<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:70</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:70</urn><passage>Habt Gerechtigkeit lieb : jr Regenten auff Erden . Dencket / das der HERR helffen kan / vnd fürchtet jn mit ernst / Denn er lesst sich finden von denen / so jn nicht versuchen / vnd erscheinet denen die jm nicht mistrawen . Aber ruchloser dünckel ist ferne von Gott / Vnd wenn die straffe kompt / beweiset sie / was jene fur Narren gewesen sind . Denn die Weisheit kompt nicht in eine boshafftig Seele / vnd wonet nicht in eim Leibe / der sünden vnterworffen . Denn der heilige Geist / so recht leret / fleucht die Abgöttischen / vnd weichet von den Ruchlosen / welche gestrafft werden mit den sünden / die vber sie verhenget werden . Denn die Weisheit ist so from / das sie den Lesterer nicht vngestrafft lesst / Denn Gott ist Zeuge vber alle gedancken / vnd erkennet alle hertzen gewis / vnd höret alle wort . Denn der Weltkreis ist vol Geistes des HERRN / Vnd der die Rede kennet / ist allenthalben . Darumb kan der nicht verborgen bleiben / der das vnrecht redet / Vnd das Recht / so jn straffen sol / wird sein nicht feilen . Denn des Gottlosen anschlege müssen fur Gericht / vnd seine Rede müssen fur den HERRN komen / Das seine vntugend gestrafft werde . Denn des Eiuerigen Das ist / Gottes ohr . ohr höret alles / vnd das spotten der Lesterer / wird nicht verborgen bleiben . SO hütet euch nu / fur dem schedlichen lestern / vnd enthaltet die Zungen fur dem fluchen . Denn das jr heimlich mit einander in die ohren redet / wird nicht so leer hingehen / Denn der mund / so da leuget / tödtet die Seele . Strebet nicht so nach dem Tod / mit ewrem jrthum / Vnd ringet nicht so nach dem verderben / durch ewr hende werck . Denn Gott hat den Tod nicht gemacht / vnd hat nicht lust am verderben der Lebendigen . Sondern er hat alles geschaffen / das es im wesen sein solte / Vnd was in der Welt geschaffen wird / das ist gut / vnd ist nichts schedlichs drinnen . Dazu ist der Hellen reich nicht auff Erden ( Denn die gerechtigkeit ist vnsterblich ) Sondern die Gottlosen ringen darnach / beide / mit worten vnd mit wercken / Denn sie halten jn Den Tod . fur Freund / vnd faren dahin / vnd verbinden sich mit jm / Denn sie sinds auch werd / das sie seins teils sind . Denn es sind rohe Leute / vnd sagen / Es ist ein kurtz vnd müheselig ding vmb vnser Leben / Vnd wenn ein Mensch dahin ist / so ists gar aus mit jm / So weis man keinen nicht / der aus der Helle widerkomen sey . On gefehr Das ist / Wir werden geborn on Gottes Versehung oder Rat . sind wir geboren / vnd faren wider dahin / als weren wir nie gewest . Denn das schnauben in vnser Nasen ist ein rauch / Vnd vnser Rede ist ein füncklin / das sich aus vnserm hertzen regt . Wenn dasselbige verlosschen ist / so ist der Leib dahin / wie ein Loderassche / Vnd der Geist zufladdert / wie eine dünne lufft . Vnd vnsers namens wird mit der zeit vergessen / das freilich niemand vnsers Thuns gedencken wird . Vnser Leben feret dahin / als were ein Wolcke da gewest / vnd zergehet wie ein Nebel / von der Sonnen glantz zutrieben / vnd von jrer hitze verzeret . Vnser zeit ist / wie ein Schatte dahin feret / Vnd wenn wir weg sind / ist kein widerkeren / Denn es ist fest versiegelt / das niemand widerkompt . Wol her nu / vnd lasset vns wolleben / weils da ist / vnd vnsers Leibs brauchen / weil er jung ist . Wir wöllen vns mit dem besten Wein vnd Salben füllen / Lasst vns die Meyenblumen Das ist / Vnser schönen frischen Jugent / ehe wir alt vnd vntüchtig werden / Vtendum est etate etc . nicht verseumen . Lasst vns Krentze tragen von jungen Rosen / ehe sie welck werden . Vnser keiner las jm feilen mit brangen Jm sause leben . / Das man allenthalben spüren müge / wo wir frölich gewesen sind / Wir haben doch nicht mehr dauon / denn das . Lasst vns den armen Gerechten vberweldigen / vnd keiner Widwen noch alten Mans schonen . Lasst vns der alten Greisen straffe nicht achten . Was wir nur thun können / das sol recht sein / Denn wer nicht thun kan was jn gelüst / der gilt nichts . So lasst vns auff den Gerechten lauren / Denn er macht vns viel vnlust / vnd setzet sich wider vnser Thun / vnd schilt vns / Das wir wider das Gesetze sündigen / vnd ruffet aus vnser wesen fur sünde . Er gibt für / das er Gott kenne / vnd rhümet sich Gottes kind / strafft was wir im hertzen haben . Er ist vns nicht leidlich / auch anzusehen / Denn sein Leben reimet sich nichts mit dem andern / vnd sein wesen ist gar ein anders . Er helt vns fur vntüchtig / vnd meidet vnser Thun / als einen vnflat / Vnd gibt fur / wie es die Gerechten zu letzt gut haben werden / vnd rhümet / das Gott sein Vater sey . SO lasst doch sehen / Ob sein wort war sey / vnd versuchen / wie es mit jm ein ende werden wil . Jst der Gerecht / Gottes son / so wird er jm helffen / vnd erretten von der hand der Widersacher . Mit schmach vnd qual wöllen wir jn stöcken / das wir sehen / wie from er sey / vnd erkennen / wie gedültig er sey . Wir wöllen jn zum schendlichen Tod verdamnen / Da wird man jn kennen an seinen worten . Solchs schlahen sie an / vnd feilen / Jr bosheit hat sie verblendet / das sie Gottes heimlich Gericht nicht erkennen . Denn sie haben der Hoffnung nicht / das ein heilig Leben belohnet werde / Vnd achten der ehren nichts / so vnstreffliche Seelen haben werden . Denn Gott hat den Menschen geschaffen / zum ewigen Leben / vnd hat jn gemacht zum Bilde / das er gleich sein sol / wie er ist . Aber durchs Teufels neid / ist der Tod in die Welt komen / Vnd die seins teils sind / helffen auch dazu . Aber der Gerechten seelen sind in Gottes hand / vnd kein qual rüret sie an . Fur den Vnuerstendigen werden sie angesehen / als stürben sie / Vnd jr Abschied wird fur ein pein gerechnet / vnd jr Hinfart fur ein verderben / Aber sie sind im Friede . Ob sie wol fur den Menschen viel leidens haben / So sind sie doch gewisser Hoffnung / das sie nimer mehr sterben . Sie werden ein wenig gesteupt / Aber viel guts wird jnen widerfaren / Denn Gott versucht sie / vnd findet sie / das sie sein werd sind . ER prüfet sie / wie Gold im ofen / vnd nimpt sie an / wie ein völliges Opffer . Vnd zur zeit / wenn Gott drein sehen wird / werden sie helle scheinen / vnd daher faren / wie Flammen vber den Stoppeln Sind die Heiden vnd Gottlosen . . Sie werden die Heiden richten / vnd herrschen vber alle Völcker / Vnd der HERR wird ewiglich vber sie herrschen . Denn die jm vertrawen / die erfaren / das er trewlich helt / Vnd die trew sind in der Liebe / lesst er jm nicht nemen . Denn seine Heiligen sind in gnaden vnd barmhertzigkeit / Vnd er hat ein auffsehen auff seine Ausserweleten . Aber die Gottlosen werden gestrafft werden / gleich wie sie fürchten / Denn sie achten des Gerechten nicht / vnd weichen vom HERRN . Denn wer die Weisheit vnd die Rute veracht / der ist vnselig / Vnd jr Hoffnung ist nichts / vnd jr Erbeit ist vmb sonst / vnd jr Thun ist kein nütze . Jre Weiber Was hie bis zum ende des Capitels von Weibern vnd Kindern geredt wird / sol man verstehen Prophetisch / das ist / von Landen vnd Leuten . Wie die Propheten Babylon / Jerusalem / Jsrael / eine Tochter / oder Weib nennen / vnd Hurerey / Abgötterey / Bette / Kirchen vnd Altar . sind Nerrin / vnd jr Kinder boshafftig / Verflucht ist / was von jnen geboren ist . Denn selig ist die Vnfruchtbare / die vnbefleckt ist / die da vnschüldig ist / des sündlichen Bettes / Die selbige wirds geniessen zur zeit / wenn man die Seelen richten wird . Desselbigen gleichen ein Vnfruchtbarer / der nichts vnrechts mit seiner hand thut / noch arges wider den HERRN denckt / dem wird gegeben fur seinen glauben / ein sonderliche Gabe / vnd ein besser teil im Tempel des HERRN . Denn gute Erbeit gibt herrlichen Lohn / Vnd die wurtzel des verstands Wer in Gottes wort wol versucht ist / vnd viel erlidden hat / der wird blühen vnd grünen ewiglich . verfaulet nicht . Psal . 1 ; Jsa . 54 . Aber die Kinder der Ehebrecher gedeien nicht / Vnd der same aus vnrechtem Bette / wird vertilget werden . Vnd ob sie gleich lange lebeten / So müssen sie doch endlich zu schanden werden / vnd jr Alter wird doch zu letzt on ehre sein . Sterben sie aber balde / So haben sie doch nichts zu hoffen / noch trost zur zeit des Gerichts / Denn die Vngerechten nemen ein bös ende . Besser ists keine Kinder haben / so man from ist / Denn dasselbige bringet ewiges lob / Denn es wird beide bey Gott vnd den Menschen gerhümet . Wo es ist / da nimpt man es zum Exempel an / Wers aber nicht hat / der wündschet es doch / vnd pranget in ewigem Krantz / vnd behelt den Sieg des keuschen kampffs . Aber die fruchtbar menge der Gottlosen / sind kein nütze / Vnd was aus der Hurerey gepflantzt wird / das wird nicht tieff wurtzeln / noch gewissen grund setzen . Vnd ob sie eine zeit lang an den Zweigen grunen / weil sie gar lose stehen / werden sie vom Winde bewegt / vnd vom starcken winde ausgerottet . Vnd die vnzeitigen Este werden zubrochen / vnd jr Frucht ist kein nütze / vnreiff zu essen vnd zu nichts tügend . Denn die Kinder / so aus vnehelichem Beyschlaff geborn werden / müssen zeugen von der bosheit wider die Eltern / wenn man sie fraget . Aber der Gerechte / ob er gleich zu zeitlich stirbet / ist er doch in der Ruge ( Denn das Alter ist ehrlich / nicht das lange lebet / oder viel jar hat / Klugheit vnter den Menschen ist das rechte grawe Har / vnd ein vnbefleckt Leben / ist das rechte Alter ) Denn er gefelt Gott wol / vnd ist jm lieb / Vnd wird weggenomen aus dem Leben / vnter den Sündern / vnd wird hingerücket / das die Bosheit seinen verstand nicht verkere / noch falsche Lere seine Seele betriege . Denn die bösen Exempel verfüren / vnd verterben eim das Gut / vnd die reitzende Lust verkeret vnschüldige Hertzen . Er ist bald volkomen worden / vnd hat viel jar erfüllet / Denn seine seele gefelt Gott / darumb eilet er mit jm aus dem bösen leben . Jsa . 57 . Aber die Leute / so es sehen / achtens nicht / vnd nemens nicht zu hertzen / nemlich / Das die Heiligen Gottes in gnad vnd barmhertzigkeit sind / vnd das er ein auffsehen auff seine Auserweleten hat . Denn es verdampt der verstorben Gerechte die lebendigen Gottlosen / vnd ein Junger / der bald volkomen wird / das lange Leben des Vngerechten . Sie sehen wol des Weisen ende / Aber sie mercken nicht / was der HERR vber jm bedenckt / vnd warumb er jn bewaret . Sie sehens wol / vnd achtens nichts / Denn der HERR verlachet sie / vnd werden darnach schendlich fallen / vnd eine schmach sein vnter den Todten ewiglich . Vnd er wird sie vnuersehens hernider stürtzen / vnd wird sie aus dem grund reissen / das sie gar zu boden gehen . Vnd sie werden in engsten sein / Vnd jr gedechtnis wird verloren sein . Sie werden aber komen verzagt mit dem Gewissen jrer sünden / Vnd jre eigen sünden werden sie vnter augen schelten . ALS denn wir der Gerechte stehen mit grosser Freidigkeit wider die / so jn geengstet haben / vnd so seine Erbeit Seine Lere vnd sein Thun . verworffen haben . Wenn die selbigen denn solchs sehen / werden sie grausam erschrecken / fur solcher Seligkeit / der sie sich nicht versehen hetten / Vnd werden vnternander reden mit rewe / vnd fur angst des geists seufftzen . Das ist der / welchen wir etwa fur ein Spott hatten / vnd fur ein hönisch Beyspiel . Wir Narren / hielten sein Leben fur vnsinnig / vnd sein Ende fur ein schande / Wie ist er nu gezelet vnter die kinder Gottes / vnd sein Erbe ist vnter den Heiligen ? DArumb so haben wir des rechten weges gefeilet / vnd das Liecht der Gerechtigkeit hat vns nicht geschienen / vnd die Sonne ist vns nicht auffgangen . Wir haben eitel vnrechte vnd schedliche wege gegangen / vnd haben gewandelt wüste vnwege / Aber des HERRN weg haben wir nicht gewust . Was hilfft vns nu der Pracht ? Was bringt vns nu der Reichthum sampt dem hohmut ? Es ist alles dahin gefaren / wie ein Schatte / vnd wie ein Geschrey das fur vber feret / Wie ein Schiff auff den Wasserwogen dahin leufft / welches man so es fur vber ist / keine spür finden kan / noch desselbigen ban in der flut . Oder wie ein Vogel der durch die Lufft fleuget / da man seines weges keine spüre finden kan / Denn er regt vnd schlegt in die leichte lufft / treibt vnd zuteilet sie mit seinen schwebenden Flügeln / vnd darnach findet man kein zeichen solchs fluges darinnen . Oder als wenn ein Pfeil abgeschossen wird zum Ziel / da die zuteilete lufft bald wider zusamen felt / das man seinen flug da durch nicht spüren kan . Also auch wir / nach dem wir geboren sind gewesen / haben wir ein Ende genomen / vnd haben kein zeichen der tugend beweiset / Aber in vnser bosheit sind wir verzeret . Denn des Gottlosen hoffnung / ist wie ein staub vom winde verstrewet / Vnd wie ein dünner Reiffe von eim sturm vertrieben / Vnd wie ein Rauch vom winde verwebd / Vnd wie man eines vergisset / der nur einen tag Gast gewesen ist . Aber die Gerechten werden ewiglich leben / vnd der HERR ist jr Lohn Jr gut vnd reichthum . / vnd der Höhest sorget fur sie . Darumb werden sie empfahen ein herrlichs Reich / vnd eine schöne Krone / von der Hand des HERRN . Denn er wird sie mit seiner Rechten beschirmen / vnd mit seinem Arm verteidigen . Er wird seinen Eiuer nemen zum Harnisch / vnd wird die Creatur rüsten zur rach vber die Feinde . Er wird gerechtigkeit anziehen zum Krebs / vnd wird das ernste Gericht auffsetzen zum Helm . Er wird Heiligkeit nemen zum vnüberwindlichem Schilde / Er wird den strengen zorn wetzen zum schwert / Vnd die welt wird mit jm zum streit ausziehen ziehen wider die Vnweisen . Die geschos der Blitzen / werden gleich zutreffen / vnd werden aus den Wolcken / als von einem hartgespannen Bogen / faren zum Ziel . Vnd wird dicker hagel fallen / aus dem zorn der Donnerschlege / So wird auch des Meers wasser wider sie wüten / vnd die Ströme werden sich mit einander hefftig ergiessen . Vnd wird auch ein starcker wind sich wider sie legen / vnd wird sie wie wirbel zustrewen . Vngerechtigkeit verwüstet alle Land / vnd böse Leben stürtzt die stüle der Gewaltigen . So höret nu jr Könige / vnd mercket / Lernet jr Richter auff Erden . Nemet zu ohren / die jr vber viel herrschet / die jr euch erhebt vber den Völckern . Denn Euch ist die Oberkeit gegeben vom HERRN / vnd die Gewalt vom Höhesten / Welcher wird fragen / wie jr handelt / vnd forschen was jr ordnet ? Rom . 13 . Denn jr seid seines reichs Amptleute . Aber jr füret ewer Ampt nicht fein / vnd haltet kein Recht / Vnd thut nicht nach dem / das der HERR geordnet hat . Er wird gar grewlich vnd kurtz vber euch komen / vnd es wird gar ein scharff Gericht gehen vber die Oberherrn . Denn den Geringen widerferet gnade / Aber die Gewaltigen werden gewaltiglich gestrafft werden . Denn der / so aller HERR ist / wird keines Person fürchten / noch die macht schewen . Er hat beide die Kleinen vnd Grossen gemacht / vnd sorget fur alle gleich . Vber die Mechtigen aber wird ein starck Gericht gehalten werden . Psal . 82 . Mjt euch Tyrannen rede ich / Auff das jr Weisheit lernet / vnd das euch nicht feile . Denn wer heilige Lere heiliglich behelt / der wird heilig gehalten / Vnd wer die selbige wol lernet / der wird wol bestehen . So lasst euch nu meine Rede gefallen / Begert sie / vnd lasst euch leren . Denn die Weisheit ist schöne vnd vnuergenglich / vnd lesst sich gern sehen von denen / die sie lieb haben / Vnd lesst sich finden von denen / die sie suchen . Ja sie begegnet vnd gibt sich selbs zu erkennen / denen die sie gerne haben . Wer sie gern bald hette / darff nicht viel mühe / er findet sie fur seiner thür auff jn warten . Denn nach jr trachten / das ist die rechte Klugheit / vnd wer wacker ist nach jr / darff nicht lange sorgen . Denn sie gehet vmbher / vnd sucht wer jr werd sey / vnd erscheinet jm gern vnter wegen / vnd hat acht auff jn / das sie jm begegne . Denn wer sich gern lesst weisen / da ist gewislich der Weisheit anfang / Wer sie aber achtet / der lesst sich gerne weisen / Wer sich gerne weisen lesst / der helt jre Gebot / Wo man aber die Gebot helt / da ist ein heilig Leben gewis / Wer aber ein heilig Leben füret / der ist Gott nahe . Wer nu lust hat zur Weisheit / den macht sie zum Herrn . Wolt jr nu / jr Tyrannen im volck gern Könige vnd Fürsten sein / So haltet die Weisheit in ehren / Auff das jr ewiglich herrschet . Was aber Weisheit ist / vnd woher sie kome / wil ich euch verkündigen / vnd wil euch die Geheimnis nicht verbergen / Sondern forschen von anfang der Creaturen / vnd wil sie öffentlich zurkennen dargeben / vnd wil der warheit nicht sparen / Denn ich wil mit dem gifftigen neid nicht zuthun haben / Denn der selbige hat nichts an der Weisheit . Wenn aber der Weisen viel ist / das ist der Welt heil / vnd ein kluger König ist des Volcks glück . Darumb lasst euch weisen durch meine wort / das wird euch fromen . JCH bin auch ein sterblicher Mensch / gleich wie die andern / geboren vom Geschlechte des ersten geschaffenen Menschen / vnd bin ein Fleisch gebildet / zehen mond lang im Blut / zusamen gerunnen / aus Mans samen durch lust / im beyschlaffen . Vnd habe auch / da ich geborn war / Odem geholet / aus der gemeinen Lufft / vnd bin auch gefallen auffs Erdreich / das vns alle gleich tregt / Vnd weinen ist auch gleich wie der andern / mein erste stim gewest / vnd bin in den Windeln aufferzogen mit sorgen ( Denn es hat kein König einen andern anfang seiner Geburt ) Sondern sie haben alle einerley eingang in das Leben / vnd gleichen ausgang . DArumb so bat ich / vnd ward mir Klugheit gegeben / Jch rieff / vnd mir kam der geist der Weisheit . Vnd ich hielt sie thewrer / denn Königreich vnd Fürstenthum / vnd Reichthum hielt ich fur nichts gegen sie . Jch gleichet jr keinen Edelstein / Denn alles Gold ist gegen sie wie geringer sand / vnd Silber ist wie kot gegen sie zu rechen . Jch hatte sie lieber denn gesunden vnd schönen Leib / vnd erwelete sie mir zum Liecht / Denn der glantz / so von jr gehet / verlesschet nicht . Es kam mir aber alles Gutes mit jr / vnd vnzelich Reichthum in jrer hand . Jch war in allen dingen frölich / Das macht / die Weisheit gieng mir in den selbigen für / Jch wusts aber nicht / das solchs von jr keme . Einfeltiglich hab ichs gelernet / mildiglich teil ichs mit / Jch wil jren Reichthum nicht verbergen . Denn sie ist den Menschen ein vnendlicher Schatz / welchs so da gebrauchen / werden Gottes freunde / Vnd sind angeneme darumb / das jnen gegeben ist / sich lassen zu weisen . Hiob . 28 ; 3 . Reg . 3 ; Matt . 6 . Gott hat mir gegeben weislich zu reden / vnd nach solcher gabe der Weisheit recht gedencken / Denn er ists / der auff dem wege der weisheit füret vnd die Weisen regiert . Denn in seiner Hand sind beide wir selbs vnd vnser rede / dazu alle klugheit / vnd kunst in allerley gescheffte . Denn er hat mir gegeben gewisse Erkentnis alles dinges / Das ich weis / wie die Welt gemacht ist / vnd die krafft der Element / Der zeit anfang / ende vnd mittel / wie der tag zu vnd abnimpt / wie die zeit des jars sich endert / Vnd wie das jar herumb laufft / Wie die Stern stehen / Die art der zamen vnd der wilden Thiere / Wie der Wind so stürmet / Vnd was die Leute im sinn haben / mancherley art der Pflantzen / vnd krafft der Wurtzeln Sie reicht von eim ende zum andern gewaltiglich / vnd regiert alles wol . . JCH weis alles was heimlich vnd verborgen ist / Denn die Weisheit / so aller kunst Meister ist / leret michs . Denn es ist in jr der Geist / der verstendig ist / heilig / einig / manchfeltig / scharff / behend / beredt / rein / klar / sanfft / freundlich / ernst / frey / wolthetig / Leutselig / fest / gewis / sicher / Vermag alles / sihet alles / vnd gehet durch alle Geister / wie verstendig / lauter / scharff sie sind . Denn die Weisheit ist das aller behendest / sie feret vnd gehet durch alles / so gar lauter ist sie . Denn sie ist das hauchen der göttlichen Krafft / vnd ein stral der Herrligkeit des Allmechtigen . DArumb kan nichts vnreines zu jr komen / Denn sie ist ein glantz des ewigen Liechts / vnd ein vnbefleckter Spiegel der göttlichen Krafft / vnd ein Bilde seiner gütigkeit . Sie ist einig / vnd thut doch alles / Sie bleibt das sie ist / vnd vernewet doch alles . Vnd fur vnd fur gibt sie sich in die heiligen Seelen / vnd macht Gottes freunde vnd Propheten . Denn Gott liebet niemand / er bleibe denn bey der Weisheit . Sie gehet einher herrlicher denn die Sonne vnd alle Sterne / vnd gegen das Liecht gerechnet / gehet sie weit vor . Denn das Liecht mus der nacht weichen / Aber die bosheit vberweldiget die Weisheit nimmermehr . Alle Welt kennet diese ding des mehrer teil . Aber allein die Gleubigen wissen / das sie Gottes Crea tur / vnd durchs wort vnd Gottes Weisheit / geschaffen sind . Dje selbige hab ich geliebt / vnd gesucht von meiner Jugent auff / vnd gedacht mir sie zur Braut nemen / Denn ich hab jre Schöne lieb gewonnen . Sie ist herrlichs adels / Denn jr wesen ist bey Gott / vnd der HERR aller ding hat sie lieb . Sie ist der heimlicher Rat im erkentnis Gottes / vnd ein Angeber seiner werck . Jst Reichthum ein köstlich ding im Leben ? Was ist reicher denn die Weisheit / die alles schafft ? Thuts aber Klugheit ? Wer ist vnter allen ein künstlicher Meister / denn sie ? Hat aber jemand Gerechtigkeit lieb ? Jr erbeit ist eitel tugend / Denn sie leret zucht / klugheit / gerechtigkeit vnd stercke Das ist / manlich / mütig / getrost vnd freidig sein . / welche das aller nützest sind im Menschen leben . Begert einer viel dings zu wissen / so kan sie erratten / beide / was vergangen vnd zukünfftig ist / Sie verstehet sich auff verdeckte wort / vnd weis die Retzel auffzulösen . Zeichen vnd Wunder weis sie zuuor / vnd wie es zun zeiten vnd stunden ergehen sol . JCH habs beschlossen / mir sie zum Gespielen zu nemen / Denn ich weis / das sie mir ein guter Ratgeber sein wird / vnd ein Tröster in sorgen vnd trawrigkeit . Ein Jüngling hat durch die selbigen herrligkeit bey dem volck / vnd ehre bey den Alten . Jch werde scharff erfunden werden im Gericht / vnd bey den Gewaltigen wird man sich mein verwundern . Wenn ich schweige / werden sie auff mich harren / Wenn ich rede / werden sie auffmercken / Wenn ich fort rede / werden sie die hende auff jren mund legen . Jch werde ein vnsterblichen Namen durch sie bekomen / vnd ein ewiges Gedechtnis bey meinen Nachkomen lassen . Jch werde Leute regiren / vnd Heiden werden mir vnterthan sein . Grausame Tyrannen werden sich fürchten / wenn sie mich hören / vnd bey dem Volck werde ich gütig erfunden / vnd im krieg ein Helt . Bleib ich aber daheim / so hab ich mein Ruge an jr / Denn es ist kein verdrus / mit jr vmbzugehen / noch vnlust vmb sie zu sein / sondern lust vnd freude . Solchs bedacht ich bey mir / vnd nam es zu hertzen / Denn welche jre Verwandten sind / haben ewiges wesen / Vnd welche jre Freunde sind / haben reine wollust . Vnd kompt vnendlicher Reichthum durch die erbeit Das ist durch jre lere vnd rat . jrer hende / vnd klugheit durch jr geselschafft vnd gesprech / Vnd ein guter Rhum / durch jr gemeinschafft vnd rede / Jch bin vmbher gangen zu suchen / das ich sie zu mir brecht . Denn ich was ein Kind guter art / vnd habe bekomen ein feine Seele . Da ich aber wol erzogen war / wuchs ich zu einem vnbefleckten Leibe . Da ich aber erfuhr / das ich nicht anders kundte züchtig sein / es gebe mir denn Gott ( Vnd dasselbige war auch klugheit / erkennen / wes solche gnade ist ) Trat ich zum HERRN / vnd bat jn / vnd sprach von gantzem meinem hertzen . O Gott meiner Veter vnd HERR aller güte Hie redet der Tichter selber / vnd betet gantz in Salomonis Person . Zum Exempel aller Fürsten / auch also zuthun . Vnd ist aus der massen ein schön Gebet . / Der du alle ding durch dein Wort gemacht / vnd den Menschen durch deine Weisheit bereitet hast / das er herrschen solt vber die Creatur / so von dir gemacht ist / das er die Welt regieren solt / mit heiligkeit / vnd gerechtigkeit / vnd mit rechtem hertzen richten / Gib mir die Weisheit / die stets vmb deinen Thron ist / vnd verwirff mich nicht aus deinen Kindern / Denn ich bin dein Knecht / vnd deiner magd Son / ein schwacher Mensch vnd kurtzes Lebens / vnd zugering im verstand des Rechtes vnd Gesetzes . Vnd wenn gleich einer vnter Menschenkindern volkomen were / So gilt er doch nichts / wo er on die Weisheit ist / so von dir kompt Sihe / die Weisheit kompt allein von Gott / vnd on sie taug niemand nichts . . Gen . 1 . DV hast mich erwelet zum Könige vber dein Volck / vnd zum Richter vber deine Söne vnd Töchter . Vnd hiessest mich einen Tempel bawen auff deinem heiligen Berge / vnd einen Altar in der Stad deiner wonung / der da gleich were der heiligen Hütten / welche du vor zeiten bereiten liessest / vnd mit dir deine Weisheit / welche deine werck weis / Vnd dabey war / das du die Welt machtest / vnd erkennet / was dir wolgefelt / vnd was richtig ist in deinen Geboten . 1 . Par . 28 . ; 2 . Par . 1 ; Prouer . 8 . Sende sie herab von deinem heiligen Himel / vnd aus dem Thron deiner herrligkeit / Sende sie / das sie bey mir sey / vnd mit mir erbeite / Das ich erkenne / was dir wolgefalle / Denn sie weis alles vnd verstehets / Vnd las sie mich leiten in meinen wercken messiglich / vnd mich behüten durch jre herrligkeit On Gottes wort kan der Mensch nicht wissen / was Gott gefelt / Sondern feret vnd thut alles im zweiuel / vnd auffs vngewis . . So werden dir meine werck angeneme sein / vnd werde dein Volck recht richten / vnd wirdig sein des Throns meines Vaters . Denn welcher Mensch weis Gottes rat ? Oder wer kan dencken was Gott wil ? Denn der sterblichen Menschen gedancken sind mislich / vnd vnser Anschlege sind fehrlich . Denn der sterbliche Leichnam beschweret die Seele / vnd die jrdische Hütte drückt den zerstreweten sinn On Gottes wort / tichtet vnd suchet die vernunfft viel weise vnd wege / zerstrewet sich also in viel mühe triffts aber doch nicht . . Wir treffen das kaum / so auff Erden ist / vnd erfinden schwerlich / das vnter handen ist . Wer wil denn erforsschen / das im Himel ist ? Wer wil deinen Rat erfaren ? Es sey denn das du Weisheit gebest / vnd sendest deinen heiligen Geist aus der höhe / vnd also richtig werde das thun auff Erden / vnd die Menschen lernen was dir gefelt / vnd durch die Weisheit selig werden . Jsa . 40 ; Rom . 11 ; 1 . Cor . 2 . Dje selbige Weisheit behütet den / so am ersten gemacht / vnd alleine geschaffen ward / zum Vater der Welt / Vnd bracht jn aus seiner Sünde Durch das wort Gen . 3 Der Same sol dir den Kopff zutretten . / Vnd gab jm krafft vber alles zu herrschen . Gen . 1 . Von welcher / da der Vngerechte abfiel durch seinen zorn / verdarb er von wegen des wütigen Brudermords . Gen . 4 . VND als die Erden vmb desselbigen willen mit der Sindflut verderbet ward / Halff die Weisheit Das war Gottes wort vnd befelh die Archa zu bawen . ( Zu gleich ) Das ist / wo er hin kam / fand er Abgöttische böse Leute / wie Abrahams leben zeigt . widerumb / vnd regierte den Gerechten durch ein geringe Holtz . Gen . 22 ; Gen . 6 ; Gen . 7 ; Gen . 8 . Djeselbige / da die Heiden zu gleich im jrthum böslich lebeten / Fand sie den Gerechten / vnd erhielt jn vnstrefflich fur Gott / Vnd lies jn feste sein / wider das veterlich Hertze gegen den Son . Gen . 12 . Dje selbige erlöset den Gerechten / Da die Gottlosen vmbkamen / da er floch fur dem Fewr / das vber die fünff Stedte fiel / Welcher verwüst Land rauchet noch / zum zeugnis der bosheit / sampt den Bewmen / so vnreiffe Früchte Sollen sein die Epffel am Todten meer / die auswendig schön / vnd inwendig asschen sind / Sörba genant . tragen / vnd der Saltzseulen / die da stehet zum gedechtnis der vngleubigen Seelen . Denn die / so die Weisheit nicht achten / haben nicht allein den schaden / das sie das Gute nicht kennen / Sondern lassen auch ein Gedechtnis hinder sich den Lebendigen / das sie nicht mügen verborgen bleiben / in dem / darin sie jrre gangen sind . Aber die Weisheit errettet die aus aller mühe / so sich an sie halten . Gen . 19 . Dje selbige leitet den Gerechten / so fur seines Bruders zorn flüchtig sein muste / stracks weges / vnd zeiget jm das reich Gottes / vnd gab jm zu erkennen was heilig ist / Vnd halff jm in seiner erbeit / das er wol zunam / vnd viel Guts an seiner erbeit gewan . Vnd war bey jm / da er vberforteilet ward / von denen / die jm gewalt theten . Vnd machet jn sicher fur denen / so jm nachstelleten . Vnd gab jm Sieg in starckem Kampff / Das er erfüre / wie Gottseligkeit Gottseligkeit ist glaube an das wort Gottes / oder an die Weisheit . mechtiger ist denn alle ding . Gen . 28 ; Gen . 32 . Dje selbige verlies den verkaufften Gerechten nicht / Sondern behütet jn fur der sünde / Fuhr mit jm hinab in den Kercker / vnd in den banden verlies sie jn nicht . Bis das sie jm zubracht das Scepter des Königreichs / vnd Oberkeit vber die / so jm gewalt gethan hatten . Vnd machte die zu Lügener / die jn getadelt hatten / vnd gab jm ein ewige Herrligkeit . Gen . 37 ; Gen . 41 . Dje selbige erlösete das heilige Volck / vnd vnstrefflichen samen / aus den Heiden / die sie plagten . Sie kam in die Seele des Dieners des HERRN / vnd widerstund der grausamen Königin durch Wunder vnd Zeichen . Sie belohnet den Heiligen jr erbeit / vnd leitet sie durch wünderliche wege / Vnd war jnen des Tages ein schirm / vnd des Nachts ein flamme / wie das Gestirn . Sie füret sie durchs Rotemeer / vnd leitet sie durch grosse Wasser . Aber jre Feinde erseufft sie / vnd diese zoch sie aus dem grunde der tieffen . Darumb namen die Gerechten raub von den Gottlosen / vnd preiseten deinen heiligen Namen HERR / vnd lobeten einmütiglich deine sieghafftige Hand . Denn die Weisheit öffnete der Stummen mund / vnd machet der Vnmündigen zungen beredt . Exo . 3 ; Exo . 7 ; Exo . 9 ; Exo . 14 ; Psal . 73 ; Exo . 15 . Sje füret der selbigen werck durch die hand des heiligen Propheten . Vnd geleitet sie durch eine wilde Wüsten / das sie Gezelt auffschlugen in der Einöde / vnd jren Feinden widerstunden / vnd sich recheten an jren Widerwertigen . Da sie dürstet / rieffen sie dich an / vnd jnen ward Wasser gegeben aus dem hohen Fels / vnd lesscheten den Durst aus hartem stein . Vnd eben da durch jre Feinde geplagt wurden / Da durch geschach jnen guts / da sie not lidden . Denn wie jene erschracken fur dem Blut / so an stat des fliessenden Wassers Da das Wasser zu Blut ward in Egypten . Exo . 7 kam / Zur straffe des Gebots das man die Kinder tödten muste . Also gabestu diesen Wassers die fülle vnuersehens / vnd zeigest damit an durch jener Durst / wie du die Widerwertigen plagest . Exo . 16 ; Exo . 17 ; Num . 20 ; Exo . 7 . Denn da diese versucht / vnd mit gnaden gezüchtiget worden / erkandten sie / wie die Gottlosen mit zorn gericht vnd gequelet werden . Diese zwar hastu als ein Vater vermanet vnd geprüfet / Jene aber / als ein strenger König gestrafft vnd verdampt . Vnd es wurden beide / die dabey waren / vnd die nicht dabey waren / gleich geplagt . Denn es kam zwifeltig leid vber sie / dazu auch seufftzen / so sie des vorigen gedachten . Denn da sie höreten / das Diesen da durch gutes geschach / Durch welchs sie gequelet wurden / fületen sie den HERRN . Denn den sie etwa verechtlich verstossen vnd verworffen hatten / vnd jn verlachten / Des musten sie sich zu letzt / da es so hin aus gieng / verwundern / das jr Durst nicht so war / wie der Gerechten . Also auch fur die tollen gedancken jres vngerechten wandels / durch welche sie betrogen / vnuernünfftige Würme vnd verechtliche Thiere anbeten / Sandtestu vnter sie die menge der vnuernünfftigen Thiere zur rache / Auff das sie erkenneten / das / wo mit jemand sündiget / da mit wird er auch geplagt . Denn es mangelte deiner allmechtigen Hand nicht ( welche hat die Welt geschaffen aus vngestaltem wesen ) vber sie zu schicken menge der Beeren / oder freidige Lewen / oder von new geschaffen / grimmige / vnbekandte Thier / oder die da Fewr speieten / oder mit grimmigem Rauch schnaubeten / oder grausame funcken aus den Augen blicketen / Welche nicht allein mit Verserung sie mochten zuschmettern / sondern auch wol mit jrem schrecklichen gesicht / erwürgen . Ja sie möchten wol on das / durch einen einigen Odem fallen / mit rache verfolget / vnd durch den Geist deiner krafft zerstrewet werden . Aber du hast alles geordenet mit mas / zal vnd gewicht . Denn gros vermügen ist allezeit bey dir / vnd wer kan der Macht deines Arms widerstehen ? Denn die Welt ist fur dir / wie das Zünglin Gleich wie es leicht sein mag / das das Zünglin ausschlecht . Also ein geringes ist die Welt gegen Gott . Jsa . 40 an der wage / vnd wie ein Tropff des morgenthawes / der auff die Erden fellet . Aber du erbarmest dich vber alles / Denn du hast gewalt vber alles / vnd versihest der Menschen sünde / das sie sich bessern sollen . Denn du liebest alles das da ist / vnd hassest nichts was du gemacht hast / Denn du hast freilich nichts bereitet / da du hass zu hettest . Wie künd etwas bleiben / wenn du nicht woltest ? Oder wie kündte erhalten werden / das du nicht geruffen hettest ? Du schonest aber allen / Denn sie sind dein HERR / du liebhaber des Lebens / Vnd dein vnuergenglicher Geist ist in allen . Darumb straffestu seuberlich die / so da fallen / Vnd erinnerst sie mit zucht / woran sie sündigen / Auff das sie von der Bosheit los werden / vnd an dich HERR / gleuben . Denn da du feind warest den vorigen Einwonern deines heiligen Landes / darumb / das sie feindselige werck begiengen / mit zaubern / Vnd woltest durch vnser Veter hende vertilgen die vngöttlichen Opfferer / vnd vnbarmhertzige Mörder jrer Söne Die Cananiter die jre Kinder opfferten . Psal . 78 / die da Menschen fleisch frassen / vnd grewlich Blut soffen / da mit sie dir Gottesdienst erzeigen wolten / Vnd die / so Eltern waren / erwürgeten die Seelen / so keine hülffe hatten / Auff das das Land so vor vnter allen das Edelste war / eine wirdige Wonung würde der kinder Gottes . Dennoch verschonestu der selbigen / als Menschen / vnd sandtest fur dir her deine Vordraber / nemlich / dein Heer / die Hornissen / Auff das sie die selbigen mit der weile vmbbrechten . ES war dir zwar nicht vnmüglich / die Gottlosen im streit den Gerechten zu vnterwerffen / oder durch grausame Thier / oder sonst etwa mit eim harten wort / all zu gleich zuschmettern / Aber du richtetest sie mit der weile / vnd liessest jnen raum zur Busse / Wiewol dir nicht vnbewust war / das sie böser Art waren / vnd jr bosheit jnen angeborn / vnd das sie jr gedancken nimer mehr endern würden . Denn sie waren ein verflucht Samen von anfang / So dürfftestu auch niemand schewen / ob du jnen vergebest / woran sie gesündigt hatten . Denn wer wil zu dir sagen / Was thustu ? Oder wer wil deinem Gericht widerstehen ? Oder wer wil dich schüldigen vmb die vertilgeten Heiden / welche du geschaffen hast ? Oder wer wil sich zum Recher wider dich setzen / vmb der vngerechten Menschen willen ? Denn es ist ausser dir kein Gott / der du sorgest fur alle / Auff das du beweisest / wie du nicht vnrecht richtest . Denn es kan dir weder Könige noch Tyrannen Sihe / wie er alle wort lencket vnd zeucht / wider die Tyrannen / sie zu schrecken . vnter Augen tretten fur die / so du straffest . Weil du denn Gerecht bist / so regierestu alle ding recht / vnd achtests deiner Maiestet nicht gemes Wie die Tyrannen sich düncken lassen / als müssten sie jrer macht brauchen / andern zu schaden vnd pochen etc . jemand zu verdamnen / der die straffe nicht verdienet hat . Denn deine stercke ist eine herrschafft der gerechtigkeit / Vnd weil du vber alle herrschest / so verschonestu auch aller . Denn du hast deine stercke beweiset / an denen / so nicht gleubeten / das du so gar mechtig werest / Vnd hast dich erzeiget an denen / die sich keck Das ist / An den Egyptern im Rotenmeer . wusten . Aber du gewaltiger Herrscher / richtest mit lindigkeit / vnd regierest vns mit viel verschonen / Denn du vermagst alles was du wilt . Dein Volck aber lerestu durch solche werck / Das man from vnd gütig sein sol / Vnd deinen Kindern gibstu damit zu verstehen / sie sollen guter hoffnung sein / Das du wöllest Busse fur die sünde annemen . Denn so du die Feinde deiner Kinder vnd die des Todes schüldig waren / mit solchem verzug vnd schonen gestrafft hast / vnd gabst jnen zeit vnd raum / damit sie kundten von jrer bosheit lassen / Wie viel mit grösserm bedacht richtestu deine Kinder / mit welcher Veter du hast Eid vnd Bund viel guter verheissungen auffgericht . Darumb wie offt du vnser Feinde plagest / thustu solches vns zur zucht / das wir deiner Güte vleis warnemen / Ob wir gerichtet würden / das wir doch auff deine Barmhertzigkeit trawen sollen . Daher du auch die Vngerechten Die Egypter / so die Thier anbetten / welche die Jüden jre Feinde verachten . / so ein vnuerstendig Leben füreten mit jren eigen Grewelen queletest . Denn sie waren so gar ferne in den jrthum geraten / das sie auch die Thiere / so bey jren Feinden / verachtet waren / fur Götter hielten / gleich wie die vnuerstendigen Kinder betrogen . Darumb hastu auch ein spötliche straffe Spötliche Plage war die / das sie durch Thier geplagt wurden / welche doch jre Götter waren / vnd jnen helffen solten . vnter sie / als vnter vnuerstendige Kinder / geschickt . Da sie aber solche spötliche vermanung nicht bewegt / empfunden sie die ernste Gottes straffe . Denn sie wurden eben da durch gequelet / das sie fur Götter hielten / Welchs sie gar vbel verdros / da sie den sahen / den sie vorhin nicht wolten kennen / vnd musten jn fur einen Gott bekennen / Darumb zu letzt die verdamnis auch vber sie kam . ES sind zwar alle Menschen natürlich eitel / so von Gott nichts wissen / vnd an den sichtbarlichen Gütern / den / der es ist / nicht kennen / vnd sehen an den wercken nicht / wer der Meister ist / Sondern halten entweder / das Fewr / oder Wind / oder schnelle Lufft / oder die Sterne / oder mechtigs Wasser / oder die Liechter am Himel / die die Welt regieren / fur Götter . So sie aber an der selbigen schönen Gestalt gefallen hatten / vnd also fur Götter hielten / Solten sie billich gewust haben / wie gar viel besser der sey / der vber solche der HERR ist / Denn der aller schöne Meister ist / hat solchs alles geschaffen . Vnd so sie sich der macht vnd krafft Das ist / mancherley werck vnd tugend der Creatur . verwunderten / Solten sie billich an den selbigen gemerckt haben / wie viel Mechtiger der sey / der solchs alles zubereitet hat . Denn es kan ja an der grossen schöne vnd gescheffte / der selbigen Schepffer / als im Bilde erkennet werden . Rom . 1 . Wjewol vber diese nicht so gar hoch zuklagen ist / denn auch sie wol jrren können / wenn sie Gott suchen vnd gerne funden . Denn so sie mit seinem Geschepff vmbgehen vnd nachdencken / werden sie gefangen im ansehen / weil die Creatur so schöne sind / die man sihet . Doch sind sie damit nicht entschüldiget / Denn haben sie so viel mügen erkennen / das sie kundten die Creatur hoch achten / Warumb haben sie nicht viel ehe den HERRN der selbigen funden ? Aber das sind die Vnseligen / vnd der hoffnung billich vnter die Todten zu rechen ist / die da Menschen gemecht / Gott heissen / Als / gold vnd silber / das künstlich zugericht ist / Vnd die Bilder der Thiere / oder vnnütze Steine / so vor alten jaren gemacht sind . Als wenn ein Zimmerman / der zu erbeiten sucht / etwa einen Bawm abhawet / vnd beschlehet vnd schlichtet den selbigen wol / vnd macht etwas künstlichs vnd feins daraus / des man braucht zur notdurfft im Leben / die Spehn aber von solcher erbeit / braucht er Speise zu kochen / das er sat werde . Was aber dauon vberbleibt / das sonst nichts nütze ist / als das krum vnd estig Holtz ist / nimpt vnd schnitzet / wenn er müssig ist / mit vleis vnd bildets nach seiner Kunst meisterlich / vnd machts eins Menschen oder verachten Thiersbilde gleich / vnd ferbets mit roter vnd weisser Farb / rot vnd schön / vnd wo ein flecke daran ist / streicht ers zu / Vnd macht jm ein feines Heuslin / vnd setzts an die Wand / vnd hefftets fest mit eisen / das nicht falle / so wol versorgt ers / Denn er weis / das jm selber nicht helffen kan / Denn es ist ein Bilde / vnd darff wol hülffe . Jsa . 44 ; Jere . 10 . VND so er betet fur seine Güter / fur sein Weib / fur seine Kinder / schemet er sich nicht mit einem Leblosen zu reden / Vnd rüffet den schwachen vmb Gesundheit an / bittet den Todten vmbs Leben / flehet dem Vntüchtigen vmb Hülffe / vnd dem / so nicht gehen kan / vmb selige Reise / vnd vmb seinen gewin / gewerbe vnd hantirung / das wol gelinge / bittet er den / So gar nichts vermag . Des gleichen thut / der da schiffen wil / vnd durch wilde Fluten zufaren gedencket / vnd rüffet an / viel ein feuler Holtz / denn das Schiff ist / darauff er feret . Denn dasselbige ist erfunden / Narung zu suchen / vnd der Meister hats mit kunst zubereit . Aber deine fursichtigkeit / o Vater / regieret es / Denn du auch im Meer wege gibst / vnd mitten vnter den wellen sichern laufft / Damit du beweisest / wie du an allen Enden helffen kanst / ob auch gleich / jemand on Schiff ins Meer sich gebe . Doch weil du nicht wilt / das ledig lige / was du durch deine Weisheit / geschaffen hast / geschichts / das die Menschen jr Leben auch so geringem Holtz vertrawen / vnd behalten werden im Schiff / damit sie durch die Meerwellen faren . Jona . 2 . Denn auch vor alters / da die hohmütigen Risen vmbbracht wurden / Flohen die / an welcher Hoffnung bleib die Welt zu mehren / in ein Schiff / welchs deine Hand regierte / vnd liessen also der welt Samen hinder sich . Denn solch holtz ist segens wol werd / damit man recht handelt . Aber des fluchs werd ist / das / so mit henden geschnitzt wird / so wol als der / der es schnitzet / Dieser darumb / das ers machet / Jenes darumb / das es Gott genennet wird / So es doch ein vergenglich ding ist . Denn Gott ist beiden gleich feind / dem Gottlosen / vnd seinem gottlosen Gescheffte / Vnd wird das werck / sampt dem Meister gequelet werden . Gen . 8 . DArumb werden auch die Götzen der Heiden heimgesucht / Denn sie sind aus der Creatur Gottes / zum Grewel vnd zum Ergernis der Menschen seele / vnd zum stricke den Vnuerstendigen / worden . Denn Götzen auffrichten / ist die höchste Hurerey / vnd die selbigen erdencken / ist ein schedlich Exempel im leben . VON anfang sind sie nicht gewesen / werden auch nicht ewig bleiben / Sondern durch eitel ehre der Menschen sind sie in die Welt komen / vnd darumb erdacht / das die Menschen eins kurtzen Lebens sind . Denn ein Vater / so er vber seinen Son / der jm allzu frue dahin genomen ward / leid vnd schmertzen trug / Lies er ein Bilde machen / vnd fieng an / den / so ein tod Mensch war / nu fur Gott zu halten / vnd stifftet fur die seinen ein Gottesdienst vnd Opffer . Darnach mit der zeit / ward solche Gottlose weise fur ein Recht gehalten / Das man auch muste Bilder ehren aus der Tyrannen gebot . Desselbigen gleichen / welche die Leute nicht kundten vnter augen ehren / darumb das sie zu ferne woneten / Liessen sie aus ferne Landen das angesicht abmalen / vnd machten ein löblich Bilde des herrlichen Königes / Auff das sie mit vleis heuchlen möchten dem abwesenden / als dem gegenwertigen . So treib auch der Künstler ehrgeitzigkeit / die Vnuerstendigen zu stercken solchen Gottesdienst / Denn welcher dem Fürsten wolt wol dienen / der machte das Bilde mit aller Kunst auffs feinest . Der Hauffe aber / so durch solch fein Gemechte gereitzt ward / fieng an / den fur einen Gott zu halten / welcher kurtz zuuor fur ein Mensch geehret war . Aus solchem kam der betrug in die Welt / wenn den Leuten etwas angelegen war / oder wolten den Tyrannen hofieren / gaben sie den Steinen vnd Holtz solchen namen / der doch der selbigen nicht gebürt . DArnach liessen sie sich nicht dran benügen / das sie in Gottes erkentnis jrreten / Sondern ob sie gleich in eim wüsten wilden wesen der Vnweisheit lebeten / nenneten sie doch solchen krieg vnd vbel friede . Denn entweder sie würgen jre Kinder zum Opffer / oder pflegen Gottesdienst / der nicht zu sagen ist / oder halten wütige Fresserey / nach vngewönlicher weise / vnd haben förder weder reinen wandel noch Ehe / Sondern einer erwürget den andern mit list / oder beleidigt jn mit Ehebruch / Vnd gehet bey jnen vnternander her / Blut / mord / diebstal / falsch / betrug / vntrew / pochen / meineid / vnruge Das sie den Fromen alle vnruge vnd plage anlegen . der Fromen / vndanck / der jungen Hertzen ergernis / stummen Sünden / blutschanden / Ehebruch / vnzucht . Denn den schendlichen Götzen dienen ist alles bösen anfang / vrsach vnd ende . Deut . 18 ; Jere . 7 ; Jere . 19 . Halten sie Feiertage / so thun sie / als weren sie wütend / Weissagen sie / so ists eitel Lügen / Sie leben nicht recht / schweren leichtfertig falschen Eid . Denn weil sie gleuben an die leblosen Götzen / besorgen sie sich keines schadens / wenn sie felschlich schweren . Doch wird aller beide Recht vber sie komen / beide des / Das sie nicht recht von Gott halten / weil sie auff die Götzen achten / Vnd des / das sie vnrecht vnd felschlich schweren / vnd achten kein Heiliges . Denn der Vngerechten bosheit nimpt ein ende / nicht nach der gewalt / die sie haben / wenn sie schweren / Sondern nach der straffe die sie verdienen mit jrem sündigen . Aber du vnser Gott / bist freundlich vnd trew / vnd gedültig / vnd regierst alles mit Barmhertzigkeit . Vnd wenn wir gleich sündigen sind wir doch dein / vnd kennen deine Macht . Weil wir denn solchs wissen / sündigen wir nicht / Denn wir sind fur die deinen gerechnet . Dich aber kennen / ist eine volkomen Gerechtigkeit / vnd deine Macht wissen / ist eine wurtzel des ewigen Lebens . Denn vns verfüren nicht so der Menschen böse Fündle / noch der Maler vnnütze Erbeit / nemlich / ein Bundbilde mit mancherley farbe / welchs gestalt die Vnuerstendigen ergert / vnd die gern böses thun / haben auch jren lust an den leblosen / vnd todten Bilde . Sie sind auch solcher frucht werd / beide / die sie machen / begeren vnd ehren . VND ein Töpffer / der den weichen Thon mit mühe erbeitet / machet allerley Gefess / zu vnserm brauch / Er macht aber aus einerley Thon / beide Gefesse / die zu reinen / vnd zu gleich auch die zu vnreinen wercken dienen / Aber wo zu ein jglichs der selbigen sol gebraucht werden / das stehet bey dem Töpffer . Aber das ist ein elende erbeit / wenn er aus dem selbigen Thon einen nichtigen Gott macht / So er selbs doch nicht lange zuuor von Erden gemacht ist / vnd vber ein kleines wider dahin feret / dauon er genomen ist / wenn die Seele / so er gebraucht hat / von jm genomen wird . Aber seine sorge stehet darauff / nicht das er erbeite / noch das er so ein kurtz Leben hat / Sondern das er vmb die wette erbeite mit den Goldschmiden vnd Silberschmiden / vnd das ers den Rotgiessern nach thun müge . Vnd er helts fur einen Rhum / das er falsche erbeit macht . Denn seines hertzen gedancken sind wie asschen / vnd sein hoffnung geringer denn Erden / vnd sein Leben verechtlicher denn thon / Weil er den nicht kennet / der jn gemacht / vnd jm die Seele / so in jm wirckt / eingegossen / vnd den lebendigen odem eingeblasen hat . Rom . 9 ; Gen . 2 ; Gen . 3 . Sje halten auch das menschlich leben fur einen Schertz / vnd menschlichen wandel fur einen jarmarckt / Geben für / man müsse allenthalben gewinst suchen / auch durch böse stück . Diese wissen fur allen / das sie sündigen / wenn sie solche lose ding vnd Bilder aus jrdischem thon machen . Sie sind aber törichter vnd elender denn ein Kind ( nemlich die Feinde deines Volcks welchs sie vnterdrücken ) das sie allerley Götzen der Heiden fur Götter halten / welcher Augen nicht sehen / noch jre Nasen lufft holen / noch die Ohren hören / noch die Finger an jren henden fülen können / vnd jre füsse gar faul zu wandern . Denn ein Mensch hat sie gemacht / vnd der den Odem von eim andern hat / hat sie gebildet . Ein Mensch aber kan ja nicht machen / das jm gleich sey / vnd dennoch ein Gott sey / Denn weil er sterblich ist / so macht er freilich einen Todten mit seinen gottlosen Henden . Er ist ja besser / denn das / dem er Gottesdienst thut / Denn er lebet doch / Jene aber nimer mehr . Psal . 114 . Dazu ehren sie auch die allerfeindseligsten Thier / welche / so man sie gegen andern vnuernünfftige Thier helt / sind sie viel erger . Denn sie sind nicht lieblich / wie ander Thier / die fein anzusehen sind / Vnd sind von Gott weder gelobt noch gesegnet Das sind die Schlangen / welche Gen . 3 auch verflucht sind . . Darumb wurden sie mit derselbigen gleich billich geplagt / vnd wurden durch die menge der bösen Würme gemartert . Gegen welche Plage thetestu deinem Volck guts / vnd bereitest jm ein new Essen / nemlich / Wachteln zur narung / nach welcher sie lüstern waren / Auff das die / so nach solcher Speise lüstern waren / durch solche dargegeben vnd zugeschickte Wachteln / lerneten auch die natürlichen notdurfft abbrechen . Die andern aber so ein kleine zeit mangel lidden / einer newen Speise mit genossen . Denn es solte also gehen / das jenen / so tyrannisch handleten / solcher mangel widerfüre / der nicht auffzuhalten were / Diesen aber allein ein anzeigen geschehe / wie jre Feinde geplaget würden . Num . 11 . Zwar es kamen vber diese auch böse zornige Thiere / vnd wurden gebissen vnd verderbet durch die krummen Schlangen ( Num . 21 ) Die eherne Schlange war dis Zeichen / wider die fewrigen Schlangen . . Doch bleib der zorn endlich nicht / Sondern wurden ein kleine zeit erschreckt zur warnung . Denn sie hatten ein heilsam Zeichen / Auff das sie gedechten an das Gebot in deinem Gesetze . Denn welche sich zu dem selbigen Zeichen kereten / die wurden gesund / Nicht durch das / so sie anschaweten / Sondern durch Dich / aller Heiland / Vnd daselbst mit beweisestu vnsern Feinden / das du bist der Helffer aus allem vbel . Num . 21 . Aber jene wurden durch Hewschrecken vnd Fliegen zu tod gebissen / vnd kundten kein hülffe jres Lebens finden / Denn sie warens werd das sie damit geplagt wurden . Aber deinen Kindern kundten auch der gifftigen Drachen zeene nicht schaden / Denn deine barmhertzigkeit war da fur / vnd machte sie gesund . Denn sie wurden darumb also gestrafft vnd flugs wider geheilet / Auff das sie lerneten / an deine wort gedencken / vnd nicht zu tieff ins vergessen fielen / sondern blieben vnabgewendet von deinen Wolthaten Das sie nicht vergessen der Wunderzeichen so jnen geschehen waren . / Denn es heilete sie weder Kraut noch Pflaster / Sondern dein Wort HERR / welchs alles heilet . Denn du hast gewalt / beide vber Leben vnd vber Tod / vnd du furest hinuntern zur Hellen pforten / vnd furest wider heraus . Ein Mensch aber / so er jemand getödtet durch seine bosheit / so kan er den ausgefaren Geist nicht widerbringen / noch die verschiedene Seele widerholen . Exo . 8 ; 1 . Reg . 2 . Aber vnmüglich ists / deiner hand zu entpflihen / Denn die Gottlosen so dich nicht kennen wolten / sind durch deinen mechtigen Arm gesteupt / da sie durch vngewönliche Regen / Hagel / Gewesser / den sie nicht entgehen kundten / verfolget / vnd durchs Fewr auffgefressen worden . Vnd das war das allerwünderlichste / das Fewr am meisten im Wasser Jm Platzregen . brand / welchs doch alles auslesschet / Denn die Welt streit fur die Gerechten . Zu weilen thet die Flamme gemach / das sie ja nicht verbrennete die Thier / so vnter die Gottlosen geschickt waren / Sondern das sie selbs sehen musten / wie sie durch Gottes gerichte also zuplaget worden . Zu weilen aber brennete die Flamme im wasser / vber die macht des fewrs / auff das es die Vngerechten vmbbrechte . Exo . 9 . Dagegen neeretestu dein Volck mit Engelspeise / vnd sandtest jnen Brot bereit vom Himel on erbeit / Welchs vermocht allerley lust Das ist / er kunds machen wo zu er wolt / backen / braten / sieden / kochen / dürren etc . zu geben / vnd war einem jglichen nach seinem schmack eben ( Denn so man auff dich harret / das macht deinen Kindern offenbar / wie süsse du seiest ) Denn ein jglicher machte daraus / was er wolt / nach dem jm lust ankam / so oder so zuschmecken . Dort aber bleib auch der Schnee vnd Schlossen im fewr vnd verschmoltzen nicht / Auff das sie inne würden / wie das fewr / so auch im hagel brennete vnd im regen blitzete / der Feinde früchte verderbete . Exo . 16 ; Num . 11 ; Exo . 3 . Dasselbige fewr / auff das sich die Gerechten bekereten / must es seiner eigen krafft vergessen . Denn die Creatur / so dir / als dem Schepffer / dienet / ist hefftig zur Plage vber die Vngerechten / Vnd thut gemach zur wolthat vber die / so dir trawen . Darumb lies sie sich auch da zumal in allerley wandel / vnd dienete in der gabe / welche alle neerete nach eins jglichen willen / wie ers bedurfft / Auff das deine Kinder lerneten / die du HERR lieb hast / Das nicht die gewachssen Früchte den Menschen erneren / Sondern dein Wort Matth . 4 Der Mensch lebt nicht allein vom Brot etc . erhelt die / so an dich gleuben . Denn das / so vom Fewr nicht verzeret ward / das ward schlecht von eim geringen glantz der Sonnen warm vnd verschmeltzet Exo . 17 Da das Himelbrot von der Sonnen zuschmaltz . / Auff das kund würde / das man / ehe die Sonne auffgehet / dir dancken solle vnd fur dich tretten / wenn das Liecht auffgehet . Denn eines vndanckbarn hoffnung wird wie ein Reiffe im winter zugehen / vnd wie ein vnnütz Wasser verfliessen . Deut . 8 ; Matt . 4 . Gros vnd vnsagelich sind deine Gerichte / HERR / Darumb feilen Das ist / jr anschlege wider die Gerechten gehen zu rücke / Psal . 86 Deine Feinde feilen . auch die törichten Leute . Denn da sie meineten das heilige Volck zu vnterdrücken / wurden sie / als die Vngerechten / der finsternis Gebundene / vnd der langen nacht Gefangene / vnd als die Flüchtigen / lagen sie vnter den Dechern verschlossen fur der ewigen Weisheit . Vnd da sie meineten / jre sünde solten verborgen / vnd vnter einem blinden Deckel vergessen sein / wurden sie grausamlich zurstrewet / vnd durch Gespenste erschreckt . Denn auch der Winckel / darin sie waren / kundte sie nicht on furcht bewaren / Da war gedöne vmb sie her / das sie erschreckt / vnd scheusliche Laruen erschienen / dauon sie sicht entsatzten . Vnd das Fewr vermocht mit keiner macht jnen zu leuchten / noch die hellen flammen der Sterne / kundten die elende Nacht liecht machen . Es erschein jnen aber wol ein selb brennend fewr / voller erschrecknis / Da erschracken sie fur solchem Gespenste / das doch nichts war / vnd dachten / es were noch ein ergers dahinden / denn das sie sahen . Das gauckelwerck der schwartzen kunst Exo . 9 Hatten die Zeuberer auch die Drüse / wie ander Leute . / lag auch darnider / vnd das rhümen von jrer kunst ward zum spot . Denn die sich vnterwunden die furcht vnd schrecknis von den krancken Seelen zu treiben / wurden selbs kranck / das man auch jrer furcht spottet . Vnd wenn sie schon keins solcher schrecknis hette erschreckt / So hetten sie doch mocht fur furcht vergehen / Da die Thier vnter sie furen / vnd die Schlangen mit hauffen so zisscheten / Das sie auch in die lufft / welcher sie doch nicht entberen kundten / nicht gern sahen . Denn das einer so verzagt ist / das macht seine eigen bosheit / die jn vberzeugt vnd verdampt / Vnd ein erschrocken Gewissen / versihet sich jmerdar des ergesten . Denn furcht kompt daher / das einer sich nicht trawet zuuerantworten / noch keine hülffe Conscientia mille testes . weis . Wo aber wenig trost im hertzen ist / Da macht dasselbige verzagen benger / denn die plage selbs . Exo . 9 . Dje aber / so zu gleich die selbigen nacht schlieffen ( welche ein grewliche vnd ein rechte Nacht / vnd aus der grewlichen Hellen winckel komen war ) wurden etliche durch grausame Gespenste vmbgetrieben / Etliche aber fielen dahin / das sie sich des Lebens erwegeten . Denn es kam vber sie eine plötzliche vnd vnuersehene Furcht / das gleich / wo einer war / der drin ergriffen ward / der war gleich / wie im Kercker verschlossen / on eisen verwaret / er were ein Ackerman / oder Hirte / oder ein Erbeiter in der wüsten / Sondern er müste / als vbereilet / solche vnmeidliche not tragen . Denn sie waren alle zu gleich mit einerley Keten der finsternis gefangen . Exo . 10 . WO etwa ein Wind hauchet / oder die Vögel süsse sungen vnter den dicken zweigen / oder das Wasser mit vollem lauff rauschet / oder die Steine mit starckem poltern fielen / oder die springenden Thier / die sie nicht sehen kundten / lieffen / oder die grausamen wilden Thier heuleten / oder der widerhall / aus den holen Bergen schallet / So erschreckt es sie vnd machte sie verzagt . Die gantze Welt hatte ein helles Allein vber diesen stund ein tieffe Nacht / welche war ein bilde des Finsternis / das vber sie komen solte / Aber sie waren jnen selbs schwerer / denn die finsternis . Aber deine Heiligen hatten ein gros Liecht / Vnd die Feinde höreten jre stim wol / Aber sahen jre gestalt nicht . Vnd lobten es / das sie nicht der gleichen lidden / Vnd danckten / das die / so von jnen zuuor beleidigt waren / sich nicht an jnen recheten / vnd wündscheten / das sie ja ferne von jnen blieben . Da gegen gabestu diesen eine fewrige Seule / die jnen den vnbekandten Weg weiset / vnd liessest sie die Sonne nicht verseeren auff der herrlichen Reise . Exo . 13 . Denn jene warens auch werd / das sie des Liechts beraubt / vnd im finsternis / als im Kercker / gefangen legen / so deine Kinder gefangen hielten / Durch welche das vnuergenglich Liecht des gesetzes der Welt gegeben solt werden . Vnd als sie gedachten / der heiligen Kinder zu tödten ( Eines Das ist / Moses / Exo . 2 aber der selbigen / so weggeworffen / vnd jnen zur straffe erhalten ward ) namstu jnen Kinder mit hauffen weg / vnd verderbetest sie auff ein mal in mechtigem Wasser . Zwar die selbige Nacht / war vnsern Vetern zuuor kund worden / Auff das sie gewis weren / vnd sich freweten der Verheissung / daran sie gleubten . Vnd dein Volck wartet also auff das heil der Gerechten / vnd auff das verderben der Feinde . Denn eben da du die Widerwertigen plagtest / Machestu vns / so du zu dir föddertest / herrlich . Vnd als die heiligen Kinder der fromen dir opfferten im verborgen Exo . 12 Das Osterlamb opfferten sie vnter sich allein / on die Egypter . / vnd handelten / das göttliche Gesetze eintrechtig / Namen sie es an / als die Heiligen / beide guts vnd böses mit einander zu leiden / vnd die Veter sungen vorher den Lobesang . DA gegen aber erschallet der Feinde gar vngleich geschrey / vnd kleglich weinen höret man hin vnd wider vber Kinder . Denn es gieng gleiche rache / beide vber Herr vnd Knechte / vnd der König muste eben / das der gemein Man / leiden . Vnd sie hatten alle auff einen hauffen vnzeliche Todten / einerley todes gestorben / das der Lebendigen nicht gnug waren / sie zubegraben / Denn in einer stunde war dahin / was jr edelste Geburt war . Vnd da sie zuuor nichts gleuben wolten / durch die Zeuberer verhindert / Musten sie / da die Erstengeburt alle erwürget wurden / bekennen / das dis volck Gottes kinder weren . Exo . 12 . Denn da alles still war vnd ruget / vnd eben recht Mitternacht war / fuhr dein allmechtiges Wort herab vom Himel aus königlichem Thron / als ein hefftiger Kriegsman / mitten in das Land so verderbet werden solt / nemlich / das scharpffe Schwert / das ein ernstlich Gebot bracht / stund vnd machts allenthalben voller Todten / Vnd wiewol es auff Erden stund / rüret es doch bis in Himel . Da erschrecket sie blötzlich das Gesicht grewlicher Trewme / vnd vnuersehens kamen furcht vber sie . Vnd lag einer hie / der ander da / halbtod / das man wol an jnen sehen kund / aus was vrsachen er so stürbe . Denn die Trewme / so sie erschrecket hatten / zeigtens an / auff das sie nicht verdörben vnwissend / warumb sie so vbel geplagt weren . ES traff aber da zumal auch die Gerechten des todes anfechtung / vnd geschach in der wüsten ein Riss Num . 21 Das Fewr im Volck . vnter der menge / Aber der zorn weret nicht lange . Denn eilend kam der vnstreffliche Man / der fur sie streit / vnd füret die waffen seines Ampts / nemlich / das Gebet vnd Versünung mit dem Reuchwerg / vnd widerstund dem zorn / vnd schaffet dem jamer ein ende / Damit beweiset er / das er dein Diener were . Er vberwand aber das schreckliche wesen / nicht mit leiblicher macht / noch mit waffen krafft / Sondern mit dem Wort warff er vnter sich den Plager / da er erzelet den Eid vnd Bund den Vetern verheissen . Denn da jtzt die Todten mit hauffen vbernander fielen / stund er im mittel vnd steuret dem zorn / vnd weret jm den weg zu den Lebendigen . Denn in seinem langen Rocke war der gantze schmuck Die Priestliche schöne Kleider . / vnd der Veter ehre Die zwelff namen der zwelff Stemme Jsrael . / in die vier riege der Steine gegraben / vnd deine herrlikeit an dem Hut seines heubts . Solchen stücken muste der verderber weichen / vnd solche muste er fürchten / Denn es war daran gnug / das allein ein versuchung des zorns were . Exo . 28 . Aber die Gottlosen vberfiel der zorn / on barmhertzigkeit bis zum ende . Denn er wuste zuuor wol / was sie künfftig thun würden / nemlich / Da sie jnen geboten hatten weg zu ziehen / vnd dazu sie mit vleis lassen geleiten / das sie es gerewen würde / vnd jnen nachjagen . Denn da sie noch leide trugen / vnd bey den Todtengrebern klagten / fielen sie auff ein anders thörlich fürnemen / das sie verfolgen wolten / als die Flüchtigen / welche sie doch mit flehen hatten ausgestossen . Aber es muste also gehen / das sie zu solchem ende kemen / wie sie verdienet hatten / vnd musten vergessen / was jnen widerfaren war / Auff das sie vollend die Straffe vberkemen / die noch dahinden war / Vnd dein Volck ein wunderliche Reise erfüre / jene aber ein newe weise des Todes fünden . Denn die gantze Creatur / so jr eigen art hatte / verenderte sich widerumb / nach deinem Gebot / dem sie dienet / Auff das deine Kinder vnuerseert bewart wurden . Da war die Wolcke vnd beschattet das Lager / Da zuuor Wasser stund sahe man trocken Land erfur komen / Da ward aus dem Rotenmeer ein weg on hindernis / vnd aus den mechtigen Fluten ein grünes feld / Durch welchs gieng alles Volck / so vnter deiner Hand beschirmet ward / die solche wünderliche Wunder sahen / vnd giengen wie die Rosse an der weide / vnd lecketen wie die Lemmer / vnd lobten dich HERR der sie erlöset hatte . Denn sie gedachten noch daran / wie es ergangen war im elende / Wie die Erde an stat der geborne Thier / Fliegen brachte / vnd das Wasser an stat der Fische / Frösche die menge gab . Hernach aber sahen sie auch ein newe art der Vogel / da sie lüstern wurden / vnd vmb niedliche Speise baten / Denn es kamen jnen Wachteln vom Meer / jr lust zu büssen . Avch kam die straffe vber die Sünder / durch Zeichen / so mit mechtigem blitzen geschahen / Denn es war recht / das sie solchs lidden vmb jrer bosheit willen / weil sie hatten die Geste vbel gehalten . Etliche / wenn die kamen / so nirgent hin wusten / namen sie dieselbigen nicht auff . Etliche aber zwungen die Geste / so jnen guts gethan hatten / zum dienst ( Vnd das nicht allein / sondern es wird auch noch ein anders einsehen vber sie komen / das sie die Frembden so vnfreundlich hielten ) Etliche aber / die / so sie mit freuden hatten angenomen / vnd Stadrecht mit geniessen lassen / plagten sie mit grossem schmertzen . Sie wurden aber auch mit blindheit geschlagen ( Gleich wie jene fur der Thür des Gerechten ) mit so dicker finsternis vberfallen / das ein jglicher suchte den gang zu seiner Thüre . Gen . 19 . Dje Element giengen durch einander / wie die seiten auff dem Psalter durch einander klingen / vnd doch zusamen lauten / wie man solchs an der that wol sihet . Denn was auff dem Lande zu sein pflegt / das war im wasser / Vnd was im wasser zu sein pflegt / gieng auffm lande . Das Fewr war mechtig im Wasser / vber seine krafft / vnd das wasser vergas seine krafft zu lesschen . Widerumb die Flammen verzereten nicht das fleisch der sterblichen Thiere / so drunter giengen / vnd zurschmeltzten nicht die vnsterbliche Speise Das Himelbrot / welchs von der Sonnen zurschmeltzt / etc . / die doch / wie ein eiss / leichtlich zurschmaltz . HERR du hast dein Volck allenthalben herrlich gemacht vnd geehret / vnd hast sie nicht veracht / Sondern allezeit / vnd an allen Orten / jnen beygestanden . - Ende des Buchs der Weisheit . </passage></reply></GetPassage>