<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:58</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:58</urn><passage>Nach dem vor zeiten Gott manchmal / vnd mancherley weise geredt hat zu den Vetern durch die Propheten / Hat er am letzten in diesen tagen zu vns geredt / durch den Son / welchen er gesetzt hat / zum Erben vber alles / Durch welchen er auch die Welt gemacht hat / Welcher / sintemal er ist der Glantz seiner Herrligkeit / vnd das Ebenbilde seines wesens / vnd tregt alle ding mit seinem krefftigen Wort / vnd hat gemacht die Reinigung vnser sünde / durch Sich selbs / Hat er sich gesetzt zu der Rechten der Maiestet / in der Höhe / so viel besser worden denn die Engel / so gar viel einen höhern Namen er fur jnen ererbet hat . Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt / Du bist mein Son / Heute habe ich dich gezeuget ? Vnd abermal / Jch werde sein Vater sein / Vnd er wird mein Son sein . Vnd abermal / Da er einfüret den Erstgebornen in die Welt / spricht er / Vnd es sollen jn alle Gottes Engel anbeten . Von den Engeln spricht er zwar / Er macht seine Engel geister / vnd seine Diener fewerflammen . Aber von dem Son / Gott / dein stuel weret von ewigkeit zu ewigkeit / das Scepter deines Reichs ist ein richtiges Scepter . Du hast geliebet die Gerechtigkeit / vnd gehasset die vngerechtigkeit / Darumb hat dich / o Gott / gesalbet dein Gott / mit dem Ole der freuden / vber deine Genossen . Psal . 2 ; Psal . 89 ; Psal . 97 ; Psal . 104 ; Psal . 45 . vnd du HERR hast von anfang die erde gegründet / Vnd die Himel sind deiner Hende werck . Die selbigen werden vergehen / Du aber wirst bleiben / Vnd sie werden alle veralten / wie ein Kleid / vnd wie ein Gewand wirstu sie wandeln / vnd sie werden sich verwandeln . Du aber bist der selbige / vnd deine jar werden nicht auffhören . Zu welchem Engel aber hat er jemals gesagt / Setze dich zu meiner Rechten / Bis ich lege deine Feinde zum schemel deiner füsse ? Sind sie nicht alle zu mal dienstbare Geister / ausgesand zum Dienst / vmb der willen / die ererben sollen die Seligkeit ? Psal . 102 ; Psal . 110 . Darumb sollen wir deste mehr warnemen / des worts / das wir hören / das wir nicht da hin fahren Wie ein Schiff fur der Anfart weg scheusst ins verderben . . Denn so das wort fest worden ist / das durch die Engel geredt ist / vnd ein jgliche vbertrettung / vnd vngehorsam hat empfangen seinen rechten Lohn / Wie wollen wir entfliehen / so wir eine solche Seligkeit nicht achten ? welche / nach dem sie erstlich geprediget ist durch den Herrn / ist sie auff vns komen / durch die / so es gehöret haben / Vnd Gott hat jr Zeugnis gegeben / mit Zeichen / Wunder / vnd mancherley Krefften / vnd mit austeilung des heiligen Geistes / nach seinem willen . Exo . 20 . Denn er hat nicht den Engeln vnterthan die zukünfftige Welt / dauon wir reden . Es bezeuget aber einer an einem Ort / vnd spricht / Was ist der Mensch / das du sein gedenckest ? Vnd des Menschen Son / das du jn heimsuchest ? Du hast jn eine kleine zeit der Engel mangeln Ebreisch lautet dieser Vers also / Du hast jn eine kleine zeit Gottes mangeln lassen / Das ist / du hast jn verlassen drey tage seines leidens / als were kein Gott bey jm / Wo aber Gott nicht ist / da ist auch kein Engel / noch kein göttliche Hülffe / wie vorhin da er gros wunderwerck that . lassen / Mit preis vnd ehren hastu jn gekrönet / vnd hast jn gesetzt vber die werck deiner Hende / Alles hastu vnterthan zu seinen Füssen . Jn dem / das er jm alles hat vnterthan / hat er nichts gelassen / das jm nicht vnterthan sey . Jtzt aber sehen wir noch nicht / das jm alles vnterthan sey . Den aber / der eine kleine zeit der Engel gemangelt hat / sehen wir / das es Jhesus ist / durch leiden des tods gekrönet mit preis vnd ehren / Auff das er von Gottes gnaden fur alle den Tod schmecket . Psal . 8 . Denn es zimet dem / vmb des willen alle ding sind / vnd durch den alle ding sind / der da viel Kinder hat zur Herrligkeit gefüret / Das er den Herzogen / jrer seligkeit durch leiden volkomen machte . Sintemal sie alle von einem komen / beide der da heiliget / vnd die da geheiliget werden . Darumb schemet er sich auch nicht / sie Brüder zu heissen / Vnd spricht / Jch wil verkündigen deinen Namen meinen Brüdern / vnd mitten in der Gemeine dir Lob singen . Vnd abermal / Jch wil mein vertrawen auff jn setzen . Vnd abermal / Sihe da / Jch vnd die Kinder / welche mir Gott gegeben hat . Psal . 22 ; Psal . 18 ; Jesa . 8 . Nach dem nu die Kinder fleisch vnd blut haben / Jst ers gleichermasse teilhafftig worden / Auff das er durch den Tod die macht neme / dem / der des Todes gewalt hatte / das ist / dem Teufel / Vnd erlösete die / so durch furcht des Todtes / in gantzem leben Knechte sein musten . Denn er nimpt nirgent die Engel an sich / sondern den samen Abrahe nimpt er an sich . Daher must er aller ding seinen Brüdern gleich werden / Auff das er barmhertzig würde / vnd ein trewer Hoherpriester fur Gott / zu versönen die sünde des Volcks . Denn darinnen er gelitten hat vnd versucht ist / kan er helffen / denen die versucht werden . DErhalben / jr heiligen Brüder / die jr mit beruffen seid / durch den himlischen Beruff / nemet war des Apostels vnd Hohenpriesters den wir bekennen / Christi Jhesu / der da trew ist / dem / der jn gemacht hat ( wie auch Moses ) in seinem gantzen Hause . Dieser aber ist grösser ehren werd / denn Moses / Nach dem / der eine grösser ehre am Hause hat / der es bereitet / denn das haus . Denn ein jglich Haus wird von jemand bereitet / Der aber alles bereitet / das ist Gott . Vnd Moses zwar war trew in seinem gantzen Hause / als ein Knecht / zum zeugnis des / das gesagt solt werden / Christus aber als ein Son vber sein Haus / welches haus sind wir / so wir anders das vertrawen vnd den rhum der hoffnung / bis ans ende feste behalten . Darumb wie der heilige Geist spricht / Heute / so jr hören werdet seine stimme / so verstockt ewre hertzen nicht / Als geschach / in der verbitterung / am tage der versuchung / in der Wüsten / da mich ewer Veter versuchten / Sie prüfeten mich vnd sahen meine werck / vierzig jar lang . Darumb ich entrüstet ward / vber dis Geschlechte / vnd sprach / Jmerdar jrren sie mit dem hertzen / Aber sie wusten meine wege nicht . Das ich auch schwur in meinem zorn / Sie solten zu meiner Ruge nicht komen . Sehet zu / lieben Brüder / Das nicht jemand vnter euch ein arges vngleubiges Hertz habe / das da abtrette von dem lebendigen Gotte / Sondern ermanet euch selbs / alle tage / so lange es Heute heisset / das nicht jemand vnter euch verstocket werde / durch betrug der sünde . Psal . 95 . Denn wir sind Christus teilhafftig worden / So wir anders das angefangen wesen / bis ans ende feste behalten . So lange gesagt wird / Heute / so jr seine stimme hören werdet / so verstocket ewre Hertzen nicht / Wie in der verbitterung geschach . Denn etliche da sie höreten / richteten eine verbitterung an / Aber nicht alle / die von Egypten ausgiengen durch Mosen . Vber welche aber ward er entrüstet vierzig jar lang ? Jsts nicht also / das vber die / so da sündigeten dere Leibe in der wüsten verfielen ? Welchen schwur er aber / Das sie nicht zu seiner Ruge komen solten / denn den Vngleubigen ? Vnd wir sehen / das sie nicht haben kund hin ein komen / vmb des vnglaubens willen . SO lasset vns nu fürchten / das wir die Verheissung / einzukomen zu seiner Ruge / nicht verseumen / vnd vnser keiner da hinden bleibe . Denn es ist vns auch verkündiget / gleich wie jenen . Aber das wort der prediger halff jene nichts / da nicht gleubeten / die so es höreten . Denn wir / die wir gleuben / gehen in die Ruge / wie er spricht / Das ich schwur in meinem zorn / Sie solten zu meiner Ruge nicht komen . VND zwar / da die werck von anbegin der Welt waren gemacht / sprach er an einem Ort / von dem siebenden tag also / Vnd Gott ruget am siebenden tage von allen seinen wercken . Vnd hie an diesem ort abermal / Sie sollen nicht komen zu meiner Ruge . Gen . 2 . Nach dem es nu noch furhanden ist / das etliche sollen zu derselbigen komen / Vnd die / denen es zu erst verkündiget ist / sind nicht dazu komen / vmb des vnglaubens willen . Bestimpt er abermal einen tag / nach solcher langer zeit vnd saget / durch Dauid / Heute / wie gesagt ist / Heute / so jr seine stimme hören werdet / so verstocket ewre hertzen nicht . Denn so Josue sie hette zu Ruge bracht / würde er nicht hernach von einem andern tage gesagt haben . Darumb ist noch eine Ruge furhanden dem volck Gottes . Denn wer zu seiner Ruge komen ist / der ruget auch von seinen wercken / gleich wie Gott von seinen . Psal . 95 . SO lasset vns nu vleis thun ein zukomen zu dieser Ruge / auff das nicht jemand falle in dasselbige Exempel des vnglaubens . Denn das wort Gottes ist lebendig vnd krefftig / vnd scherffer / denn kein zweischneidig Schwert / Vnd durch dringet / bis das scheidet seele vnd geist / auch marck vnd bein / vnd ist ein Richter der gedancken vnd sinnen des hertzen / vnd ist keine Creatur fur jm vnsichtbar / Es ist aber alles blos vnd entdeckt fur seinen augen / Von dem reden wir . DJeweil wir denn einen grossen Hohenpriester haben / Jhesum den Son Gottes / der gen Himel gefaren ist / So lasset vns halten an dem bekentnis . Denn wir haben nicht einen Hohenpriester / der nicht künde mitleiden haben mit vnser schwacheit / Sondern der versucht ist allenthalben / gleich wie wir / Doch / on sünde . Darumb lasset vns hinzu tretten / mit freidigkeit zu dem Gnadenstuel / Auff das wir barmhertzigkeit empfahen / vnd gnade finden / auff die zeit / wenn vns Hülffe not sein wird . Denn ein jglicher Hoherpriester / der aus dem Menschen genomen wird / der wird gesetzt fur die Menschen gegen Gott / auff das er opffere Gaben vnd Opffer fur die sünde / Der da kündte mitleiden vber die da vnwissend sind vnd jrren / nach dem er auch selbs vmbgeben ist mit schwacheit . Darumb mus er auch / gleich wie fur das Volck / also auch fur sich selbs opffern / fur die sünde . Vnd niemand nimpt jm selbs die ehre / sondern der auch beruffen sey von Gott / gleich wie der Aaron . Also auch Christus hat sich nicht selbs in die Ehre gesetzt / das er Hoherpriester würde / Sondern der zu jm gesagt hat / Du bist mein Son / Heute habe ich dich gezeuget . Wie er auch am andern ort spricht / Du bist ein Priester in ewigkeit / nach der ordnung Melchisedech . Vnd er hat am tage seines fleisches Gebet vnd flehen mit starckem geschrey vnd threnen geopffert / zu dem / der jm von dem Tode kunde aushelffen / Vnd ist auch erhöret / darumb das er Gott in ehren hatte . Vnd wiewol er Gottes Son war / hat er doch an dem / das er leid / gehorsam gelernet . Vnd da er ist volendet / ist er worden allen die jm gehorsam sind / eine ursache zur ewigen Seligkeit / genant von Gott ein Hoherpriester / nach der ordnung Melchisedech . Psal . 2 ; Psal . 110 . Dauon hetten wir wol viel zu reden / Aber es ist schweer / weil jr so vnuerstendig Grob vnd vngeschickt / die es nicht hören noch vernemen können / Ob sie wol lange gelernet haben . seid . Vnd die jr soltet lengest Meister sein / bedürffet jr widerumb das man euch die erste buchstaben der Göttlichen wort lere / vnd das man euch Milch Milch heisset er des Gesetzes lere / Als da ist die kinder zucht . Aber Petrus heisst das Euangelium Milch / Als des newen Testaments Kinderspeise . gebe / vnd nicht starcke Speise . Denn wem man noch milch geben mus / der ist vnerfaren in dem wort der Gerechtigkeit / denn er ist ein junges Kind . Den volkomen aber gehört starcke Speise / die durch gewonheit haben geübete sinnen / zum vnterscheid des guten vnd des bösen . Darumb wollen wir die Lere vom anfang Christlichs lebens jtzt lassen / vnd zur volkomenheit faren / Nicht abermal Grund legen von Busse der todten wercke / vom glauben an Gott / von der Tauffe / von der Lere / von Henden aufflegen / von der Todten aufferstehung / vnd vom ewigen Gerichte . Vnd das wollen wir thun / so es Gott anders zulesset . Denn es ist vmmuglich / das die / so ein mal erleuchtet sind / vnd geschmeckt haben die himlische Gaben / vnd teilhafftig worden sind des heiligen Geistes / vnd geschmeckt haben das gütige wort Gottes / vnd die kreffte der zukünfftigen Welt / wo sie abfallen ( vnd widerumb jnen selbs den Son Gottes creutzigen / vnd fur spot halten ) das sie solten widerumb ernewert werden zur Busse . Denn die Erde die den Regen trincket / der offt vber sie kompt / vnd bequeme Kraut treget / denen die sie bawen / empfehet segen von Gott / Welche aber dornen vnd disteln treget / die ist vntüchtig / vnd dem Fluch nahe / welche man zu letzt verbrennet . Wjr versehen vns aber / jr liebesten / bessers zu euch / vnd das die Seligkeit neher sey / ob wir wol also reden . Denn Gott ist nicht vngerecht / das er vergesse ewres wercks vnd erbeit der Liebe / die jr beweiset habt an seinem Namen / da jr den Heiligen dienetet / vnd noch dienet . Wir begern aber / Das ewer jglicher denselbigen vleis / beweise / die Hoffnung feste zu halten bis ans ende / Das jr nicht wanckel werdet / sondern Nachfolger dere / die durch den glauben vnd gedult ererben die Verheissungen . Denn als Gott Abraham verhies / da er bey keinem Grössern zu schweren hatte / schwur er bey sich selbs / vnd sprach / Warlich / Jch wil dich segenen vnd vermehren . Vnd also trug er gedult / vnd erlanget die Verheissung . Die Menschen schweren wol bey einem Grössern / denn sie sind / vnd der Eid macht ein ende alles hadders / da bey es feste bleibt vnter jnen . Aber Gott / da er wolte den Erben der Verheissung vberschwenglich beweisen / das sein Rat nicht wancket / hat er einen Eid dazu gethan / Auff das wir durch zwey stück / die nicht wancken ( Denn es ist vmmüglich / das Gott liege ) einen starcken Trost haben / die wir zuflucht haben / vnd halten an der angeboten Hoffnung / welche wir haben als einen sichern vnd festen ancker vnser Seele / der auch hinein gehet in das inwendige des Vorhangs / dahin der Vorlauffer fur vns eingegangen / Jhesus / ein Hoherpriester worden in ewigkeit / nach der ordnung Melchisedech Melchisedech heisset auff Deudsch ein König der gerechtigkeit / Melchisalem heisset ein König des Friedes / Denn Christus gibt Gerechtigkeit vnd Friede vnd sein Reich ist Gerechtigkeit vnd friede fur Gott / durch den Glauben / Rom . 1 vnd . 5 . Gen . 22 . Djeser Melchisedech aber war ein König zu Salem / ein Priester Gottes des Allerhöhesten / Der Abraham entgegen gieng / da er von der Könige schlacht wider kam / vnd segenet jn / Welchem auch Abraham gab den Zehenden aller güter . Auffs erst / wird er verdolmetscht / ein König der gerechtigkeit / Darnach aber / ist er auch ein könig Salem / das ist / ein König des friedes / On Vater / on Mutter / on Geschlecht / vnd hat weder anfang der tage noch ende des Lebens / Er ist aber vergleicht dem Son Gottes / vnd bleibet Priester in ewigkeit . Gen . 14 . Schawet aber / wie gros ist der / dem auch Abraham der Patriarch den Zehenden gibt von der eröberten Beute . Zwar die kinder Leui / da sie das Priesterthum empfangen / haben sie ein gebot / den Zehenden vom Volck / das ist / von jren Brüdern / zunemen / nach dem Gesetz / wiewol auch dieselbigen aus den lenden Abrahe komen sind . Aber der / des Geschlecht nicht genennet wird vnter jnen / der nam den Zehenden von Abraham / vnd segnete den / der die Verheissung hatte . Nu ists on alles widersprechen also / das das geringer von dem bessern gesegnet wird . Vnd hie nemen den Zehenden die sterbenden Menschen / Aber dort bezeuget er / das er lebe . Vnd das ich also sage / Es ist auch Leui / der den Zehenden nimpt / verzehendet durch Abraham / Denn er war je noch in den Lenden des Vaters / da jm Melchisedech entgegen gieng . Jst nu die Volkomenheit durch das Leuitische Priesterthum geschehen / ( Denn vnter demselbigen hat das Volck das Gesetz empfangen ) Was ist denn weiter not zu sagen / Das ein ander Priester auffkomen solle / Nach der ordenung Melchisedech / Vnd nicht nach der ordenung Aaron ? Denn wo das Priesterthum verendert wird / da mus auch das Gesetz verendert werden . Denn von dem solchs gesagt ist / der ist von einem andern Geschlecht / aus welchem nie keiner des Altars gepfleget hat . Denn es ist ja offenbar / das von Juda auffgegangen ist vnser Herr / Zu welchem geschlecht Moses nichts geredt hat vom Priesterthum . Psal . 110 . VND es ist noch klerlicher / So nach der weise Melchisedech ein ander Priester auffkompt / welcher nicht nach dem Gesetz des fleischlichen gebots gemacht ist / sondern nach der krafft des vnendlichen lebens . Denn er bezeuget / Du bist ein Priester ewiglich / nach der ordnung Melchisedech . Denn da mit wird das vorige Gesetz auffgehaben ( Darumb das es zu schwach vnd nicht nütz war / Denn das Gesetz kundte nichts volkomen machen ) Vnd wird eingefüret eine bessere Hoffnung / durch welche wir zu Gott nahen . Psal . 110 . VND dazu / das viel ist / Nicht on Eid / Denn jene sind on eid Priester worden / Dieser aber mit dem Eid / durch den / der zu jm spricht / Der HERR hat geschworen / vnd wird jn nicht gerewen / Du bist ein Priester in ewigkeit / nach der ordnung Melschisedech . Also gar viel eines bessern Testaments Ausrichter ist Jhesus worden . Psal . 110 . VND jener sind viel / die Priester wurden / darumb das sie der Tod nicht bleiben lies . Dieser aber / darumb das er bleibet ewiglich / hat er ein vnuergenglich Priesterthum / Daher er auch selig machen kan jmerdar / die durch jn zu Gott komen / vnd lebet jmerdar / vnd bittet fur sie . Rom . 8 . Denn einen solchen Hohenpriester solten wir haben / der da were Heilig / vnschüldig / vnbefleckt / von den Sündern abgesondert / vnd höher denn der Himel ist / Dem nicht teglich not were / wie jenen Hohenpriestern / zu erst fur eigene sünde Opffer zu thun / darnach fur des Volcks sünde / Denn das hat er gethan ein mal / da er sich selbs opffert . Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern / die da schwacheit haben / Dis wort aber des Eides / das nach dem Gesetz gesagt ist / setzet den Son ewig vnd volkomen . DAS ist nu die summa / dauon wir reden / Wir haben einen solchen Hohenpriester / der da sitzet zu der Rechten auff dem stuel der Maiestet im Himel / vnd ist ein Pfleger der heiligen Güter / vnd der warhafftigen Hütten / welche Gott auffgerichtet hat / vnd kein Mensch . Denn ein jglicher Hoherpriester wird eingesetzt zu opffern gaben vnd opffer / Darumb mus auch dieser etwas haben / das er opffere . Wenn er nu auff Erden were / so were er nicht Priester / Dieweil da Priester sind / die nach dem Gesetz die gaben opffern / Welche dienen dem Furbilde / vnd dem Schatten der himlischen Güter / Wie das göttliche antwort zu Mose sprach / da er solte die Hütten volenden / Schawe zu / sprach er / Das du machest alles nach dem Bilde / das dir auff dem Berge gezeiget ist . Exo . 25 . NV aber hat er ein besser Ampt erlanget / als der eines bessern Testaments Mitler ist / welches auch auff bessern Verheissungen stehet . Denn so jenes das Erste / vntaddelich gewesen were / würde nicht raum zu einem andern gesucht . Denn er taddelt sie vnd saget / Sihe / Es komen die tage / spricht der HERR / Das ich vber das haus Jsrael / vnd vber das haus Juda / ein new Testament machen wil / Nicht nach dem Testament / das ich gemacht hab mit jren Vetern an dem tage / da ich jre hand ergreiff / sie aus zufüren aus Egyptenlande / Denn sie sind nicht blieben in meinem Testament / So hab ich jr auch nicht wollen achten / spricht der HERR . Jere . 31 . Denn das ist das Testament / das ich machen wil dem hause Jsrael nach diesen tagen / spricht der HERR / Jch wil geben mein Gesetz in jren Sinn / vnd in jr Hertz wil ich es schreiben / Vnd wil jr Gott sein / vnd sie sollen mein Volck sein / Vnd sol nicht leren jemand seinen Nehesten / noch jemand seinen Bruder / vnd sagen / Erkenne den HERRN / Denn sie sollen mich alle kennen / von dem kleinesten an bis zu dem grössesten / Denn ich wil gnedig sein jrer vntugent vnd jren sünden / vnd jrer vngerechtigkeit wil ich nicht mehr gedencken . Jn dem er saget / Ein newes / machet er das erste alt / Was aber alt vnd vberiaret ist / das ist nahe bey seinem ende . ES hatte zwar auch das erste seine Rechte vnd Gottesdienst / vnd eusserliche Heiligkeit . Denn es war da auff gericht das forder teil der Hütten / darinnen war der Leuchter / vnd der Tisch / vnd die Schawbrot / Vnd diese heisset die Heilige . Hinder dem andern Furhang aber war die Hütte / die da heisset / die Allerheiligeste / Die hatte das gülden Reuchfas / vnd die lade des Testaments / allenthalben mit gold vberzogen / in welcher war die güldene gelte / die das Himelbrot hatte / vnd die rute Aaron / die gegrünet hatte / vnd die tafeln des Testaments . Oben drüber aber waren die Cherubim der herrligkeit / die vberschatteten den Gnadenstuel / Von welchem jtzt nicht zusagen ist in sonderheit . Exo . 40 . DA nu solches also zugericht war / giengen die Priester allezeit in die fördersten Hütten / vnd richteten aus den Gottesdienst . Jn die ander aber / gieng nur ein mal im jar / alleine der Hohepriester / nicht on Blut / das er opfferte fur sein selbs vnd des Volcks vnwissenheit . Da mit der heilige Geist deutet / Das noch nicht offenbart were der weg zur Heiligkeit / so lange die erste Hütte stunde / welche muste zurselbigen zeit ein Furbilde sein / Jn welcher Gaben vnd Opffer geopffert wurden / vnd kundten nicht volkomen machen nach dem gewissen / den / der da Gottesdienst thut / allein mit Speise vnd Tranck / vnd mancherley Tauffe vnd eusserlicher Heiligkeit / Die bis auff die zeit der besserung sind auffgelegt . Leui . 16 . Christus aber ist komen / das er sey ein hoherpriester der zukünfftigen Güter / durch eine grössere vnd volkomnere Hütten / die nicht mit der hand gemacht ist / das ist / die nicht also gebawet ist . Auch nicht durch der Böcke oder Kelber blut / Sondern er ist durch sein eigen Blut / ein mal in das Heilige eingegangen / vnd hat eine ewige Erlösung erfunden . Denn so der Ochsen vnd der Böcke blut / vnd die aschen von der Kue gesprenget heiliget die Vnreinen / zu der leiblichen reinigkeit / Wie viel mehr wird das blut Christi / der Sich selbs on allen wandel / durch den heiligen Geist / Gotte geopffert hat / vnser gewissen reinigen von den todten wercken / zu dienen dem lebendigen Gott ? Vnd darumb ist er auch ein Mitler des newen Testaments / Auff das durch den Tod / so geschehen ist zur Erlösung von den vbertrettungen ( Die vnter dem ersten Testament waren ) die / so beruffen sind / das verheissen ewige Erbe empfahen . Num . 19 . Denn wo ein Testament ist / da mus der Tod geschehen / des der das Testament machet / Denn ein Testament wird fest durch den Tod / Anders hat es noch nicht macht / wenn der noch lebet / der es gemacht hat . Daher auch das erste / nicht on Blut gestifftet ward / Denn / als Moses ausgeredt hatte / von allen geboten / nach dem Gesetz / zu allem Volck / nam er Kelber vnd Bocksblut / mit Wasser vnd Purpurwolle vnd Jsopen / vnd besprenget das Buch vnd alles Volck / vnd sprach / Das ist das blut des Testaments / das Gott euch geboten hat . Vnd die Hütten vnd alles Gerete des Gottesdiensts / besprenget er des selbigen gleichen mit Blut . Vnd wird fast alles mit Blut gereiniget / nach dem Gesetz / vnd on Blut vergiessen geschicht keine vergebung . Exod . 24 . SO musten nu der himlischen dingen Furbilder / mit solchem gereiniget werden / Aber sie selbs die himlischen / müssen besser Opffer haben / denn jene waren . Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heilige / so mit henden gemacht ist ( welchs ist ein Gegenbilde der rechtschaffenen ) Sondern in den Himel selbs / nu zu erscheinen fur dem angesichte Gottes / fur vns . Auch nicht das er sich offtmals opffere / Gleich wie der Hohepriester gehet alle jar in das Heilige / mit frembdem Blut / Sonst hatte er offt müssen leiden von anfang der Welt her . Nu aber am ende der Welt / ist er ein mal erschienen durch sein eigen Opffer / die sünde auffzuheben . VND wie den Menschen ist gesetzt / ein mal zu sterben / darnach aber das Gerichte / Also ist Christus ein mal geopffert / weg zu nemen vieler sünde / Zum andern mal aber wird er on sünde erscheinen / denen die auff jn warten / zur Seligkeit . Denn das Gesetz hat den schatten von den zukünfftigen Gütern / nicht das wesen der güter selbs / Alle jar mus man opffern jmer einerley Opffer / vnd kan nicht / die da opffern / volkomen machen . Sonst hette das opffern auffgehöret / wo die / so am Gottesdienst sind / kein gewissen mehr hetten von den sünden / wenn sie ein mal gereiniget weren . Sondern es geschicht nur durch dieselbigen ein Gedechtnis der sünde alle jar / Denn es ist vmmüglich / durch Ochsen vnd Bocksblut sünde wegnemen . Darumb / da er in die Welt kompt / spricht er / Opffer vnd Gaben hastu nicht gewolt / Den Leib aber hastu mir zubereit / Brandopffer / vnd Sündopffer gefallen dir nicht . Da sprach ich / Sihe ich kome / Jm Buch stehet furnemlich von mir geschrieben / Das ich thun sol Gott deinen willen . Droben als er gesagt hatte / Opffer vnd Gaben / Brandopffer / vnd Sündopffer hastu nicht gewolt / sie gefallen dir auch nicht ( welche nach dem Gesetz geopffert werden ) Da sprach er / Sihe / Jch kome zuthun Gott deinen willen / Da hebet er das erste auff / Das er das ander einsetze / Jn welchem willen wir sind geheiliget / ein mal geschehen / durch das Opffer des leibes Jhesu Christi . Psal . 40 . VND ein jglicher Priester ist eingesetzt / das er alle tage Gottesdienst pflege / vnd offtmals einerley Opffer thue / welche nimermehr künden die sünde ab nemen . Dieser aber / da er hat ein Opffer fur die sünde geopffert / das ewiglich gilt / Sitzt er nu zur rechten Gottes / vnd wartet hinfurt / Bis das seine Feinde zum schemel seiner füsse gelegt werden . Denn mit einem Opffer hat er in ewigkeit volendet die geheiliget werden . Psal . 110 . ES bezeuget vns aber des auch der heilige Geist / Denn nach dem er zuvor gesagt hatte / Das ist das Testament / das ich jnen machen wil / nach diesen tagen / spricht der HERR / Jch wil mein Gesetz in jr Hertz geben / vnd in jre Sinne wil ich es schreiben / Vnd jrer sünde vnd jrer vngerechtigkeit wil ich nicht mehr gedencken . Wo aber derselbigen vergebung ist / da ist nicht mehr Opffer fur die sünde . Jere . 31 . SO wir denn nu haben / lieben Brüder / die freidigkeit zum eingang / in das Heilige / durch das blut Jhesu / welchen er vns zubereitet hat / zum newen vnd lebendigen wege / durch den Vorhang / das ist durch sein Fleisch / vnd haben einen Hohenpriester vber das haus Gottes / So lasset vns hinzu gehen / mit warhafftigem hertzen / in völligem Glauben / besprenget in vnsern Hertzen / vnd los von dem bösen Gewissen / vnd gewasschen am Leibe / mit reinem wasser / Vnd lasset vns halten an der Bekentnis der hoffnung / vnd nicht wancken / Denn er ist trew / der sie verheissen hat / Vnd lasset vns vnternander vnser selbs warnemen / mit reitzen zur Liebe vnd guten Wercken / vnd nicht verlassen vnsere Versamlung / wie etliche pflegen / Sondern vnternander ermanen / Vnd das so viel mehr / so viel jr sehet / das sich der tag nahet . Denn so wir mutwillig sündigen / nach dem wir die erkentnis der Warheit empfangen haben / Haben wir fürder kein ander Opffer mehr fur die sünde / Sondern ein schrecklich warten des Gerichtes vnd des fewer eiuers / der die Widerwertigen verzeren wird . Wenn jemand das gesetz Mosi bricht / der mus sterben on barmhertzigkeit / durch zween oder drey Zeugen . Wie viel meinet jr erger straff wird er verdienen / Der den Son Gottes mit füssen trit / vnd das blut des Testaments vnrein achtet / durch welches er geheiliget ist / vnd den Geist der gnaden schmehet ? Denn wir wissen den / der da saget / Die Rache ist mein / Jch wil vergelten / spricht der HERR . Vnd abermal / Der HERR wird sein Volck richten . Schrecklich ists / in die Hende des lebendigen Gottes zufallen . Deut . 17 ; Deut . 32 . Gedencket aber an die vorigen tage / in welchen jr erleuchtet / erduldet habt einen grossen Kampff des leidens / Zum teil selbs / durch schmach vnd trübsal ein Schawspiel worden / Zum teil / gemeinschafft gehabt mit denen / den es also gehet . Denn jr habt mit meinen Banden mitleiden gehabt / vnd den Raub ewer güter mit freuden erduldet / Als die jr wisset / das jr bey euch selbs eine bessere vnd bleibende Habe im Himel habt . Werffet ewer vertrawen nicht weg Schlahets nicht in den wind . / welchs eine grosse Belohnung hat . Gedult aber ist euch not / auff das jr den willen Gottes thut / vnd die Verheissung empfahet . Denn noch vber eine kleine weile / So wird komen / der da komen sol / vnd nicht verziehen . Der Gerechte aber wird des Glaubens leben . Wer aber weichen Der nicht halten wil / noch der streiche warten / sondern zeucht zu rücke / vnd schleicht dauon . wird / an dem wird meine Seele kein gefallen haben . Wir aber sind nicht von denen / die da weichen vnd verdampt werden / Sondern von denen / die da gleuben vnd die Seele erretten . Abac . 2 . ES ist aber der Glaube / eine gewisse zuuersicht / des / das man hoffet / Vnd nicht zweiueln an dem / das man nicht sihet . Durch den haben die Alten zeugnis vberkomen . Durch den Glauben mercken wir / das die Welt durch Gottes wort fertig Das ist / Sie ist in schwang gebracht das sie gehet vnd stehet nach Gottes wort on vnterlas / vngehindert vnd on auffhören . ist / Das alles das man sihet / aus nichte Das hie stehet / Jnuisibilibus / heissen wir / Nichts / vnd ist auch noch nichts / bis es geschicht . worden ist . Gene . 1 . Dvrch den glauben hat Abel Gott ein grösser Opffer gethan / denn Kain / Durch welchen er zeugnis vberkomen hat / das er gerecht sey / da Gott zeugete von seiner Gabe / Vnd durch denselbigen redet er noch / wiewol er gestorben ist . Gen . 4 . Dvrch den glauben ward Enoch weggenomen / das er den Tod nicht sehe / vnd ward nicht erfunden / darumb das jn Gott wegnam / Denn vor seinem wegnemen / hat er zeugnis gehabt / das er Gott gefallen habe . Aber on glauben ists vmmüglich / Gott gefallen / Denn wer zu Gott komen wil / der mus gleuben / das er sey / vnd denen / die jn suchen / ein Vergelter sein werde . Gen . 5 . Dvrch den glauben hat Noe Gott geehret / vnd die Archa zubereitet / zum heil seines Hauses / Da er ein göttlichen Befelh empfieng von dem / das man noch nicht sahe / Durch welchen er verdampt die Welt / Vnd hat ererbet die Gerechtigkeit / die durch den glauben kompt . Gen . 6 . Dvrch den Glauben ward gehorsam Abraham / da er beruffen ward / aus zugehen in das land / das er ererben solte / Vnd gieng aus / vnd wuste nicht wo er hin keme . Gen . 12 . Dvrch den glauben ist er ein Frembdling gewesen in dem verheissen Lande / als in einem frembden / vnd wonet in Hütten mit Jsaac vnd Jacob / den Miterben derselbigen Verheissunge . Denn er wartet auff eine Stad / die einen grund hat / welcher Bawmeister vnd Schepffer Gott ist Dvrch den glauben empfieng auch Sara krafft / das sie schwanger ward vnd gebar vber die zeit jres Alters / Denn sie achtet jn trew / der es verheissen hatte . Darumb sind auch von einem / wiewol erstorbens Leibes / viel geboren / wie die Stern am Himel / vnd wie der Sand am rande des Meeres / der vnzelich ist . Gen . 21 ; Gen . 15 . Djese alle sind gestorben im glauben / vnd haben die Verheissung nicht empfangen / Sondern sie von fernen gesehen / vnd sich der vertröstet / vnd wol benügen lassen / vnd bekand / das sie Geste vnd Frembdlinge auff Erden sind . Denn die solchs sagen / die geben zuuerstehen / das sie ein Vaterland suchen . Vnd zwar / wo sie das gemeinet hetten / von welchem sie waren ausgezogen / hatten sie ja zeit wider vmb zukeren . Nu aber begeren sie eines bessern / nemlich eines Himlischen . Darumb schemet sich Gott jr nicht zu heissen jr Gott / Denn er hat jnen eine Stad zubereit . Exo . 3 . Dvrch den glauben opfferte Abraham den Jsaac / da er versucht ward / vnd gab dahin den Eingebornen / da er schon die Verheissung empfangen hatte / Von welchem gesagt ward / Jn Jsaac wird dir dein Same geheissen werden / Vnd dachte / Gott kan auch wol von den Todten erwecken / Daher er auch jn zum Furbilde wider nam . Gen . 22 . Dvrch den glauben segenete Jsaac von den zukünfftigen dingen den Jacob vnd Esau . Durch den glauben segnete Jacob / da er starb beide söne Josephs / Vnd neiget sich gegen seines Scepters spitzen . Gen . 27 ; Gen . 48 . Dvrch den glauben redet Joseph / vom Auszug der kinder Jsrael / da er starb / Vnd thet befelh von seinen Gebeinen . Gen . 50 . Dvrch den glauben ward Moses / da er geboren war / drey monden verborgen von seinen Eltern / Darumb das sie sahen / wie er ein schön Kind war / vnd furchten sich nicht fur des Königes gebot . Exod . 2 . Dvrch den glauben wolt Moses / da er gros ward / nicht mehr ein Son heissen der tochter Pharao / Vnd erwelet viel lieber mit dem volck Gottes vngemach zu leiden / Denn die zeitliche Ergetzung der sünden zu haben / Vnd achtet die schmach Christi fur grösser reichthum / Denn die schetze Egypti / Denn er sahe an die Belohnung . Dvrch den glauben verlies er Egypten / vnd furchte nicht des Königes grim / Denn er hielt sich an den / den er nicht sahe / als sehe er jn . Dvrch den glauben hielt er die Ostern vnd das Blutgiessen / Auff das der die Erstengeburten würgete / sie nicht treffe . Exod . 12 . Dvrch den glauben giengen sie durchs Rotemeer / als durch trocken land / Welches die Egypter auch versuchten / vnd ersoffen . Exod . 14 . Dvrch den glauben fielen die mauren Jericho / da sie sieben tage vmbher gegangen waren . Josu . 6 . Dvrch den glauben ward die Hure Rahab nicht verloren mit den vngleubigen / da sie die Kundschaffer freundlich auffnam . Josu . 2 . VND was sol ich mehr sagen ? Die zeit würde mir zukurtz / wenn ich solte erzelen von Gedeon / vnd Barac / vnd Samson / vnd Jephthahe / vnd Dauid / vnd Samuel / vnd den Propheten / welche haben durch den glauben Königreiche bezwungen / Gerechtigkeit gewircket / die Verheissung erlanget / der Lewen rachen verstopffet / des Fewers krafft ausgelesscht / des Schwerts scherffe entrunnen / Sind krefftig worden aus der Schwacheit Jm leiden sind sie krefftiger worden 2 . Cor . 12 Meine Krafft wird in schwacheit starck . / Sind starck worden im streit / Haben der frembden Heer darnider gelegt . Die Weiber haben jre Todten von der Aufferstehung wider genomen . Die andern aber sind zurschlagen / vnd haben keine Erlösung angenomen / Auff das sie die Aufferstehung / die besser ist / erlangeten . Etliche haben spot vnd geisseln erlidden / dazu band vnd gefengnis . Sie sind gesteiniget / zuhackt / zustochen / durchs Schwert getödtet . Sie sind vmbher gegangen in peltzen vnd ziegen Fellen / mit mangel / mit trübsal / mit vngemach / Der die welt nicht werd war / Vnd sind im Elend gegangen / in den Wüsten / auff den Bergen / in den Klüfften vnd Löchern der erden . Djese alle haben durch den Glauben zeugnis vberkomen / vnd nicht empfangen die Verheissung / Darumb / das Gott etwas bessers fur vns zuuor versehen hat / das sie nicht on vns volendet würden . Darumb auch wir / dieweil wir solchen hauffen Zeugen vmb vns haben / Lasset vns ablegen die Sünde / so vns jmer anklebt vnd trege macht / Vnd lasset vns lauffen durch gedult / in dem Kampff / der vns verordnet ist / Vnd auffsehen auff Jhesum / den Anfenger vnd Volender des glaubens / Welcher / da er wol hette mügen freude haben / erduldet er das Creutz / vnd achtet der schande nicht / Vnd ist gesessen zur Rechten auff dem stuel Gottes . Gedencket an den / der ein solchs widersprechen von den Sündern wider sich erduldet hat / Das jr nicht in ewrem mut mat werdet / vnd ablasset . Denn jr habt noch nicht bis auffs Blut widerstanden / vber dem kempffen wider die sünde / Vnd habt bereit vergessen des Trosts / der zu euch redet / als zu den Kindern . Mein Son / achte nicht geringe die züchtigung des HERRN / vnd verzage nicht wenn du von jm gestrafft wirst / Denn welchen der HERR lieb hat / den züchtiget er / Er steupt aber einen jglichen Son / den er auffnimpt . Pro . 3 . SO jr die Züchtigung erduldet / so erbeut sich euch Gott als Kindern . Denn wo ist ein Son / den der Vater nicht züchtiget ? Seid jr aber on züchtigung / welcher sie alle teilhafftig worden / So seid jr Bastarte vnd nicht Kinder . Auch so wir haben vnser leibliche Veter zu Züchtigern gehabt / vnd sie geschewet / Solten wir denn nicht viel mehr vnterthan sein dem geistlichen Vater / das wir leben ? Vnd jene zwar haben vns gezüchtiget / wenig tage nach jrem düncken / Dieser aber zu nutz / auff das wir seine Heiligung erlangen . Alle Züchtigung aber / wenn sie da ist / dünckt sie vns nicht freude / sondern trawrigkeit sein . Aber darnach wird sie geben eine friedsame Frucht der gerechtigkeit / denen / die da durch geübt sind . Darumb richtet wider auff die lessigen Hende vnd die müden Knie / vnd thut gewissen trit mit ewren fussen / Das nicht jemand strauchele wie ein Lamer / sondern viel mehr gesund werde . Jaget nach dem Friede gegen jederman / vnd der Heiligung / on welche wird niemand den Herrn sehen / Vnd sehet drauff / das nicht jemand Gottes gnade verseume . Das nicht etwa eine bitter wurtzel auffwachse / vnd vnfriede anrichte / vnd viel durch dieselbige verunreiniget werden . Das nicht jemand sey ein Hurer oder ein Gottloser wie Esau / der vmb einer Speise willen / seine Erstegeburt verkauffte / Wisset aber / das er hernach / da er den Segen ererben wolte / verworffen ist / Denn er fand keinen raum zur Busse / wiewol er sie mit threnen suchte . Deut . 29 ; Ge . 25 ; Ge . 26 . Denn jr seid nicht komen zu dem Berge / den man anrüren kundte / vnd mit Fewr brandte / noch zu dem tunckel vnd finsternis vnd vngewitter / noch zu dem hall der Posaunen / Vnd zur stimme der wort / welcher sich wegerten / die sie höreten / das jnen das wort ja nicht gesagt würde / Denn sie mochtens nicht ertragen / was da gesagt ward . Vnd wenn ein Thier den Berg anrürete / solte es gesteiniget / oder mit einem Geschos erschossen werden . Vnd also erschrecklich war das Gesichte / das Moses sprach / Jch bin erschrocken vnd zittere . Exod . 19 . Sondern jr seid komen zu dem berge Zion / vnd zu der Stad des lebendigen Gottes / zu dem himlischen Jerusalem / vnd zu der menge vieler tausent Engele / vnd zu der gemeine der Erstgebornen / die im Himel angeschrieben sind / vnd zu Gott dem Richter vber alle / vnd zu den Geistern der volkomenen Gerechten / vnd zu dem Mitteler des newen Testaments Jhesu / vnd zu dem Blut vnd der Besprengunge / das da besser redet / denn Habels . Gen . 4 . Sehet zu / das jr euch des nicht wegert / der da redet . Denn so jene nicht entflohen sind / die sich wegerten / da er auff Erden redet / Viel weniger wir / so wir vns des wegern / der vom Himel redet / welches stimme zu der zeit die Erde beweget . Nu aber verheisset er / vnd spricht / Noch ein mal wil ich bewegen / nicht alleine die Erden / sondern auch den Himel . Aber solchs / noch ein mal / zeigt an / Das das bewegliche sol verendert werden / als das gemacht ist Scilicet mit henden / Er meinet die Hütten Mose . / Auff das da bleibe das vnbewegliche . Darumb dieweil wir empfahen ein vnbeweglich Reich / haben wir gnade / durch welche wir sollen Gotte dienen / jm zugefallen / mit zucht vnd furcht / Denn vnser Gott ist ein verzerend Fewr . Hag . 2 ; Deut . 4 . Bleibet fest in der brüderlichen Liebe . Gastfrey zu sein vergesset nicht / Denn durch dasselbige haben etliche / on jr wissen / Engel beherget . Gedencket der Gebundenen / als die Mitgebundene / vnd dere / die trübsal leiden / als die jr auch noch im Leibe lebet . Die Ehe sol ehrlich gehalten werden bey allen / vnd das Ehebette vnbefleckt . Die Hurer aber vnd die Ehebrecher wird Gott richten . Der wandel sey on Geitz / vnd lasset euch benügen an dem das da ist / Denn er hat gesagt / Jch wil dich nicht verlassen noch verseumen . Also / das wir thüren sagen / der HERR ist mein Helffer / vnd wil mich nicht fürchten / was solt mir ein Mensch thun ? Gedencket an ewer Lerer / die euch das wort Gottes gesagt haben / Welcher ende schawet an / vnd folget jrem Glauben nach . Gen . 18 ; Gen . 19 ; Josu . 1 ; Psal . 118 vnd Psal . 56 . Jhesus christus / gestern vnd heute / vnd derselbe auch in ewigkeit . Lasset euch nicht mit mancherley vnd frembden Leren vmbtreiben . Denn es ist köstlich ding / das das Hertz feste werde / Welchs geschicht durch Gnade / nicht durch Speisen Das ist / mit Menschengesetze / die von Speise vnd kleider leren / nicht vom Glauben . / dauon keinen nutz haben / so damit vmgehen Das ist / Gott damit dienen wollen . . Wir haben einen Altar / dauon nicht macht haben zu essen / die der Hütten pflegen . Denn welcher Thierer blut getragen wird / durch den Hohenpriester in das Heilige fur die sünde / derselbigen Leichnam werden verbrand ausser dem Lager . Darumb auch Jhesus / auff das er heilige das Volck durch sein eigen Blut / hat er gelidden aussen fur dem Thor . So lasset vns nu zu jm hin aus gehen / ausser dem Lager / vnd seine schmach tragen . Denn wir haben hie kein bleibende Stad / sondern die zukünfftige suchen wir . Num . 18 . SO lasset vns nu opffern / durch jn / das Lobeopffer / Gotte allezeit / das ist / die Frucht der lippen / die seinen Namen bekennen . Wol zu thun vnd mit zu teilen vergesset nicht / Denn solche Opffer gefallen Gott wol . Gehorchet ewren Lerern / vnd folget jnen / Denn sie wachen vber ewre Seelen / als die da rechenschafft dafur geben sollen / Auff das sie das mit freuden thun / vnd nicht mit seufftzen / Denn das ist euch nicht gut . Betet fur vns . Vnser trost ist der / das wir ein gut Gewissen haben / vnd vleissigen vns guten wandel zufüren bey allen . Jch ermane aber zum vberflus / solchs zuthun / auff das ich auffs schierst wider zu euch kome . Gott aber des Friedes / der von den Todten ausgefüret hat den grossen Hirten der schafe / durch das blut des ewigen Testaments / vnsern Herrn Jhesum / Der mache euch fertig in allem guten werck zu thun seinen willen / vnd schaffe in euch / was fur jm gefellig ist / durch Jhesum Christ / Welchem sey Ehre von ewigkeit zu ewigkeit / Amen . JCH ermane euch aber / lieben Brüder / haltet das Wort der ermanung zu gute / denn ich hab euch kurtz geschrieben . Wisset / das der bruder Timotheus wider ledig ist / mit welchem / so er bald kompt / wil ich euch sehen . Grüsset alle ewer Lerer / vnd alle Heiligen . Es grüssen euch die Brüder aus Jtalia . Die Gnade sey mit euch allen / AMEN . - Geschrieben aus Jtalia / Durch Timotheum . </passage></reply></GetPassage>