<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:20</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:20</urn><passage>Djs sind die Sprüch Salomo des königes Jsrael / Dauids son . Zu lernen Weisheit vnd zucht / verstand / klugheit / gerechtigkeit / recht vnd schlecht . Das die Albern witzig / vnd die Jünglinge vernünfftig vnd fürsichtig werden . Wer Weise ist / der höret zu vnd bessert sich / vnd wer Verstendig ist / der lesst jm raten . Das er verneme die Sprüche vnd jre deutung / die lere der Weisen vnd jr Beyspiel . Des HERRN furcht ist anfang Wer wol lernen wil / der mus zum ersten Gottfürchtig sein . Wer aber Gott geringe acht der fraget auch nach keiner Weisheit / vnd leidet keine straffe noch zucht . zu lernen / Die Ruchlosen verachten weisheit vnd zucht . Psal . 111 . ; Syrach . 1 . Mein kind / Gehorche der zucht deines Vaters / vnd verlas nicht das gebot deiner Mutter . Denn solchs ist ein schöner Schmuck deinem heubt / vnd eine Ketten an deinem halse . Mein kind / Wenn dich die bösen Buben locken / so folge nicht . Wenn sie sagen / Gehe mit vns / wir wöllen auff Blut lauren / vnd den Vnschüldigen on vrsache nachstellen / Wir wöllen sie lebendig verschlingen wie die Helle / vnd die Fromen / als die hinunter in die Gruben faren / Wir wöllen gros gut finden / wir wöllen vnser Heuser mit Raube füllen / Woge es mit vns / Es sol vnser aller ein Beutel sein . Mein kind / wandel den weg nicht mit jnen / were deinem Fus fur jrem Pfad . Denn jre Füsse lauffen zum bösen / vnd eilen Blut zuuergiessen . Denn es ist vergeblich / das Netze auswerffen Das ist ein Sprichwort / vnd wil sagen / Es gehet jnen wie man saget / Es ist vmb sonst das netze etc . Das ist / Jr furnemen wird feilen / Sie werden selbs vmbkommen . fur den augen der Vogel . Auch lauren sie selbs vnternander auff jr Blut / vnd stellet einer dem andern nach dem leben . Also thun alle Geitzigen / das einer dem andern das Leben nimpt . Dje Weisheit klagt draussen / vnd lesst sich hören auff den gassen . Sie rufft in der thür am thor fornen vnter dem Volck / Sie redet jre wort in der Stad . Wie lange wolt jr Albern alber sein / vnd die Spötter lust zu spötterey haben / vnd die Ruchlosen die Lere hassen ? Keret euch zu meiner straffe . Sihe / Jch wil euch eraus sagen meinen Geist / vnd euch meine wort kund thun . Weil ich denn ruffe / Vnd jr wegert euch / Jch recke meine Hand aus / Vnd niemand achtet drauff / vnd lasst faren allen meinen Rat / vnd wöllet meiner Straffe nicht . So wil ich auch lachen in ewrem Vnfal / vnd ewer spotten / wenn da kompt das jr fürchtet . Wenn vber euch kompt / wie ein Sturm / das jr fürchtet / vnd ewer vnfal als ein Wetter / wenn vber euch Angst vnd Not kompt . Denn werden sie mir ruffen / Aber ich werde nicht antworten / Sie werden mich früe suchen / vnd nicht finden . Darumb das sie hasseten die Lere / vnd wolten des HERRN furcht nicht haben / wolten meins Rats nicht / vnd lesterten alle meine Straffe . So sollen sie essen von den früchten jres wesens / vnd jres rats satt werden . Das die Albern gelüstet / tödtet sie / vnd der Ruchlosen glück bringt sie vmb Stulti uertunt se à consilijs uerbi ad carnalia etc . . Wer aber mir gehorchet / wird sicher bleiben / vnd gnug haben / vnd kein Vnglück fürchten . Mein Kind / wiltu mein Rede annemen / vnd mein Gebot bey dir behalten / So las dein ohre auff Weisheit acht haben / vnd neige dein hertz mit vleis Must acht drauff geben / vnd von hertzen vleissig sein . dazu . Denn so du mit vleis darnach ruffest / vnd darumb bettest / So du sie suchest wie silber / vnd forschest sie / wie die schetze / Als denn wirstu die Furcht des HERRN vernemen / vnd Gottes erkentnis finden . Denn der HERR gibt Weisheit / vnd aus seinem Munde kompt erkentnis vnd verstand . Er lesst den Auffrichtigen gelingen / vnd beschirmet die Fromen / vnd behütet die so recht thun / vnd bewaret den weg seiner Heiligen . Denn wirstu verstehen / gerechtigkeit vnd recht / vnd fromkeit vnd allen guten weg . WO die Weisheit dir zu hertzen gehet / das du gerne lernest / So wird dich guter Rat bewaren / vnd verstand wird dich behüten / Das du nicht geratest auff den weg der Bösen / noch vnter die verkereten Schwetzer . Die da verlassen die rechte Bahn / vnd gehen finstere wege . Die sich frewen Böses zu thun / vnd sind frölich in jrem bösen verkertem wesen / Welche jren weg verkeren / Vnd folgen jrem abwege . Das du nicht geratest an eines andern Weib / vnd die nicht dein ist / die glate wort gibt / Vnd verlesst den Herrn Jren Eheman / den sie jung genomen hat . jrer Jugent / vnd vergisset den Bund jres Gottes . Denn jr Haus neiget sich zum tod / vnd jre genge zu den Verlornen . Alle die zu jr eingehen / komen nicht wider / vnd ergreiffen den weg des Lebens nicht . Avff das du wandelst auff gutem wege / vnd bleibest auff der rechten bahn . Denn die Gerechten werden im Lande wonen / vnd die Fromen werden drinnen bleiben . Aber die Gottlosen werden aus dem Lande gerottet / vnd die Verechter werden draus vertilget . Psal . 37 . ; Matt . 5 . Mein Kind / Vergiss meins Gesetzes nicht / vnd dein hertz behalte meine Gebot . Denn sie werden dir langes Leben / vnd gute jar vnd Friede bringen / gnade vnd trew werden dich nicht lassen . Henge sie an deinen hals / vnd schreibe sie in die Tafel deines hertzen / so wirstu gunst vnd klugheit Du wirst ein fein vernünfftig mensch werden / dem alles wol anstehet vnd abgehet / was du angreiffest . finden / die Gott vnd Mensch gefellet . Verlas dich auff den HERRN von gantzem hertzen / Vnd verlas dich nicht auff deinen Verstand / Sondern gedencke an jn in allen deinen wegen / So wird er dich recht füren . Düncke dich nicht Weise sein / Sondern fürchte den HERRN / vnd weiche vom bösen . Das wird deinem Nabel gesund sein / vnd deine Gebeine erquicken . Ehre den HERRN von deinem Gut / vnd von den Erstlingen alle deines einkomens . So werden deine Scheunen vol werden / vnd deine Kelter mit most vbergehen . Mein kind / verwirff die Zucht des HERRN nicht / vnd sey nicht vngedültig vber seiner straffe . Denn welchen der HERR liebet / den strafft er / Vnd hat wolgefallen an jm / wie ein Vater am Son . Ebre . 12 . ; Apoc . 3 . WOL dem Menschen / der Weisheit findet / vnd dem Menschen / der verstand bekompt . Denn es ist besser vmb sie hantieren / weder vmb silber / vnd jr Einkomen ist besser denn gold . Sie ist edler denn Perlen / vnd alles was du wündschen magst / ist jr nicht zu gleichen . Langes Leben ist zu jrer Rechten hand / zu jrer Lincken ist reichthum vnd ehre . Jre wege sind liebliche wege / vnd alle jre steige sind Friede . Sie ist ein bawm des Lebens allen die sie ergreiffen / vnd selig sind / die sie halten . Denn der HERR hat die Erden durch Weisheit gegründet / vnd durch seinen Rat die Himel bereitet . Durch seine Weisheit sind Wort . die Tieffen zurteilet / vnd die Wolcken mit taw trieffend gemacht . Mein kind / Las sie nicht von deinen augen weichen / So wirstu glückselig vnd klug werden . Das wird deiner Seelen leben sein / vnd dein mund wird holdselig sein . Denn wirstu sicher wandeln auff deinem wege / das dein Fus sich nicht stossen wird . Legestu dich / so wirstu dich nicht fürchten / sondern süsse schlaffen / Das du dich nicht fürchten darffest fur plötzlichem schrecken / noch fur dem sturm der Gottlosen / wenn er kompt . Denn der HERR ist dein trotz / der behüt deinen Fus / das er nicht gefangen werde . Psal . 112 . Wegere dich nicht / dem Dürfftigen guts zu thun / so deine hand von Gott hat solchs zu thun . Sprich nicht zu deinem Freunde / Gehe hin vnd kom wider / morgen wil ich dir geben / so du es doch wol hast . Trachte nicht böses wider deinen Freund / der auff traw bey dir wonet . Hadder nicht mit jemand on vrsache / so er dir kein leid gethan hat . Eiuer nicht einem Freueln nach / vnd erwele seiner wege keinen / Denn der HERR hat grewel an dem Abtrünnigen / vnd sein Geheimnis ist bey den Fromen . Jm hause des Gottlosen ist der Fluch des HERRN / Aber das haus der Gerechten wird gesegenet . Er wird die Spötter spotten / Aber den Elenden wird er gnade geben . Die Weisen werden Ehre erben / Aber wenn die Narren Lose Leute / die Gott nichts achten noch sein Wort . hoch komen / werden sie doch zu schanden . Horet meine Kinder die zucht ewers Vaters / merckt auff / das jr lernet vnd klug werdet . Denn ich gebe euch eine gute Lere / verlasset mein Gesetze nicht . Denn ich war meines Vaters son / ein zarter vnd ein einiger fur meiner Mutter . Vnd er leret mich / vnd sprach / Las dein hertz meine Wort auffnemen / halt mein Gebot / so wirstu leben . Nim an Weisheit / nim an Verstand / vergiss nicht vnd weiche nicht von der Rede meines munds . Verlas sie nicht / so wird sie dich behalten / Liebe sie / so wird sie dich behüten . Denn der Weisheit anfang ist / wenn man sie gerne höret / vnd die Klugheit lieber hat / denn alle Güter . Achte sie hoch / so wird sie dich erhöhen / vnd wird dich zu Ehren machen / wo du sie hertzest . Sie wird dein Heubt schön schmücken / vnd wird dich zieren mit einer hübschen Krone . SO höre mein Kind / vnd nim an meine rede / So werden deiner jar viel werden . Jch wil dich den weg der Weisheit füren / Jch wil dich auff rechter bahn leiten . Das / wenn du gehest / dein gang dir nicht saur werde / vnd wenn du leuffest / das du dich nicht anstossest . Fasse die Zucht / las nicht daruon / beware sie / Denn sie ist dein Leben . Kom nicht auff der Gottlosen pfad / vnd tritt nicht auff den weg der bösen . Lasse jn faren / vnd gehe nicht drinnen / weiche von jm / vnd gehe fur vber . Denn sie schlaffen nicht / sie haben denn vbel gethan / vnd sie rugen nicht / sie haben denn schaden gethan . Denn sie neeren sich von gottlosem Brot / vnd trincken vom Wein des freuels . Aber der Gerechten pfad glentzet wie ein Liecht / das da fort gehet vnd leuchtet bis auff den vollen tag . Der Gottlosen weg aber / ist wie tunckel / vnd wissen nicht / wo sie fallen werden . Mein son / Mercke auff mein wort / vnd neige dein ohre zu meiner Rede . Las sie nicht von deinen augen faren / behalte sie in deinem hertzen . Denn sie sind das Leben denen / die sie finden / vnd gesund jrem gantzen Leibe . Behüte dein hertz mit allem vleis / Denn daraus gehet das Leben . Thu von dir den verkereten Mund / vnd las das Lestermaul ferne von dir sein . Las deine augen stracks fur sich sehen / vnd deine augenlied richtig fur dir hin sehen . Las deinen Fus gleich fur sich gehen / so gehestu gewis . Wancke weder zur rechten noch zur lincken / wende deinen Fus vom bösen . Mein kind / Merck auff meine Weisheit / neige dein ohre zu meiner Lere . Das du behaltest guten Rat / vnd dein mund wisse vnterscheid zu haben . Denn die lippen der Huren sind süsse wie honigseim / vnd jre Kele ist gleter denn öle . Aber hernach bitter wie Wermut / vnd scharff wie ein zweischneitig Schwert . Jre füsse lauffen zum Tod hinunter / jre genge erlangen die Hell . Sie gehet nicht stracks auff dem wege des Lebens / vnstete sind jre tritt / das sie nicht weis / wo sie gehet . SO gehorchet mir nu / meine Kinder / vnd weichet nicht von der rede meins mundes . Las deine wege ferne von jr sein / vnd nahe nicht zur thür jres Hauses . Das du nicht den Frembden Denn die Hurer verzeren jr Gut / vnd leben mit bösen Buben / die jnen darnach nicht Kleien / noch die Rinden geben . Wie dem Son im Euangelio geschah / da er sein Gut verbrasset hatte / Luc . 15 . gebest deine ehre / vnd deine jar dem Grausamen . Das sich nicht Frembde von deinem Vermügen settigen / vnd deine Erbeit nicht sey in eins andern haus . Vnd müssest er nach seufftzen / wenn du dein Leib vnd Gut verzeret hast / vnd sprechen / Ah wie hab ich die Zucht gehasset ? vnd mein hertz die straffe verschmecht ? Vnd hab nicht gehorchet der stim meiner Lerer / vnd mein ohre nicht geneigt zu denen die mich lereten ? Jch bin schier in all vnglück komen / fur allen Leuten vnd allem Volck . Trincke wasser aus deiner Gruben / vnd flüsse aus deinem Brunnen . Las deine Brünnen er aus fliessen / vnd die Wasserbeche auff die gassen . Habe du aber sie alleine / vnd kein Frembder mit dir . Dein Born sey gesegnet / Vnd frewe dich des Weibs deiner jugent . Sie ist lieblich wie eine Hinde Das ist auff Sprichworts weise geredt / also viel / Bleibe bey deim Weib / vnd halt dein Gut / das du es nicht vmbbringest mit Huren / sondern andern da mit helffest . Denn kein lieblicher wesen auff Erden ist / wo sich Man vnd Weib freundlich zusamen halten . / vnd holdselig wie ein Rehe / Las dich jre liebe allezeit settigen / vnd ergetze dich alle wege in jrer liebe . Mein Kind warumb wiltu dich an der Frembden ergetzen / vnd hertzest dich mit einer andern ? Denn jedermans wege sind stracks fur dem HERRN vnd er misset gleich alle jre genge . Die missethat des Gottlosen wird jn fahen / vnd wird mit dem strick seiner sünde gehalten werden . Er wird sterben / das er sich nicht wil ziehen lassen / vnd vmb seiner grossen Torheit willen / wirds jm nicht wolgehen . Mein Kind / Wirstu bürge fur deinen Nehesten / vnd hast deine hand bey einem Frembden verhefftet / So bistu verknüpfft mit der rede deines mundes / vnd gefangen mit den reden deines mundes . So thu doch / mein Kind also / vnd errette dich / Denn du bist deinem Nehesten in die hende komen / Eile / drenge vnd treibe deinen Nehesten . Las deine augen nicht schlaffen / noch deine augenlied schlummern . Errette dich wie ein Rehe von der hand / vnd wie ein Vogel aus der hand des Voglers . Jnfr . 11 . Gehe hin zur Emmeissen du Fauler / sihe jre weise an / vnd lerne . Ob sie wol keinen Fürsten noch Heubtman noch Herrn hat / bereit sie doch jr brot im Sommer / vnd samlet jre speise in der Erndte . Wie lange ligestu Fauler ? Wenn wiltu auffstehen von deinem schlaff ? Ja schlaff noch ein wenig / schlummer ein wenig / schlahe die hende in einander ein wenig / das du schlaffest . So wird dich das Armut vbereilen / wie ein Fusgenger / Vnd der mangel / wie ein gewaptneter Man . Jnfr . 24 . Ejn loser Mensch / ein schedlicher Man / gehet Füret keine bestendige rede sihet keinen recht an . mit verkeretem munde / wincket mit augen / deutet mit füssen / zeiget mit fingern / trachtet allezeit böses vnd verkerets in seim hertzen / vnd richtet hadder an . Darumb wird jm plötzlich sein Vnfal komen / vnd wird schnell zubrochen werden / das keine Hülffe da sein wird . Djese sechs stück hasset der HERR / vnd am siebenden hat er einen grewel . Hohe augen / falsche Zungen / Hende die vnschüldig Blut vergiessen / Hertze das mit bösen tücken vmbgehet / Füsse die behende sind schaden zu thun / falscher Zeuge der frech lügen redet / Vnd der hadder zwisschen Brüdern anricht . Mein kind / Beware die gebot deines Vaters / vnd las nicht faren das gesetze deiner Mutter . Binde sie zusamen auff dein Hertz allewege / vnd henge sie an deinen Hals . Wenn du gehest / das sie dich geleiten / Wenn du dich legest / das sie dich bewaren / Wenn du auffwachst / das sie dein gespreche seien . Denn das Gebot ist eine leuchte / vnd das Gesetz ein liecht / vnd die straff der zucht ist ein weg des Lebens . Auff das du bewaret werdest fur dem bösen Weibe / fur der glatten zungen der Frembden . Las dich jre schöne nicht gelüsten in deinem hertzen / vnd verfahe dich nicht an jren Augenlieden . Denn eine Hure bringt einen vmbs Brot Wer sich mit Huren neeret / vnd mit Karren feret / Dem ist vnglück bescheret . / Aber ein Eheweib fehet das edle Leben . Kan auch jemand ein Fewr im bosem behalten / das seine Kleider nicht brennen ? Wie solt jemand auff Kolen gehen / das seine füsse nicht verbrand würden ? Also gehets / wer zu seines Nehesten weib gehet / Es bleibt keiner vngestrafft der sie berüret . ES ist einem Diebe nicht so grosse schmach / ob er stilet / seine Seele zu settigen / weil jn hungert / Vnd ob er begriffen wird / gibt ers siebenfeltig wider / vnd legt dar alles gut in seinem hause . Aber der mit einem Weibe die Ehe bricht der ist ein Narr / der bringt sein Leben ins verderben . Dazu trifft jn plage vnd schande / vnd seine schande wird nicht ausgetilget . Denn der grim des Mans eiuert vnd schonet nicht / zur zeit der rache / Vnd sihet kein Person an / die da versüne / vnd nimpts nicht an / ob du viel schencken woltest . Mein kind / Behalt meine rede / vnd verbirge mein Gebot bey dir . Behalt mein Gebot / so wirstu leben / vnd mein Gesetz wie deinen augapffel . Binde sie an deine Finger / schreibe sie auff die tafel deines Hertzen . Sprich zur Weisheit / Du bist meine Schwester / vnd nenne die Klugheit deine Freundin . Das du behüt werdest / fur dem frembden Weibe / fur einer Andern die glatte wort gibt . Denn am fenster meins hauses / kucket ich durchs gegitter / vnd sahe vnter den Albern . Vnd ward gewar vnter den Kindern eins nerrischen Jünglings / Der gieng auff der gassen an einer ecken / vnd trat da her auff dem wege an jrem Hause / in der demmerung am abend des tages / da es nacht ward vnd tunckel war . Vnd sihe / da begegent jm ein Weib im Hurnschmuck / listig / wild vnd vnbendig / das jre füsse in jrem Hause nicht bleiben können / Jtzt ist sie haussen / jtzt auff der gassen / vnd lauret an allen ecken . Vnd erwisscht jn / vnd küsset jn vnuerschampt / vnd sprach zu jm / Jch habe Danckopffer fur mich heute bezalet fur meine Gelübde / Darumb bin ich er ausgegangen / dir zu begegen / dein angesicht früe zu suchen / vnd hab dich funden . Jch habe mein Bette schön geschmückt / mit bundten Teppichen aus Egypten . Jch habe mein Lager mit Myrren / Aloes / vnd Cinnamen besprengt . Kom / las vns gnug bulen / bis an den morgen / vnd las vns der liebe pflegen . Denn der Man ist nicht da heime / er ist einen fernen weg gezogen . Er hat den Geldsack mit sich genomen / Er wird erst auffs Fest wider heim komen . Sie vberredet jn mit vielen worten / vnd gewan jn ein mit jrem glatten munde . Er folget jr balde nach / wie ein Ochse zur fleischbanck gefürt wird / vnd wie zum fessel da man die Narren züchtiget . Bis sie jm mit dem pfeil die Lebbern spaltet / Wie ein Vogel zum strick eilet / vnd weis nicht das jm das leben gilt . SO gehorchet mir nu / meine Kinder / vnd mercket auff die Rede meins mundes . Las dein hertz nicht weichen auff jren weg / vnd las dich nicht verfüren auff jrer bahn . Denn sie hat viel verwund vnd gefellet / vnd sind allerley Mechtigen von jr erwürget . Jr Haus sind wege zur Helle / da man hinunter feret in des Todes kamer . Rvffet nicht die Weisheit / vnd die Klugheit lesst sich hören ? Offentlich am wege vnd an der strassen stehet sie / An thoren bey der Stad / da man zur thür eingehet / schreiet sie / O jr Menner / Jch schrey zu euch / vnd ruffe den Leuten . Merckt jr Albern die witze / vnd jr Thoren nemet es zu hertzen . Höret / Denn ich wil reden / was Fürstlich Fürsten sollen ehrlich / löblich thun / reden / machen / das man jr Exempel rhümen vnd folgen müge / Nicht wie die Tyranen / Vnfleter / Cyclopen etc . ist / vnd leren was recht ist . Denn mein mund sol die Warheit reden / vnd meine lippen sollen hassen das Gottlos ist . Alle rede meines mundes sind gerecht / Es ist nichts verkerets noch falsches drinnen . Sie sind alle gleich aus / denen die sie vernemen / vnd richtig denen / die es annemen wöllen . Nemet an meine Zucht lieber denn silber / vnd die Lere achtet höher denn köstlich gold . Denn Weisheit ist besser denn Perlen / vnd alles was man wündschen mag / kan jr nicht gleichen . Jch Weisheit / wone bey der Witze / vnd ich weis guten Rat zu geben . Die furcht des HERRN hasset das arge / die hoffart / den hohmut / vnd bösen weg / vnd bin feind dem verkereten munde . Mein ist beide Rat vnd That / Jch habe verstand / vnd macht . Durch mich regiern die Könige / vnd die Ratherrn setzen das Recht . Durch mich herrschen die Fürsten / vnd alle Regenten auff Erden . Jch liebe die mich lieben / vnd die mich früe suchen / finden mich . Reichthum vnd Ehre ist bey mir / wehrhafftig Gut vnd Gerechtigkeit . Meine Frucht ist besser denn gold vnd fein gold / vnd mein Einkomen besser denn ausserlesen silber . Jch wandel auff dem rechten wege / auff der strassen des Rechts / Das ich wol berate die mich lieben / vnd jre Schetze vol mache . DER HERR hat mich gehabt im anfang seiner wege / Ehe er was machet / war ich da . Jch bin eingesetzt von ewigkeit / von anfang vor der Erden . Da die Tieffen noch nicht waren / da war ich schon bereit / Da die Brunne noch nicht mit wasser quollen . Ehe denn die Berge eingesenckt waren / vor den Hügeln war ich bereit . Er hatte die Erden noch nicht gemacht / vnd was dran ist / noch die Berge des Erdbodens . Da er die Himel bereitet / war ich daselbs / da er die Tieffen mit seim ziel verfasset . Da er die Wolcken droben festet / da er festiget die Brünnen der tieffen . Da er dem Meer das ziel setzet / vnd den Wassern / das sie nicht vbergehen seinen Befelh . Da er den grund der Erden legt / da war ich der Werckmeister bey jm / vnd hatte meine lust teglich / vnd spielet fur jm allezeit . Vnd spielet auff seinem Erdboden / Vnd meine lust ist bey den Menschenkindern . Sap . 3 . SO gehorcht mir nu meine Kinder / Wol denen / die meine wege behalten . Höret die Zucht vnd werdet Weise / vnd lasset sie nicht faren . Wol dem Menschen der mir gehorchet / das er wache an meiner Thür teglich / das er warte an den pfosten meiner thür . Wer mich findet / der findet das Leben / vnd wird wolgefallen vom HERRN bekomen . Wer aber an mir sündiget / Der verletzt seine Seele / Alle die mich hassen / lieben den Tod . DJE Weisheit bawete jr Haus / vnd hieb sieben Seulen . Schlachtet jr Vieh / vnd trug jren Wein auff / vnd bereitet jren Tisch . Vnd sandte jre Dirne aus / zu laden oben auff die Pallast der stad / Wer Alber ist / der mache sich hie her . Vnd zum Narren sprach sie / Kompt zehret von meinem Brot / vnd trincket des Weins / den ich schencke . Verlasset das alber wesen / So werdet jr leben / vnd gehet auff dem wege des verstandes . Wer den Spötter Heisst Salomo alle Verechter vnd widerspenstige der wahrheit . züchtiget / der mus schande auff sich nemen / Vnd wer den Gottlosen strafft / der mus gehönet werden Die Welt wil ungestrafft sein . . Straffe den Spötter nicht / er hasset dich / Straffe den Weisen / der wird dich lieben . Gib dem Weisen / so wird er noch weiser werden / Lere den Gerechten / so wird er in der lere zunemen . Der weisheit anfang ist des HERRN furcht / Vnd der verstand leret was Heilig ist . Denn durch mich wird deiner tage viel werden / Vnd werden dir der jar des Lebens mehr werden . Bistu Weise / so bistu dir weise / Bistu ein Spötter / so wirstu es allein tragen Non me doctorem , sed te deluseris ipsum . . Sup . 1 . ; Psal . 111 . ES ist aber ein töricht / wild Weib / vol schwetzens / vnd weis nichts . Die sitzt in der thür jres Hauses auffm stuel / oben in der Stad / zu laden alle die fur vber gehen / vnd richtig auff jrem wege wandeln . Wer ist Alber ? Der mache sich hie her / Vnd zum Narren spricht sie / Die verstolen wasser sind süsse / vnd das verborgen brot ist niedlich . Er weis aber nicht / das daselbs Todten sind / vnd jre Geste in der tieffen Hellen . EJN weiser Son ist seines Vaters freude / Aber ein törichter Son ist seiner Mutter gremen . Jnfr . 15 . Vnrecht Gut hilfft nicht / Aber Gerechtigkeit errettet vom Tode . Der HERR lesst die seele des Gerechten nicht hunger leiden / Er störtzt aber der Gottlosen schinderey Da durch sie mit aller Leute schaden / reich werden . . Lessige Hand macht arm / Aber der Vleissigen hand macht reich . Wer im Sommer samlet / der ist klug / Wer aber in der Erndte schlefft / wird zu schanden Schande vnd ehre heisst Salomo offt armut vnd reichthum / Darumb / das wer reich ist / ehre hat . . Den Segen hat das heubt des Gerechten / Aber den mund der Gottlosen wird jr freuel vberfallen . Das Gedechtnis der Gerechten bleibt im segen / Aber der Gottlosen name wird verwesen . Wer Weise von hertzen ist / nimpt die Gebot an / Der aber ein Narrenmaul hat / wird geschlagen . Wer vnschüldig lebet / der lebet sicher / Wer aber verkeret ist auff seinen wegen / wird offenbar werden . Wer mit Augen wincket / wird mühe anrichten / Vnd der ein Narrenmaul hat / wird geschlagen . Des Gerechten mund ist ein lebendiger Brun / Aber den mund der Gott losen wird jr freuel vberfallen . Hass erreget hadder / Aber Liebe Liebe lesst sich nicht erzürnen . deckt zu alle vbertrettunge . 1 . Cor . 13 . ; 1 . Pet . 4 . Jn den lippen des Verstendigen findet man Weisheit / Aber auff den rücken des Narren gehört ein Ruten . Die Weisen bewaren die Lere / Aber der Narren mund ist nahe dem schrecken Das ist / der fahr vnd dem vnglück . . Das gut Gut macht mut / Armut weh thut . des Reichen ist seine feste stad / Aber die Armen macht das armut blöde . Der Gerechte braucht seins guts zum Leben Das er sich neere . / Aber der Gottlose braucht seins Einkomens zur sünde . Die zucht halten / ist der weg zum Leben / Wer aber die straffe verlesst / der bleibt jrrig Es gehet im nicht wol . . Falsche Der eine vermanet seinen Bruder nicht seiner sünden / Oder wo er an leufft / sihet ers gerne . Der ander affterredet vnd bessert auch niemand da mit . Meuler decken hass / Vnd wer verleumbdet / der ist ein Narr . Wo viel wort sind / Da gehets on sünde nicht ab / Wer aber seine lippen helt / ist klug . Des Gerechten zunge ist köstlich silber / Aber der Gottlosen hertz ist nichts . Des Gerechten lippen weiden viele / Aber die Narren werden jrer torheit sterben . Der segen des HERRN macht reich Gott bescheret Gott berett . / On mühe . Ein Narr treibt mutwillen / vnd hats noch dazu seinen spot / Aber der Man ist weise / der drauff merckt . Was der Gottlose fürchtet / das wird jm begegenen / Vnd was die Gerechten begeren / wird jnen gegeben . Der Gottlos ist wie ein Wetter das vber hin gehet / vnd nicht mehr ist / Der Gerechte aber bestehet ewiglich . Wie der Essig Wo lose Herrn vnd Amptleute sind / da sehen die Augen nicht / vnd beissen die Zeene nicht . Das ist / Es gehet zucht vnd straffe vnter . den zeenen / vnd der Rauch den augen thut / So thut der Faule denen / die jn senden . Die furcht des HERRN mehret die tage / Aber die jare der Gottlosen werden verkürtzt . Das warten der Gerechten wird freude werden / Aber der Gottlosen hoffnung wird verloren sein . Der weg des HERRN ist des Fromen trotz / Aber die Vbelthetter sind blöde . Der Gerecht wird nimer mehr vmbgestossen / Aber die Gottlosen werden nicht im Lande bleiben . Der mund des Gerechten bringt Weisheit / Aber das maul der Verkereten wird ausgerot . Die lippen der Gerechten leren heilsam ding / Aber der Gottlosen mund ist verkeret . Falsche Wage ist dem HERRN ein Grewel / Aber ein völlig Gewicht ist sein wolgefallen . Jnfr . 16 . ; Jnfr . 20 . Wo stoltz ist / Da ist auch schmach / Aber Weisheit ist bey den Demütigen . Vnschuld wird die Fromen leiten / Aber die bosheit wird die Verechter verstören . Gut hilfft nicht am tage des zorns / Aber Gerechtigkeit errettet vom Tod . Sup . 10 . Die gerechtigkeit des Fromen macht seinen weg eben / Aber der Gottlose wird fallen durch sein Gottlos wesen . Die gerechtigkeit der Fromen wird sie erretten / Aber die Verechter werden gefangen in jrer Bosheit . Wenn der gottlose Mensch stirbet / ist hoffnung verloren / Vnd das harren der Vngerechten wird zu nicht . Der Gerechte wird aus der Not erlöset / Vnd der Gottlose kompt an seine stat . Durch den mund des Heuchlers wird sein Nehester verderbet / Aber die Gerechten merckens vnd werden erlöset . Eine Stad frewet sich wens den Gerechten wolgehet / Vnd wenn die Gottlosen vmbkomen / wird man fro . Durch den segen der Fromen wird ein Stad erhaben / Aber durch den mund der Gottlosen wird sie zubrochen . Wer seinen Nehesten schendet Offenbart des andern gebrechen gern . Aber ein weiser decket zu vnd entschüldigts . / ist ein Narr / Aber ein verstendiger Man stillets . Ein Verleumbder verrhet was er heimlich weis / Aber wer eins getrewen hertzen ist / verbirget dasselb . Wo nicht Rat ist / Da gehet das Volck vnter / Wo aber viel Ratgeber sind da gehet es wol zu . Wer für einen andern Bürge wird / Der wird schaden haben / Wer aber sich fur geloben hütet / ist sicher . Sup . 6 . Ein holdselig weib erhelt die Ehre / Aber die Tyrannen Ein from Weib erhelt bey ehren / obs gleich nicht reich ist . Tyrannen trachten nach Gut vnd achten keiner Ehre . erhalten den reichthum . Ein barmhertziger Man thut seinem Leibe guts / Aber ein Vnbarmhertziger betrübet auch sein fleisch vnd blut . Der Gottlosen erbeit wird feilen / Aber wer Gerechtigkeit seet / das ist gewis Gut . Denn Gerechtigkeit fordert zum leben / Aber dem vbel nachiagen fordert zum tod . Der HERR hat grewel an den verkerten Hertzen / Vnd wolgefallen an den Fromen . Den Bösen hilfft nichts / wenn sie auch alle hende zusamen thetten / Aber der Gerechten same wird errettet werden . Ein schön weib on zucht / Jst wie ein Saw mit einem gülden Harband . Der Gerechten wundsch mus doch wol geraten / Vnd der Gottlosen hoffen wird vnglück . Einer teilet aus / vnd hat jmer mehr / Ein ander karget / da er nicht sol / vnd wird doch ermer . Die Seele die da reichlich segenet / wird fett / Vnd wer truncken Das ist / Wer reichlich gibt / dem wird reichlich wider gegeben . macht der wird auch truncken werden . Wer Korn inhelt / dem fluchen die Leute / Aber segen kompt vber den / so es verkeufft . Wer da Guts sucht / dem widerferet guts / Wer aber nach Vnglück ringet / dem wirds begegen . Wer sich auff sein Reichthum verlesst / Der wird vntergehen / Aber die Gerechten werden grunen wie ein blat . Wer sein eigen Haus betrübt / der wird Wind Friede neeret . Vnfriede verzeret . zu erbteil haben / Vnd ein Narr mus ein Knecht des Weisen sein . Die frucht des Gerechten ist ein bawm Was die Gerechten thun / das kompt jederman zu gut . des lebens / Vnd ein Weiser nimpt sich der Leute hertzlich an . So der Gerecht So die Fromen / so alles gutes andern thun / vnd Gott gefallen / dennoch viel geplagt werden / Wie wils den Gottlosen gehen ? auff Erden leiden mus / Wie viel mehr der Gottlos vnd Sünder ? 1 . Pet . 4 . WER sich gern lesst straffen / der wird klug werden / Wer aber vngestrafft sein wil / Der bleibt ein Narr . Wer From ist / der bekompt trost vom HERRN / Aber ein Ruchloser verdampt sich selbs . Ein Gottlos wesen fordert den Menschen nicht / Aber die wurtzel der Gerechten wird bleiben . Ein vleissig Heuslich weib ist ein krone jres Mannes / Aber ein vnuleissige Vnheuslich / Die sich nichts annimpt / als were sie ein Gast im hause . / ist ein Eiter in seinem gebeine . Jnfr . 14 . Was die Gerechten raten / das ist gewis ding / Aber was die Gottlosen raten / das treuget . Der Gottlosen predigt richten Blutuergiessen an / Aber der Fromen mund errettet . Die Gottlosen werden vmbgestürtzt vnd nicht mehr sein / Aber das haus der Gerechten bleibt stehen . Eins weisen Mans rat wird gelobt Vincit ueritas . / Aber die tücken werden zu schanden . Wer gering ist / vnd wartet des seinen / Der ist besser / Denn der gros sein wil / dem des brots mangelt . Der Gerechte erbarmet sich seins viehs / Aber das hertz der Gottlosen ist vnbarmhertzig . Wer seinen acker Wer des seinen wartet / in seinem beruff oder stande . Sonst heisst es 14 . handwerk / 15 . vnglück . bawet / der wird Brots die fülle haben / Wer aber vnnötigen sachen nachgehet / Der ist ein Narr . Des Gottlosen Lust ist schaden zu thun / Aber die wurtzel der Gerechten wird frucht bringen . Der Böse wird gefangen in seinen eigen falschen worten / Aber der Gerecht entgehet der angst . Viel guts kompt einem durch die frucht des mundes / Vnd dem Menschen wird vergolten / nach dem seine hende verdienet haben . Dem Narren gefelt seine weise wol / Aber wer Rat gehorcht der ist Weise . Ein Narr zeigt seinen zorn balde / Aber wer die Schmach birget / ist witzig . Wer warhafftig ist / der saget frey was recht ist / Aber ein falscher Zeuge betreugt . Wer vnuorsichtig Die nicht acht haben auff jre wort / oder wen sie treffen . Welchs geschicht beide im predigen / gerichten / vnd sonst in versamlungen . er aus feret / sticht wie ein Schwert / Aber die zunge der Weisen ist heilsam . Warhafftiger mund bestehet ewiglich / Aber die falsche Zunge bestehet nicht lange . Die so böses raten / betriegen / Aber die zum Friede raten / machen freude . Es wird dem Gerechten kein leid geschehen / Aber die Gottlosen werden vol vnglücks sein . Falsche Meuler sind dem HERRN ein grewel / Die aber trewlich handeln / gefallen jm wol . Ein witziger Man gibt nicht klugheit fur / Aber das hertz der Narren rüffet seine narrheit aus . Vleissige hand wird herrschen / Die aber Lessig ist / wird müssen zinsen . Sorge im hertzen / krencket / Aber ein freundlich wort erfrewet . Der Gerechte hats besser Ob er schon viel leidet vnd dem Gottlosen wolgehet . denn sein Nehester / Aber der Gottlosen weg verfüret sie . Eim Lessigen geret sein handel nicht / Aber ein vleissiger Mensch wird reich . Auff dem rechten wege ist Leben / Vnd auff dem gebeenten Pfad Landstrasse sicher / holtzweg ist ferlich . Gottes wort füret zum leben / Aber eigen dünckel zum tode . ist kein Tod . Ejn weiser Son lesst sich den Vater züchtigen / Aber ein Spötter gehorcht der straffe nicht . Der frucht des mundes geneust man / Aber die Verechter dencken nur zu freueln . Wer seinen mund bewaret / der bewaret sein leben / Wer aber mit seinem Maul her aus feret / Der kompt in schrecken Das ist / Fahr vnd straffe . . Der Faule begerd vnd kriegts doch nicht / Aber die Vleissigen kriegen gnug . Der Gerechte ist der Lügen feind / Aber der Gottlose schendet vnd schmehet sich selbs . Die Gerechtigkeit behüt den Vnschüldigen / Aber das Gottlos wesen bringt einen zu der sünde . Mancher ist Arm bey grossem Gut / Vnd mancher ist Reich bey seim Armut . Mit Reichthum kan einer sein Leben erretten / Aber ein Armer höret das schelten nicht Ein Reichen schilt man / Aber gibt jn vmb gelt los . Ein Armer mus her halten / Wer nicht gelt hat / bezalet mit der haut . . Das liecht der Gerechten macht frölich / Aber die leuchte der Gottlosen wird ausleschen . Vnter den Stoltzen ist jmer hadder / Aber Weisheit macht vernünfftige Leute . Reichthum wird wenig wo mans vergeudet / Was man aber zusamen helt / das wird gros . Die Hoffnung die sich verzeucht / engstet das hertz / Wens aber kompt das man begerd / das ist ein bawm des lebens . Wer das wort veracht / Der verderbet sich selbs / Wer aber das Gebot fürchtet / dem wirds vergolten . Die lere des Weisen ist ein Lebendige quelle / Zu meiden die stricke des Todes . Ein guter Rat thut sanfft / Aber der Verechter weg bringt wehe . Ein Kluger thut alles mit vernunfft / Ein Narr aber breitet narrheit aus . Ein gottloser Bote bringet vnglück / Aber ein trewer Werber ist heilsam . Wer zucht lesst faren / Der hat armut vnd schande / Wer sich gerne straffen lesst / wird zu ehren komen . Wens kompt / das man begerd / das thut dem hertzen wol / Aber der das Böse meidet / ist den Thoren ein grewel . Wer mit den Weisen vmbgehet / der wird weise / Wer aber der Narren geselle ist / Der wird vnglück haben . Vnglück verfolget die Sünder / Aber den Gerechten wird guts vergolten . Der gute wird erben auff Kinds kind / Aber des Sünders gut wird dem Gerechten furgespart . Es ist viel speise in den furchen der Armen Gott gibt dem Armen gnug / wo sie from sind . / Aber die vnrecht thun verderben . Jnfr . 22 . Wer seiner ruten schonet / der hasset seinen Son / Wer jn aber lieb hat / der züchtiget jn bald . Der Gerechte isset das seine Seele sat Lesst jm genügen . wird / Der Gottlosen bauch aber hat nimer gnug . Dvrch weise Weiber wird das Haus erbawet / Eine Nerrin aber zubrichts Der man mus verderben / der ein vnheuslich Weib hat . mit jrem thun . Wer den HERRN fürcht / der gehet auff rechter bahn / Wer jn aber veracht / Der weicht aus seinem wege . Narren reden tyrannisch / Aber die Weisen bewaren jren mund . Wo nicht Ochsen Wo man nicht erbeitet / da gewinnet man auch nichts . sind / Da ist die krippen rein / Aber wo der Ochse schefftig ist / da ist viel einkomens . Ein trewer Zeuge leuget nicht / Aber ein falscher Zeuge redet dürstiglich lügen . Der Spötter suchet Lose Leute suchen die weisheit nicht mit ernst / sondern zu jrem nutz / rhum vnd pracht . Weisheit vnd findet sie nicht / Aber dem Verstendigen ist die Erkentnis leicht . Gehe von dem Narren / Denn du lernest nichts von jm . Das ist des Klugen weisheit / das er auff seinen weg merckt / Aber das ist der Narren torheit / das es eitel trug mit jnen ist . Die Narren treiben das gespöt mit der sünde / Aber die Fromen haben lust an den Fromen . Wenn das Hertz traurig ist / So hilfft kein eusserliche freude . Das haus der Gottlosen wird vertilget / Aber die hütten der Fromen wird grünen . Es gefellet manchem ein weg wol / Aber endlich bringt er jn zum Tode . Nach dem lachen / kompt trawren / Vnd nach der freude / kompt leid Wie man spricht / Truncken freude / nüchtern leid . Kein lieb on leid . . Eim losen Menschen wirds gehen / wie er handelt / Aber ein Fromer wird vber jn sein . Ein Alber gleubt alles / Aber ein Witziger merckt auff seinen gang . Ein Weiser fürcht sich / vnd meidet das Arge / Ein Narr aber feret hindurch thürstiglich . Ein Vngedültiger thut nerrisch / Aber ein Bedechtiger hasset es . Die Albern erben narrheit / Aber es ist der Witzigen krone fürsichtiglich handeln . Die Bösen müssen sich bücken fur den Guten / Vnd die Gottlosen in den thoren des Gerechten . Einen Armen hassen auch seine Nehesten / Aber die Reichen haben viel Freunde . Der Sünder veracht seinen Nehesten / Aber wol dem / der sich der Elenden erbarmet . Die mit bösen Rencken vmbgehen / werden feilen Vntrew schlecht jren Herrn . / Die aber guts dencken / den wird Trew vnd Güte widerfaren . Wo man erbeitet da ist gnug / Wo man aber mit worten vmbgehet / Da ist mangel Viel wort / Nichts dar hinder . . Den Weisen ist jr reichthum ein krone / Aber die torheit der Narren bleibt torheit . Ein trewer Zeuge errettet das leben / Aber ein falscher Zeuge betreugt . Wer den HERRN fürchtet / der hat ein sichere Festung / Vnd seine Kinder werden auch beschirmet . Die furcht des HERRN ist eine quelle des lebens / Das man meide die stricke des Todes . Wo ein König viel volcks hat / das ist seine Herrligkeit / Wo aber wenig Volcks ist / Das macht einen Herrn blöde . Wer gedültig ist / der ist Weise / Wer aber Vngedültig ist / Der offenbart seine torheit . Ein gütigs Hertz ist des leibs leben / Aber neid ist eiter in beinen . Wer dem Geringen gewalt thut / Der lestert desselben Schepffer / Aber wer sich des Armen erbarmet / der ehret Gott . Jnfr . 17 . Der Gottlose bestehet nicht in seinem vnglück / Aber der Gerecht ist auch in seim Tod getrost . Jm hertzen des Verstendigen ruget Weisheit / Vnd wird offenbar vnter den Narren . Gerechtigkeit erhöhet ein Volck / Aber die Sünde ist der Leute verderben . Ein kluger Knecht gefellet dem König wol / Aber eim schendlichen Das haushalten zunicht machen . Knecht ist er feind . EJN linde Ein gut wort / findet ein gute stat . antwort stillet den zorn / Aber ein hart wort richtet grim an . Der Weisen zunge machet die lere lieblich / Der Narren mund speiet eitel narrheit . Die Augen des HERRN schawen an allen orten / Beide die Bösen vnd Fromen . Ein heilsame Zunge ist ein bawm des lebens / Aber ein Lügenhafftige macht hertzleid . Der narr lestert die zucht seines Vaters / Wer aber straffe annimpt / der wird Klug werden . Jn des Gerechten haus ist Guts gnug / Aber in dem Einkomen des Gottlosen ist verderben . Der Weisen mund strewet guten Rat / Aber der Narren hertz ist nicht also . Der Gottlosen opffer ist dem HERRN ein Grewel / Aber das gebet der Fromen ist jm angeneme . Des Gottlosen weg ist dem HERRN ein Grewel / Wer aber der Gerechtigkeit nachiaget / der wird geliebet . Das ist ein böse Zucht / den weg verlassen / Vnd wer die straffe hasset / der mus sterben . Helle vnd Verderbnis ist fur dem HERRN / Wie viel mehr der Menschen hertze ? Der Spötter liebet nicht der jn straffet / Vnd gehet nicht zu dem Weisen Sie lassen jnen nicht sagen . . Ein frölich Hertz macht ein frölich Angesicht / Aber wens hertz bekümert ist / so felt auch der mut . Jnfr . 17 . Ein kluges Hertz handelt bedechtiglich / Aber die künen Narren regieren nerrisch . Ein Betrübter hat nimer keinen guten tag / Aber ein guter Mut ist ein teglich wolleben . Es ist besser ein wenig mit der furcht des HERRN / Denn grosser Schatz darin Vnruge ist . Jnfr . 16 . ; Jnfr . 17 . Es ist besser ein Gericht kraut mit liebe / Denn ein gemester Ochse mit Hass . Ein zornig man richtet hadder an / Ein Gedültiger aber stillet den zanck . Der weg des Faulen ist dörnicht / Aber der weg der Fromen ist wol gebenet . Ein weiser son erfrewet den Vater / Vnd ein nerrischer Mensch ist seiner Mutter schande . Sup . 10 . ; Jnfr . 17 . ; 19 . Dem Thoren ist die torheit eine freude / Aber ein verstendiger Man bleibt auff dem rechten wege . Die Anschlege werden zu nicht wo nicht Rat ist / Wo aber viel Ratgeben sind / bestehen sie . Es ist einem ein freude / wo man jm richtig antwortet / Vnd ein wort zu seiner zeit ist seer lieblich . Der weg des Lebens gehet vberwerts klug zu machen / Auff das man meide die Helle vnterwerts . Der HERR wird das haus der Hoffertigen zubrechen / Vnd die grentze der Widwen bestetigen . Die anschlege des Argen sind dem HERRN ein grewel / Aber tröstlich reden die reinen Vel / Die rede der Freundlichen sind rein . . Der Geitzige verstöret sein eigen Haus / Wer aber Geschenck hasset / der wird leben . Das hertz des Gerechten tichtet was zu antworten ist / Aber der mund der Gottlosen scheumet böses . Der HERR ist ferne von den Gottlosen / Aber der Gerechten gebet erhöret er . Freundlicher anblick erfrewet das hertz / Ein gut Gerücht machet das gebeine fett . Das ohre das da höret die straffe des lebens wird vnter den Weisen wonen . Wer sich nicht ziehen lesst / Der macht sich selbs zunichte Das ist / Er kompt an den Galgen . / Wer aber straffe höret / der wird klug . Die furcht des HERRN ist zucht zur Weisheit / Vnd ehe man zu ehren kompt / Mus man zuuor leiden . 1 . Pet . 1 . Der Mensch setzt jm wol fur im hertzen / Aber vom HERRN kompt was die zunge reden sol . Ein jglichen düncken seine wege rein sein / Aber allein der HERR macht das hertz gewis . Befilh dem HERRN deine werck / So werden deine anschlege fort gehen . Der HERR macht alles vmb sein selbs willen / Auch den Gottlosen zum bösen tage . Ein stoltz Hertz ist dem HERRN ein grewel / Vnd wird nicht vngestrafft bleiben / wenn sie sich gleich alle an einander hengen . Durch güte vnd trew wird Missethat versünet Bey Gott vnd Menschen / Denn Gott wendet die straffe / vnd Menschen werden freunde dadurch . / Vnd durch die furcht des HERRN meidet man das Böse . Wenn jemands wege dem HERRN wolgefallen / So macht er auch seine Feinde mit jm zu frieden . Es ist besser wenig mit gerechtigkeit / Denn viel einkomens mit vnrecht . Des Menschen hertz schlehet seinen weg an / Aber der HERR allein gibt / das er fort gehe . Weissagung ist in dem munde des Königs Denn er richtet nach dem Recht oder Gesetz / welches Gott bestetigt vnd gebeut / als ein öffentlich Ampt . / Sein mund feilet nicht im Gericht . Rechte Wage vnd Gewicht ist vom HERRN / Vnd alle Pfunde im sack sind seine werck . Fur den Königen vnrecht thun / ist ein Grewel / Denn durch gerechtigkeit wird der Thron bestetigt . Recht raten gefellet den Königen / Vnd wer gleich zuret / wird geliebet . Des Königes grim ist ein Bote des todes / Aber ein weiser Man wird jn versünen . Wenn des Königes angesicht freundlich ist / das ist leben / Vnd sein gnade ist wie ein Abendregen . Njm an die Weisheit / denn sie ist besser weder gold / Vnd Verstand haben / ist edler denn silber . Der Fromen weg meidet das arge / Vnd wer seinen weg bewaret / der behelt sein Leben . Wer zu grund gehen sol / Der wird zuuor Stoltz / Hoffertig vnd stoltzer mut / kompt fur dem fall . Es ist besser nidriges gemüts sein mit den Elenden / Denn Raub austeilen mit den Hoffertigen . Wer eine Sache klüglich füret / der findet glück / Vnd wol dem / der sich auff den HERRN verlesst . Ein verstendiger wird gerhümet fur einen weisen Man / Vnd liebliche rede leren wol . Klugheit ist ein lebendiger brun / dem der sie hat / Aber die zucht Jre Lere / Weisheit / Heiligkeit etc . der Narren ist narheit . Ein weise Hertz redet klüglich / Vnd leret wol . Die rede des Freundlichen sind honig seim / Trösten die seele vnd erfrischen die gebeine . Manchem gefelt ein weg wol / Aber sein letztes reicht zum Tode . Mancher kompt zu grossem vnglück / Durch sein eigen maul . Ein loser Mensch grebet nach vnglück / Vnd in seinem maul brennet fewr . Ein verkereter Mensch richtet hadder an / Vnd ein Verleumbder macht Fürsten vneins . Ein Freueler locket seinen Nehesten / Vnd füret jn auff keinen guten weg . Wer mit den augen wincket / denckt nichts guts / Vnd wer mit den lippen deutet / volbringet böses . Grawe har sind ein Kron der ehren / Die auff dem weg der gerechtigkeit funden werden . Ein Gedültiger ist besser denn ein Starcker / Vnd der seines muts herr ist / denn der Stedte gewinnet . Los wird geworffen in den schos / Aber es fellet wie der HERR wil . ES ist ein trocken bissen / dar an man sich genügen lesst / besser / Denn ein Haus vol Geschlachts mit hadder . Sup . 15 . ; Sup . 16 . Ein kluger Knecht wird herrschen vber vnuleissige Erben / Vnd wird vnter den Brüdern das erbe austeilen . Wie das fewer silber / vnd der ofen gold / Also prüfet der HERR die hertzen . Ein Böser achtet auff böse Meuler / Vnd ein Falscher gehorchet gern schedlichen Zungen . Wer des dürfftigen spottet / Der hönet desselben Schepffer / Vnd wer sich seins vnfals frewet / wird nicht vngestrafft bleiben . Der Alten krone sind Kindes kinder / Vnd der Kinder ehre sind jre Veter . Es stehet einem Narren nicht wol an / von hohen dingen reden / Viel weniger einem Fürsten / das er gern leugt . Wer zu schencken hat / dem ists wie ein Edelstein / Wo er sich hin keret / ist er klug geacht . Wer Sünde zudeckt / der macht Freundschafft / Wer aber die sache euert Widerholen / wider anziehen / wider regen etc . / Der macht Fürsten vneins . Sup . 10 . Schelten schreckt mehr an dem Verstendigen / Denn hundert schlege an dem Narren . Ein bitter Mensch trachtet schaden zu thun / Aber es wird ein grausamer Engel vber jn komen . Es ist besser eim Beren begegen / dem die Jungen geraubt sind / denn eim Narren in seiner narrheit . Wer guts mit Bösem vergilt / Von des Hause wird böses nicht lassen . Wer Hadder anfehet / ist gleich als der dem Wasser den tham auffreisst / Las du vom hadder / ehe du drein gemenget wirst . Wer den Gottlosen recht spricht / Vnd den Gerechten verdampt / Die sind beide dem HERRN ein Grewel . Jesa . 5 . Was sol dem Narren geld in der hand Weisheit zu keuffen / So er doch ein Narr ist ? Ein Freund liebet allezeit / Vnd ein Bruder wird in der Not erfunden . Es ist ein Narr der an die hand gelobt / Vnd Bürge wird fur seinen Nehesten . Sup . 6 . ; Sup . 11 . Wer Zanck liebt / der liebt Sünde / Vnd wer seine Thür hoch machet ringt nach vnglück . Ein verkeret Hertz findet nichts guts / Vnd der verkereter Zungen ist / wird in vnglück fallen . Wer einen narren zeuget / der hat gremen / Vnd eins Narren vater hat keine Freude . Sup . 15 . Ein frölich Hertz macht das Leben lüstig / Aber ein betrübter Mut vertrocket das gebeine . Sup . 15 . ; Jnfr . 22 . Der Gottlose nimpt heimlich gern Geschencke / Zu beugen den weg des Rechts . Exo . 23 . Ein Verstendiger geberdet weislich / Ein Narr wirfft die augen hin vnd her . Ein nerrichter son ist seines Vaters trawren / Vnd betrübnis seiner Mutter die jn geborn hat . Sup . 15 . ; Jnfr . 19 . Es ist nicht gut das man den Gerechten schindet / Den Fürsten zu schlahen der recht regiert . Ein Vernünfftiger messiget seine rede / Vnd ein verstendiger Man ist ein thewre Werde / edle . Seele . Jacob . 1 . Ein Narr wenn er schwiege / würde auch Weise gerechnet / Vnd verstendig / wenn er das maul hielte . Wer sich absondert / Der suchet was jm gelüstet Non ueritatem sed sua querit . / Vnd setzet sich wider alles was gut ist . Ein Narr hat nicht lust am verstand / Sondern was in seim hertzen steckt . Wo der Gottlose hin kompt / Da kompt verachtunge / vnd schmach mit hone . Die wort in eines munde sind wie tieffe Wasser / Vnd die quelle der Weisheit ist ein voller strom . Es ist nicht gut die person des Gottlosen achten / Zu beugen den Gerechten im gericht . Jnfr . 24 . Die lippen des Narren bringen zanck / Vnd sein mund ringet nach schlegen . Der mund des Narren schadet jm selbs / Vnd seine Lippen fahen seine eigen Seele . Die wort des Verleumbders sind schlege / Vnd gehen einem durchs hertz . Wer lass ist in seiner erbeit / Der ist ein Bruder des / der das seine vmbbringet . Der name des HERRN ist ein festes schlos / Der Gerechte leufft da hin / vnd wird beschirmet . Das gut des Reichen ist jm eine feste Stad / Vnd wie eine hohe maure vmb jn her . Wenn einer zu grund gehen sol / wird sein Hertz zuuor stoltz / Vnd ehe man zu Ehren kompt / mus man zuuor leiden . 1 . Pet . 1 . Wer antwortet ehe er höret / Dem ists narrheit vnd schande . Wer ein frölich Hertz hat / der weis sich in seinem Leiden zu halten / Wenn aber der Mut ligt / wer kans tragen ? Ein verstendig Hertz weis sich vernünfftiglich zu halten / Vnd die Weisen hören gern / das man vernünfftiglich handelt . Das geschenck Gelt bringt fur die Herrn . des Menschen macht jm raum / Vnd bringt fur die grossen Herrn . Der Gerecht ist seiner Sache zuuor gewis / Kompt sein Nehester / so findet er jn also . Das Los stillet den hadder / Vnd scheidet zwisschen den Mechtigen . Ein verletzt Wenn ein Bruder vom andern mit vnrecht / erzürnet / ist leichter eine feste Ptad zu gewinnen / denn jn zuuersünen . Je neher vnd lieber Freund / je bitter vnd hefftiger zorn / Wie zwischen Man vnd Weib / zwischen Schwester vnd Brüder etc . Bruder helt herter denn eine feste Stad / Vnd Zanck helt herter / denn rigel am Pallast . Eim Man wird vergolten / darnach sein mund geredt hat / Vnd wird gesettiget von der frucht seiner lippen . Tod vnd Leben stehet in der zungen gewalt / Wer sie liebet / der wird von jrer Frucht essen . Wer ein Ehefraw findet / der findet was guts / Vnd kan guter ding Wens gleich zu weilen gar vngleich zugehet / so weis er doch / das sein Ehestand Gott gefellig ist / als sein geschepff vnd ordnung / vnd was er drinnen thut oder leidet / heisst / fur Gott wol gethan vnd gelidden . sein im HERRN . Ein Armer redet mit flehen / Ein Reicher antwortet stoltz . Ein trewer Freund Frembde thun mehr guts denn eigen Freunde . liebet mehr / Vnd stehet fester bey / denn ein Bruder . Ejn Armer der in seiner frömkeit wandet / Jst besser denn ein Verkereter mit seinen lippen / der doch ein Narr ist . Wo man nicht mit vernunfft handelt / Da gehets nicht wol Denn einer mus den andern dulden . zu / Vnd wer schnell ist mit füssen / Der thut schaden . Jnfr . 28 . Die torheit eines Menschen verleitet seinen weg / Das sein hertz wider den HERRN tobet . Gut macht viel Freunde / Aber der Arme wird von seinen Freunden verlassen . Ein falscher Zeuge bleibt nicht vngestrafft / Vnd wer Lügen frech redet / wird nicht entrinnen . Deut . 19 . ; Jnfr . 21 . ; Jnfr . 24 . ; Jnfr . 25 . Viel warten auff die person des Fürsten / Vnd sind alle Freunde des / der geschencke gibt . Den Armen hassen alle seine brüder / Ja auch seine Freunde fernen sich von jm / Vnd wer sich auff wort verlesset / dem wird nichts . Wer Klug ist / liebet Er hütet sich fur ferligkeit / Trawet den menschen nicht in jren guten worten . sein Leben / Vnd der Verstendige findet gutes . Ein falscher Zeuge bleibt nicht vngestrafft / Vnd wer frech lügen redet / wird vmbkomen . Dem Narren stehet nicht wol an / gute tage haben / Viel weniger eim Knecht zu herrschen vber Fürsten . Wer gedültig Wer wol verhören kan / wil weise werden . ist / der ist ein kluger Mensch / Vnd ist jm ehrlich / das er vntugent vberhören kan . Jnfr . 28 . Die Vngnade des Königes Rom . 13 . Er tregt nicht vmb sonst das schwert . ist wie das brüllen eins jungen Lewen / Aber seine gnade ist wie taw auff dem grase . Ein herrischer Son ist seines Vaters hertzenleid / Vnd ein zenckisch Weib ein stetigs trieffen . Sup . 17 . ; Jnfr . 27 . Haus vnd güter erben die Eltern / Aber ein vernünfftig Weib kompt vom HERRN . Sup . 18 . Faulheit bringt schlaffen / Vnd ein lessige Seele wird hunger leiden . Wer das Gebot bewaret / der bewaret sein Leben / Wer aber seinen wege verachtet / wird sterben Er kompt Meister hansen in die hende / vnd an den Galgen . Denn vngehorsame Kinder entlauffen jm nicht . . Wer sich des Armen erbarmet / der leihet dem HERRN / Der wird jm wider Guts vergelten . Züchtige deinen Son weil hoffnung da ist / Aber las deine Seele nicht bewegt werden jn zu tödten . Denn grosser Grim bringt schaden / Darumb las jn los / so kanstu jn mehr züchtigen . Gehorche dem Rat / vnd nim zucht an / Das du er nach Weise seiest . Es sind viel anschlege in eins Mans hertzen / Aber der Rat des HERRN bleibet stehen . Sup . 16 . Ein Menschen lustet seine wolthat / Vnd ein Armer ist besser denn ein Lügener . Die furcht des HERRN fordert zum Leben / Vnd wird sat bleiben / das kein vbel sie heimsuchen wird . Der Faule verbirget seine hand im töpffe / Vnd bringt sie nicht wider zum munde Wie man spricht / Er ist so faul das er fur faulheit nicht essen mag / wenn er gleich die hand in der schüsseln oder das essen fur sich hat . Das sind Lerer / Regierer / Gesinde / so jr Ampt lassen / ob sie es wol kundten leichtlich ausrichten . . Schlehet man den Spötter / so wird der Alber witzig / Strafft man einen Verstendigen / so wird er vernünfftig . Wer Vater verstöret / vnd Mutter veriaget / Der ist ein schendlich vnd verflucht Kind . Las abe mein Son zu hören die zucht / Die da abfüret von vernünfftiger Lere . Ein loser Zeuge spottet des Rechts / Vnd der Gottlosen mund verschlinget das vnrecht . Den Spöttern Vngehorsam / lose Buben / mus Meister Hans steupen / Da hin kommen sie gewis . sind straffe bereitet / Vnd schlege auff der Narren rücken . DER Wein macht lose Leute / vnd starck Getrencke macht wilde Das ist / Asotia illa / Ephe . 5 . Saufft euch nicht vol weins / daraus ein vnordig oder wilde wesen folgt . / Wer da zu lust hat / wird nimer weise . Das schrecken des Königes ist wie das brüllen eins jungen Lewen / Wer jn erzürnet / der sündigt wider sein Leben . Es ist dem Man eine ehre vom hadder bleiben / Aber die gerne haddern / sind allzumal Narren . Vmb der kelte willen wil der Faule Prediger vnd Regenten / die jr Ampt nicht redlich treiben vnd furchten anfechtung oder hass etc . sind wie faule Haushalter . nicht pflügen / So mus er in der Erndten betteln / vnd nichts kriegen . Der Rat im hertzen eins Mans ist wie tieffe wasser / Aber ein Verstendiger kans mercken / was er meinet . Viel Menschen werden From Denn die heucheley ist gros / auch vnter guten wercken . Man helt manchen fur böse / vnd manchen fur gut / da man beiden vnrecht thut / Drumb trawe auff Menschen nicht . gerhümbt / Aber wer wil finden einen der rechtschaffen From sey ? Ein Gerechter der in seiner fromkeit wandelt / Des Kinder wirds wol gehen nach jm . Ein König der auff dem Stuel sitzt zu richten / Zustrewet alles arge mit seinen augen . Wer kan sagen / Jch bin rein in meim hertzen ? Vnd lauter von meiner sünde ? Mancherley Gewicht vnd Mas / Jst beides grewel dem HERRN . Auch kennet man einen Knaben Jung gewonnt / alt gethan . an seinem wesen / Ob er From vnd Redlich werden wil . Jnfr . 22 . Ein hörend Ohr / vnd sehend Auge / Die macht beides der HERR . Liebe den Schlaff nicht / Das du nicht arm werdest / Las deine augen wacker sein / So wirstu brots gnug haben . Böse Das ist / Was man hat / des wird man vber drüssig / vnd wil haben das nicht da ist . Sup . 6 . / böse / spricht man / wenn mans hat / Aber wens weg ist / so rhümet man es denn . Es ist gold vnd viel perlen / Aber ein vernünfftiger Mund ist ein edel Kleinod . Nim dem sein Kleid / der fur einen andern Bürge wird / Vnd pfende jn vmb des vnbekandten willen . Jnfr . 27 . Das gestolen Brot schmeckt jederman wol / Aber hernach wird jm der mund vol kiseling werden . Anschlege bestehen wenn man sie mit Rat füret / Vnd Krieg sol man mit vernunfft füren . Sey vnuerworren mit dem der heimligkeit offenbart / Vnd mit dem Verleumbder / vnd mit dem falschen Maul . Wer seinem vater vnd seiner Mutter flucht / Des Leuchte wird verlesschen mitten im finsternis . Exo . 21 . ; Leui . 20 . ; Leui . 21 . ; Deut . 27 . Das Erbe darnach man zu erst seer eilet Als die Kinder / so gern jr Eltern vnd Freunde tod sehen etc . Jtem / die ander Leute Gut / mit schein / zu sich bringen wider das zehend Gebot . Exempel / Absolom / Brutus . / Wird zu letzt nicht gesegenet sein . Sprich nicht / Jch wil böses vergelten / Harre des HERRN / der wird dir helffen . Mancherley Gewicht ist ein grewel dem HERRN / Vnd ein falsche Wage ist nicht gut . Jedermans genge komen vom HERRN / Welcher mensch verstehet seinen weg ? Es ist dem Menschen ein strick / das Heilige Gottes Namen / Wort / dienst etc . Vnd geben denn almosen / beten / fasten etc . Das heisst / Du heiliger S . Martin / sie opffern dir ein Pfennig / vnd stelen dir ein Pferd . lestern / Vnd darnach Gelübde suchen . Ein weiser König zustrewet die Gottlosen / Vnd bringt das Rat vber sie . Die Leuchte Das ist / Gottes trost vnd gnediger wille . des HERRN ist des Menschen odem / Die gehet durchs gantze hertz . From vnd warhafftig sein / behüten den König / Vnd sein thron bestehet durch Frömigkeit . Der Jüngling stercke ist jr preis / Vnd graw har ist der Alten schmuck . Man mus dem Bösen wehren Mali non uerbis , sed uerberibus emendantur , Laxa imperia et Anarchia ist kein nutz . mit harter straffe / Vnd mit ernsten schlegen die man fület . Des Königs hertz ist in der Hand des HERRN / wie wasserbeche / Vnd er neigets wo hin er wil . Einen jglichen dünckt sein weg recht sein / Aber allein der HERR macht die hertzen gewis Was man thut aus Gottes befehl / da ist man gewis / das recht sey . Ausser Gottes wort ist alles eitel dünckel / fein wahn / vnd vngewis . . Wol vnd recht thun / Jst dem HERRN lieber / denn Opffer . Hoffertige Augen vnd stoltzer Mut / Vnd die leuchte Das ist / gonst der welt . Wer der welt Freund ist / der ist Gottes Feind / Jac . 3 . der Gottlosen / ist sünde . Die anschlege eins Endelichen Eile brach den hals / Langsam gehet man auch fene / Eile wird müde vnd lesst balde ab . Mit mussen vnd an halten bringt mans zum ende / Festina lente . bringen vberflus / Wer aber all zu jach ist / wird mangeln . Wer Schatz samlet mit Lügen / Der wird feilen / vnd fallen vnter die seinen Tod suchen . Der Gottlosen rauben wird sie schrecken / Denn sie wolten nicht thun was recht war . Wer einen andern Wers besser vnd anders macht / denn jm befohlen ist / der verderbts gar / wie schön auch sein gut dünckel gleisst . Wie Saul thet vber Amalek . weg gehet / Der ist verkeret / Wer aber in seinem Befelh gehet / des werck ist recht . Es ist besser wonen im winckel auff dem Dach / Denn bey eim zenckischen Weibe in einem Hause beysamen . Die seele des Gottlosen wündschet arges / Vnd gönnet seinem Nehesten nichts . Wenn der Spötter gestrafft wird / so werden die Albern weise / Vnd wenn man einen Weisen vnterricht / so wird er vernünfftig . Der Gerechte helt sich weislich Exempel ist Dauid gegen Saul . gegen des Gottlosen haus / Aber die Gottlosen dencken nur schaden zu thun . Wer seine Ohren verstopfft fur dem schreien des Armen / Der wird auch ruffen / vnd nicht erhöret werden . Ein heimliche Der sein wolthat nicht rhümet / Matt . 6 . Als die Phariseer thetten . Gabe stillet den zorn / Vnd ein Geschenck im schos den hefftigen Grim . Es ist dem Gerechten eine freude zu thun was recht ist / Aber eine furcht den Vbelthettern . Ein Mensch der vom wege der klugheit jrret / der wird bleiben in der Todten gemeine . Wer gern in wollust lebt / wird mangeln / Vnd wer Wein vnd Ole liebet / wird nicht Reich . Der Gottlose mus fur den Gerechten gegeben werden / Vnd der Verechter fur die Fromen . Es ist besser wonen im wüsten Lande / Denn bey eim zenckischen vnd zornigen Weibe . Jm hause des Weisen ist ein lieblicher schatz vnd öle / Aber ein Narr verschlemmets . Wer der Barmhertzigkeit vnd Güte nachiagt Selig sind die Barmhertzigen / Denn sie werden barmhertzigkeit erlangen . / Der findet das Leben / Barmhertzigkeit vnd Ehre . Matth . 5 . Ein Weiser gewinnet die Stad der starcken Die auff gewalt sich verlassen / vnd sicher sind / Da ist kein glück bey / wie Babylon / Roma etc . / Vnd störtzet jre Macht durch jre Sicherheit . Wer seinen Mund vnd Zungen bewaret / Der bewaret seine Seele fur angst . Der stoltz vnd vermessen ist / heisst Das ist / Er kriegt solchen schendlichen namen / vnd wird nimer mehr ein löblich / ehrlich man draus / Denn sein vermessen / das ist trotz / stoltz vnd pochen / macht jn feindselig . ein loser Mensch / Der im zorn stoltz beweiset . Der Faule stirbt Ehe er was redlichs thut / kompt vber jn der Tod . Das sind lessige Prediger / Regenten / Hausherrn / Die wöllen den Himel / ehre / güter / haben / vnd doch nichts erbeiten noch leiden . vber seinem wündschen / Denn seine hende wöllen nichts thun . Er wündscht teglich / Aber der Gerecht gibt vnd versagt nicht . Der Gottlosen opffer ist ein grewel / Denn sie werden in sünden geopffert . Ein lügenhafftiger Zeuge wird vmbkomen / Aber wer gehorchet / den lesst man auch alle zeit widerumb reden . Der Gottlose feret mit dem kopff hin durch / Aber wer From ist / des weg wird bestehen . Es hilfft keine Weisheit / kein Verstand / kein Rat / wider den HERRN . Ross werden zum streittage bereitet / Aber der Sieg kompt vom HERRN . Das Gerücht ist köstlicher denn gros Reichthum / Vnd gonst besser / denn silber vnd gold . Reiche vnd Arme müssen vnternander sein / Der HERR hat sie alle gemacht . Der witzige sihet das vnglück / vnd verbirgt sich / Die Albern gehen durch hin vnd werden beschedigt . Wo man leidet in des HERRN furcht / Da ist reichthum / ehre vnd leben . Stachel vnd strick sind auff dem wege des Verkereten / Wer aber sich dauon fernet / bewaret sein Leben . Wie man einen knaben gewehnet Jung gewont / Alt gethan . / So lesst er nicht dauon / wenn er alt wird . Sup . 20 . Der Reiche herrschet vber die Armen / Vnd wer borget / ist des Leheners knecht . Wer vnrecht seet / Der wird mühe erndten / Vnd wird durch die Rute seiner bosheit vmbkomen . Ein gut Auge Das ist ein milder Mensch . wird gesegenet / Denn er gibt seines brots den Armen . Treibe den Spötter aus / so gehet der zanck weg / So höret auff hadder vnd schmach . Wer ein trew hertz vnd liebliche rede hat / Des Freund ist der König . Die augen des HERRN behüten guten Rat Was guts bleibt in leren vnd raten / das behüt Gott / Sonst ist der falschen meuler so viel / das es alles verderbet würde . / Aber die wort des Verechters verkeret er . Der Faule spricht / Es ist ein Lewe draussen / Jch möcht erwürget Das sind / Prediger / Regenten / Gesinde / die des Fuchs nicht beissen / gehen nicht durch dicke vnd dünne . werden auff der gassen . Der Huren mund ist ein tieffe gruben / Wenn der HERR vngnedig ist / Der fellet drein . Torheit steckt dem Knaben im hertzen / Aber die Rute der zucht wird sie ferne von jm treiben . Wer dem Armen vnrecht thut / das seines Guts viel werde / Der wird auch eim Reichen geben vnd mangeln . Neige deine ohren vnd höre die wort der Weisen / Vnd nim zu hertzen meine Lere . Denn es wird dir sanfft thun / wo du sie wirst bey dir behalten / Vnd werden mit einander durch deinen mund wolgeraten Du wirst dir vnd andern damit nütze sein vnd helffen . . Das deine hoffnung sey auff den HERRN / Jch mus dich solchs teglich erinnern / dir zu gut . Hab ich dirs nicht manchfeltiglich furgeschrieben / Mit raten vnd leren ? Das ich dir zeiget ein gewissen grund der warheit / Das du recht antworten Du kannst mit guten Gewissen sagen / Ja Herr es ist geschehen / was du mir befolhen hast . Denn du weist / das es Gotte gefellet / was du thust nach seinem wort . kündest denen / die dich senden . Beraube den Armen nicht / ob er wol arm ist / Vnd vnterdrücke den Elenden nicht im Thor . Denn der HERR wird jre sache handeln / Vnd wird jre Vntertretter vntertretten . Geselle dich nicht zum zornigen Man / Vnd halt dich nicht zu eim grimmigen Man . Du möchst seinen weg lernen / Vnd deiner Seelen ergernis empfahen . Sey nicht bey denen / die jre hand verhefften / Vnd fur schuld Bürge werden . Sup . 11 . ; Sup . 17 . Denn wo du es nicht hast zu bezalen / So wird man dir dein Bette vnter dir wegnemen . Treibe nicht zu rück die vorigen grentzen / Die deine Veter gemacht haben . Deut . 27 . ; Jnfr . 23 . Sihestu einen Man endelich in seinem geschefft / der wird fur den Königen stehen / Vnd wird nicht fur den Vnedlen stehen . Wenn du sitzest vnd issest mit einem Herrn / So mercke / wen du fur dir hast . Vnd setze ein Messer Das ist / Beware deine zunge / das du nicht zu viel redest / vnd in fahr drüber komest etc . Denn dis recht ist vntrew / So ist zu hofe falsch brot / da jmer einer den andern vberleugnet vnd vberheuchelt / bis er jn hervnter vnd sich empor bringet . Je mehr mans begert / je ferner es kompt . an deine Kele / Wiltu das leben behalten . Wündsche dir nicht seiner Speise / Denn es ist falsch Brot . Bemühe dich nicht Reich zu werden / Vnd las ab von deinen Fündlin . Las deine Augen nicht fliegen dahin / das du nicht haben kanst / Denn das selb macht jm flügel wie ein Adeler / vnd fleucht gen Himel . Jss nicht Brot bey eim Neidischen / Vnd wündsche dir seiner Speise nicht . Denn wie ein Gespenst Das vngewis ist / Wie die brendte in der nacht fliegen / darauff man sich nicht lassen that . Also stellet er sich gütig / vnd ist doch nichts . ist er inwendig / Er spricht / Jss vnd trinck / Vnd sein hertz ist doch nicht an dir . Deine Bissen die du gessen hattest / mustu ausspeien / Vnd must deine freundliche wort verloren haben . Rede nicht fur des Narren ohren / Denn er veracht die Klugheit deiner rede . Treibe nicht zu rück die vorigen grentzen / Vnd gehe nicht auff der Waisen acker . Denn jr Erlöser ist mechtig / Der wird jre sach wider dich ausfüren . Sup . 22 . Gib dein Hertz zur zucht / Vnd deine Ohren zu vernünfftiger rede . Las nicht an den Knaben zu züchtigen Steupestu jn / so darff jn der Hencker nicht steupen / Es mus doch gesteupet sein / Thuts der Vater nicht / So thuts Meister Hans / da wird nicht anders aus / Niemand ist jm je entlauffen / denn es ist Gottes gericht . / Denn / wo du jn mit den Ruten hewest / So darff man jn nicht tödten . Sup . 13 . Du hewest jn mit der Ruten / Aber du errettest seine Seele von der Hellen . Mein son so du weise bist / So frewet sich auch mein hertz . Vnd meine nieren sind fro / Wenn deine lippen reden was Recht ist . Dein hertz folge nicht den Sündern / Sondern sey teglich in der furcht des HERRN . Denn es wird her nach gut sein / Vnd dein warten wird nicht feilen . Höre mein Son vnd sey weise / Vnd richte dein hertz in den weg . Sey nicht vnter den Seuffern / vnd Schlemmern . Denn die seuffer vnd schlemmer verarmen / Vnd ein Schleffer mus zurissen Kleider tragen . Sup . 21 . Gehorche deinem Vater der dich gezeugt hat / Vnd verachte deine Mutter nicht / wenn sie alt wird . Keuffe Warheit / vnd verkeuffe sie nicht / Weisheit / zucht vnd verstand . Ejn Vater des gerechten frewet sich / Vnd wer einen Weisen gezeugt hat / ist frölich drüber . Las sich deinen Vater vnd deine Mutter frewen / Vnd frölich sein die dich gezeuget hat . Gib mir / mein Son / dein hertz / Vnd las deinen augen meine wege wol gefallen . Denn eine Hure ist ein tieffe grube / Vnd die Ehebrecherin ist ein enge grube . Sup . 22 . Auch lauret sie wie ein Rauber / Vnd die Vrechen vnter den Menschen samlet sie zu sich . WO ist weh ? wo ist leid ? wo ist zanck ? Wo ist klagen ? wo sind wunden on vrsach ? wo sind rote Augen ? Nemlich wo man beim Wein ligt / Vnd kompt auszusauffen was ein geschenckt ist . Sihe den Wein nicht an / das er so Rot ist / vnd im glase so schön stehet / Er gehet glat ein . Aber dar nach beist er wie eine Schlange / Vnd sticht wie eine Ottern . So werden deine augen nach andern Weibern sehen / Vnd dein hertz wird verkerete ding reden . Vnd wirst sein wie einer der mitten im Meer schlefft / Vnd wie einer schlefft oben auff dem Mastbaum . Sie schlahen mich / Aber es thut mir nicht weh / Sie kloppen mich / Aber ich füle es nicht . ( 23:36 ) Wenn wil ich auffwachen ? Das ichs mehr treibe . Folge Das ist / Las dich dein arm bös leben nicht verdries sen / das du den bösen in jrem guten leben wöllest folgen . nicht bösen Leuten / Vnd wündsche nicht bey jnen zu sein . Denn jr hertz trachtet nach schaden / Vnd jre lippen raten zu vnglück . Dvrch Weisheit wird ein Haus gebawet / Vnd durch verstand erhalten . Durch ördentlich Wens ördentlich im hause gehalten wird das schafft mehr denn grosse erbeit . Als wenn man gibt / wo / wenn / wem man sol etc . Sic impetus non est fortis , sed consilium est potens . haushalten werden die Kamer vol / Aller köstlicher lieblicher Reichthum . Ein weiser Man ist starck / Vnd ein vernünfftiger Man / ist mechtig von krefften . Denn mit Rat mus man krieg füren / Vnd wo viel Rat geben sind / da ist der Sieg . Weisheit ist dem Narren zu hoch / Er thar seinen mund im Thor nicht auffthun . Wer jm selbs schaden thut / Den heisst man billich einen Ertzbösewicht Etliche sind so boshafftig / das sie jn selbs gern schaden thun / da mit jr Nehester noch grösser schaden leiden müsse . Als der jm lies ein auge ausstechen / das dem andern zwey augen ausgestochen würden . . Des Narren tücke ist sünde / Vnd der Spötter ist ein grewel fur den Leuten . Der ist nicht starck Viel sind keck wenn es wol stehet / vnd fürchtet sich fur zehen nicht wenn er allein ist . / Der in der not nicht fest ist . Errette die so man tödten Wie man die Christen vor zeiten vnd noch jmer erwürget / vnd lacht noch dazu . Oder spricht / wir verstehens nicht / Jch mus meines Herrn befehl gehen lassen vnd gehorsam sein . wil / Vnd entzeuch dich nicht von denen / die man würgen wil . Sprichstu / sihe / Wir verstehens nicht / Meinstu nicht der die hertzen weiset / merckets ? vnd der auff die seelen acht hat / kennets ? Vnd vergilt dem Menschen nach seinem werck . Jss mein Son / honig Das ist / Brauche der Güter / so dir Gott gibt / vnd spare jr nicht dir zu nachteil . / denn es ist gut / Vnd honig seim ist süss in deinem halse . Also lerne die Weisheit / Fur deine Seelen . Wenn du sie findest / So wirds hernach wolgehen / Vnd deine hoffnung wird nicht vmb sonst sein . Laure nicht als ein Gottloser auff das haus des Gerechten / Verstöre seine ruge Als die der armen Heuser vnd Güter zu sich reissen / Oder sonst mit tücken ausbeissen . nicht . Denn ein Gerechter felt Gott hilfft jmer wider auff dem Gerechten / wie offt er verdirbt vnd vertrieben wird . sieben mal vnd stehet wider auff / Aber die Gottlosen versincken in vnglück . Frewe dich des falles deines Feindes nicht / Vnd dein hertz sey nicht fro vber seinem Vnglück . Es möcht der HERR sehen vnd jm vbel gefallen / Vnd seinen zorn von jm wenden . Erzürne dich nicht vber den Bösen / Vnd eiuer nicht vber die Gottlosen . Denn der Böse hat nichts zu hoffen / Vnd die Leuchte der Gottlosen wird verlesschen . Mein kind / fürchte den HERRN vnd den König / Vnd menge dich nicht vnter die Auffrürischen . Denn jr Vnfal wird plötzlich entstehen / Vnd wer weis wenn beider vnglück kompt ? Djs kompt auch von den Weisen / Der person ansehen im Gericht ist nicht gut . Wer zum Gottlosen spricht / du bist From / Dem fluchen die Leute / vnd hasset das Volck . Welche aber straffen / die gefallen wol / Vnd kompt ein reicher Segen auff sie . Ein richtiges antwort / Jst wie ein lieblicher Kuss . Richte draussen dein geschefft aus / Vnd erbeite deinen acker / Darnach bawe dein haus . Sey nicht Zeuge on vrsach wider deinen Nehesten / Vnd betreug nicht mit deinem munde . Sup . 14 . Sprich nicht / Wie man mir thut / so wil ich wider thun / Vnd eim jglichen sein werck vergelten . Sup . 20 . Jch gieng fur dem acker des Faulen / Vnd fur dem Weinberg des Narren . Vnd sihe / da waren eitel Nessel drauff vnd stund vol Disteln / Vnd die maur war eingefallen . Da ich das sahe / nam ichs zu hertzen / Vnd schawet vnd lernete dran . Du wilt ein wenig schlaffen vnd ein wenig schlummern / vnd ein wenig die hende zu samen thun / das du rugest Also verziehen die Faulen jre sachen / Morgen morgen etc . Ey es kompt noch wol etc . Jtem / Es ist bald geschehen etc . . Sup . 6 . Aber es wird dir dein armut komen wie ein Wanderer / vnd dein mangel / wie ein gewapneter Man . Djs sind auch Sprüche Salomo / Die hin zu gesetzt haben die menner Hiskia / des königes Juda . Es ist Gottes ehre / eine sache verbergen Jn Gottes Regiment sollen wir nicht klug sein / vnd wissen wöllen / warumb ? sondern alles gleuben . Aber im weltlichen Reich / sol ein Herr wissen vnd fragen / warumb ? vnd niemand nichts vertrawen . / Aber der Könige ehre ist ein sache erforschen . DER Himel ist hoch vnd die Erden tieff / Aber der Könige hertz ist vnerforschlich . Man thu den Schawm vom silber / So wird ein rein Gefess draus . Man thu Gottlos wesen vom Könige / So wird sein thron mit Gerechtigkeit bestetiget . Prange nicht fur dem Könige / Vnd trit nicht an den ort der Grossen . Denn es ist dir besser das man zu dir sage / Trit hie er auff / Denn das du fur dem Fürsten genidrigt wirst / das deine augen sehen müssen . Luc . 14 . Fare nicht bald er aus zu zancken / Denn was wiltu hernach machen / wenn du deinen Nehesten geschendet hast ? Handel deine Sache mit deim Nehesten / Vnd offenbar nicht eins andern heimligkeit / Auff das dirs nicht vbel spreche / der es höret / vnd dein böse Gerücht nimer ablasse . Ejn wort geredt zu seiner zeit / Jst wie gülden Epffel Als Pomerantzen und Citrin . in silbern Schalen . Wer einen Weisen strafft der jm gehorcht / Das ist wie ein gülden Stirnband vnd gülden Halsband . Wje die külde Ein trewer Diener oder Vnterthan ist nicht zu bezalen . des schnees zur zeit der Erndte / So ist ein getrewer Bote dem der jn gesand hat / vnd erquickt seines Herrn seele . Wer viel Wie die welt thut . Gute wort / vnd nichts da hinden . geredt vnd helt nicht / Der ist wie wolcken vnd wind on regen . Sup . 15 . Dvrch gedult wird ein Fürst versünet / Vnd eine linde Zunge bricht die hertigkeit . Finstu Honig / so iss sein gnug / Das du nicht zu sat werdest / vnd speiest es aus . Entzeuch deinen fus vom hause deines Nehesten / Er möcht dein vberdrüssig vnd dir gram werden . Wer wider seinen Nehesten falsch Zeugnis redet / Der ist ein Spies / Schwert vnd scharffe Pfeil . Sup . 19 . Die hoffnung des Verachters zur zeit der not / Jst wie ein fauler Zan vnd gleitender fus . Wer eim bösen hertzen Lieder singet Denn er wird doch erger oder stöltzer dadurch . Vnd mit solchen Leuten ists ( wie man sagt ) Der erste zorn der beste / Denn er höret doch nicht auff bis er zu letzt einen zorn anrichte . / Das ist wie ein zurissen Kleid im winter / vnd Essig auff der kreiten . Hvngert deinen Feind / so speise jn mit Brot / Dürstet jn / so trencke jn mit wasser . Rom . 12 . Denn du wirst kolen auff sein Heubt heuffen / Vnd der HERR wird dirs vergelten . Der Nordwind vertreibt Regen / Vnd sawer sehen heimliche Zungen . Es ist besser im Winckel auff dem dache sitzen / Denn bey eim zenckischen Weibe in einem hause beysamen . Ejn gut Gerücht aus fernen Landen / Jst wie kalt wasser einer dürstigen Seele . Ein Gerechter der fur eim Gottlosen fellt / Jst wie ein betrübt brun vnd verderbete quell . Wer zu viel Honig isset / Das ist nicht gut / Vnd wer schweer ding forschet / dem wirds zu schweer . Ein Man der seinen geist nicht haiten kan / Jst wie eine offene Stad on mauren . Wje der schnee im Sommer / vnd regen in der Erndte / Also reimet sich dem Narren ehre Ehre ist / gut / reichthum vnd alles da man ehre von hat . nicht . Wie ein Vogel da hin feret vnd eine Schwalbe fleuget / Also ein vnuerdienet Fluch trifft nicht . Dem Ross ein geissel / vnd dem Esel ein zaum / Vnd dem Narren eine Ruten auff den rücken . Antworte dem Narren nicht nach seiner narrheit / Das du jm nicht auch gleich werdest . Antworte aber dem Narren nach seiner narrheit / Das er sich nicht weise lasse düncken . Wer eine Sache durch einen törichten Boten ausrichtet / Der ist wie ein Lamer an füssen / vnd nimpt schaden . Wie einem Kröpel das tantzen / Also stehet den Narren Narren sollen nicht klug sein Vnd wöllen doch jmer klügeln . an von Weisheit reden . Wer einem Narren ehre anlegt / Das ist als wenn einer einen Edlenstein auff den Rabenstein würffe . Ein Spruch in eins Narren mund / Jst wie ein Dornzweig Wenn ein Trunckenbold ein Dornpusch in der hand tregt / vnd gauckelt / So kratzt er mehr da mit denn das er die Rosen zu riechen gebe . Also thut ein Narr / mit der schrifft oder Rechtspruch offt mehr schaden denn fromen . der in eins Truncken hand sticht . Ein guter Meister macht ein ding recht / Aber wer einen Hümpler dinget / dem wirds verderbet . wie ein hund sein gespeiets wider frisst / Also ist der Narr der seine narrheit wider treibt . 2 . Pet . 2 . Wenn du einen sihest / der sich Weise düncket / Da ist an eim Narren mehr hoffnung denn an jm . Der Faule spricht / Es ist ein junger Lew auff dem wege / Vnd ein Lew auff den gassen . Ein Fauler wendet sich im bette / Wie die thür in der angel . Der Faule verbirgt seine hand in dem töpffen / Vnd wird jm saur / das er sie zum munde bringe . Sup . 19 . Ein Fauler dunckt Das sind sie / die ander Leute thun leren vnd richten / vnd sie selbs doch nichts bessers thun können noch wöllen / Ein verdrieslich Volck . sich weiser / Denn sieben die da Sitten leren . Wer furgehet vnd sich menget in frembden hadder / Der ist wie einer der den Hund bey den ohren zwecket . Wie einer heimlich mit geschos vnd pfeilen scheust vnd tödtet . / Also thut ein falscher Mensch mit seinem Nehesten / vnd spricht darnach / Jch hab geschertzt Feilet jm sein böser anschlag so hat er geschertzt / vnd weis sich fein zu entschüldigen . Were jm aber lieber / das er nicht gefeilet hette . . Wenn nimer holtz da ist / so verlescht das fewr / Vnd wenn der Verleumbder weg ist / so höret der hadder auff . Wie die kolen ein glut vnd holtz ein fewr / Also richt ein zenckischer Man hadder an . Die wort des Verleumbders sind wie schlege / Vnd sie gehen durchs hertz . Sup . 18 . Gifftiger mund vnd böses hertz / Jst wie ein Scherben mit silberschaum vberzogen . Der Feind wird erkand bey seiner rede / Wiewol er im hertzen falsch ist . Wenn er seine stimme holdselig macht / so gleube jm nicht / Denn es sind sieben Grewel in seinem hertzen . Wer den Hass heimlich helt schaden zu thun / Des bosheit wird fur der Gemeine offenbar werden . Wer eine Gruben macht / der wird drein fallen / Vnd wer einen stein waltzet / auff den wird er komen . Psal . 7 . Ein falsche Zunge hasset der jn straffet / Vnd ein Heuchelmaul richtet verderben an . RHüme dich nicht des morgendes tages / Denn du weissest nicht was heute sich begeben mag . Jaco . 4 . Las dich einen andern loben / vnd nicht deinen Mund / Einen frembden / vnd nicht deine eigen lippen . Stein ist schweer / vnd sand ist last / Aber des Narren zorn ist schwerer denn die beide . Zorn ist ein wütig ding / vnd Grim ist vngestüm / Vnd wer kan fur dem Neid bestehen ? Offentliche straffe ist besser / Denn heimliche liebe . Die schlege des Liebhabers meinens recht gut / Aber das küssen des Hassers ist ein gewessch . Hiob . 6 . Ein volle Seele zutrittet wol honigseim / Aber einer hungerigen Seel ist alles bitter süsse . Wie ein Vogel Las dich kein anfechtung von deinem Befehl treiben / Halt feste / es wirds Gott wol gut machen . ist der aus seinem nest weicht / Also ist der von seiner Stete weicht . DAS hertz frewet sich der Salben vnd Reuchwerg / Aber ein Freund ist lieblich / vmb rats willen der Seelen . Deinen Freund Alte Freunde die besten . vnd deines Vaters freund verlas nicht / Vnd gehe nicht ins haus deines Bruders / wenn dirs vbel gehet / Denn ein Nachbar Frembde thun mehr guts / denn eigen Freunde . ist besser in der nehe / weder ein Bruder in der ferne . Sey weise Hüt dich fur der That / der Lügen wird wol rat . mein Son / so frewet sich mein hertz / So wil ich antworten dem der mich schmehet . Ein Witziger sihet das vnglück / vnd verbirget sich / Aber die Albern gehen durch / vnd leiden schaden . Sup . 21 . ; Sup . 22 . Nim dem sein Kleid / der fur ein andern Bürge wird / vnd pfende jn vmb der Frembden willen . Wer seinen Nehesten mit lauter stim segenet Das ist / Wer seer schilt / der lobt / vnd wer seer lobt / der schilt . Denn man gleubt jnen nicht / weil sie es zu gros machen . vnd früe auffstehet / Das wird jm fur ein Fluch gerechnet . Ejn zenckisch weib vnd stetigs trieffen wens seer regent / Werden wol mit einander vergleicht . Wer sie auff helt / der helt den Wind / Vnd wil das Ole mit der hand fassen . Ein Messer wetzt das ander / Vnd ein Man den andern . Wer seinen Feigenbawm bewaret / der isset Früchte dauon / Vnd wer seinen Herrn bewaret / wird geehret . Wie der Scheme Das ist / Wie der scheme im wasser wackelt vnd vngewis ist . Also sind auch die hertzen . Es heisset / Trawe nicht . im wasser ist gegen das Angesicht / Also ist eins Menschen hertz gegen dem andern . Helle vnd Verderbnis werden nimer vol / Vnd der Menschen augen sind auch vnsettig . Jnfr . 30 . Ein Man wird durch den mund des Lobers Wer sich gern loben höret / wird billich betrogen / Denn er beweiset da mit das er ein loser Man sey / der sein ehre vber alles recht liebt . bewert / Wie das Silber im tigel / vnd das Gold im ofen . Eccl . 14 . Wenn du den Narren im Mörser zu stiessest mit dem stempffel wie grütze / So liesse doch seine Narrheit nicht von jm . Avff deine Schafe hab acht / Vnd nim dich deiner Herde an . Denn Gut weret nicht ewiglich / Vnd die Krone Das ist / Die herrschaft im hause / Als solt er sagen / Las dir gnügen an dem / das fur handen ist / hie ist nicht bleibens . weret nicht fur vnd fur . Das hew ist auffgangen / vnd ist da das gras / Vnd wird kraut auff den bergen gesamlet . Die Lemmer kleiden dich / Vnd die Böck geben dir das ackergelt . Du hast Ziegen milch gnug zur speise deins hauses / Vnd zur narung deiner Dirnen . Der Gottlose fleucht Eigen Gewissen ist mehr denn tausent Zeugen . / vnd niemand jaget jn / Der Gerecht aber ist getrost wie ein junger Lew . Leui . 26 . Vmb des Lands sunde willen / werden viel enderunge der Fürstenthüme / Aber vmb der Leute willen die verstendig vnd vernünfftig sind bleiben sie lang . Ein armer Man der die Geringen beleidigt / Jst wie ein Melthaw der die Frucht verderbt . Die das Gesetz verlassen / loben den Gottlosen / Die es aber bewaren sind vnwillig auff sie . Böse Leute mercken nicht auffs Recht / Die aber nach dem HERRN fragen / mercken auff alles . Es ist besser ein Armer der in seiner frömkeit gehet / Denn ein Reicher der in verkereten wegen gehet . Sup . 19 . Wer das Gesetz bewart / ist ein verstendig Kind / Wer aber Schlemmer neeret / schendet seinen Vater . Wer sein Gut mehret mit wucher vnd vbersatz / Der samlet es zu nutz der Armen . Wer sein Ohre abwendet zu hören das Gesetz / Des gebet ist ein grewel . Wer die Fromen verfüret auff bösem wege / Der wird in seine Gruben fallen / Aber die Fromen werden guts ererben . Ein Reicher dünckt sich weise sein / Aber ein armer verstendiger merckt jn . Wenn die Gerechten vberhand haben / so gehets seer fein zu / Wenn aber Gottlosen auffkomen / wendet sichs vnter den Leuten . Jnfr . 29 . Wer seine Missethat leugnet / dem wird nicht gelingen / Wer sie aber bekennet vnd lesst / der wird Barmhertzigkeit erlangen . Wol dem der sich allwege fürcht / Wer aber Halstarrig ist / wird in vnglück fallen . Ein Gottloser der vber ein arm Volck regiert / Das ist ein brüllender Lew vnd giriger Beer . Wenn ein Fürst on verstand ist / so geschicht viel vnrechts / Wer aber den Geitz hasset / der wird lange leben . Ein Mensch der am blut einer Seelen vnrecht thut / Der wird nicht erhalten / ob er auch in die Helle füre . Wer from einher gehet / wird genesen / Wer aber verkerets weges ist / wird auff ein mal zufallen . Wer seinen Acker bawet / wird brots gnug haben / Wer aber müssiggang nachgehet / wird Armuts gnug haben . Sup . 12 . Ein trewer Man wird viel gesegenet / Wer aber eilet Reich zu werden / wird nicht vnschüldig bleiben . 1 . Timot . 6 . Person ansehen ist nicht gut / Denn er thet vbel auch wol vmb ein stück Brots . Wer eilet zum Reichthum vnd ist neidisch / Der weis nicht das jm vnfal begegenen wird . Wer einen Menschen strafft / wird her nach gunst finden / Mehr denn der da heuchelt . Wer seinem Vater oder Mutter nimpt vnd spricht / es sey nicht sünde / Der ist des verderbers Geselle . Matth . 15 . Ein Stoltzer erweckt zanck / Wer aber auff den HERRN sich verlesst / wird fett . Wer sich auff sein hertz verlesst / ist ein Narr / Wer aber mit Weisheit gehet / wird entrinnen . Wer dem Armen gibt / dem wird nicht mangeln / Wer aber seine augen ab wendet / Der wird seer verderben . Deut . 15 . ; 2 . Cor . 9 . Wenn die Gottlosen auffkomen / so verbergen sich die Leute / Wenn sie aber vmbkomen / wird der Gerechten viel . Wer wider die straffe hals starrig ist / Der wird plötzlich verderben on alle Hülffe . Wenn der Gerechten viel ist / frewet sich das Volck / Wenn aber der Gottlose herrschet / seufftzet das volck . Wer Weisheit liebt / erfrewet seinen Vater / Wer aber mit Huren sich neeret / kompt vmb sein Gut . Luc . 15 . Ejn König richt das Land auff durchs Recht / Ein Geitziger Der das Land schetzet . aber verderbet es . Wer mit seinem Nehesten heuchelt / Der breit ein Netz zu seinen fustappen . Wenn ein Böser sündiget / verstrickt er sich selbs / Aber ein Gerechter frewet sich vnd hat wonne . Der Gerechte erkennet die sache der Armen / Der Gottlos achtet kein Vernunfft . Die Spötter Es faren offt die Rete frey hinein / fragen nichts darnach das sie eine Stad oder Fürsten in ein vnglück bringen / daraus sie in viel jaren nicht komen . bringen frechlich eine Stad in vnglück / Aber die Weisen stillen den zorn . Wenn ein Weiser mit eim Narren zu handeln kompt / Er zürne oder lache / So hat er nicht ruge . Die Blutgirigen hassen den Fromen / Aber die Gerechten süchen seine Seele . Ein Narr schütt seinen Geist gar aus / Aber ein Weiser helt an sich . Ein Herr der zu lügen lust hat / Des Diener sind alle gottlos . Arme vnd Reichen Heisst hie einen reichen der wuchern kan / wie sie denn gemeiniglich alle wuchern / Wie Jsa . 53 . den reichen auch Gottlos nennet . begegen einander / Aber beider augen erleuchtet Tröstet vnd gibt gnug . der HERR . Ein König der die Armen trewlich richtet / Des thron wird ewiglich bestehen . Rute vnd straffe gibt Weisheit / Aber ein Knabe jm selbs gelassen schendet seine Mutter . Wo viel Gottlosen sind / da sind viel sünde / Aber die Gerechten werden jren fal erleben . Züchtige Kinder straffe . deinen son / so wird er dich ergetzen / Vnd wird deiner Seelen sanfft thun . Wenn die Weissagung On Gottes wort kan der Mensch nichts anders thun / denn Abgötterey vnd seinen willen treiben . aus ist / wird das Volck wild vnd wüst / Wol aber dem der das Gesetze handhabet . Ein Knecht lesst sich mit worten nicht züchtigen / Denn ob ers gleich verstehet / nimpt er sichs doch nicht an . Sihestu einen schnell zu reden / Da ist am Narren mehr hoffnung / denn an jm . Wenn ein Knecht von jugent auff zertlich gehalten wird / So wil er darnach ein jungkherr sein . Ein zornig Man richtet hadder an / Vnd ein Grimmiger thut viel sünde . Die hoffart des Menschen wird jn stürtzen / Aber den Demütigen wird Ehre empfahen . Hiob . 22 . Wer mit Dieben teil hat / höret fluchen / vnd sagets nicht an / Der hasset sein Leben . Fur Menschen sich schewen bringet zu fall / Wer sich aber auff den HERRN verlesset / wird beschützt . Viel suchen das angesicht eins Fürsten Auff Fürsten gnade sich verlassen / on Gott / das ist vmb sonst . / Aber eins jglichen Gericht kompt vom HERRN . Ein vngerechter Man ist dem Gerechten ein grewel / Vnd wer rechts wegs ist / der ist des Gottlosen grewel . Djs sind die wort Agur Dis sihet / als ein Zusatz eins weisen Mans / vnter die Sprüche Salomo . des sons Jake / Lere vnd rede des mans Leithiel / Leithiel vnd Vchal . Denn ich bin der aller nerrischt Weise leute erkennen / das jre weisheit nichts sey . Narren wissen alles vnd können nicht jrren . / vnd Menschen verstand ist nicht bey mir . Jch hab Weisheit nicht gelernet / vnd was Heilig sey / weis ich nicht . Wer feret hin auff gen Himel vnd er ab ? Wer fasset den Wind in seine hende ? Wer bindet die Wasser in ein Kleid ? Wer hat alle Ende der welt gestellet ? Wie heisst er ? vnd wie heisst sein Son ? Weistu das ? Alle wort Gottes sind durchleutert / vnd sind ein Schild denen / die auff jn trawen . Psal . 18 . Thu nichts zu seinen worten / Das er dich nicht straffe / vnd werdest Lügenhafftig erfunden . Deut . 4 . ; Deut . 12 . Zweierley bitte ich von dir / die woltestu mir nicht wegern / ehe denn ich sterbe . Abgötterey Ein fein Gebet ist das / Er begert Gottes wort / vnd sein teglich Brot / das er hie vnd dort lebe . vnd Lügen las ferne von mir sein / Armut vnd Reichthum gib mir nicht / Las mich aber mein bescheiden Teil speise da hin nemen . Jch möcht sonst / wo ich sat würde / verleugnen vnd sagen / Wer ist der HERR ? Oder wo ich zu Arm würde / möcht ich stelen / vnd mich an dem Namen meines Gottes vergreiffen . Verrate den Knecht nicht gegen seinem Herrn / Er möcht dir fluchen / vnd du die schuld tragen müssest . ES ist eine Art / die jrem Vater fluchet / Vnd jre Mutter nicht segenet . Eine Art / die sich rein dünckt / Vnd ist doch von jrem Kot nicht gewasschen . Eine Art / die jre augen hoch tregt / Vnd jr augenlied empor helt . Eine Art die Schwerter fur zeene hat / Die mit jren Backenzeenen frisset / vnd verzehret die elenden im Lande / vnd die armen vnter den Leuten . Die Eigel hat zwo töchter / Bring her / bring her . Drey ding sind nicht zu settigen / vnd das vierde spricht nicht / Es ist gnug . Die Hell / Der frawen verschlossen Mutter / Die Erde wird nicht wassers sat / Vnd das Fewr spricht nicht / Es ist gnug . Sup . 27 . Ejn auge das den Vater verspottet / vnd veracht der Mutter zugehorchen / Das müssen die Raben am bach aushacken Das heisst / An den Galgen komen . / vnd die jungen Adeler fressen . Drey sind mir zu wünderlich / vnd das Vierde weis ich nicht / des Adelers weg im Himel / Der Schlangen weg auff eim Felsen / Des Schiffes weg mitten im meer / Vnd eins Mans weg an einer Magd Das ist / Liebe ist nicht aus zu dencken noch zusprechen . . Also ist auch der weg der Ehebrecherin / die verschlinge ? vnd wisschet jr maul / vnd spricht / Jch hab kein vbels gethan . Ejn Land wird durch dreierley vnrügig / vnd das vierde mag es nicht ertragen . Ein Knecht wenn er König wird / Ein Narr wenn er zu sat ist / Eine Feindselige / wenn sie geehelicht wird / Vnd eine Magd / wenn sie jrer Frawen Erbe wird . Vjer sind klein auff Erden / vnd klüger denn die Weisen . Die Eimmeisen ein schwach volck / Dennoch schaffen sie im Sommer jre speise / Caninichen ein schwach volck / Dennoch legts sein haus in den felsen / Hewschrecken haben keinen König / Dennoch ziehen sie aus gantz mit hauffen / Die Spinne wirckt mit jren henden / vnd ist in der Könige schlösser . Dreierley haben einen feinen gang / vnd das vierde gehet wol . Der Lew mechtig vnter den Thieren vnd keret nicht vmb fur jemand / Ein Wind von guten lenden . Vnd ein Widder / Vnd der König / wider den sich niemand thar legen . Hastu genarret Scheme dich nicht / wo du etwas gefeilet hast vnd verteidige es nicht . Denn feilen ist menschlich / verteidigen ist Teufelisch . vnd zu hoch gefaren vnd böses fürgehabt / So leg die hand auffs maul . Wenn man milch stösst / so machet man butter draus / Vnd wer die nasen hart schneutzt / zwingt blut er aus / Vnd wer den Zorn reitzet / zwingt hadder er aus . Djs sind die wort des Königes Lamuel Das ist aber ein Zusatz eins Königes zu den Sprüchen Salomo . / Die Lere die jn seine Mutter leret . AH mein Ausserwelter / Ah du son meins Leibs / Ah mein gewündschter Son . Las nicht den Weibern dein vermügen / vnd gehe die wege nicht / darin sich die Könige verderben Wie die thun / so veriagt oder erstochen werden / oder sonst schendlich vmbkommen . . O nicht den Königen / Lamuel gib den Königen nicht Wein zu trincken / noch den Fürsten starck Getrencke . Sie möchten trincken vnd der Recht vergessen / vnd verendern die Sachen jrgend der elenden Leute . Gebt starck Getrencke denen / die vmbkomen sollen / vnd den Wein den betrübten Seelen / Das sie trincken / vnd jres elends vergessen / vnd jres vnglücks nicht mehr gedencken . Eccle . 13 . Thu deinen mund auff fur die Stummen / Vnd fur die sache aller die verlassen sind . Thu deinen mund auff vnd richte recht / Vnd reche den Elenden vnd Armen . Wem ein tugentsam Weib bescheret ist / Die ist viel Edler Nicht liebers ist auff Erden / Denn Frawlieb / wems kan werden . denn die köstlichsten Perlen . Sup . 18 . Jrs Mans hertz thar sich auff sie verlassen / vnd Narung wird jm nicht mangeln / Sie thut jm liebs vnd kein leids / sein leben lang . Sie gehet mit Wolle vnd Flachs vmb / Vnd erbeitet gerne mit jren henden . Sie ist wie ein Kauffmans schiff / Das seine Narung von ferne bringet . Sie stehet des nachts auff / vnd gibt Futter jrem Hause / Vnd essen jren Dirnen . Sie denckt nach eim Acker / vnd keufft jn / Vnd pflantzt einen Weinberg von den früchten jrer Hende . Sie gürtet jre Lenden Das ist / Sie ist rüstig im Hause . fest / Vnd sterckt jre Arme . Sie merckt wie jr Handel fromen Verhütet schaden / vnd sihet was fromet . bringet / Jr Leuchte verlesscht des nachts Jn der not / hat sie notdurfft . nicht . Sie streckt jre Hand nach dem Rocken / Vnd jre Finger fassen die Spindel . Sie breitet jre Hende aus zu den Armen / Vnd reichet jre Hand dem Dürfftigen . Sie fürcht jres Hauses nicht fur dem schnee / Denn jr gantzes Haus hat zwifache Kleider . Sie macht jr selbs Decke / Weisse seiden vnd purpur ist jr Kleid . JR Man ist berhümpt in den Thoren / Wenn er sitzt bey den Eltesten des Landes . Sje macht ein Rock vnd verkeufft jn / Einen Gürtel gibt sie dem Kremer . Jr Schmuck ist / das sie reinlich vnd vleissig ist / Vnd wird hernach lachen . Sie thut jren mund Zeucht jr Kindlin vnd Gesind fein zu Gottes wort . auff mit Weisheit / Vnd auff jrer zungen ist holdselige Lere . Sie schawet / wie es in jrem Hause zu gehet / Vnd isset jr Brot nicht mit faulheit . Jre Söne komen auff vnd preisen sie selig / Jr Man lobet sie . Viel Töchter bringen Reichthum / Du aber vbertriffst sie alle . Lieblich vnd schöne sein ist Nichts / Ein Weib das den HERRN fürcht Das ist / Eine fraw kan bey einem Manne ehrlich vnd göttlich wonnen / vnd mit gutem gewissen Hausfraw sein / Sol aber darüber vnd darneben Gott fürchten / gleuben vnd beten . / sol man loben . Sie wird gerhümbt werden von den früchten jrer Hende / Vnd jre werck werden sie loben in den Thoren . - Ende der Sprüche Salomo . </passage></reply></GetPassage>