<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:67</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:67</urn><passage>ES war ein Man : mit namen Tobias / aus dem stamme Naphthali / aus einer Stad in Obergalilea / vber Aser / an der strassen zur lincken seiten gegen dem Meer / Der selbige ward mit gefangen / zu den zeiten Salmanasser des königes in Assyrien . Vnd wiewol er also vnter Frembden gefangen war / ist er dennoch von Gottes wort nicht abgefallen / Vnd alles was er hatte / teilet er seinen mitgefangenen Brüdern vnd verwandten mitte . Vnd wiewol er der jüngste Man war / des stams Naphthali / so hielt er sich doch nicht kindisch . Vnd da sonst jederman den gülden Kelbern dienete / welche Jerobeam der könig Jsrael hatte machen lassen / Meidet er doch solchen Grewel / vnd hielt sich zum Tempel vnd Gottesdienst zu Jerusalem / vnd dienet da dem HERRN / vnd betet an den Gott Jsrael . Gab auch seine Erstlinge vnd Zehenden gantz trewlich / also / das er allezeit / im dritten jar / den Frembdlingen / Widwen vnd Waisen jren zehende gab . Solchs hielt er von Jugent auff / nach dem Gesetz des HERRN . 4 . Reg . 17 ; 3 . Reg . 12 ; Exo . 22 ; Exo . 23 ; Deut . 12 ; Deut . 18 ; Deut . 26 . DA er nu erwachsen war / nam er ein Weib / aus dem stam Naphthali / mit namen Hanna / vnd zeugete mit jr einen Son / welchen er auch Tobiam nennete / Vnd lerete jn Gottes wort von Jugent auff / das er Gott fürchtet / vnd die sünde meidete . Num . 36 . VND als er mit seinem gantzen Stam / mit seinem Weib vnd Kindern / vnter den Gefangenen weggefürt ward / in die stad Nineue / vnd jederman ass von opffern vnd speisen der Heiden / Hütet er sich vnd verunreinigt sich nicht mit solcher speise . Vnd weil er von gantzem hertzen den HERRN fürchtet / gab jm Gott gnade fur Salmanassar dem könige zu Assyrien / Das er jm erleubt frey zugehen / wo er hin wolt / vnd ausrichten was er zuthun hatte . So zoch er nu zu allen / die Gefangen waren / vnd tröstet sie mit Gottes wort . VND er kam in die stad Rages in Meden / vnd hatte bey sich zehen Pfund silbers / damit jn der König begabt hatte . Vnd da er vnter andern Jsraeliten / sahe einen mit namen Gabel aus seinem Stam / der seer arm war / that er jm dasselbige Gelt / vnd nam eine Handschrifft von jm . Jnfr . 4 ; Jnfr . 9 . Lang aber hernach / nach dem tod Salmanassar / da sein son Senaherib nach jm regieret / welcher den kindern Jsrael feind war / gieng Tobias teglich zu allen Jsraeliten / vnd tröstet sie / vnd teilet einem jglichen mit von seinen Gütern / was er vermocht / Die Hungerigen speiset er / die Nacketen kleidet er / die Erschlagenen vnd Todten begrub er . Senaherib aber der König war geflohen aus Judea / da jn Gott geschlagen hatte / vmb seiner lesterung willen . Da er nu widerkam / war er ergrimmet / vnd lies viel der kinder Jsrael tödten / Der selbigen Leichnam verschaffte Tobias zubegraben . Als aber solchs der König erfuhr / hies er jn tödten / vnd nam jm alle seine Güter . Tobias aber flohe mit seinem Weibe vnd Sone / vnd hielt sich heimlich bey guten Freunden . 4 . Reg . 19 . Aber nach fünff vnd vierzig tagen / ward der König von seinen eigenen Sönen erschlagen / Vnd Tobias kam wider heim / vnd alle sein Gut ward jm widergegeben . Darnach auff des HERRN Fest / da Tobias in seinem Hause ein herrlich Mahl zugericht hatte / sprach er zu seinem Sone / Gehe hin vnd lade die Gottfürchtigen / aus vnserm Stamme / das sie mit vns essen . Vnd als er wider heim kam / sagte er dem vater Tobia / das einer auff der gassen tod lege . Da stund Tobias bald auff vom Tisch / vor dem essen / vnd gieng zu dem todten Leichnam / vnd hub jn auff / vnd trug jn heimlich in sein Haus / das er jn des nachts heimlich begrübe . Vnd als er die Leiche heimlich versteckt hatte / ass er sein Brot mit trawren / vnd dacht an das wort / welchs der HERR geredt hatte / durch Amos den Propheten / Ewre Feiertage sollen zu Trawertage werden . Vnd des nachts gieng er hin / vnd begrub den Todten . Amos . 8 . Seine Freunde aber alle straffeten jn / vnd sprachen / Jtzt newlich hat dich der König / vmb der sache willen heissen tödten / vnd bist kaum dauon komen / noch begrebstu die todten . Tobias aber furchte Gott mehr denn den König / vnd trug heimlich zusamen die Erschlagenen / vnd hielt sie heimlich in seinem Hause / vnd des nachts begrub er sie . Sup . 1 . ES begab sich aber auff einen tag / da er heim kam / als er Todten begraben hatte / vnd müde war / vnd sich neben eine wand leget / vnd entschlieff / schmeiste eine Schwalbe aus jrem nest / Das fiel jm also heis in die Augen / dauon ward er blind . Solch trübsal aber / lies Gott vber jn komen / Das die Nachkomen ein Exempel der Gedult hetten / wie an dem heiligen Hiob . Vnd nach dem er von Jugent auff Gott gefurcht / vnd seine Gebot gehalten hatte / zürnet noch murret er nicht wider Gott / das er jn hatte lassen blind werden / Sondern bleib bestendig in der furcht Gottes / vnd dancket Gott alle sein leben lang . Vnd wie die Könige des heiligen Hiob spotteten / Also verlachten Tobiam seine eigen Freunde / vnd sprachen / Wo ist nu dein vertrawen / darumb du dein Almosen gegeben / vnd so viel Todten begraben hast ? Vnd Tobias straffet sie vnd sprach / Saget nicht also / Denn wir sind kinder der Heiligen / vnd warten auff ein Leben / welchs Gott geben wird / denen so im glauben starck vnd feste bleiben fur jm . Hiob 4 . Hanna aber sein Weib / die erbeitet vleissig mit jrer hand / vnd erneeret jn mit spinnen . Es begab sich aber / das sie eine junge Ziegen heim brachte . Vnd da sie jr man Tobias höret blecken / sprach er / Sehet zu das nicht gestolen sey / Gebets dem rechten Herrn wider / Denn vns gebürt nicht zu essen vom gestolen Gut / oder das selb anzurüren . Vber diese rede ward sein Hausfraw zornig / antwortet vnd sprach / Da sihet man / das dein vertrawen nichts ist / vnd dein Almosen verlorn sind . Mit solchen vnd andern mehr worten / warff sie jm sein elend für . DA erseufftzet Tobias tieff / Vnd hub an zu weinen vnd zu beten / vnd sprach / HERR du bist gerecht / vnd alle dein Thun ist recht / vnd eitel Güte vnd Trewe . Vnd nu mein HERR sey mir gnedig / vnd reche nicht meine sünde / gedencke nicht meiner oder meiner Veter Missethat . Denn weil wir deine Gebot nicht gehalten haben / so sind wir auch dahin gegeben / vnsern Feinden / das sie vns berauben / gefangen halten vnd tödten / vnd sind zu schanden vnd spot vnd hohn worden den Frembden / dahin du vns zurstrewet hast . Vnd nu HERR / schrecklich sind deine Gerichte / weil wir deine Gebot nicht gehalten / vnd nicht recht gewandelt haben fur dir . Ah Herr / erzeige mir gnade / vnd nim meinen Geist weg im friede / Denn ich wil viel lieber tod sein / denn leben . VND es begab sich des selbigen tages / das Sara eine tochter Raguel in der Meder stad Rages / auch vbel geschmehet vnd gescholten ward / von einer Magd jres Vaters / Der hatte man sieben Menner nach einander gegeben / vnd ein böser geist Asmodi genant / hatte sie alle getödtet / als bald wenn sie beyligen sollen . Darumb schalt sie jres Vaters Magd / vnd sprach / Gott gebe / das wir nimer einen Son / oder Tochter von dir sehen auff erden / du Mennermörderin / Wiltu mich auch tödten / wie du die sieben Menner getödtet hast ? Auff solche wort gieng sie in eine Kamern / oben im Haus / vnd ass noch tranck nicht drey tage vnd drey nacht / vnd hielt an mit beten vnd weinen / vnd bat Gott / das er sie von der schmach erlösen wolt . Darnach am dritten tage / da sie jr gebet volendet hatte / lobet sie Gott / vnd sprach / Gelobet sey dein name HERR / ein Gott vnser Veter / Denn wenn du zürnest / erzeigestu gnad vnd güte / vnd in dem trübsal vergibstu sünde / denen die dich anruffen . Zu dir / mein HERR / kere ich mein angesicht / Zu dir hebe ich meine augen auff / vnd bitte dich / Das du mich erlösest aus dieser schweren schmach / oder mich von hinnen nemest . Du weist / HERR / das ich keins Mannes begert habe / vnd meine Seele rein behalten von aller böser lust / vnd habe mich nie zu vnzüchtiger vnd leichtfertiger Gesellschafft gehalten . Einen Man aber zu nemen / habe ich gewilliget / in deiner furcht / vnd nicht aus furwitz . Vnd entweder bin ich jr / oder sie sind meiner nicht werd gewesen / vnd du hast mich vieleicht einem andern Manne behalten / Denn dein Rat stehet nicht in Menschen gewalt . DAS weis ich aber furwar / wer Gott dienet / der wird nach der anfechtung getröst / vnd aus der trübsal erlöset / vnd nach der züchtigung findet er gnade / Denn du hast nicht lust an vnserm verderben . Denn nach dem vngewitter lesst du die Sonnen wider scheinen / vnd nach dem heulen vnd weinen / vberschüttestu vns mit freuden . Deinem Namen sey ewiglich ehre vnd lob / du Gott Jsrael . JN der stunde ward dieser beider Gebet erhöret von dem HERRN im Himel . Vnd der heilige Raphael / der Engel des HERRN / ward gesand / das er jnen beiden hülffe / weil jr Gebet gleich auff eine zeit fur dem HERRN fürgebracht ward . DA nu Tobias gedacht / das sein Gebet also erhöret were / das er sterben würde / Rieff er seinem Son zu sich / vnd sprach zu jm / Lieber son / Höre meine wort / vnd behalt sie feste in deinem hertzen . Wenn Gott wird meine Seele wegnemen / so begrabe meinen Leib . Vnd ehre deine Mutter alle dein lebenlang / Dencke dran / was sie fur fahr gestanden hat / da sie dich vnter jrem hertzen trug . Vnd wenn sie gestorben ist / so begrabe sie neben mich . Exo . 20 ; Eccle . 3 . VND dein lebenlang hab Gott fur augen vnd im hertzen / Vnd hüte dich / das du in keine Sünde willigst / vnd thust wider Gottes gebot . Von deinen Gütern hilff dem Armen / vnd wende dich nicht vom armen / So wird dich Gott wider gnedig ansehen . Wo du kanst / da hilff den Dürfftigen / Hastu viel / so gib reichlich / Hastu wenig / so gib doch das wenig mit trewem hertzen . Denn du wirst samlen einen rechten Lohn in der not / Denn die Almosen erlösen von allen sünden / auch vom tode / vnd lassen nicht in der not / Almosen ist ein grosser trost fur dem höhesten Gott . Hvte dich mein Son / fur allerley Hurerey / vnd on dein Weib halt dich / zu keiner andern . Deut . 24 . Hoffart las weder in deinem hertzen noch in deinen worten herrschen / Denn sie ist ein anfang alles verderbens . Wer dir erbeitet / dem gib bald seinen Lohn / vnd halt niemand seinen verdienten Lohn für . Was du wilt das man dir thue / das thu einem andern auch . Matt . 7 . Teile dein Brot den Hungerigen mit / vnd bedecke die Nacketen mit deinen Kleidern . Gib Almosen von deinem Brot vnd Wein / bey dem begrebnis der Fromen / vnd iss noch trincke nicht mit den Sündern . Allezeit suche rat bey den Weisen . Jesa . 58 . Vnd dancke allezeit Gott / vnd bete / das er dich regiere / vnd du in alle deinem fürnemen / seinem wort folgest . DV solt auch wissen mein Son / das ich zehen Pfund silbers / da du noch ein kind warest / gelihen habe dem Gabel / in der stad Rages in Meden / vnd seine Handschrifft habe ich bey mir / Darumb dencke wie du zu jm komest / vnd solch Geld fodderst / vnd jm seine Handschrifft wider gebest . Jnfr . 9 . Sorge nur nichts mein Son / Wir sind wol arm / Aber wir werden viel Gutes haben / so wir Gott werden fürchten / die sünde meiden / vnd guts thun . DA antwortet der junge Tobias seinem Vater / vnd sprach / Alles was du mir gesagt hast / mein Vater / das wil ich thun . Wie ich aber das Geld ermanen sol / das weis ich nicht / Er kennet mich nicht / so kenne ich jn auch nicht . Was sol ich jm fur ein Zeichen bringen / das er mir glauben gebe ? So weis ich auch den weg nicht dahin . Da antwortet jm sein Vater / vnd sprach / Seine Handschrifft habe ich bey mir / Wenn du die jm weisen wirst / so wird er dir bald das Gelt geben . Gehe nu hin / vnd suche einen trewen Gesellen / der vmb seinen Lohn mit dir ziehe / das du solch Gelt bey meinem leben wider kriegest . DA gieng der junge Tobias hin aus / vnd fand einen feinen jungen Gesellen stehen / der hatte sich angezogen / vnd bereitet zu wandern / vnd wuste nicht / das der Engel Gottes war / Grüsset jn / vnd sprach / Von wanne bistu guter Gesel ? Vnd er sprach / Jch bin ein Jsraeliter . Vnd Tobias sprach zu jm / Weistu den weg ins land Meden ? Er antwortet / Jch weis jn wol / vnd bin jn offt gezogen / vnd bin zur Herberge gelegen bey vnserm bruder Gabel / welcher wonet in der stag Rages / in Meden / welche ligt auffm berg Egbatana . Vnd Tobias sprach zu jm / Lieber verzeuch ein wenig / bis das ich dis meinem Vater widersage . Vnd Tobias gieng hinein / vnd sagt solchs seinem Vater / vnd der Vater verwundert sich / vnd bat den Jüngling / das er hinein gienge . Vnd er gieng zum Alten hinen / vnd grüsset jn / vnd sprach / Gott gebe dir freude . Vnd Tobias sprach zu jm / Was sol ich fur freude haben / der ich im finstern sitzen mus / vnd das liecht des Himels nicht sehen kan ? Vnd der Jüngling sprach zu jm / Hab gedult / Gott wird dir bald helffen . Vnd Tobias sprach zu jm / Wiltu meinen Son geleiten in die stad Rages / in Meden zu Gabel ? so wil ich dir deinen Lohn geben / wenn du wider komest . Vnd der Engel sprach zu jm / Jch wil jn hinfüren / vnd wider zu dir her bringen . VND Tobias sprach zu jm / Jch bitte dich / zeige mir an / aus welchem Geschlecht / vnd von welchem Stamme bistu ? Vnd der Engel Raphael sprach / Sey zu frieden / Jsts nicht gnug / das du einen Boten hast / Was darffstu wissen / wo her ich bin ? Doch das du deste weniger sorgen dürffest / so wil ich dirs sagen / Jch bin Azarias des grossen Ananie son . Vnd Tobias sprach / Du bist aus einem guten Geschlechte / Jch bitte dich / du wöllest nicht zörnen / das ich nach deinem Geschlecht gefragt habe . Vnd der Engel sprach / Jch wil deinen Son gesund hin vnd her wider füren . Tobias antwortet / So ziehet hin / Gott sey mit euch auff dem wege / vnd sein Engel geleite euch . DA schicket sich Tobias mit allem was er mit jm wolt nemen / vnd gesegnet Vater vnd Mutter / vnd zoch mit seinem Gesellen dahin . Vnd seine Mutter fieng an zu weinen / vnd sprach / Den trost vnsers Alters hastu vns genomen / vnd weg geschickt / Jch wolt / das das Geld nie gewesen were / darumb du jn weg geschickt hast . Wir weren wol zu frieden gewest mit vnserm armut / Das were ein gros Reichthumb / das vnser Son bey vns were . Vnd Tobias sprach / Weine nicht / vnser Son wird frisch vnd gesund hin vnd wider ziehen / vnd deine augen werden jn sehen . Denn ich gleube / das der gute Engel Gottes jn geleite / vnd alles wol schicken wird / das er furhat / Also / das er mit freuden wird wider zu vns komen . Also schweige seine Mutter stille / vnd gab sich zu frieden . VND Tobias zoch hin / vnd ein Hündlin lieff mit jm . Vnd die erste Tagereise bleib er bey dem wasser Tygris . Vnd gieng hin / das er seine Füsse wüssche / Vnd sihe / ein grosser Fisch fuhr eraus / jn zu verschlingen . Fur dem erschrack Tobias / vnd schrey mit lauter stimme / vnd sprach / O Herr / er wil mich fressen . Vnd der Engel sprach zu jm / Ergreiff jn bey den Flosfeddern / vnd zeuch jn heraus . Vnd er zog jn auffs land / da zappelt er fur seinen füssen . DA sprach der Engel / Hawe den Fisch von einander / das Hertz / die Gallen vnd die Lebbern behalt dir / Denn sie sind seer gut zur Artzney . Vnd etliche stücke vom Fische brieten sie / vnd namens mit auff den weg / Das ander saltzten sie ein / das sie es vnter wegen hetten / bis sie kemen in die stad Rages in Meden . Da fraget Tobias den Engel / vnd sprach zu jm / Jch bitte dich Azaria mein bruder / du woltest mir sagen / was man fur Artzney machen kan von den stücken / die du hast heissen behalten ? Da sprach der Engel / Wenn du ein stücklin vom Hertzen legest auff glüende kolen / so vertreibt solcher rauch allerley böse Gespenst / von Man vnd von Frawen / also / das sie nicht mehr schaden können . Vnd die Galle vom Fisch ist gut die Augen damit zu salben / das einem den Star vertreibe . Vnd Tobias sprach / Wo wöllen wir denn einkeren ? Vnd der Engel antwortet vnd sprach / Es ist hie ein Man / mit namen Raguel / dein Verwanter von deinem Stamme / der hat nur ein einige Tochter / die heisst Sara / vnd sonst kein Kind / dir sind alle seine Güter bescheret / vnd du wirst die Tochter nemen . Darumb wirb vmb sie bey jrem Vater / So wird er sie dir geben zum Weibe . Da sprach Tobias / Jch habe gehöret / das sie bereit sieben Mennern zuuor vertrawet ist / die sind alle tod / Vnd da zu sagt man / ein böser Geist habe sie getödtet . Darumb fürchte ich mich / das mirs nicht auch also möchte gehen / So würden denn meine Eltern fur leide sterben / weil ich ein einiger Son bin . DA sprach der Engel Raphael / Höre zu / Jch wil dir sagen / vber welche der Teufel gewalt hat / nemlich / vber die jenigen / welche Gott verachten / vnd allein vmb vnzucht willen Weiber nemen / wie das tumme Vieh . Du aber / wenn du mit deiner Braut in die kamer komest / soltu drey tag dich jr enthalten / vnd mit jr beten . Vnd die selbige nacht / wenn du wirst die Lebber vom fisch auff die glüende kolen legen / so wird der Teufel vertrieben werden . Die ander nacht aber soltu zu jr gehen züchtiglich / wie die heiligen Patriarchen . Die dritte nacht wirstu erlangen / das gesunde Kinder von euch geboren werden . Wenn aber die dritte nacht fur vber ist / so soltu dich zu der Jungfraw zuthun mit Gottes furcht / mehr aus begirde der Frucht / denn aus böser lust / Das du vnd deine Kinder den Segen erlangest / der dem samen Abraham zugesagt ist . VND sie kereten zum Raguel ein / vnd Raguel empfieng sie mit freuden . Vnd er sahe Tobiam an / vnd sprach zu der Hanna seinem Weibe / wie gleich sihet der junge Gesell vnserm Vetter . Vnd als er das saget / sprach er / Von wanne seid jr / lieben Brüder ? Sie sprachen aus dem stam Naphthali sind wir / von den Gefangenen in Nineue . Raguel sprach zu jnen / Kennet jr Tobiam meinen Bruder ? Sie sprachen / Ja wir kennen jn wol . Vnd als er nu viel guts von Tobia redet / sprach der Engel zu Raguel / Der Tobias / nach dem du fragest / ist dieses Jünglings Vater . Vnd Raguel neiget sich gegen jm / weinet / vnd fiel jm vmb den hals / vnd küsset jn / vnd sprach / O mein lieber Son / Gesegnet seiestu / Denn du bist eines rechten fromen Mannes son . Vnd Hanna sein weib / vnd Sara jre tochter fiengen auch an zu weinen . Darnach hies Raguel einen Scheps schlachten / vnd das Mal bereiten . Vnd als sie sie baten / das sie sich wolten zu Tisch setzen / sprach Tobias / Jch wil heute nicht essen noch trincken / du gewerest mich denn einer Bitte / vnd sagest mir zu / Saram deine tochter zu geben . Da das Raguel höret / erschrack er / Denn er dachte / was den sieben Mennern widerfaren war / welchen er zuuor seine Tochter gegeben hatte / vnd furchte sich / es möchte diesem auch also gehen . Vnd da er nicht antworten wolt / sprach der Engel zu jm / Schewe dich nicht / jm die Magd zu geben / Deine tochter ist jm bescheret zum Weibe / weil er Gott fürchtet / Darumb hat deine Tochter keinem andern werden mögen . DA sprach Raguel / Jch zweiuel nicht / das Gott meine heisse threnen vnd Gebet erhöret habe / vnd gleube / das er euch habe darumb lassen zu mir komen / das meine Tochter diesen kriegen wird / aus jrem Geschlecht nach dem gesetz Mose / Vnd nu hab keinen zweiuel / ich wil dir sie geben . Vnd nam die Hand der Tochter / vnd schlug sie Tobie in die hand / vnd sprach / Der Gott Abraham / der Gott Jsaac / der Gott Jacob / sey mit euch / vnd helffe euch zusamen / vnd gebe seinen Segen reichlich vber euch . Vnd sie namen einen Brieff / vnd schrieben die Ehestifftung / vnd lobten Gott / vnd hielten Malzeit . Vnd Raguel rieff zu sich Hannam sein weib / vnd hies sie die ander Kamer zurichten . Vnd füreten hinein Saram seine tochter / vnd sie weinet . Vnd er sprach zu jr / Sey getrost meine Tochter / Der HERR des Himels gebe dir freude / fur das leid / das du erlidden hast . VND nach dem Abendmal / füreten sie den jungen Tobiam zu der Jungfrawen in die Kamer . Vnd Tobias dacht an die rede des Engels / vnd langet aus seinem Secklin ein stücklin von der Lebbern / vnd legt es auff die glüende kolen . Vnd der Engel Raphael nam den Geist gefangen / vnd band jn in die wüsten ferne in Egypten . Darnach vermanet Tobias die Jungfraw / vnd sprach / Sara stehe auff / vnd las vns Gott bitten / heute vnd morgen / Denn diese drey nacht wöllen wir beten / Darnach wöllen wir vns zusamen halten / als Eheleute . Denn wir sind kinder der Heiligen / vnd vns gebürt nicht solchen Stand an zu fahen / wie die Heiden / die Gott verachten . Sup . 6 . VND sie stunden auff / vnd beten beide vleissig / das sie Gott behüten wolt . Vnd Tobias betet vnd sprach / HERR mein Gott / du Gott vnser Veter / dich sollen loben / Himel / Erde / Meer / alle Wasser vnd Brunnen / vnd alle Creaturn / vnd was darinnen ist . Du hast gemacht Adam aus einem Erdenklos / vnd hast jm gegeben Heuam zu einem Gehülffen . Vnd nu HERR / Du weist / das ich nicht böser Lust halben / diese meine Schwester zum Weibe genomen / sondern das ich müge Kinder zeugen / dadurch dein heiliger Name ewiglich gepreiset vnd gelobt werde . Vnd Sara sprach / HERR erbarm dich vnser / Das wir beide gesund mögen vnser Alter erlangen . Gene . 2 . VND vmb mitternacht rieff Raguel seinen Dienern / vnd gieng mit jnen / das sie ein Grab machten / Denn er sprach / Es möcht jm vieleicht auch gangen sein wie den andern Sieben / welche mit jr vertrawet gewesen sind . Vnd als sie das Grab gemacht hatten / kam Raguel zu seinem Weibe / vnd sprach / Schicke hin eine Magd / vnd las sehen / ob er auch tod sey / Das wir jn vor tage begraben . Vnd die Magd schleich in die Kamer / fand sie beide gesund vnd frisch / vnd schlaffend bey einander / Vnd sie bracht jnen die gute Botschafft . VND Raguel vnd sein weib Hanna danckten Gott vnd sprachen / Wir dancken dir HERR du Gott Jsrael / das es nicht geschehen ist / wie wir besorgten . Denn du hast deine Barmhertzigkeit an vns erzeigt / vnd hast vnsern Feind / der vns leide that / vertrieben / Du hast dich erbarmet vber diese zwey einige Kinder . Vnd nu HERR gib jnen / das sie dich allezeit loben / fur solche Gnade / vnd dir allzeit preis vnd lob opffern / Das ander Leute an jnen erkennen / das du allein Gott bist in aller Welt . VND als bald befalh Raguel / das sie das Grab wider fülleten / ehe es tag würde . Vnd seinem Weibe befalh er / das sie wider ein Mal zurichtet / Vnd schüffe jnen alle notdurfft auff den weg . Vnd er lies zwey feiste Rinder schlachten / vnd vier Schafe / vnd lud alle seine Nachbarn vnd Freunde zu gast . Vnd Raguel vermanet vnd bat Tobiam hoch / das er zwo wochen wolt bey jm verziehen . Vnd von alle seinen Gütern gab er die helffte Tobie / Vnd macht eine Verschreibung / das nach seinem tode / die ander helffte auch Tobie werden solte . Da rieff Tobias den Engel zu sich / Denn er meinet / es were ein Mensch / vnd sprach zu jm / Asaria mein bruder / ich bitte dich / höre mein wort . Wenn ich mich dir gleich selb zu einem eigene knecht gebe / So were es noch nichts gegen deiner wolthat . Doch bitte ich dich / nim diese Knechte vnd Kamel / vnd zeuch zu Gabel gen Rages in Meden / vnd gib jm diese Handschrifft / vnd nim von jm das Geld / vnd bitte jn / das er wölle zu meiner Hochzeit komen . Denn du weissest / mein Vater zelet stunde vnd tag / vnd wenn ich einen tag zu lang aussen bliebe / so würde seine Seele betrübt . Vnd du weist wie seer mich Raguel gebeten hat / das ichs jm nicht kan abschlahen . Sup . 4 . DA nam der Engel Raphael vier der Knechte Raguelis / vnd zwey Kamel / vnd zoch gen Rages / vnd fand den Gabel / vnd gab jm die Handschrifft / vnd empfieng das Geld von jm . Vnd zeigt jm an / alles was geschehen war vom son Tobie / vnd bat jn zur Hochzeit . VND da sie mit einander kamen in das haus Raguelis / funden sie Tobiam vber tisch / Vnd sihe / er stund gegen jnen auff / vnd küsseten einander . Vnd Gabel weinete / vnd lobet Gott vnd sprach / Es segene dich der Gott Jsrael / denn du bist eins fromen / gerechten vnd gottfürchtigen Mannes son / der den Armen viel gutes gethan hat / Gesegnet sey dein Weib vnd deine Eltern / vnd Gott gebe / das jr sehet / ewer Kinder / vnd ewer Kindskinder / bis ins dritte vnd vierde Geschlecht / Vnd gesegnet sey dein Same von dem Gott Jsrael / der da herrschet vnd regieret ewiglich . Vnd als sie alle Amen gesprochen / satzten sie sich zu tische / Aber das Mahl vnd freude hielten sie in Gottes furcht . Als aber der junge Tobias seiner Hochzeit halben lange aussen war / fieng der alte Tobias sein Vater an zu sorgen / vnd sprach / Warumb wird mein Son so lange aussen sein / vnd was helt jn auff ? Vieleicht ist Gabel gestorben / vnd niemand wil jm das Geld widergeben . Vnd wurden seer trawrig / Tobias vnd Hanna sein Hausfraw / vnd weineten beide / das jr Son auff die bestimpte zeit nicht wider heim kam . VND seine Mutter weinete / das sie sich nicht wolt trösten lassen / vnd sprach / Ah mein Son / ah mein son / Warumb haben wir dich lassen wandern / vnser einige freude / vnser einiger trost in vnserm Alter / vnser hertz vnd vnser Erbe . Wir hetten Schatzs gnug gehabt / wenn wir dich nicht hetten weggelassen . Vnd Tobias sprach zu jr / Schweige vnd sey getrost / vnserm Son gehets / ob Gott wil / wol / Er hat einen trewen Gesellen mit sich . Sie aber wolt sich nicht trösten lassen / vnd lieff alletage hin aus / vnd sahe auff alle strassen / da er her komen solt / ob sie jn etwa ersehe . Sup . 5 . Raguel aber sprach zu seinem eidem Tobia / Bleib bey vns / ich wil einen Boten schicken zu Tobia deinem Vater / vnd jn wissen lassen / das dirs wol gehet . Vnd Tobias sprach / Jch weis / das mein Vater vnd Mutter jtzund alle tag vnd stunde zelen / vnd sind meinet halben hoch bekümert . Vnd als Raguel mit vielen worten Tobiam bat / vnd ers in keinen weg willigen wolt / befalh er jm Saram / vnd gab jm die helffte aller seiner Güter / an Knechten / Megden / an Viehe / Kameln vnd Rindern / vnd viel Geld / vnd lies jn gesund vnd frölich von sich ziehen / vnd sprach / Der heilige Engel des HERRN sey bey dir auff dem wege / vnd bringe dich gesund wider heim / das du dein Eltern gesund findest / Vnd Gott gebe / das meine augen mögen ewer Kinder sehen / ehe ich sterbe . Vnd die Eltern namen die Tochter vnd küsseten sie / vnd liessen sie von sich / Vnd vermaneten / das sie ja wolt jres Mannes eltern ehren / als jr eigen Eltern / jren Man lieben / das Gesinde vleissig regieren / vnd sich selbs züchtiglich halten . VND auff dem wege / da sie gen Haran kamen / welches auff halbem wege ist gegen Nineue / am eilfften tage / sprach der Engel / Tobia mein bruder / Du weist / wie wir mit deinem Vater verlassen haben . Wenn dirs gefiel / so wolten wir vorhin ziehen / vnd dein Weib so gemach lassen hernach ziehen / mit dem Gesinde vnd Vieh . Vnd als Tobia solchs gefiel / sprach Raphael / Nim zu dir von des fisches Gallen / Denn du wirst jr bedürffen . Da nam Tobias des fisches Galle zu sich / vnd zogen also vorhin . Hanna aber sass teglich am wege auff einem Berge / das sie kund weit vmb sich sehen . Vnd als sie an dem ort nach jm sahe / ward sie jres Sons gewar von ferne / vnd kand jn von stund an / vnd lieff hin / vnd sagets jrem Manne / vnd sprach / Sihe / dein Son kompt . VND Raphael sprach zu Tobia / Bald wenn du wirst ins Haus komen / So bete vnd ruffe zum HERRN / vnd dancke jm / vnd gehe darnach zu deinem Vater / vnd küsse jn / vnd als bald salbe jm die Augen mit der Gallen vom fische / welche du bey dir hast / So werden von stund seine Augen geöffnet werden ? vnd dein Vater wird wider sehend / vnd seer fro werden . DA lieff der Hund vorhin / welchen sie mit sich genomen hatten / vnd wedelt mit seinem Schwantz / sprang vnd stellet sich frölich . Vnd sein blinder Vater stund eilend auff / vnd eilet / das er sich sties / Da rüffet er einem Knecht / der jn bey der hand füret / seinem Son entgegen . Der gleichen that die Mutter / vnd küsseten jn / vnd weineten beide fur freuden . Vnd als sie gebetet hatten / vnd Gott gedanckt / satzten sie sich zusamen nider . DA nam Tobias von der Gallen des fisches / vnd salbet dem Vater seine Augen . Vnd er leid das fast eine halbe stunde / vnd der Star gieng jm von den Augen / wie ein heutlin von einem ey . Vnd Tobias nam es / vnd zog es von seinen Augen / vnd als bald ward er wider sehend . Vnd sie preiseten Gott / er vnd sein Weib / vnd alle / die es erfuren . Vnd Tobias sprach / Jch dancke dir HERR / du Gott Jsrael / das du mich gezüchtiget hast / vnd doch mir wider geholffen / das ich meinen lieben Son wider sehen kan . VND nach sieben tagen / kam auch Sara seins Sons weib / mit alle jrem Gesinde / Viehe vnd Kamel / vnd brachten viel Goldes mit sich / vnd auch das Geld / das er empfangen hatte von dem Gabel . Vnd Tobias erzelet seinen Eltern / so viel guts / das Gott bey jm gethan hatte / durch den Gesellen / der mit jm gezogen war . Vnd Achior vnd Nabath / Tobie vettern kamen zu jm / vnd wündscheten jm glück / freweten sich mit jm alles des glücks / das jm Gott gegeben hatte . Vnd sieben tage lang assen sie mit einander / vnd waren frölich . Darnach rieff Tobias seinem Son zu jm / vnd sprach / Was sollen doch wir dem heiligen Manne / deinem Gesellen geben / der mit dir gezogen ist ? Vnd Tobias antwortet seinem Vater / Wie können wir die grosse wolthat / die er mir gethan hat / vergelten ? Er hat mich gesund hin vnd wider bracht / Hat das Geld selbs bey Gabel geholet / Hat mir zu diesem Weibe geholffen / Da zu hat er den bösen Geist vertrieben / vnd jre Eltern erfrewet / Ja mich selb hat er errettet / da mich der grosse Fisch fressen wolt / Vnd hat dir wider geholffen zu deinem Gesichte / vnd hat vns vber die masse viel guts gethan / Wie können wir jm denn solche grosse wolthat vergelten ? Aber ich bitte dich mein Vater / beute jm an die helffte aller Habe / die wir mit vns bracht haben / das ers wolt annemen . VND beide Vater vnd Son / fodderten jn auff einen ort / vnd baten jn / das er wolt annemen die helffte aller Güter / die sie mit sich bracht hatten . Vnd er saget heimlich zu jnen / Lobet vnd dancket jr Gott von Himel bey jederman / das er euch solche gnade erzeiget hat . Der Könige vnd Fürsten rat vnd heimligkeit / sol man verschweigen / Aber Gottes werck sol man herrlich preisen vnd offenbaren . Ein solch Gebet mit fasten vnd almosen ist besser / denn viel Golds zum Schatz samlen / Denn die Almosen erlösen vom tode / tilgen die sünde / halten bey dem leben / Die Gottlosen aber bringen sich selber vmb jr leben . Sup . 4 . SO wil ich nu die warheit offenbaren / vnd den heimlichen befelh euch nicht verbergen . Da du so heiss weinetest vnd betest / stundest von der Mahlzeit auff / vnd begrubest die Todten / hieltest die Leichen heimlich in deinem Hause / vnd begrubest sie bey der nacht / Da bracht ich dein Gebet fur den HERRN . Vnd weil du Gott lieb warest / so musts so sein / on Anfechtung mustestu nicht bleiben / Auff das du beweret wurdest . Vnd nu hat mich Gott geschickt / das ich dich solle heilen / vnd den bösen Geist vertreiben / der vmb Sara deines Sons weib war . Vnd ich bin Raphael / einer von den sieben Engeln / die wir fur dem HERRN stehen . Sup . 5 ; Sup . 8 ; Sup . 11 . ALS sie das höreten / wurden sie betrübt / zitterten vnd fielen auff jr angesicht zur erden . Vnd der Engel sprach zu jnen / Seid getrost / vnd fürchtet euch nicht / Denn Gott hats so haben wöllen / das ich bey euch gewesen bin / den lobet vnd dancket . Es schein wol / als esse vnd trüncke ich mit euch / aber ich brauch vnsichtbar speise / die kein Mensch sehen kan . Vnd nu ists zeit / das ich zu dem wider hin gehe / der mich gesand hat / Dancket jr Gott / vnd verkündiget seine Wunder . VND als er das gesagt hatte / verschwand er fur jren augen / vnd sahen jn nimer . Vnd sie fielen nieder drey stunde lang / vnd danckten Gott / Vnd darnach stunden sie auff / vnd sagten solchs nach / vnd verkündigeten seine grosse Wunder . Tobias aber that seinen mund auff / lobet Gott / vnd sprach . HERR du bist ein grosser starcker Gott / Vnd dein Reich weret ewiglich . DV züchtigest / vnd tröstet wider / Du kanst in die Helle stossen / vnd wider eraus füren / Deiner Hand kan niemands entfliehen . 1 . Reg . 2 . JR kinder Jsrael / lobet den HERRN / vnd fur den Heiden preiset jn . Denn darumb hat er euch zerstrewet vnter die Heiden / welche jn nicht kennen / Das jr seine Wunder verkündiget / Vnd die Heiden erkennen / das kein allmechtiger Gott ist / denn er allein . ER hat vns gezüchtiget vmb vnser Sünde willen / Vnd durch seine Güte hilfft er vns wider . Sehet was er an vns gethan hat / Mit furcht vnd zittern lobet jn in seinen Wercken / Vnd preiset den / der ewiglich herrschet . Vnd ich wil jn auch preisen / in diesem Lande / darin wir gefangen sind / Denn er hat seine Wunder vber ein sündlich Volck erzeigt . Darumb bekeret euch jr Sünder / vnd thut gutes fur Gott / Vnd gleubt / das er euch Güte erzeigt . VND ich wil mich nu von hertzen frewen in Gott / Lobet den HERRN jr seine Auserweleten / haltet Freudentage / vnd preiset jn . Jerusalem du Gottes stad / Gott wird dich züchtigen vmb deiner werck willen / Aber er wird sich wider dein erbarmen . Lobe den HERRN vmb seine Gabe / Vnd preise den ewigen Gott / das er deine Hütten wider bawe . Vnd alle deine Gefangen widerhole / Das du ewiglich dich frewen mügest . DV wirst wie ein heller Glantz leuchten / Vnd an allen enden auff Erden wird man dich ehren . Von fernen Landen wird man zu dir komen / vnd Geschenck bringen . JN dir werden sie den HERRN anbeten / vnd du wirst das Heiligthum heissen / Den grossen Namen des HERRN werden sie in dir anruffen . Verflucht werden sein alle die dich verachten / Verdampt werden sein alle die dich lestern . Gesegnet werden sein alle die dich bawen . DV aber wirst dich frewen vber deinen Kindern / Denn sie werden alle gesegnet / vnd zum HERRN gebracht werden . Wol denen / die dich lieben / vnd die dir wündschen / das dirs wolgehe . Meine seele lobe den HERRN / Denn der HERR vnser Gott wird die stad Jerusalem von allen trübsalen erlösen . Wol mir / so die vbrigen von meinem Samen / sehen werden Jerusalem in seiner herrligkeit . Dje pforten Jerusalem werden von Saphir vnd Smaragd gebawet werden / Vnd aus Edelsteinen / rings vmb alle jre mauren . Apoc . 21 . Mjt weissem vnd reinem Marmor / werden alle jre Gassen gepflastert werden / vnd in allen Strassen wird man Haleluia singen . Gelobet sey Gott / der sie erhöret hat / Vnd sein Reich bleibe ewiglich vber sie / Amen . Nach diesem Geschicht / als Tobias war wider sehend worden / lebet er noch zwey vnd vierzig jar / vnd sahe seine Kindskind . Vnd als er nu hundert vnd zwey jar alt war / ward er ehrlich begraben zu Nineue . Denn da er sechs vnd funffzig jar alt war / ward er blind / vnd im sechzigsten jar ward er wider sehend . Vnd hat die vbrige zeit seines Lebens / frölich zugebracht / vnd nam zu in Gottes furcht / vnd starb in gutem frieden . Vor seinem Tod aber / foddert er Tobiam seinen son zu sich / vnd sieben junge Knaben / seines Sons kinder / vnd sprach zu jnen / Nineue wird bald zu bodem gehen / Denn das wort des HERRN wird nicht feilen / Aber in Meden wirds als denn noch ein zeitlang Friede sein . Vnd vnsere Brüder / welche aus dem lande Jsrael zerstrewet sind / werden wider komen . Vnd vnser Land / das jtzt wüste ist / wird wider allenthalben bewonet werden . Vnd das Gottes haus / das da verbrennet ist / sol wider gebawet werden / vnd werden wider hin komen / alle die Gott fürchten . Vnd auch die Heiden werden jre Götzen verlassen / vnd werden gen Jerusalem komen / vnd da wonen / Vnd alle Heiden vnd Könige werden sich in jr frewen / vnd anbeten den Gott Jsrael . SO höret nu meine Söne ewern Vater / Dienet dem HERRN in der warheit / vnd halt euch zu jm rechtschafften . Thut was er geboten hat / vnd leret solchs ewre Kinder / Das sie auch Almosen geben / das sie Gott allzeit fürchten / vnd trawen von gantzem hertzen . Vnd liebe Kinder höret mich / vnd bleibet nicht hie zu Nineue / Sondern wenn jr ewer Mutter auch begraben habt / neben mich in meinem Grabe / Als denn macht euch auff / das jr von hinnen ziehet / Denn ich sehe / das die Sünde Nineue wirds mit jr ein ende machen . VND als bald nach seiner Mutter tod / zoch Tobias von Nineue / mit seinem Weib / Kindern vnd Kindskindern / vnd zoch in Meden zu seinem Schweher / vnd seines Weibes Freunden / vnd fand sie frisch vnd gesund in einem guten rüglichen Alter / Vnd er pflegt jr . Vnd als sie sturben / drücket er jnen auch jr Augen zu / Vnd kriegt also das gantze Erbe vnd güter Raguelis . Vnd lebet bis in das fünffte Geschlecht / vnd sahe seine Kinder vnd Kindskinder . Vnd als er neun vnd neunzig jar alt war / welche er in Gottes furcht frölich zugebracht hatte / begruben jn seine Freunde . Vnd alle sein Geschlecht / bleib in heiligem wandel vnd leben / Also / das sie angenem waren / fur Gott vnd den Leuten / vnd allen die im Lande woneten . - Ende des Buchs Tobie . </passage></reply></GetPassage>