<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:71</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:71</urn><passage>ALle Weisheit ist von Gott dem HERRN / vnd ist bey jm ewiglich . Wer hat zuuor gedacht / wie viel sand im Meer / wie viel tropffen im Regen / vnd wie viel tage der Welt werden solten ? Wer hat zuuor gemessen / wie hohe der Himel / wie breit die Erden / wie tieff das Meer sein solte ? Wer hat Gott je geleret / was er machen solt ? Denn seine Weisheit ist vor allen dingen . Das wort Gottes des Allerhöhesten / ist der brun der Weisheit / vnd das ewige Gebot ist jre quelle . Wer kündte sonst wissen / wie man die Weisheit vnd Klugheit erlangen solt ? Einer ists / der Allerhöhest / der Schepffer aller dinge / allmechtig / ein gewaltiger König / vnd seer erschrecklich / der auff seinem Thron sitzet / ein herrschender Gott . Der hat sie durch seinen heiligen Geist verkündiget / der hat alles zuuor gedacht / gewust vnd gemessen . Vnd hat die Weisheit ausgeschütt / vber alle seine Werck / vnd vber alles Fleisch / nach seiner gnade / Vnd gibt sie denen / so jn lieben . DJE furcht des HERRN / ist ehre vnd rhum / freude vnd ein schöne krone . Die furcht des HERRN / macht das hertz frölich / vnd gibt freud vnd wonne ewiglich . Wer den HERRN fürchtet / dem wirds wolgehen in der letzten Not / Vnd wird endlich den Segen behalten . Gott lieben / das ist die allerschöneste Weisheit / vnd wer sie ersihet / der liebet sie / Denn er sihet / welch grosse Wunder sie thut . Dje furcht des HERRN ist der Weisheit anfang / Vnd ist im hertzen grund allein bey den Gleubigen / vnd wonet allein bey den auserweleten Weibern / Vnd man findet sie allein bey den Gerechten vnd Gleubigen . Psal . 111 ; Prouer . 1 . Dje furcht des HERRN / ist der rechte Gottesdienst / Der behüt vnd macht das hertz from / Vnd gibt freude vnd wonne . Wer den HERRN fürchtet / dem wirds wolgehen / Vnd wenn er Trosts bedarff / wird er gesegnet sein . Gott fürchten / ist die Weisheit / die reich machet / vnd bringet alles gut mit sich . Sie erfüllet das gantze Haus mit jrer gaben / vnd alle gemach / mit jrem schatz . Dje furcht des HERRN / ist ein kron der Weisheit / Vnd gibt reichen Frieden vnd Heil . Djese Weisheit macht recht kluge Leute / Vnd wer an jr fest helt / dem hilfft sie aus mit Ehren . Den HERRN fürchten ist die wurtzel der Weisheit / vnd jre Zweige grunen ewiglich . Dje furcht des HERRN / wehret die Sünde / Denn wer on furcht feret / der gefelt Gott nicht / vnd seine Frecheit wird jn stürtzen . Aber ein Demütiger erharret der zeit / die jn trösten wird / Denn wiewol seine Sache eine zeitlang vnterdrückt wird / So werden doch die Fromen seine Weisheit rhümen . Dem Gottlosen ist Gottes wort ein Grewel / Denn es ist ein schatz derWeisheit / der jm verborgen ist Mein Son / wiltu weise werden / so lerne die Gebot / so wird dir Gott die Weisheit geben . Denn die furcht des HERRN / ist die rechte Weisheit vnd zucht / Vnd der glaube vnd gedult / gefallen Gott wol . Sjhe zu / das deine Gottes furcht nicht Heucheley sey / vnd diene jm nicht mit falschem hertzen . Suche nicht Rhum bey den Leuten / durch heucheley / Vnd sihe zu / was du redest / gleubest oder furhast . Vnd wirff dich selbs nicht auff / das du nicht fallest / vnd zu schanden werdest / Vnd der HERR deine tücke offenbare / vnd stürtze dich öffentlich fur den Leuten / Darumb / das du nicht in rechter furcht Gott gedienet hast / vnd dein hertz falsch gewest ist . Mein Kind / wiltu Gottes diener sein / so schicke dich zur Anfechtunge Gott fürchten lieben etc . gehet on anfechtung nicht ab . 1 . Pet . 1 . Halt feste / vnd leide dich / vnd wancke nicht / wenn man dich dauon locket . Halt dich an Gott / vnd weiche nicht / auff das du jmer stercker werdest . Alles was dir widerferet / das leide / vnd sey gedültig in allerley trübsal / Denn gleich wie das Gold durchs fewr / Also werden die / so Gott gefallen / durchs fewr der trübsal bewert . Vertrawe Gott / so wird er dir aushelffen / Richte deine wege / vnd hoffe auff jn . Dje / so jr den HERRN fürchtet / vertrawet jm / Denn es wird euch nicht feilen . Die / so jr den HERRN fürchtet / hoffet des besten von jm / So wird euch gnade von trost allzeit widerfaren . Die / so jr den HERRN fürchtet / harret seiner gnade / vnd weichet nicht / Auff das jr nicht zu grund gehet . Sehet an die Exempel der alten / vnd mercket sie / Wer ist jemals zu schanden worden / er auff jn gehoffet hat ? Wer ist jemals verlassen / der in der furcht Gottes blieben ist ? Oder wer ist jemals von jm verschmehet / der jn angeruffen hat ? Denn der HERR ist gnedig vnd barmhertzig / vnd vergibt Er sihet nicht an / wie böse vnd vnwirdig wir sind . sünde / vnd hilfft in der Not . Weh denen / so an Gott verzagen / vnd nicht fest halten / Vnd dem Gottlosen / der hin vnd wider wancket . Weh den verzagten / Denn sie gleuben nicht / Darumb werden sie auch nicht beschirmet . Weh denen / So nicht beharren / Wie wil es jnen gehen / wenn sie der HERR heimsuchen wird ? Dje den HERRN fürchten / gleuben seinem Wort / Vnd die jn lieb haben / halten seine Gebot . Die den HERRN fürchten / thun was jm wolgefelt / Vnd die jn lieb haben / halten das Gesetz recht . Die den HERRN fürchten / schicken jr hertz / vnd demütigen sich für jm / vnd sprechen / Wir wöllen lieber in die Hende des HERRN fallen / weder in die hende der Menschen / Denn sein Barmhertzigkeit ist ja so gros / als er selber ist . 2 . Reg . 24 . Ljeben Kinder / gehorchet mir ewrem Vater / vnd lebet also / auff das euch wolgehe Auslegung des 4 . Gebots . . Denn der HERR wil den Vater von den Kindern geehret haben / Vnd was eine Mutter die kinder heisset / wil er gehalten haben . Exo . 20 ; Matt . 15 ; Ephe . 6 ; Jnfr . 7 . Wer seinen Vater ehret / des Sünde wird Gott nicht straffen / Vnd wer seine Mutter ehret / der samlet einen guten schatz . Wer seinen Vater ehret / der wird auch freude an seinen Kindern haben / Vnd wenn er betet / so wird er erhöret . Wer seinen Vater ehret / der wird deste lenger leben / Vnd wer vmb des HERRN willen gehorsam ist / an dem hat die Mutter einen trost . Wer den HERRN fürchtet / der ehret auch den Vater / vnd dienet seinen Eltern / vnd helt sie fur seine Herrn . Ehre Vater vnd Mutter / mit that / mit worten vnd gedult / auff das jr Segen vber dich kome . Denn des Vaters segen bawet den Kindern heuser / Aber der Mutter fluch reisset sie nider . Spotte deines Vaters gebrechen nicht / Denn es ist dir keine ehre . Denn den Vater ehren / ist dein eigen Ehre / Vnd dein Mutter verachten / ist deine eigen schande . Ljebes Kind / pflege deines Vaters im alter / vnd betrübe jn ja nicht / so lange er lebet / Vnd halt jm zu gute / ob er Kindisch würde / vnd veracht jn ja nicht / darumb das du geschickter bist / Denn der wolthat dem Vater erzeigt / wird nimer mehr vergessen werden . Vnd wird dir guts geschehen / ob du auch wol ein Sünder bist / Vnd dein wird gedacht werden in der not / Vnd deine Sünde werden vergehen / wie das eiss von der Sonne . Wer seinen Vater verlesst / Der wird geschendet / Vnd wer seine Mutter betrübet / der ist verflucht vom HERRN . Ljebes Kind / Bleib gern im nidrigen Stande / das ist besser / denn alles da die Welt nach trachtet . Je höher du bist / je mehr dich demütige Fleuch / wo du kanst / hoch zu werden / wie die Welt thut . / so wird dir der HERR hold sein / Denn der HERR ist der allerhöhest / vnd thut doch grosse ding durch die Demütigen . Stehe nicht nach hoherm Stande / vnd dencke nicht vber dein vermögen / Sondern was Gott dir befolhen hat / des nim dich stets an . Denn es fromet dir nichts / das du gaffest nach dem / das dir nicht befolhen ist Vnd was deines Ampts nicht ist / da las deinen furwitz / Denn dir ist vor mehr befolhen / weder du kanst ausrichten . Solcher dünckel hat viel mehr betrogen / vnd jre vermessenheit hat sie gestürtzt . Denn wer sich gern in Fahr gibt / der verdirbt drinne / Vnd einem vermessen Die sich eindringen / da sie vngeschickt oder vnberuffen sind / Da mus zu letzt nichts guts aus werden . Menschen / gehets endlich vbel aus . Ein vermessen Mensch macht jm selbs viel vnglücks / vnd richtet einen jamer nach dem andern an . Denn Hohmut thut nimer gut / vnd kan nichts denn arges draus erwachsen . Jnfr . 7 . Ejn vernünfftig Mensch lernet Gottes wort gern / Vnd wer die Weisheit lieb hat / der höret gerne zu . Wje das Wasser ein brennend fewr lesscht / Also tilget das Almosen die Sünde / Vnd der oberst Vergelter / wirds hernachmals gedencken / vnd wird jn im vnfal erhalten . Deut . 4 . Ljebes Kind / Las den Armen nicht not leiden / Vnd sey nicht hart gegen dem Dürfftigen . Verachte den Hungerigen nicht / vnd betrübe den Dürfftigen nicht in seiner armut . Einem betrübten Hertzen mache nicht mehr leides / Vnd verzeug die gabe dem Dürfftigen nicht . Die bitte des Elenden schlahe nicht ab / Vnd wende dein angesichte nicht von dem Armen . Wende deine augen nicht von dem Dürfftigen / Auff das er nicht vber dich klage / Denn der jn gemacht hat / erhöret sein Gebet / wenn er mit trawrigem hertzen vber dich klaget . Tobie 4 . Sey nicht zenckisch fur Gericht / vnd halte den Richter in ehren . Höre den Armen gerne / vnd antworte jm freundlich vnd sanfft . Errette den / dem gewalt geschicht / von dem / der jm vnrecht thut / Vnd sey vnerschrocken / wenn du vrteilen solt . Halt dich gegen die Waisen wie ein Vater / vnd gegen jre Mutter wie ein Hausherr / So wirstu sein / wie ein Son des allerhöhesten / vnd er wird dich lieber haben / denn dich deine Mutter hat . Dje weisheit erhöhet jre kinder / vnd nimpt die auff / die sie suchen . Wer sie lieb hat / der hat das Leben lieb / Vnd wer sie vleissig suchet / wird grosse Freude haben . Wer fest an jr helt / der wird grosse Ehre erlangen / Vnd was er furnimpt / da wird der HERR glücke zu geben . Wer Gottes wort ehret / der thut den rechten Gottesdienst / Vnd wer es lieb hat / den hat der HERR auch lieb . Wer der Weisheit gehorchet / der kan ander Leute leren / Vnd wer sich zu jr helt / der wird sicher wonen . Wer on falsch ist / der wird sie erlangen / Vnd seine Nachkomen werden gedeien . Vnd ob sie zum ersten sich anders gegen jm stellet / vnd macht jm angst vnd bange / vnd prüfet jn mit jrer Ruten / vnd versucht jn mit jrer Züchtigung / bis sie befindet / das er on falsch sey / So wird sie denn wider zu jm komen auff dem rechten wege / vnd jn erfrewen / vnd wird jm offenbaren jr geheimnis . Wo er aber falsch befunden wird / wird sie jn verlassen das er verderben mus . Ljebes Kind / Brauch der zeit / vnd hüte dich fur vnrechter Sache / Vnd scheme dich nicht fur deine Seele das Recht zu bekennen Man sol dem Gerechten beystehen vnd kein fahr da fur schewen . . Denn man kan sich so schemen / das man sünde dran thut / Vnd kan sich auch also schemen / das man gnade vnd ehre dauon hat . Las dich keine Person bewegen dir zum schaden / noch erschrecken dir zum verderben / Sondern bekenne das Recht frey / wenn man den Leuten helffen sol / Denn durch bekentnis wird die Warheit vnd das Recht offenbar . Rede nicht wider die Warheit Das thun die nicht / so in jrem jrthum oder vnrecht vberwunden vmb schande willen nicht weichen wöllen / Sondern narren jmer fort / vnd dienet jmer ein Narr dem andern . / sondern las den hohn vber dich gehen / wo du in der sachen gefeilet hast / Scheme dich nicht zubekennen / wo du gefeilet hast / vnd strebe nicht wider den strom . Djene einem Narren in seiner Sache nicht / vnd sihe seine gewalt nicht an / Sondern verteidige die Warheit bis in tod / So wird Gott der HERR fur dich streiten . Sey nicht wie die / so sich mit hohen worten erbieten Zum ersten wöllen sie dem Recht beystehen / mit leib etc . Aber hernach sinds gute wort etc . / Vnd thun doch gar nichts dazu . Sey nicht ein Lew in deinem Hause / Vnd nicht ein Wüterich gegen dein Gesinde . Deine Hand sol nicht auffgethan sein / jmer zu nemen / Vnd zugeschlossen nimer zu geben Das sind die kargen Hausherrn / die jr Gesinde vbertreiben / vnd wenig essen vnd Lohn geben . . Verlas dich nicht auff deinen Reichthum / vnd dencke nicht / Jch habe gnug fur mich . Folge deinem mutwillen nicht / ob du es gleich vermagst / vnd thu nicht was dich gelüstet / Vnd dencke nicht / Wer wil mirs weren ? Denn der HERR der öberst Recher wirds rechen . Dencke nicht / Jch habe wol mehr gesündiget / vnd ist mir nichts böses widerfaren . Denn der HERR ist wol gedültig / Aber er wird dich nicht vngestrafft lassen . Vnd sey nicht so sicher / ob deine sünde noch nicht gestrafft ist / das du darumb für vnd für sündigen woltest . Dencke auch nicht / Gott ist seer barmhertzig / Er wird mich nicht straffen / ich sündige wie viel ich wil . Er kan balde also Zornig werden / als Gnedig er ist / Vnd sein zorn vber die Gottlosen / hat kein auffhören . Darumb verzeuch nicht / dich zum HERRN zubekeren / Vnd schieb es nicht von einem tage auff den andern . Denn sein zorn kompt plötzlich / vnd wirds rechen / vnd dich verderben . Avff vnrecht Gut verlas dich nicht / Denn es hilfft dich nicht wenn die Anfechtungen komen werden . LAS dich nicht einen jglichen Wind füren / vnd folge nicht einem jglichen wege / wie die vnbestendigen Hertzen thun / Sondern sey bestendig in deinem wort / vnd bleibe bey einerley rede . Sey bereit zu hören / vnd antworte was recht ist / vnd vbereile dich nicht . Verstehestu die Sache / so vnterrichte deinen Nehest / Wo nicht / so halt dein maul zu . Denn reden bringet ehre / Vnd reden bringet auch schande / Vnd den Menschen fellet seine eigen Zunge . Sey nicht ein Ohrenbleser / vnd verleumbde nicht mit deiner Zungen . Ein Dieb ist ein schendlich ding / Aber ein Verleumbder / ist viel schendlicher / Achts nicht geringe / es sey klein oder gros / Las dich nicht bewegen / das du deinem Freund gram werdest / Denn solcher Verleumbder wird endlich zu schanden . LAS dich nicht zu klug düncken / jederman zu taddeln / Das deine Bletter nicht verwelcken / vnd deine Früchte verderben / vnd auch der mal einst werdest / wie ein dürrer Bawm Das sind die Splitterrichter die jres Balcken vergessen . . Denn ein solcher gifftiger Mensch / schadet jm selber / vnd wird seinen Feinden ein spot . Widerumb / Wer alles zum besten auslegt Der ist weise vnd wolgelert / der alle ding zum besten kert . Freund in der not / Gehen xxv . auff ein lot . Sols aber ein harter stand sein / So gehet jr 50 . auff ein quintlein . / der machet jm viel Freunde / Vnd wer das beste zur Sache redet / von dem redet man widerumb das beste . Halts mit jederman freundlich / Vertrawe aber vnter tausent kaum einem . Vertrawe keinem Freunde / du habest jn denn erkand in der not . Denn es sind viel Freunde / weil sie es geniessen können / Aber in der not halten sie nicht . Vnd ist mancher Freund / der wird balde Feind / vnd wüsste er einen Mord auff dich / er sagts nach . Es sind auch etliche Tischfreunde / vnd halten nicht in der not . Weil dirs wolgehet / so ist er dein Geselle / vnd lebet in deinem Hause / als were er auch Hausherr / Gehet dirs aber vbel / So stehet er wider dich / vnd lesst sich nirgend finden . Thu dich von deinen Feinden / vnd hüte dich gleichwol auch fur Freunden . Ein trewer Freund ist ein starcker Schutz / Wer den hat / der hat einen grossen Schatz . Ein trewer Freund / ist mit keinem geld noch gut zubezalen . Ein trewer Freund / ist ein trost des lebens / wer Gott fürchtet / der krigt solchen Freund . Denn wer Gott fürchtet / dem wirds gelingen mit Freunden / Vnd wie er ist / also wird sein Freund auch sein . Ljebes kind / las dich die weisheit ziehen von Jugent auff / So wird ein weiser Man aus dir . Stelle dich zu jr / wie einer der da ackert vnd seet / vnd erwarte jre gute Früchte . Du must ein kleine zeit vmb jrer willen mühe vnd erbeit haben / Aber gar balde wirstu jrer Früchte geniessen . Bitter ist sie den vngebrochen Menschen / vnd ein Ruchloser bleibet nicht an jr . Denn sie ist jm ein harter Prüfestein / vnd er wirfft sie balde von sich . Sie rhümen wol viel von der Weisheit / Aber wissen wenig drumb . Ljebes kind / Gehorche meiner Lere / vnd verachte nicht meinen Rat . Ergibe deine Füsse in jre fessel / vnd deinen Hals in jre halseisen . Bücke deine Schultern vnd trage sie / vnd sperre dich wider jre bande nicht . Halte dich zu jr von gantzem hertzen / vnd bleibe mit allen krefften auff jrem wege . Forsche jr nach / vnd suche sie / So wirstu sie finden . Vnd wenn du sie erkriegest / so las sie nicht von dir Denn endlich wirstu trost an jr haben / vnd wird dir dein leid in freude gekeret werden . Vnd jre Fessel werden dir ein starcker Schirm / vnd jr Halseisen ein herrlich Kleid werden . Sie hat eine güldene Krone / mit einer Purpurhauben / dasselbige Kleid wirstu anzihen / vnd die selbige schöne Krone wirstu auffsetzen . Ljebes Kind / Wiltu folgen / so wirstu weise / Vnd nimpstu es zu hertzen / so wirstu klug . Wirstu gern gehorchen / so wirstu sie kriegen / Vnd wirstu deine ohren neigen / so wirstu weise werden . Sey gern bey den Alten / vnd wo ein weiser Man ist / zu dem halte dich . Hore gern Gottes wort / vnd mercke die gute Sprüche der weisheit . Wo du einen vernünfftigen Man sihest / zu dem kom mit vleis / vnd gehe stets aus vnd ein bey jm . Betrachte jmerdar Gottes gebot / vnd gedencke stets an sein Wort / Der wird dein hertz volkomen machen / vnd dir geben Weisheit / wie du begerest . Thu nicht böses / So widerferet dir nicht böses / Halt dich vom vnrechten / So trifft dich nicht vnglück . See nicht auff den Acker der vngerechtigkeit / So wirstu sie nicht erndten siebenfeltig . Dringe dich nicht in Empter fur Gott / vnd ringe nicht nach gewalt beim Könige . Las dichs nicht düncken fur Gott / du seiest tüchtig gnug dazu / vnd las dich nicht düncken beim Könige / du seiest weise gnug dazu . Las dich nicht verlangen Richter zu sein / Denn durch dein vermügen / wirstu nicht alles vnrecht zu recht bringen / Du möchtest dich entsetzen fur einem Gewaltigen / vnd das Recht mit schanden fallen lassen . Rjcht nicht Auffruhr Wer gern empor were / der henget Leute an sich vnd machet auffrhur / wil alle sache bessern / vnd alles vnrecht zu recht bringen / Vnd meinet / Gott solle sein gebet vnd gute meinungen ansehen . an in der Stad / vnd henge dich nicht an den Pöbel / Auff das du nicht tragen müssest zweifeltige schuld / Denn es wird keine vngestrafft bleiben . Dencke auch nicht / Gott wird dafur / mein gros Opffer ansehen / vnd wenn ich dafur dem allerhöhesten Gott opffere / so wird ers annemen . Wenn du betest / so zweiuel nicht / Vnd sey nicht lass / Almosen zu geben . Spotte des Betrübten nicht / Denn es ist einer / der kan beide nidrigen vnd erhöhen . Stiffte nicht Lügen wider deinen Bruder / noch wider deinen Freund / Gewehne dich nicht an die lügen / Denn das ist eine schedliche gewonheit . Sey nicht Wesschafftig bey den Alten / Vnd wenn du betest / so mache nicht viel wort . Matt . 6 . OB dirs sawr wird mit deiner Narung vnd Ackerwerck / das las dich nicht verdriessen / Denn Gott hats so geschaffen Virg . Faelices agricolas , bona si sua norint , Sed non sunt digni nosse . . Gen . 3 . Verlas dich nicht drauff / das der Hauffe gros ist / mit denen du vbel thust / Sondern gedencke / das dir die straffe nicht ferne ist . Darumb demütige dich von hertzen / Denn Fewr vnd Würme ist rache vber die Gottlosen . Vbergib deinen Freund vmb keines Guts willen / Noch deinen trewen Bruder vmb des besten Golds willen . Scheide dich nicht von einer vernünfftigen vnd fromen Frawen / Denn sie ist edler weder kein Gold . Ejnen trewen Knecht vnd vleissigen Erbeiter / halt nicht vbel / Einen fromen Knecht habe lieb / Vnd hindere jn nicht / wo er frey werden kan . Jnfr . 33 . Hastu Viehe / so warte sein / Vnd treget dirs nutz / so behalt sie . Hastu Kinder / so zeuch sie / Vnd beuge jren Hals von jugent auff . Hastu Töchter / so beware jren Leib / Vnd verwehne sie nicht . Berate deine Tochter / so hastu ein gros werck gethan / Vnd gib sie einem vernünfftig Man . Hastu ein Weib / das dir liebet / So las dich nicht von jr wenden / sie zuuerstossen / Vnd vertraw der Feindseligen Das ist auff Jüdisch geredt / da ein Eheweib das ander ausbeis . Aber bey vns / heissts so viel / als gleube nicht / was dir furgeblewet wird / wider dein Weib von bösen meulern / die dir heucheln / vnd jr gram sind . nicht . Ehre deinen Vater von gantzem hertzen / vnd vergiss nicht / wie sawr du deiner Mutter worden bist / Vnd dencke / das du von jnen geborn bist / Vnd was kanstu jnen dafur thun / das sie an dir gethan haben ? Sup . 3 . FVrchte den HERRN von gantzem hertzen / Vnd halt seine Priester in allen ehren . Ljebe den der dich gemacht hat von allen krefften / Vnd seine Diener verlas nicht . Summa . Fvrchte den HERRN / vnd ehre den Priester / Vnd gib jnen jr Teil / wie dir geboten ist / von den Erstlingen vnd Schuldopffern vnd Hebopffern / vnd was mehr geheiliget wird zum Opffer / vnd allerley heilige Erstlinge . Reiche dem Armen deine hand / Auff das du reichlich gesegnet werdest / Vnd deine wolthat dich angeneme mache / fur allen lebendigen Menschen / Ja beweise auch an den Todten Sie zuuerhüllen vnd ehrlich zu begraben / vmb Gottes vnd der Aufferstehung willen . deine wolthat . Las die Weinenden nicht on trost / Sondern trawre mit den Trawrigen . Rom . 12 . Beschwere dich nicht die Krancken zu besuchen / Denn vmb des willen wirstu geliebet werden . Was du thust / so bedencke das ende / So wirstu immer mehr vbels thun . Zancke nicht mit einem Gewaltigen / Das du jm nicht in die hende fallest . Zancke nicht mit einem Reichen / das er dich nicht vberwege / Denn viel lassen sich mit Gelde stechen / vnd beweget auch wol der Könige hertz . Zancke nicht mit einem Schwetzer / das du nicht holtz zutragest zu seinem fewr . Schertze nicht mit einem groben Menschen / das er dein Geschlechte nicht schmehe . Rvcke dem nicht auff seine Sünde / der sich bessert / Vnd gedencke das wir alle noch schuld auff vns haben . Verachte das Alter nicht / Denn wir gedencken auch Alt zu werden . Frewe dich nicht das dein Feind stirbt / Gedencke das wir alle sterben müssen . Veracht nicht / was die Weisen reden / sondern richte dich nach jren Sprüchen . Denn von jnen kanstu etwas lernen / vnd wie du dich halten solt gegen grossen Leuten . Las dich nicht klüger düncken denn die Alten / denn sie habens auch von jren Vetern gelernet / Denn von jnen kanstu lernen / wie du solt antworten / wo es not ist . Blase dem Gottlosen nicht sein Fewr Reitze jn nicht on versache zu lestern . auff / das du nicht auch mit verbrennest . Lege dich nicht an einen Lesterer / das er dir dein wort nicht verkere . Leihe nicht einem Gewaltigern denn du bist / Leihestu aber / So achts als verlorn . Werde nicht Bürge vber dein vermögen / Thustus aber / So dencke vnd bezale . Rechte nicht mit dem Richter / Denn man spricht das Vrteil wie er wil . Wandere nicht mit einem Tolkünen / das er dich nicht in vnglück bringe / Denn er richt an was er wil / so mustu denn vmb seiner torheit willen schaden leiden . Haddere nicht mit einem Zornigen / vnd gehe nicht allein mit jm vber feld / Denn er achtet blut vergiessen wie nichts / Wenn du denn keine hülffe hast / so erwürget er dich . Mjt Narren Lose Leute die nichte achten . halt keinen Rat / Denn es gehet jnen nicht zu hertzen . Fvr einem Frembden thu nicht / das dich heel hat / Denn du weissest nicht / was draus komen möcht . Offenbar dein Hertz nicht jederman / Er möcht dir vbel dancken . Ejuer nicht vber dein fromes Weib / Denn solch hart auffsehen / bringt nichts guts . Las deinem Weibe nicht gewalt vber dich / Das sie nicht dein Herr werde . Fleuch die Bulerin / das du nicht in jre stricke fallest . Gewene dich nicht zu der Singerin / das sie dich nicht fahe mit jrem reitzen . Sihe nicht nach den Megden / das du nicht entzündet werdest gegen sie . Henge dich nicht an die Huren / das du nicht vmb das deine komest . Gaffe nicht in der Stad hin vnd wider / vnd lauffe nicht durch alle winckel . Wende dein angesicht von schönen Frawen / vnd sihe nicht nach der gestalt anderer Weiber . Denn schöne Weiber haben manchen bethöret / vnd böse lust entbrennet dauon / wie ein fewr . Sitze nicht bey eins andern Weib / vnd hertze dich nicht mit jr / vnd prasse nicht mit jr / das dein hertze nicht an sie gerate / vnd deine sinne nicht bethöret werden . Vbergib einen alten Freund nicht / denn du weissest nicht / ob du so viel am newen kriegest . Ein newer Freund / ist ein newer wein / Las jn alt werden / so wird er dir wol schmecken . Las dich auch nicht bewegen Heuchel vnd henge dich nicht an jn . den Gottlosen in seinen grossen Ehren / Denn du weissest nicht wie es ein ende nemen wird . Las dir nicht gefallen der Gottlosen furnemen / Denn sie werden nimer mehr From bis in die Helle hinein . Halt dich von denen / so gewalt haben zu tödten / So darffestu dich nicht besorgen / das er dich tödte . Mustu aber vmb jn sein / so vergreiff dich nicht / das er dir nicht das Leben neme / da du dichs am wenigsten versihest / Vnd wisse / das du vnter den stricken wandelst / vnd gehest auff eitel hohen Spitzen Als auff hohen Thürnen / da es fehrlich ist / vnd der Schwindel kompt . . Erlern mit allem vleis deinen Nehesten / vnd wo du Rat bedarffst so suchs bey weisen Leuten / vnd besprich dich mit den Verstendigen / Vnd richte alle deine Sache nach Gottes wort . Geselle Das ist / halt collation / jss vnd trinck etc . dich zu fromen Leuten / Vnd sey frölich / Doch mit Gottes furcht . Das werck lobet den Meister / vnd einen weisen Fürsten seine Hendel . Es ist ein fehrlich ding mit einem Regiment / vmb einen Schwetzer / Vnd ein jecher Der vol ratens / klügels vnd schreiens ist / vnd alles gewesch sein mus sein . Wesscher wird zu schanden . Ejn weiser Regent ist strenge / vnd wo ein verstendige Oberkeit ist / da gehet es ordenlich zu . Wie der Regent ist / so sind auch seine Amptleute . Wie der Rat ist / so sind auch die Bürger . Ein wüster König / verderbet Land vnd Leute / Wenn aber die Gewaltigen klug sind / so gedeiet die Stad . Das Regiment auff Erden / stehet in Gottes handen / der selbige gibt jr zu zeiten einen tüchtigen Regenten . Es stehet in Gottes handen / das einem Regenten gerate / der selbe gibt jm einen löblichen Cantzler Als den nehesten Rat / Wie Naeman dem Könige zu Syria . 4 . Reg . 5 . Reche nicht zu genaw alle missethat / vnd küle dein mütlin nicht / wenn du straffen solt . Den Hoffertigen ist beide Gott vnd die Welt feind / Denn sie handeln fur allen beiden vnecht . Vmb gewalt / vnrecht vnd Geitzes willen / kompt ein Königreich von einem Volck auffs ander . Was erhebet sich die arme Erde vnd Assche ? Jst er doch ein eitel schendlicher Kot / weil er noch lebet . Vnd wenn der Artzt schon lange dran flickt / so gehets doch entlich also / Heute König / morgen Tod . Vnd wenn der Mensch tod ist / so fressen jn die Schlangen vnd Würme . DA kompt alle Hoffart her / wenn ein Mensch von Gott abfellet Das ist / Gottes wort veracht . / vnd sein Hertz von seinem Schepffer weichet . Vnd hoffart treibet zu allen sünden / Vnd wer darin steckt / der richtet viel grewel an . Darumb hat der HERR allezeit den Hohmut geschendet / vnd endlich gestürtzet . Gott hat die hoffertigen Fürsten vom Stuel herunter geworffen / vnd Demütige drauff gesetzt . Gott hat der stoltzen Heiden wurtzel ausgerot / vnd Demütige an jre stet gepflantzet . Gott hat der Heiden land vmbkeret / vnd zu grund verderbet / Er hat sie verdorren lassen / vnd verstöret / vnd jren Namen vertilget auff Erden . Luc . 1 . Das die Leute hoffertig vnd grimmig sind / das ist von Gott nicht geschaffen . Der Mensch ist nicht böse geschaffen / Sondern welcher Gott fürchtet der wird mit ehren bestehen . Welcher aber Gottes Gebot vbertrit / Der wird zu schanden . Vnd die so Gott fürchten / halten jren Regenten in ehren / Darumb behütet er sie . ES sol sich beide der Reiche vnd Arme / der Grosse vnd Kleine keines andern rhümen / denn das sie Gott fürchten . ES taug gar nichts / Das man einen Armen verstendigen verschmehe / Vnd einen reichen Gottlosen ehre . Fvrsten / Herrn vnd Regenten sind in grossen ehren / Aber so gros sind sie nicht / als der so Gott fürchtet . Ejnem weisen Knecht mus der Herr dienen / Vnd ein vernünfftiger Herr murret nicht drumb . Stehe nicht auff deinem eigen Kopff / in deinem Ampt / Vnd mache dich nicht Stoltz / wenn man dein darff . ES ist besser / das einer seines Thuns warte / dabey er gedeiet / Denn sich viel vermessen / vnd dabey ein Betler bleibe . Mein Kind / Jn widerwertigkeit sey getrost / vnd trotze auff dein Ampt / Denn wer an seinem ampt verzagt / wer wil dem helffen ? Vnd wer wil den bey ehren erhalten / der sein Ampt selbs vnehret ? Der Arme wird geehret vmb seiner Klugheit willen / vnd der Reiche vmb seiner Güter willen . Jst aber die Klugheit löblich an einem Armen / Wie viel mehr an einem reichen ? Vnd was einem Reichen vbel anstehet / das stehet viel mehr dem Armen vbel an . Dje Weisheit des geringen bringet jn zu ehren / Vnd setzet jn bey die Fürsten . Psal . 113 . DV solt niemand rhümen vmb seines grossen Ansehens willen / Noch jemand verachten / vmb seines geringen Ansehens willen . Denn die Biene ist ein kleins Vögelin / vnd gibt doch die allersüsseste Frucht . Erheb dich nicht deiner Kleider / vnd sey nicht stoltz in deinen ehren Wenn du in deiner Maiestet vnd Gewalt prangen must . / Denn der HERR ist wünderbarlich in seinen wercken / vnd niemand weis / was er thun wil . Viel Tyrannen haben müssen herunter auff die Erden sitzen / Vnd ist dem die Kron auffgesetzt / auff den man nicht gedacht hette . Viel grosser Herrn sind zu boden gangen / vnd gewaltige Könige sind andern in die hende komen . Verdamne niemand / ehe du die Sache zuuor erkennest / Erkenne es zuuor / vnd straffe es denn . DV solt nicht vrteilen / ehe du die Sache hörest / Vnd las die Leute zuuor ausreden . Menge dich nicht in frembde Sache / Vnd sitze nicht bey vnrechtem vrteil . Mein Kind / Stecke dich nicht in mancherley Hendel / Denn wo du dir mancherley fürnimpst / wirstu nicht viel dran gewinnen . Wenn du gleich fast darnach ringest / So erlangestu es doch nicht / Vnd wenn du gleich hie vnd da flickest / So kompstu doch nicht eraus . Mancher lessts jm sawr werden / vnd eilet zum Reichthum / Vnd hindert sich nur selber damit . Dagegen thut mancher gemach / der wol Hülffe bedürffte / ist dazu schwach vnd arm / Den sihet Gott an mit gnaden / vnd hilfft jm aus dem Elend / vnd bringt jn zu Ehren / das sich sein viel verwundern . ES kompt alles von Gott / Glück vnd Vnglück / Leben vnd Tod / Armut vnd Reichthum . Den fromen gibt Gott güter die da bleiben / Vnd was er bescheret / das gedeiet jmerdar . Mancher karget vnd sparet / vnd wird da durch Reich / vnd dencket / Er habe etwas fur sich bracht . Vnd spricht / Nu wil ich gut Leben haben / essen vnd trincken von meinen Gütern / Vnd er weis nicht / das sein Stündlin so nahe ist / vnd mus alles andern lassen vnd sterben . Luc . 12 . Bleibe in Gottes wort / vnd vbe dich drinnen / vnd beharre in deinem Beruff / Vnd las dich nicht jrren / wie die Gottlosen nach Gut trachten . Vertrawe du Gott / vnd bleibe in deinem beruff / Denn es ist dem HERRN gar leicht / einen Armen Reich zu machen . Gott segnet den Fromen jre güter / vnd wenn die zeit kompt / gedeien sie balde . Sprich nicht Ein Armer sol nicht verzagen . Ein Reicher / sol sich nicht vermessen . / Was hilfft michs / vnd was hab ich die weil ? Sprich nicht / Jch habe gnug / wie kan mirs feilen ? Wenn dirs wolgehet / so gedencke / Das dirs wider vbel gehen kan / Vnd wenn dirs vbel gehet / so gedencke / Das dirs wider wol gehen kan / Denn der HERR kan einem jglichen leichtlich vergelten im Tod / wie ers verdienet hat . Ein böse stunde machet / das man aller Freude vergisset / Vnd wenn der Mensch stirbet / so wird er innen / wie er gelebt hat . Darumb soltu niemand rhümen fur seinem ende / Denn was einer fur ein Man gewest sey / das findet sich an seinen Nachkomen . Herberge nicht einen iglichen in deinem Hause / Denn die Welt ist vol vntrew vnd list . Ein falsch Hertz ist / wie ein Lockvogel auff dem Kloben / vnd lauret / wie er dich fahen müge . Denn was er guts sihet / deutet er auffs ergest / vnd das allerbeste schendet er auffs höhest . Aus einem funcken / wird ein gros Fewr / vnd der Gottlose höret nicht auff / bis er Blut vergiesse . Hüt dich fur solchen Buben / sie haben nichts guts im sinn / das sie dir nicht ein ewige schande anhengen . Nimpstu einen Frembden zu dir ein / so wird er dir vnruge machen / vnd dich aus deinem Eigenthum treiben . Wjltu guts thun / So sihe zu / wenn du es thust / so verdienstu danck damit . Thu dem Fromen guts / So wird dirs reichlich vergolten / Wo nicht von jm / so geschichts gewislich vom HERRN . Aber den bösen Buben / die nicht dancken fur die Wolthat / wirds nicht wolgehen . Gjb dem Gottfürchtigen / vnd erbarm dich des Gottlosen nicht / Thu guts dem Elenden / vnd gib dem Gottlosen nicht . Behalt dein Brot fur jm / vnd gib jm nichts / das er da durch nicht gestercket werde / vnd dich vntertrette / Du wirst noch eins so viel Bosheit durch jn empfahen / als du jm Guts gethan hast . Denn der Allerhöhest ist den Gottlosen feind / vnd wird die Gottlosen straffen . Wens einem wolgehet / so kan man keinen Freund recht erkennen . Wens aber vbelgehet / so kan sich der Feind auch nicht bergen / Denn wens einem wolgehet / das verdreusst seinen Feind / Wens aber vbelgehet / So weichen auch die Freunde von jm . Traw deinem Feinde nimer mehr / Denn gleich wie das eisen jmer wider rostet / Also lesset er auch seine tücke nicht . Vnd ob er sich schon neiget vnd bücket / So halt doch an dich / vnd hüte dich fur jm . Vnd wenn du gleich an jm polirest / wie an einem Spiegel / so bleibt er doch rostig . Zeuch jn nicht zu dir / das er dich nicht wegstosse / vnd trette an deine stat . Setze jn nicht neben dich / das er nicht nach deinem Stuel trachte / Vnd zu letzt an meine wort dencken müssest / vnd dich denn gerewen wird . Gleich als wenn ein schlangen Beschwerer gebissen wird / das jamert niemand / als wenig als das / so einer mit wilden Thieren vmbgehet / vnd von jnen zurissen wird . Also gehets dem auch / der sich an den Gottlosen henget / vnd sich in jre sünde menget . Er bleibet wol eine weil bey dir / Aber wenn du strauchlest / so beharret er nicht . Der Feind gibt wol gute wort / vnd klaget dich seer / vnd stellet sich freundlich / kan auch dazu weinen . Aber im hertzen dencket er / wie er dich in die Gruben felle / Vnd kriegt er raum / so kan er deines Bluts nicht sat werden Wil dir jemand schaden thun / So ist er der erste / vnd stellet sich als wolt er dir helffen / vnd fellet dich meuchlinges . Seinen Kopff wird er schütteln / vnd in die faust lachen / dein spotten / vnd das Maul auffwerffen . Wer Pech angreifft / der besudelt sich damit / Vnd wer sich gesellet zum Hoffertigen / der lernet hoffart . Geselle dich nicht zum Gewaltigen vnd Reichen / Du ledest sonst eine schwere Last auff dich . Was sol dir der jrdene Topff / bey dem ehrne Topff ? Denn wo sie an einander stossen / So zubricht er . Der reiche thut vnrecht / Vnd trotzt noch dazu / Aber der Arme mus leiden / vnd da zu dancken . So lange du jm nütz bist / brauchet er dein / Aber wenn du nicht mehr kanst / so lesst er dich faren . Weil du hast / so zeret er mit dir / vnd bekümmert jn nichts / das du verdirbest . Wenn er dein bedarff / Kan er dich fein effen / vnd lechelt dich an / verheisst dir viel / vnd gibt dir die besten wort / vnd spricht / bedarffstu etwas ? Vnd ledet dich ein mal oder drey zu gast betrieglich / Bis er dich vmb das deine bringe / vnd spotte dein zu letzt . Vnd wenn er gleich deine Not sihet / lesst er dich doch faren / vnd schüttelt den Kopff vber dich . Darumb sihe zu / das dich deine einfeltigkeit nicht betriege / vnd in vnglück bringe . Wenn dich ein Gewaltiger wil zu sich ziehen / so wegere dich / so wird er dich deste mehr zu jm ziehen . Dringe dich nicht selbs zu jm / Das du nicht verstossen werdest / Fleuchs auch nicht zu seer / das man dich zur not brauchen künde . Were dich nicht / so er dir etwas befilhet / Aber verlas dich nicht drauff das er dir seer gemein ist . Denn er versucht dich damit / vnd mit seinen freundlichen geberden holet er dich aus . Wenn er vngnedig wird / so bleibets nicht bey solchen freundlichen worten / vnd schertzet nicht mit straffen vnd gefengnis . Darumb hüte dich / vnd sihe dich wol fur / du lebest in grosser fahr . Ejn jglich Thier helt sich zu seines gleichen / So sol ein jglich Mensch sich gesellen zu seines gleichen . Es ist eben als wenn sich der Wolff zum Schaf gesellet / wenn ein Gottloser sich zum Fromen gesellet . Wie Hyena Hyena ist ein Thier in Egypten das lernt einen Hund ruffen bey seinem namen / wie ein Mensch / vnd frisset jn . mit dem Hunde sich gesellet / Also auch der Reiche mit dem Armen . Wie der Lew das wild frisst in der heide / So fressen die Reichen die Armen . Wie dem Hoffertigen vnwerd ist / was gering ist / Also ist der Arme dem Reichen auch vnwerd . Wenn der Reiche fallen wil / so helffen jm seine Freunde auff / Wenn der Arme fellet / stossen jn auch seine Freunde zu boden . Wenn ein Reicher nicht recht gethan hat / so sind viel die jm vberhelffen / Wenn er sich mit worten vergriffen hat / so mus mans lassen recht sein . Wenn aber ein Armer nicht recht gethan hat / so kan mans auffmutzen / Vnd wenn er gleich weislich redet / So findets doch keine stat . Wenn der Reiche redet / so schweiget jederman / vnd sein wort hebt man in den Himel / Wenn aber der Arme redet / so spricht man / Wer ist der ? Vnd so er feilet / so mus er her halten . Reichthum ist wol gut / wenn man es on sünde brauchet / Aber armut des Gottlosen leret jn viel böses reden . Was einer im sinn hat / das sihet man jm an den augen an / es sey guts oder böses / Hat er guts im sinn / so sihet er frölich auff . Wer aber mit heimlichen tücken vmbgehet / Kan nicht ruge dafur haben . Wol dem / der nicht bösen Rat gibt / Vnd dauon nicht böse Gewissen hat . Wol dem / der kein böse Gewissen hat / Vnd seine zuuersicht jm nicht empfallen ist . Ejm Lauser stehets nicht wol an / das er Reich ist / Vnd was sol geld vnd gut einem kargen Hunde ? Wer viel samlet / vnd jm selber nichts guts thut / Der samlets andern / vnd andere werdens verbrassen . Prou . 22 . Wer jm selber nichts guts thut / Was solt der andern guts thun ? Er wird seines guts nimer fro . ES ist kein schendlicher ding / Denn das einer jm selbs nichts guts gönnet / vnd das ist die rechte Plage fur seine bosheit . Thut er etwas guts / So weis er freilich nichts drumb / vnd zu letzt wird er vngedültig drüber . Das ist ein böser Mensch / der nicht sehen wag / das man den Leuten guts thut / Sondern wendet sein angesicht weg / vnd erbarmet sich niemands . Ejn vorteilischer Mensch / lesst jm nimer gnügen an seinem teil / Vnd kan fur Geitz nicht gedeien . Ejn Neidischer sihet nicht gern essen / Vnd thut jm wehe / wenn er sol essen geben . Mein Kind / Thu dir selbs guts von dem deinen / Vnd gib dem HERRN Opffer / die jm gebüren . Sup . 4 ; Tob . 4 . Gedenck / das der Tod nicht seumet / Vnd du weist ja wol / was du fur einen Bund mit dem Tod hast . Thu gutes dem Freund fur deinem ende / Vnd reiche dem Armen nach deinem vermügen . Vergis der Armen nicht / wenn du den frölichen tag hast / So wird dir auch Freude widerfaren / die du begerest . Du must doch deinen sauren Schweis andern lassen / vnd deine erbeit den Erben vbergeben . Gjb gern / So wirstu wider empfahen / vnd heilige Gib den Priestern jr gebürliche Opffer / wie das Gesetze heisst . deine Seele / Denn wenn du tod bist / so hastu ausgezeret . Ales Fleisch verschleist wie ein Kleid / Denn es ist der alte Bund / Du must sterben . Esa . 40 ; Jacob . 1 ; 1 . Pet . 1 . Gleich wie die grünen Bletter / auff einem schönen Bawm / etliche abfallen / etliche wider wachsen / Also gehets mit den Leuten auch / Etliche sterben / etliche werden geborn . Alle vergenglich ding mus ein ende nemen / Vnd die damit vmbgehen / faren auch mit dahin . Wol dem / der stets mit Gottes wort vmbgehet / vnd dasselb auslegt vnd leret Ders von hertzen betracht vnd gründlich verstehen lernet / vnd der Weisheit jmer weiter nachforschet / vnd schleicht jr nach / wo sie hin gehet / vnd kucket zu jrem Fenster hinein / vnd horcht an der Thür / sucht Herberg nahe bey jrem Hause / vnd richtet an jrer wand seine Hütten auff / vnd ist jm eine gute Herberge . Er bringet seine Kinder auch vnter jr Dechlin / vnd bleibt vnter jrer Lauben / Darunter wird er fur der Hitze beschirmet / vnd ist jm eine herrliche Wonung . Solchs thut niemand / denn der den HERRN fürchtet / Vnd wer sich an Gottes wort helt / der findet sie . Vnd sie wird jm begegen / wie eine Mutter / vnd wird jn empfahen / wie eine junge Braut . Sie wird jn speisen mit brot des Verstands / vnd wird jn trencken mit wasser der Weisheit . Da durch wird er starck werden / das er fest stehen kan / vnd wird sich an sie halten / das er nicht zu schanden wird . Sie wird jn erhöhen vber seine Nehesten / vnd wird jm seinen mund auffthun / in der Gemeine . Sie wird jn krönen mit freuden vnd wonne / vnd mit ewigem namen begaben . Aber die Narren finden sich nicht / vnd Gottlosen können sie nicht ersehen / Denn sie ist fern von den Hoffertigen / vnd die Heuchler wissen nichts von jr . Ein Gottloser kan nichts rechts leren / Denn es kompt nicht von Gott . Denn zu rechter Lere gehöret die Weisheit / so gibt Gott gnade dazu . DV darffest nicht sagen / Hab ich vnrecht geleret / so hats Gott gethan Das sind die falschen Lerer / so jren jrthum vnter Gottes Namen / verkeuffen / vnd schweren / Es sey Gottes wort / oder Gott müsse nicht recht leren etc . / Denn was er hasset / das soltestu nicht thun . Du darffest nicht sagen / Hab ich vnrecht geleret / so hat er mich betrogen / Denn er darff keines Gottlosen / Denn der HERR hasset alle Abgötterey / Vnd wer jn fürchtet / der schewet sich dafur . ER hat den Menschen von anfang geschaffen / vnd jm die wahl gegeben / Wiltu / so halt die Gebot / vnd thu was jm gefelt / in rechtem vertrawen . Er hat dir fewr vnd wasser fürgestellet / greiff zu welchem du wilt . Der Mensch hat fur sich Leben vnd Tod / welchs er wil / das wird jm gegeben werden . Denn die weisheit Gottes ist gros / vnd er ist mechtig / vnd sihet alles / vnd seine Augen sehen auff die / so jn fürchten / Vnd er weis wol / was recht gethan oder heucheley ist . Er heisst niemand Gottlos sein / vnd erleubt niemand zu sündigen . Frew dich nicht / das du viel vngeratener Kinder hast / Vnd poche nicht darauff / das du viel Kinder hast / wenn sie Gott nicht fürchten / Verlas dich nicht auff sie / vnd trawe nicht auff jr vermögen . Denn es ist besser ein from Kind / denn tausent Gottlosen / Vnd ist besser on Kinder sterben / denn gottlose Kinder haben . Ejn fromer Man kan einer Stad auffhelffen / Aber wenn der Gottlosen gleich viel ist / wird sie doch durch sie verwüstet / Des hab ich mein tag viel gesehen / vnd noch viel mehr gehört . Das Fewr verbrand den gantzen hauffen der Gottlosen / vnd der zorn gieng an / vber die vngleubigen . Er verschonet der alten Risen nicht / die mit jrer stercke zu boden giengen . Er schonet auch nicht dere / bey welchen Lot ein Frembdling war / Sondern verdampt sie vmb jres Hohmuts willen / vnd verderbet das gantze Land on alle barmhertzigkeit / die es mit sünden vbermacht hatten . Also hat er wol sechs hundert Tausent weggerafft / darumb das sie vngehorsam waren . Wie solt denn ein einiger Vngehorsamer vngestrafft bleiben ? Denn er ist wol barmhertzig / Aber ist auch zornig . Er lesset sich versünen / Vnd strafft auch grewlich / So gros seine Barmhertzigkeit ist / So gros ist auch seine Straffe / Vnd richtet einen jglichen / wie ers verdienet . Gen . 19 ; Num . 14 ; Num . 26 . Der Gottlose wird mit seinem vnrechte nicht entgehen / Vnd des Fromen hoffnung wird nicht aussen bleiben . Alle Wolthat wird jre stet finden / Vnd einem jglichen wird widerfaren / wie ers verdienet hat . Sprich nicht / Der HERR sihet nach mir nicht / Wer fragt im Himel nach mir ? Vnter so grossem Hauffen / dencket er an mich nicht / Was bin ich gegen so grosser Welt ? Denn sihe / der gantze Himel allenthalben / das Meer vnd Erden beben / Berg vnd Tal zittern / wenn er heimsucht / Solt er denn in dein Hertz nicht sehen ? Aber was er thun wil / das sihet niemand / vnd das Wetter / so furhanden ist / merckt kein Mensch / Vnd er kan viel thun / des sich niemand versihet / Vnd wer kans aussagen / vnd ertragen / so er richtet ? Aber solch drewen ist zu weit aus den augen / vnd wens ein roher Mensch höret / bleibet er doch bey seiner torheit / vnd bey seinem jrthum . Mein Kind gehorche mir / vnd lerne Weisheit / vnd mercke auff mein wort mit ernst / Jch wil dir eine gewisse Lere geben / vnd dich klerlich vnterrichten . Gott hat von anfang seine Werck wol geordnet / vnd einem jglichen sein eigen werck gegeben . Vnd erhelt sie für vnd für in solcher Ordnung / das sie jr Ampt jmerdar ausrichten / vnd keins das ander hindere / sondern sind jmerdar seinem befelh gehorsam . Weiter hat er auch auff die Erden gesehen / vnd sie mit seinen Gütern erfüllet / Vnd machet das Erdreich vol Thiere / welche wider vnter die erden komen . Gen . 1 ; Gen . 2 . Gott hat den Menschen geschaffen / aus der Erden / vnd macht jn wider zur Erden / vnd bestimpt jnen die zeit jres Lebens / Vnd schuff sie beide / ein jglichs zu seiner Art Menlin vnd Frewlin . / vnd macht sie nach seinem Bilde . Er gab jnen das alles Fleisch sie fürchten musten / vnd sie herrschen solten vber Thier vnd Vogel . Er gab jnen vernunfft / sprache / augen / ohren vnd verstand / vnd erkentnis / vnd zeigt jnen beide guts vnd böses . Vnd hat sie fur andern Thieren sonderlich angesehen / jnen zu zeigen sein grosse Maiestet . Er hat sie geleret / vnd ein Gesetz des lebens gegeben . Er hat einen ewigen Bund mit jnen Mit Jsrael auff dem berge Sinai . gemacht / vnd seine Rechte offenbart . Sie haben mit jren augen seine Maiestet gesehen / vnd mit jren Ohren seine herrliche Stim gehöret . Vnd er sprach zu jnen / Hütet euch fur allem vnrecht . Vnd befalh einem jglichen seinen Nehesten . Jr wesen ist jmer fur jm / vnd nicht verborgen . Gen . 1 ; Gen . 2 ; Gen . 9 . JN allen Landen hat er Herrschafften geordnet / Aber vber Jsrael ist er selbs Herr worden . Alle jre Werck sind fur jm so offenbar / wie die Sonne / vnd seine Augen sehen on vnterlas / alle jr wesen . Auch sind alle jr bosheit jm vnuerborgen / vnd alle jre sünde sind fur jm offenbar . Er behelt die wolthat des Menschen / wie ein Siegelring / vnd die gute werck / wie ein Augapffel . Vnd zu letzt / wird er auffwachen / vnd einem jglichen vergelten auff seinen Kopff / wie ers verdienet hat . Aber die sich bessern / lesst er zu gnaden komen / Vnd die da müde werden / tröstet er / das sie nicht verzagen . SO bekere dich nu zum HERRN / vnd las dein sündlich Leben / Bitte den HERRN / vnd höre auff vom bösen . Halte dich zu dem Höhesten / vnd wende dich vom Vnrecht / vnd hasse mit ernst die Abgötterey . Wer wil den Höhesten loben in der Helle ? Denn allein die Lebendigen können loben / Die Todten / als die nicht mehr sind / können nicht loben / Darumb lobe den HERRN / die weil du lebest vnd gesund bist . Owie ist die barmhertzigkeit des HERRN so gros / vnd lesset sich gnedig finden / denen so sich zu jm bekeren . Denn was kan doch ein Mensch sein / Sintemal er nicht vnsterblich ist ? Was ist heller denn die Sonne ? Noch mus sie vergehen / Vnd was fleisch vnd blut dichtet / das ist ja böse ding . Er sihet die vnmessige höhe des Himels / Aber alle Menschen sind erden vnd staub . Der da aber ewig lebet / alles was der macht / das ist volkomen . Der HERR ist allein Gerecht / Niemand kan seine Werck aussprechen / Wer kan sein grosse Wunder begreiffen ? Wer kan seine grosse macht messen ? Wer kan seine grosse barmhertzigkeit erzelen ? Man kan sie weder wehren noch mehren / vnd kan seine grosse Wunder nicht begreiffen . Aber ein Mensch / wenn er gleich sein bestes gethan hat / so ists noch kaum angefangen / Vnd wenn er meinet / er habs volendet / So feilet es noch weit . Denn was ist der Mensch ? Wo zu taug er ? Was kan er fromen oder schaden thun ? Wenn er lange lebet / so lebet er hundert jar . Gleich wie ein Tröpfflin wassers gegen das Meer / vnd wie ein Körnlin / gegen dem sand am Meer / So geringe sind seine jare gegen die Ewigkeit . Darumb hat Gott gedult mit jnen / vnd schüt seine Barmhertzigkeit aus vber sie . Er sihet vnd weis wol / wie sie alle des Todes sein müssen / Darumb erbarmet er sich deste reichlicher vber sie . Eins Menschen barmhertzigkeit / gehet allein vber seinen Nehesten / Aber Gottes barmhertzigkeit / gehet vber alle Welt . Er straffet vnd züchtiget / Er leret vnd pfleget / wie ein Hirte seiner herde . Er erbarmet sich aller / die sich ziehen lassen / vnd vleissig Gottes wort hören . Mein Kind / Wenn du jemand guts thust / So mache dich nicht vnnütz / Vnd wenn du etwas gibst / So betrübe jn nicht mit harten worten . Der Thaw kület die Hitze / Also ist ein gut wort besser denn die Gabe / Ja ein wort ist offt angenemer / denn ein grosse gabe / Vnd ein holdseliger Mensch gibt sie alle beide . Ein Narr aber rückts einem vnhöflich auff / Vnd ein vnfreundliche Gabe ist verdrieslich . Lerne vor selbs / ehe du ander lerest . Hilff dir vor selber / ehe du andere artzneiest . Straffe dich vor selbs / ehe du andere vrteilst / So wirstu gnad finden / wenn andere gestrafft werden . Spare deine Busse nicht / bis du kranck werdest / Sondern bessere dich / weil du noch sündigen kanst . Verzeuch nicht from zu werden / vnd harre nicht mit besserung deines Lebens / bis in den Tod . Vnd wiltu Gott dienen / so las dirs ernst sein / auff das du Gott nicht versuchest / Gedenck an den zorn / der am ende komen wird / vnd an die rache / wenn du dauon must . Denn wenn man sat ist / Sol man gleich wol dencken / das man wider hungern kan / Vnd wenn man reich ist / Sol man dencken / das man wider arm werden kan . Denn es kan vor abends wol anders werden / weder es am morgen war / Vnd solchs alles geschicht bald fur Gott . Ejn weiser Mensch / ist in diesem allem sorgfeltig / vnd hütet sich fur sünden / weil er noch sündigen kan . Wer verstendig ist / der nimpt solche Weisheit an / Vnd wer sie kriegt / der lobet sie . Wer solche Lere gelernet hat / der kan sich weislich halten / vnd wol dauon reden zur besserung . Folge nicht deinen bösen Lüsten / sondern brich deinen willen / Denn wo du deinen bösen lüsten folgest / So wirstu dich deinen Feinden selbs zum spot machen . Sey nicht ein Brasser / vnd gewehne dich nicht zum schlemmen / Auff das du nicht zum Bettler werdest / Vnd wenn du nimer Geld im Sekel hast / auff Wucher nemen müssest . Ejn Erbeiter / der sich gern vol seufft / der wird nicht reich / Vnd wer ein geringes nicht zu rat helt / Der nimpt für vnd für abe . Wein vnd Weiber bethören die Weisen / Vnd die sich an Huren hengen werden wild / vnd kriegen Motten vnd Würme Frantzosen / Leuse vnd ander kranckheit der Betler . zu lohn / Vnd verdorren den andern zum mercklichen Exempel . Wer bald gleubet / der ist Leichtfertig / Vnd thut jm / wenn er sich so verfüren lesst / selbs schaden . Wer sich frewet / das er schalckheit Als Vlenspiegel / Vincentius / Pfaff vom Kalenberg . treiben kan / der wird verachtet / Wer aber solche vnnütze Schwetzer hasset / der verhütet schaden . Horestu was böses / das sage nicht nach / Denn schweigen schadet dir nicht / Du solts weder Freund noch Feinde sagen / Vnd offenbars nicht / wo du es on böse gewissen thun kanst / Denn man höret dir wol zu / vnd mercket drauff / Aber man hasset dich gleichwol . Hastu etwas gehöret / las es mit dir sterben / so hastu ein rügig Gewissen / Denn du wirst ja nicht dauon bersten . Aber ein Narr bricht heraus wie ein zeitig Kind heraus wil / Wenn ein wort im Narren steckt / so ists eben / als wenn ein Pfeil in der Hufft steckt . Sprich deinen Nehesten drumb an / vileicht hat ers nicht gethan / Oder hat ers gethan / das ers nicht mehr thu . Sprich deinen Nehesten drumb an / vileicht hat ers nicht geredt / Hat ers aber geredt / das ers nicht mehr thu . Sprich deinen Freund drumb an / Denn man leuget gern auff die Leute / drumb gleube nicht alles / was du hörest . Es entferet offt einem ein wort / vnd meinets doch nicht also / Denn wer ist / dem nicht zu weilen ein wort entferet ? Sprich deinen Nehesten drumb an / ehe du mit jm pochest / vnd dencke an Gottes gebot . Denn die furcht Gottes / machet weislich thun in allen Sachen vnd Gottes gebot / leret klüglich faren in allem Handel . Arglistigkeit ist nicht Weisheit / vnd der Gottlosen tücke sind keine klugheit / Sondern ist eine bosheit / vnd Abgötterey / vnd eitel torheit vnd vnweisheit . ES ist besser / geringe klugheit mit Gottes furcht / Denn grosse klugheit / mit Gottes verachtung . ES ist mancher Scharffsinniger / vnd doch ein Schalck / vnd kan die Sachen drehen / wie ers haben wil . Derselbe Schalck / kan den Kopff hengen vnd ernst sehen / vnd ist doch eitel betrug . Er schleget die Augen nider / vnd horchet mit Schalcks ohren / Vnd wo du nicht acht auff jn hast / So wird er dich vbereilen . Vnd ob er schwach ist / dir schaden zu thun / So wird er dich doch / wenn er seine zeit sihet / berücken . Man sihets einem wol an / vnd ein vernünfftiger merckt den Man an seinen geberden / Denn seine Kleidung / lachen vnd gang / zeigen jn an . ES straffet einer offt seinen Nehesten / zur vnzeit / Vnd thet weislicher / das er schwiege . ES ist besser frey straffen / Denn heimlich hass tragen / Vnd wers zu danck annimpt / dem bringets fromen . Wer gewalt vbet im Gericht / Der ist eben als ein Hofemeister / der eine Jungfraw schendet / die er bewaren sol . Etlicher schweiget / darumb / das er sich nicht kan verantworten . Etlicher aber schweiget / vnd wartet seiner zeit . Ein weiser Man schweiget / bis er seine zeit ersihet / Aber ein jecher Narr / kan der zeit nicht erharren . Wer viel plaudert / der macht sich feindselig / Vnd wer sich viel gewalts anmasset / dem wird man gram . ES glückt manchem / in bösen sachen / Aber es gedeiet jm zum verderben . ES gibt offt einer etwas / Das ers vbel anlegt / Dagegen / gibt einer / da ers seer wol anlegt . Wer seer pranget / Der verdirbt drüber / Wer sich aber drücket / der kompt empor . Mancher keuffet am ersten wolfeil / Aber hernach / mus ers thewr gnug bezalen . Ejn weiser Man machet sein Geschenck werd / mit lieblichen worten / Aber was die Narren schencken / machen sie selbs vnwerd . Des Narren geschenck wird dir nicht viel frumen / Denn mit einem auge gibt er / vnd mit sieben augen sihet er / was er dafur kriege . Er gibt wenig / vnd rücket einem viel auff / vnd schreiets aus / als ein Weinrüffer / Heute leihet er / morgen wil ers wider haben / Das sind feindselige Leute . Der Narr klagt / Mir ist niemand trewe Er kan seine wolthat nicht gros gnug achten . / niemand danckt mir fur meine Wolthat / Auch die mein Brot essen / reden nichts guts von mir . O wie offt vnd von vielen wird er verspottet / Er fellet fehrlicher / durch solche rede / denn so er vom Söller fiele . Also gehets den Bösen / das sie doch zu letzt plötzlich fallen müssen . Ejn grober vngezogen Mensch / plaudert vnfursichtiglich / Vnd wesscht jmer fort / wie es jm einfelt . Wenn ein Narr schon etwas guts redet / so taug es doch nicht / Denn er redets nicht zu rechter zeit . Manchem wehret sein armut / das er nichts vbels thut / Dauon hat er das vorteil / das er kein böse Gewissen hat . Mancher thut lieber das ergeste / Denn das er seine Ehre verliere / Vnd thuts vmb gottloser Leute willen . Mancher dienet dem andern zu vnrechten Sachen / Vnd eben damit krieget er jn zum Feinde . Dje Lügen ist ein hesslicher schandfleck / an einem Menschen / Vnd ist gemein bey vngezogen Leuten . Ein Dieb ist nicht so böse / als ein Mensch der sich zu Lügen gewehnet / Aber zu letzt komen sie beide an den Galgen . Ljegen ist dem Menschen ein schendlich ding / Vnd er kan nimer mehr zu ehren komen . Ejn weiser Man bringet sich selbs zu ehren / durch seine weise Rede / Vnd ein kluger Man / ist lieb vnd werd bey Fürsten . Wer seinen Acker vleissig bawet / der macht seine Hauffen gros / Vnd wer bey Fürsten sich helt / das er lieb vnd werd ist / der kan viel böses verkomen . Geschenck vnd Gaben verblenden die Weisen / Vnd legen jn einen Zaum ins maul / das sie nicht straffen können . Ejn weiser Man / der sich nicht brauchen lesst / vnd ein vergrabener Schatz / Wo zu sind sie beide nütze ? Es ist besser / das sich der Vnweise verkrieche / denn der Weise . Mein Kind / hastu gesündiget / so höre auff / Vnd bitte / das dir die vorigen auch vergeben werden . Fleuch fur der sünde / wie fur einer Schlange / Denn so du jr zu nahe komest / so sticht sie dich / Jre zeene sind wie Lewen zeene / vnd tödten den Menschen . Ejn jgliche sünde ist / wie ein scharff Schwert / vnd verwundet das niemand heilen kan . Wer gewalt Als die scharhansen vnd Tyrannen . vnd vnrecht thut / mus zu letzt zum Bettler werden / Vnd wer Stoltz ist / kompt zu letzt von Haus vnd hofe . Denn so bald der Elende rüfft / so hörets Gott / vnd die rache wird eilend komen . Wer jm nicht sagen lesst / der ist schon auff der ban des Gottlosen Verdampten vnd zur straffe verurteilet . . Vnd wer Gott fürchtet / der nimpts zu hertzen / Wer aber noch dazu trotzt / den sihet Gott von fern / Vnd ein Kluger merckt wol / das er vntergehen wil . Wer sein Haus bawet mit ander Leute gut / Der samlet steine jm zum Grabe . Dje Rotte der Gottlosen ist / wie ein Hauff wergs / das mit fewr verzehret wird . Dje Gottlosen gehen zwar auff einem feinen Pflaster / des ende der Hellen abgrund ist . Wer Gottes gebot helt / der folget seinem eigen Kopff nicht / Vnd Gott mit ernst fürchten / ist weisheit . WO nicht vernunfft in ist / Das lesst sich nicht ziehen / Etliche sind vernünfftig gnug / richten aber damit viel vnglücks an . Ejns weisen Mans lere fleusst daher wie ein Flut / Vnd wie eine lebendige Quelle . Des Narren hertz ist wie ein Topff / der da rinnet / Vnd kan keine Lere halten . Wenn ein Vernünfftiger / ein gute Lere höret / so lobet er sie / vnd breitet sie aus / Höret sie aber ein mutwilliger / So misfelt sie jm / vnd wirfft sie hinder sich . Dje rede des Narren drücket wie eine Last auff dem wege / Aber wenn ein Weiser redet / das ist lieblich zu hören . JM Rat Sein Rat vnd bedencken . hat man acht / was der Weise redet / vnd was er ret / das gilt Des Narren rede sihet wie ein eingefallen Haus / vnd des Vnuerstendigen rat / kan man nicht wissen / was es ist . Wenn man den Narren ziehen wil / So stellet er sich / als wolt man jm Fessel an hende vnd füsse legen . Aber ein Weiser achts fur einen gülden Schmuck / vnd fur ein Geschmeide am rechten arm . Ejn Narr leufft frey einem ins Haus / Aber ein Vernünfftiger schewet sich . Ein Narr kucket Die an der Ratstuben horchen vnd lauren / was man sagt oder thut . frey einem zum fenster hinein / Aber ein Vernünfftiger bleibt eraussen stehen . ES ist ein vnuernunfft / einem an der Thür horchen / Ein Vernünfftiger hielt es fur eine schmach . Dje vnnützen Wesscher plaudern / Das nichts zur sachen dienet / Die Weisen aber bewegen jre wort mit der Goldwage . Dje Narren haben jr Hertz im maul / Aber die Weisen haben jren mund im hertzen . Ejn Narr lachet vber laut / Ein Weiser lechelt ein wenig . Wenn der Gottlos einem schalck flucht / So flucht er jm selber . Dje Ohrenbleser thun jnen selbs schaden / Vnd hat sie niemand gern vmb sich . Ejn fauler Mensch / ist gleich wie ein Stein / der im kot ligt / Wer jn auff hebt / der mus die Hende wider wisschen . Ejn vngezogen Son / ist seinem Vater eine vnehre . Ein vernünfftige Tochter / kriegt wol einen Man / Aber ein vngeratene Tochter / lesst man sitzen / vnd sie bekümmert jren Vater . Vnd welche wilde ist / die ist beide dem Vater vnd Man eine vnehre / Vnd wird von beiden gehasset . Ejn rede / so zur vnzeit geschicht / reimet sich eben / wie ein Seitenspiel / wenn einer trawrig ist / Straff vnd lere / sol man zu rechter zeit vben . Wer einen Narren leret / der flicket Scherben zusamen / vnd thut eben / als wenn man einen / aus einem tieffen Schlaff weckt . Wer mit einem Narren redet / der redet mit einem Schlaffenden / Wens aus ist / so spricht er / Was ists ? Vber einen Todten pfleget man zu trawren / denn er hat das Liecht nicht mehr / Aber vber einen Narren solt man trawren / das er keinen verstand hat . Man sol nicht zu seer trawren vber den Todten / Denn er ist zu Ruge komen / Aber des Narren leben ist erger / denn der tod . Sieben tage trawret man vber einen Todten / Aber vber einen Naren vnd Gottlosen / jr lebenlang . Rede nicht viel mit einem Narren / vnd gehe nicht viel vmb mit einem Vnuerstendigen . Halte dich von jm / Das du nicht in einen schweis Gut Gesellen vnd Freunde / füren manchen in ein Bad etc . gefürt / vnd von seinem vnflat bekleckt werdest / Weiche nur von jm / so bleibestu mit frieden / vnd komest nicht in angst vnd not vber seiner Torheit . Was ist schwerer denn bley ? Vnd wie wil man einen Narren anders heissen den Bley ? Es ist leichter / sand / saltz vnd eisen tragen / denn einen vnuerstendigen Menschen . Gleich wie ein Haus / das fest in einander verbunden ist / nicht zufellt / vom Sturmwind / Also auch ein hertz das seiner Sachen gewis ist / das fürcht sich fur keinem schrecken . Gleich wie der schöne Tünch / an der schlechten Wand / wider den Regen / vnd ein Zaun auff hohem Berge / wider den Wind / nicht kan bestehen . Also stehet das blöde hertz des Narren in seinem fürnemen / wider kein erschrecken . Wenn man das auge drückt / so gehen threnen heraus / Vnd wenn man einem das Hertz trifft / so lesst er sich mercken . Wer vnter die Vogel wirfft / der scheucht sie weg / Vnd wer seinen Freund schmehet / der zertrennet die Freundschafft . Wenn du gleich ein Schwert zückest / vber deinen Freund / so machstu es nicht so böse ( als mit schmehen ) Denn jr könnet wol wider Freunde werden / wenn du jn nicht meidest / vnd redest mit jm . Denn man kan alles versünen / Ausgenomen die schmach / verachtung / offenbarung der heimligkeit / vnd böse tück / Solche stücke veriagen den Freund . Bleib trew deinem Freund / in seiner Armut / Das du dich mit jm frewen mügest / wens jm wolgehet . Halt feste bey jm / wens jm vbel gehet / Auff das du seines Glücks auch geniessen mügest . Der Rauch vnd dampff gehet vorher / wenn ein Fewr brennen wil / Also kompts vom schmehen / zum blutuergiessen . Scheme dich nicht deinen Freund zuschützen / Vnd meide jn nicht / Widerferet dir etwas Böses von jm / So wird sich fur jm hüten wers höret . Odas ich künde ein schlos an meinen Mund legen / vnd ein fest siegel auff mein Maul drücken / Das ich da durch nicht zu fal keme / vnd meine Zunge mich nicht verderbet . HERR Gott Vater / vnd HERR meins Lebens / Las mich nicht vnter die Lesterer geraten / vnd las mich nicht vnter jnen verderben . O das ich meine gedancken künd im zaum halten / vnd mein hertz mit Gottes wort züchtigen / vnd ich mein nicht schonet / wo ich feilete / Auff das ich nicht sünde anrichte / vnd grosse jrthum stiffte / vnd viel vbels begieng / Damit ich nicht vntergehen müste fur meinen Feinden / vnd jnen zum Spot würde . HERR Gott Vater vnd HERR meins Lebens / Behüt mich fur vnzüchtigem Gesicht / vnd wende von mir alle böse Lüste . Las mich nicht in Schlemmen vnd Vnkeuscheit geraten / vnd behüte mich fur vnuerschamptem Hertzen . Ljeben Kinder / Lernet das maul halten / Denn wer es helt / der wird sich mit worten nicht vergreiffen / wie die Gottlosen vnd Lesterer vnd Stoltzen dadurch fallen . Gewehne deinen Mund nicht zum schweren vnd Gottes namen zu füren . Denn gleich wie ein Knecht / der offt gesteupt wird / nicht on striemen ist . Also kan der auch nicht rein von sünden sein / der offt schweret / vnd Gottes namen füret . Wer offt schweret / der sündiget offt / Vnd die Plage wird von seinem Hause nicht bleiben . Schweret er / vnd verstehets nicht / so sündiget er gleichwol / Verstehet ers vnd verachts / so sündiget er zwifeltig / Schweret er aber vergeblich On schaden des Nehesten . / so ist er dennoch nicht on sünde / Sein Haus wird hart gestrafft werden . ES ist auch ein tödlicher Fluch Wie die Heiden schweren durch Abgötter . / da fur behüte Gott das haus Jacob / Vnd die Gottfürchtigen fliehen solches / vnd besuddeln sich nicht mit dieser Sünde . Gewehne deinen Mund nicht zu leichtfertigem schweren / Denn es kompt aus bösem furnemen . Matt . 5 . Vergiss nicht deines Vaters vnd deiner Mutter lere / So wirstu vnter den Herrn sitzen / vnd wird dein auch nicht vergessen werden . Das du nicht gewonest der narrheit / Vnd zu letzt woltest / du werest nie geborn / vnd verfluchest den tage deiner geburt . Sup . 3 . Wer sich gewehnet zu schmehen Zu affterreden / vnd ander Leute zu verteilen . / Der bessert sich sein lebtage nicht . Das ander mal sündigen / das ist zu viel / Das dritte mal bringt die straffe mit sich . Wer in der brunst sticket / der ist wie ein brennend Fewr / Vnd höret nicht auff / bis er sich selbs verbrenne . Ejn vnkeuscher Mensch / hat keine ruge an seinem Leibe / Bis er ein fewr anzünde . Ejnem vnkeuschen Menschen / ist alle Speise Er nimpts wo ers findet / offt einen garstigen Balck / fur sein schönes Weib . süsse / vnd lesset nicht ab bis ers erfülle . Ejn Man der seine Ehe bricht / vnd dencket bey sich selbs / Wer sihet mich ? Es ist finster vmb mich / vnd die wende verbergen mich / das mich niemand sihet / Wen sol ich schewen ? Der Allerhöhest achtet meiner Sünde nicht ? Solcher schewet allein der Menschen augen / Vnd dencket nicht / das die Augen des HERRN viel heller sind / denn die Sonne / vnd sehen alles was die Menschen thun / vnd schawen auch in die heimlichen winckel . Alle ding sind jm bekand / ehe sie geschaffen werden / also wol / als wenn sie geschaffen sind . Der selbe Man / wird offentlich in der Stad gestrafft werden / vnd wird erhascht werden / wenn er sichs am wenigsten versihet . Also wirds auch gehen dem Weibe / die jren Man verlesst / vnd einen Erben von einem andern krieget . Erstlich / ist sie dem gebot Gottes vngehorsam . Zum andern / sündiget sie wider jren Man . Zum dritten / bringet sie durch jren Ehebruch / kinder von einem andern . Diese wird man aus der Gemeine werffen / vnd jre Kinder müssen jr entgelten . Jre Kinder werden nicht wurtzeln / vnd jre Zweige werden nicht Frucht bringen . Sie lesst ein verflucht Gedechtnis hinder sich / vnd jre schande wird nimer mehr vertilget . Daran lernen die Nachkomen / das nichts besser sey / denn Gott fürchten / vnd nicht süssers / denn auff Gottes gebot achten . Dje Weisheit preiset sich / vnd vnter dem Volck rhümet sie sich . Sie prediget in der gemeine Gottes / vnd lobet sich in seinem Reich / vnd spricht also / Jch bin Gottes wort / vnd schwebe vber der gantzen Erden / wie die wolcken . Mein Gezelt ist in der höhe / vnd mein Stuel in den wolcken . Jch allein bin allenthalben / so weit der Himel ist / vnd so tieff der Abgrund ist . Allenthalben im Meer / allenthalben auff Erden / vnter allen Leuten / vnter allen Heiden / Bey diesen allen / habe ich Wonung gesucht / das ich etwo stat fünde . Da gebot mir der Schepffer aller dinge / vnd der mich geschaffen hat / bestellet mir eine Wonunge / vnd sprach / Jn Jacob soltu wonen / vnd Jsrael sol dein Erbe sein . Vor der Welt von anfang bin ich geschaffen / vnd werde ewiglich bleiben / Vnd hab fur jm in der Hütten gedienet / vnd darnach zu Zion eine gewisse stet krieget / Vnd er hat mich in die heilige Stad gesetzt / das ich zu Jerusalem regieren solte . Jch hab eingewurtzelt / bey einem geehreten Volck / das Gottes erbteil ist / Jch bin hoch gewachsen / wie ein Cedern auff dem Libano / vnd wie ein Cypressen auff dem gebirge Hermon . Jch bin auffgewachsen / wie ein Palmbaum am wasser / vnd wie die Rosenstöcke / so man zu Hiericho erzeucht / wie ein schöner Olebaum auft freiem felde . Jch bin auffgewachsen / wie Ahörnen / Jch gab einen lieblichen Geruch von mir / wie Cynnamet vnd köstliche Würtze / vnd wie die besten Myrrhen Die besten Myrrhen ist der erste safft / der von jm selber aus dem Myrrhenbaum fleusst / vnd heisst / Stacte / tropffen . Die ander heisst schlecht Myrrhen / die aus dem schnit vom baum fleusst . / wie Galban vnd Onych vnd Myrrhen vnd wie der Weyrauch in dem Tempel . Jch breitet meine zweige aus / wie eine Eiche / vnd meine Zweige waren schöne vnd lustig . Jch gab einen lieblichen Geruch von mir / wie der Weinstock / vnd meine Blühet bracht ehrlich vnd reiche Frucht . Komet her zu mir / alle die mein begert / vnd settiget euch von meinen Früchten . Meine predigt ist süsser denn Honig / vnd meine gabe süsser denn Honigseim . Wer von mir isset / den hungert jmer nach mir / Vnd wer von mir trincket / den dürstet jmer nach mir . Wer mir gehorchet / der wird nicht zuschanden / vnd wer mir folget / der wird vnschüldig bleiben . Djs alles ist eben das Buch des bunds / mit dem höhesten Gotte gemacht / nemlich das Gesetze / welchs Moses dem hause Jacob zum Schatz befolhen hat . Daraus die Weisheit geflossen ist / wie das wasser Phison / wenn es gros ist / vnd wie das wasser Tygris / wenn es vbergehet im Lentzen . Daraus der verstand geflossen ist / wie der Euphrates / wenn er gros ist / vnd wie der Jordan in der Erndte . Aus dem selben ist erfür brochen die Zucht / wie das Liecht / vnd wie das wasser Nilus im Herbst . Er ist nie gewest / der es ausgelernet hette / vnd wird nimermehr werden / der es ausgründen möchte / Denn sein sinn ist reicher weder kein Meer / vnd sein wort tieffer denn kein Abgrund . ES fliessen von mir viel Bechlin in die Garten / wie man das wasser hinein leitet / Da wessere ich meine Garten / vnd trencke meine wise / Da werden meine Bechlin zu grossen strömen / vnd meine ströme werden grosse See . Denn meine Lere leuchtet so weit / als der liechte Morgen / vnd scheinet ferne / Auch schüttet meine Lere weissagung aus / die ewig bleiben mus . Da sehet jr / das ich nicht allein fur mich arbeite / sondern fur alle / die der Weisheit begeren . Drey schöne ding sind / die beide Gott vnd den Menschen wolgefallen . Wenn Brüder eins sind / vnd die Nachbar sich liebhaben / vnd Man vnd Weib sich miteinander wol begehen . Drey stück sind / den ich von hertzen feind bin / vnd jr wesen verdreusst mich vbel . Wenn ein Armer hoffertig ist / vnd ein Reicher gern leuget / vnd ein alter Narr ein Ehebrecher ist . Wenn du in der Jugent nicht samlest / Was wiltu im Alter finden ? O Wie fein stehets / wenn die grawen Heubte / weise / vnd die Alten / klug / Vnd die Herrn vernünfftig vnd fursichtig sind . Das ist der alten Krone / wenn sie viel erfaren haben / Vnd jr Ehre ist / wenn sie Gott fürchten . Neun stück sind / die ich in meinem hertzen hoch zu loben halte / vnd das zehend wil ich mit meinem munde preisen . Ein Man der freude an seinen Kindern hat . Wer erlebet / das er seine Feinde vntergehen sihet . Wol dem / der ein vernünfftig Weib hat . Wer mit seinem reden keinen schaden thut . Wer nicht dienen mus / denen so es nicht werd sind . Wol dem / der einen trewen Freund hat . Wol dem / der klug ist . Vnd der da leret / da mans gern höret . O wie gros ist der / so weise ist . Aber wer Gott fürchtet / vber den ist niemand / Denn die furcht Gottes gehet vber alles / wer die selbigen fest helt / wem kan man den vergleichen ? ES ist kein wehe so gros / als hertzenleid . Es ist keine list vber Frawen list . Es ist kein lauren / vber des Neidharts lauren . Es ist kein Rachgir / vber der Feinde rachgir . Es ist kein kopff so listig / als der Schlangen kopff . Vnd ist kein zorn so bitter / als der Frawen zorn . Jch wolt lieber bey Lewen vnd Trachen wonen / denn bey einem bösen weibe . Wenn sie böse wird / so verstellet sie jr geberde / vnd wird so scheuslich / wie ein sack . Jr Man mus sich jr schemen / Vnd wenn mans jm furwirfft / so thuts jm im hertzen weh . Alle bosheit ist geringe / gegen der Weiber bosheit / Es geschehe jr / was den Gottlosen geschicht . Ejn wesschafftig Weib ist einem stillen Man / wie ein sandiger weg hinauff / einem alten Man / Las dich nicht betriegen / das sie schöne ist / vnd beger jr nicht darumb . Wenn das Weib den Man reich macht / So ist da eitel hadder / verachtung vnd grosse schmach . Ein böse weib / macht ein betrübt hertz / traurig angesicht / vnd das hertzeleid . Ejn weib da der Man keine freud an hat / Die macht jn verdrossen zu allen dingen . Dje Sünde kompt her von einem Weibe / vnd vmb jrer willen müssen wir alle sterben . Wie man dem wasser nicht raum lassen sol / Also sol man dem weibe seinen willen nicht lassen / Wil sie dir nicht zur hand gehen / so scheide Das ist nach dem Gesetz Mosi gesagt . dich von jr . Gen . 3 . Wol dem / der ein tugentsam wWeib hat / Des lebet er noch einest so lange . Ejn heuslich Weib ist jrem Manne eine freude / Vnd macht jm ein fein rügig Leben . Ejn tugendsam Weib / ist ein edle gabe / vnd wird dem gegeben der Gott fürchtet / Er sey Reich oder Arm / so ists jm ein trost / vnd macht jn allzeit frölich . Drey ding sind schrecklich / vnd das vierde ist grewlich / Verreterey / Auffrhur / vnschüldig Blut vergiessen / welche alle erger sind / denn der Tod . Das ist aber das hertzeleid / Wenn ein Weib wider das ander eiuert / vnd schendet sie bey jederman . Wenn einer ein böse Weib hat / so ists eben / als ein vngleich Die werden selten reich . par Ochsen / die neben ander ziehen sollen . Wer sie krieget / der krieget ein Scorpion . Ejn truncken weib ist eine grosse Plage / Denn sie kan jre schande nicht decken . Ejn hürisch Weib / kennet man bey jrem vnzüchtigen Gesicht / vnd an jren Augen . Jst deine Tochter nicht schamhafftig / So halt sie hart / Auff das sie nicht jren mutwillen treibe wenn sie so frey ist . Wenn du merckest / das sie frech vmb sich sihet / So sihe wol darauff / Wo nicht / vnd sie thut darüber wider dich / So las dichs auch nicht wundern . Wie ein Fussgenger / der durstig ist / lechtzet sie / vnd trinckt das nehest wasser / das sie krieget / vnd setzet sich / wo sie einen Stock findet / vnd nimpt an / was jr werden kan . Ejn freundlich Weib erfrewet jren Man / Vnd wenn sie vernünfftig mit jm vmbgehet / erfrisscht sie jm sein hertz . Ejn Weib das schweigen kan / das ist eine gabe Gottes / Ein wol gezogen weib ist nicht zubezalen . ES ist nichts liebers auff erden / denn ein züchtig Weib / Vnd ist nichts köstlichers / denn ein keusches Weib . Wje die Sonne / wenn sie auffgangen ist / in dem hohen Himel des HERRN ein zierde ist / Also ist ein tugentsam Weib eine zierde in jrem Hause . Ejn schön Weib / das from bleibt / Jst wie die helle Lampen auff dem heiligen Leuchter Er redet vom Leuchter vnd Seulen in der Hütten Mosi . . Ejn Weib / das ein ein bestendig gemüt hat / Jst wie die gülden Seulen auff den silbern stülen . Zwey stücke sind / die mich verdriessen / vnd das dritte thut mir zorn / Wenn man einen streitbarn Man / zu letzt armut leiden lesst . Vnd die weisen Rete zu letzt veracht . Vnd wer vom rechten Glauben abfellt zum vnrechten glauben / Diesen hat Gott zum schwert verdampt . Ejn Kauffman kan sich schwerlich hüten fur vnrecht / vnd ein Kremer fur sünden . Denn vmb Gutes willen thun viel vnrecht / Vnd die reich werden wöllen / wenden die Augen ab Das ist / sie achten des Gewissens nicht . . Wie ein Nagel in der mauren zwisschen zween steinen stickt / Also stickt auch Sünde zwisschen Kauffer vnd Verkauffer . Helt er sich nicht mit vleis in der furcht des HERRN / So wird sein Haus bald zerstöret werden . Wenn man siebet / so bleibet das vnflettige drinnen / Also / was der Mensch furnimpt / So klebet jmer etwas vnreins dran . Gleich wie der Ofen bewert die newen Töpffe / Also bewert die trübsal des Menschen sinn . AN den Früchten mercket man / wie des Baums gewartet ist / Also mercket man an der Rede / wie das Hertz geschickt ist . DV solt niemand loben / du habest jn denn gehöret / Denn an der Rede kennet man den Man . Folgestu der Gerechtigkeit nach / So wirstu sie kriegen / vnd anziehen wie einen schönen Rock . Dje Vogel gesellen sich zu jres gleichen / Also helt sich die warheit zu denen / die jr gehorchen . Wje der Lew auff den Raub lauret / Also ergreiffet zu letzt die Sünde den Vbeltheter . Ejn Gottfürchtiger redet allezeit das heilsam ist / Ein Narr aber ist wandelbar / wie der Mond . Wenn du vnter den Vnweisen bist / so mercke was die zeit leiden wil / Aber vnter den Weisen magstu fortfaren . Der Narren rede / ist vber die mas verdrieslich / Vnd jr lachen ist eitel sünde / vnd kutzeln Thut jnen wol / das sie andere betrüben vnd schaden thun . sich doch damit . WO man viel schweren höret / da gehen einem die Har zu berge / Vnd jr haddern macht / das man die Ohren zuhalten mus . Wenn die Hoffertigen mit einander haddern / so folget Blut vergiessen darnach / Vnd ist verdrieslich zu hören / wenn sie sich so zuschelten . Wer heimligkeit offenbart / Der verleurt den glauben / Vnd wird nimer mehr einen trewen Freund kriegen . Halt deinen Freund werd / vnd halt jm glauben / Wo du aber seine heimligkeit offenbarest / So wirstu jn nicht wider kriegen . Wer seinen Freund verleurt / Dem geschicht wol so vbel / als dem sein Feind entgehet . Gleich als wenn du einen Vogel aus der hand lessest / Also ists / wenn du deinen Freund verlessest . Du fehest jn nicht wider / du darffest jm nicht nachlauffen / Er ist zu fern weg / er ist entsprungen / wie ein Rehe aus dem Netze . Wunden kan man verbinden / Scheltwort kan man sünen / Aber wer heimligkeit offenbart / mit dem ists aus . Wer mit den Augen wincket / der hat böses im sinn / vnd lesset sich nicht dauon wenden . Fur dir kan er süsse reden / vnd lobet seer was du redest / Aber hinderwerts / redet er anders / vnd verkeret dir deine wort . Jch bin keinem ding so feind / als dem / Vnd der HERR ist jm auch feind . Wer den Stein in die höhe wirfft / dem fellet er auff den kopff / Wer heimlich sticht / Der verwundet sich selbs . Wer eine Grube grebt der fellt selbs drein . Wer einem andern stellet / der fehet sich selbs . Wer dem andern schaden thun wil / dem kompts selbs vber seinen Hals / das er nicht weis wo her . Dje Hoffertigen hönen vnd spotten / Aber die Rache lauret auff sie / wie ein Lewe . Dje sich frewen / wens den Fromen vbel gehet / werden im Strick gefangen / Das hertzleid wird sie verzeren / ehe sie sterben . Zorn vnd wüten sind grewel / Vnd der Gottlose treibt sie . Wer sich rechent / an dem wird sich der HERR wider rechen / Vnd wird jm seine Sünde auch behalten . Vergib deinem Nehesten / was er dir zu leide gethan hat / Vnd bitte denn / so werden dir deine Sünde auch vergeben . Ejn Mensch helt gegen dem andern den Zorn / vnd wil bey dem HERRN gnad suchen . Er ist vnbarmhertzig gegen seines Gleichen / vnd wil fur seine sünde bitten . Er ist nur fleisch vnd blut / vnd helt den zorn / Wer wil denn jm seine Sünde vergeben ? Gedencke an das ende / vnd las die Feindschafft faren / die den Tod vnd verderben sucht / vnd bleibe in den Geboten . Gedenck an das Gebot / vnd las dein drewen wider deinen Nehesten . Gedenck an den bund des Höhesten / vnd vergib die vnwissenheit . Las ab vom Hadder / so bleiben viel sünde nach . Denn ein zorniger Mensch zündet hadder an / vnd der Gottlose verwirret gute Freunde / vnd hetzet wider einander die guten frieden haben . Wenn des Holtzs viel ist / wird des Fewrs deste mehr / Vnd wenn die Leute gewaltig sind / wird der Zorn deste grösser / Vnd wenn die Leute reich sind / wird der zorn deste hefftiger / Vnd wenn der Hadder lange weret / so brennets deste mehr . Jech sein zu hadder / zündet fewr an / Vnd jech sein zu zancken / vergeusst Blut . Blesestu füncklin / So wird ein gros Fewr draus . Speiestu aber ins füncklin / so verlesscht es / Vnd beides kan aus deinem munde komen . Dje Ohrenbleser vnd falsche böse Meuler / sind verflucht / Denn sie verwirren viele die guten Frieden haben . Ejn böse Maul / macht viel Leute vneins / vnd treibet sie aus einem Land ins ander / Es zubricht feste Stedte / vnd zerstöret Fürstenthüme . Ein böse Maul / verstösset redliche Weiber Nach Mose Gesetz / da der Scheidebrieff galt / wird manch weib on schuld / verstossen gewest sein / durch solche böse Meuler . / vnd beraubt sie alles / das jnen saur worden ist / Wer jm gehorcht / der hat nimer ruge / vnd kan nirgend mit frieden bleiben . Dje Geissel macht striemen / Aber ein böse Maul / zerschmettert beine vnd alles . Vjel sind gefallen / durch die scherffe des Schwerts / Aber nirgend so viel / als durch böse Meuler . Wol dem / der fur bösem Maul bewaret ist / vnd von jm vngeplagt bleibt / vnd sein joch nicht tragen mus / vnd in seinen Stricken nicht gebunden ist . Denn sein joch ist eisern / vnd seine stricke ehernen / Seine Plage ist bitterer denn der Tod / vnd erger denn die Helle . Aber es wird den Gottfürchtigen nicht vnterdrücken / Vnd er wird in desselben Fewr nicht brennen . Wer den HERRN verlesset / der wird drein fallen / vnd drin brennen / vnd es wird nicht ausgelesschet werden / Es wird jn vberfallen / wie ein Lew / vnd auffreiben wie ein Pard . DV verzeunest deine Güter mit dornen / Warumb machstu nicht viel mehr deinem Munde thür vnd rigel ? Du wegest dein gold vnd silber ein / Warumb wegestu nicht auch deine wort auff der Goldwage ? Hüte dich / das du nicht dadurch gleitest / vnd fallest fur deinen Feinden / die auff dich lauren . Wer seinem Nehesten leihet / Der thut ein werck der Barmhertzigkeit / Vnd wer Güter hat / der sol solchs thun . Leihe deinem Nehesten wenn ers bedarff / Vnd du ander gibs auch wider zu bestimpter zeit . Halt was du geredt hast / vnd handel nicht betrieglich mit jm / So findestu allezeit deine notdurfft . Mancher meinet / Es sey gefunden / was er borget / vnd machet den vnwillig / so jm geholffen hat . Er küsset einem die Hand / die weil man jm leihet / vnd redet so demütiglich vmb des Nehesten geld / Aber wenn ers sol widergeben / so verzeucht ers / vnd klagt seer / Es sey schwere zeit . Vnd ob ers wol vermag / gibt ers kaum die helffte wider / vnd rechents jenem fur einen gewin zu . Vermag ers aber nicht / so bringt er jenen vmbs Geld / Der selb hat jm denn selber einen Feind gekaufft mit seinem eigen gelde . Vnd jener bezalet jn mit fluchen vnd schelten / vnd gibt jm Schmehewort fur danck . Mancher leihet vngerne / aus keiner bösen meinung / Sondern er mus fürchten / er kome vmb das seine . Doch habe gedult mit deinem Nehesten in der not / Vnd thu das Almosen dazu / das du jm zeit lassest . Hjlff dem Armen / vmb des Gebots willen / Vnd las jn in der Not Weil die Not da ist . nicht lehr von dir . Verleur gerne dein Geld / vmb deines Bruders vnd Nehesten willen / Vnd vergrabe es nicht vnter einen Stein / da es doch vmbkompt . Samle dir einen Schatz nach dem gebot des Allerhöhesten / Der wird dir besser sein / denn kein Gold . Lege dein Almosen an einen sondern ort Zele es ab / was du zugeben gedenckest / vom an dern gut / wie Moses leret / die Zehenden beylegen vnd absondern / auff künfftige wolthat . Vnd S . Paulus / Dasselb wird dich erretten / aus allem vnglück / Es wird fur dich streitten wider deinen Feind / besser denn kein Schild oder Spies . 2 . Cor . 8 ; 2 . Cor . 9 . Ejn fromer Man wird bürge fur seinen Nehesten / Aber ein Vnuerschempter / lesst seinen Bürgen stehen . Vergiss nicht der Wolthat deines Bürgen / Denn er hat sich selbs fur dich versetzt . Der Gottlose bringt seinen Bürgen in schaden / Vnd ein Vndanckbarer / lesst seinen Erlöser stecken . Bvrge werden / hat viel reiche Leute verderbt / Vnd hin vnd wider geworffen / wie die wellen im Meer . Es hat grosse Leute vertrieben / das sie in frembden Landen musten in der jrre gehen . Ejn Gottloser / so er Bürge ist worden / vnd gehet mit rencken vmb / das er sich auswickele / Der wird der straffe nicht entgehen . Hjlffe deinem Nehesten aus / so viel du kanst / Vnd sihe dich für / das du nicht selbs drüber zu schaden kompst . ES ist gnug zu diesem Leben / wer wasser vnd brot / kleider vnd haus hat / Damit er sein Notdurfft Es ist nicht not borgen oder leihen / ausser der notdurfft des lebens / als zur pracht / zu grossem baw oder kauff . Wil sagen / wenn man leihen vnd borgen sol / nemlich / in der not / Sonst heben viel Leute / gros ding an / vnd wöllens mit borgen / vnd ander Leute beschwerung thun . decken kan . ES ist besser geringe Narung vnter einem bretern eigen Dach / Denn köstlicher Tisch vnter den Frembden . Las dirs gefallen / du habest wenig oder viel / Denn es ist ein schendlich Leben / von haus zu haus ziehen . Vnd wo einer Frembde ist / that er sein maul nicht auffthun / Er mus zu sich lassen / vnd mit jm trincken lassen / vnd keinen danck haben . Mus dazu bittere wort hören / nemlich / Gast / gehe hin vnd bereite den Tisch / las mich mit dir essen / was du hast . Jtem / zeuch aus / ich hab einen ehrlichen Gast kriegen / Jch mus das haus haben / Mein Bruder zeucht zu mir ein . Solchs ist schweer Solchs geschicht auch denen die borgen / vnd gros hendel vnd baw anfahen / vnd darnach dasselbe andern lassen müssen . einem vernünfftigen Man / das er vmb der Herberge willen / solche wort fressen mus / vnd das man jm auffrücket / wenn man jm gelihen hat . Wer sein Kind lieb hat / der helt es stets vnter der Ruten / Das er hernach freude an jm erlebe . Wer sein Kind in der Zucht helt / der wird sich sein frewen / Vnd darff sich sein bey den Bekandten nicht schemen . Wenn einer sein Kind zeucht / das verdreusst seinen Feind / vnd erfrewet seine Freunde / Denn wo sein Vater stirbt / so ists / als were er nicht gestorben / Denn er hat seines gleichen hinder sich gelassen . Da er lebete / sahe er seine lust / vnd hatte freude an jm . Da er starb / dorfft er nicht sorgen / Denn er hat hinder sich gelassen einen Schutz wider seine Feinde / vnd der den Freunden wider dienen kan . Wer aber seinem Kinde zu weich ist / Der klaget seine striemen / vnd erschrickt / so offt es weinet . Ejn verwehnet Kind / wird mutwillig / wie ein wild Pferd . Zertle mit deinem Kinde / So mustu dich hernach fur jm fürchten / Spiele mit jm / So wird es dich hernach betrüben . Schertze nicht mit jm / Auff das du nicht mit jm hernach trawren müssest / Vnd deine Zeene zu letzt kirren müssen . Las jm seinen willen nicht in der Jugent / Vnd entschüldige seine torheit nicht . Beuge jm den Hals / wen er noch jung ist / blewe jm den Rücken / weil er noch klein ist / Auff das er nicht halsstarrig vnd dir vngehorsam werde . Zeuch dein Kind / vnd las es nicht müssig gehen / Das du nicht vber jm zu schanden werdest . ES ist besser / einer sey Arm / vnd da bey frisch vnd gesund / Denn Reich vnd vngesund . Gesund vnd frisch sein / ist besser / denn Gold / Vnd ein gesunder Leib ist besser / denn gros gut . Es ist kein Reichthum zu vergleichen einem gesunden Leibe / Vnd keine freude / des hertzen Freude gleich . Der Tod ist besser denn ein siech Leben / oder stete Kranckheit . Es ist eben als ein gut Gericht fur einem maul / das nicht essen kan / Vnd wie die Speise / so man bey eins Todten grab setzt . Denn was ist dem Götzen das Opffer nütze ? kan er doch weder essen noch riechen ? So ists mit dem Reichen auch / den Gott siech macht / Er sihet es wol mit den augen / vnd seufftzet darnach . Vnd ist wie ein Verschnittener / der bey einer Jungfrawen ligt / vnd seuffzet . Mach dich selbs nicht trawrig / vnd plage dich nicht selbs / mit deinen eigen gedancken / Denn ein frölich hertz ist des Menschen leben / Vnd seine freude ist sein langes leben . Thu dir guts / vnd tröste dein hertz / vnd treibe trawrigkeit fern von dir / Denn trawrigkeit tödtet viel Leute / vnd dienet doch nirgent Sie hilfft nichts / vnd machet keine sache besser / Was sol sie denn . zu . Ejuer vnd Zorn verkürtzen das Leben / Vnd sorge macht alt vor der zeit . Einem frölichen hertzen schmeckt alles wol / was er isset . Wachen nach Reichthum verzehret den Leib / Vnd darumb sorgen / lesst nicht schlaffen . Wenn einer ligt vnd sorget / so wachet er jmer auff / Gleich wie grosse kranckheit jmer auffweckt . Der ist Reich / der da erbeitet vnd samlet Geld / Vnd höret auff / vnd geneusst sein auch . Der ist aber Arm / der da erbeitet / deiet nicht / Vnd wenn er schon auffhöret / so ist er doch ein Bettler . Wer Geld lieb hat / der bleibet nicht on sünde / Vnd wer vergenglichs vnd gesucht / der wird mit vergehen . Vjel komen zu vnfal vmb Gelds willen / vnd verderben drüber / fur jren augen . Die jm opffern Die dem Mammon dienen / Wie S . Paulus auch sagt / Das Geitz sey Abgötterey / Vnd die Geitzigen sind des Mammon Pfaffen vnd Diener . / die stürtzt es / Vnd die vnfursichtigen fehet es . 8Ol dem Reichen / der vnstrefflich funden wird / vnd nicht das Geld sucht / Wo ist der ? so wöllen wir jn loben / Denn er thut gros ding vnter seinem Volck . Der bewert hierin vnd rechtschaffen erfunden ist / der wird billich gelobet . Er kunde wol vbels thun / vnd thets doch nicht / schaden thun / vnd thets auch nicht / Darumb bleiben seine Güter / vnd die Heiligen preisen seine Almosen . Wenn du bey eins reichen Mans tisch sitzest / so sperr deinen Rachen nicht auff / vnd dencke nicht / nie ist viel zu fressen . Sondern gedencke / das ein vntrewes auge / neidisch ist ( denn was ist neidischer weder ein solch auge ? ) vnd weinet / wo es sihet einen zugreiffen . Greiff nicht nach allem / was du sihest / vnd nim nicht / das fur jm in der Schüssel ligt . Nims bey dir selbs abe / was dein Nehester gern oder vngern hat / Vnd halte dich vernünfftig in allen stücken . Jss wie ein Mensch Nicht wie ein Saw . / was dir furgesetzt ist / Vnd friss nicht zu seer / Auff das man dir nicht gram werde . Vmb der Zucht willen höre du am ersten auff / Vnd sey nicht ein vnsetiger Fras / das du nicht vngunst erlangest . Wenn du bey vielen sitzest / So greiff nicht am ersten zu . Ejn sittiger Mensch / lesst jm am geringen genügen / drumb darff er in seinem Bette nicht so keichen . Vnd wenn der Magen messig gehalten wird / so schlefft man sanfft / So kan einer des morgens früe auffstehen / vnd ist fein bey sich selbs . Aber ein vnsettiger Fras / schlefft vnrügig / vnd hat das grimmen vnd Bauchwehe . Wenn du zu viel gessen hast / so stehe auff / vnd gehe weg / vnd lege dich zur ruge . Mein Kind / gehorche mir / vnd verachte mich nicht / Das dich zuletzt meine wort nicht treffen . Nim dir etwas fur zu erbeiten / So widerferet dir keine Kranckheit . Ejnen kostfreien Man / loben die Leute / vnd sagen / Er sey ein ehrlicher Man / Vnd solches ist ein guter rhum . Aber von einem kargen Filtze / redet die gantze Stad vbel / vnd man saget recht daran . Sey nicht ein Weinseuffer / Denn der Wein bringet viel Leute vmb . Dje esse prüfet das gelötet Eisenwerg / Also prüfet der Wein / der freueln hertzen / wenn sie truncken sind . Der Wein erquickt den Menschen das Leben / so man jn messiglich trinckt / Vnd was ist das Leben / da kein wein ist ? Der wein ist geschaffen / das er Menschen frölich sol machen . Der wein / zur notdurfft getruncken / erfrewet Leib vnd Seel / Aber so man sein zu viel trincket / bringet er das hertzleid . Dje Trunckenheit macht einen tollen Narren noch töller / Das er trotzt vnd pocht / Bis er wol geblewet / geschlagen vnd verwund wird . Schilt deinen Nehesten nicht beim Wein / vnd schmehe jn nicht in seiner Freude / Gib jm nicht böse wort / vnd begegne jm nicht mit harter rede . Sondern halt dich gleich wie sie / vnd richte dich nach jnen / so sitzestu recht / Vnd gib dazu was dir gebürt / wiltu mit sitzen . Auff das sie mit dir frölich sein mügen / Da mit du die Ehre dauon kriegst / das man dich einen sittigen / holdseligen Man heisset . Der Elteste sol reden / Denn es gebüret jm / als der erfaren ist . Vnd jrre die Spieleute nicht / Vnd wenn man Leider singet / so wassche nicht drein / vnd spare deine weisheit / bis zur andern zeit . Wie ein Rubin in feinem Golde leucht / Also zieret ein Gesang das mahl . Wie ein Smaragd in schönem Golde stehet / Also zieren die Lieder beim guten wein . Ejn Jüngling mag auch wol reden ein mal oder zwey / wens jm not ist . Vnd wenn man jn fragt / sol ers kurtz machen / Vnd sich halten / als der nicht viel wisse / vnd lieber schweige . Vnd sol sich nicht den Herrn gleich achten / Vnd wenn ein Alter redet / nicht drein wasschen . Donner bringt grossen Blitz Der Blitz macht fur dem Donner her / alles vol liechts plötzlich / Also macht schame bald gunst bey jederman . Denn alle Welt liebt ein jung Mensch / so es schamhafftig ist . Vnd widerumb ist alle Welt feind / der vnuerschampten jugent . / Schame macht grosse gunst . Stehe auch bey zeit auff / vnd sey nicht der letzte / Sondern gehe eilend heim vnd spiel da selbst / vnd thu was du wilt . Doch das du nichts vbel thust / vnd niemand pochest Das Gesinde oder Frawen schlahest / Sondern spiele / das ist / Sey frölich mit jnen . / Sondern dancke fur das alles dem / der dich geschaffen / vnd mit seinen Gütern gesettiget hat . Wer den HERRN fürchtet / der lesset sich gern ziehen / Vnd wer sich früe dazu schickt / der wird gnade finden . Wer nach Gottes wort fraget / der wirds reichlich vberkomen / Wers aber nicht mit ernst meinet / Der wird nur erger dadurch . Wer den HERRN fürchtet / der trifft die rechte Lere / Vnd macht die Gerechtigkeit leuchten / wie ein Liecht . Ejn Gottloser lesst sich nicht straffen / Vnd weis sich zu behelffen / mit ander Leute exempel Jch sehe nichts / das jenem vbel gehet / der doch auch nicht Gottes wort achtet etc . Ja / je böser Schalck je besser glück . in seinem furnemen . Ejn vernünfftiger Man veracht nicht guten Rat / Aber ein wilder vnd Hoffertiger fürchtet sich nichts / Er habe gleich gethan was er wölle . Thu nichts on Rat / So gerewets dich nicht nach der that . Gehe nicht den weg / da du fallen möchtest / Noch da du dich an die Steine stossen möchtest . Verlas dich nicht drauff / das der weg schlecht Es scheint / als gehen die Bösen auff eitel glück . Aber zu letzt stürtzet sie der weg in Abgrund etc . sey / Ja hüte dich auch fur deinen eigen Kindern . Was du furnimpst / so vertrawe Gott von gantzem hertzen / Denn das ist Gottes gebot gehalten . Wer Gottes wort gleubet / der achtet die Gebot / Vnd wer dem HERRN vertrawet / dem wird nichts mangeln . Wer Gott fürchtet / dem widerferet kein leid / Sondern wenn er angefochten ist / wird er wider erlöset werden . Ejn Weiser lesst jm Gottes wort nicht verleiden / Aber ein Heuchler schwebet wie ein Schiff auffm vngestümen Meer . Ein verstendiger Mensch helt fest an Gottes wort / vnd Gottes wort ist jm gewis / wie eine klare rede . Werde der Sachen gewis / Darnach rede dauon / Las dich vor wol leren / so kanstu antworten . Des Narren hertz / ist wie ein Rad am wagen / Vnd seine gedancken lauffen vmb / wie die nabe . Wje der Schelhengst schreiet / gegen allen Meren / also henget sich der Heuchler Jst Meister klügel / der wil in der Schrifft scharff sein / vnd fragt / Warumb solchs vnd solchs gelert sey ? Warumb der tag heilig / vnd jener nicht heilig ? Warumb das wasser Tauffe sey der seelen ? Warumb Brot vnd Wein müsse Christus Leib vnd Blut sein ? etc . an alle Spötter / vnd spricht / Warumb mus ein tag heiliger sein denn der ander ? so doch die Sonne zu gleich alle tage im jar macht ? Dje Weisheit des HERRN / hat sie so vnterscheiden / vnd er hat die Jarzeit vnd Feiertage also geordnet / Er hat etliche auserwelet / vnd geheiliget fur andern tagen . Gleich wie alle Menschen aus der Erden / vnd Adam aus dem Staube geschaffen ist / vnd doch der HERR sie vnterschieden hat / nach seiner manchfeltigen Weisheit / vnd hat mancherley weise vnter jnen geordent . Etliche hat er gesegenet / erhöhet vnd geheiliget / vnd zu seinem Dienst gefordert / Etliche aber hat er verflucht / vnd genidriget / vnd aus jrem Stande gestürtzt . Denn sie sind in seiner Hand / wie der Thon in des Töpffers hand . Er macht alle seine werck / wie es jm gefellet . Also sind auch die Menschen in der Hand / des der sie gemacht hat / vnd gibt einem jglichen wie es jn gut deucht . Also ist das Gut wider das Böse / vnd das Leben wider den Tod / vnd der Gottfürchtige wider den Gottlosen geordent . Also schawe alle werck des Höhesten / So sind jmer zwey / wider zwey / vnd eines wider das ander geordent . Jch bin der letzt Jch habe eine gute Antwort geben auff solcher Narren Einrede / vom heiligen tage etc . auff erwachet / wie einer der im Herbst nachlieset / vnd Gott hat mir den Segen dazu gegeben / das ich meine Kelter auch vol gemachet habe / wie im vollen Herbst . Schawet / wie ich nicht fur mich geerbeitet habe / Sondern fur alle / die gern lernen wolten . Gehorcht mir jr grossen Herrn / vnd jr Regenten im Volck / nemets zu hertzen . Las dem Son / der Frawen / dem Bruder / dem Freunde nicht gewalt vber dich / weil du lebest / vnd vbergib niemand deine Güter / Das dichs nicht gerewe / vnd müssest sie darumb bitten . Dieweil du lebest vnd odem hast / vntergib dich keinem andern Menschen / Es ist besser / das deine Kinder dein bedürffen / Denn das du jnen müssest in die hende sehen . Bleib du der Oberst in deinen Gütern / vnd las dir deine Ehre nicht nemen . Wenn dein ende kompt / das du dauon must / als denn teile dein Erbe aus . Dem Esel gehört sein futter / geissel vnd last / Also dem Knecht sein brot / straffe vnd erbeit . Halt den Knecht zur erbeit / so hastu ruge fur jm / Lessestu jn müssig gehen / so wil er Juncker sein . Das joch vnd die seile beugen den hals / Einem bösen Knechte / stock vnd knüttel . Treibe jn zur erbeit / das er nicht müssig gehe / Müssiggang leret viel böses . Lege jm erbeit auff / die einem Knecht gebüren / Gehorcht er denn nicht / so setze jn in den Stock . Doch lege keinem zu viel auff / vnd halt masse in allen dingen . Hastu einen Knecht / so halt vber jm / als vber dir selbs / Denn wer jm thut / der meinet dein Leib vnd Leben . Hastu einen Knecht / so las jn halten / als werestu da Das das ander Gesinde sein wort fur deinen Befelh halten müssen . / Denn du bedarffest sein / wie deines eigen Lebens . Heltestu jn aber vbel / das er sich erhebt / vnd von dir leufft / Wo wiltu jn widersuchen ? Vnweise Leute betriegen sich selbs / mit törichten hoffnungen / Vnd Narren verlassen sich auff Trewme . Wer auff Trewme helt / der greifft nach dem Schatten / vnd wil den Wind hasschen . Trewme sind nichts anders / den Bilde on wesen . Was vnrein Die Trewme sind falsch vnd vnrein / Was solten sie denn heiligen / oder gut machen . ist / wie kan das rein sein ? Vnd was falsch ist / wie kan das war sein ? Ejgen Weissagung vnd deutung vnd trewme sind nichts / Vnd machen doch einem schwere gedancken . Vnd wo es nicht kompt durch eingebung des Höhesten / so halt nichts dauon / Denn trewme betriegen viel Leute / vnd feilet denen / die darauff bawen . Man darff keiner Lügen Darffest nicht die Trewme fragen / was gut sey zuthun / Du hast Gottes wort . dazu / das man das Gebot halte / Vnd man hat gnug am wort Gottes / wenn man recht leren wil . Ejn wolgeübter Man verstehet viel / vnd ein wol erfarner kan von Weisheit reden . Wer aber nicht geübt ist / Der verstehet wenig / Vnd die jrrigen Geister stifften viel böses . DA ich noch im jrthum war / kund ich auch viel lerens / Vnd war so gelert / das ichs nicht alles sagen kund / Vnd bin offt in fahr des Tods drüber komen / Bis ich dauon erlöset worden bin . Nu sehe ich / das die Gottfürchtigen den rechten Geist haben / Denn jr Hoffnung stehet auff dem / der jnen helffen kan . Wer den HERRN fürchtet / der darff fur nichts erschrecken / noch sich entsetzen / Denn er ist seine Zuuersicht . Wol dem / der den HERRN fürchtet / Worauff verlesset er sich ? Wer ist sein trotz ? Die Augen des HERRN sehen auff die / so jn liebhaben . Er ist ein gewaltiger Schutz / eine grosse Stercke / ein Schirm wider die Hitze / eine Hütte wider den heissen mittag / eine Hut wider das straucheln / eine Hülffe wider den Fall . Der das hertz erfrewet / vnd das angesicht frölich macht / vnd gibt gesundheit leben vnd segen . Wer von vnrechtem Gut opffert / des Opffer ist ein gespöt / Aber solch gespöt der Gottlosen / gefellet Gott nichts vberall . Dje gaben der Gottlosen gefallen dem Höhesten gar nichts / Vnd sünde lassen sich nicht versünen mit viel opffern . Wer von des Armen gut opffert / Der thut eben / als der den Son fur des Vaters augen schlachtet . Jesa . 66 . Der Arme hat nichts / denn ein wenig Brots / Wer jn darumb bringet der ist ein Mörder . Wer einem seine Narung nimpt / Der tödtet seinen Nehesten . Wer dem Erbeiter seinen Lohn nicht gibt / der ist ein Bluthund . Wenn einer bawet Sie wöllen opffern / vnd from sein / vnd lassen doch nicht von sünden / Das heisst zu gleich bawen vnd brechen / zu gleich beten vnd fluchen . / vnd widerumb zubricht / Was hat er dauon denn erbeit ? Wenn einer betet / vnd widerumb flucht / Wie sol den der HERR erhören ? Wer sich wesscht / wenn er einen Todten angerüret hat / vnd rüret jn wider an / Was hilfft den sein wasschen ? Also ist der Mensch / der fur seine Sünde fastet / vnd sündiget jmer wider / Wer sol des Gebet erhören / vnd was hilfft jn sein fasten ? Gottes gebot halten / das ist ein reich opffer / Gottes gebot gros achten das Opffer hilfft wol . Wer Gott danckt / Das ist das recht Semelopffer . Wer barmhertzigkeit vbet / Das ist das rechte Danckopffer . Von sünden lassen / das ist ein Gottesdienst / der dem HERRN gefelt / Vnd auffhören vnrecht zuthun / das ist ein recht Süneopffer . DV solt aber darumb nicht leer Wie sie sagen / Helffen Gute werck nichts / So wöllen wir nichts thun / Was sollen vns die Pfaffen . fur dem HERRN erscheinen / Denn solchs mus man auch thun / vmb Gottes gebot willen . Exo . 23 ; Exo . 34 . Des Gerechten opffer machet den Altar reich / vnd sein geruch ist süsse fur dem Höhesten . Des Gerechten opffer ist angeneme / vnd desselben wird nimer mehr vergessen . Gjb Gott seine Ehre mit frölichen augen / Vnd deine Erstlinge on allen Feil . Was du gibst / das gib gern / Vnd heilige deine Zehenden frölich . Gjb dem Höhesten Den Priestern vnd Leuiten . / nach dem er dir bescheret hat / vnd was deine hand vermag / das gib mit frölichen augen / Denn der HERR der ein Vergelter ist / wird dirs siebenfeltig vergelten . Verstumpel deine Gabe nicht / Denn es ist nicht angeneme . Suche nicht vorteil / wenn du opffern solt / Denn der HERR ist ein Recher / vnd fur jm gilt kein ansehen der Person . Er hilfft dem Armen / vnd sihet keine Person an / vnd erhöret das Gebet des Beleidigten / Er veracht des Waisen gebet nicht / noch die Widwe / wenn sie klagt . Dje threnen der Widwen / fliessen wol die Backen herab / Sie schreien aber vber sich wider den / der sie heraus dringet . Wer Gott dienet mit lust / der ist angeneme / Vnd sein Gebet reicht bis in die wolcken . Das gebet der Elenden / dringet durch die wolcken / vnd lesset nicht ab / bis hinzu kome / vnd höret nicht auff / bis der Höhest drein sehe . Vnd der HERR wird recht richten vnd straffen / vnd nicht verziehen / noch die lenge leiden / Bis er den vnbarmhertzigen die Lenden zuschmettere / vnd sich an solchen Leuten reche / vnd vertilge alle / die jene beleidigen / vnd die gewalt der Vngerechten stürtze / vnd gebe einem jglichen nach seinen wercken / vnd lohne jnen / wie sie es verdienet haben / Vnd reche sein Volck / vnd erfrewe sie mit seiner barmhertzigkeit . Gleich wie der Regen wol kompt / wenn es dürre ist / Also kompt die barmhertzigkeit auch in der not zu rechter zeit . HERR allmechtiger Gott / erbarm dich vnser / vnd sihe drein / vnd erschreck alle Völcker . Hebe deine Hand auff / vber die Frembden / das sie deine macht sehen . Wie du fur jren augen geheiliget wirst bey vns / Also erzeige dich herrlich an jnen fur vnsern augen / Auff das sie erkennen / gleich wie wir erkennen / das kein ander Gott sey / denn du HERR . Thu newe Zeichen vnd newe Wunder / Erzeige deine Hand vnd rechten Arm herrlich . Errege den grim / vnd schütte zorn aus / reiss den Widersacher dahin / vnd zuschmeisse den Feind / Vnd eile damit / vnd dencke an deinen Eid / Das man deine Wunderthat preise . Der zorn des fewrs / müsse sie verzeren / die so sicher leben / vnd die deinem Volck leide thun / müssen vmbkomen . Zeschmetter den kopff der Fürsten die vns feind sind / vnd sagen / Wir sinds allein Gott ist nichts . . Versamle alle stemme Jacob / vnd las sie dein Erbe sein / wie von anfang . Erbarm dich deines Volcks / das von dir den Namen hat / vnd des Jsrael / den du nennest / deinen ersten Son . Erbarm dich der stad Jerusalem / da dein Heiligthum ist / vnd da du wonest . Richte Zion wider an / das da selbest dein wort wider auffgehe / das deine ehre im Volck gros werde . Erzeige dich gegen die / so von anfang dein Eigenthum gewest sind / Vnd erfülle die Weissagung / die in deinem Namen verkündiget sind . Vergilt denen / so auff dich harren / das deine Propheten warhafftig erfunden werden . Erhöre HERR das Gebete dere die dich anruffen / nach dem segen Aaron Wie Num . 6 stehet / Das sie solten das Volck segenen in Gottes Namen . / vber dein Volck / Auff das alle / so auff Erden wonen / erkennen / das du HERR der ewige Gott bist . Der Bauch nimpt allerley Speise zu sich / Doch ist eine speise besser denn die ander . Wje die Zunge das wiltpret kostet / Also merckt ein verstendig Hertz die falschen wort . Ejn tückischer Mensch / kan einen in ein Vnglück bringen / Aber ein Erfarner / weis sich da fur zu hüten . Dje Mütter haben alle Söne lieb / Vnd geret doch zu weilen eine Tochter bas / denn der son . Ejn schöne Fraw erfrewet jren Man / Vnd ein Man hat nichts liebers . Wo sie dazu freundlich vnd from ist / So findet man des Mans gleichen nicht . Wer ein Hausfrawen hat / der bringet sein Gut in rat / Vnd hat ein trewen Gehülffen / vnd eine Seule / der er sich trosten kan . WO kein Zaun ist / wird das Gut verwüstet / Vnd wo kein Hausfraw ist / da gehets dem Hauswirt / als gieng er in der jrre . Wje man nicht vertrawet einem Strassenreuber / der von einer Stad in die ander schleicht / Also trawet man auch nicht einem Man der kein Nest hat / vnd einkeren mus / wo er sich verspattet . Ejn jglicher Freund spricht wol / Jch bin auch Freund / Aber etliche sind allein mir dem namen Freunde . Wenn Freunde einander feind werden / So bleibet der gram / bis in den tod . AH wo kompt doch das böse ding her / Das alle Welt so vol falscheit ist . Wens dem Freund wolgehet / so frewen sie sich mit jm / Wens jm aber vbelgehet / werden sie seine Feinde . Sie trawren mit jm vmbs bauchs willen / Aber wenn die not hergehet / so halten sie sich zum Schilde Wo sie schutz vnd gunst wissen / es sey mit Gott oder nicht . . Vergiss deines Freundes nicht / wenn du frölich bist / Vnd gedencke an jn / wenn du reich wirst . Ejn jglicher Ratgeber / wil raten / Aber etliche raten auff jren eigen nutz . Darumb hüt dich fur Reten / Bedenck zuuor / obs gut sey . Denn er gedenckt vieleicht jm selbs zu raten / vnd wil dichs wogen lassen / vnd spricht Du seiest auff der rechten ban / Vnd er stehet gleichwol wider dich / vnd merckt wie es geraten wil . Halt keinen Rat mit dem / der ein argwon zu dir hat / Vnd nim nicht zu Rat / die dich neiden . Gleich als wenn du ein Weib vmb rat fragest / wie man jrer Feindin freundlich sein sol ? Oder einen verzagten / wie man kriegen sol ? Oder einen Kauffman / wie hoch er deine wahr / gegen seine achten wölle ? Oder einen Keuffer / wie thewr du geben solt ? Oder einen Neidischen / wie man wolthun / Oder einen Vnbarmhertzigen / wie man gnade erzeigen sol ? Oder einen Faulen / von grosser erbeit ? Oder einen Taglöner der nirgend besessen ist / wie man nicht aus der erbeit gehen sol ? Oder einen tregen Hausknecht / von viel geschefften ? Solche Leute nim nicht zu Rat / Sondern halt dich stets zu gottfürchtigen Leuten / da du weist / das sie Gottes gebot halten . Die gesinnet sind / wie du bist / die mitleiden mit dir haben / wo du strauchelst / Vnd bleibe bey der selben Rat / Denn du wirst keinen trewern Rat finden . Vnd solcher einer / kan offt etwas bas ersehen / denn sieben Wechter / die oben auff der Warte sitzen . Doch Es ist nicht gnug guten Rat haben / Es mus Gott auch gelücke dazu geben / Sonst gehets doch nicht fort . Denn er wil auch mit sein vnd angeruffen werden . Das ist / On gebet ist guter rat eigen rat / Das heissen eichen anschlege / die den krebsgang gehen / Das sind sie / die viel raten / vnd haben doch die gnade nicht dazu . in dem allem ruffe auch den allerhöhesten an / das er dein thun gelingen / vnd nicht feilen lasse . Ehe du was anfehest / so frage vor / Vnd ehe du was thust / so nim Rat dazu . Denn wo man was newes fürhat / da mus der vier eines komen / das es Gut oder Böse werde / das Leben oder Tod draus folge / Vnd dis alles regiert allezeit die Zunge . Mancher ist wol geschickt / andern zu raten / Vnd ist jm selber nichts nütze . Mancher wil klüglich raten / vnd man höret jn doch nicht gern / vnd bleibt ein Bettler / Denn er hat nicht vom HERRN die gnade dazu / vnd ist keine Weisheit in jm . Mancher ist Weise durch eigen Erfarung / Der schafft mit seinem Rat nutz / vnd triffts . Ejn weiser Man kan sein Volck leren / Vnd schafft mit seinem Rat nutz / vnd triffts . Ejn weiser Man wird hoch gelobt / Vnd alle die jn sehen / preisen jn . Ejn jglicher hat ein bestimpte zeit zu leben / Aber Jsraels zeit hat keine zal . Ejn Weiser hat bey seinen Leuten / ein gros ansehen / Vnd sein name bleibet ewiglich . Mein Kind / prüfe / was deinem Leibe gesund ist / vnd sihe / was jm vngesund ist / das gib jm nicht . Denn allerley dienet nicht jederman / So mag auch nicht jederman allerley . Vberfülle dich nicht mit allerley niedlicher Speise / vnd friss nicht zu girig . Denn viel fressen macht kranck / vnd ein vnsettiger Fras kriegt das grimmen . Vjel haben sich zu tod gefressen / Wer aber messig ist / der lebet deste lenger . Ehre den Artzt mit gebürlicher Verehrung / das du jn habest zur not . Denn der HERR hat jn geschaffen / vnd die Ertzney kompt von dem Höhesten / vnd die Könige ehren jn . Die kunst des Artzts erhöhet jn / vnd macht jn gros bey Fürsten vnd Herrn . Der HERR lesst die Ertzney aus der Erden wachsen / vnd ein Vernünfftiger veracht sie nicht . Ward doch das bitter Wasser süsse / durch ein Holtz / Auff das man seine krafft erkennen solte . Vnd er hat solche kunst den Menschen gegeben / das er gepreiset würde in seinen Wunderthaten . Damit heilet er vnd vertreibt die schmertzen / vnd der Apotheker macht Ertzney draus . Summa / Gottes werck kan man nicht alle erzelen / Vnd er gibt alles was gut ist auff Erden . Mein Kind / wenn du kranck bist / so verachte dis nicht / sondern bitte den HERRN / so wird er dich gesund machen . Las von Erstlich werde from . Zum andern las fur dich bitten Zum dritten / brauche denn des Artzt . der sünde / vnd mache deine Hende vnstrefflich / vnd reinige dein Hertz von aller missethat / Opffer / süssen geruch / vnd Semel zum Gedenckopffer / vnd gib ein fett opffer / als müssestu dauon . Darnach las den Artzt zu dir / Denn der HERR hat jn geschaffen / vnd las jn nicht von dir / weil du sein doch bedarffest . ES kan die stunde komen / das dem Krancken allein durch jene Betten hilfft mehr denn ertzneien / Vnd der Priester thut mehr denn der Artzt . Aber man ist nicht gern from / Darumb acht man des betens vnd der Priester weniger . geholffen werde / wenn sie den HERRN bitten / das mit jm besser werde / vnd gesundheit kriege / lenger zu leben . Wer fur seinem Schepffer sündigt / Der mus dem Artzt in die hende komen . Mein Kind / wenn einer stirbt / So beweine jn / vnd klage jn / als sey dir gros leid geschehen / Vnd verhülle seinen Leib / gebürlicher weise / vnd bestate jn ehrlich zum Grabe . Du solt bitterlich weinen / vnd hertzlich betrübt sein / vnd leide tragen / darnach er gewest ist / zum wenigsten ein tag oder zwen / Auff das man nicht vbel von dir reden müge . Vnd tröste dich auch wider / das du nicht trawrig werdest / Denn von trawren kompt der Tod / vnd des hertzen trawrigkeit schwechet die kreffte . Trawrigkeit vnd Armut thut dem hertzen wehe in der anfechtung / vnd vbertrit Hellt die masse nicht . . Las die Trawrigkeit nicht in dein Hertz / sondern schlahe sie von dir / vnd dencke ans ende Wie Dauid thet vber sein Kind / vnd sprach / Jch mus zu jm / Er kompt nicht wider etc . Mihi heri / Hodie tibi . / vnd vergiss nicht / Denn da ist kein widerkomen / Es hilfft jn nicht / vnd du thust dir schaden . Gedencke an jn / wie er gestorben / so mustu auch sterben / Gestern wars an mir / Heute ists an dir . Weil der Todte nu in der ruge ligt / So höre auch auff sein zu gedencken / Vnd tröste dich wider vber jn / weil sein Geist von hinnen gescheiden ist . Wer die Schrifft lernen sol / der kan keiner andern Erbeit warten / Vnd wen man leren sol / der mus sonst nichts zuthun haben . Wje kan der der Lere warten / der pflügen mus / vnd der gerne die Ochssen mit der geissel treibet / vnd mit der gleichen wercken vmbgehet / vnd weis nichts / denn von Ochssen zu reden ? Er mus dencken / wie er ackern sol / vnd mus spat vnd früe den Küen futter geben . Also auch die Tischler vnd Zimmerleute / die tag vnd nacht erbeiten / vnd schnitzen Bildwerck / vnd vleis haben / mancherley erbeit zu machen / Die müssen dencken / das es recht werde / vnd früe vnd spat dran sein / das sie es volenden . Also ein Schmid / der mus bey seinem Ambos sein / vnd seiner Schmitte warten / vnd wird mat vom fewr / vnd erbeit sich müde vber der Esse / Das hemmern schlegt jm die Ohren vol / vnd sihet drauff / wie er das Werck recht mache / vnd mus dencken / wie ers fertige / vnd früe vnd spat dran sein / das ers fein auserbeite . Also ein Töpffer / der mus bey seiner Erbeit sein / vnd die Scheiben mit seinen Füssen vmbtreiben / vnd mus jmer mit sorgen sein Werck machen . Vnd hat sein gewis Tagwerck . Er mus mit seinen armen aus dem thon sein Gefess formiren / vnd mus sich zu seinen füssen müde bücken / Er mus dencken / wie ers fein glasure / vnd früe vnd spat den Ofen fegen . Djese alle trösten sich jres Handwercks / Vnd ein jglicher vleissiget sich das er seine erbeit könne / Man kan jr in der Stad nicht emperen . Aber man kan sie nirgend hin schicken / Sie können der Ampt auch nicht gewarten / noch in der Gemeine regieren . Sie können den Verstand nicht haben / die Schrifft zu leren / noch das Recht vnd Gerechtigkeit zu predigen . Sie können die Sprüche nicht lesen / Sondern müssen der zeitlichen Narung warten / vnd dencken nicht weiter / denn was sie mit jrer erbeit gewinnen mügen . Wer sich aber darauff geben sol / das er das gesetz des Höhesten lerne Ein Pfarrher oder Prediger sol studirn / vnd vnter allerley Bücher sich vben / So gibt jm Gott auch verstand / Aber Bauchpfaffen lesst er ledig . / der mus die weisheit aller Alten erforschen / vnd in den Propheten studiren . Er mus die Geschicht der berümbten Leute mercken / vnd den selben nachdencken / was sie bedeuten vnd leren . Er mus die geistlichen Sprüche lernen / vnd in den tieffen Reden sich vben . Der kan den Fürsten dienen / vnd bey den Herrn sein . Er kan sich schicken lassen in frembde Land / Denn er hat versucht / was bey den Leuten taug oder nicht taug . Vnd denckt / wie er früe auffstehe / den HERRN zu suchen / der jn geschaffen hat / vnd betet fur dem Höhesten . Er thut seinen mund getrost auff / vnd betet fur des gantzen Volcks sünde . VND wenn denn der HERR also versünet ist / so gibt er jm den Geist der weisheit reichlich / das er weisen Rat vnd Lere geben kan gewaltiglich / Dafür er dem HERRN danckt in seinem Gebet . Vnd der HERR gibt gnade dazu / das sein Rat vnd Lere fortgehen . Vnd er betrachtets vor bey sich selbs / Darnach sagt er seinen Rat vnd Lere heraus / vnd beweisets mit der heiligen Schrifft . Vnd viel verwundern sich seiner weisheit / vnd sie wird nimer mehr vntergehen . Sein wird nimer mehr vergessen / vnd sein name bleibet für vnd für . Was er geleret hat / wird man weiter predigen / vnd die Gemeine wird jn rhümen . Die weil er lebt / hat er einen grössern namen / denn andere tausent / Vnd nach seinem Tod / bleibt jm der selbige name . JCH habe noch etwas mehr zu sagen / Denn ich bin / wie ein vol Mond . Gehorcht mir jr heiligen Kinder / vnd wachset wie die Rosen / an den Bechlin gepflantzet / vnd gebt süssen Geruch von euch / wie Weyrauch / blühet wie die Lilien / vnd riechet wol . Singet löblich / vnd lobet den HERRN in allen seinen Wercken / preiset seinen Namen herrlich / Dancket jm vnd lobet jn mit singen vnd klingen / vnd sprecht also im dancken . Alle Werck des HERRN sind seer gut / Vnd was er gebeut das geschicht zu rechter zeit . Vnd man darff nicht sagen / Was sol das ? Denn zu jrer zeit komen sie gewündschet . Gleich / als da durch sein Gebot das Wasser stund Jm Rotenmeer vnd Jordan . / wie mauren / vnd durch sein wort die wasser stunden / als weren sie gefasset . Denn was er durch sein Gebot schaffet / das ist lieblich / vnd man darff vber keinen mangel klagen / an seiner Hülffe . Aller Menschen werck sind fur jm / vnd fur seinen Augen ist nichts verborgen / Er sihet alles von anfang der Welt / bis ans ende der welt / vnd fur jm ist kein ding new . Man darff nicht sagen / Was sol das ? Denn er hat ein jglichs geschaffen / das es etwa zu dienen sol . Denn sein Segen fleusst daher wie ein Strom / vnd trencket die Erden wie eine Sindflut . Widerumb / sein Zorn trifft die Heiden / Als wenn er ein wasserreich Land verdorren lesst . Sein Thun ist bey den Heiligen recht / Aber die Gottlosen stossen sich dran . Alles was von anfang geschaffen ist / das ist dem Fromen gut / Aber den Gottlosen schedlich . Der Mensch darff zu seinem leben / wasser / fewr / eisen / saltz / mehl / honig / milch / wein / öle vnd kleider / Solchs alles kompt den Fromen zu gut / Vnd den Gottlosen zu schaden . ES sind auch die Winde ein teil zur Rache geschaffen / vnd durch jr stürmen thun sie schaden / Vnd wenn die straffe komen sol / so toben sie / vnd richten den Zorn aus / des der sie geschaffen hat . Fewr / Hagel / Hunger / Tod / solchs alles ist zur Rache geschaffen / Die wilden Thiere / Scorpion / Schlangen / vnd Schwert sind auch zur Rache geschaffen / zu verderben die Gottlosen / Mit freuden thun sie seinen befelh / vnd sind bereit / wo er jr bedarff auff Erden / vnd wenn das stündlin kompt / lassen sie nicht ab . Das ists / das ich anfieng vnd gedacht zu schreiben / nemlich / Das alle werck des HERRN gut sind / vnd ein jglichs zu seiner zeit nütz ist / Das man nicht sagen darff / Es ist nicht alles gut / Denn es ist ein jglichs zu seiner zeit köstlich / Darumb sol man den Namen des HERRN loben vnd dancken / mit hertzen vnd munde . ES ist ein elend jemerlich ding / vmb aller Menschen leben von Mutterleib an / bis sie in die Erden begraben werden / die vnser aller Mutter ist . Da ist jmer sorge Gegen Gott vnd das zukünfftige Leben . / furcht / hoffnung / vnd zu letzt der Tod / So wol bey dem / der in hohen Ehren sitzt / als bey dem geringsten auff Erden . So wol bey dem / der Seiden vnd Kron tregt / als bey dem / der einen groben Kittel an hat . Da ist jmer zorn Gegen vnd vnter den Leuten / in diesem Leben . / eiuer / widerwertigkeit / vnfriede vnd Todes fahr / neid vnd zanck . Vnd wenn einer des nachts auff seinem Bette rugen vnd schlaffen sol / fallen jm mancherley Gedancken für . Wenn er gleich ein wenig ruget / so ists doch nichts / Denn er erschrickt im trawm / als sehe er die Feinde komen . Vnd wenn er auffwacht / vnd sihet das er sicher ist / so ist jm / als der aus der Schlacht entrunnen ist / vnd ist wunder fro / das die furcht nichts ists gewesen . Solchs widerferet allem Fleisch / beide Menschen vnd Vieh / Aber den Gottlosen siebenmal mehr . Mord / blut / hadder / schwert / vnglück / hunger / verderben vnd plage / Solchs alles ist geordent wider die Gottlosen / Denn auch die Sindflut vmb jren willen komen muste . Alles was aus der Erden kompt / mus wider zu erden werden / Wie alle wasser wider ins Meer fliessen . Alle Geschencke vnd vnrecht Gut müssen vntergehen / Aber die Warheit bleibet ewiglich . Der Gottlosen güter versiegen / wie ein Bach / Wie ein Donner verrausscht im Regen . Sje sind frölich / so lange sie Geschenck nemen / Aber zu letzt gehen sie doch zu boden . Dje Nachkomen der Gottlosen / werden keine Zweige kriegen / Vnd der Vngerechten wurtzel stehet auff einem blosen Felsen . Vnd wenn sie gleich seer feucht vnd am Wasser stünden / werden sie doch ausgerottet / ehe es reiff wird . Wolthun aber ist / wie ein gesegneter Garte / Vnd barmhertzigkeit bleibt ewiglich . Wer sich mit seiner Erbeit neeret / vnd lesst jm genügen / der hat ein fein rügig Leben / Das heisst einen Schatz vber alle schetze finden . Kjnder zeugen vnd Stad bessern / machet ein ewig Gedechtnis / Aber ein ehrlichs Weib / mehr denn die alle beide . Wein vnd Seitenspiel erfrewen das hertz / Aber die Weisheit ist lieblicher / denn die beide . Pfeiffen vnd Harffen lauten wol / Aber eine freundliche Rede / besser denn die beide . Dein Auge sihet gern / was lieblich vnd schön ist / Aber eine grüne Saat lieber denn die beide . Ejn Freunde kompt zum andern in der not / Aber Man vnd Weib viel mehr . Ejn Bruder hilfft dem andern in der not / Aber Barmhertzigkeit hilfft viel mehr . Gold vnd Silber erhalten einen Man / Aber viel mehr ein guter Rat . Geld vnd Gut / machet mut / Aber viel mehr die Furcht des HERRN . Der furcht des HERRN mangelt nichts / Vnd sie bedarff keiner Hülffe . Dje furcht des HERRN / ist ein gesegneter Garte / Vnd nichts so schöne / als sie ist . Mein Kind gib dich nicht auffs betteln Das sind die Thellerlecker / Suchentrüncke / vnd Gerngeste / die faulen schelmen / die nichts thun wöllen etc . / Es ist besser sterben / denn betteln . Wer sich auff eins andern Tisch verlesst / der gedenckt sich nicht mit Ehren zu neeren / Denn er mus sich versündigen Er mus heucheln / reden / loben / was sein Herr wil . / vmb frembder Speise willen . Aber dauor hütet sich ein vernünfftiger / weiser Man . Betteley schmeckt wol dem vnuerschampten Maul / Aber er wird zu letzt ein böse Fieber dauon kriegen . O Tod wie bitter bistu / wenn an dich gedenckt ein Mensch / der gute tage vnd gnug hat / vnd on sorge lebt / Vnd dem es wol gehet in allen dingen / vnd noch wol essen mag . O Tod / wie wol thustu dem Dürfftigen / der da schwach vnd alt ist / Der in allen sorgen steckt / vnd nichts bessers zu hoffen / noch zu gewarten hat . Fvrchte den Tod nicht / Gedencke / das also vom HERRN geordent ist / vber alles Fleisch / beide dere / die vor dir gewesen sind / vnd nach dir komen werden . Vnd was wegerstu dich wider Gottes willen / du lebest zehen / hundert oder tausent jar ? Denn im Tod fraget man nicht / wie lange einer gelebt habe . Dje Kinder der Gottlosen / vnd die sich zu den Gottlosen gesellen / werden eitel Grewel . Der Gottlosen Kinder erbgut / kompt vmb / Vnd jre Nachkomen müssen veracht sein . Dje Kinder müssen klagen vber den gottlosen Vater / Denn vmb seinen willen sind sie veracht . Weh euch Gottlosen / die jr des Höhesten gesetz verlasst / Jr lebt oder sterbt / so seid jr verflucht . Gleich wie alles / so aus der Erden kompt / widerumb zu erden wird / Also komen die Gottlosen aus dem Fluch zum verdamnis . Ejns Menschen leiden mag hie wehren / so lange er lebet / Aber der Gottlosen namen mus vertilget werden / Denn er taug nicht . Sjhe zu / das du einen guten Namen behaltest / Der bleibet gewisser / denn tausent grosse schetze Goldes . Ejn leben / es sey wie gut es wölle / so wehret er ein kleine zeit / Aber ein guter Name bleibt ewiglich . Meine Kinder / Wens euch wolgehet / so sehet zu vnd bleibet in Gottes furcht . Warumb schemet jr euch meiner wort ? Man schemet sich offt / da man sich nicht schemen solt / vnd billicht offt / das man nicht billichen solt . ES scheme sich Vater vnd Mutter der Hurerey . Ein Fürst vnd Herr / der lügen . Ein Richter vnd Rat des vnrechten . Die Gemein vnd Volck des vngehorsams . Ein Nehester vnd Freund leid zu thun . Ein Nachbar des stelens . Scheme dich / das du mit deim arm auff dem Brot vber tisch ligest . Scheme dich / das du vbel bestehest in der Rechnung / vnd nicht danckest / wenn man dich grüsset . Scheme dich / nach den Huren zusehen / vnd dein angesicht von deinen Blutfreunden zu wenden . Scheme dich / das Erbteil vnd Morgengab zu entwenden / vnd eines andern Weib zubegeren . Scheme dich / eines andern Magd zubegeren / vnd vmb jr bette zustehen . Scheme dich / deinem Freunde auffzurücken / Vnd wenn du jm etwas gibst / so verweise es jm nicht . Scheme dich nachzusagen / alles was du gehöret hast / vnd zu offenbaren heimliche vertrawete rede . Also schemestu dich recht / vnd wirst allen leuten lieb vnd werd sein . Aber dieser stücke scheme dich keines / vnd vmb niemands willen thu vnrecht / nemlich / Des gesetzes vnd bundes des Höhesten . Den Gottfürchtigen bey Recht zu erhalten . Trewlich handeln gegen dem Nehesten vnd Gesellen . Den Freunden das Erbteil zu zuwenden . Vleissig sein / rechte Mas vnd Gewichte zu halten . Zu frieden sein / du gewinnest viel oder wenig . Recht handeln mit zeitlichem Gut / in keuffen vnd verkeuffen . Die Kinder mit vleis ziehen . Den bösen Knecht wol steupen . Fur einem bösen Weib das deine wol bewaren . Wo viel zugreiffens ist / alles wol verschliessen . Was man jnen mus vnter die hende geben / alles zelen vnd abwegen . Alle ausgabe vnd einname anschreiben . Die Vnuerstendigen vnd Thoren vnterweisen . Auch die gar alten Leute / das sie sich nicht mit den Jungen haddern . Also wirstu ein recht wol geschickter Mensch / vnd bey allen Leuten gelobt . Ejn Tochter die noch vnberaten ist / macht dem Vater viel wachens / Vnd das sorgen fur sie / nimpt jm viel schlaffs . Weil sie jung ist / Das sie möcht veralten . Oder wenn sie einen Man krieget / Das er jr möcht gram werden . Oder weil sie noch Jungfraw ist / Das sie möcht geschendet / vnd ins Vaters hause schwanger werden . Oder wenn sie bey dem Man ist / Das sie sich nicht recht halten / oder er kein Kind mit jr haben möcht . Wenn deine Tochter nicht schamhafftig ist / so halt sie hart / das sie dich nicht deinen Feinden zum spot mache / vnd die gantze Stad von dir sage / Vnd du von einem jeden schande hören / vnd dich fur allen Leuten schemen müssest . Sjhe dich nicht vmb nach schönen Menschen / vnd sey nicht so gern vmb die Weiber . Denn gleich wie aus den Kleidern Motten komen / Also kompt von Weibern viel böses . Es ist sicherer bey einem bösen Man zu sein / denn bey eim freundlichen Weibe / die jn zu hohn vnd spot macht . JCH wil nu preisen des HERRN werck / Aus der heiligen Schrifft / seine Werck verkündigen / wie ichs gelesen hab . Dje Sonne gibt aller Welt liecht / vnd jr Liecht ist das allerhellest liecht . ES ist auch den Heiligen von dem HERRN noch nie gegeben / das sie alle seine Wunder aussprechen künden / Denn der allmechtige HERR / hat sie zu gros gemacht / vnd alle ding sind zu gros nach wirden zu loben . Er allein erforschet den abgrund / vnd der Menschen hertzen / vnd weis was / sie gedencken . Denn der HERR weis alle ding / vnd sihet / zu welcher zeit ein jglichs geschehen werde . Er verkündigt / was vergangen vnd was zukünfftig ist / vnd offenbart was verborgen ist / Er verstehet alle Heimligkeit / vnd ist jm keine Sache verborgen . Er beweiset seine grosse Weisheit herrlich / vnd er ist von ewigkeit bis in ewigkeit / Man kan jn weder grösser noch geringer machen / vnd er bedarff keines Rats . Wje lieblich sind alle seine Werck / wiewol man kaum ein füncklin dauon erkennen kan . Es lebt alles / vnd bleibet für vnd für / Vnd wozu er jr bedarff / sind sie alle gehorsam . Es ist jmer zwey gegen zwey / vnd eins gegen eins / Vnd was er macht / daran ist kein feil / Vnd hat ein jglichs geordent / wo zu es sonderlich nütze sein sol . VND wer kan sich seiner Herrligkeit sat sehen ? Man sihet seine Herrligkeit / an der mechtigen grossen Höhe / an dem hellen Firmament / an dem schönen Himel . Dje Sonne wenn sie auffgehet / verkündiget sie den tag / Sie ist ein Wunderwerck des Höhesten . Jm mittage trockent sie die Erde / vnd wer kan fur jrer Hitze bleiben ? Sie machets heisser denn viel Ofen / vnd brennet die Berge / vnd bleset eitel hitze von sich / vnd gibt so hellen Glantz von sich / das sie die augen blendet . Das mus ein grosser HERR sein / der sie gemacht hat / vnd hat sie heissen so schnell lauffen . VND der Mond / in aller Welt mus scheinen zu seiner zeit / vnd die Monat vnterscheiden / vnd das Jar austeilen . Nach dem Mond rechent man die Feste / Es ist ein Liecht das abnimpt vnd wider zunimpt / Er machet den Monat / Er wechst vnd verendert sich wunderbarlich . ES leucht auch das gantz himlisch Heer in der höhe / am Firmament / vnd die hellen Sterne zieren die Himel . Also hat sie der HERR in der Höhe heissen die Welt erleuchten / Durch Gottes wort halten sie jre Ordnung / vnd wachen sich nicht müde . Sjhe den Regenbogen an / vnd lobe den / der jn gemacht hat / Denn er hat seer schöne Farben . ER hat den Himel fein rund gemacht / vnd die Hand des Höhesten hat jn ausgebreitet . Dvrch sein wort fellt ein grosser Schnee / Vnd er lesset es wünderlich durch einander blitzen / das sich der Himel auffthut / vnd die Wolcken schweben wie die Vögel fliegen . Er macht durch seine Krafft die Wolcken dicke / das Hagel eraus fallen / Sein Donner erschreckt die Erde / vnd Berge zittern fur jm . Dvrch seinen willen wehet der Sudwind vnd der Nordwind / vnd wie die Vogel fliegen / so wenden sich die Winde / vnd wehen den Schnee durch einander / das er sich zuhauffen wirfft / als wenn sich die Hewschrecken nider thun . Er ist so weis / das er die Augen blendet / vnd das Hertz mus sich verwundern / solchs setzams Regens . ER schüttet den Reiffen auff die Erden wie saltz / vnd wenn es gefrewret / so werden Eiszacken / wie die spitzen an den stecken . Vnd wenn der kalte Nordwind wehet / so wird das wasser zu Eiss / wo wasser ist / da wehet er vber her / vnd zeucht dem wasser gleich ein Harnisch an . Er verderbt die Gebirge / vnd verbrennet die wüsten / vnd verdorret alles was grün ist / wie ein Fewr . Da wider hilfft ein dicker Nebel / vnd ein Thaw nach der Hitze / der erquickt alles wider . Dvrch sein wort / wehret er dem Meer / das es nicht ausreisse / Vnd hat Jnsulen drein geseet . Die auff das Meer faren / die sagen von seiner ferligkeit / vnd die wirs hören / verwundern vns . Daselbst sind setzame Wunder / mancherley Thiere vnd Walfische / durch dieselben schifft man hin . Svmma / durch sein wort bestehet alles / wenn wir gleich viel sagen / so können wirs doch nicht erreichen / Kurtz / Er ists gar . Wenn wir gleich alles hoch rhümen / was ist das ? Er ist doch noch viel Höher weder alle seine Werck . Der HERR ist vnaussprechlich gros / vnd seine Macht ist wunderbarlich . Lobet vnd preiset den HERRN / so hoch jr vermügt / Er ist doch noch höher . Preiset jn aus allen Krefften / vnd lasst nicht abe / Noch werdet jrs nicht erreichen / Wer hat jn gesehen / das er von jm sagen kündte ? Wer kan jn so hoch preisen / als er ist ? Wir sehen seiner Werck des wenigst / Denn viel grössere sind vns noch verborgen . Denn alles was da ist / das hat der HERR gemacht / vnd gibts den Gottfürchtigen zu wissen . Lasst vns loben die berümbten Leute / vnd vnsere Veter / nach einander . Vjel herrlichs dings hat der HERR bey jnen gethan / von anfang durch seine grosse macht . Sie haben jre Königreiche wol regiret / vnd löbliche Thaten gethan . Sie haben weislich geraten vnd geweissaget . Sie haben Land vnd Leute regiert mit rat vnd verstand der Schrifft . Sie haben Musicam gelernet / vnd geistliche Lieder getichtet . Sie sind auch Reich gewest / vnd haben grosse Güter gehabt / vnd im Frieden regieret / weil sie hie gewesen sind . Also sind sie alle zu jren zeiten löblich gewest / vnd bey jrem Leben gerümbt / Vnd die haben ehrlichen Namen hinder sich gelassen . Aber die andern haben keinen rhum / vnd sind vmbkomen / als weren sie nie gewest . Vnd da sie noch lebeten / waren sie eben / als lebeten sie nicht / Vnd jre Kinder nach jnen auch also . Aber jenen heiligen Leute / welcher gerechtigkeit nicht vergessen wird / ist ein gut Erbe blieben / sampt jren Kindern . Jre Nachkomen sind im Bund blieben / vnd vmb jren willen sind jre Kinds kinder jmer fur vnd fur blieben / vnd jr Lob wird nicht vntergehen . Sie sind im Frieden begraben / Aber jr name lebt ewiglich . Die Leute reden von jrer Weisheit / vnd die Gemeine verkündiget jr Lob . Enoch gefiel dem HERRN wol / vnd ist weggenomen / Das er der Welt eine vermanung zur Busse were . Gen . 5 . Noe ward erfunden vnstrefflich / vnd zur zeit des zorns / hat er Gnade funden / vnd ist vbrig behalten auff Erden / da die Sindflut kam . Er empfieng den Bund fur die Welt / Das nicht mehr / alles Fleisch durch die Sindflut vertilget werden solt . Gen . 7 . Abraham der hochberümbte vater vieler völcker / hat seines gleichen nicht in der Ehre . Er hielt das gesetz des Höhesten / vnd Gott machet mit jm einen Bund / vnd stifftet den selben bund in sein Fleisch / Vnd er ward trewe erfunden / da er versucht ward . Darumb verhies jm Gott mit einem Eide / Das durch seinen Samen / die Heiden solten gesegnet werden / Vnd er wie der staub der Erden / gemehret solt werden / Vnd sein Same erhöhet wie die Sterne / vnd Erben werden / von einem Meer bis ans ander / vnd vom Wasser an / bis an der Welt ende . Gen . 17 ; Gen . 22 ; Psal . 72 . Vnd hat denselben segen vber alle menschen / vnd den Bund auch also bestetigt mit Jsaac / vmb seines vaters Abrahams willen . Vnd hats auff Jacob komen vnd bleiben lassen / Er hat jn gnediglich gesegnet / vnd das Erbe gegeben / vnd sein Teil abgesondert / vnd in die zwelff Stemme geteilet . ER hat aus jm komen lassen / den heiligen man Mosen / der aller Welt lieb vnd werd war / vnd beide Gott vnd Menschen jm hold waren / Des name hoch gepreiset wird . Er hat jn auch geehret / wie die heiligen Veter / vnd hoch erhaben / das jn die Feinde fürchten musten / vnd lies jn mit worten viel Zeichen thun . Er machte jn herrlich fur den Königen / vnd gab jm Befelh an sein Volck / vnd zeiget jm seine Herrligkeit . Er hat jn auserkorn zum heiligen Stand Das er Gottes allein pflegen solt . / vmb seiner trew vnd sanfftmut willen / vnd aus allen Menschen erwelet . Er lies jn hören seine stim / vnd füret jn in die finster Wolcken . Er hat jm gegenwertig die Gebot gegeben / nemlich / das Gesetze des lebens vnd der weisheit / Das er Jacob solt den Bund leren / vnd Jsrael seine Rechte . Exo . 7 ; Exo . 8 . Er hat aaron seinen bruder aus demselben stam Leui auch erhöhet / vnd jm gleich auserkorn . Er machet einen ewigen Bund mit jm / vnd gab jm das Priesterthum im volck . Er hat jn ehrlich vnd schön gekleidet / vnd legt jm einen herrlichen Rock an / vnd zoch jm allerley Schmuck an . Er rüstet jn mit köstlichem Geschmeide / vnd legt jm an die Niderwad / den Lagenrock vnd Leibrock . Vnd hieng viel güldener Schellen vnd Kneuffe vmb her an jn / Das es klünge / wenn er aus vnd eingienge / vnd der klang gehört würde im Heiligthum / damit seines Volcks fur Gott gedacht würde . Exod . 4 ; Exod . 28 . JA / den heiligen Rock mit golde / geler seiden vnd scharlacken gestickt . Das Machtschiltlin auff der brust / mit dem Liecht vnd Recht / künstlich gewirckt / mit den edlen Steinen / darinn die Namen der zwelff stemme Jsrael gegraben / vnd in Gold gefasset / durch die Steinschneiter / das jr gedacht würde fur Gott . Das güldene Stirnblat an dem Hut / darin die heiligkeit gegraben war / welchs alles war herrlich / köstlich / lieblich vnd schön / Man hat des gleichen vor jm nie gesehen . Es muste sie auch kein ander anziehen / On seine Kinder allein / vnd Kindskinder fur vnd fur . Seine Opffer wurden teglich zweimal volbracht . Moses füllet jm die hende / vnd salbete jn mit dem heiligen Ole . Leui . 8 . ES ward der Bund mit jm gemacht / das er vnd seine Söne / ewiglich / so lange die tage des Himels weren / jm dienen / Priester sein / vnd sein Volck in seinem Namen segenen solten . Er hat jn erwelet aus allen Lebendigen / das er dem HERRN opffern solte / Speisopffer vnd Reuchopffer / zum süssen geruch vnd gedechtnis / das Volck zuuersünen . Er befalh jm das Ampt seines worts / das er Jacob seine Zeugnis leren / vnd Jsrael mit seinem Gesetze erleuchten solt . ES rotteten sich wol andere wider jn / vnd neideten jn in der wüsten / nemlich / die mit Dathan vnd Abiram waren / vnd die wütende rotte Korah . Aber der HERR sahe es / Vnd gefiel jm nicht . Vnd sie wurden verschlungen im grimmigen zorn / Er beweiset ein schrecklich Wunder an jnen / vnd verschlang sie mit seinem Fewr . Num . 16 . ER ehret Aaron noch weiter / vnd gab jm ein Erbteil / nemlich / alle Erstlinge teilet er jm zu . Fur allen andern verordent er jnen / zum ersten Brots gnug / Denn sie solten essen des HERRN Opffer / die er jm vnd seinem Samen gab . Aber sie musten kein teil am Lande haben / noch mit dem Volck erben / Sondern der HERR war jr Teil vnd Erbe . Pjnehas der son eleasar war der dritte in solcher Ehre / Der eiuerte in Gottes furcht / Vnd da das Volck abfiel / stund er trewlich / fest vnd keck / vnd versünet Jsrael . Darumb ward jm gegeben der Bund des friedes / das er dem Heiligthum vnd dem Volck furstehen / vnd er vnd sein Same die priesterliche wirdigkeit / ewiglich haben solt . Gleich wie mit Dauid aus dem stam Juda / der Bund gemacht ist / das allein aus seinen Sönen einer König sein sol . Also sollen auch Aaron vnd sein Same die Erben sein / Das man vns Weisheit lere / vnd sein Volck recht regiere / Auff das jr stand vnd herrligkeit nicht vntergehe / sondern fur vnd fur bey jnen bleibe . Num . 25 . Jesus Naue Jesus heisst ein Heiland oder Siegman / den man sonst Siegmund heisset / aber vnrecht . / war ein Helt im streit / vnd ei Prophet nach Mose / der grosse Sieg behielt / fur die ausserweleten Gottes ( wie sein name gibt ) vnd sie rechet an den Feinden / von welchen sie angegriffen worden / Auff das Jsrael jr Erbe kriegeten . Er hat ehre erlanget / da er die Hand ausrecket / vnd das Schwert zücket wider die Stedte . Wer ist jemals so freidig gestanden ? Er fieng die Feinde des HERRN . Vmb seinet willen stunde die Sonne / vnd ward ein tag so lange als zween . Josu . 10 . ER rieff an den Höhesten vnd mechtigen / da er seine Feinde allenthalben drenget / Vnd der HERR der Grosse erhöret jn / vnd lies seer grosse Hagelsteine fallen auff die Feinde vnd schlug die widersacher tod / da sie herunter zogen . Vnd die Heiden wurden gewar / was diese fur Geschütz hetten / vnd das der HERR selbs gegenwertig were in dem streit / Vnd er jagt den Gewaltigen nach . VND zur zeit mose / thet er vnd caleb der son Jephunne ein gut werck / Da stunden sie wider den Hauffen / vnd wereten dem Volck die Sünde / vnd stilleten die schedlich Auffrhur . Darumb sind sie Zween allein erhalten / vnter sechs hundert tausent Man / vnd haben das Volck zum Erbe gebracht ins Land / da milch vnd honig inne fleusst . Vnd der HERR erhielt den Caleb bey Leibskrefften / bis in sein Alter / das er hinauff zog auffs Gebirge im Lande / vnd sein Same besas das Erbe / Auff das alle kinder Jsrael sehen / wie gut es ist / dem HERRN gehorchen . Num . 14 ; Josu . 14 . Vnd die richter / ein jglicher nach seinem namen / welche nicht Abgötterey trieben / noch vom HERRN abfiel / werden auch gepreiset . Jr Gebeine grunen noch jmer / da sie liegen / Vnd jr name wird gepreiset in jren Kindern / auff welche er geerbet ist . Vnd samuel der prophet des HERRN / von seinem Gott geliebt / richtet ein Königreich an / vnd salbete Fürsten vber sein Volck . Er richtet die Gemeine nach dem gesetze des HERRN / vnd der HERR sahe Jacob wider an . Vnd der Prophet ward rechtschaffen vnd trew erfunden / vnd man erkand / Das seine Weissagung gewislich war wurden . Er rieff an den HERRN den Mechtigen / da er seine Feinde allenthalben drengete / vnd junge Lemmer opfferte . Vnd der HERR donnerte vom Himel herab / vnd lies sich hören in einem grossen Wetter / vnd zerschluge die Fürsten zu Tyro / vnd alle Herrn der Philister . Vnd vor seinem ende / ehe er starb / bezeuget er fur dem HERRN / vnd seinem Gesalbeten / Das er von keinem Menschen geld / auch nicht einen schuch genomen hette / Vnd kein Mensch kund jn etwas zeihen . Vnd da er nu entschlaffen war / weissaget Das thet nicht Samuel / wie er aus Jüdischem verstand meinet / Sondern ein geist in Samuels namen . er / vnd verkündiget dem Könige sein ende / Vnd lies sich hören / aus der Erden erfur / vnd weissaget / Das die gottlose Leute solten vmbkomen . 1 . Reg . 12 ; 1 . Reg . 25 . Darnach zur zeit Dauids / weissagete Nathan . 2 . Reg . 12 . VND Dauid war vnter den kindern Jsrael auserkorn / wie das fette am opffer Gott geeigent war . Er gieng mit Lewen vmb als schertzt er mit Böcklin vnd mit Beren / als mit Lemmern / Jn seiner Jugent schlug er den Risen tod / vnd nam weg die schmach von seinem Volck . Auffhube er seine Hand / vnd warff mit der Schleuder / vnd schlug den stoltzen Goliath darnider . Denn er rieff den HERRN den höhesten an / der sterckt jm seine Hand / das er erwürget den starcken Krieger / vnd erhöhet das Horn seines Volcks . Er lies jn rhümen / als zehen tausent Man werd / vnd ehret jn mit göttlichem Segen / das er die königliche Krone kreig . Er schlug die Feinde allenthalben / vnd vertilget die Philister / seine Widersacher / vnd zerbrach jr Horn / wie es noch heutiges tages zerbrochen ist . 1 . Reg . 17 ; 1 . Reg . 18 . FVR ein jglichs Werck danckt er dem Heiligen dem Höhesten / mit einem schönen Liede . Er sang von gantzem hertzen / vnd liebete den der jn gemacht hatte . Er stifftet Senger bey den Altar / vnd lies sie seine süsse Lieder singen . Vnd ordent die Feiertage herrlich zu halten / vnd das man die Jarfeste durchs gantze jar schön begehen solte / mit loben den Namen des HERRN / vnd mit singen des morgens im Heiligthum . Der HERR vergab jm seine Sünde / vnd erhöhet sein Horn ewiglich / Vnd macht einen Bund mit jm / Das das Königreich vnd königlicher Stuel in Jsrael auff jm bleiben sol . Nach jm ward könig / sein kluger son salomo / dem der Vater gute Ruge geschafft hatte / das er im Friede regierte . Denn Gott hat alles vmbher stille gemacht / Das er seinem Namen ein Haus bawete / vnd ein Heiligthum auff richtet / das fur vnd fur bliebe . O wie wol lernestu in deiner Jugent / vnd warest vol verstands / wie ein wasser das Land bedeckt . Vnd hast alles mit Sprüchen vnd Leren erfüllet / Vnd dein Name ward beruffen fern in die Jnsulen / Vnd vmb deines Friedes willen / warestu lieb vnd werd gehalten . Alle Land verwunderten sich deiner Lieder / Sprüche / Gleichnis vnd Auslegung / vnd lobeten den HERRN / der da heisset der Gott Jsrael . Du brachst so viel Gold zu wegen / als Zihn / vnd so viel Silber als Bley . 3 . Reg . 4 . Dein hertz hieng sich an die Weiber / vnd liessest dich sie bethören / vnd hiengest deiner ehre ein Schandflecken an / Vnd machtest / das deine Kinder verworffen sein musten / vnd der Zorn vber deine Nachkomen gieng / Zur straffe deiner Torheit / Da das Königreich zerteilet ward / vnd in Ephraim ein abgöttisch Königreich entstund . Aber der HERR wendet sich nicht von seiner Barmhertzigkeit / vnd enderte nicht sein verheissen werck / vnd vertilgete nicht gar seines Ausserwelten Nachkomen / vnd thet nicht weg den Samen seines Liebhabers / Sondern behielt noch etwas vber dem volck Jacob / vnd eine wurtzel von Dauid . 3 . Reg . 11 . Vnd salomo entschlieff mit seinen vetern / Vnd lies hinder sich seines samens Roboam / einen vnweisen Man / das Volck zu regieren / der keinen verstand hatte / der das Volck mit seinem eigen sinn abfellig macht . Da zu Jerobeam den son Nebat / der Jsrael zur Abgötterey bracht / vnd füret Ephraim in sunde / vnd jrer Sünde wurden fast viel / Das sie zuletzt aus jrem Lande vertrieben wurden / Denn sie erdachten allerley Abgötterey / bis die Rache vber sie kam . 3 . Reg . 11 . VND der Prophet Elias / brach erfur / wie ein Fewr / vnd sein wort brand wie eine Fackel . Vnd bracht die Thewre zeit vber sie / vnd macht sie geringer / durch seinen Eiuer / Denn durch das wort des HERRN schlos er den Himel zu . Dreymal bracht er fewr herab . O wie herrlich bistu gewest Elias mit deinen Wunderzeichen ? Wer ist so herrlich als du ? 3 . Reg . 17 . Dvrch das wort des Höhesten / hastu einen Todten aufferweckt / vnd wider aus der Hellen bracht . Du hast stoltze Könige gestürtzt aus jrem Bette vnd vmbbracht . Du hast auff dem berge Sina gehöret / die künfftige straffe 3 . Reg . 19 stehet / Wie Hasael / Jehu vnd Eliseus / ( durch den wind / beben / fewr bedeut ) das Gottlose Volck tödten solten . / vnd in Horeb die rache . Du hast die Könige geweissagt / die da straffen solten / vnd Propheten nach dir verordent . Du bist weg genomen in einem Wetter / mit einem feurigen Wagen vnd Pferden . Du bist verordent das du straffen solt / zu seiner zeit / zu stillen den Zorn / ehe der grim kompt / Das hertz der Veter zu den Kindern keren / vnd die stemme Jacob widerbringen . Wol denen / die dich sehen / vnd vmb deiner Freundschafft willen geehret sein werden / Da werden wir das rechte Leben haben . Mal . 4 . Da elias im wetter weg war / da kam sein Geist auff Eliseo reichlich . Zu seiner zeit erschrack er fur keinem Fürsten / vnd niemand kund jn vberwinden . Er lies sich nichts zwingen / Vnd da er tod war / weissagt noch sein Leichnam . Da er lebt / thet er Zeichen / vnd da er tod war / thet er Wunder . Noch halff das alles nicht Was sol doch denn helffen ? Der Tod vnd das hellische Fewr . / das sich das Volck gebessert / vnd von jren Sünden gelassen hette / Bis sie aus jrem Lande vertrieben / vnd in alle Land zerstrewet wurden / vnd ein klein Heufflin vberbleib / vnd ein Fürst im hause Dauid . Vnter welchen etliche theten / was Gott gefiel / Aber etliche sündigeten seer . 4 . Reg . 2 . Ezechias bestetiget seine stad / vnd leitet Wasser hin ein / Er lies in den Fels graben / vnd Brunnen machen . Zu seiner zeit zoch herauff Sanherib / vnd sandte Rabsacen / Er hub seine hand auff wider Zion / vnd trotzet mit grossem hohmut . Da erzitterten jre hertzen vnd hende / vnd ward jnen bange / wie einem Weibe in Kindsnöten . Vnd sie rieffen den barmhertzigen HERRN an / vnd huben jre hende auff zu jm / vnd der Heilige im Himel erhöret sie bald / vnd erlöset sie / durch Esaiam . Er schluge das Heer der Assyrer / vnd sein Engel vertilget sie . Denn Ezechias thet / was dem HERRN wolgefiel / vnd bleib bestendig auff dem wege Dauid seines Vaters / wie jn lerete Esaias / Der ein grosser vnd warhafftiger Prophet war / in seiner weissagung . 4 . Reg . 18 ; 4 . Reg . 19 ; Jesa . 37 . ZV desselbigen zeit / gieng die sonne wider zurücke / vnd erlengert dem Könige das leben . Er weissagte mit reichem Geist / was zu letzt geschehen solt vnd gab den Betrübten zu Zion trost / Da mit sie sich fur vnd fur trösten möchten . Er verkündigte das zukünfftige vnd verborgen / ehe denn es kam . DER name Josias / ist wie ein eddel Reuchwerg aus der Apotheken / Er ist süsse wie honig im munde / vnd wie ein Seitenspiel beim wein . Er hatte gros gnade / das Volck zu bekeren / vnd die Grewel / die Abgötterey ab zuthun . Er wogets mit gantzem hertzen auff den HERRN / Er richtet den rechten Gottesdienst wider auff / da das Land vol Abgötterey war . 4 . Reg . 23 . Alle Könige / ausgenomen Dauid / Ezechias vnd Josias / haben sich verschuldet / Denn sie verliessen das gesetz des Höhesten . Darnach war es aus / mit den königen Juda / Denn sie musten jr Königreich andern lassen / vnd jre Herrligkeit einem frembden Volck / Die verbranten die auserweleten Stad des Heiligthums / vnd machten jre Gassen wüste / Wie Jeremias geweissagt hatte / welchen sie vbel plagten . Der in Mutterleib zum Propheten auserkoren war / das er ausrotten / zubrechen vnd zerstören / vnd widerumb auch bawen vnd pflantzen solte . Jere . 38 . Hesekiel / sahe die herrligkeit des HERRN im Gesichte / welcher er jm zeiget aus dem wagen Cherubim . Er hat geweissaget wider die Feinde / Vnd trost verkündiget / denen / die da recht thun . Ezech . 1 . VND der zwelff Propheten gebeine grunen Sind in ehren vnd wirden . noch / da sie ligen . Denn sie haben Jacob getröstet / vnd Erlösunge verheissen / der sie gewis hoffen solten . WJE wollen wir Sorobabel preisen ? der wie ein Ring an der rechten Hand war . Vnd Jesus den son Josedech / Welche zu jrer zeit den Tempel baweten / vnd das heilige Haus dem HERRN wider auffrichten / das da bleiben solte zu ewiger Herrligkeit . Zach . 3 VND Nehemias ist allezeit zu loben / der vns die zerstöreten Mauren wider auffgericht hat / vnd die Thor mit schlossen gesetzt / vnd vnser Heuser wider gebawet . Nehe . 7 . Njemand ist auff Erden geschaffen / der Henoch gleich sey / Denn er ist von der Erden weggenomen . Dem Joseph auch nicht / welcher war ein Herr vber seine brüder / vnd Erhalter seines Volcks . Seine Gebeine wurden widerumb heimgebracht . Sup . 44 ; Gen . 50 . Seth vnd Sem / sind vnter den Leuten in grossen Ehren gewest . Adam aber ist geehret vber alles was da lebt / Das er der Erst von Gott geschaffen ist . Sjmon der son Onie / der Hohepriester / der zu seiner zeit vmb das Haus genge bawete / vnd Pfeiler dran setzete / vnd den Grund noch eins so hoch aufffüret / vnd oben den vmbgang am Tempel wider zurichtet . Zu seiner zeit war der brunnen verfallen / den fasset er mit Kupffer . Er sorgete fur den schaden seines Volcks / vnd machete die Stad feste wider die Feinde . Er thet ein löblich Werck / das er das Volck wider zu rechter Ordnung bracht . Wenn er aus dem Furhang erfür gieng / so leuchtet er / wie der Morgenstern / durch die wolcken / wie der volle Mond / wie die Sonne scheinet auff den Tempel des Höhesten / wie der Regenbogen mit seinen schönen farben / wie eine schöne Rosen im lentzen / wie die Lilien am wasser / wie der Weyrauchbaum im lentzen / wie ein angezündter Weyrauch im Reuchfas / wie ein gülden Schewer mit allerley Edelstein gezieret / wie ein fruchtbar Olebawm / vnd wie der höchste Cipressenbawm . Wenn er den schönen langen Rock anlegt / vnd den gantzen Schmuck anzoch / vnd zum heiligen Altar trat / So zieret er das gantze Heiligthum vmb her . Wenn er aber aus der Priester hende die Opfferstück nam / vnd bey dem Fewr stund / so auff dem Altar brand / So stunden seine Brüder rings vmb jn her / wie die Cedern auff dem Libano gepflantzt / vnd vmbringeten jn wie Palmzweige / Vnd alle kinder Aaron in jrem Schmuck / vnd hatten des HERRN opffer in jren henden / fur der gantzen gemeine Jsrael . Vnd er richtet sein Ampt aus auff dem Altar / vnd thet also dem Höhesten / dem allmechtigen ein feins Opffer . Er recket seine hand aus / mit dem Tranckopffer vnd opffert Roten wein vnd goss an den boden des Altars / zum süssen geruch / dem Höhesten / der aller König ist . Exod . 28 . DA rieffen die kinder Aaron laut / vnd bliesen mit Drometen / vnd döneten hoch / das jr gedacht würde fur dem Höhesten . Da fiel so balde alles Volck mit einander zur erden / auff jr Angesicht / vnd betten zum HERRN jrem allmechtigen höhesten Gott / vnd die Senger lobeten jn mit Psalmen / Vnd das gantze Haus erschall / von dem süssen gedöne . Vnd das Volck bettet zum HERRN dem höhesten / das er gnedig sein wolt / bis der Gottesdienst aus war / vnd sie jr Ampt volendet hatten . Wenn er nu wider erab gieng / So recket er seine Hand aus / vber die gantzen gemeine der kinder Jsrael / vnd gab jnen den Segen des HERRN mit seinem munde / vnd wündschet jnen Heil in seinem Namen . Da beten sie abermal / vnd namen den Segen an von dem Höhesten / vnd sprachen / Nu dancket alle Gott / der grosse ding thut an allen enden / Der vns von Mutterleib an lebendig erhelt / vnd thut vns alles guts . Er gebe vns ein frölich hertz Gut Gewissen . / vnd verleihe jmerdar Friede / zu vnser zeit in Jsrael / vnd das seine Gnade stets bey vns bleibe / vnd erlöse vns / so lange wir leben . Zweierley Volck bin ich von hertzen feind / dem dritten aber bin ich so gram / als sonst keinem / Den Samaritern Samariten / Sind falsche Heiligen vnd Geister vnter Gotteskindern Philister sind böse Nachbar vnd Tyrannen / die nicht auffhören zuuerfolgen Gottes wort . Sichem sind der vngehorsam / auffrhürische Pöbel / die Gottes wort haben / vnd verachten . / den Philistern / vnd dem tollen pöbel zu Sichem . Djese Lere vnd Weisheit / hat in dis Buch geschrieben / Jesus der Son Syrach von Jerusalem / vnd aus seinem hertzen solche Lere geschüttet . Wol dem / der sich hierin vbet / Vnd wers zu hertzen nimpt / der wird weise werden / Vnd wo er darnach thut / so wird er zu allen dingen tüchtig sein / Denn des HERRN liecht leitet jn . JCH dancke dir HERR König / vnd lobe dich Gott meinen Heiland . Jch dancke deinem Namen / das du mein Schutz vnd Hülffe bist / vnd meinen Leib aus dem verderben / vom strick der falschen Vmb Gottes worts willen / mus man allerley leiden / als / falsche Lerer / Lesterer / gewalt / fewr / kercker etc . Aber aus dem allen / hilfft Gott trewlich . Zungen vnd Lügenmeulern / erlöset hast . Vnd hast mir geholffen wider die Feinde / Vnd hast mich errettet / nach deiner grossen vnd hochberümbten Barmhertzigkeit / von dem brüllen / dere / die mich fressen wolten / aus der Hand dere / die mir nach dem Leben stunden / aus vielen trübsalen / darin ich lage . Aus dem Brande der mich vmbgeben hatte / mitten aus dem Fewr / das ich nicht drin verbrand / Aus dem tieffen rachen der Hellen . Vnd den falschen Kleffern vnd Lügenern fur dem Könige / vnd von vngerechtem vrteil . Jch war dem Tod nahe / vnd mein Leben war schier zur Helle gesuncken / Jch war vmbringet / vnd niemand halff mir / Jch suchet hülffe bey den Menschen / vnd fand keine . Da gedacht ich HERR an deine Barmhertzigkeit / vnd wie du allezeit geholffen hast / Denn du errettest alle die auff Dich harren / vnd erlösest sie aus den henden der Heiden . Jch betet zu Gott wider jren grim / vnd flehet vmb erlösung vom Tod / Vnd rieff an den HERRN meinen Vater vnd Herrscher / das er mich nicht verliesse in der not / vnd wenn die Stoltzen trotzeten / vnd ich keine hülffe hatte . Jch lobe deinen Namen on vnterlas / vnd ich preise vnd dancke dir / Denn mein Gebet ist erhöret / Vnd du hast mich errettet aus dem Verderben / vnd von allem vbel / Darumb wil ich dir HERR dancken vnd loben / vnd deinen Namen preisen . DA ich noch Jung war / ehe ich verfüret ward / suchet ich die Weisheit / on schew / mit meinem Gebet / Jm Tempel bat ich drumb / vnd wil sie bis in mein ende suchen . Mein hertz frewet sich vber jr / als wenn die Drauben reiffen / Jch gieng stracks weges zu jr vnd forschet von Jugent nach jr / Jch horchte drauff / vnd nam sie an . Da lernet ich wol / vnd nam seer zu durch sie / Darumb danck ich dem / der mir Weisheit gab . JCH setzt mir fur darnach zuthun / vnd mich vleissigen des guten / Vnd ich ward nicht zu schanden drüber . Jch range von hertzen darnach / vnd war vleissig dar nach zuthun / Jch hube meine hende auff gen Himel / Da ward mein Seel erleuchtet / durch die Weisheit / das ich meine Torheit erkandte . Jch stund mit ernst nach jr / Sie vnd ich wurden ein Hertz von anfang / vnd fand sie rein / Darumb werde ich nicht verworffen Sondern ausserwelet / lieb vnd werd fur Gott vnd den Menschen . werden . Meinem hertzen verlangte nach jr / vnd ich kriegte einen guten Schatz / Der HERR hat mir durch sie eine newe Zunge gegeben / da mit wil ich jn loben . Macht euch her zu mir jr Vnerfarnen / vnd kompt zu mir in die Schule / vnd was euch feilet / das künd jr hie lernen / Denn jr seid gewislich seer dürstig . Jch habe meinen Mund auffgethan vnd geleret / Denckt nu vnd keufft euch Weisheit / weil jrs on Geld haben künd / Vnd ergebt ewren Hals vnter jr Joch / vnd lasst euch zihen / Man findet sie jtzt in der nehe Kunst gehet jtzt nach Brot . Aber brot wird jr wider nachlauffen / vnd nicht finden . . Sehet mich an / ich habe eine kleine zeit / mühe vnd erbeit gehabt / vnd habe grossen Trost funden . Nemet die Lere an / wie einen grossen Schatz silbers / vnd behaltet sie / wie einen grossen Hauffen golds . Frewet euch der barmhertzigkeit Gottes / vnd schemet Gottes wort bekennen / ist fur der Welt ein schande / ja schaden vnd alle fahr . euch seines lobens nicht . Thut was euch geboten ist / weil jr die zeit habt / So wird ers euch wol belohnen zu seiner zeit . - Ende des Buchs Jesu / des Sons Syrach . </passage></reply></GetPassage>