<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><GetPassage xmlns="http://relaxng.org/ns/structure/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:ti="http://chs.harvard.edu/xmlns/cts"><request><requestName>GetPassage</requestName><requestUrn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1912:45</requestUrn></request><reply><urn>urn:cts:pbc:bible.parallel.deu.luther1912:45</urn><passage>Paulus , ein Knecht Jesu Christi , berufen zum Apostel , ausgesondert , zu predigen das Evangelium Gottes , welches er zuvor verheißen hat durch seine Propheten in der heiligen Schrift , von seinem Sohn , der geboren ist von dem Samen Davids nach dem Fleisch und kräftig erwiesen als ein Sohn Gottes nach dem Geist , der da heiligt , seit der Zeit , da er auferstanden ist von den Toten , Jesus Christus , unser HERR , durch welchen wir haben empfangen Gnade und Apostelamt , unter allen Heiden den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter seinem Namen , unter welchen ihr auch seid , die da berufen sind von Jesu Christo , allen , die zu Rom sind , den Liebsten Gottes und berufenen Heiligen : Gnade sei mit euch und Friede von Gott , unserm Vater , und dem HERRN Jesus Christus ! Aufs erste danke ich meinem Gott durch Jesum Christum euer aller halben , daß man von eurem Glauben in aller Welt sagt . Denn Gott ist mein Zeuge , welchem ich diene in meinem Geist am Evangelium von seinem Sohn , daß ich ohne Unterlaß euer gedenke und allezeit in meinem Gebet flehe , ob sich&#039;s einmal zutragen wollte , daß ich zu euch käme durch Gottes Willen . Denn mich verlangt , euch zu sehen , auf daß ich euch mitteile etwas geistlicher Gabe , euch zu stärken ; das ist , daß ich samt euch getröstet würde durch euren und meinen Glauben , den wir untereinander haben . Ich will euch aber nicht verhalten , liebe Brüder , daß ich mir oft habe vorgesetzt , zu euch zu kommen ( bin aber verhindert bisher ) , daß ich auch unter euch Frucht schaffte gleichwie unter andern Heiden . Ich bin ein Schuldner der Griechen und der Ungriechen , der Weisen und der Unweisen . Darum , soviel an mir ist , bin ich geneigt , auch euch zu Rom das Evangelium zu predigen . Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht ; denn es ist eine Kraft Gottes , die da selig macht alle , die daran glauben , die Juden vornehmlich und auch die Griechen . Sintemal darin offenbart wird die Gerechtigkeit , die vor Gott gilt , welche kommt aus Glauben in Glauben ; wie denn geschrieben steht : &quot; Der Gerechte wird seines Glaubens leben . &quot; Denn Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart über alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen , die die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten . Denn was man von Gott weiß , ist ihnen offenbar ; denn Gott hat es ihnen offenbart , damit daß Gottes unsichtbares Wesen , das ist seine ewige Kraft und Gottheit , wird ersehen , so man des wahrnimmt , an den Werken , nämlich an der Schöpfung der Welt ; also daß sie keine Entschuldigung haben , dieweil sie wußten , daß ein Gott ist , und haben ihn nicht gepriesen als einen Gott noch ihm gedankt , sondern sind in ihrem Dichten eitel geworden , und ihr unverständiges Herz ist verfinstert . Da sie sich für Weise hielten , sind sie zu Narren geworden und haben verwandelt die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes in ein Bild gleich dem vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere . Darum hat sie auch Gott dahingegeben in ihrer Herzen Gelüste , in Unreinigkeit , zu schänden ihre eigenen Leiber an sich selbst , sie , die Gottes Wahrheit haben verwandelt in die Lüge und haben geehrt und gedient dem Geschöpfe mehr denn dem Schöpfer , der da gelobt ist in Ewigkeit . Amen . Darum hat sie auch Gott dahingegeben in schändliche Lüste : denn ihre Weiber haben verwandelt den natürlichen Brauch in den unnatürlichen ; desgleichen auch die Männer haben verlassen den natürlichen Brauch des Weibes und sind aneinander erhitzt in ihren Lüsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihres Irrtums ( wie es denn sein sollte ) an sich selbst empfangen . Und gleichwie sie nicht geachtet haben , daß sie Gott erkenneten , hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn , zu tun , was nicht taugt , voll alles Ungerechten , Hurerei , Schalkheit , Geizes , Bosheit , voll Neides , Mordes , Haders , List , giftig , Ohrenbläser , Verleumder , Gottesverächter , Frevler , hoffärtig , ruhmredig , Schädliche , den Eltern ungehorsam , Unvernünftige , Treulose , Lieblose , unversöhnlich , unbarmherzig . Sie wissen Gottes Gerechtigkeit , daß , die solches tun , des Todes würdig sind , und tun es nicht allein , sondern haben auch Gefallen an denen , die es tun . Darum , o Mensch , kannst du dich nicht entschuldigen , wer du auch bist , der da richtet . Denn worin du einen andern richtest , verdammst du dich selbst ; sintemal du eben dasselbe tust , was du richtest . Denn wir wissen , daß Gottes Urteil ist recht über die , so solches tun . Denkst du aber , o Mensch , der du richtest die , die solches tun , und tust auch dasselbe , daß du dem Urteil Gottes entrinnen werdest ? Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte , Geduld und Langmütigkeit ? Weißt du nicht , daß dich Gottes Güte zur Buße leitet ? Du aber nach deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufest dir selbst den Zorn auf den Tag des Zornes und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes , welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken : Preis und Ehre und unvergängliches Wesen denen , die mit Geduld in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben ; aber denen , die da zänkisch sind und der Wahrheit nicht gehorchen , gehorchen aber der Ungerechtigkeit , Ungnade , und Zorn ; Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen , die da Böses tun , vornehmlich der Juden und auch der Griechen ; Preis aber und Ehre und Friede allen denen , die da Gutes tun , vornehmlich den Juden und auch den Griechen . Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott . Welche ohne Gesetz gesündigt haben , die werden auch ohne Gesetz verloren werden ; und welche unter dem Gesetz gesündigt haben , die werden durchs Gesetz verurteilt werden ( sintemal vor Gott nicht , die das Gesetz hören , gerecht sind , sondern die das Gesetz tun , werden gerecht sein . Denn so die Heiden , die das Gesetz nicht haben , doch von Natur tun des Gesetzes Werk , sind dieselben , dieweil sie das Gesetz nicht haben , sich selbst ein Gesetz , als die da beweisen , des Gesetzes Werk sei geschrieben in ihren Herzen , sintemal ihr Gewissen ihnen zeugt , dazu auch die Gedanken , die sich untereinander verklagen oder entschuldigen ) , auf den Tag , da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird laut meines Evangeliums . Siehe aber zu : du heißest ein Jude und verlässest dich aufs Gesetz und rühmest dich Gottes und weißt seinen Willen ; und weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist , prüfest du , was das Beste zu tun sei , und vermissest dich , zu sein ein Leiter der Blinden , ein Licht derer , die in Finsternis sind , ein Züchtiger der Törichten , ein Lehrer der Einfältigen , hast die Form , was zu wissen und recht ist , im Gesetz . Nun lehrst du andere , und lehrst dich selber nicht ; du predigst , man solle nicht stehlen , und du stiehlst ; du sprichst man solle nicht ehebrechen , und du brichst die Ehe ; dir greuelt vor den Götzen , und du raubest Gott , was sein ist ; du rühmst dich des Gesetzes , und schändest Gott durch Übertretung des Gesetzes ; denn &quot; eurethalben wird Gottes Name gelästert unter den Heiden &quot; , wie geschrieben steht . Die Beschneidung ist wohl nütz , wenn du das Gesetz hältst ; hältst du das Gesetz aber nicht , so bist du aus einem Beschnittenen schon ein Unbeschnittener geworden . So nun der Unbeschnittene das Gesetz hält , meinst du nicht , daß da der Unbeschnittene werde für einen Beschnittenen gerechnet ? Und wird also , der von Natur unbeschnitten ist und das Gesetz vollbringt , dich richten , der du unter dem Buchstaben und der Beschneidung bist und das Gesetz übertrittst . Denn das ist nicht ein Jude , der auswendig ein Jude ist , auch ist das nicht eine Beschneidung , die auswendig am Fleisch geschieht ; sondern das ist ein Jude , der&#039;s inwendig verborgen ist , und die Beschneidung des Herzens ist eine Beschneidung , die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht . Eines solchen Lob ist nicht aus Menschen , sondern aus Gott . Was haben denn die Juden für Vorteil , oder was nützt die Beschneidung ? Fürwahr sehr viel . Zum ersten : ihnen ist vertraut , was Gott geredet hat . Daß aber etliche nicht daran glauben , was liegt daran ? Sollte ihr Unglaube Gottes Glauben aufheben ? Das sei ferne ! Es bleibe vielmehr also , daß Gott sei wahrhaftig und alle Menschen Lügner ; wie geschrieben steht : &quot; Auf daß du gerecht seist in deinen Worten und überwindest , wenn du gerichtet wirst . &quot; Ist&#039;s aber also , daß unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit preist , was wollen wir sagen ? Ist denn Gott auch ungerecht , wenn er darüber zürnt ? ( Ich rede also auf Menschenweise . ) Das sei ferne ! Wie könnte sonst Gott die Welt richten ? Denn so die Wahrheit Gottes durch meine Lüge herrlicher wird zu seinem Preis , warum sollte ich denn noch als Sünder gerichtet werden und nicht vielmehr also tun , wie wir gelästert werden und wie etliche sprechen , daß wir sagen : &quot; Lasset uns Übles tun , auf das Gutes daraus komme &quot; ? welcher Verdammnis ist ganz recht . Was sagen wir denn nun ? Haben wir einen Vorteil ? Gar keinen . Denn wir haben droben bewiesen , daß beide , Juden und Griechen , alle unter der Sünde sind , wie denn geschrieben steht : &quot; Da ist nicht , der gerecht sei , auch nicht einer . Da ist nicht , der verständig sei ; da ist nicht , der nach Gott frage . Sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig geworden . Da ist nicht , der Gutes tue , auch nicht einer . Ihr Schlund ist ein offenes Grab ; mit ihren Zungen handeln sie trüglich . Otterngift ist unter den Lippen ; ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit . Ihre Füße sind eilend , Blut zu vergießen ; auf ihren Wegen ist eitel Schaden und Herzeleid , und den Weg des Friedens wissen sie nicht . Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen . &quot; Wir wissen aber , daß , was das Gesetz sagt , das sagt es denen , die unter dem Gesetz sind , auf daß aller Mund verstopft werde und alle Welt Gott schuldig sei ; darum daß kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein kann ; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde . Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit , die vor Gott gilt , offenbart und bezeugt durch das Gesetz und die Propheten . Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit vor Gott , die da kommt durch den Glauben an Jesum Christum zu allen und auf alle , die da glauben . Denn es ist hier kein Unterschied : sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes , den sie bei Gott haben sollten , und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung , so durch Jesum Christum geschehen ist , welchen Gott hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut , damit er die Gerechtigkeit , die vor ihm gilt , darbiete in dem , daß er Sünde vergibt , welche bisher geblieben war unter göttlicher Geduld ; auf daß er zu diesen Zeiten darböte die Gerechtigkeit , die vor ihm gilt ; auf daß er allein gerecht sei und gerecht mache den , der da ist des Glaubens an Jesum . Wo bleibt nun der Ruhm ? Er ist ausgeschlossen . Durch das Gesetz ? Durch der Werke Gesetz ? Nicht also , sondern durch des Glaubens Gesetz . So halten wir nun dafür , daß der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke , allein durch den Glauben . Oder ist Gott allein der Juden Gott ? Ist er nicht auch der Heiden Gott ? Ja freilich , auch der Heiden Gott . Sintemal es ist ein einiger Gott , der da gerecht macht die Beschnittenen aus dem Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben . Wie ? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben ? Das sei ferne ! sondern wir richten das Gesetz auf . Was sagen wir denn von unserm Vater Abraham , daß er gefunden habe nach dem Fleisch ? Das sagen wir : Ist Abraham durch die Werke gerecht , so hat er wohl Ruhm , aber nicht vor Gott . Was sagt denn die Schrift ? &quot; Abraham hat Gott geglaubt , und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet . &quot; Dem aber , der mit Werken umgeht , wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet , sondern aus Pflicht . Dem aber , der nicht mit Werken umgeht , glaubt aber an den , der die Gottlosen gerecht macht , dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit . Nach welcher Weise auch David sagt , daß die Seligkeit sei allein des Menschen , welchem Gott zurechnet die Gerechtigkeit ohne Zutun der Werke , da er spricht : &quot; Selig sind die , welchen ihre Ungerechtigkeiten vergeben sind und welchen ihre Sünden bedeckt sind ! Selig ist der Mann , welchem Gott die Sünde nicht zurechnet ! &quot; Nun diese Seligkeit , geht sie über die Beschnittenen oder auch über die Unbeschnittenen ? Wir müssen ja sagen , daß Abraham sei sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet . Wie ist er ihm denn zugerechnet ? Als er beschnitten oder als er unbeschnitten war ? Nicht , als er beschnitten , sondern als er unbeschnitten war . Das Zeichen der Beschneidung empfing er zum Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens , welchen er hatte , als er noch nicht beschnitten war , auf daß er würde ein Vater aller , die da glauben und nicht beschnitten sind , daß ihnen solches auch gerechnet werde zur Gerechtigkeit ; und würde auch ein Vater der Beschneidung , derer , die nicht allein beschnitten sind , sondern auch wandeln in den Fußtapfen des Glaubens , welcher war in unserm Vater Abraham , als er noch unbeschnitten war . Denn die Verheißung , daß er sollte sein der Welt Erbe , ist nicht geschehen Abraham oder seinem Samen durchs Gesetz , sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens . Denn wo die vom Gesetz Erben sind , so ist der Glaube nichts , und die Verheißung ist abgetan . Sintemal das Gesetz nur Zorn anrichtet ; denn wo das Gesetz nicht ist , da ist auch keine Übertretung . Derhalben muß die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen , auf daß sie sei aus Gnaden und die Verheißung fest bleibe allem Samen , nicht dem allein , der unter dem Gesetz ist , sondern auch dem , der des Glaubens Abrahams ist , welcher ist unser aller Vater ( wie geschrieben steht : &quot; Ich habe dich gesetzt zum Vater vieler Völker &quot; ) vor Gott , dem er geglaubt hat , der da lebendig macht die Toten und ruft dem , was nicht ist , daß es sei . Und er hat geglaubt auf Hoffnung , da nichts zu hoffen war , auf daß er würde ein Vater vieler Völker , wie denn zu ihm gesagt ist : &quot; Also soll dein Same sein . &quot; Und er ward nicht schwach im Glauben , sah auch nicht an seinem eigenen Leib , welcher schon erstorben war ( weil er schon fast hundertjährig war ) , auch nicht den erstorbenen Leib der Sara ; denn er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben , sondern ward stark im Glauben und gab Gott die Ehre und wußte aufs allergewisseste , daß , was Gott verheißt , das kann er auch tun . Darum ist&#039;s ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet . Das ist aber nicht geschrieben allein um seinetwillen , daß es ihm zugerechnet ist , sondern auch um unsertwillen , welchen es zugerechnet werden soll , so wir glauben an den , der unsern HERRN Jesus auferweckt hat von den Toten , welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Gerechtigkeit willen auferweckt . Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben , so haben wir Frieden mit Gott durch unsern HERRN Jesus Christus , durch welchen wir auch den Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade , darin wir stehen , und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit , die Gott geben soll . Nicht allein aber das , sondern wir rühmen uns auch der Trübsale , dieweil wir wissen , daß Trübsal Geduld bringt ; Geduld aber bringt Erfahrung ; Erfahrung aber bringt Hoffnung ; Hoffnung aber läßt nicht zu Schanden werden . Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den heiligen Geist , welcher uns gegeben ist . Denn auch Christus , da wir noch schwach waren nach der Zeit , ist für uns Gottlose gestorben . Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen ; um des Guten willen dürfte vielleicht jemand sterben . Darum preiset Gott seine Liebe gegen uns , daß Christus für uns gestorben ist , da wir noch Sünder waren . So werden wir ja viel mehr durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn , nachdem wir durch sein Blut gerecht geworden sind . Denn so wir Gott versöhnt sind durch den Tod seines Sohnes , da wir noch Feinde waren , viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben , so wir nun versöhnt sind . Nicht allein aber das , sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern HERRN Jesus Christus , durch welchen wir nun die Versöhnung empfangen haben . Derhalben , wie durch einen Menschen die Sünde ist gekommen in die Welt und der Tod durch die Sünde , und ist also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen , dieweil sie alle gesündigt haben ; denn die Sünde war wohl in der Welt bis auf das Gesetz ; aber wo kein Gesetz ist , da achtet man der Sünde nicht . Doch herrschte der Tod von Adam an bis auf Moses auch über die , die nicht gesündigt haben mit gleicher Übertretung wie Adam , welcher ist ein Bild des , der zukünftig war . Aber nicht verhält sich&#039;s mit der Gabe wie mit der Sünde . Denn so an eines Sünde viele gestorben sind , so ist viel mehr Gottes Gnade und Gabe vielen reichlich widerfahren durch die Gnade des einen Menschen Jesus Christus . Und nicht ist die Gabe allein über eine Sünde , wie durch des einen Sünders eine Sünde alles Verderben . Denn das Urteil ist gekommen aus einer Sünde zur Verdammnis ; die Gabe aber hilft auch aus vielen Sünden zur Gerechtigkeit . Denn so um des einen Sünde willen der Tod geherrscht hat durch den einen , viel mehr werden die , so da empfangen die Fülle der Gnade und der Gabe zur Gerechtigkeit , herrschen im Leben durch einen , Jesum Christum . Wie nun durch eines Sünde die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist , so ist auch durch eines Gerechtigkeit die Rechtfertigung des Lebens über alle Menschen gekommen . Denn gleichwie durch eines Menschen Ungehorsam viele Sünder geworden sind , also auch durch eines Gehorsam werden viele Gerechte . Das Gesetz aber ist neben eingekommen , auf daß die Sünde mächtiger würde . Wo aber die Sünde mächtig geworden ist , da ist doch die Gnade viel mächtiger geworden , auf daß , gleichwie die Sünde geherrscht hat zum Tode , also auch herrsche die Gnade durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesum Christum , unsern HERRN . Was wollen wir hierzu sagen ? Sollen wir denn in der Sünde beharren , auf daß die Gnade desto mächtiger werde ? Das sei ferne ! Wie sollten wir in der Sünde wollen leben , der wir abgestorben sind ? Wisset ihr nicht , daß alle , die wir in Jesus Christus getauft sind , die sind in seinen Tod getauft ? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod , auf daß , gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters , also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln . So wir aber samt ihm gepflanzt werden zu gleichem Tode , so werden wir auch seiner Auferstehung gleich sein , dieweil wir wissen , daß unser alter Mensch samt ihm gekreuzigt ist , auf daß der sündliche Leib aufhöre , daß wir hinfort der Sünde nicht mehr dienen . Denn wer gestorben ist , der ist gerechtfertigt von der Sünde . Sind wir aber mit Christo gestorben , so glauben wir , daß wir auch mit ihm leben werden , und wissen , daß Christus , von den Toten auferweckt , hinfort nicht stirbt ; der Tod wird hinfort nicht mehr über ihn herrschen . Denn was er gestorben ist , das ist er der Sünde gestorben zu einem Mal ; was er aber lebt , das lebt er Gott . Also auch ihr , haltet euch dafür , daß ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christo Jesus , unserm HERRN . So lasset nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe , ihr Gehorsam zu leisten in seinen Lüsten . Auch begebet nicht der Sünde eure Glieder zu Waffen der Ungerechtigkeit , sondern begebet euch selbst Gott , als die da aus den Toten lebendig sind , und eure Glieder Gott zu Waffen der Gerechtigkeit . Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch , sintemal ihr nicht unter dem Gesetz seid , sondern unter der Gnade . Wie nun ? Sollen wir sündigen , dieweil wir nicht unter dem Gesetz , sondern unter der Gnade sind ? Das sei ferne ! Wisset ihr nicht : welchem ihr euch begebet zu Knechten in Gehorsam , des Knechte seid ihr , dem ihr gehorsam seid , es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit ? Gott sei aber gedankt , daß ihr Knechte der Sünde gewesen seid , aber nun gehorsam geworden von Herzen dem Vorbilde der Lehre , welchem ihr ergeben seid . Denn nun ihr frei geworden seid von der Sünde , seid ihr Knechte der Gerechtigkeit geworden . Ich muß menschlich davon reden um der Schwachheit willen eures Fleisches . Gleichwie ihr eure Glieder begeben habet zum Dienst der Unreinigkeit und von einer Ungerechtigkeit zur andern , also begebet auch nun eure Glieder zum Dienst der Gerechtigkeit , daß sie heilig werden . Denn da ihr der Sünde Knechte wart , da wart ihr frei von der Gerechtigkeit . Was hattet ihr nun zu der Zeit für Frucht ? Welcher ihr euch jetzt schämet ; denn ihr Ende ist der Tod . Nun ihr aber seid von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden , habt ihr eure Frucht , daß ihr heilig werdet , das Ende aber ist das ewige Leben . Denn der Tod ist der Sünde Sold ; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu , unserm HERRN . Wisset ihr nicht , liebe Brüder ( denn ich rede mit solchen , die das Gesetz wissen ) , daß das Gesetz herrscht über den Menschen solange er lebt ? Denn ein Weib , das unter dem Manne ist , ist an ihn gebunden durch das Gesetz , solange der Mann lebt ; so aber der Mann stirbt , so ist sie los vom Gesetz , das den Mann betrifft . Wo sie nun eines andern Mannes wird , solange der Mann lebt , wird sie eine Ehebrecherin geheißen ; so aber der Mann stirbt , ist sie frei vom Gesetz , daß sie nicht eine Ehebrecherin ist , wo sie eines andern Mannes wird . Also seid auch ihr , meine Brüder , getötet dem Gesetz durch den Leib Christi , daß ihr eines andern seid , nämlich des , der von den Toten auferweckt ist , auf daß wir Gott Frucht bringen . Denn da wir im Fleisch waren , da waren die sündigen Lüste , welche durchs Gesetz sich erregten , kräftig in unsern Gliedern , dem Tode Frucht zu bringen . Nun aber sind wir vom Gesetz los und ihm abgestorben , das uns gefangenhielt , also daß wir dienen sollen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens . Was wollen wir denn nun sagen ? Ist das Gesetz Sünde ? Das sei ferne ! Aber die Sünde erkannte ich nicht , außer durchs Gesetz . Denn ich wußte nichts von der Lust , wo das Gesetz nicht hätte gesagt : &quot; Laß dich nicht gelüsten ! &quot; Da nahm aber die Sünde Ursache am Gebot und erregte in mir allerlei Lust ; denn ohne das Gesetz war die Sünde tot . Ich aber lebte weiland ohne Gesetz ; da aber das Gebot kam , ward die Sünde wieder lebendig , ich aber starb ; und es fand sich , daß das Gebot mir zum Tode gereichte , das mir doch zum Leben gegeben war . Denn die Sünde nahm Ursache am Gebot und betrog mich und tötete mich durch dasselbe Gebot . Das Gesetz ist ja heilig , und das Gebot ist heilig , recht und gut . Ist denn , das da gut ist , mir zum Tod geworden ? Das sei ferne ! Aber die Sünde , auf daß sie erscheine , wie sie Sünde ist , hat sie mir durch das Gute den Tod gewirkt , auf daß die Sünde würde überaus sündig durchs Gebot . Denn wir wissen , daß das Gesetz geistlich ist ; ich bin aber fleischlich , unter die Sünde verkauft . Denn ich weiß nicht , was ich tue . Denn ich tue nicht , was ich will ; sondern , was ich hasse , das tue ich . So ich aber das tue , was ich nicht will , so gebe ich zu , daß das Gesetz gut sei . So tue ich nun dasselbe nicht , sondern die Sünde , die in mir wohnt . Denn ich weiß , daß in mir , das ist in meinem Fleische , wohnt nichts Gutes . Wollen habe ich wohl , aber vollbringen das Gute finde ich nicht . Denn das Gute , das ich will , das tue ich nicht ; sondern das Böse , das ich nicht will , das tue ich . So ich aber tue , was ich nicht will , so tue ich dasselbe nicht ; sondern die Sünde , die in mir wohnt . So finde ich mir nun ein Gesetz , der ich will das Gute tun , daß mir das Böse anhangt . Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen . Ich sehe aber ein ander Gesetz in meinen Gliedern , das da widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüte und nimmt mich gefangen in der Sünde Gesetz , welches ist in meinen Gliedern . Ich elender Mensch ! wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes ? Ich danke Gott durch Jesum Christum , unserm HERRN . So diene ich nun mit dem Gemüte dem Gesetz Gottes , aber mit dem Fleische dem Gesetz der Sünde . So ist nun nichts Verdammliches an denen , die in Christo Jesu sind , die nicht nach dem Fleisch wandeln , sondern nach dem Geist . Denn das Gesetz des Geistes , der da lebendig macht in Christo Jesu , hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes . Denn was dem Gesetz unmöglich war ( sintemal es durch das Fleisch geschwächt ward ) , das tat Gott und sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündlichen Fleisches und der Sünde halben und verdammte die Sünde im Fleisch , auf daß die Gerechtigkeit , vom Gesetz erfordert , in uns erfüllt würde , die wir nun nicht nach dem Fleische wandeln , sondern nach dem Geist . Denn die da fleischlich sind , die sind fleischlich gesinnt ; die aber geistlich sind , die sind geistlich gesinnt . Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod , und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede . Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott , sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist ; denn es vermag&#039;s auch nicht . Die aber fleischlich sind , können Gott nicht gefallen . Ihr aber seid nicht fleischlich , sondern geistlich , so anders Gottes Geist in euch wohnt . Wer aber Christi Geist nicht hat , der ist nicht sein . So nun aber Christus in euch ist , so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen , der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen . So nun der Geist des , der Jesum von den Toten auferweckt hat , in euch wohnt , so wird auch derselbe , der Christum von den Toten auferweckt hat , eure sterblichen Leiber lebendig machen um deswillen , daß sein Geist in euch wohnt . So sind wir nun , liebe Brüder , Schuldner nicht dem Fleisch , daß wir nach dem Fleisch leben . Denn wo ihr nach dem Fleisch lebet , so werdet ihr sterben müssen ; wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschäfte tötet , so werdet ihr leben . Denn welche der Geist Gottes treibt , die sind Gottes Kinder . Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen , daß ihr euch abermals fürchten müßtet ; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen , durch welchen wir rufen : Abba , lieber Vater ! Derselbe Geist gibt Zeugnis unserem Geist , daß wir Kinder Gottes sind . Sind wir denn Kinder , so sind wir auch Erben , nämlich Gottes Erben und Miterben Christi , so wir anders mit leiden , auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden . Denn ich halte es dafür , daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht wert sei , die an uns soll offenbart werden . Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes . Sintemal die Kreatur unterworfen ist der Eitelkeit ohne ihren Willen , sondern um deswillen , der sie unterworfen hat , auf Hoffnung . Denn auch die Kreatur wird frei werden vom Dienst des vergänglichen Wesens zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes . Denn wir wissen , daß alle Kreatur sehnt sich mit uns und ängstet sich noch immerdar . Nicht allein aber sie , sondern auch wir selbst , die wir haben des Geistes Erstlinge , sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft und warten auf unsers Leibes Erlösung . Denn wir sind wohl selig , doch in der Hoffnung . Die Hoffnung aber , die man sieht , ist nicht Hoffnung ; denn wie kann man des hoffen , das man sieht ? So wir aber des hoffen , das wir nicht sehen , so warten wir sein durch Geduld . Desgleichen auch der Geist hilft unsrer Schwachheit auf . Denn wir wissen nicht , was wir beten sollen , wie sich&#039;s gebührt ; sondern der Geist selbst vertritt uns aufs beste mit unaussprechlichem Seufzen . Der aber die Herzen erforscht , der weiß , was des Geistes Sinn sei ; denn er vertritt die Heiligen nach dem , das Gott gefällt . Wir wissen aber , daß denen , die Gott lieben , alle Dinge zum Besten dienen , denen , die nach dem Vorsatz berufen sind . Denn welche er zuvor ersehen hat , die hat er auch verordnet , daß sie gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohnes , auf daß derselbe der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern . Welche er aber verordnet hat , die hat er auch berufen ; welche er aber berufen hat , die hat er auch gerecht gemacht , welche er aber hat gerecht gemacht , die hat er auch herrlich gemacht . Was wollen wir nun hierzu sagen ? Ist Gott für uns , wer mag wider uns sein ? welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschont , sondern hat ihn für uns alle dahingegeben ; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken ? Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen ? Gott ist hier , der da gerecht macht . Wer will verdammen ? Christus ist hier , der gestorben ist , ja vielmehr , der auch auferweckt ist , welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns . Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes ? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Fährlichkeit oder Schwert ? wie geschrieben steht : &quot; Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag ; wir sind geachtet wie Schlachtschafe . &quot; Aber in dem allem überwinden wir weit um deswillen , der uns geliebt hat . Denn ich bin gewiß , daß weder Tod noch Leben , weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten , weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges , weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur mag uns scheiden von der Liebe Gottes , die in Christo Jesu ist , unserm HERRN . Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht , wie mir Zeugnis gibt mein Gewissen in dem Heiligen Geist , daß ich große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlaß in meinem Herzen habe . Ich habe gewünscht , verbannt zu sein von Christo für meine Brüder , die meine Gefreundeten sind nach dem Fleisch ; die da sind von Israel , welchen gehört die Kindschaft und die Herrlichkeit und der Bund und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheißungen ; welcher auch sind die Väter , und aus welchen Christus herkommt nach dem Fleisch , der da ist Gott über alles , gelobt in Ewigkeit . Amen . Aber nicht sage ich solches , als ob Gottes Wort darum aus sei . Denn es sind nicht alle Israeliter , die von Israel sind ; auch nicht alle , die Abrahams Same sind , sind darum auch Kinder . Sondern &quot; in Isaak soll dir der Same genannt sein &quot; . Das ist : nicht sind das Gottes Kinder , die nach dem Fleisch Kinder sind ; sondern die Kinder der Verheißung werden für Samen gerechnet . Denn dies ist ein Wort der Verheißung , da er spricht : &quot; Um diese Zeit will ich kommen , und Sara soll einen Sohn haben . &quot; Nicht allein aber ist&#039;s mit dem also , sondern auch , da Rebekka von dem einen , unserm Vater Isaak , schwanger ward : ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten , auf daß der Vorsatz Gottes bestünde nach der Wahl , nicht aus Verdienst der Werke , sondern aus Gnade des Berufers , ward zu ihr gesagt : &quot; Der Ältere soll dienstbar werden dem Jüngeren &quot; , wie denn geschrieben steht : &quot; Jakob habe ich geliebt , aber Esau habe ich gehaßt . &quot; Was wollen wir denn hier sagen ? Ist denn Gott ungerecht ? Das sei ferne ! Denn er spricht zu Mose : &quot; Welchem ich gnädig bin , dem bin ich gnädig ; und welches ich mich erbarme , des erbarme ich mich . &quot; So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen , sondern an Gottes Erbarmen . Denn die Schrift sagt zum Pharao : &quot; Ebendarum habe ich dich erweckt , daß ich an dir meine Macht erzeige , auf daß mein Name verkündigt werde in allen Landen . &quot; So erbarmt er sich nun , welches er will , und verstockt , welchen er will . So sagst du zu mir : Was beschuldigt er uns denn ? Wer kann seinem Willen widerstehen ? Ja , lieber Mensch , wer bist du denn , daß du mit Gott rechten willst ? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister : Warum machst du mich also ? Hat nicht ein Töpfer Macht , aus einem Klumpen zu machen ein Gefäß zu Ehren und das andere zu Unehren ? Derhalben , da Gott wollte Zorn erzeigen und kundtun seine Macht , hat er mit großer Geduld getragen die Gefäße des Zorns , die da zugerichtet sind zur Verdammnis ; auf daß er kundtäte den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit , die er bereitet hat zur Herrlichkeit , welche er berufen hat , nämlich uns , nicht allein aus den Juden sondern auch aus den Heiden . Wie er denn auch durch Hosea spricht : &quot; Ich will das mein Volk heißen , daß nicht mein Volk war , und meine Liebe , die nicht meine Liebe war . &quot; &quot; Und soll geschehen : An dem Ort , da zu ihnen gesagt ward : &#039; Ihr seid nicht mein Volk&#039; , sollen sie Kinder des lebendigen Gottes genannt werden . &quot; Jesaja aber schreit für Israel : &quot; Wenn die Zahl der Kinder Israel würde sein wie der Sand am Meer , so wird doch nur der Überrest selig werden ; denn es wird ein Verderben und Steuern geschehen zur Gerechtigkeit , und der HERR wird das Steuern tun auf Erden . &quot; Und wie Jesaja zuvorsagte : &quot; Wenn uns nicht der HERR Zebaoth hätte lassen Samen übrig bleiben , so wären wir wie Sodom und Gomorra . &quot; Was wollen wir nun hier sagen ? Das wollen wir sagen : Die Heiden , die nicht haben nach der Gerechtigkeit getrachtet , haben Gerechtigkeit erlangt ; ich sage aber von der Gerechtigkeit , die aus dem Glauben kommt . Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgetrachtet , und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht erreicht . Warum das ? Darum daß sie es nicht aus dem Glauben , sondern aus den Werken des Gesetzes suchen . Denn sie haben sich gestoßen an den Stein des Anlaufens , wie geschrieben steht : &quot; Siehe da , ich lege in Zion einen Stein des Anlaufens und einen Fels des Ärgernisses ; und wer an ihn glaubt , der soll nicht zu Schanden werden . &quot; Liebe Brüder , meines Herzens Wunsch ist , und ich flehe auch zu Gott für Israel , daß sie selig werden . Denn ich gebe ihnen das Zeugnis , daß sie eifern um Gott , aber mit Unverstand . Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht , die vor Gott gilt , und trachten , ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten , und sind also der Gerechtigkeit , die vor Gott gilt , nicht untertan . Denn Christus ist des Gesetzes Ende ; wer an den glaubt , der ist gerecht . Mose schreibt wohl von der Gerechtigkeit , die aus dem Gesetz kommt : &quot; Welcher Mensch dies tut , der wird dadurch leben . &quot; Aber die Gerechtigkeit aus dem Glauben spricht also : &quot; Sprich nicht in deinem Herzen : Wer will hinauf gen Himmel fahren ? &quot; ( Das ist nichts anderes denn Christum herabholen . ) Oder : &quot; Wer will hinab in die Tiefe fahren ? &quot; ( Das ist nichts anderes denn Christum von den Toten holen . ) Aber was sagt sie ? &quot; Das Wort ist dir nahe , in deinem Munde und in deinem Herzen . &quot; Dies ist das Wort vom Glauben , das wir predigen . Denn so du mit deinem Munde bekennst Jesum , daß er der HERR sei , und glaubst in deinem Herzen , daß ihn Gott von den Toten auferweckt hat , so wirst du selig . Denn so man von Herzen glaubt , so wird man gerecht ; und so man mit dem Munde bekennt , so wird man selig . Denn die Schrift spricht : &quot; Wer an ihn glaubt , wird nicht zu Schanden werden . &quot; Es ist hier kein Unterschied unter Juden und Griechen ; es ist aller zumal ein HERR , reich über alle , die ihn anrufen . Denn &quot; wer den Namen des HERRN wird anrufen , soll selig werden . &quot; Wie sollen sie aber den anrufen , an den sie nicht glauben ? Wie sollen sie aber an den glauben , von dem sie nichts gehört haben ? wie sollen sie aber hören ohne Prediger ? Wie sollen sie aber predigen , wo sie nicht gesandt werden ? Wie denn geschrieben steht : &quot; Wie lieblich sich die Füße derer , die den Frieden verkündigen , die das Gute verkündigen ! &quot; Aber sie sind nicht alle dem Evangelium gehorsam . Denn Jesaja sagt : &quot; HERR , wer glaubt unserm Predigen ? &quot; So kommt der Glaube aus der Predigt , das Predigen aber aus dem Wort Gottes . Ich sage aber : Haben sie es nicht gehört ? Wohl , es ist ja in alle Lande ausgegangen ihr Schall und in alle Welt ihre Worte . Ich sage aber : Hat es Israel nicht erkannt ? Aufs erste spricht Mose : &quot; Ich will euch eifern machen über dem , das nicht ein Volk ist ; und über ein unverständiges Volk will ich euch erzürnen . &quot; Jesaja aber darf wohl so sagen : &quot; Ich bin gefunden von denen , die mich nicht gesucht haben , und bin erschienen denen , die nicht nach mir gefragt haben . &quot; Zu Israel aber spricht er : &quot; Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt zu dem Volk , das sich nicht sagen läßt und widerspricht . &quot; So sage ich nun : Hat denn Gott sein Volk verstoßen ? Das sei ferne ! Denn ich bin auch ein Israeliter von dem Samen Abrahams , aus dem Geschlecht Benjamin . Gott hat sein Volk nicht verstoßen , welches er zuvor ersehen hat . Oder wisset ihr nicht , was die Schrift sagt von Elia , wie er tritt vor Gott wider Israel und spricht : &quot; HERR , sie haben deine Propheten getötet und deine Altäre zerbrochen ; und ich bin allein übriggeblieben , und sie stehen mir nach meinem Leben &quot; ? Aber was sagt die göttliche Antwort ? &quot; Ich habe mir lassen übrig bleiben siebentausend Mann , die nicht haben ihre Kniee gebeugt vor dem Baal . &quot; Also gehet es auch jetzt zu dieser Zeit mit diesen , die übriggeblieben sind nach der Wahl der Gnade . Ist&#039;s aber aus Gnaden , so ist&#039;s nicht aus Verdienst der Werke ; sonst würde Gnade nicht Gnade sein . Ist&#039;s aber aus Verdienst der Werke , so ist die Gnade nichts ; sonst wäre Verdienst nicht Verdienst . Wie denn nun ? Was Israel sucht , das erlangte es nicht ; die Auserwählten aber erlangten es . Die andern sind verstockt , wie geschrieben steht : &quot; Gott hat ihnen gegeben eine Geist des Schlafs , Augen , daß sie nicht sehen , und Ohren , daß sie nicht hören , bis auf den heutigen Tag . &quot; Und David spricht : &quot; Laß ihren Tisch zu einem Strick werden und zu einer Berückung und zum Ärgernis und ihnen zur Vergeltung . Verblende ihre Augen , daß sie nicht sehen , und beuge ihren Rücken allezeit . &quot; So sage ich nun : Sind sie darum angelaufen , daß sie fallen sollten ? Das sei ferne ! Sondern aus ihrem Fall ist den Heiden das Heil widerfahren , auf daß sie denen nacheifern sollten . Denn so ihr Fall der Welt Reichtum ist , und ihr Schade ist der Heiden Reichtum , wie viel mehr , wenn ihre Zahl voll würde ? Mit euch Heiden rede ich ; denn dieweil ich der Heiden Apostel bin , will ich mein Amt preisen , ob ich möchte die , so mein Fleisch sind , zu eifern reizen und ihrer etliche selig machen . Denn so ihre Verwerfung der Welt Versöhnung ist , was wird ihre Annahme anders sein als Leben von den Toten ? Ist der Anbruch heilig , so ist auch der Teig heilig ; und so die Wurzel heilig ist , so sind auch die Zweige heilig . Ob aber nun etliche von den Zweigen ausgebrochen sind und du , da du ein wilder Ölbaum warst , bist unter sie gepfropft und teilhaftig geworden der Wurzel und des Safts im Ölbaum , so rühme dich nicht wider die Zweige . Rühmst du dich aber wider sie , so sollst du wissen , daß du die Wurzel nicht trägst , sondern die Wurzel trägt dich . So sprichst du : Die Zweige sind ausgebrochen , das ich hineingepfropft würde . Ist wohl geredet ! Sie sind ausgebrochen um ihres Unglaubens willen ; du stehst aber durch den Glauben . Sei nicht stolz , sondern fürchte dich . Hat Gott die natürlichen Zweige nicht verschont , daß er vielleicht dich auch nicht verschone . Darum schau die Güte und den Ernst Gottes : den Ernst an denen , die gefallen sind , die Güte aber an dir , sofern du an der Güte bleibst ; sonst wirst du auch abgehauen werden . Und jene , so nicht bleiben in dem Unglauben , werden eingepfropft werden ; Gott kann sie wohl wieder einpfropfen . Denn so du aus dem Ölbaum , der von Natur aus wild war , bist abgehauen und wider die Natur in den guten Ölbaum gepropft , wie viel mehr werden die natürlichen eingepropft in ihren eigenen Ölbaum . Ich will euch nicht verhalten , liebe Brüder , dieses Geheimnis ( auf daß ihr nicht stolz seid ) : Blindheit ist Israel zum Teil widerfahren , so lange , bis die Fülle der Heiden eingegangen sei und also das ganze Israel selig werde , wie geschrieben steht : &quot; Es wird kommen aus Zion , der da erlöse und abwende das gottlose Wesen von Jakob . Und dies ist mein Testament mit ihnen , wenn ich ihre Sünden werde wegnehmen . &quot; Nach dem Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen ; aber nach der Wahl sind sie Geliebte um der Väter willen . Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen . Denn gleicherweise wie auch ihr weiland nicht habt geglaubt an Gott , nun aber Barmherzigkeit überkommen habt durch ihren Unglauben , also haben auch jene jetzt nicht wollen glauben an die Barmherzigkeit , die euch widerfahren ist , auf daß sie auch Barmherzigkeit überkommen . Denn Gott hat alle beschlossen unter den Unglauben , auf daß er sich aller erbarme . O welch eine Tiefe des Reichtums , beides , der Weisheit und Erkenntnis Gottes ! Wie gar unbegreiflich sind sein Gerichte und unerforschlich seine Wege ! Denn wer hat des HERRN Sinn erkannt , oder wer ist sein Ratgeber gewesen ? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben , daß ihm werde wiedervergolten ? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge . Ihm sei Ehre in Ewigkeit ! Amen . Ich ermahne euch nun , liebe Brüder , durch die Barmherzigkeit Gottes , daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer , das da lebendig , heilig und Gott wohlgefällig sei , welches sei euer vernünftiger Gottesdienst . Und stellet euch nicht dieser Welt gleich , sondern verändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes , auf daß ihr prüfen möget , welches da sei der gute , wohlgefällige und vollkommene Gotteswille . Denn ich sage euch durch die Gnade , die mir gegeben ist , jedermann unter euch , daß niemand weiter von sich halte , als sich&#039;s gebührt zu halten , sondern daß er von sich mäßig halte , ein jeglicher , nach dem Gott ausgeteilt hat das Maß des Glaubens . Denn gleicherweise als wir in einem Leibe viele Glieder haben , aber alle Glieder nicht einerlei Geschäft haben , also sind wir viele ein Leib in Christus , aber untereinander ist einer des andern Glied , und haben mancherlei Gaben nach der Gnade , die uns gegeben ist . Hat jemand Weissagung , so sei sie dem Glauben gemäß . Hat jemand ein Amt , so warte er des Amts . Lehrt jemand , so warte er der Lehre . Ermahnt jemand , so warte er des Ermahnens . Gibt jemand , so gebe er einfältig . Regiert jemand , so sei er sorgfältig . Übt jemand Barmherzigkeit , so tue er&#039;s mit Lust . Die Liebe sei nicht falsch . Hasset das Arge , hanget dem Guten an . Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich . Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor . Seid nicht träge in dem , was ihr tun sollt . Seid brünstig im Geiste . Schicket euch in die Zeit . Seid fröhlich in Hoffnung , geduldig in Trübsal , haltet an am Gebet . Nehmet euch der Notdurft der Heiligen an . Herberget gern . Segnet , die euch verfolgen ; segnet und fluchet nicht . Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden . Habt einerlei Sinn untereinander . Trachtet nicht nach hohen Dingen , sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen . Haltet euch nicht selbst für klug . Vergeltet niemand Böses mit Bösem . Fleißigt euch der Ehrbarkeit gegen jedermann . Ist es möglich , soviel an euch ist , so habt mit allen Menschen Frieden . Rächet euch selber nicht , meine Liebsten , sondern gebet Raum dem Zorn Gottes ; denn es steht geschrieben : &quot; Die Rache ist mein ; ich will vergelten , spricht der HERR . &quot; So nun deinen Feind hungert , so speise ihn ; dürstet ihn , so tränke ihn . Wenn du das tust , so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln . Laß dich nicht das Böse überwinden , sondern überwinde das Böse mit Gutem . Jedermann sei untertan der Obrigkeit , die Gewalt über ihn hat . Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott ; wo aber Obrigkeit ist , die ist von Gott verordnet . Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt , der widerstrebt Gottes Ordnung ; die aber widerstreben , werden über sich ein Urteil empfangen . Denn die Gewaltigen sind nicht den guten Werken , sondern den bösen zu fürchten . Willst du dich aber nicht fürchten vor der Obrigkeit , so tue Gutes , so wirst du Lob von ihr haben . Denn sie ist Gottes Dienerin dir zu gut . Tust du aber Böses , so fürchte dich ; denn sie trägt das Schwert nicht umsonst ; sie ist Gottes Dienerin , eine Rächerin zur Strafe über den , der Böses tut . Darum ist&#039;s not , untertan zu sein , nicht allein um der Strafe willen , sondern auch um des Gewissens willen . Derhalben müßt ihr auch Schoß geben ; denn sie sind Gottes Diener , die solchen Schutz handhaben . So gebet nun jedermann , was ihr schuldig seid : Schoß , dem der Schoß gebührt ; Zoll , dem der Zoll gebührt ; Furcht , dem die Furcht gebührt ; Ehre , dem die Ehre gebührt . Seid niemand nichts schuldig , als daß ihr euch untereinander liebt ; denn wer den andern liebt , der hat das Gesetz erfüllt . Denn was da gesagt ist : &quot; Du sollst nicht ehebrechen ; du sollst nicht töten ; du sollst nicht stehlen ; du sollst nicht falsch Zeugnis geben ; dich soll nichts gelüsten &quot; , und so ein anderes Gebot mehr ist , das wird in diesen Worten zusammengefaßt : &quot; Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst . &quot; Denn Liebe tut dem Nächsten nichts Böses . So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung . Und weil wir solches wissen , nämlich die Zeit , daß die Stunde da ist , aufzustehen vom Schlaf ( sintemal unser Heil jetzt näher ist , denn da wir gläubig wurden ; die Nacht ist vorgerückt , der Tag aber nahe herbeigekommen ) : so lasset uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichtes . Lasset uns ehrbar wandeln als am Tage , nicht in Fressen und Saufen , nicht in Kammern und Unzucht , nicht in Hader und Neid ; sondern ziehet an den HERRN Jesus Christus und wartet des Leibes , doch also , daß er nicht geil werde . Den Schwachen im Glauben nehmet auf und verwirrt die Gewissen nicht . Einer glaubt er möge allerlei essen ; welcher aber schwach ist , der ißt Kraut . Welcher ißt , der verachte den nicht , der da nicht ißt ; und welcher nicht ißt , der richte den nicht , der da ißt ; denn Gott hat ihn aufgenommen . Wer bist du , daß du einen fremden Knecht richtest ? Er steht oder fällt seinem HERRN . Er mag aber wohl aufgerichtet werden ; denn Gott kann ihn wohl aufrichten . Einer hält einen Tag vor dem andern ; der andere aber hält alle Tage gleich . Ein jeglicher sei in seiner Meinung gewiß . Welcher auf die Tage hält , der tut&#039;s dem HERRN ; und welcher nichts darauf hält , der tut&#039;s auch dem HERRN . Welcher ißt , der ißt dem HERRN , denn er dankt Gott ; welcher nicht ißt , der ißt dem HERRN nicht und dankt Gott . Denn unser keiner lebt sich selber , und keiner stirbt sich selber . Leben wir , so leben wir dem HERRN ; sterben wir , so sterben wir dem HERRN . Darum , wir leben oder sterben , so sind wir des HERRN . Denn dazu ist Christus auch gestorben und auferstanden und wieder lebendig geworden , daß er über Tote und Lebendige HERR sei . Du aber , was richtest du deinen Bruder ? Oder , du anderer , was verachtest du deinen Bruder ? Wir werden alle vor den Richtstuhl Christi dargestellt werden ; denn es steht geschrieben : &quot; So wahr ich lebe , spricht der HERR , mir sollen alle Kniee gebeugt werden , und alle Zungen sollen Gott bekennen . &quot; So wird nun ein jeglicher für sich selbst Gott Rechenschaft geben . Darum lasset uns nicht mehr einer den andern richten ; sondern das richtet vielmehr , daß niemand seinem Bruder einen Anstoß oder Ärgernis darstelle . Ich weiß und bin gewiß in dem HERRN Jesus , daß nichts gemein ist an sich selbst ; nur dem , der es rechnet für gemein , dem ist&#039;s gemein . So aber dein Bruder um deiner Speise willen betrübt wird , so wandelst du schon nicht nach der Liebe . Verderbe den nicht mit deiner Speise , um welches willen Christus gestorben ist . Darum schaffet , daß euer Schatz nicht verlästert werde . Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken , sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem heiligen Geiste . Wer darin Christo dient , der ist Gott gefällig und den Menschen wert . Darum laßt uns dem nachstreben , was zum Frieden dient und was zur Besserung untereinander dient . Verstöre nicht um der Speise willen Gottes Werk . Es ist zwar alles rein ; aber es ist nicht gut dem , der es ißt mit einem Anstoß seines Gewissens . Es ist besser , du essest kein Fleisch und trinkest keinen Wein und tust nichts , daran sich dein Bruder stößt oder ärgert oder schwach wird . Hast du den Glauben , so habe ihn bei dir selbst vor Gott . Selig ist , der sich selbst kein Gewissen macht in dem , was er annimmt . Wer aber darüber zweifelt , und ißt doch , der ist verdammt ; denn es geht nicht aus dem Glauben . Was aber nicht aus dem Glauben geht , das ist Sünde . Wir aber , die wir stark sind , sollen der Schwachen Gebrechlichkeit tragen und nicht gefallen an uns selber haben . Es stelle sich ein jeglicher unter uns also , daß er seinem Nächsten gefalle zum Guten , zur Besserung . Denn auch Christus hatte nicht an sich selber Gefallen , sondern wie geschrieben steht : &quot; Die Schmähungen derer , die dich schmähen , sind auf mich gefallen . &quot; Was aber zuvor geschrieben ist , das ist uns zur Lehre geschrieben , auf daß wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben . Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch , daß ihr einerlei gesinnt seid untereinander nach Jesu Christo , auf daß ihr einmütig mit einem Munde lobet Gott und den Vater unseres HERRN Jesu Christi . Darum nehmet euch untereinander auf , gleichwie euch Christus hat aufgenommen zu Gottes Lobe . Ich sage aber , daß Jesus Christus sei ein Diener gewesen der Juden um der Wahrhaftigkeit willen Gottes , zu bestätigen die Verheißungen , den Vätern geschehen ; daß die Heiden aber Gott loben um der Barmherzigkeit willen , wie geschrieben steht : &quot; Darum will ich dich loben unter den Heiden und deinem Namen singen . &quot; Und abermals spricht er : &quot; Freut euch , ihr Heiden , mit seinem Volk ! &quot; Und abermals : &quot; Lobt den HERRN , alle Heiden , und preiset ihn , alle Völker ! &quot; Und abermals spricht Jesaja : &quot; Es wird sein die Wurzel Jesse&#039;s , und der auferstehen wird , zu herrschen über die Heiden ; auf den werden die Heiden hoffen . &quot; Der Gott aber der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben , daß ihr völlige Hoffnung habet durch die Kraft des heiligen Geistes . Ich weiß aber gar wohl von euch , liebe Brüder , daß ihr selber voll Gütigkeit seid , erfüllt mit Erkenntnis , daß ihr euch untereinander könnet ermahnen . Ich habe es aber dennoch gewagt und euch etwas wollen schreiben , liebe Brüder , euch zu erinnern , um der Gnade willen , die mir von Gott gegeben ist , daß ich soll sein ein Diener Christi unter den Heiden , priesterlich zu warten des Evangeliums Gottes , auf daß die Heiden ein Opfer werden , Gott angenehm , geheiligt durch den heiligen Geist . Darum kann ich mich rühmen in Jesus Christo , daß ich Gott diene . Denn ich wollte nicht wagen , etwas zu reden , wo dasselbe Christus nicht durch mich wirkte , die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk , durch Kraft der Zeichen und Wunder und durch Kraft des Geistes Gottes , also daß ich von Jerusalem an und umher bis Illyrien alles mit dem Evangelium Christi erfüllt habe und mich sonderlich geflissen , das Evangelium zu predigen , wo Christi Name nicht bekannt war , auf daß ich nicht auf einen fremden Grund baute , sondern wie geschrieben steht : &quot; Welchen ist nicht von ihm verkündigt , die sollen&#039;s sehen , und welche nicht gehört haben , sollen&#039;s verstehen . &quot; Das ist auch die Ursache , warum ich vielmal verhindert worden , zu euch zu kommen . Nun ich aber nicht mehr Raum habe in diesen Ländern , habe aber Verlangen , zu euch zu kommen , von vielen Jahren her , so will ich zu euch kommen , wenn ich reisen werde nach Spanien . Denn ich hoffe , daß ich da durchreisen und euch sehen werde und von euch dorthin geleitet werden möge , so doch , daß ich zuvor mich ein wenig an euch ergötze . Nun aber fahre ich hin gen Jerusalem den Heiligen zu Dienst . Denn die aus Mazedonien und Achaja haben willig eine gemeinsame Steuer zusammengelegt den armen Heiligen zu Jerusalem . Sie haben&#039;s willig getan , und sind auch ihre Schuldner . Denn so die Heiden sind ihrer geistlichen Güter teilhaftig geworden , ist&#039;s billig , daß sie ihnen auch in leiblichen Gütern Dienst beweisen . Wenn ich nun solches ausgerichtet und ihnen diese Frucht versiegelt habe , will ich durch euch nach Spanien ziehen . Ich weiß aber , wenn ich zu euch komme , daß ich mit vollem Segen des Evangeliums Christi kommen werde . Ich ermahne euch aber , liebe Brüder , durch unsern HERRN Jesus Christus und durch die Liebe des Geistes , daß ihr helfet kämpfen mit Beten für mich zu Gott , auf daß ich errettet werde von den Ungläubigen in Judäa , und daß mein Dienst , den ich für Jerusalem tue , angenehm werde den Heiligen , auf daß ich mit Freuden zu euch komme durch den Willen Gottes und mich mit euch erquicke . Der Gott aber des Friedens sei mit euch allen ! Amen . Ich befehle euch aber unsere Schwester Phöbe , welche ist im Dienste der Gemeinde zu Kenchreä , daß ihr sie aufnehmet in dem HERRN , wie sich&#039;s ziemt den Heiligen , und tut ihr Beistand in allem Geschäfte , darin sie euer bedarf ; denn sie hat auch vielen Beistand getan , auch mir selbst . Grüßt die Priscilla und den Aquila , meine Gehilfen in Christo Jesu , welche haben für mein Leben ihren Hals dargegeben , welchen nicht allein ich danke , sondern alle Gemeinden unter den Heiden . Auch grüßet die Gemeinde in ihrem Hause . Grüßet Epänetus , meinen Lieben , welcher ist der Erstling unter denen aus Achaja in Christo . Grüßet Maria , welche viel Mühe und Arbeit mit uns gehabt hat . Grüßet den Andronikus und den Junias , meine Gefreundeten und meine Mitgefangenen , welche sind berühmte Apostel und vor mir gewesen in Christo . Grüßet Amplias , meinen Lieben in dem HERRN . Grüßet Urban , unsern Gehilfen in Christo , und Stachys , meinen Lieben . Grüßet Apelles , den Bewährten in Christo . Grüßet , die da sind von des Aristobulus Gesinde . Grüßet Herodian , meinen Gefreundeten . Grüßet , die da sind von des Narzissus Gesinde in dem HERRN . Grüßet die Tryphäna und die Tryphosa , welche in dem HERRN gearbeitet haben . Grüßet die Persis , meine Liebe , welch in dem HERRN viel gearbeitet hat . Grüßet Rufus , den Auserwählten in dem HERRN , und seine und meine Mutter . Grüßet Asynkritus , Phlegon , Hermas , Patrobas , Hermes und die Brüder bei ihnen . Grüßet Philologus und die Julia , Nereus und seine Schwester und Olympas und alle Heiligen bei ihnen . Grüßet euch untereinander mit dem heiligen Kuß . Es grüßen euch die Gemeinden Christi . Ich ermahne euch aber , liebe Brüder , daß ihr achtet auf die , die da Zertrennung und Ärgernis anrichten neben der Lehre , die ihr gelernt habt , und weichet von ihnen . Denn solche dienen nicht dem HERRN Jesus Christus , sondern ihrem Bauche ; und durch süße Worte und prächtige Reden verführen sie unschuldige Herzen . Denn euer Gehorsam ist bei jedermann kund geworden . Derhalben freue ich mich über euch ; ich will aber , daß ihr weise seid zum Guten , aber einfältig zum Bösen . Aber der Gott des Friedens zertrete den Satan unter eure Füße in kurzem . Die Gnade unsers HERRN Jesu Christi sei mit euch ! Es grüßen euch Timotheus , mein Gehilfe , und Luzius und Jason und Sosipater , meine Gefreundeten . Ich , Tertius , grüße euch , der ich diesen Brief geschrieben habe , in dem HERRN . Es grüßt euch Gajus , mein und der ganzen Gemeinde Wirt . Es grüßt euch Erastus , der Stadt Rentmeister , und Quartus , der Bruder . Die Gnade unsers HERRN Jesus Christus sei mit euch allen ! Amen . Dem aber , der euch stärken kann laut meines Evangeliums und der Predigt von Jesu Christo , durch welche das Geheimnis offenbart ist , das von der Welt her verschwiegen gewesen ist , nun aber offenbart , auch kundgemacht durch der Propheten Schriften nach Befehl des ewigen Gottes , den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter allen Heiden : demselben Gott , der allein weise ist , sei Ehre durch Jesum Christum in Ewigkeit ! Amen . </passage></reply></GetPassage>