<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:46</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:46</urn><passage>Paulus beruffen zum Apostel Jhesu Christi / Durch den willen Gottes / vnd bruder Sosthenes . Der gemeine Gottes zu Corinthen / den geheiligten in Christo Jhesu / den beruffenen Heiligen / Sampt allen denen / die anruffen den Namen vnsers Herrn Jhesu Christi / an allen jren vnd vnsern Orten . Gnade sey mit euch vnd Friede / Von Gott vnserm Vater / vnd dem Herrn Jhesu Christo . Jch dancke meinem Gott alle zeit ewer halben / fur die gnade Gottes / die euch gegeben ist in Christo Jhesu / Das jr seid durch jn an allen stücken reich gemacht / an aller Lere / vnd in aller Erkentnis . Wie denn die predigt von Christo in euch krefftig worden ist / Also / das jr keinen mangel habt an jrgent einer Gaben / Vnd wartet nur auff die offenbarung vnsers Herrn Jhesu Christi / welcher auch wird euch fest behalten bis ans ende / Das jr vnstrefflich seid auff den tag vnsers Herrn Jhesu Christi . Denn Gott ist trew / durch welchen jr beruffen seid zur gemeinschafft Das ist / Jr seid Miterben vnd Mitgenossen aller güter Christi . seines Sons Jhesu Christi vnsers Herrn . Jch ermane euch aber / lieben brüder / durch den Namen vnsers Herrn Jhesu Christi / das jr allzumal einerley Rede füret / vnd lasset nicht Spaltung vnter euch sein / Sondern haltet fest an einander Das jr euch nicht lasset trennen . in einem sinne / vnd in einerley meinung . Denn mir ist furkomen / lieben Brüder / durch die aus Cloes gesinde / von euch / Das Zanck vnter euch sey . Jch sage aber dauon / Das vnter euch einer spricht / Jch bin Paulisch / Der ander / Jch bin Apollisch / Der dritte / Jch bin Kephisch / Der vierde / Jch bin Christisch . Wie ? Jst Christus nu zertrennet ? Jst denn Paulus fur euch gecreutziget ? Oder seid jr in Paulus namen getaufft ? JCH dancke Gott / das ich niemand vnter euch getaufft habe / on Chrispum vnd Gaium / Das nicht jemand sagen möge / Jch hette auff meinen namen getaufft . Jch habe aber auch getaufft des Stephana hausgesinde / Darnach weis ich nicht / ob ich etliche ander getaufft habe . Denn Christus hat mich nicht gesand zu teuffen / sondern das Euangelium zu predigen / Nicht mit klugen worten / Auff das nicht das Creutz Christi zunicht werde . Denn das wort vom Creutz ist eine torheit / denen / die verloren werden / Vns aber / die wir selig werden / ists eine Gottes krafft . Denn es stehet geschrieben / Jch wil vmbbringen die weisheit der Weisen / vnd den verstand der Verstendigen / wil ich verwerffen . Wo sind die Klugen ? Wo sind die Schrifftgelerten ? Wo sind die Welt weisen ? Hat nicht Gott die weisheit dieser Welt zur torheit gemacht ? Jesa . 29 ; Jesa . 33 . Denn die weil die Welt / durch jre weisheit / Gott in seiner weisheit nicht erkandte / Gefiel es Gott wol / durch törichte Predigte selig zu machen / die / so dar an gleuben . Sintemal die Jüden Zeichen foddern / vnd die Griechen nach Weisheit fragen . Wir aber predigen den gecreutzigten Christ / Den Jüden eine Ergernis / Vnd den Griechen eine Torheit / Denen aber die beruffen sind / beide Jüden vnd Griechen / predigen wir Christum / göttliche Krafft vnd göttliche Weisheit . Denn die göttliche Torheit Göttliche torheit vnd schwacheit ist das Euangelium / das fur den Klugen nerrisch / fur den Heiligen ketzerisch / Aber fur den Christen mechtig vnd weise ist . ist weiser denn die Menschen sind / vnd die göttliche Schwacheit ist stercker denn die Menschen sind . Sehet an / lieben Brüder / ewren beruff / Nicht viel Weisen nach dem fleisch / nicht viel Gewaltige / nicht viel Edle sind beruffen / Sondern was Töricht fur der welt / das hat Gott erwelet / Das er die Weisen zuschanden machet . Vnd was Schwach ist fur der welt / das hat Gott erwelet / Das er zuschanden machet was Starck ist / Vnd das Vnedle fur der welt / vnd das verachte hat Gott erwelet / vnd das da nichts ist / Das er zunicht machet / was etwas ist / Auff das sich fur jm kein Fleisch rhüme . Von welchem auch jr her kompt in Christo Jhesu / Welcher vns gemacht ist von Gott zur Weisheit / vnd zur Gerechtigkeit / vnd zur Heiligung / vnd zur Erlösung . Auff das ( wie geschrieben stehet ) Wer sich rhümet / der rhüme sich des HERRN . Jere . 9 . VND ich lieben Brüder / da ich zu euch kam / kam ich nicht mit hohen worten oder hoher weisheit / euch zu verkündigen die göttliche predigt . Denn ich hielt mich nicht dafur / das ich etwas wüste vnter euch / On allein Jhesum Christum / den gecreutzigeten . Vnd ich war bey euch / mit schwacheit / vnd mit furcht / vnd mit grossem zittern / Vnd mein wort vnd meine predigt war nicht in vernünfftigen Reden menschlicher weisheit / Sondern in beweisung des Geists vnd der krafft / Auff das ewer glaube bestehe Darumb können Menschenlere nicht ein grund des Gewissens oder Glaubens sein . / nicht auff Menschen weisheit / sondern auff Gottes krafft . Gal . 6 . DA wir aber von reden / das ist dennoch weisheit / bey den Volkomen / Nicht eine weisheit dieser Welt / auch nicht der Obersten dieser welt / welche vergehen / Sondern wir reden von der heimlichen verborgenen Denn es ligt vnter der torheit vnd dem Creutz verborgen / vnd scheinet nicht in ehren vnd reichthum . weisheit Gottes / welche Gott verordnet hat vor der welt / zu vnser herrligkeit / Welche keiner von den Obersten dieser welt erkand hat / Denn wo sie die erkand hetten / hetten sie den Herrn der Herrligkeit nicht gecreutziget . Sondern wie geschrieben stehet / Das kein Auge gesehen hat / vnd kein Ohre gehöret hat / vnd in keines Menschen hertz komen ist / das Gott bereitet hat / denen / die jn lieben . Jesa . 64 . Vns aber hat es Gott offenbaret durch seinen Geist / Denn der Geist erforschet alle ding / auch die tieffe der Gottheit . Denn welcher Mensch weis / was im menschen ist / on der geist des menschen / der in jm ist ? Also auch / niemand weis / was in Gott ist / on der geist Gottes . Wir aber haben nicht empfangen den Geist der welt / sondern den Geist aus Gott / das wir wissen können / was vns von Gott gegeben ist / Welchs wir auch reden / nicht mit worten / welche menschliche weisheit leren kan / Sondern mit worten / die der heilige Geist leret / vnd richten geistliche sachen geistlich . Der natürliche Der natürliche Mensch ist / wie er außer der gnaden ist / mit aller vernunfft / kunst / sinnen vnd vermü gen / auch auffs beste geschickt . Mensch aber vernimpt nichts vom geist Gottes / Es ist jm eine torheit / vnd kan es nicht erkennen / Denn es mus geistlich gerichtet sein . Der Geistliche aber richtet ( Richter ) Verstehet / fület / findet / ist gewis / etc . welchs die Vernunfft nicht vermag / weis auch nichts / was glaube oder Euangelium ist . Hie hat S . Paulus das Bapstum vnd alle Secten verdampt . alles / vnd wird von niemand gerichtet . Denn wer hat des HERRN sinn erkand ? Oder wer wil jn vnterweisen ? Wir aber haben Christus sinn . Jesa . 40 . VND ich / lieben Brüder / kund nicht mit euch reden / als mit Geistlichen / sondern als mit Fleischlichen / wie mit jungen Kindern in Christo . Milch hab ich euch zu trincken gegeben / vnd nicht speise / Denn jr kundtet noch nicht / Auch künd jr noch itzt nicht / die weil jr noch fleischlich seid . Denn sintemal eiuer vnd zanck vnd zwitracht vnter euch sind / Seid jr denn nicht fleischliche / vnd wandelt nach menschlicher weise ? Denn so einer saget / Jch bin Paulisch / Der ander aber / Jch bin Apollisch / seid jr denn nicht fleischlich ? Wer ist nu Paulus ? Wer ist Apollo ? Diener sind sie / durch welche jr seid gleubig worden / vnd dasselbige / wie der Herr einem jglichen gegeben hat . Jch habe gepflantzet / Apollo hat begossen / Aber Gott hat das gedeien gegeben . So ist nu weder der da pflantzet / noch der da begeusset etwas / sondern Gott der das gedeien gibt . Der aber pflantzet / vnd der da begeusset / ist einer wie der ander . Ein jglicher aber wird seinen Lohn empfahen / nach seiner erbeit . Denn wir sind Gottes gehülffen / Jr seid Gottes ackerwerck / vnd Gottes gebew . Jch von Gottes gnaden / die mir gegeben ist / hab den Grund gelegt / als ein weiser Bawmeister / Ein ander bawet darauff . Ein jglicher aber sehe zu / wie er darauff bawe . Ejnen andern Grund kan zwar niemand legen / ausser dem / der gelegt ist / welcher ist Jhesus Christ . So aber jemand auff diesen Grund bawet / Gold / silber Das ist von predigen vnd leren gesagt / die zu des glaubens besserung oder gringerung geleret werden . Nu bestehet keine lere im sterben / Jüngsten tag vnd allen nöten / es wird verzeret / Es sey denn lauter Gottes wort / Das befindet sich alles im Gewissen wol . / eddelsteine / Holtz / hew / stoppeln / So wird eines jglichen werck offenbar werden / Der tag wirds klar machen / Denn es wird durchs fewer offenbar werden / vnd welcherley eines jglichen werck sey / wird das fewr beweren . Wird jemands werck bleiben / das er dar auff gebawet hat / so wird er Lohn empfahen . Wird aber jemands werck verbrennen / So wird ers schaden leiden / Er selbs aber wird selig werden / So doch / als durchs fewer . Wjsset jr nicht / das jr Gottes tempel seid / vnd der geist Gottes in euch wonet ? So jemand den tempel Gottes verderbet / Den wird Gott verderben . Denn der tempel Gottes ist heilig / der seid jr . Niemand betriege sich selbs . Welcher sich vnter euch düncket Weise sein / der werde ein Narr in dieser welt / das er möge weise sein . Denn dieser welt weisheit ist torheit bey Gott . Denn es stehet geschrieben / Die Weisen erhaschet er in jrer klugheit . Vnd aber mal / Der HERR weis der Weisen gedancken / das sie eitel sind . Darumb rhüme sie niemand eines Menschen . Es ist alles ewer Darumb hat kein Mensch macht vber die Christen gesetz zu machen / die Gewissen zu binden . / es sey Paulus oder Apollo / es sey Kephas oder die Welt / es sey das Leben oder der Tod / es sey das gegenwertige oder das zukünfftige / alles ist ewr / Jr aber seid Christi / Christus ist aber Gottes . 2 . Cor . 6 ; Job . 5 ; Psal . 94 . DA fur halte vns jederman / nemlich fur Christus Diener / vnd Haushalter vber Gottes geheimnis Das ist das Euangelium / darinnen die Göttlichen güter verborgen / vns furgetragen werden . . Nu suchet man nicht mehr an den Haushaltern / denn das sie trew erfunden werden . Mir aber ists ein geringes / das ich von euch gerichtet werde / oder von einem menschlichen Tage / Auch richte ich mich selbs nicht . Jch bin wol nichts mir bewust / Aber darinne bin ich nicht gerechtfertiget / Der Herr ists aber / der mich richtet . Darumb richtet nicht vor der zeit / bis der Herr kome / welcher auch wird ans liecht bringen / was im finstern verborgen ist / vnd den rat der hertzen offenbaren / Als denn wird einem jglichen von Gott lob widerfaren . Solches aber / lieben Brüder / habe ich auff mich vnd Apollo gedeutet / vmb ewern willen / Das jr an vns lernet / das niemand höher von sich halte / denn jtzt geschrieben ist / Auff das sich nicht einer wider den andern vmb jemands willen auffblase . Denn wer hat dich furgezogen ? Was hastu aber / das du nicht empfangen hast ? So du es aber empfangen hast / was rhümestu dich denn / als der es nicht empfangen hette ? Jr seid schon Sat worden / Jr seid schon Reich Jronia / Er spottet jr / vnd meinet das widerspiel . worden / Jr herrschet on vns / Vnd wolte Gott jr herrschetet / Auff das auch wir mit euch herrschen möchten . JCH halte aber / Gott habe vns Apostel fur die allergeringsten dargestellet / als dem Tode vbergeben . Denn wir sind ein Schawspiel worden der Welt / vnd den Engeln / vnd den Menschen . Wir sind Narren vmb Christus willen / Jr aber seid klug in Christo . Wir schwach / Jr aber starck . Jr herrlich / Wir aber verachtet . Bis auff diese stund leiden wir hunger vnd durst / vnd sind nacket / vnd werden geschlagen / vnd haben keine gewisse Stete / vnd erbeiten vnd wircken mit vnsern eigen henden . Man schilt vns / so segen wir / Man verfolget vns / So dulden wirs / Man lestert vns / So flehen wir / Wir sind stets als ein Fluch der welt / vnd ein Fegopffer aller Leute Fluch auff Griechisch / Katharma / Fegopffer / Peripsema / Latinisch piaculum / hies ein Mensch / der ein solche böse that begangen hatte / das man meinet / Gott würde Land vnd Leute darumb verfluchen vnd verderben . Darumb wenn sie denselbigen abtheten / meineten sie / sie hetten den Fluch weggethan / vnd das Land gereiniget . Solcher Fluch war der Prophet Jonas / da er ins Meer geworffen ward / Zu weilen namen sie auch einen vnschuldigen menschen / wenn so grosse Plage im Lande war / vnd meineten / sie fegeten das Land von solcher Plage mit solchem Tod oder Opffer / wurffen jn ins meer / vnd sprachen / Du seiest vnser Fegopffer / das wird genesen vnd erlöset werden . Also meinet die welt / das die Apostel vnd des Euangelij Prediger / die ergesten vnd schedlichsten Leute auff Erden seien / Wenn sie der los were / so stünde es wol / vnd weren alles vnglücks vnd Fluchs los / hetten da mit Gott grossen Dienst gethan / Joh . xvj . . Njcht schreibe ich solches / das ich euch bescheme / Sondern ich vermane euch / als meine lieben Kinder . Denn ob jr gleich zehen tausent Zuchtmeister hettet / in Christo / So habt jr doch nicht viel Veter / Denn ich habe euch gezeuget in Christo Jhesu / durchs Euangelium . Darumb ermane ich euch / seid meine Nachfolger . Aus derselben vrsache habe ich Timotheum zu euch gesand / welcher ist mein lieber vnd getrewer Son in dem Herrn / das er euch erinnere meiner Wege / die da in Christo sind / Gleich wie ich an allen enden / in allen Gemeinen lere . ES blehen sich etliche auff / als würde ich nicht zu euch komen . Jch wil aber gar kürztlich zu euch komen / so der Herr wil / vnd erlernen / nicht die wort der auffgeblasenen / sondern die krafft . Denn das reich Gottes stehet nicht in worten / sondern in krafft . Was wolt jr ? Sol ich mit der Ruten zu euch komen oder mit Liebe vnd sanfftmütigem Geist ? ES gehet ein gemein geschrey / Das Hurerey vnter euch ist / vnd eine solche hurerey / da auch die Heiden nicht von zu sagen wissen / Das einer seines Vaters weib habe . Vnd jr seid auffgeblasen / vnd habt nicht viel mehr leide getragen / Auff das / der das werck gethan hat / von euch gethan würde . Jch zwar / als der ich mit dem Leibe nicht da bin / doch mit dem Geist gegenwertig / habe schon als gegenwertig beschlossen / vber den / der solchs also gethan hat / in dem Namen vnsers Herrn Jhesu Christi / in ewer versamlung mit meinem Geist / vnd mit der krafft vnsers Herrn Jhesu Christi / jn zu vbergeben dem Satan / zum verderben des Fleisches / Auff das der Geist selig werde am tage des Herrn Jhesu . Ewer rhum ist nicht fein . Wisset jr nicht das ein wenig Sawrteig den gantzen Teig versauret ? Darumb feget den alten Sawrteig aus / Auff das jr ein newer Teig Es ist noch vbrige sünde in den Heiligen / die aus zufegen ist / Darumb spricht er / Jr seid vngeseurt / das ist heilig . Aber schaffet / das jr alles aus feget / vnd gantz rein / ein gantz newer Teig werdet . seid / gleich wie jr vngesewert seid . Denn wir haben auch ein Osterlamb / das ist Christus / fur vns geopffert . Darumb lasset vns Ostern halten / nicht im alten Saurteig / auch nicht im Saurteig der bosheit vnd schalckheit Sondern in dem Süsteig der lauterkeit vnd der warheit . JCH habe euch geschrieben / in dem Brieue / Das jr nichts solt zuschaffen haben mit den Hurern / Das meine ich gar nicht von den Hurern in dieser welt / oder von den Geitzigen / oder von den Reubern / oder von den Abgöttischen / Sonst müstet jr die welt reumen Wer nicht vnter bösen Leuten sein wolte / der muste die gantze Welt meiden . Darumb wil er / Das man böse Christen meiden solle / das sie nicht den namen füren / oder sich bessern müssen . Denn die Vnchristen haben den namen nicht . . Nu aber habe ich euch geschrieben / jr solt nichts mit jnen zu schaffen haben / nemlich / So jemand ist / der sich lesset einen bruder nennen / vnd ist ein Hurer / oder ein Geitziger / oder ein Abgöttischer / oder ein Lesterer / oder ein Trunckenbold / oder ein Reuber / Mit dem selbigen solt jr auch nicht essen . Denn was gehen mich die draussen an / das ich sie solt richten ? Richtet jr nicht / die da hinnen sind ? Gott aber wird die draussen sind / richten . Thut von euch selbs hin aus / wer da böse ist . Wje thar jemand vnter euch / so er einen Handel hat mit einem andern / haddern fur den Vnrechten / vnd nicht fur den Heiligen ? Wisset jr nicht / das die Heiligen die welt richten werden ? So denn nu die Welt sol von euch gerichtet werden / Seid jr denn nicht gut gnug / geringer sachen zu richten ? Wisset jr nicht / das wir vber die Engel richten werden ? Wie viel mehr vber die zeitliche Güter . Jr aber / wenn jr vber zeitlichen gütern sachen habt / So nemet jr die / so bey der Gemeine veracht Das sind die Heiden / die man nicht lesst mit den Christen zu Christlichen sachen / als Sacrament etc . sind / vnd setzet sie zu Richter . Evch zur schande mus ich das sagen . Jst so gar kein Weiser vnter euch ? oder doch nicht einer / der da künde richten zwischen Bruder vnd bruder ? Sondern ein Bruder mit dem andern haddert / Da zu fur den vngleubigen . Es ist schon ein Feil vnter euch / das jr mit einander rechtet . Warumb lasset jr euch nicht viel lieber vnrecht thun ? Warumb lasset jr euch nicht viel lieber verforteilen ? Sondern jr thut vnrecht / vnd verforteilet / vnd solches an den Brüdern . Wjsset jr nicht / Das die vngerechten werden das reich Gottes nicht ererben ? Lasset euch nicht verfüren / Weder die Hurer / noch die Abgöttischen / noch die Ehebrecher / noch die Weichlingen / noch die Knabenschender / noch die Diebe / noch die Geitzigen / noch die Trunckenbold / noch die Lesterer / noch die Reuber / werden das reich Gottes ererben . Vnd solche sind ewr etlich gewesen / Aber jr seid abgewaschen / jr seid geheiliget / jr seid gerecht worden / durch den namen des Herrn Jhesu / vnd durch den geist vnsers Gottes . JCH hab es alles macht / Es fromet aber nicht alles . Jch hab es alles macht / Es sol mich aber nichts gefangen nemen . Die Speise dem bauche / vnd der Bauch der speise / Aber Gott wird diesen vnd jene hinrichten . Der Leib aber nicht der Hurerey / sondern dem Herrn / vnd der Herr dem leibe . Gott aber hat den Herrn aufferwecket / vnd wird vns auch auff erwecken / durch seine krafft . Wisset jr nicht / das ewre leibe Christi glieder sind ? Solt ich nu die glieder Christi nemen / vnd Hurenglieder draus machen ? Das sey ferne . Oder wisset jr nicht / das / wer an der Huren hanget / der ist ein Leib mit jr ? Denn sie werden ( spricht er ) zwey in einem Fleische sein . Wer aber dem Herrn anhanget / der ist ein Geist Wie jene ein Fleisch sind . mit jm . Gen . 2 . Fliehet die Hurerey . Alle sünde die der Mensch thut / sind ausser seinem Leibe / Wer aber huret / der sündiget an seinem eigen Leibe . Oder wisset jr nicht das ewer leib ein Tempel des heiligen Geistes ist / der in euch ist / welchen jr habt von Gott / vnd seid nicht ewer selbs ? Denn jr seid thewer erkaufft . Darumb so preiset Gott an ewrem Leibe / vnd in ewrem geist / welche sind Gottes . 2 . Cor . 6 . Von dem jr aber mir geschrieben habt / antworte ich / Es ist dem Menschen gut / das er kein weib berüre / Aber vmb der Hurerey willen / habe ein jglicher sein eigen Weib / vnd eine jgliche haben jren eigen Man . Der Man leiste dem Weibe die schüldige Freundschafft / Desselbigen gleichen das Weib dem Manne . Das Weib ist jres Leibs nicht mechtig / sondern der Man . Desselbigen gleichen / der Man ist seines Leibs nicht mechtig / sondern das Weib . Entziehe sich nicht eins dem andern / Es sey denn aus beider bewilligung / eine zeitlang / das jr zum fasten vnd beten musse habt / Vnd komet widerumb zusamen / auff das euch der Satan nicht versüche / vmb ewer vnkeuscheit willen . Solchs sage ich aber aus vergunst / vnd nicht aus Gebot . Jch wolte aber lieber / alle Menschen weren wie ich bin . Aber ein jglicher hat seine eigene gabe von Gott / Einer sonst / der ander so . Jch sage zwar den Ledigen vnd Widwen / Es ist jnen gut / wenn sie auch bleiben wie ich . So sie aber sich nicht enthalten / so las sie freien / Es ist besser freien / denn brunst leiden . Den Ehelichen aber gebiete / nicht ich / sondern der Herr / Das das Weib sich nicht scheide von dem Manne . So sie sich aber scheidet / das sie on Ehe bleibe / oder sich mit dem Manne versüne Kein vrsach scheidet Man vnd Weib on der Ehebruch / Matth . 19 Darumb in andern zorns sachen / müssen sie entweder eines werden / Oder on Ehe bleiben / wo sie sich darüber scheiden . / Vnd das der Man das Weib nicht von sich lasse . Den andern aber / sage ich / nicht der Herr / So ein Bruder ein vngleubig Weib hat / vnd dieselbige lesset es jr gefallen / bey jm zu wonen / der scheide sich nicht von jr . Vnd so ein Weib einen vngleubigen Man hat / vnd er lesset es jm gefallen / bey jr zu wonen / die scheide sich nicht von jm . Denn der vngleubige Man ist geheiliget Gleich wie den reinen ist alles rein / Tit . j . Also ist einem Christen ein vnchristlich Gemahl auch rein / das er von sünde bey jm sein mag / vnd die Kinder nicht zu verwerffen / als vnrein / die er nicht leiden solle oder müge . Denn Ehe vnd Kinder sorge bleibet recht / es sey Heidnisch oder Christisch . durchs Weib / Vnd das vngleubige Weib wird geheiliget durch den man / Sonst weren ewre Kinder vnrein / nu aber sind sie heilig . So aber der Vngleubige sich scheidet / so las jn sich scheiden / Es ist der Bruder oder die Schwester nicht gefangen in solchen fellen / Jm friede aber hat vns Gott beruffen . Was weissestu aber / du Weib / ob du den Man werdest selig machen ? Oder du Man / was weissestu ob du das Weib werdest selig machen ? Doch wie einem jglichen Gott hat ausgeteilet . EJN jglicher / wie jn der Herr beruffen hat / also wandele er / vnd also schaffe ichs in allen Gemeinen . Jst jemand beschnitten beruffen / der zeuge keine Vorhaut . Jst jemand beruffen in der Vorhaut Das ist / Niemand dringe darauff / das Vorhaut oder Beschneitung not sey / sondern lasse es beides on not vnd frey sein jeder man . / der lasse sich nicht beschneiten . Die Beschneitung ist nichts / vnd die Vorhaut ist nichts / Sondern Gottes gebot halten . Ein jglicher bleibe in dem ruff / darinnen er beruffen ist . Bistu ein Knecht beruffen / sorge dir nicht / Doch kanstu Frey werden / so brauche des viel lieber . Denn wer ein Knecht beruffen ist in dem Herrn / der ist ein Gefreiter des Herrn . Desselbigen gleichen / wer ein Freier beruffen ist / der ist ein knecht Christi . Jr seid thewer erkaufft / werdet nicht der Menschen knechte . Ein jglicher / lieben Brüder / worinnen er beruffen ist darinnen bleibe er bey Gott . Von den Jungfrawen aber / hab ich kein gebot des Herrn / Jch sage aber meine meinung / als ich barmhertzigkeit erlanget habe von dem Herrn / trew zu sein . So meine ich nu / solchs sey gut / vmb der gegenwertigen Not willen / das es dem Menschen gut sey / also zu sein . Bistu an ein Weib gebunden / so suche nicht los zu werden / Bistu aber los vom Weibe / so suche kein weib . So du aber freiest / sündigestu nicht / Vnd so eine Jungfraw freiet / sündiget sie nicht . Doch werden solche leibliche Trübsal haben . Jch verschonet aber ewr gerne . Das sage ich aber / lieben Brüder / die zeit ist kurtz / Weiter ist das die meinung / Die da Weiber haben / das sie seien / als hetten sie keine / Vnd die da weinen / als weineten sie nicht / Vnd die sich frewen / als freweten sie sich nicht / Vnd die da keuffen / als besessen sie es nicht / Vnd die dieser Welt brauchen / das sie derselbigen nicht missbrauchen / Denn das wesen in dieser Welt vergehet . JCH wolte aber / das jr on sorge weret . Wer ledig ist / der sorget was den Herrn angehöret / wie er dem Herrn gefalle . Wer aber freiet / der sorget was die Welt angehöret / wie er dem Weibe gefalle . Es ist ein vnterscheid / zwischen eim Weibe vnd eine Jungfraw . Welche nicht freiet / die sorget was den Herrn angehöret / das sie heilig sey / beide am Leibe vnd auch am Geist . Die aber freiet / die sorget was die Welt angehört / wie sie dem Manne gefalle . Solchs aber sage ich zu ewrem nutz Das jr erwelet hierin / was euch das beste ist . / nicht das ich euch einen Strick Paulus wil niemand die Ehe verbieten / wie jtzt durch Gesetz vnd Gelübd geschieht bey Pfaffen / Mönchen vnd Nonnen . an den hals werffe / Sondern dazu / das es fein ist / vnd jr stets vnd vnuerhindert dem Herrn dienen könnet . SO aber jemand sich lesset düncken / Es wölle sich nicht schicken mit seiner Jungfrawen / weil sie eben wol manbar ist / vnd es wil nicht anders sein / So thue er was er wil / er sündiget nicht / er lasse sie freien . Wenn einer aber jm fest furnimpt / weil er vngezwungen ist / vnd seinen freien willen Das ist / Das sie dar ein willige . Vngezwungen ist er / denn es zwinget jn Gottes gebot nicht dazu . hat / vnd beschleusst solches in seinem hertzen / seine Jungfraw also bleiben zu lassen / der thut wol . Endlich / welcher verheiratet / der thut wol / Welcher aber nicht verheiratet / der thut besser Nicht das er fur Gott damit höher werde / fur welchem allein der glaube hebet / sondern wie er droben sagt das er des Gottes warten kan in diesem Leben . . Ejn Weib ist gebunden an das Gesetz / so lange jr Man lebet / So aber jr man entschlefft / ist sie frey / sich zu verheiraten / welchem sie wil / allein / das es in dem Herrn geschehe . Seliger ist sie aber / wo sie also bleibet / nach meiner meinung / Jch halte aber / ich habe auch den geist Gottes . Rom . 7 . Von dem Götzenopffer aber wissen wir / Denn wir haben alle das wissen Er spottet jr . . Das wissen bleset auff Hie fehet er an die Liebe zu preisen gegen den Schwachgleubigen . / Aber die liebe bessert . So aber sich jemand düncken lesst / er wisse etwas / der weis noch nichts / wie er wissen sol . So aber jemand Gott liebet / derselbige ist von jm erkand . So wissen wir nu von der speise des Götzenopffers / das ein Götz nichts in der welt sey / Vnd das kein ander Gott sey / on der einige . Vnd wiewol es sind die Götter genennet werden / se sey im Himel oder auff Erden ( Sintemal es sind viel Götter vnd viel Herrn ) So haben wir doch nur einen Gott / den Vater / von welchem alle ding sind / vnd wir jn jm / vnd einen Herrn Jhesu Christ / durch welchen alle ding sind / vnd wir durch jn . ES hat aber nicht jederman das wissen / Denn etliche machen jnen noch ein gewissen vber dem Götzen / vnd essens fur Götzenopffer / Da mit wird jr Gewissen / weil es so schwach ist / beflecket . Aber die Speise fordert vns fur Gott nicht . Essen wir / so werden wir darumb nicht besser sein / Essen wir nicht / so werden wir darumb nichts weniger sein . Sehet aber zu / das diese ewre Freiheit nicht gerate zu einem anstos der Schwachen . Denn so dich ( der du das Erkentnis hast ) jemand sehe zu Tische sitzen im Götzenhause / wird nicht sein Gewissen / die weil er schwach ist / verursachet / das Götzenopffer zu essen ? Vnd wird also vber deinem Erkentnis der schwache Bruder vmbkomen / vmb welches willen doch Christus gestorben ist . Wenn jr aber also sündiget an den Brüdern / vnd schlahet jr schwaches Gewissen / so sündiget jr an Christo . Darumb / so die Speise meinen Bruder ergert / wolte ich nimer mehr Fleisch essen / auff das ich meinen Bruder nicht ergerte . Bjn ich nicht ein Apostel ? Bin ich nicht frey ? Hab ich nicht vnsern Herrn Jhesum Christum gesehen ? Seid nicht jr mein werck in dem Herrn ? Bin ich andern nicht ein Apostel / so bin ich doch ewer Apostel / Denn das Siegel meines Apostelampts seid jr / in dem Herrn . Wenn man mich fraget / so antworte ich also / Haben wir nicht macht zu essen vnd zu trincken ? Haben wir nicht auch macht / eine Schwester zum Weibe mit vmbher zu füren ? wie die andern Apostel / vnd des Herrn Brüder vnd Kephas ? Oder haben alleine ich vnd Barnabas nicht macht solchs zu thun ? Welcher reiset jemals auff seinen eigen Sold ? Welcher pflantzet einen Weinberg / vnd isset nicht von seiner Frucht ? Oder welcher weidet eine Herd vnd isset nicht von der milch der Herden ? Rede ich aber solches auff Menschen weise ? Saget nicht solches das Gesetz auch ? Denn im gesetz Mosi stehet geschrieben / Du solt dem Ochsen nicht das Maul verbinden / der da dreschet . Sorget Gott sorget fur alle ding / Aber er sorget nicht / das fur die Ochsen geschrieben werde / denn sie kön nen nicht lesen . Gott fur die ochsen ? Oder saget ers nicht aller dinge vmb vnser willen ? Denn es ist ja vmb vnsern willen geschrieben / Denn der da pflüget / sol auff hoffnung pflügen / vnd der da dreschet / sol auff hoffnung dreschen / das er seiner hoffnung teilhafftig werde . Deut . 25 . SO wir euch das Geistliche seen / Jsts ein gros ding / ob wir ewer Leibliches erndten ? So aber andere dieser macht an euch teilhafftig sind / Warumb nicht viel mehr wir ? Aber wir haben solcher macht nicht gebraucht Sihe der Apostel verschonet fast der schwacheit an den andern / das er auch alles des sich enthelt / da er macht / als ein Apostel / da zu auch der andern Apostel exempel / dazu hat . / sondern wir vertragen allerley / das wir nicht dem Euangelio Christi eine hindernis machen . Wisset jr nicht / das die da opffern / essen vom Opffer ? Vnd die des Altars pflegen / geniessen des altars ? Also hat auch der Herr befolhen / Das die das Euangelium verkündigen / sollen sich vom Euangelio neeren . Jch aber habe der keines gebrauchet . Matt . 10 . JCH schreibe auch nicht darumb dauon / das mit mir also solte gehalten werden / Es were mir lieber ich stürbe / denn das mir jemand meinen Rhum solte zunicht machen . Denn das ich das Euangelium predige / darff ich mich nicht rhümen / denn ich mus es thun / Vnd wehe mir / wenn ich das Euangelium nicht predigete . Thue ichs gerne / so wird mir gelohnet / Thu ichs aber vngerne / so ist mir das Ampt doch befolhen . Was ist denn nu mein Lohn S . Paulus wil nicht rhümen sein predigen / denn das ist er schüldig / Sondern das er vmb sonst predige on Sold / das helt er fur ein sonderlich lohn vnd rhum . ? Nemlich / das ich predige das Euangelium Christi / vnd thu dasselbige frey vmb sonst / auff das ich nicht meiner Freiheit misbrauche am Euangelio . Denn wiewol ich frey bin von jederman / hab ich doch mich selbs jederman zum Knechte gemacht / auff das ich jrer viel gewinne . Den Jüden bin ich worden als ein Jüde / auff das ich die Jüden gewinne . Denen die vnter dem Gesetz sind / bin ich worden als vnter dem Gesetz / auff das ich die so vnter dem Gesetz sind gewinne . Denen die on Gesetz sind / bin ich als on Gesetz worden / ( So ich doch nicht on Gesetz bin fur Gott / sondern bin in dem gesetz Christi ) Auff das ich die / so on Gesetz sind / gewinne . Den Schwachen bin ich worden als ein Schwacher / auff das ich die schwachen gewinne . Jch bin jederman allerley worden / auff das ich allenthalben ja etliche selig mache . Solches aber thu ich vmb des Euangelij willen / auff das ich sein teilhafftig werde . Wjsset jr nicht / das die / so in den Schrancken lauffen / die lauffen alle / Aber einer erlanget das Kleinod . Lauffet nu also / das jr es ergreiffet . Ein jglicher aber der da kempffet / enthelt sich alles dinges / Jene also / das sie eine vergengliche Krone empfahen / Wir aber eine vnuergengliche . Jch lauffe aber also / nicht als auffs vngewisse Gleich wie ein Kempffer / der zur seiten neben ausleufft / des Ziels mus feilen / vnd der da fichtet vnd Feilstreiche thut / der schlehet vergeblich in die lufft . Also gehet es allen / die fast viel gute werck on glauben thun Denn sie sind vngewis / wie sie mit Gott dran sind / darumb sind es eitel Feilleuffe / Feilstreiche vnd Feilwerck . . Jch fechte also / nicht als der in die Lufft streichet / Sondern ich beteube meinen Leib / vnd zeme jn / Das ich nicht den andern predige / vnd selbs verwerfflich werde . JCH wil euch aber / lieben Brüder / nicht verhalten / Das vnser Veter sind alle vnter der Wolcken gewesen / Vnd sind alle durchs Meer gegangen / vnd sind alle vnter Mosen getaufft / mit der Wolcken / vnd mit dem Meer / Vnd haben alle einerley geistliche Speise gessen / vnd haben alle einerley geistlichen Tranck getruncken / Sie truncken aber von dem geistlichen Fels / der mit folget / welcher war Christus . Aber an jr vielen hatte Gott keinen wolgefallen / Denn sie sind nidergeschlagen in der Wüsten . Exod . 17 Das ist aber vns zum Furbilde geschehen / das wir nicht vns gelüsten lassen des Bösen / Gleich wie jene gelüstet hat . Werdet auch nicht Abgöttische / Gleich wie jener etliche worden / Als geschrieben stehet / Das Volck satzte sich nider zu essen vnd zu trincken / vnd stund auff zu spielen . Auch lasset vns nicht Hurerey treiben / Wie etliche vnter jnen hurerey trieben / Vnd fielen auff einen tag drey vnd zwenzig tausent . Lasset vns aber auch Christum nicht versuchen / Wie etliche von jnen jn versuchten / Vnd wurden von den Schlangen vmbbracht . Murret auch nicht / Gleich wie jener etliche murreten / Vnd wurden vmbbracht durch den Verderber . Exod . 32 ; Num . 25 ; Num . 21 ; Num . 14 ; Solches alles widerfur jnen / zum Furbilde / Es ist aber geschrieben / vns zur warnung / auff welche das ende der Welt komen ist . Darumb Darumb verachte keiner den andern wie starck oder schwach er sey / Wer weis wie lange er selbst bleibet . / wer sich lesset düncken / Er stehe / Mag wol zusehen / das er nicht falle . Es hat euch noch keine / denn menschliche Versuchung betretten . Aber Gott ist getrew / der euch nicht lesset versuchen / vber ewer vermögen / Sondern machet / das die Versuchung so ein ende gewinne / das jrs künd ertragen . Darumb meine Liebesten fliehet von dem Götzendienst . ALS mit den Klugen rede ich / richtet jr / was ich sage / Der gesegnete Kelch / welchen wir segenen / Jst der nicht die gemeinschafft des bluts Christi ? Das Brot das wir brechen / Jst das nicht die gemeinschafft des leibes Christi ? Denn ein Brot ists / so sind wir viel ein Leib / die weil wir alle eines Brots teilhafftig sind . Sehet an den Jsrael nach dem Fleisch / welche die Opffer essen / Sind die nicht in der gemeinschafft des Altars ? Was sol ich denn nu sagen ? Sol ich sagen / das der Götze etwas sey ? Oder das das Götzenopffer etwas sey ? Aber ich sage / das die Heiden / was sie opffern / das opffern sie den Teufeln / vnd nicht Gotte . Nu wil ich nicht / das jr in der Teufel gemeinschafft sein solt . Jr künd nicht zu gleich trincken des Herrn kelch / vnd der Teufel kelch . Jr künd nicht zu gleich teilhafftig sein des Herrn tisches / vnd der Teufels tisches . Oder wollen wir den Herrn trotzen ? Sind wir stercker denn er ? Jch hab es zwar alles macht / Aber es fromet nicht alles / Jch hab es alles macht / Aber es bessert nicht alles . Niemand suche was sein ist / sondern ein jglicher was des andern ist . Alles was feil ist auff dem Fleischmarckt / das esset / vnd forschet nichts / Auff das jr des Gewissens verschonet . Denn die Erde ist des HERRN Christus ist Herr vnd frey / Also auch alle Christen in allen dingen . / vnd was drinnen ist . So aber jemand von den Vngleubigen euch ladet / vnd jr wolt hin gehen / So esset alles was euch furgetragen wird / vnd forschet nicht / auff das jr des gewissens verschonet . Wo aber jemand würde zu euch sagen / das ist Götzenopffer / So esset nicht / vmb des willen / der es anzeiget / auff das jr des gewissens verschonet ( Die Erde ist des HERRN vnd was drinnen ist ) Jch sage aber vom gewissen / nicht dein selbs / sondern des andern . Denn warumb solte ich meine Freiheit lassen vrteilen Er mag mich vrteilen / aber mein Gewissen sol darumb vngeurteilet vnd vngefangen sein / ob ich jm eusserlich weiche zu dienst . / von eines andern gewissen ? Denn so ichs mit dancksagung geniesse / Was solte ich denn verlestert werden vber dem da fur ich dancke ? Psal . 24 . Jr esset nu oder trincket / oder was jr thut / so thut es alles zu Gottes ehre . Seid nicht ergerlich weder den Jüden / noch den Griechen / noch der gemeine Gottes . Gleich wie ich auch jederman in allerley mich gefellig mache / vnd süche nicht was mir / sondern was vielen fromet / das sie selig werden . Seid meine Nachfolger / gleich wie ich Christi . JCH lobe euch / lieben Brüder / das jr an mich gedencket in allen stücken / vnd haltet die Weise / gleich wie ich euch gegeben habe . Jch lasse euch aber wissen / Das Christus ist eines jglichen Mannes heubt / Der Man aber ist des Weibes heubt / Gott aber ist Christus heubt . Ein jglicher Man / der da betet oder weissaget / vnd hat etwas auff dem Heubt / der schendet sein heubt . Ein Weib aber / das da betet oder weissaget mit vnbdecktem Heubt die schendet jr heubt / Denn es ist eben so viel / als were sie beschoren . Wil sie sich bedecken / so schneite man jr auch das Har abe . Nu es aber vbel stehet / das ein Weib verschnitten Har habe / oder beschoren sey / So lasset sie das Heubt bedecken . Der Man aber sol das Heubt nicht bedecken / sintemal er ist Gottes bilde vnd ehre / Das Weib aber ist des mannes ehre . Denn der Man ist nicht vom weibe / sondern das Weib ist vom manne . Vnd der Man ist nicht geschaffen vmb des weibes willen / sondern das Weib vmb des mannes willen . Darumb sol das weib eine Macht Das ist der schleier oder decke / dabey man mercke / das sie vnter des Mannes macht sey / Gen . 3 auff dem Heubt haben / vmb der Engel willen . Doch ist weder der Man on das Weib / noch das weib on den man / in dem Herrn . Denn wie das weib von dem manne / Also kompt auch der man durchs weib / Aber alles von Gott . Gen . 2 . Rjchtet bey euch selbs / Obs wol stehet / das ein weib vnbedecket fur Gott bete . Oder leret euch auch nicht die Natur / das einem Man eine vnehre ist / so er lange har zeuget / Vnd dem weibe eine ehre / so sie lange har zeuget ? Das har ist jr zur decke gegeben . Jst aber jemand vnter euch / der lust zu zancken hat / der wisse / das wir solche weise nicht haben / Die gemeinen Gottes auch nicht . JCH mus aber dis befelhen / Jch kans nicht loben / das jr nicht auff besser weise / sondern auff erger weise / zusamen komet . Zum ersten / wenn jr zusamen kompt in der Gemeine / höre ich / Es seien Spaltung vnter euch / vnd zum teil gleube ichs . Denn es müssen Rotten vnter euch sein / Auff das die / so rechtschaffen sind / offenbar vnter euch werden . Wenn jr nu zusamen komet / so helt man da nicht des Herrn Abendmal . Denn so man das Abendmal halten sol / nimpt ein jglicher sein eigens vor hin / Vnd einer ist hungerig / der ander ist truncken . Habt jr aber nicht Heuser / da jr essen vnd trincken müget ? Oder verachtet jr die gemeine Gottes / vnd beschemet die so da nichts haben ? Was sol ich euch sagen ? Sol ich euch loben ? Hierinnen lobe ich euch nicht . JCH habe es von dem Herrn empfangen / das ich euch gegeben habe / Denn der Herr Jhesus / in der nacht da er verrhaten ward / nam er das Brot / dancket / vnd brachs / vnd sprach / Nemet / esset / das ist mein Leib / der fur euch gebrochen wird / Solchs thut zu meinem Gedechtnis . Desselbigen gleichen auch den Kelch / nach dem Abendmal / vnd sprach / Dieser Kelch ist das newe Testament in meinem Blut / Solchs thut / so offt jrs trincket / zu meinem Gedechtnis . Mat . 26 ; Mar . 14 ; Luc . 22 . Denn so offt jr von diesem Brot esset / vnd von diesem Kelch trincket / solt jr des Herrn tod verkündigen / bis das er kompt . Welcher nu vnwirdig von diesem Brot isset / oder von dem Kelch des Herrn trincket / der ist schüldig an dem Leib vnd Blut des Herrn . Der Mensch prüfe Das ist / Ein jglicher sehe zu / wie er gleube in diesem Abendmal / was vnd wo zu ers empfahe . aber sich selbs / vnd also esse er von diesem Brot / vnd trincke von diesem Kelch . Denn welcher vnwirdig isset vnd trincket / der isset vnd trincket im selber das Gerichte / da mit das er nicht vnterscheidet Der Christus Leichnam handelt vnd da mit vmb gehet als achtet ers nicht mehr / denn ander Speise . den Leib des Herrn . Darumb sind auch also viel Schwachen vnd Krancken vnter euch / vnd ein gut teil schlaffen . Denn so wir vns selber richteten / so würden wir nicht gerichtet . Wenn wir aber gerichtet werden / so werden wir von dem Herrn gezüchtiget / Auff das wir nicht sampt der Welt verdampt werden . Darumb / meine lieben Brüder / wenn jr zusamen komet zu essen / so harre einer des andern . Hungert aber jemand / der esse da heimen / Auff das jr nicht zum Gerichte zusamen kompt . Das ander wil ich ordenen / wenn ich kome . VON den geistlichen Gaben aber / wil ich euch / lieben Brüder / nicht verhalten . Jr wisset das jr Heiden Das ist / da jr Heiden waret / wustet jr nichts / weder von Christo / noch von dem heiligen Geist . Nun aber soltet jr des Geistes gaben wissen / on welchen niemand Christum erkennet / sondern viel mehr verflucht . seid gewesen / vnd hin gegangen / zu den stummen Götzen / wie jr gefürt wurdet . Darumb thu ich euch kund / Das niemand Jhesum verfluchet / der durch den geist Gottes redet . Vnd niemand kan Jhesum einen Herrn heissen / on durch den heiligen Geist . ES sind mancherley Es ist in allen Christen ein Geist / weisheit / erkentnis / glaube / krafft etc . Aber solches gegen ander vben vnd beweisen / ist nicht jedermans / Sondern / von weisheit reden / die da leren Gott erkennen . Von erkentnis reden / die da leren eusserlich wesen vnd Christliche Feiheit . Glaube beweisen die jn öffentlich bekennen mit worten vnd wercken / als die Marterer . Geister vnterscheiden die da prüfen die Propheceien vnd Leren . Gaben / aber es ist ein Geist . Vnd es sind mancherley Empter / aber es ist ein Herr . Vnd es sind mancherley Krefften / aber es ist ein Gott / der da wircket alles in allen . Jn einem jglichen erzeigen sich die gaben des Geists / zum gemeinen nutz . Einem wird gegeben durch den Geist zu reden von der Weisheit / Dem andern wird gegeben zu reden von der Erkentnis / nach dem selbigen Geist . Einem andern der Glaube / in dem selbigen Geist . Einem andern die Gabe gesund zu machen / in dem selbigen Geist . Einem andern Wunder zu thun . Einem andern Weissagung . Einem andern Geister zu vnterscheiden . Einem andern mancherley sprachen . Einem andern die sprachen auszulegen . Dis aber alles wircket derselbige einige Geist / vnd teilet einem jglichen seines zu / nach dem er wil . Denn gleich wie ein Leib ist / vnd hat doch viel Glieder / alle glieder aber eines Leibes / wiewol jr viel sind / sind sie doch ein leib / Also auch Christus . Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leibe getaufft / wir seien Jüden oder Griechen / Knechte oder Freien / Vnd sind alle zu einem Geist getrencket Wir trinken einerley Sacrament das wir auch einerley Geist empfahen / gleich wie wir einerley Tauffe empfahen / das wir ein Leib seien . . Denn auch der Leib ist nicht ein glied / sondern viele . So aber der Fus spreche / Jch bin kein Hand / darumb bin ich des leibes glied nicht / Solt er vmb des willen nicht des leibes glied sein ? Vnd so das Ohre sprech / Jch bin kein Auge / darumb bin ich nicht des leibes glied / Solt es vmb des willen nicht des leibes glied sein ? Wenn der gantze leib Auge were / Wo bliebe das gehöre ? So er gantz das gehöre were / Wo bliebe der geruch ? Nu aber hat Gott die glieder gesetzt / ein jgliches sonderlich am Leibe / wie er gewolt hat . So aber alle glieder ein glied weren / wo bliebe der Leib ? Nu aber sind der glieder viel / aber der Leib ist einer . ES kan das Auge nicht sagen zu der Hand / Jch darff dein nicht . Oder widerumb das Heubt zu den Füssen / Jch darff ewer nicht . Sondern viel mehr / die glieder des Leibes / die vns düncken die schwechsten sein / sind die nötigsten / vnd die vns düncken die vnehrlichsten sein / denselbigen legen wir am meisten Ehre an . Vnd die vns vbel anstehen / die schmücket man am meisten / Denn die vns wol anstehen / die bedürffens nicht . Aber Gott hat den Leib also vermenget / vnd dem dürfftigen Glied am meisten Ehre gegeben / Auff das nicht eine spaltung im Leibe sey / sondern die glieder fur einander gleich sorgen . Vnd so ein glied leidet / So leiden alle glieder mit / Vnd so ein glied wird herrlich gehalten / So frewen sich alle glieder mit . JR seid aber der Leib Christi vnd Glieder / ein jglicher nach seinem teil . Vnd Gott hat gesetzet in der Gemeine / auffs erst die Apostel / auffs ander die Propheten / auffs dritte die Lerer / darnach die Wundertheter / darnach die Gaben gesund zu machen / Helffer / Regierer / mancherley Sprachen . Sind sie alle Apostel ? Sind sie alle Propheten ? Sind sie alle Lerer ? Sind sie alle Wundertheter ? Haben sie alle Gaben gesund zu machen ? Reden sie alle mit mancherley Sprachen ? Können sie alle auslegen ? Strebt aber nach den besten Gaben / Vnd ich wil euch noch einen köstlichern weg zeigen . Ephe . 5 . Wenn ich mit Menschen vnd mit Engel zungen redet / vnd hette der Liebe nicht / So were ich ein donend Ertz oder eine klingende Schelle . Vnd wenn ich weissagen kündte / vnd wüste alle Geheimnis / vnd alle Erkentnis / vnd hette allen Glauben Wiewol allein der Glaube gerecht machet / als S . Paulus allenthalben treibet / Doch wo die Liebe nicht folget / were der glaube gewislich nicht recht / ob er gleich Wunder thete . / also / das ich Berge versetzte / vnd hette der Liebe nicht / So were ich nichts . Vnd wenn ich alle meine Habe den Armen gebe / vnd liesse meinen Leib brennen / vnd hette der Liebe nicht / So were mirs nichts nütze . Dje Liebe ist langmütig vnd freundlich / die liebe eiuert nicht / die liebe treibt nicht mutwillen / sie blehet sich nicht / sie stellet nicht vngeberdig Wie die zornigen störrigen / vngedültigen Köpffe thun . / sie süchet nicht das jre / sie lesset sich nicht erbittern / sie tracht nicht nach schaden / sie frewet sich nicht der vngerechtigkeit / sie frewet sich aber der warheit / Sie vertreget alles / sie gleubet alles / sie hoffet alles / sie duldet alles . Die Liebe wird nicht müde Das ist / Sie lesst nicht abe guts zu thun / man thue jr lieb oder leid / Sondern helt fest an mit wolthun / vnd wird nicht anders . / Es müssen auffhören die Weissagungen / vnd auffhören die Sprachen / vnd das Erkentnis wird auch auffhören . Denn vnser wissen ist stückwerck Wiewol wir im glauben alles haben / vnd erkennen was Gott ist / vnd vns gibt / So ist doch dasselbige erkennen noch stückwerck / vnd vnuolkomen gegen der zukünfftigen klarheit . / vnd vnser Weissagen ist stückwerck . Wenn aber komen wird das volkomen / so wird das stückwerck auffhören . Da ich ein Kind war / da redet ich wie ein kind / vnd war klug wie ein kind / vnd hatte kindische anschlege . Da ich aber ein Man ward / that ich abe was kindisch war . Wir sehen jtzt durch einen Spiegel in einem tunckeln wort / Denn aber von angesicht zu angesichte . Jtzt erkenne ichs stücksweise / Denn aber werde ich erkennen gleich wie ich erkennet bin . Nu aber bleibt Glaube / Hoffnung / Liebe / diese drey / Aber die Liebe ist die grössest Liebe macht nicht gerecht / sondern der glaube / Ro . j . Weil aber glaube vnd hoffnung gegen Gott handeln vnd nur gutes empfahen / dazu auffhören müssen / Die Liebe aber gegen dem Nehesten handelt / vnd nur gutes thut / da zu ewig bleibet / ist sie grösser / das ist weiter / thettiger vnd warhafftiger . vnter jnen . Strebet nach der Liebe / Vleissiget euch der geistlichen Gaben / Am meisten aber / das jr weissagen möget . Denn der mit der Zungen redet / der redet nicht den Menschen / sondern Gotte / Denn jm höret niemand zu / Jm geist aber redet er die geheimnis . Wer aber weissaget / der redet den Menschen zur besserung / vnd zur ermanung / vnd zur tröstung . Wer mit der Zungen redet Mit zungen reden ist Psalmen oder Propheten in der Gemeinde lesen oder singen / vnd sie nicht auslegen wiewol sie der Leser verstehet . Weissagen ist den sinn von Gott nemen / vnd andern geben mögen . Auslegen / ist den sinn andern furgeben . Also meinet S . Paulus / mit zungen reden / bessert die Gemeine nicht / Weissagen aber vnd auslegen bessert die Gemeine . Jm Geist / heisset bey jm selber . / der bessert sich selbs / Wer aber weissaget / der bessert die Gemeine . Jch wolt / das jr alle mit Zungen reden kündtet / Aber viel mehr / das jr weissagetet . Denn der da weissaget / ist grösser denn der mit Zungen redet / Es sey denn / das ers auch auslege / das die Gemeine dauon gebessert werde . NV aber / lieben Brüder / wenn ich zu euch keme / vnd redet mit Zungen / was were ich euch nütze ? so ich nicht mit euch redet / entweder durch Offenbarung / oder durch Erkentnis / oder durch Weissagung / oder durch Lere ? Helt sichs doch auch also in den dingen / die da lauten / vnd doch nicht leben . Es sey eine Pfeiffe oder eine Harffe / wenn sie nicht vnterschiedliche stimme von sich geben / wie kan man wissen / was gepfiffen oder geharffet ist ? Vnd so die Posaune einen vndeutlichen dohn gibt / Wer wil sich zum streit rüsten ? Also auch jr / wenn jr mit Zungen redet / so jr nicht eine deutliche rede gebet / Wie kan man wissen / was geredt ist ? Denn jr werdet in den wind reden . Zwar es ist mancherley art der stimme in der Welt / vnd der selbigen ist doch keine vndeutlich . So ich nu nicht weis der stimme deutunge / werde ich Vndeudsch sein dem / der da redet / vnd der da redet / wird mir Vndeudsch sein . Also auch jr / sintemal jr euch vleissiget der geistlichen Gaben trachtet darnach / das jr die Gemeine bessert / auff das jr alles reichlich habt . Darumb / welcher mit Zungen redet / der bete also / das ers auch auslege . So ich aber mit Zungen bete / so betet mein Geist / Aber mein Sinn bringet niemand frucht . Wie sol es aber denn sein ? nemlich / also / Jch wil beten mit dem Geist / vnd wil beten auch im Sinn . Jch wil Psalmen singen im geist / vnd wil auch Psalmen singen mit dem sinn Mit dem sinn reden / ist eben so viel / als auslegen vnd den sinn den andern verkleren . Aber im Geist reden / ist den sinn selbs verstehen / vnd nicht auslegen . . Wenn du aber segenest im geist / Wie sol der / so an stat des Leien stehet / Amen sagen / auff deine Dancksagung / sintemal er nicht weis / was du sagest ? Du dancksagest wol fein / Aber der ander wird nicht dauon gebessert . Jch dancke meinem Gott / das ich mehr mit Zungen rede / denn jr alle . Aber ich wil in der Gemeine lieber fünff wort reden / mit meinem Sinn Das ist / Den sinn mit predigen auslegen . / auff das ich auch andere vnterweise / denn sonst zehen tausent wort mit zungen . Ljeben Brüder / werdet nicht Kinder an dem verstentnis / sondern an der bosheit seid kinder / an dem verstentnis aber seid volkomen . Jm Gesetz stehet geschrieben / Jch wil mit andern Zungen vnd mit andern Lippen reden zu diesem Volck / vnd sie werden mich auch also nicht hören / spricht der HERR . Darumb / so sind die zungen zum Zeichen Durch mancherley zungen werden die vngleubigen zum glauben bekeret / wie durch andere zeichen vnd wunder . Aber durch weissagung werden die gleubigen gebessert vnd gestercket / als durch zeichen / daran sie jren glauben prüfen vnd erfaren / das er recht sey . / nicht den gleubigen / sondern den vngleubigen / Die weissagung aber nicht den vngleubigen / sondern den gleubigen . Jesa . 28 . Wenn nu die gantze Gemeine zusamen keme an einen ort / vnd redeten alle mit Zungen / Es kemen aber hin ein Leien oder Vngleubige / würden sie nicht sagen / Jr weret vnsinnig ? So sie aber alle weissageten / vnd keme denn ein Vngleubiger oder Leie hin ein / der würde von denselbigen allen gestraffet / vnd von allen gerichtet / Vnd also würde das verborgen seines Hertzen offenbar / vnd er würde also fallen auff sein angesichte / Gott anbeten / vnd bekennen / das Gott warhafftig in euch sey . Wje ist jm denn nu / lieben Brüder ? Wenn jr zusamen komet / so hat ein jglicher Psalmen / er hat eine lere / er hat Zungen / er hat offenbarung / er hat Auslegung / Lasset es alles geschehen zu besserung . So jemand mit der Zungen redet / oder zween / oder auffs meiste drey / eins vms ander / so lege es einer aus . Jst er aber nicht ein Ausleger / so schweige er vnter der Gemeine / rede aber jm selber vnd Gotte . Die Weissager aber lasset reden / zween oder drey / vnd die andern lasset richten . So aber eine Offenbarung geschicht einem andern der da sitzt / so schweige der erste . Jr kündet wol alle weissagen / einer nach dem andern / Auff das sie alle lernen / vnd alle ermanet werden / Vnd die Geister der Propheten sind den Propheten vnterthan Etliche meinen weil sie den verstand vnd des Geists gaben haben / sollen sie niemand weichen noch schweigen / daraus denn Secten vnd zwitracht folgen . Aber S . Paulus spricht hie / Sie sollen vnd mügen wol weichen / Sintemal die gaben des Geistes in jrer macht stehen / jr nicht zu brauchen wider die einigkeit / das sie nicht sagen dürffen / Der Geist treibe vnd zwinge sie . . Denn Gott ist nicht ein Gott der vnordnung / sondern des Friedes / wie in allen gemeinen der Heiligen . 1 . Tim . 2 ; Gen . 3 . Ewer Weiber lasset schweigen vnter der Gemeine / Denn es sol jnen nicht zugelassen werden / das sie reden / sondern vntherthan sein / Wie auch das Gesetz saget . Wollen sie aber etwas lernen / so lasset sie da heim jre Menner fragen . Es stehet den Weibern vbel an / vnter der Gemeine reden . Oder ist das wort Gottes von euch auskomen ? Oder ists allein zu euch komen ? So sich jemand lesst düncken / er sey ein Prophet / oder geistlich / der erkenne / was ich euch schreibe / Denn es sind des Herrn gebot . Jst aber jemand vnwissend / Der sey vnwissend . Darumb lieben Brüder / vleissiget euch des weissagen / vnd weret nicht mit Zungen zu reden . Lassets alles ehrlich vnd ördentlich zugehen . JCH erinnere euch aber / lieben Brüder / des Euangelij / das ich euch verkündiget hab / Welchs jr auch angenomen habt / in welchem jr auch stehet / durch welches jr auch selig werdet / Welcher gestalt ich es euch verkündiget habe / so jrs behalten habt / Es were denn / das jrs vmb sonst gegleubet hettet . Denn ich habe euch zu forderst gegeben / welches ich auch empfangen habe / Das Christs gestorben sey / fur vnser sünde / nach der Schrifft Denn fur der vernunfft ausser der Schrifft ist alles thörlich zu hören . / Vnd das er begraben sey / Vnd das er aufferstanden sey am dritten tage nach der Schrifft . Vnd das er gesehen worden ist von Cephas / Darnach von den Zwelffen . Darnach ist er gesehen worden von mehr denn fünffhundert Brüdern auff ein mal / der noch viel leben / etliche aber sind entschlaffen . Darnach ist er gesehen worden von Jacobo / Darnach von allen Aposteln . AM letzten nach allen / ist er auch von mir / als einer vnzeitigen Geburt / gesehen worden . Denn ich bin der geringste vnter den Aposteln / als der ich nicht werd bin / das ich ein Apostel heisse / Darumb das ich die gemeine Gottes verfolget habe . Aber von Gottes gnaden bin ich / das ich bin / vnd seine gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen / Sondern ich habe viel mehr geerbeitet denn sie alle / Nicht aber ich / sondern Gottes gnade / die in mir ist . Es sey nu ich oder jene / also predigen wir / vnd also habt jr gegleubet . SO aber Christus geprediget wird / das er sey von den Todten aufferstanden / Wie sagen denn etliche vnter euch / Die aufferstehung der Todten sey nichts ? Jst aber die aufferstehung der Todten nichts / So ist auch Christus nicht aufferstanden . Jst aber Christus nicht aufferstanden / So ist vnser Predigt vergeblich / So ist auch ewer glaube vergeblich . Wir würden auch erfunden falsche Zeugen Gottes / das wir wider Gott gezeuget hetten / Er hette Christum aufferwecket / den er nicht aufferweckt hette / Sintemal die Todten nicht aufferstehen . Denn so die Todten nicht aufferstehen / So ist Christus auch nicht aufferstanden . Jst Christus aber nicht aufferstanden / So ist ewer glaube eitel / So seid jr noch in ewren sünden / So sind auch die / so in Christo entschlaffen sind verloren / Hoffen wir allein in diesem Leben auff Christum / So sind wir die elendesten vnter allen Menschen . NV aber ist Christus aufferstanden von den Todten / vnd der Erstling worden vnter denen / die da schlaffen . Sintemal durch einen Menschen der Tod / Vnd durch einen Menschen die aufferstehung der Todten kompt . Denn gleich wie sie in Adam alle sterben / Also werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden . Ein jglicher aber in seiner ordnung / Der erstling Christus / darnach die Christum angehören / wenn er komen wird . Darnach das ende / wenn er das reich Gott vnd dem Vater vberantworten wird / Wenn er auffheben wird alle Herrschafft / vnd alle Oberkeit vnd Gewalt . Er mus aber herrschen / bis das er alle seine Feinde vnter seine Füsse lege . Der letzte Feind / der auffgehaben wird / ist der Tod / Denn er hat jm alles vnter seine Füsse gethan . Wenn er aber saget / das es alles vnterthan sey / ists offenbar / das ausgenomen ist / der jm alles vnterthan hat . Wenn aber alles jm vnterthan sein wird / als denn wird auch der Son selbs vnterthan sein / dem / der jm alles vnterthan hat / Auff das Gott sey alles in allen . Psal . 110 ; Psal . 8 . Was machen sonst / die sich teuffen lassen vber den Todten Die aufferstehung zu bestercken / liessen sich die Christen teuffen / vber den Todten grebern / vnd deuten auff dieselbigen / Das eben dieselbigen würden aufferstehen . / So aller dinge die todten nicht aufferstehen ? Was lassen sie sich teuffen vber den Todten ? Vnd was stehen wir alle stunde in der fahr ? Bey vnserm rhum / den ich habe in Christo Jhesu vnserm Herrn / Jch sterbe teglich . Hab ich menschlicher meinung zu Epheso mit den wilden Thieren gefochten ? Was hilfft michs / so die Todten nicht aufferstehen ? Lasset vns essen vnd trincken / Denn morgen sind wir tod . Lasset euch nicht verfüren / Böse Geschwetze Das ist / böse Geselschafft / da offt gar ergerliche wort gefallen / wider den Glauben / vnd verderben gute Gewissen . verderben gute sitten . Wachet recht auff / vnd sündiget nicht / Denn etliche wissen nichts von Gott / Das sage ich euch zur schande . Jesa . 22 . Mochte aber jemand sagen / Wie werden die Todten aufferstehen ? vnd mit welcherley Leibe werden sie komen ? Du Narr / das du seest / wird nicht lebendig / es sterbe denn . Vnd das du seest / ist ja nicht der Leib / der werden sol / Sondern ein blos Korn / nemlich / Weitzen oder der andern eines . 3ott aber gibt jm einen Leib / wie er wil / vnd einem jglichen von dem Samen seinen eigen Leib . Njcht ist alles Fleisch einerley fleisch / Sondern ein ander fleisch ist der Menschen / ein anders des Viehs / ein anders der Fische / ein anders der Vogel . Vnd es sind himlische Cörper vnd jrdische Cörper . Aber eine ander Herrligkeit haben die Himlischen / vnd eine ander die Jrdischen . Ein ander klarheit hat die Sonne / ein ander klarheit hat der Mond / ein ander klarheit haben die Sterne / Denn ein Stern vbertrifft den andern / nach der klarheit . Also auch die aufferstehung der Todten . ES wird geseet verweslich / Vnd wird aufferstehen vnuerweslich . Es wird geseet in vnehre / Vnd wird aufferstehen in herrligkeit . Es wird geseet in schwacheit / vnd wird aufferstehen in krafft . Es wird geseet ein natürlicher Leib Natürlicher Leib ist / der isset / trincket / schlefft / dewet / zu vnd abnimpt / Kinder zeuget etc . Geistlich / der solches keines darff / vnd doch ein warer Leib vom Geist lebendig ist wie man aus Gen . 2 verstehen kan . / Vnd wird aufferstehen ein geistlicher Leib . Hat man einen natürlichen Leib / so hat man auch einen geistlichen Leib / Wie es geschrieben stehet / Der erste mensch Adam ist gemacht ins natürliche Leben / Vnd der letzte Adam ins geistliche Leben . Aber der geistliche Leib ist nicht der erste / Sondern der natürliche / darnach der geistliche . Der erste Mensch ist von der erden vnd jrdisch / Der ander Mensch ist der Herr vom Himel . Welcherley der irdische ist / solcherley sind auch die jrdischen / Vnd welcherley der Himlische ist / Solcherley sind auch die himlischen . Vnd wie wir getragen haben das Bilde des Jrdischen / Also werden wir auch tragen das Bilde des Himlischen . Dauon sage ich aber / lieben Brüder / Das fleisch vnd blut nicht können das reich Gottes ererben / Auch wird das verwesliche nicht erben das vnuerwesliche . Gen . 2 . Sjhe / Jch sage euch ein Geheimnis . Wir werden nicht alle entschlaffen / Wir werden aber alle verwandelt werden / vnd dasselb plötzlich in einem Augenblick / zur zeit der letzten Posaunen . Denn es wird die Posaune schallen / vnd die Todten werden aufferstehen vnuerweslich / Vnd wir werden verwandelt werden . Denn dis verwesliche mus anziehen das vnuerwesliche / vnd dis sterbliche mus anziehen die vnsterblichkeit . Wenn aber dis verweslich wird anziehen das vnuerwesliche / vnd dis sterbliche wird anziehen die vnsterblichkeit / Denn wird erfüllet werden das wort / das geschrieben stehet / Der Tod ist verschlungen in dem Sieg Das ist / Der Tod ligt darnider vnd hat nu keine macht mehr / Sondern das Leben ligt oben / vnd spricht / Hie gewonnen / Wo bistu nu Tod etc . . Tod / wo ist deine Stachel ? / Helle / wo ist dein Sieg ? Aber der Stachel des Todtes ist die Sünde . Die Krafft aber der Sünde ist das Gesetz . Gott aber sey danck / der vns den Sieg gegeben hat / Durch vnsern Herrn Jhesum Christum . Jesa . 25 . Darumb / meine lieben Brüder / seid feste / vnbeweglich / vnd nemet jmer zu in dem werck des Herrn / Sintemal jr wisset / das ewer Erbeit nicht vergeblich ist / in dem Herrn . Von der Stewre aber / die den Heiligen geschicht / Wie ich den Gemeinen in Galatia befolhen habe / Also thut auch jr . Auff ja der Sabbather einen / lege bey sich selbs ein jglicher vnter euch / vnd samle was jn gut dünckt / Auff das nicht / wenn ich kome / denn allererst die Stewre zusamlen sey . Wenn ich aber darkomen bin / welche jr durch Brieue da fur ansehet / die wil ich senden / das sie hin bringen ewre Wolthat gen Jerusalem . So es aber werd ist / das ich auch hin reise / sollen sie mit mir reisen . Jch wil aber zu euch komen / wenn ich durch Macedonian ziehe / Denn durch Macedonian werde ich ziehen / Bey euch aber werde ich vieleicht bleiben oder auch wintern / Auff das jr mich geleitet / wo ich hin ziehen werde . Jch wil euch jtzt nicht sehen im fur vberziehen / Denn ich hoffe ich wölle etliche zeit bey euch bleiben / so es der Herr zulesset . Jch werde aber zu Epheso bleiben / bis auff Pfingsten / Denn mir ist eine grosse Thür Grosse thür auffgethan / meinet er das viel Zuhörer da sind / als gehe das Euangelium mit gewalt zum Thor ein / vnd sie vleissig am Euangelio hangen / so es zu Jerusalem kaum ein Fenster oder Riss fand . auffgethan / vnd sie sind vleissig / vnd sind viel Widerwertiger da . SO Timotheus kompt / So sehet zu / das er on furcht bey euch sey / denn er treibet auch das werck des Herrn / wie ich . Das jn nu nicht jemand verachte / Geleitet jn aber im friede / das er zu mir kome / Denn ich warte sein mit den Brüdern . Von Apollo dem Bruder aber ( wisset ) das ich jn seer viel ermanet habe / das er zu euch keme mit den Brüdern / Vnd es war aller dinge sein wille nicht / das er jtzt keme / Er wird aber komen / wenn es jm gelegen sein wird . Wachet / stehet im glauben / seid menlich / vnd seid starck / Alle ewer ding lasset in der Liebe geschehen . Jch ermane euch aber / lieben Brüder / Jr kennet das haus Stephana / das sie sind die Erstlinge in Achaia / vnd haben sich selbs verordnet / zum dienst den Heiligen / Auff das auch jr solchen vnterthan seiet / vnd allen die mitwircken vnd erbeiten . Jch frewe mich vber der zukunfft Stephana vnd Fortunati / vnd Achaici / Denn wo ich ewer mangel hatte / das haben sie erstattet / Sie haben erquickt meinen vnd ewern geist / Erkennet / die solche sind . ES grüssen euch die Gemeinen in Asia . Es grüsset euch seer in dem Herrn Aquilas vnd Priscilla / sampt der gemeine in jrem Hause . Es grüssen euch alle Brüder . Grüsset euch vnternander mit dem heiligen Kus . Jch Paulus grüsse euch mit meiner Hand . So jemand den Herrn Jhesu Christ nicht lieb hat / der sey Anathema Maharam Motha Bann auff deudsch / Anathema / auff Griechisch / Maharam / auff Ebreisch / ist ein ding . Moth aber heisset tod . Wil nu S . Paulus sagen / Wer Christum nicht liebet / der ist verbannet zum tode . Vide Leu . 6 . Die gnade des Herrn Jhesu Christi sey mit euch . Meine liebe sey mit euch allen in Christo Jhesu / AMEN . - Die erste Epistel an die Corinther . Gesand von Philippen / durch Stephanum vnd Fortunatum / vnd Achaicum vnd Timotheum . </passage></reply></GetPassage>