<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:72</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:72</urn><passage>Djs sind die Rede : welche Baruch der son Nerie / des sons Mahasie / des sons Sedechie / des sons Sedei / des sons Helchie / in ein Buch geschrieben hat / zu Babel / Jm fünfften jar am siebenden tage des mondes / zur zeit / da die Chaldeer Jerusalem gewonnen / vnd mit Fewer verbrand hatten . VND Baruch lase dis Buch fur JechanJa dem son Joiakim / dem könige Juda / vnd fur den ohren alles Volcks / das da zu kam vnd fur den ohren der Fürsten / vnd der Könige söne / vnd Eltesten / vnd fur allem Volck / beide klein vnd gros / das da wonete zu Babel am wasser Sud . VND sie weineten / fasteten vnd beteten mit ernst fur dem HERRN / Vnd legten zu hauff was ein jglicher vermochte / vnd sandten hin gen Jerusalem zu Joiakim / dem son Helchie / des sons Salom / dem Priester / vnd zu den ( andern ) Priestern / vnd zu allem Volck / das mit jm war zu Jerusalem / Das er jnen brechte ins land Juda / die gefesse des Hauses des HERRN / die etwa aus dem Tempel weggenomen waren / am zehenden tage des mondes Siban / nemlich / die silbern gefesse / welche gezeuget hatte Zedechia der son Josia / der könig Juda / Da NebucadNezar der könig zu Babel weggefüret hatte den JechanJa / vnd die Fürsten / vnd die Gefangenen / vnd die Gewaltigen / vnd das Landuolck von Jerusalem / vnd hatte sie gebracht gen Babel / Vnd schrieben jnen also . Sjhe / Wir senden euch geld / da fur keuffet Brandopffer / Sündopffer / Weyrauch vnd Speisopffer / vnd opffert es auff dem Altar des HERRN vnsers Gottes . Vnd bittet fur das leben NebucadNezar des königes zu Babel / vnd fur das leben Belsazer seines sons / Das jre tage auff Erden seien / so lange die tage des Himels weren . So wird der HERR vns gnug vnd gute tage schaffen / vnd werden leben vnter dem schatten NebucadNezar des königes zu Babel / vnd vnter dem schatten Belsazer seines Sons / vnd jnen dienen lange zeit / vnd gnade fur jnen finden . Auch bittet fur vns zu dem HERRN vnserm Gott / Denn wir haben vns versündiget an dem HERRN vnserm Gott / vnd sein grim vnd zorn ist von vns nicht gewand / bis auff den heutigen tag . VND leset dis Buch / Denn wir haben es darumb zu euch gesand / das jrs lesen solt / im Hause des HERRN / an den Feiertagen vnd Jarzeiten . Vnd sprechet / Der HERR vnser Gott ist gerecht / wir aber tragen billich vnser Schande / Wie es denn jtzt gehet / den von Juda / vnd den von Jerusalem / vnd vnsern Königen / vnd vnsern Fürsten / vnd vnsern Priestern vnd vnsern Propheten / Vmb des willen / das wir fur dem HERRN gesündiget / vnd jm nicht gegleubt haben / vnd nicht gehorcht der stim des HERRN vnsers Gottes / Das wir gewandelt hetten nach seinen Geboten / die er vns gegeben haz . Ja von der zeit an / da der HERR vnser Veter aus Egyptenland gefüret hat / bis auff diesen heutigen tag / sind wir dem HERRN vnserm Gott / vngehorsam gewesen / vnd haben verachtet seiner stim zu gehorchen . DArumb ist nu vber vns komen die Straffe vnd der Fluch / den der HERR verkündiget hat / durch Mosen seinen knecht / Da der HERR vnser Veter aus Egyptenland fürete / das er vns ein Land gebe / darin milch vnd Honig fleusst . Vnd wir gehorchten nicht der stim des HERRN vnsers Gottes / wie vns die Propheten sagten / die er zu vns sandte . Sondern ein jglicher gieng nach seines bösen hertzen geduncken / vnd dieneten frembden Göttern / vnd theten böses fur dem HERRN vnserm Gott . Deut . 28 . VND der HERR hat sein Wort gehalten / das er geredt hat zu vns / vnd vnsern Richtern / Königen vnd Fürsten / die Jsrael regieren solten / vnd zu den von Jsrael vnd Juda . Vnd hat solche grosse straffe vber vns gehen lassen / Des gleichen vnter allem Himel nicht geschehen ist / wie vber Jerusalem gangen ist . Gleich wie geschrieben stehet im gesetze Mose / das ein Mensch seines Sons vnd seiner Tochter fleisch fressen sol . Vnd er gab sie dahin zu Knechten / in alle Königreiche die vmbher ligen / zur Schmach / vnd zum Fluch vnter alle Völcker / die vmb vns sind / vnter welche sie der HERR zerstrewet hat / Vnd sie werden jmer vnterdruckt / vnd können nicht wider auffkomen . Denn wir haben vns versündiget an dem HERRN vnserm Gott / in dem / das wir seiner stim nicht gehorchet haben . Deut . 28 . Der HERR vnser Gott ist gerecht / Wir aber vnd vnsere Veter / tragen billich vnser Schande / wie es denn jtzt gehet / Alles vnglück / das der HERR wider vns geredt hat / ist vber vns komen . Vnd wir haben nicht geflehet dem HERRN / das sich ein jglicher gekeret hette / von den gedancken seines bösen hertzen . Vnd der HERR hat gewachet vber vns zum vnglück / das er vber vns hat gehen lassen . Denn der HERR ist gerecht in allen seinen wercken / die er vns hat geboten / Wir aber gehorcheten nicht seiner stim / das wir gewandelt hetten nach den Geboten des HERRN / die er vns gegeben hat . VND nu HERR / Jsraels Gott / der du dein Volck aus Egyptenland gefüret hast / mit starcker Hand / mit grosser Macht / vnd hoher Gewalt / durch Zeichen vnd Wunder / Vnd hast dir einen Namen gemachet / wie er jtzt ist / Wir haben ja gesündiget / vnd sind leider Gottlos gewesen / vnd haben gethan wider alle deine Gebot . Ah HERR vnser Gott / lasse ab von deinem grim vber vns / Denn wir sind seer gering worden / vnter den Heiden / dahin du vns zerstrewet hast . Erhöre HERR / vnser Gcbet vnd vnser flehen / vnd hilff vns vmb deinen willen / Vnd las vns gnade finden bey denen / die vns weggefürt haben . Auff das alle Welt erkenne / das du HERR vnser Gott bist / Denn Jsrael vnd sein Same / ist ja nach dir genennet . Sihe / HERR von deinem heiligen Hause / vnd gedencke doch an vns . Neige HERR dein ohr / vnd höre doch . Thua auff HERR deine Augen / vnd sihe doch . Denn die Todten in der Helle / welcher geist aus jrem leibe gefaren ist / rhümen nicht die Herrligkeit vnd Gerechtigkeit des HERRN / Sondern eine Seele die seer betrübt ist / vnd gebücket vnd jamerig hergehet / vnd jre augen schier ausgeweinet hat / vnd hungerig ist / die rhümet HERR deine Herrligkeit vnd Gerechtigkeit . Vnd nu HERR vnser Gott / Wir ligen fur dir mit vnserm Gebet / Nicht von wegen der gerechtigkeit vnser Veter / vnd vnser Könige / Sondern von wegen deiner Barmhertzigkeit . Nach dem du deinen grim vnd zorn hast vber vns gehen lassen / wie du geredt hast / durch die Propheten deine Knechte / vnd gesaget / so spricht der HERR / Neiget ewre schuldern vnd ergebt euch dem König zu Babel / so werdet jr im Lande bleiben / welches ich ewern Vetern gegeben habe . Wo jr aber der stim des HERRN nicht gehorchen werdet / euch zu ergeben dem Könige zu Babel / So wil ich in den stedten Juda / vnd von Jerusalem wegnemen / das geschrey der freuden vnd wonne / vnd die stim des Breutgams vnd der Braut / vnd das gantze Land sol wüste stehen / vnd niemand drinnen wonen . Jere . 29 . Wjr aber gehorchten nicht deiner stimme / das wir vns ergeben hetten dem Könige zu Babel . Darumb hastu dein wort gehalten / das du geredt hast durch die Propheten deine Knechte / Das man die Gebeine vnser Könige / vnd die gebeine vnser Veter / aus jren Grebern geworffen hat / vnd zerstrewet / Das sie am tage an der Sonne / vnd des nachts im Thaw / gelegen sind / Vnd sind seer jemerlich vmbkomen durch Hunger / Schwert vnd Gefengnis . Vnd vmb der missethat willen des hauses Jsrael vnd des hauses Juda / hastu dein Haus / darin man deinen Namen angeruffen hat / so zerstören lassen / wie es jtzt stehet . VND du HERR vnser Gott / hast gantz gnediglich / vnd nach aller deiner grossen Barmhertzigkeit / mit vns gehandelt / Wie du durch Mosen deinen Knecht geredt hast / am tage / da du jm gebotest zu schreiben dein Gesetz / fur den kindern Jsrael / vnd sprachst / Wo jr meiner stim nicht gehorchen werdet / So sol gewis dieser Hauff / des eine grosse menge ist / gantz gering werden / vnter den Heiden / da hin ich sie zerstrewen wil . Denn ich weis doch wol / das sie mir nicht gehorchen werden / Denn es ist ein halstarrig Volck . Sje werden sich aber widerkeren / im Land darin sie gefangen sind / vnd werden erkennen / das ich der HERR jr Gott bin / Vnd ich wil jnen ein verstendig Hertz geben / vnd Ohren / die da hören . Denn werden sie mich preisen / im Lande darin sie gefangen sind / vnd werden an meinen Namen gedencken / vnd sich von jrem harten Nacken vnd von jren Sünden keren / Denn sie werden dran gedencken / wie es jren Vetern gangen ist / welche fur dem HERRN sündigten . VND ich wil sie wider bringen in das Land / das ich jren vetern Abraham / Jsaac vnd Jacob geschworen habe / vnd sie sollen drin herrschen / Vnd ich wil sie mehren vnd nicht mindern . Vnd wil einen ewigen Bund mit jnen auffrichten / Das ich jr Gott wil sein / vnd sie mein Volck . Vnd wil mein volck Jsrael nicht mehr treiben aus dem Land / das ich jnen gegeben habe . Allmechtiger HERR / du Gott Jsrael / Jn dieser grosser angst vnd not schrey ich zu dir / Höre vnd sey gnedig HERR / Denn wir haben wider dich gesündiget / Du regierest fur vnd fur / Wir aber vergehen jmerdar . Allmechtiger HERR / du Gott Jsrael / höre nu das gebete Jsrael / die dem Tod im rachen stecken / vnd das gebet der Kinder / die sich an dir versündiget / vnd der stim des HERRN jres Gottes nicht gehorcht haben / Darumb ist auch die Straffe stets hinder vns her gewest . Gedencke nicht der missethat vnser Veter / Sondern gedencke jtzt an deine Hand vnd an deinen Namen / Denn du bist ja HERR vnser Gott / So wollen wir Herr dich loben . Denn darumb hastu deine furcht in vnser hertz gegeben / das wir deinen Namen anruffen / vnd dich in vnserm Gefengnis loben sollen . Denn alle missethat vnser Veter / die fur dir gesündiget haben / gehet zu hertzen / vns / die wir jtzt sind in vnserm Gefengnis / da hin du vns verstossen hast / zur schmach / zum fluch vnd grewel / vmb aller missethat willen vnser Veter / die von dem HERRN jrem Gott abgewichen sind . Hore Jsrael die Gebot des lebens / mercke vleissig drauff / vnd behalt sie wol . Wie kompt es Jsrael / Das du in der heiden Land verschmachtest ? Das du in eim frembden Land bist ? Das du dich verunreinigst vnter den Todten ? Das du vnter die gerechnet bist / die in die Helle faren ? Das ist die vrsach / Das du den Brunnen der Weisheit verlassen hast . Werestu auff Gottes wege blieben / du hettest wol jmerdar im Friede gewonet . SO lerne nu rechte Weisheit / Auff das du erfarest / wer der sey / der langes Leben / güter / freude vnd friede gibt . Wer weis / wo sie wonet ? Wer ist in jr Kemerlin komen ? Wo sind die Fürsten der Heiden / die vber das wild auff erden herrschen ? Die da spielen mit den vogeln des Himels ? Die silber vnd gold samlen / Darauff die Menschen jr vertrawen setzen / vnd können sein nimer sat werden ? ( Denn sie werben Geld / vnd sind geulissen drauff / vnd ist doch als vergeblich ) Sie sind vertilget vnd in die Helle gefaren / vnd andere sind an jre stad komen . Die Nachkomen sehen zwar wol das Liecht / vnd wonen auff dem Erdboden / Vnd treffen doch den weg nicht / da man die Weisheit findet / Denn sie verachten sie / Da zu jre Kinder sind auch jrre gangen . JN Canaan höret man nichts von jr . Zu Theman sihet man sie nicht . Die kinder Hagar forschen der jrrdischen Weisheit zwar wol nach . Desgleichen die Kauffleut von Meran / vnd die zu Theman / die sich klug düncken / Aber sie treffen doch den weg nicht / da man die Weisheit findet . O Jsrael wie herrlich ist das Haus des HERRN / wie weit vnd gros ist die Stet seiner Wonung ? Sie hat kein ende / vnd ist vnmeslich hoch . Es waren vorzeiten Risen / grosse berümbte Leute / vnd gute Krieger / Die selbigen hat der HERR nicht erwelet / noch jnen den weg des Erkentnis offenbart / Vnd weil sie die weisheit nicht hatten / sind sie vntergangen in jr Torheit . Wer ist gen Himel gefaren / vnd hat sie geholet / vnd aus den Wolcken herab bracht ? Wer ist vber Meer geschiffet / vnd hat sie funden / vnd vmb köstlich Gold her gebracht ? Summa / Es ist niemand der den weg wisse / da man die Weisheit findet . Der aber alle ding weis / kennet sie / vnd hat sie durch seinen verstand funden . Der den Erdboden bereitet hat auff ewige zeit / vnd jn erfüllet mit allerley Thieren . Der das Liecht lesst auffgehen / vnd wenn er jm widerrüfft / mus es jm gehorchen . Die Sterne leuchten in jrer Ordenung mit freuden / vnd wenn er sie erfur rüffet / antworten sie / Hie sind wir / vnd leuchten mit freuden / vmb des willen der sie geschaffen hat . Das ist vnser Gott / vnd keiner ist jm zuvergleichen / Der hat die Weisheit funden / vnd hat sie gegeben Jacob seinem Diener / vnd Jsrael seinem Geliebten . Darnach ist sie erschienen auff Erden / vnd hat bey den Leuten gewonet . Djese Weisheit ist das Buch von den geboten Gottes / vnd von dem Gesetz das ewig ist . Alle die es halten / werden leben / Die es aber vbertretten / werden sterben . Kere dich wider da zu Jsrael / vnd nim es an / wandel solchem Liecht nach / das dir furleuchtet . Vbergib nicht deine Ehre einem andern / vnd deinen Schatz einem frembden Volck . O selig sind wir Jsrael / Denn Gott hat vns seinen willen offenbart . Sey getrost mein Volck / du preis Jsrael / Jr seid verkaufft den Heiden nicht zum verderben / Darumb aber / das jr Gott erzürnet habt / seid jr ewren Feinden vbergeben . Denn jr habt den / der euch geschaffen hat / entrüstet / in dem / das jr nicht Gott / sondern den Teufeln geopffert habt . JR habt vergessen des ewigen Gottes / der euch geschaffen hat / vnd Jerusalem / die euch hat aufferzogen / habt jr betrübet . Denn sie hat gesehen den zorn Gottes / der vber euch komen würde / vnd gesagt / Höret zu jr einwoner Sion / Gott hat mir grosses leid zugeschickt / Denn ich hab gesehen das Gefengnis meiner Söne vnd Töchter / welches der Ewige vber sie gebracht hat . Jch hab sie mit freuden aufferzogen / Mit weinen aber vnd hertzleid / habe ich sie sehen wegfüren . Njemand frewe sich vber mich / das ich eine Widwe / vnd von vielen verlassen bin / Jch bin zur wüsten gemacht / vmb der Sünde willen meiner Kinder . Denn sie sind vom gesetze Gottes abgewichen / vnd haben nicht erkand seine Rechte / Sie haben nicht gelebt nach Gottes befelh / vnd haben seine Gebot nicht gehalten . Kompt her jr einwoner Sion / vnd verkündiget das Gefengnis meiner Söne vnd Töchter / das der Ewige vber sie gebracht hat . Denn er hat vber sie gebracht ein Volck von fernen / ein grewlich Volck / vnd einer vnbekandten Sprache / Die sich nicht schewen fur den Alten / noch sich der Kinder erbarmen . Die selben haben weggefurt die lieben ( Söne ) der Widwen vnd die Einsame jrer Töchter / beraubet . Aber wie kan ich euch helffen ? Denn der vber euch gebracht hat dis vnglück / wird euch von ewer Feinde hand erretten . Ziehet hin jr lieben Kinder / ziehet hin / Jch aber bin verlassen Einsam . Jch habe mein Freudekleid ausgezogen / vnd das Trawrkleid angezogen / Jch wil schreien zu dem Ewigen fur vnd fur . Seid getrost Kinder / schreiet zu Gott / so wird er euch erlösen von der gewalt vnd hand der Feinde / Denn ich hoffe schon / das der Ewige euch helffen wird . Vnd ich werde freude haben von dem Heiligen / vmb der Barmhertzigkeit willen / die euch schnel widerfaren wird / von vnserm ewigen Heiland . Jch habe euch ziehen lassen mit trawren vnd weinen / Gott aber wird euch mir widergeben mit wonne vnd freude ewiglich / Vnd gleich wie die einwoner Sion nu gesehen haben ewr Gefengnis / Also werden sie auch bald sehen / die Hülffe von ewrem Gott / die vber euch komen wird mit grosser Herrligkeit vnd ewigem Trost . JR Kinder / leidet gedültiglich / den zorn der von Gott vber euch komet . Denn dein Feind hat dich verfolget / Vnd du wirst sehen in kurtz sein verderben vnd auff jre Helse wirstu tretten . Meine zarte ( Kinder ) musten gehen auff rauhem wege / Sie sind weggefurt / wie ein Herd / von den Feinden geraubet . Seid getrost jr Kinder / vnd schreiet zu Gott / Denn der euch hat wegfüren lassen / wird ewr nicht vergessen . Denn wie jr euch geulissen habt / von Gott abzuweichen / Also bekeret euch nu / vnd vleissiget euch zehen mal mehr / den HERRN zu suchen . Denn der vber euch diese straffe hat lassen gehen / der wird euch helffen / vnd ewiglich erfrewen . Jerusalem sey getrost / Denn der wird dich trösten / nach dem du genennet bist . Vnselig müsse sein die dir leid gethan / vnd vber deinem Falle sich gefrewet haben . Vnselig müssen sein die Stedte / welchen deine Kinder gedienet haben / Vnd vnselig müsse sein / die deine Kinder gefangen helt . Denn wie sie vber deinem Falle geiauchtzet / vnd vber deinem verderben sich gefrewet hat / Also sol sie betrübet sein / wenn sie verwüstet wird . Vnd ich wil wegnemen jre macht / dar auff sie trotzet / vnd jren rhum in klage verwandeln . Denn ein Fewr wird vber sie komen / von dem Ewigen viel tage lang / vnd Teufel werden jre Wonung in jr haben lange zeit . Sjhe vmb her Jerusalem gegen morgen / vnd schawe den trost der dir von Gott kompt . Sihe / deine Kinder die weggefurt sind / komen / Ja sie komen / versamlet beide vom Morgen vnd vom Abend / durch das wort des Heiligen / vnd rhümen Gottes ehre . Zeuch aus Jerusalem dein Trawrkleid / vnd zeuch an den herrlichen Schmuck von Gott ewiglich . Zeuch an den Rock der gerechtigkeit Gottes / vnd setze die Kron der herrligkeit des Ewigen auff dein Heubt / Gott wird deine herrligkeit vnter allem Himel offenbaren / Denn dein name wird von Gott genennet werden ewiglich / fried / gerechtigkeit / preis vnd gottseligkeit . Mache dich auff Jerusalem / vnd trit auff die Höhe / vnd sihe vmb her gegen Morgen / vnd schawe deine Kinder / die beide vom Abend vnd vom Morgen versamlet sind / durch das wort des Heiligen / vnd frewen sich / das Gott wider jr gedacht hat . Sie sind zu fussen von dir / durch die Feinde weggefürt / Gott aber bringet sie zu dir / erhöhet mit ehren / als Kinder des Reichs . Denn Gott wil alle hohe Berge nidrigen / vnd die langen Vfer vnd Tal dem Lande gleich füllen / Auff das Jsrael sicher wandere vnd Gott preise . Die Welde aber vnd alle wolriechende Bewme / werden Jsrael / aus Gottes befelh schatten geben . Denn Gott wird Jsrael erwider bringen mit freuden / durch seinen herrlichen Trost / mit barmhertzigkeit vnd seiner gerechtigkeit . DJS ist die abschrifft der Epistel / die Jeremias gesand hat / An die so gefangen weggefüret solten werden gen Babel / von dem könig zu Babel / Darin er jnen solches verkündiget / wie jm Gott befolhen hatte . Vmb ewr Sünde willen / die jr gethan habt wider Gott / werdet jr gen Babel gefangen weggefüret werden / von NebucadNezar dem könige zu Babel . Vnd jr werdet zu Babel bleiben müssen eine lange zeit / nemlich / siebenzig jar / Darnach wil ich euch von dannen wider er aus füren mit friede . Vnter des aber werdet jr sehen zu Babel / Das man auff den achseln tragen wird / die silbern / gülden vnd hültzen Götzen / Fur welchen sich die Heiden fürchten . Darumb sehet euch fur / das jr jnen solchs nicht nachthut / vnd den Heiden nicht gleich werdet . Vnd wenn jr sehet das Volck / das vor vnd nach gehet / die Götzen anbeten / So sprecht in ewrem hertzen / HERR / Dich sol man anbeten / Denn mein Engel sol bey euch sein / Vnd ich wil ewer Seelen rechen . Jre Zunge ist vom Werckmeister fein gemacht / vnd sie sind mit gold vnd silber gezieret / vnd haben geschnitzte Zungen / Aber es sind nicht rechte zungen / vnd können nicht reden . Sie schmücken sie mit gold / wie eine Metze zum tantz / vnd setzen jnen kronen auff . Vnd die Pfaffen stelen das gold vnd silber von den Götzen / vnd bringens vmb mit den Huren im Hurhaus . Vnd schmücken die silbern / gülden vnd hültzern Götzen mit Kleidern / als werens Menschen . Sie können sich aber nicht verwaren fur dem Rost vnd Motten / Vnd wenn man jnen ein Purpurkleid anzeucht / so mus man jnen den staub abwischen / der auff jnen ligt . VND er tregt ein Scepter in der hand / wie ein König / Vnd kan doch niemand straffen / der jm leid thut . Er hat auch ein Schwert vnd ein Axte in der hand / Er kan sich aber der Diebe vnd Reuber nicht erwelen . Daran sihet man wol / das sie nicht Götter sind / Darumb fürchtet sie nicht . Gleich wie ein Gefess / das ein Mensch brauchet / wenn es zubrochen wird / vnnütze ist / Eben so sind jre Götzen . Wenn man sie in jre Heuslin setzt / werden sie vol staubs / von den füssen dere / die hin ein gehen . Die Priester verwaren der Götzen tempel mit thüren / schlossen vnd rigeln / das sie von den Reubern nicht gestolen werden . Eben als wenn man einen gefangen legt vnd verwaret / der sich am König vergriffen hat / vnd zum tode verurteilt ist . Sie zünden jnen Lampen an / vnd der viel mehr / denn sie fur sich selbs anzünden / Vnd sehen doch nichts . Sie sind wie die Balcken im hause / Vnd die würm so auff der Erden kriechen / fressen jr Hertz vnd jre Kleider / vnd sie fülens doch nicht . Vnter jrem angesicht sind sie schwartz vom rauch im Hause / vnd die Nachteulen / Schwalben vnd ander Vogel / setzen sich auff jre Köpffe / des gleichen auch die Katzen . Daran jr ja mercken könnet / das es nicht Götter sind / Darumb fürchtet sie nicht . Das Gold das man vmb sie henget / sie da mit zu schmücken / gleisset nicht / wenn man den rost nicht abwüschet . Da man sie gegossen hat / fületen sie es nicht / Aus allerley köstlicher materien hat man sie gezeuget / Vnd ist doch kein Leben darin . Weil sie nicht gehen können / mus man sie auff den achseln tragen . Daran die Leute sehen können / das es schendliche Götter seien . ES müssen sich auch jrer schemen / die sie ehren / Darumb / das sie weder von jnen selber können auffstehen / so sie auff die erden fallen / Noch sich regen / so man sie auffgericht hinsetzet / Noch sich auffrichten / so man sie lehnet . Vnd wie man den Todten opffer fursetzet / Also setzet mans jnen auch fur . Jre Priester aber bringen das vmb / das jnen gegeben wird / Desgleichen auch jre Weiber brassen dauon / vnd geben weder dem Armen noch dem Krancken etwas dauon . Vnreine Weiber vnd Sechswöchnerin rüren jre Opffer an . Daran jr ja mercken könnet / das es nicht Götter sind / Darumb fürchtet sie nicht . VND woher sollen sie Götter heissen ? Denn die Weiber pflegen der silbern / gülden vnd hültzern Götzen . Vnd die Priester sitzen in jren Tempeln / mit weiten Chorröcken / scheren den Bart ab / vnd tragen Platten / sitzen da mit blossen Köpffen / heulen vnd schreien fur jren Götzen / wie man pflegt in der todten Begengnissen / Die Pfaffen stelen jnen jre Kleider / vnd kleiden jre Weiber vnd kinder dauon . Man thu jnen böses vnd gutes / so können sie es doch nicht vergelten . Sie vermügen weder einen König einzusetzen / noch abzusetzen . Sie können weder gelt noch gut geben . Gelobet jnen jemand etwas / vnd helt es nicht / So foddern sie es nicht . Sie können einen Menschen vom tod nicht erretten / noch einem Schwechern helffen wider den Starcken . Sie können keinen Blinden nicht sehend machen . Sie können einem Menschen in der not nicht helffen . Sie erbarmen sich der Widwen nicht / vnd helffen den Waisen nicht . Denn sie sind hültzern / mit gold vnd silber gezieret / den Steinen gleich / die man aus dem Berg bawet / Darumb die sie ehren / müssen zu schanden werden . Wje sol man sie denn fur Götter halten / oder so heissen ? weil auch die Chaldeer nicht gros von jnen halten . Denn wenn sie einen Stummen sehen / der nicht reden kan / bringen sie den Bel / vnd sagen / der Stumme sol jn anruffen / gleich als verstünde ers / Vnd wiewol sie wissen / das kein Leben in jnen ist / noch lauffen sie jnen nach . Die Weiber aber sitzen fur der Kirchen mit stricken vmbgürtet / vnd bringen Obs zum opffer . Vnd wenn jemand fur vbergehet / vnd eine von jnen hin weg nimpt / vnd bey jr schlefft / Rhümet sie sich wider die andern / das jene nicht sey werd gewest / wie sie / das jr der Gurt auffgelöset würde . Alles was durch sie geschicht / ist eitel triegerey / Wie sol man sie denn fur Götter halten / oder so heissen ? Von Werckmeistern vnd Goldschmiden sind sie gemacht / vnd was die Werckmeister wollen / mus draus werden / vnd nichts anders . Vnd die so sie gemacht haben / können nicht lange leben / Wie solten denn das Götter sein / so von jnen gemacht sind ? Darumb geben sie den Nachkomen nur ergernis vnd ursache zur schendlichen Abgötterey . Denn wenn Krieg oder sonst ein vnglück vber sie komet / ratschlahen die Pfaffen vnternander / Wo sie sich zu gleich mit den Götzen verbergen wollen . Darumb kan man wol mercken / das es keine Götter sind / weil sie sich selber weder fur Krieg noch anderm vnglück schützen können / Denn es sind doch nur hültzern / vergüldet vnd vbersilberte Götzen . Darumb kan man nu fort wol erkennen / das es triegerey ist / allen Heiden vnd Königen offenbar / vnd nicht Götter / sondern von Menschen henden gemacht / vnd ist keine Gottheit in jnen . Darumb kan jederman wol mercken / das es nicht Götter sind . Denn sie erwecken keinen König im Lande / Sie geben den Menschen nicht regen / vnd nemen sich keins regierens noch straffens an / So wenig als die Vogel / so in der Lufft hin vnd wider fliegen . Wenn das Haus der hültzern / vergüldeten vnd vbersilberten Götzen vom fewr angehet / So lauffen die Pfaffen dauon / vnd verwaren sich fur schaden / Sie aber verbrennen / wie ander Balcken . Sie können weder Königen noch keinem Kriegsuolck nicht widerstehen / Wie sol man sie denn fur Götter halten oder nennen ? Dje hültzern / vbersilberte vnd vergüldete Götzen können sich nicht schützen fur Dieben vnd Reubern / Denn sie sind jnen zu starck / das sie sie berauben vnd ausziehen / nemen jnen gold / silber vnd kleider weg / vnd komen dauon / So können sie jnen selber nicht helffen . Darumb ist viel besser ein König sein / der seine macht beweisen kan / Oder ein nützlich Hausrat sein / das im Hause nütze ist / Oder eine Thür / die das Haus verwaret / oder eine Hültzerne Seule in einem königlichen Saal / denn ein solcher onmechtiger Götze . Sonn / Mond vnd Sterne scheinen / vnd sind gehorsam / wie sie Gott heisst / Desgleichen der Blitz leuchtet / das man jn sihet / Der Wind wehet in allen Landen / Vnd die Wolcken faren durch die gantze welt / vnd thun was sie Gott heisst . Also auch das Fewr von oben her / schlegt berge vnd welde / vnd thut was jm geboten ist . Die Götzen aber können sich weder regen noch etwas thun . Darumb sol man sie nicht fur Götter halten / oder so heissen / Denn sie können weder straffen noch helffen . Weil jr denn wisset / das es nicht Götter sind / So fürchtet euch nicht fur jnen / Denn sie können die Könige weder verfluchen noch segenen . Sie können auch kein Zeichen am Himel den Heiden anzeigen . Sie können es nicht liecht machen / wie die Sonne / noch einen schein geben / wie der Monde . Die vnuernünfftigen Thier sind besser denn sie / die können doch in eine Hüle fliehen / vnd sich verwaren . DArumb ist aller ding offenbar / das sie keine Götter sind . Denn wie ein Schewsal im Garten nichts verwaren kan / Also sind auch jre hültzern / vergüldete vnd vbersilberte Götzen kein nütz . Vnd wie eine Hecken im Garten ist / darauff allerley Vogel nisten / oder / wie ein Todter der im Grabe ligt / Also sind jre hültzern / vergüldete vnd vbersilberte Götzen . Avch kan man es daran mercken / das sie nicht Götter sind / Denn der Scharlacken / den sie vmbhaben / wird von den Motten zufressen / vnd sie selbs endlich auch dazu / das jr jederman spottet . Wol dem Menschen der Gerecht ist / vnd keine Götzen hat / Der wird nicht zu spot . - Ende des Buchs Baruch . </passage></reply></GetPassage>