<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:59</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:59</urn><passage>Jacobus ein Knecht Gottes / vnd des Herrn Jhesu Christi . Den zwelff Geschlechtern / die da sind hin vnd her . Freude zuuor . Meine lieben Brüder / Achtet es eitel freude / wenn jr in mancherley Anfechtung fallet / Vnd wisset / das ewer Glaube / so er rechtschaffen ist / Gedult wircket . Die Gedult aber sol feste bleiben / bis ans ende / Auff das jr seid volkomen vnd gantz / vnd keinen mangel habet . SO aber jemand vnter euch Weisheit mangelt / der bitte von Gott / der da gibt einfeltiglich jederman / vnd rückets niemands auff / So wird sie jm gegeben werden . Er bitte aber im Glauben / vnd zweiuel nicht / Denn wer da zweiuelt / der ist gleich wie die Meeres woge / die vom winde getrieben vnd gewebd / wird . Solcher Mensch dencke nicht / das er etwas von dem Herrn empfahen werde . Ein Zweiueler Der im Glauben nicht fest ist / hebt viel vnd mancherley an / vnd bleibt doch nicht drauff / 2 . Tim . 3 Lernen jmerdar vnd komen doch nimer zum erkentnis der Warheit . ist vnbestendig in allen seinen wegen . Mat . 7 ; Mat . 12 ; Joh . 16 . Ejn Bruder aber der nidrig ist / rhüme sich seiner höhe / vnd der da reich ist / rhüme sich seiner nidrigkeit / Denn wie ein Blume des grases wird er vergehen . Die Sonne gehet auff mit der hitze / vnd das Gras verwelcket / vnd die Blume felt abe / vnd sein schöne gestalt verdirbet / Also wird der Reiche in seiner Habe verwelcken . Selig ist der Man / der die anfechtung erduldet / Denn nach dem er beweret ist / wird er die Krone des Lebens empfahen / welche Gott verheissen hat denen / die jn liebhaben . Niemand sage / wenn er versucht wird / das er Gott versucht werde / Denn Gott ist nicht ein Versucher zum bösen / er versuchet niemand . Sondern ein jglicher wird versucht / wenn er von seiner eigen Lust gereitzet vnd gelocket wird / Darnach wenn die Lust empfangen hat / gebiert sie die Sünde / die sünde aber wenn sie volendet ist / gebiert sie den Tod . Jrret nicht / lieben Brüder / Alle gute Gabe / vnd alle volkomene gabe kompt von oben herab / von dem Vater des liechts / Bey welchem ist keine verenderung noch wechsel des Liechts vnd Finsternis . Er hat vns gezeuget nach seinem willen / durch das wort der Warheit / Auff das wir weren Erstlinge seiner Creaturen . Darumb / lieben Brüder / ein jglicher Mensch sey schnel zu hören / Langsam aber zu reden / vnd langsam zum zorn / Denn des Menschen zorn thut nicht was fur Gott recht ist . Darumb so leget abe alle Vnsauberkeit vnd alle Bosheit / vnd nempt das Wort an mit sanfftmut / das in euch gepflantzet ist / welches kan ewer Seele selig machen . Seid aber Theter des worts vnd nicht Hörer allein / damit jr euch selbs betrieget . Denn so jemand ist ein Hörer des worts / vnd nicht ein Theter / Der ist gleich einem Man / der sein leiblich Angesichte im Spiegel beschawet / Denn nach dem er sich beschawet hat / gehet er von stund an dauon / vnd vergisset wie er gestalt war . Wer aber durchschawet in das volkomen Gesetz der freiheit / vnd darinnen beharret / vnd ist nicht ein vergeslicher Hörer / sondern ein Theter / Derselbige wird selig sein in seiner that . SO aber sich jemand vnter euch lesset düncken / er diene Gott / vnd helt seine Zungen nicht im zaum / sondern verfüret sein Hertz / Des Gottesdienst ist eitel . Ein reiner vnd vnbefleckter Gottesdienst fur Gott dem Vater / ist der / die Waisen vnd Widwen in jrem trübsal besuchen / Vnd sich von der Welt vnbefleckt behalten . Ljben brüder / Halts nicht da fur / das der glaube an Jhesum Christ vnsern Herrn der herrligkeit / ansehung der Person leide . Denn so in ewer versamlunge keme ein Man mit einem gülden Ringe / vnd mit einem herrlichen Kleide / Es keme aber auch ein Armer in einem vnsaubern Kleide / vnd jr sehet auff den / der das herrliche Kleid treget / vnd sprechet zu jm / Setze du dich her auffs beste / Vnd sprechet zu dem Armen / Stehe du dort / oder setze dich her zu meinen füssen / Vnd bedenckt es nicht recht / sondern jr werdet Richter / vnd macht bösen vnterscheid . Horet zu meine lieben Brüder / Hat nicht Gott erwelet die Armen auff dieser Welt / die am glauben Reich sind / vnd Erben des Reichs / welches er verheissen hat / denen / die jn lieb haben ? Jr aber habt dem Armen vnehre gethan . Sind nicht die Reichen die / die gewalt an euch vben / vnd ziehen euch fur Gerichte ? Verlestern sie nicht den guten Namen / dauon jr genennet seid ? SO jr das königliche Gesetz volendet / nach der Schrifft / Liebe deinen Nehesten / als dich selbs / so thut jr wol . So jr aber die Person ansehet / thut jr sünde / vnd werdet gestrafft vom Gesetz / als die Vbertretter . Denn so jemand das gantze Gesetz helt / vnd sündiget an einem / Der ists gantz schüldig . Denn der da gesagt hat / Du solt nicht ehebrechen / Der hat auch gesagt / Du solt nicht tödten . So du nu nicht ehebrichest / Tödtest aber / bistu ein Vbertretter des Gesetzes . Also redet vnd also thut / als die da sollen durchs Gesetz der freiheit gerichtet werden . Es wird aber ein vnbarmhertzig Gericht vber den gehen / der nicht Barmhertzigkeit gethan hat . Vnd die Barmhertzigkeit rhümet sich wider das Gerichte . Leui . 19 . Was hilffts / lieben Brüder / so jemand sagt / Er habe den Glauben / vnd hat doch die Werck nicht ? Kan auch der glaube jn selig machen ? So aber ein Bruder oder Schwester blos were / vnd mangel hette der teglichen Narunge / vnd jemand vnter euch spreche zu jnen / Gott berate euch / wermet euch vnd settiget euch / gebet jnen aber nichts / was des Leibs notdurfft ist / Was hülffe sie das ? Also auch der glaube / wenn er nicht werck hat / ist er tod an jm selber . Aber es möchte jemand sagen / Du hast den glauben / vnd ich habe die werck / Zeige mir deinen glauben mit deinen wercken / So wil ich auch meinen glauben dir zeigen mit meinen wercken . Du gleubest / das ein einiger Gott ist ? Du thust wol dran / Die Teufel gleubens auch vnd zittern . Wjltu aber wissen / du eiteler Mensch / das der glaube on werck tod sey ? Jst nicht abraham vnser Vater durch die werck gerecht worden / da er seinen Son Jsaac auff dem altar opffert ? Da sihestu / das der glaube mit gewircket hat an seinen wercken / vnd durch die werck ist der glaube volkomen worden . Vnd ist die Schrifft erfüllet / die da spricht / Abraham hat Gott gegleubet / vnd ist jm zur Gerechtigkeit gerechnet / vnd ist ein freund Gottes geheissen . So sehet jr nu / Das der Mensch durch die werck gerecht wird / nicht durch den glauben alleine . Desselbigen gleichen die Hure Rahab / Jst sie nicht durch die werck gerecht worden / da sie die Boten auffnam / vnd lies sie in einen andern weg hinaus ? Denn gleich wie der Leib on Geist tod ist / also auch der glaube on werck ist tod . Gen . 22 ; Gen . 13 ; Josu . 2 ; Ebre . 11 . Ljeben Brüder / Vnterwinde sich nicht jederman Lerer zu sein / Vnd wisset / das wir deste mehr vrteil empfahen werden . Denn wir feilen alle manchfeltiglich . Wer aber auch in keinem wort feilet / der ist ein volkomener Man / vnd kan auch den gantzen Leib im zaum halten . Sihe / die Pferde halten wir in zeumen / das sie vns gehorchen / vnd lencken den gantzen leib . Sihe / die Schiffe / ob sie wol so gros sind / vnd von starcken winden getrieben werden / werden sie doch gelenckt mit einem kleinen Ruder / wo der hin wil / der es regieret . Also ist auch die Zunge ein klein glied / vnd richtet gros ding an . Sihe / ein klein Fewer / welch ein wald zündets an ? Vnd die Zunge ist auch ein Fewer / eine Welt vol vngerechtigkeit . Also ist die Zunge vnter vnsern gliedern / vnd befleckt den gantzen Leib vnd zündet an allen vnsern wandel / wenn sie von der Helle entzündet ist . Denn alle natur / der Thier vnd der Vogel / vnd der Schlangen vnd der Meerwunder / werden gezemet / vnd sind gezemet von der menschlichen Natur . Aber die Zungen kan kein Mensch zemen / das vnrügige vbel / vol tödlicher gifft . Durch sie loben wir Gott den Vater / vnd durch sie fluchen wir den Menschen / nach dem bilde Gottes gemacht . Aus einem munde gehet loben vnd fluchen . Es sol nicht / lieben Brüder / also sein . Quillet auch ein Brun aus einem loch / süsse vnd bitter ? Kan auch / lieben Brüder / ein Feigenbawm öle / oder ein Weinstock feigen tragen ? Also kan auch ein Brun nicht saltzig vnd süsse Wasser geben . Wer ist weise vnd klug vnter euch ? der erzeige mit seinem guten wandel seine werck / in der sanfftmut vnd weisheit . Habt jr aber bittern neid vnd zanck in ewern hertzen / So rhümet euch nicht / vnd lieget nicht wider die Warheit . Denn das ist nicht die weisheit / die von oben her ab kompt / Sondern jrdisch / menschlich vnd teufelisch . Denn wo neid vnd zanck ist / da ist vnordnung vnd eitel böse ding . Die Weisheit aber von oben her / ist auffs erst keusch / darnach friedsam / gelinde / lesst jr sagen / vol barmhertzigkeit vnd guter früchte / vnparteisch / on heucheley . Die frucht aber der Gerechtigkeit wird geseet im friede / denen / die den friede halten . WO her kompt streit vnd krieg vnter euch ? Kompts nicht daher / aus ewren wollüsten / die da streiten in ewern Gliedern ? Jr seid begirig vnd erlangts damit nicht / Jr hasset vnd neidet / vnd gewinnet damit nichts / Jr streitet vnd krieget / jr habt nicht / darumb das jr nicht bittet . Jr bittet vnd krieget nicht / darumb das jr vbel bittet / nemlich da hin / das jrs mit ewren wollüsten Das ist nicht die weise / gut zu erwerben vnd reich werden / so einer den andern hasset neidet vnd vnternander schindet / streitet / geitzet / vnd teuschet etc . verzehret . JR Ehebrecher vnd Ehebrecherin / wisset jr nicht / das der Welt freundschafft Gottes feindschafft ist ? Wer der welt Freund sein wil / der wird Gottes feind sein . Oder lasset jr euch düncken / die Schrifft sage vmb sonst / Den Geist / der in euch wonet / gelüstet wider den Hass / vnd gibt reichlich Mit neiden / geitzen / kriegen / triegen vnternander / werdet jr nicht erlangen das jr begert / Sondern folget dem Geist / so werdet jr alle gnade vnd vol auff haben . gnade . So seid nu Gott vnterthenig / Widerstehet dem Teuffel / so fleuhet er von euch . Nahet euch zu Gott / so nahet er sich zu euch . Reiniget die hende jr Sünder / vnd machet ewr hertzen keusch jr Wanckelmütigen . Seid elend / vnd traget leide / vnd weinet / Ewer lachen verkere sich in weinen / vnd ewer freude in trawrigkeit . Demütiget euch fur Gott / so wird er euch erhöhen . Gal . 5 . Affterredet nicht vnternander / lieben Brüder / Wer seinem Bruder affterredet / vnd verteilet seinen Bruder / Der affterredet dem Gesetz / vnd vrteilet das Gesetz . Vrteilestu aber das Gesetz / so bistu nicht ein Theter des Gesetzes / sondern ein Richter . Es ist ein einiger Gesetzgeber / der kan selig machen vnd verdamnen . Wer bistu / der du einen andern vrteilest ? Wolan / die jr nu saget / Heute oder morgen wöllen wir gehen / in die oder die Stad / vnd wöllen ein jar da ligen vnd hantieren vnd gewinnen / Die jr nicht wisset / was morgen sein wird . Denn was ist ewer Leben ? Ein dampff ists / der eine kleine zeit weret / darnach aber verschwindet er . Da fur jr sagen soltet / So der HERR wil / vnd wir leben / wollen wir dis oder das thun . Nu aber rhümet jr euch in ewrem hohmut / Aller solcher rhum ist böse . Denn wer da weis guts zu thun / vnd thuts nicht / dem ists sünde . Wolan / nu jr Reichen / weinet vnd heulet vber ewer elend / das vber euch komen wird . Ewer reichthum ist verfaulet / ewer kleider sind mottenfressig worden / Ewr gold vnd silber ist verrostet vnd jrer rost wird euch zum zeugnis sein / vnd wird ewer Fleisch fressen / wie ein Fewr . Jr habt euch Schetze gesamlet an den letzten tagen . Sihe / der Erbeiter lohn / die ewer Land eingeerndtet haben / vnd von euch abgebrochen ist / das schreiet / vnd das ruffen der Erndter ist komen fur die ohren des Herrn Sabbaoth ? Jr habt wol gelebet auff Erden / vnd ewer wollust gehabt vnd ewer hertzen geweidet / als auff einen Schlachttag Wie man zür hochzeit oder auff ein Fest schlachtet . Lu . 15 Schlachtet ein gemest kalb Mat . 21 Mein Ochsen vnd Mastvieh ist geschlachtet . . Jr habt verurteilet den Gerechten / vnd getödtet / vnd er hat euch nicht widerstanden . SO seid nu gedultig / lieben Brüder / bis auff die zukunfft des Herrn . Sihe ein Ackerman wartet auff die köstliche frucht der Erden / vnd ist gedültig darüber / bis er empfahe den Morgenregen / vnd Abendregen . Seid jr auch gedültig / vnd stercket ewre hertzen / Denn die zukunfft des Herrn ist nahe . Seufftzet nicht widernandern / lieben Brüder / auff das jr nicht verdampt werdet . Sihe / der Richter ist fur der thür . Nemet / meine lieben Brüder / zum Exempel des leidens vnd der gedult / die Propheten / die zu euch geredt haben in dem namen des Herrn . Sihe / wir preisen selig / die erduldet haben . Die gedult Hiob habt jr gehöret / vnd das ende des Herrn habt jr gesehen / Denn der Herr ist barmhertzig vnd ein Erbarmer . Fvr allen dingen aber / meine Brüder / schweret nicht / weder bey dem Himel / noch bey der Erden / noch mit keinem andern Eid . Es sey aber ewer wort / Ja / das ja ist / vnd Nein / das nein ist / auff das jr nicht in heucheley fallet . Leidet jemand vnter euch / der bete . Jst jemand gutes muts ? der singe Psalmen . Jst jemand Kranck ? der ruffe zu sich die Eltesten von der Gemeine / vnd lassc sie vber sich beten vnd salben mit Ole / in dem namen des Herrn / vnd das Gebet des glaubens wird dem Krancken helffen / vnd der Herr wird jn auffrichten / vnd so er hat sünde gethan / werden sie jm vergeben sein . Mat . 5 ; Mar . 6 . Bekenne einer dem andern seine sünde / vnd betet fur einander / das jr gesund werdet . Des Gerechten gebet vermag viel / wenn es ernstlich ist . Elias war ein Mensch gleich wie wir / vnd er betet ein Gebet / das es nicht regen solte / Vnd es regent nicht auff Erden drey jar / vnd sechs monden . Vnd er betet abermal / vnd der Himel gab den Regen / vnd die Erde brachte jre Frucht . Luc . 4 ; 3 . Reg . 17 . Ljeben Brüder / so jemand vnter euch jrren würde von der warheit / vnd jemand bekeret jn / Der sol wissen / das / wer den sünder bekeret hat von dem jrthum seines weges / der hat einer Seele vom Tode geholffen / Vnd wird bedecken die menge der sünden . </passage></reply></GetPassage>