<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:45</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:45</urn><passage>Paulus ein Knecht Jhesu Christi / beruffen zum Apostel / ausgesondert zu predigen das Euangelium Gottes / Welchs er zuuor verheissen hat / durch seine Propheten / in der heiligen Schrifft / von seinem Son / der geboren ist von dem samen Dauid nach dem Fleisch / vnd krefftiglich erweiset ein Son Gottes / nach dem Geist Der geist Gottes ist gegeben nach Christus auf fahrt / von da an heiliget er die Christen vnd verkleret Christum in aller welt das er Gottes son sey mit aller macht / in worten / wundern / vnd zeichen . / der da heiliget / Sint der zeit er aufferstanden ist von den Todten / nemlich / Jhesus Christ vnser Herr / Durch welchen wir haben empfangen Gnade vnd Apostelampt vnter alle Heiden / den gehorsam des Glaubens auff zurichten / vnter seinem Namen / Welcher jr zum teil auch seid / die da beruffen sind von Jhesu Christo . Allen die zu Rom sind / den liebesten Gottes / vnd beruffenen Heiligen . GNade sey mit euch vnd Friede / von Gott vnserm Vater / vnd dem Herrn Jhesu Christo . Avffs erst / Dancke ich meinem Gott / durch Jhesum Christ / ewer aller halben / Das man von ewrem glauben in aller Welt saget . Denn Gott ist mein Zeuge ( welchem ich diene in meinem Geist / am Euangelio von seinem Son ) Das ich on vnterlas ewer gedencke / vnd alle zeit in meinem gebet flehe / Ob sichs ein mal zutragen wolt / das ich zu euch keme / durch Gottes willen . Denn mich verlanget euch zu sehen / Auff das ich euch mitteile etwas geistlicher Gabe / euch zu stercken ( Das ist ) Das ich sampt euch getröstet würde / durch ewren vnd meinen glauben / den wir vnternander haben . JCH wil euch aber nicht verhalten / lieben Brüder / das ich mir offt habe furgesetzt / zu euch zu komen / Bin aber verhindert bis her / Das ich auch vnter euch Frucht schaffete / gleich wie vnter andern Heiden . Jch bin ein Schüldener / beide der Griechen vnd der Vngriechen / beide der Weisen vnd der Vnweisen / Darumb / so viel an mir ist / bin ich geneiget / auch euch zu Rom das Euangelium zu predigen . Denn ich scheme mich des Euangelij von Christo nicht / Denn es ist eine Krafft Gottes / die da selig machet / alle / die daran gleuben / die Jüden furnemlich vnd auch die Griechen . Sintemal darinnen offenbaret wird die Gerechtigkeit / die fur Gott gilt / welche kompt aus glauben Aus dem angefangen schwachen glauben / fort in den starcken . Denn der Glaube feiret nicht . in glauben / Wie denn geschrieben stehet / Der Gerechte wird seines Glaubens leben . Aba . 2 . Denn gottes zorn vom himel wird offenbart Es wird vom Himel offenbart / ( sonst wüste alle Welt dauon nichts ) das kein Mensch from sey fur Gott / sondern alle sampt / Gottlos / sünder / vngerecht / das ist / Kinder des zorns / Vt Jnfra Cap . 3 Non est iustus etc . Vnd wenn sie schon von Gott etwas wissen oder hören sind sie doch so böse / das sie jm weder dancken noch dienen . Da her sie auch müssen zur straffe in allerley Laster fallen etc . vber alles gottloses wesen vnd vngerechtigkeit der Menschen / die die Warheit in vngerechtigkeit auffhalten . Denn das man weis / das Gott sey / ist jnen offenbar / Denn Gott hat es jnen offenbart / damit / das Gottes vnsichtbares wesen / das ist / seine ewige Krafft vnd Gottheit / wird ersehen / so man des warnimpt / an den Wercken / nemlich / an der schepffung der welt . Also / das sie keine entschüldigung haben / Die weil sie wusten / das ein Gott ist / vnd haben jn nicht gepreiset als einen Gott / noch gedancket / Sondern sind in jrem Tichten Wo nicht glaube ist / da fellet die Vernunfft von einem auffs ander / bis sie gar verblendet wird in jrem tichten / Wie denn allen weisen vnd spitzigen Köpffen geschicht . eitel worden / vnd jr vnuerstendiges Hertz ist verfinstert . Da sie sich fur Weise hielten / Sind sie zu Narren worden / Vnd haben verwandelt die Herrligkeit des vnuergenglichen Gottes / in ein Bilde gleich dem vergenglichen Menschen / vnd der Vogel / vnd der vierfüssigen vnd der kriechenden Thiere . Darumb hat sie auch Gott dahin gegeben in jrer Hertzen gelüste / in vnreinigkeit / zu schenden jre eigene Leibe an jnen selbs . Die Gottes warheit Das ist / aus dem rechten Gott haben sie Götzen gemacht . haben verwandelt in die Lügen / vnd haben geehret vnd gedienet dem Geschepffe mehr denn dem Schepffer / der da gelobet ist in ewigkeit / Amen . Darumb hat sie Gott auch dahin gegeben in schendliche lüste / Denn jre Weiber haben verwandelt den natürlichen brauch in den vnnatürlichen . Desselbigen gleichen auch die Man haben verlassen den naturlichen brauch des Weibes / vnd sind an einander erhitzet in jren Lüsten / vnd haben Man mit Man schande gewircket / vnd den Lohn jres jrthumbs ( wie es denn sein solte ) an jnen selbs empfangen . Vnd gleich wie sie nicht geacht haben / das sie Gott erkenneten / hat sie Gott auch da hin gegeben in verkereten sinn / zu thun / das nicht taug / Vol alles Vngerechten / Hurerey / Schalckheit / Geitzes / Bosheit / vol Hasses / Mordes / Hadders / Lists / Gifftig / Ohrenbleser / Verleumbder / Gottes verechter Sind die rechten Epicurer / die da leben / als sey kein Gott . / Freueler / Hoffertig / Rhumretig Die viel rhümen / vnd gerhümet wollen sein / als weren sie etwas sonderlichs / vnd sinds doch nicht . / Schedliche Die tag vnd nacht trachten andern Leuten schaden vnd leid zuthun / sind auch geschickt vnd geschwind / solche practiken zu finden . / den Eltern vngehorsam / Vnuernünfftige Das man heisst / Ein groben man / Hans vnuernunfft mit dem Kopff hin durch etc . / Trewlose / Störrig Vnbrüderlich / Wülfisch / Hündisch / die weder lust noch lieb zu weiber / Kinder / Brüder / schwester ja Eltern haben . / Vnuersünlich Die nicht vergeben künnen / nicht zuuersünen sind . / Vnbarmhertzig . Die Gottes gerechtigkeit wissen ( das die solchs thun / des Todes wirdig sind ) Thun sie es nicht allein / sondern haben auch gefallen an denen / die es thun . DArumb / o Mensch / kanstu dich nicht entschüldigen / wer du bist / der da richtet . Denn worinne du einen andern richtest / verdamstu dich selbs / Sintemal du eben dasselbige thust / das du richtest . Denn wir wissen / das Gottes vrteil ist recht vber die / so solchs thun . Denckestu aber / o Mensch / der du richtest die / so solches thun / vnd thust auch dasselbige / das du dem vrteil Gottes entrinnen werdest ? Oder verachtestu den reichthum seiner güte / gedult vnd langmütigkeit Auff latinisch tardus jra / vnd ist dem Ebreischen nachgeredt / Arich Appaim . Vnd ist eine Tugent eigentlich die langsam zürnet vnd straffet das vnrecht . Aber Gedult ist / die das vbel tregt an gut / leib vnd ehre / ob es gleich mit recht geschehe . Güte ist die leibliche wolthat vnternander / vnd freundliches wesen . ? Weissestu nicht / das dich Gottes güte zur Busse leitet ? DV aber nach deinem verstockten vnd vnbusfertigen Hertzen / heuffest dir selbst den zorn auff den tag des zorns vnd der offenbarung des gerechten gerichtes Gottes / Welcher geben wird einem jglichen nach seinen wercken / nemlich / Preis vnd ehre / vnd vnuergenglichs wesen / denen / die mit gedult in guten wercken trachten nach dem ewigen Leben / Aber denen / die da zenckisch sind / vnd der warheit nicht gehorchen / gehorchen aber dem vngerechten / Vngnade vnd zorn / trübsal vnd angst / vber alle Seelen der Menschen / die da böses thun / fürnemlich der Jüden vnd auch der Griechen . Preis aber / vnd ehre vnd friede / allen denen / die da gutes thun / furnemlich den Jüden vnd auch den Griechen . denn es ist kein ansehen der person fur Gott / Welche on Gesetz gesündiget haben / Die werden auch on Gesetz verloren werden / Vnd welche am Gesetz gesündiget haben / die werden durchs Gesetz verurteilet werden . Sintemal fur Gott nicht die das Gesetz hören / gerecht sind / Sondern die das Gesetze thun / werden gerecht sein . Denn so die Heiden / die das Gesetz nicht haben / vnd doch von natur Das natürliche Gesetz ist / Was du wilt dir gethan vnd vberhaben sein von einem andern / das thu vnd vberhebe du auch einen andern . Darinnen das gantze Gesetz Mosi begriffen ist / wie Christus sagt / Math . 7 An welchem Gesetz die Heiden auch nicht mehr denn das eusserliche werck thun / wie die Jüden an Moses Gesetz . Vnd das verklagen vnd entschüldigen ist / das eine sünde grösser ist / denn die andere / wider das Gesetz . thun des Gesetzes werck / dieselbigen / dieweil sie das Gesetze nicht haben / sind sie jnen selbs ein Gesetz / damit / das sie beweisen / des Gesetzes werck sey beschrieben in jrem hertzen / Sintemal jr Gewissen sie bezeuget / da zu auch die gedancken / die sich vnternander verklagen oder entschüldigen / auff den tag / da Gott das verborgen der Menschen / durch Jhesum Christ / richten wird / lauts meines Euangelij . Sjhe aber zu / Du heissest ein Jüde / vnd verlessest dich auffs Gesetz / vnd rhümest dich Gottes / vnd weissest seinen willen / Vnd weil du aus dem Gesetze vnterrichtet bist / prüfestu was das beste zu thun sey / vnd vermissest dich zu sein ein Leiter der blinden / ein Liecht dere / die im finsternis sind / ein Züchtiger der törichten / ein Lerer der einfeltigen / hast die forme / was zu wissen vnd recht ist im Gesetz . Nu lerestu andere / Vnd lerest dich selber nicht / Du predigest / man solle nicht stelen / Vnd du stilest / Du sprichst / man solle nicht ehebrechen / Vnd du brichest die ehe / Dir grewelt fur den Götzen / Vnd raubest Du bist ein Gottesdieb / Denn Gottes ist die Ehre die nemen jm alle Werckheiligen . Gott was sein ist / Du rhümest dich des Gesetzes / Vnd schendet Gott durch vbertrettung des Gesetzes . Denn ewrent halben wird Gottes namen gelestert vnter den Heiden / als geschrieben stehet . Jesa . 52 ; Ezech . 36 . Dje Beschneitung ist wol nutz / wenn du das Gesetz heltest . Heltestu aber das Gesetz nicht / so ist deine Beschneitung schon ein Vorhaut worden . So nu die Vorhaut So heisset Paulus die Heiden / darumb / das sie vnbeschnitten sind . Geist heisset / was Gott im menschen vber die natur wircket . Buchstab heisset / alles thun der natur on Geist . das recht im Gesetz helt / meinestu nicht / das seine Vorhaut werde fur eine Beschneitung gerechnet ? Vnd wird also das von natur eine Vorhaut ist / vnd das Gesetz volbringet / dich richten / der du vnter dem Buchstaben vnd Beschneitung bist / vnd das Gesetz vbertrittest . Denn das ist nicht ein Jüde / der auswendig ein Jüde ist / Auch ist das nicht eine Beschneitung / die auswendig im fleisch geschicht / Sondern das ist ein Jüde / der inwendig verborgen ist / vnd die Beschneitung des hertzen ist eine Beschneitung / die im Geist vnd nicht im Buchstaben geschicht / Welches lob ist nicht aus den Menschen / sondern aus Gott . WAS haben denn die Jüden vorteils ? Oder was nützet die Beschneitung ? Zwar fast viel . Zum ersten / Jnen ist vertrawet / was Gott geredt hat . Das aber etliche nicht gleuben an dasselbige / was ligt daran ? Solt jrer vnglaube Gottes glaube auffheben ? Das sey ferne . Es bleibe viel mehr also / Das Gott sey warhafftig / Vnd alle Menschen falsch Gott helt gewis / Wer aber auff Menschen trawet / der feilet . . Wie geschrieben stehet / Auff das du gerecht seiest in deinen worten / vnd vberwindest / wenn du gerichtet wirst . Psal . 116 ; Psal . 51 . Jsts aber also / das vnser vngerechtigkeit Gottes gerechtigkeit preiset / was wollen wir sagen ? Jst denn Gott auch vngerecht / das er darüber zürnet ? ( Jch rede also auff Menschen weise ) Das sey ferne . Wie köndte sonst Gott die welt richten ? Denn so die warheit Gottes durch meine Lügen / herrlicher wird Dauid spricht Dir allein habe ich gesündigt vnd vbel fur dir gethan / Auff das du gerecht seiest / in deinen worten / vnd vberwindest wenn du gerichtet wirst etc . Das lautet / als solte man sünde thun / auff das Gott gerecht sey / wie hie S . Paulus auch anzeiget / Vnd ist doch nicht also . Sondern wir sollen die sünde erkennen / die vns Gott schuld gibt / auff das er also in seinem Gesetze warhafftig vnd gerecht bekennet werde . Aber vber diesem erkentnis zancken die Werckheiligen mit Gott vnd wollen jre werck nicht sünde sein lassen / vnd mus also Gott jr Lügener vnd in seinen worten gerichtet sein . So wil nu S . Paulus / Das nicht die sünde Gott preisen ( Sonst were es besser sündigen denn gutes thun ) sondern der sünden bekenntnis preiset Gott vnd seine gnade . Also bleibt Gott warhafftig / vnd alle Menschen lügenhafftig / die solches nicht bekennen wollen / vnd jr vnglaube macht Gottes glaube nicht zu nicht / Denn er gewinnet doch / vnd bleibet warhafftig . zu seinem preis / Warumb solt ich denn noch als ein Sünder gerichtet werden ? Vnd nicht viel mehr also thun ( wie wir gelestert werden / vnd wie etliche sprechen / das wir sagen sollen ) Lasset vns vbel thun / auff das gutes daraus kome ? Welcher verdamnis ist gantz recht . Was sagen wir denn nu ? Haben wir einen vorteil ? Gar keinen . Denn wir haben droben beweiset / das beide Jüden vnd Griechen alle vnter der sünde sind / Wie denn geschrieben stehet / Da ist nicht der gerecht sey / auch nicht einer / da ist nicht der verstendig sey / da ist nicht / der nach Gott frage . Sie sind alle abgewichen / vnd alle sampt vntüchtig worden / Da ist nicht der gutes thu / auch nicht einer . Jr Schlund ist ein offen grab / mit jren Zungen handeln sie trüglich / Otterngifft ist vnter jren Lippen . Jr mund ist vol fluchens vnd bitterkeit / Jr füsse sind eilend blut zuuergiessen . Jn jren wegen ist eitel vnfal vnd hertzleid / vnd den weg des Friedes wissen sie nicht / Es ist keine furcht Gottes fur jren augen . Psal . 14 ; Psal . 5 ; Psal . 140 ; Psal . 10 ; Prou . 1 ; Jesa . 59 ; Psal . 36 . Wjr wissen aber das / was das Gesetz saget / das saget es denen / die vnter dem Gesetz sind / Auff das aller Mund verstopffet werde / vnd alle welt Gott schüldig sey / Darumb / das kein Fleisch durch des Gesetzes werck fur jm gerecht sein mag . Denn durch das Gesetze kompt erkentnis der Sünde . NV aber ist on zuthun des gesetzes / die Gerechtigkeit / die fur Gott gilt / offenbaret vnd bezeuget / durch das Gesetz vnd die Propheten . Jch sage aber von solcher gerechtigkeit fur Gott / die da kompt durch den glauben an Jhesum Christ / zu allen vnd auff alle / die da gleuben . Denn es ist hie kein vnterscheid / Sie sind allzumal Sünder Merck dis / da er saget ( Sie sind alle sünder etc . ) Jst das Heubtstück vnd der Mittelplatz dieser Epist . vnd der gantzen Schrifft / nemlich / Das alles sünde ist / was nicht durch das blut Christi erlöset / im glauben gerecht wird . Darumb fasse diesen Text wol / denn hie ligt darnider aller werck verdienst vnd rhum / wie er selbst hie saget / vnd bleibet al lein lauter Gottes gnade vnd ehre . / vnd mangeln des Rhumes / den sie an Gott haben sollen / Vnd werden on verdienst gerecht aus seiner Gnade / durch die Erlösung / so durch Christo Jhesu geschehen ist / Welchen Gott hat furgestellet zu einem Gnadenstuel / durch den glauben in seinem Blut / Da mit er die Gerechtigkeit / die fur jm gilt / darbiete / in dem / das er SVNDE VERGJBT / welche bis an her Die sünde kundte weder Gesetz noch kein gut werck wegnemen / Es muste Christus vnd die Vergebung thun . blieben war / vnter göttlicher gedult / Auff das er zu diesen zeiten darböte die Gerechtigkeit / die fur jm gilt / Auff das er allein Gerecht sey / vng gerecht mache den / der da ist des glaubens an Jhesu . Wo bleibt nu der Rhum ? Er ist aus / Durch welch Gesetz ? durch der werck gesetz ? Nicht also / Sondern durch des glaubens gesetz . So halten wir es nu / Das der Mensch gerecht werde / on des Gesetzes werck / alleine durch den Glauben . Oder ist Gott alleine der Jüden Gott ? Jst er nicht auch der Heiden Gott ? Ja freilich auch der Heiden Gott . Sintemal es ist ein einiger Gott / der da gerecht machet die Beschneitung aus dem glauben / vnd die Vorhaut durch den glauben . Wie ? Heben wir denn das Gesetz auff / durch den glauben ? Das sey ferne / sondern wir richten das Gesetz auff Der Glaube erfüllet alle Gesetze / die werck erfüllen kein titel des Gesetzes . . WAS sagen wir denn von vnserm vater Abraham / das er funden habe nach dem fleisch ? Das sagen wir / Jst Abraham durch die Werck gerecht / so hat er wol rhum / Aber nicht fur Gott . Was saget aber die schrifft ? Abraham hat Gott gegleubet / vnd das ist jm zur Gerechtigkeit gerechnet . Dem aber / der mit wercken vmbgehet / wird der Lohn nicht aus gnade zugerechnet / sondern aus pflicht . Dem aber / der nicht mit wercken vmbgehet / Gleubet aber an den / der die Gottlosen gerecht macht / dem wird sein glaube gerechnet zur gerechtigkeit . Nach welcher weise auch Dauid sagt / Das die seligkeit sey allein des Menschen / welchem Gott zurechenet die gerechtigkeit / on zuthun der werck / da er spricht / Selig sind die / welchen jre vngerechtigkeit vergeben sind / Vnd Welchen jre sünde bedecket sind Selig ist der Man / welchem Gott keine sünde zurechnet Hie erweiset er mit zweien Exempeln / das verdienst nichts sey / sondern allein Gottes gnade . . Psal . 32 . NV diese seligkeit / gehet sie vber die beschneitung / oder vber die Vorhaut ? Wir müssen je sagen / das Abraham sey sein glaube zur gerechtigkeit gerechnet . Wie ist er jm denn zugerechnet ? Jn der Beschneitung / oder in der Vorhaut ? On zweiuel nicht in der Beschneitung / sondern in der Vorhaut Denn Abraham gleubet vnd ward gelobet für gerecht / ehe denn er beschnitten ward / Gen xv Das je die Gnade vor dem werck sein müsse . . Das zeichen aber in der Beschneitung empfieng er zum Siegel der gerechtigkeit des glaubens / welchen er noch in der Vorhaut hatte / Auff das er würde ein Vater aller / die da gleuben in der Vorhaut / das den selbigen solches auch gerechnet werde zur gerechtigkeit / Vnd würde auch ein Vater der beschneitung / Nicht alleine dere / die von der Beschneitung sind / Sondern auch dere / die wandeln in den fusstapffen des glaubens / welcher war in der Vorhaut vnsers vaters Abrahams . Denn die verheissung / Das er solte sein der welt Erbe / ist nicht geschehen Abraham oder seinem Samen durchs Gesetz / sondern durch die gerechtigkeit des glaubens . Denn wo die vom Gesetz Erben sind / So ist der Glaube nichts / vnd die Verheissung ist abe . Sintemal das Gesetz richtet nur zorn an . Denn wo das Gesetz nicht ist / da ist auch keine vbertrettung . Derhalben mus die Gerechtigkeit durch den glauben komen / Auff das sie sey aus gnaden / vnd die Verheissung fest bleibe / allem Samen Beide der Jüden vnd Heiden / Denn die gleubigen Heiden sind so wol Abrahams samen / als die Jüden . / Nicht dem alleine / der vnter dem Gesetz ist / sondern auch dem / der des glaubens Abraham ist / welcher ist vnser aller Vater . Wie geschrieben stehet / Jch habe dich gesetzt zum Vater vieler Heiden / fur Gott / dem du gleubet hast / Der da lebendig machet die Todten / vnd ruffet dem das nicht ist / das es sey . Gen . 17 . VND der hat gegleubet auff Hoffnung / da nichts zu hoffen war / Auff das er würde ein Vater vieler Heiden . Wie denn zu jm gesagt ist / Also sol dein Same Wer Gott gleubet der gibt jm seine Ehre / als das er warhafftig / allmechtig / weise / gut sey . Also erfüllet der glaube die ersten drey Gebot / vnd macht den Menschen gerecht fur Gott / Das ist denn der rechte Gottesdienst . sein . Vnd er ward nicht schwach im glauben / sahe auch nicht an seinen eigen Leib / welcher schon erstorben war / weil er fast hundert jerig war / Auch nicht den erstorben Leib der Sara . Denn er zweiuelt nicht an der verheissung Gottes durch vnglauben / Sondern ward starck im glauben / vnd gab Gott die Ehre / vnd wuste auffs allergewissest / das / was Gott verheisset das kan er auch thun . Darumb ists jm auch zur Gerechtigkeit gerechnet . Gen . 15 . DAS ist aber nicht geschrieben allein vmb seinen willen / das jm zugerechnet ist / Sondern auch vmb vnsern willen / welchen es sol zugerechnet werden / So wir gleuben an den / der vnsern Herrn Jhesum aufferwecket hat / von den Todten / Welcher ist vmb vnser Sünde willen da hin gegeben / Vnd vmb vnser Gerechtigkeit willen aufferwecket . NV wir denn sind gerecht worden durch den glauben / So haben wir Friede mit Gott / durch vnsern Herrn Jhesu Christ / Durch welchen wir auch einen Zugang haben im glauben / zu dieser gnade / darinnen wir stehen / vnd rhümen vns der Hoffnung der zukünfftigen Herrligkeit / die Gott geben sol . Nicht allein aber das / Sondern wir rhümen vns auch der Trübsaln / die weil wir wissen / Das trübsal gedult bringet / Gedult aber bringet erfarung / Erfarung Erfarung ist / wenn einer wol versucht ist / vnd kan dauon reden / als einer der dabey gewesen ist . aber bringet hoffnung Hoffnung aber lesst nicht zu schanden werden . Denn die liebe Gottes ist ausgegossen in vnser hertz durch den heiligen Geist / welcher vns gegeben ist . Denn auch Christus / da wir noch schwach waren nach der zeit / ist fur vns Gottlosen gestorben . Nu stirbet kaum jemand vmb des Rechtes willen . Vmb etwas Gutes willen thürste vieleicht jemand sterben . Darumb preiset Gott seine Liebe gegen vns / das Christus fur vns gestorben ist / da wir noch Sünder waren . So werden wir je viel mehr durch jn behalten werden fur dem zorn / nach dem wir durch sein Blut gerecht worden sind . Denn so wir Gott versünet sind / durch den Tod seines Sons / Da wir noch Feinde waren / Viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben / so wir nu versünet sind ? Nicht allein aber das / sondern wir rhümen vns auch Gottes Das Gott vnser sey / vnd wir sein seien / vnd alle Güter gemein von jm vnd mit jm haben / in aller zuuersicht . / durch vnsern Herrn Jhesum Christ / durch welchen wir nu die Versünung empfangen haben . Derhalben / wie durch einen menschen die Sünde ist komen in die Welt / vnd der Tod durch die sünde / vnd ist also der Tod zu allen Menschen durch gedrungen / die weil sie alle gesündiget haben . Denn die Sünde war wol in der Welt / bis auff das Gesetz / Aber wo kein Gesetz ist / da achtet man der sunde nicht . Sondern der Tod herrschete von Adam an bis auff Mosen / auch vber die / die nicht gesündigt haben / mit gleicher vbertrettung / wie Adam / welcher ist ein Bilde Wie Adam vns mit frembder sünde / on vnser schuld verderbet hat . Also hat vns Christus mit frembder Gnade / on vnser verdienst / selig ge macht . / des / der zukünfftig war . Aber nicht helt sichs mit der gabe / wie mit der Sünde . Denn so an eines sünde viel gestorben sind / So ist viel mehr Gottes gnade vnd gabe vielen reichlich widerfaren / durch Jhesum Christ / der der einige Mensch / in gnaden war . VND nicht ist die Gabe alleine vber eine sünde / wie durch des einigen Sünders einige sünde / alles Verderben . Denn das vrteil ist komen aus einer sünde zur verdamnis / Die Gabe aber hilfft / auch aus vielen sünden zur gerechtigkeit . Denn so vmb des einigen sünde willen der Tod geherrschet hat durch den einen Merck / das er hie von der Erbsunde redet / welche komen ist aus Adams vngehorsam / Da her alles sundlich ist / was an vns ist . / Viel mehr werden die / so da empfahen die fülle der Gnade vnd der Gaben zur gerechtigkeit herrschen im Leben / durch einen Jhesu Christ . Joh . 1 . Wje nu durch eines Sünde die verdamnis vber alle Menschen komen ist / Also ist auch durch eines Gerechtigkeit die rechtfertigung des Lebens vber alle Menschen komen Wie Adams sünde vnser eigen worden ist . Also ist Christus gerechtigkeit vnser eigen worden . . Denn gleich wie durch eines Menschen vngehorsam viel Sünder worden sind / Also auch durch eines Gehorsam werden viel Gerechten . Das Gesetz aber ist neben ein komen / auff das die Sünde mechtiger würde . Wo aber die Sünde mechtig worden ist / Da ist doch die Gnade viel mechtiger worden / Auff das gleich wie die Sünde geherrschet hat zu dem Tode / Also auch herrsche die Gnade durch die gerechtigkeit zum ewigen Leben / durch Jhesum Christ . Was wollen wir hie zu sagen ? Sollen wir denn in der Sünde beharren / auff das die Gnade deste mechtiger werde ? Das sey ferne . Wie solten wir in sünden wollen leben / der wir abgestorben sind ? Wisset jr nicht / Das alle / die wir in Jhesum Christ getaufft sind / die sind in seinen Tod Das wir auch ( wie er ) sterben / Denn wir sterben der sunde nicht gar abe / das Fleisch sterbe denn auch leiblich . getaufft ? So sind wir je mit jm begraben durch die Tauffe in den Tod / Auff das / gleich wie Christus ist aufferweckt von den Todten / durch die Herrligkeit des Vaters / Also sollen auch wir in einem newen Leben wandeln . So wir aber sampt jm gepflantzet werden zu gleichem Tode / So werden wir auch der Aufferstehung gleich sein / Die weil wir wissen / Das vnser alter Mensch sampt jm gecreutziget ist / Auff das der sündliche Leib auffhöre / das wir hinfurt der sunde nicht dienen . Denn wer gestorben ist / der ist gerechtfertiget von der sunden . Sjnd wir aber mit Christo gestorben / so gleuben wir / das wir auch mit jm leben werden . Vnd wissen / Das Christus von den den Todten erwecket / hinfurt nicht stirbet / der Tod wird hinfurt vber jn nicht herrschen . Denn das er gestorben ist / das er der Sünde gestorben / zu einem mal / Das er aber lebet / das lebet er Gotte . Also auch jr / haltet euch da fur / das jr der Sünde gestorben seid / vnd lebet Gotte / in Christo Jhesu vnserm Herrn . SO lasset nu die Sünde nicht herrschen in ewrem sterblichen Leibe / jm gehorsam zu leisten in seinen lüsten Mercke / die Heiligen haben noch böse lüste im fleisch / den sie nicht folgen . So lange die gnade regiert / bleibet das Gewissen frey vnd zwingt die sünde im fleisch . Aber on gnade regiert sie / vnd das Gesetz verdampt das Gewissen . . Auch begebet nicht der sünden ewre Glieder zu Waffen der vngerechtigkeit / Sondern begebet euch selbs Gotte / als die da aus den Todten lebendig sind / vnd ewre glieder Gotte zu Waffen der gerechtigkeit . Denn die sünde wird nicht herrschen können vber euch / Sintemal jr nicht vnter dem Gesetze seid / Sondern vnter der Gnade . Wje nu ? Sollen wir sündigen / die weil wir nicht vnter dem Gesetz / sondern vnter der Gnade sind ? Das sey ferne . Wisset jr nicht / welchen jr euch begebet zu Knechten / in gehorsam / des Knechte seid jr / dem jr gehorsam seid / Es sey der Sünde zum Tode / Oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit ? Gott sey aber gedancket / Das jr Knechte der Sünde gewesen seid / Aber nu gehorsam worden von hertzen / dem Furbilde der lere / welchem jr ergeben seid . Denn nu jr frey worden seid von der Sünde / seid jr Knechte worden der Gerechtigkeit . JCH mus menschlich dauon reden / vmb der schwacheit willen ewers Fleisches . Gleich wie jr ewre Glieder begeben habet zu dienste der Vnreinigkeit / vnd von einer Vngerechtigkeit zu der andern / Also begebet auch nu ewre Glieder zu dienste der Gerechtigkeit / das sie heilig werden . Denn da jr der Sünde Knechte wartet / da wartet jr frey von der Gerechtigkeit / Was hattet jr nu zu der zeit fur Frucht ? welchs jr euch jtzt schemet / Denn das ende desselbigen / ist der Tod . Nu jr aber seid von der Sünde frey / vnd Gottes Knechte worden / habt jr ewre Frucht / das jr heilig werdet / Das ende aber das ewige Leben . Denn der Tod ist der Sünden sold / Aber die gabe Gottes ist das ewige Leben / in Christo Jhesu vnserm Herrn . Wjsset jr nicht / lieben Brüder ( Denn ich rede mit denen / die das Gesetz / wissen ) das das Gesetz herrschet vber den Menschen / so lange er lebet ? Denn ein Weib / das vnter dem Manne ist / die weil der Man lebet / ist sie verbunden an das Gesetz / So aber der Man stirbet / so ist sie los vom Gesetz / das den man betrifft . Wo sie nu bey einem andern Manne ist / weil der man lebet / wird sie eine Ehebrecherin geheissen . So aber der Man stirbet / ist sie frey vom Gesetz / das sie nicht eine Ehebrecherin ist / wo sie bey einem andern Manne ist . ALso auch / meine Brüder / Jr seid getödtet dem Gesetz Der alte Mensch hat das Gewissen mit sünden zu eigen / wie ein Man sein Weib . Aber wenn der alt Mensch stirbt durch die Gnade / wird das Gewissen frey von sünden / das jm auch das Gesetz nicht mehr die sünd auffrücken vnd den alten Menschen vnterthenig machen kan . / durch den leib Christi / das jr bey einem andern seid / nemlich bey dem / der von den Todten aufferwecket ist / auff das wir Gott frucht bringen . Denn da wir im Fleisch waren / da waren die sündlichen Lüste ( welche durchs Gesetz sich erregeten ) krefftig in vnsern Gliedern / dem Tode frucht zubringen . Nu aber sind wir vom Gesetz los / vnd jm abgestorben / das vns gefangen hielt / Also / das wir dienen sollen im newen wesen des Geistes / vnd nicht im alten wesen des Buchstabens . Was wollen wir denn nu sagen ? Jst das Gesetz sunde ? Das sey ferne . Aber die sunde erkandte ich nicht / on durchs Gesetz . Denn ich wuste nichts von der Lust / wo das Gesetz nicht hette gesagt / Las dich nicht gelüsten . Da nam aber die Sünde vrsach am Gebot / vnd erreget in mir allerley Lust . Denn on das Gesetz war die Sünde tod . Jch aber lebete etwa on Gesetze . Da aber das Gebot kam / ward die Sünde wider lebendig / Jch aber starb . Vnd es befand sich / das das Gebot mir zum Tode reichet / das mir doch zum Leben gegeben war . Denn die Sünde nam vrsache am Gebot / vnd betrog mich / vnd tödtet mich durch dasselbige Gebot . Das Gesetz ist je heilig / vnd das Gebot heilig / recht vnd gut . Jst denn / das da gut ist / mir ein Tod worden ? Das sey ferne . Aber die Sünde / auff das sie erscheine / wie sie sünde ist / hat sie mir durch das gute den Tod gewircket / Auff das die Sünde würde vber aus sündig / durchs Gebot . Denn wir wissen / das das Gesetz geistlich ist / Jch bin aber fleischlich / vnter die Sünde verkaufft . Denn ich weis nicht / was ich thu / Denn ich thu nicht das ich wil / sondern das ich hasse / das thu ich . So ich aber das thu / das ich nicht wil / so willige ich / das das Gesetz gut sey . So thu nu ich dasselbige nicht / sondern die sünde / die in mir wonet . Denn ich weis / das in mir / das ist / in meinem Fleische wonet nichts guts . Wollen habe ich wol / Aber volnbringen das gute finde ich nicht . Denn das Gute das ich wil / das thu ich nicht / Sondern das Böse / das ich nicht wil / das thu ich . So ich aber thu / das ich nicht wil / so thu ich dasselbige nicht / sondern die Sünde / die in mir wonet Thun heisset hie nicht das werck volnbringen / sondern die lüste fülen / das sie sich regen . Volnbringen aber ist / on lust leben gantz rein / das geschicht nicht in diesem Leben . SO finde ich mir nu ein Gesetz / der ich wil das gute thun / das mir das böse anhanget . Denn ich habe lust an Gottes gesetz / nach dem inwendigen Jnwendiger mensch / heisst hie der geist aus gnaden geboren / welcher in den Heiligen streitet wider den eusserlichen / das ist / vernunfft / sinn vnd alles / was natur am Menschen ist . Menschen . Jch sehe aber ein ander Gesetz in meinen Gliedern / das da widerstreittet dem Gesetz in meinem gemüte / vnd nimpt mich gefangen in der Sünden gesetz / welches ist in meinen gliedern . Jch elender Mensch / wer wird mich erlösen von dem leibe dieses todes Tod heisset er hie den jamer vnd die mühe in dem streit mit der sünde . Wie Exo . 8 Pharao spricht / Nim diesen Tod ( das waren die Hewschrecken / von mir . ? Jch dancke Gott durch Jhesum Christ vnsern Herrn . So diene ich nu mit dem gemüte dem gesetz Gottes / Aber mit dem fleische dem Gesetze der sünden . SO ist nu nichts verdamlichs Ob wol noch sunde im fleisch wütet so verdampt es doch nicht / Darumb / das der Geist gerecht ist / vnd da wider streitet . Wo derselbige nicht ist / da wird das Gesetz durchs Fleisch geschwecht vnd vbertretten / Das vmmüglich ist / das dem Menschen das Gesetz helffen solte / denn nur zur sünde vnd tode . Darumb sandte Gott seinen Son / vnd lud auff jn vnser sünde / vnd halff vns also das Gesetz erfüllen / durch seinen Geist . an denen / die in Christo Jhesu sind / die nicht nach dem Fleisch wandeln / sondern nach dem Geist . Denn das gesetz des Geistes / der da lebendig machet in Christo Jhesu / hat mich frey gemacht von dem Gesetz der sünden vnd des todes . Denn das dem Gesetz vmmüglich war ( Sintemal es durch das Fleisch geschwechet ward ) Das that Gott / vnd sandte seinen Son in der gestalt des sündlichen Fleisches / vnd verdampte die Sünde im Fleisch durch Sünde / Auff das die gerechtigkeit vom Gesetz erfoddert / in vns erfüllet würde / Die wir nu nicht nach dem Fleische wandeln / sondern nach dem Geist . Denn die da fleischlich sind / die sind fleischlich gesinnet / Die aber geistlich sind / die sind geistlich gesinnet . Aber fleischlich Fleischlich gesinnet sein ist / Das man nichts nach Gott fraget / oder sein nicht achtet / vnd nichts dauon verstehet . gesinnet sein / ist der Tod / Vnd geistlich gesinnet sein / ist leben vnd friede . Denn fleischlich gesinnet sein / ist eine Feindschafft wider Gott / Sintemal es dem gesetze Gottes nicht vnterthan ist / denn er vermag es auch nicht . Die aber fleischlich sind / mügen Gotte nicht gefallen . Jr aber seid nicht fleischlich / sondern geistlich / So anders Gottes geist in euch wonet . Wer aber Christus geist nicht hat / Der ist nicht sein . So aber Christus in euch ist / So ist der Leib zwar tod vmb der Sünde willen / Der Geist aber ist das Leben / vmb der Gerechtigkeit willen . So nu der Geist / des / der Jhesum von den Todten aufferwecket hat / in euch wonet / So wird auch derselbige der Christum von den Todten aufferwecket hat / ewre sterbliche Leibe lebendig machen / vmb des willen / das sein Geist in euch wonet . SO sind wir nu / lieben Brüder / Schüldener / nicht dem Fleisch / das wir nach dem Fleisch leben / Denn wo jr nach dem Fleisch lebet / so werdet jr sterben müssen . Wo jr aber durch den Geist des fleisches Gescheffte tödtet / so werdet jr leben . Denn welche der geist Gottes treibet / die sind Gottes kinder . Denn jr habt nicht einen knechtlichen Geist empfangen / das jr euch aber mal fürchten müstet / Sondern jr habt einen kindlichen Geist empfangen / Durch welchen wir ruffen / Abba lieber vater . Derselbige Geist gibt zeugnis vnserm geist / das wir Gotteskinder sind . Sind wir denn Kinder / so sind wir auch Erben / nemlich / Gottes erben / vnd miterben Christi / So wir anders mit leiden / Auff das wir auch mit zur Herrligkeit erhaben werden . Denn ich halte es dafur / Das dieser zeit leiden der Herrligkeit nicht werd sey / die an vns sol offenbaret werden . Denn das engstliche harren der Creatur wartet auff die offenbarung der kinder Gottes . Sintemal die Creatur vnterworffen ist der Eitelkeit / on jren willen / Sondern vmb des willen / der sie vnterworffen hat auff die Hoffnung . Denn auch die Creatur frey werden wird von dem Dienst des vergenglichen wesens / zu der herrlichen Freiheit der kinder Gottes . Denn wir wissen / das alle Creatur sehnet sich mit vns / vnd engstet Wie ein Weib in Kindsnöten . sich noch jmer dar . Njcht alleine aber sie / Sondern auch wir selbs / die wir haben des Geistes erstling / sehnen vns auch bey vns selbs / nach der Kindschafft / vnd warten auff vnsers Leibes erlösung . Denn wir sind wol selig / Doch in der hoffnung . Die Hoffnung aber / die man sihet / ist nicht hoffnung / Denn wie kan man des hoffen / das man sihet ? So wir aber des hoffen / das wir nicht sehen / So warten wir sein durch gedult . Desselbigen gleichen auch der Geist hilfft vnser schwacheit auff . Denn wir wissen nicht / was wir beten sollen / wie sichs gebürt / Sondern der Geist selbs vertrit vns auffs beste / mit vnaussprechlichem seufftzen . Der aber die hertzen forschet / der weis / was des Geistes sinn sey / Denn er vertrit die Heiligen nach dem das Gott gefellet . Wir wissen aber / das denen / die Gott lieben / alle ding zum besten dienen / die nach dem Fursatz beruffen sind . Denn welche er zuuor versehen hat / die hat er auch verordnet / das sie gleich sein solten dem Ebenbilde seines Sons / Auff das derselbige der Erstgeborne sey vnter vielen Brüdern . Welche er aber verordnet hat / die hat er auch beruffen . Welche er aber beruffen hat / die hat er auch gerecht gemacht . Welche er aber hat gerecht gemacht / die hat er auch herrlich gemacht . Was wollen wir denn weiter sagen ? Jst Gott fur vns / Wer mag wider vns sein ? Welcher auch seines eigen Sons nicht hat verschonet / Sondern hat jn fur vns alle da hin gegeben / Wie solt er vns mit jm nicht alles schencken ? Wer wil die ausserweleten Gottes beschüldigen ? Gott ist hie / der da gerecht machet . Wer wil verdamnen ? Christus ist hie / der gestorben ist / Ja viel mehr / der auch aufferwecket ist / welcher ist zur rechten Gottes / vnd vertrit vns . Wer wil vns scheiden von der liebe Gottes ? Trübsal oder angst ? oder verfolgung ? oder hunger ? oder blösse ? oder ferligkeit ? oder schwert ? Wie geschrieben stehet / Vmb deinen willen werden wir getödtet den gantzen tag / Wir sind geachtet fur Schlachtschafe . Aber in dem allen vberwinden wir weit / vmb des willen / der vns geliebet hat . Denn ich bin gewis / Das weder Tod noch Leben / weder Engel noch Fürstenthum / noch gewalt / weder gegenwertiges noch zukünfftiges / weder hohes noch tieffes noch keine andere Creatur / mag vns scheiden von der liebe Gottes / die in Christo Jhesu ist vnserm Herrn . Psal . 44 . JCH sage die warheit in Christo / vnd liege nicht / Des mir zeugnis gibt mein gewissen / in dem heiligen Geist / Das ich grosse traurigkeit vnd schmertzen on vnterlas in meinem hertzen habe . Jch habe gewündschet verbannet zu sein von Christo / fur meine Brüder / die meine Gefreundte sind nach dem Fleisch / die da sind von Jsrael / Welchen gehört die Kindschafft / vnd die Herrligkeit / vnd der Bund / vnd das Gesetz / vnd der Gottesdienst / vnd die Verheissung / welcher auch sind die Veter / aus welchen Christus her kompt nach dem Fleische / Der da ist Gott vber alles / gelobet in ewigkeit / Amen . Aber nicht sage ich solchs / das Gottes wort darumb aus sey . Denn es sind nicht alle Jsraeliter die von Jsrael sind / auch nicht alle die Abrahams samen sind / sind darumb auch Kinder / Sondern in Jsaac sol dir der Samen genennet sein . Das ist / Nicht sind das Gotteskinder / die nach dem Fleisch kinder sind / Sondern die Kinder der Verheissung werden fur Samen gerechnet . Denn dis ist ein wort der Verheissung / da er spricht / Vmb diese zeit wil ich komen / vnd Sara sol einen Son haben . Gen . 21 ; Gen . 18 . Njcht allein aber ists mit dem also / sondern auch da Rebecca von dem einigen Jsaac vnserm Vater schwanger ward / ehe die Kinder geboren waren vnd weder guts noch böses gethan hatten / Auff das der fursatz Gottes bestünde / nach der wale / ward zu jr gesagt / Nicht aus verdienst der werck / sondern aus gnade des Beruffers / also / Der Grössest sol dienstbar werden dem Kleinen / Wie denn geschrieben stehet / Jacob habe ich geliebet / Aber Esau habe ich gehasset . Gen . 25 ; Mal . 1 . WAS wollen wir denn hie sagen ? Jst denn Gott vngerecht ? Das sey ferne . Denn er spricht zu Mose / Welchem ich gnedig bin / dem bin ich gnedig / Vnd welches ich mich erbarme / des erbarme ich mich . So ligt es nu nicht an jemands wollen oder lauffen / sondern an Gottes erbarmen . Denn die Schrifft sagt zum Pharao / Eben darumb hab ich dich erweckt / das ich an dir meine Macht erzeige / Auff das mein Name verkündiget werde in allen Landen . So erbarmet er sich nu / welches er wil / Vnd verstocket welchen er wil . Exo . 33 ; Exo . 9 . SO sagestu zu mir . Was schüldiget er denn vns ? Wer kan seinem willen widerstehen ? Ja lieber Mensch / wer bistu denn / das du mit Gott rechten wilt ? Spricht auch ein Werck zu seinem Meister / Warumb machstu mich also ? Hat nicht ein Töpffer macht / aus einem Klumpen zu machen / ein Fas zu ehren / vnd das ander zu vnehren ? Derhalben da Gott wolte zorn erzeigen / vnd kund thun seine Macht / Hat er mit grosser gedult getragen die Gefesse des zorns / die da zugerichtet sind zur verdamnis / Auff das er kundthete den reichthum seiner Herrligkeit / an den Gefessen der barmhertzigkeit / die er bereitet hat zur Herrligkeit . Welche er beruffen hat / nemlich vns / Nicht alleine aus den Jüden / sondern auch aus den Heiden . Wie er denn auch durch Osee spricht / Jch wil das mein Volck heissen / das nicht mein Volck war / Vnd meine Liebe / die nicht die liebe war . Vnd sol geschehen / An dem Ort / da zu jnen gesagt ward / Jr seid nicht mein Volck / Sollen sie Kinder des lebendigen Gottes genennet werden . Osee . 2 . Jsaias aber schreitet fur Jsrael / Wenn die zal der Kinder von Jsrael würde sein / wie der sand am Meer / So wird doch das Vbrige selig werden . Denn es wird ein verderben vnd steuren geschehen zur Gerechtigkeit / Vnd der HErr wird dasselbige steuren Ob wol das mehrer teil da hin fellet / vnd vngleubig bleibet / wird er sie doch nicht alle lassen also fallen / sondern die vbrigen erhalten / vnd durch sie / sein Wort vnd gnade deste reichlicher ausbreiten / da durch sie gerecht vnd herrlich werden . thun auff Erden . Vnd wie Jsaias dauor sagt / Wenn vns nicht der Herr Zebaoth hette lassen Samen vberbleiben / So weren wir / wie Sodoma worden / vnd gleich wie Gomorra . Jesa . 10 ; Jesa . 1 . WAS wollen wir nu hie sagen ? Das wollen wir sagen . Die Heiden / die nicht haben nach der Gerechtigkeit gestanden / haben die Gerechtigkeit erlanget / Jch sage aber von der Gerechtigkeit / die aus dem glauben kompt . Jsrael aber hat dem Gesetz der gerechtigkeit nachgestanden / vnd hat das Gesetz der gerechtigkeit nicht vberkomen . Warumb das ? Darumb / das sie es nicht aus dem glauben / sondern als aus den wercken des Gesetzes süchen . Denn sie haben sich gestossen an den Stein des anlauffens Christus macht on werck gerecht / dem gleuben sie nicht / Also stossen sie sich an jm vnd ergern sich . / Wie geschrieben stehet / Sihe da / Jch lege in Zion einen Stein des anlauffens / vnd einen Fels der ergernis / Vnd wer an Jn gleubet / der sol nicht zu schanden werden . Jesa . 28 . Lieben Brüder / meines hertzen wundsch ist / vnd flehe auch Gott fur Jsrael / das sie selig werden . Denn ich gebe jnen des zeugnis / das sie eiuern vmb Gott / Aber mit vnuerstand . Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht / die fur Gott gilt / vnd trachten jre eigene Gerechtigkeit auffzurichten / vnd sind also der gerechtigkeit die fur Gott gilt / nicht vnterthan . Denn Christus ist des Gesetzes ende / Wer an Den gleubet / der ist gerecht . Moses schreibt wol von der gerechtigkeit / die aus dem Gesetz kompt / Welcher Mensch dis thut / der wird drinnen Leben Das ist / Er meidet durch eusserliche werck die eusserliche straffe des Gesetzes . Aber das ist nichts fur Gott . . Aber die Gerechtigkeit aus dem glauben / spricht also / Sprich nicht in deinem Hertzen / Wer wil hin auff gen Himel faren Wer nicht gleubt das Christus gestorben vnd aufferstanden ist / vns von sünden gerecht zu machen / der pricht / Wer ist gen Himel gefaren / vnd in die Tieffe gefaren ? Das thun aber die so mit wercken vnd nicht mit glauben wollen gerecht werden / ob sie wol mit dem munde auch also sagen / aber nicht im hertzen . Emphasis est in verbo / im hertzen . ( Das ist nicht anders / denn Christum her ab holen ) Oder / wer wil hin ab in die Tieffe faren ? ( Das ist nicht anders / denn Christum von den Todten holen ) Aber was sagt sie ? Das wort ist dir nahe / nemlich in deinem Munde / vnd in deinem Hertzen . Dis ist das wort vom glauben / das wir predigen . Leu . 18 ; Deut . 30 . Denn so du mit deinem munde bekennest Jhesum / das Er der Herr sey / vnd gleubest in deinem hertzen / das Jn Gott von den Todten aufferwecket hat / so wirstu selig . Denn so man von Hertzen gleubet / so wird man gerecht / Vnd so man mit dem Munde bekennet / so wird man selig . Denn die Schrifft spricht / Wer an Jn gleubet / wird nicht zu schanden werden . Es ist hie kein vnterscheid vnter Jüden vnd Griechen / Es ist aller zu mal ein HERR / reich vber alle / die jn anruffen . Denn wer den Namen des HERRN wird anruffen / sol selig werden . Jesa . 28 ; Joel . 2 . Wje sollen sie aber anruffen / an den sie nicht gleuben ? Wie sollen sie aber gleuben / von dem sie nichts gehört haben ? Wie sollen sie aber hören on Prediger ? Wie sollen sie aber predigen / wo sie nicht gesand werden ? Wie denn geschrieben stehet / Wie lieblich sind die Füsse dere / die den Friede verkündigen / die das Gute verkündigen . Aber sie sind nicht alle dem Euangelio gehorsam . Denn Jsaias spricht / HERR / Wer gleubet vnserm predigen ? So kompt der glaube aus der predigt / Das predigen aber durch das wort Gottes . Jch sage aber / Haben sie es nicht gehöret ? Zwar es ist je in alle Land ausgegangen jrer schall / vnd in alle Welt jre wort . Jesa . 52 ; Jesa . 53 ; Psal . 19 . Jch sage aber / Hat es Jsrael nicht erkand ? Der erste Moses spricht / Jch wil euch eiuern machen vber dem / das nicht mein Volck ist / vnd vber einem vnuerstendigen volck wil ich euch erzürnen . Jsaias aber darff wol so sagen / Jch bin erfünden von denen / die mich nicht gesucht haben / vnd bin erschienen denen / die nicht nach mir gefragt haben . Zu Jsrael aber spricht er / Den gantzen tag habe ich meine Hende ausgestrecket / zu dem Volck / das jm nicht sagen lesset / vnd widerspricht . Deut . 32 ; Jesa . 65 . SO sage ich nu / Hat denn Gott sein Volck verstossen ? Das sey ferne . Denn ich bin auch ein Jsraeliter / von dem samen Abraham / aus dem geschlecht BenJamin . Gott hat sein Volck nicht verstossen / welchs er zuuor versehen Es ist nicht alles Gottes volck / was Gottes volck heisset / darumb wird es auch nicht alles verstossen / ob das mehrer teil auch verstossen wird . hat . Oder wisset jr nicht / was die schrifft saget von Elia ? Wie er trit fur Gott wider Jsrael / vnd spricht / HERR / Sie haben deine Propheten getödtet / vnd haben deine Altar ausgegraben / Vnd ich bin allein vberblieben / vnd sie stehen mir nach meinem Leben . Aber was sagt jm das göttliche antwort ? Jch hab mir lassen vberbleiben sieben tausent Man / die nicht haben jre knie gebeuget fur dem Baal . Also gehets auch jtzt zu dieser zeit / mit diesen Verbliebenen / nach der Walh der gnaden . Jsts aber aus gnaden / so ists nicht aus verdienst der werck / Sonst würde gnade nicht gnade sein . Jsts aber aus verdienst der werck / so ist die gnade nichts / Sonst were verdienst nicht verdienst . 3 . Reg . 19 . Wje denn nu ? Das Jsrael suchet / das erlanget er nicht / die Walh Die Walh / Das ist / die erwelet sind im volck Gottes . aber erlanget es / Die andern sind verstockt . Wie geschrieben stehet / Gott hat jnen gegeben einen erbitterten Geist / Augen das sie nicht sehen / vnd Ohren das sie nicht hören / bis auff den heutigen tag . Vnd Dauid spricht / Las jren Tisch zu einem Strick werden / vnd zu einer Berückung / vnd zum Ergernis / vnd jnen zur Vergeltung . Verblende jre Augen / das sie nicht sehen / vnd beuge jren Rücken alle zeit . Jesa . 6 ; Psal . 69 . SO sage ich nu / Sind sie darumb angelauffen / das sie fallen solten ? Das sey ferne . Sondern aus jrem Fall ist den Heiden das heil widerfaren / Auff das sie denen nach eiuern solten . Denn so jrer Fall der Welt reichthum ist / vnd jr Schade ist der Heiden reichthum / Wie viel mehr wenn jr zal vol würde . Mit euch Heiden rede ich / Denn die weil ich der Heiden Apostel bin / wil ich mein Ampt preisen / Ob ich möchte die / so mein Fleisch sind / zu eiuern reitzen / vnd jrer etliche selig machen . Denn so jrer verlust der Welt versünung ist / Was were das anders / denn das Leben von den Todten nemen Von den Todten das leben holen / ist nichts / Wie solt denn der Heiden Leben da her komen / das die Jüden gefallen vnd tod sind ? Viel mehr sollen die todten Jüden von der Heiden Exempel zum Leben gereitzt werden / vt sup . Vt illos emulentur etc . ? Jst der Anbruch heilig / so ist auch der Teig heilig / Vnd so die Wurtzel heilig ist / so sind auch die Zweige heilig . OB aber nu etliche von den Zweigen zubrochen sind / Vnd du / da du ein wil der Olbawm warest / bist vnter sie gepfropffet / vnd teilhafftig worden der wurtzel vnd des saffts im Olbawm / So rhüme dich nicht wider die Zweige . Rhümestu dich aber wider sie / So soltu wissen / das du die wurtzel nicht tregest / sondern die wurtzel treget dich . So sprichstu / die Zweige sind zubrochen / das ich hin ein gepfropffet würde . Jst wol geredt . Sie sind zubrochen / vmb jres vnglaubens willen / Du stehest aber durch den glauben . Sey nicht stoltz / sondern fürchte dich / Hat Gott der natürlichen Zweige nicht verschonet / Das er vieleicht dein auch nicht verschone . Darumb schaw die güte vnd den ernst Gottes / Den ernst an denen / die gefallen sind / Die güte aber an dir / So ferne du an der güte bleibest / Sonst wirstu auch abgehawen werden . Vnd jene / so sie nicht bleiben in dem vnglauben / werden sie eingepfropffet werden / Gott kan sie wol wider einpfropffen . Denn so du aus dem Olbawm der von natur wilde war / bist ausgehawen / vnd wider die natur / in den guten Olbawm gepfropffet / Wie viel mehr werden die natürlichen eingepfropffet / in jren eigen Olbawm ? JCH wil euch nicht verhalten / lieben Brüder / dieses Geheimnis / auff das jr nicht stoltz seid . Blindheit ist Jsrael eins teils widerfaren / So lange / bis die fülle der Heiden eingegangen sey / vnd also das gantze Jsrael selig werde . Wie geschrieben stehet / Es wird komen aus Zion / der da erlöse / vnd abwende das gottlose wesen von Jacob . Vnd dis ist mein Testament mit jnen / wenn ich jre sünde werde wegnemen . Nach dem Euangelio halte ich sie fur Feinde / vmb ewren willen / Aber nach der Walh habe ich sie lieb / vmb der Veter willen . Jesa . 59 . Gottes gaben vnd beruffung / mögen jn nicht gerewen Das ist / Sie sind vnwanckelbar / vnd er endert sie nicht . . Denn gleicher weise / wie auch jr weiland nicht habt gegleubet an Gott / Nu aber habt jr barmhertzigkeit vberkomen / vber jrem vnglauben / Also auch jene haben jtzt nicht wolt gleuben an die barmhertzigkeit / die euch widerfaren ist / Auff das sie auch barmhertzigkeit vberkomen . Denn Gott hats alles beschlossen Merck diesen Heubtspruch / der alle werck vnd menschliche Gerechtigkeit verdampt / vnd allein Gottes barmhertzigkeit hebet / durch den glauben zu erlangen . vnter dem vnglauben / Auff das er sich aller erbarme . Gal . 3 . O welch ein tieffe des reichthums / beide der weisheit vnd erkentnis Gottes / Wie gar vnbegreifflich sind seine gerichte / vnd vnerforschlich seine wege . Denn wer hat des HERRN sinn erkand ? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen ? Oder wer hat jm was zuuor gegeben / das jm werde wider vergolten ? Denn von jm / vnd durch jn / vnd in jm / sind alle ding / Jm sey Ehre in ewigkeit / AMEN . Jesa . 40 . JCH ermane euch / lieben Brüder / durch die Barmhertzigkeit Gottes / Das jre ewre Leibe begebet zum Opffer / das da lebendig / heilig / vnd Gott wolgefellig sey / welchs sey ewer vernünfftiger S . Paulus heisset hie alle Opffer / Werck / Gottesdienst / vnuernünfftig / wenn sie on glauben vnd Gottes erkentnis geschehen . Gottesdienst . Vnd stellet euch nicht dieser Welt gleich / sondern verendert euch durch vernewerung ewers sinnes / Auff das jr prüfen möget / welchs da sey der gute / der wolgefellige / vnd der volkomene Gottes wille . Denn ich sage durch die Gnade / die mir gegeben ist / jederman vnter euch / Das niemand weiter von jm halte / denn sichs gebürt zu halten / Sondern das er von jm messiglich halte / ein jglicher nach dem Gott ausgeteilet hat / das mas des glaubens . Denn gleicher weise als wir in einem Leibe viel Glieder haben / aber alle glieder nicht einerley Geschefft haben / Also sind wir viele ein Leib in Christo / Aber vnternander ist einer des andern Glied / Vnd haben mancherley Gaben nach der gnade / die vns gegeben ist . Hat jemand Weissagung / so sey sie dem glauben ehnlich Alle Weissagung die auff werck / vnd nicht lauter auff Christum füret / als den einigen Trost / wie köstlich sie ist / so ist sie doch dem glauben nicht ehnlich / Als da sind die offenbarung der Poltergeister / die Messen / Walfarten / fasten vnd Heiligen dienst suchen . Hat jemand ein Ampt / so warte er des ampts . Leret Man leret die es nicht wissen vnd ermanet die es zuuor wissen . jemand / so warte er der lere . Ermanet jemand / so warte er des ermanens . Gibt jemand / so gebe er einfeltiglich . Regieret jemand / so sey er sorgfeltig . Vbet jemand Barmhertzigkeit / so thu ers mit lust . 1 . Cor . 12 . Dje Liebe sey nicht falsch . Hasset das arge / Hanget dem guten an . Die brüderliche Liebe vnternander sey hertzlich . Einer kome dem andern mit Ehrerbietung zuuor . Seid nicht trege / was jr thun solt . Seid brünstig im geiste . Schicket euch in die zeit . Seid frölich in hoffnung / Gedültig in trübsal / Haltet an am gebet . Nemet euch der Heiligen notdurfft an . Herberget gerne . Segenet die euch verfolgen / Segenet vnd fluchet nicht . Frewet euch mit den Frölichen / vnd weinet mit den Weinenden . Habt einerley sinn vnternander . Trachtet nicht nach hohen dingen / sondern haltet euch herunter zu den Nidrigen . Haltet euch nicht selbs fur Klug . Vergeltet niemand böses mit bösem . Vleissiget euch der ehrbarkeit gegen jederman / Jst es müglich / so viel an euch ist / so habt mit allen Menschen friede . Rechet euch selber nicht / meine Liebesten / sondern gebet raum dem zorn ( Gottes ) Denn es stehet geschrieben / Die Rache ist mein / Jch wil vergelten / spricht der HERR . So nu deinen Feind hungert / so speise jn / Dürstet jn / so trencke jn / Wenn du das thust / so wirstu fewrige Kolen Fewer auff das Heubt legen ist / das der Feind durch Wolthat / vber sich selbs erzürnet / das er vns so vbel gethan hat . auff sein Heubt samlen . Las dich nicht das böse vberwinden / Sondern vberwinde das böse mit gutem . Deut . 32 ; Prou . 21 . Jederman sey vnterthan der Oberkeit / die gewalt vber jn hat . Denn es ist keine Oberkeit / on von Gott / Wo aber Oberkeit ist / die ist von Gott verordnet . Wer sich nu wider die Oberkeit setzet / Der widerstrebet Gottes ordnung / Die aber widerstreben / werden vber sich ein Vrteil empfahen . Denn die Gewaltigen sind nicht den guten wercken / Sondern den bösen zu fürchten . Wiltu dich aber nicht fürchten fur der Oberkeit / so thue gutes / so wirstu lob von derselbigen haben / Denn sie ist Gottes Dienerin / dir zu gut . Thustu aber böses / so fürchte dich / Denn sie tregt das Schwert nicht vmb sonst / Sie ist Gottes Dienerin / eine Racherin zur straffe vber den / der böses thut . So seid nu aus not vnterthan / nicht alleine vmb der straffe willen / Sondern auch vmb des Gewissens Weltliche gewalt ist vmb zeitliches Friedes willen / darumb ist das Gewissen aus pflichtiger liebe schüldig / derselbigen vnterthan zu sein . willen . Derhalben müsset jr auch Schos geben Sehet wie gut es ist / schos geben / vnd gehorchen / das jr damit helffet die Frumen schützen / vnd die Bösen straffen / Darumb lassets euch nicht verdriessen . / Denn sie sind Gottes diener / die solchen schutz sollen hand haben . SO gebet nu jederman / was jr schüldig seid / Schos / dem der schos gebürt / Zol / dem der zol gebürt / Furcht / dem die furcht gebürt / Ehre / dem die ehre gebürt . Seid niemand nichts schüldig / denn das jr euch vnternander liebet / Denn wer den andern liebet / der hat das Gesetz erfüllet . Denn das da gesagt ist / Du solt nicht ehebrechen / Du solt nicht tödten / Du solt nicht stelen / Du solt nicht falsch gezeugnis geben / Dich sol nichts gelüsten . Vnd so ein anders Gebot mehr ist / das wird in diesem wort verfasset / Du solt deinen Nehesten lieben / als dich selbs . Die Liebe thut dem Nehesten nichts böses . So ist nu die Liebe des Gesetzes erfüllung . Exod . 20 ; Leu . 19 . VND weil wir solches wissen / nemlich die zeit / das die stunde da ist / auff zu stehen vom Schlaff ( Sintemal vnser Heil jtzt neher ist / denn da wirs gleubten ) Die nacht ist vergangen / der Tag aber her bey komen . So lasset vns ablegen die werck der Finsternis / vnd anlegen die waffen des Liechtes . Lasset vns ehrbarlich wandeln / als am tage / Nicht in fressen vnd sauffen / nicht in kamern vnd vnzucht / nicht in hadder vnd neid / Sondern ziehet an den Herrn Jhesu Christ . Vnd wartet Das ist / martert den Leib nicht vber macht mit vntreglicher Heiligkeit / wachens / fastens / frirens / wie die Heuchler thun . des Leibes / Doch also / das er nicht geil werde . Den Schwachen im glauben nemet auff / vnd verwirret Zweierley Christen sind / Etliche starck im glauben / Etliche schwach . Jene verachten die schwachen allzufrech / Diese ergern sich an den starcken allzu leichtlich . So sollen sie nu beide sich nach der Liebe richten / das keiner den andern beledige noch richte / sondern thun vnd lassen / wie es dem andern nutz vnd not ist . die gewissen nicht . Einer gleubet / er möge allerley essen / Welcher aber schwach ist / der isset Kraut . Welcher isset / der verachte den nicht / der da nicht isset / Vnd welcher nicht isset / der richte den nicht / der da isset / Denn Gott hat jn auffgenomen . Wer bistu / das du einen frembden Knecht richtest ? Er stehet oder fellet seinem Herrn / Er mag aber wol auffgerichtet werden / Denn Gott kan jn wol auffrichten . Ejner helt einen Tag fur den andern / Der ander aber helt alle tage gleich . Ein jglicher sey in seiner meinung gewis Das ist / Er wancke vnd zweiuele nicht in seinem Gewissen / sondern sey sicher / das fur Gott keine sünde sey / Er esse oder esse nicht . . Welcher auff die tage helt / der thuts dem Herrn / Vnd welcher nichts drauff helt / der thuts auch dem Herrn . Welcher isset / der isset dem Herrn / denn er dancket Gott / Welcher nicht isset / der isset dem Herrn nicht / vnd dancket Gott . Denn vnser keiner lebet jm selber / vnd keiner stirbet jm selber . Leben wir / so leben wir dem Herrn / Sterben wir / so sterben wir dem Herrn . Darumb / wir leben oder sterben / so sind wir des Herrn . Denn dazu ist Christus auch gestorben vnd aufferstanden / vnd wider lebendig worden / das er vber Todte vnd Lebendige Herr sey . DV aber / was richtestu deinen Bruder ? Oder du ander / was verachtestu deinen Bruder ? Wir werden alle fur den richtstuel Christi dargestellet werden / Nach dem geschrieben stehet / So war als ich lebe / spricht der HErr / mir So mus Christus rechter Gott sein / weil solches sol fur seinem Richtstuel geschehen . sollen alle Knie gebeuget werden / vnd alle Zungen sollen Gott bekennen . So wird nu ein jglicher fur sich selbs Gotte rechenschafft geben . Darumb lasset vns nicht mehr einer den andern richten / sondern das richtet viel mehr / das niemand seinem Bruder einen anstos oder ergernis darstelle . JCH weis vnd bins gewis / in dem Herrn Jhesu / das nichts gemein Jst eben so viel / als vnrein / Als das da nicht geweihet oder geheiliget ist . ist an jm selbs / On der es rechnet fur gemein / dem selbigen ists gemein . So aber dein Bruder vber deiner Speise betrübet wird / so wandelstu schon nicht nach der liebe . Lieber / verderbe den nicht mit deiner Speise / vmb welches willen Christus gestorben ist . Darumb schaffet / Das ewer Schatz Das Euangelium ist vnser Schatz / Das derselbige verlestert wird / machen die / so der Christlichen freiheit frech brauchen / den Schwachen zum ergernis . nicht verlestert werde . Denn das reich Gottes ist nicht essen vnd trincken / Sondern gerechtigkeit vnd friede / vnd freude in dem heiligen Geiste / Wer darinnen Christo dienet / der ist Gott gefellig / vnd den Menschen werd . Darumb lasset vns dem nachstreben / das zum Friede dienet / vnd was zur Besserung vnternander dienet . Lieber / verstöre nicht vmb der Speise willen Gottes werck . Es ist zwar alles rein / Aber es ist nicht gut / dem / der es isset mit einem anstos seines Gewissens . Es ist viel besser / du essest kein Fleisch / vnd trinckest keinen wein / oder das / dar an sich dein Bruder stösset / oder ergert oder schwach wird . Hastu den glauben / So habe jn bey dir selbs / fur Gott . Selig ist der jm selbs kein Gewissen machet / in dem / das er annimpt . Wer aber darüber zweiuelt / vnd isset doch / Der ist verdampt / Denn es gehet nicht aus dem glauben Mercke / Dis ist ein gemeiner Heubtspruch wider alle werck / on glauben gethan . Vnd hüte dich fur falscher glosen / so hie ertichtet sind von vielen Lerern . . Was aber nicht aus dem glauben gehet / das ist sünde . WJR aber / die wir Starck sind / sollen der Schwachen Dis Ca . redet von den Gebrechlichen am leben / Als die in öffentliche sünde oder feil fallen . Das man die auch tragen vnd nicht verwerffen sol / bis sie stercker werden / Gleich wie das vorige Cap . die schwachen Gewissen leret zu handeln . gebrechligkeit tragen / vnd nicht gefallen an vns selber haben . Es stelle sich aber ein jglicher vnter vns also / das er seinem Nehesten gefalle / zum gut zur besserung . Denn auch Christus nicht an jm selber gefallen hatte / Sondern / wie geschrieben stehet / Die schmache dere / die dich schmehen / sind vber mich gefallen . Was aber vor hin geschrieben ist / das ist vns zur Lere geschrieben / Auff das wir durch gedult vnd trost der Schrifft hoffnung haben . Gott aber der Gedult vnd des Trostes / gebe euch / das jr einerley gesinnet seid vnternander / nach Jhesu Christ / Auff das jr einmütiglich / mit einem munde lobet Gott vnd den Vater vnsers Herrn Jhesu Christi . Darumb nemet euch vnternander auff / Gleich wie euch Christus hat auffgenomen zu Gottes lobe . Psal . 69 . Jch sage aber Summa summarum dieser Epistel . Beide Jüden vnd Heiden sollen selig werden etc . / Das Jhesus Christus sey ein Diener Das ist / Apostel / Prediger / Bote / zu den Jüden / vnd nicht zu den Heiden persönlich gesand . gewesen der Beschneitung / vmb der warheit willen Gottes / zu bestetigen die verheissung den Vetern geschehen / Das die Heiden aber Gott loben / vmb der Barmhertzigkeit willen / Wie geschrieben stehet / Darumb wil ich dich loben vnter den Heiden / vnd deinem Namen singen . Vnd abermal spricht er / Frewet euch jr Heiden mit seinem Volck . Vnd abermal / Lobet den HERRN alle Heiden / vnd preiset jn alle Völcker . Vnd abermal spricht Jsaias / Es wird sein die Wurtzel Jesse / vnd der aufferstehen wird zu herrschen vber die Heiden / auff Den werden die Heiden hoffen . Gott aber der Hoffnung / erfülle euch mit aller freude vnd friede / im Glauben / Das jr völlige hoffnung habt / durch die krafft des heiligen Geistes . Psal . 18 ; Deut . 32 ; Psal . 117 ; Jesa . 11 . JCH weis aber fast wol von euch / lieben Brüder / das jr selber vol gütigkeit seid / erfüllet mit aller Erkentnis / das jr euch vnternander könnet ermanen Das ist / Ob jr meines schreibens nicht bedürffet / so treibet mich doch mein Ampt / das ich von Gottes gnade habe / euch vnd jederman zu leren vnd ermanen . . Jch habs aber dennoch gewagt / vnd euch etwas wollen schreiben / lieben Brüder / euch zu erinnern / vmb der gnade willen / die mir von Gott gegeben ist / Das ich sol ein Diener Christi vnter die Heiden / zu opffern das Euangelium Gottes / Auff das die Heiden ein Opffer werden / Gott angeneme / geheiliget durch den heiligen Geist . Darumb kan ich mich rhümen / in Jhesu Christ / das ich Gott diene Das ist / das ich sein Priester bin . . Denn ich thürste nicht etwas reden / wo dasselbige Christus nicht durch mich wirckete / die Heiden zum gehorsam zu bringen / durch wort vnd werck / durch krafft der Zeichen vnd Wunder / vnd durch krafft des geistes Gottes / Also / das ich von Jerusalem an vnd vmbher bis an Jllyricum / alles mit dem Euangelio Christi erfüllet habe . Vnd mich sonderlich geuliessen / das Euangelium zu predigen / wo Christus name nicht bekand Weil jr zuuor geleret seid / hab ich deste weniger geeilet zu euch / weil sonst raum war / da Christus noch nicht gepredigt war . war / Auff das ich nicht auff einen frembden grund bawete / Sondern wie geschrieben stehet / Welchen nicht ist von jm verkündiget / die sollens sehen / Vnd welche nicht gehöret haben / sollens verstehen . Jesa . 52 . Das ist auch die Sache / darumb ich viel mal verhindert bin zu euch zu komen . Nu ich aber nicht mehr raum habe in diesen Lendern / habe aber verlangen zu euch zu komen / von vielen jaren her / wenn ich reisen werde in Hispanian / wil ich zu euch komen . Denn ich hoffe das ich da durch reisen vnd euch sehen werde / vnd von euch dort hin geleitet werden müge / So doch / das ich zuuor mich ein wenig mit euch ergetze . NV aber fare ich hin gen Jerusalem / den Heiligen zu dienst Merck die Apostolische art / wie höfflich vnd seuberlich suchet S . Paulus diese stewre bey den Römern . . Denn die aus Macedonia / vnd Achaia haben williglich eine gemeine Stewer zusamen gelegt / den armen Heiligen zu Jerusalem / Sie habens williglich gethan / vnd sind auch jre Schüldener . Denn so die Heiden sind jrer geistlichen Güter teilhafftig worden / Jsts billich das sie jnen auch in leiblichen Gütern dienst beweisen . Wenn ich nu solches ausgerichtet / vnd jnen diese Frucht versigelt Das ist / trewlich vnd wol verwaret vberantwortet . habe / wil ich durch euch in Hispanian ziehen . Jch weis aber / wenn ich zu euch kome / das ich mit vollem segen des Euangelij Christi komen werde . Jch ermane euch aber / lieben Brüder durch vnsern Herrn Jhesu Christ vnd durch die liebe des Geistes / Das jr mir helffet kempffen / mit beten fur mich zu Gott / Auff das ich erretet werde von den Vngleubigen in Judea / Vnd das mein Dienst / den ich gen Jerusalem thu / angeneme werde den Heiligen / Auff das ich mit freuden zu euch kome / durch den willen Gottes / vnd mich mit euch erquicke . Der Gott aber des Friedes sey mit euch allen / AMEN . Jch befehl euch vnser Schwester Pheben / welche ist am dienste der Gemeine zu Kenchrea / Das jr sie auffnemet in dem Herrn / wie sichs zimet den Heiligen / Vnd thut jr beystand in allem Gescheffte / darinnen sie ewer bedarff / Denn sie hat auch vielen beystand gethan / auch mir selbs . GRüsset die Priscan vnd den Aquilan / meine gehülffen in Christo Jhesu / welche haben fur mein Leben jre helse dargegeben / Welchen nicht allein ich dancke / sondern alle Gemeine vnter den Heiden / Auch grüsset die Gemeine in jrem Hause . Grüsset Epenetum / meinen liebesten / welcher ist der Erstling vnter den aus Achaia in Christo . Grüsset Mariam / welche viel mühe vnd erbeit mit vns gehabt hat . Grüsset den Andronicum vnd den Junian meine gefreundte / vnd meine Mitgefangene / welche sind berümpte Apostel / vnd fur mir gewesen in Christo . Grüsset Amplian meinen lieben in dem Herrn . Grüsset Vrban vnsern Gehülffen in Christo / vnd Stachyn meinen lieben . Grüsset Apellen den bewerten in Christo . Grüsset die da sind von Aristobuli gesinde . Grüsset Herodionem meinen gefreundten . Grüsset die da sind von Narcissus gesinde / in dem Herrn . Grüsset die Tryphena / vnd die Tryphosa welche in dem Herrn geerbeitet haben . Grüsset die Persida meine liebe / welche in dem Herrn viel geerbeitet hat . Grüsset Ruffum den ausserweleten in dem Herrn / vnd seine vnd meine Mutter . Grüsset Asyncritum vnd Phlegonten / Herman / Patroban / Hermen / vnd die Brüder bey jnen . Grüsset Philologum vnd die Julian / Nereum vnd seine Schwester / vnd Olympan / vnd alle Heiligen bey jnen . Grüsset euch vnternander mit dem heiligen Kus . Es grüssen euch die gemeinen Christi . JCH ermane aber euch / lieben Brüder / Das jr auffsehet / auff die da Zurtrennung vnd Ergernis anrichten / neben der Lere / die jr gelernet habt / vnd weichet von denselbigen Das ist wider allerley Menschenlere gesagt . . Denn solche dienen nicht dem Herrn Jhesu Christo / sondern jrem Bauche / Vnd durch süsse wort vnd prechtige Rede / verfüren sie die vnschüldigen Hertzen . Denn ewer gehorsam ist vnter jederman auskomen . Derhalben frewe ich mich vber euch . Jch wil aber / das jr weise seid auffs gute / aber einfeltig auffs böse . Aber der Gott des friedes zutrette den Satan vnter ewre Füsse in kürtzen . Die gnade vnsers Herrn Jhesu Christi sey mit euch . ES grüssen euch Timotheus mein gehülffe / vnd Lucius / vnd Jason / vnd Sosipater / meine gefreundten . Jch Tertius grüsse euch / der ich diesen Brieff geschrieben habe / in dem Herrn . Es grüsset euch Gaius / mein vnd der gantzen Gemeine wirt Es grüsset euch Erastus der stad Rendmeister / vnd Quartus der Bruder . Die Gnade vnsers Herrn Jhesu Christi sey mit euch allen / AMEN . Dem aber / der euch stercken kan / lauts meines Euangelij vnd predigt von Jhesu Christ / Durch welche das Geheimnis offenbaret ist / das von der Welt her verschwiegen gewesen ist / Nu aber offenbaret / auch kund gemacht durch der Propheten schrifft / aus befelh des ewigen Gottes / den gehorsam des glaubens auffzurichten / vnter allen Heiden / Demselbigen Gott / der alleine weise ist / sey Ehre / durch Jhesu Christ / in ewigkeit / AMEN . An die Römer . Gesand von Corintho / durch Pheben / die am Dienst war der gemeine zu Kenchrea . </passage></reply></GetPassage>