<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:78</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:78</urn><passage>Wjr Jüden : ewre Brüder / so zu Jerusalem / vnd durch das gantze Jüdischeland sind / Wündschen euch Jüden / vnsern Brüdern / so in Egypten sind / Glück vnd heil . Gott segene euch / vnd gedencke an seinen Bund / den er Abraham / Jsaac vnd Jacob seinen trewen Knechten zugesagt hat . Vnd gebe euch ein rechtschaffen hertz / Das jr in seinem Gesetze fest vnd bestendig bleibet / vnd verleihe euch / das jr vleissig seid in seinen Geboten / vnd tröste euch / Er erhöre ewr Gebet vnd sey euch gnedig / vnd las euch nicht in der not . Also bitten wir stets fur euch . Wjr haben an euch geschrieben in vnser höhesten not / Da Jason vnd sein Anhang von dem heiligen Land / vnd von dem Königreich abtrünnig ward / vnd verbrenten vnsere thor / vnd vergossen das vnschüldige blut . Da beteten wir / vnd der HERR erhöret vns / vnd wir opfferten jm Semelmehl / vnd zündten die Lampen an / vnd legten die Schawbrot auff . Vnd begeren / das jr jtzt wolt die Kirchweihe mit vns halten / des monden Casleu . Datum im hundert vnd neun vnd sechzigsten jar / zu der zeit des königs Demetrij . Wjr zu Jerusalem vnd im gantzen Judea / sampt den Eltesten / vnd Johannes / Wündschen Aristobulo des königs Ptolemei Schulmeister / der von dem priesterlichen Stamme ist / vnd den andern Jüden so in Egypto sind / Glück vnd heil . Wjr dancken Gott billich / Das er vns aus so grosser not erlöset hat / die wir vns gegen so einem mechtigen König wehren musten . Denn Gott hat vnser Feinde aus der heiligen Stad weggetrieben / bis gen Persien / Daselbs ward der König mit seinem vnüberwindlichem Heer im Tempel Nane erwürget / aus list der Priester Nane . Denn da Antiochus antiochi des Wüterichen tod wird hie anders be schrieben denn j . Maccab . 6 und 2 . Maccab . 9 dahin kam / sampt seinen Freunden / zur Göttin Diana / als wolt er sie freien / vnd alles geld aus dem Tempel zur Morgengabe nemen / Vnd da es die Priester der Nane erfur trugen / vnd er mit etlichen in die Capellen gegangen war / schlossen sie die Kirchen hinder jm zu / vnd worffen jn vnd alle die mit jm waren / mit steinen zu tod / Darnach hieben sie jn zustücken / vnd worffen sie heraus . Gott hab jmer lob / das er die Gottlosen so hat weggericht . Dem nach / weil wir auff den fünff vnd zwenzigsten tag des monden Casleu gedencken die reinigung des Tempels zubegehen / haben wirs euch wollen anzeigen / Das jr auch mit vns dasselb Fest begehet . Wie man begehet den tag / daran Nehemias das Fewr gefunden hat / da er den Tempel vnd den Altar bawet vnd wider opfferte . Denn da vnser Veter in Persien weggefurt worden / haben die Priester das fewr vom Altar in eine tieffe trocken Gruben versteckt vnd erhalten / das es niemand erfür . Als nu nach etlichen jaren Nehemias / nach dem willen Gottes / vom Könige heim gesand ward / schickt er derselben Priester Nachkomen / die das Fewr verborgen hatten / das sie es wider sucheten . Aber wie sie vns berichtet haben / haben sie kein Fewr / sondern ein dickes wasser funden / Dasselb hat er sie heissen schepffen vnd bringen . Da es nu alles zum Opffer zugerüstet war / hat Nehemias befolhen / Sie solten das wasser vber das holtz vnd das Opffer / das auff dem holtz lage / giessen . Als sie dasselb gethan hatten / vnd die Sonne wol herauff komen war / vnd die wolcken vergangen / da zund sich ein grosses Fewr an / Des verwunderten sie sich alle . Da fiengen die Priester vnd das Volck an zu beten / bis das Opffer verbrand war . Vnd Jonathas sang vor / Die andern aber sprachen jm nach mit Nehemia . DJS aber war das gebet Nehemie / HERR vnser Gott / der du alle ding geschaffen hast / vnd bist schrecklich / starck vnd gerecht / vnd barmhertzig / vnd allein der rechte König vnd Gesalbete / Der du allein alle Gaben gibst / der du allein gerecht / allmechtig vnd ewig bist / Der du Jsrael erlösest aus allem vbel / Der du vnsere Veter erwelet / vnd sie geheiliget hast / Nim das Opffer an fur das gantze volck Jsrael / vnd beware vnd heilige dein Erbe . Bringe vns zurstrewete wider zusamen / Erlöse die / so den Heiden dienen müssen / vnd sihe vns verachte an / da fur jederman einen grawen hat / Das doch die Heiden erfaren / das du vnser Gott seiest . Straffe die vns vnterdrücken / vnd mit grossem pochen vns alle schande anlegen / Pflantze dein Volck wider an deinem heiligen Ort / wie Moses gesagt hat . Darnach sungen die Priester Lobgesang dazu / bis das Opffer verzeret ward . Darnach hies Nehemias das vbrige wasser auff die grossen stein giessen / Da gieng auch eine flamme auff / Aber sie ward verzeret von der flamme des fewrs auff dem Altar . Dis ist balde lautbar worden / vnd vor den König der Persen komen / Wie man an dem Ort / da man das fewr versteckt hatte / Wasser gefunden / vnd dasselb die Opffer angezündet hette . Da versuchets der König auch / vnd lies den Ort aussondern vnd befrieden / vnd gab viel Gelds dazu ? Vnd des Nehemias gesellen nenneten den ort / Nechpar / Auff Deudsch / Reinigung / Etliche heissen jn auch Nephtar . Man findet auch in den Schrifften / das Jeremias der Prophet / die / so weggefüret waren / geheissen habe / Das sie das Fewr solten mit nemen / wie oben angezeiget / vnd jnen das Gesetz mit gegeben / vnd befolhen habe / Das sie ja des HERRN Gebot nicht vergessen / vnd sich nicht liessen verfüren / wenn sie die gülden vnd silbern Götzen / vnd jren schmuck sehen . Vnd habe jnen der gleichen viel mehr befolhen / das sie das Gesetze nicht aus jrem hertzen wolten lassen . So stund das auch in der selben Schrifft / Das der Prophet / nach göttlichem Befelh sie geheissen habe / Das sie die Hütten des Zeugnis vnd die Laden solten mit nemen . Als sie nu an den Berg kamen / da Moses auff gewesen / vnd des HERRN Erbland gesehen hatte / fand Jeremias eine Hülen / darein versteckt er die Hütten vnd die Laden / vnd den Altar des Reuchopffers / vnd verschlos das Loch . Aber etliche die auch mit giengen / wolten das Loch mercken vnd zeichnen / Sie kundtens aber nicht finden . Da das Jeremias erfur / straffet er sie / vnd sprach / Diese stet sol kein Mensch finden noch wissen / Bis der HERR sein Volck wider zu hauff bringen / vnd jnen gnedig sein wird / Denn wird jnen der HERR wol offenbaren . Vnd man wird denn des HERRN Herrligkeit sehen in einer Wolcken / wie er zu Moses zeiten erschein / vnd wie Salomo bat / das er die Stet wolt heiligen . Deut . 34 . VND Jeremias erzelet jnen auch / wie Salomo geopffert hatte / da die Kirche geweihet vnd der Tempel fertig ward . Auch wie Moses den HErrn gebeten / vnd das fewr vom Himel das Opffer verzeret hatte . Also bat Salomon / vnd das Fewr verzeret auch das Brandopffer . Vnd wie Moses gesagt hatte / Das sein Opffer sey vom Fewr verzeret worden / vnd nicht geessen / Also hat Salomo auch acht tage geopffert . 3 . Reg . 7 ; 2 . Par . 6 . Das alles findet man in den Schrifften / die zu Nehemias zeiten geschrieben sind . Vnd gleich wie er der Könige / Propheten / vnd Dauids Bücher / vnd die Brieue der Könige von den Opffern wider zusamen gesucht / vnd eine Librarey zugericht hat . Also hat Judas auch gethan / vnd was fur Bücher / weil Kriege im Lande gewesen sind / verfallen / wider zusamen bracht . Vnd wir haben sie hie / wolt jr sie nu lesen / so lassets bey vns holen . DJeweil wir nu solchs Fest begehen wollen / haben wirs euch wollen schreiben / Denn es gebürt euch / das jrs auch haltet . Wir hoffen aber zu Gott / Das der HERR / der seinem Volck hilfft / vnd das Erbe vns wider gibt / nemlich / das Reich vnd das Priesterthum / wie ers im Gesetze / verheissen hat / werde sich vnser balde erbarmen / Vnd werde vns aus der weiten Welt / an dem heiligen Ort / wider zusamen bringen / wie er vns bereit aus grossem vnglück errettet / vnd den Ort gereiniget hat . Dje historien aber von juda dem maccabeer vnd seinen Brüdern / vnd von der reinigung des Hohenpriesters / vnd wie man den Altar geweihet hat / Vnd von dem Krieg wider den Antiochum den Edlen / vnd seinen son Eupator / Vnd von den Zeichen von Himel / die denen / so das Jüdenthum / redlich beschützet haben geoffenbaret sind / Das jr so ein kleiner Hauffe / das gantze Land geplündert / vnd eine grosse menge der Heiden in die flucht geschlagen / vnd jnen nachgeeilet haben / Vnd weiter von dem Tempel / wie man jn widerbawet / wie man schon allenthalben dauon weis / vnd die Stad jre Freiheit wider erlangt habe / Das alle ander Gesetz auff gehaben / vnd allein des HERRN gehalten sol werden / welcher vns jtzt wol wil vnd gnedig ist / Dis vnd anders mehr / das Jason in fünff Büchern verzeichnet / gedencken wir hie auff das kürtzest zusamen zu ziehen . Denn wir sehen / wie die zaal in einander geworffen ist / Das es schweer wil sein / die Historien / weil sie also auff einem hauffen ligen / recht zu fassen . Darumb haben wirs also machen wollen / das mans gerne lese / vnd leichter behalten könne / vnd jederman müge nützlich sein . Vnd zwar / wir mercken / das vns eben schweer wil werden / das wir vns der mühe vnterstanden haben / Denn es gehöret viel erbeit vnd grosser vleis dazu . Gleich wie es on erbeit nicht zugehet / der eine Malzeit zurichten vnd den Gesten gütlich thun wil . Dennoch wollen wir dasselb nicht ansehen / vnd diese mühe / den andern damit zu dienen gern auff vns nemen . JN den Historien an jnen selbs / wollen wir nichts endern / sondern bleiben lassen / wie sie vor hin geschrieben sind / On das wirs kürtzer wollen zusamen ziehen . Vnd gleich wie ein Zimmerman / wenn er ein newes Haus bawet / nicht weiter denckt / denn das ers also mache / das es einen bestand habe / Wie man es aber malen vnd schmücken sol / da lesst er einen andern fur sorgen . Also wollen wir auch thun / vnd den / der zum ersten die Historien geschrieben hat / dafur sorgen lassen / wie ers alles geredt / vnd alle stücke mit vleis durch erbeitet habe / Wir aber wollen nicht mehr thun denn auffs kürtzest die Summa fassen . Vnd wollen nu zu der Historien greiffen / vnd dis also zum eingang gesagt haben / Das nicht die Vorrede grösser werde / denn die gantze Historia . ALS man nu wider in gutem Frieden zu Jerusalem wonete / vnd das Gesetze fein im schwang gieng / weil der Hohepriester Onias so from war / vnd so vleissig darüber hielt / Wurden auch die Könige beweget / die Stad zu ehren / vnd schickten herrliche Geschencke in den Tempel / Also das Seleucus der könig in Asia / aus seinen Emptern verordnen lies / allen Kosten / so man zum Opffer bedurfft . NV war dazumal ein Vogt des Tempels / der hies Simon / ein Benjamiter / der war dem Hohenpriester feind / das er jm seins mutwillens in der Stad nicht gestatten wolt . Weil jm aber Onias zu mechtig war / zog er zu Appollonio / des Thrasei son / dem Heubtman in Nidersyria vnd Phenice / vnd sagt jm / Wie der Gotteskasten zu Jerusalem / vber die massen reich von Gelt were / vnd seer viel vberig / das man nicht bedürfft zum Opffer / vnd der König möcht es wol zu sich nemen . Da nu Appollonius zum Könige kam / sagt er jm an / was jm Simon vom gelde angezeigt hatte . Da verordnet der König Heliodorum seinen Kemerer / vnd gab jm befelh / er solt dasselb Geld bringen . Der macht sich bald auff / vnd wendet fur er müste Rente einnemen in Nidersyria vnd Phenice / Seine meinung aber war / das er des Königs befelh wolt ausrichten . Jnf . 4 . Als Heliodorus nu gen Jerusalem kam / vnd der Hohepriester jn freundlich empfangen hatte / Erzelet er jm / was jn sein Herr bericht / vnd warumb er da were / Vnd fraget / ob es also were / oder nicht ? Da antwortet jm der Hohepriester / Es ist ein teil hinder vns gelegt zu trewer hand / das Widwen vnd Waisen gehört / Das ander ist des Tobias Hircani / welchs ein trefflicher Man war . Vnd hellt sich gar nicht also / wie der Verrheter Simon gesagt hat / Denn es sind nicht mehr denn vier hundert Centner silbers / vnd zwey hundert Centner golds . So were es ein grosser freuel / das man es so hin wegneme / vnd die so das jre vertrawet haben dem heiligen Tempel / der in aller welt so hoch geehret vnd gefreiet ist / solt vmb das jre betriegen . Aber Heliodorus bestund auff dem befelh des Königs / Er müste es zu sich nemen / vnd kam auff einen bestimpten tag in den Tempel / vnd wolts besehen . Da erhub sich ein grosser jamer durch die gantze Stad / Die Priester lagen in jrem heiligen Schmuck fur dem Altar / vnd rieffen Gott im Himel an / derselbs geboten hat / Das man die Beylage nicht sol veruntrewen / Das er den Leuten das jre / so sie an den Ort zu trewen henden beygelegt hatten / wolt erhalten . Der Hohepriester aber stellet sich so jemerlich / das jn niemand / on grosses mitleiden / ansehen kunde / Denn man sahe es jm an / weil er sich so im angesicht entferbet hatte / das er in grossen engsten war / Denn er war so gar erschrocken / das er aller zitterte / Daraus man leichtlich spüren kundte wie vbel jm zu sinn war . Die Leute aber hin vnd wider in Heusern lieffen zusamen / vnd beteten mit einander / weil sie sahen / das der Tempel in verachtung solt komen . Vnd die Weiber legten Secke an / lieffen auff den gassen vmb / Vnd die Jungfrawen / so sonst nicht vnter die Leute giengen / lieffen vnter die thor vnd auff die mauren / Etliche lagen in den fenstern / vnd huben alle jre hende auff gen Himel / vnd beteten . Es war beides erberlich / das das Volck vnter einander so gar erschrocken / vnd der Hohepriester so engstig war . Weil sie also den allmechtigen Gott anrieffen / Das er das Gut deren / so es dahin beygelegt hatten / erhalten wolte / Gedachte Heliodorus sein furnemen auszurichten . Vnd da er bey dem Gotteskasten stehet / mit Kriegsknechten / That der allmechtige Gott ein gros Zeichen / Das er vnd so vmb jn waren / sich fur der macht Gottes entsatzten / vnd in ein grosse furcht vnd schrecken fielen . Denn sie sahen ein Pferd / das wol geschmückt war / darauff sas ein schrecklicher Reuter / das rennet mit aller macht auff den Heliodorum zu / vnd sties jn mit den fördern zweien füssen / Vnd der Reuter auff dem Pferd / hatte einen gantzen gülden Harnisch an . Sie sahen auch zween junge Gesellen / die starck vnd schön waren / vnd seer wol gekleidet / Die stunden dem Heliodoro zu beiden seiten / vnd schlugen getrost auff jn / das er fur onmacht zur erden sanck / vnd jm das gesicht vergieng . Da namen sie jn / der newlich mit grosser pracht / vnd alle seinen Kriegsknechten in die Schatzkamer gegangen war / vnd trugen jn auff einem Stuel dauon / Vnd seine gewalt halff jn gar nichts ( Das man offentlich die Krafft des HERRN mercken muste ) Vnd er lag also fur tod / vnd redet kein wort . Die Jüden aber lobten Gott / das er seinen Tempel so geehret hatte . Vnd der Tempel / der zuuor vol furcht vnd schrecken gewest war / ward vol freuden vnd wonne / nach diesem Zeichen des allmechtigen Gottes . Aber etliche des Heliodori Freunde / kamen vnd baten Oniam / das er doch den HERRN bitten wolt / das er dem Heliodoro / der jtzt in letzten zügen lag / das leben wolt schencken . Weil sich aber der Hohepriester besorget / Der König würde einen argwan auff die Jüden haben / als hetten sie dem Heliodoro etwas gethan / opffert er fur jn / das er gesund würde . Vnd weil er betet / erschienen die zween jungen Gesellen wider / in jrer vorigen kleidung / vnd sagten zum Heliodoro / Dancke dem Hohenpriester Onia vleissig / Denn vmb seinen willen / hat dir der HERR das leben geschencket / Vnd verkündige allenthalben die grosse Krafft des HERRN / weil du von Himel herab gesteupt bist . Vnd da sie dis geredt hatten / verschwunden sie . Heliodorus aber opfferte dem HERRN / vnd gelobete jm viel / das er jm das Leben widergegeben hatte / vnd danckete dem Onia . Vnd reisete darnach wider zum Könige / vnd sagte jderman / wie er mit seinen augen die werck des höhesten Gottes gesehen hette . Als jn aber der König fragte / Wen er meinet / den er gen Jerusalem schicken kündte / der etwas ausrichtet . Antwortet jm Heliodorus / Wenn du einen Feind hast / oder einen / der dich aus dem Reich gedencket zu stossen / den schicke hin / Wenn derselb also gesteupt wird / wie ich / vnd mit dem Leben dauon kompt / so magstu jn wol wider annemen / Denn es ist Gott krefftiglich an dem Ort / vnd der seine Wonung im Himel hat / sihet darauff / vnd rettet jn / Vnd die jn beschedigen wollen / straffet er / vnd schlegt sie zu tod . Dis sey gnug von der Schatzkamer vnd Heliodoro . Sjmon aber der den Schatz vnd sein Vaterland so verraten hatte / redet dem Onia vbel nach / wie er solch vnglück gestifftet hette / das Heliodoro widerfaren war / Vnd gab jm schuld / das er trachtet Herr im Lande zu werden / So er doch der Stad alles guts thet / vnd sein Volck mit trewen meinete / vnd feste hielt vber Gottes gebot . Da nu der hass vnd neid so gros war / das des Simons anhang etliche drob erwürgeten / vnd Onias sahe / Das viel vnrats aus solcher vneinigkeit komen würde / weil Appollonius der Heubtman in Nidersyria also wütet / vnd des Simon mutwillen sterckete / Macht er sich auff zum Könige / nicht sein Volck zu verklagen / sondern Landen vnd Leuten zu gut / Denn er sahe / wenn der König nicht würde dazu thun / so were es nicht müglich / in die lenge friede zu erhalten / noch Simonis mutwillen zu stewren . Sup . 3 . DA aber Seleucus gestorben war / vnd das Regiment auff Antiochum den Edlen kam / stund Jason des Onias bruder nach dem Hohenpriesterampt / vnd verhies dem Könige / wenn ers zu wegen brechte / drey hundert vnd sechzig Centner silbers / vnd von anderm einkomen / achzig Centner / Vnd vber das verhies er jm auch sonst zu verschreiben hundert vnd funffzig Centner / wenn man jm zulassen wolt / das er Spielheuser da anrichten möchte / vnd die zu Jerusalem nach der Antiocher weise ziehen . DA solches der König willigt / vnd Jason das Priesterthum kriegte Mercke lieber Leser / wie diese Bösewichter / Jason / Menelaus etc . das Hohepriesterampt an sich bringen / vnd jm furstehen etc . / gewenete er also bald seine Leute auff der Heiden sitten / vnd die guten löblichen Sitten / von den alten Königen geordnet / thet er gar abe durch Johannem des Eupolemi vater / welcher gen Rom geschickt war / mit den Römern einen Bund zu machen / Vnd tilgete die alten ehrlichen Gesetz ab / vnd richtete andere vnehrliche Weise an . Vnter der Burg bawete er ein Spielhaus / vnd verordnete / das sich die stercksten jungen Gesellen darin vben musten . Vnd das heidnische Wesen nam also vberhand / Das die Priester des Opffers noch des Tempels nicht mehr achteten / Sondern lieffen in das Spielhaus / vnd sahen / wie man den Pallen schlug / vnd ander spiel treib / Vnd liessen also jrer Veter sitten faren / vnd hielten die Heidnische fur köstlich . Sie mustens auch wol bezalen / Denn Gott schickte vber sie eben die / welchen sie solche Spiel wolten nach thun / Das sie sie musten straffen / Denn es ist mit Gottes wort nicht zu schertzen es findet sich doch zu letzt . DA man nu das grosse Spiel zu Tyro hielt / vnd der König selbs dabey war / schickte der böswicht Jason etliche Antiochener / als weren sie von Jerusalem / das sie das Spiel auch besehen / Vnd schickte bey jnen drey hundert Drachmas / das man dem Herculi dauon opfferte . Die aber / den solchs befolhen war / sahen / das es sich nicht schicken würde / woltens derhalb da zu nicht brauchen / sondern an etwas anders wenden / Darumb ob ers gleich zu des Hercules opffer gesendet hatte / bestelleten sie doch Schiffrüstung dafur . Nach dem aber Ptolemeus Philometor der junge könig in Egypten / seinen ersten Reichstag ausgeschrieben hatte / Da schicket Antiochus den Appollonium des Mneistei son / auff den selbigen Reichstag in Egypten . Da er aber vernam / das man jn nicht haben wolt zum Furmünden / zog er wider zu rück / vnd gedacht / wie er sein Reich in frieden erhalten möchte / Vnd kam gen Joppen / vnd von dannen gen Jerusalem / vnd ward von Jason vnd der gantzen Stad herrlich empfangen / vnd eingeleitet mit Fackeln vnd grossem Triumph / Darnach reisete er wider in Phenicen . Aber nach dreien jaren schickte Jason Menelaum / des obgedachten Simonis bruder / das er dem Könige geld brechte / vnd jn etlicher nötiger Sachen halb erinnerte . Vnd da er bey dem Könige in gnaden kam / heuchlete er jm / vnd brachte das Hohepriesterthum an sich / vnd gab dem Könige drey hundert Centner silbers mehr denn Jason . Vnd kam also mit des Königes befelh wider gen Jerusalem / Vnd handlete nicht / wie ein Hoherpriester / sondern wie ein wütiger Tyran / vnd wie ein grausam wildes Thier . Also ward Jason / der seinen Bruder von seinem Ampt abgestossen hatte / wider durch einen andern dauon gestossen / vnd must in der Amoriterland fliehen / vnd Menelaus behielt das Regiment . Da er aber das geld / das er dem Könige versprochen hatte / nicht kunde ausrichten / da es Sostratus der Heubtman in der Burg / von jm foddert / wie jm der König befolhen hatte / Lies sie der König beide fur sich laden / vnd satzt den Menelaum abe / vnd verordnet desselben bruder Lysimachum an seine stat / vnd Sostratum setzet er zum Amptman in Cypern . DA es nu also bestellet war / richteten die Tharser vnd Malloter eine Auffrhur an / darumb / das sie der König seinem Kebsweibe geschenckt hatte . Da machte sich der König eilends auff / das er den Auffrhur stillete / vnd lies hinder jm den Fürsten Andronicum zum Stadhalter . Da das Menelaus innen ward / gedachte er / das er gelegenheit hette / das er widerumb zu seinem alten Stand komen kündte / Vnd stal etliche gülden Kleinot aus dem Tempel / vnd schenckets dem Andronico / vnd verkauffet etlichs gen Tyro / vnd in andere vmbliegende Stedte . DA das Onias erfur / begabe er sich an einen befreieten ort zu Daphne / das fur Antiochia ligt / vnd straffet jn / Aber Menelaus kam zu Andronico allein / vnd ermanet jn / Das er Oniam fahen solt . Das thet er / vnd gieng zu jm / vnd beredet jn mit listen / gab jm auch seine Hand / vnd den Eid darauff / das er aus der Freiheit zu jm kam / Denn er wuste / das sich Onias guts zu jm versahe / Vnd da er jn also vberredet hatte / erstach er jn wider alles Recht . Das thet nicht allein den Jüden wehe / sondern verdros auch viel Heiden / das er den fromen Man so vmbgebracht hatte . DA nu der König alle sachen in Cilicia verrichtet hatte / vnd wider heim reisete / lieffen jn die Jüden in allen Stedten an / vnd auch etliche Heiden / vnd klagten jm / Das Onias vnschüldiglich ermordet were . Vnd Antiochus bekümert sich hertzlich darumb / vnd jamerte jn / das der frome erbar Man so jemerlich war vmbkomen . Vnd ergrimmet vber den Andronicum / vnd lies jm das Purpurkleid / sampt dem andern Schmuck abziehen / vnd jn also in der gantzen Stad vmbher füren / vnd zu letzt richten an dem Ort / da er Oniam erstochen hatte . Also hat jn Gott nach seinem verdienst wider gestraffet . Als aber Lysimachus / aus rat seines bruders Menelai / viel aus dem Tempel gestolen hatte / vnd das geschrey vnter die Leute komen war / samlete sich die Gemeine wider Lysimachum / da der gülden Kleinot schon viel hin wegkomen waren . Da sich nu die Gemeine gesamlet / vnd seer zornig war / rüstet Lysimachus drey tausent Man / vnd wolt sich mit gewalt schützen / Vnd setzet vber sie einen alten listigen Heubtman . Da dis die Bürger sahen / namen etliche steine / etliche starcke stangen / etliche worffen sie mit asschen vnter die augen / Das jr also viel wund worden / vnd etliche gar zu bodem geschlagen / die andern alle dauon lieffen / Vnd den Kirchenreuber fingen sie bey der Schatzkamer . Darnach namen sie jn mit Recht fur / Vnd weil der König gen Tyro komen war / liessen jr drey / des Rats gesandten / den Handel fur jn gelangen / das er darin solt Vrteil sprechen . Als aber Menelaus vberweiset ward / verhies er dem Ptolemeo viel geldes / wenn er jn beim König möcht ausbitten . Da gieng Ptolemeus allein zum Könige in seinen Saal / da er sich inne kület / vnd beredet den König / Das er Menelaum / der alles vnglück angericht hatte / los lies / Vnd die armen Leute zum tod verurteilet / Die doch auch bey Tattern vnschüldig erfunden vnd erkennet weren worden . Also wurden die / so des volcks vnd des Tempels sachen auff das trewlichst gehandelt hatten / vnschüldiglich erwürget . Das thet etlichen zu Tyro weh / vnd liessen sie ehrlich zur erden bestatten . Menelaus aber bleib beim Ampt aus hülffe etlicher Gewaltigen am Hofe / die sein genossen / vnd ward je lenger je erger / vnd leget den Bürgern alles vnglück an . VMB dieselbige zeit / zog Antiochus zum andern mal in Egypten . Man sahe aber durch die gantze Stad / vierzig tage nach einander in der lufft / Reuter in güldem Harnisch / mit langen spiessen in einer Schlachtordnung / Vnd man sahe / wie sie mit einander traffen / vnd mit den schilden vnd spiessen sich wehreten / vnd wie sie die schwert zuckten / vnd auff einander schossen vnd wie der gülden Zeug schimmert / vnd wie sie mancherley Harnisch hatten . Da betet jederman das es ja nichts böses bedeuten solt . Dan . 11 . Aber es kam ein erlogen geschrey aus / wie Antiochus solt tod sein . Da nam Jason bey tausent Man zu sich / vnd greiff vnuersehens die Stad an . Vnd als er die mauren mit den seinen erstiegen / vnd die Stad eröbert hatte / flohe Menelaus auff die Burg . Jason aber würget seine Bürger jemerlich / vnd gedachte nicht / weil es jm so glücket wider seine Freunde / das es sein grosses vnglücke were / Sondern lies sich düncken / er sieget wider seine Feinde / vnd sieget wider seine Bürger . Er kundte aber gleichwol das Regiment nicht eröbern / sondern krieget seinen Lohn / wie er verdienet hatte / vnd flohe mit schanden wider in der Amoriter land . Da ward er zu letzt verklaget fur Areta der Araber könig / Das er von einer Stad in die ander fliehen muste / vnd nirgent sicher war . Vnd jederman war jm feind / als einem / der von seinem Gesetz abtrünnig war / Auch verflucht jn jederman / als einen Verrheter vnd Feind seines Vaterlandes / Vnd ist also in Egypten verstossen worden . Vnd wie er viel Leute aus jrem Vaterland vertrieben hatte / So muste er auch selbs im elend sterben / zu Lacedemon / da er verhoffte einen auffenthalt zu finden / weil sie mit einander gefreund waren . Aber wie er viel vnbegraben hin geworffen hat / so ist er auch hin gestorben / das niemand vmb jn leid getragen . Vnd hat nicht allein nicht glück gehabt / das er seinem Vaterland were begraben worden / Sondern hat auch in der frembde kein Grab haben mögen . Als dem Könige solches furkam / gedacht er gantz Judea würde von jm abfallen . Vnd zog in einem grim aus Egypten / vnd nam Jerusalem mit gewalt ein / vnd hies die Kriegsknechte erschlahen / on alle barmhertzigkeit / was sie funden / auff der Gassen vnd in Heusern . Da würgt man durcheinander jung vnd alt / Man vnd Weib / Kinder vnd Jungfrawen / ja auch die Kinder in der wiegen / Das also in dreien tagen achzig tausent vmb kamen / vierzig tausent gefangen / vnd bey achzig tausent verkaufft wurden . Dan . 11 . Aber Antiochus lies jm an diesem nicht genügen / Sondern greiff auch die heiligste Stet auff Erden an / Vnd Menelaus der Verrheter / fürete jn hin ein . Da raubet er mit seinen verfluchten henden / die heiligen Gefess / Vnd alles was die andern Könige zum Tempel gegeben hatten / zum schmuck vnd zierde / Das raffet er mit seinen sündigen Henden hinweg vnd vberhube sich seer / vnd sahe nicht / Das der HERR solchs verhenget / vber die so in der Stad waren / vmb jrer sunden willen . Das war die vrsache / das Gott die heilige Stete / so schendlich zurichten lies / Sonst solts dem Antiocho eben gangen sein / wie dem Heliodoro / der vom könige Seleuco gesand war / die Schatzkamer zu besichtigen / vnd ward wol drob zerschlagen / das er muste von seinem freueln furnemen abstehen . Denn Gott hat das Volck nicht auserwelet / vmb der Stete willen / sondern die Stete vmb des Volcks willen . Darumb muste sich der heilige Tempel auch mit leiden / da das Volck gestrafft ward / wie er auch widerumb des volcks genos . Denn wie der Tempel von den Feinden eingenomen ward / da der HERR zürnet / Also ist er wider zu ehren vnd zu recht komen / da der HERR jnen wider gnedig ward . Sup . 3 . Dje Summa aber alles was Antiochus aus dem Tempel geraubet hat / sind achtzehen hundert Centner silbers / die nam er mit sich / vnd zog flugs gen Antiochia / mit einem solchen stoltz vnd hoffart / das er gedacht / Er wolt nu die Erden machen / das man darauff schiffte / wie auff dem Meer / Vnd das Meer / das man darauff wandelet / wie auff der Erden / Vnd lies hinter jm zu Jerusalem etliche Amptleute / böse Buben / Philippum aus Phrygia / der noch erger vnd wilder war / denn sein Herr . Zu Garizim Andronicum / vnd neben den beiden / Menelaum / welcher vber die andern alle war / das er sein eigen Volck so plaget . Weil aber Antiochus den Jüden so gar feind war / schickte er jnen den schendlichen Buben Appollonium / mit zwey vnd zwenzig tausent Man ins Land / vnd gebot jm / Er solt alle erwachsene Menner erwürgen / Die Weiber aber vnd das junge Volck / verkeuffen . Als er nu fur Jerusalem kam / stellet er sich friedlich / bis auff den Sabbath tag / da die Jüden an feiren / Da gebot er flugs seinen Leuten / sie solten sich rüsten . Als nu jederman zulieff / vnd sehen wolte / was da werden würde / Lies er sie alle erstechen / vnd kam also mit dem gantzen Zeug in die Stad / vnd erschlug eine grosse Menge . Aber Judas Maccabeus machte sich dauon mit neun Brüdern in die wildnis vnd das gebirge / Vnd enthielt sich da / mit allen / so sich zu jm geschlagen hatten / von den Kreutern / Das er nicht muste vnter den vnreinen Heiden leben . Njcht lange darnach / sandte der König einen alten Man von Antiochia / das er die Jüden zwingen solte / Das sie von jrer veter Gesetz abfielen / vnd Gottes gesetz nicht mehr hielten / Vnd das er den Tempel zu Jerusalem solt verunreinigen / vnd jn heissen des Jouis Olimpij Kirchen / vnd den Tempel zu Garizim / des Jouis Xenij Kirchen / dieweil frembde Leute da selbs woneten . Aber solch wüste wesen thet jederman seer wehe / Denn die Heiden schwelgeten vnd prasseten im Tempel / Vnd trieben allerley vnzucht mit den Weibern an der heiligen Stet / vnd trugen viel hin ein / das sich nicht gebüret . Man opffert auff dem Altar verbotene Opffer im Gesetz / vnd hielt weder Sabbath noch andere gewöhnliche Feier / Vnd durfft sich gar niemand mercken lassen / das er ein Jüde were / Sondern man treib sie mit gewalt / alle monden zum Opffer / wenn des Königs geburtstag war . Wenn man aber des Bacchi Fest begieng / da zwang man die Jüden / Das sie in Krentzen von Ephaw / dem Baccho zu ehren / einher gehen musten . Man hatte auch aus des Ptolemei angeben / ein Gebot lassen ausgehen / an die Stedte der Heiden / die vmb Jerusalem waren / Das sie die Jüden allenthalben zum Opffer zwingen solten . Vnd so etliche darauff bestunden / das sie es nicht mit den Heiden halten wolten / Die solt man flugs erstechen / Da sahe man einen grossen jamer . Zwo frawen wurden fur gefurt / das sie jre Söne beschnitten hatten / Den band man die Kindlin an die brust / vnd fürete sie herumb durch die gantze Stad / vnd wurffen sie zuletzt vber die maur hinab . Etliche hatten sich in der nehe verkrochen in die Löcher / das sie den Sabbath halten möchten / Die selbigen / als es Philippo angezeiget ward / verbrennet man / Denn sie wolten sich nicht wehren / das sie sich am Sabbath nicht vergrieffen . Jch mus aber hie den leser vermanen / das er sich nicht ergere vber diesem jamer / Sondern gedencke / das jnen die straffe nicht zum verderben / sondern zur warnung widerfaren sey . Denn das ist eine grosse gnade / Das Gott den Sündern stewret / das sie nicht fortfaren / vnd ist bald hinder jnen her mit der straffe . Denn vnser HERR Gott sihet vns nicht so lang zu / als den andern Heiden / die er lesst hingehen / bis sie jre mas der sunden erfüllet haben / das er sie darnach straffe / Sondern wehret vns / das wirs nicht zu viel machen / vnd er zu letzt sich nicht an vns rechen müsse . Derhalben hat er seine barmhertzigkeit noch nie von vns gar genomen . Vnd ob er vns mit einem Vnglück gezüchtiget hat / hat er dennoch sein Volck nicht gar verlassen . Dis habe ich zu einer ermanung hie sagen wollen / Nu wollen wir wider auff die Historien komen . Es war der furnemesten schrifftgelerten einer Eleasar / ein betagter vnd doch seer schöner Man / Dem selben sperreten sie mit gewalt den mund auff / das er solt schweinen Fleisch essen . Aber er wolt lieber ehrlich sterben / denn so schendlich leben / vnd leid es gedültig . Vnd da er zur Marter gieng / straffet er die / so verboten Fleisch assen / aus liebe des zeitlichen Lebens . Die nu verordnet waren / das sie die Leute zu schweinen Fleisch / wider das Gesetz dringen solten / Weil sie jn so ein lange zeit gekennet hatten / namen sie jn auff einen Ort / vnd sagten / Sie wolten jm fleisch bringen / das er wol essen dürffte / Er solt sich aber stellen / als were es geopffert schweinen Fleisch / vnd solts dem König zu lieb essen / Das er also beim Leben bliebe / vnd der alten kundschafft genösse . Aber er bedachte sich also / Wie es denn seinem grossen Alter vnd eis grawen Kopff / auch seinem guten wandel / den er von Jugent auff gefüret hatte / vnd dem heiligen göttlichen Gesetz / gemes war / vnd sagt dürre heraus / Schickt mich jmer vnter die erden hin ins Grabe . Denn es wil meinem Alter vbel anstehen / das ich auch so heuchle / Das die Jugent gedencken mus / Eleasar / der nu neuntzig jar alt ist / sey auch zum Heiden worden . Vnd sie also durch meine heucheley verfüret werden / das ich mich so fur den Leuten stelle vnd mein leben / so eine kleine zeit / die ich noch zu leben habe / also friste / das were mir eine ewige schande . Vnd zwar was habe ich dauon / wenn ich schon jtzt der Menschen straffe also entflühe / weil ich Gottes hende / ich sey lebendig oder tod / nicht entfliehen mag ? Darumb wil ich jtzt frölich sterben / wie es mir altem Man wol anstehet / vnd der Jugent ein gut Exempel hinder mir lassen / Das sie willig vnd getrost / vmb das herrliche / heilige Gesetze willen sterben . DA er diese wort also geredt hatte / bracht man jn an die Marter . Die jn aber füreten vnd jm zuuor freundlich gewesen waren / ergrimmeten vber jn / vmb solcher wort willen / Denn sie meineten / Er hets aus eim trotz gesagt . Als sie jn aber geschlagen hatten / das er jtzt sterben solt / seufftzet er / vnd sprach / Der HERR / dem nichts verborgen ist / der weis es das ich die schlege vnd grossen schmertzen / den ich an meinem Leibe trage / wol hette mögen vmbgehen / wo ich gewolt hette / Aber der Seele nach / leide ichs gerne vmb Gottes willen . Vnd ist also verschieden / vnd hat mit seinem Tod ein tröstlich Exempel hinder sich gelassen / das nicht allein die Jugent / sondern jederman zur tugent ermanen sol . ES wurden auch sieben Brüder sampt jrer Mutter gefangen / vnd mit Geisseln vnd Riemen gesteupt / vnd gedrungen vom Könige / Das sie solten schweinen Fleisch essen / das jnen im Gesetz verboten war da sagt der eltest vnter jnen also / was wiltu viel fragen / vnd von vns wissen / Wir wollen ehe sterben / denn etwas wider vnser veterlich Gesetz handeln . Da ergrimmet der König vnd gebot / Man solt eilends Pfannen vnd Kessel vber das fewr setzen . Da man das gethan hatte / gebot er / Man solt dem Eltesten die Zunge ausschneiten / vnd Hende vnd Füsse abhawen / Das die andern Brüder vnd die Mutter solten zusehen . Als er nu so zustümpelt war / lies er jn zum Fewr füren / vnd in der Pfannen braten . Vnd da die lohe allenthalben in die Pfannen schlug / ermaneten sie sich vnternander / sampt der Mutter / Das sie vnuerzagt stürben / vnd sprachen / Gott der HERR wird das Recht ansehen vnd vns gnedig sein / wie Moses zeuget in seinem Gesang / Vnd er ist seinen Knechten gnedig . Als der erste so verschieden war / füret man den Andern auch hin / das sie jren mutwillen mit jm trieben / Vnd zogen jm haut vnd har ab / Vnd frageten jn / Ob er Sewfleisch essen wolt / oder den gantzen Leib mit allen Gliedern martern lassen ? Er aber antwortet auff seine sprach / vnd sagte / Jch wils nicht thun . Da namen sie jn vnd marterten jn / wie den ersten . Als er nu jtzt in den letzten Zügen lag / sprach er / Du verfluchter Mensch / du nimpst mir wol das zeitliche Leben / Aber der HERR aller Welt / wird vns / die wir vmb seines Gesetz willen sterben / aufferwecken zu einem ewigen Leben . Darnach namen sie den dritten / vnd trieben auch jren mutwillen mit jm . Vnd da sie es von jm fodderten / recket er die Zunge frey heraus / vnd strecket die Hende dar / vnd sprach getrost / Diese Gliedmassen hat mir Gott von Himel geben / Darumb wil ich sie gerne faren lassen / vmb seines Gesetzes willen / Denn ich hoffe / er werde mirs wol widergeben . Der König aber vnd seine Diener verwunderten sich das der Jüngling so freidig war / vnd die Mutter so gar nichts achtet . Da dieser auch tod war / peinigeten sie den Vierden auch / vnd geisselten jn . Da er aber jtzt sterben wolt / sprach er / Das ist ein grosser Trost / das wir hoffen / wenn vns die Menschen erwürgen / das vns Gott wird wider aufferwecken / Du aber wirst nicht aufferwecket werden zum Leben . Darnach namen sie den fünfften / vnd geisselten jn auch . Der sahe Antiochum an / vnd sprach zu jm / Du bist ein Mensch vnd must sterben / Weil du aber gewaltig auff Erden bist / so thustu was du wilt . Das soltu aber nicht in sinn nemen / das vns Gott gar verlassen habe / Verzeuch eine kleine weile / So soltu erfaren / wie mechtig Gott ist / der dich vnd dein Geschlecht plagen wird . Nach diesem füreten sie den sechsten auch erzu / Derselbige saget auch da er jtzt sterben solt / Du wirst mich nicht so betriegen / Denn wir haben dis leiden wol verdienet / Darumb das wir vns an vnserm Gott versündiget haben / vnd er handlet schrecklich mit vns / Aber es wird dir nicht so hingehen / das du also wider Gott tobest . ES war aber ein grosses Wunder an der Mutter / vnd ist ein Exempel / das wol werd ist / das mans von jr schreibe / Denn sie sahe jre Söne alle sieben auff einen tag nach einander martern / vnd leide es mit grosser gedult / vmb der Hoffnung willen / die sie zu Gott hatte . Da durch ward sie so mutig / das sie einen Son nach dem andern auff jre sprach tröstet / vnd fasset ein menlich Hertz / vnd sprach zu jnen / Jch bin ja ewre Mutter / vnd habe euch geborn / Aber den odem vnd das Leben habe ich euch nicht gegeben / noch ewre Gliedmas also gemacht . Darumb so wird der / der die Welt vnd alle Menschen geschaffen hat / euch den Odem vnd das Leben gnediglich widergeben / wie jrs jtzt vmb seines Gesetz willen waget vnd faren lasset . Da antiochus dis höret / meinet er / sie verachtet vnd schmehet jn auff jre sprach / Vnd nam den jüngsten Son fur sich / der noch vbrig war / vnd vermanet jn mit guten worten / vnd geredet jm mit einem Eide / wenn er von seinem veterlichen Gesetze abtretten wolt / So solt er einen gnedigen Herrn an jm haben / vnd wolt jn Reich vnd einen Herrn aus jm machen . DA er sich aber nicht bereden wolt lassen / lies der König die Mutter fur sich komen / vnd vermanet sie / Sie wolte doch den Son da hin bereden / das er bey dem Leben erhalten würde . Da er sie mit viel worten gebeten hatte / sagt sie jm zu sie wolt es thun / Aber sie spottet nur des Tyrannen / Denn sie gieng zum Sone / vnd redet heimlich auff jre Sprache mit jm / vnd sprach . Du mein liebes Kind / das ich neun Monden vnter meinem Hertzen getragen / vnd bey drey jaren geseuget / vnd mit grosser mühe aufferzogen habe / Erbarme dich doch vber mich . Sihe an Himel vnd Erden / vnd alles was darin ist / Dis hat Gott alles aus nichts gemacht / vnd wir Menschen sind auch so gemacht . Darumb fürchte dich nicht fur dem Hencker / Sondern stirb gerne / wie deine Brüder / das dich der gnedige Gott / sampt deinen Brüdern / wider lebendig mache / vnd mir widergebe . DA die Mutter noch mit dem Son also redet / sprach der Jüngling / Worauff harret jr ? Gedenckt nur nicht / das ich dem Tyrannen hierin gehorsam sein wil / Sondern ich wil das Gesetze halten / das vnsern Vetern durch Mosen gegeben ist . Du aber / der du den Jüden alles leid anlegest / solt vnserm HERRN Gott nicht entlauffen . Wir leiden vmb vnser Sünde willen / das ist war / Vnd ob wol der lebendige Gott / eine weil vber vns zornig ist / vnd vns straffet vnd züchtiget / So wird er doch seinen Knechten widerumb gnedig werden . Aber du gottloser verfluchter Mensch / vberhebe dich deiner Gewalt nicht zu seer / vnd trotze nicht auff die eitel hoffnung / das du die kinder Gottes verfolgest / Denn du bist dem Gericht des allmechtigen Gottes / der alle ding sihet / noch nicht entlauffen . Meine Brüder / die eine kleine zeit sich haben martern lassen / die warten jtzt des ewigen Lebens / nach der verheissung Gottes . Du aber solt nach dem vrteil Gottes gestrafft werden / wie du mit deinem hohmut verdienet hast . Jch wil mein Leib vnd Leben / vmb meiner veter Gesetz willen / dahin geben / wie meine Brüder / vnd zu Gott schreien / das er balde seinem Volck gnedig werde . Du aber wirst noch selbs bekennen müssen / durch grosse marter vnd qual / Das er allein der rechte Gott sey . Aber Gottes zorn wird an mir vnd meinen Brüdern wenden / welcher billich vber vnser gantzes Volck gangen ist . DA dis der König höret / ward er tol vnd töricht / vnd lies jn noch herter martern / denn die andern / Denn es verdros jn / das sie sein noch dazu spotteten . Also ist dieser auch fein dahin gestorben / vnd hat allen seinen Trost auff Gott gestellet . Zum letzten ward die Mutter auch hin gerichtet . Dis sey gnug von dem heidnischen Opffer / vnd der grausamen Marter . Aber Judas Maccabeus vnd seine Gesellen giengen heimlich hin vnd wider in die Flecken / vnd rieffen zu hauff jre Freundschafft vnd was sonst bey der Jüden glauben blieben war / das er bey sechs tausent Man zu hauff bracht . Vnd sie rufften Gott an / das er das arme Volck / welchs von jederman geplagt war / ansehen wolt / vnd sich erbarmen vber den Tempel / welchen die gottlosen Menschen entheiliget hatten / vnd vber die verderbte Stad / die gar wüste ward . Vnd das er doch das vnschüldige Blut / so zu jm ruffet / hören / vnd der vnschüldigen Kindlin / so wider alles Recht erstochen wurden / gedencken wolt / vnd die lesterung seines Namens rechen . VND Maccabeus mit seinem Hauffen plagte die Heiden wol / Denn der HERR lies von seinem zorn / vnd ward jnen wider gnedig . Er vberfiel vnuersehens Stedte vnd Flecken / vnd stecket sie an / Vnd nam ein die bequemsten Ort / vnd thet den Feinden grossen schaden . Am meisten aber treib er das bey nacht / Das man weit vnd breit von seinen Thaten saget . DA aber Philippus sahe / das er je lenger je stercker ward / weil es jm so glücket / Schreib er an Ptolemeum den Heubtman in Nidersyria vnd Phenice vmb hülffe / Denn es lag dem Könige viel daran . Da schickte Ptolemeus seinen besten Freund den Nicanor des Patrocli son / mit zwenzig tausent Man / das er die Jüden gar ausrotten solt / Vnd gab jm einen Heubtman zu / mit namen Gorgias / welcher ein erfarner Krieger war . Nicanor aber gedacht / er wolt aus den gefangenen Jüden das Geld lösen / das der König den Römern jerlich geben muste / nemlich zwey tausent Centner . Darumb schicket er als bald in die Stedte am Meer hin vnd wider / vnd lies ausruffen / wie er die Jüden verkeuffen wolt / neunzig Jüden vmb einen Centner / Denn er gedacht nicht / das jm die straffe von Gott so nahe were . Sup . 6 ; Jnf . 9 . DA nu Judas höret von dem Zug / der Nicanor furhatte / hielt er es seinen Jüden fur / die bey jm waren / wie ein Heer komen würde . Welche nu verzaget waren / vnd hatten das vertrawen nicht zu Gott / das er straffen würde / die lieffen dauon vnd flohen . Die andern aber verkaufften alles was sie hatten / vnd baten den HERRN / das er sie ja erlösen wolte / Welche der Nicanor verkaufft hatte / ehe er sie gefangen hatte . Vnd wolt ers nicht vmb jren willen thun / Das ers doch thet / vmb des Bunds willen / den er mit jren Vetern gemacht hatte / vnd vmb seines herrlichen grossen Namens willen / darnach sie genennet sind . Als nu Maccabeus seine Leute zuhauff gebracht hatte / bey sechs tausent / vermanet er sie zum ersten / Das sie sich nicht entsetzen solten fur den Feinden / noch sich fürchten fur der grossen menge der Heiden / die sie wider Recht vnd vnbillich plageten / Sonderlich sich dapffer wehren / vnd gedencken an die schmach / die sie der heiligen Stete angelegt / vnd wie sie die Stad verhönet vnd geplaget / vnd das Gesetze abgethan hetten . Sie verlassen sich ( sprach er ) auff jren Harnisch / vnd sind vol trotzes / Aber wir verlassen vns auff den allmechtigen Gott / welcher kan in einem augenblick / nicht allein die / so jtzt wider vns ziehen / sondern die gantze welt zu bodem schlahen . Psal . 20 . ER erzelet jnen aber auch alle Historien / wie Gott so offt gnediglich jren Vetern geholffen hette . Wie Senacherib mit hundert vnd fünff vnd achzig tausent Man in einer nacht vmbkomen were . Wie es in der Schlacht zu Babylon wider die Galater gegangen ist / wie sie alle in grosse not komen sind / acht tausent Jüden / vnd vier tausent Macedonier . Wie die Macedonier aus furcht still gehalten / vnd die acht tausent Jüden / allein mit der hülffe Gottes / hundert vnd zwenzig tausent Man erschlagen / vnd gros Gut dadurch erlanget haben . 4 . Reg . 19 . DA er jnen mit solchen worten ein Hertz gemacht hatte / das sie vmb des Gesetzs vnd jres Vaterlands willen gerne sterben wolten / machet er vier Hauffen / vnd ordnet seine Brüder vorn an die Spitzen / das sie es füren solten / nemlich / Simon / Joseph vnd Jonathas / vnd gab einem jeden funffzehen hundert Man zu . Darnach lies er Eleazarum das heilige Buch lesen / vnd gab jnen ein Zeichen / das jnen Gott helffen würde / Vnd zog also forn an der Spitzen fur den andern her / vnd traff mit dem Nicanor . Aber der allmechtige Gott stund jnen bey / das sie das gantze Heer in die flucht schlugen / vnd viel wund macheten / vnd bey neun tausent erschlugen . Vnd jagten denen nach / die da komen waren / das sie die Jüden keuffen wolten / vnd namen jnen das Geld . Doch musten sie gleichwol wider vmbkeren / denn es war der abend vor dem Sabbath / Das war die vrsache / das sie auffhöreten jenen nach zu eilen . Darnach plünderten sie / vnd namen den Harnisch vnd Wehre / vnd hielten den Sabbath / vnd lobten vnd preiseten Gott / der sie auff den tag erhalten / vnd wider angefangen hatte / seine gnade zu erzeigen . Nach dem Sabbath teileten sie den Raub aus vnter die Armen / Widwen vnd Waisen / vnd das vbrige behielten sie / fur sich vnd jre Kinder . Vnd sie hielten ein gemein Gebet / das der barmhertzige Gott wolt seinen zorn gar von jnen abwenden . Darnach thaten sie viel schlachten mit Timotheo vnd Bacchide / vnd erschlugen vber zwenzig tausent Man / vnd eröberten die Festungen / vnd teileten den Raub gleich vnter sich / vnd vnter die vertriebenen Waisen / Widwen vnd Alten . Vnd da sie geplündert hatten / brachten sie die Waffen auff die Festungen / vnd füreten auch grossen Raub gen Jerusalem / vnd brachten vmb einen Heubtman bey Timotheo / einen gottlosen Man / der die Jüden seer geplaget hatte . Vmb dieselbe zeit muste Antiochus mit schanden aus Persen abziehen / Denn als er gen Persepolin gezogen war / vnd hatte sich da vnterstanden die Kirche zu plündern / vnd die Stad einzunemen / waren die Bürger auff / vnd wereten sich / vnd trieben den Antiochum zurück / das er mit schanden muste abziehen . Als er nu zu Ecbathana war / kam es fur jn / wie es Nicanori vnd Timotheo gegangen were . Da ergrimmet er / vnd gedachte die schmach an den Jüden zu rechen / Vnd fuhr tag vnd nacht / das er ja bald hin keme / Denn es treib jn Gottes zorn / das er so frech geredt hatte / Als bald er gen Jerusalem keme / so wolt er aus der Stad eine Todtengruben machen . Darumb straffet jn der allmechtige HERR / der Gott Jsrael / mit einer heimlichen Plage / die niemand heilen kundte . Denn als bald er solchs geredt hatte / kam jn ein solchs reissen im Leib an / vnd so ein grosses krimmen in den Dermen / das man jm nicht helffen kund . Vnd zwar / es geschach jm eben recht / darumb / das er ander Leute mit mancherley vnd vor vnerhöreter Marter geplaget hatte . Noch lies er von seinem trotz nicht ab / Sondern ward noch wütiger / vnd brante fur bosheit wider die Jüden / vnd eilete / vnd im rennen fiel er von dem Wagen so hart / das jn in allen seinen Gliedern reis . Da muste der ( so zuuor sich fur grosser hoffart düncken lies / Er wolte dem Meer gebieten / vnd die Berge auff einander setzen ) von einem einigen Fall / sich in einer Senfften tragen lassen / Das frey jederman an jm sahe die gewalt Gottes . Sup . 5 . ES wuchsen auch Maden aus dem verfluchten Leibe / vnd verfaulet mit grossem schmertzen / Das gantze stück von seinem Leibe fielen / Vnd stanck so vbel / das niemand fur dem stanck bleiben kundte . Vnd der sich vor düncken lies / er rürete an den Himel / den kundte niemand tragen / vmb des vnleidlichen stancks willen . Da must er von seinem hohmut ablassen / vnd sich erkennen / weil er von Gott so angegriffen war / vnd die schmertzen jmer grösser wurden . VND da er zu letzt den Stanck selbs nicht mehr erleiden kundte / da sprach er / Es ist ja recht / das man sich fur Gott demütige / vnd das ein sterblicher Mensch nicht so vermessen sey / das er sich düncken lasse / er sey Gott gleich . Vnd der Bösewicht hub an / vnd betet zu dem HERRN / der sich nu nicht mehr vber jn erbarmen wolt / Vnd verhies / Das er die heilige Stad / die er zu vor gedacht zuuertilgen / vnd eine Todtengruben draus zu machen / frey wolte lassen . Vnd die Jüden die er zuuor nicht werd geacht / das sie solten begraben werden / sondern den Vogeln vnd Thieren zu fressen geben wolt / die wolte er frey lassen / wie die Bürger zu Athen . Vnd den heiligen Tempel / den er zuuor beraubet hatte / wolt er mit allerley Schmuck wider zieren / vnd viel mehr heiliges Gerets da hin geben / weder zuuor da gewest were . Vnd was jerlich auff die Opffer gienge / das wolte er von seinen eigen Renten reichen . Da zu wolte er selbs ein Jüde werden / vnd an allen Orten die gewalt Gottes preisen vnd verkündigen . DA aber die Kranckheit nicht wolt nachlassen / Denn es war Gottes gerechter zorn zu hart vber jn komen / verzweiuelt er an seinem Leben vnd schreib diese demütige schrifft an die Jüden / wie folget . Antiochus der König vnd Fürst / Entbeut den fromen Jüden seinen Grus . SO jr sampt ewren Kindern frisch vnd gesund seid / vnd gehet euch wol / Des danckete ich Gott / Jch aber bin seer kranck . Dje weil ich gern wolte einen gemeinen Frieden erhalten / wie es denn die not foddert / nach dem ich auff der reise aus Persen kranck bin worden / dencke ich gnediglich an ewre trew vnd freundschafft / wiewol ich hoffe / das es sol besser mit mir werden . Vnd nach dem mein Vater / als er in die öbern Lender zoch / macht er einen König nach jm / Damit man wüste ( wo sich etwa ein vnfal zutrüge / oder sonst vnfriede würde ) wer Herr sein solte / vnd das Reich nicht zurüttet würde . Also auch ich / weil ich sehe / das die vmbliegende Fürsten nach meinem Königreich trachten / wo mirs vbel gienge / Hab ich meinen son Antiochum zum Könige gemacht / welchen ich euch offt trewlich befolhen habe / wenn ich in die öbern Lender gezogen bin / Den selben befelh ich euch jtzt auch . Derhalben vermane vnd bitte ich euch / vmb aller Wolthat willen / so ich allen in gemein / vnd in sonderheit gegen einem jglichen erzeigt habe / Das jr mir vnd meinem Son fort an freundlich vnd trewlich sein wollet / Denn ich versehe michs zu jm / Er werde sich gnediglich vnd freundlich gegen euch halten / vnd meiner weise folgen . Also starb der Mörder vnd Gotteslesterer Antiochus in grossem schmertzen / wie er andern Leuten gethan hatte / in einem frembden Lande / vnd in der Wildnis / eines jemerlichen todes . Vnd Philippus der mit jm aufferzogen war bestattet jn zur erden / Vnd weil er sich fur des Antiochi son besorget / flohe er in Egypten zum könige Ptolemeo Philometor . 1 . Mac . 6 ; Sup . 1 . Also gab Gott dem Maccabeo vnd seinem Hauffen den mut / das sie den Tempel vnd die Stad wider einnamen / Vnd zerstöreten die andern Altar vnd Kirchen / so die Heiden hin vnd wider auff den Gassen hatten auffgerichtet . Vnd nach dem sie den Tempel gereiniget hatten / machten sie einen andern Altar / vnd namen Fewrstein vnd schlugen Fewer auff / vnd opfferten wider / welchs in zweien jaren vnd sechs monden nicht geschehen war / vnd opfferten Reuchwerg / vnd zündten die Lampen an / vnd legten die Schawbrot auff . Da nu solchs alles geschehen war / fielen sie auff jr angesicht nider fur den HERRN vnd beteten / Das er sie ja nicht mehr in solchen jamer wolt komen lassen . Sondern ob sie sich mehr an jm versündigen würden / Das er sie gnediglich straffen / vnd nicht in der Gotteslesterer / der grausamen Heiden / hende geben wolt . VND Gott schicket es also / das auff den tag der Tempel gereinigt ward auff welchen jn die Heiden verunreiniget hatten / nemlich / auff den fünff vnd zwenzigsten tag des monden Casleu . Vnd sie hielten mit freuden acht tag Feier / wie ein Fest der Lauberhütten . Vnd gedachten daran / das sie vor einer kleinen zeit / jr Lauberhüttenfest in der wildnis vnd in der hülen / wie die wilden Thier / gehalten hatten . Vnd trugen Meien vnd grüne Zweige / vnd Palmen / vnd lobeten Gott / der jnen den Sieg gegeben hatte / seinen Tempel zu reinigen . Sie liessen auch ein Gebot ausgehen durch das gantze Jüdenthum / Das man diesen tag jerlich feiren sol . Also hat Antiochus der Edle ein ende . Nv folget von dem antiocho eupator / des gottlosen Antiochi son / was fur Krieg vnter jm fur vnd fur gewesen sind . Da Eupator König ward / setzt er Lysiam / der vor Heubtman in Phenice vnd Coelosyria war / zum öbersten Fürsten . Aber Ptolemeus Macron / der die Jüden gern bey recht geschützt hette / weil sie bis her so viel gewalt vnd vnrechts erlidden hatten / erbeitet dahin / das man sie solt mit frieden lassen . Derhalben verklagten jn seine Freunde bey dem Eupator / vnd hiessen jn öffentlich einen Verrheter / darumb / das er die Jnsel Cypern / welche jm Philometor befolhen hatte / Antiocho dem Edlen auffgegeben hatte / vnd must ein geringer ampt haben / Da gremet er sich so seer / das er sich selbs mit gifft vmbbracht . DA nu Gorgias vber die selben ort Heubtman ward / nam er Kriegsknecht an / vnd legte sich sonderlich wider die Jüden . Desselben gleichen vnterstunden sich auch die Edomiter / wo sie vermochten / trieben sie die Jüden aus den Festen vnd gelegenen Flecken / vnd namen zu sich die abtrünnigen Jüden aus Jerusalem veriagt . DA machte sich Maccabeus vnd sein Hauff zusamen / vnd beteten / Das jnen Gott wolte beystehen . Vnd fielen den Edomitern in die festen Flecken / vnd eröberten sie mit gewalt / vnd erwürgeten alles was sich auff den mauren zur gegenwehr stellet / vnd was sie sonst ankamen / bis in die zwenzig tausent . Es entrunnen jnen aber auff zween starcke Thürme bey neun tausenten / die sich wider den Sturm gerüstet hatten . Da verordnet Maccabeus den Simon / Joseph vnd Zacheum / vnd lies jnen so viel Leute / das sie starck gnug waren zum sturm / Er aber zoch fort fur ander Stedte . Aber der hauff bey Simon / lies sich die / so auff dem Thurm waren / mit Geld bewegen / vnd namen fünff vnd dreissig tausent Gülden von jnen / vnd liessen sie dauon komen . Da es nu Maccabeus erfur / brachte er die Heubtleute zusamen / vnd klagte sie an / Das sie jre Brüder vmbs Geld verkaufft / vnd die Feinde dauon hetten komen lassen / vnd lies sie tödten als Verrheter / vnd stürmet als bald die zween Thürme . Vnd es glückt jm / vnd erwürget in den zweien Festungen mehr denn zwenzig tausent Man . Tjmotheus aber / welchen die Jüden zuuor geschlagen hatten / rüstete sich mit viel frembdem Volck / vnd samlete einen grossen reisigen Zeug aus Asien / Vnd kam der meinunge das er die Jüden gantz vertilgen wolt . Vnd da er ans Land kam / betet Maccabeus vnd sein Hauff zum HERRN / vnd streweten asschen auff jre Heubter / vnd legten Secke an / vnd fielen nider fur den Altar / vnd baten / Das jnen Gott gnedig / vnd jren Feinden vngnedig sein wolte / Vnd sich wider die setzen / so sich wider jn setzten / Wie im Gesetz geschrieben stehet . DA sie nu also gebetet hatten / namen sie jre Wehre / vnd zogen einen guten weg fur die Stad hin aus / bis sie zu den Feinden kamen . Vnd als bald die Sonne auffgieng / traffen sie an einander / wiewol es ein vngleicher Zeug war / Denn die Jüden hatten eine freidige zuuersicht zum HERRN ( welche ein gewis zeichen des Siegs ist ) Jene aber hattens angefangen aus eitel trotz vnd vermessenheit . ALS nu die Schlacht am hefftigsten war / erschienen den Feinden vom Himel / fünff herrlicher Menner auff Pferden mit gülden Zeumen / die fur den Jüden her zogen / vnd Zween hielten neben dem Maccabeo / vnd beschützeten jn mit jrer Wehre / das jn niemand verwunden kundte / Vnd schossen Pfeil vnd Donnerstral in die Feinde / Das sie geblendet vnd flüchtig wurden / Vnd wurden geschlagen / zwenzig tausent vnd funff hundert zu fuss / vnd sechs hundert Reisige . Tjmotheus aber entflohe gen Gazara in einen festen Flecken / welchen der Heubtman Chereas inne hatte . Da lagert sich Maccabeus vnd sein Hauffe da fur vier tage . Aber die in dem Flecken / verliessen sich darauff / das er so hoch lag / vnd lesterten vnd schmeheten vber die masse seer . Aber am fünfften tage / ergrimmeten zwenzig junge Man / vmb der lesterung willen / vnd lieffen menlich mit einem Sturm an die maur / vnd erwürgeten im grimmen was jnen entgegen kam . Den folgeten die andern / vnd erstiegen den Flecken / vnd zundten die Thürm an / vnd verbrandten die Gotteslesterer . Etliche hieben die thür auff / das der gantze Hauffe hin ein kundte / vnd eröberten also die Stad / vnd erschlugen den Timotheum / der sich in einem Pful versteckt hatte / vnd den Cheream seinen bruder / vnd Apollophanem . Als sie solchs alles ausgerichtet hatten / preiseten sie den HERRN mit Lobgesang / der Jsrael so grosse Wolthat erzeiget / vnd jnen den Sieg gegeben hatte . DA nu Lysias des Königs vormünde vnd Vetter vnd öberster Rat / dis alles erfure / thet es jm seer wehe / Vnd brachte zusamen achzig tausent Man / vnd den gantzen reisigen Zeug / vnd zog wider die Jüden / der meinung / Das er Heiden in die Stad setzen / vnd den Tempel zu seinem jerlichen nutz brauchen wolt / wie ander Heidenkirchen / vnd das Priesterthum jerlich verleihen . Er gedachte aber nicht / das Gott noch mechtiger were / Sondern trotzet auff den grossen Hauffen / den er zu Ross vnd Fuss hatte / vnd auff die achzig Elephanten . Als er nu in Judeam kam / lagerte er sich fur einen flecken Bethzura genant / der von Jerusalem bey fünff Feldwegs lag in einem Gebirge . DA aber Maccabeus vnd die seinen höreten / das er den Flecken stürmet / baten sie vnd der gantze Hauff mit süfftzen vnd threnen / den HERRN / Das er einen guten Engel senden wolte / der Jsrael hülffe . Vnd Maccabeus war der erste der sich rüstet / vnd vermanet die andern / Das sie sich mit jm wogen vnd jren Brüdern helffen wolten / Vnd zogen also mit einander aus . Als bald sie aber fur die stad Jerusalem hin aus kamen / Erschiene jnen Einer zu Ross in einem weissen kleide / vnd güldenem Harnisch / vnd zoch fur jnen her . Da lobten sie alle den barmhertzigen Gott / vnd wurden keck / das sie jre Feinde schlagen wolten / wenn sie gleich die wildesten Thier weren / vnd hetten eiserne mauren fur sich . Mit einem solchen mut reisete der gantze Zeug fort / sampt jrem Gehülffen / den jnen der barmhertzige Gott von Himel gesand hatte / Vnd grieffen jre Feinde an / wie die Lewen / vnd erschlugen jr eilff tausent zu fuss / vnd sechzehen hundert zu Ross . Vnd trieben die andern alle in die Flucht / das der meiste hauff / so dauon kam / wund war . Vnd Lysias selbs flohe auch schendlich / vnd entran . Es war aber Lysias ein vernünfftiger Man . DA er nu die Schlacht / die er verloren hatte / bey sich selbs bedachte / vnd sahe / Das das Jüdische volck vnüberwindlich war / weil jnen Gott der allmechtige so beystünde / schicket er zu jnen / vnd bot jnen Friede an / Vnd verhies jnen daneben / er wolte den König dahin vermügen / das er jr guter Freund würde . Maccabeus lies es jm wolgefallen / denn er sahe / das es das beste war . Vnd der König verwilliget in den vertrag / den Lysias mit Maccabeo vnd den Jüden gemacht hatte . 1 . Mac . 6 . VND den Brieff den Lysias den Jüden zuschreib / lautet also . Lysias / Entbeut den Jüden seinen Grus . Johannes vnd Absolom ewre Gesandten / haben einen Brieff gebracht / vnd gebeten vmb die Sach / derhalben sie gesand waren . Was nu dem König anzuzeigen gewesen ist / hab ich gethan / Vnd er hat alles was nützlich ist / gewilliget . Werdet jr nu trew vnd glauben halten / So wil ich auch hinfurt mich bevleissigen / Das ich ewer bestes schaffe . Vnd von jeglichem Artickel in sonderheit / haben ewre vnd meine Gesandten befelh / euch weiter zu vnterrichten / Hie mit Gott befolhen . Datum im cxlviij . jare / am xxiiij . tage des monden Dioscori . Des Königes Brieff lautet also . König Antiochus / Entbeut seinem Bruder Lysia seinen Grus . Nach dem vnser Vater von hinnen geschieden / vnd ein Gott worden ist / Jst vns nichts liebers / denn das Friede in vnserm Reich sey / da mit jederman des seinen warten könne . Nu hören wir / Das die Jüden nicht haben wollen willigen in die verenderung jres Gottesdiensts auff Heidnische Weise / sondern wollen bey jrem Glauben bleiben Vnd bitten derhalben / das man sie da bey wolle bleiben lassen . Weil wir es nu fur gut ansehen / das dis Volck auch im Frieden lebe / vnd stille sey / So ist vnser meinung / Das man jnen jren Tempel wider eingebe / vnd sie bey jrem Regiment vnd wesen / wie es jre Vorfaren gehalten / bleiben lasse . Darumb woltestu etliche zu jnen senden / vnd Friede mit jnen auffrichten / Auff das sie / wenn sie vnser meinung wissen / sicher seien / vnd jrs thuns on alle sorg warten mügen . Des königs brieff an die jüden / lautet also . Der könig Antiochus / Entbeut dem Rat vnd der Gemeine der Jüden seinen Grus . Wenn es euch allen wolgienge / das höreten wir gerne / Vns gehet es noch wol . Es hat vns Menelaus bericht / wie jr begert in vnser Land zu reisen / vnd ewr Gewerbe bey vns zu treiben . Darumb alle die Jüden / so zwisschen hie vnd dem dreissigsten tag des Aprilis reisen werden / sollen frey sicher Geleit haben / sich zu halten mit essen vnd anderm nach jrem Gesetz / wie vor . Es sol auch keinem kein leid widerfaren / vmb des willen / so bis an her wider vns gethan ist . Des zum zeugnis hab ich Menelaum zu euch senden wollen / euch da von weiter zu berichten . Hie mit Gott befolhen / Jm cxlviij . jar / am xv . tage des Aprilis . ES schrieben auch die Römer den Jüden / wie folget . Q . Mutius / T . Manlius / der Römer Botschafften / Entbieten den Jüden jren Grus . Alles was euch Lysias des Königs vetter / nachgelassen hat / willigen wir auch . Weil er aber fur gut ansihet / Das man etliche Artickel an den König gelangen lasse / So beratschlahet euch vnternander / vnd sendet auff das förderlichst jemand zu vns / das wir vns mit einander vereinigen / Denn wir ziehen jtzt gen Antiochien . Darumb fördert euch / vnd sendet etliche / das wir wissen / was jr gesinnet seid . Hie mit Gott befolhen . JM hundert vnd acht vnd vierzigsten jar / am funffzehenden tage Aprilis / da dieser Vertrag also beschlossen war / zoch Lysias zum Könige / Die Jüden aber warteten jres Ackerbawes . Aber die Heubtleute an den selben örten / Timotheus vnd Apollonius des edlen Apollonij son / vnd Hieronymus vnd Demophon / sampt dem Nicanor dem Heubtman in Cypern / liessen jnen keinen fried noch ruge . Vnd die zu joppe vbeten eine verrheterliche that / Denn sie beredeten die Jüden / so bey jnen woneten / Das sie mit jren Weibern vnd Kindern in die Schiff / so von jnen bestellet waren / tretten wolten / als werens gute Freunde mit jnen . Da nu die Jüden solchs theten / wie es in der Stad beschlossen war / vnd besorgten sich nichts vnfriedlichs / vnd sie auff das Meer kamen / erseufften sie sie alle / in die zwey hundert Person . ALS nu Judas höret / wie grewlich man mit seinen Brüdern gehandelt hatte / Gebot er seinen Leuten auff / vnd ruffet zu Gott dem gerechten Richter / Vnd zoch wider die / so seine Brüder ermordet hatten / vnd zündet bey nacht den Port an / vnd verbrand die Schiff alle / Vnd was fur Leute im Port waren / erwürget er mit dem schwert . Weil aber die stad verschlossen war / zoch er ab / in der meinung / das er bald widerkomen / vnd die Stad schleiffen wolt . Es ward jm auch angezeigt / wie die zu jamnia gleich solchs wider die Jüden so bey jnen woneten / furhatten . Darumb fiel er auch bey nacht zu jnen ein / vnd verbrandte jnen den Port vnd alle Schiff / Das man das fewr zu Jerusalem sahe / welchs doch zwey hundert vnd vierzig Feldwegs dauon lag . Darnach zoch er neun Feldwegs fort / wider den Timotheum / Da stiessen bey fünff tausent Araber / vnd funff hundert Reuter auff jn / vnd schlugen sich mit jm / vnd thaten eine grosse Schlacht / Vnd Judas mit seinem Hauffen / durch göttliche Hülffe / behielt den sieg . Vnd weil die Araber darnider lagen / baten sie jn vmb friede / vnd verhiessen jm / sie wolten jm vieh geben / vnd auch sonst hülffe thun . Judas gedachte / wie es denn auch war ware / sie möchten jm auch wol nütz sein / vnd sagt jnen frieden zu . Vnd da sie es an einander gelobt hatten / zogen sie wider heim . ER fiel auch in eine Stad / die mit Brücken wol bewaret / vnd mit einer Maur beschlossen war / da mancherley Volcks innen wonet / vnd hies Caspin . Aber die in der Stad verliessen sich auff jre feste mauren / vnd grossen Vorrat von speise / vnd fragten nicht viel nach Juda vnd den seinen / Ja sie spotteten jr noch dazu / vnd lesterten vnd fluchten jnen vbel . Da ruffet Judas vnd sein Hauffe zu dem mechtigen HERRN aller Welt / der zu Josua zeiten / on alle Kriegsrüstung / so man zum Sturm brauchet / Jericho in einander geworffen hatte . Vnd lieffen mit einem grim an die maurn / vnd eröberten also die Stad / vnd würgeten vnseglich viel Menschen / Das der Teich / der da bey lag / vnd wol zwey Feldwegs weit war / sahe wie eitel Blut . Jud . 6 . Darnach zogen sie weiter / sieben hundert vnd funffzig Feldwegs / vnd kamen gen Tharah zu den Jüden / die man Tubianer heisset . Aber sie funden Timotheum nicht / Denn er hatte sich dauon gemacht / vnd nichts da ausgericht / On das er einen Flecken starck besetzt hatte . Da machten sich zween Heubtmenner aus des Maccabei hauffen auff / nemlich / Dositheus vnd Sosipater / vnd brachten sie alle vmb / die Timotheus in der besetzung gelassen hatte / mehr denn zehen tausent starck . Maccabeus aber ordnet sein Volck / vnd teilets in etliche Hauffen / vnd zoch wider Timotheum / welcher hundert vnd zwenzig tausent Fusknecht / vnd funffzehen hundert Reisigen bey sich hatte . Da nu Timotheus erfure / das Judas wider jn zöge / schickt er Weib vnd Kind / vnd was nicht in Krieg tochte / in einen flecken Carnion / welchs im engen Gebirge lag / das mans nicht belegern kundte . Als er aber den ersten Hauffen des Maccabei ansichtig ward / kam die Feinde ein furcht vnd schrecken an / Weil der wider sie war / vnd sich sehen lies / der alle ding sihet / Vnd huben an zu fliehen / einer da / der ander dort hin aus / das sie sich selbs vnter einander beschedigten vnd verwundten . Judas aber druckt nach / vnd schlug die Gottlosen / vnd bracht jr in die dreissig tausent vmb . VND Timotheus kam dem Dositheo vnd Sosipatro in die hende / vnd bat sie seer / Das sie jn nicht tödten / Denn er hette viel jre Veter vnd Brüder / die auch sterben müsten / wo er getödtet würde . Da er sich nu verbürget hatte / das er auff einem bestimpten tag sie vnbeschedigt jnen vberantworten wolt / liessen sie jn / vmb jrer Brüder willen / ledig . Darnach zoch Maccabeus gen Carnion vnd Atargation / vnd erwürgete bey fünff vnd zwenzig tausent Menschen . Nach diesem Zug vnd Schlacht / reisete Judas wider die feste stad Ephron in welcher Lysias vnd sonst viel Volcks war . Die junge Manschafft aber die vor der Stad stund / wehret sich tapffer / denn sie hatten Geschütz vnd wehre gnug . Da rieffen sie zu dem HERRN der mit gewalt der Feinde stercke zu bricht / vnd eröberten die Stad / vnd erwürgeten fünff vnd zwenzig tausent Menschen . Darnach zogen sie von dannen / wider der Schythen stad / die sechs hundert Feldwegs von Jerusalem ligt . Weil aber die Jüden / so bey den Schythen woneten / jnen zeugnis gaben / Das sie jnen alle Freundschafft in den schweren zeiten bewiesen hetten / stelleten sie sich auch freundlich gegen sie / vnd danckten jnen darumb / Vnd baten sie / sie wolten weiter gegen jre Leute so gutwillig sein . Vnd zogen also wider gen Jerusalem / vnd kamen eben auff die Pfingsten wider heim . Nach Pfingsten aber zogen sie wider Gorgiam der Edomiter Heubtman / der begegnet jnen mit drey tausent Fusknechten / vnd vier hundert Reisigen . Vnd da es an die Schlacht gieng / kamen wenig Jüden vmb . Vnd Dositheus / ein starcker Reuter / aus des Bacenoris hauffe / erhasschet Gorgiam vnd hielt jn beim mantel / vnd furete jn mit gewalt / vnd wolt jn lebendig fangen . Aber ein Reuter aus Thracien rennet auff jn zu / vnd hieb jm den Arm ab / das der Gorgias dauon entran gen Moresa . DA nu des Gorgias Hauffe lenger sich wehret / vnd not furhanden war / Ruffet Judas zum HERRN / das er jnen helffen / vnd fur sie streiten wolt / vnd schrey seine Leute an auff Ebreisch / vnd fieng einen Gesang an / Da wandte sich Gorgias volck vnuersehens in die flucht . Vnd Judas zoch mit seinem Volck in die stad Odollam / Vnd weil es noch in der Pfingstwochen war / reinigeten sie sich nach dem Gesetze / vnd hielten den Sabbath daselbs . AM andern tage darnach / kamen sie zu Juda / das sie jre Todten holeten / wie man pflegt / vnd bey jre Veter begruben . Da sie nu auszogen / funden sie bey einem jeden Erschlagenen vnter dem hembde Kleinot von den Götzen aus Jamnea / welchs den Jüden im Gesetz verboten ist . Da ward es offenbar fur jederman / warumb diese erschlagen weren . Da danckten sie Gott dem gerechten Richter / der das heimliche so an tag gebracht hatte / vnd baten jn / Er wolt ja vmb dieser sunde willen / sie nicht alle vertilgen . Vnd der Held Judas vermanet den Hauffen tröstlich / das sie sich forthin fur sunden bewaren wolten / Weil sie fur jren augen sehen / Das diese vmb jrer sunde willen erschlagen weren . Darnach hies er sie eine Stewer zusamen legen / zwey tausent Drachmas silbers / Die schicket er gen Jerusalem / zum Sündopffer / Vnd thet wol vnd fein dran / das er von der Aufferstehung eine erinnerung thet . Denn wo er nicht gehoffet hette / das die / so erschlagen waren / würden aufferstehen / were es vergeblich vnd eine torheit gewest / fur die Todten zu bitten . Weil er aber bedacht / das die / so im rechten glauben sterben / freude vnd seligkeit zu hoffen haben / ist es eine gute vnd heilige meinung gewest . Darumb hat er auch fur diese Todten gebeten / das jnen die sünde vergeben würde . JM hundert vnd neun vnd vierzigsten jar / kam es fur Juda vnd die seinen / Das Antiochus Eupator mit einer grossen macht wider Judeam zöge / vnd Lysias sein Vormünd vnd öberster Rat mit jm / vnd hetten hundert vnd zehen tausent Griechischer Fusknecht / vnd fünff tausent vnd drey hundert zu Ross / vnd zwey vnd zwenzig Elephanten / vnd drey hundert Wagen mit eisern zacken . Darüber schlug sich Menelaus auch zu jnen / vnd vermanet Antiochum mit grosser heucheley / zum verderben seines Vaterlands / das er dadurch das Hohepriesterampt erlangete . Aber der König aller könige / erweckt des Antiochi mut / das er den abtrünnigen Schalck straffet / Denn Lysias zeiget jm an / wie er ein vrsach were aller dieser vnruge / Darumb lies er jn gen Berea füren / vnd nach jrer Landsweise / am selben Ort tödten . Denn es war ein Thurn da / fünffzig ellen hoch / vol asschen / vnd auff der asschen stund ein vmblauffend vnd schuckeld Rad / darauff redert man die Gottslesterer vnd grossen Vbelthetter . Eins solchen tods muste der abtrünnige Menelaus auch sterben / vnd nicht begraben werden / vnd geschach jm recht / Denn weil er sich so offt an des HERRN Altar / da das heilige Fewr vnd asschen war / versündigt hatte / hat er auch auff der asschen müssen getödtet werden . Der König aber war seer ergrimmet auff die Jüden / vnd gedachts ja so grewlich zu machen mit jnen / als sein Vater gemacht hatte . Solchs erfure Judas / vnd gebot dem gantzen Volck / Sie solten tag vnd nacht den HERRN anruffen / Das er jnen jtzt / wie offtmals vor / wider die helffen wolte / die sie des Gesetzs / des Vaterlands vnd des heiligen Tempels berauben wolten / Vnd das er das Volck / das sich kaum ein wenig erholet hatte / nicht wolte in der verfluchten Heiden hende geben . Da sie nu solchs einhellig miteinander theten / vnd baten den barmhertzigen Gott mit weinen vnd fasten vnd lagen drey gantze tage auff der erden / Tröstete sie Judas / vnd hies sie zu jm komen . Vnd da er vnd die Eltesten bey samen waren / beratschlagt er mit jnen / Er wolte / ehe der König mit seinem Heer in Judeam keme / vnd die Stad einneme / jm entgegen ziehen / vnd die Sache mit Gottes hülffe enden . Vnd befalh sich also Gott / vnd vermanet sein Volck / Das sie wolten getrost bis in tod streiten / zu erhalten das Gesetz / den Tempel / die Stad / das Vaterland / vnd Regiment . Vnd er lagert sich bey Modin / vnd gab diese wort jnen zur Losung / Gott gibt Sieg . Darnach macht er sich bey nacht auff mit den besten Kriegsknechten / vnd fiel dem Könige in sein Lager / vnd erschlug bey vier tausent Man / vnd den fördersten Elephanten / sampt allen die im Thürmlin waren / Da mit brachten sie ein gros schrecken vnd furcht in das gantze Lager / Vnd zogen ehrlich vnd glücklich dauon / am morgen da der tag anbrach / Denn Gott war jr helffer gewest . Der König aber als er versucht hatte / das die Jüden so freidig weren / wendet sich / vnd zoch durch vnwegsame Ort / vnd füret sein Volck fur die festung Bethzura der Jüden / die nicht besetzt war . Aber er ward da auch in die flucht geschlagen / vnd richtet nichts aus / vnd nam schaden / Denn Judas schicket alle notdurfft in die Festunge . ES war aber einer vnter den Jüden Rodocus / der verriet den Feinden alle heimligkeit / Aber man verkundschafft jn / vnd fieng jn / vnd jagten jn dauon . Darnach ward der König anders zu rat / vnd machet frieden mit den zu Bethzura / vnd zoch dauon / vnd schlug sich mit Juda / vnd verlor die Schlacht . Vnd weil er erfaren hatte / das Philippus abgefallen war / den er hinder sich zu Antiochia zum Stadhalter gelassen hatte / erschrack er seer . Vnd lies mit den Jüden handeln / vnd vertrug sich mit jnen / vnd schwur den Vertrag zu halten / vnd war also jr Freund . Vnd opffert vnd ehret den Tempel / vnd hielt sich freundlich gegen die Stad / vnd nam Maccabeum an zum Freund / vnd machet jn zum Heubtman von Ptolemaide an bis an die Gerrener . Als aber der König gen Ptolemais kam / sahen die Ptolemaier den Vertrag nicht gerne / Denn sie besorgten sich / man würde jnen nicht glauben halten gleich wie sie nicht hatten glauben gehalten . Da trat Lysias öffentlich auff / vnd entschüldigt den König / vnd beredet sie / das sie zu frieden waren / vnd stillet sie / das sie sich alles guts zu jnen versehen solten / Darnach reiset er wider zurück gen Antiochia . So ists mit dieses Königs reise / vnd wider heimzuge / gangen . Nach dreien jaren darnach / vernam Judas vnd die seinen / Das Demetrius Seleuci son / zu Tripoli mit grossem Volck vnd viel Schiffen ankomen / vnd das Land eingenomen / vnd Antiochum / sampt Lysian des selben Vormünden erschlagen hatte . Alcimus aber / der zuuor Hoherpriester gewest / vnd schendlich abgefallen war / zur zeit der verfolgung / Vnd nu dacht / Das er weder beim leben bleiben / noch wider zum Hohenpriester ampt komen möchte / der zoch zum könige Demetrio / im hundert vnd ein vnd funffzigsten jar / vnd bracht jm eine güldene Kron vnd Palmen vnd Olezweige / die in den Tempel gehöreten / Vnd den ersten tag verzog er / bis er seine zeit ersahe / die jm hülffe zu seiner wüterey . DA jn nu Demetrius in den Rat foddern / vnd fragen lies / Wie es vmb die Jüden stünde / vnd was sie furhetten ? Antwort er also / Die Jüden die sich die Fromen nennen / welcher Heubtman ist Judas Maccabeus / erregen jmerdar Krieg vnd Auffrhur / vnd lassen deim Reich keinen frieden . Haben auch mich meiner veterlichen herrligkeit / nemlich / des Priesterthums / beraubet / Darumb bin ich hie her komen / Zum ersten / dem Könige zu gut / vnd das ichs trewlich meine . Zum andern / das ich auch meinem Volck gern wolt ratschaffen / Denn mit solcher vnordnung wird vnser gantzes Geschlecht vntergehen . Darumb wolte der König in die sachen sehen / vnd nach seiner berümbten gütigkeit / dem Lande vnd vnserm gantzen Geschlecht in dieser sachen raten vnd helffen / Denn weil Judas lebet / ist es nicht müglich / das friede im Lande werde . DA er solchs geredt hatte / ergrimmeten die andern auch wider den Judam / Vnd verhetzten den Demetrium wider jn / Das er als bald Nicanor den Heubtman vber den Elephanten zeug foddert / vnd jn zum Heubtman wider die Jüden verordnet . Vnd befalh jm / das er Judam vmbbringen / vnd seinen Hauffen zutrennen / vnd Alcimum zum Hohenpriester einsetzen solt . Da schlugen sich zum Nicanor alle die Heiden / so Judas aus dem Lande veriaget hatte / vnd hoffeten der Jüden vnglück solt jr glück sein . ALS nu Judas vnd die seinen höreten / Das Nicanor wider sie zöge / vnd die Heiden allenthalben sich mit hauffen zu jm schlügen / Bestreweten sie sich mit asschen / vnd rieffen Gott an / der sein Volck von der Welt her er halten / vnd seinem Heufflin offenbarlich geholffen hatte . Da jnen nu jr Heubtman gebot / machten sie sich auff / vnd stiessen auff die Feinde beim flecken Dessa . Simon aber Judas bruder greiff Nicanor an / vnd Nicanor wer schier geschlagen / weil jn die Feinde angriffen / ehe ehr jr gewar ward . Da nu Nicanor höret / das Judas solche küne Leute bey sich hette / die Leib vnd gut getrost wagten fur jr Vaterland / furcht er sich / vnd wolt keine Schlacht mit jnen thun / Sondern sandte zu jm Possidonium / Theodotum vnd Mathathiam / frieden mit jm zu machen . Da sie nu lang drob beratschlagten vnd jr Heubtman dem Volck alle sache furhielt / vnd sie der sache einig waren / bewilligten sie in den Vertrag / Vnd stimmeten einen tag / da die beide allein zu hauff komen solten . DA nu der tag kam / setzet man jglichem einen Stuel . Vnd Judas verordnet etliche in jrem Harnisch / nicht fern dauon / Das die Feinde nicht vnuersehens jm einen tück beweiseten / vnd redten mit einander jre notdurfft . Vnd Nicanor bleib eine zeitlang zu Jerusalem / vnd nam nichts fur wider sie / vnd lies sein Kriegsvolck abziehen / vnd hielt den Judam ehrlich fur den Leuten / vnd that sich freundlich zu jm . Vermanete jn auch / Das er ein Weib nemen vnd Kinder zeugen solt / Also nam Judas ein Weib / vnd hatte guten friede / vnd wartet seiner narung . DA nu Alcimus sahe / das diese Zween eins mit einander waren / vnd frieden gemacht hatten / zoch er wider vmb zum Demetrio / vnd verklagte den Nicanor / das er vntrew worden were / Denn er hette Judam / des Königs feind / an seine stat zum Hohenpriester gemacht / Da ward der König / durch des Bösewichts lügen / bewegt / vnd seer zornig / vnd schreib dem Nicanor / Das jm gar nichts gefiele / das er einen frieden mit den Jüden gemacht hette / Vnd gebot jm / er solte eilends den Maccabeum fahen / vnd gen Antiochiam schicken . Als nu solcher befelh dem Nicanor zukam / ward er betrübt / vnd war vbel zufrieden / das er nicht solt glauben halten / So doch Judas nichts verschuldet hette . Aber doch weil er wider den König nicht thun thurste / gedacht er jn mit list zu fahen . Da aber Maccabeus mercket / das er sich vnfreundlicher gegen jm stellet weder zuuor / vnd lies sich wol düncken / es bedeutet nichts guts / nam er etliche zu sich / vnd verbargen sich fur jm . Als aber Nicanor sahe / das jm Maccabeus klüglich zuuor komen war / gieng er hinauff zu dem schönen heiligen Tempel / vnd gebot den Priestern so da opfferten / sie solten jm den Man her aus geben . Da sie aber hoch vnd tewr schwuren / sie wüsten nicht wo er were / Recket er seine rechte Hand gegen dem Tempel / vnd schwur / Werdet jr mir den Judam nicht gebunden vberantworten / So wil ich dis Gotteshaus schleiffen / vnd den Altar vmbreissen / vnd dem Bacho eine schöne Kirche an die stat setzen / Vnd da er dis geredt hatte / gieng er dauon . 1 . Mac . 7 . Dje Priester aber reckten jre Hende auff gen Himel / vnd rieffen den an / der allezeit vnser Volck beschützt hat / vnd sprachen / HERR wiewol du keines dings darffest / Hat es dir dennoch wolgefallen / das dein Tempel / darin du wonest / vnter vns sein solt . Darumb du heiliger Gott / dem allein gehöret alles was Heilig ist / beware fort an dein Haus / welches wir newlich gereinigt haben / Das es nicht wider verunreiniget werde / Vnd stopffe die bösen Meuler . ES ward aber Nicanori angezeigt einer aus den Eltesten zu Jerusalem mit namen Rhazis / das er ein Man were / der das veterlich Gesetz lieb / vnd allenthalben ein gut lob / vnd solche gunst vnter seinen Bürgern hette / das jn jederman der Jüden vater hies . Auch war er vor dieser zeit darumb verklagt vnd verfolget gewest / vnd hatte Leib vnd Leben manlich gewagt / vber der Jüden glauben . Da nu Nicanor sich erzeigen wolt / wie bitter feind er den Jüden were / sandte er vber fünff hundert Kriegsknechte / die jn solten fahen / Denn er meinet / wenn er jn gefangen hette / er würde jnen einen grossen schaden zuwenden . Da sie aber an dem Thurn / darin er war / das Thor stürmeten / vnd fewr bringen hiessen / vnd das Thor anzündten / Vnd er merckt / das er gefangen were / wolt er sich selbs Dis stück verdampt S . Augustinus billich / Darumb auch dis Buch nichts hat gegolten bey den alten Vetern / Wie wol auch sonst viel Jüdentzens drinnen ist . erstechen / Denn er wolt lieber ehrlich sterben / denn den Gottlosen in die hende komen / vnd von jnen schendlich gehönet werden . Aber in der angst traff er sich nicht recht . DA sie nu mit hauffen zu jm einfielen / entlieff er auff die mauren / vnd stürtzt sich manlich hin ab vnter die Leute . Sie wichen jm aber / das er raum hette / Vnd er fiel auff die lenden / Er lebet aber gleich wol noch . Vnd macht sich in eim grimmen auff / wie wol er seer blutet / vnd die Wunden jm weh thaten / vnd lieff durch das Volck / vnd trat auff einen hohen felsen . Vnd da er gar verblutet hatte / nam er noch die Dermer aus dem Leibe / vnd warff sie vnter die Kriegsknechte / Vnd rieff zu Gott / der vber leben vnd geist HERR ist . Er wolte jm dis alles widergeben / Vnd starb also . DA aber Nicanor höret / Das Judas mit den seinen in Samarien sich enthielt / gedachte er / er wolte sie des Sabbaths on alle fahr angreiffen . Vnd da jn die Jüden / so er genötigt hatte mit zu ziehen / vermaneten / Er wolte sie nicht so jemerlich vmbbringen / sondern des heiligen tages dran verschonen / den Gott selbs geehret vnd geheiliget hette / Fraget sie der Ertzbösewicht / Der den Sabbath geboten hat / ist der HERR im Himel ? Vnd da sie jm antworten / Ja / es ist der lebendige HERR / Er ist der HERR im Himel / der den siebenden tag zu feiren geboten hat . Sprach er drauff / So bin ich der Herr auff Erden / vnd gebiete euch / Jr solt euch rüsten / vnd des Königs befelh ausrichten / Aber er kundte sein furnemen gleichwol nicht erhalten . Vnd Nicanor rhümet vnd trotzet / vnd war gewis / das er wolt grosse ehre einlegen wider den Judam . Aber Maccabeus hatte eine stete zuuersicht vnd hoffnung / der HERR würde jm beystehen . Vnd tröstet die / so vmb jn waren / Sie wolten sich fur den Heiden / so wider sie zögen / nichts fürchten / Sondern gedencken an die Hülffe / die jnen vormals offt von Himel herab geschehen were / Vnd jtzt auch auff den künfftigen Sieg vnd Hülffe / die jnen der HERR schicken würde / hoffen . Also tröstet er sie aus dem Gesetz vnd den Propheten / vnd erinneret sie der glückseligen Schlachten / die sie vor gethan hatten / vnd macht jnen also ein Hertz . Vnd da er sie also ermanet hatte / erzelet er jnen auch / wie die Heiden sich verwirckt hetten / vnd wider jr Eides pflicht theten / Vnd rüstet sie also nicht mit trotz auff spies oder schilt / sondern mit trost auff Gottes wort . ER saget jnen auch ein Gesicht / das gleublich war / das er gesehen hatte / dauon alle einen mut kriegten / Vnd das war dis Gesicht . Onias der Hohepriester / ein trefflicher / ehrlicher / gütiger / wolberedter Man / der sich von Jugent auff aller Tugent gevlissen hatte / der recket seine Hende aus / vnd betet fur das gantze Volck der Jüden . Darnach erschein jm ein ander alter herrlicher Man / in köstlichen Kleidern / vnd in einer gantzen herrlichen Gestalt . Vnd Onias sprach zu Juda / Dieser ist Jeremias der Prophet Gottes / der deine Brüder seer lieb hat / vnd betet stets fur das Volck / vnd die heilige Stad . Darnach gab Jeremias mit seinen henden dem Juda ein gülden Schwert / vnd sprach zu jm / Nim hin das heilige Schwert / das dir Gott schencket / Damit soltu die Feinde schlahen . Sup . 3 . DA sie nu Judas mit solchen schönen worten / die einem ein hertz vnd mut machen / getröstet hatte / Beschlossen sie / sie wolten kein Leger machen / sondern stracks an die Feinde ziehen / vnd sie menlich angreiffen / vnd der sache ein ende machen / Denn es stund die Stad / der Gottesdienst vnd der Tempel in fahr . Vnd zwar / Weiber vnd Kinder / Brüder vnd Freunde fahr achteten sie nicht so hoch / Sondern jr höheste sorge war für den heiligen Tempel / Vnd die in der Stad blieben / waren in grosser sorge fur jr Kriegsvolck . DA es nu gelten solt zum treffen / vnd die Feinde sich versamlet vnd jre Ordnung gemacht / vnd die Elephanten an jr Ort verordnet / vnd den reisigen Zeug zu beiden seiten angehangen hatten / Vnd Maccabeus die Feinde sahe / vnd jr mancherley Rüstung / vnd die schrecklichen Thier / Recket er seine hende gen Himel / vnd bat den wunderbarlichen Gott / der alles sihet / Denn er wuste wol / das der Sieg nicht keme durch Harnisch / sondern Gott gebe jn / wem ers gönnet / Vnd betet also . HERR / du hast deinen Engel zur zeit Ezechie / der Jüden könig / gesand / vnd derselb erschlug in des Senacheribs Lager hundert vnd fünff vnd achzig tausent man . So schicke nu auch ( Du HERR im Himel ) einen guten Engel fur vns her / die Feinde zu erschrecken / Las die erschrecken fur deinem starcken Arm / die mit Gotteslesterung wider dein heiliges Volck ziehen / Vnd damit höret Judas auff . Also zog Nicanor vnd sein Hauff her mit drometen vnd grossem geschrey . Judas aber vnd die seinen griffen die Feinde an mit dem Gebet / vnd ruffen zu Gott / Vnd mit den Henden schlugen sie / mit dem Hertzen aber schrien sie zu Gott / Vnd erschlugen in die fünff vnd dreissig tausent Man / Vnd freweten sich seer / das sich Gott so gnedig erzeigt hatte . DA nu die Schlacht volendet war / vnd wider abzogen / kenneten sie Nicanor am Harnisch / das er auch erschlagen war / Da erhub sich ein gros geschrey vnd jauchzen / vnd lobten Gott auff jre sprach . Vnd Judas / der leib vnd gut fur sein Volck dargestreckt / vnd von jugent auff seim Volck viel guts gethan hatte / gebot / Man solt dem Nicanor den Kopff vnd die Hand sampt der Schulder abhawen / vnd mit gen Jerusalem füren . Als er nu hin kam / rieff er sein Volck zu hauff / vnd stellet die Priester fur den Altar / vnd schicket nach den Feinden auff die Burg / vnd zeiget des Nicanors kopff / vnd des Lesterers hand / welche er gegen das heilige haus des Allmechtigen ausgereckt / vnd sich hoch vermessen hatte . Er schneit auch dem Gottlosen Nicanor die Zungen ab / vnd hies sie zustücken fur die Vogel zuhawen . Vnd die Hand / damit er die vnsinnigkeit geübt hatte / gegen dem Tempel vber auffhengen . Vnd das gantze Volck lobte Gott im Himel / vnd sprachen / Gelobt sey der / der seine Stad bewaret hat / das sie nicht ist verunreinigt worden . Vnd er steckt des Nicanors Kopff auff / das es jederman aus der Burg sehen kundte / zu eim öffentlichen Zeichen / das jnen der HERR geholffen hatte . Es ward auch eintrechtig von allen beschlossen / Man solt den tag nicht vergessen / sondern feiren / nemlich / den dreizehenden tag des zwelfften monden / der Adar auff Syrisch heisst / einen tag vor des Mardochei fest . SO wil ich nu hie mit jtzt dis Buch beschliessen / nach dem Nicanor vmbkomen / vnd die Jüden die Stad wider eröbert haben . Vnd hette ichs lieblich gemacht / das wolte ich gerne / Jsts aber zu geringe / so habe ich doch gethan / so viel ich vermocht . Denn alle zeit wein oder wasser trincken ist nicht lustig / Sondern zu weilen wein / zu weilen wasser trincken / das ist lustig . Also ists auch lustig / so man mancherley lieset / Das sey das ende . - Ende des Andern Buchs der Maccab . </passage></reply></GetPassage>