seines Wesens ; und werden andere aus dem Staube wachsen . Darum siehe , daß Gott nicht verwirft die Frommen und erhält nicht die Hand der Boshaftigen , bis daß dein Mund voll Lachens werde und deine Lippen voll Jauchzens . Die dich aber hassen ; werden zuschanden werden , und der Gottlosen Hütte wird nicht bestehen . Hiob antwortete und sprach : Ja , ich weiß fast wohl , daß also ist , daß ein Mensch nicht rechtfertig bestehen mag gegen Gott . Hat er Lust , mit ihm zu hadern , so kann er ihm auf tausend nicht eins antworten . Er ist weise und mächtig wem ist&#039;s je gelungen , der sich wider ihn gelegt hat ? Er versetzt Berge , ehe sie es inne werden , die er in seinem Zorn umkehret . Er weget ein Land aus seinem Ort , daß seine Pfeiler zittern . Er spricht zur Sonne , so gehet sie nicht auf , und versiegelt die Sterne . Er breitet den Himmel aus allein und gehet auf den Wogen des Meers . Er machet den Wagen am Himmel und Orion und die Glucke und die Sterne gegen Mittag . Er tut große Dinge , die nicht zu forschen sind , und Wunder , deren keine Zahl ist . Siehe , er gehet vor mir über , ehe ich&#039;s gewahr werde , und verwandelt sich , ehe ich&#039;s merke . Siehe , wenn er geschwind hinfähret , wer will ihn wiederholen ? Wer will zu ihm sagen : Was machst du ? Er ist Gott , seinen Zorn kann niemand stillen ; unter ihm müssen sich beugen die stolzen HERREN . Wie sollt ich denn ihm antworten und Worte finden gegen ihn ? Wenn ich auch gleich recht habe , kann ich ihm dennoch nicht antworten sondern ich müßte um mein Recht flehen . Wenn ich ihn schon anrufe , und er mich erhöret , so glaube ich doch nicht , daß er meine Stimme höre . Denn er fähret über mich mit Ungestüm und macht mir der Wunden viel ohne Ursache . Er läßt meinen Geist sich nicht erquicken , sondern macht mich voll Betrübnis . Will man Macht ; so ist er zu mächtig ; will man Recht , wer will mein Zeuge sein ? Sage ich , daß ich gerecht bin ; so verdammet er mich doch ; bin ich fromm , so macht er mich doch zu Unrecht . Bin ich denn fromm , so darf sich&#039;s meine Seele nicht annehmen . Ich begehre keines Lebens mehr . Das ist das Eine , das ich gesagt habe : Er bringet um beide den Frommen und Gottlosen . Wenn er anhebt zu geißeln , so dringet er fort bald zum Tode und spottet der Anfechtung der Unschuldigen . Das Land aber wird gegeben unter die Hand des Gottlosen , daß er ihre Richter unterdrücke . Ist&#039;s nicht also ? Wie sollte es anders sein ? Meine Tage sind schneller gewesen denn ein Läufer ; sie sind geflohen und haben nichts Gutes erlebt . Sie sind vergangen wie die starken Schiffe , wie ein Adler fleugt zur Speise . Wenn ich gedenke , ich will meiner Klage vergessen und meine Gebärde lassen fahren und mich erquicken , so fürchte ich alle meine Schmerzen , weil ich weiß , daß du mich nicht unschuldig sein lässest . Bin ich denn gottlos , warum leide ich denn solche vergebliche Plage ? Wenn ich mich gleich mit Schneewasser wünsche und reinigte meine Hände mit dem Brunnen , so wirst du mich doch tunken in Kot , und werden mir meine Kleider scheußlich anstehen . Denn er ist nicht meinesgleichen , dem ich antworten möchte , daß wir vor Gericht miteinander kämen . Es ist unter uns kein Schiedsmann , noch der seine Hand zwischen uns beide lege . Er nehme von mir seine Rute und lasse sein Schrecken von mir , daß ich möge reden und mich nicht vor ihm fürchten dürfe ; sonst kann ich nichts tun , das für mich sei . Meine Seele verdreußt mein Leben ; ich will meine Klage bei mir gehen lassen und reden von Betrübnis meiner Seele und zu Gott sagen : Verdamme mich nicht ; laß mich wissen , warum du mit mir haderst ! Gefällt dir&#039;s , daß du Gewalt tust und mich verwirfst , den deine Hände gemacht haben , und machest der Gottlosen Vornehmen zu Ehren ? Hast du denn auch fleischliche Augen , oder siehest du , wie ein Mensch siehet ? Oder ist deine Zeit wie eines Menschen Zeit , oder deine Jahre wie eines Mannes Jahre , daß du nach meiner Missetat fragest und suchest meine Sünde ? So du doch weißt , wie ich nicht gottlos sei ; so doch niemand ist , der aus deiner Hand erretten möge . Deine Hände haben mich gearbeitet und gemacht alles , was ich um und um bin ; und versenkest mich sogar ! Gedenke doch , daß du mich aus Leimen gemacht hast , und wirst mich wieder zu Erden machen . Hast du mich nicht wie Milch gemolken und wie Käse lassen gerinnen ? Du hast mir Haut und Fleisch angezogen , mit Beinen und Adern hast du mich zusammengefüget . Leben und Wohltat hast du an mir getan , und dein Aufsehen bewahret meinen Odem . Und wiewohl du solches in deinem Herzen verbirgest , so weiß ich doch , daß du des gedenkest . Wenn ich sündige , so merkest du es bald und lässest meine Missetat nicht ungestraft . Bin ich gottlos , so ist mir aber wehe ; bin ich gerecht , so darf ich doch mein Haupt nicht aufheben , als der ich voll Schmach bin und sehe mein Elend . Und wie ein aufgereckter Löwe jagest du mich und handelst wiederum greulich mit mir . Du erneuest deine Zeugen wider mich und machst deines Zorns viel auf mich ; es zerplagt mich eins über das andere mit Haufen . Warum hast du mich aus Mutterleibe kommen lassen ? Ach , daß ich wäre umkommen , und mich nie kein Auge gesehen hätte ! So wäre ich , als die nie gewesen sind , von Mutterleibe zum Grabe gebracht . Will denn nicht ein Ende haben mein kurzes Leben , und von mir lassen , daß ich ein wenig erquickt würde , ehe denn ich hingehe und komme nicht wieder , nämlich ins Land der Finsternis und des Dunkels , ins Land , da es stockdick finster ist , und da keine Ordnung ist , da es scheinet wie das Dunkel ? Da antwortete Zophar von Naema und sprach : Wenn einer lange geredet , muß er nicht auch hören ? Muß denn ein Wäscher immer recht haben ? Müssen die Leute deinem großen Schwätzen Schweigen , daß du spottest , und niemand dich beschäme ? Du sprichst : Meine Rede ist rein , und lauter bin ich vor deinen Augen . Ach , daß Gott mit dir redete und täte seine Lippen auf und zeigete die heimliche Weisheit ! Denn er hätte wohl noch mehr an dir zu tun , auf daß du wissest , daß er deiner Sünden nicht aller gedenkt . Meinest du , daß du so viel wissest , als Gott weiß , und wollest alles so vollkommen treffen als der Allmächtige ? Er ist höher denn der Himmel ; was willst du tun ? tiefer denn die Hölle ; was kannst du wissen ? Länger denn die Erde und breiter denn das Meer . So er sie umkehrete oder verbürge oder in einen Haufen würfe , wer will&#039;s ihm wehren ? Denn er kennet die losen Leute , er siehet die Untugend , und sollte es nicht merken ? Ein unnützer Mann blähet sich ; und ein geborener Mensch will sein wie ein junges Wild . Wenn du dein Herz hättest gerichtet und deine Hände zu ihm ausgebreitet ; wenn du die Untugend , die in deiner Hand ist , hättest ferne von dir getan , daß in deiner Hütte kein Unrecht bliebe , so möchtest du dein Antlitz aufheben ohne Tadel und würdest fest sein und dich nicht fürchten . Dann würdest du der Mühe vergessen und so wenig gedenken als des Wassers , das vorübergehet . Und die Zeit deines Lebens würde aufgehen wie der Mittag , und das Finstere würde ein lichter Morgen werden . Und dürftest dich des trösten , daß Hoffnung da sei ; du würdest mit Ruhe ins Grab kommen . Und würdest dich legen , und niemand würde dich aufschrecken ; und viele würden vor dir flehen . Aber die Augen der Gottlosen werden verschmachten , und werden nicht entrinnen mögen ; denn ihre Hoffnung wird ihrer Seele fehlen . Da antwortete Hiob und sprach : Ja , ihr seid die Leute ; mit euch wird die Weisheit sterben ! Ich habe so wohl ein Herz als ihr und bin nicht geringer denn ihr ; und wer ist , der solches nicht wisse ? Wer von seinem Nächsten verlachet wird , der wird Gott anrufen , der wird ihn erhören . Der Gerechte und Fromme muß verlachet sein und ist ein verachtet Lichtlein vor den Gedanken der Stolzen , stehet aber , daß sie sich dran ärgern . Der Verstörer Hütten haben die Fülle und toben wider Gott türstiglich , wiewohl es ihnen Gott in ihre Hände gegeben hat . Frage doch das Vieh , das wird dich&#039;s lehren , und die Vögel unter dem Himmel , die werden dir&#039;s sagen . Oder rede mit der Erde , die wird dich&#039;s lehren , und die Fische im Meer werden dir&#039;s erzählen . Wer weiß solches alles nicht , daß des HERRN Hand das gemacht hat , daß in seiner Hand ist die Seele alles des , das da lebet , und der Geist alles Fleisches eines jeglichen ? Prüfet nicht das Ohr die Rede ; und der Mund schmecket die Speise ? Ja , bei den Großvätern ist die Weisheit und der Verstand bei den Alten . Bei ihm ist Weisheit und Gewalt , Rat und Verstand . Siehe , wenn er zerbricht , so hilft kein Bauen ; wenn er jemand verschleußt , kann niemand aufmachen . Siehe , wenn er das Wasser verschleußt , so wird&#039;s alles dürre ; und wenn s ausläßt , so kehret es das Land um . Er ist stark und führet es aus . Sein ist , der da irret , und der da verführet . Er führet die Klugen wie einen Raub und machet die Richter toll . Er löset auf der Könige Zwang und gürtet mit einem Gürtel ihre Lenden . Er führet die Priester wie einen Raub und lässet es fehlen den Festen . Er wendet weg die Lippen der Wahrhaftigen und nimmt weg die Sitten der Alten . Er schüttet Verachtung auf die Fürsten und macht den Bund der Gewaltigen los . Er öffnet die finstern Gründe und bringet heraus das Dunkel an das Licht . Er macht etliche zum großen Volk und bringet sie wieder um . Er breitet ein Volk aus und treibet es wieder weg . Er nimmt weg den Mut der Obersten des Volks im Lande und macht sie irre auf einem Umwege , da kein Weg ist , daß sie in der Finsternis tappen ohne Licht ; und macht sie irre wie die Trunkenen . Siehe , das hat alles mein Auge gesehen und mein Ohr gehöret , und habe es verstanden . Was ihr wisset , das weiß ich auch , und bin nicht geringer denn ihr . Doch wollte ich gerne wider den Allmächtigen reden und wollte gerne mit Gott rechten . Denn ihr deutet es fälschlich und seid alle unnütze Ärzte . Wollte Gott , ihr schwieget ; so würdet ihr weise . Höret doch meine Strafe und merket auf die Sache , davon ich rede . Wollt ihr Gott verteidigen mit Unrecht und für ihn List brauchen ? Wollt ihr seine Person ansehen ? Wollt ihr Gott vertreten ? Wird&#039;s euch auch wohlgehen , wenn er euch richten wird ? Meinet ihr , daß ihr ihn täuschen werdet , wie man einen Menschen täuschet ? Er wird euch strafen , wo ihr Person ansehet heimlich . Wird er euch nicht erschrecken , wenn er sich wird hervortun , und seine Furcht wird über euch fallen ? Euer Gedächtnis wird verglichen werden der Asche , und euer Rücken wird wie ein Leimenhaufe sein . Schweiget mir , daß ich rede ; es soll mir nichts fehlen . Was soll ich mein Fleisch mit meinen Zähnen beißen und meine Seele in meine Hände legen ? Siehe , er wird mich doch erwürgen , und ich kann&#039;s nicht erwarten ; doch will ich meine Wege vor ihm strafen . Er wird ja mein Heil sein ; denn es kommt kein Heuchler vor ihn . Höret meine Rede und meine Auslegung vor euren Ohren ! Siehe , ich habe das Urteil schon gefället ; ich weiß , daß ich werde gerecht sein . Wer ist , der mit mir rechten will ? Aber nun muß ich schweigen und verderben . Zweierlei tu mir nur nicht , so will ich mich vor dir nicht verbergen : Laß deine Hand ferne von mir sein , und dein Schrecken erschrecke mich nicht . Rufe mir , ich will dir antworten ; oder ich will reden , antworte du mir . Wie viel ist meiner Missetat und Sünden ? Laß mich wissen meine Übertretung und Sünde ! Warum verbirgest du dein Antlitz und hältst mich für deinen Feind ? Willst du wider ein fliegend Blatt so ernst sein und einen dürren Halm verfolgen ? Denn du schreibest mir an Betrübnis und willst mich umbringen um der Sünden willen meiner Jugend . Du hast meinen Fuß in Stock gelegt und hast acht auf alle meine Pfade und siehest auf die Fußtapfen meiner Füße , der ich doch wie ein faul Aas vergehe und wie ein Kleid , das die Motten fressen . Der Mensch , vom Weibe geboren , lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe , gehet auf wie eine Blume und fällt ab , fleucht wie ein Schatten und bleibet nicht . Und du tust deine Augen über solchem auf , daß du mich vor dir in das Gericht ziehest . Wer will einen Reinen finden bei denen , da keiner rein ist ? Er hat seine bestimmte Zeit , die Zahl seiner Monden stehet bei dir ; du hast ein Ziel gesetzt , das wird er nicht übergehen . Tue dich von ihm , daß er Ruhe habe , bis daß seine Zeit komme , deren er wie ein Taglöhner wartet . Ein Baum hat Hoffnung , wenn er schon abgehauen ist , daß er sich wieder verändere , und seine Schößlinge hören nicht auf . Ob seine Wurzel in der Erde veraltet und sein Stamm in dem Staube erstirbt , grünet er doch wieder vom Geruch des Wassers und wächst daher , als wäre er gepflanzet . Wo ist aber ein Mensch , wenn er tot und umkommen und dahin ist ? Wie ein Wasser ausläuft aus dem See und wie ein Strom versieget und vertrocknet , so ist ein Mensch , wenn er sich legt , und wird nicht aufstehen und wird nicht aufwachen , solange der Himmel bleibt , noch von seinem Schlaf erweckt werden . Ach , daß du mich in der Hölle verdecktest und verbärgest , bis dein Zorn sich lege , und setztest mir ein Ziel , daß du an mich denkest ! Meinest du , ein toter Mensch werde wieder leben ? Ich harre täglich ; dieweil ich streite , bis daß meine Veränderung komme , daß du wollest mir rufen , und ich dir antworten , und wollest das Werk deiner Hände nicht ausschlagen . Denn du hast schon meine Gänge gezählet ; aber du wollest ja nicht achthaben auf meine Sünde . Du hast meine Übertretung in einem Bündlein versiegelt und meine Missetat zusammengefasset . Zerfällt doch ein Berg und vergehet , und ein Fels wird von seinem Ort versetzt . Wasser wäschet Steine weg , und die Tropfen flößen die Erde weg ; aber des Menschen Hoffnung ist verloren . Denn du stößest ihn gar um , daß er dahinfähret , veränderst sein Wesen und lässest ihn fahren . Sind seine Kinder in Ehren , das weiß er nicht ; oder ob sie geringe sind , des wird er nicht gewahr . Weil er das Fleisch an sich trägt , muß er Schmerzen haben , und weil seine Seele noch bei ihm ist , muß er Leid tragen . Da antwortete Eliphas von Theman und sprach : Soll ein weiser Mann so aufgeblasene Worte reden und seinen Bauch so blähen mit losen Reden ? Du strafest mit Worten , die nicht taugen , und dein Reden ist kein nütze . Du hast die Furcht fahren lassen und redest zu verächtlich vor Gott . Denn deine Missetat lehret deinen Mund also , und hast erwählet eine schalkhafte Zunge . Dein Mund wird dich verdammen , und nicht ich ; deine Lippen sollen dir antworten . Bist du der erste Mensch geboren ? Bist du vor allen Hügeln empfangen ? Hast du Gottes heimlichen Rat gehöret ? und ist die Weisheit selbst geringer denn du ? Was weißt du , das wir nicht wissen ? Was verstehest du , das nicht bei uns sei ? Es sind Graue und Alte unter uns , die länger gelebt haben denn deine Väter . Sollten Gottes Tröstungen so geringe vor dir gelten ? Aber du hast irgend noch ein heimlich Stück bei dir . Was nimmt dein Herz vor ? Was siehest du so stolz ? Was setzt sich dein Mut wider Gott , daß du solche Rede aus deinem Munde lässest ? Was ist ein Mensch , daß er sollte rein sein , und daß der sollte gerecht sein , der vom Weibe geboren ist ? Siehe , unter seinen Heiligen ist keiner ohne Tadel , und die Himmel sind nicht rein vor ihm . Wie viel mehr ein Mensch , der ein Greuel und schnöde ist , der Unrecht säuft wie Wasser . Ich will dir&#039;s zeigen , höre mir zu ; und will dir erzählen was ich gesehen habe , was die Weisen gesagt haben , und ihren Vätern nicht verhohlen gewesen ist , welchen allein das Land gegeben ist , daß kein Fremder durch sie gehen muß . Der Gottlose bebet sein Leben lang ; und dem Tyrannen ist die Zahl seiner Jahre verborgen . Was er höret , das schrecket ihn ; und wenn&#039;s gleich Friede ist , fürchtet er sich , der Verderber komme ; glaubt nicht , daß er möge dem Unglück entrinnen , und versiehet sich immer des Schwerts . Er zeucht hin und hernach Brot und dünket ihn immer , die Zeit seines Unglücks sei vorhanden . Angst und Not schrecken ihn und schlagen ihn nieder als ein König mit einem Heer . Denn er hat seine Hand wider Gott gestrecket und wider den Allmächtigen sich gesträubet . Er läuft mit dem Kopf an ihn und ficht halsstarriglich wider ihn . Er brüstet sich wie ein fetter Wanst und macht sich fett und dick . Er wird aber wohnen in verstörten Städten , da keine Häupter sind , sondern auf einem Haufen liegen . Er wird nicht reich bleiben , und sein Gut wird nicht bestehen , und sein Glück wird sich nicht ausbreiten im Lande . Unfall wird nicht von ihm lassen . Die Flamme wird seine Zweige verdorren und durch den Odem ihres Mundes ihn wegfressen . Er wird nicht bestehen , denn er ist in seinem eiteln Dünkel betrogen , und eitel wird sein Lohn werden . Er wird ein Ende nehmen , wenn&#039;s ihm uneben ist , und sein Zweig wird nicht grünen . Er wird abgerissen werden wie eine unzeitige Traube vom Weinstock , und wie ein Ölbaum seine Blüte abwirft . Denn der Heuchler Versammlung wird einsam bleiben , und das Feuer wird die Hütten fressen , die Geschenke nehmen . Er gehet schwanger mit Unglück und gebiert Mühe , und ihr Bauch bringet Fehl . Hiob antwortete und sprach : Ich habe solches oft gehöret . Ihr seid allzumal leidige Tröster . Wollen die losen Worte kein Ende haben ? Oder was macht dich so frech , also zu reden ? Ich könnte auch wohl reden wie ihr . Wollte Gott , eure Seele wäre an meiner Seele Statt ! Ich wollte auch mit Worten an euch setzen und mein Haupt also über euch schütteln . Ich wollte euch stärken mit dem Munde und mit meinen Lippen trösten . Aber wenn ich schon rede , so schonet mein der Schmerz nicht ; lasse ich&#039;s anstehen , so gehet er nicht von mir . Nun aber macht er mich müde und verstöret alles , was ich bin . Er hat mich runzlicht gemacht und zeuget wider mich ; und mein Widersprecher lehnet sich wider mich auf und antwortet wider mich . Sein Grimm reißet , und der mir gram ist , beißet die Zähne über mich zusammen ; mein Widersacher funkelt mit seinen Augen auf mich . Sie haben ihren Mund aufgesperret wider mich und haben mich schmählich auf meine Backen geschlagen ; sie haben ihren Mut miteinander an mir gekühlet . Gott hat mich übergeben dem Ungerechten und hat mich in der Gottlosen Hände lassen kommen . Ich war reich , aber er hat mich zunichte gemacht ; er hat mich beim Hals genommen und zerstoßen und hat mich ihm zum Ziel aufgerichtet . Er hat mich umgeben mit seinen Schützen ; er hat meine Nieren gespalten und nicht verschonet ; er hat meine Galle auf die Erde geschüttet ; er hat mir eine Wunde über die andere gemacht ; er ist an mich gelaufen wie ein Gewaltiger . Ich habe einen Sack um meine Haut genähet und habe mein Horn in den Staub gelegt . Mein Antlitz ist geschwollen von Weinen , und meine Augenlider sind verdunkelt , wiewohl kein Frevel in meiner Hand ist , und mein Gebet ist rein . Ach , Erde , verdecke mein Blut nicht ! und mein Geschrei müsse nicht Raum finden ! Auch siehe da , mein Zeuge ist im Himmel ; und der mich kennet , ist in der Höhe . Meine Freunde sind meine Spötter ; aber mein Auge tränet zu Gott . Wenn ein Mann könnte mit Gott rechten wie ein Menschenkind mit seinem Freunde ! Aber die bestimmten Jahre sind kommen , und ich gehe hin des Weges , den ich nicht wiederkommen werde . Mein Odem ist schwach , und meine Tage sind abgekürzt , das Grab ist da . Niemand ist von mir getäuschet , noch muß mein Auge darum bleiben in Betrübnis . Ob du gleich einen Bürgen für mich wolltest , wer will für mich geloben ? Du hast ihrem Herzen den Verstand verborgen , darum wirst du sie nicht erhöhen . Er rühmet wohl seinen Freunden die Ausbeute ; aber seiner Kinder Augen werden verschmachten . Er hat mich zum Sprichwort unter den Leuten gesetzt , und muß ein Wunder unter ihnen sein . Meine Gestalt ist dunkel worden vor Trauern , und alle meine Glieder sind wie ein Schatten . Darüber werden die Gerechten übel sehen , und die Unschuldigen werden sich setzen wider die Heuchler . Der Gerechte wird seinen Weg behalten , und der von reinen Händen wird stark bleiben . Wohlan , so kehret euch alle her und kommt ; ich werde doch keinen Weisen unter euch finden . Meine Tage sind vergangen , meine Anschläge sind zertrennet , die mein Herz besessen haben , und haben aus der Nacht Tag gemacht und aus dem Tage Nacht . Wenn ich gleich lange harre , so ist doch die Hölle mein Haus , und in Finsternis ist mein Bett gemacht . Die Verwesung heiße ich meinen Vater und die Würmer meine Mutter und meine Schwester . Was soll ich harren ? und wer achtet mein Hoffen ? Hinunter in die Hölle wird es fahren und wird mit mir im Staube liegen . Da antwortete Bildad von Suah und sprach : Wann wollt ihr der Rede ein Ende machen ? Merket doch , danach wollen wir reden . Warum werden wir geachtet wie Vieh und sind so unrein vor euren Augen ? Willst du vor Bosheit bersten ? Meinest du , daß um deinetwillen die Erde verlassen werde , und der Fels von seinem Ort versetzt werde ? Auch wird das Licht der Gottlosen verlöschen , und der Funke seines Feuers wird nicht leuchten . Das Licht wird finster werden in seiner Hütte und seine Leuchte über ihm verlöschen . Die Zugänge seiner Habe werden schmal werden , und sein Anschlag wird ihn fällen . Denn er ist mit seinen Füßen in Strick gebracht und wandelt im Netze . Der Strick wird seine Fersen halten , und die Türstigen werden ihn erhaschen . Sein Strick ist gelegt in die Erde und seine Falle auf seinen Gang . Um und um wird ihn schrecken plötzliche Furcht , daß er nicht weiß , wo er hinaus soll . Hunger wird seine Habe sein , und Unglück wird ihm bereitet sein und anhangen . Die Stärke seiner Haut wird verzehret werden , und seine Stärke wird verzehren der Fürst des Todes . Seine Hoffnung wird aus seiner Hütte gerottet werden , und sie werden ihn treiben zum Könige des Schreckens . In seiner Hütte wird nichts bleiben ; über seine Hütte wird Schwefel gestreuet werden . Von unten werden verdorren seine Wurzeln und von oben abgeschnitten seine Ernte . Sein Gedächtnis wird vergehen im Lande , und wird keinen Namen haben auf der Gasse . Er wird vom Licht in die Finsternis vertrieben werden und vom Erdboden verstoßen werden . Er wird keine Kinder haben und keine Neffen unter seinem Volk ; es wird ihm keiner überbleiben in seinen Gütern . Die nach ihm kommen , werden sich über seinen Tag entsetzen ; und die vor ihm sind , wird eine Furcht ankommen . Das ist die Wohnung des Ungerechten , und dies ist die Stätte des , der Gott nicht achtet . Hiob antwortete und sprach : Was plaget ihr doch meine Seele und peiniget mich mit Worten ? Ihr habt mich nun zehnmal gehöhnet und schämet euch nicht , daß ihr mich also umtreibet . Irre ich , so irre ich mir . Aber ihr erhebet euch wahrlich wider mich und scheltet mich zu meiner Schmach . Merket doch einst , daß mir Gott unrecht tut und hat mich mit seinem Jagestrick umgeben . Siehe , ob ich schon schreie über Frevel , so werde ich doch nicht erhöret ; ich rufe , und ist kein Recht da . Er hat meinen Weg verzäunet , daß ich nicht kann hinübergehen , und hat Finsternis auf meinen Steig gestellet . Er hat meine Ehre mir ausgezogen und die Krone von meinem Haupt genommen . Er hat mich zerbrochen um und um und läßt mich gehen , und hat ausgerissen meine Hoffnung wie einen Baum . Sein Zorn ist über mich ergrimmet , und er achtet mich für seinen Feind . Seine Kriegsleute sind miteinander kommen und haben ihren Weg über mich gepflastert und haben sich um meine Hütte her gelagert . Er hat meine Brüder ferne von mir getan , und meine Verwandten sind mir fremd worden . Meine Nächsten haben sich entzogen , und meine Freunde haben mein vergessen . Meine Hausgenossen und meine Mägde achten mich für fremd , ich bin unbekannt worden vor ihren Augen . Ich rief meinem Knecht , und er antwortete mir nicht ; ich mußte ihm flehen mit eigenem Munde . Mein Weib stellet sich fremd , wenn ich ihr rufe ; ich muß flehen den Kindern meines Leibes . Auch die jungen Kinder geben nichts auf mich ; wenn ich mich wider sie setze , so geben sie mir böse Worte . Alle meine Getreuen haben Greuel an mir ; und die ich liebhatte , haben sich wider mich gekehret . Mein Gebein hanget an meiner Haut und Fleisch , und kann meine Zähne mit der Haut nicht bedecken . Erbarmet euch mein , erbarmet euch mein , ihr , meine Freunde ; denn die Hand Gottes hat mich gerühret . Warum verfolget ihr mich gleich so wohl als Gott und könnet meines Fleisches nicht satt werden ? Ach , daß meine Reden geschrieben würden ! Ach , daß sie in ein Buch gestellet würden , mit einem eisernen Griffel auf Blei und zu ewigem Gedächtnis in einen Fels gehauen würden ! Aber ich weiß , daß mein Erlöser lebet ; und er wird mich hernach aus der Erde auferwecken ; und werde danach mit dieser meiner Haut umgeben werden und werde in meinem Fleisch Gott sehen . Denselben werde ich mir sehen , und meine Augen werden ihn schauen , und kein Fremder . Meine Nieren sind verzehret in meinem Schoß . Denn ihr sprechet : Wie wollen wir ihn verfolgen und eine Sache zu ihm finden ? Fürchtet euch vor dem Schwert ; denn das Schwert ist der Zorn über die Missetat , auf daß ihr wisset , daß ein Gericht sei . Da antwortete Zophar von Naema und sprach : Darauf muß ich antworten und kann nicht harren . Und will gerne hören , wer mir das soll strafen und tadeln ; denn der Geist meines Verstandes soll für mich antworten . Weißt du nicht , daß es allezeit so gegangen ist , seit daß Menschen auf Erden gewesen sind ; daß der Ruhm der Gottlosen stehet nicht lange , und die Freude des Heuchlers währet einen Augenblick ? Wenn gleich seine Höhe in den Himmel reichet und sein Haupt an die Wolken rühret , so wird er doch zuletzt umkommen wie ein Kot , daß die , vor denen er ist angesehen , werden sagen : Wo ist er ? Wie ein Traum vergehet , so wird er auch nicht funden werden , und wie ein Gesicht in der Nacht verschwindet . Welch Auge ihn gesehen hat , wird ihn nicht mehr sehen , und seine Stätte wird ihn nicht mehr schauen . Seine Kinder werden betteln gehen , und seine Hand wird ihm Mühe zu Lohn geben . Seine Beine werden seine heimliche Sünde wohl bezahlen und werden sich mit ihm in die Erde legen . Wenn ihm die Bosheit gleich in seinem Munde wohl schmeckt , wird sie doch ihm in seiner Zunge fehlen . Sie wird aufgehalten und ihm nicht gestattet , und wird ihm gewehret werden in seinem Halse . Seine Speise inwendig im Leibe wird sich verwandeln in Otterngalle . Die Güter , die er verschlungen hat , muß er wieder ausspeien ; und Gott wird sie aus seinem Bauch stoßen . Er wird der Ottern Galle saugen , und die Zunge der Schlange wird ihn töten . Er wird nicht sehen die Ströme noch die Wasserbäche , die mit Honig und Butter fließen . Er wird arbeiten und des nicht genießen ; und seine Güter werden andern , daß er deren nicht froh wird . Denn er hat unterdrückt und verlassen den Armen ; er hat Häuser zu sich gerissen , die er nicht erbauet hat . Denn sein Wanst konnte nicht voll werden , und wird durch sein köstlich Gut nicht entrinnen . Es wird seiner Speise nicht überbleiben ; darum wird sein gut Leben keinen Bestand haben . Wenn er gleich die Fülle und genug hat , wird ihm doch angst werden ; allerhand Mühe wird über ihn kommen . Es wird ihm der Wanst einmal voll werden , und er wird den Grimm seines Zornes über ihn senden ; er wird über ihn regnen lassen seinen Streit . Er wird fliehen vor dem eisernen Harnisch , und der eherne Bogen wird ihn verjagen . Ein bloß Schwert wird durch ihn ausgehen , und des Schwerts Blitz , der ihm bitter sein wird , wird mit Schrecken über ihn fahren . Es ist keine Finsternis da , die ihn verdecken möchte . Es wird ihn ein Feuer verzehren , das nicht aufgeblasen ist ; und wer übrig ist in seiner Hütte , dem wird&#039;s übel gehen . Der Himmel wird seine Missetat eröffnen , und die Erde wird sich wider ihn setzen . Das Getreide in seinem Hause wird weggeführet werden , zerstreuet am Tage seines Zorns . Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe seiner Rede bei Gott . Hiob antwortete und sprach : Höret doch zu meiner Rede und lasset euch raten ! Vertraget mich , daß ich auch rede , und spottet danach mein . Handele ich denn mit einem Menschen , daß mein Mut hierin nicht sollte unwillig sein ? Kehret euch her zu mir ; ihr werdet sauer sehen und die Hand aufs Maul legen müssen . Wenn ich daran gedenke , so erschrecke ich , und Zittern kommt mein Fleisch an . Warum leben denn die Gottlosen , werden alt und nehmen zu mit Gütern ? Ihr Same ist sicher um sie her , und ihre Nachkömmlinge sind bei ihnen . Ihr Haus hat Frieden vor der Furcht , und Gottes Rute ist nicht über ihnen . Seine Ochsen lässet man zu , und mißrät ihm nicht ; seine Kuh kalbet und ist nicht unfruchtbar . Ihre jungen Kinder gehen aus wie eine Herde , und ihre Kinder lecken . Sie jauchzen mit Pauken und Harfen und sind fröhlich mit Pfeifen . Sie werden alt bei guten Tagen und erschrecken kaum einen Augenblick vor der Hölle , die doch sagen zu Gott : Hebe dich von uns , wir wollen von deinen Wegen nicht wissen . Wer ist der Allmächtige , daß wir ihm dienen sollten , oder was sind wir gebessert , so wir ihn anrufen ? Aber siehe , ihr Gut stehet nicht in ihren Händen ; darum soll der Gottlosen Sinn ferne von mir sein . Wie wird die Leuchte der Gottlosen verlöschen und ihr Unglück über sie kommen ! Er wird Herzeleid austeilen in seinem Zorn . Sie werden sein wie Stoppeln vor dem Winde und wie Spreu , die der Sturmwind wegführet . Gott behält desselben Unglück auf seine Kinder . Wenn er&#039;s ihm vergelten wird , so wird man&#039;s inne werden . Seine Augen werden sein Verderben sehen , und vom Grimm des Allmächtigen wird er trinken . Denn wer wird Gefallen haben an seinem Hause nach ihm ? Und die Zahl seiner Monden wird kaum halb bleiben . Wer will Gott lehren , der auch die Hohen richtet ? Dieser stirbt frisch und gesund in allem Reichtum und voller Genüge ; sein Melkfaß ist voll Milch , und seine Gebeine werden gemästet mit Mark ; jener aber stirbt mit betrübter Seele und hat nie mit Freuden gegessen ; und liegen gleich miteinander in der Erde , und Würmer decken sie zu . Siehe , ich kenne eure Gedanken wohl und euer frevel Vornehmen wider mich . Denn ihr sprechet : Wo ist das Haus des Fürsten , und wo ist die Hütte , da die Gottlosen wohneten ? Redet ihr doch davon wie der gemeine Pöbel und merket nicht , was jener Wesen bedeutet . Denn der Böse wird behalten auf den Tag des Verderbens , und auf den Tag des Grimms bleibet er . Wer will sagen , was er verdienet , wenn man&#039;s äußerlich ansiehet ? Wer will ihm vergelten , was er tut ? Aber er wird zum Grabe gerissen und muß bleiben bei dem Haufen . Es gefiel ihm wohl der Schlamm des Bachs , und alle Menschen werden ihm nachgezogen ; und derer , die vor ihm gewesen sind , ist keine Zahl . Wie tröstet ihr mich so vergeblich , und eure Antwort findet sich unrecht . Da antwortete Eliphas von Theman und sprach : Was darf Gott eines Starken , und was nützt ihm ein Kluger ? Meinest du , daß dem Allmächtigen gefalle , daß du dich so fromm machest ? Oder was hilft&#039;s ihm , ob du deine Wege gleich ohne Wandel achtest ? Meinest du , er wird sich vor dir fürchten , dich zu strafen , und mit dir vor Gericht treten ? Ja , deine Bosheit ist zu groß , und deiner Missetat ist kein Ende . Du hast etwa deinem Bruder ein Pfand genommen ohne Ursache , du hast den Nackenden die Kleider ausgezogen ; du hast die Müden nicht getränket mit Wasser und hast dem Hungrigen dein Brot versagt ; du hast Gewalt im Lande geübet und prächtig drinnen gesessen ; die Witwen hast du leer lassen gehen und die Arme der Waisen zerbrochen . Darum bist du mit Stricken umgeben , und Furcht hat dich plötzlich erschrecket . Solltest du denn nicht die Finsternis sehen , und die Wasserflut dich nicht bedecken ? Siehe , Gott ist hoch droben im Himmel und siehet die Sterne droben in der Höhe . Und du sprichst : Was weiß Gott ? Sollt er , das im Dunkeln ist , richten können ? Die Wolken sind seine Vordecke , und siehet nicht , und wandelt im Umgang des Himmels . Willst du der Welt Lauf achten , darinnen die Ungerechten gegangen sind , die vergangen sind , ehe denn es Zeit war , und das Wasser hat ihren Grund weggewaschen , die zu Gott sprachen : Heb dich von uns , was sollte der Allmächtige ihnen tun können , so er doch ihr Haus mit Gütern füllete ? Aber der Gottlosen Rat sei ferne von mir ! Die Gerechten werden sehen und sich freuen , und der Unschuldige wird ihrer spotten . Was gilt&#039;s , ihr Wesen wird verschwinden und ihr Übriges das Feuer verzehren ! So vertrage dich nun mit ihm und habe Frieden ; daraus wird dir viel Gutes kommen . Höre das Gesetz von seinem Munde und fasse seine Rede in dein Herz . Wirst du dich bekehren zu dem Allmächtigen , so wirst du gebauet werden und Unrecht ferne von deiner Hütte tun , so wirst du für Erde Gold geben und für die Felsen güldene Bäche ; und der Allmächtige wird dein Gold sein , und Silber wird dir zugehäuft werden . Dann wirst du deine Lust haben an dem Allmächtigen und dein Antlitz zu Gott aufheben . So wirst du ihn bitten , und er wird dich hören ; und wirst deine Gelübde bezahlen . Was du wirst vornehmen , wird er dir lassen gelingen ; und das Licht wird auf deinem Wege scheinen . Denn die sich demütigen , die erhöhet er ; und wer seine Augen niederschlägt , der wird genesen . Und der Unschuldige wird errettet werden ; er wird aber errettet um seiner Hände Reinigkeit willen . Hiob antwortete und sprach : Meine Rede bleibet noch betrübt ; meine Macht ist schwach über meinem Seufzen . Ach , daß ich wüßte , wie ich ihn finden und zu seinem Stuhl kommen möchte und das Recht vor ihm sollte vorlegen und den Mund voll Strafe fassen und erfahren die Rede , die er mir antworten , und vernehmen , was er mir sagen würde ! Will er mit großer Macht mit mir rechten ? Er stelle sich nicht so gegen mich , sondern lege mir&#039;s gleich vor , so will ich mein Recht wohl gewinnen . Aber gehe ich nun stracks vor mich , so ist er nicht da ; gehe ich zurück , so spüre ich ihn nicht . Ist er zur Linken , so ergreife ich ihn nicht ; verbirget er sich zur Rechten , so sehe ich ihn nicht . Er aber kennet meinen Weg wohl . Er versuche mich , so will ich erfunden werden wie das Gold . Denn ich setze meinen Fuß auf seine Bahn und halte seinen Weg und weiche nicht ab und trete nicht von dem Gebot seiner Lippen ; und bewahre die Rede seines Mundes mehr , denn ich schuldig bin . Er ist einig , wer will ihm antworten ? Und er macht es , wie er will . Und wenn er mir gleich vergilt , was ich verdienet habe , so ist sein noch mehr dahinten . Darum erschrecke ich vor ihm ; und wenn ich&#039;s merke , so fürchte ich mich vor ihm . Gott hat mein Herz blöde gemacht , und der Allmächtige hat mich erschrecket . Denn die Finsternis macht kein Ende mit mir , und das Dunkel will vor mir nicht verdeckt werden . Warum sollten die Zeiten dem Allmächtigen nicht verborgen sein ? Und die ihn kennen , sehen seine Tage nicht . Sie treiben die Grenzen zurück ; sie rauben die Herden und weiden sie . Sie treiben der Waisen Esel weg und nehmen der Witwen Ochsen zu Pfande . Die Armen müssen ihnen weichen , und die Dürftigen im Lande müssen sich verkriechen . Siehe , das Wild in der Wüste gehet heraus , wie sie pflegen , frühe zum Raub , daß sie Speise bereiten für die Jungen . Sie ernten auf dem Acker alles , was er trägt , und lesen den Weinberg , den sie mit Unrecht haben . Die Nackenden lassen sie liegen und lassen ihnen keine Decke im Frost , denen sie die Kleider genommen haben , daß sie sich müssen zu den Felsen halten , wenn ein Platzregen von den Bergen auf sie gießt , weil sie sonst keinen Trost haben . Sie reißen das Kind von den Brüsten und machen&#039;s zum Waisen und machen die Leute arm mit Pfänden . Den Nackenden lassen sie ohne Kleider gehen und den Hungrigen nehmen sie die Garben . Sie zwingen sie , Öl zu machen auf ihrer eigenen Mühle und ihre eigene Kelter zu treten , und lassen sie doch Durst leiden . Sie machen die Leute in der Stadt seufzend und die Seelen der Erschlagenen schreiend ; und Gott stürzet sie nicht . Darum sind sie abtrünnig worden vom Licht und kennen seinen Weg nicht und kehren nicht wieder zu seiner Straße . Wenn der Tag anbricht , stehet auf der Mörder und erwürget den Armen und Dürftigen ; und des Nachts ist er wie ein Dieb . Das Auge des Ehebrechers hat acht auf das Dunkel und spricht : Mich siehet kein Auge ; und verdecket sein Antlitz . Im Finstern bricht er zu den Häusern ein . Des Tages verbergen sie sich miteinander und scheuen das Licht . Denn wo ihnen der Morgen kommt , ist&#039;s ihnen wie eine Finsternis ; denn er fühlet das Schrecken der Finsternis . Er fähret leichtfertig wie auf einem Wasser dahin ; seine Habe wird geringe im Lande , und bauet seinen Weinberg nicht . Die Hölle nimmt weg , die da sündigen , wie die Hitze und Dürre das Schneewasser verzehret . Es werden sein vergessen die Barmherzigen ; seine Lust wird wurmig werden ; sein wird nicht mehr gedacht ; er wird zerbrochen werden wie ein fauler Baum . Er hat beleidiget die Einsame , die nicht gebiert , und hat der Witwe kein Gutes getan und die Mächtigen unter sich gezogen mit seiner Kraft . Wenn er stehet , wird er seines Lebens nicht gewiß sein . Er macht ihm wohl selbst eine Sicherheit , darauf er sich verlasse ; doch sehen seine Augen auf ihr Tun . Sie sind eine kleine Zeit erhaben und werden zunichte und unterdrückt und ganz und gar ausgetilget werden , und wie die erste Blüte an den Ähren werden sie abgeschlagen werden . Ist&#039;s nicht also ? Wohlan , wer will mich Lügen strafen und bewähren , daß meine Rede nichts sei ? Da antwortete Bildad von Suah und sprach : Ist nicht die HERRSChaft und Furcht bei ihm , der den Frieden macht unter seinen Höchsten ? Wer will seine Kriegsleute zählen ? Und über welchen gehet nicht auf sein Licht ? Und wie mag ein Mensch gerecht vor Gott sein ? Und wie mag rein sein eines Weibes Kind ? Siehe , der Mond scheinet noch nicht , und die Sterne sind noch nicht rein vor seinen Augen ; wieviel weniger ein Mensch , die Made , und ein Menschenkind , der Wurm ? Hiob antwortete und sprach : Wem stehest du bei ? Dem , der keine Kraft hat ? Hilfst du dem , der keine Stärke in Armen hat ? Wem gibst du Rat ? Dem , der keine Weisheit hat ? und zeigest einem Mächtigen , wie er&#039;s ausführen soll ? Für wen redest du , und für wen gehet der Odem von dir ? Die Riesen ängsten sich unter den Wassern und die bei ihnen wohnen . Die Hölle ist aufgedeckt vor ihm , und das Verderben hat keine Decke . Er breitet aus die Mitternacht nirgend an und hänget die Erde an nichts . Er fasset das Wasser zusammen in seine Wolken , und die Wolken zerreißen drunter nicht . Er hält seinen Stuhl und breitet seine Wolken davor . Er hat um das Wasser ein Ziel gesetzt , bis das Licht samt der Finsternis vergehe . Die Säulen des Himmels zittern und entsetzen sich vor seinem Schelten . Vor seiner Kraft wird das Meer plötzlich ungestüm , und vor seinem Verstand erhebet sich die Höhe des Meers . Am Himmel wird&#039;s schön durch seinen Wind , und seine Hand bereitet die gerade Schlange . Siehe , also gehet sein Tun , aber davon haben wir ein gering Wörtlein vernommen . Wer will aber den Donner seiner Macht verstehen ? Und Hiob fuhr fort und hub an seine Sprüche und sprach : So wahr Gott lebt , der mir mein Recht nicht gehen lässet , und der Allmächtige , der meine Seele betrübet , solange mein Odem in mir ist , und das Schnauben von Gott in meiner Nase ist : meine Lippen sollen nichts Unrechts reden , und meine Zunge soll keinen Betrug sagen . Das sei ferne von mir , daß ich euch recht gebe ; bis daß mein Ende kommt , will ich nicht weichen von meiner Frömmigkeit . Von meiner Gerechtigkeit , die ich habe , will ich nicht lassen ; mein Gewissen beißt mich nicht meines ganzen Lebens halber . Aber mein Feind wird erfunden werden ein Gottloser , und der sich wider mich auflehnet , ein Ungerechter . Denn was ist die Hoffnung des Heuchlers , daß er so geizig ist , und Gott doch seine Seele hinreißet ? Meinest du , daß Gott sein Schreien hören wird , wenn die Angst über ihn kommt ? Wie kann er an dem Allmächtigen Lust haben und Gott etwa anrufen ? Ich will euch lehren von der Hand Gottes ; und was bei dem Allmächtigen gilt , will ich nicht verhehlen . Siehe , ihr haltet euch alle für klug . Warum gebt ihr denn solch unnütze Dinge vor ? Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe der Tyrannen , das sie von dem Allmächtigen nehmen werden . Wird er viel Kinder haben , so werden sie des Schwerts sein ; und seine Nachkömmlinge werden des Brots nicht satt haben . Seine Übrigen werden im Tode begraben werden , und seine Witwen werden nicht weinen . Wenn er Geld zusammenbringet wie Erde und sammelt Kleider wie Leimen , so wird er es wohl bereiten ; aber der Gerechte wird es anziehen , und der Unschuldige wird das Geld austeilen . Er bauet sein Haus wie eine Spinne , und wie ein Hüter einen Schauer machet . Der Reiche , wenn er sich legt , wird er&#039;s nicht mitraffen ; er wird seine Augen auftun , und da wird nichts sein . Es wird ihn Schrecken überfallen wie Wasser ; des Nachts wird ihn das Ungewitter wegnehmen . Der Ostwind wird ihn wegführen , daß er dahinfähret , und Ungestüm wird ihn von seinem Ort treiben . Er wird solches über ihn führen und wird sein nicht schonen ; es wird ihm alles aus seinen Händen entfliehen . Man wird über ihn mit den Händen klappen und über ihn zischen , da er gewesen ist . Es hat das Silber seine Gänge und das Gold seinen Ort , da man es schmelzt . Eisen bringet man aus der Erde , und aus den Steinen schmelzt man Erz . Es wird je des Finstern etwa ein Ende , und jemand findet ja zuletzt den Schiefer tief verborgen . Es bricht ein solcher Bach hervor , daß , die darum wohnen , den Weg daselbst verlieren ; und fällt wieder und schießt dahin von den Leuten . Man bringet auch Feuer unten aus der Erde , da doch oben Speise auf wächst . Man findet Saphir an etlichen Orten und Erdenklöße , da Gold ist . Den Steig kein Vogel erkannt hat und kein Geiersauge gesehen . Es haben die stolzen Kinder nicht drauf getreten , und ist kein Löwe drauf gegangen . Auch legt man die Hand an die Felsen und gräbet die Berge um . Man reißet Bäche aus den Felsen ; und alles , was köstlich ist , siehet das Auge . Man wehret dem Strom des Wassers und bringet , das verborgen drinnen ist , ans Licht . Wo will man aber Weisheit finden , und wo ist die Stätte des Verstandes ? Niemand weiß , wo sie liegt , und wird nicht funden im Lande der Lebendigen . Der Abgrund spricht : Sie ist in mir nicht ; und das Meer spricht : Sie ist nicht bei mir . Man kann nicht Gold um sie geben , noch Silber darwägen , sie zu bezahlen . Es gilt ihr nicht gleich ophirisch Gold oder köstlicher Onyx und Saphir . Gold und Demant mag ihr nicht gleichen , noch um sie gülden Kleinod wechseln . Ramoth und Gabis achtet man nicht . Die Weisheit ist höher zu wägen denn Perlen . Topasius aus Mohrenland wird ihr nicht gleich geschätzt , und das reinste Gold gilt ihr nicht gleich . Woher kommt denn die Weisheit , und wo ist die Stätte des Verstandes ? Sie ist verhohlen vor den Augen aller Lebendigen , auch verborgen den Vögeln unter dem Himmel . Die Verdammnis und der Tod sprechen : Wir haben mit unsern Ohren ihr Gerücht gehöret . Gott weiß den Weg dazu und kennet ihre Stätte . Denn er siehet die Enden der Erde und schauet alles , was unter dem Himmel ist . Da er dem Winde sein Gewicht machte und setzte dem Wasser sein gewisses Maß , da er dem Regen ein Ziel machte und dem Blitz und Donner den Weg , da sah er sie und erzählete sie , bereitete sie und erfand sie ; und sprach zum Menschen : Siehe , die Furcht des HERRN , das ist Weisheit , und meiden das Böse , das ist Verstand . Und Hiob hub abermal an seine Sprüche und sprach : O daß ich wäre wie in den vorigen Monden , in den Tagen , da mich Gott behütete , da seine Leuchte über meinem Haupte schien , und ich bei seinem Licht in der Finsternis ging ; wie ich war zur Zeit meiner Jugend , da Gottes Geheimnis über meiner Hütte war ; da der Allmächtige noch mit mir war und meine Kinder um mich her ; da ich meine Tritte wusch in Butter , und die Felsen mir Ölbäche gossen ; da ich ausging zum Tor in der Stadt und ließ meinen Stuhl auf der Gasse bereiten ; da mich die Jungen sahen und sich versteckten , und die Alten vor mir aufstunden ; da die Obersten aufhöreten zu reden , und legten ihre Hand auf ihren Mund ; da die Stimme der Fürsten sich verkroch , und ihre Zunge an ihrem Gaumen klebte . Denn welches Ohr mich hörete , der preisete mich selig , und welches Auge mich sah , der rühmte mich . Denn ich errettete den Armen , der da schrie , und den Waisen , der keinen Helfer hatte . Der Segen des , der verderben sollte , kam über mich ; und ich erfreuete das Herz der Witwe . Gerechtigkeit war mein Kleid , das ich anzog wie einen Rock ; und mein Recht war mein fürstlicher Hut . Ich war des Blinden Auge und des Lahmen Füße . Ich war ein Vater der Armen ; und welche Sache ich nicht wußte , die erforschete ich . Ich zerbrach die Backenzähne des Ungerechten und riß den Raub aus seinen Zähnen . Ich gedachte : Ich will in meinem Nest ersterben und meiner Tage viel machen wie Sand . Meine Saat ging auf am Wasser ; und der Tau blieb über meiner Ernte . Meine HERRLIchkeit erneuerte sich immer an mir ; und mein Bogen besserte sich in meiner Hand . Man hörete mir zu , und schwiegen und warteten auf meinen Rat . Nach meinen Worten redete niemand mehr ; und meine Rede troff auf sie . Sie warteten auf mich wie auf den Regen und sperreten ihren Mund auf als nach dem Abendregen . Wenn ich sie anlachte , wurden sie nicht zu kühn darauf , und das Licht meines Angesichts machte mich nicht geringer . Wenn ich zu ihrem Geschäfte wollte kommen , so mußte ich obenan sitzen und wohnete wie ein König unter Kriegsknechten , da ich tröstete , die Leid trugen . Nun aber lachen mein , die jünger sind denn ich , welcher Väter ich verachtet hätte , zu stellen unter meine Schafhunde , welcher Vermögen ich für nichts hielt , die nicht zum Alter kommen konnten , die vor Hunger und Kummer einsam flohen in die Einöde , neulich verdorben und elend worden , die da Nesseln ausrauften um die Büsche , und Wacholderwurzel war ihre Speise ; und wenn sie die herausrissen , jauchzeten sie drüber wie ein Dieb . An den grausamen Bächen wohneten sie , in den Löchern der Erde und Steinritzen . Zwischen den Büschen riefen sie und unter den Disteln sammelten sie , die Kinder loser und verachteter Leute , die die Geringsten im Lande waren . Nun bin ich ihr Saitenspiel worden und muß ihr Märlein sein . Sie haben einen Greuel an mir und machen sich ferne von mir und schonen nicht , vor meinem Angesicht zu speien . Sie haben mein Seil ausgespannet und mich zunichte gemacht und das Meine abgezäumet . Zur Rechten , da ich grünete , haben sie sich wieder mich gesetzt und haben meinen Fuß ausgestoßen ; und haben über mich einen Weg gemacht , mich zu verderben . Sie haben meine Steige zerbrochen ; es war ihnen so leicht , mich zu beschädigen , daß sie keiner Hilfe dazu bedurften . Sie sind kommen , wie zur weiten Lücke herein , und sind ohne Ordnung dahergefallen . Schrecken hat sich gegen mich gekehret und hat verfolget wie der Wind meine HERRLIchkeit und wie eine laufende Wolke meinen glückseligen Stand . Nun aber gießt sich aus meine Seele über mich , und mich hat ergriffen die elende Zeit . Des Nachts wird mein Gebein durchbohret allenthalben , und die mich jagen , legen sich nicht schlafen . Durch die Menge der Kraft werde ich anders und anders gekleidet ; und man gürtet mich damit wie mit dem Loch meines Rocks . Man hat mich in Kot getreten und gleich geachtet dem Staub und Asche . Schreie ich zu dir , so antwortest du mir nicht ; trete ich hervor , so achtest du nicht auf mich . Du bist mir verwandelt in einen Grausamen und zeigest deinen Gram an mir mit der Stärke deiner Hand . Du hebest mich auf und lässest mich auf dem Winde fahren und zerschmelzest mich kräftiglich . Denn ich weiß , du wirst mich dem Tode überantworten ; da ist das bestimmte Haus aller Lebendigen . Doch wird er nicht die Hand ausstrecken ins Beinhaus , und werden nicht schreien vor seinem Verderben . Ich weinete ja in der harten Zeit , und meine Seele jammerte der Armen . Ich wartete des Guten , und kommt das Böse ; ich hoffte aufs Licht , und kommt Finsternis . Meine Eingeweide sieden und hören nicht auf ; mich hat überfallen die elende Zeit . Ich gehe schwarz einher , und brennet mich doch keine Sonne nicht ; ich stehe auf in der Gemeine und schreie . Ich bin ein Bruder der Schlangen und ein Geselle der Straußen . Meine Haut über mir ist schwarz worden , und meine Gebeine sind verdorret vor Hitze . Meine Harfe ist eine Klage worden und meine Pfeife ein Weinen . Ich habe einen Bund gemacht mit meinen Augen , daß ich nicht achtete auf eine Jungfrau . Was gibt mir aber Gott zu Lohn von oben ? und was für ein Erbe der Allmächtige von der Höhe ? Sollte nicht billiger der Ungerechte solch Unglück haben , und ein Übeltäter so verstoßen werden ? Siehet er nicht meine Wege und zählet alle meine Gänge ? Hab ich gewandelt in Eitelkeit ? oder hat mein Fuß geeilet zum Betrug ? So wäge man mich auf rechter Waage , so wird Gott erfahren meine Frömmigkeit . Hat mein Gang gewichen aus dem Wege und mein Herz meinen Augen nachgefolget , und ist etwas in meinen Händen beklebet , so müsse ich säen , und ein anderer fresse es , und mein Geschlecht müsse ausgewurzelt werden . Hat sich mein Herz lassen reizen zum Weibe , und habe an meines Nächsten Tür gelauert , so müsse mein Weib von einem andern geschändet werden , und andere müssen sie beschlafen . Denn das ist ein Laster und eine Missetat für die Richter . Denn das wäre ein Feuer , das bis ins Verderben verzehrete und all mein Einkommen auswurzelte . Hab ich verachtet das Recht meines Knechts oder meiner Magd , wenn sie eine Sache wider mich hatten , was wollte ich tun , wenn Gott sich aufmachte , und was würde ich antworten , wenn er heimsuchte ? Hat ihn nicht auch der gemacht , der mich in Mutterleibe machte , und hat ihn im Leibe ebensowohl bereitet ? Hab ich den Dürftigen ihre Begierde versagt und die Augen der Witwen lassen verschmachten ? Hab ich meinen Bissen allein gegessen , und nicht der Waise auch davon gegessen ? Denn ich habe mich von Jugend auf gehalten wie ein Vater ; und von meiner Mutter Leibe an hab ich gerne getröstet . Hab ich jemand sehen umkommen , daß er kein Kleid hatte , und den Armen ohne Decke gehen lassen ? Haben mich nicht gesegnet seine Seiten , da er von den Fellen meiner Lämmer erwärmet ward ? Hab ich meine Hand an den Waisen gelegt , weil ich mich sah im Tor Macht zu helfen haben , so falle meine Schulter von der Achsel , und mein Arm breche von der Röhre . Denn ich fürchte Gott , wie einen Unfall über mich , und könnte seine Last nicht ertragen . Hab ich das Gold zu meiner Zuversicht gestellet und zu dem Goldklumpen gesagt : Mein Trost ? Hab ich mich gefreuet , daß ich groß Gut hatte und meine Hand allerlei erworben hatte ? Hab ich das Licht angesehen , wenn es helle leuchtete , und den Mond , wenn er voll ging ? Hat sich mein Herz heimlich bereden lassen , daß meine Hand meinen Mund küsse ? Welches ist auch eine Missetat für die Richter ; denn damit hätte ich verleugnet Gott von oben . Hab ich mich gefreuet , wenn&#039;s meinem Feinde übel ging , und habe mich erhoben , daß ihn Unglück betreten hatte ? Denn ich ließ meinen Mund nicht sündigen , daß er wünschte einen Fluch seiner Seele . Haben nicht die Männer in meiner Hütte müssen sagen : O wollte Gott , daß wir von seinem Fleisch nicht gesättiget würden ! Draußen mußte der Gast nicht bleiben , sondern meine Tür tat ich dem Wanderer auf . Hab ich meine Schalkheit wie ein Mensch gedeckt , daß ich heimlich meine Missetat verbärge ? Hab ich mir grauen lassen vor der großen Menge , und hat die Verachtung der Freundschaften mich abgeschreckt ? Ich blieb stille und ging nicht zur Tür aus . Wer gibt mir einen Verhörer , daß meine Begierde der Allmächtige erhöre , daß jemand ein Buch schriebe von meiner Sache ? So wollt ich&#039;s auf meine Achseln nehmen und mir wie eine Krone umbinden . Ich wollte die Zahl meiner Gänge ansagen und wie ein Fürst wollte ich sie darbringen . Wird mein Land wider mich schreien und miteinander seine Furchen weinen ; hab ich seine Früchte unbezahlt gegessen und das Leben der Ackerleute sauer gemacht , so wachsen mir Disteln für Weizen und Dornen für Gerste . Die Worte Hiobs haben ein Ende . Da höreten die drei Männer auf , Hiob zu antworten , weil er sich für gerecht hielt . Aber Elihu , der Sohn Baracheels , von Bus , des Geschlechts Ram , ward zornig über Hiob , daß er seine Seele gerechter hielt denn Gott . Auch ward er zornig über seine drei Freunde , daß sie keine Antwort fanden und doch Hiob verdammeten . Denn Elihu hatte geharret , bis daß sie mit Hiob geredet hatten , weil sie älter waren denn er . Darum , da er sah , daß keine Antwort war im Munde der drei Männer , ward er zornig . Und so antwortete Elihu , der Sohn Baracheels , von Bus , und sprach : Ich bin jung , ihr aber seid alt ; darum hab ich mich gescheuet und gefürchtet , meine Kunst an euch zu beweisen . Ich dachte : Laß die Jahre reden , und die Menge des Alters laß Weisheit beweisen . Aber der Geist ist in den Leuten , und der Odem des Allmächtigen macht sie verständig . Die Großen sind nicht die Weisesten , und die Alten verstehen nicht das Recht . Darum will ich auch reden ; höre mir zu ! Ich will meine Kunst auch sehen lassen . Siehe , ich habe geharret , daß ihr geredet habt ; ich habe aufgemerkt auf euren Verstand , bis ihr träfet die rechte Rede , und habe achtgehabt auf euch ; aber siehe , da ist keiner unter euch , der Hiob strafe oder seiner Rede antworte . Ihr werdet vielleicht sagen : Wir haben die Weisheit getroffen , daß Gott ihn verstoßen hat , und sonst niemand . Die Rede tut mir nicht genug ; ich will ihm nicht so nach eurer Rede antworten . Ach ! sie sind verzagt , können nicht mehr antworten , sie können nicht mehr reden . Weil ich denn geharret habe , und sie konnten nicht reden ( denn sie stehen still und antworten nicht mehr ) , will doch ich mein Teil antworten und will meine Kunst beweisen . Denn ich bin der Rede so voll , daß mich der Odem in meinem Bauche ängstet . Siehe , mein Bauch ist wie der Most , der zugestopfet ist , der die neuen Fässer zerreißet . Ich muß reden , daß ich Odem hole ; ich muß meine Lippen auftun und antworten . Ich will niemandes Person ansehen und will keinen Menschen rühmen . Denn ich weiß nicht , wo ich&#039;s täte , ob mich mein Schöpfer über ein kleines hinnehmen würde . Höre doch , Hiob , meine Rede und merke auf alle meine Worte ! Siehe , ich tue meinen Mund auf , und meine Zunge redet in meinem Munde . Mein Herz soll recht reden , und meine Lippen sollen den reinen Verstand sagen . Der Geist Gottes hat mich gemacht , und der Odem des Allmächtigen hat mir das Leben gegeben . Kannst du , so antworte mir ; schicke dich gegen mich und stelle dich ! Siehe ich bin Gottes ebensowohl als du , und aus Leimen bin ich auch gemacht . Doch du darfst vor mir nicht erschrecken , und meine Hand soll dir nicht zu schwer sein . Du hast geredet vor meinen Ohren , die Stimme deiner Rede mußte ich hören : Ich bin rein , ohne Missetat , unschuldig und habe keine Sünde . Siehe , er hat eine Sache wider mich funden , darum achtet er mich für seinen Feind . Er hat meinen Fuß in Stock gelegt und hat alle meine Wege verwahret . Siehe , eben daraus schließe ich wider dich , daß du nicht recht bist ; denn Gott ist mehr weder ein Mensch . Warum willst du mit ihm zanken , daß er dir nicht Rechenschaft gibt alles seines Tuns ? Denn wenn Gott einmal etwas beschließt , so bedenket er&#039;s nicht erst her nach . Im Traum des Gesichts in der Nacht , wenn der Schlaf auf die Leute fällt , wenn sie schlafen auf dem Bette , da öffnet er das Ohr der Leute und schreckt sie und züchtiget sie , daß er den Menschen von seinem Vorhaben wende und beschirme ihn vor Hoffart . Und verschonet seiner Seele vor dem Verderben und seines Lebens , daß es nicht ins Schwert falle . Er straft ihn mit Schmerzen auf seinem Bette und alle seine Gebeine heftig ; und richtet ihm sein Leben so zu , daß ihm vor der Speise ekelt , und seine Seele , daß sie nicht Lust zu essen hat . Sein Fleisch verschwindet , daß er nicht wohl sehen mag , und seine Beine werden zerschlagen , daß man sie nicht gerne ansiehet , daß seine Seele nahet zum Verderben und sein Leben zu den Toten . So dann ein Engel , einer aus tausend , mit ihm redet , zu verkündigen dem Menschen , wie er solle recht tun , so wird er ihm gnädig sein und sagen : Er soll erlöset werden , daß er nicht hinunterfahre ins Verderben ; denn ich habe eine Versöhnung funden . Sein Fleisch grüne wieder wie in der Jugend , und laß ihn wieder jung werden . Er wird Gott bitten ; der wird ihm Gnade erzeigen und wird sein Antlitz sehen lassen mit Freuden und wird dem Menschen nach seiner Gerechtigkeit vergelten . Er wird vor den Leuten bekennen und sagen : Ich wollte gesündiget und das Recht verkehret haben , aber es hätte mir nichts genützet . Er hat meine Seele erlöset , daß sie nicht führe ins Verderben , sondern mein Leben das Licht sähe . Siehe , das alles tut Gott zwei oder dreimal mit einem jeglichen , daß er seine Seele herumhole aus dem Verderben und erleuchte ihn mit dem Licht der Lebendigen . Merke auf , Hiob , und höre mir zu , und schweige , daß ich rede ! Hast du aber was zu sagen , so antworte mir ; sage her , bist du recht , ich will&#039;s gerne hören . Hast du aber nichts , so höre mir zu und schweige , ich will dich die Weisheit lehren . Und Elihu antwortete und sprach : Höret , ihr Weisen , meine Rede , und ihr Verständigen , merket auf mich ! Denn das Ohr prüfet die Rede , und der Mund schmecket die Speise . Laßt uns ein Urteil erwählen , daß wir erkennen unter uns , was gut sei . Denn Hiob hat gesagt : Ich bin gerecht , und Gott weigert mir mein Recht . Ich muß lügen , ob ich wohl recht habe , und bin gequälet von meinen Pfeilen , ob ich wohl nichts verschuldet habe . Wer ist ein solcher wie Hiob , der da Spötterei trinket wie Wasser und auf dem Wege gehet mit den Übeltätern und wandelt mit den gottlosen Leuten ? Denn er hat gesagt : Wenn jemand schon fromm ist , so gilt er doch nichts bei Gott . Darum höret mir zu , ihr weisen Leute : Es sei ferne , daß Gott sollte gottlos sein und der Allmächtige ungerecht , sondern er vergilt dem Menschen , danach er verdienet hat , und trifft einen jeglichen nach seinem Tun . Ohne Zweifel , Gott verdammet niemand mit Unrecht , und der Allmächtige beuget das Recht nicht . Wer hat , das auf Erden ist , verordnet , und wer hat den ganzen Erdboden gesetzt ? So er sich&#039;s würde unterwinden , so würde er aller Geist und Odem zu sich sammeln . Alles Fleisch würde miteinander vergehen , und der Mensch würde wieder zu Asche werden . Hast du nun Verstand , so höre das und merke auf die Stimme meiner Rede . Sollte einer darum das Recht zwingen , daß er&#039;s hasset ? Und daß du stolz bist , solltest du darum den Gerechten verdammen ? Sollt einer zum Könige sagen : Du loser Mann ! und zu den Fürsten : Ihr Gottlosen ! ? Der doch nicht ansiehet die Person der Fürsten und kennet den HERRLIchen nicht mehr denn den Armen ; denn sie sind alle seiner Hände Werk . Plötzlich müssen die Leute sterben und zu Mitternacht erschrecken und vergehen ; die Mächtigen werden kraftlos weggenommen . Denn seine Augen sehen auf eines jeglichen Wege , und er schaut alle ihre Gänge . Es ist kein Finsternis noch Dunkel , daß sich da möchten verbergen die Übeltäter . Denn es wird niemand gestattet , daß er mit Gott rechte . Er bringet der Stolzen viel um , die nicht zu zählen sind , und stellet andere an ihre Statt , darum daß er kennet ihre Werke und kehret sie um des Nachts , daß sie zerschlagen werden . Er wirft die Gottlosen über einen Haufen , da man&#039;s gerne siehet , darum daß sie von ihm weggewichen sind und verstunden seiner Wege keinen , daß das Schreien der Armen mußte vor ihn kommen , und er das Schreien der Elenden hörete . Wenn er Frieden gibt , wer will verdammen ? und wenn er das Antlitz verbirget , wer will ihn schauen unter den Völkern und Leuten ? Und läßt über sie regieren einen Heuchler , das Volk zu drängen . Ich muß für Gott reden und kann&#039;s nicht lassen . Hab ich&#039;s nicht getroffen , so lehre du mich&#039;s besser ; hab ich unrecht gehandelt , ich will&#039;s nicht mehr tun . Man wartet der Antwort von dir , denn du verwirfst alles ; und du hast&#039;s angefangen und nicht ich . Weißest du nun was , so sage an ! Weise Leute lasse ich mir sagen , und ein weiser Mann gehorchet mir . Aber Hiob redete mit Unverstand , und seine Worte sind nicht klug . Mein Vater ! laß Hiob versucht werden bis ans Ende , darum daß er sich zu unrechten Leuten kehret . Er hat über seine Sünde dazu noch gelästert ; darum laß Ihn zwischen uns geschlagen werden und danach viel wider Gott plaudern . Und Elihu antwortete und sprach : Achtest du das für recht , daß du sprichst : Ich bin gerechter denn Gott ? Denn du sprichst : Wer gilt bei dir etwas ? Was hilft&#039;s , ob ich mich ohne Sünde mache ? Ich will dir antworten ein Wort und deinen Freunden mit dir . Schaue gen Himmel und siehe , und schaue an die Wolken , daß sie dir zu hoch sind . Sündigest du , was kannst du mit ihm machen ? Und ob deiner Missetat viel ist , was kannst du ihm tun ? Und ob du gerecht seiest , was kannst du ihm geben , oder was wird er von deinen Händen nehmen ? Einem Menschen , wie du bist , mag wohl etwas tun deine Bosheit und einem Menschenkinde deine Gerechtigkeit . Dieselbigen mögen schreien , wenn ihnen viel Gewalt geschieht , und rufen über den Arm der Großen , die nicht danach fragen , wo ist Gott , mein Schöpfer , der das Gesänge macht in der Nacht , der uns gelehrter macht denn das Vieh auf Erden und weiser denn die Vögel unter dem Himmel ? Aber sie werden da auch schreien über den Hochmut der Bösen , und er wird sie nicht erhören . Denn Gott wird das Eitle nicht erhören , und der Allmächtige wird es nicht ansehen . Dazu sprichst du , du werdest ihn nicht sehen . Aber es ist ein Gericht vor ihm ; harre sein nur , ob sein Zorn bald nicht heimsucht , und sich nicht annimmt , daß so viel Laster da sind . Darum hat Hiob seinen Mund umsonst aufgesperrt und gibt stolze Teiding vor mit Unverstand . Elihu redete weiter und sprach : Harre mir noch ein wenig , ich will dir&#039;s zeigen ; denn ich habe noch von Gottes wegen was zu sagen . Ich will meinen Verstand weit holen und meinen Schöpfer beweisen , daß er recht sei . Meine Reden sollen ohne Zweifel nicht falsch sein , mein Verstand soll ohne Wandel vor dir sein . Siehe , Gott verwirft die Mächtigen nicht ; denn er ist auch mächtig von Kraft des Herzens . Den Gottlosen erhält er nicht , sondern hilft dem Elenden zum Rechten . Er wendet seine Augen nicht von dem Gerechten und die Könige läßt er sitzen auf dem Thron immerdar , daß sie hoch bleiben . Und wo Gefangene liegen in Stöcken und gebunden mit Stricken elendiglich , so verkündiget er ihnen , was sie getan haben , und ihre Untugend , daß sie mit Gewalt gefahren haben . Und öffnet ihnen das Ohr zur Zucht und sagt ihnen , daß sie sich von dem Unrechten bekehren sollen . Gehorchen sie und dienen ihm , so werden sie bei guten Tagen alt werden und mit Lust leben . Gehorchen sie nicht , so werden sie ins Schwert fallen und vergehen , ehe sie es gewahr werden . Die Heuchler , wenn sie der Zorn trifft , schreien sie nicht , wenn sie gefangen liegen ; so wird ihre Seele mit Qual sterben und ihr Leben unter den Hurern . Aber den Elenden wird er aus seinem Elend erretten und dem Armen das Ohr öffnen in Trübsal . Er wird dich reißen aus dem weiten Rachen der Angst , die keinen Boden hat ; und dein Tisch wird Ruhe haben , voll alles Guten . Du aber machst die Sache der Gottlosen gut , daß ihre Sache und Recht erhalten wird . Siehe zu , daß dich nicht vielleicht Zorn beweget habe , jemand zu plagen , oder groß Geschenk dich nicht gebeuget habe . Meinest du , daß er deine Gewalt achte , oder Gold , oder irgend eine Stärke oder Vermögen ? Du darfst der Nacht nicht begehren , die Leute an ihrem Ort zu überfallen . Hüte dich und kehre dich nicht zum Unrecht , wie du denn vor Elend angefangen hast . Siehe , Gott ist zu hoch in seiner Kraft ; wo ist ein Lehrer , wie er ist ? Wer will über ihn heimsuchen seinen Weg , und wer will zu ihm sagen : Du tust unrecht ? Gedenke , daß du sein Werk nicht wissest , wie die Leute singen . Denn alle Menschen sehen das , die Leute schauen&#039;s von ferne . Siehe , Gott ist groß und unbekannt ; seiner Jahre Zahl kann niemand forschen . Er macht das Wasser zu kleinen Tropfen und treibt seine Wolken zusammen zum Regen , daß die Wolken fließen und triefen sehr auf die Menschen . Wenn er vornimmt , die Wolken auszubreiten , wie sein hoch Gezelt , siehe , so breitet er aus seinen Blitz über dieselben und bedecket alle Enden des Meers . Denn damit schreckt er die Leute und gibt doch Speise die Fülle . Er decket den Blitz wie mit Händen und heißt es doch wiederkommen . Davon zeuget sein Geselle , nämlich des Donners Zorn in Wolken . Des entsetzt sich mein Herz und bebet . Lieber , höret doch , wie sein Donner zürnet , und was für Gespräch von seinem Munde ausgehet ! Er siehet unter allen Himmeln , und sein Blitz scheinet auf die Enden der Erde . Dem nach brüllet der Donner , und er donnert mit seinem großen Schall , und wenn sein Donner gehöret wird , kann man&#039;s nicht aufhalten . Gott donnert mit seinem Donner greulich und tut große Dinge , und wird doch nicht erkannt . Er spricht zum Schnee , so ist er bald auf Erden , und zum Platzregen , so ist der Platzregen da mit Macht . Alle Menschen hat er in der Hand als verschlossen , daß die Leute lernen , was er tun kann . Das wilde Tier gehet in die Höhle und bleibt an seinem Ort . Von Mittag her kommt Wetter und von Mitternacht Kälte . Vom Odem Gottes kommt Frost , und große Wasser , wenn er auftauen läßt . Die dicken Wolken scheiden sich , daß es helle werde , und durch den Nebel bricht sein Licht . Er kehret die Wolken , wo er hin will , daß sie schaffen alles , was er ihnen gebeut , auf dem Erdboden , es sei über ein Geschlecht oder über ein Land , so man ihn barmherzig findet . Da merke auf , Hiob ; stehe , und vernimm die Wunder Gottes ! Weißt du , wenn Gott solches über sie bringt und wenn er das Licht seiner Wolken läßt hervorbrechen ? Weißt du , wie sich die Wolken ausstreuen ? Welche Wunder die Vollkommenen wissen . Daß deine Kleider warm sind , wenn das Land stille ist vom Mittagswind ? Ja , du wirst mit ihm die Wolken ausbreiten , die fest stehen wie ein gegossener Spiegel . Zeige uns , was wir ihm sagen sollen ; denn wir werden nicht dahin reichen vor Finsternis . Wer wird ihm erzählen , daß ich rede ? So jemand redet , der wird verschlungen . Jetzt siehet man das Licht nicht , das in den Wolken helle leuchtet ; wenn aber der Wind wehet , so wird&#039;s klar . Von Mitternacht kommt Gold zu Lob vor dem schrecklichen Gott . Den Allmächtigen aber mögen sie nicht begreifen , der so groß ist von Kraft ; denn er wird von seinem Recht und guter Sache nicht Rechenschaft geben . Darum müssen ihn fürchten die Leute ; und er fürchtet sich vor keinem , wie weise sie sind . Und der HERR antwortete Hiob aus einem Wetter und sprach : Wer ist der , der so fehlet in der Weisheit und redet so mit Unverstand ? Gürte deine Lenden wie ein Mann ; ich will dich fragen , lehre mich ! Wo warest du , da ich die Erde gründete ? Sage mir&#039;s , bist du so klug ? Weißt du , wer ihr das Maß gesetzt hat , oder wer über sie eine Richtschnur gezogen hat ? Oder worauf stehen ihre Füße versenket ? Oder wer hat ihr einen Eckstein gelegt , da mich die Morgensterne miteinander lobeten , und jauchzeten alle Kinder Gottes ? Wer hat das Meer mit seinen Türen verschlossen , da es herausbrach wie aus Mutterleibe , da ich&#039;s mit Wolken kleidete und in Dunkel einwickelte , wie in Windeln , da ich ihm den Lauf brach mit meinem Damm und setzte ihm Riegel und Tür und sprach : Bis hieher sollst du kommen und nicht weiter ; hie sollen sich legen deine stolzen Wellen ! ? Hast du bei deiner Zeit dem Morgen geboten und der Morgenröte ihren Ort gezeiget , daß die Ecken der Erde gefasset und die Gottlosen herausgeschüttelt würden ? Das Siegel wird sich wandeln wie Leimen , und sie stehen wie ein Kleid . Und den Gottlosen wird ihr Licht genommen werden ; und der Arm der Hoffärtigen wird zerbrochen werden . Bist du in den Grund des Meers kommen und hast in den Fußtapfen der Tiefen gewandelt ? Haben sich dir des Todes Tore je aufgetan ? Oder hast du gesehen die Tore der Finsternis ? Hast du vernommen , wie breit die Erde sei ? Sage an , weißt du solches alles ? Welches ist der Weg , da das Licht wohnet , und welches sei der Finsternis Stätte , daß du mögest abnehmen seine Grenze und merken den Pfad zu seinem Hause ? Wußtest du , daß du zu der Zeit solltest geboren werden und wieviel deiner Tage sein würden ? Bist du gewesen , da der Schnee herkommt , oder hast du gesehen , wo der Hagel herkommt , die ich habe verhalten bis auf die Zeit der Trübsal und auf den Tag des Streits und Kriegs ? Durch welchen Weg teilet sich das Licht , und auffähret der Ostwind auf Erden ? Wer hat dem Platzregen seinen Lauf ausgeteilet und den Weg dem Blitze und Donner , daß es regnet aufs Land , da niemand ist , in der Wüste , da kein Mensch ist , daß er füllet die Einöden und Wildnis und macht , daß Gras wächset ? Wer ist des Regens Vater ? Wer hat die Tropfen des Taues gezeuget ? Aus wes Leibe ist das Eis gegangen ? Und wer hat den Reif unter dem Himmel gezeuget , daß das Wasser verborgen wird wie unter Steinen und die Tiefe oben gestehet ? Kannst du die Bande der sieben Sterne zusammenbinden , oder das Band des Orion auflösen ? Kannst du den Morgenstern hervorbringen zu seiner Zeit , oder den Wagen am Himmel über seine Kinder führen ? Weißt du , wie der Himmel zu regieren ist ? Oder kannst du ihn meistern auf Erden ? Kannst du deinen Donner in der Wolke hoch herführen ? Oder wird dich die Menge des Wassers verdecken ? Kannst du die Blitze auslassen , daß sie hinfahren und sprechen : Hie sind wir ? Wer gibt die Weisheit ins Verborgene ? Wer gibt verständige Gedanken ? Wer ist so weise , der die Wolken erzählen könnte ? Wer kann die Wasserschläuche am Himmel verstopfen , wenn der Staub begossen wird , daß er zuhaufe läuft und die Klöße aneinander kleben ? Kannst du der Löwin ihren Raub zu jagen geben und die jungen Löwen sättigen , daß sie sich legen in ihre Stätte und ruhen in der Höhle , da sie lauern ? Wer bereitet dem Raben die Speise , wenn seine Jungen zu Gott rufen und fliegen irre , wenn sie nicht zu essen haben ? Weißt du die Zeit , wann die Gemsen auf den Felsen gebären ? Oder hast du gemerkt , wann die Hirsche schwanger gehen ? Hast du erzählet ihre Monden , wann sie voll werden ? Oder weißt du die Zeit , wann sie gebären ? Sie beugen sich , wenn sie gebären , und reißen sich und lassen aus ihre Jungen . Ihre Jungen werden feist und mehren sich im Getreide ; und gehen aus und kommen nicht wieder zu ihnen . Wer hat das Wild so frei lassen gehen ? Wer hat die Bande des Wildes aufgelöset , dem ich das Feld zum Hause gegeben habe und die Wüste zur Wohnung ? Es verlacht das Getümmel der Stadt ; das Pochen des Treibers höret es nicht . Es schauet nach den Bergen , da seine Weide ist , und suchet , wo es grün ist . Meinest du , das Einhorn werde dir dienen und werde bleiben an deiner Krippe ? Kannst du ihm dein Joch anknüpfen , die Furchen zu machen , daß es hinter dir brache in Gründen ? Magst du dich auf es verlassen , daß es so stark ist , und wirst es dir lassen arbeiten ? Magst du ihm trauen , daß es deinen Samen dir wiederbringe und in deine Scheune sammle ? Die Federn des Pfauen sind schöner denn die Flügel und Federn des Storchs , der seine Eier auf der Erde lässet und läßt sie die heiße Erde ausbrüten . Er vergisset , daß sie möchten zertreten werden und ein wild Tier sie zerbreche . Er wird so hart gegen seine Jungen , als wären sie nicht sein , achtet es nicht , daß er umsonst arbeitet . Denn Gott hat ihm die Weisheit genommen und hat ihm keinen Verstand mitgeteilet . Zu der Zeit , wenn er hoch fähret , erhöhet er sich und verlachet beide Roß und Mann . Kannst du dem Roß Kräfte geben , oder seinen Hals zieren mit seinem Geschrei ? Kannst du es schrecken wie die Heuschrecken ? Das ist Preis seiner Nase , was schrecklich ist . Es stampfet auf den Boden und ist freudig mit Kraft und zeucht aus den Geharnischten entgegen . Es spottet der Furcht und erschrickt nicht und fleucht vor dem Schwert nicht , wenngleich wider es klinget der Köcher und glänzet beide Spieß und Lanze . Es zittert und tobet und scharret in die Erde und achtet nicht der Trommeten Hall . Wenn die Trommete fast klinget , spricht es : Hui ! und riecht den Streit von ferne , das Schreien der Fürsten und Jauchzen . Fleuget der Habicht durch deinen Verstand und breitet seine Flügel gegen Mittag ? Fleuget der Adler auf deinen Befehl so hoch , daß er sein Nest in der Höhe macht ? In Felsen wohnet er und bleibt auf den Klippen an Felsen und in festen Orten . Von dannen schauet er nach der Speise , und seine Augen sehen ferne . Seine Jungen saufen Blut ; und wo ein Aas ist , da ist er . Und der HERR antwortete Hiob und sprach : Wer mit dem Allmächtigen hadern will , soll&#039;s ihm der nicht beibringen ? Und wer Gott tadelt , soll&#039;s der nicht verantworten ? Hiob aber antwortete dem HERRN und sprach : Siehe , ich bin zu leichtfertig gewesen , was soll ich antworten ? Ich will meine Hand auf meinen Mund legen . Ich habe einmal geredet , darum will ich nicht mehr antworten ; hernach will ich&#039;s nicht mehr tun . Und der HERR antwortete Hiob aus einem Wetter und sprach : Gürte wie ein Mann deine Lenden ; ich will dich fragen , lehre mich ! Solltest du mein Urteil zunichte machen und mich verdammen , daß du gerecht seiest ? Hast du einen Arm wie Gott und kannst mit gleicher Stimme donnern , als er tut ? Schmücke dich mit Pracht und erhebe dich ; zeuch dich löblich und herrlich an ! Streue aus den Zorn deines Grimms ; schaue an die Hochmütigen , wo sie sind , und demütige sie . Ja , schaue die Hochmütigen , wo sie sind , und beuge sie und mache die Gottlosen dünne , wo sie sind . Verscharre sie miteinander in der Erde und versenke ihre Pracht ins Verborgene , so will ich dir auch bekennen , daß dir deine rechte Hand helfen kann . Siehe , der Behemoth , den ich neben dir gemacht habe , frißt Heu wie ein Ochse . Siehe , seine Kraft ist in seinen Lenden und sein Vermögen im Nabel seines Bauchs . Sein Schwanz strecket sich wie eine Zeder , die Adern seiner Scham starren wie ein Ast . Seine Knochen sind wie fest Erz , seine Gebeine sind wie eiserne Stäbe . Er ist der Anfang der Wege Gottes ; der ihn gemacht hat , der greift ihn an mit seinem Schwert . Die Berge tragen ihm Kräuter , und alle wilden Tiere spielen daselbst . Er liegt gern im Schatten , im Rohr und im Schlamm verborgen . Das Gebüsch bedeckt ihn mit seinem Schatten , und die Bachweiden bedecken ihn . Siehe , er schluckt in sich den Strom und achtet es nicht groß ; läßt sich dünken , er wolle den Jordan mit seinem Munde ausschöpfen . Noch fähet man ihn mit seinen eigenen Augen , und durch Fallstricke durchbohret man ihm seine Nase . Kannst du den Leviathan ziehen mit dem Hamen und seine Zunge mit einem Strick fassen ? Kannst du ihm eine Angel in die Nase legen und mit einem Stachel ihm die Backen durchbohren ? Meinest du , er werde dir viel Flehens machen oder dir heucheln ? Meinest du , daß er einen Bund mit dir machen werde , daß du ihn immer zum Knecht habest ? Kannst du mit ihm spielen wie mit einem Vogel , oder ihn deinen Dirnen binden ? Meinest du , die Gesellschaften werden ihn zerschneiden , daß er unter die Kaufleute zerteilet wird ? Kannst du das Netz füllen mit seiner Haut und die Fischreusen mit seinem Kopf ? Wenn du deine Hand an ihn legst , so gedenke , daß ein Streit sei , den du nicht ausführen wirst . Siehe , seine Hoffnung wird ihm fehlen ; und wenn er sein ansichtig wird , schwinget er sich dahin . Niemand ist so kühn , der ihn reizen darf ; wer ist denn , der vor mir stehen könne ? Wer hat mir was zuvor getan , daß ich&#039;s ihm vergelte ? Es ist mein , was unter allen Himmeln ist . Dazu muß ich nun sagen , wie groß , wie mächtig und wohl geschaffen er ist . Wer kann ihm sein Kleid aufdecken ? Und wer darf es wagen , ihm zwischen die Zähne zu greifen ? Wer kann die Kinnbacken seines Antlitzes auftun ? Schrecklich stehen seine Zähne umher . Seine stolzen Schuppen sind wie feste Schilde , fest und enge ineinander . Eine rührt an die andere , daß nicht ein Lüftlein dazwischengehet . Es hängt eine an der andern , und halten sich zusammen , daß sie sich nicht voneinander trennen . Sein Niesen glänzet wie ein Licht ; seine Augen sind wie die Augenlider der Morgenröte . Aus seinem Munde fahren Fackeln , und feurige Funken schießen heraus . Aus seiner Nase gehet Rauch wie von heißen Töpfen und Kessel . Sein Odem ist wie lichte Lohe , und aus seinem Munde gehen Flammen . Er hat einen starken Hals ; und ist seine Lust , wo er etwas verderbet . Die Gliedmaßen seines Fleisches hangen aneinander und halten hart an ihm , daß er nicht zerfallen kann . Sein Herz ist so hart wie ein Stein und so fest wie ein Stück vom untersten Mühlstein . Wenn er sich erhebt , so entsetzen sich die Starken ; und wenn er daherbricht , so ist keine Gnade da . Wenn man zu ihm will mit dem Schwert , so regt er sich nicht ; oder mit Spieß , Geschoß und Panzer . Er achtet Eisen wie Stroh und Erz wie faul Holz . Kein Pfeil wird ihn verjagen ; die Schleudersteine sind wie Stoppeln . Den Hammer achtet er wie Stoppeln ; er spottet der bebenden Lanze . Unter ihm liegen scharfe Steine und fährt über die scharfen Felsen wie über Kot . Er macht , daß das tiefe Meer siedet wie ein Topf , und rührt es ineinander , wie man eine Salbe menget . Nach ihm leuchtet der Weg , er macht die Tiefe ganz grau . Auf Erden ist ihm niemand zu gleichen ; er ist gemacht ohne Furcht zu sein . Er verachtet alles , was hoch ist ; er ist ein König über alle Stolzen . Und Hiob antwortete dem HERRN und sprach : ich erkenne , daß du alles vermagst , und kein Gedanke ist dir verborgen . Es ist ein unbesonnener Mann , der seinen Rat meinet zu verbergen . Darum bekenne ich , daß ich habe unweislich geredet , das mir zu hoch ist und nicht verstehe . So erhöre nun , laß mich reden ; ich will dich fragen , lehre mich ! Ich habe dich mit den Ohren gehöret , und mein Auge siehet dich auch nun . Darum schuldige ich mich und tue Buße in Staub und Asche . Da nun der HERR diese Worte mit Hiob geredet hatte ; sprach er zu Eliphas von Theman : Mein Zorn ist ergrimmet über dich und über deine zween Freunde ; denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob . So nehmet nun sieben Farren und sieben Widder und gehet hin zu meinem Knechte Hiob und opfert Brandopfer für euch und laßt meinen Knecht Hiob für euch bitten . Denn ihn will ich ansehen , daß ich euch nicht sehen lasse , wie ihr Torheit begangen habt ; denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob . Da gingen hin Eliphas von Theman , Bildad von Suah und Zophar von Naema und taten , wie der HERR ihnen gesagt hatte . Und der HERR sah an Hiob . Und der HERR wendete das Gefängnis Hiobs , da er bat für seine Freunde . Und der HERR gab Hiob zwiefältig so viel , als er gehabt hatte . Und es kamen zu ihm alle seine Brüder und alle seine Schwestern und alle , die ihn vorhin kannten , und aßen mit ihm in seinem Hause und kehreten sich zu ihm und trösteten ihn über allem Übel , das der HERR über ihn hatte kommen lassen . Und ein jeglicher gab ihm einen schönen Groschen und ein gülden Stirnband . Und der HERR segnete hernach Hiob mehr denn vorhin , daß er kriegte vierzehntausend Schafe und sechstausend Kamele und tausend Joch Rinder und tausend Esel . Und kriegte sieben Söhne und drei Töchter . Und hieß die erste Jemima , die andere Kezia und die dritte Keren-Hapuch . Und wurden nicht so schöne Weiber funden in allen Landen als die Töchter Hiobs . Und ihr Vater gab ihnen Erbteil unter ihren Brüdern . Und Hiob lebte nach diesem hundertundvierzig Jahre , daß er sah Kinder und Kindeskinder bis in das vierte Glied . Und Hiob starb alt und lebenssatt . </passage></reply></GetPassage>