<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545:35</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545:35</urn><passage>Dies ist die Last , welche der Prophet Habakuk gesehen hat . HERR , wie lange soll ich schreien , und du willst nicht hören ? Wie lange soll ich zu dir rufen über Frevel , und du willst nicht helfen ? Warum lässest du mich sehen Mühe und Arbeit ? Warum zeigest du mir Raub und Frevel um mich ? Es gehet Gewalt über Recht . Darum gehet es gar anders denn recht und kann keine rechte Sache gewinnen ; denn der Gottlose übervorteilt den Gerechten , darum gehen verkehrte Urteile . Schauet unter den Heiden , sehet und verwundert euch ; denn ich will etwas tun zu euren Zeiten , welches ihr nicht glauben werdet , wenn man davon sagen wird . Denn siehe , ich will die Chaldäer erwecken , ein bitter und schnell Volk , welches ziehen wird , soweit das Land ist , Wohnungen einzunehmen , die nicht sein sind , und wird grausam und schrecklich sein , das da gebeut und zwinget , wie es will . Ihre Rosse sind schneller denn die Parden ; so sind sie auch beißiger denn die Wölfe des Abends . Ihre Reiter ziehen mit großen Haufen von ferne daher , als flögen sie , wie die Adler eilen zum Aas . Sie kommen allesamt , daß sie Schaden tun ; wo sie hin wollen , reißen sie hindurch wie ein Ostwind und werden Gefangene zusammenraffen wie Sand . Sie werden der Könige spotten und der Fürsten werden sie lachen . Alle Festungen werden ihnen ein Scherz sein ; denn sie werden Schutt machen und sie doch gewinnen . Alsdann werden sie einen neuen Mut nehmen , werden fortfahren und sich versündigen ; dann muß ihr Sieg ihres Gottes sein . Aber du , HERR , mein Gott , mein Heiliger , der du von Ewigkeit her bist , laß uns nicht sterben , sondern laß sie uns , o HERR , nur eine Strafe sein und laß sie , o unser Hort , uns nur züchtigen ! Deine Augen sind rein , daß du Übels nicht sehen magst , und dem Jammer kannst du nicht zusehen . Warum siehest du denn zu den Verächtern und schweigest , daß der Gottlose verschlinget den , der frömmer denn er ist , und lässet die Menschen gehen wie Fische im Meer , wie Gewürm , das keinen , HERRN hat ? Sie ziehen&#039;s alles mit dem Hamen und fahen&#039;s mit ihrem Netze und sammeln&#039;s mit ihrem Garn ; des freuen sie sich und sind fröhlich . Darum opfern sie ihrem Netze und räuchern ihrem Garn , weil durch dieselbigen ihr Teil so fett und ihre Speise so völlig worden ist . Derhalben werfen sie ihr Netz noch immer aus und wollen nicht aufhören , Leute zu erwürgen . Hie stehe ich auf meiner Hut und trete auf meine Feste und schaue und sehe zu , was mir gesagt werde , und was ich antworten solle dem , der mich schilt . Der HERR aber antwortet mir und spricht : Schreibe das Gesicht und male es auf eine Tafel , daß es lesen könne , wer vorüberläuft ( nämlich also ) : Die Weissagung wird ja noch erfüllet werden zu seiner Zeit und wird endlich frei an Tag kommen und nicht außen bleiben . Ob sie aber verzeucht , so harre ihrer ; sie wird gewißlich kommen und nicht verziehen . Siehe , wer halsstarrig ist , der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben ; denn der Gerechte lebet seines Glaubens . Aber der Wein betrügt den stolzen Mann , daß er nicht bleiben kann , welcher seine Seele aufsperret wie die Hölle , und ist gerade wie der Tod , der nicht zu sättigen ist , sondern rafft zu sich alle Heiden und sammelt zu sich alle Völker . Was gilt&#039;s aber ? Dieselbigen alle werden einen Spruch von ihm machen und eine Sage und Sprichwort und werden sagen : Wehe dem , der sein Gut mehret mit fremdem Gut ! Wie lange wird&#039;s währen ? und ladet nur viel Schlammes auf sich . O wie plötzlich werden aufwachen , die dich beißen , und erwachen , die dich wegstoßen ! Und du mußt ihnen zuteil werden . Denn du hast viel Heiden geraubt ; so werden dich wieder rauben alle übrigen von den Völkern um der Menschen Bluts willen und um des Frevels willen , im Lande und in der Stadt und an allen , die drinnen wohnen , begangen . Wehe dem , der da geizet zum Unglück seines Hauses , auf daß er sein Nest in die Höhe lege , daß er dem Unfall entrinne ! Aber dein Ratschlag wird zur Schande deines Hauses geraten ; denn du hast zu viel Völker zerschlagen und hast mit allem Mutwillen gesündiget . Denn auch die Steine in der Mauer werden schreien , und die Balken am Gesperre werden ihnen antworten . Wehe dem , der die Stadt mit Blut bauet und zurichtet die Stadt mit Unrecht ! Ist&#039;s nicht also , daß vom HERRN Zebaoth geschehen wird ? Was dir die Völker gearbeitet haben , muß mit Feuer verbrennen , und daran die Leute müde worden sind , muß verloren sein . Denn die Erde wird voll werden von Erkenntnis der Ehre des HERRN , wie Wasser , das das Meer bedeckt . Wehe dir , der du deinem Nächsten einschenkest und mischest deinen Grimm darunter und trunken machest , daß du seine Scham sehest ! Man wird dich auch sättigen mit Schande für Ehre . So saufe du nun auch , daß du taumelst ; denn dich wird umgeben der Kelch in der Rechten des HERRN , und mußt schändlich speien für deine HERRLIchkeit . Denn der Frevel , am Libanon begangen , wird dich überfallen , und die verstörten Tiere werden dich schrecken um der Menschen Bluts willen und um des Frevels willen , im Lande und in der Stadt und an allen , die drinnen wohnen , begangen . Was wird dann helfen das Bild , das sein Meister gebildet hat , und das falsche gegossene Bild , darauf sich verläßt sein Meister , daß er stumme Götzen machte ? Wehe dem , der zum Holz spricht : Wache auf ! und zum stummen Stein : Stehe auf ! Wie sollt es lehren ? Siehe , es ist mit Gold und Silber überzogen , und ist kein Odem in ihm . Aber der HERR ist in seinem heiligen Tempel . Es sei vor ihm stille alle Welt ! Dies ist das Gebet des Propheten Habakuk für die Unschuldigen : HERR , ich habe dein Gerücht gehöret , daß ich mich entsetze . HERR , du machst dein Werk lebendig mitten in den Jahren und lässest es kund werden mitten in den Jahren . Wenn Trübsal da ist , so denkest du der Barmherzigkeit . Gott kam vom Mittage und der Heilige vom Gebirge Paran . Sela . Seines Lobes war der Himmel voll und seiner Ehre war die Erde voll . Sein Glanz war wie Licht ; Glänze gingen von seinen Händen ; daselbst war heimlich seine Macht . Vor ihm her ging Pestilenz , und Plage ging aus , wo er hintrat . Er stund und maß das Land ; er schauete und zertrennete die Heiden , daß der Welt Berge zerschmettert wurden und sich bücken mußten die Hügel in der Welt , da er ging in der Welt . Ich sah der Mohren Hütten in Mühe und der Midianiter Gezelte betrübt . Warest du nicht zornig , HERR , in der Flut und dein Grimm in den Wassern und dein Zorn im Meer , da du auf deinen Rossen rittest und deine Wagen den Sieg behielten ? Du zogest den Bogen hervor , wie du geschworen hattest den Stämmen , Sela , und teiltest die Ströme ins Land . Die Berge sahen dich , und ihnen ward bange ; der Wasserstrom fuhr dahin , die Tiefe ließ sich hören , die Höhe hub die Hände auf . Sonne und Mond stunden still . Deine Pfeile fuhren mit Glänzen dahin und deine Speere mit Blicken des Blitzes . Du zertratest das Land im Zorn und zerdroschest die Heiden im Grimm . Du zogest aus , deinem Volk zu helfen , zu helfen deinem Gesalbten . Du zerschmissest das Haupt im Hause des Gottlosen und entblößetest die Grundfeste bis an den Hals . Sela . Du wolltest fluchen dem Zepter des Haupts samt seinen Flecken , die wie ein Wetter kommen , mich zu zerstreuen , und freuen sich , als fräßen sie den Elenden verborgen . Deine Pferde gehen im Meer , im Schlamm großer Wasser . Weil ich solches höre , ist mein Bauch betrübt , meine Lippen zittern von dem Geschrei ; Eiter gehet in meine Gebeine , ich bin bei mir betrübt . O daß ich ruhen möchte zur Zeit der Trübsal , da wir hinaufziehen zum Volk , das uns bestreitet . Denn der Feigenbaum wird nicht grünen , und wird kein Gewächs sein an den Weinstöcken ; die Arbeit am Ölbaum fehlet und die Äcker bringen keine Nahrung , und Schafe werden aus den Hürden gerissen , und werden keine Rinder in den Ställen sein . Aber ich will mich freuen des HERRN und fröhlich sein in Gott , meinem Heil . Denn der HERR HERR ist meine Kraft und wird meine Füße machen wie Hirschfüße und wird mich in der Höhe führen , daß ich singe auf meinem Saitenspiel . </passage></reply></GetPassage>