<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:1</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:1</urn><passage>AM anfang schuff Gott Himel vnd Erden . Vnd die Erde war wüst vnd leer / vnd es war finster auff der Tieffe / Vnd der Geist Wind ist da zumal noch nicht gewest / darumb mus es den heiligen Geist deuten . Gottes schwebet auff dem Wasser . VND Gott sprach / Es werde Liecht / Vnd es ward Liecht . Vnd Gott sahe / das das Liecht gut Das ist / nütz / fein / köstlich . war / Da scheidet Gott das Liecht vom Finsternis / vnd nennet das liecht / Tag / vnd die finsternis / Nacht . Da ward aus abend vnd morgen der erste Tag . VND Gott sprach / Es werde eine Feste zwischen den Wassern / vnd die sey ein Vnterscheid zwischen den Wassern . Da machet Gott die Feste / vnd scheidet das wasser vnter der Festen / von dem wasser vber der Festen / Vnd es geschach also . Vnd Gott nennet die Festen / Himel . Da ward aus abend vnd morgen der ander Tag . VND Gott sprach / Es samle sich das Wasser vnter dem Himel / an sondere Örter / das man das Trocken sehe / Vnd es geschach also . Vnd Gott nennet das trocken / Erde / vnd die samlung der Wasser nennet er / Meer . Vnd Gott sahe das es gut war . VND Gott sprach / Es lasse die Erde auffgehen Gras vnd Kraut / das sich besame / vnd fruchtbare Bewme / da ein jglicher nach seiner art Frucht trage / vnd habe seinen eigen Samen bey jm selbs / auff Erden / Vnd es geschach also . Vnd die Erde lies auffgehen / Gras vnd Kraut / das sich besamet / ein jglichs nach seiner art / vnd Bewme die da Frucht trugen / vnd jren eigen Samen bey sich selbs hatten / ein jglicher nach seiner art . Vnd Gott sahe das es gut war . Da ward aus abend vnd morgen der dritte Tag . VND Gott sprach / Es werden Liechter an der Feste des Himels / vnd scheiden tag vnd nacht / vnd geben / Zeichen / Zeiten Lentz / Sommer / Herbst / Winter . / Tage vnd Jare / vnd seien Liechter an der Feste des Himels / das sie scheinen auff Erden / Vnd es geschach also . Vnd Gott machet zwey grosse Liechter / ein gros Liecht / das den Tag regiere / vnd ein klein Liecht / das die Nacht regiere / dazu auch Sternen . Vnd Gott setzt sie an die Feste des Himels / das sie schienen auff die Erde vnd den Tag vnd die Nacht regierten / vnd scheideten Liecht vnd Finsternis . Vnd Gott sahe das es gut war . Da ward aus abend vnd morgen der vierde Tag . VND Gott sprach / Es errege sich das Wasser mit webenden vnd lebendigen Thieren / vnd mit Geuogel / das auff Erden vnter der Feste des Himels fleuget . Vnd Gott schuff grosse Walfische vnd allerley Thier / das da lebt vnd webt / vnd vom Wasser erreget ward / ein jglichs nach seiner art / vnd allerley gefidderts Geuogel / ein jglichs nach seiner art / Vnd Gott sahe das es gut war . Vnd Gott segnet sie / vnd sprach / Seid fruchtbar vnd mehret euch vnd erfüllet das Wasser im Meer / Vnd das Geuogel mehre sich auff Erden . Da ward aus abend vnd morgen der fünffte Tag . VND Gott sprach / Die Erde bringe erfür lebendige Thier / ein jglichs nach seiner art / Vieh / Gewürm vnd Thier auff Erden / ein jglichs nach seiner art / Vnd es geschach also . Vnd Gott machet die Thier auff Erden / ein jglichs nach seiner art / vnd das Vieh nach seiner art / vnd allerley Gewürm auff Erden / nach seiner art . Vnd Gott sah das es gut war . VND Gott sprach / Lasst vns Menschen machen / ein Bild / das vns gleich sey / Die da herrschen vber die Fisch im Meer / vnd vber die Vogel vnter dem Himel / vnd vber das Vieh / vnd vber die gantzen Erde / vnd vber alles Gewürm das auff Erden kreucht . VND Gott schuff den Menschen jm zum Bilde / zum Bilde Gottes schuff er jn / Vnd schuff sie ein Menlin vnd Frewlin . Vnd Gott segnet sie / vnd sprach zu jnen / Seid fruchtbar vnd mehret euch vnd füllet die Erden / vnd macht sie euch vnterthan Was jr bawet vnd erbeitet auff dem Lande / das sol ewr eigen sein / vnd die Erde sol euch hierin dienen / tragen vnd geben . . Vnd herrschet vber Fisch im Meer / vnd vber Vogel vnter dem Himel / vnd vber alles Thier das auff Erden kreucht . VND Gott sprach / Sehet da / Jch hab euch gegeben allerley Kraut / das sich besamet auff der gantzen Erden / vnd allerley fruchtbare Bewme / vnd Bewme die sich besamen / zu ewr Speise / vnd aller Thiere auff Erden / vnd allen Vogeln vnter dem Himel / vnd allem Gewürm das das Leben hat auff Erden / das sie allerley grün Kraut essen / Vnd es geschach also Vnd Gott sahe an alles was er gemacht hatte / Vnd sihe da / es war seer gut . Da ward aus abend vnd morgen der sechste Tag . Also ward volendet Himel vnd Erden mit jrem gantzen Heer . Vnd also volendet Gott am siebenden tage seine Werck die er machet / vnd rugete am siebenden tage / von allen seinen Wercken die er machet . Vnd segnete den siebenden Tag vnd heiliget jn / darumb / das er an dem selben geruget hatte von allen seinen Wercken / die Gott schuff vnd machet . Ebre . 4 . Also ist Himel vnd Erden worden / da sie geschaffen sind / Zu der zeit / da Gott der HERR Erden vnd Himel machte / vnd alerley Bewme auff dem Felde / die zuuor nie gewest waren auff Erden / Vnd allerley Kraut auff dem Felde / das zuuor nie gewachsen war . Denn Gott der HERR hatte noch nicht regenen lassen auff Erden / vnd war kein Mensch der das Land bawete / Aber ein Nebel gieng auff von der Erden / vnd feuchtet alles Land . VND gott der HERR machet den menschen aus dem Erdenklos / vnd er blies jm ein den lebendigen Odem in seine Nasen / Vnd also ward der Mensch eine lebendige Seele . VND Gott der HERR pflantzet einen Garten in Eden / gegen dem morgen / vnd setzet den Menschen drein / den er gemacht hatte . Vnd Gott der HERR lies auffwachsen aus der Erden allerley Bewme / lüstig an zusehen / vnd gut zu essen / Vnd den Bawm des Lebens mitten im Garten / vnd den Bawm des Erkentnis gutes vnd böses . VND es gieng aus von Eden ein Strom zu wessern den Garten / vnd teilet sich da selbs in vier Heubtwasser . Das erst heisst Pison Jst das grosse wasser in Jndia / das man Ganges heisset / denn Heuila ist Jndienland . / das fleusset vmb das gantze Land Heuila / Vnd daselbs findet man gold / vnd das gold des Lands ist köstlich / vnd da findet man Bedellion vnd den eddelstein Onix . Das ander wasser heisst Gihon Jst das wasser in Egypten / das man Nilus heisst . / das fleusst vmb das gantze Morenland . Das dritte wasser heisst Hidekel Jst das wasser in Assyria / das man Tygris heisst . / das fleusst fur Assyrien . Das vierde wasser ist der Phrath Aber ist das nehest wasser in Syria / das man Euphrates heisst . . VND Gott der HERR nam den Menschen vnd satzt jn in den garten Eden / das er jn bawet vnd bewaret . Vnd Gott der HERR gebot dem Menschen / vnd sprach / Du solt essen von allerley Bewme im Garten . Aber von dem Bawm des Erkentnis gutes vnd böses soltu nicht essen Denn welches tages du da von isset / wirstu des Todes sterben . VND Gott der HERR sprach / Es ist nicht gut das der Mensch allein sey / Jch wil jm ein Gehülffen machen / die vmb jn sey Das ist / Kein Thier nam sich des Menschen an vmb jn zu sein / das jm hülffe sich mehren vnd neeren etc . Denn als Gott der HERR gemacht hatte von der Erden allerley Thier auff dem Felde / vnd allerley Vogel vnter dem Himel / bracht er sie zu dem Menschen / das er sehe / wie er sie nennet / Denn wie der Mensch allerley lebendige Thier nennen würde / so solten sie heissen . Vnd der Mensch gab einem jglichen Vieh / vnd Vogel vnter dem Himel / vnd Thier auff dem felde / seinen namen / Aber fur den Menschen ward kein Gehülffe funden / die vmb jn were . DA lies Gott der HERR einen tieffen Schlaff fallen auff den Menschen / vnd er entschlieff . Vnd nam seiner Rieben eine / vnd schlos die stet zu mit Fleisch . Vnd Gott der HERR bawet ein Weib aus der Riebe / die er von dem Menschen nam / vnd bracht sie zu jm . Da sprach der Mensch / Das ist doch Bein von meinen Beinen / vnd Fleisch von meinem fleisch / Man wird sie Mennin heissen / darumb / das sie vom Manne genomen ist . Darumb / wird ein Man seinen Vater vnd seine Mutter verlassen / vnd an seinem Weibe hangen vnd sie werden sein ein Fleisch . Vnd sie waren beide nacket / der Mensch vnd sein Weib / vnd schemeten sich nicht ( Jd est ) / Dürfften sich nicht schemen . VND die Schlange war listiger denn alle Thier auff dem felde / die Gott der HERR gemacht hatte / vnd sprach zu dem Weibe / Ja / solt Gott gesagt haben / Jr solt nicht essen von allerley Bewme im Garten ? DA sprach das Weib zu der Schlangen / Wir essen von den früchten der bewme im Garten . Aber von den früchten des Bawms mitten im Garten hat Gott gesagt / Esset nicht da von / rürets auch nicht an / Das jr nicht sterbet . Da sprach die Schlang zum Weibe / Jr werdet mit nicht des tods sterben / Sondern Gott weis / das / welchs tags jr da von esset / so werden ewre augen auff gethan / vnd werdet sein wie Gott / vnd wissen was gut vnd böse ist . VND das Weib schawet an / das von dem Bawm gut zu essen were / vnd lieblich anzusehen / das ein lüstiger Bawm were / weil er klug mechte / Vnd nam von der Frucht / vnd ass / vnd gab jrem Man auch da von / Vnd er ass . Da wurden jr beider Augen auffgethan / vnd wurden gewar / das sie nacket waren / Vnd flochten Feigenbletter zusamen / vnd machten jnen Schürtze . VND sie höreten die stimme Gottes des HERRN / der im Garten gieng / da der tag küle worden war Das war vmb den abend / wenn die hitze vergangen ist . Bedeut / das nach gethaner Sünde / das Gewissen angst leidet . Bis das Gottes gnedige stim kome vnd wider küle vnd erquicke das hertze . Wie wol sich auch die blöde Natur entsetzt vnd fleucht fur dem Euangelio / weil es das creutz vnd sterben leret . . Vnd Adam Adam heisst auf Ebreisch Mensch / darumb mag man mensch sagen / wo Adam stehet / vnd widerumb . versteckt sich mit seinem Weibe / fur dem angesicht Gottes des HERRN vnter die bewme im Garten . Vnd Gott der HERR rieff Adam / vnd sprach zu jm / Wo bistu ? Vnd er sprach / Jch hörete deine stimme im Garten / vnd furchte mich / Denn ich bin nacket / darumb verstecket ich mich . Vnd er sprach / Wer hat dirs gesagt / das du nacket bist ? Hastu nicht gessen von dem Bawm / da von ich dir gebot / Du soltest nicht da von essen ? Da sprach Adam / Das Weib / das du mir zugesellet hast / gab mir von dem Bawm / vnd ich ass . Da sprach Gott der HERR zum Weibe / warumb hastu das gethan ? Das Weib sprach / Die Schlange betrog mich also / das ich ass . DA sprach Gott der HERR zu der Schlangen / Weil du solches gethan hast / Seistu verflucht fur allem Vieh vnd fur allen Thieren auff dem felde / Auff deinem Bauch soltu gehen / vnd erden essen dein leben lang / Vnd Jch will Feindschaft setzen zwischen Dir vnd dem Weibe / vnd zwischen deinem Samen vnd jrem Samen / Der selb Dis ist das erst Euangelium vnd Verheissung von Christo geschehen auff Erden / Das er solt / Sünd / Tod vnd Helle vberwinden vnd vns von der Schlangen gewalt selig machen . Daran Adam gleubet mit allen seinen Nachkomen / Dauon er Christen vnd selig worden ist von seinem Fall . sol dir den Kopff zutretten / Vnd Du wirst Jn in die Versen stechen Plagen creutzigen vnd martern . Denn so gehets auch Christus zutritt dem Teufel seinen Kopff ( das ist / sein Reich des Todes / Sünd vnd Helle ) So sticht jn der Teufel in die Verschen ( das ist / er tödtet vnd martert jn vnd die seinen leiblich . ) . VND zum Weibe sprach er / Jch wil dir viel schmertzen schaffen wenn du schwanger wirst / Du solt mit schmertzen Kinder geberen / Vnd dein wille sol deinem Man vnterworffen sein / Vnd Er sol dein Herr sein . VND zu Adam sprach er / Die weil du hast gehorchet der stimme deines Weibes / Vnd gessen von dem Bawm da von ich dir gebot / vnd sprach / Du solt nicht da von essen / Verflucht sey der Acker vmb deinen willen / mit kummer soltu dich drauff neeren dein Leben lang / Dorn vnd Disteln sol er dir tragen / vnd solt das Kraut auff dem felde essen . Jm schweis deines Angesichts soltu dein Brot essen / Bis das du wider zu Erden werdest / da von du genomen bist / Denn du bist Erden / vnd solt zu Erden werden . VND Adam hies sein Weib Heua Hai / heisst Leben / Da her kompt Heua oder Haua / leben oder lebendige . / darumb / das sie eine Mutter ist aller Lebendigen . Vnd Gott der HERR machet Adam vnd seinem weibe Röcke von Fellen / vnd zog sie an . VND Gott der HERR sprach / Sihe / Adam ist worden als vnser einer / vnd weis was gut vnd böse ist / Nu aber / das er nicht ausstrecke seine hand / vnd breche auch von dem Bawm des Lebens / vnd esse vnd lebe ewiglich . DA lies jn Gott der HERR aus dem garten Eden / das er das Feld bawet / da von er genomen ist / Vnd treib Adam aus / vnd lagert fur den garten Eden den Cherubim mit einem blossen hawenden Schwert / zu bewaren den weg zu dem Bawm des Lebens . VND Adam erkandte sein Weib Heua / Vnd sie ward schwanger / vnd gebar den Kain / vnd sprach . Jch habe den Man des HERRN Ey Gott sey gelobt / Da hab ich den HERRN den Man / den Samen / der dem Satan oder Schlangen den Kopff zutretten sol / Der wirds thun . . Vnd sie fur fort / vnd gebar Habel seinen bruder / Vnd Habel ward ein Schefer / Kain aber ward ein Ackerman . ES begab sich aber nach etlichen tagen / das Kain dem HERRN Opffer bracht von den Früchten des feldes / Vnd Habel bracht auch von den Erstlingen seiner Herde vnd von jrem fetten . Vnd der HERR sahe gnediglich an Habel vnd sein Opffer / Aber Kain vnd sein Opffer sahe er nicht gnediglich an / Da ergrimmet Kain seer vnd sein geberde verstellet sich . Da sprach der HERR zu Kain / Warumb ergrimmestu ? vnd warumb verstellet sich dein Geberde ? Jsts nicht also ? Wenn du from bist / so bistu angeneme / Bistu aber nicht from / So ruget die Sünde fur der thür Ebreisch lautet Thür / so viel als das offenstehet / oder auffgethan wird / Mar . vij . Hephethah / thu dich auff etc / vnd ist die meinung / Die sünde ligt vnd ruget / wie ein Ochslin ligt vnd ruget . Aber sie ligt in der Thür / das ist / Sie wird offen stehen / oder offenbar werden / ob der Sünder wol eine zeit lang sicher da hin gehet als schlaffe die sünde oder sey tode . / Aber las du jr nicht jren willen / sondern herrsche vber sie . Da redet Kain mit seinem bruder Habel Das ist / Scham halben must er sich eusserlich stellen vnd reden mit seinem Bruder / weil er gestrafft ward / Ob er wol im hertzen jn zu tödten gedacht . Also ist Kain aller Heuchler vnd falscher Heiligen vater . . Ebre . 11 . VND es begab sich / da sie auff dem Felde waren / erhub sich Kain wider seinen bruder Habel / vnd schlug jn tod . Da sprach der HERR zu Kain / Wo ist dein bruder Habel ? Er aber sprach / Jch weis nicht / Sol ich meines bruders Hüter sein ? Er aber sprach / Was hastu gethan ? Die stim deines Bruders blut schreiet zu mir von der Erden / Vnd nu verflucht seistu auff der Erden / die jr maul hat auffgethan / vnd deines Bruders blut von deinen henden empfangen . Wenn du den Acker bawen wirst / sol er dir fort sein vermügen nicht geben / Vnstet vnd flüchtig soltu sein auff Erden . Kain aber sprach zu dem HERRN / Meine Sünde ist grösser / denn das sie mir vergeben werden müge . Sihe / Du treibest mich heute aus dem Lande / vnd mus mich fur deinem Angesicht verbergen / vnd mus vnstet vnd flüchtig sein auff Erden / So wird mirs gehen / das mich todschlage wer mich findet . Aber der HERR sprach zu jm / Nein / Sondern wer Kain todschlegt / das sol siebenfeltig gerochen werden . Vnd der HERR macht ein Zeichen an Kain / das jn niemand erschlüge / wer jn fünde . Also gieng Kain von dem Angesicht des HERRN / vnd wonet im Lande Nod / jenseid Eden gegen dem morgen . VND Kain erkandte sein Weib / die ward schwanger vnd gebar den Hanoch . Vnd er bawete eine Stad / die nennet er nach seins Sons namen / Hanoch . Hanoch aber zeugete Jrad . Jrad zeugete Mahuiael . Mahuiael zeugete Methusael . Methusael zeugete Lamech . Lamech aber nam zwey Weiber / eine hies Ada / die ander Zilla . Vnd Ada gebar Jabal / Von dem sind her komen die in Hütten woneten vnd vieh zogen / Vnd sein Bruder hies Jubal / Von dem sind herkomen die Geiger vnd Pfeiffer . Die Zilla aber gebar auch / nemlich / den Thubalkain den Meister in allerley ertz vnd eisenwerck / Vnd die Schwester des Thubalkain / war Naema . VND Lamech sprach zu seinen weibern Ada vnd Zilla / Jr weiber Lamech höret meine rede / vnd merckt was ich sage . Jch hab einen Man erschlagen mir zur wunden / vnd einen Jüngling mir zur beulen . Kain sol sieben mal gerochen werden / Aber Lamech sieben vnd siebenzig mal . Adam erkandte aber mal sein weib / vnd sie gebar einen Son den hies sie Seth / Denn Gott hat mir ( sprach sie ) einen andern samen gesetzt fur Habel den Kain erwürget hat . Vnd Seth zeuget auch einen Son / vnd hies jn Enos / Zu derselbigen zeit fieng man an zu predigen von des HERRN Namen Nicht das zuuor nicht auch Gottes Name were geprediget / Sondern nach dem durch Kains bosheit der Gottesdienst gefallen war / ward er dazu mal wider auffgericht / vnd jrgend ein Altarlin gebawet / dahin sie versamleten / das Gottes wort zuhören vnd zubeten . . DJS ist das Buch von des Menschen geschlecht / Da Gott den Menschen schuff / machet er jn nach dem gleichnis Gottes / Vnd schuff sie ein Menlin vnd Frewlin / vnd segenet sie / vnd hies jren namen Mensch / zur zeit da sie geschaffen wurden . VND Adam war hundert vnd dreissig jar alt / vnd zeuget einen Son / der seinem Bild ehnlich war / vnd hies jn Seth . Vnd lebet darnach acht hundert jar / vnd zeuget Söne vnd Töchtere / Das sein gantzes Alter ward neunhundert vnd dreissig jar / Vnd starb . Luc . 3 . ; 1 . Par . 1 . Seth war hundert vnd funff jar alt / vnd zeuget Enos . Vnd lebet darnach acht hundert vnd sieben jar / vnd zeuget Söne vnd Töchtere / Das sein gantzes Alter ward neunhundert vnd zwelff jar / Vnd starb . Enos war neunzig jar alt / vnd zeuget Kenan . Vnd lebet darnach acht hundert vnd funffzehen jar / vnd zeuget Söne vnd Töchtere / Das sein gantzes Alter ward neun hundert vnd funff jar / Vnd starb . Kenan war siebenzig jar alt / vnd zeuget Mahalaleel . Vnd lebet darnach acht hundert vnd vierzig jar / vnd zeuget Söne vnd Töchtere / Das sein gantzes Alter ward / neunhundert vnd zehen jar / Vnd starb . Mahalaleel war funff vnd sechzig jar alt / vnd zeuget Jared . Vnd lebet darnach acht hundert vnd dreissig jar / vnd zeuget Söne vnd Töchtere / Das sein gantzes Alter ward / acht hundert funff vnd neunzig jar / Vnd starb . Jared war hundert vnd zwey vnd sechzig jar alt / vnd zeuget Henoch . Vnd lebet darnach acht hundert jar / vnd zeuget Söne vnd Töchtere / Das sein gantzes Alter ward / neunhundert zwey vnd sechzig jar / Vnd starb . Henoch war funff vnd sechzig jar alt / vnd zeuget Methusalah . Vnd nach dem er Methusalah gezeuget hatte / bleib er in eim göttlichen Leben Das ist / Er wird mit Gottes wort fur andern vleissig vmbgangen / vnd ein Prophet gewest sein / der allenthalben den leuten Gottes furcht gepredigt / vnd die straffe ( so die Sindflut hernach thet ) verkündigt / vnd viel drüber gelidden vnd gethan hat . drey hundert jar / vnd zeuget Söne vnd Töchtere / Das sein gantzes Alter ward / drey hundert funff vnd sechzig jar . Vnd die weil er ein göttlich Leben führet / nam jn Gott hin weg / vnd ward nicht mehr gesehen . Ebre . 11 . Methusalah war hundert sieben vnd achzig jar alt / vnd zeuget Lamech . Vnd lebet darnach sieben hundert zwey vnd achzig jar / vnd zeuget Söne vnd Töchtere / Das sein gantzes Alter ward / neunhundert neun vnd sechzig jar / Vnd starb . Lamech war hundert zwey vnd achzig jar alt / vnd zeuget einen Son / vnd hies jn Noah / vnd sprach / Der wird vns trösten in vnser mühe vnd erbeit auff Erden / die der HERR verflucht hat . Darnach lebet er funffhundert funff vnd neunzig jar / vnd zeuget Söne vnd Töchtere / Das sein gantzes Alter ward / sieben hundert sieben vnd siebenzig jar / Vnd starb . Noah war funff hundert jar alt / vnd zeuget Sem / Ham vnd Japheth . DA sich aber die Menschen begunden zu mehren auff Erden / vnd zeugeten jnen Töchtere / Da sahen die kinder Gottes Das waren der heiligen Veter kinder / die in Gottes furcht aufferzogen darnach erger denn die andern worden / vnter dem namen Gottes . Wie alle zeit der Heiligen Nachkomen / die ergesten Tyrannen vnd verkertesten zu letzt worden sind . nach den töchtern der Menschen / wie sie schön waren / vnd namen zu Weibern / welche sie wolten . Da sprach der HERR / Die Menschen wöllen sich meinen Geist Das ist / Es ist vmb sonst / was ich durch meinen Geist / jnen predigen / sagen / vnd straffen lasse / Sie sind zu gar fleischlich worden / verachten vnd lestern meines Geistes wort . Darumb sol er auff hören / vnd ich will sie lassen faren / vnd nicht mehr mich mit jnen zancken vnd straffen . nicht mehr straffen lassen / denn sie sind Fleisch / Jch wil jnen noch frist geben hundert vnd zwenzig Jar . ES waren auch zu den zeiten Tyrannen auff Erden / Denn da die kinder Gottes die töchter der Menschen beschlieffen vnd jnen Kinder zeugeten / wurden dar aus gewaltige in der Welt vnd berhümbte Leute . DA aber der HERR sahe / Das der Menschen bosheit gros war auff Erden / vnd alles tichten vnd trachten jres Hertzen nur böse war jmer dar / Da rewet es jn / das er die Menschen gemacht hatte auff Erden / vnd es bekümert jn in seinem Hertzen / vnd sprach / Jch wil die Menschen / die ich geschaffen habe vertilgen / von der Erden / von den Menschen an bis auff das Vieh / vnd bis auff das Gewürme / vnd bis auff die Vogel vnter dem Himel / Denn es rewet mich / das ich sie gemacht habe . Aber Noah fand Gnade fur dem HERRN . DIS ist das Geschlecht Noah . Noah war ein from Man vnd on wandel / vnd füret ein göttlich Leben zu seinen zeiten . Vnd zeuget drey Söne / Sem / Ham / Japheth . Aber die Erde war verderbet fur Gottes augen / vnd vol freuels . Da sahe Gott auff Erden / vnd sihe / sie war verderbet / Denn alles Fleisch hatte seinen weg verderbet auff Erden . DA sprach Gott zu Noah / Alles Fleisches ende ist fur mich komen / Denn die Erde ist vol freuels von jnen / Vnd sihe da / Jch wil sie verderben mit der Erden . Mache dir einen Kasten von tennen Holtz / vnd mache Kammern drinnen / vnd verpiche sie mit Bech inwendig vnd auswendig / Vnd mache jn also . Drey hundert Ellen sey die lenge / funffzig ellen die weite / vnd dreissig ellen die höhe . Ein Fenster soltu dran machen oben an / einer ellen gros . Die Thür soltu mitten in seine seiten setzen . Vnd sol drey Boden haben / Einen vnten / den andern in der mitte / den dritten in der höhe . Denn sihe / Jch wil eine Sindflut mit wasser komen lassen auff Erden / zu verderben alles Fleisch / darin ein lebendiger Odem ist / vnter dem Himel / Alles was auff Erden ist / sol vntergehen . Aber mit dir wil ich einen Bund auffrichten / Vnd du solt in den Kasten gehen / mit deinen Sönen / mit deinem Weibe / vnd mit deiner söne Weibern . Vnd du solt in den Kasten thun allerley Thier von allem Fleisch / ja ein par / Menlin vnd Frewlin / das sie lebendig bleiben bey dir . Von den Vogeln nach jrer art / von dem Vieh nach seiner art / vnd von allerley Gewürm auff erden nach seiner art . Von den allen sol je ein Par zu dir hinein gehen / das sie leben bleiben . Vnd du solt allerley Speise zu dir nemen / die man isset / vnd solt sie bey dir samlen / das sie dir vnd jnen zur Narung da seien . Vnd Noah thet alles was jm Gott gebot . VND der HERR sprach zu Noah / Gehe in den Kasten / du vnd dein gantz Haus / Denn dich hab ich Gerecht ersehen fur mir zu dieser zeit . Aus allerley reinem Vieh nim zu dir / ja sieben vnd sieben / das Menlin vnd sein Frewlin . Von dem vnreinen Vieh aber je ein Par / das Menlin vnd sein Frewlin . Des selben gleichen von den Vogeln vnter dem Himel / ja sieben vnd sieben / das Menlin vnd sein Frewlin / Auff das same lebendig bleibe auff dem gantzen Erdboden . Denn noch vber sieben tage wil ich regen lassen auff Erden / vierzig tag vnd vierzig nacht / vnd vertilgen von dem Erdboden alles was das wesen hat / das ich gemacht habe . VND Noah thet alles was jm der HERR gebot . Er war aber sechshundert jar alt / da das wasser der Sindflut auff Erden kam . Vnd er gieng in den Kasten mit seinen Sönen / Weibe / vnd seiner Söne Weibern / für dem gewesser der Sindflut . Von dem reinen Vieh vnd von dem vnreinen / von den Vogeln / vnd von allem Gewürm auff erden / giengen zu jm in den Kasten bey paren / ja ein Menlin vnd Frewlin / wie jm der HERR geboten hatte . Vnd da die sieben tage vergangen waren / kam das gewesser der Sindflut auff Erden . Mat . 24 . ; Luc . 17 . ; 1 . Pet . 3 . JN dem sechshunderten jar des alters Noah / am siebentzehenden tag des andern Monden / das ist der tag / da auffbrachen alle Brünne der grossen Tieffen / vnd theten sich auff die Fenster des Himels / vnd kam ein Regen auff Erden vierzig tag vnd vierzig nacht . Eben am selben tage gieng Noah in den Kasten mit Sem / Ham vnd Japheth seinen Sönen / vnd mit seinem Weibe vnd seiner Söne dreien Weibern . Da zu allerley Thier nach seiner art / allerley Vieh nach seiner art / allerley Gewürm das auff Erden kreucht / nach seiner art / vnd allerley Vogel nach jrer art / Alles was fliegen kund / vnd alles was fittich hatte / das gieng alles zu Noah in den Kasten bey Paren / von allem Fleisch / da ein lebendiger Geist innen war / vnd das waren Menlin vnd Frewlin von allerley Fleisch / vnd giengen hin ein / wie denn Gott jm geboten hatte . Vnd der HERR schlos hinder jm zu . DA kam die Sindflut vierzig tage auff Erden / vnd die Wasser wuchsen / vnd huben den Kasten auff / vnd trugen jn empor vber der Erden . Also nam das Gewesser vberhand / vnd wuchs seer auff Erden / das der Kaste auff dem gewesser fuhr . Vnd das gewesser nam vberhand vnd wuchs so seer auff Erden / das alle hohe Berge vnter dem gantzen Himel bedeckt wurden / funffzehen Ellen hoch gieng das gewesser vber die Berge / die bedeckt wurden . DA gieng alles Fleisch vnter / das auff Erden kreucht / an Vogeln / an Vieh / an Thieren / vnd an allem das sich reget auff Erden / vnd an allen Menschen / Alles was einen lebendigen Odem hatte im Trocken / das starb . Also ward vertilget alles was auff dem Erdboden war / vom Menschen an bis auff das Vieh / vnd auff das Gewürm / vnd auff die Vogel vnter dem Himel / das ward alles von der Erden vertilget / Allein Noah bleib vber / vnd was mit jm in dem Kasten war . Vnd das Gewesser stund auff Erden hundert vnd funffzig tage . Mat . 24 . ; 2 . Pet . 3 . ; 1 . Pet . 3 . DA gedachte Gott an Noah / vnd an alle Thier / vnd an alles Vieh / das mit jm in dem Kasten war / Vnd lies Wind auff Erden komen / Vnd die Wasser fielen / vnd die Brünne der tieffen wurden verstopffet sampt den Fenstern des Himels / vnd dem Regen vom Himel ward gewehret / Vnd das Gewesser verlieff sich von der Erden jmer hin / vnd nam ab / nach hundert vnd funffzig tagen . AM siebenzehenden tag des siebenden Monden / lies sich der Kaste nider auff das gebirge Ararat . Es verlieff aber das Gewesser fort an vnd nam abe / bis auff den zehenden Mond / Am ersten tag des zehenden Monds / sahen der Berge spitzen erfür . Nach vierzig tagen / thet Noah das Fenster auff an dem Kasten / das er gemacht hatte / vnd lies einen Raben ausfliegen / Der flog jmer hin vnd wider her / Bis das Gewisser vertrocket auff Erden . DArnach lies er eine Tauben von sich ausfliegen / Auff das er erfüre / ob das Gewesser gefallen were auff Erden . Da aber die Taube nicht fand / da jr fuss rugen kund / kam sie wider zu jm in den Kasten / Denn das Gewesser war noch auff dem gantzen Erdboden / Da thet er die hand er aus / vnd nam sie zu sich in den Kasten . DA harret er noch ander sieben tage / vnd lies aber mal eine Taube fliegen aus dem Kasten / Die kam zu jm vmb Vesperzeit / Vnd sihe / ein Oleblat Das blat bedeut das Euangelium / das der heilige Geist in die Christenheit hat predigen lassen / Denn Ole bedeut barmhertzigkeit vnd friede / dauon das Euangelium leret . hatte sie abgebrochen / vnd trugs in jrem Munde / Da vernam Noah / das das Gewesser gefallen were auff Erden . Aber er harret noch ander sieben tage / vnd lies eine Taube ausfliegen / die kam nicht wider zu jm . JM sechshundersten vnd einem jar des alters Noah / am ersten tage des ersten Monden / vertrockte das Gewesser auff Erden . Da thet Noah das dach von dem Kasten / vnd sahe / das der Erdboden trocken war . Also ward die Erde gantz trocken am sieben vnd zwentzigsten Tage des andern Monden . Da redet gott mit noah / vnd sprach / gehe aus dem Kasten du vnd dein weib / deine Söne vnd deiner söne weiber mit dir . Allerley Thier das bey dir ist / von allerley Fleisch / an Vogeln / an Vieh / vnd an allerley Gewürm / das auff erden kreucht / das gehe er aus mit dir / Vnd reget euch auff Erden / vnd seid fruchtbar vnd mehret euch auff Erden . Also gieng Noah er aus mit seinen Sönen vnd mit seinem Weib vnd seiner sönen Weibern . Da zu allerley Thier / allerley Gewürm / allerley Vogel / vnd alles was auff erden kreucht / das gieng aus dem Kasten / ein jglichs zu seines Gleichen . Noah aber bawet dem HERRN einen Altar / vnd nam von allerley reinem Vieh / vnd von allerley reinem Geuogel / vnd opffert Brandopffer auff dem Altar . Vnd der HERR roch den lieblichen Geruch / vnd sprach in seinem hertzen / Jch wil hin furt nicht mehr die Erde verfluchen vmb der Menschen willen / Denn das tichten des menschlichen Hertzen ist böse von Jugent auff / Vnd ich wil hinfurt nicht mehr schlahen alles was da lebet / wie ich gethan habe . So lange die Erden stehet / sol nicht auffhören / Samen vnd Ernd / Frost vnd Hitz / Sommer vnd Winter / Tag vnd Nacht . Jesa . 54 . ; Gen . 1 . VND Gott segenet Noah vnd seine Söne / vnd sprach / Seid fruchtbar vnd mehret euch / vnd erfüllet die Erde . Ewerfurcht vnd schrecken sey vber alle Thier auff Erden / vber alle Vogel vnter dem Himel / vnd vber alles was auff dem Erdboden kreucht / vnd alle Fisch im Meer seien in ewer hende gegeben . Alles was sich reget vnd lebet / das sey ewre Speise / wie das grüne Kraut / hab ichs euch alles gegeben . Alleine esset das Fleisch nicht / das noch lebt in seinem Blut / Denn ich wil auch ewrs Leibs blut rechen / vnd wils an allen Thieren rechen / vnd wil des Menschen leben rechen an einem jglichen Menschen / als der sein Bruder ist . Wer Menschen Blut vergeusset / Des Blut sol auch durch Menschen Hie ist das weltlich Schwert eingesetzt / Das man die Mörder tödten sol . vergossen werden / Denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht . Seid fruchtbar vnd mehret euch / vnd reget euch auff Erden / das ewer viel drauff werden . VND Gott sagt zu Noah vnd seinen Sönen mit jm / Sihe / Jch richte mit euch einen Bund auff / vnd mit ewrem Samen nach euch / vnd mit allem lebendigen Thier bey euch / an Vogel / an Vieh / vnd an allen Thieren auff Erden bey euch / von allem das aus dem Kasten gegangen ist / waserley Thier es sind auff Erden . Vnd richte meinen Bund also mit euch auff / Das hinfurt nicht mehr alles Fleisch verderbet sol werden / mit dem wasser der Sindflut / vnd sol hinfurt keine Sindflut mehr komen / die die Erde verderbe . VND Gott sprach / Das ist das Zeichen des Bunds / den ich gemacht habe zwischen mir vnd euch / vnd allem lebendigen Thier bey euch hin furt ewiglich . Meinen Bogen hab ich gesetzt in die wolcken / der sol das Zeichen sein des Bunds / zwischen Mir vnd der Erden . Vnd wenn es kompt / das ich wolcken vber die Erden füre / So sol man meinen Bogen sehen / in den wolcken / Als denn wil ich gedencken an meinen Bund / zwischen Mir vnd euch / vnd allem lebendigen Thier / in allerley Fleisch / Das nicht mehr hin furt eine Sindflut kome / die alles Fleisch verderbe . Darumb sol mein Bogen in den wolcken sein / das ich jn ansehe / vnd gedencke an den ewigen Bund zwischen Gott vnd allem lebendigen Thier in allem Fleisch / das auff Erden ist . Daselb saget Gott auch zu Noah / Dis sey das Zeichen des Bunds / den ich auffgerichtet habe zwischen Mir vnd allem Fleisch auff Erden . DJE söne Noah / die aus dem Kasten giengen / sind diese / Sem / Ham / Japheth / Ham aber ist der Vater Canaan . Das sind die drey söne Noah / von denen ist alles Land besetzt . Noah aber fieng an vnd ward ein Ackerman / vnd pflantzte Weinberge . Vnd da er des Weins tranck / ward er truncken / vnd lag in der Hütten auffgedeckt . Da nu Ham / Canaans vater / sahe seines Vaters scham / saget ers seinen beiden Brüdern draussen . Da nam Sem vnd Japheth ein Kleid / vnd legten es auff jre beide Schulder / vnd giengen rücklings hin zu / vnd deckten jres Vaters scham zu / Vnd jr angesicht war abgewand / das sie jres Vaters scham nicht sahen . ALS nu Noah erwacht von seinem Wein / vnd erfur / was jm sein kleiner Son gethan hatte / sprach er / Verflucht sey Canaan / vnd sey ein Knecht aller knecht vnter seinen Brüdern . Vnd sprach weiter / Gelobet sey Gott der HERR des Sems / Vnd Canaan sey sein Knecht . Gott breite Japheth aus / vnd las jn wonen in den Hütten des Sems / Vnd Canaan sey sein Knecht . Noah aber lebet nach der Sindflut drey hundert vnd funffzig jar / Das sein gantz Alter ward / neunhundert vnd funffzig jar / vnd starb . DJS ist das Geschlecht der kinder Noah / Sem / Ham / Japheth / Vnd sie zeugeten Kinder nach der Sindflut . Die kinder Japheth sind diese / Gomer / Magog / Madai / Jauan / Thubal / Mesech / vnd Thiras . Aber die kinder von Gomer sind diese / Ascenas / Riphath / vnd Thogarma . Die kinder von Jauan sind diese / Elisa / Tharsis / Kithim / vnd Dodanim . Von diesen sind ausgebreitet die Jnsulen der Heiden in jren Lendern / jgliche nach jrer Sprach / Geschlecht vnd Leuten . Dje kinder von Ham sind diese / Chus / Mizraim / Put / vnd Canaan . Aber die kinder von Chus / sind diese / Seba / Heuila / Sabtha / Raema / vnd Sabtecha . Aber die kinder von Raema sind diese / Scheba vnd Dedan . Chus aber zeuget den Nimrod / Der fieng an ein gewaltiger Herr zu sein auff Erden . Vnd war ein gewaltiger Jeger fur dem HERRN / Da her spricht man / Das ist ein gewaltiger Jeger fur dem HERRN / wie Nimrod . Vnd der anfang seins Reichs war / Babel / Erech / Acad vnd Chalne im land Sinear . Von dem Land ist darnach komen der Assur / vnd bawete Niniue vnd RehobothJr vnd Calah / da zu Ressen zwischen Niniue vnd Calah / Dis ist eine grosse Stad . Mizraim zeuget Ludim / Anamim / Leabim / Naphtuhim / Pathrusim / vnd Casluhim / Von dannen sind komen die Philistim vnd Caphthorim . Canaan aber zeuget Zidon seinen ersten son / vnd Heth / Jebusi / Emori / Girgosi / Hiui / Arki / Sini / Aruadi / Zemari / vnd Hamathi . Da her sind ausgebreitet die Geschlecht der Cananiter . Vnd jre Grentze waren von Zidon an / durch Gerar / bis gen Gasa / bis man kompt gen Sodoma / Gomorra / Adama / Zeboim / vnd bis gen Lasa . Das sind die kinder Ham in jren Geschlechten / Sprachen / Lendern / vnd Leuten . Sem aber / Japheths des grössern bruder / zeuget auch Kinder / der ein Vater ist aller kinder von Eber . Vnd dis sind seine Kinder / Elam / Assur / Arphachsad / Lud vnd Aram . Die kinder aber von Aram sind diese / Vz / Hul / Gether vnd Mas . Arphachsad aber zeuget Salah . Salah zeuget Eber . Eber zeuget zween Söne / einer hies Peleg Auff Deudsch / Ein zurteilung . / darumb / das zu seiner zeit / die Welt zurteilet ward / des Bruder hies Jaketan . Vnd Jaketan zeuget Almodad / Saleph / Hazarmaueth / Jarah / Hadoram / Vsal / Dikela / Obal / Abimael / Seba / Ophir / Heuila / vnd Jobab / Das sind alle Kinder von Jaketan . Vnd jr Wonung war von Mesa an / bis man kompt gen Sephar / an den Berg gegen dem morgen . Das sind die Kinder von Sem / in jren Geschlechten / Sprachen / Lendern vnd Leuten . Das sind nu die Nachkomen der Kinder Noah / in jren Gschlechten vnd Leuten / Von denen sind ausgebreittet die Leute auff Erden nach der Sindflut . ES hatte aber alle Welt einerley zungen vnd sprache . Da sie nu zogen gen Morgen / funden sie ein eben Land / im lande Sinear / vnd woneten daselbs . Vnd sprachen vnternander / Wolauff / lasst vns Ziegel streichen vnd brennen / Vnd namen ziegel zu stein / vnd thon zu kalck / vnd sprachen / Wolauff / Lasst vns eine Stad vnd Thurn bawen / des spitze bis an den Himel reiche / das wir vns einen namen machen / Denn wir werden vieleicht zerstrewet in alle Lender . DA fur der HERR ernider / das er sehe die Stad vnd Thurn / die die Menschenkinder baweten . Vnd der HERR sprach / Sihe / Es ist einerley Volck vnd einerley Sprach vnter jnen allen / vnd haben das angefangen zu thun / sie werden nicht ablassen von allem das sie furgenomen haben zu thun . Wolauff / lasst vns ernider faren / vnd jre Sprache da selbs verwirren / das keiner des andern sprache verneme . Also zerstrewet sie der HERR von dannen in alle Lender / das sie musten auffhören die Stad zu bawen / Da her heisst jr name Babel Auff Deudsch / Ein vermischung oder verwirrung . / das der HERR daselbs verwirret hatte aller Lender sprache / vnd sie zerstrewet von dannen in alle Lender . Djs sind die geschlecht sem / sem war hundert jar alt / vnd zeuget Arphachsad / zwey jar nach der Sindflut / Vnd lebet darnach funffhundert jar / vnd zeuget Söne vnd Töchter . Arphachsad ward funff vnd dreissig jar alt / vnd zeugete Salah / Vnd lebet darnach vierhundert vnd drey jar / vnd zeuget Söne vnd Töchter . Salah war dreissig jar alt / vnd zeuget Eber / Vnd lebet darnach vier hundert vnd drey jar / vnd zeugete Söne vnd Töchter . Eber war vier vnd dreissig jar alt / vnd zeuget Peleg / Vnd lebet darnach vier hundert vnd dreissig jar / vnd zeuget Söne vnd Töchter . Peleg war dreissig jar alt / vnd zeuget Regu / Vnd lebet darnach zwey hundert vnd neun jar / vnd zeuget Söne vnd Töchter . Regu war zwey vnd dreissig jar alt / vnd zeuget Serug / Vnd lebet darnach zwey hundert vnd sieben jar / vnd zeuget Söne vnd Töchter . Serug war dreissig jar alt / vnd zeuget Nahor / Vnd lebet darnach zwey hundert jar / vnd zeuget Söne vnd Töchter . Nahor war neun vnd zwenzig jar alt / vnd zeuget Tharah / Vnd lebet darnach hundert vnd neunzehen jar / vnd zeuget Söne vnd Töchter . THarah war siebenzig jar alt / vnd zeuget / Abram / Nahor / vnd Haran . Djs sind die geschlecht tharah / tharah zeuget Abram / Nahor / vnd Haran / Aber Haran zeuget Lot . Haran aber starb vor seinem Vater Tharah in seinem Vaterland zu Vr in Chaldea . Da namen Abram vnd Nahor weiber / Abrams weib hies Sarai / vnd Nahors weib Milca Harans tochter / der ein Vater war der Milca / vnd der Jisca / Aber Sarai war vnfruchtbar / vnd hatte kein Kind . DA nam Tharah seinen son Abram / vnd Lot seines sons Harans son / vnd seine schnur Sarai / seines sons Abrams weib / vnd füret sie von Vr aus Chaldea / das er ins land Canaan zöge / Vnd sie kamen gen Haran / vnd woneten daselbs . Vnd Tharah ward zwey hundert vnd funff jar alt / vnd starb in Haran . VND der HERR sprach zu Abram / Gehe aus deinem Vaterland / vnd von deiner Freundschafft / vnd aus deines Vatershause / Jn ein Land / das ich dir zeigen wil . Vnd ich wil dich zum grossen Volck machen / vnd wil dich segenen / vnd dir einen grossen Namen machen / vnd solt ein Segen sein / Jch wil segenen die dich segenen / Vnd verfluchen die dich verfluchen . Vnd in dir sollen gesegenet werden alle Geschlecht auff Erden . DA zoch Abram aus / wie der HERR zu jm gesagt hatte / vnd Lot zoch mit jm / Abram aber war funff vnd siebenzig jar alt / da er aus Haran zoch . Also nam Abram sein weib Sarai / vnd Lot seines Bruders son / mit aller jrer Habe / die sie gewonnen hatten / vnd Seelen die sie gezeuget hatten in Haran / vnd zogen aus zu reisen in das land Canaan . Vnd als sie komen waren in dasselbige Land / zog Abram durch / bis an die stet Sichem / vnd an den hayn More / Denn es woneten zu der zeit die Cananiter im Lande . DA erschein der HERR Abram / vnd sprach / Deinem Samen wil ich dis Land geben . Vnd er bawet daselbs dem HERRN einen Altar / der jm erschienen war . Darnach brach er auff von dannen an einen Berg / der lag gegen dem Morgen der stad BethEl / vnd richtet seine Hütten auff / das er BethEl gegen abend / vnd Ai gegen dem morgen hatte . Vnd bawet daselbs dem HERRN einen Altar / vnd predigte von dem Namen des HERRN . Darnach weich Abram ferner / vnd zoch aus gegen dem mittag . ES kam aber eine Thewrung in das Land . Da zoch Abram hin ab in Egypten / das er sich daselbs / als ein Frembdling / enthielte / Denn die Thewrung war gros im Lande . Vnd da er nahe bey Egypten kam / sprach er zu seinem weibe Sarai / Sihe / Jch weis / das du ein schön Weib von angesicht bist / Wenn dich nu die Egypter sehen werden / so werden sie sagen / Das ist sein Weib / Vnd werden mich erwürgen vnd dich behalten . Lieber so sage doch / Du seist meine Schwester / Auff das mirs deste bas gehe vmb deinen willen / vnd meine Seele bey dem Leben bleibe vmb deinen willen . Als nu Abram in Egypten kam / sahen die Egypter das Weib / das sie fast schön war . Vnd die Fürsten des Pharao sahen sie / vnd preiseten sie fur jm . Da ward sie in des Pharao haus bracht / Vnd er thet Abram guts / vmb jren willen / vnd er hatte schafe / rinder / esel / Knecht vnd Megde / eselin vnd kameel . Aber der HERR plaget den Pharao mit grossen Plagen vnd sein Haus / vmb Sarai Abrams weibs willen . DA rieff Pharao Abram zu sich / vnd sprach zu jm / Warumb hastu mir das gethan ? Warumb sagestu mirs nicht / das dein Weib were ? Warumb sprachstu denn / sie were deine Schwester ? Derhalben ich sie mir zum Weibe nemen wolt . Vnd nu sihe / Da hastu dein weib / nim sie vnd zeuch hin . Vnd Pharao befalh seinen Leuten vber jm / das sie jn geleiten vnd sein Weib vnd alles was er hatte . Also zoch Abram er auff aus Egypten mit seinem Weibe vnd mit allem das er hatte / vnd Lot auch mit jm / gegen dem Mittag . Abram aber war seer Reich von vieh / silber / vnd gold . Vnd er zoch jmer fort von Mittag / bis gen BethEl / an die stet / da am ersten seine Hütten war / zwischen BethEl vnd Ai / eben an den Ort / da er vorhin den Altar gemacht hatte / Vnd er predigt alda den Namen des HERRN . Gen . 12 . Lot aber der mit Abram zoch / der hatte auch schaf vnd rinder vnd Hütten / Vnd das Land mochts nicht ertragen / das sie bey einander woneten / Denn jr Habe war gros / vnd kundten nicht bey ein ander wonen . Vnd war jmer zanck zwischen den Hirten vber Abrams vieh / vnd zwischen den Hirten vber Lots vieh / So woneten auch zu der zeit die Cananiter vnd Pheresiter im Lande . DA sprach Abram zu Lot / Lieber las nicht zanck sein zwischen mir vnd dir / vnd zwischen meinen vnd deinen Hirten / denn wir sind Gebrüder . Stehet dir nicht alles Land offen ? Lieber scheide dich von mir / Wiltu zur Lincken / so wil ich zur rechten / Oder wiltu zur rechten / so wil ich zur linken . Da hub Lot seine augen auff / vnd besahe die gantze Gegend am Jordan / Denn ehe der HERR Sodoma vnd Gomorra verderbet / war sie wasserreich / bis man gen Zoar kompt / als ein Garten des HERRN / gleich wie Egyptenland . DA erwelet jm Lot / die gantze Gegend am Jordan / vnd zoch gegen Morgen . Also scheidet sich ein Bruder von dem andern / das Abram wonet im lande Canaan / vnd Lot in den stedten der selben Gegend / vnd setzt seine Hütten gen Sodom / Aber die Leute zu Sodom waren böse / vnd sundigeten seer wider den HERRN . Ezech . 16 . DA nu Lot sich von Abram gescheiden hatte / sprach der HERR zu Abram / Heb deine Augen auff / vnd sihe von der stet an da du wonest / gegen Mitternacht / gegen dem Mittag / gegen dem Morgen / vnd gegen dem Abend / Denn alle das Land / das du sihest / wil ich dir geben vnd deinem Samen ewiglich . Vnd wil deinen Samen machen wie den staub auff erden / Kan ein Mensch den staub auff erden zelen / der wird auch deinen Samen zelen . Darumb so mach dich auff / vnd zeuch durch das Land / in die lenge vnd breite / denn dir wil ichs geben . Also erhub Abram seine Hütten / kam vnd wonet im Hayn Mamre / der zu Hebron ist / Vnd bawet daselbs dem HERRN einen Altar . Gen . 12 . VND es begab sich zu der zeit des königes Amraphel von Sinear Arioch des königes von Elassar / Kedor Laomor des königes von Elam / vnd Thideal des königes der Heiden / Das sie kriegten mit Bera dem könige von Sodom / vnd mit Birsa dem könige von Gomorra / vnd mit Sineab dem könige von Adama / vnd mit Semeber dem könige von Zeboim / vnd mit dem könige von Bela / die heisst Zoar . Djese kamen alle zusamen in das tal Siddim / da nu das Saltzmeer ist / Denn sie waren zwelff jar vnter dem könige KedorLaomor gewesen / vnd im dreizehenden jar waren sie von jm abgefallen . Darumb kam KedorLaomor vnd die Könige die mit jm waren / im vierzehenden jar / vnd schlugen die Risen zu AstarothKarnaim / vnd die Susim zu Ham / vnd die Emim in dem felde Kiriathaim / vnd die Horiter auff jrem gebirge Seir / bis an die breite Pharan / welche an die wüsten stösst . Darnach wandten sie vmb / vnd kamen an den born Mispat / das ist Kades / vnd schlugen das gantze Land der Amalekiter / dazu die Amoriter / die zu HazezonThamar woneten . DA zogen aus der könig von Sodom / der könig von Gomorra / der könig von Adama / der könig von Zeboim / vnd der könig von Bela / die Zoar heisst / vnd rüsten sich zu streiten / im tal Siddim / mit KedorLaomor / dem könige von Elam / vnd mit Thideal dem könige der Heiden / vnd mit Amraphel dem könige von Sinear / vnd mit Arioch dem könige von Elassar / vier Könige mit fünffen / Vnd das tal Siddim hatte viel Thongruben . Aber der König von Sodom vnd Gomorra wurden daselbs in die Flucht geschlagen vnd nidergelegt / vnd was vberbleib / flohe auff das Gebirge . Da namen sie alle habe zu Sodom vnd Gomorra vnd alle speise / vnd zogen da von . Sie namen auch mit sich Lot Abrams bruder son vnd seine habe / Denn er wonete zu Sodom / vnd zogen da von . DA kam einer der entrunnen war / vnd sagets Abram an dem auslender / der da wonet im hayn Mamre des Amoriter / welcher ein Bruder war Escol vnd Aner / Diese waren mit Abram im Bund . Als nu Abram höret / das sein Bruder gefangen war / wapnet er seine Knechte / drey hundert vnd achzehen / in seinem Hause geborn / vnd jaget jnen nach bis gen Dan / Vnd teilet sich / Fiel des nachts vber sie mit seinen Knechten / vnd schlug sie / vnd jaget sie bis gen Hoba / die zur lincken der stad Damascus ligt . Vnd bracht alle Habe wider / dazu auch Lot seinen Bruder mit seiner Habe / auch die Weiber vnd das Volck . Als er nu widerkam von der schlacht des KedorLaomor vnd der Könige mit jm / giengen jm entgegen der könig von Sodom / in das feld das Königstal heisst . Aber Melchisedech der König von Salem / trug brot Nicht das ers opfferte / sondern das er die Geste speiset vnd ehret / Dadurch Christus bedeut ist / der die Welt mit dem Euangelio speiset . vnd wein erfur . Vnd er war ein Priester Gottes des höhesten / Vnd segnet jn / vnd sprach / Gesegnet seistu Abram dem höhesten Gott / der Himel vnd Erden besitzt / Vnd gelobet sey Gott der höhest / der deine Feinde in deine hand beschlossen hat . Vnd dem selben gab Abram den Zehenden von allerley . DA sprach der könig von Sodom zu Abram / Gib mir die Leute / die Güter behalt dir . Aber Abram sprach zu dem könige von Sodom / Jch hebe meine hende auff zu dem HERRN / dem höhesten Gott / der Himel vnd Erden besitzt / Das ich von allem das dein ist / nicht einen faden noch einen schuchrimen nemen wil / Das du nicht sagest / du habest Abram reich gemacht . Ausgenomen was die Jünglinge verzehret haben / vnd die menner Aner / Escol vnd Mamre / die mit mir gezogen sind / die las jr Teil nemen . Nach diesen Geschichten begab sichs / das zu Abram geschach das wort des HERRN im Gesicht / vnd sprach / Fürchte dich nicht Abram / Jch bin dein Schilt / vnd dein seer grosser Lohn . Abram sprach aber / Herr HERR / Was wiltu mir geben ? Jch gehe dahin on Kinder / vnd mein Hausuogt hat einen Son / dieser Elieser von Damasco . Vnd Abram sprach weiter / Mir hastu keinen Samen gegeben / Vnd sihe / der Son meines gesinds / sol mein Erbe sein . VND sihe / der HERR sprach zu jm / Er sol nicht dein Erbe sein / Sondern der von deinem Leibe komen wird / der sol dein Erbe sein . Vnd er hies jn hin aus gehen / vnd sprach / Sihe gen Himel / vnd zele die sterne / Kanstu sie zelen ? Vnd sprach zu jm / Also sol dein Same werden / Abram gleubte dem HERRN / Vnd das rechent er jm zur Gerechtigkeit . Gen . 17 . ; Rom . 4 . ; Gal . 3 . ; Ebre . 11 . VND er sprach zu jm / Jch bin der HERR / der dich von Vr aus Chaldea gefurt hat / das ich dir dis Land zu besitzen gebe . Abram aber sprach Herr HERR / Wo bey sol ichs mercken / das ichs besitzen werde ? Vnd er sprach zu jm / Bringe mir eine dreyierige Kue / vnd ein dreyierige Zigen / vnd ein dreyierigen Wider / vnd eine Dordeltauben / vnd eine Jungetauben . Vnd er bracht jm solchs alles / vnd zurteilet es mitten von ander / vnd leget ein teil gegen das ander vber / aber die Vogel zurteilet er nicht . Vnd das Geuogel Das geuogel / vnd der rauchend ofen vnd der fewrige brand / bedeuten die Egypter / die Abrahams kinder verfolgen solten . Aber Abram scheucht sie dauon das ist / Gott erlöset sie vmb der verheissung willen / Abram versprochen . Das aber er nach der Sonen vntergang erschrickt / bedeut / Das Gott seinem Samen eine zeit verlassen wolt / das sie verfolget würden / wie der HERR selbs hie deutet . Also gehet es auch allen Gleubigen / das sie verlassen / vnd doch erlöset werden . fiel auff die ass / Aber Abram scheuchet sie dauon . DA nu die Sonne vnter gegangen war / fiel ein tieffer Schlaff auff Abram / Vnd sihe / schrecken vnd grosse finsternis vberfiel jn . Da sprach er zu Abram / Das soltu wissen / Das dein Same wird frembd sein in einem Lande das nicht sein ist / vnd da wird man sie zu dienen zwingen vnd plagen vier hundert jar . Aber ich wil richten das Volck / dem sie dienen müssen . Darnach sollen sie ausziehen mit grossem Gut . Vnd du solt faren zu deinen Vetern mit frieden / vnd in gutem Alter begraben werden / Sie aber sollen nach vier Mansleben wider hieher komen / Denn die missethat der Amoriter ist noch nicht alle . Als nu die Sonne vntergegangen / vnd finster worden war / Sihe / da rauchete ein Ofen / vnd ein Fewerflammen fuhr zwisschen den stücken hin . Act . 7 . ; Exod . 12 . AN dem tage machte der HERR einen Bund mit Abram / vnd sprach / Deinem Samen wil ich dis Land geben / von dem wasser Egypti an / bis an das grosse wasser Phrat / die Keniter / die Kinisiter / die Kadmoniter / die Hithiter / die Pheresiter / die Risen / die Amoriter / die Cananiter / die Gergesiter / die Jebusiter . Sarai Abrams weib gebar jm nichts / Sie hatte aber eine Egyptische magd / die hies Hagar . Vnd sie sprach zu Abram / Sihe / der HERR hat mich verschlossen / das ich nichts geberen kan / Lieber / lege dich zu meiner Magd / ob ich doch vieleicht aus jr mich bawen Das ist / kinder kriegen . müge . Abram der gehorcht der stimme Sarai . Da nam Sarai Abrams weib jr Egyptische magd Hagar / vnd gab sie Abram jrem Man zum Weibe / nach dem sie zehen jar im lande Canaan gewonet hatten . Psal . 127 . ; Exo . 2 . VND er legt sich zu Hagar / die ward schwanger . Als sie nu sahe / das sie schwanger war / achtet sie jr Frawen geringe gegen sich . Da sprach Sarai zu Abram / Du thust vnrecht an mir / Jch hab meine Magd dir beygelegt / Nu sie aber sihet / das sie schwanger worden ist / mus ich geringe geachtet sein gegen jr / Der HERR sey Richter zwischen mir vnd dir . Abram aber sprach zu Sarai / Sihe / Deine Magd ist vnter deiner gewalt / thue mit jr wie dirs gefelt . DA sie nu Sarai wolt demütigen flohe sie von jr . Aber der Engel des HERRN fand sie bey einem Wasserbrun in der wüsten / nemlich / bey dem Brun am wege zu Sur / der sprach zu jr / Hagar Sarai magd / wo komstu her ? vnd wo wiltu hin ? Sie sprach / Jch bin von meiner Frawen Sarai geflohen . Vnd der Engel des HERRN sprach zu jr / Kere vmb wider zu deiner Frawen / vnd demütige dich vnter jre hand . VND der Engel des HERRN sprach zu jr / Jch wil deinen Samen also mehren / das er fur grosser menge nicht sol gezelet werden . Weiter sprach der Engel des HERRN zu jr / Sihe / Du bist schwanger worden / vnd wirst einen Son geberen / des namen soltu Jsmael Heist Gott erhöret . heissen / Darumb / das der HERR dein elend erhöret hat . Er wird ein wilder Mensch sein / Seine hand wider jderman / vnd jedermans hand wider jn / vnd wird gegen allen seinen Brüdern wonen . VND sie hies den Namen des HERRN / der mit jr redet / Du Gott sihest mich / denn sie sprach / Gewislich hie hab ich gesehen den / der mich hernach angesehen hat / Darumb hies sie den Brunnen / ein brunnen des Lebendigen / der mich angesehen hat / welcher Brun ist zwischen Kades vnd Bared . VND Hagar gebar Abram einen son / vnd Abram hies den Son / den jm Hagar gebar / Jsmael . Vnd Abram war sechs vnd achzig jar alt / da jm Hagar den Ismael gebar . Als nu Abram neun vnd neunzig jar alt war / erschein jm der HERR / vnd sprach zu jm / Jch bin der allmechtige Gott / wandele fur mir / vnd sey from . Vnd ich wil meinen Bund zwischen mir vnd dir machen / vnd wil dich fast seer mehren . Da fiel Abram auff sein angesicht . VND Gott redet weiter mit jm / vnd sprach / Sihe / Jch bins / vnd hab meinen Bund mit dir / Vnd du solt ein Vater vieler Völcker werden / Darumb soltu nicht mehr Abram Abram Heisst hoher Vater . Abraham aber der Hauffen Vater wiewol die selben hauffen nur mit einem Buchstaben angezeigt werden in seinem namen / nicht on vrsach . heissen / sondern Abraham sol dein name sein / Denn Jch habe dich gemacht / vieler völcker Vater . Vnd wil dich fast seer fruchtbar machen / vnd wil von dir Völcker machen / vnd sollen auch Könige von dir komen . Rom . 4 . VND ich wil auffrichten meinen Bund / zwischen mir vnd dir / vnd deinem Samen nach dir / bey jren Nachkomen Ledorotham / das ist so lang jr ding wehren wird / Denn Mose hie mit deutet / das jr ding solle endlich auffhören / vnd ein anders komen . / das es ein ewiger Bund sey / Also das ich dein Gott sey / vnd deines Samens nach dir . Vnd wil dir vnd deinem Samen nach dir geben das Land da du ein Frembdling innen bist / nemlich / das gantze land Canaan / zu ewiger besitzung / Vnd wil jr Gott sein . VND Gott sprach zu Abraham / So halt nu meinen Bund / du vnd dein Same nach dir / bey jren Nachkomen . Das ist aber mein Bund den jr halten solt zwischen mir vnd euch / vnd deinem Samen nach dir / Alles was Menlich ist vnter euch / sol beschnitten werden . Jr solt aber die vorhaut an ewrem Fleisch beschneiten / Dasselb sol ein Zeichen sein / des Bunds / zwischen mir vnd euch . Ein jglichs Kneblin wens acht tag alt ist / solt jr beschneiten bey ewern Nachkomen . Desselben gleichen auch alles was Gesinds da heim geborn / oder erkaufft ist von allerley frembden / die nicht ewrs Samens sind / Also sol mein Bund an ewrem Fleisch sein zum ewigen bund . Vnd wo ein Kneblin nicht wird beschnitten / an der vorhaut seines Fleischs / Des Seele sol ausgerottet werden aus seinem Volck / darumb / das es meinen Bund vnterlassen hat . Act . 7 . ; Luc . 2 . VND Gott sprach abermal zu Abraham / Du solt dein weib Sarai / nicht mehr Sarai heissen / sondern Sara sol jr namen sein / Denn ich wil sie segenen . Vnd von jr wil ich dir einen Son geben / Denn ich wil sie segenen / vnd Völcker sollen aus jr werden / vnd Könige vber viel Völcker . Da fiel Abraham auff sein angesicht vnd lachet / vnd sprach in seinem hertzen / sol mir hundert jar alt ein Kind geboren werden / vnd Sara neunzig jar alt geberen ? Gen . 18 . ; Gen . 21 . VND Abraham sprach zu Gott / Ah das Jsmael leben solt fur dir . Da sprach Gott / Ja / Sara dein Weib sol dir einen Son geberen / den soltu Jsaac heissen / Denn mit jm wil ich meinen ewigen Bund auffrichten / vnd mit seinem Samen nach jm . Dazu vmb Jsmael habe ich dich auch erhöret / Sihe / Jch habe jn gesegnet / vnd wil jn fruchtbar machen / vnd mehren fast seer / Zwelff Fürsten wird er zeugen / vnd wil jn zum grossen Volck machen . Aber meinen Bund wil ich auffrichten mit Jsaac / den dir Sara geberen sol / vmb diese zeit im andern jar . Vnd er höret auff mit jm zu reden / vnd Gott fuhr auff von Abraham . DA nam Abraham seinen son Jsmael / vnd alle Knechte die da heim geboren / vnd alle die erkaufft / vnd alles was Mans namen war in seinem Hause / vnd beschneit die vorhaut an jrem Fleisch eben desselbigen tages / wie jm Gott gesagt hatte . Vnd Abraham war neun vnd neunzig jar alt / da er die Vorhaut an seinem Fleisch beschneit . Jsmael aber sein Son war dreizehen jar alt / da seines Fleischs vorhaut beschnitten ward . Eben auff einen tag / worden sie alle beschnitten / Abraham / sein son Jsmael / vnd was Mans namen in seinem Hause war / daheim geborn / vnd erkaufft von frembden / Es ward alles mit jm beschnitten . VND der HERR erschein jm im Hayn Mamre / da er sas an der thür seiner Hütten / da der tag am heissesten war . Vnd als er seine augen auffhub / vnd sahe / da stunden drey Menner gegen jm . Vnd da er sie sahe / lieff er jnen entgegen / von der thür seiner Hütten / vnd bücket sich nider Fur einem felt er nider / vnd redet auch als mit einem / vnd doch mit dreien . Da ist die Dreifaltigkeit in Gott angezeigt . auff die Erden / vnd sprach / HERR Hab ich gnade funden fur deinen Augen / So gehe nicht fur deinem Knecht vber . Man sol euch wenig Wassers bringen / vnd ewre Füsse wasschen / vnd lehnet euch vnter den Bawm . Vnd ich wil euch ein bissen Brots bringen / das jr ewr Hertz labet / darnach solt jr fort gehen / Denn darumb seid jr zu ewrem Knecht komen . Sie sprachen / Thu / wie du gesagt hast . Ebre . 13 . Abraham eilet in die hütten zu Sara / vnd sprach / Eile vnd menge drey mas Semelmelh / knete / vnd backe Kuchen . Er aber lieff zu den Rindern / vnd holet ein zart gut Kalb / vnd gabs dem Knaben / Der eilet vnd bereitets zu . Vnd er trug auff Butter vnd Milch / vnd von dem Kalbe das er zubereit hatte / vnd satzts jnen fur / vnd trat fur sie vnter dem Bawm / vnd sie assen . Math . 13 . DA sprachen sie zu jm / Wo ist dein weib Sara ? Er antwortet / Drinnen in der Hütten . Da sprach er / Jch wil wider zu dir komen / so ich lebe / Sihe / so sol Sara dein weib einen Son haben . Das höret Sara / hinder jm / hinder der thür der Hütten . Vnd sie waren beide / Abraham vnd Sara alt vnd wol betaget / Also das es Sara nicht mehr gieng / nach der Weiber weise . Darumb lachet sie bey sich selbs / vnd sprach / Nu ich alt bin / sol ich noch wollust pflegen / vnd mein Herr auch alt ist . 1 . Pet . 3 . DA sprach der HERR zu Abraham / Warumb lachet des Sara / vnd spricht / Meinstu das war sey / das ich noch geberen werde / so ich doch alt bin ? Solt dem HERRN etwas vmmüglich sein ? Vmb diese zeit wil ich wider zu dir komen so ich lebe Gott als ein Mensch / Gene . 3 . Adam / Wo bistu ? Jtem Gen . xj . Jch wil hin ab fahren vnd sehen . Gen . 19 . Jch wil sehen / obs so sey . Denn dis wort ( So ich Lebe ) setze es wo du wilt so lauts doch nicht . Als wenn er von der Frucht / oder Eltern wolt sagen / Du solt einen Son haben / so er lebet / oder / so jr lebet . Meinstu er wisse nicht ob der Son oder die Eltern leben werden Ja wo sie nichtigewis leben würden was were die verheissung ? / So sol Sara einen Son haben . Da leugnete Sara / vnd sprach / Jch habe nicht gelachet / Denn sie furcht sich / Aber er sprach / Es ist nicht also / du hast gelacht . 4 . Reg . 4 . ; Rom . 9 . Da stunden die menner auff von dannen / vnd wandten sich gegen Sodom / Vnd Abraham gieng mit jnen / das er sie geleitet . Da sprach der HERR / Wie kan ich Abraham verbergen / was ich thu ? Sintemal er ein gros vnd mechtiges Volck sol werden / vnd alle Völcker auff Erden in jm gesegnet werden sollen . Denn ich weis / er wird befelhen seinen Kindern / vnd seinem Hause nach jm / das sie des HERRN wege halten / vnd thun was recht vnd gut ist / Auff das der HERR auff Abraham komen lasse / was er jm verheissen hat . VND der HERR sprach / Es ist ein geschrey zu Sodom vnd Gomorra / das ist gros / vnd jre Sünde sind fast schwere . Darumb wil ich hin abfaren / vnd sehen / Ob sie alles gethan haben / nach dem geschrey das fur mich komen ist / Oder obs nicht also sey / das ichs wisse . Vnd die Menner wandten jr angesicht / vnd giengen gen Sodom . Aber Abraham bleib stehen fur dem HErrn / vnd trat zu jm / vnd sprach / Wiltu denn den Gerechten mit den Gottlosen vmbbringen ? Es möchten vieleicht funffzig Gerechten in der stad sein / Woltestu die vmbbringen / vnd dem Ort nicht vergeben vmb funffzig Gerechter willen / die drinnen weren ? Das sey ferne von dir / das du das thust / vnd tödtest den Gerechten mit den Gottlosen / das der Gerechte sey gleich wie der Gottlose / Das sey ferne von dir / der du aller welt Richter bist / Du wirst so nicht richten . Der HERR sprach / Finde ich funffzig Gerechten zu Sodom in der stad / so wil ich vmb jrer willen alle den Orten vergeben . Abraham antwortet / vnd sprach / Ah sihe / Jch hab mich vnterwunden / zu reden mit dem Herrn / wiewol ich Erde vnd Asschen bin / Es möchten vieleicht fünff weniger / denn funffzig Gerechten drinnen sein / Woltestu denn die gantze Stad verderben vmb der funffe willen ? Er sprach / Finde ich drinnen fünff vnd vierzig / So wil ich sie nicht verdeben . Vnd er fuhr weiter mit jm zu reden / vnd sprach / Man möcht vieleicht vierzig drinnen finden . Er aber sprach / Jch wil jnen nichts thun / vmb vierziger willen . Abraham sprach / Zürne nicht Herr / das ich noch mehr rede / Man möcht vieleicht dreissig drinnen finden . Er aber sprach / Finde ich dreissig drinnen / So wil ich jnen nichts thun . Vnd er sprach / Ah sihe / Jch habe mich vnterwunden mit dem Herrn zu reden / Man möcht vieleicht zwenzig drinnen finden . Er antwortet / Jch wil sie nicht verderben vmb der zwenzig willen . Vnd er sprach / Ah zürne nicht Herr / das ich nur noch ein mal rede / Man möchte vieleicht zehen drinnen finden . Er aber sprach / Jch wil sie nicht verderben / vmb der zehen willen . VND der HERR gieng hin / da er mit Abraham ausgeredt hatte / Vnd Abraham keret wider hin an seinen Ort . Dje zween Engel kamen gen Sodom des abends . Lot aber sas zu Sodom vnter dem thor / Vnd da er sie sahe / stund er auff jnen entgegen / vnd bücket sich mit seinem angesicht auff die erden . Vnd sprach / Sihe / Herr / Keret doch ein zum hause ewers Knechts / vnd bleibet vber nacht / Lasset ewr Füsse wasschen / So stehet jr morgens früe auff / vnd ziehet ewr strasse . Aber sie sprachen / Nein / Sondern wir wollen vber nacht auff der gassen bleiben . Da nötiget er sie fast / Vnd sie kereten zu jm ein / vnd kamen in sein Haus . Vnd er macht jnen ein Mal / vnd buch vngeseurte Kuchen / vnd sie assen . Aber ehe sie sich legten / kamen die Leute der stad Sodom / vnd vmbgaben das Haus / jung vnd alt / das gantze Volck aus allen enden . Vnd fodderten Lot / vnd sprachen zu jm / Wo sind die Menner / die zu dir komen sind diese nacht ? Füre sie eraus zu vns / das wir sie erkennen . Lot gieng eraus zu jnen fur die thür / vnd schlos die thür hinder jm zu / vnd sprach / Ah lieben Brüder / Thut nicht so vbel . Sihe / ich habe zwo Töchter / die haben noch keinen Man erkennet / die wil ich eraus geben vnter euch / vnd thut mit jnen / was euch gefellet / Alleine diesen Mennern thut nichts / Denn darumb sind sie vnter die schatten meines dachs eingegangen . Sie aber sprachen / Kom hie her / Da sprachen sie / Du bist der einiger Frembdling hie / vnd wilt regieren / Wolan / wir wollen dich bas plagen denn jene . VND sie drungen hart auff den man Lot / Vnd da sie hinzu lieffen / vnd wolten die thür auffbrechen / griffen die Menner hinaus / vnd zogen Lot hin ein zu jnen ins Haus / vnd schlossen die thür zu . Vnd die Menner fur der thür am Hause / worden mit Blindheit geschlagen / beide klein vnd gros / bis sie müde wurden / vnd die thür nicht finden kundten . 2 . Pet . 2 . VND die Menner sprachen zu Lot / Hastu noch jrgend hie einen Eidam vnd Söne vnd Töchter / vnd wer dich angehöret in der Stad / den füre aus dieser stet / Denn wir werden diese stet verderben / Darumb das jr geschrey gros ist fur dem HERRN / der hat vns gesand sie zuuerderben . Da gieng Lot hinaus / vnd redet mit seinen Eidam / die seine Töchter nemen solten / Machet euch auff / vnd gehet aus diesem Ort / Denn der HERR wird diese Stad verderben / Aber es war jnen lecherlich . DA nu die Morgenröte auffgieng / hiessen die Engel den Lot eilen / vnd sprachen / Mach dich auff / nim dein Weib vnd deine zwo Töchter / die furhanden sind / Das du nicht auch vmbkomest in der missethat dieser Stad . Da er aber verzog / ergriffen die Menner jn / vnd sein Weib / vnd seine zwo Töchter bey der hand / darumb das der HERR sein verschonet / vnd füreten jn hin aus vnd liessen jn aussen fur der Stad . VND als er jn hatte hin aus gebracht / sprach er / Errette deine Seele / vnd sihe nicht hinder dich / auch stehe nicht in dieser gantzen gegend / Auff dem Berge errette dich / das du nicht vmbkomest . Aber Lot sprach zu jnen / Ah nein Herr / Sihe / die weil dein Knecht gnade funden hat fur deinen Augen / So woltestu deine Barmhertzigkeit gros machen / die du an mir gethan hast / das du meine Seele bey dem leben erhieltest / Jch kan mich nicht auff dem Berge erretten / es möcht mich ein vnfal ankomen / das ich stürbe . Sihe / da ist eine Stad / nahe / dar ein ich fliehen mag / vnd ist klein / daselbs wil ich mich erretten / Jst sie doch klein / das meine Seele lebendig bleibe . DA sprach er zu jm / Sihe / Jch hab auch in diesem stück dich angesehen / das ich die Stad nicht vmbkere / da von du geredt hast . Eile vnd errette dich daselbs / Denn ich kan nichts thun / bis das du hin ein komest / Da her ist diese stad genennet / Zoar Heisst klein . . Vnd die Sonne war auffgegangen auff erden / da Lot gen Zoar einkam . DA lies der HERR Schwebel vnd Fewr regenen von dem HERRN vom Himel erab / auff Sodom vnd Gomorra / vnd keret die Stedte vmb / die gantze gegend / vnd alle Einwoner der stedte / vnd was auff dem Lande gewachsen war . Vnd sein Weib sahe hinder sich / vnd ward zur Saltzseule . Luc . 17 . ; 2 . Pet . 2 . Abraham aber macht sich des morgens früe auff an den Ort / da er gestanden war / fur dem HERRN / Vnd wand sein angesicht gegen Sodom vnd Gomorra / vnd alles Land der gegend / vnd schawet / Vnd sihe / da gieng ein Rauch auff vom Lande / wie ein rauch vom ofen . Denn da Gott die Stedte in der gegend verderbet / gedachte er an Abraham / vnd geleitet Lot aus den stedten die er vmbkeret / darin Lot wonete . Vnd lot zoch aus zoar / an bleib auff dem Berge mit seinen beiden Töchtern / Denn er furchte sich zu Zoar zu bleiben / vnd bleib also in einer Höle mit seinen beiden Töchtern . Da sprach die Elteste zu der Jüngsten / Vnser Vater ist alt / vnd ist kein Man mehr auff erden / der vns beschlaffen müge / nach aller Welt weise . So kom / las vns vnserm Vater wein zu trincken geben / vnd bey jm schlaffen / das wir Samen von vnserm Vater erhalten . Also gaben sie jrem Vater wein zu trincken in der selben nacht . Vnd die Erste gieng hin ein / vnd legt sich zu jrem Vater / vnd er wards nicht gewar / da sie sich leget / noch da sie auffstund . DES morgens sprach die Elteste zu der Jüngsten / Sihe / ich hab gestern bey meinem Vater gelegen / Las vns jm diese nacht auch Wein zu trincken geben / das du hin eingehest / vnd legest dich zu jm / das wir Samen von vnserm Vater erhalten . Also gaben sie jrem Vater die nacht auch Wein zu trinken . Vnd die Jüngest macht sich auch auff / vnd leget sich zu jm / Vnd er wards nicht gewar / da sie sich leget noch da sie auffstund . Also wurden die beide töchter Lots schwanger von jrem Vater / Vnd die Elteste gebar einen Son / den hies sie Moab / Von dem komen her die Moabiter / bis auff diesen heutigen tag . Vnd die Jüngste gebar auch einen Son / den hies sie / das kind Ammi / Von dem komen die kinder Ammon bis auff den heutigen tag . Abraham aber zoch von dannen ins Land gegen Mittag / vnd wonete zwischen Kades vnd Sur / vnd ward ein Frembdling zu Gerar . Vnd sprach von seinem weibe Sara / Es ist meine Schwester . Da sandte Abimelech der König zu Gerar nach jr / vnd lies sie holen . Aber Gott kam zu Abimelech des nachts im Trawm / vnd sprach zu jm / Sihe da / du bist des tods / vmb des Weibs willen / das du genomen hast / Denn sie ist eines Mannes eheweib . Abimelech aber hatte sie nicht berüret / vnd sprach / Herr / Wiltu denn auch ein gerecht Volck erwürgen ? Hat er nicht zu mir gesagt / sie ist meine Schwester ? Vnd sie hat auch gesagt / er ist mein Bruder ? Hab ich doch das gethan mit einfeltigem hertzen vnd vnschüldigen henden . VND Gott sprach zu jm im traum / Jch weis auch / das du mit einfeltigem hertzen das gethan hast / Darumb hab ich dich auch behut / das du nicht wider mich sündigetest / vnd habs dir nicht zugegeben / das du sie berürest . So gib nu dem Man sein Weib wider / denn er ist ein Prophet / Vnd las jn fur dich bitten / so wirstu lebendig bleiben . Wo du aber sie nicht wider gibst / so wisse / Das du des tods sterben must / vnd alles was dein ist . Psal . 105 . DA stund Abimelech des morgens früe auff / vnd rieff allen seinen Knechten / vnd saget jnen dieses alles fur jren ohren / Vnd die Leute furchten sich seer . Vnd Abimelech rieff Abraham auch / vnd sprach zu jm / Warumb hastu vns das gethan ? Vnd was habe ich an dir gesundiget / das du so eine grosse sunde woltest auff mich vnd mein Reich bringen ? Du hast mit mir gehandelt / nicht wie man handeln sol . Vnd Abimelech sprach weiter zu Abraham / Was hastu gesehen Weil du ein Prophet bist / magstu was gesehen haben / das ichs verdienet habe / mit meinen sunden . / das du solchs gethan hast ? Abraham sprach / Jch dacht / Vieleicht ist kein Gottes furcht an diesen Orten / vnd werden mich vmb meines Weibs willen erwürgen . Auch ist sie warhafftig meine Schwester / denn sie ist meines Vaters tochter / aber nicht meiner Mutter tochter / vnd ist mein Weib worden . Da mich aber Gott ausser meines Vaters hause wandern Gott hiessen mich in die jrre ziehen / als werens viel / vnd doch ein Gott . hies / sprach ich zu jr / Die barmhertzigkeit thu an mir / das / wo wir hin komen / du von mir sagest / Jch sey dein Bruder . Gen . 12 . DA nam Abimelech schafe vnd rinder / Knecht vnd Megde / vnd gab sie Abraham / vnd gab jm wider sein weib Sara / Vnd sprach / Sihe da / mein Land stehet dir offen / wone wo dirs wolgefellet . Vnd sprach zu Sara / Sihe da / Jch habe deinem Bruder tausent silberlinge gegeben / Sihe / das sol dir eine Decke der augen sein / fur allen die bey dir sind / vnd allenthalben / Vnd das war jre straffe Die Heilligen werden seuberlich vnd mit gewinst gestrafft . Als hie Sara wird gestrafft / das sie Abraham hatte Bruder genennet / vnd kriegt grosse wolthat . . Abraham aber betet zu Gott / Da heilete Gott Abimelech vnd sein Weib vnd seine megde / das sie Kinder gebaren / Denn der HERR hatte zuuor hart verschlossen alle Mütter des hauses Abimelech / vmb Sara Abrahams weibs willen . VND der HERR sucht heim Sara / wie er geredt hatte / vnd thet mir jr / wie er geredt hatte . Vnd Sara ward schwanger / vnd gebar Abraham einen Son in seinem Alter / vmb die zeit / die jm Gott geredt hatte . Vnd Abraham hies seinen Son / der jm geborn war / Jsaac / den jm Sara gebar . Vnd beschneit jn am achten tage / wie jm Gott geboten hatte / Hundert jar war Abraham alt / da jm sein son Jsaac geborn ward . Ebre . 11 . ; Gen . 18 . ; Math . 1 . ; Luc . 3 . ; Gen . 17 . VND Sara sprach / Gott hat mir ein lachen zugericht / Denn wer es hören wird / der wird mein lachen . Vnd sprach / Wer dürfft von Abraham sagen / das Sara kinder seuget / vnd hette jm einen Son geborn in seinem alter ? Vnd das Kind wuchs vnd ward entwenet / Vnd Abraham macht ein gros Mal am tage / da Jsaac entwenet ward . VND Sara sahe den son Hagar der Egyptischen / den sie Abraham geborn hatte / das er ein Spötter war / Vnd sprach zu Abraham / Treibe diese Magd aus mit jrem Son / Denn dieser magd Son sol nicht erben mit meinem son Jsaac . Das wort gefiel Abraham seer vbel / vmb seines sons willen . Aber Gott sprach zu jm / Las dirs nicht vbel gefallen des Knaben vnd der Magd halben / Alles was Sara dir gesagt hat / dem gehorche . Denn in Jsaac sol dir der Same genennet werden . Auch wil ich der magd Son zum Volck machen / Darumb das er deines Samens ist . Gal . 4 . ; Rom . 9 . ; Gen . 16 . DA stund Abraham des morgens früe auff / vnd nam Brot vnd eine Flassche mit wasser / vnd legts Hagar auff jre schulder / vnd den Knaben mit / vnd lies sie aus . Da zog sie hin / vnd gieng in der wüsten jrre bey Bersaba . Da nu das Wasser in der Flasschen aus war / warff sie den Knaben vnter einen Bawm / vnd gieng hin vnd satzte sich gegen vber von ferns eins Bogenschos weit / Denn sie sprach / Jch kan nicht zusehen / des Knabens sterben . Vnd sie satzte sich gegen vber / vnd hub jre stimme auff vnd weinet . DA erhöret Gott die stimme des Knabens . Vnd der Engel Gottes rieff vom Himel der Hagar Mercke hie auff Hagar / wie die des glaubloser werk Figur ist / vnd dennoch sie Gott zeitlich belohnet vnd gros macht auff erden . / vnd sprach zu jr / Was ist dir Hagar ? Fürchte dich nicht / denn Gott hat erhöret die stim des Knabens / da er ligt . Stehe auff / nim den Knaben / vnd füre jn an deiner hand / Denn ich wil jn zum grossen Volck machen . Vnd Gott thet jr die augen auff / das sie einen Wasserbrun sahe / Da gieng sie hin / vnd füllet die Flassche mit wasser / vnd trenckt den knaben . Vnd Gott war mit dem Knaben / der wuchs vnd wonet in der wüsten / vnd ward ein guter Schütze / vnd wonet in der wüsten Pharan . Vnd seine Mutter nam jm ein Weib aus Egyptenland . ZV der selbigen zeit redet Abimelech vnd Phichol sein Feldheubtman mit Abraham / vnd sprach / Gott ist mit dir in allem das du thust / So schwere mir nu bey Gott / Das du mir / noch meinen Kindern / noch meinen Neffen / kein vntrewe erzeigen wollest / Sondern die Barmhertzigkeit / die ich an dir gethan habe / an mir auch thust / vnd an dem Lande / da du ein Frembdling innen bist . Da sprach Abraham / Jch wil schweren . VND Abraham strafft Abimelech vmb des Wassersbrunnen willen / den Abimelechs knechte hatten mit gewalt genomen . Da antwortet Abimelech / Jch habs nicht gewust / wer das gethan hat / auch hastu mirs nicht angesagt / Dazu hab ichs nicht gehöret / denn heute . DA nam Abraham schafe vnd rinder / vnd gab sie Abimelech / vnd machten beide einen Bund mit einander / Vnd Abraham stellet dar sieben Lemmer besonders . Da sprach Abimelech zu Abraham / Was sollen die sieben Lemmer die du besonders dar gestellet hast ? Er antwortet / Sieben lemmer soltu von meiner hand nemen / das sie mir zum Zeugnis seien / das ich diesen Brun gegraben habe . Da her heisst die stet BerSaba Heisst auff Deudsch / Schwerbrun oder Eidbrun / Möcht auch wol siebenbrun heissen . / das sie beide miteinander da geschworen haben / Vnd also machten sie den Bund zu BerSaba . DA machten sich auff Abimelech vnd Phichol sein Feldheubtman / vnd zogen wider in der Philisterland . Abraham aber pflantzt bewme zu BerSaba / vnd predigt daselbs von dem Namen des HERRN des ewigen Gottes / Vnd war ein Frembdling in der Philisterlande eine lange zeit . Nach diesen Geschichten / Versuchte Gott Abraham / vnd sprach zu jm / Abraham / Vnd er antwortet / Hie bin ich . Vnd er sprach / Nim Jsaac deinen einigen Son / den du lieb hast / vnd gehe hin in das land Morija Morija heisst Gottes furcht / reuerentia Dei / cultus Dei Denn die Altueter / Adam / Noah / Sem auff demselben Berge Gott geehret / gefurcht / gedienet / haben / Wir Deudschen hiessen es vieleicht den heiligen Berg oder da man Gott dienet mit loben / beten vnd dancken . / vnd opffere jn da selbs zum Brandopffer auff einem Berge / den ich dir sagen werde . Judit . 8 . ; Ebre . 11 . DA stund Abraham des morgens früe auff / vnd gürtet seinen Esel / vnd nam mit sich zween Knaben / vnd seinen son Jsaac / vnd spaltet holtz zum Brandopffer / Macht sich auff / vnd gieng hin an den Ort / da von jm Gott gesagt hatte . Am dritten tage hub Abraham seine augen auff / vnd sahe die stet von ferne / Vnd sprach zu seinen Knaben / Bleibt jr hie mit dem Esel / Jch vnd der Knabe wollen dort hin gehen / Vnd wenn wir angebetet haben / wollen wir wider zu euch komen . VND Abraham nam das holtz zum Brandopffer / vnd legets auff seinen son Jsaac / Er aber nam das Fewr vnd Messer in seine hand / Vnd giengen die beide miteinander . Da sprach Jsaac zu seinem Vater Abraham / Mein vater . Abraham antwortet / Hie bin ich / mein Son . Vnd er sprach / Sihe / Hie ist fewr vnd holtz / Wo ist aber das schaf zum Brandopffer ? Abraham antwortet / mein Son / Gott wird jm ersehen Gott sihet vnd weis wol wo das Schaf sey / las jn da fur sorgen / er sihets besser denn wir . ein schaf zum Brandopffer . Vnd giengen die beide miteinander . VND als sie kamen an die stet / die jm Gott saget / bawet Abraham daselbs einen Altar / vnd legt das holtz drauff / Vnd band seinen son Jsaac / legt jn auff den Altar oben auff das holtz / Vnd recket seine Hand aus / vnd fasset das Messer / das er seinen Son schlachet . Ebre . 11 . DA rieff jm der Engel des HERRN vom Himel / vnd sprach / Abraham / Abraham / Er antwortet / Hie bin ich . Er sprach / Lege deine hand nicht an den Knaben / vnd thu jm nichts / Denn nu weis ich / das du Gott fürchtest vnd hast deines einigen Sons nicht verschonet / vmb meinen willen . Da hub Abraham seine augen auff / vnd sahe einen Wider hinder jm / in der Hecken mit seinen Hörnern hangen / Vnd gieng hin / vnd nam den Wider / vnd opffert jn zum Brandopffer an seines Sons stat . Vnd Abraham hies die stet / Der HERR sihet Ebrei dicunt Dominus videbitur / Sed nos Hieronymum secuti / Rabinos Grammaticos cum suis punctis et Cammetz hoc loco negligimus / et sine punctis dicimus . Der HERR sihet / das ist / Gott sorget fur alles vnd wachet . Etiamsi sensus ille / Dominus videbitur / sit plus valde / quod Deus apparet / vbi verbum eius docetur / quod Rabini Grammatici non intelligunt . / Da her man noch heutiges tages sagt / Auff dem Berge / da der HERR sihet . VND der Engel des HERRN rieff Abraham abermal vom Himel / vnd sprach / Jch habe bey mir selbs geschworen / spricht der HERR / Die weil du solchs gethan hast / vnd hast deines einigen Sons nicht verschonet / Das ich deinen Samen segenen vnd mehren wil / wie die Stern am Himel / vnd wie den Sand am vfer des Meers / Vnd dein Same sol besitzen die Thor seiner Feinde / Vnd durch deinen Samen sollen alle Völcker auff Erden gesegenet werden / Darumb / das du meiner stimme gehorcht Hie wird Abraham nicht gerecht durch seinen glauben fur sich / sondern verdienet solche herrligkeit seines Samens / denn er zuuor gerecht ist . vt supra . hast . Also keret Abraham wider zu seinen Knaben / Vnd machten sich auff / vnd zogen miteinander gen BerSaba / vnd wonet daselbs . Ebre . 6 . ; Gen . 12 . ; Act . 3 . ; Gal . 3 . Nach diesen Geschichten begab sichs / das Abraham angesagt ward / Sihe / Milca hat auch Kinder geborn deinem bruder Nahor / nemlich / Vz den erstgebornen / vnd Bus seinen Bruder / vnd Kemuel / von dem die Syrer komen / vnd Chesed / vnd Haso / vnd Pildas / vnd Jedlaph / vnd Bethuel . Bethuel aber zeuget Rebeca . Diese acht gebar Milca dem Nahor Abrahams bruder . Vnd sein Kebsweib mit namen Rehuma gebar auch / nemlich den Thebah / Gaham / Thahas vnd Maacha . Sara ward hundert sieben vnd zwenzig jar alt / vnd starb in der Heubtstad die heisst Hebron Hebron ist Kiriath Arba ( spricht Mose ) das ist / Die Vierstad / Denn die hohen Heubtstedte waren vor zeiten / alle Arba / das ist in vier teil geteilet / wie Rom / Jerusalem / vnd Babylon auch . im lande Canaan . Da kam Abraham / das er sie klaget vnd beweinet . Darnach stund er auff von seiner Leich / vnd redet mit den kindern Heth / vnd sprach / Jch bin ein Frembder vnd einwoner bey euch / gebt mir ein Erbbegrebnis bey euch / das ich meinen Todten begrabe der fur mir ligt . Da antworten Abraham die kinder Heth / vnd sprachen zu jm / Höre vns / lieber Herr / du bist ein fürst Gottes vnter vns / Begrabe deinen Todten in vnser ehrlichsten Grebern / Kein Mensch sol dir vnter vns wehren / das du in seinem Grabe nicht begrabest deinen Todten . Gen . 10 . DA stund Abraham auff vnd bücket sich fur dem volck des Lands / nemlich / fur den kindern Heth / Vnd er redet mit jnen / vnd sprach / Gefellet es euch / das ich meinen Todten / der fur mir ligt / begrabe / So höret mich / vnd bittet fur mich gegen Ephron dem son Zohar / Das er mir gebe seine zwifache Höle / die er hat am ende seines Ackers / Er gebe mir sie vmb geld / so viel sie werd ist / vnter euch zum Erbbegrebnis / Denn Ephron wonete vnter den kindern Heth . DA antwortet Ephron der Hethiter Abraham / das zuhöreten die kinder Heth / fur allen die zu seiner Stadthor aus vnd eingiengen / vnd sprach / Nein / mein Herr / sondern höre mir zu / Jch schencke dir den Acker / vnd die Höle drinnen dazu / vnd vbergebe dirs fur den augen der Kinder meines Volcks / zu begraben deinen Todten . DA bückt sich Abraham fur dem volck des Lands / vnd redet mit Ephron / das zuhörete das volck des Lands / vnd sprach / Wiltu mir jn lassen / so bitte ich / Nim von mir das geld fur den Acker / das ich dir gebe / so wil ich meinen Todten daselbs begraben . Ephron antwortet Abraham vnd sprach zu jm / Mein Herr / höre doch mich / Das feld ist vierhundert Sekel Sekel ist ein gewichte / an der müntze / ein ortes gülden / Denn vor zeiten man das geld so wug / wie man jtzt mit gold thut . silbers werd / Was ist das aber zwischen mir vnd dir ? Begrab nur deinen Todten . Abraham gehorcht Ephron / vnd wug jm das Geld dar / das er gesagt hatte / das zuhöreten die kinder Heth / nemlich / vierhundert Sekel silbers / das im kauff geng vnd gebe war . Also ward Ephrons acker / darin die zwifache Höle ist gegen Mamre vber / Abraham zum eigen Gut bestetiget / mit der Höle darinnen / vnd mit allen bewmen auff dem Acker vmb her / das die kinder Heth zusahen / vnd alle die zu seiner Stadthor aus vnd ein giengen . DArnach begrub Abraham Sara sein weib / in der Höle des ackers / die zwifach ist / gegen Mamre vber / das ist Hebron / im lande Canaan . Also ward bestetiget der Acker vnd die Höle darinnen / Abraham zum Erbbegrebnis von den kindern Heth . Abraham war alt vnd wol betaget / vnd der HERR hatte jn gesegnet allenthalben . Vnd sprach zu seinem eltesten Knecht seines Hauses / der allen seinen gütern furstund / Lege deine Hand vnter meine Hüffte / vnd schwere mir bey dem HERRN dem Gott des Himels vnd der Erden / Das du meinem son kein Weib nemest von den Töchtern der Cananiter / vnter welchen ich wone / Sondern das du ziehest in mein Vaterland / vnd zu meiner Freundschafft / vnd nemest meinem son Jsaac ein Weib . Der Knecht sprach / Wie / wenn das Weib mir nicht wolt folgen in dis Land / Sol ich denn deinen Son widerbringen in jenes Land / daraus du gezogen bist ? Abraham sprach zu jm / Da hüt dich fur / das du meinen son nicht wider dahin bringest . Gen . 12 . ; Gen . 15 . Der HERR der Gott des Himels / der mich von meines Vaters hause genomen hat / vnd von meiner heimat / Der mir geredt hat vnd mir auch geschworen hat / vnd gesagt / Dis Land wil ich deinem Samen geben / Der wird seinen Engel fur dir her senden / das du meinem son daselbst ein Weib nemest . So aber das Weib dir nicht folgen wil / so bistu dieses Eides quit / Alleine bringe meinen Son nicht wider dorthin . Da legt der Knecht seine hand vnter die hüffte Abraham seines Herrn / vnd schwur jm solchs . Also nam der Knecht zehen Kamel / von den kamelen seines Herrn / vnd zoch hin / vnd hatte mit sich allerley Güter / seines Herrn / vnd macht sich auff vnd zoch gen Mesopotamian zu der stad Nahor . Da lies er die Kamel sich lagern / aussen fur der Stad / bey einem Wasserbrun / des abends vmb die zeit / wenn die Weiber pflegten eraus zu gehen / vnd wasser zuschepffen / vnd sprach . HERR du Gott meines herrn Abrahams / begegen mir heute / vnd thu Barmhertzigkeit an meinem herrn Abraham . Sihe / Jch stehe hie bey dem Wasserbrun / vnd der Leute töchter in dieser Stad werden er aus komen wasser zu schepffen . Wenn nu eine Dirne kompt / zu der ich spreche / Neige deinen Krug / vnd las mich trincken / Vnd sie sprechen wird / Trincke / Jch wil deine Kamel auch trencken / Das sie die sey / die du deinem diener Jsaac bescheret habst / Vnd ich daran erkenne / das du Barmhertzigkeit an meinem Herrn gethan hast . VND ehe er aus geredt hatte / Sihe / da kam eraus Rebeca Bethuels tochter / der ein Son der Milka war / welche Nahors Abrahams bruder Weib war / vnd trug einen Krug auff jrer achseln / Vnd sie war ein seer schöne Dirne von angesicht / noch eine Jungfraw / vnd kein Man hatte sie erkand / Die steig hin ab zum Brunnen vnd füllet den Krug / vnd steig er auff . Da lieff jr der Knecht entgegen / vnd sprach / Las mich ein wenig wassers aus deinem Kruge trincken . Vnd sie sprach / Trinck mein Herr / Vnd eilend lies sie den Krug ernider auff jre hand / vnd gab jm zu trincken / Vnd da sie jm zu trincken gegeben hatte / sprach sie / Jch wil deinen Kamelen auch schepffen / bis sie alle getrincken / Vnd eilet vnd goss den Krug aus in die trencke / vnd lieff aber zum Brun zu schepffen / vnd schepffete allen seinen Kamelen . Gen . 22 . Der Man aber wundert sich jr / vnd schweig stille / bis er erkennete / Ob der HERR zu seiner reise gnad gegeben hette / oder nicht . Da nu die Kamel alle getruncken hatten / nam er eine gülden Spangen eins halben sekels schweer / vnd zween Armringe an jre Hende / zehen sekel golds schweer / vnd sprach / Meine tochter / Wem gehörestu an ? das sage mir doch / Haben wir auch raum in deines Vaters hause zu herbergen ? Sie sprach zu jm / Jch bin Bethuels tochter / des sons Milca / den sie dem Nahor geborn hat / Vnd sagt weiter zu jm / Es ist auch viel stro vnd futter bey vns / vnd raums gnug zu herbergen . DA neiget sich der Man vnd betet den HERRN an / vnd sprach / Gelobet sey der HERR der Gott meines herrn Abraham / dei seine Barmhertzigkeit vnd seine Warheit nicht verlassen hat an meinem Herrn / Denn der HERR hat mich den weg gefüret zu meines Herrn Bruders haus . Vnd die Dirne lieff vnd saget solchs alles an in jrer Mutter hause . VND Rebeca hatte einen Bruder der hies Laban / vnd Laban lieff zu dem Man draussen bey dem Brun . Vnd als er sahe die spangen und armringe an seiner schwester hende / vnd höret die wort Rebeca seiner Schwester / das sie sprach / Also hat mir der Man gesagt / kam er zu dem Man / vnd sihe / Er stund bey den Kamelen am Brun . Vnd sprach / Kom er ein du gesegneter des HERRN / Warumb stehestu draussen ? Jch habe das haus gereumet / vnd für die Kamel auch raum gemacht . Also füret er den Man ins haus vnd zeumet die Kamel ab / vnd gab jnen stro vnd futter / Vnd wasser zu wasschen seine füsse vnd der Menner die mit jm waren / vnd satzte jm essen fur . ER sprach aber / Jch wil nicht essen / bis das ich zuuor meine Sache geworben habe . Sie antworten / sage her . Er sprach / Jch bin Abrahams knecht / vnd der HERR hat meinen herrn reichlich gesegnet / vnd ist gros worden / vnd hat jm schaf vnd ochsen / silber vnd gold / Knecht vnd Megde / kamel vnd esel gegeben / Dazu hat Sara meines Herrn weib einen Son geborn meinem Herrn in seinem alter / dem hat er alles gegeben was er hat . Gen . 21 . VND mein Herr hat einen Eid von mir genomen / vnd gesagt / Du solt meinem Son kein Weib nemen von den töchtern der Cananiter / in der Land ich wone . Sondern zeuch hin zu meines Vaters hause vnd zu meinem Geschlecht / daselbs nim meinem son ein Weib . Jch sprach aber zu meinem herrn / Wie / Wenn mir das weib nicht folgen wil ? Da sprach er zu mir / Der HERR fur dem ich wandele / wird seinen Engel mit dir senden / vnd gnad zu deiner reise geben / das du meinem Son ein Weib nemest / von meiner Freundschafft vnd meines Vaters hause . Als denn soltu meines Eides quit sein / wenn du zu meiner Freundschafft komst / Geben sie dir nicht / so bistu meines Eides quit . Also kam ich heute zum Brun / vnd sprach / HERR Gott meines herrn Abraham / Hastu gnad zu meiner Reise gegeben / daher ich gereiset bin / Sihe / so stehe ich hie bey dem wasserbrun / Wenn nu ein Jungfraw eraus kompt zu schepffen / vnd ich zu jr spreche / Gib mir ein wenig wasser zu trincken aus deinem Krug / vnd sie wird sagen / Trincke du / Jch wil deinen Kamelen auch schepffen / Das die sey das Weib / das der HERR meines Herrn Son bescheret hat . Ehe ich nu solche wort ausgeredt hatte in meinem hertzen / Sihe / da kompt Rebeca eraus mit einem Krug auff jrer achseln / vnd gehet hinab zum Brun vnd schepffet . Da sprach ich zu jr / Gib mir zu trincken . Vnd sie nam eilend den Krug von jrer achseln / vnd sprach / Trincke / vnd deine Kamel wil ich auch trencken / Also tranck ich / vnd sie trencket die Kamel auch . VND ich fraget sie / vnd sprach / Wes tochter bistu ? Sie antwortet / Jch bin Bethuels tochter des sons Nahor / den jm Milca geborn hat . Da henget ich ein Spangen Diese gülden Spange ist gewest ein halber Cirkel auff der Stirn / bis zu beiden Ohren / darumb heisst ers jtzt Ohrenring / jtzt Stirnspangen . Vnd sihet / als habens beide Man vnd Weibsbilde getragen zum schmuckt . vt Jnfra cap . 35 . Prouer 11 . Circulus aureus in naribus suis . Das sagen wir Deudschen / Die Saw gekrönet . Jnde diadema Regum et lamina summi Sacerdotis in fronte etc . an jre stirn / vnd Armringe an jre hende . Vnd neiget mich vnd betet den HERRN an / vnd lobet den HERRN den Gott meines herrn Abraham / der mich den rechten weg gefüret hat / das ich seinem Son / meines Herrn bruder tochter neme . Seid jr nu die / so an meinem Herrn freundschafft vnd trewe beweisen wolt / So sage mirs Er handelt zuuor mit Mutter vnd Brüdern vmb die Braut . Darans man sihet / das heimliche verlöbnis on vorwissen der Eltern nicht recht ist . . Wo nicht / so sagt mirs aber / Das ich mich wende zur rechten oder zur lincken . DA antwortet Laban vnd Bethuel / vnd sprachen / Das kompt vom HERRN / darumb können wir nichts wider dich reden / weder böses noch guts . Da ist Rebeca fur dir / nim sie vnd zeuch hin / das sie deines Herrn Son weib sey / wie der HERR geredt hat . DA diese wort höret Abrahams knecht / bücket er sich dem HERRN zu der erden / Vnd zoch erfur silber vnd gülden Kleinod vnd Kleider / vnd gab sie Rebeca / Aber jrem Bruder vnd der Mutter gab er Würtze Köstliche früchte . . Da ass vnd tranck er / sampt den Mennern die mit jm waren / vnd bleib vber nacht alda . Des morgens aber stund er auff / vnd sprach / Lasst mich ziehen zu meinem Herrn . Aber jr Bruder vnd Mutter sprachen / Las doch die Dirne einen tag oder zehen bey vns bleiben / darnach soltu ziehen . Da sprach er zu jnen / Haltet mich nicht auff / Denn der HERR hat gnade zu meiner reise gegeben / Lasst mich / das ich zu meinem Herrn ziehe . DA sprachen sie / Lasst vns die Dirne Die Braut sol vngezwungen zur Ehe gegeben sein von den Eltern / da zu auch gefragt werden vmb jren willen . ruffen / vnd fragen / Was sie da zu sagt . Vnd rieffen der Rebeca / vnd sprachen zu jr / Wiltu mit diesem Man ziehen ? Sie antwortet / Ja / ich wil mit jm . Also liessen sie Rebeca jre Schwester ziehen mit jrer Ammen sampt Abrahams knecht / vnd seinen Leuten . Vnd sie segneten Rebeca / vnd sprachen zu jr / Du bis vnser Schwester / Wachse in viel tausent mal tausent / vnd dein Same besitze die Thor seiner Feinde . Also macht sich Rebeca auff mit jren Dirnen / vnd setzt sich auff die Kamel / vnd zogen dem Manne nach . Vnd der Knecht nam Rebeca an vnd zoch hin . Jsaac aber kam vom brunnen des Lebendigen vnd Sehenden / Denn er wonete im Lande / gegen mittag / vnd war ausgegangen zu beten auff dem Felde vmb den abend . Vnd hub seine augen auff / vnd sahe das Kamel daher kamen . Vnd Rebeca hub jre augen auff / vnd sahe Jsaac / da fiel sie vom Kamel . Vnd sprach zu dem Knecht / Wer ist der Man / der vns entgegen kompt auff dem felde ? Der Knecht sprach / Das ist mein Herr / Da nam sie den Mantel vnd verhüllet sich . Vnd der Knecht erzelet Jsaac alle sache die er ausgerichtet hatte . Da füret sie Jsaac in die hütten seiner mutter Sara / Vnd nam die Rebeca / vnd sie ward sein weib / vnd gewan sie lieb / Also ward Jsaac getröstet vber seiner Mutter . Abraham nam wider ein Weib / die hies Ketura / Die gebar jm Simron vnd Jaksan / Medan vnd Midian / Jesbak vnd Suah . Jaksan aber zeuget Seba vnd Dedan . Die Kinder aber von Dedan waren / Assurim / Latusim vnd Leumim . Die kinder Midian waren / Epha / Epher / Hanoch / Abida / vnd Eldaa . Diese sind alle kinder der Ketura . Vnd Abraham gab alle sein gut Jsaac / Aber den Kindern / die er von den kebsweibern hatte / gab er Geschencke / vnd lies sie von seinem son Jsaac ziehen / weil er noch lebet / gegen dem auffgang in das Morgenland . DAS ist aber Abrahams alter / das er gelebet hat / hundert vnd fünff vnd siebentzg jar / vnd nam ab / vnd starb / in einem rügigem alter / da er alt vnd lebens sat war / Vnd ward zu seinem Volck gesamlet . Vnd es begruben jn seine söne Jsaac vnd Jsmael / in der zwifachen höle auff dem acker Ephron / des sons Zohar des Hethiters / die da ligt gegen Mamre / in dem felde / das Abraham von den kindern Heth gekaufft hatte / Da ist Abraham begraben mit Sara seinem Weibe . Gen . 23 . VND nach dem tod Abraham segnete Gott Jsaac seinen Son / Vnd er wonete bey dem brun des Lebendigen vnd Sehenden . Gen . 16 . Djs ist das geschlecht Jsmaels Abrahams son / den jm Hagar gebar / die magd Sara aus Egypten / vnd das sind die namen der kinder Jsmael / dauon jre geschlecht genennet sind . Der Erstegeborn son Jsmaels / Nebaioth / Kedar / Adbeel / Mibsam / Misina / Duma / Masa / Hadar / Thema / Jetur / Naphis vnd Kedma . Dis sind die kinder Jsmael mit jren namen in jren Höfen vnd stedten / zwelff Fürsten vber jre Leute . Vnd das ist das alter Jsmaels / hundert vnd sieben vnd dreissig jar / vnd nam ab / vnd starb / vnd ward gesamlet zu seinem Volck / Vnd sie woneten von Heuila an / bis gen Sur gegen Egypten / wenn man gen Assyria gehet / Er fiel Mancherley deutung kan hie sein . Meine ist diese / Das Jsmael ein herrlich Mann gewest sey / das zu seinem Ende komen sind alle seine Brüder vnd Freunde / vnd ist fur den selben ehrlich vnd löblich gestorben . aber fur allen seinen Brüdern . Djs ist das geschlechte jsaacs abrahams son / Abraham zeuget Jsaac . Jsaac aber war vierzig jar alt / da er Rebeca zum weibe nam / die tochter Bethuel des Syrers von Mesopotamia / Labans des Syrers schwester . 1 . Par . 1 . Jsaac aber bat den HERRN fur sein Weib / denn sie war vnfruchtbar / Vnd der HERR lies sich erbitten / vnd Rebeca sein weib ward schwanger / Vnd die kinder stiessen sich miteinander in jrem Leib . Da sprach sie / Da mirs also solt gehen / Warumb bin ich schwanger worden ? Vnd sie gieng hin den HERRN zu fragen . Vnd der HERR sprach zu jr / Zwey Volck sind in deinem Leibe / vnd zweierley Leute werden sich scheiden aus deinem Leibe / vnd ein Volck wird dem andern vberlegen sein / Vnd der Grösser wird dem Kleinen dienen . Mal . 1 . ; Rom . 9 . DA nu die zeit kam / das sie geberen solt / sihe / da waren zwilling in jrem Leibe . Der erst der eraus kam / war rötlicht / gantz rauch wie ein fell / Vnd sie nenneten jn Esau . Zu hand darnach kam er aus sein Bruder / der hielt mit seiner Hand die fersen des Esau / Vnd hiessen jn Jacob . Sechzig jar alt war Jsaac da sie geborn wurden . Vnd da nu die Knaben gros wurden / Ward Esau ein Jeger vnd ein Ackerman / Jacob aber ein from Man / vnd bleib in den Hütten . Vnd Jsaac hatte Esau lieb / vnd ass gerne von seinem Weidwerg / Rebeca aber hatte Jacob blieb . VND Jacob kocht ein gerichte / Da kam Esau vom feld / vnd war müde / vnd sprach zu Jacob / Las mich kosten das rote gericht / denn ich bin müde / Daher heisst er Edom Heisst Rötlicht . . Aber Jacob sprach / Verkeuffe mir heute deine Erstgeburt . Esau antwortet / Sihe / Jch mus doch sterben / was sol mir denn die Erstgeburt ? Jacob sprach / So schwere mir heute / Vnd er schwur jm / vnd verkaufft also Jacob seine Erstgeburt . Da gab jm Jacob brot vnd das Linsengericht / Vnd er ass vnd tranck / vnd stund auff vnd gieng dauon / Also verachtet Esau seine Erstgeburt . Ebre . 12 . ES kam aber ein Thewrung ins Land / vber die vorige / so zu Abrahams zeiten war . Vnd Jsaac zoch zu Abimelech der Philister könig gen Gerar . DA erschein jm der HERR / vnd sprach / Zeuch nicht hin ab in Egypten / sondern bleibe in dem Lande / das ich dir sage / Sey ein Frembdling in diesem Lande / vnd ich wil mit dir sein / vnd dich segenen / Denn dir vnd deinem Samen wil ich alle diese Lender geben / vnd wil meinen Eid bestetigen / den ich deinem vater Abraham geschworen habe . Vnd wil deinen Samen mehren / wie die Sterne am Himel / vnd wil deinem Samen alle diese lender geben / Vnd durch deinen Samen sollen alle Völcker auff erden gesegnet werden . Darumb / das Abraham meiner stimme gehorsam gewesen ist / vnd hat gehalten meine Rechte / meine Gebot / meine weise vnd mein gesetz . Gen . 12 . ; Gen . 13 . ; Gen . 15 . Also wonet Jsaac zu Gerar . Vnd wenn die Leute am selben ort fragten von seinem Weibe / so sprach er / Sie ist meine Schwester / Denn er furchtet sich zu sagen / sie ist mein weib / Sie möchten mich erwürgen / vmb Rebeca willen / Denn sie war schön von angesicht . ALS er nu eine zeitlang da war / sahe Abimelech der Philister König durchs fenster / vnd ward gewar / das Jsaac schertzet mit seinem weibe Rebeca . Da rieff Abimelech dem Jsaac / vnd sprach / Sihe / es ist dein weib / Wie hastu denn gesagt / sie ist meine Schwester ? Jsaac antwortet jm / Jch gedacht / Jch möchte vieleicht sterben müssen vmb jren willen . Abimelech sprach / Warumb hastu denn vns das gethan ? Es were leicht geschehen / das jemand vom Volck sich zu deinem Weibe gelegt hette / vnd hettest also eine schuld auff vns bracht . Da gebot Abimelech allem Volck / vnd sprach / Wer diesen Man oder sein Weib antastet der sol des tods sterben . VND Jsaac seete in dem Lande / vnd kriegt desselben jars hundertfeltig / Denn der HERR segenet jn . Vnd er ward ein grosser Man / gieng vnd nam zu / bis er fast gros ward / das er viel guts hatte an kleinem vnd grossem vieh / vnd ein gros Gesinde . Darumb neideten jn die Philister / vnd verstopfften alle Brünne die seines Vaters knechte gegraben hatten / zur zeit Abraham seines Vaters / vnd fülleten sie mit erden / Das auch Abimelech zu jm sprach / Zeuch von vns / Denn du bist vns zu mechtig worden . DA zoch Jsaac von dannen / vnd schlug sein Gezelt auff im grunde Gerar / vnd wonet alda . Vnd lies die Wasserbrünne wider auffgraben / die sie zu Abrahams zeiten seines Vaters gegraben hatten / welche die Philister verstopffet hatten nach Abrahams tod / Vnd nennet sie mit den selben namen da sie sein Vater mit genant hatte . Auch gruben Jsaacs knechte im grunde / vnd funden daselbs einen Brun lebendiges wassers . Aber die Hirten von Gerar zanckten mit den hirten Jsaacs / vnd sprachen / Das wasser ist vnser / Da hies er den brun / Eseck Heisst vnrecht / wenn man jemand gewalt vnd vnrecht thut . / Darumb / das sie jm da vnrecht gethan hatten . Da gruben sie einen andern Brun / Da zanckten sie auch vber / darumb hies er jn Sitna Heisst widerstand . Daher der Teufel Satan heisst / ein Widerwertiger . . Da macht er sich von dannen / vnd grub einen andern Brun / da zanckten sie sich nicht vber / darumb hies er jn / Rehoboth heisst raum oder breite / das nicht enge ist . / vnd sprach / Nu hat vns der HERR raum gemacht / vnd vns wachsen lassen im Lande . DArnach zoch er von dannen gen BerSaba . Vnd der HERR erschein jm in der selben nacht / vnd sprach / Jch bin deines vaters Abraham Gott Fürcht dich nicht / Denn ich bin mit dir / vnd wil dich segenen / vnd deinen Samen mehren vmb meines knechts Abrahams willen . Da bawet er einen Altar daselbs / vnd prediget von dem Namen des HERRN / Vnd richtet daselbs seine Hütten auff / vnd seine Knecht gruben daselbs einen Brun . VND Abimelech gieng zu jm von Gerar / vnd Ahusath sein freund / vnd Phichol sein Feldheubtman . Aber Jsaac sprach zu jnen / Warumb kompt jr zu mir ? Hasset jr mich doch / vnd habt mich von euch getrieben . Sie sprachen / Wir sehen mit sehenden augen / das der HERR mit dir ist / darumb sprachen wir / Es sol ein Eid zwischen vns vnd dir sein / vnd wollen einen Bund mit dir machen / das du vns keinen schaden thust / Gleich wie wir dich nicht angetastet haben / vnd wie wir dir nichts denn alles guts gethan haben / vnd dich mit frieden ziehen lassen / Du aber bist nu der gesegnete des HERRN . Da macht er jnen ein Mal / vnd sie assen vnd truncken . Vnd des morgens früe stunden sie auff / vnd schwur einer dem andern / Vnd Jsaac lies sie gehen / vnd sie zogen von jm mit frieden . Gen . 21 . Desselben tages kamen Jsaacs knechte / vnd sagten jm an von dem brun / den sie gegraben hatten / vnd sprachen zu jm / Wir haben wasser funden . Vnd er nant jn / Saba Heisst ein Eid / oder schwur / oder die fülle . / Da her heisst die stad BerSaba Aber heisst ein Brun . / bis auff den heutigen tag . DA Esau vierzig jar alt war / nam er zum Weibe / Judith / die tochter Beri des Hethiters / vnd Basmath die tochter Elon des Hethiters / Die machten beide Jsaac vnd Rebeca eitel hertzeleid . VND es begab sich / da Jsaac alt war worden / das seine augen tunckel worden zu sehen / rieff er Esau seinem grössern Son / vnd sprach zu jm / Mein son / Er aber antwortet jm / Hie bin ich . Vnd er sprach / Sihe / Jch bin alt worden / vnd weis nicht wenn ich sterben sol . So nim nu deinen zeug / köcher vnd bogen / vnd gehe auffs feld / vnd fahe mir ein Wildbret / vnd mach mir ein essen / wie ichs gern habe / vnd bring mirs erein das ich esse / Das dich meine Seele segene / ehe ich sterbe . Rebeca aber höret solche wort / die Jsaac zu seinem son Esau sagt / Vnd Esau gieng hin auffs feld / das er ein Wildbret jaget vnd heim brechte . DA sprach Rebeca zu Jacob jrem son / Sihe / Jch hab gehöret deinen Vater reden mit Esau deinem Bruder / vnd sagen / Bringe mir ein Wildbret / vnd mach mir essen / das ich esse / vnd dich segene fur dem HERRN ehe ich sterbe / So höre nu mein Son meine stimme / was ich dich heisse . Gehe hin zu der Herd / vnd hole mir zwey gute Böcklin / das ich deinem Vater ein essen dauon mache / wie ers gerne hat / das soltu deinem Vater hin ein tragen / das er esse / Auff das er dich segene fur seinem tod . Jacob aber sprach zu seiner mutter Rebeca / Sihe / Mein bruder Esau ist rauch / vnd ich glat / So möchte vieleicht mein Vater mich begreiffen / vnd würde fur jm geacht / als ich jn betriegen wolt / vnd brechte vber mich einen Fluch / vnd nicht einen Segen . Da sprach seine Mutter zu jm / Der Fluch sey auff mir / mein Son / Gehorche nur meiner Stimme / gehe vnd hole mir . DA gieng er hin vnd holet / vnd bracht seiner Mutter / Da machet seine Mutter ein essen / wie sein Vater gerne hatte . Vnd nam Esaus jres grössern Sons köstliche Kleider / die sie bey sich im Hause hatte / vnd zoch sie Jacob an / jrem kleinern Son . Aber die fell von den Böcklin thet sie jm vmb seine Hende / vnd wo er glat war am halse / Vnd gab also das essen mit brot / wie sie es gemacht hatte / in Jacobs hand jres Sons . VND er gieng hinein zu seinem Vater / vnd sprach / Mein vater / Er antwortet / Hie bin ich . Wer bistu mein son ? Jacob sprach zu seinem vater / Jch bin Esau dein erstgeborner Son / Jch hab gethan / wie du mir gesagt hast / Stehe auff / setze dich / vnd iss von meinem Wildbret / auff das mich deine seele segene . Jsaac aber sprach zu seinem Son / Mein son / wie hastu so bald funden ? Er antwortet / Der HERR dein Gott bescheret mirs . Da sprach Jsaac zu Jacob / Trit er zu / mein Son / das ich dich begreiffe / ob du seiest mein son Esau oder nicht . Also trat Jacob zu seinem vater Jsaac / vnd da er jn begriffen hatte / sprach er / Die stim ist Jacobs stim / Aber die hende sind Esaus hende . Vnd erkand jn nicht / denn seine hende waren rauch / wie Esaus seins Bruders hende / Vnd segenet jn . VND sprach zu jm / Bistu mein son Esau ? Er antwortet / Ja ich bins . Da sprach er / So bringe mir her / mein son / zu essen von deinem Wildbret / das dich meine seele segene / Da bracht ers jm / vnd er ass / Vnd trug jm auch Wein hin ein / vnd er tranck . Vnd Jsaac sein Vater sprach zu jm / Kom her vnd küsse mich / mein Son . Er trat hin zu vnd küsset jn / Da roch er den geruch seiner Kleider / Vnd segnet jn / vnd sprach . Sjhe / der geruch meins Sons ist wie ein geruch des Feldes / das der HERR gesegnet hat . Gott gebe dir vom taw des Himels / vnd von der fertigkeit der Erden / vnd Korn vnd Weins die fülle . Völcker müssen dir dienen / vnd Leute müssen dir zu fusse fallen . Sey ein Herr vber deine Brüder / vnd deiner Mutterkinder müssen dir zu fusse fallen . Verflucht sey / wer dir flucht / Gesegnet sey / wer dich segnet . ALS nu Jsaac volendet hatte den Segen vber Jacob / vnd Jacob kaum hin aus gegangen war von seinem vater Jsaac / Da kam Esau sein Bruder von seiner jaget / vnd macht auch ein essen / vnd trugs hin ein zu seinem vater / vnd sprach zu jm / Stehe auff mein Vater / vnd iss von dem Wildbret deines Sons / das mich deine Seele segene . Da antwortet jm Jsaac sein vater / Wer bistu ? Er sprach / Jch bin Esau dein Erstgeborner Son . Da entsatzt sich Jsaac vber die mas seer / vnd sprach / Wer ? Wo ist denn der Jeger / der mir bracht hat / vnd ich hab von allem gessen / ehe du kamest / vnd hab jn gesegnet ? Er wird auch gesegnet bleiben . ALS Esau diese Rede seines Vaters höret / schrey er laut / vnd ward vber die mas seer betrübt / vnd sprach zu seinem vater / Segene mich auch mein vater . Er aber sprach / Dein Bruder ist komen mit list / vnd hat deinen Segen hinweg . Da sprach er / Er heisst wol Jacob / denn er hat mich nu zwey mal vntertretten Ekeb heisst ein Fussol / daher komet Jakob oder Jacob / ein vntertretter / oder der mit Füssen tritt . Vnd bedeut alle Gleubigen / die durch das Euangelium die Welt / das Fleisch / vnd den Teufel mit sünde vnd Tod vnter sich treten / durch Christum etc . / Meine Erstgeburt hat er da hin / Vnd sihe / nu nimpt er auch meinen Segen . Vnd sprach / Hastu mir denn keinen Segen vorbehalten ? Jsaac antwortet / vnd sprach zu jm / Jch habe jn zum Herrn vber dich gesetzt / vnd alle seine Brüder hab ich jm zu Knechte gemacht / Mit korn vnd wein hab ich jn versehen / Was sol ich doch dir nu thun / mein Son ? Esau sprach zu seinem vater / Hastu denn nur einen Segen mein vater ? Segene mich auch / mein vater / Vnd hub auff seine stimme / vnd weinet . Da antwortet Jsaac sein vater / vnd sprach zu jm . Sihe da / Du wirst eine fette Wonung haben auff Erden / vnd vom taw des Himels von oben her . Deins Schwerts wirstu du dich neeren / vnd deinem Bruder dienen . Vnd es wird geschehen / das du auch ein Herr / vnd sein Joch von deinem halse reissen wirst . VND Esau war Jacob gram vmb des Segens willen / da mit jn sein Vater gesegnet hatte / Vnd sprach in seinem hertzen / Es wird die zeit bald komen / das mein Vater leide tragen mus / Denn ich wil meinen bruder Jacob erwürgen . Da wurden Rebeca angesagt diese wort jres grössern sons Esau / Vnd schickt hin / vnd lies Jacob jrem kleinern Son ruffen / vnd sprach zu jm / Sihe / Dein bruder Esau drewet dir / das er dich erwürgen wil . VND nu höre meine stim / mein Son / Mach dich auff vnd fleuch zu meinem bruder Laban in Haran / vnd bleib eine weile bey jm / Bis sich der grim deines Bruders wende / vnd bis sich sein zorn wider dich von dir wende / vnd vergesse was du an jm gethan hast / So wil ich darnach schicken / vnd dich von dannen holen lassen / Warumb solt ich ewr beider beraubt werden einen tag ? VND Rebeca sprach zu Jsaac / Mich verdreusst zu leben fur den Töchtern Heth / Wo Jacob ein Weib nimpt von den töchtern Heth / die da sind wie die Töchter dieses Lands / was sol mir das leben ? DA rieff Jsaac seinem son Jacob / vnd segenet jn / vnd gebot jm / vnd sprach zu jm / Nim nicht ein Weib von den töchtern Canaan / sondern mach dich auff / vnd zeuch in Mesopotamian zu Bethuel / deiner mutter Vater haus / vnd nim dir ein Weib daselbs von den töchtern Laban deiner mutter Bruder . Aber der Allmechtige Gott segene dich / vnd mache dich fruchtbar / vnd mehre sich / das du werdest ein hauffen völcker / Vnd gebe dir den segen Abraham / dir vnd deinem samen mit dir / Das du besitzest das Land da du frembdling innen bist / das Gott Abraham gegeben hat . Also fertiget Jsaac den Jacob / das er in Mesopotamian zog zu Laban Bethuels son in Syrien / dem bruder Rebeca seiner vnd Esau mutter . Osee . 12 . ALS nu Esau sahe / das Jsaac Jacob gesegnet hatte / vnd abgefertiget in Mesopotamian / das er daselbs ein Weib neme / Vnd das / in dem er jn gesegnet / jm gebot / vnd sprach / Du solt nicht ein Weib nemen von den töchtern Canaan / Vnd das Jacob seinem Vater vnd seiner Mutter gehorchet / vnd in Mesopotamian zoch / Sahe auch / das Jsaac sein Vater nicht gern sahe die töchter Canaan / Gieng er hin zu Jsmael / vnd nam vber die Weiber / die er zu uor hatte / Mahalath / die tochter Jsmael / des sons Abrahams / die schwester Nebaioth / zum weibe . Aber Jacob zoch aus von BerSaba / vnd reiset gen Haran . Vnd kam an einen Ort / da bleib er vber nacht / denn die Sonne war vntergegangen / Vnd er nam einen Stein des orts / vnd legt jn zu seinen Heubten / vnd leget sich an dem selbigen Ort schaffen . Vnd jm trewmet / Vnd sihe / eine Leiter stund auff erden / die rüret mit der spitzen an den Himel / Vnd sihe / die Engel Gottes stiegen dran auff vnd nieder . Joh . 1 . VND der HERR stund oben drauff / vnd sprach / Jch bin der HERR / Abrahams deines vaters Gott / vnd Jsaacs Gott / Das Land da du auff ligest / wil ich dir / vnd deinem Samen Hie wird dem dritten Patriarchen / Christus verheissen / der Heiland aller Welt / vnd das künfftige Euangelium von Christo in allen Landen zu predigen / durch die Engel auff der Leiter furgebildet . geben . Vnd dein Same sol werden wie der staub auff Erden / Vnd du solt ausgebreitet werden / gegen dem Abend / Morgen / Mitternacht vnd Mittag . Vnd durch dich vnd deinen Samen sollen alle Geschlecht auff Erden gesegnet werden . Vnd sihe / Jch bin mit dir / vnd wil dich behüten / wo du hin zeuchst / vnd wil dich wider her bringen in dis Land / Denn ich wil dich nicht lassen / bis das ich thu / alles was ich dir geredt habe . DA nu Jacob von seinem Schlaff auffwachte / sprach er / Gewislich ist der HERR an diesem Ort / vnd ich wusts nicht . Vnd furchte sich / vnd sprach Wie heilig Heilig heisst hie metuendus / terribilis / Nota / da man Gott fürchten vnd ehren solle / als der daselbs wil gefürchtet vnd geehret sein . Daher auch der selbberg Morija / timor / reuerentia / cultus Dei heisst . Sup . cap . 22 . Denn Gottes furcht ist der höchste Gottesdienst . Vnd ist hie angezeigt / Wo Gottes wort ist / ( wie Jacob hie höret ) da ist Gottes Hause / da stehet der Himel offen mit allen gnaden etc . ist diese Stet / Hie ist nichts anders denn Gotteshause / Vnd hie ist die Pforte des Himels . Vnd Jacob stund des morgens früe auff / vnd nam den Stein / den er zu seinen Heubten gelegt hatte / vnd richtet jn auff zu einem Mal / vnd gos öle oben drauff / Vnd hies die stet BethEl / vorhin hies sonst die stad Lus . Gen . 35 . VND Jacob thet ein Gelübd / vnd sprach / So Gott wird mit mir sein / vnd mich behüten auff dem wege / den ich reise / vnd Brot zu essen geben / vnd Kleider an zu ziehen / vnd mich mit frieden wider heim zu meinem Vater bringen / So sol der HERR mein Gott sein Nicht das er vor hin nicht sein Gott gewesen sei / Sondern er gelobt ein Gottesdienst auff zurichten / da man predigen vnd beten solt / da wil er den Zehenden zugeben / den Predigern . Wie Abraham dem Melchisedeck den Zehenden gab . . Vnd dieser Stein / den ich auff gerichtet habe zu einem Mal / sol ein Gottes haus werden / Vnd alles was du mir gibst / des wil ich dir den Zehenden geben . DA hub Jacob seine füsse auff / vnd gieng in das Land das gegen Morgen ligt . Vnd sahe sich vmb / vnd sihe / da war ein Brun auff dem felde / vnd sihe / drey Herde schafe lagen da bey / Denn von dem Brunne pflegten sie die herde zu trencken / vnd lag ein grosser Stein fur dem loch des Bruns . Vnd sie pflegten die Herd alle daselbs zuuersamlen / vnd den stein von dem Brunloch zu weltzen / vnd die schafe trencken / vnd thaten als denn den stein wider fur das loch an seine stet . VND Jacob sprach zu jnen / Lieben brüder / Wo seid jr her ? Sie antworten / Wir sind von Haran . Er sprach zu jnen / Kennet jr auch Laban den son Nahor ? Sie antworten / Wir kennen jn wol . Er sprach / Gehet es jm auch wol ? Sie antworten / Es gehet jm wol / Vnd sihe / da kompt seine tochter Rahel mit den Schafen . Er sprach / Es ist noch hoch tag / vnd ist noch nicht zeit das Vieh ein zutreiben / Trencket die schafe / vnd gehet hin vnd weidet sie . Sie antworten / Wir können nicht / bis das alle Herde zusamen gebracht werden / vnd wir den stein von des Brunnenloch waltzen / vnd also die schafe trencken . Als er noch mit jnen redet / kam Rahel mit den schafen jres Vaters / denn sie hütet der schafe . Da aber Jacob sahe Rahel die tochter Labans seiner mutter Bruder / vnd die schafe Labans seiner mutter bruder / trat er hinzu / vnd waltzet den stein von dem loch des Brunnen / vnd trencket die schafe Labans seiner muter Bruder / Vnd küsset Rahel vnd weinet laut / vnd saget jr an / das er jres Vaters bruder were / vnd Rebeca son / Da lieff sie / vnd sagets jrem Vater an . DA aber Laban höret von Jacob seiner schwester Son / lieff er jm entgegen / vnd hertzet vnd küsset jn / vnd füret jn in sein Haus / Da erzelet er dem Laban alle diese sache . Da sprach Laban zu jm / Wolan / du bist mein bein vnd fleisch . Vnd da er nu ein Mond lang bey jm gewest war / sprach Laban zu Jacob / Wiewol du mein Bruder bist / soltestu mir darumb vmb sonst dienen ? Sage an / Was sol dein lohn sein ? Laban aber hatte zwo Töchter die elteste hies Lea / vnd die jüngeste Rahel / Aber Lea hatte ein Blöde gesicht / Rahel war hubsch vnd schön . Vnd Jacob gewan die Rahel lieb / vnd sprach / Jch wil dir siben jar vmb Rahel deine jüngeste Tochter dienen . Laban antwortet / Es ist besser / ich gebe dir sie / denn einem andern / Bleib bey mir . Also dienete Jacob vmb Rahel sieben jar / vnd dauchten jn als werens einzele tage / so lieb hatte er sie . Vnd Jacob sprach zu Laban / Gib mir nu mein Weib / denn die zeit ist hie / das ich beylige . Da lud Laban alle Leute des orts / vnd machte ein Hochzeit mal . Des abends aber nam er seine tochter Lea / vnd brachte sie zu jm hin ein / Vnd er lag bey jr . Vnd Laban gab seiner tochter Lea seine magd Silpa zur magd . Des morgens aber / Sihe / da war es Lea / Vnd er sprach zu Laban / Warumb hastu mir das gethan ? Habe ich dir nicht vmb Rahel gedienet ? warumb hastu mich denn betrogen ? Laban antwortet / Es ist nicht sitte in vnserm Lande / das man die Jüngste ausgebe vor der Eltesten . Halte mit dieser die wochen aus / so wil ich dir diese auch geben / vmb den Dienst / den du bey mir noch ander sieben jar dienen solt . Jacob thet also / vnd hielt die wochen aus / Da gab jm Laban Rahel seine tochter zum Weibe . Vnd gab seiner tochter Rahel seine magd Bilha zur magd . Also lag er auch bey mit Rahel / Vnd hatte Rahel lieber denn Lea / Vnd dienet bey jm fürder die andern sieben jar . DA aber der HERR sahe / das Lea vnwerd war / macht er sie fruchtbar vnd Rahel vnfruchtbar . Vnd Lea ward schwanger / vnd gebar einen Son / den hies sie Ruben Heisst ein Schawkind . / vnd sprach / Der HERR hat angesehen mein elende / Nu wird mich mein Man lieb haben . Vnd ward abermal schwanger / vnd gebar einen Son / vnd sprach / Der HERR hat gehöret / das ich vnwerd bin / vnd hat mir diesen auch gegeben / vnd hies jn Simeon Heisst ein Hörer . . Aber mal ward sie schwanger / vnd gebar einen Son / vnd sprach / Nu wird sich mein Man wider zu mir thun / denn ich hab jm drey Söne geborn / Darumb hies sie jn Leui Heisst zugethan . . Zum vierden ward sie schwanger / vnd gebar einen Son / vnd sprach / Nu wil ich dem HERRN dancken / darumb hies sie jn Juda Heisst ein Bekenner oder Dancksager . / Vnd höret auff Kinder zugeberen . DA Rahel sahe / das sie dem Jacob nichts gebar / neidet sie jre schwester / vnd sprach zu Jacob / Schaffe mir Kinder / Wo nicht / so sterbe ich . Jacob aber ward seer zornig auff Rahel / vnd sprach / Bin ich doch nicht Gott / der dir deines Leibes früchte nicht geben wil . Sie aber sprach / sihe / Da ist meine magd Bilha / Lege dich zu jr / das sie auff meinen Schos gebere / vnd ich doch durch sie erbawet werde . Vnd sie gab jm also Bilha jre magd zum Weibe . VND Jacob leget sich zu jr / Also ward Bilha schwanger / vnd gebar Jacob einen Son . Da sprach Rahel / Gott hat meine sache gerichtet / vnd meine stim erhöret / vnd mir einen Son gegeben / Darumb hies sie jn Dan Heisst gerich . . Abermal ward Bilha Rahels magd schwanger / vnd gebar Jacob den andern son . Da sprach Rahel / Gott hat es gewand mit mir vnd meiner Schwester / vnd ich werds jr zuuor thun / Vnd hies jn Naphthali Heisst verwechselt vmbgewand / vmbgekeret / wenn man das widerspiel thut / Psal . 18 . Mit den verkerten verkerestu dich . . DA nu Lea sahe / das sie auff gehöret hatte zu geberen / nam sie jre magd Silpa / vnd gab sie Jacob zum weibe . Also gebar Silpa Lea magd / Jacob einen Son . Da sprach Lea / Rüstig / Vnd hies jn Gad Heisst rüstig zum streit . . Darnach gebar Silpa Lea magd / Jacob den andern Son . Da sprach Lea / Wol mir / Denn mich werden selig preisen die Töchter / Vnd hies jn Asser Heisst selig . . Rvben gieng aus zur zeit der Weitzenernd / vnd fand Dudaim Frage du selbs was Dudaim sind . Es sollen Lilien / Es sollen Beer sein / vnd niemand weis niemand weis / was es sein sollen . Es heissens etliche Jüden Kirschen / die in der Weitzenernd reiff sind etc . auff dem felde / vnd bracht sie heim seiner mutter Lea . Da sprach Rahel zu Lea / Gib mir der Dudaim deines Sons ein teil . Sie antwortet / Hastu nicht gnug / das du mir meinen Man genomen hast / vnd wilt auch die Dudaim meines Sons nemen ? Rahel sprach / Wolan / las jn diese nacht bey dir schlaffen vmb die Dudaim deines Sons . DA nu Jacob des abends vom felde kam / gieng jm Lea hinaus entgegen vnd sprach / Bey mir soltu ligen / Denn ich habe dich erkaufft vmb die Dudaim meines Sons . Vnd er schlieff die nacht bey jr / Vnd Gott erhöret Lea / vnd sie ward schwanger / vnd gebar Jacob den fünfften Son / vnd sprach / Gott hat mir gelohnet / das ich meine magd meinem Manne gegeben habe / Vnd hies jn Jsaschar Heisst Lohn . . Abermal ward Lea schwanger / vnd gebar Jacob den sechsten Son / vnd sprach / Gott hat mich wol beraten / Nu wird mein Man wider bey mir wonen / Denn ich habe jm sechs Söne geboren / Vnd hies jn Sebulon Heisst bey wonung . . Darnach gebar sie eine Tochter / die hies sie Dina Heisst eine sache oder gericht . . Der HERR gedacht aber an Rahel / vnd erhöret sie / vnd macht sie fruchtbar . Da ward sie schwanger / vnd gebar einen Son / vnd sprach / Gott hat meine schmach von mir genomen / Vnd hies jn Joseph Heisst zunemung . / Vnd sprach / Der HERR wolte mir noch einen Son dazu geben . DA nu rahel den joseph geborn hatte / sprach Jacob zu Laban / Las mich ziehen vnd reisen an meinen Ort vnd in mein Land / Gib mir meine Weiber vnd meine Kinder / darumb ich dir gedienet habe / das ich ziehe / Denn du weissest / wie ich dir gedienet habe . Laban sprach zu jm / Las mich gnade fur deinen augen finden / Jch spüre / das mich der HERR segenet vmb deinen willen / Stimme das Lohn das ich dir geben sol . ER aber sprach zu jm / Du weissest / wie ich dir gedienet habe / vnd was du fur Vieh hast vnter mir . Du hattest wenig ehe ich her kam / Nu aber ists ausgebreitet in die menge / vnd der HERR hat dich gesegenet durch meinen fus Das ist / Jch hab müssen lauffen vnd rennen durch dünne vnd dicke / das du so Reich würdest / Mein Fus hats müssen thun . Jnde pedes Euangelisantium pacem / et cursus verbi seu ministerij . / Vnd nu / Wenn sol ich auch mein Haus versorgen ? Er aber sprach / Was sol ich dir denn geben ? Jacob sprach / Du solt mir nichts vberal geben / Sondern so du mir thun wilt / das ich sage / So wil ich widerumb weiden vnd hüten deiner Schafe . ICH wil heute durch alle deine Herde gehen / vnd aussondern alle fleckete vnd bundte schafe / vnd alle schwartze schafe vnter den lemmern / vnd die bundten vnd flecketen ziegen Du must hie dich nicht jrren / das Moses / das kleine vieh / jtzt ziegen / jtzt lemmer / jtzt böcke heisset / wie dieser sprache art ist / Denn er wil so viel sagen / Das Jacob habe alles weis vieh behalten / vnd alles bundte vnd schwartze Laban gethan . Was nu bund von dem einferbigen vieh keme / das solte sein lohn sein . Des ward Laban fro / vnd hatte die natur fur sich / das von einferbigen nicht viel bundte natürlich komen . Aber Jacob halff der natur mit kunst / das die einferbigen viel bundte trugen . / Was nu bund vnd flecket fallen wird / das sol mein Lohn sein . So wird mir mein gerechtigkeit zeugen heute oder morgen / wenn es kompt / das ich meinen Lohn von dir nemen sol / Also / das / was nicht flecket oder bund / oder nicht schwartz sein wird vnter den lemmern / vnd ziegen / das sey ein Diebstal bey mir . DA sprach Laban / Sihe da / es sey wie du gesagt hast . Vnd sonderte des tages die sprenckliche vnd bundte böcke / vnd alle fleckete vnd bundte ziegen / Wo nur was weisses daran war / vnd alles was schwartz war vnter den lemmern / vnd thats vnter die hand seiner Kinder / vnd macht raum dreier Tagereise weit zwisschen jm vnd Jacob / Also weidet Jacob die vbrigen herde Laban . Jacob aber nam stebe von grünen Papelnbawm / Haseln / vnd Castaneen / vnd schelet weisse streiffe daran / das an den steben das weisse blos ward vnd legt die stebe / die er geschelet hatte / in die Trenckrinnen / fur die Herde / die da komen musten zu trincken / das sie empfangen solten / wenn sie zu trincken kemen . Also empfiengen die Herde vber den steben / vnd brachten sprenckliche / fleckete vnd bundte . Da scheidet Jacob die lemmer / vnd thet die abgesonderte Herde zu den flecketen vnd schwartzen in der Herde Labans / vnd macht jm ein eigen Herde / die thet er nicht zu der herde Labans . Wenn aber der Laufft der früelinge Herde war / legte er diese stebe in die Rinnen fur die augen der Herde / das sie vber den steben empfiengen / Aber in der Spetlinger laufft / leget er sie nicht hinein . Also wurden die Spetlinge des Labans / aber die Früelinge des Jacobs / Da her ward der Man vber die mas reich / das er viel schafe / megde vnd knechte / kamel vnd esel hatte . VND es kamen fur jn die Reden der kinder Laban / das sie sprachen / Jacob hat alle vnsers vaters gut zu sich gebracht . Vnd von vnsers Vaters gut / hat er solche Reichthum zu wegen gebracht . Vnd Jacob sahe an das angesicht Laban / Vnd sihe / es war nicht gegen jm / wie gestern vnd ehegestern . VND der HERR sprach zu Jacob / Zeuch wider in deiner Veter land / vnd zu deiner Freundschafft / Jch wil mit dir sein . Da sandte Jacob hin / vnd lies ruffen Rahel vnd Lea auffs feld bey seine Herde / vnd sprach zu jnen / Jch sehe ewrs Vaters angesicht / das es nicht gegen mir ist / wie gestern vnd ehegestern / Aber der Gott meines Vaters ist mit mir gewesen . VND jr wisset / das ich aus allen meinen krefften ewrem Vater gedienet habe / Vnd er hat mich geteuscht / vnd nu zehen mal mein lohn verendert / Aber Gott hat jm nicht gestattet / das er mir schaden thet . Wenn er sprach / die bundten sollen dein Lohn sein / so trug die gantze Herd bundte / Wenn er aber sprach / Die sprenckliche sollen dein Lohn sein / so trug die gantze Herd sprenckliche . Also hat Gott die güter ewers Vaters jm entwand / vnd mir gegeben . Denn wenn die zeit des Lauffs kam / hub ich meine Augen auff / vnd sahe im trawm / vnd sihe / die Böcke sprungen auff die sprenckliche / fleckete / vnd bundte Herde . Vnd der Engel Gottes sprach zu mir im traum / Jacob / Vnd ich antwortet / Hie bin ich . Er aber sprach / heb auff deine augen / vnd siehe / Die Böcke springen auff die sprenckliche / fleckete vnd bundte Herde / Denn ich habe alles gesehen / was dir Laban thut . Jch bin der Gott zu BethEl / da du den stein gesalbet hast / vnd mir daselbs ein Gelübde gethan . Nu mach dich auff / vnd zeuch aus diesem Lande / vnd zeuch wider in das Land deiner freundschafft . DA antwortet Rahel vnd Lea / vnd sprachen zu jm / Wir haben doch kein Teil noch Erbe mehr in vnsers Vaters hause / Hat er vns doch gehalten als die frembden / Denn er hat vns verkaufft / vnd vnser Lohn verzehret . Darumb hat Gott vnserm Vater entwand seinen Reichthum zu vns vnd vnsern Kindern / Alles nu was Gott dir gesagt hat / das thu . Also machet sich Jacob auff / vnd lud seine Kinder vnd Weiber auff Kamelen / vnd füret weg alle sein Vieh / vnd alle seine Habe / die er zu Mesopotamia erworben hatte / das er keme zu Jsaac seinem Vater ins land Canaan ( Laban aber war gangen seine Herde zu scheren ) Vnd Rahel stal jres Vaters Götzen . Also stal Jacob dem Laban zu Syrien das hertz Hertz stelen ist Ebreisch geredt / so viel / als etwas thun hinder eines andern wissen . / da mit / das er jm nicht ansaget / das er flohe . Also flohe er vnd alles was sein war / machte sich auff / vnd fuhr vber das wasser / vnd richt sich nach dem berge Gilead . AM dritten tage wards Laban angesagt / das Jacob flöhe / Vnd er nam seine Brüder zu sich / vnd jaget jm nach sieben Tagereise / vnd ereilet jn auff dem berge Gilead . Aber Gott kam zu Laban dem Syrer im traum des nachts / vnd sprach zu jm / Hüte dich / das du mit Jacob nicht anders redest denn freundlich . Vnd Laban nahet zu Jacob / Jacob aber hatte seine Hütten auffgeschlagen auff dem Berge / Vnd Laban mit seinen Brüdern schlug seine hütten auch auff / auff dem berge Gilead . DA sprach Laban zu Jacob / Was hastu gethan / das du mein hertz gestolen hast / vnd hast meine Töchter entfüret / als die durchs Schwert gefangen weren ? Warumb hastu heimlich geflohen / vnd hast dich weggestolen / vnd hast mirs nicht angesagt / das ich dich hette geleitet mit freuden / mit singen / mit Paucken vnd Harffen ? vnd hast mich nicht lassen meine Kinder vnd Töchter küssen / Nu du hast thörlich gethan . Vnd ich hette / mit Gottes hülffe / wol so viel macht / das ich euch künd vbels thun / Aber ewrs vaters Gott hat gestern zu mir gesagt / Hüte dich / das du mit Jacob nicht anders denn freundlich redest . VND weil du denn ja woltest ziehen / vnd sehnetest dich so fast nach deines vaters hause / Warumb hastu mir meine Götter gestolen ? Jacob antwortet / vnd sprach zu Laban / Jch furchte mich vnd dachte / du würdest deine Töchter von mir reissen . Bey welchem aber du deine Götter findest / der sterbe hie fur vnsern Brüdern / Süche das deine bey mir / vnd nims hin ( Jacob wuste aber nicht / das sie Rahel gestolen hatte ) Da gieng Laban in die hütten Jacob / vnd Lea / vnd der beide Megde / vnd fand nichts . Vnd gieng aus der hütten Lea in die hütten Rahel / Da nam Rahel die Götzen vnd legt sie vnter die strew der Kamel / vnd satzte sich darauf . Laban aber betastet die gantze Hütte / vnd fand nichts . Da sprach sie zu jrem Vater / Mein Herr / zürne nicht / Denn ich kan nicht auffstehen gegen dir / Denn es gehet mir nach der Frawen weise . Also fand er die Götzen nicht / wie fast er sucht . VND Jacob ward zornig / vnd schalt Laban / vnd sprach zu jm / Was hab ich misgehandelt oder gesundiget / das du so auff mich erhitzt bist ? Du hast alle mein Hausrat betastet / Was hastu deines hausrats funden ? Lege das dar / fur meinen vnd deinen Brüdern / das sie zwischen vns beiden richten . Diese zwenzig jar bin ich bey dir gewesen / deine schafe vnd ziegen sind nicht vnfruchtbar gewesen / die wider deiner Herde hab ich nie gessen . Was die Thier zurissen / bracht ich dir nicht / ich must es bezalen / du fodderst es von meiner hand / es were mir des tages oder des nachts gestolen . Des tages verschmacht ich fur hitze / vnd des nachts fur frost / vnd kam kein Schlaff in meine augen . Also habe ich diese zwenzig jar in deinem Hause gedienet / vierzehen vmb deine Töchter / vnd sechs vmb deine Herde / vnd hast mir mein Lohn zehen mal verendert . Wo nicht der Gott meines Vaters / der Gott Abraham / vnd die Furcht Jacob nennet hie Gott Jsaacs furcht / darumb / das Jsaac Gottfürchtig war vnd Gottes Diener . Jsaac / auff meiner seiten gewesen were / du hettest mich leer lassen ziehen . Aber Gott hat mein elend vnd mühe angesehen / vnd hat dich gestern gestrafft . Laban antwortet / vnd sprach zu Jacob / Die Töchter sind meine töchter / vnd die Kinder sind meine kinder / vnd die Herde sind meine herde / vnd alles was du sihest / ist mein / Was kan ich meinen Töchtern heut / oder jren Kindern thun / die sie geboren haben ? So kome nu / vnd las vns einen Bund machen / ich vnd du / der ein Zeugnis sey zwischen mir vnd dir . Da nam Jacob einen stein / vnd richtet jn auff zu einem Mal / vnd sprach zu seinen Brüdern / Leset steine auff . Vnd sie namen steine / vnd machten einen hauffen / vnd assen auff dem selben hauffen / Vnd Laban hies jn Jegar Sahadutha / Jacob aber hies jn Gilead . DA sprach Laban / Der hauffe sey heute Zeuge zwischen mir vnd dir ( Daher heisst man jn Gilead Gilead heisst ein Zeugehauffe / Vnd bedeut die Schrifft da viel zeugnis von Gott heuffig innen sind . vnd sey eine Warte / Denn er sprach / Der HERR sehe dar ein zwischen mir vnd dir / wenn wir von einander komen / wo du meine Töchter beleidigest / oder andere Weiber dazu nimpst vber meine Töchter . Es ist hi kein Mensch mit vns / sihe aber / Gott ist der Zeuge / zwischen mir vnd dir . Vnd Laban sprach weiter zu Jacob / Sihe / das ist der Hauff / vnd das ist das Mal / das ich auffgerichtet hab zwischen mir vnd dir . Der selb hauff sey zeuge / vnd das mal sey auch zeuge / wo ich herüber fare zu dir / oder du herüber ferest zu mir vber diesen hauffen vnd mal zu bescheidigen . Der Gott Abraham / vnd der Gott Nahor / vnd der Gott jrer veter sey Richter zwischen vns . VND Jacob schwur jm bey der Furcht seines vaters Jsaac . Vnd Jacob opfferte auff dem Berge / vnd lud seine Brüder zum essen / Vnd da sie gessen hatten / blieben sie auff dem Berge vber nacht . Des morgens aber stund Laban früe auff / küsset seine Kinder vnd Töchter / vnd segenete sie / vnd zoch hin / vnd kam wider an seinen ort . Jacob aber zoch seinen weg / Vnd es begegneten jm die Engel Gottes . Vnd da er sie sahe / sprach er / Es sind Gottes Heere / Vnd hies die selbige stet / Mahanaim Heisst Heerlager . . Psal . 34 . Jacob aber schicket Boten fur jm her / zu seinem Bruder Esau ins land Seir / in der gegend Edom / vnd befalh jnen / vnd sprach / Also sagt meinem herrn Esau / Dein knecht Jacob lesst dir sagen / Jch bin bis daher bey Laban lange aussen gewest / vnd habe rinder vnd esel / schafe / Knecht vnd Megde / Vnd habe ausgesand dir meinem Herrn an zusagen / das ich gnade fur deinen augen fünde . Dje Boten kamen wider zu Jacob / vnd sprachen / Wir kamen zu deinem bruder Esau / vnd er zeucht dir auch entgegen mit vier hundert Man . Da furcht sich Jacob seer / vnd jm ward bange / Vnd teilet das Volck das bey jm war / vnd die schafe / vnd die rinder / vnd die kamel / in zwey Heere / vnd sprach / So Esau kompt auff das eine Heer / vnd schlegt es / so wird das vbrige entrinnen . Weiter sprach Jacob . Gott meines vaters Abraham / vnd Gott meines vaters Jsaac / HERR / der du zu mir gesagt hast / Zeuch wider in dein Land / vnd zu deiner Freundschafft / Jch wil dir wolthun / Jch bin zu geringe aller barmhertzigkeit vnd aller trewe / die du an deinem Knechte gethan hast ( Denn ich hatte nicht mehr weder diesen Stab / da ich vber diesen Jordan gieng / vnd nu bin ich zwey Heere worden ) Errette mich von der hand meines Bruders / von der hand Esau / Denn ich fürchte mich fur jm / das er nicht kome / vnd schlage mich / die Mütter sampt den Kindern . Du hast gesagt / Jch wil dir wolthun / vnd deinen Samen machen / wie den sand am meer / den man nicht zelen kan fur der menge . Gen . 31 . VND er bleib die nacht da / Vnd nam von dem das er fur handen hatte / Geschenck seinem bruder Esau / zwey hundert ziegen / zwenzig böcke / zweyhundert schafe / zwenzig wider / vnd dreissig seugende kamel mit jren füllen / vierzig küe / vnd zehen farren / zwenzig eselin mit zehen füllen . Vnd thet sie vnter die hand seiner Knechte / ja eine Herde sonderlich / vnd sprach zu jnen / Gehet vor mir hin / vnd lasset raum zwischen einer Herde nach der andern / Vnd gebot dem Ersten / vnd sprach . Wenn dir mein bruder Esau begegnet vnd dich fraget / Wen gehörestu an / vnd wo wiltu hin / vnd wes ists / das du fur dir treibest ? Soltu sagen / Es gehöret deinem knechte Jacob zu / der sendet Geschenck seinem herrn Esau / vnd zeucht hinder vns hernach . Also gebot er auch dem Andern / vnd dem Dritten / vnd allen die den Herden nach giengen / vnd sprach / Wie ich euch gesagt habe / so saget zu Esau / wenn jr jm begegnet . Vnd saget ja auch / sihe / Dein knecht Jacob ist hinder vns / Denn er gedacht / Jch wil jn versünen mit dem Geschenck / das vor mir her gehet / darnach wil ich jn sehen / vieleicht wird er mich annemen . Also gieng das Geschenck vor jm her / Aber er bleib die selbe nacht beim Heer . Vnd stund auff in der nacht / vnd nam seine zwey Weiber / vnd die zwo Megde / vnd seine eilff Kinder / vnd zoch an den furt Jaboc / nam sie vnd füret sie vber das Wasser / das hinüber kam was er hatte / Vnd bleib allein . DA rang Jm Ebreischen kompt ringen vom staub her / Als wenn Zween miteinander ringen / das der staub sich erhebt vnd dicke vmb sie wird . Vnd lautet so viel / Es steubet ein Man mit jm / das ist / Ein hefftiger Kampff war es / das sol niemand verstehen / denn die Erfarung . ein Man mit jm bis die morgenröte anbrach . Vnd da er sahe / das er jn nicht vbermocht / rüret er das Gelenck seiner hüfft an / Vnd das gelenck seiner hüfft ward vber dem ringen mit jm / verrenckt . Vnd er sprach / Las mich gehen / denn die morgenröte bricht an / Aber er antwortet / Jch las dich nicht / du segenest mich denn . Er sprach / Wie heissestu ? Er antwortet / Jacob . Er sprach / Du solt nicht mehr Jacob heissen / sondern JsraEl Jsrael kompt von Sara / das heisset kempffen oder vberweldigen / Da her auch Sar ein Fürst oder Herr / vnd Sara ein Fürstin oder Fraw heisst / vnd Jsrael ein Fürst oder Kempffer Gottes / das ist / der mit Gott ringet vnd angewinnet . Welchs geschicht durch den glauben der so fest an Gottes wort helt / bis er Gottes zorn vberwindet / vnd Gott zu eigen erlanget zum gnedigen Vater . / Denn du hast mit Gott vnd mit Menschen gekempfft / vnd bist obgelegen . VND Jacob fraget jn / vnd sprach / Sage doch / wie heissestu ? Er aber sprach / Warumb fragestu / wie ich heisse ? Vnd er segenete jn daselbs . Vnd Jacob hies die stet Pniel Pinel oder Pnuel / heisst Gottes angesicht oder erkentnis . Denn durch den glauben im streit des Creutzes lernet man Gott recht erkennen vnd erfaren / So hats denn keine Not mehr , so gehet die Sonne auff . / Denn ich habe Gott von angesicht gesehen / vnd meine Seele ist genesen . Vnd als er fur Pnuel vber kam / gieng jm die Sonne auff / Vnd er hincket an seiner Hüfft / daher essen die kinder Jsrael keine spanader auff dem gelenck der hüfft / bis auff den heutigen tag / Darumb / das die spanader an dem gelenck der hüfft Jacob gerüret ward . Jacob hub seine augen auff / vnd sahe seinen bruder Esau komen mit vierhundert Man . Vnd teilet seine Kinder zu Lea / vnd zu Rahel / vnd zu beiden Megden / Vnd stellet die megde mit jren Kindern forne an / vnd Lea mit jren Kindern hernach / vnd Rahel mit Joseph zu letzt . Vnd er gieng fur jnen her / vnd neigete sich sieben mal auff die Erden / bis er zu seinem Bruder kam . Esau aber lieff jm entgegen / vnd hertzet jn / vnd fiel jm vmb den hals / vnd küsset jn / Vnd sie weineten . Vnd hub seine augen auff / vnd sahe die Weiber mit den Kindern / vnd sprach / Wer sind diese bey dir ? Er antwortet / Es sind Kinder / die Gott deinem Knecht bescheret hat . Vnd die Megde traten erzu mit jren Kindern / vnd neigten sich fur jm . Lea trat auch erzu mit jren Kindern / vnd neigeten sich fur jm . Darnach trat Joseph vnd Rahel erzu / vnd neigeten sich auch fur jm . Vnd er sprach / Was wiltu mit alle dem Heere / dem ich begegnet bin ? Er antwortet / Das ich gnade fünde fur meinem Herrn . Esau sprach / Jch habe gnug / mein Bruder / behalt was du hast . Jacob antwortet / Ah nicht / Hab ich gnade funden fur dir / so nim mein Geschencke von meiner hand / Denn ich sahe dein angesicht / als sehe ich Gottes angesicht / vnd las dirs wolgefallen von mir / Nim doch den Segen von mir an / den ich dir zubracht habe / Denn Gott hat mirs bescheret / vnd ich habe alles gnug / Also nötiget er jn / das ers nam . VND er sprach / Las vns fort ziehen vnd reisen / ich wil mit dir ziehen . Er aber sprach zu jm / Mein Herr / du erkennest / das ich zarte Kinder bey mir habe / dazu vieh vnd seugende küe / Wenn sie einen tag vbertrieben würden / würde mir die gantze Herde sterben . Mein Herr ziehe vor seinem Knechte hin / Jch wil meilich Merck / das recht Gleubigen vnd werckheiligen nicht können mit einander wandeln . Denn die Gleubigen faren seuberlich mit stillem geist / Aber die Werckheiligen faren starck mit vermessenheit jrer werck in Gottes Gesetzen . hanach treiben / darnach das vieh vnd die Kinder gehen können / bis das ich kome zu meinem Herrn / in Seir . Esau sprach / So wil ich doch bey dir lassen etliche vom Volck / das mit mir ist . Er antwortet / Was ists von nöten ? Las mich nur gnade für meinem Herrn finden . Also zoch des tages Esau widerumb seines wegs gen Seir . Vnd Jacob zoch gen Suchoth / vnd bawet jm ein Haus / vnd machet seinem Vieh hütten / Da her heisst die stet Suchoth . Darnach zoch Jacob gegen Salem / zu der stad des Sichem / die im lande Canaan ligt / nach dem er aus Mesopotamia komen war / vnd machet sein Lager fur der stad . Vnd kaufft ein stück Ackers / von den kindern Hemor des vaters Sichem / vmb hundert grosschen Oder schafe . / Daselbs richtet er seine Hütten auff . Vnd richtet daselbs einen Altar zu / vnd rieff an den Namen des starcken Gottes Jsrael . Djna aber Lea tochter / die sie Jacob geborn hatte / gieng heraus / die Töchter des Landes zu sehen . Da die sahe Sichem Hemors son des Heuiters / der des landes Herr war / nam er sie / vnd beschlieff sie / vnd schwechet sie . Vnd sein hertz hieng an jr / vnd hatte die Dirne lieb / vnd redet freundlich mit jr . Vnd Sichem sprach zu seinem vater Hemor / Nim mir das Meidlin zum weibe . Vnd Jacob erfur / das seine tochter Dina geschendet war / Vnd seine Söne waren mit dem vieh auff dem felde / vnd Jacob schweig bis das sie kamen . Da gieng Hemor Sichems vater heraus zu Jacob / mit jm zu reden / Jn des kamen die söne Jacob vom felde / vnd da sie es höreten / verdros die Menner / vnd wurden seer zornig / das er ein narrheit an Jsrael begangen / vnd Jacobs tochter beschlaffen hatte / denn so solts nicht sein . DA redet Hemor mit jnen / vnd sprach / Meines sons Sichems hertz sehnet sich nach ewer Tochter / Lieber / gebt sie jm zum Weibe . Befreundet euch mit vns / Gebt vns ewre Töchter / vnd nemet jr vnsere Töchter / vnd wonet bey vns / das Land sol euch offen sein / wonet vnd werbet vnd gewinnet drinnen . Vnd Sichem sprach zu jrem Vater vnd Brüdern / Lasst mich gnade bey euch finden / Was jr mir sagt / das wil ich geben / fordert nur getrost von mir Morgengabe vnd Geschenck / ich wils geben / wie jr heisschet / Gebt mir nur die Dirne zum weibe . DA antworten Jacobs söne dem Sichem vnd seinem vater Hemor betrieglich / Darumb / das jre schwester Dina geschendet war / vnd sprachen zu jnen / Wir können das nicht thun / das wir vnser Schwester einem vnbeschnitten Man geben / Denn das were vns eine schande . Doch denn wöllen wir euch zu willen sein / so jr vns gleich werdet / vnd alles was menlich vnter euch ist / beschnitten werde / Denn wollen wir vnser Töchter euch geben / vnd ewer Töchter vns nemen / vnd bey euch wonen vnd ein Volck sein . Wo jr aber nicht willigen wollet euch zubeschneiten / So wöllen wir vnsere Töchter nemen vnd davon ziehen . Dje Rede gefiel Hemor vnd seinem Son wol / Vnd der Jüngling verzoch nicht solchs zu thun / denn er hatte lust zu der tochter Jacob / Vnd er war herrlich gehalten vber allen in seines Vaters hause . DA kamen sie nu / Hemor vnd sein son Sichem vnter der Stadthor / vnd redten mit den Bürgern der stad / vnd sprachen / Diese Leute sind friedsam bey vns / vnd wöllen im Lande wonen vnd werben / So ist nu das Land weit gnug für sie / wir wollen vns jre Töchter zu weiber nemen / vnd jnen vnser Töchter geben . Aber denn wöllen sie vns zu willen sein / das sie bey vns wonen / vnd ein Volck mit vns werden / wo wir alles was menlich vnter vns ist / beschneiten / gleich wie sie beschnitten sind . Jr Vieh vnd Güter vnd alles was sie haben / wird vnser sein / So wir nur jnen zu willen werden / das sie bey vns wonen . VND sie gehorchten dem Hemor vnd Sichem seinem son / alle die zu seiner Stadthor aus vnd eingiengen / vnd beschnitten alles was menlich war / das zu seiner Stad aus vnd eingieng . VND am dritten tage / da sie es schmertzet / namen die zween söne Jacob / Simeon vnd Leui / der Dina brüder / ein jglicher sein schwert / vnd giengen in die Stad thürstiglich / vnd erwürgeten alles was menlich war / vnd erwürgeten auch Hemor vnd seinen son Sichem mit der scherffe des schwerts . Vnd namen jre schwester Dina aus dem hause Sichem / vnd giengen dauon . DA kamen die söne Jacob vber die Erschlagene / vnd plünderten die Stad / Darumb / das sie hatten jre Schwester geschendet . Vnd namen jre schafe / rinder / esel vnd was in der Stad vnd auff dem Felde war / Vnd alle jre Habe / alle Kinder vnd Weiber namen sie gefangen / vnd plünderten alles was in den Heusern war . Vnd Jacob sprach zu Simeon vnd Leui / Jr habt mir vnglück zugericht / das ich stincke fur den Einwonern dieses Lands / den Cananitern vnd Pheresitern / vnd ich bin ein geringer Hauffe / Wenn sie sich nu versamlen vber mich / so werden sie mich schlahen / Also werde ich vertilget sampt meinem Hause . Sie antworteten aber / Solten sie denn mit vnser Schwester / als mit einer Huren / handeln ? VND Gott sprach zu Jacob / Mach dich auff / vnd zeuch gen BethEl / vnd wone daselbs / vnd mache daselbs einen Altar dem Gott / der dir erschein / da du flohest für deinem bruder Esau . Gen . 28 . DA sprach Jacob zu seinem Hause vnd zu allen die mit jm waren / Thut von euch die frembden Götter / so vnter euch sind / vnd reiniget euch / vnd endert ewre Kleider / Vnd lasst vns auff sein / vnd gen BethEl ziehen / Das ich daselbs einen Altar mache dem Gott / der mich erhöret hat / zur zeit meines trübsals / vnd ist mit mir gewesen auff dem wege / den ich gezogen bin . DA gaben sie jm alle frembde Götter / die vnter jren henden waren / vnd jre Ohrenspangen Lunulas / das man heisst gülden Harband . Nu sinds Perlenporten worden . Prou . xj . Circulus aureus in naribus suis / vt Sup . cap . xxiiij . / Vnd er vergrub sie vnter eine Eiche / die neben Sichem stund / vnd sie zogen aus . Vnd es kam die furcht Gottes vber die Stedte die vmb sie her lagen / das sie den sönen Jacob nicht nachiageten . Also kam Jacob gen Lus im lande Canaan / die da BethEl heisst / sampt alle dem Volck / das mit jm war / Vnd bawet daselbs einen Altar / vnd hies die stet ElBethEl Das ist / Gott zu BethEl . / Darumb / das jm daselbs Gott offenbart war / da er flohe fur seinem Bruder . DA starb Debora der Rebeca amme / vnd ward begraben vnter BethEl / vnter der Eichen / vnd ward genennet die Klageiche . VND Gott erschein Jacob aber mal / nach dem er aus Mesopotamia komen war / vnd segenet jn / vnd sprach zu jm / Du heissest Jacob / Aber du solt nicht mehr Jacob heissen / sondern Jsrael soltu heissen / Vnd also heisset man jn Jsrael . Vnd Gott sprach zu jm / Jch bin der allmechtige Gott / Sey fruchtbar vnd mehre dich / Völcker vnd völcker hauffen sollen von dir komen / vnd Könige sollen aus deinen Lenden komen . Vnd das Land / das ich Abraham vnd Jsaac gegeben habe / wil ich dir geben / vnd wils deinem Samen nach dir geben . Also fuhr Gott auff von jm / von dem Ort / da er mit jm geredt hatte . Jacob aber richtet ein steinern Mal auff an dem ort / da er mit jm geredt hatte / vnd gos Tranckopffer Das war wein wie das in den folgenden Büchern drauff / vnd begos jn mit öle / Vnd Jacob hies den ort / da Gott mit jm geredt hatte / BethEl . Gen . 32 . VND sie zogen von BethEl / Vnd da noch ein Feldwegs war von Ephrath / da gebar Rahel / Vnd es kam sie hart an vber der geburt . Da es jr aber so sawr ward in der geburt / sprach die Wehmutter zu jr / Fürchte dich nicht / denn diesen Son wirstu auch haben . Da jr aber die Seele ausgieng / das sie sterben muste / hies sie jn BenOni Heisset meines schmertzen Son . / Aber sein Vater hies jn BenJamin Heisst der rechten Son . . Also starb Rahel / vnd ward begraben an dem wege gen Ephrath / die nu heisst BethLehem . Vnd Jacob richtet ein Mal auff vber jrem Grab / dasselb ist das grabmal Rahel bis auff diesen tag . Vnd Jsrael zoch aus / vnd richtet eine Hütten auff jenseid dem thurn Eder . Vnd es begab sich / das Jsrael im lande wonet / Gieng Ruben hin / vnd schlieff bey Bilha seines vaters Kebsweibs / Vnd das kam fur Jsrael . ES hatte aber Jacob zwelff Söne . Die söne Lea waren diese / Ruben der erstgeboren son Jacob / Simeon / Leui / Juda / Jsaschar / vnd Sebulon . Die Söne Rahel waren / Joseph vnd BenJamin Die söne Bilha Rahels magd / Dan vnd Naphthali . Die söne Silpa Lea magd / Gad vnd Asser . Das sind die söne Jacob / die jm geboren sind in Mesopotamia . VND Jacob kam zu seinem vater Jsaac gen Mamre in die Heubtstad / die da heisst Hebron / da Abraham vnd Jsaac frembdlinge innen gewesen sind . Vnd Jsaac ward hundert vnd achzig jar alt / vnd nam ab / vnd starb / Vnd ward versamlet zu seinem Volck / alt vnd des lebens sat / Vnd seine söne Esau vnd Jacob begruben jn . DJS ist das Geschlecht Esau / der da heisst Edom . Esau nam Weiber von den töchtern Canaan / Ada die tochter Elon des Hethiters / vnd Ahalibama die tochter des Ana / die neffe Zibeons des Heuiters / Vnd Basmath Jsmaels tochter / Nebaioths schwester . Vnd Ada gebar dem Esau / Eliphas / Aber Basmath gebar Reguel . Ahalibama gebar Jehus / Jaelam vnd Korah / Das sind Esau kinder / die jm geboren sind im lande Canaan . VND Esau nam seine Weiber / Söne vnd Töchter / vnd alle Seelen seines hauses / seine Habe vnd alles vieh mit allen gütern / so er im lande Canaan erworben hatte / vnd zoch in ein Land von seinem bruder Jacob / Denn jre Habe war zu gros / das sie nicht kundten bey einander wonen / vnd das Land / darin sie Frembdlinge waren / mocht sie nicht ertragen fur der menge jres Viehs . Also wonet Esau auff dem gebirge Seir / Vnd Esau ist der Edom . Gen . 13 . DJS ist das geschlechte Esau / von dem die Edomiter her komen auff dem gebirge Seir / vnd so heissen die kinder Esau . Eliphas der son Ada Esaus weib . Reguel der son Basmath Esaus weib . Eliphas söne aber waren diese / Theman / Omar / Zepho / Gaetham vnd Kenas . Vnd Thimna war ein kebsweib Eliphas Esaus son / die gebar jm Amalek . Das sind die kinder von Ada Esaus weib . Die kinder aber Reguel sind diese / Nahath / Serah / Samma / Misa . Das sind die kinder von Basmath Esaus weib . Die kinder aber von Ahalibama Esaus weib / der tochter des Ana der neffe Zibeons / sind diese / die sie dem Esau gebar / Jeus / Jaelam / vnd Korah . DAS sind die Fürsten vnter den kindern Esau / Die kinder Eliphas / des ersten sons Esau waren diese / der fürst Theman / der fürst Omar / der fürst Zepho / der fürst Kenas / der fürst Korah / der fürst Gaetham / der fürst Amalek . Das sind die Fürsten von Eliphas im lande Edom / vnd sind kinder von der Ada . Vnd das sind die kinder Reguel Esaus son / Der fürst Nahath / der fürst Serah / der fürst Samma / der fürst Misa . Das sind die Fürsten von Reguel im lande der Edomiter / vnd sind kinder von der Basmath Esaus weib . Das sind die kinder Ahalibama Esaus weib / Der fürst Jeus / der fürst Jaelam / der fürst Korah . Das sind die Fürsten von Ahalibama der tochter des Ana Esaus weib . Das sind die kinder / vnd jre Fürsten / Er ist der Edom . DJE Kinder aber von Seir des Horiten / der im Lande wonete / sind diese / Lothan / Sobal / Zibeon / Ana / Dison / Ezer vnd Disan / Das sind die Fürsten der Horiten / kinder des Seir im lande Edom . Aber des Lothans kinder waren diese / Hori vnd Heman / Vnd Lothans schwester hies Thimna . Die kinder von Sobal waren diese / Alwan / Manahath / Ebal / Sepho vnd Onam . Die kinder von Zibeon waren / Aia / vnd Ana / Das ist der Ana / der in der wüsten Maulpferde erfand / da er seines vaters Zibeon esel hütet . Die kinder aber Ana waren / Dison vnd Ahalibama / das ist die tochter Ana . Die kinder Dison waren / Hemdan / Esban / Jethran / vnd Charan . Die kinder Ezer waren / Bilhan / Sawan / vnd Akan . Die kinder Disan waren / Vz vnd Aran . DJS sind die Fürsten der Horiten / Der fürst Lothan / der fürst Sobal / der fürst Zibeon / der fürst Ana / der fürst Dison / der fürst Ezer / der fürst Disan / Das sind die Fürsten der Horiten / die regiert haben im lande Seir . DJE Könige aber / die im lande Edom regiert haben / ehe denn die kinder Jsrael Könige hatten / sind diese . Bela war könig in Edom ein son Beor vnd seine Stad hies Dinhaba . Vnd da Bela starb / ward König an seine stat Jobab ein son Serah von Bazra . Da Jobab starb / ward an seine stat könig Husam / aus der Themaniter lande . Da Husam starb / ward König an seine stat Hadad / ein son Bedad / der die Midianiter schlug auff der Moabiter felde / vnd seine Stad hies Awith . Da Hadad starb / regiert Samla von Masrek . Da Samla starb / ward Saul könig von Rehoboth am wasser . Da Saul starb / ward an seine stat könig Baal Hanan / der son Achbor . Da Baal Hanan Achbors son starb / ward an seine stat könig Hadar / vnd seine Stad hies Pagu / vnd sein Weib hies Mehetabeel eine tochter Matred die Mesahab tochter war . Also heissen die Fürsten von Esau / in jren Geschlechten / Ortern vnd Namen / Der fürst Thimna / der fürst Alwa / der fürst Jetheth / der fürst Ahalibama / der fürst Ela / der fürst Pinon / der fürst Kenas / der fürst Theman / der fürst Mibzar / der fürst Magdiel / der fürst Jram / Das sind die Fürsten in Edom / wie sie gewonet haben in jrem Erblande / Vnd Esau ist der Vater der Edomiter . Jacob aber wonet im Lande / da sein Vater ein Frembdling innen gewest war / nemlich / im lande Canaan . Vnd das sind die Geschlechte Jacob . Joseph war siebenzehen jar alt / da er ein Hirte des viehs ward mit seinen Brüdern / Vnd dei Knabe war bey den kindern Bilha vnd Silpa seines Vaters weibern / vnd bracht fur jren Vater / wo ein böse Geschrey wider sie war . Jsrael aber hatte Joseph lieber denn alle seine Kinder / darumb das er jn im Alter gezeuget hatte / Vnd machet jm einen bundten Rock . Da nu seine Brüder sahen / das jn jr Vater lieber hatte denn alle seine Brüder / waren sie jm feind / vnd kundten jm kein freundlich wort zusprechen . Act . 7 . DA zu hatte Joseph ein mal einen Traum / vnd saget seinen Brüdern dauon / Da wurden sie jm noch feinder . Denn er sprach zu jnen / Höret / lieber / was mir doch getreumet hat / Mich dauchte / wir bunden Garben auff dem Felde / vnd meine Garbe richtet sich auff vnd stund / vnd ewre Garben vmbher neigeten sich gegen meiner Garben . Da sprachen seine Brüder zu jm / Soltestu vnser König werden / vnd vber vns herrschen ? Vnd wurden jm noch feinder vmb seines Traums vnd seiner Rede willen . VND er hatte noch einen andern Traum / den erzelet er seinen Brüdern / vnd sprach / Sihe / Jch habe noch einen Traum gehabt / Mich dauchte / die Sonne vnd der Mond vnd eilff Sternen neigten sich fur mir . Vnd da das seinem Vater vnd seinen Brüdern gesagt ward / straffet jn sein Vater / vnd sprach zu jm / Was ist das fur ein Traum / der dir getreumet hat ? Sol ich vnd deine Mutter vnd deine Brüder komen / vnd dich anbeten ? Vnd seine Brüder neideten jn / Aber sein Vater behielt diese wort . DA nu seine Brüder hin giengen zu weiden das vieh jres Vaters in Sichem / sprach Jsrael zu Joseph / Hüten nicht deine Brüder des viehs in Sichem ? Kom / ich wil dich zu jnen senden / Er aber sprach / Hie bin ich . Vnd er sprach / Gehe hin vnd sihe / obs wol stehe vmb deine Brüder / vnd vmb das vieh / vnd sage mir wider / wie sichs helt / Vnd er sandte jn aus dem tal Hebron / das er gen Sichem gienge . DA fand jn ein Man / das er jrre gieng auff dem Felde / der fraget jn / vnd sprach / Wen suchestu ? Er antwortet / Jch suche meine Brüder / Lieber sage mir an / wo sie hüten . Der Man sprach / Sie sind von dannen gezogen / Denn ich hörte / das sie sagten / Lasst vns gen Dothan gehen / Da folget Joseph seinen Brüdern nach / vnd fand sie zu Dothan . Als sie jn nu sahen von ferne / ehe denn er nahe bey sie kam / schlugen sie an / das sie jn tödten / vnd sprachen vnternander / Sehet / der Treumer kompt daher / So kompt nu / vnd lasset vns jn erwürgen / vnd in eine gruben werffen / Vnd sagen / Ein böses Thier habe jn gefressen / So wird man sehen / was seine Treume sind . DA das Ruben höret / wolt er jn aus jren henden erretten / vnd sprach / Lasset vns jn nicht tödten . Vnd weiter sprach Ruben zu jnen / Vergiesset nicht Blut / sondern werffet jn in die Gruben / die in der wüsten ist / vnd legt die hand nicht an jn / Er wolt jn aber aus jrer hand erretten / das er jn seinem Vater widerbrechte . Gen . 42 . Als nu Joseph zu seinen Brüdern kam / zogen sie jm seinen Rock mit dem Bundtenrock aus / den er an hatte / vnd namen jn / vnd worffen jn in eine Gruben / Aber die selbige grube war leer vnd kein wasser drinnen / Vnd satzten sich nider zu essen . Jn des huben sie jre augen auff / vnd sahen einen hauffen Jsmaeliter komen von Gilead / mit jren Kamelen / die trugen Würtz / Balsam / vnd Myrrhen / vnd zogen hin ab in Egypten . DA sprach Juda zu seinen Brüdern / Was hilffts vns / das wir vnsern Bruder erwürgen vnd sein Blut verbergen ? Kompt / lasset vns jn den Jsmaeliten verkeuffen / das sich vnser hende nicht an jm vergreiffen / denn er ist vnser Bruder / vnser fleisch vnd blut / Vnd sie gehorchten jm . Vnd da die Midianiter die Kauffleute fur vber reiseten / zogen sie jn heraus aus der Gruben / vnd verkaufften jn den Jsmaeliten vmb zwenzig Silberling / die brachten jn in Egypten . Act . 7 . ALS nu Ruben wider zur gruben kam / vnd fand Joseph nicht dar innen / zureis er sein Kleid / vnd kam wider zu seinen Brüdern / vnd sprach / Der Knabe ist nicht da / Wo sol ich hin ? Da namen sie Josephs rock / vnd schlachten ein Ziegenbock / vnd tunckten den Rock im blut / vnd schickten den Bundten rock hin / vnd liessen jn jrem Vater bringen / vnd sagen / Diesen haben wir funden / Sihe / Obs deines Sons rock sey oder nicht ? ER kennet jn aber / vnd sprach / Es ist meines Sons rock / Ein böses Thier hat jn gefressen / Ein reissend Thier hat Joseph zurissen . Vnd Jacob zureis seine Kleider / vnd leget einen Sack vmb seine Lenden / vnd trug leide vmb seinen Son lange zeit . Vnd alle seine Söne vnd Töchter traten auff / das sie jn trösten / Aber er wolt sich nicht trösten lassen / Vnd sprach / Jch werde mit leide hinunter faren in die gruben / zu meinem Son / Vnd sein Vater Das war Jsaac . beweinet jn . Aber die Midianiter verkaufften jn in Egypten dem Potiphar / des Pharao kemerer vnd hofemeister . Psal . 105 . ES begab sich vmb die selbige zeit / das Juda hinab zoch von seinen Brüdern / vnd thet sich zu einem Man / von Odollam / der hies Hira . Vnd Juda sahe daselbs eines Cananiters mans Tochter / der hies Suha / vnd nam sie . Vnd da er sie beschlieff / ward sie schwanger / vnd gebar einen Son den hies er Ger . Vnd sie ward aber schwanger vnd gebar einen Son / den hies sie Onan . Sie gebar abermal einen Son / den hies sie Sela / vnd sie war zu Chesib / da sie jn gebar . 1 . Par . 2 . VND Juda gab seinem ersten Son / Ger / ein weib / die hies Thamar . aber er war böse fur dem HERRN / darumb tödtet jn der HERR . Da sprach Juda zu Onan / Lege dich zu deines Bruders weib / vnd nim sie zur Ehe / das du deinem Bruder samen erweckest . Aber da Onan wuste / das der Same nicht sein eigen sein solt / wenn er sich zu seines Bruders weib leget / lies ers auff die erden fallen / vnd verderbts / auff das er seinem Bruder nicht samen gebe . Da gefiel dem HERRN vbel / das er thet / vnd tödtet jn auch . Num . 26 . ; Deu . 25 . ; Mat . 22 . DA sprach Juda zu seiner schnur Thamar / Bleibe eine Widwen in deines Vaters hause / bis mein son Sela gros wird / Denn er gedachte / Vieleicht möcht er auch sterben / wie seine Brüder / Also gieng Thamar hin / vnd bleib in jres Vaters hause . DA nu viel tage verlauffen waren / starb des Suha tochter Juda weib . Vnd nach dem Juda ausgetrauret hatte / gieng er hinauff seine schafe zu scheren gen Thimnath / mit seinem hirten Mag auch heissen ( Freund ) darnach die Puncta im Ebreischen sich setzen lassen / Denn Judas hat ja müssen weide haben / vielleicht auch eines Freundes nicht geraten mügen . Puncta künnen so wol feilen als treffen / vt Jesa . vij . et sepe alias etc . Hira von Odollam . Da ward der Thamar angesagt / Sihe / dein Schweher gehet hinauff gen Thimnath seine schafe zu scheren . Da leget sie die Widwenkleider von sich / die sie trug / decket sich mit einem Mantel vnd verhüllet sich / vnd satzte sich für die thür heraus an dem wege gen Thimnath / Denn sie sahe / das Sela war gros worden / vnd sie war jm nicht zum Weibe gegeben . DA sie nu Juda sahe / meinet er / es were eine Hure / Denn sie hatte jr angesicht verdecket / vnd macht sich zu jr am wege / vnd sprach / Lieber / las mich bey dir ligen / denn er wuste nicht / das seine Schnur were . Sie antwortet / Was wiltu mir geben / das du bey mir ligest ? Er sprach / Jch wil dir einen Ziegenbock von der herde senden . Sie antwortet / So gib mir ein Pfand / bis das du mirs sendest . Er sprach / Was wiltu fur ein Pfand / das ich dir gebe ? Sie antwortet / Deinen Ring / vnd deine Schnur / vnd deinen Stab / den du in den henden hast . Da gab ers jr / vnd lag bey jr / Vnd sie ward von jm schwanger . Vnd sie macht sich auff vnd gieng hin / vnd legt den Mantel ab / vnd zoch jre Widwenkleider wider an . Jvda aber sandte den Ziegenbock durch seinen Hirten Oder / Freunde welchs du wilt . von Odollam / das er das Pfand widerholet von dem Weibe / vnd er fand sie nicht . Da fraget er die Leute desselbigen orts / vnd sprach / Wo ist die Hure / die aussen am wege sas ? Sie antworten / Es ist keine Hure da gewesen . Vnd er kam wider zu Juda / vnd sprach / Jch habe sie nicht funden / Dazu sagen die Leute desselben orts / es sey keine Hure da gewesen . Juda sprach / Sie habs jr / Sie kan vns doch ja nicht schande nachsagen / Denn ich hab den Bock gesand / so hastu sie nicht funden . Vber drey monden ward Juda angesagt / Deine schnur Thamar hat gehuret / Dazu sihe / sie ist von Hurerey schwanger worden . Juda sprach / Bringet sie herfur / das sie verbrand werde . Vnd da man sie herfur bracht / schicket sie zu jrem Schweher / vnd sprach / Von dem Man bin ich schwanger / des dis ist . Vnd sprach / Kennestu auch / wes dieser Ring / vnd diese Schnur / vnd dieser Stab ist ? Juda erkands / vnd sprach / Sie ist gerechter denn ich / denn ich habe sie nicht gegeben meinem son Sela / Doch beschlieff er sie nicht mehr . VND da sie geberen solt / worden Zwilling in jrem Leibe erfunden . Vnd als sie jtzt gebar / that sich eine Hand heraus / Da nam die Wehmutter vnd band einen roten Faden darumb / vnd sprach / Der wird der erste heraus komen . Da aber der seine hand wider hinein zoch / kam sein Bruder heraus / Vnd sie sprach / Warumb hastu vmb deinen willen solchen Riss gerissen ? Vnd man hies jn Perez Perez ein Zureisser . . Darnach kam sein Bruder heraus / der den roten Faden vmb seine Hand hatte / Vnd man hies jn Serah Heisst Auffgang . . 1 . Par . 2 . ; Matt . 1 . Joseph ward hin ab in Egypten gefüret / vnd Potiphar ein Egyptischer man / des Pharao kamerer vnd hofemeister / kaufft jn von den Jsmaeliten / die jn hinab brachten . Vnd der HERR war mit Joseph / das er ein glückseliger Man ward / vnd war in seines Herrn des Egypters hause . Vnd sein Herr sahe / das der HERR mit jm war / denn alles was er thet / da gab der HERR glück zu durch jn . Also / das er gnade fand fur seinem Herrn / vnd sein Diener ward / der setzt jn vber sein Haus / vnd alles was er hatte / thet er vnter seine hende . Vnd von der zeit an / da er jn vber sein Haus vnd alle seine Güter gesetzt hatte / segenete der HERR des Egypters haus / vmb Josephs willen / vnd war eitel Segen des HERRN in allem / was er hatte zu Hause vnd zu Felde . Darumb lies ers alles vnter Josephs henden / was er hatte / Vnd er nam sich keins dings an / weil er jn hatte / denn das er ass vnd tranck . Vnd Joseph war schön vnd hübsch von angesicht . Psal . 105 . VND es begab sich nach diesem geschicht / das seines Herrn weib jre augen auff Joseph warff / vnd sprach / Schlaffe bey mir . Er wegert sichs aber / vnd sprach zu jr / Sihe / Mein Herr nimpt sich nichts an fur mir / was im Hause ist / vnd alles was er hat / das hat er vnter meine hende gethan / Vnd hat nichts so gros in dem Hause / das er fur mir verholen habe / On dich / in dem du sein Weib bist Sonst must er auch die Frawen versorgen / eben so wol als das gantze Hause / On das er nicht bey jr schlaffen solt . Wie solt ich denn nu ein solch gros vbel thun / vnd wider Gott sündigen ? Vnd sie treibe solche wort gegen Joseph teglich / Aber er gehorcht jr nicht / das er nahe bey jr schlieff / noch vmb sie were . ES begab sich der tage einen / das Joseph in das Haus gieng / sein Geschefft zu thun / vnd war kein Mensch vom gesinde des hauses dabey / Vnd sie erwischt jn bey seinem Kleid / vnd sprach / Schlaffe bey mir . Aber er lies das Kleid in jrer Hand / vnd flohe / vnd lieff zum hause heraus . Da sie nu sahe / das er sein Kleid in jrer hand lies / vnd hin aus entflohe / rieff sie dem Gesinde im hause / vnd sprach zu jnen / Sehet / Er hat vns den ebreischen Man herein gebracht / das er vns zuschanden mache . Er kam zu mir herein / vnd wolt bey mir schlaffen . Jch rieff aber mit lauter stim / Vnd da er höret / das ich ein geschrey machte vnd rieff / da lies er sein Kleid bey mir / vnd flohe / vnd lieff hinaus . VND sie leget sein Kleid neben sich / bis sein Herr heim kam / vnd saget zu jm eben die selben wort / vnd sprach / Der Ebreische knecht / den du vns herein gebracht hast / kam zu mir herein / vnd wolt mich zuschanden machen . Da ich aber ein geschrey machte / vnd rieff / da lies er sein Kleid bey mir / vnd flohe hin aus . Als sein Herr höret die rede seines Weibes / die sie jm saget / vnd sprach / Also hat mir dein Knecht gethan / ward er seer zornig . DA nam jn sein Herr / vnd legt jn ins Gefengnis / da des Königs gefangene inne lagen / Vnd er lag alda im gefengnis . Aber der HERR war mit jm vnd neiget sein Hulde zu jm / vnd lies jn gnade finden fur dem Amptman vber das Gefengnis / Das er jm vnter seine hand befalh alle Gefangenen im gefengnis / auff das alles was da geschach / durch jn geschehen muste . Denn der Amptman vber das Gefengnis / nam sich keines dings an / denn der HERR war mit Joseph / Vnd was er thet / da gab der HERR glück zu . Psal . 105 . ; Sap . 10 . VND es begab sich darnach / das sich der Schenck des Königes in Egypten vnd der Becker versündigten an jrem Herrn / dem könige in Egypten . Vnd Pharao ward zornig vber seine beide Kemerer / vber den Amptman vber die Schencken / vnd vber den Amptman vber die Becker / vnd lies sie setzen in des Hofemeisters haus ins Gefengnis / da Joseph gefangen lag . Vnd der Hofemeister setzet Joseph vber sie / das er jnen dienete / Vnd sassen etliche tage im Gefengnis . VND es treumet jnen beiden / dem Schencken vnd Becker des königs zu Egypten / in einer nacht / einem jglichen ein eigen Traum / vnd eines jglichen Traum hatte seine bedeutung . Da nu des morgens Joseph zu jnen hinein kam / vnd sahe / das sie traurig waren / Fraget er sie / vnd sprach / Warumb seid jr heute so traurig ? Sie antworten / Es hat vns getreumet / vnd haben niemand / der es vns auslege . Joseph sprach / Auslegen gehöret Gott zu / doch erzelet mirs . DA erzelet der öberst Schenck seinen traum Joseph / vnd sprach zu jm / Mir hat getreumet / Das ein Weinstock fur mir were / der hatte drey Reben / vnd er grünete / wuchs vnd blüete / vnd seine Drauben worden reiff / Vnd ich hatte den becher Pharao in meiner hand / vnd nam die Beer vnd zudruckt sie in den Becher / vnd gab den becher Pharao in die hand . Joseph sprach zu jm / Das ist seine deutung . Drey Reben / sind drey tage / Vber drey tage wird Pharao dein Heubt erheben / vnd dich wider an dein Ampt stellen / das du jm den Becher in die hand gebest / nach der vorigen weise / da du sein Schenck warest . Aber gedenck meiner / wenn dirs wol gehet / vnd thu Barmhertzigkeit an mir / das du Pharao erinnerst / das er mich aus diesem hause füre / Denn ich bin aus dem Lande der Ebreer heimlich gestolen / Dazu hab ich auch allhie nichts gethan / das sie mich eingesetzt haben . DA der öberst Becker sahe / das die deutung gut war / sprach er zu Joseph / Mir hat auch getreumet / Jch trüge drey weisse Körbe auff meinem Heubt / vnd im öbersten korbe allerley gebacken Speise dem Pharao / Vnd die Vogel assen aus dem korbe auff meinem Heubt . Joseph antwortet / vnd sprach / Das ist seine deutung . Drey Körbe / sind drey tage / Vnd nach dreien tagen wird dir Pharao dein Heubt erheben / vnd dich an Galgen hengen / vnd die Vogel werden dein Fleisch von dir essen . VND es geschach des dritten tages / da begieng Pharao seinen Jartag / vnd er macht eine Malzeit allen seinen Knechten . Vnd erhub das Heubt des öbersten Schencken / vnd das Heubt des öbersten Beckers vnter seinen Knechten / Vnd setzet den öbersten Schencken wider zu seinem Schenckampt / das er den Becher reichet in Pharao hand / Aber den öbersten Becker lies er hencken / wie jnen Joseph gedeutet hatte . Aber der öberste Schenck gedacht nicht an Joseph / sondern vergas sein . VND nach zweien jaren hatte Pharao einen Trawm / Wie er stünde am wasser / vnd sehe aus dem wasser steigen sieben schöne fette Küe / vnd giengen an der weide im grase . Nach diesen / sahe er ander sieben küe aus dem wasser auffsteigen / die waren heslich vnd mager / vnd traten neben die Küe an das vfer am wasser / Vnd die heslichen vnd magere frassen die sieben schönen fette Küe / Da erwacht Pharao . VND er schlieff wider ein / vnd jm treumet abermal / vnd sahe / Das sieben Ehern wuchsen aus einem Halm vol vnd dicke . Darnach sahe er sieben dünne vnd versengete Ehern auffgehen / Vnd die sieben mager Ehern verschlungen die sieben dicke vnd volle Ehern . Da erwachet Pharao / vnd merckt / das ein Traum war . Vnd da es morgen ward / war sein Geist bekümmert / vnd schicket aus / vnd lies ruffen alle Warsager in Egypten vnd alle Weisen / vnd erzelet jnen seine Treume / Aber da war keiner / der sie dem Pharao deuten kundte . DA redet der öberste Schencke zu Pharao / vnd sprach / Jch gedencke heute an meine sünde / Da Pharao zornig ward vber seine Knechte / vnd mich mit dem öbersten Becker ins Gefengnis legt / ins Hofemeisters hause / Da treumet vns beiden in einer nacht einem jglichen sein Traum / des deutung jn betraff . Da war bey vns ein ebreischer Jüngling / des Hofemeisters knecht / dem erzeleten wirs / Vnd er deutet vns vnsere Treume / einem jglichen nach seinem Traum . Vnd wie er vns deutet / so ists ergangen / Denn ich bin wider an mein Ampt gesetzt / vnd jener ist gehenckt . DA sandte Pharao hin / vnd lies Joseph ruffen / Vnd liessen jn eilend aus dem Loch / Vnd er lies sich bescheren / vnd zoch andere Kleider an / vnd kam hin ein zu Pharao . Da sprach Pharao zu jm / Mir hat ein Traum getreumet / vnd ist niemand / der jn deuten kan / Jch hab aber gehöret von dir sagen / wenn du einen Traum hörest / so kanstu jn deuten . Joseph antwortet Pharao / vnd sprach / Das stehet bey mir nicht Wil sagen / Jch bins nicht / der die Treume gedeutet hat / oder könne / Gott ists / der es durch mich gethan hat / kan dirs auch thun . Dat gloriam Deo / nec tamen negat ministerium suum . / Gott wird doch Pharao gutes weissagen . Psal . 105 . PHarao saget an zu Joseph / Mir treumete / Jch stunde am vfer bey dem Wasser / vnd sahe aus dem wasser steigen sieben schöne fette Küe / vnd giengen an der weide im grase . Vnd nach jnen / sahe ich andere sieben dürre / seer hesliche vnd magere Kühe her aus steigen / Jch hab in gantz Egyptenland nicht so hesliche gesehen . Vnd die sieben magere vnd hesliche Küe / frassen auff die sieben ersten fette Küe . Vnd da sie die hinein gefressen hatten / mercket mans nicht an jnen / das sie die gefressen hatten / vnd waren heslich gleich wie vorhin / Da wachet ich auff . VND sahe aber mal in meinem Traum / sieben Ehern auff einem Halm wachsen / vol vnd dicke . Darnach giengen auff sieben dürre Ehern / dünne vnd versenget / Vnd die sieben dünne Ehern verschlungen die sieben dicke Ehren / Vnd ich habs den Warsagern gesagt / Aber die könnens mir nicht deuten . Joseph antwortet Pharao / Beide treume Pharao sind einerley / Denn Gott verkündiget Pharao / was er fur hat . Die sieben schöne Küe / sind sieben jar / Vnd die sieben gute Ehern / sind auch die sieben jar / Es ist einerley Traum . Die sieben magere vnd hesliche Küe / die nach jenen auffgestigen sind / das sind sieben jar / Vnd die sieben magere vnd versengete Ehren / sind sieben jar Thewre zeit . Das ist nu / das ich gesagt habe zu Pharao / Das Gott Pharao zeiget / was er fur hat . Sjhe / sieben reiche jar werden komen in gantz Egyptenlande . Vnd nach den selben werden sieben jar Thewrezeit komen / das man vergessen wird aller solcher fülle in Egyptenlande / Vnd die Thewrezeit wird das Land verzehren / das man nichts wissen wird von der fülle im Lande / fur der Thewrenzeit / die her nach kompt / denn sie wird fast schweer sein . Das aber dem Pharao zum andern mal getreumet hat / bedeut / Das solchs Gott gewislich vnd eilend thun wird . NV sehe Pharao nach einem verstendigen vnd weisen Man / den er vber Egyptenland setze / vnd schaffe / das er Amptleute verordne im Lande / vnd neme den Fünfften in Egyptenlande / in den sieben reichen jaren / vnd samle alle Speise der guten Jare / die komen werden / Das sie Getreide auffschütten in Pharao kornheuser zum Vorrat in den Stedten / vnd verwarens / Auff das man Speise verordnet finde dem Lande in den sieben thewren Jaren / die vber Egyptenland komen werden / das nicht das Land fur Hunger verderbe . DJE rede gefiel pharao vnd allen seinen Knechten wol . Vnd Pharao sprach zu seinen knechten / Wie kündten wir einen solchen Man finden / in dem der geist Gottes sey ? Vnd sprach zu Joseph / Weil dir Gott solches alles hat kund gethan / ist keiner so verstendig vnd weise als du . Du solt vber mein Haus sein / vnd deinem wort sol alle mein Volck gehorsam sein / Alleine des königlichen Stuels wil ich höher sein denn du . VND weiter sprach Pharao zu Joseph / Sihe / Jch habe dich vber gantz Egyptenland gesetzt . Vnd that seinen Ring von seiner Hand / vnd gab jn Joseph an seine Hand / vnd kleidet jn mit weisser Seiden / vnd hieng jm ein gülden Keten an seinen Hals . Vnd lies jn auff seinem andern Wagen fahren / vnd lies vor jm her ausruffen / Der ist des Landesuater Was Abrech heisse / lassen wir die Zencker suchen bis an den Jüngstentage / wollens die weil verstehen / wie es gedeudscht ist . . Vnd setzt jn vber gantz Egyptenland . Vnd Pharao sprach zu Joseph / Jch bin Pharao / on dein willen sol niemand seine Hand oder seinen Fus regen in gantz Egyptenland . Vnd nennet jn / den heimlichen Rat / Vnd gab jm ein weib Asnath die tochter Potiphera des Priesters zu On . Also zog Joseph aus / das land Egypten zu besehen / Vnd er war dreissig jar alt / da er fur Pharao stund / dem könige in Egypten / Vnd fuhr aus von Pharao / vnd zoch durch gantz Egyptenland . Vnd das Land thet also die sieben reichen Jar / vnd samleten alle Speise der sieben jar / so im lande Egypten waren / vnd theten sie in die Stedte . Was fur Speise auff dem felde einer jglichen Stad vmbher wuchs / das theten sie hinein / Also schüttet Joseph das Getreide auff / vber die mas viel / wie sand am meer / also / das er auffhöret zu zelen / denn man kunds nicht zelen . VND Joseph wurden zween Söne geboren / ehe denn die Thewrezeit kam / welche gebar jm Asnath / Potiphera des Priesters zu On tochter . Vnd hies den ersten Manasse Heisst vergessen . / Denn Gott ( sprach er ) hat mich lassen vergessen alles meines vnglücks / vnd alle meines Vaters hauses . Den andern hies er / Ephraim Heisst gewachsen . / Denn Gott ( sprach er ) hat mich lassen wachsen in dem lande meines elends . DA nu die sieben reiche Jar vmb waren im lande Egypten / Da fiengen an die sieben thewre Jar zu komen / da Joseph von gesagt hatte . Vnd es ward eine Thewrung in allen Landen / Aber in gantz Egyptenland war Brot . Da nu das gantze Egyptenland auch hunger leid / schrey das volck zu Pharao vmb brot . Aber Pharao sprach zu allen Egyptern / Gehet hin zu Joseph / Was euch der saget / das thut . Als nu im gantzen lande Thewrung war / thet Joseph allenthalben Kornheuser auff / vnd verkauffte den Egyptern / Denn die Thewrung ward je lenger je grösser im Lande . Vnd alle Land kamen in Egypten zu keuffen bey Joseph / Denn die Thewrung war gros in allen Landen . DA aber Jacob sahe / das Getreide in Egypten veil war / sprach er zu seinen Sönen / Was sehet jr euch lang vmb ? Sihe / Jch höre / es sey in Egypten getreide veil / Zihet hinab / vnd keufft vns getreid / das wir leben vnd nicht sterben . Also zogen hinab zehen Brüder Joseph / das sie in Egypten getreide keufften . Aber BenJamin Josephs bruder lies Jacob nicht mit seinen Brüdern ziehen / Denn er sprach / Es möchte jm ein vnfal begegnen . Also kamen die kinder Jsrael getreide zu keuffen / sampt andern / die mit jnen zogen / Denn es war im lande Canaan auch thewr . Aber joseph war der regent im lande / vnd verkeufft getreide allem Volck im Lande . Da nu seine Brüder zu jm kamen / fielen sie fur jm nider zur Erden auff jr andlitz . Vnd er sahe sie an / vnd kandte sie / vnd stellet sich frembd gegen sie / vnd redet hart mit jnen / vnd sprach zu jnen / Woher kompt jr ? Sie sprachen / Aus dem lande Canaan / speise zu keuffen . Aber wiewol er sie kennet / kandten sie jn doch nicht . VND Joseph gedacht an die Treume / die jm von jnen getreumet hatten / vnd sprach zu jnen / Jr seid Kundschaffer / vnd seid komen zu sehen / wo das Land offen ist . Sie antworten jm / Nein / mein Herr / Deine knechte sind komen Speise zu keuffen . Wir sind alle eins Mans söne / wir sind redlich / vnd deine knechte sind nie Kundschaffer gewesen . Er sprach zu jnen / Nein / Sondern jr seid komen zu besehen / wo das Land offen ist . Sie antworten jm / Wir deine knechte sind zwelff Brüder eins mans Söne im lande Canaan / vnd der Jüngste ist noch bey vnserm Vater / Aber der eine ist nicht mehr furhanden . Gen . 37 . Joseph sprach zu jnen / Das ists / das ich euch gesagt habe / Kundschaffer seid jr . Daran wil ich euch prüfen / bey dem leben Pharaonis / Jr solt nicht von dannen komen / es kome denn her ewer jüngster Bruder . Sendet einen vnter euch hin / der ewrn Bruder hole / Jr aber solt gefangen sein . Also wil ich prüfen ewer rede / ob jr mit warheit vmbgehet oder nicht / Denn wo nicht / so seid jr / bey dem leben Pharaonis / Kundschaffer . Vnd lies sie bey samen verwaren drey tage lang . AM dritten tage aber sprach er zu jnen / Wolt jr leben / so thut also / denn ich fürchte Gott . Seid jr redlich / so lasst ewer Brüder einen gebunden liegen in ewrem Gefengnis / Jr aber ziehet hin / vnd bringet heim was jr gekaufft habt fur den Hunger / Vnd bringet ewren jüngsten Bruder zu mir / So wil ich ewren worten gleuben / das jr nicht sterben müsset / Vnd sie theten also . SJE aber sprachen vnternander / Das haben wir an vnserm Bruder verschuldet / das wir sahen die angst seiner Seelen / da er vns flehet / vnd wir wolten jn nicht erhören / Darumb kompt nu diese trübsal vber vns . Ruben antwortet jnen / vnd sprach / Sagt ich euchs nicht / da ich sprach / Versündiget euch nicht an dem Knaben / vnd jr woltet nicht hören ? Nu wird sein Blut gefoddert . Sie wusten aber nicht das Joseph verstund / Denn er redet mit jnen durch einen Dolmetscher / Vnd er wand sich von jnen / vnd weinet . Da er nu sich wider zu jnen wand / vnd mit jnen redet / Nam er aus jnen Simeon / vnd band jn fur jren augen . VND Joseph thet befelh / das man jre Secke mit getreide füllet / vnd jr Geld widergebe / einem jglichen in seinen sack / Dazu auch Zerung auff den weg / Vnd man thet jnen also . Vnd sie luden jre Wahr auff jre Esel / vnd zogen von dannen . Da aber einer seinen Sack auffthet / das er seinem Esel futter gebe in der Herberge / ward er gewar seines Gelds / das oben im sack lag / vnd sprach zu seinen Brüdern / Mein geld ist mir wider worden / sihe / in meinem sack ist es . Da entfiel jnen jr hertz / vnd erschrocken vnternander / vnd sprachen / Warumb hat vns Gott das gethan ? Gen . 37 . DA sie nu heim kamen zu jrem vater jacob ins land Canaan / sagten sie jm alles / was jnen begegnet war / vnd sprachen / Der Man / der im lande Herr ist / redet hart mit vns / vnd hielt vns fur Kundschaffer des Lands . Vnd da wir jm antworten / Wir sind redlich / vnd nie Kundschaffer gewesen / sondern zwelff Brüder vnsers Vaters söne / Einer ist nicht mehr fur handen / vnd der Jüngst ist noch bey vnserm Vater im lande Canaan / Sprach der Herr im Lande zu vns / Daran wil ich mercken ob jr redlich seid / Einen ewer Brüder lasset bey mir / vnd nemet die Notdurfft fur ewer Haus / vnd ziehet hin / vnd bringet ewern jüngsten Bruder zu mir / So mercke ich / das jr nicht Kundschaffer / sondern redlich seid / So wil ich euch auch ewren Bruder geben / vnd mügt im Lande werben . VND da sie die Secke ausschutten / fand ein jglicher sein Bündlin gelds in seinem sack . Vnd da sie sahen / das es Bündlin jres gelds waren / sampt jrem Vater erschracken sie . DA sprach Jacob jr Vater zu jnen / Jr beraubt mich meiner Kinder . Joseph ist nicht mehr fur handen / Simeon ist nicht mehr fur handen / BenJamin wolt jr hin nemen / Es gehet alles vber mich . Ruben antwortet seinem Vater / vnd sprach / Wenn ich dir jn nicht wider bringe / so erwürge meine zween Söne / Gib jn nur in meine Hand / ich wil jn dir wider bringen . Er sprach / Mein Son sol nicht mit euch hinabziehen / denn sein Bruder ist tod / vnd er ist allein vberblieben / Wenn jm ein vnfal auff dem wege begegnete / da jr auff reiset / würdet jr meine grawe Har mit hertzeleide in die Gruben bringen . DJE Thewrung aber drückte das Land . Vnd da es verzeret war / was sie fur Getreide aus Egypten gebracht hatten / sprach jr Vater zu jnen / Ziehet wider hin / vnd keufft vns ein wenig speise . Da antwortet jm Juda / vnd sprach / Der Man band vns das hart ein / vnd sprach / Jr solt mein angesicht nicht sehen / es sey denn ewr Bruder mit euch . Jsts nu / das du vnsern Bruder mit vns sendest / So wöllen wir hinab ziehen / vnd dir zu essen keuffen . Jsts aber / das du jn nicht sendest / So ziehen wir nicht hinab / Denn der Man hat gesagt zu vns / Jr solt mein angesicht nicht sehen / ewer Bruder sey denn mit euch . Jsrael sprach / Warumb habt jr so vbel an mir gethan / das jr dem Man ansaget / wie jr noch einen Bruder habt ? Sie antworten / Der Man forschet so genaw nach vns vnd vnser Freundschafft / vnd sprach / Lebt ewr Vater noch ? Habt jr auch noch einen Bruder ? Da sagten wir jm / wie er vns fraget . Wie kundten wir so eben wissen / das er sagen würde / Bringet ewren Bruder mit hernider ? DA sprach Juda zu Jsrael seinem Vater / Las den Knaben mit mir ziehen / das wir vns auffmachen vnd reisen / vnd leben / vnd nicht sterben / beide wir vnd du vnd vnser Kindlin / Jch wil Bürge für jn sein / von meinen henden soltu jn foddern . Wenn ich dir jn nicht wider bringe vnd fur deine augen stelle / So wil ich mein leben lang die schuld tragen / Denn wo wir nicht hetten verzogen / weren wir schon wol zwey mal wider komen . DA sprach Jsrael jr Vater zu jnen / Mus es denn ja also sein / so thuts . Vnd nemet von des Landes besten Früchten in ewer secke / vnd bringet dem Manne geschencke hinab / ein wenig Balsam / vnd Honig / vnd Würtz / vnd Myrrhen / vnd Datteln / vnd Mandeln Diese namen der Früchte sind noch bis her vngewis / auch bey den Jüden selbs . . Nemet auch andere Geld mit euch / Vnd das geld / das euch oben in ewern secken wider worden ist / bringet auch wider mit euch / Vieleicht ist ein jrthum da geschehen . Da zu nemet ewren Bruder / macht euch auff / vnd komet wider zu dem Manne . Aber der allmechtige Gott / gebe euch barmhertzigkeit fur dem Manne / das er euch lasse ewern andern Bruder vnd BenJamin / Jch aber mus sein / wie einer / der seiner Kinder gar beraubt ist . DA namen sie diese geschenke / vnd das geld zwifeltig mit sich / vnd BenJamin / machten sich auff / zogen in Egypten / vnd traten fur Joseph . Da sahe sie Joseph mit BenJamin / vnd sprach zu seinem Haushalter / Füre diese Menner zu hause / vnd schlachte vnd richte zu / Denn sie sollen zu mittag mit mir essen . Vnd der Man thet / wie jm Joseph gesaget hatte / Vnd füret die Menner in Josephs haus . Sje furchten sich aber / das sie in Josephs haus gefurt wurden / vnd sprachen / Wir sind her ein gefurt vmb des Gelds willen / das wir in vnsern secken vor hin wider funden haben / das ers auff vns bringe / vnd felle ein Vrteil vber vns / da mit er vns neme zu eigen Knechten / sampt vnsern eseln . Darumb tratten sie zu Josephs haushalter / vnd redten mit jm fur der Hausthür / vnd sprachen / Mein Herr / Wir sind vorhin herab gezogen speise zukeuffen / Vnd da wir in die Herberge kamen / vnd vnsere Secke aufftheten / sihe / da war eines jglichen Geld oben in seinem sack mit volligem gewicht / Darumb haben wirs wider mit vns bracht . Haben auch ander Geld mir vns herab bracht / speise zu keuffen / Wir wissen aber nicht , wer vns vnser Geld in vnser secke gesteckt hat . Gen . 42 . ER aber sprach / Gehabt euch wol / fürcht euch nicht / ewer Gott vnd ewers vaters Gott hat euch einen Schatz gegeben in ewer secke / Ewer geld ist mir worden . Vnd er füret Simeon zu jnen heraus / vnd füret sie in Josephs haus / gab jnen wasser / das sie jre Füsse wusschen / vnd gab jren eseln futter . Sie aber bereiten das Geschencke zu / bis das Joseph kam auff den mittag / Denn sie hatten gehöret / das sie daselbs das Brot essen solten . DA nu Joseph zum Hause eingieng / brachten sie jm zu hause das Geschencke in jren henden / vnd fielen fur jm nider zur Erden . Er aber grüsset sie freundlich / vnd sprach / Gehet es ewrem Vater dem alten wol / von dem jr mir sagetet ? Lebet er noch ? Sie antworten / Es gehet deinem Knechte vnserm Vater wol / vnd lebet noch / vnd neigeten sich / vnd fielen fur jm nider . VND er hub seine augen auff / vnd sahe seinen bruder BenJamin seiner mutter Son / vnd sprach / Jst das ewer jüngster Bruder / da jr mir von sagetet ? Vnd sprach weiter / Gott sey dir gnedig mein Son . Vnd Joseph eilete / denn sein hertz entbrand jm gegen seinem Bruder / vnd sucht / wo er weinete / vnd gieng in seine Kammer / vnd weinete daselbs . Vnd da er sein angesicht gewasschen hatte / gieng er heraus / vnd hielt sich fest / vnd sprach / Legt brot auff . VND man trug jm besonders auff / vnd jenen auch besonders / vnd den Egyptern die mit jm assen / auch besonders / Denn die Egypter thüren nicht brot essen mit den Ebreern / Denn es ist ein grewel fur jnen . Vnd man satzt sie gegen jm / den Erstgebornen nach seiner Erstengeburt / vnd den Jüngsten nach seiner jugent / Des verwunderten sie sich vnternander . Vnd man trug jnen essen fur / von seinem tisch / Aber dem BenJamin ward fünff mal mehr denn den andern / Vnd sie truncken / vnd wurden truncken mit jm . VND Joseph befalh seinem Haushalter / vnd sprach / Fülle den Mennern jre secke mit speise / so viel sie füren mügen / vnd lege jglichem sein Geld oben in seinen sack . Vnd meinen silbern Becher lege oben in des Jüngsten sack / mit dem gelde fur das getreide / Der thet / wie jm Joseph hatte gesagt . DES morgens / da es liecht ward / liessen sie die Menner ziehen mit jren eseln . Da sie aber zur Stad hin aus waren / vnd nicht ferne komen / sprach Joseph zu seinem Haushalter / Auff / vnd jage den Mennern nach / Vnd wenn du sie ergreiffest / so sprich zu jnen / Warumb habt jr gutes mit bösem vergolten ? Jsts nicht das / da mein Herr aus trincket / vnd da mit er weissaget ? Jr habt vbel gethan . Vnd als er sie ergreiff / redet er mit jnen solche wort . SJE antworten jm / Warumb redet mein Herr solche wort ? Es sey ferne von deinen Knechten ein solchs zu thun . Sihe / Das geld / das wir funden oben in vnsern secken / haben wir widerbracht zu dir aus dem lande Canaan / Vnd wie solten wir denn aus deines Herrn hause gestolen haben silber oder gold ? Bey welchem er funden wird vnter deinen Knechten / der sey des tods / Dazu wöllen auch wir meines Herrn Knechte sein . Er sprach / Ja / es sey / wie jr geredt habt / Bey welchem er funden wird / der sey mein Knecht / Jr aber solt ledig sein . VND sie eileten / vnd legt ein jglicher seinen Sack abe / auff die erden / vnd ein jglicher thet seinen sack auff . Vnd er suchte / vnd hub am Grössesten an bis auff den Jüngsten / da fand sich der Becher in BenJamins sack . Da zu rissen sie jre Kleider / vnd lud ein jglicher auff seinen Esel / vnd zogen wider in die Stad . VND Juda gieng mit seinen Brüdern in Josephs haus / denn er war noch daselbs / Vnd sie fielen fur jm nider auff die erden . Joseph aber sprach zu jnen / Wie habt jr das thun dürffen ? Wisset jr nicht das ein solcher Man / wie ich bin / erraten künde ? Juda sprach / Was sollen wir sagen meinem Herrn / oder wie sollen wir reden ? Vnd was können wir vns rechtfertigen ? Gott hat die missethat deiner Knechte funden . Sihe da / Wir vnd der / bey dem der Becher funden ist / sind meines Herrn knechte . Er aber sprach / Das sey ferne von mir solchs zu thun / Der Man bey dem der Becher funden ist / sol mein Knecht sein / Jr aber ziehet hinauff mit frieden zu ewrem Vater . DA trat Juda zu jm / vnd sprach / Mein Herr / las deinen Knecht ein wort reden fur deinen ohren / mein Herr / vnd dein zorn ergrimme nicht vber deinen knecht / denn du bist wie Pharao . Mein Herr fraget seine Knechte / vnd sprach / Habt jr auch einen Vater oder Bruder ? Da antworten wir / Wir haben einen Vater der ist alt / vnd einen jungen Knaben in seinem alter geborn / vnd sein Bruder ist tod / vnd er ist allein vberblieben von seiner Mutter / vnd sein Vater hat jn lieb . Da sprachstu zu deinen Knechten / Bringet jn herab zu mir / ich wil jm gnade erzeigen . Wir aber antworten meinem Herrn / Der Knab kan nicht von seinem Vater komen / Wo er von jm keme / würde er sterben . Da sprachstu zu deinen Knechten / Wo ewr jüngster Bruder nicht mit euchher kompt / solt jr mein angesicht nicht mehr sehen . Da zogen wir hinauff zu deinem Knecht / meinem Vater / vnd sagten jm an meins Herrn rede . Da sprach vnser Vater / Ziehet wider hin / vnd keufft vns ein wenig speise . Wir aber sprachen / Wir können nicht hinab ziehen / Es sey denn vnser jüngster Bruder mit vns / so wöllen wir hinab ziehen / Denn wir können des Mans angesicht nicht sehen / wo vnser jüngster Bruder nicht mit vns ist . Da sprach dein Knecht / mein Vater / zu vns / Jr wisset / das mir mein Weib zween geboren hat / Einer gieng hin aus von mir / vnd man saget / Er ist zurissen / vnd hab jn nicht gesehen bis her . Werdet jr diesen auch von mir nemen / vnd jm ein Vnfal widerferet / So werdet jr meine grawe Har / mit jamer hinunter in die Gruben bringen . Gen . 37 . NV so ich heim keme zu deinem Knecht / meinem Vater / vnd der Knabe were nicht mit vns / weil seine Seele an dieses seele hanget / So wirds geschehen / wenn er sihet / das er Knabe nicht da ist / das er stirbt / So würden wir deine Knechte / die grawen har deines Knechts / vnsers Vaters / mit hertzenleide in die Gruben bringen . Denn ich / dein Knecht / bin Bürge worden fur den Knaben gegen meinem Vater / vnd sprach / Bringe ich jn dir nicht wider / So wil ich mein lebenlang die schuld tragen . Darumb las deinen Knecht hie bleiben / an des Knaben stat / zum Knecht meines Herrn / vnd den Knaben mit seinen Brüdern hin auff ziehen . Denn wie sol ich hin auff ziehen zu meinem Vater / wenn der Knabe nicht mit mir ist ? Jch würde den jamer sehen müssen / der meinem Vater begegnen würde . Gene . 43 . DA kund sich Joseph nicht lenger enthalten / fur allen die vmb jn her stunden / vnd er rieff / Lasst jederman von mir hin aus gehen / Vnd stund kein Mensch bey jm / da sich Joseph mit seinen Brüdern bekennete . Vnd er weinet laut / das es die Egypter vnd das gesinde Pharao höreten / Vnd sprach zu seinen Brüdern / Jch bin Joseph / Lebet mein Vater noch ? Vnd seine Brüder kundten jm nicht antworten / so erschracken sie fur seinem angesicht . Act . 7 . ER sprach aber zu seinen Brüdern / Trett doch her zu mir / Vnd sie traten erzu / vnd er sprach / Jch bin Joseph ewr Bruder / den jr in Egypten verkaufft habt . Vnd nu bekümmert euch nicht / vnd denckt nicht / das ich darümb zürne / das jr mich hie her verkaufft habt / Denn vmb ewrs Lebens willen / hat mich Gott für euch her gesand . Denn dis sind zwey jar / das thewr im Lande ist / vnd sind noch fünff jar / das kein pflügen noch kein Erndten sein wird . Aber Gott hat mich fur euch her gesand / das er euch vberig behalte auff Erden / vnd ewr Leben errette durch eine grosse Errettunge . Vnd nu / jr habt mich nicht her gesand / sondern Gott / der hat mich Pharao zum Vater gesetzt / vnd zum Herrn vber alle sein Haus / vnd einen Fürsten in gantz Egyptenland . Ejlet nu vnd ziehet hinauff zu meinem Vater / vnd sagt jm / Das lesst dir Joseph dein Son sagen / Gott hat mich zum Herrn in gantz Egypten gesetzt / Kom herab zu mir / seume dich nicht / Du solt im lande Gosen wonen / vnd nahe bey mir sein / du vnd deine Kinder / vnd deine Kindskinder / dein klein vnd gros Vieh / vnd alles was du hast / Jch wil dich daselbs versorgen . Denn es sind noch fünff jar der Thewrung / Auff das du nicht verderbest mit deinem Hause / vnd allem das du hast . Sihe / Ewer augen sehen / vnd die augen meines Bruders BenJamin / das ich mündlich mit euch rede . Verkündiget meinem Vater alle meine herrligkeit in Egypten / vnd alles was jr gesehen habt / Eilet vnd kompt hernider mit meinem Vater hie her . VND er fiel seinem bruder BenJamin vmb den Hals / vnd weinet / Vnd BenJamin weinet auch an seinem halse . Vnd küsset alle seine Brüder / vnd weinet vber sie . Darnach redten seine Brüder mit jm . VND da das geschrey kam in Pharao haus / das Josephs brüder komen weren / gefiel es Pharao wol / vnd allen seinen Knechten . Vnd Pharao sprach zu Joseph / Sage deinen brüdern / Thut jm also / beladet ewr thiere / ziehet hin Lasst euch ewren Hausrat nicht hindern / Was jr nicht verkeuffen künd / in solcher thewerzeit / das lasst hinder euch . / Vnd wenn jr komet ins land Canaan / so nemet ewrn Vater / vnd ewr Gesinde / vnd kompt zu mir / Jch wil euch Güter geben in Egyptenland / das jr essen solt das marck im Lande . Vndgebeut jnen / Thut jm also / Nemet zu euch aus Egyptenland / wagen zu ewrn Kindern vnd Weibern / vnd füret ewrn Vater / vnd kompt . Vnd sehet ewrn Hausrat nicht an / Denn die güter des gantzen landes Egypten sollen ewr sein . DJE kinder Jsrael theten also . Vnd Joseph gab jnen Wagen / nach dem befelh Pharao / vnd Zerung auff den weg / Vnd gab jnen allen / einem jglichen ein Feierkleid / Aber BenJamin gab er drey hundert Silberling vnd fünff Feierkleider . Vnd seinem Vater sandte er da bey zehen Esel mit Gut aus Egypten beladen / vnd zehen Eselin mit Getreide / vnd brot vnd speise seinem Vater auff den weg . Also lies er seine Brüder / vnd sie zogen hin / Vnd sprach zu jnen / Zancket nicht auff dem wege . Also zogen sie hin auff von egypten / vnd kamen ins Land Canaan zu jrem vater Jacob / vnd verkündigeten jm / vnd sprachen / Joseph lebet noch / vnd ist ein Herr im gantzen Egyptenlande . Aber sein hertz Heisst eigentlich / anders thun / anders werden / Threno . 2 . vnd 3 . Jch kan nicht anders / Fleio et non despugath tibi / neque quiescat pupilla oculi tui . Weine vnd las deine augen nichts anders thun . Lex Tapug / Haba . 1 . Es gehet anders denn recht / Recht gehet anders / gilt nichts . Sic Jacob longe aliud sentit / quam illi narrant . dacht gar viel anders / denn er gleubet jnen nicht . Da sagten sie jm alle wort Joseph / die er zu jnen gesagt hatte . Vnd da er sahe die Wagen / die jm Joseph gesand hatte jn zu füren / ward der geist Jacob jres Vaters lebendig . Vnd Jsrael sprach / Jch hab gnug das mein son Joseph noch lebet / Jch wil hin vnd jn sehen / ehe ich sterbe . Jsrael zoch hin mit allem das er hatte . Vnd da er gen BerSeba kam / opfferte er Opffer dem Gott seines vaters Jsaac . Vnd Gott sprach zu jm des nachts im gesicht / Jacob / Jacob . Er sprach / Hie bin ich . Vnd er sprach / Jch bin Gott / der Gott deines vaters / Fürcht dich nicht in Egypten hinab zu ziehen / Denn daselbs wil ich dich zum grossen Volck machen . Jch wil mit dir hinab in Egypten ziehen / vnd wil auch dich erauff füren / Vnd Joseph sol seine hende auff deine augen legen . DA macht sich Jacob auff von BerSaba / vnd die kinder Jsrael füreten Jacob jren Vater mit jren Kindlin vnd Weibern auff den wagen die Pharao gesand hatte jn zufüren . Vnd namen jr Vieh vnd habe / die sie im lande Canaan erworben hatten / vnd kamen also in Egypten / Jacob vnd alle sein Same mit jm / seine Kinder vnd seine Kindskinder mit jm / seine Töchter vnd seiner Kinds töchter / vnd alle sein Same / die bracht er mit sich in Egypten . Djs sind die namen der kinder jsrael die in Egypten kamen . Jacob vnd seine Söne . Der erstgeborne Jacobs son / Ruben . Die kinder Ruben / Hanoch / Pallu / Hezron vnd Charmi . Die kinder Simeon / Jemuel / Jamin / Ohad / Jachin / Zohar / vnd Saul der son von dem Cananischen weibe . Die kinder Leui / Gerson / Cahath vnd Merari . Die kinder Juda / Ger / Onan / Sela / Perez vnd Serah . Aber Ger vnd Onan waren gestorben im lande Canaan . Die kinder aber Perez / Hezron vnd Hamul . Die kinder Jsaschar / Thola / Phua / Job vnd Semrom . Die kinder Sebulon / Sered / Elon vnd Jahleel . Das sind die kinder von Lea / die sie Jacob gebar in Mesopotamia / mit seiner tochter Dina / die machen allesampt mit Sönen vnd Töchtern / drey vnd dreissig Seelen . Gen . 38 . DJE kinder Gad / Ziphion / Haggi / Suni / Ezbon / Eri / Arodi vnd Areli . Die kinder Asser / Jemna / Jesua / Jesui / Bria / vnd Serah jre Schwester . Aber die kinder Bria / Heber vnd Malchiel . Das sind die kinder von Silpa / die Laban gab Lea seiner Tochter / vnd gebar Jacob diese sechzehen Seelen . Dje kinder Rahel Jacobs weib / Joseph vnd BenJamin . Vnd Joseph wurden geboren in Egyptenland / Manasse vnd Ephraim / die jm gebar Asnath die tochter Potiphera / des Priesters zu On . Die kinder BenJamin / Bela / Becher / Asbel / Gera / Naaman / Ehi / Ros / Mupim / Hupim vnd Ard . Das sind kinder von Rahel / die Jacob geboren sind / allesampt vierzehen Seelen . Dje kinder Dan / Husim . Die kinder Naphthali / Jahzeel / Guni / Jezer vnd Sillem . Das sind die kinder Bilha die Laban seiner tochter Rahel gab / vnd gebar Jacob die sieben seelen . Alle seelen die mit Jacob in Egypten kamen / die aus seinen Lenden komen waren ( ausgenomen die weiber seiner Kinder ) sind alle zusamen sechs vnd sechzig seelen . Vnd die kinder Joseph die in Egypten geboren sind / waren zwo Seelen / Also das alle seelen des hauses Jacob / die in Egypten kamen / waren siebenzig . Vnd er sandte juda fur jm hin zu joseph / das er jn anweiset zu Gosen / vnd kamen in das land Gosen . Da spannet Joseph seinen Wagen an / vnd zoch hin auff seinem vater Jsrael entgegen gen Gosen / Vnd da er jn sahe / fiel er vmb seinen Hals / vnd weinet lange an seinem halse . Da sprach Jsrael zu Joseph / Jch wil nu gerne sterben / nach dem ich dein angesicht gesehen habe / das du noch lebest . Joseph sprach zu seinen Brüdern vnd seines Vaters hause / Jch wil hin auff ziehen / vnd Pharao ansagen vnd zu jm sprechen / Meine brüder vnd meines Vaters haus ist zu mir komen aus dem lande Canaan / vnd sind Viehhirten / Denn es sind Leute die mit vieh vmbgehen / Jre klein vnd gros Vieh / vnd alles was sie haben / haben sie mit bracht . Wenn euch nu Pharao wird ruffen / vnd sagen / Was ist ewr narung ? So solt jr sagen / Deine knechte sind Leute die mit Vieh vmbgehen / von vnser Jugent auff bisher / beide wir vnd vnsere Veter / Auff das jr wonen mügt im lande Gosen / Denn was Viehhirten sind / das ist den Egyptern ein grewel . DA kam Joseph vnd sagets Pharao an / vnd sprach / Mein Vater / vnd meine Brüder / jr klein vnd gros Vieh / vnd alles was sie haben / sind komen aus dem lande Canaan / Vnd sihe / sie sind im lande Gosen . Vnd er nam seiner jüngsten Brüder fünff / vnd stellet sie fur Pharao . Da sprach Pharao zu seinen Brüdern / Was ist ewr narung ? Sie antworten / Deine knechte sind Viehhirten / wir vnd vnsere Veter . Act . 7 . VND sagten weiter zu Pharao / Wir sind komen bey euch zu wonen Zur herberge / Gast sein / frembdling sein / Non ciues aut domestici huius mundi . im Lande / Denn deine Knechte haben nicht weide fur jr Vieh / so hart drückt die Thewrung das land Canaan / So las doch nu deine knechte im land Gosen wonen . Pharao sprach zu Joseph / Es ist dein Vater / vnd sind deine Brüder / die sind zu dir komen / Das land Egypten stehet dir offen / Las sie am besten ort des Lands wonen / las sie im lande Gosen wonen . Vnd so du weissest / das Leute vnter jnen sind / die tüchtig sind / So setze sie vber mein Vieh . Joseph bracht auch seinen vater jacob hin ein / vnd stellet jn fur Pharao . Vnd Jacob segenet den Pharao . Pharao aber fraget Jacob / Wie alt bistu ? Jacob sprach zu Pharao / Die zeit meiner Walfart ist hundert vnd dreissig jar / wenig vnd böse ist die zeit meines Lebens / vnd langet nicht an die zeit meiner Veter in jrer walfart / Vnd Jacob segenet den Pharao / vnd gieng eraus von jm . Aber Joseph schafft seinem Vater vnd seinen Brüdern wonung / vnd gab jnen ein Gut in Egyptenlande / am besten ort des Lands / nemlich / im lande Raemses / wie Pharao geboten hatte . Vnd er versorget seinen Vater vnd seine Brüder / vnd das gantze haus seines Vaters / einem jglichen nach dem er Kinder Quia nos senes mali propter pueros omnibus bonis fruimur . Wir alten Narren essen mit den Kindern / nicht sie mit vns . Jpsi Domini / nos procuratores . hatte . Es war aber kein brot in allen landen / denn die Thewrung war fast schweer / das das land Egypten vnd Canaan verschmachten fur der Thewrung . Vnd Joseph bracht alles Geld zusamen / das in Egypten vnd Canaan funden ward / vmb das Getreide das sie kaufften / Vnd er thet alles geld in das haus Pharao . DA nu geld gebrach im lande Egypten vnd Canaan / kamen alle Egypter zu Joseph / vnd sprachen / Schaff vns brot / Warumb lessestu vns fur dir sterben / darumb / das wir on geld sind ? Joseph sprach / Schafft ewr Vieh her so wil ich euch vmb das vieh geben / weil jr on geld seid . Da brachten sie Joseph jr vieh / Vnd er gab jnen brot vmb jre pferd / schafe / rinder vnd esel . Also erneeret er sie mit Brot das jar vmb alle jre Vieh . DA das jar vmb war / kamen sie zu jm andern jar / vnd sprachen zu jm / Wir wöllen vnserm Herrn nicht verbergen / das nicht allein das Geld / sondern auch alles Vieh dahin ist / zu vnserm Herrn / vnd ist nichts mehr vberigs fur vnserm Herrn / denn nur vnser Leibe / vnd vnser Feld . Warumb lessestu vns fur dir sterben vnd vnser Feld ? Keuffe vns vnd vnser Land vmbs Brot / das wir vnd vnser land Leibeigen seien dem Pharao / Gib vns Samen das wir leben vnd nicht sterben / vnd das Feld nicht verwüste . Also kaufft Joseph dem Pharao das gantz Egypten / Denn die Egypter verkaufften / ein jglicher seinen Acker / Denn die Thewrung war zu starck vber sie / Vnd ward also das land Pharao eigen . Vnd er teilet das Volck aus in die Stedte / von einem ort Egypten bis ans ander . Ausgenomen der Priester feld / das kaufft er nicht / Denn es war von Pharao fur die Priester verordnet / das sie sich neeren solten / von dem benanten / das er jnen gegeben hatte / darumb durfften sie jr Feld nicht verkeuffen . DA sprach Joseph zu dem volck / Sihe / ich hab heut gekaufft / euch vnd ewr feld dem Pharao / Sihe / da habt jr samen vnd beseet das feld / Vnd von dem getreide solt jr den Fünfften Pharao geben / Vier teil sollen ewr sein / zu beseen das Feld / zu ewr speise / vnd fur ewr haus vnd Kinder . Sie sprachen / Las vns nur leben vnd gnade fur dir vnserm Herrn finden / wir wöllen gerne Pharao Leibeigen sein . Also macht Joseph jnen ein Gesetz bis auff disen tag / vber der Egypter feld / den Fünfften Pharao zu geben / Ausgenomen der Priester feld / das ward nicht eigen Pharao . Also wonete jsrael in egypten / im lande Gosen / vnd hattens innen / vnd wuchsen vnd mehreten sich seer . Vnd Jacob lebet siebenzehen jar in Egyptenland / Das sein gantz alter ward hundert vnd sieben vnd vierzig jar . DA nu die zeit erbey kam / das Jsrael sterben solt / rieff er seinem son Joseph / vnd sprach zu jm / Hab ich gnade fur dir funden / So lege deine Hand vnter meine Hüfften / das du die liebe vnd trew an mir thust / vnd begrabest mich nicht in Egypten / Sondern ich wil ligen bey meinen Vetern / Vnd du solt mich aus Egypten füren / vnd in jrem Begrebnis begraben . Er sprach / Jch wil thun / wie du gesagt hast . Er aber sprach / So schwere mir / Vnd er schwur jm / Da neiget Er lag im bette kranck / richtet sich doch auff / neiget sich zun heubten / betet vnd dancket Gott / dieweil thet Joseph den Eid . sich Jsrael auff dem bette zun Heubten . Gene . 24 . ; Ebre . 11 . DArnach ward Joseph gesagt / Sihe / dein Vater ist kranck / Vnd er nam mit sich seine beide Söne / Manasse vnd Ephraim . Da wards Jacob angesagt / Sihe / dein son Joseph kompt zu dir / Vnd Jsrael macht sich starck / vnd satzte sich im Bette / vnd sprach zu Joseph : DER allmechtige Gott erschein mir zu Lus im lande Canaan / vnd segenet mich / vnd sprach zu mir / Sihe / Jch wil dich wachsen lassen vnd mehren / vnd wil dich zum hauffen Volcks machen / vnd wil dis Land zu eigen geben / deinem Samen nach dir ewiglich . So sollen nu deine zween Söne Ephraim vnd Manasse / die dir geborn sind in Egyptenland / ehe ich her ein komen bin zu dir / mein sein / gleich wie Ruben vnd Simeon . Welche du aber nach jnen zeugest / sollen dein sein vnd genent werden / wie jre Brüder in jrem Erbteil . Gene . 35 . VND da ich aus Mesopotamia kam / starb mir Rahel im land Canaan / auff dem weg / da noch ein Feldwegs war gen Ephrath / Vnd ich begrub sie daselbs an dem wege Ephrath / die nu Bethlehem heisst . Gene . 35 . VND Jsrael sahe die söne Joseph / vnd sprach / Wer sind die ? Joseph antwort seinem Vater / Es sind meine Söne / die mir Gott hie gegeben hat . Er sprach / Bringe sie her zu mir / das ich sie segene / Denn die augen Jsrael waren tunckel worden fur alter / vnd kund nicht wol sehen / Vnd er bracht sie zu jm . Er aber küsset sie vnd hertzet sie / vnd sprach zu Joseph / Sihe / Jch hab dein Angesicht gesehen / des ich nicht gedacht hette / vnd sihe / Gott hat mich auch deinen Samen sehen lassen . Vnd Joseph nam sie von seinem schos / vnd neiget sich zur erden / gegen sein angesicht . Da nam sie Joseph beide / Ephraim in seine rechte hand / gegen Jsraels lincke hand / vnd Manasse in seine lincke hand / gegen Jsraels rechte hand / vnd bracht sie zu jm . Aber Jsrael streckt seine rechte hand aus / vnd legte sie auff Ephraims des Jüngsten heubt / vnd seine lincke auff Manasses heubt / vnd thet wissend also mit seinen henden / denn Manasse war der Erstgeborne . Vnd er segenet Joseph / vnd sprach / Gott / fur dem meine veter Abraham vnd Jsaac / gewandelt haben / Gott / der mich mein lebenlang erneeret hat / bis auff disen tag / Der Engel der mich erlöset hat von allem vbel / Der segene die Knaben / das sie nach meinem / vnd nach meiner veter / Abraham vnd Jsaac / namen genennet werden / das sie wachsen / vnd viel werden auff Erden Christus mittendus Deus esse / hic significatur . . DA aber Joseph sahe / das sein Vater die rechte hand auff Ephraim heubt legt / gefiel es jm vbel / vnd fasset seines Vaters hand / das er sie von Ephraims heubt auff Manasses heubt wendet . Vnd sprach zu jm / Nicht so / mein Vater / Dieser ist der Erstgeborner / Lege deine rechte hand auff sein heubt . Aber sein Vater wegert sich / vnd sprach / Jch weis wol / mein Son / ich weis wol . Dieser sol auch ein Volck werden / vnd wird gros sein / Aber sein jüngster Bruder wird grösser denn er werden / vnd sein Same wird ein gros Volck werden . Also segenet er sie des tages / vnd sprach / Wer in Jsrael wil jemand segenen / der sage / Gott setze dich wie Ephraim vnd Manasse / Vnd setze also Ephraim Manasse vor . VND Jsrael sprach zu Joseph / Sihe / Jch sterbe / vnd Gott wird mit euch sein / vnd wird euch wider bringen in das Land ewr Veter . Jch habe dir ein stück Heisst im Ebreischen / Sichem / Vnd die selbe Stad meinet er hie . Landes gegeben ausser deinen Brüdern / das ich mit meinem Schwert vnd Bogen aus der hand der Amoriter genomen habe . Johan . 4 . ; Gene . 34 . VND Jacob berieff seine Söne / vnd sprach / Versamlet euch das ich euch verkündige / was euch begegnen wird in künfftigen zeiten . Kompt zu hauff / vnd höret zu jr Kinder Jacob / vnd höret ewren Vater Jsrael . Gene . 29 . Rvben Solt der Erste geburt wirde haben nemlich das Priesterthum vnd Königreich . Nu aber wird beides von jm genomen / vnd Leui das Priesterthum / vnd Juda das Königreich geben . Hie ist bedeut die Synagoga / die das Bette Jacob / das ist / die Schrifft besudelt mit falscher lere / darüber sie verloren hat Priesterthum vnd Königreich . mein erster Son / Du bist meine krafft / vnd meine erste macht / der öberst im Opffer / vnd der öberst im Reich . Er fuhr leichtfertig da hin / wie wasser / Du solt nicht der Oberst sein / Denn du bist auff deines Vaters lager gestiegen / daselbs hastu mein Bette besudelt mit dem auffsteigen . Gene . 35 . Dje brüder Simeon vnd Leui / Jre Schwerter sind mordische woffen . Meine Seele kome nicht in jren Rat / vnd meine Ehre sey nicht in jrer Kirchen / Denn in jrem zorn haben sie den Man erwürget / vnd in jrem mutwillen / haben sie den Ochsen verderbet . Verflucht sey jr zorn / das er so hefftig ist / vnd jr grim das er so störrig ist / Jch wil sie zurteilen in Jacob / vnd zerstrewen in Jsrael . Gene . 34 . Jvda / Du bists / Dich werden deine Brüder loben / Deine hand wird deinen Feinden auff dem halse sein / Fur dir werden deines Vaterskinder sich neigen . Juda ist ein junger Lewe / Du bist hoch komen / mein Son / durch grosse Sieg / Er hat nider gekniet / vnd sich gelagert wie ein Lewe / vnd wie ein Lewin / Wer wil sich wider jn auff lehnen ? ES wird das Scepter von Juda Hie fehet an der Segen von Christo / der von Juda geborn solt werden . Vnd heisst jn Silo / das ist / der Glückselig sein / vnd frisch durchdringen solt / mit geist vnd glauben das zuuor durch werck saur vnd vnselig ding war . Darumb nennen wir Silo / ein Helt . Denn das vorige teil dis Segens / betrifft den König Dauid / Vnd ist sonst in allen segen nichts mehr von Christo / Sondern alles ander ist von zeitlichem heil / das den kindern Jsrael gegeben ist . Als das Sebulon solt am meer wonen bis gen Sidon . Vnd Jsaschar mitten im Land vom meer wonen / vnd doch zinsbar gewesen ist / den Königen von Assyrien . nicht entwendet werden / noch ein Meister von seinen füssen / Bis das der Helt kome / Vnd dem selben werden die Völcker anhangen . Er wird sein Füllen an den Weinstock binden / vnd seiner Eselin son an den edlen Reben / Er wird sein Kleid im Wein wasschen / Vnd seinen Mantel in weinbeer blut . Seine Augen sind rötlicher denn Wein / vnd seine Zeene weisser denn Milch . Sebulon wird am anfurt des Meers wonen / vnd am anfurt der Schiffe / vnd reichen an Sidon . Jsaschar wird ein beinern Esel sein / vnd sich lagern zwischen die Grentzen . Vnd er sahe die ruge / das sie gut ist / vnd das Land / das es lüstig ist / Er hat aber seine Schuldern geneigt zu tragen / vnd ist ein zinsbar Knecht worden . DAN Den Segen Dan hat Simson erfüllet / Jud . 12 . wird Richter sein in seinem Volck / wie ein ander Geschlecht in Jsrael . Dan wird eine Schlange werden auff dem wege / vnd ein Otter auff dem steige / vnd das Pferd in die ferssen beissen / das sein Reuter zu rücke falle . HERR ich warte auff dein Heil . GAD Gad hat seinen Segen ausgericht da sie fur Jsrael her zogen / Josu . 1 . / Gerüst / wird das Heer füren / vnd wider herumb füren . VON Asser hat gut getreide Land innen gehabt . kompt sein fett Brot / Vnd er wird den Königen zugefallen thun . Naphthali Segen ist erfüllet durch Debora vnd Barac / Jud . 5 . ist ein schneller Hirs / Vnd gibt schöne rede . Joseph Der segen Joesph gehet auff das Königreich Jsrael / vnd ist gantz von leiblichem Regiment gesagt / Das die Töchter ( das ist / die Stedte im Lande ) wol regieret worden zeitlich vnd viel Propheten vnd grosse Leute zu Ecksteinen hatten . Vnd wiewol sie offt angefochten worden / gewonnen sie doch . Vnd dis Königreich war im geschlecht Ephraim . Also bleibt der geistlich Segen vnd Reich auff Juda / vnd das leibliche Reich auff Ephraim . wird wachsen / Er wird wachsen / wie an einer quelle / Die Töchter tretten ein her im Regiment . Vnd wiewol jn die schützen erzürnen / vnd wider jn kriegen / vnd verfolgen / so bleibt doch sein Boge fest / vnd die Arm seiner hende starck / durch die hende des mechtigen in Jacob / Aus jnen sind komen Hirten / vnd Steine in Jsrael . Von deines vaters Gott / ist dir geholffen / vnd von dem Allmechtigen bistu gesegnet / mit segen oben von Himel erab / mit segen von der tieffe die unden ligt / mit segen an brüsten vnd beuchen . Die Segen deines Vaters gehen stercker denn die segen meiner Voreltern ( nach wundsch der Hohen in der welt ) vnd sollen kommen auff das heubt Joseph / vnd auff die scheitel des Nasir vnter seinen Brüdern . BenJamin segen hat erfüllet / der könig Saul vnd die bürger zu Gaba / Jud . 20 . / ist ein reissender Wolff / Des morgens wird er Raub fressen / Aber des abends wird er den Raub austeilen . Das sind die zwelff stemme jsrael alle / vnd das ists das jr Vater mit jnen geredt hat / da er sie segenet / einen jglichen mit einem sondern Segen . VND er gebot jnen / vnd sprach zu jnen / Jch werde versamlet zu meinem volck / Begrabt mich bey meine Veter / in der Höle auff dem acker Ephron des Hethiters / in der zwifachen höle die gegen Mamre ligt / im lande Canaan / die Abraham kauffte sampt dem acker / von Ephron dem Hethiter zum Erbbegrebnis . Daselbs haben sie Abraham begraben / vnd Sara sein Weib . Daselbs haben sie auch Jsaac begraben / vnd Rebeca sein Weib . Daselbs hab ich auch Lea begraben / in dem Acker vnd der Höle / die von den kindern Heth gekaufft ist . Gen . 23 . VND da Jacob volendet hatte die gebot an seine Kinder / thet er seine Füsse zu samen auffs bette / vnd verschied / vnd ward versamlet zu seinem Volck . Da fiel Joseph auff seines Vaters angesicht / vnd weinet vber jm / vnd küsset jn . VND Joseph befalh seinen Knechten den Ertzten / das sie seinen Vater salbeten / Vnd die Ertzte salbeten Jsrael / bis das vierzig tage vmb waren / Denn so lange weren die Salbetage / Vnd die Egypter beweineten jn siebenzig tage . DA nu die Leidetage auswaren / redet Joseph mit Pharao gesinde / vnd sprach / hab ich gnade fur euch funden / so redet mit Pharao / vnd sprecht Mein Vater hat einen Eid von mir genomen / vnd gesagt / Sihe / ich sterbe / Begrabe mich in meinem Grabe / das ich mir im lande Canaan gegraben habe . So wil ich nu hin auff ziehen / vnd meinen Vater begraben / vnd widerkomen . Pharao sprach / Zeuch hin auff / vnd begrabe deinen Vater / wie du jm geschworen hast . Also zoch Joseph hinauff / seinen Vater zu begraben / vnd es zogen mit jm alle knechte Pharao / die Eltesten seines Hauses / vnd alle Eltesten des lands Egypten . Dazu das gantze gesinde Josephs / vnd seine brüder / vnd das gesinde seines Vaters / Alleine jre Kinder / schafe vnd ochsen liessen sie im Lande Gosen . Vnd zogen auch mit jm hin auff Wagen vnd Reisigen / vnd war ein fast grosses Heer . DA sie nu an die tennen Atad kamen / die jenseid dem Jordan ligt / da hielten sie ein seer grosse vnd bittere Klage / Vnd er trug vber seinem Vater leide sieben tage . Vnd da die Leute im lande / die Cananiter / die Klage bey der tennen Atad sahen / sprachen sie / Die Egypter halten da grosse Klage / Daher heisst man den Ort / der Egypter klage / welcher ligt jenseid dem Jordan . VND seine Kinder theten wie er jnen befolhen hatte / vnd füreten jn ins land Canaan / vnd begruben jn in der zwifachen Höle des ackers / die Abraham erkaufft hatte / mit dem acker / zum Erbbegrebnis / von Ephron dem Hethiter gegen Mamre . Als sie jn nu begraben hatten / zoch Joseph wider in Egypten mit seinen Brüdern / vnd mit allen die mit jm hinauff gezogen waren / seinen Vater zu begraben . Dje Brüder aber Joseph furchten sich / da jr Vater gestorben war / vnd sprachen / Joseph möcht vns gram sein / vnd vergelten alle bosheit die wir an jm gethan haben . Darumb liessen sie jm sagen / Dein Vater befalh fur seinem tod / vnd sprach / Also solt jr Joseph sagen / Lieber / vergib deinen Brüdern die missethat vnd jre sünde / das sie so vbel an dir gethan haben . Lieber / So vergib nu diese missethat vns den Dienern des Gottes deines Vaters / Aber Joseph weinet / da sie solchs mit jm redten . Vnd seine Brüder giengen hin / vnd fielen fur jm nider / vnd sprachen / Sihe / Wir sind deine Knechte . Joseph sprach zu jnen / Fürchtet euch nicht / Denn ich bin vnter Gott . Jr gedachtets böse mit mir zumachen / Aber Gott gedachts gut zu machen / das er thet / wie es jtzt am tage ist / zu erhalten viel volcks . So fürchtet euch nu nicht / Jch wil euch versorgen vnd ewre Kinder / Vnd er tröstet sie / vnd redet freundlich mit jnen . Also wonet Joseph in Egypten mit seines Vaters hause / Vnd lebete hundert vnd zehen jar . Vnd sahe Ephraims kinder bis ins dritte Gelied . Desselbigen gleichen die kinder Machir / Manasses son / zeugeten auch Kinder auff Josephs schos . VND Joseph sprach zu seinen Brüdern / Jch sterbe / vnd Gott wird euch heimsuchen / vnd aus diesem Lande füren / in das Land das er Abraham / Jsaac vnd Jacob geschworen hat . Darumb nam er einen Eid von den kindern Jsrael / vnd sprach / Wenn euch Gott heimsuchen wird / So füret mein Gebeine von dannen . Also starb Joseph / da er war hundert vnd zehen jar alt / Vnd sie salbeten jn / vnd legten jn in eine Lade in Egypten . - Ende des Ersten Buchs Mose . </passage></reply></GetPassage>