<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:9</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1545letztehand:9</urn><passage>ES war ein Man von Ramathaim Zophim / vom gebirge Ephraim / der hies ElKana / ein son Jeroham / des sons Elihu / des sons Thohu / des sons Zuph / welcher von Ephrath war . Vnd er hatte zwey Weiber / eine hies Hanna / die ander Peninna . Peninna aber hatte Kinder / vnd Hanna hatte keine kinder . Vnd derselb Man gieng hinauff von seiner Stad zu seiner zeit / das er anbetet / vnd opffert dem HERRN Zebaoth zu Silo . Daselbs waren aber Priester des HERRN / Hophni vnd Pinehas die zween söne Eli . DA es nu eines tags kam / das ElKana opfferte / Gab er seinem weibe Peninna / vnd allen jren Sönen vnd Töchtern stücke / Aber Hanna gab er ein stück traurig / denn er hatte Hanna lieb / Aber der HERR hatte jren Leib verschlossen . Vnd jre Widerwertige betrübt sie / vnd trotzt sie seer / Das der HERR jren Leib verschlossen hette . Also giengs alle jar wenn sie hin auff zoch zu des HERRN hause / vnd betrübt sie also / So weinet sie denn vnd ass nichts . Elkana aber jr Man sprach zu jr / Hanna warumb weinestu ? vnd warumb issestu nichts ? vnd warumb gehabt sich dein hertz so vbel ? Bin ich dir nicht besser / denn zehen Söne . DA stund Hanna auff / nach dem sie gessen hatte zu Silo vnd getruncken ( Eli aber der Prister sas auff eim stuel an der pfosten des Tempels des HERRN ) vnd sie war von hertzen betrübt / vnd bettet zum HERRN vnd weinet vnd gelobt ein Gelübde / vnd sprach / HERR Zebaoth / Wirstu deiner Magd elend ansehen vnd an mich gedencken / vnd deiner Magd nicht vergessen / vnd wirst deiner Magd einen Son geben / So wil ich jn dem HERRN geben sein lebenlang / vnd sol kein Schermesser auff sein Heubt komen . Vnd da sie lange betet fur dem HERRN / hatte Eli acht auf jren mund / Denn Hanna redet in jrem hertzen / allein jre lippen regeten sich / vnd jre stimme höret man nicht . Da meinet Eli sie were truncken / vnd sprach zu jr / Wie lange wiltu truncken sein ? Las den wein von dir komen / den du bey dir hast . Hanna aber antwortet / vnd sprach / Nein / mein Herr / Jch bin ein betrübt Weib / wein vnd starck getrenck hab ich nicht getruncken / Sondern hab mein hertz fur dem HERRN ausgeschut . Du woltest deine Magd nicht achten / wie ein lose weib / Denn ich hab aus meinem grossen kummer vnd traurigkeit geredt bisher . Eli antwortet / vnd sprach / Gehe hin mit frieden / der Gott Jsrael wird dir geben deine Bitte / die du von jm gebeten hast . Sie sprach Las deine Magd gnade finden fur deinen augen . Also gieng das weib hin jres wegs vnd ass / vnd sahe nicht so trawrig . VND des morgens früe machten sie sich auff / vnd da sie angebettet hatten fur dem HERRN / kereten sie widerumb / vnd kamen heim gen Ramath . Vnd ElKana erkandte sein weib Hanna / vnd der HERR gedacht an sie . Vnd da etliche tage vmb waren ward sie schwanger vnd gebar einen Son / vnd hies jn Samuel / Denn ich hab jn von dem HERRN gebeten . VND da der Man ElKana hin auff zoch mit seinem gantzen Hause / das er dem HERRN opfferte das Opffer zur zeit gewönlich / vnd sein Gelübde / zoch Hanna nicht mit hin auff / Sondern sprach zu jrem Man / Bis der Knabe entwenet werde so wil ich jn bringen / das er fur dem HERRN erscheine / vnd bleibe daselbs ewiglich . ElKana jr Man sprach zu jr / So thu wie dirs gefelt / bleib bis du jn entwenest / Der HERR bestetige aber was er geredt hat . Also bleib das Weib / vnd seuget jren Son / bis das sie jn entwenet . Vnd bracht jn mit jr hin auff / nach dem sie jn entwenet hatte / mit dreien Farren / mit einem Epha melh / vnd einer Flasschen weins / vnd bracht jn in das Haus des HERRN zu Silo . Der Knabe war aber noch jung / Vnd sie schlachten einen Farren / vnd brachten den Knaben zu Eli . Vnd sie sprach / Ah mein Herr / So war deine seele lebt / mein Herr / Jch bin das Weib / das hie bey dir stund / vnd bat den HERRN / da ich vmb diesen Knaben bat . Nu hat der HERR meine bitte gegeben / die ich von jm bat . Darumb geb ich jn dem HERRN wider sein lebe lang / weil er vom HERRN erbeten ist . Vnd sie betten daselbs den HERRN an . Vnd Hanna betet / vnd sprach . Mein hertz ist frölich in dem HERRN / Mein Horn ist erhöhet in dem HERRN . Mein Mund hat sich weit auffgethan vber meine Feinde / Denn ich frewe mich deines Heils . ES ist niemand heilig wie der HERR / Ausser dir ist keiner Vnd ist kein Hort / wie vnser Gott ist . Lasst ewr gros rhümen vnd trotzen / Lasst aus ewrem munde das Alte Das feste / gewis ehrliche / Wie man spricht / Gewonheit / alt herkomen Landsitten vnd weise / Denn darauff trotzen die Leute / vnd sagen Ey lieber / die alte weise die beste / Vnser Vorfaren sind auch nicht Narren gewest . Vnd pochen also wider Gottes werck / als muste ers nicht endern noch ne wern . / Denn der HERR ist ein Gott / der es merckt / Vnd lesst solch furnemen nicht gelingen . Der boge der Starcken ist zubrochen / Vnd die Schwachen sind vmbgürtet mit stercke . Die da sat waren / Sind vmbs brot verkaufft Das ist / Sie müssen vmbs brot dienen . worden / Vnd die hunger lidden hungert nicht mehr / Bis das die Vnfruchtbar sieben gebar / Vnd die viel Kinder hatte abnam . Der HERR tödtet / vnd macht lebendig / Füret in die Helle vnd wider er aus . Deut . 32 . Der HERR macht Arm vnd machet Reich / Er nidriget vnd erhöhet . Er hebt auff den Dürfftigen aus dem staub / vnd erhöhet den Armen aus dem kot / Das er jn setze vnter die Fürsten / vnd den stuel der ehren erben lasse / Denn der Welt ende sind des HERRN / Vnd er hat den Erdboden drauff gesetzt . Psal . 113 . ER wird behüten die füsse seiner Heiligen / Aber die Gottlosen müssen zu nicht werden im finsternis / Denn viel vermügen hilfft doch niemand . Die mit dem HERRN haddern / mussen zu grund gehen / Vber jnen wird er donnern im Himel . Der HERR wird richten der Welt ende / Vnd wird macht geben seinem Könige / Vnd erhöhen das Horn seines Gesalbten . ElKana aber gieng hin gen Ramath in sein haus / Vnd der Knabe war des HERRN Diener fur dem Priester Eli . Aber die söne Eli waren böse Buben / die fragten nicht nach dem HERRN noch nach dem Recht der Priester an das volck . Wenn jemand etwas opffern wolt / So kam des Priesters knabe / weil das fleisch kochet / vnd hatte eine Krewel mit drey zacken in seiner hand / vnd sties in den tiegel oder kessel oder pfan / oder töpffen / vnd was er mit der krewel erfür zog / das nam der Priester dauon / Also theten sie dem gantzen Jsrael / die daselbs hin kamen zu Silo . Desselben gleichen / ehe denn sie das fett anzündten / kam des Priesters knabe / vnd sprach zu dem / der das Opffer bracht / Gib mir das fleisch dem Priester zu braten / Denn er wil nicht gekocht fleisch von dir nemen / sondern roh . Wenn denn jemand zu jm sagt / Las das fett anzünden / wie sichs heute gebürt / vnd nim darnach was dein hertz begert / So sprach er zu jm / Du solt mirs jtzt geben / Wo nicht / so wil ichs mit gewalt nemen . Darumb war die sund der Knaben seer gros fur dem HERRN / Denn die Leute lesterten das Speisopffer des HERRN . Samuel aber war ein Diener fur dem HERRN / Vnd der Knabe war vmbgürtet mit eim leinen Leibrock Das waren Priesterliche kleider / Dauon Exod . 28 . . Dazu macht jm seine Mutter ein kleinen Rock / vnd bracht jn jm hin auff zu seiner zeit / wenn sie mit jrem Man hin auff gieng zu opffern / die Opffer zu seiner zeit . Vnd Eli segenet Elkana vnd sein Weib / vnd sprach / Der HERR gebe dir Samen von diesem Weibe / vmb die bitte die sie vom HERRN gebeten hat . Vnd sie giengen an jren ort . Vnd der HERR sucht Hanna heim / das sie schwanger ward / vnd gebar drey Söne vnd zwo Töchter / Aber Samuel der knabe nam zu bey dem HERRN . Eli aber war seer alt / vnd erfur alles was seine Söne theten dem gantzen Jsrael / vnd das sie schlieffen bey den Weibern / die da dieneten fur der thür der Hütten des Stiffts . Vnd er sprach zu jnen / Warumb thut jr solchs ? Denn ich höre ewr böses wesen von diesem gantzen volck . Nicht meine Kinder / das ist nicht ein gut geschrey / das ich höre / Jr macht des HERRN volck vbertretten . Wenn jemand wider einen Menschen sündigt Si Deus offenditur / et non ipse per se remiserit / non est aliquis alius / vel superior / qui inter ipsum offensum et offensorem mediare possit / sicut inter homines etc . / so kans der der Richter schlichten / Wenn aber jemand wider den HERRN sündiget / wer kan fur jn bitten ? Aber sie gehorchten jres Vaters stimme nicht / Denn der HERR hatte willen sie zu tödten . Aber der knabe Samuel gieng vnd nam zu / vnd war angeneme bey dem HERRN / vnd bey den Menschen . Es kam aber ein man gottes zu eli / vnd sprach zu jm / So spricht der HERR / Jch hab mich offenbart deines Vaters hause / da sie noch in Egypten waren in Pharao hause . Vnd hab jn daselb mir erwelet fur allen stemmen Jsrael zum Priesterthum / das er opffern solt auff meinem Altar / vnd Reuchwerg anzünden / vnd den Leibrock fur mir tragen / vnd hab deines Vaters hause gegeben alle Fewr der kinder Jsrael . Warumb leckestu Gleich wie Act . 9 . S . Paulus wider den stachel lecket / das ist / frech vnd mutwillig . denn wider meine Opffer vnd Speisopffer / die ich geboten hab in der Wonung / Vnd du ehrest deine Söne mehr denn Mich / das jr euch mestet von dem besten aller Speisopffer meines volcks Jsrael . Darumb spricht der HERR der Gott Jsrael / Jch hab geredt / Dein haus vnd deines Vaters haus solten wandeln fur mir ewiglich . Aber nu spricht der HERR / Es sey fern von mir / Sondern wer mich ehret / den wil ich auch ehren / Wer aber mich veracht / Der sol wider veracht werden . Sihe / Es wird die zeit komen das ich wil entzwey brechen deinen arm / vnd den arm deines vaters Haus / das kein Alter sey in deinem hause . Vnd wirst sehen deinen Widerwertigen in der wonung / in allerley Gut / das Jsrael geschehen wird vnd wird kein Alter sein in deines Vaters hause ewiglich . Doch wil ich aus dir niemand von meinem Altar ausrotten Non auferam quidem de altari meo sed diu non viuent quia vbi adoleuerint / morientur . / Auff das deine augen verschmachten / vnd deine seele sich greme / vnd alle menge deines Hauses sollen sterben / wenn sie Menner worden sind . 3 . Reg . 2 . VND das sol dir ein Zeichen sein / das vber deine zween Söne Hophni vnd Pinehas komen wird / Auff einen tag werden sie beide sterben . Jch aber wil mir einen trewen Priester erwecken / der sol thun wie es meinem hertzen vnd meiner seelen gefellet / Dem wil ich ein bestendig Haus bawen / das er fur meinem Gesalbten wandele jmerdar . Vnd wer vbrig ist von deinem Hause / der wird komen vnd fur jenen niderfallen / vmb einen silbern Pfennig vnd stück Brots / vnd wird sagen / Lieber las mich zu einem Priesterteil / das ich einen bissen Brot esse . VND da Samuel der Knabe dem HERRN dienet vnter Eli / war des HERRN wort thewr Es waren nicht Prediger noch Pfarher gnug / Die Bibel ist da vnter der Banck gelegen / hat niemand studirt / Samuel ist komen vnd hats wider erfur gezogen etc . zu derselben zeit / vnd war wenig Weissagung . VND es begab sich zur selben zeit lag Eli an seinem ort / vnd seine augen fiengen an tunckel zu werden / das er nicht sehen kund . Vnd Samuel hatte sich geleget im Tempel des HERRN / da die Lade Gottes war / ehe denn die Lampe Gottes vertunckelt . Vnd der HERR rieff Samuel / Er aber antwortet / Sihe / hie bin ich . Vnd lieff zu Eli vnd sprach / Sihe / hie bin ich / du hast mir geruffen / Er aber sprach Jch hab dir nicht geruffen / Gehe wider hin vnd leg dich schlaffen / vnd er gieng hin / vnd legt sich schlaffen . Der HERR rieff aber mal / Samuel / Vnd Samuel stund auff vnd gieng zu Eli / vnd sprach / Sihe / Hie bin ich / du hasst mir geruffen / Er aber sprach / Jch hab dir nicht geruffen / mein Son / Gehe wider hin / vnd lege dich schlaffen . Aber Samuel kennete den HERRN noch nicht / vnd des HERRN wort war jm noch nicht offenbart . Vnd der HERR rieff Samuel aber zum dritten mal / Vnd er stund auff / vnd gieng zu Eli vnd sprach / Sihe / hie bin ich / du hast mir geruffen . Da merckt Eli das der HERR dem Knaben rieff / vnd sprach zu jm / Gehe wider hin / vnd lege dich schlaffen / Vnd so dir geruffen wird / so sprich / Rede HERR / denn dein Knecht höret / Samuel gieng hin vnd legt sich an seinen ort . DA kam der HERR vnd trat da hin / vnd rieff wie vormals / Samuel Samuel / Vnd Samuel sprach / Rede / denn dein Knecht höret . Vnd der HERR sprach zu Samuel / Sihe / Jch thu ein ding in Jsrael / das / wer das hören wird / dem werden seine beide Ohren gellen . An dem tage wil ich erwecken vber Eli / was ich wider sein Haus geredt habe / Jch wils anfahen vnd volenden . Denn ich habs jm angesagt / das ich Richter sein wil vber sein Haus ewiglich / vmb der missethat willen / das er wuste / wie seine Kinder sich schendlich hielten / vnd hette nicht ein mal saur dazu gesehen . Darumb hab ich dem hause Eli geschworen / das diese missethat des hauses Eli / solle nicht versünet werden / weder mit Opffer noch mit Speisopffer ewiglich . VND Samuel lag bis an den morgen / vnd thet die Thür auff am Hause des HERRN . Samuel aber furchte sich das gesicht Eli anzusagen . Da rieff jm Eli / vnd sprach / Samuel mein Son / Er antwortet / Sihe / hie bin ich . Er sprach / Was ist das wort das dir gesagt ist ? Verschweige mir nichts / Gott thu dir dis vnd das / wo du mir etwas verschweigest / das dir gesagt ist . Da sagts jm Samuel alles an / vnd verschweig jm nichts . Er aber sprach / Es ist der HERR / er thu was jm wolgefellet . Samuel aber nam zu / vnd der HERR war mit jm / vnd fiel keines vnter allen seinen worten auff die erden . Vnd gantz Jsrael von Dan an bis gen Bersaba erkandte / das Samuel ein trewer Prophet des HERRN war . Vnd der HERR erschein hinfurt zu Silo / Denn der HERR war Samuel offenbart worden zu Silo / durchs wort des HERRN Jd . est . Deus cepit apparere copioso verbo sub Samuele . . Vnd Samuel fieng an zu predigen dem gantzen Jsrael . Jsrael aber zoch aus den Philistern entgegen in den streit / vnd lagerten sich bey EbenEzer Heisst helffenstein . . Die Philister aber hatten sich gelagert zu Aphek / vnd rüsteten sich gegen Jsrael . Vnd der streit teilet sich weit / vnd Jsrael ward fur den Philistern geschlagen / Vnd schlugen in der ordenung im felde bey vier tausent Man . Jnf . 7 . VND da das volck ins Luger kam / sprachen die eltesten Jsrael / Warumb hat vns der HERR heute schlahen lassen fur den Philistern ? Lasst vns zu vns nemen die Lade des Bunds des HERRN von Silo / vnd lasst sie vnter vns komen / das sie vns helffe von der hand vnser Feinde . Vnd das volck sandte gen Silo / vnd lies von dannen holen die Lade des Bunds des HERRN Zebaoth / der vber den Cherubim sitzt / Vnd waren da die zweene söne Eli mit der Laden des Bunds Gottes / Hophni vnd Pinehas . Vnd da die Lade des Bunds des HERRN in das Lager kam / jauchzete das gantze Jsrael mit einem grossen jauchzen / das die erde erschallet . DA aber die Philister höreten das geschrey solchs jauchzens / sprachen sie / Was ist das geschrey solchs grossen jauchzens in der Ebreer lager ? Vnd da sie erfuren / das die Lade des HERRN ins Lager komen were / furchten sie sich / vnd sprachen / Gott ist ins Lager komen . Vnd sprachen weiter / Weh vns Denn es ist vorhin nicht also gestanden / weh vns / Wer wil vns erretten von der hand dieser mechtigen Götter ? Das sind die Götter / die Egypten schlugen mit allerley Plage in der wüsten . So seid nu getrost vnd Menner / jr Philister / das jr nicht dienen müsset den Ebreern / wie sie euch gedienet haben / Seid Menner vnd streitet . Da stritten die Philister / Vnd Jsrael ward geschlagen / vnd ein jglicher floch in seine hutten / Vnd es war ein seer grosse Schlacht / das aus Jsrael fielen dreissig tausent Man fusuolcks . Vnd die Lade Gottes ward genomen / vnd die zween söne Eli / Hophni vnd Pinehas storben . DA lieff einer von BenJamin aus dem Heer / vnd kam gen Silo desselben tages / vnd hatte sein Kleid zurissen / vnd hatte erden auff sein heubt gestrewet . Vnd sihe / als er hinein kam / sas Eli auffm Stuel / das er auff den weg sehe / Denn sein hertz ware zaghafft vber der Laden Gottes / Vnd da der Man in die Stad kam / sagt ers an / vnd die gantze Stad schrey . VND da Eli das laut schreien höret / fragt er / Was ist das fur ein laut getümel ? Da kam der Man eilend vnd sagt Eli an ( Eli aber war acht vnd neunzig jar alt / vnd seine augen waren tunckel / das er nicht sehen kund ) Der Man aber sprach zu Eli / Jch kom / vnd bin heute aus dem Heer geflohen . Er aber sprach / Wie gehets zu mein Son ? Da antwortet der Verkundiger / vnd sprach / Jsrael ist geflohen fur den Philistern / vnd ist eine grosse Schlacht im volck geschehen / vnd deine zwene söne Hophni vnd Pineas sind gestorben / Dazu / die Lade Gottes ist genomen . Da er aber der Laden Gottes gedacht / fiel er zu rück vom stuel am thor / vnd brach seinen Hals entzwey / vnd starb / Denn er war alt / vnd ein schweer Man . Er richtet Wenn Menschen vnd vernunfft obligt / so gehet Gottes wort vnd alle ehre dahin / Da fellet das recht Priesterampt zurück / vnd stirbt / vnd das alles aus Gottes zorn . Aber die so gewinnen / haben darnach keine ruge im Gewissen / Denn wo Gottes wort nicht recht gehet / thut es den Gewissen alles leid an / wie hie die Lade Gottes den Philistern / So lange bis sie zu letzt jre schande bekennen müssen / das sie Gottes wort verkeret haben / vnd mit ehren wider zurecht bringen müssen . Das ist hie bedeut mit den gülden Ersen vnd Meusen / welches nichts ist / denn die heimliche plage der Gewissen / die zu letzt offenbar wird durch Gottes wort wie S . Paulus sagt . 2 . Tim . 3 . Jre torheit wird offen bar werden jederman . aber Jsrael vierzig jar . Seine Schnur aber Pinehas weib war schwanger / vnd solt schier geliegen / Da sie das gerüchte höret / das die Lade Gottes genomen vnd jr Schweher vnd Man tod war / krümet sie sich vnd gebar / denn es kam sie jre wehe an . Vnd da sie jtzt starb / sprachen die Weiber / die neben jr stunden / Fürchte dich nicht / du hast einen jungen Son / Aber sie antwortet nichts / vnd nams auch nicht zu hertzen . Vnd sie hies den Knaben Jcabod / vnd sprach / die Herrligkeit ist da hin von Jsrael / weil die Lade Gottes genomen war / vnd jr Schweher vnd jr Man . Vnd sprach abermal / Die Herrligkeit ist da hin von Jsrael / Denn die Lade Gottes ist genomen . DJE Philister aber namen die Lade Gottes / vnd brachten sie von EbenEzer gen Asdod / in das haus Dagon / vnd stelleten sie neben Dagon . Vnd da die von Asdod des andern morgens früe auff stunden / funden sie Dagon auff seinem andlitz ligen auff der erden / fur der Laden des HERRN / Aber sie namen den Dagon vnd setzten jn wider an seinen ort . Da sie aber des andern morgens früe auff stunden / funden sie Dagon aber mal auff seinem andlitz ligen auff der erden / fur der Laden des HERRN / Aber sein Heubt vnd seine beide Hende abgehawen / auff der schwelle / das der strumpff allein drauff lag . Darumb tretten die Priester Dagon / vnd alle die in Dagon haus gehen / nicht auff die schwelle Dagon zu Asdod / bis auff diesen tag . Aber die hand des HERRN ward schweer vber die von Asdod / vnd verderbt sie / vnd schlug Asdod vnd alle jre grentze an heimlichen örten . Da aber die Leute zu Asdod sahen das so zugieng / sprachen sie / Lasst die Lade des Gottes Jsrael nicht bey vns bleiben / Denn seine hand ist zu hart vber vns vnd vnsern Gott Dagon . Vnd sandten hin vnd versamleten alle Fürsten der Philister zu sich / vnd sprachen / Was sollen wir mit der Lade Gottes Jsrael machen ? Da antworten sie / Lasst die von Gath / die Lade des Gottes Jsrael vmb her tragen / Vnd sie trugen die Lade des Gottes Jsrael vmbher . Da sie aber dieselben vmbher trugen / ward durch die Hand des HERRN in der Stad ein seer gros Rumor / vnd schlug die Leute in der Stad / beide klein vnd gros / vnd kriegten heimliche Plage an heimlichen örten . DA sandten sie die Lade des HERRN gen Ekron . Da aber die Lade Gottes gen Ekron kam / schrien die von Ekron / Sie haben die Lade Gottes vmbher getragen zu mir / das sie mich tödte vnd mein volck . Da sandten sie hin / vnd versamleten alle Fürsten der Philister / vnd sprachen / Sendet die Lade des Gottes Jsrael wider an jren Ort / das sie mich vnd mein volck nicht tödte . Denn die hand Gottes machte ein seer gros rumor mit würgen in der gantzen Stad / Vnd welche Leute nicht sturben die wurden geschlagen an heimlichen örten / das das geschrey der Stad auff gen Himel gieng . Also war die Lade des HERRN sieben monde im Lande der Philister . Vnd die Philister rieffen jren Priestern vnd Weissagern / vnd sprachen / Was sollen wir mit der Lade des HERRN machen ? Leret vns / wo mit sollen wir sie an jren ort senden ? Sie sprachen / Wolt jr die Lade des Gottes Jsrael senden / so sendet sie nicht leer / sondern solt jr vergelten ein Schuldopffer / So werdet jr gesund werden / vnd wird euch kund werden / warumb seine Hand nicht von euch lesst . SJE aber sprachen / Welchs ist das Schuldopffer / das wir jm geben sollen ? Sie antworten / Fünff gülden Erse / vnd fünff gülden Meuse / nach der zal der fünff Fürsten der Philister / Denn es ist einerley Plage gewest vber euch alle / vnd vber ewre Fürsten . So müsset jr nu machen gleiche gestalt ewren Ersen vnd ewren Meusen / die ewr Land verderbet haben / das jr dem Gott Jsrael die ehre gebt / Vieleicht wird seine Hand leichter werden vber euch / vnd vber ewren Gott / vnd vber ewr Land . Warumb verstockt jr ewr hertz / wie die Egypter vnd Pharao jr hertz verstockten ? Jsts nicht also / da er sich an jnen beweiset / liessen sie sie faren / das sie hin giengen ? Exod . 12 . SO nemet nu vnd macht ein newen Wagen / vnd zwo junge seugende Küe / auff die nie kein Joch komen ist / vnd spannet sie an den Wagen / vnd last jre Kelber hinder jnen da heim bleiben . Vnd nemet die Lade des HERRN / vnd legt sie auff den wagen / Vnd die gülden Kleinot die jr jm zum Schuldopffer gebet / thut in ein Kestlein neben jre seiten / vnd sendet sie hin / vnd lasst sie gehen . Vnd sehet jr zu / Gehet sie hin auff dem weg jrer grentze gen BethSemes / So hat er vns alle das gros vbel gethan / Wo nicht / so werden wir wissen / das seine Hand vns nicht gerürt hat / sondern es ist vns on gefehr widerfaren . Dje Leute theten also / vnd namen zwo junge seugende Küe / vnd spanneten sie an einen wagen / vnd behielten jre Kelber daheim / Vnd legten die Lade des HERRN auff den wagen / vnd das Kestlin mit den gülden Meusen vnd mit den Bilden jrer Erse . Vnd die Küe giengen stracks weges zu BethSemes zu / auff einer stras / vnd giengen vnd blöcketen / vnd wichen nicht / weder zur rechten noch zur lincken / Vnd die Fürsten der Philister giengen jnen nach / bis an die grentze BethSemes . Dje BethSemiter aber schnitten eben in der Weitzenerndte im grund / vnd huben jre augen auff / vnd sahen die Lade / vnd freweten sich die selbe zu sehen . Der wage aber kam auff den acker Josua des BethSemiters / vnd stund daselbs stille . Vnd war ein gros Stein daselbs / vnd sie spalten das holtz vom wagen / vnd opfferten die Küe dem HERRN zum Brandopffer . Die Leuiten aber huben die Lade des HERRN er ab / vnd das Kestlin das neben dran war / darinnen die gülden Kleinot waren / vnd setzten sie auff den grossen Stein . Aber die Leute zu BethSemes opfferten dem HERRN desselben tags Brandopffer vnd ander Opffer . DA aber die fünff Fürsten der Philister zugesehen hatten / zogen sie widerumb gen Ekron / desselben tags . Dis sind aber die gülden Erse / die die Philister dem HERRN zum Schuldopffer gaben / Asdod einen / Gasa einen / Asklon einen / Gath einen / vnd Ekron einen . Vnd gülden Meuse / nach der zal aller Stedte der Philister vnter den fünff Fürsten / beide der gemaurten Stedte vnd Dörffer / vnd bis an das grosse Abel / darauff sie die Lade des HERRN liessen bis auff diesen tag / auff dem acker Josua des BethSemiters . VND etliche zu BethSemes wurden geschlagen / darumb das sie die Lade des HERRN gesehen hatten / Vnd er schlug des volcks funffzig tausent vnd siebenzig Man . Da trug das volck leide / das der HERR so eine grosse Schlacht im volck gethan hatte . Vnd die Leute zu BethSemes sprachen / Wer kan stehen fur dem HERRN solchem heiligen Gott ? vnd zu wem sol er von vns ziehen ? Vnd sie sandten Boten zu den burgern KiriathJearim / vnd liessen jnen sagen / Die Philister haben die Lade des HERRN widerbracht / Kompt er ab vnd holet sie zu euch hin auff . Also kamen die Leute von KiriathJearim / vnd holeten die Lade des HERRN hin auff / vnd brachten sie ins haus AbiNadab zu Gibea / Vnd seinen son Eleasar heiligeten sie / das er der Lade des HERRN hütet . Vnd von dem tage an da die Lade des HERRN zu KiriathJearim bleib / verzoch sich die zeit so lange bis zwenzig jar wurden / vnd das gantze haus Jsrael weinete Das ist / sie trugen leide vnd klagten dem HERRN jr leid vber die Philister . fur dem HERRN . Samuel aber sprach zum gantzen hause jsrael / So jr euch mit gantzem hertzen bekeret zu dem HERRN / So thut von euch die frembden Götter vnd Astharoth / vnd richtet ewr hertz zu dem HERRN vnd dienet jm allein / So wird er euch erretten aus der Philister hand . Da thaten die kinder Jsrael von sich Baalim vnd Astharoth / vnd dieneten dem HERRN allein . Samuel aber sprach / Versamlet das gantze Jsrael gen Mizpa / das ich fur euch bitte zum HERRN . Vnd sie kamen zusamen gen Mizpa / vnd schepfften wasser / vnd gossens aus fur dem HERRN / vnd fasteten den selben tag / vnd sprachen daselbs / Wir haben dem HERRN gesündigt . Also richtet Samuel die kinder Jsrael zu Mizpa . DA aber die Philister höreten / das die kinder Jsrael zusamen komen waren gen Mizpa / zogen die Fürsten der Philister hin auff wider Jsrael . Da das die kinder Jsrael höreten / furchten sie sich fur den Philistern / vnd sprachen zu Samuel / Las nicht ab fur vns zu schreien zu dem HERR / vnserm Gott / das er vns helffe aus der Philister hand . Samuel nam ein milch Lemblin Das ist / das noch an der milch ist . / vnd opfferte dem HERRN ein gantz Brandopffer / vnd schrey zum HERRN fur Jsrael / Vnd der HERR erhöret jn . Eccl . 48 . VND in dem Samuel das Brandopffer opfferte / kamen die Philister erzu / zu streiten wider Jsrael / Aber der HERR lies donnern einen grossen Donner vber die Philister desselben tages / vnd schrecket sie / das sie fur Jsrael geschlagen wurden . Da zogen die Menner Jsrael aus von Mizpa / vnd jagten die Philister vnd schlugen sie bis vnter BethCar . DA nam Samuel einen Stein / vnd setzt jn zwisschen Mizpa vnd Sen / vnd hies jn EbenEzer vnd sprach / Bis hie her hat vns der HERR geholffen . Also wurden die Philister gedempfft / vnd kamen nicht mehr in die grentze Jsrael / Vnd die Hand des HERRN war wider die Philister / so lange Samuel lebt . Also worden Jsrael die Stedte wider / die die Philister jnen genomen hatten / von Ekron an bis gen Gath / sampt jren grentzen / die errettet Jsrael von der hand der Philister / Denn Jsrael hatte friede mit den Amoritern . Sup . 4 . Samuel aber richtet Jsrael sein leben lang . Vnd zoch jerlich vmbher zu BethEl vnd Gilgal vnd Mizpa . Vnd wenn er Jsrael an allen diesen Orten gerichtet hatte / kam er wider gen Ramath / Denn da war sein Haus / vnd richtet Jsrael daselbs / Vnd bawet dem HERRN daselbs einen Altar . DA aber Samuel alt ward / satzt er seine Söne zu Richter vber Jsrael . Sein Erstgeborner son hies Joel / vnd der ander Abia / vnd waren Richter zu Bersaba . Aber seine Söne wandelten nicht in seinem wege / Sondern neigeten sich zum Geitz / vnd namen geschenck / vnd beugeten das Recht . 1 . Par . 2 . DA versamleten sich alle Eltesten in Jsrael / vnd kamen gen Ramath zu Samuel / vnd sprachen zu jm / Sihe / Du bist alt worden / Vnd deine Söne wandeln nicht in deinen wegen / So setze nu einen König vber vns / der vns richte / wie alle Heiden haben . Das gefiel Samuel vbel / das sie sagten / Gib vns einen König der vns richte / vnd Samuel bettet fur dem HERRN . Der HERR sprach aber zu Samuel / Gehorche der stim des volcks in allem das sie zu dir gesagt haben / Denn sie haben nicht dich / sondern mich verworffen / das ich nicht sol König vber sie sein . Sie thun dir / wie sie jmer gethan haben / von dem tage an / da ich sie aus Egypten füret / bis auff diesen tag / Vnd haben mich verlassen / vnd andern Göttern gedienet . So gehorche nu jrer stim . Doch bezeuge jnen vnd verkündige jnen das Recht des Königs / der vber sie herrschen wird . Act . 13 . VND Samuel sagt alle wort des HERRN dem volck / das von jm einen König foddert . Das wird des Königs Recht sein / der vber euch herrschen wird / Ewre Söne wird er nemen zu seinem wagen / vnd Reutern / die fur seinem wagen her draben / Vnd zu Heubtleuten vber tausent / vnd vber funffzig / vnd zu Ackerleuten / die jm seinen Acker bawen / vnd zu Schnittern in seiner Erndte / vnd das sie seinen Harnisch / vnd was zu seinen Wagen gehört / machen . Ewre Töchter aber wird er nemen das sie Apotekerin / Köchin vnd Beckerin seien . Act . 13 . Ewre beste Ecker vnd Weinberge vnd Olegarten wird er nemen / vnd seinen Knechten geben . Dazu von ewr saat vnd Weiberge wird er den Zehenden nemen / vnd seinen Kemerern vnd Knechten geben . Vnd ewre Knechte vnd Megde / vnd ewre feineste Jünglinge / vnd ewre Esel / wird er nemen / vnd sein geschefft damit ausrichten . Von ewren Herden wird er den Zehenden nemen / vnd jr müsset seine Knechte sein . Wenn jr denn schreien werdet zu der zeit vber ewrn König / den jr euch erwelet habt / So wird euch der HERR zu derseelben zeit nicht erhören . Aber das Volck wegert sich zu gehorchen der stimme Samuel / vnd sprachen / Mit nichte / Sondern es sol ein König vber vns sein / das wir seien auch wie alle ander Heiden / das vns vnser König richte / vnd fur vns er ausziehe / wenn wir vnsere Kriege füren . Da gehorcht Samuel alle dem das das volck saget / vnd sagets fur den ohren des HERRN . Der HERR aber sprach zu Samuel / Gehorche jrer stim / vnd mache jnen einen König . Vnd Samuel sprach zu den Mennern Jsrael / Gehet hin ein jglicher in seine Stad . ES war aber ein Man von BenJamin / mit namen Kis / ein son AbiEl / des sons Zeror / des sons Bechorath / des sons Apiah / des sons eins mans Jemini / ein weidlicher Man . Der hatte einen Son mit namen Saul / der war ein junger feiner Man / vnd war kein feiner vnter den kindern Jsrael / eins heubts lenger / denn alles Volck . ES hatte aber Kis der vater Saul seine Eselinnen verloren / Vnd er sprach zu seinem son Saul / Nim der Knaben einen mit dir / mach dich auff / gehe hin vnd suche die Eselinnen . Vnd er gieng durch das gebirge Ephraim / vnd durch das land Salisa / vnd funden sie nicht / Sie giengen durchs land Saalim / vnd sie waren nicht da / Sie giengen durchs land Jemini / vnd funden sie nicht . DA sie aber kamen ins land Zuph / sprach Saul zu dem Knaben der mit jm war / Kom / Las vns wider heim gehen / Mein vater möchte von den Eselinnen lassen / vnd fur vns sorgen . Er aber sprach / Sihe / Es ist ein berümpter Man Gottes in dieser Stad / alles was er sagt / das geschicht / Nu las vns dahin gehen / vieleicht sagt er vns vnsern weg / den wir gehen . Saul aber sprach zu seinem Knaben / Wenn wir schon hin gehen / was bringen wir dem Man ? Denn das Brot ist dahin aus vnserm sack / So haben wir sonst keine Gabe / die wir dem man Gottes bringen / Was haben wir ? Der Knabe antwortet Saul wider / vnd sprach / Sihe / ich hab ein vierteil eins silbern Sekels bey mir / den wollen wir dem man Gottes geben / das er vns vnsern weg sage . Vorzeiten in Jsrael / wenn man gieng Gott zu fragen / sprach man / Kompt lasst vns gehen zu dem Seher / Denn die man jtzt Propheten heisst / die hies man vorzeiten Seher . Saul sprach zu seinem Knaben / Du hast wol geredt / Kom las vns gehen . Vnd da sie hin giengen zu der Stad / da der man Gottes war / vnd zur stad hinauff kamen / funden sie Dirnen / die er aus giengen wasser zu schepffen / Zu denselben sprachen sie / Jst der Seher hie ? Sie antworten jnen / vnd sprachen Ja / Sihe / da ist er / Eile / denn er ist heute in die Stad komen / weil das Volck heute zu opffern hat auff der Höhe . Wenn jr in die Stad kompt / so werdet jr jn finden / ehe denn er hin auffgehe auff die Höhe zu essen / Denn das volck wird nicht essen bis er kome / sintemal er segenet das Opffer / Darnach essen die so geladen sind / Darumb so gehet hinauff / denn jtzt werdet jr jn eben antreffen . VND da sie hin auff zur Stad kamen / vnd mitten in der stad waren / Sihe / da gieng Samuel er aus jnen entgegen / vnd wolt auff die Höhe gehen . Aber der HERR hatte Samuel seinen ohren offenbart einen tag zuuor / ehe denn Saul kam / vnd gesaget / Morgen vmb diese zeit wil ich einen Man zu dir senden / aus dem land BenJamin / Den soltu zum Fürsten salben vber mein volck Jsrael / das er mein Volck erlöse von der Philister hand / Denn ich hab mein Volck angesehen / vnd sein geschrey ist fur mich komen . Da nu Samuel Saul ansahe / antwortet jm der HERR / Sihe / das ist der man / dauon ich dir gesagt habe / das er vber mein Volck herrsche . DA trat Saul zu Samuel vnter dem thor / vnd sprach / Sage mir / Wo ist hie des Sehers haus ? Samuel antwortet Saul / vnd sprach / Jch bin der Seher / Gehe fur mir hin auff / auff die Höhe / denn jr solt heute mit mir essen / Morgen wil ich dich lassen gehen / vnd alles was in deinem hertzen ist / wil ich dir sagen . Vnd vmb die Eselinnen / die du fur dreien tagen verloren hast / bekümmere dich jtzt nicht / sie sind gefunden . Vnd wes wird sein alles was das beste ist in Jsrael ? Wirds nicht dein vnd deines Vaters gantzes hauses sein ? Saul antwortet / Bin ich nicht ein son von Jemini / vnd von den geringsten stemmen Jsrael / vnd mein Geschlecht das kleinest vnter allen Geschlechten der stemme BenJamin ? Warumb sagestu denn mir solches ? Samuel aber nam Saul vnd seinen Knaben / vnd füret sie in die Esseleuben / vnd setzt sie oben an vnter die / so geladen waren / der war bey dreissig man . Vnd Samuel sprach zu dem Koch / Gib her das stück das ich dir gab / vnd befalh / du soltest es bey dir behalten . Da trug der Koch eine schulder auff vnd das daran hing . Vnd er legt es Saul fur / vnd sprach / Sihe / das ist vberblieben / Lege fur dich / vnd iss / Denn es ist auff dich behalten eben auff diese zeit / da ich das volck lud . Also ass Saul mit Samuel des tages . VND da sie hin ab giengen von der Höhe zur Stad / redet er mit Saul auff dem Dache . Vnd stunden früe auff / vnd da die Morgenröt auffgieng / rieff Samuel dem Saul auff dem Dach / vnd sprach / Auff / das ich dich gehen lasse . Vnd Saul macht sich auff / vnd die beide giengen mit einander hin aus / Er vnd Samuel . Vnd da sie kamen hin ab an der Stad ende / sprach Samuel zu Saul / Sage dem Knaben das er fur vns hin gehe / Vnd er gieng fur hin / Du aber stehe jtzt stille / das ich dir kund thu / was Gott gesagt hat . DA nam Samuel ein öleglas / vnd gos auff sein Heubt / vnd küsset jn / vnd sprach / Sihestu / das dich der HERR zum Fürsten vber sein Erbteil gesalbet hat ? Wenn du jtzt von mir gehest / so wirstu zween Menner finden bey dem grabe Rahel / in der grentze BenJamin zu Zelzah / die werden zu dir sagen / Die Eselinne sind gefunden / die du zu suchen bist gegangen / Vnd sihe / dein Vater hat die Esel aus der acht gelassen / vnd sorget vmb euch / vnd spricht / Was sol ich vmb meinen Son thun ? VND wenn du dich von dannen furbas wendest / so wirstu komen zu der Eichen Thabor / daselbs werden dich antreffen drey Menner / die hin auff gehen zu Gott gen BethEl . Einer tregt drey Böcklin / der ander drey stück Brots / der dritte ein Flasschen mit wein . Vnd sie werden dich freundlich grüssen / vnd dir zwey Brot geben / die soltu von jren henden nemen . Darnach wirstu komen auff den hügel Gottes / da der Philister lager ist / Vnd wenn du daselbs in die Stad komest / wird dir begegen ein hauffen Propheten / von der Höhe er ab komend / vnd fur jnen her ein Psalter / vnd Paucken / vnd Pfeiffen vnd Harffen / vnd sie weissagend / Vnd der Geist des HERRN wird vber dich geraten / das du mit jnen weissagest / Da wirstu ein ander Man werden . Wenn dir nu diese Zeichen komen / So thu was dir vnter handen kompt denn Gott ist mit dir . Du solt aber fur mir hin ab gehen gen Gilgal / Sihe / da wil ich zu dir hin ab komen / zu opffern Brandopffer vnd Danckopffer . Sieben tage soltu harren bis ich zu dir kome / vnd dir kund thu / was du thun solt . Vnd da er seine schuldern wandte / das er von Samuel gienge / gab jm Gott ein ander hertz / vnd kamen alle diese Zeichen auff den selben tag . VND da sie kamen an den Hügel / Sihe / da kam jm ein Propheten hauffe entgegen / Vnd der geist Gottes geriet vber jn / das er vnter jnen weissaget . Da jn aber sahen alle / die jn vorhin gekand hattet / das er mit den Propheten weissagetet / sprachen sie alle vnternander / Was ist dem son Kis geschehen ? Jst Saul auch vnter den Propheten ? Vnd einer daselbs antwortet / vnd sprach / Wer ist jr Vater ? Das ist / Lasst sie weissagen / Jsts doch nicht vom Vater angeboren sondern von Gott der ist der rechte Vater . Da her ist das Sprichwort komen / Jst Saul auch vnter den Propheten . Vnd da er ausgeweissagt hatte / kam er auff die Höhe . ES sprach aber Sauls vetter zu jm vnd zu seinem Knaben / Wo seid jr hin gegangen ? Sie antworten / die Eselin zu suchen / Vnd da wir sahen / das sie nicht da waren / kamen wir zu Samuel . Da sprach der vetter Saul / Sage mir / Was sagt euch Samuel ? Saul antwortet seinem Vettern / Er sagt vns das die Eselinnen gefunden weren / Aber von dem Königreich sagt er jm nicht / was Samuel gesaget hatte . Samuel aber berieff das volck zum HERRN gen Mizpa / vnd sprach zu den kindern Jsrael / So sagt der HERR der Gott Jsrael / Jch hab Jsrael aus Egypten gefüret / vnd euch von der Egypter hand errettet / vnd von der hand aller Königreiche die euch zwungen . Vnd jr habt heute ewrn Gott verworffen / der euch aus alle ewrem vnglück vnd trübsal geholffen hat / vnd sprecht zn jm / Setze einen König vber vns . Wolan / So trettet nu fur den HERRN / nach ewren Stemmen vnd Freundschafften . DA nu Samuel alle stemme Jsrael erzu bracht / ward getroffen der stam BenJamin . Vnd da er den stam BenJamin erzu bracht mit seinen Geschlechten / ward getroffen das geschlecht Matri / vnd ward getroffen Saul der son Kis / Vnd sie suchten jn / aber sie funden jn nicht . Da fragten sie forder den HERRN / Wird er auch noch herkomen ? Der HERR antwortet / Sihe / Er hat sich vnter die fass versteckt . Da lieffen sie hin vnd holeten jn von dannen / Vnd da er vnter das Volck trat / war er eins heubts lenger denn alles volck . Vnd Samuel sprach zu allem volck / Da sehet jr / welchen der HERR erwelet hat / Denn jm ist kein gleicher in allem volck . Da jauchtzet alles volck / vnd sprach / Glück zu dem Könige . Samuel aber saget dem volck alle Recht des Königreichs / vnd schreibs in ein Buch / vnd legt es fur den HERRN . Vnd Samuel lies alles Volck gehen / einen jglichen in sein haus / vnd Saul gieng auch heim gen Gibea / vnd gieng mit jm des Heers ein teil / welcher hertz Gott rürete . Aber etliche lose Leute sprachen / Was solt vns dieser helffen ? Vnd verachteten jn / vnd brachten jm kein Geschenck / Aber er thet als höret ers nicht . Sup . 8 . ES zoch aber er auff Nahas der Ammoniter / vnd belagerte Jabes in Gilead . Vnd alle Menner zu Jabes sprachen zu Nahas / Mache einen Bund mit vns / so wollen wir dir dienen . Aber Nahas der Ammoniter antwortet jnen / Darin wil ich mit euch einen Bund machen , das ich euch allen das rechte Auge aussteche / vnd mache euch zuschanden vnter gantzem Jsrael . Da sprachen zu jm die Eltesten zu Jabes / Gib vns sieben tage / das wir Boten senden in alle grentze Jsrael / Jst denn niemand der vns rette / so wollen wir zu dir hin ausgehen . DA kamen die Boten gen Gibea zu Saul / vnd redten solchs fur den ohren des volcks / Da hub alles volck seine stimme auff / vnd weinet . Vnd sihe / da kam Saul vom felde hinder den Rindern her / vnd sprach / Was ist dem volck das es weinet ? Da erzeleten sie jm die sache der Menner von Jabes . Da geriet der geist Gottes vber jn / als er solche wort höret / vnd sein zorn ergrimmet seer . Vnd nam ein par Ochsen vnd zustückt sie / vnd sandte in alle grentze Jsrael / durch die Boten / vnd lies sagen / Wer nicht auszeugt Saul vnd Samuel nach / des Rindern sol man also thun . DA fiel die furcht des HERRN auff das volck / das sie auszogen / gleich als ein einiger Man . Vnd macht die ordnung zu Basek / vnd der kinder Jsrael waren drey hundert mal tausent Man / vnd der kinder Juda dreissig tausent . Vnd sie sagten den Boten die komen waren / Also sagt den mennern zu Jabes Gilead / Morgen sol euch hülffe geschehen wenn die Sonne beginnet heis zu scheinen . Da die Boten kamen vnd verkündigeten das den Mennern zu Jabes wurden sie fro . Vnd die menner Jabes sprachen / Morgen wollen wir zu euch hinaus gehen / das jr vns thut alles was euch gefellet . VND des andern morgens stellet Saul das volck in drey Hauffen / vnd kamen ins Lager vmb die Morgenwache / vnd schlugen die Ammoniter / bis der tag heis ward / Welche aber vberblieben / wurden also zustrewet / das jr nicht zween mit einander blieben . Da sprach das Volck zu Samuel / Wer sind sie / die da sagten / Solt Saul vber vns herrschen ? Gebt sie her die Menner das wir sie tödten . Saul aber sprach / Es sol auff diesen tag niemand sterben / Denn der HERR hat heute Heil gegeben in Jsrael . Sup . 10 . Samuel sprach zum volck / Kompt / lasst vns gen Gilgal gehen / vnd das Königreich daselbs ernewen . Da gieng alles Volck gen Gilgal / vnd machten daselbst Saul zum Könige fur dem HERRN zu Gilgal / vnd opfferten Danckopffer fur dem HERRN . Vnd Saul sampt allen mennern Jsrael freweten sich daselbst fast seer . DA sprach Samuel zum gantzen Jsrael / Sihe / Jch hab ewr stimme gehorcht / in allem das jr mir gesagt habt / vnd hab einen König vber euch gemacht . Vnd nu sihe / da zeucht ewer König fur euch her / Jch aber bin alt vnd graw worden / vnd meine Söne sind bey euch / vnd ich bin fur euch her gegangen von meiner jugent auff bis auff diesen tag . Sihe / hie bin ich / Antwortet wider mich fur dem HERRN vnd seinem Gesalbten / Ob ich jemands Ochsen oder Esel genomen hab ? Ob ich jemand hab gewalt oder vnrecht gethan ? Ob ich von jemands hand ein geschenck genomen habe / vnd mir die Augen blenden lassen ? So wil ichs euch wider geben . Eccl . 46 . Sje sprachen / Du hast vns kein gewalt noch vnrecht gethan / vnd von niemands hand etwas genomen . Er sprach zu jnen / Der HERR sey Zeuge wider euch vnd sein Gesalbter heutes tags / das jr nichts in meiner hand funden habt . Sie sprachen / Ja / Zeugen sollen sie sein . Vnd Samuel sprach zum volck / Ja / der HERR der Mose vnd Aaron gemacht hat / vnd ewre Veter aus Egyptenland gefürt hat . So trettet nu her / das ich mit euch rechte fur dem HERRN / vber aller Wolthat des HERRN / die er an euch vnd ewren Vetern gethan hat . Als Jacob in Egypten komen war / schrien ewre Veter zu dem HERRN Vnd er sandte Mose vnd Aaron / das sie ewre Veter aus Egypten füreten / vnd sie an diesem Ort wonen liessen . Aber da sie des HERRN jres Gottes vergassen / verkaufft er sie vnter die gewalt Sissera / des Heubtmans zu Hazor / vnd vnter die gewalt der Philister / vnd vnter die gewalt des Königs der Moabiter / die stritten wider sie . Vnd schrien aber zum HERRN / vnd sprachen / Wir haben gesündiget / Das wir den HERRN verlassen / vnd Baalim vnd Astharoth gedienet haben / Nu aber errette vns von der hand vnser Feinde / so wollen wir dir dienen . Da sandte der HERR Jerubaal / Bedan / Jephthah vnd Samuel / vnd errettet euch von ewr Feinde hende vmbher / vnd lies euch sicher wonen . Ju . 17 . ; Ju . 4 . ; Ju . 6 . ; Ju . 11 . DA jr aber sahet / das Nahas der König der kinder Ammon wider euch kam / spracht jr zu mir / Nicht du / sondern ein König sol vber vns herrschen / So doch der HERR ewer Gott ewr König war . Nu da habt jr ewrn König / den jr erwelet vnd gebeten habt / Denn sihe / der HERR hat einen König vber euch gesetzt Gott bestetiget den König / vnd zörnet doch / das sie jn erwelet hatten . Das ist so viel Sie theten vbel / das sie jr vertrawen von Gott auff einen Menschen / vnd sich selbs satzten / so sie bisher so offt on König durch Gott errettet waren . Dazu weil jnen versprochen war Könige zuhaben / lesst es Gott nicht zu / das sie jn welen / sondern er selbs welet . Auff das bestehe / Das alles was Gott nicht anfehet vnd thut / nichts gelte fur Gott . . Werdet jr nu den HERRN fürchten / vnd jm dienen / vnd seiner stimme gehorchen / vnd dem Munde des HERRN nicht vngehorsam sein / so werdet beide jr vnd ewr König / der vber euch herrschet / dem HERRN ewrem Gott folgen . Werdet jr aber des HERRN stimme nicht gehorchen / sondern seinem Munde vngehorsam sein / So wird die Hand des HERRN wider euch vnd wider ewr Veter sein . Avch trettet nu her / vnd sehet das gros ding / das der HERR fur ewren augen thun wird . Jst nicht jtzt die Weitzenerndte ? Jch wil aber den HERRN anruffen / das er sol donnern vnd regen lassen / Das jr innen werdet vnd sehen solt / das gros vbel / das jr fur des HERRN augen gethan habt / das jr euch einen König gebeten habt . Vnd da Samuel den HERRN anrieff / Lies der HERR donnern vnd regen desselben tags . Da furchte das gantze volck seer den HERRN vnd Samuel / Vnd sprachen alle zu Samuel / Bitte fur deine Knechte den HERRN deinen Gott / das wir nicht sterben . Denn vber alle vnser sünde / haben wir auch das vbel gethan / das wir vns einen König gebeten haben . Samuel aber sprach zum volck / Fürchtet euch nicht / jr habt zwar das vbel alles gethan / Doch weichet nich hinder dem HERRN ab / sondern dienet dem HERRN von gantzem hertzen / Vnd weichet nicht dem Eiteln nach / denn es nützet nicht / vnd kan nicht erretten / weil es ein eitel ding ist . Aber der HERR verlesst sein Volck nicht / vmb seines grossen Namens willen / Denn der HERR hat angefangen euch jm selb zum Volck zu machen . Es sey aber auch ferne von mir / mich also an dem HERRN zu versündigen / das ich solt ablassen fur euch zu Beten / vnd euch zu Leren den guten vnd richtigen weg . Furchtet nur den HERRN / vnd dienet jm trewlich von gantzem hertzen / Denn jr habt gesehen / wie grosse ding er mit euch thut . Werdet jr aber vbel handeln / So werdet jr vnd ewr König verloren sein . Saul war ein jar König gewesen / vnd da er zwey jar vber Jsrael regiert hatte / erwelet er jm drey tausent Man aus Jsrael / Zwey tausent waren mit Saul zu Michmas / vnd auff dem gebirge BethEl vnd ein tausent mit Jonathan zu Gibea BenJamin / Das ander Volck aber lies er gehen / einen jglichen in seine Hütten . Jonathan aber schlug die Philister in jrem Lager / die zu Gibea war / Das kam fur die Philister . Vnd Saul lies die Posaunen blasen im gantzen Land / vnd sagen / Das lasst die Ebreer hören . Vnd gantz Jsrael höret sagen / Saul hat der Philister lager geschlagen / Denn Jsrael stanck fur den Philistern / Vnd alles volck schrey Saul nach gen Gilgal . DA versamleten sich die Philister zu streitten mit Jsrael / dreissig tausent Wagen / sechs tausent Reuter / vnd sonst Volck / so viel wie sand am rand des Meers / Vnd zogen er auff / vnd lagerten sich zu Michmas gegen morgen fur BethAuen . Da das sahen die Menner Jsrael / das sie in nöten waren ( denn dem Volck war bange ) verkrochen sie sich in die höle vnd klüfften vnd felsen vnd löcher vnd gruben . Die Ebreer aber giengen vber den Jordan ins land Gad vnd Gilead . Saul aber war noch zu Gilgal / vnd alles volck ward hinder jm zag . Da harret er sieben tage / auff die zeit von Samuel bestimpt / Vnd da Samuel nicht kam gen Gilgal / zurstrewet sich das volck von jm . DA sprach Saul / Bringet mir her Brandopffer vnd Danckopffer / Vnd er opffert Brandopffer . Als er aber das Brandopffer volendet hatte / sihe / da kam Samuel / Da gieng Saul hinaus jm entgegen jn zu segenen . Samuel aber sprach / Was hastu gemacht ? Saul antwortet / Jch sahe / das das Volck sich von mir zurstrewet / vnd du kamest nicht zu bestimpter zeit vnd die Philister waren versamlet zu Michmas . Da sprach ich / Nu werden die Philister zu mir er ab komen gen Gilgal / vnd ich hab das angesicht des HERRN nicht erbeten / Da wagt ichs / vnd opfferte Brandopffer . Samuel aber sprach zu Saul / Du hast thörlich gethan / vnd nicht gehalten des HERRN deines Gottes gebot / das er dir geboten hat / Denn er hette dein Reich bestetiget vber Jsrael fur vnd fur / Aber nu wird dein Reich nicht bestehen . Der HERR hat jm einen Man ersucht nach seinem hertzen / dem hat der HERR geboten Fürst zu sein vber sein Volck / Denn du hast des HERRN Gebot nicht gehalten . Vnd Samuel macht sich auff / vnd gieng von Gilgal gen Gibea BenJamin . Act . 13 . Aber Saul zelet das volck das bey jm war / bey sechs hundert Man / Saul aber vnd sein son Jonathan / vnd das Volck das bey jm war / blieben auff dem hügel BenJamin / Die Philister aber hatten sich gelagert zu Michmas . Vnd aus dem Lager der Philister zogen drey Hauffen / das Land zu verheeren / Einer wand sich auff die strassen gen Ophra / ins land Sual / Der ander wand sich auff die strasse BethHoron / Der dritte wand sich auff die strasse / die da langet an das tal Zeboim / an der wüsten . ES ward aber kein Schmid im gantzen lande Jsrael erfunden . Denn die Philister gedachten / Die Ebreer möchten schwert vnd spies machen . Vnd muste gantz Jsrael hin ab ziehen zu den Philistern / wenn jemand hatte ein pflug schar / hawen / beil / oder sensen zu scherffen / Vnd die schneiten an den sensen / vnd hawen vnd gabbeln vnd beilen waren abgeerbeitet / vnd die stachel stumpff worden . Da nu der Streittag kam / ward kein schwert noch spies funden in des gantzen Volcks hand / das mit Saul vnd Jonathan war / on Saul vnd sein Son hatten woffen . Vnd der Philister lager zog er aus fur Michmas vber . Jud . 5 . ES begab sich eins tages / das Jonathan der son Saul sprach zu seinem Knaben / der sein Waffentreger war / Kom / las vns hinüber gehen zu der Philister lager / das da drüben ist / vnd sagts seinem Vater nicht an . Saul aber bleib zu Gibea am ende / vnter einem Granatenbawm / der in der Vorstad war / vnd des volcks das bey jm war / war bey sechs hundert Man . Vnd Ahia der son Ahitob Jacobs bruder / Pinehas son / des sons Eli / war Priester des HERRN zu Silo / vnd trug den Leibrock an . Das volck wuste auch nicht / das Jonathan war hin gegangen . Sup . 4 . ES waren aber an dem wege / da Jonathan sucht hin über zu gehen zu der Philister lager / zween spitzen Felsen / einer disseid / der ander jenseid / der eine hies Bozez / der ander Senne / Vnd einer sahe von Mitternacht gegen Michmas / vnd der ander von Mittag gegen Gaba . Vnd Jonathan sprach zu seinem Waffentreger / Kom / las vns hinüber gehen / zu dem Lager dieser vnbeschnitten / Vieleicht wird der HERR etwas durch vns ausrichten / Denn es ist dem HERRN nicht schweer / durch viel oder wenig helffen . Da antwortet jm sein Waffentreger / Thu alles was in deinem hertzen ist / Far hin / Sihe ich bin mit dir / wie dein hertz wil . Jonathan sprach / Wolan / wenn wir hinüber komen zu den Leuten / vnd jnen ins gesicht komen / Werden sie denn sagen / Stehet stille / bis wir an euch gelangen / So wollen wir an vnserm ort stehen bleiben / vnd nicht zu jnen hinauff gehen . Werden sie aber sagen / Kompt zu vns er auff / So wollen wir zu jnen hin auff steigen / So hat sie vns der HERR in vnser hende gegeben / Vnd das sol vns zum Zeichen sein . DA sie nu der Philister lager beide ins gesicht kamen / sprachen die Philister / Sihe / die Ebreer sind aus den Löchern gegangen darin sie sich verkrochen hatten . Vnd die Menner im Lager antworten Jonathan vnd seinem Waffentreger / vnd sprachen / Kompt er auff zu vns / so wollen wirs euch wol leren . Da sprach Jonathan zu seinem Waffentreger / Steige mir nach / der HERR hat sie gegeben in die hende Jsrael . Vnd Jonathan klettert mit henden vnd mit füssen hin auff / vnd sein Waffentreger jm nach . DA fielen sie fur Jonathan darnider / vnd sein Waffentreger würget jm jmer nach . Also das die erste Schlacht / die Jonathan vnd sein Waffentreger thet / war bey zwenzig Man / bey nahe in halber huffen ackers / die ein joch treibet . Vnd es kam ein schrecken ins Lager auff dem felde / vnd im gantzen Volck des lagers / vnd die streiffend Rotte erschracken auch / also das das Land erbebet / Denn es war ein schrecken von Gott . Vnd die Wechter Saul zu Gibea BenJamin sahen das der Hauffe zuran / vnd verlieff sich vnd ward zuschmissen . Saul sprach zu dem Volck das bey jm war / Zelet vnd besehet / wer von vns sey weg gegangen . Vnd da sie zeleten / sihe / da war Jonathan vnd sein Waffentreger nicht da . Da sprach Saul zu Ahia / Bringe erzu die Lade Gottes ( Denn die lade Gottes war zu der zeit bey den kindern Jsrael ) Vnd da Saul noch redet mit dem Priester / Da ward das getümel vnd das lauffen in der Philister lager grösser . Vnd Saul sprach zum Priester / Zeug deine hand abe . Vnd Saul rieff / vnd alles Volck das mit jm war / vnd kamen zum streit / vnd sihe / Da gieng eins jglichen schwert wider den andern / vnd war ein seer gros getümel . Avch die Ebreer / die vorhin bey den Philistern gewesen waren / vnd mit jnen im Lager hinauff gezogen waren vmbher / theten sich zu Jsrael / die mit Saul vnd Jonathan waren . Vnd alle Man von Jsrael / die sich auff dem gebirge Ephraim verkrochen hatten / da sie höreten / das die Philister flohen / strichen hinder jnen her im streit . Also halff der HERR zu der zeit Jsrael / vnd der streit weret bis gen BethAuen . VND da die Menner Jsrael mat waren desselben tags / Beschwur Saul das Volck / vnd sprach / Verflucht sey jederman / wer etwas isset bis zu abend / das ich mich an meinen Feinden reche / Da ass das gantze Volck nichts . Vnd das gantze Land kam in den wald / Es war aber honig im felde / Vnd da das Volck hinein kam in den wald / sihe / da flos das honig / Aber niemand thet desselben mit der hand zu seinem munde / Denn das Volck furchte sich fur dem Eide . Jonathan aber hatte nicht gehört / das sein Vater das volck beschworen hatte / Vnd reckte seinen Stab aus / den er in seiner hand hatte / vnd tuncket mit der spitzen in den Honigseim / vnd wand seine hand zu seinem munde / Da wurden seine augen wacker . Da antwortet einer des volcks / vnd sprach / Dein Vater hat das volck beschworen / vnd gesagt / Verflucht sey jederman / der heute etwas isset / Vnd das volck war matt worden . Da sprach Jonathan / Mein Vater hat das Land geirret / Sehet / wie wacker sind meine augen worden / das ich ein wenig dieses honigs gekostet habe . Weil aber das Volck heute nicht hat müssen essen von der Beute seiner Feinde / die es funden hat / So hat auch nu die Schlacht nicht grösser werden künnen wider die Philister . Sie schlugen aber die Philister des tags von Michmas bis gen Aialon . Vnd das Volck ward seer matt . VND das Volck richtet die Ausbeute zu / vnd namen Schaf vnd Rinder vnd Kelber / vnd schlachtens auff der erden / vnd assens so blutig . Da verkündiget man Saul / Sihe / das volck versündiget sich am HERRN das es blut isset . Er sprach / Jr habt vbel gethan / Weltzet her zu mir jtzt einen grossen Stein . Vnd Saul sprach weiter / Zustrewet euch vnter das volck / vnd saget jnen das ein jglicher seinen Ochsen vnd sein Schafe zu mir bringe vnd schlachtets alhie / das jrs esset vnd euch nicht versundiget an dem HERRN mit dem blut essen . Da brachte alles Volck ein jglicher seinen Ochsen mit seiner hand erzu des nachts / vnd schlachtens daselbs . Vnd Saul bawet dem HERRN einen Altar / Das ist der erst Altar den er dem HERRN bawet . Deut . 12 . VND Saul sprach / Lasst vns hin ab ziehen den Philistern nach bey der nacht / vnd sie berauben / bis das liecht morgen wird / das wir niemand von jnen vberlassen . Sie antworten / Thu alles was dir gefellet . Aber der Priester sprach / Lasst vns hieher zu Gott nahen . Vnd Saul fraget Gott / Sol ich hin ab ziehen den Philistern nach ? Vnd wilt du sie geben in Jsraels hende ? Aber er antwortet jm zu der zeit nicht . Da sprach Saul / Lasst erzu tretten alle hauffen des Volcks / vnd erfaret vnd sehet / an welchem die sünde sey zu dieser zeit . Denn so war der HERR lebt der Heiland Jsrael / vnd ob sie gleich an meinem son Jonathan were / so sol er sterben / Vnd niemand antwortet jm aus dem gantzen volck . VND er sprach zu dem gantzen Jsrael / Seid jr auff jener seiten / Jch vnd mein son Jonathan wollen sein auff dieser seiten . Das volck sprach zu Saul / Thu was dir gefellet . Vnd Saul sprach zu dem HERRN dem Gott Jsrael / Schaffe recht . Da ward Jonathan vnd Saul troffen / Aber das volck gieng frey aus . Saul sprach / werffet vber mich vnd meinen son Jonathan / Da ward Jonathan troffen . Vnd Saul sprach zu Jonathan / Sage mir / Was hastu gethan ? Jonathan sagts jm / vnd sprach / Jch habe ein wenig Honigs gekostet / mit dem stabe den ich in meiner hand hatte / Vnd sihe / ich mus drumb sterben . DA sprach Saul / Gott thu mir dis vnd das / Jonathan du must des tods sterben . Aber das volck sprach zu Saul / Solt Jonathan sterben der ein solch gros Heil in Jsrael gethan hat ? Das sey ferne / So war der HERR lebt es sol kein har von seinem heubt auff die erden fallen / Denn Gott hats heute durch jn gethan . Also erlöset das volck Jonathan / das er nicht sterben muste . Da zoch Saul er auff von den Philistern / Vnd die Philister zogen an jren Ort . Aber da Saul das Reich vber Jsrael eingenomen hatte / streit er wider alle seine Feinde vmbher / wider die Moabiter / wider die kinder Ammon / wider die Edomiter / wider die Könige Zoba / wider die Philister / Vnd wo er sich hin wand / da vbet er straffe / Vnd macht ein Heer / vnd schlug die Amalekiter / Vnd errettet Jsrael von der hand aller die sie zwackten . Saul aber hatte söne / Jonathan / Jswi / Malchisua / Vnd seine zwo Töchter hiessen also / die erste geborne Merob / vnd die jüngste Michal . Vnd das weib Saul hies Ahinoam / ein tochter Ahimaaz / Vnd sein Feldheubtman hies Abner / ein son Ner / Sauls vettern . Kis aber war Sauls vater / Ner aber Abners vater / war ein son AbiEl . Es war aber ein harter streit wider die Philister / so lange Saul lebet . Vnd wo Saul sahe einen starcken vnd rüstigen Man / den nam er zu sich . Samuel aber sprach zu Saul / der HERR hat mich gesand / das ich dich zum Könige salbete vber sein volck Jsrael / So höre nu die stimme der wort des HERRN . So spricht der HERR Zebaoth / Jch habe bedacht was Amalek Jsrael thet / vnd wie er jm den weg verlegt / da er aus Egypten zoch . So zeuch nu hin / vnd schlag die Amalekiter / vnd verbanne sie mit allem das sie haben / Schone seiner nicht / sondern tödte beide / Man vnd Weib / Kinder vnd Seuglinge ochsen vnd schafe / camel vnd esel . Exod . 17 . Saul lies solchs fur das Volck komen / vnd er zelet sie zu Telaim / zwey hundert tausent Fusuolcks / vnd zehen tausent Man aus Juda . Vnd da Saul kam zu der Amalekiter stad / macht er einen Hinderhalt am bach . Vnd lies dem Keniter sagen / Gehet hin / weichet / vnd ziehet er ab von den Amalekitern das ich euch nicht mit jm auffreume / Denn jr thatet barmhertzigkeit an allen kindern Jsrael / da sie aus Egypten zogen . Also machten sich die Keniter von den Amalekitern . DA schlug Saul die Amalekiter van Heuila an / bis gen Sur / die fur Egypten ligt . Vnd greiff Agag der Amalekiter König lebendig / vnd alles Volck verbannet er mit des schwerts scherffe . Aber Saul vnd das volck schonete des Agag / vnd was gute Schaf vnd Rinder / vnd gemestet war / vnd den Lemmern / vnd allem was gut war / vnd woltens nicht verbannen / Was aber schnöde vnd vntüchtig war / das verbanneten sie . DA gesach des HERRN wort zu Samuel / vnd sprach / Es rewet mich / das ich Saul zum Könige gemacht habe / Denn er hat sich hinder mir abgewand / vnd meine wort nicht erfüllet . Des ward Samuel zornig / vnd schrey zu dem HERRN die gantze nacht . VND Samuel macht sich früe auff / das er Saul am morgen begegenet . Vnd jm ward angesagt / das Saul gen Charmel komen were / vnd hette jm ein Siegzeichen auffgericht / vnd were erumb gezogen / vnd gen Gilgal hinab komen . Als nu Samuel zu Saul kam / sprach Saul zu jm / Gesegenet seistu dem HERRN / Jch hab des HERRN wort erfüllet . Samuel antwortet Was ist denn das fur ein blecken der Schafe in meinen ohren / vnd ein brüllen der Rinder die ich höre ? Saul sprach / Von den Amalekitern haben sie sie bracht / denn das volck verschonete den besten Schafen vnd Rindern / vmb des Opffers willen des HERRN deines Gottes / das ander haben wir verbannet . Samuel aber antwortet Saul / Las dir sagen / was der HERR mit mir geredt hat diese nacht . Er sprach / Sage her . Samuel sprach / Jsts nicht also / Da du klein warest fur deinen augen / wurdestu das Heubt vnter den stemmen Jsrael / vnd der HERR salbte dich zum König vber Jsrael ? Vnd der HERR sandte dich auff den weg / vnd sprach / Zeuch hin / vnd verbanne die Sunder / die Amalekiter / vnd streite wider sie / bis du sie vertilgest . Warumb hastu nicht gehorchet des HERRN stim ? Sondern hast dich zum Raub gewand / vnd vbel gehandelt fur den Augen des HERRN . Sup . 13 . Saul antwortet Samuel / Hab ich doch der stimme des HERRN gehorchet / vnd bin hin gezogen des weges / den mich der HERR sandte / vnd hab Agag der Amalekiter könig bracht / vnd die Amalekiter verbannet . Aber das Volck hat des Raubs genomen / Schafe vnd Rinder / das beste vnter dem Verbanten / dem HERRN deinem Gott zu opffern in Gilgal . Samuel aber sprach / Meinstu / das der HERR lust habe am Opffer vnd Brandopffer / als am Gehorsam der stimme des HERRN ? Sihe / Gehorsam ist besser denn opffern / vnd auffmercken besser denn das fett von Widern . Denn vngehorsam ist ein Zeuberey sunde / vnd widerstreben ist Abgötterey vnd Götzendienst . Weil du nu des HERRN wort verworffen hast / Hat er dich auch verworffen / das du nicht König seiest . Osee . 6 . ; Math . 9 . DA sprach Saul zu Samuel / Jch habe gesündiget / das ich des HERRN befelh / vnd deine wort vbergangen habe / Denn ich furchte das volck / vnd gehorchet jrer stim . Vnd nu vergib mir die sunde / vnd kere mit mir vmb / das ich den HERRN anbette . Samuel sprach zu Saul / Jch wil nicht mit dir vmbkeren / Denn du hast des HERRN wort verworffen / vnd der HERR hat dich auch verworffen / das du nicht König seiest vber Jsrael . Vnd als sich Samuel vmbwand / das er weggienge / ergreiff er jn bey eim zipffel seins Rocks / vnd er zureis . Da sprach Samuel zu jm / Der HERR hat das Königreich Jsrael heute von dir gerissen / vnd deinem Nehesten gegeben / der besser ist denn du . Auch leugt der Helt in Jsrael nicht / vnd gerewet jn nicht Man sol Gottes wort nicht endern noch bessern / Er lesst sich nicht endern . / Denn er ist nicht ein Mensch / das jn etwas gerewen solt . ER aber sprach / Jch hab gesündiget / Aber ehre mich doch jtzt fur den Eltesten meins volcks vnd fur Jsrael / vnd kere mit vmb / das ich den HERRN deinen Gott anbete . Also keret Samuel vmb vnd folget Saul nach / das Saul den HERRN anbettet . Samuel aber sprach / Lasst her zu mir bringen Agag der Amalekiter könig . Vnd Agag gieng zu jm getrost / vnd sprach / Also mus man des tods bitterkeit vertreiben . Samuel sprach / Wie dein schwert weiber jrer kinder beraubt hat / Also sol auch deine mutter kinder beraubt sein vnter den weibern . Also zuhieb Samuel den Agag zu stücken fur dem HERRN in Gilgal . VND Samuel gieng hin gen Ramath / Saul aber zoch hin auff zu seinem hause zu Gibea Saul . Vnd Samuel sahe Saul fürder nicht mehr / bis an den tag seines tods / Aber doch trug Samuel leide vmb Saul / das den HERRN gerewet hatte / das er Saul zum Könige vber Jsrael gemacht hatte . VND der HERR sprach zu Samuel / Wie lange tregestu leide vmb Saul / den ich verworffen habe / das er nicht König sey vber Jsrael ? Fülle dein Horn mit öle / vnd gehe hin / Jch wil dich senden zu dem Bethlemiter Jsai / Denn vnter seinen Sönen hab ich mir einen König ersehen . Samuel aber sprach / Wie sol ich hin gehen ? Saul wirds erfaren / vnd mich erwürgen . Der HERR sprach / Nim ein Kalb von den rindern zu dir / vnd sprich / Jch bin komen dem HERRN zu opffern . Vnd solt Jsai zum opffer laden / Da wil ich dir weisen / was du thun solt / das du mir salbest / welchen ich dir sagen werde . Act . 13 . Samuel thet wie jm der HERR gesagt hatte / vnd kam gen Bethlehem / Da entsatzten sich die Eltesten der Stad / vnd giengen jm entgegen / vnd sprachen / Jsts Friede / das du komest ? Er sprach / Ja / Jch bin komen dem HERRN zu opffern / Heiliget euch / vnd kompt mit mir zum Opffer / Vnd er heiliget den Jsai vnd seine Söne / vnd lud sie zum Opffer . DA sie nu er ein kamen / sahe er den Eliab an / vnd gedacht / Ob fur dem HERRN sey sein Gesalbter . Aber der HERR sprach zu Samuel / Sihe nicht an seine Gestalt / noch seine grosse Person / Jch habe jn verworffen / Denn es gehet nicht wie ein Mensch sihet / Ein Mensch sihet was fur augen ist / der HERR aber sihet das hertz an . Da rieff Jsai dem Abinadab / vnd lies jn fur Samuel vbergehen / Vnd er sprach / Diesen hat der HERR auch nicht erwelet . DA lies Jsai fur vbergehen Samma / Er aber sprach / Diesen hat der HERR auch nicht erwelet . Da lies Jsai seine sieben Söne fur Samuel vbergehen / Aber Samuel sprach zu Jsai / Der HERR hat der keinen erwelet . VND Samuel sprach zu Jsai / Sind das die Knaben alle ? Er aber sprach / Es ist noch vberig der Kleinest / vnd sihe / er hütet der schaf . Da sprach Samuel zu Jsai / Sende hin / vnd las jn holen / denn wir werden vns nicht setzen / bis er hie her kome . Da sandte er hin vnd lies jn holen / Vnd er war braunlicht mit schönen augen / vnd guter gestalt . Vnd der HERR sprach / Auff / vnd salbe jn / denn der ists . Da nam Samuel sein Olehorn vnd salbet jn / mitten vnter seinen Brüdern / Vnd der Geist des HERRN geriet vber Dauid / von dem tag an vnd fürder / Samuel aber macht sich auff / vnd gieng gen Rama . Der geist aber des HERRN weich von saul / vnd ein böser Geist vom HERRN macht jn seer vnrügig . Da sprachen die Knechte Saul zu jm / Sihe ein böser Geist von Gott macht dich seer vnrügig . Vnser Herr sage seinen Knechten die fur jm stehen / das sie einen Man suchen / der auff der Harffen wol spielen künde / Auff das / wenn der böse geist Gottes vber dich kompt / er mit seiner hand spiele / das besser mit dir werde . Da sprach Saul zu seinen knechten / Sehet nach einem Man / ders wol kan auff Seitenspiel / vnd bringet jn zu mir . DA antwortet der Knaben einer / vnd sprach / Sihe / ich hab gesehen einen son Jsai des Bethlehemiten / der kan wol auff Seitenspiel / ein rüstiger Man vnd streitbar / vnd verstendig in sachen / vnd schöne / vnd der HERR ist mit jm . Da sandte Saul Boten zu Jsai / vnd lies jm sagen / Sende deinen son Dauid zu mir / der bey den Schafen ist . Da nam Jsai einen Esel mit Brot vnd ein Legel weins / vnd ein Zigenböcklin / vnd sandte es Saul durch seinen son Dauid . Also kam Dauid zu Saul / vnd dienete fur jm / Vnd er gewan jn seer lieb vnd er ward sein Waffentreger . Vnd Saul sandte zu Jsai / vnd lies jm sagen / Las Dauid fur mir bleiben / denn er hat gnade funden fur meinen augen . Wenn nu der geist Gottes vber Saul kam / So nam Dauid die Harffen / vnd spielet mit seiner hand / so erquickt sich Saul / vnd ward besser mit jm / vnd der böse Geist weich von jm . Dje Philister samleten jre Heer zum streit / vnd kamen zusamen zu Socho in Juda / vnd lagerten sich zwisschen Socho vnd Aseka / am ende Damim . Aber Saul vnd die menner Jsrael kamen zusamen / vnd lagerten sich im Eichgrunde / vnd rüsteten sich zum streit gegen die Philister . Vnd die Philister stunden auff einem Berge jenseids / vnd die Jsraeliter auff einem Berge disseids / das ein Tal zwischen jnen war . DA trat erfür aus den Lagern der Philister / ein Rise / mit namen Goliath von Gath / sechs ellen vnd einer handbreit hoch / Vnd hatte ein ehern Helm auff seinem heubt / vnd ein schüppicht Pantzer an / vnd das gewicht seines pantzers war fünff tausent Sekel ertzs / vnd hatte ehern Beinharnisch an seinen schenckeln / vnd ein ehern Schilt auff seinen schuldern / Vnd der schafft seines Spiesses war wie ein Weberbawm / vnd das eisen seines Spiesses hatte sechs hundert sekel eisens / Vnd sein Schilttreger gieng fur jm her . VND er stund vnd rieff zu dem zeug Jsrael / vnd sprach zu jnen / Was seid jr ausgezogen euch zurüsten in einen streit ? Bin ich nicht ein Philister / vnd jr Sauls knechte ? Erwelet einen vnter euch / der zu mir erab kome / Vermag er wider mich zustreitten / vnd schlegt mich / So wollen wir ewr Knechte sein / Vermag ich aber wider jn / vnd schlage jn / So solt jr vnser Knechte sein / das jr vns dienet . Vnd der Philister sprach / Jch habe heuts tags dem Zeuge Jsrael hohn gesprochen / Gebt mir einen / vnd lasst vns mit einander streitten . Da Saul vnd gantz Jsrael diese rede des Philisters höreten / entsatzten sie sich / vnd furchten sich seer . Dauid aber war eins ephratisschen mans son von Bethlehem Juda / der hies Jsai / der hatte acht Söne / vnd war ein alter Man zu Sauls zeiten / vnd war betaget vnter den Mennern . Vnd die drey grösten söne Jsai waren mit Saul in streit gezogen / vnd hiessen mit namen / Eliab der erstgeborne / Abinadab der ander / vnd Samma der dritte / Dauid aber war der jüngst . Da aber die drey Eltesten mit Saul in Krieg zogen / gieng Dauid widerumb von Saul / das er der schafe seines Vaters hütet zu Bethlehem . Aber der Philister trat er zu früe morgens vnd abends / vnd stellet sich dar vierzig tage . Jsai aber sprach zu seinem son Dauid / Nim fur deine Brüder diese Epha sangen / vnd diese zehen Brot / vnd lauff ins Heer zu deinen brüdern / vnd diese zehen frissche Kese / vnd bringe sie dem Heubtman / vnd besuche deine Brüder / obs jnen wol gehe / vnd nim was sie dir befelhen . Saul aber vnd sie vnd alle menner Jsrael waren im Eichgrunde / vnd stritten wider die Philister . DA machte sich Dauid des morgens früe auff / vnd lies die schafe dem Hüter / vnd trug vnd gieng hin / wie jm Jsai geboten hatte / vnd kam zur Wagenburg . Vnd das Heer war ausgezogen / vnd hatte sich gerüstet / vnd schrien im streit / Denn Jsrael hatte sich gerüstet / So waren die Philister wider jren Zeug auch gerüstet . DA lies Dauid das gefess das er trug / vnter dem Hüter der gefess / vnd lieff zu dem Zeug / vnd gieng hinein / vnd grüsset seine Brüder . Vnd da er noch mit jnen redet / Sihe / Da trat er auff der Riese mit namen Goliath / der Philister von Gath / aus der Philister zeug / vnd redet wie vorhin / Vnd Dauid hörets . Aber jederman in Jsrael / wenn er den Man sahe / flohe er fur jm / vnd furchte sich seer . Vnd jederman in Jsrael sprach / Habt jr den Man gesehen erauff tretten ? Denn er ist erauff getretten Jsrael hohn zu sprechen . Vnd wer jn schlegt / den wil der König seer reich machen / vnd jm seine Tochter geben / vnd wil seins Vaters haus frey machen in Jsrael . Da sprach Dauid zu den Mennern / die bey jm stunden / Was wird man dem thun / der diesen Philister schlegt vnd die schande von Jsrael wendet ? Denn wer ist der Philister dieser vnbeschnittener der den Zeug des lebendigen Gottes hönet ? Da sagt jm das volck wie vorhin / So wird man thun dem / der jn schlegt . VND Eliab sein gröster Bruder höret jn reden mit den Mennern / vnd ergrimmet mit zorn wider Dauid / vnd sprach / Warumb bistu erab komen ? vnd warumb hastu die wenige Schafe dort in der wüsten verlassen ? Jch kenne deine vermessenheit wol vnd deines hertzen bosheit / Denn du bist erab komen das du den streit sehest . Dauid antwortet / Was hab ich denn nu gethan ? Jst mirs nicht befolhen ? Vnd wand sich von jm / gegen einem andern / vnd sprach wie er vorhin gesagt hatte . Da antwortet jm das Volck / wie vorhin . VND da sie die wort höreten / die Dauid sagt / verkündigeten sie es fur Saul / Vnd er lies jn holen . Vnd Dauid sprach zu Saul / Es entfalle keinem Menschen das hertz vmb des willen / Dein Knecht sol hin gehen / vnd mit dem Philister streitten . Saul aber sprach zu Dauid / Du kanst nicht hin gehen wider diesen Philister mit jm zu streitten / Denn du bist ein Knabe / Dieser aber ist ein Kriegsman von seiner jugent auff . Dauid aber sprach zu Saul / Dein Knecht hütet der schafe seines Vaters / vnd es kam ein Lewe vnd ein Beer / vnd trug ein schaf weg von der Herde . Vnd ich lieff jm nach vnd schlug jn / vnd errettets aus seinem maul / Vnd da er sich vber mich machet / ergreiff ich jn bey seinem bart / vnd schlug jn / vnd tödtet jn . Also hat dein knecht geschlagen beide den Lewen vnd den Beren / So sol nu dieser Philister der vnbeschnittene sein / gleich wie der einer / Denn er hat geschendet den Zeuge des lebendigen Gottes . Vnd Dauid sprach / Der HERR / der mich von dem Lewen vnd Beren errettet hat / der wird mich auch erretten von diesem Philister . VND Saul sprach zu Dauid / Gehe hin / der HERR sey mit dir . Vnd Saul zoch Dauid seine Kleider an / vnd setzt jm ein ehern Helm auff sein Heubt / vnd legt jm ein Pantzer an . Vnd Dauid gürtet sein Schwert vber seine Kleider / vnd fieng an zugehen / denn er hats nie versucht . Da sprach Dauid zu Saul / Ich kan nicht also gehen / denn ich bins nicht gewonet / vnd legets von sich . Vnd nam seinen Stab in seine Hand / vnd erwelet funff glatte Stein aus dem bach / vnd thet sie in die Hirtentassche die er hatte / vnd in den Sack / vnd nam die Schleuder in seine Hand vnd macht sich zu dem Philister . VND der Philister gieng auch einher / vnd macht sich zu Dauid / vnd sein Schilttreger fur jm her . Da nu der Philister sahe vnd schawet Dauid an / veracht er jn / Denn er war ein Knabe / braunlicht vnd schön . Vnd der Philister sprach zu Dauid / Bin ich denn ein Hund / das du mit Stecken zu mir kompst ? Vnd fluchet dem Dauid bey seinem Gott / vnd sprach zu Dauid / Kom her zu mir / ich wil dein Fleisch geben den Vogeln vnter dem Himel / vnd den Thieren auff dem felde . Dauid aber sprach zu dem Philister / Du kompst zu mir mit schwert / spies vnd schilt / Jch aber kome zu dir im Namen des HERRN Zebaoth des Gottes des zeugs Jsrael / die du gehönet hast . Heuts tags wird dich der HERR in meine hand vberantworten / Das ich dich schlahe / vnd neme dein Heubt von dir / vnd gebe den Leichnam des Heers der Philister heute den Vogeln vnter dem Himel / vnd dem Wild auff erden / Das alles Land innen werde / das Jsrael einen Gott hat / Vnd das alle diese Gemeine innen werde / das der HERR nicht durch Schwert noch Spies hilfft / Denn der streit ist des HERRN / vnd wird euch geben in vnsere hende . Psal . 20 . DA sich nu der Philister auffmacht / gieng da her / vnd nahet sich gegen Dauid / eilet Dauid vnd lieff vom Zeug gegen dem Philister . Vnd Dauid thet seine hand in die Tasschen / vnd nam einen Stein daraus / vnd schleudert / vnd traff den Philister an seine stirn / das der Stein in seine stirn fuhr / vnd er zur erden fiel auff sein angesicht . Also vberwand Dauid den Philister mit der Schleuder vnd mit dem Stein / vnd schlug jn / vnd tödtet jn . Vnd da Dauid kein Schwert in seiner hand hatte / lieff er / vnd trat zu dem Philister / vnd nam sein Schwert vnd zogs aus der scheiden / vnd töotet jn / vnd hieb jm den Kopff damit abe . Eccl . 47 . DA aber die Philister sahen / das jr Sterckster tod war / flohen sie . Vnd die menner Jsrael vnd Juda machten sich auff / vnd rieffen vnd jagten den Philistern nach / bis man kompt ins Tal / vnd bis an die thor Ekron / Vnd die Philister fielen erschlagen auff dem wege / zu den thoren / bis gen Gath vnd gen Ekron . Vnd die kinder Jsrael kereten vmb von dem nachiagen der Philister / vnd beraubten jr Lager . Dauid aber nam des Philisters Heubt / vnd brachts gen Jerusalem / Sein Waffen aber legt er in seine Hütten . DA aber Saul Dauid sahe ausgehen wider den Philister / sprach er zu Abner seinem Feldheubtman / Wes son ist der Knabe ? Abner aber sprach / So war deine seele lebt König / ich weis nicht . Der König sprach / So frage darnach / wes Son der Jüngling sey . Da nu Dauid widerkam von der Schlacht des Philisters / nam jn Abner / vnd bracht jn fur Saul / vnd er hatte des Philisters heubt in seiner hand . Vnd Saul sprach zu jm / Wes son bistu Knabe ? Dauid sprach / Jch bin ein son deines knechts Jsar des Bethlehemiten . VND da er hatte ausgeredt mit Saul / verband sich das hertz Jonathan mit dem hertzen Dauid / vnd Jonathan gewan jn lieb / wie sein eigen hertz . Vnd Saul nam jn des tags / vnd lies jn nicht wider zu seins Vaters haus komen . Vnd Jonathan vnd Dauid machten einen Bund mit einander / Denn er hatte jn lieb / wie sein eigen hertz . Vnd Jonathan zog aus seinen Rock den er anhatte / vnd gab jn Dauid / dazu seinen Mantel / sein Schwert / seinen Bogen / vnd seinen Gürtel . VND Dauid zoch aus wo hin jn Saul sand / vnd hielt sich klüglich / Vnd Saul setzt jn vber die Kriegsleute / vnd er gefiel wol allem Volck / auch den knechten Saul . ES begab sich aber / da er wider komen war von des Philisters schlacht / das die Weiber aus allen stedten Jsrael waren gegangen mit gesang vnd reigen dem könige Saul entgegen / mit paucken / mit freuden vnd mit geigen . Vnd die Weiber sungen gegen einander / vnd spieleten / vnd sprachen / Saul hat tausent geschlagen / aber Dauid zehen tausent . Da ergrimmet Saul seer / vnd gefiel jm das wort vbel / vnd sprach / Sie haben Dauid zehen tausent gegeben / vnd mir tausent / Das Königreich wil noch sein werden . Vnd Saul sahe Dauid saur an / von dem tage / vnd fort an . Eccl . 47 . Des andern tags geriet der böse Geit von Gott vber Saul / vnd weissagt da heimen im hause / Dauid aber spielet auff den Seiten mit seiner hand / wie er teglich pflegt . Vnd Saul hatte einen Spies in der hand / vnd schos jn / vnd gedacht / Jch wil Dauid an die wand spiessen / Dauid aber wand sich zwey mal von jm . Vnd Saul furcht sich fur Dauid / Denn der HERR war mit jm / vnd war von Saul gewichen . Da thet jn Saul von sich / vnd setzt jn zum Fürsten vber tausent Man / Vnd er zoch aus vnd ein fur dem Volck . Vnd Dauid hielt sich klüglich in alle seim thun / vnd der HERR war mit jm . Da nu Saul sahe / das er sich so klüglich hielt / schewet er sich fur jm . Aber gantz Jsrael vnd Juda hatte Dauid lieb / denn er zoch aus vnd ein fur jnen her . VND Saul sprach zu Dauid / Sihe / meine grösseste tochter Merob wil ich dir zum Weibe geben / sey nur freidig / vnd füre des HERRN kriege . Denn Saul gedacht / meine hand sol nicht an jm sein / sondern die hand der Philister . Dauid aber antwortet Saul / Wer bin ich ? vnd was ist mein leben vnd Geschlecht meines Vaters in Jsrael / das ich des Königs Eidem werden sol ? Da aber die zeit kam / das Merob die tochter Saul solt Dauid gegeben werden / ward sie Adriel dem Meholathiter zum weibe gegeben . Aber Michal Sauls tochter hatte den Dauid lieb . Da das Saul angesagt ward / sprach er / Das ist recht / Jch wil sie jm geben / das sie jm zum Fall gerate / vnd der Philister hende vber jn komen . Vnd sprach zu Dauid / Du solt heute mit der andern mein Eidem werden . Vnd Saul gebot seinen Knechten / Redet mit Dauid heimlich / vnd sprecht / Sihe / der König hat lust zu dir / vnd alle seine Knechte lieben dich / So sey nu des Königs Eidem . VND die knechte Saul redten solche wort fur den ohren Dauid / Dauid aber sprach / Dünckt euch das ein geringes sein / des Königes Eidem zu sein ? Jch aber bin ein armer geringer Man . Vnd die knechte Saul sagten jm wider / vnd sprachen / Solche wort hat Dauid geredt . Saul sprach / So sagt zu Dauid / Der König begeret keine Morgengab / on hundert Vorheute von den Philistern / das man sich reche an des Königs Feinden / Denn Saul tracht Dauid zu fellen durch des Philister hand . Da sagten seine Knechte Dauid an solche wort / Vnd dauchte Dauid die sache gut sein / das er des Königs Eidem würde . Vnd die zeit war noch nicht aus / Da macht sich Dauid auff / vnd zoch hin mit seinen Mennern / vnd schlug vnter den Philistern zwey hundert Man / Vnd Dauid brachte jre Vorheute vnd vergnüget dem König die zal / das er des Königes Eidem würde . Da gab jm Saul seine tochter Michal zum weibe . Vnd Saul sahe vnd mercket / das der HERR mit Dauid war . Vnd Michal Sauls tochter hatte jn lieb . Da furchte sich Saul noch mehr fur Dauid / vnd ward sein Feind sein leben lang . Vnd da der Philister Fürsten auszogen / handelt Dauid klüglicher denn alle knechte Saul / wenn sie auszogen / das sein name hoch gepreiset ward . Saul aber rede mit seinem son Jonathan vnd mit allen seinen Knechten / das sie Dauid solten tödten . Aber Jonathan Sauls son hatte Dauid seer lieb / vnd verkündigets jm / vnd sprach / Mein vater Saul trachtet darnach / das er dich tödte . Nu so beware dich morgens / vnd bleibe verborgen vnd verstecke dich . Jch aber wil erause gehen / vnd neben meinem vater stehen auff dem felde da du bist / vnd von dir mit meinem Vatter reden / vnd was ich sehe / wil ich dir kund thun . VND Jonathan redet das beste von Dauid mit seinem vater Saul / vnd sprach zu jm / Es versündige sich der König nicht an seinem knechte Dauid / denn er hat keine sünde wider dich gethan / Vnd sein thun ist dir seer nütze . Vnd er hat sein Leben in seine hand gesetzt / vnd schlug den Philister / vnd der HERR thet ein gros Heil dem gantzen Jsrael / Das hastu gesehen / vnd dich des gefrewet / Warumb wiltu dich denn an vnschüldigem Blut versündigen / das du Dauid on vrsach tödtest ? Da gehorcht Saul der stim Jonathan / vnd schwur / So war der HERR lebt / er sol nicht sterben . Da rieff Jonathan Dauid / vnd sagt jm alle diese wort vnd bracht jn zu Saul / das er fur jm war / wie vorhin . Sup . 17 . ES erhub sich aber wider ein streit / Vnd Dauid zoch aus / vnd streit wider die Philister / vnd thet eine grosse Schlacht / das sie fur jm flohen . Aber der böse Geist vom HERRN kam vber Saul / vnd er sass in seinem hause / vnd hatte einen Spies in seiner hand / Dauid aber spielet auff den Seiten mit der hand . Vnd Saul trachtet Dauid mit dem Spies an die wand zu spiessen / Er aber reis sich von Saul / vnd der Spies fuhr in die wand / Dauid aber floh / vnd entran die selbige nacht . Saul sand aber Boten zu Dauids haus / das sie jn bewareten vnd tödteten am morgen . Das verkündigt dem Dauid sein weib Michal / vnd sprach / Wirstu nicht diese nacht deine Seel erretten / so mustu morgen sterben . Da lies jn Michal durchs Fenster ernider das er hin gieng / entfloh vnd entran . Vnd Michal nam ein Bilde / vnd legts ins Bette / vnd leget ein Zigenfell zu seinen heubten / vnd deckts mit Kleidern zu . Da sandte Saul Boten / das sie Dauid holeten . Sie aber sprach / Er ist kranck . Saul aber sandte Boten Dauid zu besehen / vnd sprach / Bringet jn er auff zu mir mit dem Bette / das er getödtet werde . Da nu die Boten kamen / sihe / da lag das Bild im bette / vnd ein Zigenfell zu seinen heubten . Da sprach Saul zu Michal / Warumb hastu mich betrogen vnd meinen Feind gelassen / das er entrünne ? Michal sprach zu Saul / Er sprach zu mir / Las mich gehen / oder ich tödte dich . Psal . 59 . Dauid aber entfloch vnd entran / vnd kam zu Samuel gen Rama / vnd sagt jm an alles / was jm Saul gethan hatte / Vnd er gieng hin mit Samuel / vnd blieben zu Naioth . Vnd es ward Saul angesagt / Sihe Dauid ist zu Naioth in Rama . Da sandte Saul Boten / das sie Dauid holeten . Vnd sie sahen zween Chor Propheten weissagen / vnd Samuel war jr Auffseher / Da kam der geist Gottes auff die Boten Sauls / das sie auch weissageten . Da das Saul ward angesaget / sandte er andere Boten / die weissageten auch . Da sandte er die dritten Boten / die weissageten auch . DA gieng er selbs auch gen Rama / vnd da er kam zum grossen Brun / der zu Seku ist / fraget er vnd sprach / Wo ist Samuel vnd Dauid ? Da ward jm gesagt / Sihe zu Naioth in Rama . Vnd er gieng daselbs hin gen Naioth in Rama / Vnd der geist Gottes kam auch auff jn / vnd gieng einher vnd weissaget / bis er kam gen Naioth in Rama . Vnd er zog auch seine Kleider aus / vnd weissagt auch fur Samuel / vnd fiel blos Nicht das er nacket gewesen sey / sondern hat die Königliche Kleider abgelegt / vnd nur gemeine Kleider an behalten / als ein ander Mensch . Vnd fiel nider den gantzen tag etc . das ist / Er bettet mit jnen vnd / wenn sie nider fielen / fiel er auch nider mit jnen . nider den gantzen tag / vnd die gantze nacht . Da her spricht man / Jst Saul auch vnter den Propheten ? Sup . 10 . Dauid aber flohe von Naioth zu Rama / vnd kam vnd redet fur Jonathan / Was hab ich gethan ? Was habe ich mishandelt ? Was hab ich gesündiget fur deinem Vater / das er nach meinem Leben stehet ? Er aber sprach zu jm / Das sey ferne / du solt nicht sterben . Sihe / mein Vater thut nichts weder gros noch kleines / das er nicht meinen ohren offenbare / Warumb solt denn mein Vater dis fur mir verbergen ? Es wird nicht so sein . Da schwur Dauid weiter / vnd sprach / Dein Vater weis wol / das ich gnade fur deinen augen funden habe / darumb wird er dencken / Jonathan sol solchs nicht wissen / es möcht jn bekümmern . Warlich / so war der HERR lebt / vnd so war deine Seele lebt / es ist nur ein schrit zwischen mir vnd dem Tod . Jonathan sprach zu Dauid / Jch wil an dir thun / was dein hertz begert . Dauid sprach zu jm / Sihe / morgen ist der Newemond da ich mit dem Könige zu tisch sitzen solt / So las mich / das ich mich auff dem Felde verberge / bis an den abend des dritten tags . Wird dein Vater nach mir fragen / so sprich / Dauid bat mich / das er gen Bethlehem zu seiner Stad lauffen möcht / denn es ist ein jerlich Opffer daselbs dem gantzen geschlechte . Wird er sagen / Es ist gut / so stehet es wol vmb deinen knecht . Wird er aber ergrimmen / So wirstu mercken / das böses bey jm beschlossen ist . So thu nu barmhertzigkeit an deinem knecht / denn du hast mit mir / deinem knecht / einen Bund im HERRN gemacht . Jst aber eine missetaht in mir / so tödte du mich / Denn warumb woltestu mich zu deinem Vater bringen ? Jonathan sprach / Das sey ferne von dir / das ich solt mercken / das böses bey meinem Vater beschlossen were vber dich zu bringen / vnd sols dir nicht ansagen . Dauid aber sprach / Wer wil mirs ansagen / so dir dein Vater etwas hartes antwortet ? Jonathan sprach zu Dauid / Kom / las vns hinaus auffs feld gehen / Vnd giengen beide hinaus auffs feld . Vnd Jonathan sprach zu Dauid / HERR Gott Jsrael / wenn ich erforsche an meinem Vater morgen vnd am dritten tage / das es wol stehet mit Dauid / vnd nicht hin sende zu dir / vnd fur deinen ohren offenbare / So thu der HERR Jonathan dis vnd jenes . Wenn aber das böse meinem Vater gefelt wider dich / So wil ichs auch fur deinen ohren offenbaren / vnd dich lassen / das du mit frieden weggehest / Vnd der HERR sey mit dir / wie er mit meinem Vater gewesen ist Thu ichs nicht so thu keine barmhertzigkeit des HERRN an mir / weil ich lebe / auch nicht so ich sterbe . Vnd wenn der HERR die Feinde Dauid ausrotten wird / einen jglichen aus dem Lande / so reisse du deine barmhertzigkeit nicht von meinem Hause ewiglich . Also machet Jonathan einen Bund mit dem hause Dauid ( vnd sprach ) Der HERR foddere es von der hand der Feinde Dauid . Sup . 18 . VND Jonathan fuhr weiter vnd schwur Dauid / So lieb hatte er jn / denn er hatte jn so lieb als seine seele . Vnd Jonathan sprach zu jm / Morgen ist der Newemond / so wird man nach dir fragen / Denn man wird dein vermissen / da du zu sitzen pflegest . Des dritten tages aber kom balde ernider / vnd gehe an einen Ort / da du dich verbergest am Werckeltage / vnd setze dich bey den stein Asel . So wil ich zu seiner seitten drey Pfeile schiessen / als ich zum Sichermal schösse / vnd sihe / Jch wil den Knaben senden / gehe hin suche die Pfeile . Werde ich zum Knaben sagen / Sihe / die Pfeile ligen hierwerts hinder dir / hole sie / So kom / denn es ist friede / vnd hat keine fahr / so war der HERR lebt . Sage ich aber zum Jünglinge / Sihe / die Pfeile ligen dortwerts fur dir / So gehe hin / denn der HERR hat dich lassen gehen . Was aber du vnd ich mit einander geredt haben / da ist der HERR zwisschen mir vnd dir ewiglich . Dauid verbarg sich im felde / Vnd da der Newemond kam / satzte sich der König zu tische zu essen . Da sich aber der König gesetzt hatte an seinen Ort / wie er vorhin gewonet war an der wand / stund Jonathan auff / Abner aber setzt sich an die seiten Saul / Vnd man vermisset Dauids an seinem ort . Vnd Saul redet des tags nichts / denn er gedacht / Es ist jm etwas widerfaren / das er nicht rein ist . Des andern tages des Newenmonden / da man Dauids vermisste an seinem ort / sprach Saul zu seinem son Jonathan / Warumb ist der son Jsai nicht zu tisch komen / weder gestern noch heute ? Jonathan antwortet Saul / Er bat mich / das er gen Bethlehem gienge / vnd sprach / Las mich gehen / denn vnser Geschlecht hat zu opffern in der Stad / vnd mein Bruder hat mirs selbs geboten / Hab ich nu gnade fur deinen augen funden / so wil ich hinweg vnd meine Brüder sehen / Darumb ist er nicht komen zu des Königs tisch . Da ergrimmet der zorn Saul wider Jonathan / vnd sprach zu jm / Du vngehorsamer Bösewicht Filius non heroicus / sed mulieris ignominiosae / vilis / degeneris . / Jch weis wol / das du den son Jsai ausserkorn hast / dir vnd deiner vnartigen Mutter zu schanden . Denn so lange der son Jsai lebt auff Erden / wirstu / dazu auch dein Königreich nicht bestehen / So sende nu hin / vnd las jn her holen zu mir / denn er mus sterben . Jonathan antwortet seinem vater Saul / vnd sprach zu jm / Warumb sol er sterben ? Was hat er gethan ? Da schos Saul den spies nach jm / das er jn spiesset . Da merckt Jonathan / das bey seinen Vater gentzlich beschlossen war / Dauid zu tödten / Vnd stund auff vom tisch mit grimmigem zorn / vnd ass desselben andern tages des Newenmonden kein Brot / Denn er war bekümmert vmb Dauid / das jn sein Vater also verdampte . DES morgens gieng Jonathan hinaus auffs feld / dahin er Dauid bestimpt hatte / vnd ein kleiner knabe mit jm / vnd sprach zu dem Knaben / Lauff vnd suche mir die pfeile / die ich schiesse . Da aber der Knabe lieff / schos er einen pfeil vber jn hin . Vnd als der Knabe kam an den ort / da hin Jonathan den pfeil geschossen hatte / rieff jm Jonathan nach vnd sprach / Der pfeil ligt dortwerts fur dir . Vnd rieff aber mal jm nach / Eile rissch vnd stehe nicht still . Da las der Knabe Jonathan die pfeile auff / vnd bracht sie zu seinem Herrn . Vnd der Knabe wuste nichts drumb / alleine Jonathan vnd Dauid wusten vmb die sache . Da gab Jonathan sein Woffen seinem Knaben / vnd sprach zu jm / Gehe hin vnd trags in die Stad . DA der Knabe hin ein kam / stund Dauid auff vom Ort gegen Mittag / vnd fiel auff sein andlitz zur erden / vnd bettet drey mal an / Vnd küsseten sich mit einander / vnd weineten mit einander / Dauid aber am allermeisten . Vnd Jonathan sprach zu Dauid / Gehe hin mit frieden / Was wir beide geschworen haben im Namen des HERRN / vnd gesagt / Der HERR sey zwisschen mir vnd dir / zwisschen meinem Samen vnd deinem Samen / das bleibe ewiglich / Vnd Jonathan macht sich auff vnd kam in die Stad . Dauid aber kam gen Nobe zum Priester Ahimelech / Vnd Ahimelech entsatzt sich / da er Dauid entgegen gieng / vnd sprach zu jm / Warumb kompstu allein / vnd ist kein Man mit dir ? Dauid sprach zu Ahimelech dem Priester / Der König hat mir eine Sache befolhen vnd sprach zu mir / Las niemand wissen / warumb ich dich gesand habe / vnd was ich dir befolhen habe / Denn ich hab auch meinen Knaben etwa hie oder da her bescheiden . Hastu nu was vnter deiner hand / ein Brot oder fünffe / die gib mir in meine hand / oder Der Priester antwortet Dauid / vnd sprach / Jch hab kein gemein Brot vnter meiner hand / sondern heilig Brot / Wenn sich nur die Knaben von Weibern enthalten hetten . Dauid antwortet dem Priester / vnd sprach zu jm / Es sind die Weiber drey tage vns versperret gewesen / da ich auszoch / vnd der Knaben zeug Jn der Schrifft heisst ein jglicher Leib ein Zeug / Wie auch Act . 9 . Christus von S . Paulus saget / Er ist mein ausserwelter Zeug etc . Darumb das Gott damit wircket / wie ein Handwercksman mit seinem zeuge . Wil nu hie Dauid sagen / Wenn die Person heilig ist / so ists alles heilig was man isset / trincket / thut oder lesst / Wie S . Paulus Tit . j . spricht / Den Reinen ist alles rein . war heilig / Jst aber dieser weg vnheilig / so wird er heute geheiliget werden an dem zeuge . Da gab jm der Priester des Heiligen / weil kein ander Brot da war / denn die schawbrot / die man fur dem HERRN auffhub / das man ander frisch Brot auff legen solt des tages da er die weggenomen hatte . Mat . 12 . ; Luc . 6 . ES war aber des tages ein Man drinnen versperret fur dem HERRN / aus den knechten Saul / mit namen Doeg ein Edomiter / der mechtigest vnter den Hirten Sauls . Vnd Dauid sprach zu Ahimelech / Jst nicht hie vnter deiner hand ein spies oder schwert ? Jch hab mein schwert vnd waffen nicht mit mir genomen / Denn die sache des Königs war eilend . Der Priester sprach / Das schwert des Philisters Goliath / den du schlugest im Eichgrunde / das ist hie / gewickelt in einem Mantel hinder dem Leibrock / Wiltu das selbige / so nims hin / denn es ist hie kein anders denn das . Dauid sprach / Es ist seins gleichen nicht / Gib mirs . Psal . 52 . VND Dauid macht sich auff / vnd floh fur Saul / vnd kam zu Achis dem könige zu Gath . Aber die knechte Achis sprachen zu jm / Das ist der Dauid des lands König / von dem sie sungen am Reigen / vnd sprachen Saul schlug tausent / Dauid aber zehen tausent . Vnd Dauid nam die rede zu hertzen / vnd furcht sich seer fur Achis dem könige zu Gath . Vnd verstellet / sein geberde fur jnen / vnd kollert vnter jren henden / vnd sties sich an die thür am thor / vnd sein geiffer flos jm in den bart . Da sprach Achis zu seinen knechten / Sihe / jr sehet das der Man vnsinnig ist / Warumb habt jr jn zu mir bracht Hab ich der vnsinnigen zu wenig / das jr diesen her brechtet / das er neben mir rasete ? Solt der in mein haus komen . Psal . 56 . ; Psal . 34 . Dauid gieng von dannen / vnd entran in die höle Adullam . Da das seine Brüder höreten / vnd das gantze Haus seines Vaters / kamen sie zu jm hin ab daselbs hin . Vnd es versamleten sich zu jm allerley Menner / die in not vnd schuld / vnd betrübtes hertzen waren / Vnd er war jr Oberster / das bey vier hundert Man bey jm waren . Psal . 57 . VND Dauid gieng von dannen gen Mizpe in der Moabiter land / vnd sprach zu der Moabiter könig / Las mein Vater vnd mein Mutter bey euch aus vnd eingehen / bis ich erfare / was Gott mit mir thun wird / Vnd er lies sie fur dem Könige der Moabiter / das sie bey jm blieben / so lange Dauid in der Burg war . Aber der Prophet Gad sprach zu Dauid / Bleib nicht in der Burg / sondern gehe hin vnd kom ins land Juda . Da gieng Dauid hin . vnd kam in den wald Hareth . Vnd es kam fur Saul / das Dauid vnd die Menner / die bey jm waren / weren erfur komen . Psal . 63 . Als nu Saul wonet zu Gibea / vnter einem Hayn in Rama / hatte er seinen Spies in der hand / vnd alle seine Knechte stunden neben jm . Da sprach Saul zu seinen Knechten / die neben jm stunden / Höret jr kinder Jemini / Wird auch der son Jsai euch allen Ecker vnd Weinberge geben / vnd euch alle vber tausent vnd vber hundert zu Obersten machen ? das jr euch alle verbunden habt wider mich / vnd ist niemand der es meinen ohren offenbarte / Weil auch mein Son einen Bund gemacht hat mit dem son Jsai . Jst niemand vnter euch den es krencke meinet halben / vnd meinen ohren offenbare / Denn mein Son hat meinen Knecht wider mich aufferwecket / das er mir nachstellet / wie es am tag ist . DA antwortet Doeg der Edomiter / der neben den knechten Saul stund / vnd sprach / Jch sahe den son Jsai / das er er gen Nobe kam zu Ahimelech dem son Ahitob / Der fragte den HERRN fur jn / vnd gab jm speise / vnd das schwert Goliath des Philisters . Psal . 52 . DA sandte der König hin / vnd lies ruffen Ahimelech dem Priester / dem son Ahitob / vnd seines Vaters gantzem hause / die Priester die zu Nobe waren / Vnd sie kamen alle zum Könige . Vnd Saul sprach / Höre du son Ahitob . Er sprach / Hie bin ich mein Herr . Vnd Saul sprach zu jm / Warumb habt jr einen Bund wider mich gemacht / du vnd der son Jsai / Das du jm Brot vnd Schwert gegeben / vnd Gott fur jn gefragt hast / das du jn erweckest / das er mir nachstelle / wie es am tag ist ? Ahimelech antwortet dem Könige / vnd sprach / Vnd wer ist vnter allen deinen Knechten als Dauid / der getrew ist vnd des Königs eidem / vnd gehet in deinem gehorsam / vnd ist herrlich gehalten in deinem Hause ? Hab ich denn heute erst angefangen Gott fur jn zu fragen ? Das sey ferne von mir / Der König lege solchs seinem Knecht nicht auff in gantz meines Vaters hause / Denn dein Knecht hat von alle diesem nichts gewust / weder kleins noch grosses . Aber der König sprach / Ahimelech / du must des tods sterben / du vnd deines Vaters gantzes haus . Vnd der König sprach zu seinen Drabanten / die neben jm stunden / Wendet euch / vnd tödtet des HERRN Priester / Denn jre hand ist auch mit Dauid / vnd da sie wusten das er floh / haben sie mirs nicht eröffenet . Aber die knechte des Königs wolten jre hende nicht an die Priester des HERRN legen / sie zu erschlagen . Da sprach der König zu Doeg / Wende du dich vnd erschlage die Priester . Doeg der Edomiter wand sich / vnd erschlug die Priester / Das des tages storben fünff vnd achzig Menner / die leinen Leibröcke trugen . Vnd die stad der Priester Nobe schlug er mit der scherffe des schwerts / beide Man vnd Weib / Kinder vnd Seuglinge / Ochsen vnd Esel vnd Schafe . ES entran aber ein son Ahimelech / des sons Ahitob / der hies AbJathar / vnd floh Dauid nach / vnd verkündiget jm / Das Saul die Priester des HERRN erwürget hette . Dauid aber sprach zu AbJathar / Jch wusts wol an dem tage / da der Edomiter Doeg da war / das ers würde Saul ansagen / Jch bin schüldig an allen Seelen deines Vaters hause . Bleibe bey mir vnd fürchte dich nicht / Wer nach meinem Leben stehet / der sol auch nach deinem leben stehen / vnd solt mit mir behalten werden . VND es ward Dauid angesagt / Sihe / die Philister streitten wider Kegila / vnd berauben die Tennen . Da fragt Dauid den HERRN / vnd sprach / Sol ich hin gehen vnd diese Philister schlagen ? Vnd der HERR sprach zu Dauid / Gehe hin / du wirst die Philister schlahen / vnd Kegila erretten . Aber die Menner bey Dauid sprachen zu jm / Sihe / wir fürchten vns hie in Juda / vnd wöllen hin gehen gen Kegila zu der Philister zeug ? Da fragt Dauid wider den HERRN / Vnd der HERR antwortet jm / vnd sprach / Auff / zeuch hin ab gen Kegila / denn ich wil die Philister in deine hende geben . Also zoch Dauid sampt seinen Mennern gen Kegila / vnd streit wider die Philister / vnd treib jnen jr Vieh weg / vnd thet eine grosse Schlacht an jnen / Also errettet Dauid die zu Kegila . Denn da AbJathar der son Ahimelech floh zu Dauid gen Kegila / trug er den Leibrock mit sich hinab . Da ward saul angesagt / das dauid gen Kegila komen were / vnd sprach / Gott hat jn in meine hende vbergeben / das er verschlossen ist / nu er in eine Stad komen jst / mit thuren vnd rigeln verwaret . Vnd Saul lies allem volck ruffen zum streit / hin nider gen Kegila / das sie Dauid vnd seine Menner belegten . Da aber Dauid mercket / das Saul böses vber jn gedacht / sprach er zu dem Priester AbJathar / Lange den Leibrock her . Vnd Dauid sprach / HERR Gott Jsrael / dein Knecht hat gehöret / das Saul darnach trachte / das er gen Kegila kome / die Stad zu verterben vmb meinen willen . Werden mich auch die Bürger zu Kegila vberantworten in seine hende ? Vnd wird aber Saul erab komen / wie dein Knecht gehört hat ? Das verkündige HERR Gott Jsrael deinem Knecht . Vnd der HERR sprach / Er wird erab komen . Dauid sprach / Werden aber die Bürger zu Kegila mich vnd meine Menner vberantworten in die hende Saul ? Der HERR sprach / Ja . DA macht sich Dauid auff sampt seinen Mennern / der bey sechs hundert waren / vnd zogen aus von Kegila / vnd wandelten wo sie hin kundten . Da nu Saul angesagt ward / das Dauid von Kegila entrunnen war / lies er sein ausziehen anstehen . Dauid aber bleib in der wüsten in der Burg / vnd bleib auff dem berge in der wüsten Siph . Saul aber sucht jn sein leben lang / Aber Gott gab jn nicht in seine hende . Vnd Dauid sahe das Saul ausgezogen war sein leben zu suchen / Aber Dauid war in der wüsten Siph / in der Heide . DA macht sich Jonathan auff / der son Saul / vnd gieng hin zu Dauid in die Heide / vnd sterckt seine hand in Gott / vnd sprach zu jm / Fürchte dich nicht / meins vaters Sauls hand wird dich nicht finden / vnd du wirst König werden vber Jsrael / So wil ich der Nehest vmb dich sein / Auch weis solchs mein Vater wol . Vnd sie machten beide einen Bund mit einander fur dem HERRN / Vnd Dauid bleib in der Heide / Aber Jonathan zoch wider heim . Sup . 18 . ; Sup . 20 . Aber die siphiter zogen hinauff zu saul gen Gibea / vnd sprachen / Jst nicht Dauid bey vns verborgen in der Burg in der Heide auff dem hügel Hachila / der zur rechten ligt an der wüsten ? So kom nu der König ernider nach alle seins hertzen beger / So wöllen wir jn vberantworten in des Königs hende . Da sprach Saul / Gesegenet seid jr dem HERRRN / das jr euch mein erbarmet habt . So gehet nu hin / vnd werdets noch gewisser / das jr wisset vnd sehet / an welchem Ort seine füsse gewesen sind / vnd wer jn daselbs gesehen habe / Denn mir ist gesagt / das er listig ist . Besehet vnd erkundet alle Orter / da er sich verkreucht / vnd komet wider zu mir / wenn jrs gewis seid / so wil ich mit euch ziehen / Jst er im Lande / so wil ich nach jm forschen vnter allen tausenten in Juda . Jnf . 26 . ; Psal . 54 . DA machten sie sich auff / vnd giengen gen Siph fur Saul hin . Dauid aber vnd seine Menner waren in der wüsten Maon / auff dem gefilde zur rechten der wüsten . Da nu Saul hin zoch mit seinen Mennern zu suchen / wards Dauid angesagt / Vnd er macht sich hinab in den Fels / vnd bleib in der wüsten Maon . Da das Saul höret / jaget er Dauid nach in der wüsten Maon . Vnd Saul mit seinen Mennern gieng an einer seiten des Berges / Dauid mit seinen Mennern an der andern seiten des berges . Da Dauid aber eilet dem Saul zu entgehen / da vmbringete Saul sampt seinen mennern Dauid vnd seine menner / das er sie griffe . Aber es kam ein Bote zu Saul / vnd sprach / Eile vnd kom / Denn die Philister sind ins Land gefallen . Da keret sich Saul von dem nachiagen Dauid / vnd zoch hin den Philistern entgegen / Da her heisst man den ort / SelaMahelkoth Das heisst Scheidefels . . Vnd Dauid zoch hinauff von dannen / vnd bleib in der Burg zu EnGedi . DA nu Saul wider kam von den Philistern / ward jm gesagt / Sihe / Dauid ist in der wüsten EnGedi . Vnd Saul nam drey tausent junger Manschafft aus gantz Jsrael / vnd zoch hin / Dauid sampt seinen Mennern zu suchen / auff den felsen der Gemsen . Vnd da er kam zu den Schafshürten am wege / war daselbs eine Höle / vnd Saul gieng hinein seine Füsse zu decken So züchtig ist die heilige Schrifft / das sie füsse decken heisst / auff das heimlich Gemach gehen . / Dauid aber vnd seine Menner sassen hinden in der Höle . DA sprachen die Menner Dauid zu jm / Sihe / das ist der tag / dauon der HERR dir gesagt hat / Sihe / Jch wil deinen Feind in deine hende geben / das du mit jm thust was dir gefellet . Vnd Dauid stund auff / vnd schneit leise einen zipffel vom Rock Saul . Aber da er den zipffel Saul hatte abgeschnitten / schlug er in sich / vnd sprach zu seinen mennern / Das lasse der HERR ferne von mir sein / das ich das thun solte / vnd meine hand legen an meinen Herrn den gesalbten des HERRN / Denn er ist der gesalbte des HERRN / Vnd Dauid weiset seine Menner von sich mit worten / vnd lies sie nicht sich wider Saul aufflehnen . DA aber Saul sich auffmacht aus der Höle / vnd gieng auff dem wege / macht sich darnach Dauid auch auff / vnd gieng aus der Höle / vnd rieff Saul hinden nach / vnd sprach / Mein Herr könig . Saul sahe hinder sich / Vnd Dauid neigt sein andlitz zur erden vnd bettet an / vnd sprach zu Saul / Warumb gehorchestu Menschen wort / die da sagen / Dauid sucht dein vnglück ? Sihe heuts tags sehen deine augen / das dich der HERR heute hat in meine hand gegeben in der Höle / Vnd es ward gesagt / das ich dich solt erwürgen / Aber es ward dein verschonet / Denn ich sprach / Jch wil meine hand nicht an meinen Herrn legen / Denn er ist der gesalbte des HERRN . Mein Vater / sihe doch den Zipffel von deinem Rocke in meiner hand / das ich dich nicht erwürgen wolt / da ich den zipffel von deinem Rocke schneit / Erkenne vnd sihe / das nichts böses in meiner hand ist / noch kein vbertrettung . Jch hab auch an dir nicht gesündigt / vnd du jagest meine Seele / das du sie wegnemest . Der HERR wird Richter sein zwisschen mir vnd dir / vnd mich an dir rechen / Aber meine hand sol nicht vber dir sein . Wie man sagt nach dem alten Sprichwort / Von Gottlosen kompt vntugent / Aber meine hand sol nicht vber dir sein . Wem zeuchstu nach König von Jsrael ? Wem jagstu nach ? Einem todten Hund / einem einigen Floch ? Der HERR sey Richter vnd richte zwisschen mir vnd dir / vnd sehe drein / vnd füre meine sache aus / vnd rette mich von deiner hand . Als nu Dauid solche wort zu Saul hatte ausgeredt / sprach Saul / Jst das nicht deine stim / mein son Dauid ? Vnd Saul hub auff seine stim vnd weinet / vnd sprach zu Dauid / Du bist gerechter denn ich / Du hast mir guts beweiset / Jch aber habe dir böses beweiset . Vnd du hast mir heute angezeiget / wie du gutes an mir gethan hast / das mich der HERR hatte in deine hende beschlossen / vnd du mich doch nicht erwürget hast . Wie solt jemand seinen Feind finden / vnd jn lassen einen guten weg gehen ? Der HERR vergelte dir guts fur diesen tag / das du an mir gethan hast . Nu sihe / ich weis / das du König werden wirst / vnd das Königreich Jsrael stehet in deiner hand . So schwere nu mir bey dem HERRRN / das du nicht ausrottest meinen Samen nach mir / vnd meinen namen nicht austilgest von meines Vaters hause . Vnd Dauid schwur Saul . Da zoch Saul heim / Dauid aber mit seinen Mennern machten sich hinauff auff die Burg . Jnfr . 26 . VND Samuel starb / vnd das gantze Jsrael versamlet sich / trugen leide vmb jn / vnd begruben jn in seinem hause zu Rama . Jnfr . 28 . Dauid aber machte sich auff / vnd zoch hin ab in die wüsten Paran . Vnd es war ein man zu Maon / vnd sein wesen zu Carmel / vnd der Man war fast gros vermügens / vnd hatte drey tausent Schafe vnd tausent Zigen / Vnd begab sich eben das er seine Schaf beschur zu Carmel / Vnd er hies Nabal / Sein weib aber hies Abigail / vnd war ein Weib guter vernunfft / vnd schön von angesicht / Der Man aber war hart vnd boshafftig in seinem thun / vnd war einer von Caleb . DA nu Dauid in der wüsten höret / das Nabel seine schafe beschur / sandte er aus zehen Jüngling / vnd sprach zu jnen / Gehet hin auff gen Carmel / vnd wenn jr zu Nabal kompt / so grüsset jn von meinet wegen freundlich / Vnd sprecht / Glück zu / Fried sey mit dir vnd deinem Hause / vnd mit allem das du hast . Jch hab gehöret / das du Schafscherer hast / Nu / deine Hirten die du hast / sind mit vns gewesen / Wir haben sie nicht verhönet / vnd hat jnen nichts gefeilet an der zal / so lange sie zu Carmel gewesen sind / Frage deine Jünglinge darumb / die werdens dir sagen / Vnd las die Jünglinge gnad finden fur deinen augen / Denn wir sind auff einen guten tag komen / Gib deinen Knechten vnd deinem son Dauid / was deine hand findet . VND da die Jüngling Dauid hin kamen / vnd von Dauids wegen alle diese wort mit Nabal geredt hatten / höreten sie auff . Aber Nabal antwortet den knechten Dauids / vnd sprach / Wer ist der Dauid ? vnd wer ist der son Jsai ? Es werden jtzt der Knechte viel / die sich von jren Herrn reissen . Solt ich mein brot / wasser vnd fleisch nemen / das ich fur meine Scherer geschlachtet habe / vnd den Leuten geben / die ich nicht kenne / wo sie her sind ? DA kereten sich die Jünglinge Dauids wider auff jren weg / Vnd da sie wider zu jm kamen / sagten sie jm solchs alles . Da sprach Dauid zu seinen Mennern / Gürte ein jglicher sein schwert vmb sich . Vnd ein jglicher gürtet sein schwert vmb sich / vnd Dauid gürtet sein schwert auch vmb sich / vnd zogen jm nach hinauff bey vier hundert Man / Aber zwey hundert blieben bey dem gerete . Aber der abigail / nabals weib / saget an der Jünglinge einer / vnd sprach / Sihe / Dauid hat Boten gesand aus der wüsten vnsern Herrn zu segenen / Er aber schnaubet sie an . Vnd sie sind vns doch seer nütze Leute gewesen / vnd haben vns nicht verhönet / vnd hat vns nichts gefeilet an der zal so lange wir bey jnen gewandelt haben / wenn wir auff dem felde waren / Sondern sind vnser mauren gewesen tag vnd nacht / so lange wir der Schafe bey jnen gehütet haben . So mercke nu vnd sihe / was du thust / Denn es ist gewis ein Vnglück fur handen vber vnsern Herrn / vnd vber sein gantzes haus / Vnd er ist ein heiloser Man / dem niemand etwas sagen thar . DA eilet Abigail / vnd nam zwey hundert Brot / vnd zwey Legel weins / vnd fünff gekochte Schafe / vnd fünff Scheffel melh / vnd hundert stück Rosin / vnd zwey hundert stück Feigen / vnd luds auff Esel . Vnd sprach zu jren Jünglingen / Gehet vor mir hin / Sihe ich wil komen hernach / Vnd sie sagt jrem man Nabal nichts dauon . Vnd als sie auff dem Esel reit / vnd hinab zoch im tunckel des berges / Sihe / da begegenet jr Dauid vnd seine Menner hinab / das sie auff sie sties . Dauid aber hatte geredt / Wolan / ich hab vmb sonst behütet alles das dieser hat in der Wüsten / das nichts gefeilet hat an allem was er hat / vnd er bezalt mir guts mit bösem . Gott thu dis vnd noch mehr den Feinden Dauid / wo ich diesem bis liecht morgen / vberlasse einen der an die wand pisset / aus allem das er hat . DA nu Abigail Dauid sahe / Steig sie eilend vom Esel / vnd fiel fur Dauid auff jr andlitz / vnd bettet an zur erden / vnd fiel zu seinen füssen / vnd sprach / Ah mein Herr / mein sey diese missethat / vnd las deine Magd reden fur deinen ohren / vnd höre die wort deiner magd . Mein Herr setze nicht sein hertz wider diesen Nabal den heilosen Man / Denn er ist ein Narr / wie sein name heisst / vnd narrheit ist bey jm / Jch aber deine Magd / habe die Jünglinge meines Herrn nicht gesehen / die du gesand hast . NV aber mein Herr / So war der HERR lebt / vnd so war deine seele lebt / Der HERR hat dich verhindert / das du nicht kemest widers Blut / vnd hat dir deine hand erlöset / So müssen nu werden wie Nabal deine Feinde / vnd die meinem Herrn vbel wöllen . Hie ist der Segen / den deine Magd / meinem Herrn her gebracht hat / Den gib den Jünglingen die vnter meinem Herrn wandeln . Vergib deiner Magd die vbertrettung / Denn der HERR wird meinem Herrn ein bestendig Haus machen / Denn du fürest des HERRN kriege / vnd las kein böses an dir gefunden werden / dein leben lang . VND wenn sich ein Mensch erheben wird dich zu verfolgen / vnd nach deiner seelen stehet / So wird die seele meins Herrn eingebunden sein im bündlin der Lebendigen / bey dem HERRN deinem Gott / Aber die seele deiner Feinde wird geschleudert werden mit der schleuder . Wenn denn der HERR alle das Gut meinem Herrn thun wird / das er dir geredt hat / vnd gebieten / das du ein Hertzog seiest vber Jsrael / So wirds dem hertzen meins Herrn nicht ein stos noch ergernis sein / das du nicht blut vergossen hast on vrsach / vnd dir selber geholffen / So wird der HERR meinem Herrn wolthun / vnd wirst an deine Magd gedencken . DA sprach Dauid zu Abigail / Gelobt sey der HERR der Gott Jsrael / der dich heuts tages hat mir entgegen gesand . Vnd gesegenet sey dein Rede / vnd gesegenet seiestu / das du mir heute erweret hast / das ich nicht wider Blut komen bin / vnd mich mit eigener hand erlöset habe . Warlich / so war der HERR der Gott Jsrael lebt / der mich verhindert hat / das ich nicht vbel an dir thet / Werestu nicht eilend mir begegenet / So were dem Nabal nicht vberblieben auff diesen liechten morgen / einer der an die wand pisset . Also nam Dauid von jrer hand / was sie jm gebracht hatte / vnd sprach zu jr / Zeuch mit frieden hin auff in dein haus / Sihe / ich habe deiner stimme gehorchet / vnd deine Person angesehen . DA aber Abigail zu Nabal kam / sihe / Da hatte er ein Mal zugericht / in seinem hause / wie eines Königs mal / vnd sein hertz war guter dinge bey jm selbs Neminem inuitauit / nec Pauperes curauit . / denn er war seer truncken . Sie aber sagt jm nichts / weder klein noch gros / bis an den liechten morgen . Da es aber morgen ward / vnd der wein von Nabal komen war / sagt jm sein Weib solchs / Da erstarb sein Hertz in seinem Leibe / das er ward wie ein stein . Vnd vber zehen tage schlug jn der HERR das er starb . Da das Dauid höret / das Nabal tod war / sprach er / Gelobt sey der HERR der meine schmach gerochen hat an dem Nabal / vnd seinen Knecht enthalten hat fur dem vbel / Vnd der HERR hat dem Nabal das vbel auff seinen Kopff vergolten . VND Dauid sandte hin / vnd lies mit Abigail reden / das er sie zum Weibe neme . Vnd da die knecht Dauid zu Abigail kamen gen Carmel / redten sie mit jr / vnd sprachen / Dauid hat vns zu dir gesand / das er dich zum weibe neme . Sie stund auff vnd bettet an auff jr angesicht zur erden / vnd sprach / Sihe / Hie ist deine Magd / das sie diene den Knechten meines Herrn / vnd jre füsse wassche . Vnd Abigail eilet vnd macht sich auff / vnd reit auffm Esel / vnd fünff Dirnen die vnter jr waren / vnd zoch den boten Dauid nach / vnd ward sein Weib . Avch nam Dauid Ahinoam von Jesreel / vnd waren beide seine weiber . Saul aber gab Michal seine tochter / Dauids weib / Phalti / dem son Lais von Gallim . DJE aber von Siph kamen zu Saul gen Gibea / vnd sprachen / Jst nicht Dauid verborgen auff dem hügel Hachila fur der wüsten ? Da macht sich Saul auff / vnd zoch er ab zur wüsten Siph / vnd mit jm drey tausent junger Manschafft in Jsrael / das er Dauid suchte in der wüsten Siph . Vnd lagert sich auff dem hügel Hachila / die fur der wüsten ligt am wege / Dauid aber bleib in der wüsten . Vnd da er sahe / das Saul kam jm nach in die wüsten / sandte er Kundschaffer aus / vnd erfur das Saul gewislich komen were . Sup . 23 . ; Psal . 54 . VND Dauid macht sich auff / vnd kam an den ort da Saul sein Lager hielt / vnd sahe die stete / da Saul lag mit seinem Feldheubtman Abner / dem son Ner / Denn Saul lag in der Wagenburg / vnd das Heeruolck vmb jn her . Da antwortet Dauid / vnd sprach zu Ahimelech dem Hethiter / vnd zu Abisai dem son ZeruJa / dem bruder Joab / Wer wil mit mir hinab zu Saul ins Lager ? Abisai sprach / Jch wil mit dir hinab . Also kam Dauid vnd Abisai zum volck des nachts / Vnd sihe / Saul lag vnd schlieff in der Wagenburg / vnd sein Spies steckt in der erden zu seinen heubten / Abner aber vnd das volck lag vmb jn her . DA sprach Abisai zu Dauid / Gott hat deinen Feind heute in deine hand beschlossen / So wil ich jn nu mit dem Spies stechen in die erden ein mal / das ers nicht mehr bedarff . Dauid aber sprach zu Abisai / Verderbe jn nicht / Denn wer wil die hand an den gesalbeten des HERRN legen / vnd vngestrafft bleiben ? Weiter sprach Dauid / So war der HERR lebt / wo der HERR nicht jn schlegt / oder seine zeit komet das er sterbe / oder in einen streit ziehe vnd kom vmb / So las der HERR ferne von mir sein / das ich meine hand solt an den Gesalbeten des HERRN legen . So nim nu den Spies zu seinen heubten / vnd den Wasserbecher / vnd las vns gehen . Also nam Dauid den Spies vnd den Wasserbecher / zun heubten Saul / vnd gieng hin / vnd war niemand der es sahe / noch mercket / noch erwachet / sondern sie schlieffen alle / Denn es war ein tieffer schlaff vom HERRN auff sie gefallen . DA nu Dauid hin über auff jenseid komen war / trat er auff des Berges spitzen von ferne / das ein weiter raum war zwisschen jnen / vnd schrey das Volck an / vnd Abner den son Ner / vnd sprach / Hörestu nicht Abner ? Vnd Abner antwortet / vnd sprach / Wer bistu / das du so schreiest gegen dem Könige ? Vnd Dauid sprach zu Abner / Bistu nicht ein Man ? Vnd wer ist dein gleich in Jsrael ? Wammb hastu denn nicht behütet deinen Herrn den König ? Denn es ist des Volcks einer hinein komen / deinen Herrn den König zuuerterben . Es ist aber nicht fein / das du gethan hast / So war der HERR lebt / jr seid Kinder des tods / das jr ewrn Herrn / den gesalbeten des HERRN nicht behütet habt / Nu sihe / hie ist der Spies des Königs / vnd der Wasserbecher / die zu seinen heubten waren . DA erkennet Saul die stimme Dauids / vnd sprach / Jst das nicht dein stimme / mein son Dauid ? Dauid sprach / Es ist meine stim mein Herr könig . Vnd sprach weiter / Warumb verfolget mein Herr also seinen Knecht ? Was hab ich gethan ? Vnd was vbels ist in meiner hand ? So höre doch nu mein Herr der König die wort seines Knechts . Reitzet dich der HERR wider mich / so las man ein Speisopffer riechen / Thuns aber Menschenkinder / So seien sie verflucht fur dem HERRN / das sie mich heute verstossen / das ich nicht haffte in des HERRN Erbteil / vnd sprechen / Gehe hin / diene andern Göttern . So verfalle nu mein Blut nicht auff erden / vnd dem Angesichte des HERRN / Denn der König Jsrael ist ausgezogen zu suchen einen Floch / wie man ein Rephun jagt auff den bergen . VND Saul sprach / Jch hab gesündigt / Kom wider mein son Dauid / ich wil dir kein leid fürder thun / darumb / das meine Seele heutes tags thewr gewesen ist in deinen augen / Sihe / ich hab thörlich vnd seer vnweislich gethan . Dauid antwortet / vnd sprach / Sihe / hie ist der Spies des Königs / Es gehe der Jüngling einer herüber vnd hole jn . Der HERR aber wird einem jglichen vergelten nach seiner gerechtigkeit vnd glauben / Denn der HERR hat dich heute in meine hand gegeben / Jch aber wolt meine hand nicht an den gesalbten des HERRN legen . Vnd wie heute deine Seele in meinen augen ist gros geacht gewesen / So werde meine Seele gros geachtet werden fur den Augen des HERRN / vnd errette mich von allem trübsal . Saul sprach zu Dauid / Gesegenet seistu mein son Dauid / du wirsts thun vnd hin aus füren . Dauid aber gieng seine stras / Vnd Saul keret wider an seinen Ort . Sup . 24 . Dauid aber gedacht in seinem hertzen / Jch werde der tag einen Saul in die hende fallen / Es ist mir nichts besser / denn das ich entrinne in der Philisterlande / das Saul von mir ablasse mich fürder zu suchen in allen grentzen Jsrael / so werde ich seinen henden entrinnen . Vnd macht sich auff / vnd gieng hinüber / sampt den sechs hundert Man / die bey jm waren / zu Achis dem son Maoch könige zu Gath . Also bleib Dauid bey Achis zu Gath mit seinen Mennern / ein jglicher mit seinem hause / Dauid auch mit seinen zweien Weibern / Ahinoam der Jesreelitin / vnd Abigail der Nabals weib der Charmelitin . Vnd da Saul angesagt ward / das Dauid gen Gath geflohen were / sucht er nicht mehr . VND Dauid sprach zu Achis / Hab ich gnade fur deinen augen funden / so las mir geben einen Raum in der Stedte einer auff dem Lande / das ich drinnen wone / Was sol dein Knecht in der königlichen Stad bey dir wonen ? Da gab jm Achis des tags Ziklag / Daher ist Ziklag der Könige Juda bis auff diesen tag . Die zeit aber / die Dauid in der Philister lande wonet / ist ein jar vnd vier monden . Dauid aber zoch hinauff sampt seinen Mennern / vnd fiel ins Land der Gessuriter vnd Girsiter vnd Amalekiter / Denn diese waren die Einwoner von alters her dieses Lands / als man kompt gen Sur / bis an Egyptenland . Da aber Dauid das Land schlug / lies er weder Man noch Weib leben / vnd nam schaf / rinder / esel / kamel vnd Kleider / vnd keret wider vnd kam zu Achis . Wenn den Achis sprach / Seid jr heute nicht eingefallen ? So sprach Dauid / Gegen dem mittag Juda / vnd gegen dem mittag der Jerahmeeliter / vnd gegen mittag der Keniter . Dauid aber lies weder Man noch Weib lebendig gen Gath komen / vnd gedacht / Sie möchten wider vns reden vnd schwetzen . Also thet Dauid / vnd das war seine weise / so lange er wonet in der Philister lande . Darumb gleub Achis Dauid / vnd gedacht / Er hat sich stinckend gemacht fur seinem volck Jsrael / Darumb sol er jmer mein Knecht sein . VND es begab sich zu der selben zeit / das die Philister jr Heer versamleten in streit zu ziehen wider Jsrael / Vnd Achis sprach zu Dauid / Du solt wissen / das du vnd deine Menner solt mit mir ausziehen ins Heer . Dauid sprach zu Achis / Wolan / du solt erfaren was dein Knecht thun wird . Achis sprach zu Dauid / Darumb wil ich dich zum Hüter meins heubts setzen mein leben lang . Samuel aber war gestorben Das erzelet die Schrifft darumb / auff das sie warne jederman / das er das nachfolgende Gespenst von Samuel recht verstehe / vnd wisse / das Samuel tod sey / vnd solchs der böse Geist mit der Zeuberinnen / vnd Saul redet vnd thut / in Samuels person vnd namen / vnd gantz Jsrael hatte leide vmb jn getragen / vnd begraben in seiner stad Rama . So hatte Saul aus dem Lande vertrieben die Warsager vnd Zeichendeuter . Da nu die Philister sich versamleten / vnd kamen vnd lagerten sich zu Sunem / Versamlet Saul auch das gantze Jsrael / vnd lagerten sich zu GilBoa . Da aber Saul der Philister Heer sahe / furcht er sich / vnd sein hertz verzagt seer . Vnd er ratfraget den HERRN / Aber der HERR antwortet jm nicht / weder durch Trewme / noch durchs Liecht Das liecht ist / das auff dem Brustlatzen des Priesters war / Exo . 28 . / noch durch Propheten . Sup . 25 . DA sprach Saul zu seinen Knechten / Sücht mir ein Weib / die einen Warsager geist hat / das ich zu jr gehe / vnd sie frage . Seine Knechte sprachen zu jm / Sihe / zu Endor ist ein Weib / die hat einen Warsager geist . Vnd Saul wechselt seine Kleider / vnd zog andere an / vnd gieng hin vnd zween andere mit jm / vnd kamen bey der nacht zum weibe / Vnd sprach / Lieber / weissage mir durch den Warsager geist / vnd bringe mir erauff den ich dir sage . Das weib sprach zu jm / Sihe / du weissest wol / was Saul gethan hat / wie er die Warsager vnd Zeichendeuter ausgerottet hat vom lande / Warumb wiltu denn meine Seele in das netze füren / das ich ertödtet werde ? Saul aber schwur jr bey dem HERRN / vnd sprach / So war der HERR lebt / Es sol dir dis nicht zur missethat geraten . DA sprach das Weib / Wen sol ich dir denn erauff bringen ? Er sprach / Bringe mir Samuel erauff . Da nu das weib Samuel sahe / schrey sie laut / vnd sprach zu Saul / Warumb hastu mich betrogen ? du bist Saul . Vnd der König sprach zu jr / Fürchte dich nicht / Was sihestu ? Das weib sprach zu Saul / Jch sehe Götter Götter / das ist / Richter / Exo . 22 . er auffsteigen aus der erden . Er sprach / Wie ist er gestalt ? Sie sprach / Es kompt ein alter Man erauff / vnd ist bekleidet mit einem Seidenrock Der Seidenrock ist der Priesterliche Rock / Exo . 28 . . Da vernam Saul / das es Samuel war / vnd neiget sich mit seinem andlitz zur erden / vnd bettet an . Samuel aber sprach zu Saul / Warumb hastu mich vnrügig gemacht / das du mich erauff bringen lessest ? Saul sprach / Jch bin seer geengstet / Die Philister streitten wider mich / vnd Gott ist von mir gewichen / vnd antwortet mir nicht / weder durch Propheten / noch durch Trewme . Darumb hab ich dich lassen ruffen / das du mir weisest was ich thun solle . Samuel sprach / Was wiltu mich fragen / weil der HERR von dir gewichen / vnd dein Feind worden ist ? Der HERR wird dir thun / wie er durch mich geredt hat / vnd wird das Reich von deiner hand reissen / vnd Dauid deinem Nehesten geben / Darumb das du der stimme des HERRN nicht gehorcht / vnd den grim seines zorns nicht ausgerichtet hast wider Amalek / Darumb hat dir der HERR solchs jtzt gethan . Da zu wird der HERR Jsrael mit dir auch geben in der Philister hende / Morgen wirstu vnd deine Söne mit mir sein / Auch wird der HERR das Heer Jsrael in der Philister hende geben . Da fiel Saul zur erden / so lang er war / vnd erschrack seer fur den worten Samuel / das keine krafft mehr in jm war / Denn er hatte nichts gessen den gantzen tag vnd die gantze nacht . VND das Weib gieng hin ein zu Saul / vnd sahe / das er seer erschrocken war / vnd sprach zu jm / Sihe / deine Magd hat deiner stimme gehorcht / vnd hab meine Seele in meine hand gesetzt / das ich deinen worten gehorchet / die du zu mir sagtest . So gehorche auch nu du deiner Magd stimme / Jch wil dir einen bissen Brots fursetzen / das du essest / das du zu krefften komest / vnd deine strasse gehest . Er aber wegert sich / vnd sprach / Jch wil nicht essen . Da nötigeten jn seine Knechte vnd das Weib / das er jrer stimme gehorchet / Vnd er stund auff von der erden / vnd setzet sich auffs Bette . Das weib aber hatte da heim ein gemestet Kalb / Da eilet sie vnd schlachtets / Vnd nam melh vnd knettets / vnd buchs vngeseurt / vnd brachts erzu fur Saul vnd fur seine Knechte . Vnd da sie gessen hatten / stunden sie auff vnd giengen die nacht . Sup . 15 . Dje Philister aber versamleten alle jre Heer zu Aphek / Vnd Jsrael lagerte sich zu Ain in Jesreel . Vnd die Fürsten der Philister giengen daher mit hunderten vnd mit tauseten / Dauid aber vnd seine Menner giengen hinden nach bey Achis . DA sprachen die Fürsten der Philister / Was sollen diese Ebreer ? Achis sprach zu jnen / Jst nicht das Dauid der knecht Saul des königs Jsrael ? der nu bey mir gewesen ist jar vnd tag / vnd habe nichts an jm gefunden / sint der zeit er abgefallen ist bis her ? Aber die Fürsten der Philister wurden zornig auff jn / vnd sprachen zu jm / Las den Man vmbkeren / vnd an seinem ort bleiben / da du jn hin bestellet hast / das er nicht mit vns hin ab ziehe / zum streit / vnd vnser Widersacher werde im streit / Denn woran kund er seinem Herrn bas gefallen thun / denn an den köpffen dieser Menner ? Jst er nicht der Dauid / von dem sie sungen am Reigen / Saul hat tausent geschlagen / Dauid aber zehen tausent ? DA rieff Achis Dauid / vnd sprach zu jm / So war der HERR lebt / ich halt dich fur redlich / vnd dein ausgang vnd eingang mit mir im Heer gefelt mir wol / vnd hab nichts arges an dir gespürt / sint der zeit du zu mir komen bist bis her / Aber du gefellest den Fürsten nicht . So kere nu vmb vnd gehe hin mit frieden / auff das du nicht vbel thust fur den augen der Fürsten der Philister . Dauid aber sprach zu Achis / Was hab ich gethan / vnd was hastu gespüret an deinem Knecht / sint derzeit ich fur dir gewesen bin bis her / das ich nicht solt komen vnd streitten wider die Feinde meines Herrn des Königs ? Achis antwortet / vnd sprach zu Dauid / Jch weis wol / Denn du gefellest meinen augen / als ein Engel Gottes / Aber der Philister Fürsten haben gesagt / Las jn nicht mit vns hin auff in streit ziehen . So mach dich nu morgen früe auff / vnd die Knechte deines Herrn die mit dir komen sind / vnd wenn jr euch morgen früe auffgemacht habt / das liecht ist / so gehet hin . Also machten sich Dauid vnd seine Menner früe auff / das sie des morgens hin giengen / vnd wider in der Philister land kemen / Die Philister aber zogen hin auff gen Jesrael . DA nu Dauid des dritten tags kam gen Ziklag mit seinen Mennern / Waren die Amalekiter er ein gefallen zum mittag vnd zu Ziklag / vnd hatten Ziklag geschlagen vnd mit fewr verbrand / vnd hatten die Weiber draus weggefurt / beide klein vnd gros / Sie hatten aber niemand getödtet / sondern weggetrieben / vnd waren dahin jrs weges . DA nu Dauid sampt seinen Mennern zur Stad kamen / vnd sahe / Das sie mit fewr verbrand war / vnd jre Weiber / Söne vnd Töchter gefangen waren / Hub Dauid vnd das volck das bey jm war / jre stimme auff vnd weineten / bis sie nicht mehr weinen kundten / Denn Dauids zwey Weiber waren auch gefangen / Ahinoam die Jesreelitin / vnd Abigail Nabals weib des Carmeliten . Vnd Dauid war seer geengstet / Denn das Volck wolt jn steinigen / Denn des gantzen volcks Seele war vnwillig / ein jglicher vber seine Söne vnd Töchter . Dauid aber stercket sich in dem HERRN seinem Gott / vnd sprach zu AbJathar dem Priester Ahimelechs son / Bringe mir her den Leibrock . Vnd da AbJathar den Leibrock zu Dauid bracht hatte / fragte Dauid den HERRN / vnd sprach / Sol ich den Kriegsleuten nachiagen / vnd werde ich sie ergreiffen ? Er sprach / Jage jnen nach / Du wirst sie ergreiffen vnd rettung thun . Da zoch Dauid hin vnd die sechs hundert Man / die bey jm waren / Vnd da sie kamen an den bach Besor / blieben etliche stehen . Dauid aber vnd die vier hundert Man jageten nach / Die zwey hundert Man aber die stehen blieben / waren zu müde vber den bach Besor zu gehen . VND sie funden einen Egyptischen man auff dem felde / den füreten sie zu Dauid / vnd gaben jm Brot das er ass / vnd trenckten jn mit Wasser / vnd gaben jm ein stück Feigen vnd zwey stück Rosin . Vnd da er gessen hatte / kam sein geist wider zu jm / Denn er hatte in dreien tagen vnd dreien nachten nichts gessen / vnd kein Wasser getruncken . Dauid sprach zu jm / Wes bistu ? vnd wo her bistu ? Er sprach / Jch bin ein Egyptischer knabe eins Amalekiters knecht / vnd mein Herr hat mich verlassen / Denn ich ward kranck fur dreien tagen . Wir sind er ein gefallen zum mittag Crethi / vnd auff Juda vnd zum mittag Caleb / vnd haben Ziklag mit fewr verbrennet . Dauid sprach zu jm / Wiltu mich hin ab füren zu diesen Kriegsleuten ? Er sprach / Schwere mir bey Gott / das du mich nicht tödtest / noch in meines Herrn hand vberantwortest / So wil ich dich hin ab füren zu diesen Kriegsleuten . Vnd er füret sie hin ab / Vnd sihe / sie hatten sich zustrewet auff der gantzen Erden / assen vnd truncken vnd fuerten vber alle dem grossen Raub / den sie genomen hatten aus der Philister vnd Juda lande . VND Dauid schlug sie / von dem morgen an bis an den abend / gegen dem andern tag / das jr keiner entran / On vierhundert Jüngelinge / die fielen auff die Kamelen / vnd flohen . Also errettet Dauid alles was die Amalekiter genomen hatten / vnd seine zwey Weiber / Vnd feilet an keinem / weder klein noch gros / noch Söne noch Töchter / noch Raub / noch alles das sie genomen hatten / Dauid brachts alles wider . Vnd Dauid nam die schafe vnd rinder vnd treib das Vieh fur jm her / vnd sie sprachen / Das ist Dauids raub . VND da Dauid zu den zwey hundert Mennern kam / die zu müde gewest / Dauid nach zu folgen / vnd am bach Besor blieben waren / giengen sie er aus Dauid entgegen / vnd dem volck das mit jm war / Vnd Dauid trat zum volck vnd grüsset sie freundlich . Da antworten / was böse vnd lose Leute waren / vnter denen die mit Dauid gezogen waren / vnd sprachen / Weil sie nicht mit vns gezogen sind / sol man jnen nichts geben / von dem Raub den wir errettet haben / Sondern ein jglicher füre sein Weib vnd seine Kinder / vnd gehe hin . DA sprach Dauid / Jr solt nicht so thun / meine Brüder / mit dem das vns der HERR gegeben hat / vnd hat vns behüt / vnd diese Kriegsleute / die wider vns komen waren / in vnser hende gegeben . Wer solt euch darinnen gehorchen ? Wie das Teil der jenigen / die in streit hin ab gezogen sind / So sol auch sein das Teil derjenigen / die bey dem Gerete blieben sind / vnd sol gleich geteilet werden . Das ist sint der zeit vnd fort hin in Jsrael ein Sitte vnd Recht worden / bis auff diesen tag . Num . 31 . VND da Dauid gen Ziklag kam / sandte er des Raubs den Eltesten in Juda seinen Freunden / vnd sprach / Sihe / da habt jr den Segen aus dem raub der Feinde des HERRN / nemlich / denen zu BethEl / denen zu Ramoth am mittag / denen zu Jathir / denen zu Aroer / denen zu Siphamoth / denen zu Esthemoa / denen zu Rachal / denen in stedten der Jerahmeeliter / denen in den stedten der Keniter / denen zu Harma / denen zu BorAsan / denen zu Atach / denen zu Hebron / vnd allen orten da Dauid gewandelt hatte mit seinen Mennern . Dje Philister aber stritten wider Jsrael / Vnd die Menner Jsrael flohen fur den Philistern / vnd fielen erschlagen auff dem gebirge Gilboa . Vnd die Philister hiengen sich an Saul vnd seine Söne / vnd schlugen Jonathan / vnd AbiNadab vnd Malchisna / die söne Sauls . Vnd der streit ward hart wider Saul / vnd die Schützen troffen auff jn mit Bogen / vnd ward seer verwund von den Schützen . 1 . Par . 10 . DA sprach Saul zu seinem Waffentreger / Zeuch dein Schwert aus / vnd erstich mich damit / das nicht diese Vnbeschnittene komen vnd mich erstechen / vnd treiben ein spot aus mir . Aber sein Waffentreger wolt nicht / denn er fürchtet sich seer / Da nam Saul das Schwert vnd fiel drein . Da nu sein Waffentreger sahe / das Saul tod war / fiel er auch in sein Schwert / vnd starb mit jm . Also starb Saul / vnd seine drey Söne vnd sein Waffentreger / vnd alle seine Menner zu gleich auff diesen tag . DA aber die Menner Jsrael / die jenseid dem grunde vnd jenseid dem Jordan waren , sahen / das die Menner Jsrael geflohen waren / vnd das Saul vnd seine Söne tod waren / verliessen sie die Stedte vnd flohen auch / So kamen die Philister vnd woneten drinnen . DES andern tags kamen die Philister die Erschlagene auszuziehen / vnd funden Saul vnd seine drey Söne ligen auff dem gebirge Gilboa . Vnd hieben jm sein Heubt abe / vnd zogen jm seine Waffen ab / vnd sandten sie in der Philister land vmbher / zu verkündigen im hause jrer Götzen / vnd vnter dem Volck . Vnd legten seinen Harnisch in das haus Astaroth / Aber seinen Leichnam hiengen sie auff die maurn zu Bethsan . DA die zu Jabes in Gilead höreten / was die Philister Saul gethan hatten machten sie sich auff was streitbar Menner waren / vnd giengen die gantze nacht / vnd namen die Leichnam Saul vnd seiner Söne von der maur zu Bethsan / vnd brachten sie gen Jabes / vnd bereucherten sie daselbs . Vnd namen jre Gebeine vnd begruben sie vnter den bawm zu Jabes / Vnd fasteten sieben tage . 2 . Reg . 21 . ; 2 . Par . 16 . - Ende des Ersten Buchs Samuel . </passage></reply></GetPassage>