<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545:58</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545:58</urn><passage>Nachdem vorzeiten Gott manchmal und mancherlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten , hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn , welchen er gesetzt hat zum Erben über alles , durch welchen er auch die Welt gemacht hat ; welcher , sintemal er ist der Glanz seiner HERRLIchkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat gemacht die Reinigung unserer Sünden durch sich selbst , hat er sich gesetzt zu der Rechten der Majestät in der Höhe , so viel besser worden denn die Engel , so gar viel einen höhern Namen er vor ihnen ererbet hat . Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt : Du bist mein Sohn , heute habe ich dich gezeuget ? Und abermal : Ich werde sein Vater sein , und er wird mein Sohn sein ? Und abermal , da er einführet den Erstgeborenen in die Welt , spricht er : Und es sollen ihn alle Gottesengel anbeten . Von den Engeln spricht er zwar : Er macht seine Engel Geister und seine Diener Feuerflammen ; aber von dem Sohn : Gott , dein Stuhl währet von Ewigkeit zu Ewigkeit ; das Zepter deines Reichs ist ein richtiges Zepter . Du hast geliebet die Gerechtigkeit und gehasset die Ungerechtigkeit ; darum hat dich , o Gott , gesalbet dein Gott mit dem Öle der Freuden über deine Genossen ; und : Du , HERR , hast von Anfang die Erde gegründet , und die Himmel sind deiner Hände Werk . Dieselbigen werden vergehen , du aber wirst bleiben ; und sie werden alle veralten wie ein Kleid , und wie ein Gewand wirst du sie wandeln , und sie werden sich verwandeln . Du aber bist derselbige , und deine Jahre werden nicht aufhören . Zu welchem Engel aber hat er jemals gesagt : Setze dich zu meiner Rechten , bis ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße ? Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister , ausgesandt zum Dienst um derer willen , die ererben sollen die Seligkeit ? Darum sollen wir desto mehr wahrnehmen des Worts , das wir hören , daß wir nicht dahinfahren . Denn so das Wort fest worden ist , das durch die Engel geredet ist , und eine jegliche Übertretung und Ungehorsam hat empfangen seinen rechten Lohn : wie wollen wir entfliehen , so wir eine solche Seligkeit nicht achten ? welche , nachdem sie erstlich geprediget ist durch den HERRN , ist sie auf uns kommen durch die , so es gehöret haben . Und Gott hat ihr Zeugnis gegeben mit Zeichen , Wundern und mancherlei Kräften und mit Austeilung des Heiligen Geistes nach seinem Willen . Denn er hat nicht den Engeln untertan die zukünftige Welt , davon wir reden . Es bezeuget aber einer an einem Ort und spricht : Was ist der Mensch , daß du sein gedenkest , und des Menschen Sohn , daß du ihn heimsuchest ? Du hast ihn eine kleine Zeit der Engel mangeln lassen ; mit Preis und Ehren hast du ihn gekrönet und hast ihn gesetzt über die Werke deiner Hände ; alles hast du untertan zu seinen Füßen . In dem , daß er ihm alles hat untertan , hat er nichts gelassen , das ihm nicht untertan sei ; jetzt aber sehen wir noch nicht , daß ihm alles untertan sei . Den aber , der eine kleine Zeit der Engel gemangelt hat , sehen wir , daß es Jesus ist , durch Leiden des Todes gekrönet mit Preis und Ehren , auf daß er von Gottes Gnaden für alle den Tod schmeckete . Denn es ziemete dem , um deswillen alle Dinge sind , und durch den alle Dinge sind , der da viel Kinder hat zur HERRLIchkeit geführet , daß er den Herzog ihrer Seligkeit durch Leiden vollkommen machte . Sintemal sie alle von einem kommen , beide , der da heiliget , und die da geheiliget werden . Darum schämet er sich auch nicht , sie Brüder zu heißen , und spricht : Ich will verkündigen deinen Namen meinen Brüdern und mitten in der Gemeinde dir Lob singen . Und abermal : Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen . Und abermal : Siehe da , ich und die Kinder , welche mir Gott gegeben hat . Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben , ist er&#039;s gleichermaßen teilhaftig worden , auf daß er durch den Tod die Macht nähme dem , der des Todes Gewalt hatte , das ist , dem Teufel , und erlösete die , so durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein mußten . Denn er nimmt nirgend die Engel an sich , sondern den Samen Abrahams nimmt er an sich . Daher mußte er allerdinge seinen Brüdern gleich werden , auf daß er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott , zu versöhnen die Sünde des Volks . Denn darinnen er gelitten hat und versucht ist , kann er helfen denen , die versucht werden . Derhalben , ihr heiligen Brüder , die ihr mit berufen seid durch die himmlische Berufung , nehmet wahr des Apostels und Hohenpriesters , den wir bekennen , Christi Jesu , der da treu ist dem , der ihn gemacht hat ( wie auch Mose ) in seinem ganzen Hause . Dieser aber ist größerer Ehre wert denn Mose , nachdem der eine größere Ehre am Hause hat , der es bereitet , denn das Haus . Denn ein jeglich Haus wird von jemand bereitet ; der aber alles bereitet , das ist Gott . Und Mose zwar war treu in seinem ganzen Hause als ein Knecht zum Zeugnis des , das gesagt sollte werden ; Christus aber als ein Sohn über sein Haus ; welches Haus sind wir , so wir anders das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung bis ans Ende fest behalten . Darum , wie der Heilige Geist spricht : Heute , so ihr hören werdet seine Stimme , so verstocket eure Herzen nicht , als geschah in der Verbitterung , am Tage der Versuchung in der Wüste , da mich eure Väter versuchten ; sie prüften mich und sahen meine Werke vierzig Jahre lang ; darum ich entrüstet ward über dies Geschlecht und sprach : Immerdar irren sie mit dem Herzen , aber sie wußten meine Wege nicht , daß ich auch schwur in meinem Zorn , sie sollten zu meiner Ruhe nicht kommen . Sehet zu , liebe Brüder , daß nicht jemand unter euch ein arges , ungläubiges Herz habe , das da abtrete von dem lebendigen Gott , sondern ermahnet euch selbst alle Tage , solange es heute heißt , daß nicht jemand unter euch verstocket werde durch Betrug der Sünde . Denn wir sind Christi teilhaftig worden , so wir anders das angefangene Wesen bis ans Ende fest behalten , solange gesagt wird : Heute , so ihr seine Stimme hören werdet , so verstocket eure Herzen nicht , wie in der Verbitterung geschah . Denn etliche , da sie höreten , richteten eine Verbitterung an , aber nicht alle , die von Ägypten ausgingen durch Mose . Über welche aber ward er entrüstet vierzig Jahre lang ? Ist&#039;s nicht also , daß über die , so da sündigten , deren Leiber in der Wüste verfielen ? Welchen schwur er aber , daß sie nicht zu seiner Ruhe kommen sollten , denn den Ungläubigen ? Und wir sehen , daß sie nicht haben können hineinkommen um des Unglaubens willen . So lasset uns nun fürchten , daß wir die Verheißung , einzukommen zu seiner Ruhe , nicht versäumen , und unser keiner dahintenbleibe . Denn es ist uns auch verkündiget gleichwie jenen ; aber das Wort der Predigt half jenen nichts , da nicht glaubeten die , so es höreten . Denn wir , die wir glauben , gehen in die Ruhe , wie er spricht : Daß ich schwur in meinem Zorn , sie sollten zu meiner Ruhe nicht kommen . Und zwar , da die Werke von Anbeginn der Welt waren gemacht , sprach er an einem Ort von dem siebenten Tage also : Und Gott ruhete am siebenten Tage von allen seinen Werken . Und hier an diesem Ort abermal : Sie sollen nicht kommen zu meiner Ruhe . Nachdem es nun noch vorhanden ist , daß etliche sollen zu derselbigen kommen , und die , denen es zuerst verkündiget ist , sind nicht dazu kommen um des Unglaubens willen , bestimmte er abermal einen Tag nach solcher langen Zeit und sagte durch David : Heute , wie gesagt ist , heute , so ihr seine Stimme hören werdet , so verstocket eure Herzen nicht ! Denn so Josua sie hätte zur Ruhe gebracht , würde er nicht hernach von einem andern Tage gesagt haben . Darum ist noch eine Ruhe vorhanden dem Volk Gottes . Denn wer zu seiner Ruhe kommen ist , der ruhet auch von seinen Werken , gleich wie Gott von seinen . So lasset uns nun Fleiß tun , einzukommen zu dieser Ruhe , auf daß nicht jemand falle in dasselbige Exempel des Unglaubens . Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer denn kein zweischneidig Schwert und durchdringet , bis daß es scheidet Seele und Geist , auch Mark und Bein , und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens . Und ist keine Kreatur vor ihm unsichtbar ; es ist aber alles bloß und entdeckt vor seinen Augen ; von dem reden wir . Dieweil wir denn einen großen Hohenpriester haben , Jesum , den Sohn Gottes , der gen Himmel gefahren ist , so lasset uns halten an dem Bekenntnis . Denn wir haben nicht einen Hohenpriester , der nicht könnte Mitleid haben mit unserer Schwachheit , sondern der versucht ist allenthalben gleich wie wir , doch ohne Sünde . Darum lasset uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenstuhl , auf daß wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden auf die Zeit , wenn uns Hilfe not sein wird . Denn ein jeglicher Hoherpriester , der aus den Menschen genommen wird , der wird gesetzt für die Menschen gegen Gott , auf daß er opfere Gaben und Opfer für die Sünden , der da könnte mitleiden über die , so unwissend sind und irren , nachdem er auch selbst umgeben ist mit Schwachheit . Darum muß er auch , gleichwie für das Volk , also auch für sich selbst opfern für die Sünden . Und niemand nimmt sich selbst die Ehre , sondern der auch berufen sei von Gott gleichwie Aaron . Also auch Christus hat sich nicht selbst in die Ehre gesetzt , daß er Hoherpriester würde , sondern der zu ihm gesagt hat : Du bist mein Sohn ; heute habe ich dich gezeuget . Wie er auch am andern Ort spricht : Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks . Und er hat in den Tagen seines Fleisches Gebet und Flehen mit starkem Geschrei und Tränen geopfert zu dem , der ihm von dem Tode konnte aushelfen ; und ist auch erhöret , darum daß er Gott in Ehren hatte . Und wiewohl er Gottes Sohn war , hat er doch an dem , was er litt , Gehorsam gelernet . Und da er ist vollendet , ist er worden allen , die ihm gehorsam sind , eine Ursache zur ewigen Seligkeit , genannt von Gott ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks . Davon hätten wir wohl viel zu reden ; aber es ist schwer , weil ihr so unverständig seid . Und die ihr solltet längst Meister sein , bedürfet ihr wiederum , daß man euch die ersten Buchstaben der göttlichen Worte lehre , und daß man euch Milch gebe und nicht starke Speise . Denn wem man noch Milch geben muß , der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit ; denn er ist ein junges Kind . Den Vollkommenen aber gehört starke Speise , die durch Gewohnheit haben geübte Sinne zum Unterschied des Guten und des Bösen . Darum wollen wir die Lehre vom Anfang christliches Lebens jetzt lassen und zur Vollkommenheit fahren , nicht abermal Grund legen von Buße der toten Werke , vom Glauben an Gott , von der Taufe , von der Lehre , vom Händeauflegen , von der Toten Auferstehung und vom ewigen Gerichte . Und das wollen wir tun , so es Gott anders zulässet . Denn es ist unmöglich , daß die , so einmal erleuchtet sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und teilhaftig worden sind des Heiligen Geistes und geschmeckt haben das gütige Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt , wo sie abfallen und wiederum sich selbst den Sohn Gottes kreuzigen und für Spott halten , daß sie sollten wiederum erneuert werden zur Buße . Denn die Erde , die den Regen trinkt , der oft über sie kommt , und bequem Kraut träget denen , die sie bauen , empfänget Segen von Gott . Welche aber Dornen und Disteln träget , die ist untüchtig und dem Fluch nahe , welche man zuletzt verbrennet . Wir versehen uns aber , ihr Liebsten , Besseres zu euch , und daß die Seligkeit näher sei , ob wir wohl also reden . Denn Gott ist nicht ungerecht , daß er vergesse eures Werks und Arbeit der Liebe , die ihr beweiset habt an seinem Namen , da ihr den Heiligen dientet und noch dienet . Wir begehren aber , daß euer jeglicher denselbigen Fleiß beweise , die Hoffnung festzuhalten bis ans Ende , daß ihr nicht träge werdet , sondern Nachfolger derer , die durch den Glauben und Geduld ererben die Verheißungen . Denn als Gott Abraham verhieß , da er bei keinem Größeren zu schwören hatte , schwur er bei sich selbst und sprach : Wahrlich , ich will dich segnen und vermehren . Und also trug er Geduld und erlangte die Verheißung . Die Menschen schwören wohl bei einem Größeren , denn sie sind ; und der Eid macht ein Ende alles Haders , dabei es fest bleibt unter ihnen . Aber Gott , da er wollte den Erben der Verheißung überschwenglich beweisen , daß sein Rat nicht wankete , hat er einen Eid dazugetan , auf daß wir durch zwei Stücke , die nicht wanken ( denn es ist unmöglich , daß Gott lüge ) , einen starken Trost haben , die wir Zuflucht haben und halten an der angebotenen Hoffnung , welche wir haben als einen sicheren und festen Anker unserer Seele , der auch hineingehet in das Inwendige des Vorhangs , dahin der Vorläufer für uns eingegangen , Jesus , ein Hoherpriester worden in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks . Dieser Melchisedek aber war ein König zu Salem , ein Priester Gottes , des Allerhöchsten , der Abraham entgegenging , da er von der Könige Schlacht wiederkam , und segnete ihn , welchem auch Abraham gab den Zehnten aller Güter . Aufs erste wird er verdolmetscht ein König der Gerechtigkeit ; danach aber ist er auch ein König Salem , das ist , ein König des Friedens ; ohne Vater , ohne Mutter , ohne Geschlecht ; und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens . Er ist aber verglichen dem Sohn Gottes und bleibet Priester in Ewigkeit . Schauet aber , wie groß ist der , dem auch Abraham , der Patriarch , den Zehnten gibt von der eroberten Beute ! Zwar die Kinder Levi , da sie das Priestertum empfangen , haben sie ein Gebot , den Zehnten vom Volk , das ist , von ihren Brüdern , zu nehmen nach dem Gesetz , wiewohl auch dieselben aus den Lenden Abrahams kommen sind . Aber der , des Geschlecht nicht genannt wird unter ihnen , der nahm den Zehnten von Abraham und segnete den , der die Verheißung hatte . Nun ist&#039;s ohne alles Widersprechen also , daß das Geringere von dem Besseren gesegnet wird . Und hier nehmen den Zehnten die sterbenden Menschen ; aber dort bezeuget er , daß er lebe . Und daß ich also sage , es ist auch Levi , der den Zehnten nimmt , verzehntet durch Abraham . Denn er war je noch in den Lenden des Vaters , da ihm Melchisedek entgegenging . Ist nun die Vollkommenheit durch das levitische Priestertum geschehen ( denn unter demselbigen hat das Volk das Gesetz empfangen ) , was ist denn weiter not zu sagen , daß ein anderer Priester aufkommen solle nach der Ordnung Melchisedeks und nicht nach der Ordnung Aarons ? Denn wo das Priestertum verändert wird , da muß auch das Gesetz verändert werden . Denn von dem solches gesagt ist , der ist von einem andern Geschlecht , aus welchem nie keiner des Altars gepfleget hat . Denn es ist ja offenbar , daß von Juda aufgegangen ist unser HERR ; zu welchem Geschlecht Mose nicht geredet hat vom Priestertum . Und es ist noch viel klarer , so nach der Weise Melchisedeks ein anderer Priester aufkommt , welcher nicht nach dem Gesetz des fleischlichen Gebots gemacht ist , sondern nach der Kraft des unendlichen Lebens . Denn er bezeuget : Du bist ein Priester ewiglich nach der Ordnung Melchisedeks . Denn damit wird das vorige Gesetz aufgehoben , darum daß es zu schwach und nicht nütze war ( denn das Gesetz konnte nichts vollkommen machen ) , und wird eingeführet eine bessere Hoffnung , durch welche wir zu Gott nahen ; und dazu , das viel ist , nicht ohne Eid . Denn jene sind ohne Eid Priester worden ; dieser aber mit dem Eid durch den , der zu ihm spricht : Der HERR hat geschworen , und wird ihn nicht gereuen : Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks . Also eines so viel besseren Testaments Ausrichter ist Jesus worden . Und jener sind viel , die Priester wurden , darum daß sie der Tod nicht bleiben ließ ; dieser aber darum , daß er bleibet ewiglich , hat er ein unvergänglich Priestertum ; daher er auch selig machen kann immerdar , die durch ihn zu Gott kommen , und lebet immerdar und bittet für sie . Denn einen solchen Hohenpriester sollten wir haben , der da wäre heilig , unschuldig , unbefleckt , von den Sündern abgesondert und höher , denn der Himmel ist , dem nicht täglich not wäre wie jenen Hohenpriestern , zuerst für eigene Sünden Opfer zu tun , danach für des Volks Sünden ; denn das hat er getan einmal , da er sich selbst opferte . Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern , die da Schwachheit haben ; dies Wort aber des Eides , das nach dem Gesetz gesagt ist , setzet den Sohn ewig und vollkommen . Das ist nun die Summa , davon wir reden : Wir haben einen solchen Hohenpriester , der da sitzet zu der Rechten auf dem Stuhl der Majestät im Himmel ; und ist ein Pfleger der heiligen Güter und der wahrhaftigen Hütte , welche Gott aufgerichtet hat und kein Mensch . Denn ein jeglicher Hoherpriester wird eingesetzt , zu opfern Gaben und Opfer . Darum muß auch dieser etwas haben , das er opfere . Wenn er nun auf Erden wäre , so wäre er nicht Priester , dieweil da Priester sind , die nach dem Gesetz die Gaben opfern , welche dienen dem Vorbilde und dem Schatten der himmlischen Güter ; wie die göttliche Antwort zu Mose sprach , da er sollte die Hütte vollenden : Schaue zu , sprach er , daß du machest alles nach dem Bilde , das dir auf dem Berge gezeiget ist . Nun aber hat er ein besser Amt erlanget , als der eines besseren Testaments Mittler ist , welches auch auf besseren Verheißungen stehet . Denn so jenes , das erste , untadelig gewesen wäre , würde nicht Raum zu einem andern gesucht . Denn er tadelt sie und sagt : Siehe , es kommen die Tage , spricht der HERR , daß ich über das Haus Israel und über das Haus Juda ein neu Testament machen will ; nicht nach dem Testament , das ich gemacht habe mit ihren Vätern an dem Tage , da ich ihre Hand ergriff , sie auszuführen aus Ägyptenland . Denn sie sind nicht geblieben in meinem Testament ; so habe ich ihrer auch nicht wollen achten , spricht der HERR . Denn das ist das Testament , das ich machen will dem Hause Israel nach diesen Tagen , spricht der HERR : Ich will geben meine Gesetze in ihren Sinn , und in ihr Herz will ich sie schreiben , und will ihr Gott sein , und sie sollen mein Volk sein Und soll nicht lehren jemand seinen Nächsten noch jemand seinen Bruder und sagen : Erkenne den HERRN ! Denn sie sollen mich alle kennen , von dem Kleinsten an bis zu dem Größten . Denn ich will gnädig sein ihrer Untugend und ihren Sünden , und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken . Indem er sagt : Ein neues , macht er das erste alt . Was aber alt und überjahret ist , das ist nahe bei seinem Ende . Es hatte zwar auch das erste seine Rechte des Gottesdienstes und äußerliche Heiligkeit . Denn es war da aufgerichtet das Vorderteil der Hütte , darinnen war der Leuchter und der Tisch und die Schaubrote ; und diese heißt das Heilige . Hinter dem andern Vorhang aber war die Hütte , die da heißt das Allerheiligste . Die hatte das güldene Rauchfaß und die Lade des Testaments , allenthalben mit Gold überzogen , in welcher war die güldene Gelte , die das Himmelbrot hatte , und die Rute Aarons , die gegrünet hatte , und die Tafeln des Testaments . Oben drüber aber waren die Cherubim der HERRLIchkeit , die überschatteten den Gnadenstuhl ; von welchem jetzt nicht zu sagen ist insonderheit . Da nun solches also zugerichtet war gingen die Priester allezeit in die vorderste Hütte und richteten aus den Gottesdienst . In die andere aber ging nur einmal im Jahr allein der Hohepriester , nicht ohne Blut , daß er opferte für sein selbst und des Volks Unwissenheit . Damit der Heilige Geist deutete , daß noch nicht offenbart wäre der Weg zur Heiligkeit , solange die erste Hütte stünde , welche mußte zu derselbigen Zeit ein Vorbild sein , in welcher Gaben und Opfer geopfert wurden , und konnten nicht vollkommen machen nach dem Gewissen den , der da Gottesdienst tut allein mit Speise und Trank und mancherlei Taufen und äußerlicher Heiligkeit , die bis auf die Zeit der Besserung sind aufgelegt . Christus aber ist kommen , daß er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter , durch eine größere und vollkommenere Hütte , die nicht mit der Hand gemacht ist , das ist , die nicht also gebauet ist ; Auch nicht durch der Böcke oder Kälber Blut , sondern er ist durch sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden . Denn so der Ochsen und der Böcke Blut und die Asche , von der Kuh gesprenget , heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit , wieviel mehr wird das Blut Christi , der sich selbst ohne allen Wandel durch den Heiligen Geist Gott geopfert hat , unser Gewissen reinigen von den toten Werken , zu dienen dem lebendigen Gott ! Und darum ist er auch ein Mittler des Neuen Testaments , auf daß durch den Tod , so geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen , die unter dem ersten Testament waren , die , so berufen sind , das verheißene ewige Erbe empfangen . Denn wo ein Testament ist , da muß der Tod geschehen des , der das Testament machte . Denn ein Testament wird fest durch den Tod , anders hat es noch nicht Macht , wenn der noch lebet , der es gemacht hat . Daher auch das erste nicht ohne Blut gestiftet ward . Denn als Mose ausgeredet hatte von allen Geboten nach dem Gesetz zu allem Volk , nahm er Kälber - und Bocksblut mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengete das Buch und alles Volk . Und sprach : Das ist das Blut des Testaments , das Gott euch geboten hat . Und die Hütte und alles Geräte des Gottesdienstes besprengete er desselbigengleichen mit Blut . Und wird fast alles mit Blut gereiniget nach dem Gesetz . Und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung . So mußten nun der himmlischen Dinge Vorbilder mit solchem gereiniget werden ; aber sie selbst , die himmlischen , müssen bessere Opfer haben , denn jene waren . Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heilige , so mit Händen gemacht ist ( welches ist ein Gegenbild des rechtschaffenen ) , sondern in den Himmel selbst , nun zu erscheinen vor dem Angesichte Gottes für uns . Auch nicht , daß er sich oftmals opfere , gleichwie der Hohepriester gehet alle Jahr in das Heilige mit fremdem Blut . Sonst hätte er oft müssen leiden von Anfang der Welt her . Nun aber am Ende der Welt ist er einmal erschienen , durch sein eigen Opfer die Sünde aufzuheben . Und wie den Menschen ist gesetzt , einmal zu sterben , danach aber das Gericht , also ist Christus einmal geopfert , wegzunehmen vieler Sünden . Zum andernmal aber wird er ohne Sünde erscheinen denen , die auf ihn warten , zur Seligkeit . Denn das Gesetz hat den Schatten von den zukünftigen Gütern , nicht das Wesen der Güter selbst . Alle Jahr muß man opfern immer einerlei Opfer und kann nicht , die da opfern , vollkommen machen ; sonst hätte das Opfern aufgehöret , wo die , so am Gottesdienst sind , kein Gewissen mehr hätten von den Sünden , wenn sie&#039; einmal gereiniget wären ; sondern es geschieht nur durch dieselbigen ein Gedächtnis der Sünden alle Jahr . Denn es ist unmöglich , durch Ochsen - und Bocksblut Sünden wegzunehmen . Darum , da er in die Welt kommt , spricht er : Opfer und Gaben hast du nicht gewollt ; den Leib aber hast du mir zubereitet . Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht . Da sprach ich : Siehe , ich komme ; im Buch stehet vornehmlich von mir geschrieben , daß ich tun soll , Gott , deinen Willen . Droben , als er gesagt hatte : Opfer und Gaben , Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt ; sie gefallen dir auch nicht ( welche nach dem Gesetz geopfert werden ) , da sprach er : Siehe , ich komme zu tun , Gott , deinen Willen . Da hebt er das erste auf , daß er das andere einsetze . In welchem Willen wir sind geheiliget , einmal geschehen durch das Opfer des Leibes Jesu Christi . Und ein jeglicher Priester ist eingesetzt , daß er alle Tage Gottesdienst pflege und oftmals einerlei Opfer tue , welche nimmermehr können die Sünden abnehmen . Dieser aber , da er hat ein Opfer für die Sünden geopfert , das ewiglich gilt , sitzt er nun zur Rechten Gottes und wartet hinfort , bis daß seine Feinde zum Schemel seiner Füße gelegt werden . Denn mit einem Opfer hat er in Ewigkeit vollendet , die geheiliget werden . Es bezeuget uns aber das auch der Heilige Geist . Denn nachdem er zuvor gesagt hatte : Das ist das Testament , das ich ihnen machen will nach diesen Tagen , spricht der HERR : Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben , und in ihre Sinne will ich es schreiben , und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken . Wo aber derselbigen Vergebung ist , da ist nicht mehr Opfer für die Sünde . So wir denn nun haben , liebe Brüder , die Freudigkeit zum Eingang in das Heilige durch das Blut Jesu , welchen er uns zubereitet hat zum neuen und lebendigen Wege durch den Vorhang , das ist , durch sein Fleisch , und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes : so lasset uns hinzugehen mit wahrhaftigem Herzen , in völligem Glauben , besprenget in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser ; und lasset uns halten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken denn er ist treu , der sie verheißen hat . Und lasset uns untereinander unser selbst wahrnehmen mit Reizen zur Liebe und guten Werken und nicht verlassen unsere Versammlung , wie etliche pflegen , sondern untereinander ermahnen , und das viel mehr , soviel ihr sehet , daß sich der Tag nahet . Denn so wir mutwillig sündigen , nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben , haben wir fürder kein ander Opfer mehr für die Sünden , sondern ein schrecklich Warten des Gerichts und des Feuereifers , der die Widerwärtigen verzehren wird . Wenn jemand das Gesetz Mose&#039;s bricht , der muß sterben ohne Barmherzigkeit durch zween oder drei Zeugen . Wieviel meinet ihr , ärgere Strafe wird der verdienen , der den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Testaments unrein achtet , durch welches er geheiliget ist , und den Geist der Gnaden schmähet ? Denn wir wissen den , der da sagte : Die Rache ist mein ; ich will vergelten , spricht der HERR . Und abermal : Der HERR wird sein Volk richten . Schrecklich ist&#039;s , in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen . Gedenket aber an die vorigen Tage , in welchen ihr , erleuchtet , erduldet habt einen großen Kampf des Leidens , zum Teil selbst durch Schmach und Trübsal ein Schauspiel worden , zum Teil Gemeinschaft gehabt mit denen , denen es also gehet . Denn ihr habt mit meinen Banden Mitleid gehabt und den Raub eurer Güter mit Freuden erduldet , als die ihr wisset , daß ihr bei euch selbst eine bessere und bleibende Habe im Himmel habt . Werfet euer Vertrauen nicht weg , welches eine große Belohnung hat . Geduld aber ist euch not , auf daß ihr den Willen Gottes tut und die Verheißung empfanget . Denn noch über eine kleine Weile , so wird kommen , der da kommen soll , und nicht verziehen . Der Gerechte aber wird des Glaubens leben . Wer aber weichen wird , an dem wird meine Seele kein Gefallen haben . Wir aber sind nicht von denen , die da weichen und verdammt werden , sondern von denen , die da glauben und die Seele erretten . Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des , das man hoffet , und nicht zweifeln an dem , das man nicht siehet . Durch den haben die Alten Zeugnis überkommen . Durch den Glauben merken wir , daß die Welt durch Gottes Wort fertig ist , daß alles , was man siehet , aus nichts worden ist . Durch den Glauben hat Abel Gott ein größer Opfer getan denn Kain , durch welchen er Zeugnis überkommen hat , daß er gerecht sei , da Gott zeugete von seiner Gabe ; und durch denselbigen redet er noch , wiewohl er gestorben ist . Durch den Glauben ward Enoch weggenommen , daß er den Tod nicht sähe , und ward nicht gefunden , darum daß ihn Gott wegnahm ; denn vor seinem Wegnehmen hat er Zeugnis gehabt , daß er Gott gefallen habe . Aber ohne Glauben ist&#039;s unmöglich , Gott gefallen ; denn wer zu Gott kommen will , der muß glauben , daß er sei und denen , die ihn suchen , ein Vergelter sein werde . Durch den Glauben hat Noah Gott geehret und die Arche zubereitet zum Heil seines Hauses , da er einen göttlichen Befehl empfing von dem das man noch nicht sah ; durch welchen er verdammte die Welt und hat ererbet die Gerechtigkeit , die durch den Glauben kommt . Durch den Glauben ward gehorsam Abraham , da er berufen ward , auszugehen in das Land , das er ererben sollte ; und ging aus und wußte nicht , wo er hinkäme . Durch den Glauben ist er ein Fremdling gewesen in dem verheißenen Lande als in einem fremden und wohnete in Hütten mit Isaak und Jakob , den Miterben derselbigen Verheißung . Denn er wartete auf eine Stadt , die einen Grund hat , welcher Baumeister und Schöpfer Gott ist . Durch den Glauben empfing auch Sara Kraft , daß sie schwanger ward , und gebar über die Zeit ihres Alters ; denn sie achtete ihn treu , der es verheißen hatte . Darum sind auch von einem , wie wohl erstorbenen Leibes , viele geboren wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Rande des Meeres , der unzählig ist . Diese alle sind gestorben im Glauben und haben die Verheißung nicht empfangen , sondern sie von ferne gesehen und sich der vertröstet und wohl genügen lassen und bekannt , daß sie Gäste und Fremdlinge auf Erden sind . Denn die solches sagen , die geben zu verstehen , daß sie ein Vaterland suchen . Und zwar , wo sie das gemeinet hätten , von welchem sie waren ausgezogen , hatten sie ja Zeit , wieder umzukehren . Nun aber begehren sie eines besseren , nämlich eines himmlischen . Darum schämet sich Gott ihrer nicht , zu heißen ihr Gott ; denn er hat ihnen eine Stadt zubereitet . Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak , da er versucht ward , und gab dahin den Eingebornen , da er schon die Verheißung empfangen hatte , von welchem gesagt war : In Isaak wird dir dein Same geheißen werden , und dachte : Gott kann auch wohl von den Toten erwecken ; daher er auch ihn zum Vorbilde wieder nahm . Durch den Glauben segnete Isaak von den zukünftigen Dingen den Jakob und Esau . Durch den Glauben segnete Jakob , da er starb , beide Söhne Josephs und neigete sich gegen seines Zepters Spitze . Durch den Glauben redete Joseph vom Auszug der Kinder Israel , da er starb , und tat Befehl von seinen Gebeinen . Durch den Glauben ward Mose , da er geboren war , drei Monden verborgen von seinen Eltern , darum daß sie sahen , wie er ein schön Kind war , und fürchteten sich nicht vor des Königs Gebot . Durch den Glauben wollte Mose , da er groß ward , nicht mehr ein Sohn heißen der Tochter Pharaos und erwählete viel lieber , mit dem Volk Gottes Ungemach zu leiden , denn die zeitliche Ergötzung der Sünde zu haben , und achtete die Schmach Christi für größeren Reichtum denn die Schätze Ägyptens ; denn er sah an die Belohnung . Durch den Glauben verließ er Ägypten und fürchtete nicht des Königs Grimm ; denn er hielt sich an den , den er nicht sah , als sähe er ihn . Durch den Glauben hielt er Ostern und das Blutvergießen , auf daß , der die Erstgeburten würgete , sie nicht träfe . Durch den Glauben gingen sie durch das Rote Meer als durch trocken Land ; welches die Ägypter auch versuchten und ersoffen . Durch den Glauben fielen die Mauern Jerichos , da sie sieben Tage umhergegangen waren . Durch den Glauben ward die Hure Rahab nicht verloren mit den Ungläubigen , da sie die Kundschafter freundlich aufnahm . Und was soll ich mehr sagen ? Die Zeit würde mir zu kurz , wenn ich sollte erzählen von Gideon und Barak und Simson und Jephthah und David und Samuel und den Propheten , welche haben durch den Glauben Königreiche bezwungen , Gerechtigkeit gewirket , die Verheißung erlanget , der Löwen Rachen verstopfet , des Feuers Kraft ausgelöscht , sind des Schwerts Schärfe entronnen , sind kräftig worden aus der Schwachheit , sind stark worden im Streit , haben der Fremden Heer daniedergelegt . Die Weiber haben ihre Toten von der Auferstehung wieder genommen ; die andern aber sind zerschlagen und haben keine Erlösung angenommen , auf daß sie die Auferstehung , die besser ist , erlangeten . Etliche haben Spott und Geißeln erlitten , dazu Bande und Gefängnis . Sie sind gesteiniget , zerhackt , zerstochen , durchs Schwert getötet ; sie sind umhergegangen in Pelzen und Ziegenfellen , mit Mangel , mit Trübsal , mit Ungemach ( deren die Welt nicht wert war ) und sind im Elend gegangen in den Wüsten , auf den Bergen und in den Klüften und Löchern der Erde . Diese alle haben durch den Glauben Zeugnis überkommen und nicht empfangen die Verheißung , darum daß Gott etwas Besseres für uns zuvor versehen hat , daß sie nicht ohne uns vollendet würden . Darum auch wir , dieweil wir solchen Haufen Zeugen um uns haben , lasset uns ablegen die Sünde , so uns immer anklebt und träge macht , und lasset uns laufen durch Geduld in dem Kampf , der uns verordnet ist , und aufsehen auf Jesum , den Anfänger und Vollender des Glaubens , welcher , da er wohl hätte mögen Freude haben , erduldete er das Kreuz und achtete der Schande nicht und ist gesessen zur Rechten auf dem Stuhl Gottes . Gedenket an den , der ein solches Widersprechen von den Sündern wider sich erduldet hat , daß ihr nicht in eurem Mut matt werdet und ablasset . Denn ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden über dem Kämpfen wider die Sünde und habt bereits vergessen des Trostes , der zu euch redet als zu den Kindern : Mein Sohn , achte nicht gering die Züchtigung des HERRN und verzage nicht , wenn du von ihm gestraft wirst ; denn welchen der HERR liebhat , den züchtiget er ; er stäupt aber einen jeglichen Sohn , den er aufnimmt . So ihr die Züchtigung erduldet , so erbeut sich euch Gott als Kindern ; denn wo ist ein Sohn , den der Vater nicht züchtiget ? Seid ihr aber ohne Züchtigung , welcher sie alle sind teilhaftig worden , so seid ihr Bastarde und nicht Kinder . Auch so wir haben unsere leiblichen Väter zu Züchtigern gehabt und sie gescheuet , sollten wir denn nicht viel mehr untertan sein dem geistlichen Vater , daß wir leben ? Und jene zwar haben uns gezüchtiget wenige Tage nach ihrem Dünken , dieser aber zu Nutz , auf daß wir seine Heiligung erlangen . Alle Züchtigung aber , wenn sie da ist , dünkt sie uns nicht Freude , sondern Traurigkeit sein ; aber danach wird sie geben eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen , die dadurch geübet sind . Darum richtet wieder auf die lässigen Hände und die müden Kniee und tut gewissen Tritt mit euren Füßen , daß nicht jemand strauchele wie ein Lahmer , sondern vielmehr gesund werde . Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und der Heiligung , ohne welche wird niemand den HERRN sehen . Und sehet darauf , daß nicht jemand Gottes Gnade versäume , daß nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte , und viele durch dieselbige verunreiniget werden ; daß nicht jemand sei ein Hurer oder ein Gottloser wie Esau , der um einer Speise willen seine Erstgeburt verkaufte . Wisset aber , daß er hernach , da er den Segen ererben wollte , verworfen ist ; denn er fand keinen Raum zur Buße , wiewohl er sie mit Tränen suchte . Denn ihr seid nicht kommen zu dem Berge , den man anrühren konnte , und mit Feuer brannte , noch zu dem Dunkel und Finsternis und Ungewitter noch zu dem Hall der Posaune und zur Stimme der Worte , welcher sich weigerten , die sie höreten , daß ihnen das Wort ja nicht gesagt würde ( denn sie mochten&#039;s nicht ertragen , was da gesagt ward . Und wenn ein Tier den Berg anrührete , sollte es gesteiniget oder mit einem Geschoß erschossen werden . Und also erschrecklich war das Gesicht , daß Mose sprach : Ich bin erschrocken und zittere ) , sondern ihr seid kommen zu dem Berge Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes , zu dem himmlischen Jerusalem , und zu der Menge vieler tausend Engel und zu der Gemeinde der Erstgebornen , die im Himmel angeschrieben sind , und zu Gott , dem Richter über alle , und zu den Geistern der vollkommenen Gerechten und zu dem Mittler des Neuen Testaments , Jesus , und zu dem Blut der Besprengung , das da besser redet denn Abels . Sehet zu , daß ihr euch des nicht weigert , der da redet ! Denn jene nicht entflohen sind , die sich weigerten , da er auf Erden redete , viel weniger wir , so wir uns des weigern , der vom Himmel redet , welches Stimme zu der Zeit die Erde bewegete . Nun aber verheißet er und spricht : Noch einmal will ich bewegen nicht allein die Erde , sondern auch den Himmel . Aber solches » Noch einmal « zeigt an , daß das Bewegliche soll verändert werden , als das gemacht ist , auf daß da bleibe das Unbewegliche . Darum , dieweil wir empfangen ein unbeweglich Reich , haben wir Gnade , durch welche wir sollen Gott dienen , ihm zu gefallen , mit Zucht und Furcht . Denn unser Gott ist ein verzehrend Feuer . Bleibet fest in der brüderlichen Liebe ! Gastfrei zu sein vergesset nicht ; denn durch dasselbige haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherberget . Gedenket der Gebundenen als die Mitgebundenen und derer , die Trübsal leiden , als die ihr auch noch im Leibe lebet . Die Ehe soll ehrlich gehalten werden bei allen und das Ehebett unbefleckt ; die Hurer aber und Ehebrecher wird Gott richten . Der Wandel sei ohne Geiz ; und lasset euch begnügen an dem , was da ist . Denn er hat gesagt : Ich will dich nicht verlassen noch versäumen , also daß wir dürfen sagen : Der HERR ist mein Helfer , und will mich nicht fürchten ; was sollte mir ein Mensch tun ? Gedenket an eure Lehrer , die euch das Wort Gottes gesagt haben , welcher Ende schauet an und folget ihrem Glauben nach . Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit . Lasset euch nicht mit mancherlei und fremden Lehren umtreiben ; denn es ist ein köstlich Ding , daß das Herz fest werde , welches geschieht durch Gnade , nicht durch Speisen , davon keinen Nutzen haben , so damit umgehen . Wir haben einen Altar , davon nicht Macht haben zu essen , die der Hütte pflegen . Denn welcher Tiere Blut getragen wird durch den Hohenpriester in das Heilige für die Sünde , derselbigen Leichname werden verbrannt außer dem Lager . Darum auch Jesus , auf daß er heiligte das Volk durch sein eigen Blut , hat er gelitten außen vor dem Tor . So lasset uns nun zu ihm hinausgehen außer dem Lager und seine Schmach tragen . Denn wir haben hier keine bleibende Stadt , sondern die zukünftige suchen wir . So lasset uns nun opfern durch ihn das Lobopfer Gott allezeit , das ist , die Frucht der Lippen , die seinen Namen bekennen . Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht ; denn solche Opfer gefallen Gott wohl . Gehorchet euren Lehrern und folget ihnen ; denn sie wachen über eure Seelen , als die da Rechenschaft dafür geben sollen , auf daß sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen ; denn das ist euch nicht gut . Betet für uns ! Unser Trost ist der , daß wir ein gut Gewissen haben und fleißigen uns , guten Wandel zu führen bei allen . Ich ermahne euch aber zum Überfluß , solches zu tun , auf daß ich aufs schierste wieder zu euch komme . Gott aber des Friedens , der von den Toten ausgeführet hat den großen Hirten der Schafe durch das Blut des ewigen Testaments , unsern HERRN Jesum , der mache euch fertig in allem guten Werk , zu tun seinen Willen , und schaffe in euch , was vor ihm gefällig ist , durch Jesum Christum , welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit ! Amen . Ich ermahne euch aber , liebe Brüder , haltet das Wort der Ermahnung zugute ; denn ich habe euch kurz geschrieben . Wisset , daß der Bruder Timotheus wieder ledig ist , mit welchem , so er bald kommt , will ich euch sehen . Grüßet alle eure Lehrer und alle Heiligen . Es grüßen euch die Brüder aus Italien . Die Gnade sei mit euch allen ! Amen . </passage></reply></GetPassage>