<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:18</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:18</urn><passage>ES war ein Man im lande Vz / der hies Hiob Hiob est lobab Rex Edom , Gen . 36 . scilicet iuxta Arabiam felicem , in Petrea Arabia , quia irruunt in eum Sabei . / Derselb war schlecht vnd recht / Gottfürchtig / vnd meidet das böse . Vnd zeuget sieben Söne vnd drey Töchter / vnd seins Viehs war sieben tausent schaf / drey tausent kamel / fünff hundert joch rinder / vnd fünff hundert eselin / vnd seer viel Gesinds / Vnd er war herrlicher Nicht das er so Reich vnd gewaltig sey gewesen / Sondern vmb seiner weisheit / verstand vnd Gottseligkeit willen / ist er herrlicher gehalten denn andere . / denn alle die gegen Morgen woneten . VND seine Söne giengen hin vnd machten Wolleben / ein jglicher in seinem Hause auff seinen tag / vnd sandten hin vnd luden jr drey Schwestern mit jnen zu essen vnd zu trincken . Vnd wenn ein tag des Wollebens vmb war / sandte Hiob hin vnd heiligete sie / vnd machte sich des morgens früe auff / vnd opfferte Brandopffer / nach jrer aller zal / Denn Hiob gedachte / Meine Söne möchten gesündigt / vnd Gott gesegenet haben in jrem hertzen / Also thet Hiob alle tage . ES begab sich aber auff einen tag / da die Kinder Gottes kamen vnd fur den HERRN tratten / Kam der Satan auch vnter jnen . Der HERR aber sprach zu dem Satan / Wo kompstu her ? Satan antwortet dem HERRN / vnd sprach / Jch hab das Land vmbher durchzogen . Der HERR sprach zu Satan / Hastu nicht acht gehabt auff meinen knecht Hiob ? Denn es ist sein Gleiche nicht im Lande / schlecht vnd recht / Gottfürchtig / vnd meidet das böse . 1 . Pet . 5 . Satan antwortet dem HERRN / vnd sprach / Meinstu / das Hiob vmb sonst Gott fürchtet ? Hastu doch jn / sein Haus vnd alles was er hat / rings vmb her verwaret / Du hast das werck seiner hende gesegenet / vnd sein Gut hat sich ausgebreitet im Lande . Aber recke dein Hand aus / vnd taste an alles was er hat / Was gilts / er wird dich ins angesicht segenen Das ist fluchen vnd lestern . ? Der HERR sprach zu Satan / Sihe / alles was er hat / sey in deiner hand / on alleine an jn selbs lege deine hand nicht . Da gieng Satan aus von dem HERRN . DES tages aber da seine Söne vnd Töchter assen vnd truncken wein in jres Bruders hause des erstgebornen / kam ein Bote zu Hiob / vnd sprach / Die Rinder pflügeten / vnd die Eselinnen giengen neben jnen an der weide . Da fielen aus Reicharabia her ein / vnd namen sie / vnd schlugen die Knaben mit der scherffe des schwerts / Vnd ich bin allein entrunnen / das ich dirs ansaget . Da der noch redet / kam ein ander / vnd sprach / Das fewr Gottes fiel vom Himel / vnd verbrand Schaf vnd Knaben / vnd verzehret sie / Vnd ich bin allein entrunnen / das ich dirs ansaget . Da der noch redet / kam einer / vnd sprach / Die Chaldeer machten drey Spitzen / vnd vberfielen die Kamel / vnd namen sie / vnd schlugen die Knaben mit der scherffe des schwerts / Vnd ich bin allein entrunnen / das ich dirs ansaget . DA der noch redet / kam einer / vnd sprach / Deine Söne vnd Töchter assen vnd truncken im hause jres Bruders des erstgebornen / Vnd sihe / da kam ein grosser wind von der wüsten her / vnd sties auff die vier ecken des Hauses / vnd warffs auff die Knaben / das sie storben / Vnd ich bin allein entrunnen / das ich dirs ansaget . DA stund Hiob auff vnd zureis sein Kleid / vnd raufft sein Heubt / vnd fiel auff die erden vnd betet an / vnd sprach / Jch bin nacket von meiner Mutterleibe komen / nacket werde ich wider da hin faren . Der HERR hats gegeben / der HERR hats genomen / Der name des HERRN sey gelobt . Jn diesem allen sündiget Hiob nicht / vnd thet nichts thörlichs wider Gott . Eccle . 5 . ; 1 . Tim . 6 . ES begab sich aber des tages / da die kinder Gottes kamen / vnd tratten fur den HERRN / das Satan auch vnter jnen kam / vnd fur den HERRN trat . Da sprach der HERR zu dem Satan / Wo kompstu her ? Satan antwortet dem HERRN / vnd sprach / Jch hab das Land vmbher durchzogen . Der HERR sprach zu dem Satan / Hastu nicht acht auff meinen knecht Hiob gehabt ? Denn es ist sein gleiche im Lande nicht / schlecht vnd recht / Gottfürchtig / vnd meidet das böse / vnd helt noch fest an seiner frumkeit / Du aber hast mich bewegt / das ich jn on vrsach verderbet habe . Satan antwortet dem HERRN / vnd sprach / Haut fur haut Das ist / fur seine haut lesst er fahren / Kinder / Vieh / Gesind vnd aller ander Haut . / vnd alles was ein Man hat / lesst er fur sein Leben . Aber recke dein Hand aus / vnd taste sein gebein vnd fleisch an / Was gilts / er wird dich ins angesicht segenen ? Der HERR sprach zu dem Satan / Sihe da / er sey in deiner hand / Doch schone seins lebens . DA fuhr der Satan aus vom angesicht des HERRN / vnd schlug Hiob mit bösen Schweren / von der fussolen an bis auff seine scheitel . Vnd er nam eine scherben vnd schabet sich / vnd sass in der asschen . Vnd sein Weib sprach zu jm / Heltestu noch fest an deiner frömkeit ? Ja / Segene Gott Ja du thust fein / Lobest vnd dienest Gott / vnd gehest drüber zu grund . vnd stirb . Er aber sprach zu jr / Du redest wie die nerrischen Weiber reden . Haben wir guts empfangen von Gott / vnd solten das böse nicht auch annemen ? In diesem allen versündiget sich Hiob nicht mit seinen lippen . DA aber die drey freund Hiob höreten alle das vnglück / das vber jn komen war / kamen sie / ein jglicher aus seinem Ort / Eliphas von Theman / Bildad von Suah / vnd Zophar von Naema / Denn sie wordens eins / das sie kemen jn zu klagen vnd zu trösten . Vnd da sie jre augen auffhuben von ferne / kenneten sie jn nicht / Vnd huben auff jre stimme / vnd weineten / vnd ein jglicher zureis sein Kleid / vnd sprengeten erden auff jr heubt gen Himel . Vnd sassen mit jm auff der Erden sieben tage vnd sieben nacht / vnd redeten nichts mit jm / Denn sie sahen / das der schmertze seer gros war . DArnach that Hiob seinen mund auff / vnd verflucht seinen tag / vnd sprach / Der tag müsse verloren sein / darinnen ich geborn bin / vnd die nacht / da man sprach / Es ist ein Menlin empfangen . Der selbe tage müsse finster sein / vnd Gott von oben er ab müsse nicht nach jm fragen / Kein glantz müsse vber jn scheinen . Finsternis vnd Tunckel müssen jn vberweldigen / vnd dicke Wolcken müssen vber jm bleiben / vnd der dampff am tage mache jn greslich . Die nacht müsse ein tunckel einnemen / vnd müsse sich nicht vnter den tagen des jars frewen / noch in die zal der monden komen . Sihe / die nacht müsse einsam sein / vnd kein jauchzen drinnen sein . Es verfluchen sie die Verflucher des tages / vnd die da bereit sind zu erwecken den Leuiathan . Jre Sterne müssen finster sein in jrer demmerung / Sie hoffe auffs liecht / vnd kome nicht / vnd müsse nicht sehen die augenbrün der Morgenröte . Das sie nicht verschlossen hat die thür meines Leibs Daraus ich geboren ward / das ist / der Mutter leib . / vnd nicht verborgen das vnglück fur meinen augen . Jere . 20 . Warumb bin ich nicht gestorben von Mutterleib an ? Warumb bin ich nicht vmbkomen / da ich aus dem Leib kam ? Warumb hat man mich auff den Schos gesetzt ? Warumb bin ich mit brüsten geseuget ? So lege ich doch nu vnd were stille / schlieffe vnd hette ruge / mit den Königen vnd Ratherrn auff Erden / die das wüste Die mit bawen vmbgehen / da zuuor nichts stehet . bawen / Oder mit den Fürsten die gold haben / vnd jre Heuser vol silbers sind . Oder wie ein vnzeitige Geburt verborgen vnd nichts were / wie die Jungekinder / die das liecht nie gesehen haben . Daselbst müssen doch auffhören die Gottlosen mit toben / Daselbs rugen doch die viel mühe gehabt haben . Da haben doch mit einander friede die Gefangenen / vnd hören nicht die stimme des Drengers . Da sind / beide klein vnd gros / Knecht vnd der von seinem Herrn frey gelassen ist . Warumb ist das liecht gegeben dem müheseligen / vnd das leben den betrübten hertzen ? ( Die des tods warten vnd kompt nicht / vnd grüben jn wol aus dem verborgen / Die sich fast frewen vnd sind frölich / das sie das Grab bekomen ) Vnd dem Man des weg verborgen Das ist / Aus der erden . ist / vnd Gott fur jm den selben bedeckt Was sol der leben / der fur angst nicht weis / wo aus / wo hin / Besser tod etc . ? Denn wenn ich essen sol / mus ich seuffzen / vnd mein heulen feret er aus wie wasser . Denn das ich gefurcht habe / ist vber mich komen / vnd das ich sorget / hat mich troffen . War ich nicht glückselig ? War ich nicht fein stille ? Hatte ich nicht gute ruge ? vnd kompt solch vnruge . DA antwortet Eliphas von Theman / vnd sprach / Du hasts vieleicht nicht gern / so man versucht mit dir zu reden / Aber wer kan sichs enthalten ? Sihe / du hast viel vnterweiset / vnd lasse hende gesterckt . Deine Rede hat die Gefallene auffgerichtet / vnd die bebende knie hastu bekrefftiget . Nu es aber an dich kompt / wirstu weich / vnd nu es dich trifft / erschrickstu . Jst das deine ( Gottes ) furcht / dein trost / deine hoffnung / vnd deine frömkeit Das ist / Da sihet man nu / wie from du seiest / das dich Gott so strafft . ? Lieber gedenck / Wo ist ein Vnschüldiger vmbkomen ? Oder wo sind die Gerechten je vertilget ? Wie ich wol gesehen habe / die da mühe pflügeten / vnd vnglück seeten / vnd erndten sich auch ein . Das sie durch den odem Gottes sind vmbkomen / vnd vom Geist seines zorns vertilget . Das brüllen der Lewen Diese Lewen vnd Lewin sind die Reichen vnd Gewaltigen auff Erden / so die Armen vnterdrücken . / vnd die stimme der grossen Lewen / vnd die zeene der jungen Lewen sind zubrochen . Der Lewe ist vmbkomen / das er nicht mehr raubet / vnd die Jungen der Lewin sind zustrewet . VND zu mir ist komen ein heimlich wort / vnd mein ohre hat ein wörtlin aus dem selben empfangen . Da ich Gesichte betrachtet in der nacht / wenn der schlaff auff die Leute fellet . Da kam mich furcht vnd zittern an / vnd alle mein gebein erschracken . Vnd da der geist fur mir vbergieng / stunden mir die har zu berge an meinem Leibe . Da stund ein Bilde fur meinen augen / vnd ich kandte seine gestalt nicht / es war stille / vnd ich höret eine stimme . Wie mag ein Mensch gerechter sein / denn Gott ? Oder ein Man reiner sein / denn der jn gemacht hat ? Sihe / vnter seinen Knechten ist keiner on taddel / vnd in seinen Boten Oder / Engeln . findet er torheit . Wie viel mehr die in den leimen Heusern wonen / vnd welche auff Erden gegründet sind / werden von den Würmen gefressen werden ? Es weret von Morgen bis an den Abend / so werden sie ausgehawen / vnd ehe sie es gewar werden / sind sie gar da hin . Vnd jr vbrigen vergehen vnd sterben auch vnuersehens . 2 . Pet . 2 . Nenne mir einen / Was gilts / ob du einen findest ? Vnd sihe dich vmb jrgent nach einem Heiligen Das ist / Zeige mir einen Heiligen der vnschüldig sey geplaget / wie du meinest . Aber die tollen vnd vnwitzigen heisst er hie / die losen frechen Leute / die nach Gott nicht fragen / Solche verderbet wol der zorn vnd eiuer Gottes . . Einen Tollen aber erwürget wol der zorn / vnd den Albern tödtet der eiuer . Jch sahe einen Tollen eingewurtzelt / vnd ich fluchet plötzlich seinem Hause . Seine Kinder werden fern sein vom heil / vnd werden zuschlagen werden im Thor / da kein Erretter sein wird . Seine Erndte wird essen der Hungerige Hungerige vnd dürstige heisst er die Reuber vnd Tyrannen . / vnd die Gewapneten werden jn holen / vnd sein Gut werden die Dürstigen aussauffen . Denn mühe aus der erden nicht gehet Das ist / Der Mensch verdienet solchs mit sünden sonst keme es jm nirgent her . / vnd vnglück aus dem acker nicht wechset . Sondern der Mensch wird zu vnglück geborn / wie die Vögel schweben empor zufliegen . Doch ich wil jtzt von Gott reden / vnd von jm handeln . Der grosse ding thut / die nicht zu forschen sind / vnd Wunder / die nicht zu zelen sind . Der den regen auffs Land gibt / vnd lesst wasser komen auff die strassen . Der die nidrigen erhöhet / vnd den Betrübten empor hilfft . Er macht zu nicht die anschlege der Listigen / das es jre hand nicht ausfüren kan . Er fehet die Weisen in jrer listigkeit / vnd störtzt der Verkereten rat . Das sie des tags im finsternis lauffen / vnd tappen im mittag / wie in der nacht . Vnd hilfft dem Armen von dem schwert vnd von jrem munde / vnd von der hand des Mechtigen . Vnd ist des Armen hoffnung / das die bosheit wird jren mund müssen zuhalten . 1 . Cor . 3 . Sjhe / selig ist der Mensch / den Gott straffet / Darumb weger dich der züchtigung des Allmechtigen nicht . Denn er verletzet / vnd verbindet / Er zuschmeisst / vnd seine Hand heilet . Aus sechs Trübsalen wird er dich erretten / vnd in der siebenden wird dich kein vbel rüren . Jn der Thewrung wird er dich vom Tod erlösen / vnd im Kriege von des schwerts hand . Er wird dich verbergen fur der geissel der Zungen / das du dich nicht fürchtest fur dem verderben / wenn es kompt . Jm verderben vnd hunger wirstu lachen / vnd dich fur den wilden Thieren im Lande nicht fürchten . Sondern dein Bund Das ist / Die steine werden dein getreide bewaren / weil dauon eine maurn vmbher gemacht wird . wird sein mit den steinen auff dem felde / vnd die wilden Thier auff dem Lande werden fried mit dir halten . Vnd wirst erfaren / das deine Hütten friede hat / vnd wirst deine Behausung versorgen / vnd nicht sündigen . Vnd wirst erfaren / das deines Samens wird viel werden / vnd deine Nachkomen / wie das gras auff erden . Vnd wirst im alter zu Grab komen / wie garben eingefürt werden zu seiner zeit . Sihe / das haben wir erforschet / vnd ist also / Dem gehorche vnd mercke du dirs . 1 . Reg . 2 . Hjob antwortet / vnd sprach / Wenn man meinen jamer wöge / vnd mein Leiden zusamen in eine Wage legte . So würde es schwerer sein / denn sand am meer / Darumb ists vmb sonst / was ich rede . Denn die pfeile des Allmechtigen stecken in mir / Derselben grim seufft aus meinem geist / vnd die schrecknis Gottes sind auff mich gerichtet . Das wild Das ist / Jr habt gut trösten / euch mangelt nichts . Man isset nicht vngesaltzens / wenn mans besser weis . Aber ich mus wol jtzt dis vnd das etc . schreiet nicht / wenn es gras hat / der Ochse blöcket nicht / wenn er sein futter hat . Kan man auch essen das vngesaltzen ist ? Oder wer mag kosten das weisse vmb den totter ? Was meiner Seelen widerte an zurüren / das ist meine Speise fur schmertzen . O das meine bitte geschehe / vnd Gott gebe mir wes ich hoffe . Das Gott anfienge vnd zuschlüge mich / vnd lies seine hand gehen vnd zuscheittert mich . So hette ich noch trost / vnd wolt bitten in meiner kranckheit / das er nur nicht schonet / Hab ich doch nicht verleugnet Das ist / Hab ichs doch nicht verdienet / das ich so geplagt werde / wolt Gott / ich were doch tod . die rede des Heiligen . WAS ist meine krafft / das ich möge beharren ? Vnd welch ist mein ende / das meine seele gedültig solt sein ? Jst doch meine krafft nicht steinern / so ist mein fleisch nicht ehren . Hab ich doch nirgend keine hülffe / vnd mein vermügen ist weg . Wer barmhertzigkeit seinem Nehesten wegert / der verlesst des Allmechtigen furcht . Meine Brüder gehen verechtlich fur mir vber / wie eine Bach / wie die Wasserströme fur vberfliessen . Doch welche sich fur dem reifen schewen / vber die wird der schnee fallen . Zur zeit / wenn sie die hitze drücken wird / werden sie verschmachten Das ist / weil meine Freunde jtzt fur vber rausschen / wie ein wasser / vnd kennen mich nicht / Wird sie auch ein mal eine hitze drücken / So werden sie denn versiegen vnd vertrocken / darumb / das sie mich jtzt verlassen . / Vnd wenn es heis wird / werden sie vergehen / von jrer stete . Jr weg gehet beseid aus / sie tretten auffs vngebente vnd werden vmbkomen . SJE sehen auff die wege Thema Das ist / Sie haltens mit denen die mich beraubt haben / wie oben im 1 . Cap . stehet / Geben den selben recht / vnd mir vnrecht . / auff die pfate Reicharabia warten sie . Aber sie werden zu schanden werden / wens am sichersten ist / vnd sich schemen müssen / wenn sie dahin komen . Denn jr seid nu zu mir komen / vnd weil jr jamer sehet / fürchtet jr euch . Hab ich auch gesagt / Bringet her / vnd von ewrem vermügen / schenckt mir . Vnd errettet mich aus der hand des Feindes / vnd erlöset mich von der hand der Tyrannen ? Leret mich / ich wil schweigen / vnd was ich nicht weis / das vnterweiset mich . Warumb taddelt jr die rechte rede ? Wer ist vnter euch / der sie straffen künde ? Jr erdeckt wort / das jr nur straffet / vnd das jr nur paustet wort / die mich verzagt machen sollen . Jr fallet vber einen armen Waisen / vnd grabt ewern Nehesten gruben . Doch weil jr habt angehaben / sehet auff mich / ob ich fur euch mit lügen bestehen werde . Antwortet / was recht ist / mein antwort wird noch recht bleiben . Was gilts / ob meine zunge vnrecht habe / vnd mein mund böses furgebe . MVS nicht der Mensch jmer im Streit sein auff Erden / vnd seine tage sind / wie eines Taglöners ? Wie ein Knecht sehnet sich nach dem schatten / vnd ein Taglöner / das sein erbeit aus sey . Also hab ich wol gantze monden vergeblich Das ist / Jch habe ruge vnd der erbeit ein ende gesucht / Aber das ist vmb sonst / es bleibt noch jmer vnruge . geerbeitet / vnd elender nacht sind mir viel worden . Wenn ich mich legt / sprach ich / Wenn werde ich auffstehen ? Vnd darnach rechent ich / wens abend wolt werden / Denn ich war gantz ein Schewsal jederman bis finster ward . Mein fleisch ist vmb vnd vmb / wörmicht vnd kötticht / Meine Haut ist verschrumpffen vnd zu nicht worden . Meine tage sind leichter dahin geflogen denn ein Weberspuel / vnd sind vergangen / das kein auffhalten da gewesen ist . Gedenck das mein Leben ein wind ist / vnd meine augen nicht widerkomen zu sehen das Gute . Vnd kein lebendig auge wird mich mehr sehen . Deine augen sehen mich an / darüber vergehe ich . Eine wolcken vergehet vnd feret da hin / Also / wer in die Helle hinunter feret / kompt nicht wider er auff . Vnd kompt nicht wider in sein Haus / vnd sein ort kennet jn nicht mehr . Darumb wil auch ich meinem munde nicht weren / Jch wil reden von der angst meines hertzens / vnd wil er aus sagen vom betrübnis meiner seelen . Bin ich denn ein Meer oder Walfisch / das du mich so verwarest ? Wenn ich gedacht / mein Bette sol mich trösten / mein Lager sol mirs leichtern . Wenn ich mit mir selbs rede / So erschreckestu mich mit trewmen / vnd machst mir grawen . Das meine Seele wündschet erhangen zu sein / vnd meine gebeine den tod / Jch begere nicht mehr zu leben . Höre auff von mir / denn meine tage sind vergeblich gewest . Was ist ein Mensch das du jn gros achtest ? vnd bekümerst dich mit jm ? Du suchest jn teglich heim / vnd versuchest jn alle stund . Warumb thustu dich nicht von mir / vnd lessest nicht abe / bis ich meinen speichel schlinge ? Hab ich gesündigt / was sol ich dir thun / o du Menschenhüter ? Warumb machstu mich / das ich auff dich stosse / vnd bin mir selbs eine Last ? Vnd warumb vergibstu mir meine missethat nicht / vnd nimpst nicht weg meine sünde ? Denn nu werde ich mich in die erden legen / vnd wenn man mich morgen suchet / werde ich nicht da sein . DA antwortet Bildad von Suah / vnd sprach / Wie lange wiltu solchs reden ? vnd die rede deines mundes so einen stoltzen mut haben ? Meinstu das Gott vnrecht richte / oder der Allmechtige das Recht verkere ? Haben deine Söne fur jm gesündiget / so hat er sie verstossen vmb jrer missethat willen . So du aber dich bey zeit zu Gott thust / vnd dem Allmechtigen flehest . Vnd so du rein vnd from bist / So wird er auffwachen zu dir / vnd wird wider auffrichten die Wonung vmb deiner gerechtigkeit willen . Vnd was du zu erst wenig gehabt hast / wird hernach fast zunemen . Denn frage die vorigen Geschlechte / vnd nim dir fur zu forschen jre Veter . Denn wir sind von gestern her vnd wissen nichts / Vnser Leben ist ein schatten auff Erden . Sie werden dichs leren vnd dir sagen / vnd jre rede aus jrem hertzen erfur bringen . Kan auch die Schilff Jd est / Pintzen . auffwachsen / wo sie nicht feucht stehet ? Oder Gras wachsen on wasser ? Sonst wens noch in der blüt ist / ehe es abgehawen wird verdorret es / ehe man denn hew macht . So gehet es allen denen / die Gottes vergessen / vnd die hoffnung der Heuchler wird verloren sein . Denn seine zuuersicht vergehet / vnd seine hoffnung ist eine Spinneweb . Er verlesset sich auff sein Haus / vnd wird doch nicht bestehen / Er wird sich dran halten / Aber doch nicht stehen bleiben . Es hat wol Früchte ehe denn die Sonne kompt / vnd Reiser wachsen erfur in seinem garten . Seine saat stehet dicke bey den quellen / vnd sein Haus auff steinen . Wenn er jn aber verschlinget von seinem ort / wird er sich gegen jm stellen / Als kennet er jn nicht . Sihe / das ist die freude seines wesens / vnd werden ander aus dem staube wachsen . Darumb sihe / das Gott nicht verwirfft die Fromen / vnd erhelt nicht die hand der Boshafftigen . Bis das dein mund vol lachens werde / vnd deine lippen vol jauchzens . Die dich aber hassen / werden zu schanden werden / vnd der Gottlosen hütte wird nicht bestehen . Hjob antwortet / vnd sprach / Ja ich weis fast wol / das also ist / das ein Mensch nicht rechtfertig bestehen mag gegen Gott . Hat er lust mit jm zu haddern / so kan er jm auff tausent nicht eins antworten . Er ist weise vnd mechtig / Wem ists je gelungen / der sich wider jn gelegt hat ? Er versetzt Berge / ehe sie es innen werden / die er in seinem zorn vmbkeret . Er weget ein Land aus seinem ort / das seine pfeiler zittern . Er spricht zur Sonnen / so gehet sie nicht auff / vnd versiegelt die Sterne . Er breitet den Himel aus allein / vnd gehet auff den wogen des Meers . Er machet den Wagen am himel vnd Orion Jst das helle Gestirne gegen mittag / das die Bauern den Jacobsstab heissen . Die Glucken oder die Henne / sind die sieben kleine Gestirne . vnd die Glucken vnd die Stern gegen mittag . Er thut grosse ding die nicht zu forschen sind / vnd Wunder der keine zal ist . Amos 5 . Sjhe / er gehet fur mir vber / ehe ichs gewar werde / vnd verwandelt sich ehe ichs mercke . Sihe / wenn er schwind hinferet / wer wil jn wider holen ? Wer wil zu jm sagen / was machstu ? Er ist Gott / seinen Zorn kan niemand stillen / vnter jm müssen sich beugen die stoltzen Herrn Die stoltzen Junckherrn / die sich auff jre macht verlassen / vnd jederman helffen können . . Wie solt ich denn jm antworten / vnd wort finden gegen jm ? Wenn ich auch gleich recht habe / kan ich jm dennoch nicht antworten / sondern ich müst vmb mein Recht flehen . Wenn ich jn schon anruffe / vnd er mich erhöret / So gleube ich doch nicht / das er meine stimme höre . Denn er feret vber mich mit vngestüme / vnd macht mir der Wunden viel on vrsach . Er lesst meinen Geist sich nicht erquicken / Sondern macht mich vol betrübnis . Wil man macht / so ist er zu mechtig / Wil man Recht / wer wil mein Zeuge sein ? Sage ich / das ich gerecht bin / So verdammet er mich doch / Bin ich from / So macht er mich doch zu vnrecht . 21Bin ich denn From / So that sichs meine seele nicht annemen / Jch begere keines Lebens mehr . Das ist das eine / das ich gesagt habe / Er bringt vmb beide den Fromen vnd Gottlosen . Wenn er anhebt zu geisseln / So dringet er fort bald zum Tod / vnd spottet der anfechtung der Vnschüldigen . Das Land aber wird gegeben vnter die hand des Gottlosen / Das er jre Richter vnterdrücke / Jsts nicht also / wie solts anders sein ? Meine tage sind schneller gewesen denn ein Lauffer / sie sind geflohen vnd haben nichts guts erlebt . Sie sind vergangen / wie die starcken Schiff / wie ein Adeler fleugt zur speise . Wenn ich gedenck ich wil meiner Klage vergessen / vnd mein geberde lassen faren / vnd mich erquicken . So furchte ich alle meine schmertzen Scilicet , ne redeant . / weil ich weis / das du mich nicht vnschüldig sein lessest . Bin ich denn Gottlos / warumb leide ich denn solche vergebliche plage ? Wenn ich mich gleich mit Schneewasser wüssche / vnd reinigete meine Hende mit dem brunnen . So wirstu mich doch tuncken in Kot / vnd werden mir meine Kleider Das ist / meine Tugent . scheuslich anstehen . Denn er ist nicht mein Gleiche / dem ich antworten möchte / das wir fur Gerichte mit einander kemen . Es ist vnter vns kein Scheideman / noch der seine hand zwisschen vns beide lege . Er neme von mir seine Ruten / vnd las sein schrecken von mir . Das ich müge reden / vnd mich nicht fur jm fürchten dürffe / Sonst kan ich nichts thun / das fur mich sey . Meine Seele verdreusst mein leben / Jch wil meine klage bey mir gehen lassen / vnd reden vom betrübnis meiner seelen . Vnd zu Gott sagen / Verdamne mich nicht / Las mich wissen / warumb du mit mir hadderst ? Gefellet dirs / das du gewalt thust / vnd mich verwirffest / den deine Hende gemacht haben / vnd machest der Gottlosen furnemen zu ehren ? Hastu denn auch fleischliche augen / oder sihestu wie ein Mensch sihet ? Oder ist deine zeit wie eines Menschen zeit ? Oder deine jar wie eines Mans jare ? Das du nach meiner missethat fragest / vnd suchest meine sünde . So du doch weissest / wie ich nicht Gottlos sey / So doch niemand ist / der aus deiner Hand erretten müge . Deine hende haben mich geerbeitet / vnd gemacht alles was ich vmb vnd vmb Nichts ist an mir / das du nicht gemacht hast / oder nicht dein sey . Noch verwirffstu mich / als hette mich ein ander gemacht / der dein Feind were / So gar nimpstu dich deines eigens nicht an . bin / Vnd versenckest mich so gar . Gedenck doch / das du mich aus Leimen gemacht hast / vnd wirst mich wider zu Erden machen . Hastu mich nicht wie Milch gemolcken / vnd wie Kese lassen gerinnen ? Du hast mir haut vnd fleisch angezogen / mit beinen vnd adern hastu mich zusamen gefüget . Leben vnd wolthat hastu an mir gethan / vnd dein auffsehen bewart meinen odem Das ist / mein Leben / das der odem anzeigt . . Vnd wiewol du solchs in deinem hertzen verbirgest / so weis ich doch / das du des gedenckest . Wenn ich sündige / So merckstus bald / vnd lessest meine missethat nicht vngestrafft . Bin ich Gottlos / so ist mir aber weh / Bin ich Gerecht / So thar ich doch mein heubt nicht auffheben / als der ich vol schmach bin vnd sehe mein Elend . Vnd wie ein auffgereckter Lewe jagestu mich / vnd handelst widerumb grewlich mit mir . Du ernewest deine Zeugen wider mich / vnd machest deines zorns viel auff mich / Es zeplagt mich eins vber das ander mit hauffen . Warumb hastu mich aus Mutterleib komen lassen ? Ah / das ich were vmbkomen / vnd mich nie kein auge gesehen hette . So were ich als die nie gewesen sind / von Muterleibe zum grabe bracht . Wil denn nicht ein ende haben mein kurtzes Leben ? vnd von mir lassen / das ich ein wenig erquickt würde ? Ehe denn ich hin gehe vnd kome nicht wider / nemlich / ins Land der finsternis vnd des tunckels . Jns Land / da es stock dicke finster ist / vnd da keine ordenung ist / da es scheinet wie das tunckel . DA antwortet Zophar von Naema / vnd sprach / Wenn einer lang geredt / mus er nicht auch hören ? Mus denn ein Wesscher jmer recht haben ? Müssen die Leute deinem grossen schwetzen schweigen / das du spottest / vnd niemand dich bescheme ? Du sprichst / Meine rede ist rein / vnd lauter bin ich fur deinen augen . Ah das Gott mit dir redet / vnd thet seine lippen auff . Vnd zeigete die heimliche weisheit / Denn er hette noch wol mehr an dir zu thun / auff das du wissest / das er deiner sünde nicht aller gedenckt . Meinstu / das du so viel wissest / als Gott weis / vnd wöllest alles so volkömlich treffen / als der Allmechtige ? Er ist höher denn der Himel / was wiltu thun ? Tieffer denn die Helle / was kanstu wissen ? Lenger denn die Erde / vnd breiter denn das Meer . So er sie vmbkeret oder verbürge / oder in einen Hauffen würffe / wer wils jm wehren ? Denn er kennet die losen Leute / Er sihet die vntugent / vnd solts nicht mercken ? Ein vnnützer Man blehet sich / vnd ein geborn Mensch wil sein wie ein junges Wild Das ist / Frey vnd seins willens . . Wenn du dein hertz hettest gericht / vnd deine hende zu jm ausgebreitet . Wenn du die vntugent / die in deiner hand ist / hettest ferne von dir gethan / das in deiner Hütten kein vnrecht bliebe . So möchtestu dein andlitz auffheben on taddel / vnd würdest fest sein vnd dich nicht fürchten . Denn würdestu der mühe vergessen / vnd so wenig gedencken / als des wassers das fur vbergehet . Vnd die zeit deines Lebens würde auffgehen / wie der mittag / vnd das finster würde ein liechter morgen werden . Vnd dürfftest dich des trösten / das hoffnung da sey / vnd würdest mit ruge ins Grab komen . Vnd würdest dich legen / vnd niemand würde dich auffschrecken / vnd viel würden fur dir flehen . Aber die augen der Gottlosen werden verschmachten / vnd werden nicht entrinnen mügen / Denn jre hoffnung wird jrer Seelen feilen . DA antwortet Hiob / vnd sprach / Ja jr seid die Leute / mit euch wird die weisheit sterben . Jch hab so wol ein hertz als jr / vnd bin nicht geringer denn jr / Vnd wer ist / der solchs nicht wisse ? Wer von seinem Nehesten verlachet wird / der wird Gott anruffen / der wird jn erhören / Der gerechte vnd frome mus verlachet sein . Vnd ist ein verachtet Liechtlin Jd est / Glommend tocht . fur den gedancken der Stoltzen / stehet aber das sie sich dran ergern . Der Verstörer hütten haben die fülle / vnd toben wider Gott thürstiglich / wiewol es jnen Gott in jre hende gegeben hat . Frage doch das Vieh / das wird dichs leren / vnd die Vogel vnter dem Himel / die werden dirs sagen . Oder rede mit der Erden / die wird dichs leren / vnd die fisch im meer werden dirs erzelen . Wer weis solchs alles nicht / das des HERRN Hand das gemacht hat ? Das in seiner Hand ist die Seele alles des da lebet / vnd der Geist alles fleischs eins jglichen ? Prüfet nicht das ohre die rede ? vnd der mund schmeckt die speise ? Ja bey den Grosuetern ist die weisheit Das ist / Jr saget weisheit sey bey den Grosuetern . Jch sage aber sie sey bey Gott / welcher allein aller Könige / Priester / Richter / gewalt / kunst / heiligkeit zu nicht macht . / vnd der verstand bey den Alten . Bey jm ist weisheit vnd gewalt / rat vnd verstand . Sihe / wenn er zubricht / so hilfft kein bawen . Wenn er jemand verschleusst / kan niemand auffmachen . Sihe / wenn er das wasser verschleusst / So wirds alles dürre / Vnd wenn ers auslesset / So keret es das Land vmb . Er ist starck vnd fürets aus / Sein ist der da jrret / vnd der da verfüret . ER füret die Klugen wie ein raub / vnd macht die Richter toll . Er löset auff der Könige zwang / Vnd gürtet mit einem gürtel jre Lenden . Er füret die Priester wie ein raub / Vnd lessts feilen den Fessten . Er wendet weg die lippen der Warhafftigen / vnd nimpt weg die sitten der Alten . Er schüttet verachtung auff die Fürsten / vnd macht den bund der Gewaltigen los . Er öffenet die finstern gründe / vnd bringt er aus das tunckel an das liecht . Er macht etlich zum grossen Volck / vnd bringet sie wider vmb . Er breitet ein Volck aus / vnd treibts wider weg . Er nimpt weg den mut der Obersten des Volcks im Lande / vnd macht sie jrre auff eim vnwege / da kein weg ist . Das sie die finsternis tappen on liecht / vnd macht sie jrre / wie die Trunckene . Sjhe / das hat alles mein auge gesehen / vnd mein ohre gehöret / vnd habs verstanden . Was jr wisset / das weis ich auch / vnd bin nicht geringer denn jr . Doch wolt ich gern wider den Allmechtigen reden / vnd wolt gern mit Gott rechten . Denn jr deutets felschlich / vnd seid alle vnnütze Ertzte . Wolt Gott jr schwiget / so würdet jr weise . Höret doch meine straffe / vnd merckt auff die sache dauon ich rede . Wolt jr Gott verteidigen mit vnrecht / vnd fur jn lisst brauchen ? Wolt jr seine Person ansehen ? Wolt jr Gott vertretten ? Wirds euch auch wolgehen / wenn er euch richten wird ? Meinet jr / das jr jn teuschen werdet / wie man einen Menschen teuschet ? Er wird euch straffen / wo jr Person ansehet heimlich . Wird er euch nicht erschrecken / wenn er sich wird erfür thun ? vnd seine furcht wird vber euch fallen . Ewer Gedechtnis wird vergleicht werden der asschen / vnd ewer Rücke wird wie ein leimen hauffen sein . Schweiget mir / das ich rede / es sol mir nichts feilen . Was sol ich mein fleisch mit meinen Zeenen beissen Das ist / Was sol ich mich viel casteien vnd mir wehthun / So ich doch sterben mus / vnd hilfft mich nicht . Jtem / meine seele in die hende legen / das ist / viel wogen vnd in fahr geben . / vnd meine Seele in meine Hende legen ? Sihe / er wird mich doch erwürgen / vnd ich kans nicht erwarten / Doch wil ich meine wege fur jm straffen . Er wird ja mein Heil sein / Denn es kompt kein Heuchler fur jn . Höret meine rede / vnd meine auslegung fur ewrn ohren . Sihe / ich habe das vrteil schon gefellet / Jch weis / das ich werde gerecht sein . Wer ist der mit mir rechten wil ? Aber nu mus ich schweigen vnd verderben . Zweyerley thu mir nur nicht / so wil ich mich fur dir nicht verbergen . Las deine Hand ferne von mir sein / vnd dein schrecken erschrecke mich nicht . Ruffe mir / ich wil dir antworten / Oder ich wil reden / antworte du mir . Wie viel ist meiner missethat vnd sünden ? Las mich wissen meine vbertrettung vnd sünde . Warumb verbirgestu dein Andlitz / vnd heltest mich fur deinen Feind ? Wiltu wider ein fliegend Blat so ernst sein / vnd ein dürren Halm verfolgen ? Denn du schreibest mir an betrübtnis / vnd wilt mich vmbbringen vmb der sünde willen meiner Jugent . Du hast meinen fus in stock gelegt / vnd hast acht auff alle meine pfadte / vnd sihest auff die fusstapffen meiner füsse . Der ich doch wie ein faul Ass vergehe / vnd wie ein Kleid das die Motten fressen . DER Mensch vom Weibe geborn / lebt kurtze zeit / vnd ist vol vnruge . Gehet auff wie eine Blume vnd fellet abe / Fleucht wie eine Schatten / vnd bleibt nicht . Vnd du thust deine Augen vber solchen auff / das du mich fur dir ins Gericht zeuhest . Wer wil einen Reinen finden bey denen / da keiner rein ist ? Er hat sein bestimpte zeit / die zal seiner monden stehet bey dir / Du hast ein Ziel gesetzt / das wird er nicht vbergehen . Thu dich von jm / das er ruge hab / bis das seine zeit kome / der er wie ein Taglöner wartet . Ejn Bawm hat hoffnung / wenn er schon abgehawen ist / das er sich wider verendere / vnd seine Schüsslinge hören nicht auff . Ob seine Wurtzel in der erden veraltet / vnd sein Stam in dem staub erstirbt . So grunet er doch wider vom geruch des wassers / vnd wechst da her als were er gepflantzt . Wo ist aber ein Mensch / wenn er tod vnd vmbkomen vnd da hin ist ? Wie ein wasser ausleufft aus dem See / vnd wie ein strom versieget vnd vertrocknet . So ist ein Mensch wenn er sich legt / vnd wird nicht auffstehen / vnd wird nicht auffwachen / so lange der Himel bleibt / noch von seinem schlaff erweckt werden . AH / das du mich in der Helle verdecktest / vnd verbergest bis dein zorn sich lege / vnd setzest mir ein ziel / das du an mich denckest . Meinstu ein todter Mensch werde wider leben ? Jch harre teglich / die weil ich streitte / bis das meine verenderung kome . Das du wollest mir ruffen / vnd ich dir antworten / vnd wöllest das werck deiner Hende nicht ausschlahen . Denn du hast schon meine Genge gezelet / Aber du woltest ja nicht acht haben auff meine sünde . Du hast meine vbertrettung in einem Bündlin versiegelt / vnd meine missethat zusamen gefasset . Zufellet doch ein Berg vnd vergehet / vnd ein fels wird von seinem ort versetzt . Wasser wesschet steine weg / vnd die tropffen flötzen die erden weg / Aber des Menschen hoffnung Das ist / Fur dem Tod hat er keine hoffnung in diesem leben . ist verloren . Denn du stossest jn gar vmb / das er da hin feret / verenderst sein wesen / vnd lessest jn faren . Sind seine Kinder in ehren / das weis er nicht / Oder ob sie geringe sind / des wird er nicht gewar . Weil er das fleisch antregt / mus er schmertzen haben / Vnd weil seine Seele noch bey jm ist / mus er leide tragen . DA antwortet Eliphas von Theman / vnd sprach / Sol ein weiser Man so auffgeblasen wort reden / vnd seinen Bauch so blehen mit losen reden ? Du straffest mit worten die nicht tügen / Vnd dein reden ist kein nütze . Du hast die furcht faren lassen / vnd redest zu verechtlich fur Gott . Denn deine missethat leret deinen mund also / Vnd hast erwelet ein schalckhafftige Zunge . Dein mund wird dich verdammen / vnd nicht ich / Deine lippen sollen dir antworten . Bistu der erste Mensch geborn ? Bistu vor allen Hügeln empfangen ? Hastu Gottes heimlichen rat gehört ? Vnd ist die weisheit selbs geringer denn du ? Was weissestu / das wir nicht wissen ? Was verstehestu / das nicht bey vns sey ? Es sind graw vnd alte vnter vns / die lenger gelebt haben denn deine Veter . Solten Gottes tröstung so geringe Das ist / Meinstu das Gott die sünder tröste / vnd seinen trost so gering hinwerffe / Du must zuuor from werden etc . fur dir gelten ? Aber du hast jrgend noch ein heimlich stück bey dir . Was nimpt dein hertz fur ? Was sihestu so stoltz ? Was setzt sich dein mut wider Gott / das du solche rede aus deinem munde lessest ? Was ist ein Mensch / das der solt rein sein / vnd das er solt gerecht sein / der vom Weibe geborn ist ? Sihe / vnter seinen Heiligen ist keiner on taddel / vnd die Himel sind nicht rein fur jm . Wie viel mehr ein Mensch / der ein Grewel vnd schnöde ist / Der vnrecht seufft wie wasser . Jch wil dirs zeigen / höre mir zu / Vnd wil dir erzelen / was ich gesehen habe . Was die weisen gesagt haben / vnd jren Vetern nicht verholen gewesen ist . Welchen allein das Land gegeben ist / das kein Frembder durch sie gehen mus . Der Gottlose bebet sein lebenlang / vnd dem Tyrannen ist die zal seiner jar verborgen . Was er höret / das schrecket jn / Vnd wens gleich friede ist / furcht er sich / der Verderber kome . Gleubt nicht / das er müge dem vnglück entrinnen / vnd versihet sich jmer des Schwerts . Er zeucht hin vnd her nach Brot / vnd dünckt jn jmer / die zeit seines vnglücks sey furhanden . Angst vnd not schrecken jn / vnd schlahen jn nider / als ein König mit einem Heer . Denn er hat seine hand wider Gott gestreckt / vnd wider den Allmechtigen sich gestreubet . Er leufft mit dem kopff an jn / vnd ficht halsstarriglich wider jn . Er brüstet sich Scilicet contra Deum , sicut Bos pingus , crassus et pugnax . / wie ein fetter wanst / Vnd macht sich fett vnd dick . ER wird aber wonen in verstöreten Stedten / da keine Heuser sind / sondern auff einem hauffen ligen . Er wird nicht reich bleiben / vnd sein Gut wird nicht bestehen / vnd sein Glück wird sich nicht ausbreiten im Lande . Vnfall wird nicht von jm lassen / Die flamme wird seine zweige verdorren / vnd durch den odem jres mundes jn wegfressen . Er wird nicht bestehen / denn er ist in seinem eitel dunckel betrogen / Vnd eitel wird sein lohn werden . Er wird ein ende nemen / wens jm vneben ist / vnd sein Zweig wird nicht grunen . Er wird abgerissen werden / wie ein vnzeitige Drauben vom Weinstock / vnd wie ein Olebawm seine blüet abwirfft . Denn der Heuchler versamlung wird einsam bleiben / vnd das fewr wird die Hütten fressen / die Geschencke nemen . Er gehet schwanger mit vnglück / vnd gebirt mühe / vnd jr Bauch bringt feil . Psal . 7 . Hjob antwortet / vnd sprach / Jch habe solchs offt gehöret / Jr seid alle zumal leidige Tröster / Wöllen die lose wort kein ende haben ? Oder was macht dich so frech also zu reden ? Jch künd auch wol reden wie jr / Wolt Gott / ewr Seele were an meiner seelen stat / Jch wolt auch mit worten an euch setzen / vnd mein Heubt also vber euch schütteln . Jch wolt euch stercken mit dem munde / vnd mit meinen lippen trösten . Aber wenn ich schon rede / So schonet mein der schmertze nicht / Las ichs anstehen / So gehet er nicht von mir . NV aber macht er mich müde / vnd verstöret alles was ich bin . Er hat mich runtzlicht gemacht / vnd zeuget Das ist jr behelff wider mich . wider mich / Vnd mein Widersprecher lehnet sich wider mich auff / vnd antwortet wider mich . Sein grim reisset / vnd der mir gram ist / beisset die Zeene vber mich zusamen / mein Widersacher fünckelt mit seinen augen auff mich . Sie haben jren mund auffgesperret wider mich / vnd haben mich schmehlich auff meine Backen geschlagen / Sie haben jren mut mit einander an mir gekület . Gott hat mich vbergeben dem Vngerechten / vnd hat mich in der Gottlosen hende lassen komen . Jch war reich / Aber er hat mich zu nicht gemacht / Er hat mich beim Hals genomen vnd zustossen / vnd hat mich jm zum Ziel auffgericht . Er hat mich vmbgeben mit seinen Schützen / Er hat meine Nieren gespalten vnd nicht verschonet / Er hat meine Gallen auff die erden geschut . Er hat mir eine wunde vber die andern gemacht / Er ist an mich gelauffen wie ein Gewaltiger . Jch habe einen Sack vmb meine haut geneet / vnd habe mein Horn Das ist / mein gewalt / macht vnd herrschafft / vnd war auff ich mich verlies . in den staub gelegt . Mein andlitz ist geschwollen von weinen / Vnd mein augenliede sind vertunckelt . Wiewol kein freuel in meiner hand ist / vnd mein Gebet ist rein . Ah erde verdecke mein Blut nicht / vnd mein geschrey müsse nicht raum finden . Auch sihe da / mein Zeuge ist im Himel / vnd der mich kennet ist in der höhe . Meine freunde sind meine Spötter / Aber mein auge threnet zu Gott . Wenn ein Man künd mit Gott rechten / wie ein Menschen kind / mit seinem Freunde . Aber die bestimpten jar sind komen / vnd ich gehe hin des weges / den ich nicht wider komen werde . Mein odem ist schwach / vnd meine tage sind abgekürtzt / das Grab ist da . Niemand ist von mir geteuschet / noch mus mein Auge darumb bleiben in betrübnis . Ob du gleich einen Bürgen fur mich woltest / wer wil fur mich geloben ? Du hast jren Hertzen den verstand verborgen / darumb wirstu sie nicht erhöhen . Er rhümet wol seinen Freunden die ausbeute / Aber seiner Kinder augen werden verschmachten . Er hat mich zum Sprichwort vnter den Leuten gesetzt / vnd mus ein Wunder vnter jnen sein . Mein gestalt ist tunckel worden fur trawren / vnd alle meine glieder sind wie ein schatten . Darüber werden die Gerechten vbel sehen / vnd die Vnschuldigen werden sich setzen wider die Heuchler . Der Gerechte wird seinen weg behalten / Vnd der von reinen henden wird starck bleiben . Wolan / so keret euch alle her vnd kompt / Jch werde doch keinen Weisen vnter euch finden . Meine tage sind vergangen / meine Anschlege sind zutrennet / die mein hertz besessen haben . Vnd haben aus der nacht tag gemacht / vnd aus dem tage nacht . Wenn ich gleich lange harre / so ist doch die Helle mein haus / vnd im finsternis ist mein Bette gemacht . Die Verwesung heis ich meinen Vater / vnd die würme meine Mutter vnd meine Schwester . Was sol ich harren ? vnd wer achtet mein hoffen ? Hinunter in die Helle wird es faren / vnd wird mit mir in dem staub ligen . DA antwortet Bildad von Suah / vnd sprach / Wenn wolt jr der rede ein ende machen ? Mercket doch / darnach wöllen wir reden . Warumb werden wir geachtet wie Vieh / vnd sind so vnrein fur ewren augen ? Wiltu fur bosheit bersten ? Meinstu / das vmb deinen willen die Erden verlassen werde / vnd der fels von seinem ort versetzt Das ist / Gott wirds mit dir nicht anders machen denn mit allen andern / vnd seine weise nicht lassen vmb deinet willen . werde ? Auch wird das Liecht der Gottlosen verlesschen / vnd der funcke seines fewrs wird nicht leuchten . Das Liecht wird finster werden in seiner Hütten / vnd seine Leuchte vber jm verlesschen . Die zugenge seiner Habe werden schmal werden / vnd sein Anschlag wird jn fellen . Denn er ist mit seinen füssen in strick bracht / vnd wandelt im Netze . Der strick wird seine fersen halten / vnd die Dürstigen werden jn erhasschen . Sein Strick ist gelegt in die erden / vnd seine Falle auff seinem gang . Vmb vnd vmb wird jn schrecken plötzliche furcht / das er nicht weis / wo er hin aus sol . Hvnger wird seine habe sein / vnd vnglück wird jm bereit sein vnd anhangen . Die sterck seiner haut wird verzehret werden / vnd seine stercke wird verzehren der fürst des Tods Das ist / Die macht vnd gewalt des todtes . Also auch König des schreckens / ist die gewalt des schreckens / das er mus vnterliegen vnd nicht entrinnen kan . . Seine hoffnung wird aus seiner Hütten gerottet werden / vnd sie werden jn treiben zum Könige des schreckens . Jn seiner Hütten wird nichts bleiben / vber sein Hütten wird schwefel gestrewet werden . Von vnten werden verdorren seine Wurtzel Wurtzel heisst er alles was in der Erden gepflantzet ist . Erndten alles was oben aus wechst / es sey korn / öle / wein etc . / vnd von oben abgeschnitten sein Erndte . Sein gedechtnis wird vergehen in dem Lande / Vnd wird keinen namen haben auff der gassen . Er wird vom liecht ins finsternis vertrieben werden / vnd vom Erdboden verstossen werden . Er wird keine Kinder haben vnd keine Neffen vnter seinem volck / Es wird jm keiner vberbleiben in seinen Gütern . Die nach jm komen / werden sich vber seinen tag entsetzen / Vnd die vor jm sind / wird eine furcht ankomen . Das ist die wonung des Vngerechten / vnd dis ist die stete des / der Gott nicht achtet . Hjob antwortet vnd sprach / Was plaget jr doch meine Seele / vnd peiniget mich mit worten ? Jr habt mich nu zehen mal gehönet / vnd schemet euch nicht / das jr mich also vmbtreibet . Jrre ich / so jrre ich mir . Aber jr erhebet euch warlich wider mich / vnd schelt mich zu meiner schmach . Merckt doch einst / das mir Gott vnrecht thut / vnd hat mich mit seinem Jagestrick vmbgeben . Sihe / ob ich schon schrey vber freuel / so werde ich doch nicht erhöret / Jch ruffe / vnd ist kein recht da . Er hat meinen weg verzeunet / das ich nicht kan hinüber gehen / Vnd hat finsternis auff meinen steig gestellet . Er hat meine Ehre mir ausgezogen / vnd die Krone von meinem Heubt genomen . Er hat mich zubrochen vmb vnd vmb / vnd lesst mich gehen / Vnd hat ausgerissen meine Hoffnung ( Ehre / Krone / Hoffnung ) Jst alles geredt vom zeitlichen leben in guter ruge . wie einen Bawm . Sein zorn ist vber mich ergrimmet / vnd er achtet mich fur seinen feind . Seine Kriegsleute sind mit einander komen / vnd haben jren weg vber mich gepflastert / vnd haben sich vmb meine Hütten her gelagert . Er hat meine Brüder ferne von mir gethan / Vnd meine Verwandten sind mir frembde worden . Meine Nehesten haben sich entzogen / Vnd meine Freunde haben mein vergessen . Meine Hausgenossen vnd meine Megde achten mich fur frembde / Jch bin vnbekand worden fur jren augen . Jch rieff meinem Knecht / vnd er antwortet mir nicht / Jch muste jm flehen mit eigenem munde . Mein Weib stellet sich frembd wenn ich jr ruffe / Jch mus flehen den Kindern meines Leibs . Auch die junge Kinder geben nichts auff mich / Wenn ich mich wider sie setze / so geben sie mir böse wort . Alle meine getrewen haben Grewel an mir / Vnd die ich lieb hatte / haben sich wider mich gekeret . Mein gebein hanget an meiner haut vnd fleisch / vnd kan meine zeene mit der haut nicht bedecken . Erbarmet euch mein / erbarmet euch mein / jr meine Freunde / Denn die hand Gottes hat mich gerürt . Warumb verfolget jr mich / gleich so wol als Gott / vnd künd meines fleisches nicht sat werden Das ist / Künd nicht auffhören mich zu beissen vnd zu straffen . ? Ah das meine rede geschrieben würden / Ah / das sie in ein Buch gestellet würden . Mit einem eisern Griffel auff bley / vnd zu ewigem gedechtnis in einen Fels gehawen würden . Aber ich weis das mein Erlöser Retter , uindex Quia Christus uindicat nos contra Homicidam nostrum Diabolum . lebet / vnd er wird mich hernach aus der Erden auffwecken . Vnd werde darnach mit dieser meiner haut vmbgeben werden / vnd werde in meinem fleisch Gott sehen . Den selben werde ich mir sehen / vnd meine augen werden jn schawen / vnd kein frembder . Meine nieren sind verzeret in meinem schos / denn jr sprecht / Wie wöllen wir jn verfolgen / vnd eine sache zu jm finden ? Fürchtet euch fur dem schwert / Denn das schwert ist der zorn vber die missethat / Auff das jr wisset / das ein Gericht sey . DA antwortet Zophar von Naema / vnd sprach / Darauff mus ich antworten / vnd kan nicht harren . Vnd wil gern hören / wer mir das sol straffen vnd taddeln / Denn der geist meins verstands sol fur mich antworten . Weissestu nicht / das allezeit so gegangen ist / sint das Menschen auff erden gewesen sind . Das der rhum der Gottlosen stehet nicht lang / vnd die freude des Heuchlers weret ein augenblick ? Wenn gleich seine höhe in den Himel reichet / vnd sein heubt an die wolcken rüret / So wird er doch zu letzt vmbkomen wie ein dreck / Das die / fur denen er ist angesehen / werden sagen / wo ist er ? Wie ein trawm vergehet / so wird er auch nicht funden werden / Vnd wie ein Gesicht in der nacht verschwindet . Welch auge jn gesehen hat wird jn nicht mehr sehen / Vnd seine stete wird jn nicht mehr schawen / Seine Kinder werden betteln gehen / Vnd seine hand wird jm mühe zu lohn geben . Seine Beine werden seine heimliche sünde wol bezalen / vnd werden sich mit jm in die erden legen . Wenn jm die Bosheit gleich in seinem munde wol schmeckt / wird sie doch jm in seiner zungen feilen Wenn er bosheit anfehet / hat er wollust vnd ruge . Aber es wird nicht weren / wird bald bitter schmecken . . Sie wird auffgehalten / vnd jm nicht gestattet / vnd wird jm geweret werden in seinem halse . Seine speise inwendig im Leibe wird sich verwandeln in Ottergallen . Die Güter / die er verschlungen hat / mus er wider ausspeien / vnd Gott wird sie aus seinem bauch stossen . Er wird der Ottern galle saugen Das ist / Er wird tödlich hertzenleid vnd jamer leiden / vnd alles guten beraubet werden . . / Vnd die zunge der Schlangen wird jn tödten . Er wird nicht sehen die Ströme noch die wasserbeche / die mit honig vnd butter fliessen . Er wird erbeiten / vnd des nicht geniessen / Vnd seine Güter werden andern / das er der nicht fro wird . Denn er hat vnterdrückt vnd verlassen den armen / Er hat Heuser zu sich gerissen / die er nicht erbawet hat . Denn sein wanst kund nicht vol werden / vnd wird durch sein köstlich Gut nicht entrinnen . Es wird seiner Speise nichts vberbleiben / Darumb wird sein gut Leben keinen bestand haben . Wenn er gleich die fülle vnd genug hat / wird jm doch angst werden / Aller hand mühe wird vber jn komen . ES wird jm der wanst ein mal vol werden / Vnd er wird den grim seines Zorns vber jn senden / Er wird vber jn regenen lassen seinen streit . Er wird fliehen fur dem eisern Harnisch / Vnd der ehern Bogen wird jn veriagen . Ein blos Schwert wird durch jn ausgehen / vnd des schwerts blitzen / der jm bitter sein wird / wird mit schrecken vber jn faren / Es ist kein finsternis da / die jn verdecken möchte . Es wird jn ein fewr verzeren das nicht auffgeblasen Das ist / Ein fewr von Gott angezündet / nicht durch Menschen auffgeblasen . ist / Vnd wer vbrig ist in seiner Hütten / dem wirds vbel gehen . Der Himel wird seine missethat eröffenen / Vnd die erde wird sich wider jn setzen . Das getreide in seinem Hause wird weggefüret werden / zustrewet am tage seins zorns . Das ist der lohn eines gottlosen Menschen bey Gott / vnd das erbe seiner rede bey Gott . Hjob antwortet / vnd sprach / Höret doch zu meiner rede / vnd lasst euch raten / Vertragt mich / das ich auch rede / vnd spottet darnach mein . Handel ich denn mit einem Menschen / das mein mut hierin nicht solt vnwillig sein ? Keret euch her zu mir / jr werdet saur sehen / vnd die hand auffs maul legen müssen . Wenn ich daran gedenck / so erschrecke ich / vnd zittern kompt mein fleisch an . Warumb leben denn die Gottlosen / werden alt vnd nemen zu mit gütern ? Jr Same ist sicher vmb sie her / vnd jr Nachkömling sind bey jnen . Jr Haus hat friede fur der furcht / vnd Gottes ruten ist nicht vber jnen . Seine ochsen lesst man zu / vnd misrett jm nicht / Seine kue kalbet / vnd ist nicht vnfruchtbar . Jre jungen Kinder gehen aus / wie eine herd / vnd jre Kinder lecken . Sie jauchzen mit Paucken vnd Harffen / vnd sind frölich mit Pfeiffen . Sie werden alt bey guten tagen / vnd erschrecken kaum ein augenblick Das ist / Sie leben bis an den tod wol vnd da ists vmb ein bösen augenblick mit jnen zu thun / so sind sie hindurch . Jch aber mus so lange zeit schrecken vnd vnglück leiden . fur der Helle . Die doch sagen zu Gott / Heb dich von vns / wir wöllen von deinen wegen nicht wissen . Wer ist der Allmechtige / das wir jm dienen solten ? oder was sind wirs gebessert / so wir jn anruffen ? Jere . 12 . ; Abac . 1 . ; Mal . 3 . Aber sihe / jr gut stehet nicht in jren henden / Darumb sol der Gottlosen sinn ferne von mir sein . Wie wird die leuchte der Gottlosen verlesschen vnd jr vnglück vber sie komen ? Er wird hertzenleid austeilen in seinem zorn . Sie werden sein wie stoppeln fur dem winde / vnd wie sprew die der Sturmwind wegfüret . Gott behelt desselben vnglück auff seine Kinder / Wenn ers jm vergelten wird / so wird mans jnnen werden . Seine augen werden sein verderben sehen / vnd vom grim des Allmechtigen wird er trincken . Denn wer wird gefallen haben an seinem Hause nach jm ? vnd die zal seiner monden wird kaum halb bleiben . Wer wil Gott leren / der auch die Hohen richtet ? Dieser stirbet frisch vnd gesund / in allem reichthum vnd voller gnüg . Sein melckfas ist vol milch / vnd seine gebeine werden gemest mit marck . Jener aber stirbet mit betrübter seelen / vnd hat nie mit freuden gessen . Vnd ligen gleich mit einander in der erden / vnd Würme decken sie zu . Sjhe / ich kenne ewer gedancken wol / vnd ewer freuel furnemen wider mich . Denn jr sprecht / Wo ist das haus des Fürsten ? vnd wo ist die Hütten da die Gottlosen woneten ? Redet jr doch dauon / wie der gemeine Pöbel / vnd merckt nicht was jener wesen bedeutet . Denn der Böse wird behalten auff den tag des verderbens / vnd auff den tag des grimmens bleibt er . Wer wil sagen / was er verdienet / wenn mans eusserlich ansihet ? Wer wil jm vergelten Das ist / Wer kans vrteilen was jm zu vergelten sey on Gott allein . was er thut ? Aber er wird zum Grabe gerissen / vnd mus bleiben bey den hauffen Das ist / Es ist jm auch ein Grab bereit / vnter andern Grebern . . Es gefiel jm wol der schlam des Bachs / vnd alle Menschen werden jm nach gezogen / vnd dere / die fur jm gewesen sind / ist keine zal . Wie tröstet jr mich so vergeblich ? vnd ewer Antwort findet sich vnrecht . DA antwortet Eliphas von Thema / vnd sprach / Was darff Gott eines starcken / Vnd was nutzt jm ein Kluger ? Meinstu das dem Allmechtigen gefalle / das du dich so from machest ? Oder was hilffts jn / ob du deine wege gleich on wandel achtest ? Meinstu er wird sich fur dir fürchten dich zu straffen / vnd mit dir fur gericht tretten ? Ja deine bosheit ist zu gros / vnd deiner missethat ist kein ende . Du hast etwa deinem Bruder ein Pfand genomen on vrsach / Du hast den Nacketen die kleider ausgezogen . Du hast die Müden nicht getrenckt mit wasser / vnd hast dem Hungerigen dein brot versagt . Du hast gewalt im Lande geübt / vnd prechtig drinnen gesessen . Die widwen hastu leer lassen gehen / vnd die arm der Waisen zubrochen . Darumb bistu mit stricken vmbgeben / vnd furcht hat dich plötzlich erschreckt . Soltestu denn nicht die finsternis Finsternis heisst trübsal vnd vnglück . Widerumb Liecht / heisset glück vnd heil . sehen / vnd die Wasserflut / dich nicht bedecken ? Sjhe / Gott ist hoch droben im Himel / vnd sihet die Sternen droben in der höhe / Vnd du sprichst / was weis Gott ? Solt er das im tunckel ist richten können ? Die wolcken sind seine vordecke / vnd sihet nicht / vnd wandelt im vmbgang des Himels . Wiltu der welt laufft achten / darinnen die Vngerechten gegangen sind ? Die vergangen sind ehe denn es zeit war / vnd das wasser hat jren grund weg gewasschen . Die zu Gott sprachen / Heb dich von vns / was solt der Allmechtige jnen thun können ? So er doch jr Haus mit güter füllet / Aber der Gottlosen meinung sey ferne von mir . Die Gerechten werden sehen vnd sich frewen / vnd der Vnschüldige wird jr spotten . Was gilts / jr wesen wird verschwinden / vnd jr vbriges das fewr verzeren ? SO vertrage dich nu mit jm vnd habe friede / Daraus wird dir viel guts komen . Höre das Gesetz von seinem munde / vnd fasse seine rede in dein hertz . Wirstu dich bekeren zu dem Allmechtigen / so wirstu gebawet werden / vnd vnrecht ferne von deiner Hütten thun . So wirstu fur erden gold geben / vnd fur die felsen güldene beche . Vnd der Allmechtige wird dein gold sein / vnd silber wird dir zugeheufft werden . Denn wirstu deine lust haben an dem Allmechtigen / vnd dein andlitz zu Gott auffheben . So wirstu jn bitten / vnd er wird dich hören / vnd wirst deine gelübde bezalen . Was du wirst furnemen wird er dir lassen gelingen / Vnd das liecht wird auff deinem wege scheinen . Denn die sich demütigen / die erhöhet er / Vnd wer seine augen niderschlegt / der wird genesen . Vnd der vnschüldige wird errettet werden / Er wird aber errettet vmb seiner hende reinigkeit willen . Hjob antwortet / vnd sprach / Meine rede bleibt noch betrübt / meine macht ist schwach vber meinem seuffzen . Ah das ich wüste / wie ich jn finden / vnd zu seinem Stuel komen möcht . Vnd das recht fur jm solt furlegen / vnd den mund vol straffe fassen . Vnd erfaren die Rede die er mir antworten / vnd vernemen / was er mir sagen würde . Wil er mit grosser macht mit mir rechten ? Er stelle sich nicht so gegen mir . Sondern lege mirs gleich fur / so wil ich mein Recht wol gewinnen . Aber gehe ich nu stracks fur mich / so ist er nicht da / Gehe ich zu rück / so spür ich jn nicht . Jst er zur lincken / so ergreiff ich jn nicht / Verbirget er sich zur rechten / so sehe ich jn nicht . ER aber kennet meinen weg wol / Er versuche mich / so wil ich erfunden werden / wie das gold . Denn ich setze meinen fuss auff seiner ban / vnd halte seinen weg vnd weiche nicht ab . Vnd trette nicht von dem Gebot seiner Lippen / vnd beware die rede seines mundes mehr denn ich schüldig bin . Er ist einig Also Gal . 3 . Gott ist einig / Des einigen aber ist kein Mittler . / wer wil jm antworten ? vnd er machts wie er wil . Vnd wenn er mir gleich vergilt / was ich verdienet habe / so ist sein noch mehr da hinden . Darumb erschreck ich fur jm / vnd wenn ichs mercke / so fürcht ich mich fur jm . Gott hat mein hertz blöde gemacht / vnd der Allmechtige hat mich erschreckt . Denn die finsternis machts kein ende mit mir / vnd das tunckel wil fur mir nicht verdeckt werden . Warumb solten die zeit Weil Gott die Bösen so lesst machen wie sie wöllen / so scheinet es / als wisse er nichts drumb . Weil jr denn sagt / er straffe die Bösen vnd nicht die Fromen / So müsset jr zugeben / das ers nicht wisse / vnd die jn kennen / auch nicht wissen / zu welcher zeit er straffen werde / wie jr euch rhümet zu wissen . dem Allmechtigen nicht verborgen sein ? Vnd die jn kennen / sehen seine tage nicht . Sie treiben die grentzen zu rück / sie rauben die herde vnd weiden sie . Sie treiben der Waisen esel weg / vnd nemen der Widwen ochsen zu pfande . Die armen müssen jnen weichen / vnd die dürfftigen im Lande müssen sich verkriechen . Sihe / das wild Die freien / frechen Leute vnd Tyrannen . in der wüsten gehet er aus wie sie pflegen / früe zum raub / das sie speise bereiten fur die Jungen . Sie erndten auff dem acker / alles was er tregt / vnd lesen den weinberg / den sie mit vnrecht haben . Die nacketen lassen sie liegen / vnd lassen jnen keine decke im frost / den sie die Kleider genomen haben . Das sie sich müssen zu den felsen halten / wenn ein Platzregen von bergen auff sie geusst / weil sie sonst keinen trost haben . Sje reissen das Kind von den brüsten / vnd machens zum waisen / vnd machen die Leute arm mit pfenden . Den Nacketen lassen sie on kleider gehen / vnd den Hungerigen nemen sie die garben . Sie zwingen sie öle zu machen auff jrer eigen mülen / vnd jre eigen kelter zutretten / Vnd lassen sie doch durst leiden . Sie machen die Leute in der stad süfftzend / vnd die Seele der erschlagenen schreiend / vnd Gott stürtzet sie nicht . Darumb sind sie abtrünnig worden vom liecht / vnd kennen seinen weg nicht / vnd keren nicht wider zu seiner strassen . Wenn der tag anbricht / stehet auff der Mörder / vnd erwürget den armen vnd dürfftigen / Vnd des nachts ist er wie ein Dieb . Das auge des Ehebrechers hat acht auff das tunckel / vnd spricht / Mich sihet kein auge / vnd meinet er sey verborgen . Jm finstern bricht er zun Heusern ein / Des tages verbergen sie sich mit einander / vnd schewen das liecht . Denn wo jnen der morgen kompt / ists jnen wie ein finsternis / Denn er fület das schrecken der finsternis . Er feret leichtfertig wie auff eim wasser da hin / seine Habe wird geringe im Lande / vnd bawet Das ist / die der hurerey nachgehen / bringen jr Gut vmb vnd lassens vngebawet . seinen Weinberg nicht . Die Helle nimpt weg die da sündigen / Wie die hitze vnd dürre das Schneewasser verzeret . ES werden sein vergessen die barmhertzigen / Seine lust wird wormicht werden / sein wird nicht mehr gedacht / Er wird zubrochen werden wie ein fauler Bawm . Er hat beleidiget / die Einsame die nicht gebirt / Vnd hat der Widwen kein guts gethan . Vnd die Mechtigen vnter sich gezogen mit seiner krafft / Wenn er stehet / wird er seines Lebens nicht gewis sein . Er macht jm wol selbs eine sicherheit / Doch sehen seine augen auff jr thun Das ist / das sie nicht ein Auffrhur wider jn machen / dempffet er sie jmerdar vnd mus also sicherheit mit list suchen / Aber es weret nicht . . Sie sind eine kleine zeit erhaben / vnd werden zu nicht / vnd vnterdruckt / vnd gantz vnd gar ausgetilget werden / Vnd wie die erste blüet an den ehern / werden sie abgeschlagen werden . Jsts nicht also ? wolan / wer wil mich lügen straffen / vnd beweren / das meine Rede nichts sey ? DA antwortet Bildad Wer solt dir thun ? Gott ist Allmechtig vnd kan wol steuren den Grossen / Wenn du nur from werest . Vnd du meinst / Er wisse es nicht / wie du jtzt newlich gesagt hast . von Suah / vnd sprach / Jst nicht die Herrschafft vnd furcht bey jm / der den frieden macht vnter seinen Höhesten ? Wer wil seine Kriegsleute zelen ? vnd vber welchen gehet nicht auff sein liecht ? Vnd wie mag ein Mensch gerecht fur Gott sein ? vnd wie mag rein sein eins weibs kind ? Sihe / der Mond scheinet noch nicht / vnd die Sterne sind noch nicht rein fur seinen augen . Wie viel weniger ein Mensch / die made / vnd ein Menschen Kind / der wurm . Hjob antwortet / vnd sprach / Wem stehestu bey ? Dem der keine krafft hat / Hilffstu dem der keine stercke in armen hat ? wem gibstu rat ? Dem der keine weisheit hat ? vnd zeigest einem Mechtigen / wie ers ausfüren sol ? Fur wen redestu ? vnd fur wen gehet der odem von dir ? Die Risen Die grossen Walfisch / welche bedeuten die grossen Tyrannen auff Erden . engsten sich vnter den wassern / vnd die bey jnen wonen . Die Hell ist auffgedeckt fur jm / vnd das verderben hat keine decke . Er breitet aus die Mitternacht nirgent an / vnd henget die Erden an nichts . Er fasset das Wasser zusamen in seine wolcken / vnd die Wolcken zureissen drunder nicht . Er helt seinen Stuel / vnd breitet seine wolcken dafur . Er hat vmb das Wasser ein ziel gesetzt / bis das liecht sampt dem finsternis vergehe . Die seulen des Himels / zittern / vnd entsetzen sich fur seinem schelten . Fur seiner Krafft wird das Meer plötzlich vngestüm / vnd fur seinem verstand erhebt sich die höhe des meers . Am Himel wirds schön durch seinen Wind / vnd seine Hand bereitet die gerade Schlangen . Sihe / also gehet sein thun / Aber dauon haben wir ein gering wörtlin vernomen / Wer wil aber den donner seiner macht verstehen ? VND Hiob fur fort vnd hub an feine Sprüche / vnd sprach / So war Gott lebt / der mir mein Recht nicht gehen lesst / vnd der Allmechtige / der mein Seel betrübt . So lange mein odem in mir ist / vnd das schnauben von Gott in meiner nasen ist / meine lippen sollen nichts vnrechts reden / vnd mein zunge sol keinen betrug sagen . Das sey ferne von mir / das ich euch recht gebe / Bis das mein ende kompt / wil ich nicht weichen von meiner frömkeit . Von meiner gerechtigkeit die ich habe / wil ich nicht lassen / Mein gewissen beisset mich nicht meines gantzen Lebens halben . Aber mein Feind wird erfunden werden ein Gottloser / vnd der sich wider mich aufflehnet / ein vnrechter . Denn was ist die hoffnung des Heuchlers Heuchler heisset in diesem Buch allenthalben / einen falschen Menschen / Wie sie alle sind fur Gott on glauben . / das er so geitzig ist / vnd Gott doch seine seele hin reisset ? Meinstu / das Gott sein schreien hören wird / wenn die angst vber jn kompt ? Wie kan er an dem Allmechtigen lust haben / vnd Gott etwa anruffen ? Jch wil euch leren von der hand Gottes / vnd was bey dem Allmechtigen gilt / wil ich nicht verhelen . Sihe jr haltet euch alle fur klug / Warumb gebt jr denn solch vnnütze ding fur ? Das ist der lohn eins gottlosen Menschen bey Gott / vnd das erbe der Tyrannen / das sie von dem Allmechtigen nemen werden . Wird er viel Kinder haben / so werden sie des Schwerts sein . Vnd seine Nachkömlinge werden des Brots nicht sat haben . Seine Vbrigen werden im Tod begraben werden / Vnd seine Widwe werden nicht weinen Sie werden fro werden / das der tod ist . . Wenn er geld zusamen bringet wie erden / vnd samlet Kleider wie leimen . So wird er es wol bereiten / Aber der Gerecht wird es anziehen / vnd der Vnschüldige wird das geld austeilen . Er bawet sein Haus wie eine Spinne / vnd wie ein Hütter eine Schawr macht . Der Reiche wenn er sich legt / wird ers nicht mit raffen / Er wird seine augen auff thun / vnd da wird nichts sein . Es wird jn schrecken vberfallen / wie Wasser / des nachts wird jn das vngewitter wegnemen . Der Ostwind wird jn wegfüren / das er da hin feret / Vnd vngestüm wird jn von seinem ort treiben . Er wird solchs vber jn füren / vnd wird sein nicht schonen / Es wird jm alles aus seinen henden entpfliehen . Man wird vber jn mit den henden klappen / vnd vber jn zisschen da er gewesen ist . ES hat das Silber seine genge / vnd das Gold seinen ort da mans schmeltzt . Eisen bringet man aus der erden / Vnd aus den steinen schmeltzt man ertz . Es wird je des finstern Das ist / man grebet zu letzt so tieff / Das man findet das verborgen ligt im finsternis der erden . etwa ein ende / vnd jemand findet ja zu letzt den Schifer tieff verborgen . Es bricht ein solcher Bach erfür / das die drumb wonen / den weg daselbs verlieren / Vnd fellt wider / vnd scheusst da hin von den Leuten . Man bringet auch fewr vnten aus der Erden / da doch oben speise auffwechst . Man findet Saphir an etlichen örtern / vnd Erdenklösse da gold ist . Den steig kein Vogel erkand hat / vnd kein Geiers auge gesehen . Es haben die stoltzen Kinder Das sind junge Lewen . nicht drauff getretten / vnd ist kein Lewe drauff gegangen . Auch legt man die hand an die fels / vnd grebt die Berge vmb . Man reisset Beche aus den felsen / vnd alles was köstlich ist / sihet das auge . Man wehret dem Strome des wassers / vnd bringet das verborgen drinnen ist / ans liecht . WO wil man aber Weisheit finden ? Vnd wo ist die stete des verstands ? Niemand weis wo sie ligt / vnd wird nicht funden im Lande der lebendigen . Der abgrund spricht / Sie ist in mir nicht / vnd das Meer spricht / sie ist nicht bey mir . Man kan nicht Gold vmb sie geben / noch Silber darwegen / sie zu bezalen . Es gilt jr nicht gleich Ophirisch gold / oder köstlicher Onich vnd Saphir . Gold vnd Demant mag jr nicht gleichen / noch vmb sie gülden Kleinot wechseln . Ramoth vnd Gabis acht man nicht / die Weisheit ist höher zu wegen denn Berlen . Topasius aus Morenland wird jr nicht gleich geschetzt / Vnd das reineste Gold gild jr nicht gleich . WO her kompt denn die Weisheit ? vnd wo ist die stete des Verstands ? Sie ist verholen fur den augen aller Lebendigen / auch verborgen den vogeln vnter dem Himel . Das verdamnis vnd der tod sprechen / Wir haben mit vnsern ohren jr gerücht gehöret . Gott weis den weg dazu / vnd kennet jre stete . Denn er sihet die ende der Erden / vnd schawet alles was vnter dem Himel ist . Da er dem Winde sein gewicht machete / vnd setzete dem Wasser seine gewisse masse . Da er dem Regen ein ziel machete / vnd dem Blitzen vnd Donner den weg . Da sahe er sie / vnd erzelet sie / bereitet sie vnd er fand sie . Vnd sprach zum Menschen / Sihe / die furcht des HERRN / das ist die Weisheit / vnd meiden das böse / das ist Verstand . VND Hiob hub abermal an seine Sprüche / vnd sprach / O das ich were wie in den vorigen monden / in den tagen da mich Gott behütet . Da seine Leuchte vber meinem heubt schein / vnd ich bey seinem Liecht im finsternis gieng . Wie ich war zur zeit meiner Jugent / da Gottes geheimnis vber meiner Hütten war . Da der Allmechtige noch mit mir war / vnd meine Kinder vmb mich her . Da ich meine trit wusch in butter Das ist / Da ich alles vbrig genug hatte / alles fett vnd vol auff . / vnd die fels mir ölebeche gossen . Da ich ausgieng zum thor in der Stad / vnd mir lies meinen Stuel auff der gassen bereiten . Da mich die Jungen sahen / vnd sich versteckten / Vnd die Alten fur mir auffstunden . Da die Obersten auffhöreten zu reden / vnd legeten jre hand auff jren mund . Da die stimme der Fürsten sich verkroch / vnd jre zunge an jrem gumen klebte . Denn welchs ohre mich hörete / der preiset mich selig / vnd welchs auge mich sahe / der rhümet mich . Denn ich errettet den Armen der da schrey / vnd den Waisen der keinen Helffer hatte . Der segen des der verderben solte / kam vber mich / Vnd ich erfrewet das hertz der Widwen . Gerechtigkeit war mein Kleid / das ich anzog wie einen rock / vnd mein Recht war mein fürstlicher Hut . Jch war des Blinden auge / vnd des Lamen füsse . Jch war ein Vater der armen / vnd welche sache ich nicht wuste / die erforschet ich . Jch zubrach die backenzeen des Vngerechten / vnd reis den Raub aus seinen zeenen . Jch gedacht / Jch wil in meinem nest ersterben / vnd meiner tage viel machen / wie sand . Meine Saat gieng auff am wasser / vnd der taw bleib vber meiner Erndte . Meine herrligkeit ernewete sich jmer an mir / vnd mein Bogen Das ist / Meine macht nam jmer zu . besserte sich in meiner hand . MAN höret mir zu / vnd schwiegen vnd warteten auff meinen rat . Nach meinen worten redet niemand mehr / vnd meine Rede trouff sie . Sie warteten auff mich / wie auff den Regen / Vnd sperreten jren mund auff / als nach dem Abendregen . Wenn ich mit jnen lachete Freundlich / frölich mit jnen war / würden sie darumb nicht küne mich zu verachten Id est , Familia ritas mea non peperit apud eo mei contemptum / wurden sie nicht zu küne darauff / vnd das liecht meins angesichts machte mich nicht geringer . Wenn ich zu jrem Geschefft wolt komen / so must ich oben ansitzen / Vnd wonet wie ein König vnter Kriegsknechten / da ich tröstet die leide trugen . NV aber lachen mein die jünger sind denn ich / welcher Veter ich verachtet hette zu stellen vnter meine Schafhunde . Welcher vermügen ich fur nichts hielt / die nicht zum Alter komen kundten . Die fur hunger vnd kumer einsam flohen in die Einöde / newlich verdorben vnd elend worden . Die da Nesseln ausraufften vmb die püssch / vnd Wegholdern wurtzel war jre speise . Vnd wenn sie die er ausrissen / jauchzeten sie drüber / wie ein Dieb . An den grawsamen Bechen woneten sie / in den löchern der erden vnd steinritzen . Zwisschen den Püsschen rieffen sie / vnd vnter den Disteln samleten sie . Die Kinder loser vnd verachter Leute / die die geringsten im Lande waren . Nu bin ich jr Seitenspiel worden / vnd mus jr Merlin sein . Sie haben einen Grewel an mir / vnd machen sich ferne von mir / vnd schonen nicht fur meinem angesicht zu speien . Sje Die Chaldeer . haben meine Saelen ausgespannen / vnd mich zu nicht gemacht / vnd das meine abgezeumet Id est , Deposuerunt , priuarunt curru et aurigatu , id est domino meo . . Zur rechten da ich grunet / haben sie sich wider mich gesetzt / Vnd haben meinen fus ausgestossen / vnd haben vber mich einen weg gemacht / mich zu verderben . Sie haben meine steige zubrochen / Es war jnen so leicht mich zubeschedigen / das sie keiner hülffe dazu durfften . Sie sind komen wie zur weiten Lücken er ein / vnd sind on ordnung daher gefallen . Schrecken hat sich gegen mich gekeret / Vnd hat verfolget wie der wind meine herrligkeit / vnd wie ein lauffende wolcke meinen glückseligen stand . Nu aber geusset sich aus meine Seele vber mich / vnd mich hat ergrieffen die elende zeit . Des nachts wird mein Gebein durchboret allenthalben / vnd die mich jagen / legen sich nicht schlaffen . Durch die menge der krafft werde ich anders vnd anders gekleidet Das ist / mancherley vnglück wird mir angethan gewaltiglich / das ich michs nicht erwehren kan / vnd gürtet mich / das ich nicht eraus komen kan / vnd mus es anhaben / wie einen rock am halse . / Vnd man gürtet mich da mit / wie mit dem loch meines Rocks . Man hat mich in Dreck getretten / vnd gleich geacht dem staub vnd asschen . Schrey ich zu dir / so antwortestu mir nicht / Trette ich erfur / so achtestu nicht auff mich . Du bist mir verwandelt in einen Grawsamen / vnd zeigest deinen gram an mir mit der stercke deiner Hand . Du hebest mich auff / vnd lessest mich auff dem winde faren / vnd zurschmeltzest mich krefftiglich . Denn ich weis du wirst mich dem Tod vberantworten / da ist das bestimpte Haus aller Lebendigen . Doch wird er nicht die Hand ausstrecken ins Beinhaus Das ist / im Beinhause werde ich je ruge haben . / vnd werden nicht schreien fur seinem verderben . Jch weinete ja in der harten zeit / vnd meine Seele jamert der armen . Jch wartete des Guten / Vnd kompt das böse / Jch hoffte auffs Liecht / vnd kompt finsternis . Mein eingeweide sieden / vnd hören nicht auff / Mich hat vberfallen die elende zeit . Jch gehe schwartz einher / vnd börnet mich doch keine Sonne nicht / Jch stehe auff in der Gemeine vnd schreie . Jch bin ein bruder der Schlangen / vnd ein geselle der Straussen . Meine haut vber mir ist schwartz worden / vnd meine Gebeine sind verdorret fur hitze . Meine Harffe ist eine klage worden / vnd meine Pfeiffe ein weinen . Jch habe einen Bund gemacht mit meinen augen / das ich nicht achtet auff eine Jungfraw . Was gibt mir aber Gott zu lohn von oben ? vnd was fur ein erbe der Allmechtig von der höhe ? Solt nicht billicher der Vnrechte solch vnglück haben ? vnd ein Vbeltheter so verstossen werden ? Sihet er nicht meine wege / vnd zelet alle meine genge ? Habe ich gewandelt in eitelkeit / Oder hat mein fus geeilet zum betrug ? So wege man mich auff rechter wage / so wird Gott erfaren meine frömkeit . Hat mein gang gewichen aus dem wege / vnd mein hertz meinen augen nachgefolget / vnd ist etwas in meinen henden beklebt . So müsse ich seen / vnd ein ander fresse es / Vnd mein Geschlecht müsse ausgewurtzelt werden . HAT sich mein hertz lassen reitzen zum Weibe / vnd habe an meines Nehesten thür gelauret . So müsse mein Weib von einem andern geschendet werden / vnd andere müssen sie beschlaffen . Denn das ist ein laster / vnd eine missethat fur die Richter . Denn das were ein fewr / das bis ins verderben verzeret / vnd alle mein Einkomen auswurtzelte . Hab ich verachtet das recht meines Knechts oder meiner Magd / wenn sie eine Sache wider mich hatten . Was wolt ich thun / wenn Gott sich auffmacht ? vnd was würde ich antworten / wenn er heimsucht ? Hat jn nicht auch der gemacht / der mich in Mutterleibe machte ? vnd hat jn im Leibe eben so wol bereit ? Hab ich den Dürfftigen jr begirde versaget / vnd die augen der Widwen lassen verschmachten ? Hab ich meinen bissen allein gessen / vnd nicht der Waise auch dauon gessen ? Denn ich hab mich von Jugent auff gehalten wie ein Vater / vnd von meiner Mutterleib an hab ich gerne getröst . HAB ich jemand sehen vmbkomen / das er kein Kleid hatte / vnd den Armen on decke gehen lassen ? Haben mir nicht gesegenet seine seiten / da er von den fellen meiner Lemmer erwermet ward ? Hab ich mit meiner hand vber den Waisen gefaren Hin vnd wider getrieben . / weil ich mich sahe im Thor macht zu helffen haben ? So falle meine schulder von der achseln / vnd mein arm breche von der rören . Denn ich fürchte Gott wie ein vnfal vber mich / vnd kündte seine Last nicht ertragen . Hab ich das Gold zu meiner zuuersicht gestellet / vnd zu den Goldklumpen gesagt / mein trost ? Hab ich mich gefrewet / das ich gros Gut hatte / vnd meine hand allerley erworben hatte ? Hab ich das Liecht angesehen Das ist / Wenn mirs glückselig gienge / habe ich nicht meine freude darinnen gehabt . / wenn es helle leuchtet / vnd den Mond / wenn er vol gieng ? Hat sich mein hertz heimlich bereden lassen / das meine hand meinen mund küsse Hand küssen / Heist seine eigen werck preisen / Welchs allein Gott zugehöret . ? Welchs ist auch eine missethat fur die Richter / Denn da mit hette ich verleugnet Gott von oben . HAB ich mich gefrewet / wenns meinem Feinde vbel gieng / vnd habe mich erhaben / das jn vnglück betretten hatte ? Denn ich lies meinen mund nicht sündigen / das er wündschete einen fluch seiner Seelen . Haben nicht die Menner Das ist / Mein gesinde muste auch nichts begeren an meine Feinde . in meiner Hütten müssen sagen ? o wolt Gott / das wir von seinem fleisch nicht gesettiget würden . Draussen muste der Gast nicht bleiben / sondern meine thür thet ich dem Wanderer auff . Hab ich meine schalckheit wie ein Mensch gedeckt / das ich heimlich meine missethat verbörge ? Hab ich mir grawen lassen fur der grossen Menge / vnd die verachtung der Freundschafften mich abgeschreckt hat ? Jch bleib stille / vnd gieng nicht zur thür aus . WER gibt mir einen Verhörer / das meine begirde der Allmechtige erhöre ? das jemand ein Buch schriebe von meiner sache . So wolt ichs auff meine achseln nemen / vnd mir wie eine Kron vmbbinden . Jch wolt die zal meiner genge ansagen / vnd wie ein Fürst Frey vnerschrocken . wolt ich sie dar bringen . Wird mein Land wider mich schreien / vnd mit einander seine fürche weinen . Hab ich seine früchte vnbezalet gessen / vnd das leben der Ackerleuten sawr gemacht . So wachse mir disteln fur weitzen / vnd dornen fur gersten . Die wort Hiob haben ein ende . DA höreten die drey Menner auff Hiob zu antworten / weil er sich fur gerecht hielt . Aber Elihu der son Baracheel von Bus / des geschlechts Ram / ward zornig vber Hiob / das er seine Seele gerechter hielt denn Gott . Auch ward er zornig / vber seine drey Freunde / das sie keine antwort funden / vnd doch Hiob verdampten . Denn Elihu hatte geharret / bis das sie mit Hiob geredt hatten / weil sie Elter waren denn er . Darumb da er sahe / das kein antwort war im munde der dreier Menner / ward er zornig / Vnd so antwortet Elihu der son Baracheel von Bus / vnd sprach . Jch bin jung / jr aber seid alt / Darumb hab ich mich geschewet / vnd gefurcht meine Kunst an euch zu beweisen . Jch dacht / Las die jar reden / vnd die menge des alters las weisheit beweisen . Aber der geist ist in Leuten / vnd der odem des Allmechtigen macht sie verstendig . Die Grossen sind nicht die weisesten / vnd die Alten verstehen nicht das Recht . Darumb wil ich auch reden / Höre mir zu / ich wil meine kunst auch sehen lassen . Sihe / ich habe geharret / das jr geredt habt / Jch habe auffgemerckt auff ewren verstand / bis jr treffet die rechte rede . Vnd habe acht gehabt auff euch / Aber sihe / da ist keiner vnter euch / der Hiob straffe oder seiner rede antworte . JR werdet vieleicht sagen / Wir haben die weisheit troffen / das Gott jn verstossen hat / vnd sonst niemand . Die rede thut mir nicht genug / Jch wil jm nicht so nach ewr rede antworten . Ah / sie sind verzagt / können nicht mehr antworten / Sie können nicht mehr reden . Weil ich denn geharret habe / vnd sie kundten nicht reden ( Denn sie stehen still / vnd antworten nicht mehr ) Wil doch ich mein teil antworten / vnd wil meine kunst beweisen . Denn ich bin der Rede so vol / das mich der odem in meinem Bauche engstet . Sihe mein bauch ist wie der Most der zugestopfft ist / der die newen fasse zureisset . Jch mus reden / das ich odem Jch ersticke sonst fur grosser weisheit . hole / Jch mus meine lippen auffthun vnd antworten . Jch wil niemands Person ansehen / vnd wil keinen Menschen rhümen . Denn ich weis nicht ( wo ichs thet ) ob mich mein Schepffer vber ein kleins hin nemen würde . Hore doch Hiob meine rede / vnd mercke auff alle meine wort . Sihe / Jch thu meinen mund auff / vnd meine zunge redet in meinem munde . Mein hertz sol recht reden / vnd meine lippen sollen den reinen verstand sagen . Der geist Gottes hat mich gemacht / vnd der odem des Allmechtigen hat mir das leben gegeben . Kanstu / so antworte mir / Schicke dich gegen mich vnd stelle dich . Sihe / ich bin Gottes eben so wol / als du / Vnd aus Leimen bin ich auch gemacht . Doch / du darffest fur mir nicht erschrecken / vnd meine hand sol dir nicht zu schweer sein . DV hast geredt fur meinen ohren / die stimme deiner rede must ich hören . Jch bin rein on missethat / vnschuldig / vnd habe keine sünde . Sihe / Er hat eine sache wider mich funden / darumb achtet er mich fur seinen feind . Er hat meinen fus in stock gelegt / vnd hat alle meine wege verwaret . Sihe / eben daraus schliesse ich wider dich / das du nicht recht bist / Denn Gott ist mehr weder ein Mensch . Warumb wiltu mit jm zancken / das er dir nicht rechenschafft gibt alles seines thuns ? Denn wenn Gott ein mal etwas beschleusset / So bedenckt Sicut homo post factum consulit , poenitet et cogitat mutare . Triumphator in Jsrael , ( inquit Samuel ) non poenitet nec mutat . ers nicht erst hernach . JM trawm des gesichts in der nacht / wenn der schlaff auff die Leute fellet / wenn sie schlaffen auff dem bette . Da öffenet er das ohre der Leute / vnd schreckt sie vnd züchtiget sie . Das er den Menschen von seinem fürnemen Wie Abimelech / Gen . 20 . wende / vnd beschirme jn fur hoffart . Vnd verschonet seiner Seelen fur dem verderben / vnd seines Lebens / das nicht ins schwert falle . Er strafft jn mit schmertzen auff seinem Bette / vnd alle seine gebeine hefftig . Vnd richt jm sein Leben so zu / das jm fur der Speise ekelt / vnd seine Seele / das sie nicht lust zu essen hat . Sein fleisch verschwindet / das er nicht wol sehen Das jms gesicht vergehet / das er weder sihet noch höret . mag / vnd seine Beine werden zuschlagen / das man sie nicht gern ansihet . Das seine seele nahet zum verderben / vnd sein leben zu den Todten . SO denn ein Engel / einer aus tausent / mit jm redet / zu verkündigen dem Menschen wie er solle recht thun . So wird er jm gnedig sein / vnd sagen / Er sol erlöset werden / das er nicht hinunter fare ins verderben / Denn ich habe eine versünung funden . Sein fleisch grüne wider wie in der Jugent / vnd las jn wider jung werden . Er wird Gott bitten / der wird jm gnade erzeigen / vnd wird sein Andlitz sehen lassen mit freuden / vnd wird dem Menschen nach seiner gerechtigkeit vergelten . Er wird fur den Leuten bekennen vnd sagen / Jch wolt gesündiget vnd das Recht verkeret haben / Aber es hette mir nichts genützet . Er hat meine Seele erlöset / das sie nicht füre ins verderben / sondern mein leben das liecht sehe . Sjhe / das alles thut Gott zwey oder drey mal Das ist / offt mals . mit einem jglichen . Das er seine Seele erumb hole aus dem verderben / vnd erleucht jn mit dem liecht der Lebendigen . Merck auff Hiob / vnd höre mir zu / vnd schweige das ich rede . Hastu aber was zu sagen / so antworte mir / Sage her / Bistu recht / ich wils gerne hören . Hastu aber nichts / so höre mir zu / vnd schweige / Jch wil dich die weisheit leren . VND Elihu antwortet / vnd sprach / Höret jr weisen meine rede / vnd jr verstendigen merckt auff mich . Denn das ohre prüfet die rede / vnd der mund schmeckt die speise . Lasst vns ein Vrteil erwelen / das wir erkennen vnter vns / was gut sey . Denn Hiob hat gesagt / Jch bin gerecht / vnd Gott wegert mir mein Recht . Jch mus liegen / ob ich wol recht habe / Vnd bin gequelet von meinen pfeilen Das sind Gottes pfeile / die in mir stecken . / ob ich wol nichts verschuldet habe . Wer ist ein solcher wie Hiob / der da spötterey trinckt wie wasser ? Vnd auff dem wege gehet mit den Vbelthetern / vnd wandelt mit den gottlosen Leuten ? Denn er hat gesaget / Wenn jemand schon from ist / so gilt er doch nichts bey Gott . Darumb höret mir zu jr weisen Leute . Es sey ferne / das Gott solt gottlos sein / vnd der Allmechtige vngerecht . Sondern er vergilt dem Menschen darnach er verdienet hat / vnd trifft einen jglichen nach seinem thun . On zweiuel / Gott verdampt niemand mit vnrecht / vnd der Allmechtige beuget das Recht nicht . Wer hat das auff Erden ist / verordenet ? vnd wer hat den gantzen Erdboden gesetzt ? So er sichs würde vnterwinden / so würde er aller geist vnd odem zu sich samlen . Alles fleisch würde mit einander vergehen / vnd der Mensch würde wider zu asschen werden . Hastu nu verstand / so höre das / vnd merck auff die stim meiner rede / Solt einer darumb das Recht zwingen / das ers hasset ? Vnd das du stoltz bist / soltest drumb den Gerechten verdammen ? Solt einer zum Könige sagen / Du loser Man / vnd zum Fürsten / jr Gottlosen ? Der doch nicht ansihet die person der Fürsten / vnd kennet den Herrlichen nicht mehr denn den Armen / Denn sie sind alle seiner Hende werck . Plötzlich müssen die Leute sterben / vnd zu mitternacht erschrecken vnd vergehen / Die mechtigen werden krafftlos weggenomen . Denn seine Augen sehen auff eines jglichen wege / vnd er schawet alle jre genge . Es ist kein finsternis noch tunckel / das sich da möchten verbergen die Vbeltheter . Denn es wird niemand gestattet / das er mit Gott rechte . ER bringt der Stoltzen viel vmb / die nicht zu zelen sind / vnd stellet andere an jre stat . Darumb / das er kennet jre werck / vnd keret sie vmb des nachts / das sie zuschlagen werden . Er wirfft die Gottlosen vber einen hauffen / da mans gerne sihet . Darumb / das sie von jm weg gewichen sind / vnd verstunden seiner wege keinen . Das das schreien der Armen muste fur jn komen / vnd er das schreien des Elenden höret . Wenn er friede gibt / wer wil verdamnen ? vnd wenn er das Andlitz verbirget / wer wil jn schawen / vnter den Völckern vnd Leuten ? Vnd lesst vber sie regirn einen Heuchler / das Volck zu drengen Das ist / Er lesst einen Tyrannen regieren / der das Volck mit auffsetzen vnd schinden / fehet vnd quelet . . Jch mus fur Gott reden / vnd kans nicht lassen . Hab ichs nicht troffen / so lere du michs besser / Hab ich vnrecht gehandelt / ich wils nicht mehr thun . Man wartet der Antwort von dir / Denn du verwirffest alles / vnd du hasts angefangen / vnd nicht ich / Weissestu nu was / so sage an . Weise leute las ich mir sagen / vnd ein weiser Man gehorcht mir . Aber Hiob redet mit vnuerstand / vnd seine wort sind nicht klug . Mein vater las Hiob versucht werden bis ans ende / darumb / das er sich zu vnrechten Leuten keret . Er hat vber seine sünde dazu noch gelestert / Darumb las jn zwisschen vns geschlagen werden / vnd darnach viel wider Gott plaudern . VND Elihu antwortet / vnd sprach / Achtestu das fur recht / das du sprichst / Jch bin gerechter denn Gott ? Denn du sprichst / Wer gilt bey dir etwas ? Was hilffts / ob ich mich on sünde mache ? Jch wil dir antworten ein wort / vnd deinen Freunden mit dir . Schaw gen Himel vnd sihe / vnd schaw an die wolcken / das sie dir zu hoch sind . Sündigestu / was kanstu mit jm machen ? vnd ob deiner missethat viel ist / was kanstu jm thun ? Vnd ob du gerecht seiest / was kanstu jm geben ? oder was wird er von deinen henden nemen ? Ejnem Menschen wie du bist / mag wol etwas thun deine bosheit / vnd einem Menschenkind deine gerechtigkeit . Die selbigen mügen schreien wenn jnen viel gewalt geschicht / vnd ruffen vber den arm der Grossen . Die nicht dar nach fragen / wo ist Gott mein Schepffer / der das gesenge Das ist / Der Vogel gesenge . Oder geistlich / das man jn lobt in leid vnd vnfal . Wie der Psalm auch saget Et nocte canticum eius . macht in der nacht / Der vns gelerter macht / denn das vieh auff Erden / vnd weiser / denn die vogel vnter dem Himel . Aber sie werden da auch schreien vber den hohmut der Bösen / vnd er wird sie nicht erhören . Denn Gott wird das eitel nicht erhören / vnd der Allmechtige wird es nicht ansehen . Da zu sprichstu / du werdest jn nicht sehen / Aber es ist ein gericht fur jm / harre sein nur . Ob sein zorn so bald nicht heimsucht / vnd sich nicht annimpt / das so viel laster da sind . Darumb hat Hiob seinen mund vmb sonst auffgespert / vnd gibt stoltze teiding fur mit vnuerstand . Elihu redet weiter / vnd sprach / Harre mir noch ein wenig / ich wil dirs zeigen / Denn ich habe noch von Gottes wegen was zu sagen . Jch wil meinen verstand weit holen / vnd meinen Schepffer beweisen / das er recht sey . Meine rede sollen on zweiuel nicht falsch sein / mein verstand sol on wandel fur dir sein . Sjhe / Gott verwirfft die mechtigen nicht / denn er ist auch mechtig von krafft des hertzens . Den Gottlosen erhelt er nicht / sondern hilfft dem Elenden zum rechten . Er wendet seine Augen nicht von dem Gerechten / vnd die Könige lesst er sitzen auff dem Thron jmerdar / das sie hoch bleiben . Vnd wo Gefangene ligen in stöcken / vnd gebunden mit stricken elendiglich . So verkündigt er jnen / was sie gethan haben / vnd jre vntugent / das sie mit gewalt gefaren haben . Vnd öffenet jnen das ohr zur zucht / vnd sagt jnen / Das sie sich von dem vnrechten bekeren sollen . Gehorchen sie vnd dienen jm / so werden sie bey guten tagen alt werden / vnd mit lust leben . Gehorchen sie nicht / so werden sie ins Schwert fallen / vnd vergehen / ehe sie es gewar werden . Dje Heuchler wenn sie der zorn trifft / schreien sie nicht / Wenn sie gefangen ligen / so wird jre Seele mit qual sterben / vnd jr leben vnter den Hurern . Aber den Elenden wird er aus seinem elend erretten / vnd dem Armen das ohr öffenen im trübsal . Er wird dich reissen aus dem weiten rachen der angst / die keinen boden hat / Vnd dein tisch wird ruge haben / vol alles guten . Du aber machst die sache der Gottlosen gut / das jr sache vnd recht erhalten wird . Sihe zu / das dich nicht vieleicht Zorn bewegt habe jemand zuplagen / Oder gros Geschencke dich nicht gebeuget habe . Meinstu das er deine gewalt achte / oder gold / oder jrgend eine sterck oder vermügen ? Du darffest der nacht nicht begeren / die Leute an jrem ort zu vberfallen . Hüte dich / vnd kere dich nicht zum vnrecht / wie du denn fur elende angefangen hast . Sjhe / Gott ist zu hoch in seiner krafft / Wo ist ein Lerer wie er ist ? Wer wil vber jn heimsuchen seinen weg ? vnd wer wil zu jm sagen / Du thust vnrecht ? Gedenck / das du sein werck nicht weisest / wie die Leute singen . Denn alle Menschen sehen das / die Leute schawens von ferne . Sihe / Gott ist gros vnd vnbekand Descriptio poetica tempestatis . / seine jar zal kan niemand forschen . Er macht das wasser zu kleinen tropffen / vnd treibet seine wolcken zusamen zum Regen . Das die wolcken fliessen / vnd trieffen seer auff die Menschen . Wenn er furnimpt die wolcken aus zu breiten / wie sein hoch gezelt / Sihe / so breitet er aus seinen Blitz vber die selbe / vnd bedeckt alle ende des Meers Id est , ab Occidente in Orientem . . Denn da mit schrecket er die Leute / vnd gibt doch speise die fülle . Er deckt den Blitz wie mit henden / Vnd heissts doch wider komen . Dauon zeuget sein Geselle / nemlich des Donners zorn in wolcken . DES entsetzt sich mein hertz vnd bebet . Lieber höret doch / wie sein Donner zürnet / Vnd was fur gesprech von seinem munde ausgehet . Er sihet vnter allen Himeln / vnd sein Blitz scheinet auff die ende der Erden . Demnach brüllet der Donner / vnd er donnert mit seinem grossen schall / Vnd wenn sein donner gehört wird / kan mans nicht auffhalten . Gott donnert mit seinem donner grewlich / vnd thut grosse ding / vnd wird doch nicht erkand . Er spricht zum Schnee / so ist er bald auff Erden / vnd zum Platzregen / so ist der platzregen da mit macht . Alle Menschen hat er in der Hand / als verschlossen / das die Leute lernen / was er thun kan . Das wild Thier gehet in die Hüle / vnd bleibt an seinem ort . Von mittag her kompt wetter / vnd von mitternacht kelte . Vom odem Gottes kompt frost / vnd grosse wasser / wenn er auffthawen lesst . Die dicken wolcken scheiden sich / das helle werde / vnd durch den nebel bricht sein liecht . Er keret die wolcken wo er hin wil / das sie schaffen alles was er jnen gebeut auff dem Erdboden . Es sey vber ein Geschlecht / oder vber ein Land / so man jn barmhertzig findet . DA mercke auff Hiob / stehe vnd vernim die wunder Gottes . Weistu / wenn Gott solchs vber sie bringt ? vnd wenn er das liecht seiner wolcken lesst erfur brechen ? Weistu / wie sich die wolcken ausstrewen ? welche Wunder die Volkomenen wissen . Das deine kleider warm sind / wenn das Land stille ist vom mittags wind ? Ja du wirst mit jm die wolcken ausbreiten / die fest stehen / wie ein gegossen Spiegel . Zeige vns / was wir jm sagen sollen / Denn wir werden nicht da hin reichen fur finsternis . Wer wird jm erzelen das ich rede ? so jemand redet / der wird verschlungen . Jtzt sihet man das Liecht nicht / das in den wolcken helle leucht / Wenn aber der wind webd / so wirds klar . Von mitternacht kompt gold Das ist / helle wetter wie lauter gold . / zu lob fur dem schrecklichen Gott . Den Allmechtigen aber mügen sie nicht begreiffen / der so gros ist von krafft / Denn er wird von seinem Recht vnd guter sachen nicht rechenschafft geben . Darumb müssen jn fürchten die Leute / vnd er fürcht sich fur keinem / wie weise sie sind . VND der HERR antwortet Hiob aus einem wetter / vnd sprach / Wer ist der / der so feilet in der weisheit / vnd redet so mit vnuerstand ? Gürte deine lenden wie ein Man / Jch wil dich fragen / Lere mich . Wo warestu / da ich die Erden gründet ? sage mirs / bistu so klug . Weissestu / wer jr das mas gesetzt hat ? oder wer vber sie ein Richtschnur gezogen hat ? Oder wor auff stehen jre Füsse versencket ? oder wer hat jr einen Eckstein gelegt ? Da mich die Morgensterne mit einander lobeten / vnd jauchzeten alle kinder Gottes . Wer hat das Meer mit seinen thüren verschlossen / da es eraus brach wie aus mutterleibe . Da ichs mit Wolcken kleidet / vnd in tunckel einwickelt wie in windeln . Da ich jm den laufft brach mit meinem Tham / vnd setzet jm riegel vnd thür / vnd sprach / Bis hie her soltu komen vnd nicht weiter / Hie sollen sich legen deine stoltzen wellen . Hastu bey deiner zeit dem Morgen geboten / vnd der Morgenröte jren ort gezeigt ? Das die ecken der Erden gefasset / vnd die Gottlosen er ausgeschüttelt würden . Das siegel Das ist / jr stand vnd wesen / des sie gewis sein wöllen als versiegelt . wird sich wandeln wie leimen / Vnd sie stehen wie ein Kleid . Vnd den Gottlosen wird jr liecht genomen werden / vnd der arm der Hoffertigen wird zubrochen werden . Bistu in den grund des Meers komen / vnd hast in den fusstapffen der Tieffen gewandelt ? Haben sich dir des Todes thor je auffgethan ? oder hastu gesehen die thor der finsternis ? Hastu vernomen wie breit die Erde sey ? sage an / weistu solchs alles ? Welchs ist der weg da das Liecht wonet / vnd welchs sey der Finsternis stet ? Das du mügest abnemen seine grentze / vnd mercken den pfad zu seinem Hause ? Wustestu / das du zu der zeit soltest geboren werden ? vnd wie viel deiner tage sein würden . Bjstu gewesen da der Schnee her kompt ? oder hastu gesehen / wo der Hagel her kompt ? Die ich habe verhalten bis auff die zeit der trübsal / vnd auff den tag des streits vnd kriegs . Durch welchen weg teilet sich das Liecht ? vnd aufferet der Ostwind auff erden ? Wer hat dem Platzregen seinen laufft ausgeteilet ? vnd den weg dem Blitzen vnd Donner . Das es regent auffs Land da niemand ist / in der wüsten da kein Mensch ist . Das er füllet die einöden vnd wildnis / vnd macht das gras wechset . Wer ist des Regens vater ? wer hat die tropffen des Tawes gezeuget ? Aus wes Leib ist das Eys gegangen ? vnd wer hat den Reiffen vnter dem Himel gezeuget ? Das das Wasser verborgen wird wie vnter steinen / Vnd die Tieffe oben gestehet . Kanstu die bande der sieben Sterne zusamen binden ? oder das band des Orion aufflösen ? Kanstu den Morgenstern erfur bringen zu seiner zeit ? oder den Wagen am himel vber seine Kinder füren ? Weissestu wie der Himel zu regirn ist ? oder kanstu jn meistern auff Erden ? Kanstu deinen Donner in der wolcken hoch her füren / Oder wird dich die menge des Wassers verdecken ? Kanstu die Blitzen auslassen / das sie hin faren / vnd sprechen / Hie sind wir ? Wer gibt die Weisheit ins verborgen Das ist / ins hertz . ? wer gibt verstendige gedancken ? Wer ist so weise / der die Wolcken erzelen könde ? wer kan die Wasserschleuche am Himel verstopffen ? Wenn der staub begossen wird / das er zu hauff leufft / vnd die Klösse an einander kleben . Kanstu der Lewin jren raub zu jagen geben ? vnd die jungen Lewen settigen / das sie sich legen in jre stete / vnd rugen in der Höle da sie lauren ? Wer bereit dem Raben die speise / wenn seine Jungen zu Gott ruffen / vnd fliegen jrre wenn sie nicht zu essen haben ? Weissestu die zeit / wenn die Gemsen auff den felsen geberen ? Oder hastu gemerckt / wenn die Hirsschen schwanger gehen ? Hastu erzelet jre monden / wenn sie vol werden / oder weissestu die zeit wenn sie geberen ? Sie beugen sich wenn sie geberen / vnd reissen sich vnd lassen aus jre Jungen . Jre Jungen werden feist vnd mehren sich im Getreide / vnd gehen aus / vnd komen nicht wider zu jnen . Psal . 147 . WER hat das Wild so frey lassen gehen ? wer hat die bande des Wilds auffgelöset ? Dem ich das feld zum Hause gegeben habe / vnd die wüste zur Wonung . Es verlacht das getümel der Stad / das pochen des Treibers höret es nicht . Es schawet nach den Bergen da seine weide ist / vnd sucht wo es grüne ist . Meinstu das Einhorn werde dir dienen / vnd werde bleiben an deiner krippen ? Kanstu jm dein joch anknüpffen die furchen zu machen / das es hinder dir broche in gründen ? Magstu dich auff es verlassen / das es so starck ist ? vnd wirst es dir lassen erbeiten ? Magstu jm trawen das es deinen samen dir widerbringe / vnd in deine Scheune samle ? Dje feddern des Pfawen sind schöner denn die flügel vnd feddern des Storcks . Der seine eyer auff der Erden lesst / vnd lesst sie die heissen erden ausbrüen . Er vergisset / das sie möchten zutretten werden / vnd ein wild Thier sie zubreche . Er wird so hart gegen seine Jungen / als weren sie nicht sein / Achtets nicht / das er vmb sonst erbeitet . Denn Gott hat jm die weisheit genomen / vnd hat jm keinen verstand mitgeteilet . Zur zeit wenn er hoch feret / erhöhet er sich / vnd verlacht beide Ross vnd Man . Kanstu dem Ross krefft geben / Oder seinen hals zieren mit seinem geschrey ? Kanstu es schrecken wie die Hewschrecken ? Das ist preis Das ist / Es ist nur deste trötziger vnd mutiger / vnd schnaubet als rhümet sichs / wo schrecklich ding / als streit vnd krieg fur handen ist . seiner nasen / was schrecklich ist . Es strampffet auff den boden / vnd ist freidig mit krafft / vnd zeucht aus den Geharnischten entgegen . Es spottet der furcht vnd erschrickt nicht / vnd fleucht fur dem schwert nicht . Wenn gleich wider es klingt der Köcher / vnd glentzet beide spies vnd lantzen . Es zittert vnd tobet vnd scharret in die erde / vnd achtet nicht Das ist / Es thut als sey jm nichts drumb / das doch so schrecklich ist . der drometen halle . Wenn die dromete fast klingt / spricht es / Hui / vnd reucht den Streit von ferne / das schreien der Fürsten vnd jauchzen . Fleuget der Habicht durch deinen verstand / vnd breitet seine flügel gegen mittag ? Fleuget der Adeler aus deinem befelh so hoch / das er sein nehst in der höhe macht ? Jn felsen wonet er / vnd bleibt auff den kipffen an felsen vnd in festen orten . Von dannen schawet er nach der speise / vnd seine augen sehen ferne . Seine Jungen sauffen blut / vnd wo ein As ist / da ist er . VND der HERR antwortet Hiob / vnd sprach / Wer mit dem Allmechtigen haddern wil / sols jm der nicht beybringen ? Vnd wer Gott taddelt / sol der nicht verantworten . Hjob aber antwortet dem HERRN / vnd sprach / Sihe / Jch bin zu leichtfertig gewest / was sol ich antworten ? Jch wil meine hand auff meinen mund legen . Jch hab ein mal geredt / darumb wil ich nicht mehr antworten / Hernach wil ichs nicht mehr thun . VND der HERR antwortet Hiob aus einem wetter / vnd sprach / Gürte wie ein Man deine lenden / Jch wil dich fragen / Lere mich . Soltestu mein Vrteil zu nicht machen / vnd mich verdamnen / das du gerecht seiest ? Hastu einen arm wie Gott / vnd kanst mit gleicher stimme donnern / als er thut ? Schmück dich mit pracht / vnd erhebe dich / zeuch dich löblich vnd herrlich an . Strewe aus den zorn deines grimmes / schaw an die Hohmütigen wo sie sind / vnd demütige sie . Ja schaw die Hohmütigen / wo sie sind / vnd beuge sie / Vnd mache die Gottlosen dünne wo sie sind . Verscharre sie mit einander in der erden / vnd versencke jre pracht ins verborgen . So wil ich dir auch bekennen / das dir deine rechte hand helffen kan . Sjhe / der Behemoth Heisst alle grosse vngehewre Thier . Wie Leuiathan alle grosse vngehewre Fische . Aber dar vnter berschreibet er die gewalt vnd macht des Teufels vnd seines Gesinds / des gottlosen Hauffens in der Welt . / den ich neben dir gemacht habe / frisset hew wie ein ochse . Sihe / seine krafft ist in seinen Lenden / vnd sein vermügen in dem nabel seines Bauchs . Sein schwantz strecket sich wie ein Cedern / die adern seiner Scham starren wie ein ast . Seine Knochen sind / wie fest ertz / Seine Gebeine sind wie eiserne stebe . Er ist der anfang der wege Gottes / der jn gemacht hat / der greifft jn an mit seinem schwert . Die Berge tragen jm kreuter / vnd alle wilde Thier spielen daselbs . Er ligt gern im schatten / Jm rhor vnd im schlam verborgen . Das gepüsch bedeckt jn mit seinem schatten / vnd die Bachweiden bedecken jn . Sihe / er schluckt in sich den Strom / vnd achts nicht gros / lest sich düncken / er wölle den Jordan mit seinem munde ausschepffen . Noch fehet man jn mit seinen eigen Augen / vnd durch Fallstrick durchboret man jm seine nasen . Kanstu den Leuiathan Leuiathan nennet er die grossen Walfisch im meer / Doch darunter beschreibt er der welt Fürsten / den Teufel mit seinem Anhang . ziehen mit dem hamen / vnd seine Zungen mit einem strick fassen ? Kanstu jm einen Angel in die nasen legen / vnd mit einer stachel jm die Backen durchboren ? Meinstu / er werde dir viel flehens machen / oder dir heuchlen ? Meinstu das er einen Bund mit dir machen werde / das du jn jmer zum Knecht habest ? Kanstu mit jm spielen wie mit einem Vogel ? oder in deinen Dirnen binden ? Meinstu / die Gesellschafften werden jn zuschneiten / das er vnter die Kauffleute zuteilet wird ? Kanstu das netze füllen mit seiner Haut / vnd die fischreusen mit seinem Kopff ? Wenn du deine hand an jn legest / so gedencke / das ein streit sey / den du nicht ausfüren wirst . Sihe / seine hoffnung wird jm feilen / Vnd wenn er sein ansichtig wird / schwinget er sich dahin . Niemand ist so küne / der jn reitzen thar / Wer ist denn der fur mir stehen könne ? Wer hat mir was zuuor gethan / das ichs jm vergelte ? Es ist mein was vnter allen Himeln ist . DA zu mus ich nu sagen / wie gros / wie mechtig vnd wolgeschaffen er ist . Wer kan jm sein Kleid auffdecken ? vnd wer thar es wogen jm zwisschen die Zeene zu greiffen ? Wer kan die Kinbacken seines andlitzes auffthun ? schrecklich stehen seine Zeene vmbher . Seine stoltze Schupen sind / wie feste Schilde / fest vnd enge in einander . Eine rüret an die ander / das nicht ein lüfftlin da zwisschen gehet . Es henget eine an der andern / vnd halten sich zusamen / das sie nicht von einander trennen . Sein niesen glentzet wie ein Liecht / seine augen sind wie die augenliede der Morgenröte . Aus seinem Munde faren fackeln / Vnd fewrige funcken schiessen her aus . Aus seiner Nasen gehet rauch / wie von heissen töpffen vnd kesseln . Sein Odem ist wie liechte lohe / vnd aus seinem Munde gehen flammen . Er hat einen starcken Das ist / die grossen Fisch / fliehen fur jm . Also auch fur der Welt gewalt fliehen die Mechtigen . hals / vnd ist seine lust / wo er etwas verderbet . Die Gliedmas seines fleischs hangen an einander / vnd halten hart an jm / das er nicht zerfallen kan . Sein Hertz ist so hart wie ein stein / vnd so fest wie ein stück vom vntersten Mülstein . Wenn er sich erhebt / so entsetzen sich die Starcken / vnd wenn er da her bricht / so ist kein gnade So haben sie gesündiget / das ist / Sie müssens gethan haben / vnd her halten / als arme Sünder . da . Wenn man zu jm wil mit dem schwert / so reget er sich nicht / oder mit spies / geschos vnd pantzer . Er achtet Eisen wie stro vnd Ertz wie faul holtz . Kein Pfeil wird jn veriagen / die Schleudersteine sind jm wie stoppeln . Den Hamer achtet er wie stoppeln / Er spottet der bebenden Lantzen . Vnter jm liegen scharpffe steine / vnd feret vber die scharpffen felsen / wie vber kot . Er macht das das tieffe Meer seudet wie ein töpffen / Vnd rürets in einander wie man eine salbe menget . Nach jm leuchtet Das ist / er schwimmet vnd lebet im Meer wie er wil / das man seinen weg von ferne siehet . der weg / Er macht die tieffe gantz grawe . Auff erden ist jm niemand zu gleichen / Er ist gemacht on furcht zu sein . Er verachtet alles was hohe ist / Er ist ein König vber alle Stoltzen . VND Hiob antwortet dem HERRN / vnd sprach / Jch erkenne / das du alles vermagst / vnd kein gedancken ist dir verborgen . Es ist ein vnbesonnen Man / der seinen rat meinet zu verbergen . Darumb bekenne ich / das ich hab vnweislich geredt / das mir zu hoch ist vnd nicht verstehe . So erhöre nu / las mich reden / ich wil dich fragen / lere mich . Jch habe dich mit den ohren gehört / vnd mein auge sihet dich auch nu . Darumb schüldige ich mich / vnd thu busse in staub vnd asschen . DA nu der HERR diese wort mit Hiob geredt hatte / sprach er zu Eliphas von Theman / Mein zorn ist ergrimmet / vber dich vnd vber deine zween Freunde / Denn jr habt nicht recht von mir geredt / wie mein knecht Hiob . So nemet nu sieben farren vnd sieben widder / vnd gehet hin zu meinem knecht Hiob / vnd opffert Brandopffer fur euch / vnd lasst meinen knecht Hiob fur euch bitten . Denn jn wil ich ansehen / Das ich euch nicht sehen lasse / wie jr torheit begangen habt / Denn jr habt nicht recht von mir geredt / wie mein knecht Hiob . DA giengen hin Eliphas von Thema / Bildad von Suah / vnd Zophar von Naema / vnd theten wie der HERR jnen gesagt hatte / vnd der HERR sahe an Hiob . Vnd der HERR wendet das gefengnis Hiob / da er bat fur seine Freunde / Vnd der HERR gab Hiob zwifeltig so viel als er gehabt hatte . VND es kamen zu jm alle seine Brüder vnd alle seine Schwester / vnd alle die jn vorhin kandten / vnd assen mit jm in seinem Hause / vnd kereten sich zu jm vnd trösteten jn / vber allem vbel / das der HERR vber jn hatte komen lassen . Vnd ein jglicher gab jm einen schönen Grosschen / vnd ein gülden Stirnband . Vnd der HERR segenet hernach Hiob mehr denn vorhin / das er kreig vierzehen tausent Schaf / vnd sechs tausent Kamel / vnd tausent joch Rinder / vnd tausent Esel . Vnd kreig sieben Söne vnd drey Töchter . Vnd hies die erste Jemima / die ander Kezia / vnd die dritte Kerenhapuch . Vnd worden nicht so schöne Weiber funden in allen Landen / als die töchter Hiob / Vnd jr Vater gab jnen erbteil vnter jren Brüdern . VND Hiob lebet nach diesem / hundert vnd vierzig jar / das er sahe Kinder vnd kindeskinder / bis in das vierde Gelied . Vnd Hiob starb alt vnd lebens sat . - Ende des Buchs Hiob . </passage></reply></GetPassage>